[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen von Bürsten,
insbesondere Zahnbürsten.
[0002] Es sind verschiedene Verfahren zur Herstellung von Bürsten bekannt. Üblicherweise
wird ein Borstenträger mit einem Lochmuster versehen, das der gewünschten Anordnung
von Borsten entspricht. Büschel von Borsten werden dann in die Löcher des Borstenträgers
eingesetzt und darin mittels eingepresster, kleiner metallischer Anker oder mittels
Schlaufen befestigt.
[0003] In einem alternativen Verfahren, das als AFT-Verfahren (anchor free tufting, das
heißt ankerfreies Beborsten) bezeichnet wird, werden die Borstenbüschel am Borstenträger
ohne die Verwendung von Schlaufen oder Ankern befestigt. Dabei können die Borstenträger
als Bürstenkörper ausgestattet sein, bei denen Stiel, Hals und der wesentliche Teil
des Bürstenkopfes bereits als ein Teil ausgeführt sind. Der Bürstenkopf hat dann bereits
das Lochmuster. Eine weitere Möglichkeit des AFT-Verfahrens besteht darin, kleine
Bürstenkopfplatten mit Lochmuster vorzusehen, die dann zuerst bestopft werden. Die
komplettierte Bürstenkopfplatte wird dann entweder in den eine Aufnahme aufweisenden
Bürstenkörper eingesetzt und daran befestigt, oder die Bürstenkopfplatte wird umspritzt
und beim Umspritzen entweder am Bürstenkörper befestigt oder der Bürstenkörper wird
beim Umspritzen erst hergestellt.
[0004] Die
DE 39 20 769 A1 beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen einer Bürste, bei denen
Borstenbüschel über Unterdruck oder einen Luftstoß über Röhrchen in Öffnungen in einem
Borstenträger transportiert werden. Anschließend werden die Filamente der Borstenbüschel
rückseitig verschmolzen.
[0005] Die
DE 40 29 610 A1 zeigt ein Bürstenherstellungsverfahren, bei dem die Borstenbüschel in Führungen in
einem Werkzeug an einem Büschelende geschmolzen werden und dann in noch weichem Zustand
in ein Sackloch in einem Borstenträger eingestoßen und verklebt werden.
[0006] Die
WO 02/03831 A1 sieht einen völlig anderen Aufbau und eine andere Art der Herstellung einer Bürste
als die zuvor erwähnten Verfahren vor. Hier werden einzelne, voneinander beabstandete
Borsten an den zuvor hergestellten Borstenträger angespritzt und dadurch erst hergestellt.
Der Borstenträger kann dabei schräg verlaufende Öffnungen haben, in die der flüssige
Kunststoff für die Borsten eingespritzt wird.
[0007] Die
EP 0 567 672 A1 schlägt vor, Borstenbüschel aus einem Magazin zu entnehmen, indem Röhrchen parallel
zur Verlaufsrichtung der Borsten im Magazin in dieses eingestochen werden, so dass
die Röhrchen jeweils ein Borstenbüschel aufnehmen und herausziehen. Die Büschel werden
zwischen Backen ähnlich einem Backenfutter geklemmt und dann vorderseitig in Öffnungen
eines Borstenträgers gestoßen, um anschließend am rückseitigen Ende erhitzt zu werden.
[0008] Borstenbüschel, welche zuerst in eine Führungsplatte eingestoßen werden und aus dieser
teilweise herausschauen, beschreibt die
WO 2007/087694 A1. Die aus der Führung herausragenden Enden der Büschel werden anschließend unter Herstellung
des Bürstenkörpers umspritzt.
[0009] Die
JP 2003 061751 A hat ein Herstellungsverfahren für Bürsten zum Gegenstand, bei dem die Öffnungen im
Borstenträger schräg verlaufen und die Borstenbüschel über entsprechend schräg gestellte
Einführröhrchen in die Öffnungen eingeschoben werden.
[0010] Schließlich beschreibt die
EP 1 312 281 A1 ein Verfahren zum Herstellen von Bürsten, bei dem schräge Öffnungen im Borstenträger
vorhanden sind. Eine angespitzte Hülse mit einem darin aufgenommenen Büschel kontaktiert
rückseitig den Borstenträger, wenn ein Stößel das Bündel in die Öffnung drückt.
[0011] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen
von Bürsten, die auf dem oben genannten AFT-Verfahren aufbauen, also ohne Anker arbeiten.
[0012] Moderne Zahnbürsten haben nicht mehr ausschließlich parallel verlaufende und im Querschnitt
gleich dicke Borstenbüschel, sondern verschieden große und teilweise auch schräg verlaufende
Büschel.
[0013] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen von
Bürsten bereitzustellen, durch die die Bürsten einfacher und kostengünstiger hergestellt
werden können. Die erfindungsgemäß hergestellte Bürste zeichnet sich durch einen vergleichsweise
geringeren Herstellungspreis aus.
[0014] Das Verfahren zum Herstellen von Bürsten nach der Erfindung ist durch folgende Schritte
gekennzeichnet:
Vorsehen eines Borstenträgers, welcher Teil der fertigen Bürste ist und eine Vorder-
und eine Rückseite hat,
Vorsehen von Öffnungen im Borstenträger zur Aufnahme von Borstenbüscheln, wobei
zumindest eine Öffnung einen vorderseitigen Querschnitt hat, dessen Flächenschwerpunkt
vom Flächenschwerpunkt des rückseitigen Querschnitts der Öffnung versetzt ist und/oder
zumindest eine Öffnung, insbesondere die Öffnung mit unterschiedlichen Flächenschwerpunkten,
einen vorderseitigen Querschnitt hat, der im Vergleich zum rückseitigen Querschnitt
eine unterschiedliche Geometrie aufweist,
[0015] Entnehmen von Borstenbüscheln aus einem Borstenvorrat, in welchem die Borsten parallel
gepackt untergebracht sind,
[0016] Transportieren des entnommenen Borstenbüschels mittels einer Transporteinrichtung
zum Borstenträger,
Vorsehen eines Ausrichtwerkzeugs an der Vorderseite des Borstenträgers, das Aufnahmeöffnungen
hat, deren Eingänge zu den vorderseitigen Querschnitten fluchten,
[0017] Einstoßen des Borstenbüschels in die jeweils zugeordnete Öffnung von der Rückseite
des Borstenträger aus senkrecht zur Rückseite des Borstenträgers, wobei an der Rückseite
des Borstenträgers ein führungsfreier Spalt vorhanden ist, durch den die Borstenbüschel
hindurch in den Borstenträger und in die Aufnahmeöffnungen geschoben werden, und
rückseitiges ankerfreies Befestigen der Borstenbüschel am Borstenträger.
[0018] Der Begriff "Borstenträger" umfasst sowohl vorgefertigte Bürstenkörper mit Stiel,
Hals und Kopfabschnitt mit Öffnungen darin, die gegebenenfalls auch noch mit einer
zweiten oder dritten Komponente überspritzt werden, als auch Kopfplatten mit Öffnungen,
die am Bürstenkörper angebracht werden.
[0019] Das erfindungsgemäße Verfahren sieht zwei Merkmale und Ausführungsformen vor, die
alternativ oder gemeinsam in einer Bürste und in zumindest einer Öffnung realisiert
werden sollen: ein Merkmal sieht zumindest eine Öffnung im Borstenträger vor, über
die schräg, das heißt schräg zur Vorderseite des Borstenträgers verlaufende Borstenbüschel
hergestellt werden können. Ein alternatives Merkmal sieht vor, dass keine schräg verlaufende
Öffnung (unterschiedliche Flächenschwerpunkte), sondern zumindest eine Öffnung mit
unterschiedlichen Geometrien am vorderen und hinteren Querschnitt vorhanden ist. Unterschiedliche
Geometrien heißt, dass eine andere geometrische Form und nicht etwa nur allein ein
anders dimensionierter Querschnitt vorhanden ist, wie dies bei einer kreisrunden,
sich lediglich verjüngenden Öffnung der Fall wäre. Beispiele für unterschiedliche
Geometrien sind z.B. ein rückseitiger kreisrunder Querschnitt, der vorderseitig in
einen länglichen, eckigen oder streifenförmigen Querschnitt übergeht. Natürlich können
die beiden Merkmale auch in einer Öffnung miteinander kombiniert sein, d.h. eine schräg
verlaufende Öffnung hat unterschiedliche Geometrien am rückseitigen und vorderseitigen
Querschnitt. Ferner kann in demselben Borstenträger auch zumindest eine schräg verlaufende
Öffnung und zumindest eine Öffnung mit unterschiedlichem Querschnitt vorhanden sein.
[0020] Bei den bisherigen Borstenträgern wurden beispielsweise zur Verankerung von schräg
verlaufenden Borstenbüscheln schräge Bohrungen in den Borstenträger eingebracht, was
herstellungstechnisch aufwendig ist. Solche schräg gebohrten Öffnungen sind bei der
Erfindung nicht vorgesehen, um schräge Büschel im Borstenträger zu verankern.
[0021] Es hat sich überraschenderweise herausgestellt, dass entgegen den bisherigen Verfahren
die Borstenbüschel nicht geführt werden müssen, wenn sie in den Borstenträger in eine
Öffnung eingeschoben werden, die entweder schräg verläuft und/oder die rückseitig
und vorderseitig unterschiedliche Geometrien hat. Das Stopfen senkrecht zur Rückseite
kann folglich unabhängig davon verwendet werden, ob die Öffnungen gerade verlaufen,
gerade verlaufen und zusätzlich einen Konus besitzen, schräg verlaufen oder einen
unterschiedlichen Querschnitt an der Vorder- und der Rückseite haben. Dies vereinfacht
das Stopfen. Zum Stopfen von schräg verlaufenden Öffnungen wurden bislang stets Führungsplatten
vorgesehen, die rückseitig oder vorderseitig, je nachdem, ob die Büschel von der Vorderseite
oder der Rückseite gestopft wurde, am Borstenträger anlagen. Die Erfindung geht einen
völlig anderen Weg, denn sie sieht einen führungsfreien Spalt auf der Rückseite vor,
von wo aus gestopft wird. Über den führungsfreien Spalt können sich die einzelnen
Borsten etwas biegen und gegenseitig verschieben, sodass eine Art Spannungsausgleich
zwischen den benachbarten Borsten erfolgt, wenn sie senkrecht zur Rückseite in eine
Öffnung geschoben werden, die schräg verläuft und/oder die einen anderen Querschnitt
besitzt, sodass die Borsten ungleich gebogen oder zueinander bewegt werden.
[0022] Gemäß der bevorzugten Ausführungsform hat der rückseitige Querschnitt eine größere
Querschnittsfläche als der vorderseitige zum leichteren Einstoßen der Borstenbüschel,
vor allem jedoch damit die Borsten über keine allzu große Strecke geklemmt sind.
[0023] Darüber hinaus können beliebige Büschelquerschnittsformen erzielt werden, ohne dass
die Öffnungen eine entsprechend komplizierte durchgehende Bohrung besitzen müssen.
Der rückseitige Querschnitt kann nämlich eine einfache kreiszylindrische oder trichterförmige
Form haben, und nur die vorderseitige Öffnung, das heißt der vorderseitige Querschnitt
ist zum Beispiel auf einem kurzen Stück mit der gewünschten Querschnittsform des Borstenbüschels
ausgebildet. Dadurch lassen sich herkömmliche Bestopfungswerkzeuge verwenden, bei
denen die Borstenbüschel beim Zuführen einen kreisförmigen Querschnitt besitzen. Die
vorderseitige Mündung der Öffnung kann dann aber eine andere Geometrie haben, das
heißt eine von einer Kreisform abweichende Geometrie, zum Beispiel eine ovale, streifenförmige
oder eckige Form.
[0024] Die bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass die Öffnung mit unterschiedlichen
Flächenschwerpunkten und/oder anderen Querschnittsgeometrien so ausgebildet ist, dass
die Borsten des Borstenbüschels vor dem Befestigen des Borstenbüschels nur gemeinsam
mit dem Ausrichtwerkzeug parallel gehalten werden. Dies bedeutet, dass die Borstenbüschel
allein in der Öffnung nicht in ihrer endgültigen Ausrichtung gehalten werden könnten,
und zwar bezogen auf den Zustand vor ihrem Befestigen am Borstenträger. Dies liegt
daran, dass die Öffnung im Gegensatz zum Stand der Technik eben keinen geradlinigen,
geometrisch immer gleichen Kanal definiert, der ausreichend lang ist, um die Borstenbüschel
parallel zu halten und sie zu klemmen. Würde beim erfindungsgemäßen Verfahren das
Ausrichtwerkzeug mit seiner Aufnahmeöffnung nicht verwendet werden, so würden die
Borsten des Borstenbüschels in der oder den Öffnungen mit unterschiedlichen Flächenschwerpunkten
und/oder anderen Querschnittsgeometrien chaotisch zueinander ausgerichtet verlaufen.
Das Ausrichtwerkzeug ist also vor dem Befestigen zusammen mit der Öffnung entscheidend,
um die Borstenbüschel exakt zu positionieren.
[0025] Um auch die Herstellung des Büschelträgers zu vereinfachen und ein reines Spritzgießen
des Büschelträgers samt den Öffnungen zu ermöglichen, sollten sämtliche Öffnungen
in Richtung senkrecht zur Rückseite gesehen hinterschnittsfrei ausgebildet sein. Damit
sind keine schräg verlaufenden Schieber oder dergleichen im Spritzgusswerkzeug erforderlich.
Vielmehr kann der Borstenträger durch einfaches Auseinanderfahren der Spritzgussformhälften
entformt werden.
[0026] Der rückseitige Querschnitt bildet die Mündung eines rückseitigen Öffnungsabschnitts
und der vorderseitige Querschnitt die Mündung eines vorderseitigen Öffnungsabschnitts,
wobei die Öffnungsabschnitte Abschnitte des jeweiligen Lochs sind. Die Öffnungsabschnitte
sollten jeweils senkrecht zur Rückseite bzw. Vorderseite des Borstenträgerteils verlaufen.
Das bedeutet, die beiden Öffnungsabschnitte können ohne schräge Bohrung oder ohne
Hinterschnitt gefertigt werden. Insbesondere, dies ist jedoch nicht einschränkend
zu verstehen, gehen die beiden Öffnungsabschnitte unmittelbar ineinander über, ohne
dass ein Zwischenabschnitt die Öffnungsabschnitte verbinden muss.
[0027] Wenigstens eine Öffnung mit dem vorderseitigen und dem rückseitigen Querschnitt sollte
vorzugsweise schrägkanalfrei ausgelegt sein, das heißt es ist kein mit einer schrägen
Mittelachse verlaufender Öffnungsabschnitt in der zumindest einen Öffnung vorhanden,
der es erfordern würde, mit einem Bohrer schräg zur Vorder- oder Rückseite in den
Borstenträger zu schneiden oder beim Spritzgießen einen schräg verlaufenden Schieber
vorzusehen.
[0028] Das erfindungsgemäße Verfahren sieht insbesondere vor, dass die Borstenbüschel, das
heißt sämtliche Borstenbüschel, senkrecht zur Rückseite und/oder Vorderseite in die
zumindest eine Öffnung mit dem unterschiedlichen vorder- und rückseitigen Querschnitt
gestopft wird. Dabei werden vorzugsweise sämtliche Öffnungen, unabhängig davon, ob
der vorderseitige und der rückseitige Querschnitt wie oben erwähnt unterschiedlich
oder gleich ausgeführt sind, stets senkrecht zur Rückseite bestopft. Das rückseitige
Befestigen der gegenüber der Rückseite überstehenden Borstenenden erfolgt insbesondere
durch Schmelzen, Verkleben oder Umspritzen der Borstenbüschel oder durch Kombinationen
dieser Befestigungsverfahren, z.B. zuerst Schmelzen, dann zusätzlich Umspritzen.
[0029] Wenn der rückseitige Querschnitt der Öffnung, vorzugsweise sogar alle Öffnungen,
größer als der vorderseitige Querschnitt der zugeordneten Öffnung ist, lassen sich
die Büschel leichter einführen und können im Bereich des vorderseitigen Querschnitts
geklemmt sein, was jedoch nicht zwingend erforderlich ist.
[0030] Eine Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass sämtliche Öffnungen im Borstenträger
dieselbe rückseitige Querschnittsfläche haben, sodass jede Öffnung im Bereich der
Rückseite auf gleiche Weise gefertigt werden kann. Wenn die Öffnungen dieselbe vorderseitige
Querschnittsfläche besitzen, nimmt jede Öffnung die gleiche oder im Wesentlichen die
gleiche Anzahl von Borsten oder Filamenten auf. Jedoch ist es auch möglich und vorteilhaft,
Borstenbüschel mit unterschiedlich vielen Borsten oder Filamenten zu verwenden, sodass
die Bürste Bereiche mit dickeren und dünneren Büscheln besitzt, was für den Reinigungseffekt
gerade bei Zahnbürsten vorteilhaft ist.
[0031] Es können Borstenträger mit Öffnungen verwendet werden, deren vorderseitige Querschnitte
streifenförmig sind, wodurch die Borstenbüschel einen streifenförmigen Querschnitt
erhalten.
[0032] Um eine gute Befestigung des Borstenbüschels zu ermöglichen, kann der rückseitige
Öffnungsabschnitt trichterförmig Richtung Vorderseite verlaufen, ohne jedoch die Vorderseite
zu erreichen. Der rückseitige Öffnungsabschnitt mit dem Trichter erstreckt sich über
mehr als 60 % der Dicke des Borstenträgers im Bereich der zugeordneten Öffnung.
[0033] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Herstellung von Bürsten, insbesondere mit einem
Verfahren nach der Erfindung, umfasst
ein Ausrichtwerkzeug, über dem ein Borstenträger, welcher Teil der fertigen Bürste
ist und Öffnungen zur Aufnahme von Borstenbüscheln hat, mit seiner Vorderseite am
Ausrichtwerkzeug angrenzend positioniert wird,
eine Transportvorrichtung zum Zuführen von Bostenbüscheln, wobei zwischen der Transportvorrichtung
und der Rückseite des zu bestückenden Borstenträgers ein führungsfreier Spalt vorhanden
ist,
wobei der Borstenträger zumindest eine Öffnung einen vorderseitigen Querschnitt hat,
dessen Flächenschwerpunkt vom Flächenschwerpunkt des rückseitigen Querschnitts der
Öffnung versetzt ist und/oder zumindest eine Öffnung, insbesondere die Öffnung mit
unterschiedlichen Flächenschwerpunkten, mit einem vorderseitigen Querschnitt hat,
der im Vergleich zum rückseitigen Querschnitt eine unterschiedliche Geometrie aufweist,
ein Stopfwerkzeug, das die Büschel aus der Transportvorrichtung über den Spalt hinweg
senkrecht zur Rückseite des Borstenträgers ausgerichtet in die Borstenträger und in
Aufnahmeöffnungen im Borstenträger schiebt, wobei das Ausrichtwerkzeug wenigstens
eine Aufnahmeöffnung hat, die schräg zur Rückseite verläuft und/oder einen Einlass
mit einer von einer Kreisform abweichenden Geometrie hat, und
ein Befestigungswerkzeug zum ankerfreien Befestigen der Borstenbüschel am Borstenträger.
[0034] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich optional auch durch die Merkmale aus,
die zuvor im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erläutert wurden, und
durch Merkmale der nachfolgenden, auf das Verfahren gerichteten Ansprüche. Umgekehrt
wird das erfindungsgemäße Verfahren auch unter Verwendung der Vorrichtung optional
ausgeführt, und zwar mit Merkmalen, wie sie nachfolgend für die Vorrichtung vorgestellt
werden und in den Unteransprüchen zur Vorrichtung definiert sind.
[0035] Die bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass das Ausrichtwerkzeug eine Auflagefläche
für den Borstenträger hat, sodass der Borstenträger unmittelbar auf dem Ausrichtwerkzeug
aufliegt. Hierdurch entsteht kein Spalt zwischen der Öffnung im Borstenträger und
der entsprechenden, schrägen Aufnahmeöffnung und den übrigen Aufnahmeöffnungen im
Ausrichtwerkzeug. Das Lochbild im Ausrichtwerkzeug im Bereich seiner Oberseite entspricht
dem vorderseitigen Lochbild des Borstenträgers.
[0036] Zur eindeutigen und lagefesten Positionierung der Borstenträger ist vorgesehen, dass
die Auflagefläche in einer dem Borstenträger angepassten Vertiefung ausgebildet ist.
Damit ist der Borstenträger seitlich im Ausrichtwerkzeug gehalten.
[0037] Das Ausrichtwerkzeug besitzt optional verschiedene Aufnahmeöffnungen, nämlich Aufnahmeöffnungen
mit kreisrundem und Aufnahmeöffnungen mit streifenförmigem Querschnitt.
[0038] Es sind darüber hinaus auch Aufnahmeöffnungen mit unterschiedlichen Querschnittsflächen
vorhanden, sodass die Borstenbüschel unterschiedliche Querschnittsflächen besitzen.
[0039] Die erfindungsgemäße Vorrichtung umfasst darüber hinaus vorzugsweise einen Bündelabnehmer
mit variabler Aufnahmeöffnung, sodass die unterschiedlichen Borstenbüschelquerschnitte
sehr schnell vollautomatisch realisiert werden können.
[0040] Das Befestigungswerkzeug kann eine Heizeinrichtung zum Schmelzen der rückseitigen,
vom Borstenträger vorstehenden Borstenenden sein. Dabei ist es möglich, die Borstenbüschel
durch Kontakt mit einer heißen Fläche zu schmelzen oder über Ultraschall oder über
Heißluft oder Kombinationen hiervon.
[0041] Ferner kann eine Spritzstation vorhanden sein, in der der Borstenträger rückseitig
überspritzt wird, sodass die Borstenenden nicht mehr zu sehen sind.
[0042] Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung können beim Überspritzen auch vorderseitig
vorstehende elastische Finger mit angespritzt werden. Diese Finger ragen entweder
seitlich des Borstenträgers nach vorne oder durch Öffnungen im Borstenträger.
[0043] Vorzugsweise werden bei dem Verfahren und der Vorrichtung die Büschel sequentiell
dem Magazin entnommen und sequentiell gestopft.
[0044] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
und aus den nachfolgenden Zeichnungen, auf die Bezug genommen wird. In den Zeichnungen
zeigen:
- Figur 1 eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Herstellen
von Bürsten nach dem erfindungsgemäßen Verfahren,
- Figur 2 und Figur 2a den Bündelabnehmer und die Stopfvorrichtung, die bei der Vorrichtung
nach Figur 1 verwendet werden in Perspektiv- und in vergrößerter Schnittansicht,
- Figur 3 eine perspektivische Draufsicht einer Bürste, die nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren und mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung hergestellt wird, wobei nur der
Kopf dargestellt ist,
- Figur 4 eine Ansicht der Vorderseite des bei der Erfindung verwendeten Borstenträgers
im Bereich des Kopfes,
- Figur 5 eine Ansicht der Rückseite des bei der Erfindung verwendeten Borstenträgers
im Bereich des Kopfes,
- Figur 6 eine perspektivische Ansicht der Rückseite des Borstenträgers nach Figur 5,
- Figur 7 eine Draufsicht auf die Rückseite des mit Borstenbüscheln ausgestatteten Borstenträgers
nach Figur 6 vor dem Befestigen der Borstenbüschel,
- Figur 8 eine Schnittansicht durch den Borstenträger nach dem Bestopfen und durch das
Ausrichtwerkzeug,
- Figur 9 eine perspektivische Ansicht des Borstenträgers in bestopftem Zustand vor
dem Befestigen der Büschelenden,
- Figur 10 eine schematische Schnittansicht durch den bestopften Borstenträger nach
dem Befestigen der Borstenbüschel, und
- Figur 11 eine Bürste, die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren und mit der erfindungsgemäßen
Vorrichtung hergestellt wird.
[0045] In Figur 1 ist eine Vorrichtung zum Herstellen von Bürsten, insbesondere Zahnbürsten
dargestellt, die mehrere Stationen umfasst. Die Vorrichtung kann jedoch auch weniger
als die in Figur 1 dargestellten Stationen aufweisen, sodass die Bürsten in einem
teilgefertigten Zustand auch zu einer anderen Vorrichtung weitergeleitet werden können.
Die Art des Transports der Einzelteile der Bürste ist für die Vorrichtung und das
Verfahren zum Herstellen der Bürsten nicht relevant, sodass die in Figur 1 gezeigte
Transporteinrichtung zwischen den einzelnen Stationen nicht einschränkend zu verstehen
ist.
[0046] Ein Werkzeugtisch 8 transportiert die teilweise gefertigten Bürsten von einer Station
in die andere.
[0047] Bei der gezeigten Ausführungsform werden als sogenannte Borstenträger sogenannte
Bürstenkörper verwendet, bei denen Stiel, Hals und Kopf bereits als gemeinsames, einstückiges
Kunststoffteil gespritzt sind. Die Borstenträger tragen das Bezugszeichen 10.
[0048] Die Borstenträger werden aus einem Magazin 11 auf sogenannte Halter 12 aufgesetzt,
welche am Werkzeugtisch 8 beispielsweise permanent befestigt sind und mit ihm rotieren.
[0049] In einer ersten Station ist ein Bündelabnehmer 14 vorhanden, der mit einem Stopfwerkzeug
16 (siehe Figur 2) gekoppelt ist. In dieser Station werden die Borstenträger 10 mit
Borstenbüscheln entweder sequenziell oder in einem Bestopfungsvorgang bestückt.
[0050] In einer späteren Station werden die Büschelenden rückseitig beschnitten, zum Beispiel
mit einem Messer 17 (zum Beispiel Fräser), oder einem als Messer ausgebildeten heißen
Draht. Nur symbolisch ist das Messer 17 in Figur 1 dargestellt.
[0051] In einer nachfolgenden Station werden die rückseitig gegenüber dem Borstenträger
10 vorstehenden Büschelenden geschmolzen, sodass die Borsten bzw. Filamente miteinander
verschmolzen werden. Hierzu ist eine Heizeinrichtung 18 vorgesehen, die ebenfalls
nur symbolisch dargestellt ist.
[0052] Anschließend ist eine Station vorhanden, in der die gestopften, mit den Büscheln
versehenen Borstenträger 10 rückseitig, zumindest im Bereich des Kopfes in einem oder
mehreren Schritten umspritzt werden. Das Spritzwerkzeug trägt das Bezugszeichen 20.
[0053] Schließlich werden die fertigen Bürsten dem Werkzeugtisch 8 entnommen.
[0054] In Figur 2 ist der Bündelabnehmer 14 dargestellt, welcher ein Magazin 22 mit parallel
darin angeordneten, unvereinzelten Borsten 24 umfasst. Eine Entnahmevorrichtung 26
dient als Vereinzeler und umfasst einen kreisbogenförmigen Abschnitt mit einer außenseitigen
Vertiefung 28. Die Entnahmevorrichtung 26 wird in Pfeilrichtung hin- und herverschwenkt.
[0055] Wenn die Vertiefung 28 im Bereich des Magazins 22 ist, werden Borsten senkrecht zur
Rückseite des Borstenträgers in die Vertiefung 28 gedrückt, sodass ein Borstenbüschel
oder -bündel gebildet wird. Beim Zurückschwenken in die in Figur 2 gezeigte Position
ist das Borstenbüschel 30 oberhalb des Kopfes des Borstenträgers 10, der zahlreiche
Öffnungen hat, die sich zu einem Lochbild ergänzen.
[0056] Der Bündelabnehmer 14 mit seiner Entnahmevorrichtung 26 kann zugleich als Transporteinrichtung
für die Bündel oder Büschel dienen, die diese zum Stopfwerkzeug 16 transportieren.
[0057] Die Vertiefung 28 fluchtet zu der als nächstes zu befüllenden Öffnung im Borstenträger
10, und anschließend wird durch das Stopfwerkzeug 16 das Borstenbüschel 30, das in
der Vertiefung 28 liegt, in die Öffnung gedrückt.
[0058] Der Borstenträger 10 wird vor dem nächsten Stopfvorgang so ausgerichtet, dass die
nächste zu bestopfende Öffnung unterhalb der ankommenden Vertiefung 28 liegt. Hierzu
ist ein sogenannter X-Y-Schlitten oder, allgemein, eine Vorrichtung 32 vorgesehen.
[0059] Auf der Rückseite des Borstenträgers 10 ist beim Stopfen ein führungsfreier Spalt
S vorhanden, das heißt die Borstenbüschel 30 werden in diesem Bereich nicht geführt,
vielmehr werden sie über diesen Spalt ohne Führung hindurchgeführt.
[0060] Zu betonen ist, dass in Figur 2a die Entnahmevorrichtung 26 etwas dicker ausgeführt
ist als in Figur 2. Die Dicke der Entnahmevorrichtung 26 ist variabel. Darüber hinaus
ist es auch möglich, dass die Transporteinrichtung die einzelnen Büschel in eine Art
Führung bewegen, die etwas höher ausgebildet ist, um die einzelnen Borstenbüschel
optimal senkrecht zur Rückseite zu führen, wenn sie gestopft werden. Der Spalt S ist
jedoch stets vorhanden.
[0061] In Figur 3 ist der fertige Bürstenkopf zu sehen. Zu erkennen ist dabei, dass es Borstenbüschel
34 gibt, die einen kreisrunden Büschelquerschnitt haben, wobei die Borstenbüschel
34 mit kreisrundem Querschnitt unterschiedliche Querschnittsflächen haben, das heißt
dickere und dünnere Büschel vorhanden sind. Darüber hinaus sind quaderförmige Borstenbüschel
36 vorhanden, die einen streifenförmigen, mehr oder weniger rechteckigen Büschelquerschnitt
besitzen. Schließlich gibt es Borstenbüschel 38 mit beliebigem Querschnitt, hier zum
Beispiel kreisrund, eckig und streifenförmig, die schräg zur Vorderseite 40 des Borstenträgers
im Bereich des Kopfes, also im Bereich der Borstenbüschel 30 - 38 verlaufen. Die übrigen
Borstenbüschel 34, 36 verlaufen senkrecht zur Vorder- und Rückseite 40, wie dies bei
herkömmlichen Zahnbürsten der Fall ist.
[0062] Im Bereich des Kopfes ist der Borstenträger 10 plattenförmig ausgebildet, sodass
die Vorderseite 40 und die Rückseite 42 im Wesentlichen parallel zueinander verlaufen.
Darüber hinaus kann es aber auch sein, dass Vorder- und Rückseite 40 bzw. 42 zur Spitze
44 der Bürste leicht konisch aufeinander zu laufen, was jedoch im Hinblick auf die
senkrechte Ausrichtung der Borstenbüschel vernachlässigbar ist.
[0063] In den Figuren 4 und 5 sind die Vorderseite 40 und die Rückseite 42 des Borstenträgers
10 im Bereich des Kopfes und das sogenannte Lochbild zu erkennen. Dabei ist insbesondere
in Figur 5 und in Figur 6 ersichtlich, dass sich vorzugsweise jede Öffnung 46 - 50
von der Vorderseite 40 zur Rückseite 42 aufweitet, sodass der rückseitige Querschnitt,
das heißt die Mündung der Öffnung 46 - 50 an der Rückseite 42 einen größeren Querschnitt
hat als der vorderseitige Querschnitt, also die Mündung der Öffnung 46 - 50 an der
Vorderseite 40.
[0064] Insbesondere haben die Öffnungen ihren geringsten Querschnitt an der Mündung zur
Vorderseite, das heißt dem vorderseitigen Querschnitt.
[0065] Die größte Querschnittsfläche bildet der rückseitige Querschnitt jeder Öffnung 46
- 50.
[0066] Von der Rückseite 42 aus verlaufen die Öffnungen 46 - 50, wie in den Figuren 5 und
6 zu sehen ist, leicht konisch zur Vorderseite 40 hin zu. Es kann sich eine Art Trichter
ergeben.
[0067] Die Öffnungen 46 sind Standard-Öffnungen mit kreisrunden vorderseitigen und rückseitigen
Querschnitten, in denen die Borstenbüschel auch senkrecht zur Vorderseite 40 verankert
werden. Zu erkennen ist dabei unter anderem, dass die Öffnungen 46 mit kreisrundem
Querschnitt unterschiedliche Querschnittsflächen an der Vorderseite haben, dabei aber
gleiche Querschnittsflächen an der Rückseite, was die Herstellung vereinfacht. Hierbei
können beispielsweise für alle diese Öffnungen 46 dieselben Senkbohrer oder Senkfräser
verwendet werden. Der unterschiedliche vorderseitige Querschnitt wird dann durch Verwendung
von Bohrern unterschiedlichen Querschnitts erzeugt.
[0068] Es sind im Borstenträger 10 auch Öffnungen 48 vorhanden, bei denen der rückseitige
Querschnitt größer als der vorderseitige Querschnitt ist, jedoch die Geometrie des
rückseitigen Querschnitts eine andere als des vorderseitigen Querschnitts ist. Beispielsweise,
dies ist nicht einschränkend zu verstehen, ist der rückseitige Querschnitt durch einen
Kreis gebildet, der durch Verwendung eines Senkbohrers oder Senkfräsers erzeugt wird.
Dieser Senkbohrer oder Senkfräser kann derselbe sein wie bei den Öffnungen 46, sodass
die Querschnittsfläche des rückseitigen Querschnitts (Mündung der Öffnung 48 an der
Rückseite 42) dieselbe ist wie bei den Öffnungen 46. Der vorderseitige Querschnitt
der Öffnungen 48 hat jedoch eine Streifenform oder eine ovale Form, also eine andere
Querschnittsgeometrie als am rückseitigen Querschnitt.
[0069] Alternativ zum Bohren oder Fräsen werden die Öffnungen komplett beim Spritzgießen
hergestellt, z.B. durch Stempel, auch u.U. verfahrbare Stempel, die an den Spritzgießformhälften
vorgesehen sind. Falls die Stempel verfahrbar sind, so sind sie vorzugsweise nicht
schräg zur Entformungsrichtung, sondern nur in Entformungsrichtung verfahrbar.
[0070] Schließlich sind Öffnungen 50 vorhanden, bei denen erneut der rückseitige Querschnitt
größer als der vorderseitige Querschnitt ist. Die Öffnungen 50 zeichnen sich darüber
hinaus auch dadurch aus, dass der sogenannte Flächenschwerpunkt des rückseitigen Querschnitts
(Mittelpunkt 52 des entsprechenden Kreises) seitlich versetzt zum Flächenschwerpunkt
54 des vorderseitigen Querschnitts liegt, wenn man senkrecht auf die Rück- oder Vorderseite
des Borstenträgers sieht. Die Öffnungen 50 sind insbesondere, dies ist auch nicht
einschränkend zu verstehen, diejenigen Öffnungen, in denen die Borstenbüschel 38 eingesetzt
sind, die schräg zur Vorderseite 40 verlaufen.
[0071] Die Öffnungen 56 haben beispielsweise einen kreisrunden rückseitigen Querschnitt
und einen mehreckigen vorderseitigen Querschnitt.
[0072] Optional, dies ist jedoch nicht zwingend der Fall, haben sämtliche Öffnungen denselben
rückseitigen Querschnitt, was die Herstellung vereinfacht.
[0073] Alternativ zu der Ausführungsform nach den Figuren 4 bis 7 können die Borstenträger
10 auch Öffnungen haben, die alle dieselbe vorderseitige Querschnittsfläche haben,
sodass stets gleich viele Borsten für jedes Borstenbüschel vorgesehen sind.
[0074] In Figur 7 sind die in die Öffnungen eingesetzten Borstenbüschel, genauer gesagt
die gegenüber der Rückseite 42 vorstehenden Büschelenden der Borstenbüschel 34 - 38
zu sehen.
[0075] Figur 9 zeigt den Borstenträger 10, der vollständig mit Borstenbüscheln befüllt ist.
Zu sehen sind die gegenüber der Rückseite 42 vorstehenden Büschelenden. Darüber hinaus
ist zu erkennen, dass der Borstenträger 10 einen an der Rückseite 42 seitlich hochgezogenen
Rand 57 besitzt, sodass die Rückseite 42 gegenüber diesem Rand 57 etwas vertieft liegt.
[0076] Figur 8 zeigt ein Ausrichtwerkzeug 58, welches gleichzeitig den Halter 12 bildet.
Das Ausrichtwerkzeug 58 hat eine dem Borstenträger 10 angepasste Vertiefung 60, wobei
diese Vertiefung 60 nur im Bereich des Kopfes und eines Teils des Halses des Borstenträgers
vorhanden ist. Damit ist der Borstenträger 10 im Ausrichtwerkzeug 58 aufgenommen und
positionsfest gehaltert.
[0077] Das Ausrichtwerkzeug 58 hat auf seiner Oberseite (hier: Boden der Vertiefung 60)
eine Anlagefläche, die der Vorderseite 40 unmittelbar gegenüberliegt und sie vorzugsweise,
was nicht einschränkend zu verstehen ist, berührt. Aufnahmeöffnungen im Ausrichtwerkzeug
58 bilden auf der Oberseite ein Lochbild, welches exakt dem Lochbild des Borstenträgers
10 auf dessen Vorderseite 40 entspricht, wobei die einzelnen Öffnungen exakt zueinander
ausgerichtet sind.
[0078] Die Aufnahmeöffnungen legen die Ausrichtung der Borstenbüschel der späteren Bürste
fest. Die entsprechenden Aufnahmeöffnungen für die Borstenbüschel 34, 36 verlaufen
senkrecht zur Anlagefläche des Ausrichtwerkzeugs im Bereich der Vertiefung 60 und
damit senkrecht zur Vorderseite 40.
[0079] Ohne das Ausrichtwerkzeug 58 würden vor dem Befestigen der Borstenbüschel die Borsten
des Büschels nicht parallel ausgerichtet bleiben. Somit ist für die Öffnungen mit
unterschiedlichen Flächenschwerpunkten und/oder anderen Querschnittsgeometrien auf
der Vorder- und Rückseite vor dem Befestigen vorgesehen, dass die Öffnungen gemeinsam
mit dem Ausrichtwerkzeug die noch unbefestigten Borsten eines Borstenbüschels parallel
halten.
[0080] Die Aufnahmeöffnungen 62, welche in Figur 8 zu sehen sind, verlaufen jedoch schräg
zur Vorderseite 40 und nehmen die schräg verlaufenden Borstenbüschel 38 auf.
[0081] Bei der gezeigten Ausführungsform, die nicht einschränkend zu verstehen ist, ragen
die Borstenbüschel durch das Ausrichtwerkzeug 58 hindurch.
[0082] Die bestopften Borstenträger werden, wie in Zusammenhang mit Figur 1 bereits beschrieben,
zu einer Station verfahren, und zwar mit dem Ausrichtwerkzeug 58, wo die Borstenbüschel
rückseitig beschnitten werden. Dieser Zustand ist in Figur 9 dargestellt.
[0083] Anschließend werden die vorstehenden Büschelenden erhitzt, sodass die Borsten miteinander
verschmelzen, wie es in Figur 10 gezeigt ist. Die Büschelenden verschmelzen zu einem
Kunststoffklumpen, der die Öffnung im Borstenträger komplett oder großteils ausfüllt.
Die geschmolzenen Büschelenden können entweder voneinander beabstandet sein, oder
es kann sich auf der Rückseite 42 auch noch ein dünner Film von geschmolzenem Kunststoff
ergeben.
[0084] Das Verschmelzen der Borstenenden erfolgt in einem Zustand, in dem die Borstenbüschel
nach wie vor in den Aufnahmeöffnungen des Ausrichtwerkzeugs 58 aufgenommen sind.
[0085] Das Bestopfen durch die Borstenbüschel erfolgt senkrecht zur Vorder- und/oder Rückseite
40 bzw. 42, wie in Figur 2 zu sehen ist. Vorzugsweise sind auch keine Führungskanäle
oder Führungsplatten zwischen dem Stopfwerkzeug 16 und der Rückseite 42 vorhanden,
die die schräg verlaufenden Borstenbüschel 38 schräg in die jeweilige Öffnung führen
würden. Die Schrägstellung der Borstenbüschel 38 erfolgt durch das vorderseitige Ausrichtwerkzeug
58 mit den entsprechenden schräg verlaufenden Aufnahmeöffnungen 62. Obwohl die Borsten
dieser schräg verlaufenden Büschel 38 bestrebt sind, sich anders auszurichten und
eine gewisse Spannung in dem Büschel vorhanden ist aufgrund der Umlenkung aus der
senkrechten Stopfbewegung in die schräge Ausrichtung in der Aufnahmeöffnung 62, "entspannt"
sich das Büschel beim Schmelzen, sodass auch nach Herausziehen der fertigen Bürste
aus dem Ausrichtwerkzeug 58 die Borsten des schrägen Borstenbüschels 38 parallel ausgerichtet
bleiben, so wie dies zuvor im Ausrichtwerkzeug 58 der Fall war.
[0086] Dasselbe gilt auch für die Öffnungen, bei denen der rückseitige Querschnitt eine
andere Geometrie hat als der vorderseitige Querschnitt, beispielsweise bei den Öffnungen
56 und 48.
[0087] Figur 10 zeigt darüber hinaus auch, dass die Öffnungen mit den versetzten Flächenschwerpunkten
unterschiedliche Abschnitte haben. Vom rückseitigen Querschnitt 64 aus verläuft ein
Öffnungsabschnitt a in den Borstenträger 10 über eine Tiefe, die vorzugsweise mehr
als 60 % der Dicke des Borstenträgers 10 in diesem Bereich entspricht. Dieser Öffnungsabschnitt
a ist senkrecht zur Vorder- und/oder Rückseite 40 bzw. 42 ausgerichtet, was durch
die Mittelachse 68 symbolisiert ist.
[0088] Der vom vorderseitigen Querschnitt 66 ausgehende Öffnungsabschnitt b geht in den
Öffnungsabschnitt a über, ohne dass ein Zwischenabschnitt oder ein Schrägkanal zwischen
den Öffnungsabschnitten a und b vorhanden wäre.
[0089] Auch der Öffnungsabschnitt b steht senkrecht zur Vorder- und/oder Rückseite 40 bzw.
42. Dies ist durch die Mittelachse 70 symbolisiert.
[0090] Die Öffnungen 48 sind ebenfalls ohne schrägen Zwischenkanal zwischen den Öffnungsabschnitten
ausgebildet, die vom rückseitigen und vom vorderseitigen Querschnitt 64 bzw. 66 ausgehen.
[0091] In Figur 10 ist darüber hinaus auch noch zu erkennen, dass an der Vorderseite 40
ein gemeinsamer Öffnungsabschnitt b' für mehrere benachbarte Öffnungen vorhanden sein
kann. Hier wäre es unter Umständen möglich, dass der Konus des rückseitigen Öffnungsabschnitts
a direkt in den vorderseitigen Öffnungsabschnitt b' übergeht, sodass die engste Querschnittsfläche
der jeweiligen Öffnung sozusagen eine ringförmige Linie, durch eine Kante gebildet
ist. Bei der rechten Öffnung bei der Ausführungsform nach Figur 10 ist der engste
Querschnitt durch den zylindrischen Öffnungsabschnitt b definiert, also nicht durch
eine reine Kante.
[0092] Theoretisch wäre es natürlich möglich, dass auch der vorderseitige Öffnungsabschnitt
b nicht zylindrisch verläuft, sondern sich zur Vorderseite 40 aufweitet.
[0093] Wenn Borstenbüschel mit unterschiedlicher Anzahl von Borsten verwendet werden sollen,
ist es von Vorteil, wenn ein Bündelabnehmer 14 mit variabler Aufnahmeöffnung verwendet
wird. Dies lässt sich beispielsweise dadurch erreichen, dass eine bewegliche Blende
72 (siehe Figur 2) vorhanden ist, die den Querschnitt der Vertiefung 28 verändern
kann.
[0094] Alternativ zum Verschmelzen der Borstenbüschel können diese auch verklebt oder umspritzt
werden.
[0095] Wie bereits zuvor anhand Figur 1 erläutert, wird der Borstenträger 10 zumindest rückseitig
im Bereich des Kopfes zugespritzt, möglichst auch im Bereich seines Stieles umspritzt.
Die verschmolzenen Borstenenden werden damit im Bereich des Kopfes abgedeckt. Insbesondere
wird für diesen Spritzvorgang ein Elastomer verwendet.
[0096] Beim Spritzen mit Elastomer können zusätzlich elastische Finger 74 mit angeformt
werden (siehe Figur 11). Diese elastischen Finger 74 sind beispielsweise am Rand des
Kopfes vorhanden und laufen wie Borsten nach vorne, um eine Massagewirkung zu ermöglichen.
Elastische Finger 74 können aber auch in der Mitte oder, allgemeiner, zwischen Öffnungen
für Borstenbüschel angespritzt werden. In Figur 11 ist als Beispiel ein kreuzförmiger
elastischer Finger 76 angedeutet, der sich durch eine kreuzförmige Öffnung im Borstenträger
10 nach vorne erstreckt und eine zusätzliche Reinigungsfunktion erfüllt.
[0097] Zu betonen ist, dass sämtliche vorgenannten Varianten und Einzelmerkmale auch auf
Borstenträger anwendbar sind, die als Kopfplatten ausgebildet sind. Diese Platten
haben ein Lochbild entsprechend den oben dargestellten Optionen und werden nach dem
Bestopfen und Befestigen der Borstenbüschel mit einem Bürstenkörper verbunden, der
entweder bereits vorab gespritzt ist und eine Aufnahmeöffnung im Bereich des Kopfes
zum Einsetzen der Kopfplatten aufweist. Alternativ hierzu kann der plättchenförmige
Borstenträger auch in ein Spritzgusswerkzeug eingelegt werden, und der Bürstenkörper
wird angespritzt.
1. Verfahren zum Herstellen von Bürsten,
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
Vorsehen eines Borstenträgers (10), welcher Teil der fertigen Bürste ist und eine
Vorder- und eine Rückseite (40, 42) hat,
Vorsehen von Öffnungen (46 - 50, 56) im Borstenträger (10) zur Aufnahme von Borstenbüscheln
(34 - 38), wobei
zumindest eine Öffnung (50, 48) einen vorderseitigen Querschnitt (66) hat, dessen
Flächenschwerpunkt (54) vom Flächenschwerpunkt (52) des rückseitigen Querschnitts
der Öffnung (50) versetzt ist und/oder
zumindest eine Öffnung (48), insbesondere die Öffnung mit unterschiedlichen Flächenschwerpunkten
(52, 54), einen vorderseitigen Querschnitt hat, der im Vergleich zum rückseitigen
Querschnitt eine unterschiedliche Geometrie aufweist,
Entnehmen von Borstenbüscheln (34 - 38) aus einem Borstenvorrat, in welchem die Borsten
parallel gepackt untergebracht sind,
Transportieren des entnommenen Borstenbüschels (34 - 38) mittels einer Transporteinrichtung
zum Borstenträger (10),
Vorsehen eines Ausrichtwerkzeugs (58) an der Vorderseite des Borstenträgers (10),
das Aufnahmeöffnungen (62) hat, deren Eingänge zu den vorderseitigen Querschnitten
fluchten,
Einstoßen des Borstenbüschels (34 - 38) in die jeweils zugeordnete Öffnung (46 - 50,
56) von der Rückseite des Borstenträger (10) aus senkrecht zur Rückseite (42) des
Borstenträgers (10), wobei an der Rückseite des Borstenträgers (10) ein führungsfreier
Spalt (S) vorhanden ist, durch den die Borstenbüschel (34 - 38) hindurch in den Borstenträger
(10) und in die Aufnahmeöffnungen (62) geschoben werden, und
rückseitiges ankerfreies Befestigen der Borstenbüschel (34 - 38) am Borstenträger
(10).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung mit unterschiedlichen Flächenschwerpunkten und/oder anderen Querschnittsgeometrien
so ausgebildet ist, dass die Borsten des Borstenbüschels vor dem Befestigen des Borstenbüschels
nur gemeinsam mit dem Ausrichtwerkzeug parallel gehalten werden.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der rückseitige Querschnitt (64) die Mündung eines rückseitigen Öffnungsabschnitts
(a) und der vorderseitige Querschnitt (66) die Mündung eines vorderseitigen Öffnungsabschnitts
(b) ist, und wobei sämtliche Öffnungen in Richtung senkrecht zur Rückseite gesehen
hinterschnittsfrei ausgebildet sind.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Borstenträger (10) verwendet werden, bei denen sämtliche Öffnungen (46 - 50, 56)
dieselbe rückseitige Querschnittsfläche haben oder unterschiedliche Querschnittsflächen
besitzen.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeöffnungen (62) einen Einlass mit einem Querschnitt haben, der dem jeweiligen
vorderseitigen Querschnitt der zugeordneten Öffnung in Größe und Geometrie entspricht.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Aufnahmeöffnung schräg zur Vorderseite verläuft.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Borstenträger (10) verwendet werden, die Öffnungen (48, 50) haben, deren vorderseitige
Querschnitte von einer Kreisform abweichen, insbesondere länglich, eckig oder streifenförmig
sind.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Borstenträger (10) verwendet werden, die rückseitige Öffnungsabschnitte (a) haben,
die trichterförmig in Richtung Vorderseite (40) zulaufen.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich die trichterförmig zulaufenden Öffnungsabschnitte (a) über mehr als 60 % der
Dicke des Borstenträgers (10) im Bereich der zugeordneten Öffnung (46 - 50, 56) erstrecken.
10. Vorrichtung zum Herstellen von Bürsten, insbesondere mittels eines Verfahrens nach
einem der vorhergehenden Ansprüche,
mit einem Ausrichtwerkzeug (58), über dem ein Borstenträger (10), welcher Teil der
fertigen Bürste ist und Öffnungen (46 - 50, 56) zur Aufnahme von Borstenbüscheln (34
- 38) hat, mit seiner Vorderseite am Ausrichtwerkzeug (58) angrenzend positioniert
wird,
wobei der Borstenträger (10) zumindest eine Öffnung (50, 48) mit einem vorderseitigen
Querschnitt (66) hat, dessen Flächenschwerpunkt (54) vom Flächenschwerpunkt (52) des
rückseitigen Querschnitts der Öffnung (50) versetzt ist und/oder zumindest eine Öffnung
(48), insbesondere die Öffnung mit unterschiedlichen Flächenschwerpunkten (52, 54),
mit einem vorderseitigen Querschnitt hat, der im Vergleich zum rückseitigen Querschnitt
eine unterschiedliche Geometrie aufweist,
mit einer Transportvorrichtung zum Zuführen von Bostenbüscheln (34 - 38), wobei zwischen
der Transportvorrichtung und der Rückseite des zu bestückenden Borstenträgers (10)
ein führungsfreier Spalt vorhanden ist,
mit einem Stopfwerkzeug, das die Büschel aus der Transportvorrichtung über den Spalt
(S) hinweg senkrecht zur Rückseite des Borstenträgers (10) ausgerichtet in die Borstenträger
und in Aufnahmeöffnungen im Borstenträger (10) schiebt, wobei das Ausrichtwerkzeug
(58) wenigstens eine Aufnahmeöffnung (62) hat, die schräg zur Rückseite verläuft und/oder
einen Einlass mit einer von einer Kreisform abweichenden Geometrie hat, und
mit einem Befestigungswerkzeug zum ankerfreien Befestigen der Borstenbüschel am Borstenträger.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausrichtwerkzeug (58) eine Auflagefläche für Borstenträger (10) hat.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausrichtwerkzeug (58) Aufnahmeöffnungen mit Einlässen mit kreisrundem und/oder
nicht kreisrundem, insbesondere länglichem, mehreckigem oder streifenförmigem Querschnitt
und/oder Aufnahmeöffnungen mit unterschiedlicher Querschnittsfläche oder gleicher
Querschnittsfläche hat.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungswerkzeug eine Heizvorrichtung zum Schmelzen der rückseitig vom Borstenträger
(10) vorstehenden Borstenenden ist.
1. A method of manufacturing brushes,
characterized by the following steps:
providing a bristle carrier (10) which is part of the finished brush and has front
and rear faces (40, 42),
providing openings (46 - 50, 56) in the bristle carrier (10) for receiving tufts of
bristles (34 - 38),
at least one opening (50, 48) having a front-side cross section (66), the center of
area (54) of which is offset from the center of area (52) of the rear-side cross section
of the opening (50), and/or
at least one opening (48), in particular the opening having different centers of area
(52, 54), having a front-side cross section which has a different geometry in comparison
to the rear-side cross section,
removing tufts of bristles (34 - 38) from a bristle supply in which the bristles are
accommodated so as to be packed in parallel,
transporting the removed tuft of bristles (34 - 38) to the bristle carrier (10) by
means of a transport device,
providing an alignment tool (58) at the front side of the bristle carrier (10), the
alignment tool (58) having receiving openings (62) the inlets of which are in alignment
with the front-side cross sections,
thrusting the tuft of bristles (34 - 38) into the respectively associated opening
(46 - 50, 56) from the rear side of the bristle carrier (10) perpendicularly to the
rear side (42) of the bristle carrier (10), the rear side of the bristle carrier (10)
having a guide-free gap (S) provided thereon through which the tufts of bristles (34
- 38) are pushed into the bristle carrier (10) and into the receiving openings (62),
and
anchor-free fastening of the tufts of bristles (34 - 38) to the bristle carrier (10)
on the rear side.
2. The method according to claim 1, characterized in that the opening having different centers of area and/or other cross-sectional geometries
is configured such that the bristles of the tuft of bristles are held parallel only
together with the alignment tool prior to the fastening of the tuft of bristles.
3. The method according to either of the preceding claims, characterized in that the rear-side cross section (64) is the mouth of a rear-side opening portion (a)
and the front-side cross section (66) is the mouth of a front-side opening portion
(b), and wherein all of the openings are formed so as to be free of undercuts when
viewed in the direction perpendicular to the rear side.
4. The method according to any of the preceding claims, characterized in that bristle carriers (10) are used in which all of the openings (46 - 50, 56) have the
same rear-side cross-sectional area or have different cross-sectional areas.
5. The method according to any of the preceding claims, characterized in that the receiving openings (62) each have an inlet having a cross section that corresponds
in size and geometry to the respective front-side cross section of the associated
opening.
6. The method according to any of the preceding claims, characterized in that at least one receiving opening extends obliquely to the front side.
7. The method according to any of the preceding claims, characterized in that bristle carriers (10) are used which have openings (48, 50) the front-side cross
sections of which deviate from a circular shape, in particular are oblong, angular
or strip-shaped.
8. The method according to any of the preceding claims, characterized in that bristle carriers (10) are used which have rear-side opening portions (a) that extend
in a funnel shape towards the front side (40).
9. The method according to claim 8, characterized in that the opening portions (a) that extend in a funnel shape extend over more than 60%
of the thickness of the bristle carrier (10) in the region of the associated opening
(46 - 50, 56).
10. A device for manufacturing brushes, in particular by means of a method according to
any of the preceding claims, comprising
an alignment tool (58) above which a bristle carrier (10), which is part of the finished
brush and has openings (46 - 50, 56) for receiving tufts of bristles (34 - 38), is
positioned with its front side adjacent to the alignment tool (58),
wherein the bristle carrier (10) has at least one opening (50, 48) having a front-side
cross section (66), the center of area (54) of which is offset from the center of
area (52) of the rear-side cross section of the opening (50), and/or has at least
one opening (48), in particular the opening having different centers of area (52,
54), having a front-side cross section which has a different geometry in comparison
to the rear-side cross section,
further comprising a transport device for feeding tufts of bristles (34 - 38), a guide-free
gap existing between the transport device and the rear side of the bristle carrier
(10) to be loaded,
a tufting tool which pushes the tufts from the transport device over the gap (S),
aligned perpendicularly to the rear side of the bristle carrier (10), into the bristle
carriers and into receiving openings in the bristle carrier (10), the alignment tool
(58) having at least one receiving opening (62) which extends obliquely to the rear
side and/or has an inlet having a geometry deviating from a circular shape, and
a fastening tool for anchor-free fastening of the tufts of bristles to the bristle
carrier.
11. The device according to claim 10, characterized in that the alignment tool (58) has a support surface for bristle carriers (10).
12. The device according to either of claims 10 and 11, characterized in that the alignment tool (58) has receiving openings with inlets having circular and/or
non-circular, in particular oblong, polygonal or strip-shaped cross sections and/or
receiving openings having different cross-sectional areas or identical cross-sectional
areas.
13. The device according to any of claims 10 to 12, characterized in that the fastening tool is a heating device for fusing the bristle ends projecting from
the rear side of the bristle carrier (10).
1. Procédé de fabrication de brosses,
caractérisé par les étapes suivantes :
prévoir un support de poils (10) qui fait partie de la brosse finie et qui présente
un côté avant et un côté arrière (40, 42),
prévoir des ouvertures (46 - 50, 56) dans le support de poils (10) pour recevoir des
touffes de poils (34 - 38),
au moins une ouverture (50, 48) présentant une section transversale (66) côté avant,
dont le centre de gravité de surface (54) est décalé par rapport au centre de gravité
de surface (52) de la section transversale côté arrière de l'ouverture (50), et/ou
au moins une ouverture (48), en particulier l'ouverture présentant différents centres
de gravité de surface (52, 54), présentant une section transversale côté avant qui
a une géométrie différente en comparaison avec la section transversale côté arrière,
retirer des touffes de poils (34 - 38) d'une réserve de poils dans laquelle les poils
sont logés emballés de manière parallèle,
transporter la touffe de poils (34 - 38) retirée vers le support de poils (10) au
moyen d'un dispositif de transport,
prévoir un outil d'alignement (58) sur le côté avant du support de poils (10), lequel
présente des ouvertures de réception (62) dont les entrées sont alignées sur les sections
transversales côté avant,
enfoncer la touffe de poils (34 - 38) dans l'ouverture (46 - 50, 56) respectivement
associée depuis le côté arrière du support de poils (10) perpendiculairement au côté
arrière (42) du support de poils (10), une fente (S) sans guidage étant présente du
côté arrière du support de poils (10), à travers laquelle les touffes de poils (34
- 38) sont poussées dans le support de poils (10) et dans les ouvertures de réception
(62), et
fixer les touffes de poils (34 - 38) sur le support de poils (10) sans ancrage du
côté arrière.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'ouverture présentant différents centres de gravité de surface et/ou d'autres géométries
de section transversale est réalisée de telle sorte que les poils de la touffe de
poils sont maintenus parallèles uniquement ensemble avec l'outil d'alignement avant
la fixation de la touffe de poils.
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la section transversale (64) côté arrière est l'embouchure d'un tronçon d'ouverture
(a) côté arrière et en ce que la section transversale (66) côté avant est l'embouchure d'un tronçon d'ouverture
(b) côté avant, et toutes les ouvertures étant réalisées sans contre-dépouille dans
une vue dans le sens perpendiculaire au côté arrière.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que des supports de poils (10) sont utilisés, dans lesquels toutes les ouvertures (46
- 50, 56) ont la même superficie de section transversale côté arrière ou différentes
superficies de section transversale.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les ouvertures de réception (62) présentent une entrée avec une section transversale
qui correspond à la section transversale côté avant respective de l'ouverture associée
en ce qui concerne la taille et la géométrie.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins une ouverture de réception s'étend en oblique par rapport au côté avant.
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce des supports
de poils (10) sont utilisés, lesquels présentent des ouvertures (48, 50) dont les
sections transversales côté avant diffèrent d'une forme circulaire et sont en particulier
allongées, angulaires ou en forme de bande.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que des supports de poils (10) sont utilisés, lesquels présentent des tronçons d'ouverture
(a) côté arrière qui s'effilent en forme d'entonnoir vers le côté avant (40).
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que les tronçons d'ouverture (a) s'effilant en forme d'entonnoir s'étendent sur plus
de 60 % de l'épaisseur du support de poils (10) dans la zone de l'ouverture associée
(46 - 50, 56).
10. Dispositif de fabrication de brosses, en particulier au moyen d'un procédé selon l'une
des revendications précédentes,
comprenant un outil d'alignement (58) au-dessus duquel un support de poils (10) qui
fait partie de la brosse finie et qui présente des ouvertures (46 - 50, 56) pour la
réception de touffes de poils (34 - 38) est positionné avec son côté avant adjacent
à l'outil d'alignement (58),
le support de poils (10) comportant au moins une ouverture (50, 48) qui présente une
section transversale (66) côté avant, dont le centre de gravité de surface (54) est
décalé par rapport au centre de gravité de surface (52) de la section transversale
côté arrière de l'ouverture (50), et/ou au moins une ouverture (48), en particulier
l'ouverture présentant différents centres de gravité de surface (52, 54), qui présente
une section transversale côté avant qui a une géométrie différente en comparaison
avec la section transversale côté arrière,
comprenant un dispositif de transport pour l'amenée de touffes de poils (34 - 38),
une fente sans guidage étant présente entre le dispositif de transport et le côté
arrière du support de poils (10) à équiper,
comprenant un outil de bourrage qui pousse les touffes hors du dispositif de transport
au-delà de la fente (S) avec une orientation perpendiculaire au côté arrière du support
de poils (10), dans les supports de poils et dans des ouvertures de réception dans
le support de poils (10), l'outil de bourrage (58) présentant au moins une ouverture
de réception (62) qui s'étend en oblique par rapport au côté arrière et/ou présentant
une entrée avec une géométrie qui diffère d'une forme circulaire, et
comprenant un outil de fixation pour la fixation sans ancrage des touffes de poils
au support de poils.
11. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce que l'outil d'alignement (58) présente une face d'appui pour des supports de poils (10).
12. Dispositif selon l'une des revendications 10 et 11, caractérisé en ce que l'outil d'alignement (58) présente des ouvertures de réception avec des entrées présentant
une section transversale circulaire et/ou non circulaire, en particulier allongée,
polygonale ou en forme de bande et/ou des ouvertures de réception présentant des superficies
de section transversale différentes ou des superficies de section transversale identiques.
13. Dispositif selon l'une des revendications 10 à 12, caractérisé en ce que l'outil de fixation est un dispositif de chauffage pour faire fondre les extrémités
de poils qui font saillie du support de poils (10) du côté arriére.