[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Zuschnitt zur Herstellung einer dreidimensionalen
Struktur aus Papier, Karton oder Kunststoff, insbesondere einer Verpackung, eines
Displays oder dergleichen, umfassend mehrere Faltkanten. Die Erfindung betrifft weiterhin
eine Faltschachtel zur Aufbewahrung von Waren, insbesondere Faltschachtel aus Karton,
Papier oder dergleichen, umfassend mindestens eine Vorderwand, mindestens eine Rückwand
und mindestens jeweils eine erste und zweite Seitenwand zur Verbindung der Vorder-und
Rückwand, eine Bodenkonstruktion zum bodenseitigen Verschluss der Faltschachtel, und
mehrere Faltkanten.
[0002] Derartige Zuschnitte, dreidimensionale Strukturen und Faltschachteln sind in einer
großen Vielzahl bekannt. Unter anderem handelt es sich bei diesen Zuschnitten oder
dreidimensionalen Strukturen beziehungsweise Faltschachteln um Klappschachteln, die
eine weit verbreitete Verpackungsform für Zigaretten und dergleichen darstellen. So
beschreiben die
DE 43 11 568 A1, die
EP 2 141 090 A1, die
DE 101 06 547 A1, die
US 6 276 600 B1 und die
DE 600 28 078 T2 Verpackungen in Form eines prismatischen Körpers entlang ihrer Längsachse, wobei
an einem behälterartigen Aufnahmebereich ein Deckel angelenkt ist. Nachteilig an diesen
bekannten Verpackungen - wie auch an Verpackungen für andere Waren - ist jedoch, dass
diese einerseits keinen Einblick auf den Verpackungsinhalt erlauben oder anderseits
in der Verpackung angeordnetes Verpackungsmaterial nicht in das Design der Verpackung
insgesamt aufgenommen werden können. Aufgrund der geschlossenen Faltschachtelstruktur
sind auch weitere verkaufsfördernde Designgestaltungen der dreidimensionalen Struktur
beziehungsweise der Faltschachtel ausgeschlossen. Gleiches gilt für einen in der
DE 2 166 517 A beschrieben Zuschnitt für eine Faltschachtel. In gefaltetem Zustand des Zuschnitts
ist ein zusätzliche Fläche über Dehnungsöffnungen mit einer Seitenwand der entstandenen
Faltschachtel verbunden. Die Dehnungsöffnungen liegen auf einem entsprechenden Wandbereich
der Faltschachtel auf, so dass sich keine durchgehenden Öffnungen ergeben und somit
kein Einblick auf den Schachtelinhalt möglich ist. Zudem ergeben sich durch die Dehnungsöffnungen
keine weiteren Designmöglichkeiten, die zu einer vorteilhaften Präsentation der Faltschachtel
beitragen können.
[0003] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen gattungsgemäßen Zuschnitt
zur Herstellung einer dreidimensionalen Struktur aus Papier, Karton oder Kunststoff,
eine entsprechende dreidimensionale Struktur und eine entsprechende Faltschachtel
aus Papier, Karton oder Kunststoff bereitzustellen, durch die sich verbesserte Formgebungen
und Designs der Struktur beziehungsweise der Faltschachtel einerseits und gegebenenfalls
eine Produktansicht realisieren lassen.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgaben dienen Zuschnitt mit den Merkmalen des Anspruchs 1, eine
dreidimensionale Struktur mit den Merkmalen des Anspruchs 7 sowie eine Faltschachtel
mit den Merkmalen des Anspruchs 8. Vorteilhafte Ausgestaltungen mit zweckmäßigen Weiterbildungen
der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben, wobei vorteilhafte Ausgestaltungen
des Zuschnitts als vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen dreidimensionalen
Struktur beziehungsweise der erfindungsgemäßen Faltschachtel und umgekehrt anzusehen
sind.
[0005] Ein erfindungsgemäßer Zuschnitt zur Herstellung einer dreidimensionalen Struktur
aus Papier, Karton oder Kunststoff, insbesondere einer Verpackung, eines Displays
oder dergleichen umfasst mehrere Faltkanten, wobei zumindest eine Faltkante als Faltfläche
bestehend aus einer Anordnung einer Vielzahl von durch den Zuschnitt hindurchgehenden
und darin ausgebildeten Öffnungen ausgebildet ist und die Öffnungen als voneinander
beabstandete geometrische Formen ausgebildet sind. Unter Öffnungen werden dabei geometrische
Formen verstanden, die bereits im Zuschnitt als geometrische Formen ausgebildet sind.
Durch die Ausgestaltung von mindestens einer Faltkante als Faltfläche bestehend aus
entsprechend angeordneten Öffnungen lässt sich eine Produktansicht innerhalb der dreidimensionalen
Struktur oder der Faltschachtel, die beide aus dem genannten Zuschnitt hergestellt
werden können, realisieren. Unter Faltfläche wird die durch die Geometrie und Dimension
der Öffnungen entstehende flächige Ausgestaltung der jeweiligen Faltkante verstanden.
Des Weiteren ergibt sich durch die spezielle Ausgestaltung der Faltkante als Faltfläche
mit einer Vielzahl von Öffnungen die Möglichkeit, dass ein innerhalb der dreidimensionalen
Struktur beziehungsweise Faltschachtel angeordnetes Material, insbesondere Verpackungsmaterial
in das Design der Struktur beziehungsweise Faltschachtel mit einbezogen werden kann.
Zudem ergeben sich weitere vorteilhafte und verkaufsfördernde Designmöglichkeiten.
So können beispielhaft im Bereich der als Faltfläche ausgebildeten Faltkante zumindest
teilweise mindestens ein Muster, eine Grafik, eine Abbildung und/oder eine Struktur
aufweisendes Element, ein Farbstreifen oder -band, eine transparente und/oder nicht-transparente
Folie, ein fluoreszierend und/oder reflektierend ausgebildeter Streifen, ein Leuchtstreifen
oder -band oder eine Kombination dieser Elemente derart angeordnet sein, dass wenigstens
ein Teil der Öffnungen überdeckt ist und der mindestens eine grafische Effekt und/oder
Farbeffekt und/oder reflektierende Effekt und/oder Leuchteffekt dieser Elemente durch
die damit überdeckten Öffnungen hindurch erkennbar ist. Dadurch ergeben sich deutlich
verkaufsfördernde Möglichkeiten der Designgestaltung, die mit üblichen Zuschnitten,
dreidimensionalen Strukturen oder Faltschachteln nicht möglich sind. Zum Beispiel
kann die erfindungsgemäße Faltschachtel zur Aufbewahrung von Rauchwaren, insbesondere
Zigaretten dienen. Üblicherweise sind Zigaretten innerhalb der entsprechenden Faltschachtel
durch eine weitere Verpackungshülle umgeben. Die Gestaltung, Oberfläche und/oder Farbe
dieser Verpackungshülle kann bei der Erfindung durch den Verbraucher eingesehen werden
und bestimmt somit das optische Bild der entsprechenden dreidimensionalen Struktur
beziehungsweise Faltschachtel mit.
[0006] In vorteilhaften Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Zuschnitts ist die Faltfläche
zumindest teilweise streifenförmig, gerade und/oder gekrümmt ausgebildet. Zudem ist
es möglich, dass die Faltfläche durch eine Reihe von hintereinander angeordneten Öffnungen
und/oder aus mindestens zwei parallel zueinander verlaufenden Reihen von Öffnungen
und/oder einer Anzahl von ungeordnet zueinander ausgebildeten Öffnungen definiert
wird. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, dass die Faltfläche aus Öffnungen unterschiedlicher
Größe und/oder Geometrie besteht. Dabei können die die Faltfläche ausbildenden Öffnungen
zum Beispiel als Kreise, Halbkreise, Ovale, Sicheln, Sterne, Buchstaben, Zahlen, Symbole
und/oder Vielecke ausgebildet sein. Auch andere Formen sind denkbar. Zudem können
unterschiedlichste Formen innerhalb einer Faltfläche verwendet werden. Durch diese
Vielzahl an Ausgestaltungsmöglichkeiten der Faltfläche ergeben sich wiederum eine
Vielzahl von Gestaltungs- und Designmöglichkeiten bei der Ausgestaltung der aus dem
erfindungsgemäßen Zuschnitt hergestellten dreidimensionalen Strukturen beziehungsweise
Faltschachteln. Die Faltfläche ist dabei immer derart ausgestaltet, dass sie eine
übliche Faltkante in deren Funktion gleich wirkend ersetzt. Zudem kann die Faltfläche
derart dimensioniert sein, dass in gefaltetem Zustand des Zuschnitts, das heißt bei
der dreidimensionalen Struktur beziehungsweise Faltschachtel ein abgerundeter Faltbereich
ausgebildet ist. Bei einer entsprechenden Ausgestaltung der Faltkanten zwischen den
Seitenflächen einer dreidimensionalen Struktur oder Faltschachtel ergibt sich somit
vorteilhafterweise eine Struktur beziehungsweise Faltschachtel mit abgerundeten Ecken,
wobei dieses Designmerkmal wiederum als verkaufsfördernde Neuerung im Verpackungsbereich
verwendet werden kann. Insbesondere bei der Struktur beziehungsweise Faltschachtel
mit abgerundeten Ecken ist es dabei vorteilhaft, diese als Faltfläche ausgestaltete
Faltkante längs zum Faserverlauf des Zuschnitts auszubilden.
[0007] In weiteren vorteilhaften Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Zuschnitts sind die
die Faltfläche ausbildenden Öffnungen mittels Stanzen oder Laserenergie hergestellt.
Dadurch ergeben sich besonders konturtreue Öffnungen, die einerseits die Funktion
der Faltfläche als Faltkante unterstützen und andererseits einen positiven Einfluss
auf das Design der Struktur beziehungsweise Faltschachtel haben.
[0008] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Zuschnitts ist
der Zuschnitt zur Herstellung einer Verpackung zur Aufbewahrung von Waren ausgebildet
und umfasst über Faltkanten verbundene Wand- und Bodenelemente zur Ausbildung von
mindestens einem behälterartigen Aufnahmebereich in gefaltetem Zustand des Zuschnitts,
wobei mindestens eine Faltkante als Faltfläche ausgebildet ist. Dabei können insbesondere
die die Seitenwände mit der Vorder-und Rückwand verbindenden Faltkanten als Faltflächen
ausgebildet sein. Dadurch ergibt sich ein besonders vorteilhaftes optisches Design
der aus dem erfindungsgemäßen Zuschnitt hergestellten Verpackung. Zudem kann, falls
dies gewünscht ist, über die Öffnungen in der Faltfläche Einsicht in das Innere der
Verpackung genommen werden. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, dass die Rückwand
über eine Biegelinie mit einer ersten Deckelwand, die erste Deckelwand über eine Biegelinie
mit einer zweiten Deckelwand und die zweite Deckelwand über eine dritte Biegelinie
mit einer dritten Deckelwand zur Ausbildung einer Verschlusskappe in gefaltetem Zustand
des Zuschnitts verbunden sind. Dabei kann zudem insbesondere die erste Deckelwand
über Faltkanten mit Deckelseitenwänden und die dritte Deckelwand über Faltkanten mit
weiteren Deckelseitenwänden verbunden sein, wobei auch diese Faltkanten als Faltflächen
ausgebildet sind. Dadurch wird vorteilhafterweise erzielt, dass die mit diesem erfindungsgemäßen
Zuschnitt hergestellte Verpackung eine Verschlusskappe aufweist, bei der das Design
der Faltflächen ebenfalls ausgeprägt ist und weitergeführt wird. Somit ergibt sich
ein besonders vorteilhafter optischer Eindruck der Gesamtverpackung.
[0009] Die vorliegende Erfindung betrifft weiterhin eine dreidimensionale Struktur aus Papier,
Karton oder Kunststoff, welche aus wenigstens einem Zuschnitt, wie im Vorhergehenden
beschrieben, hergestellt ist. Die Ausgestaltungsmöglichkeiten und Vorteile einer derart
hergestellten dreidimensionalen Struktur ergeben sich aus den ebenfalls im Vorhergehenden
beschriebenen Ausgestaltungsmöglichkeiten und Vorteilen des beschriebenen erfindungsgemäßen
Zuschnitts. Dabei kann die dreidimensionale Struktur insbesondere eine Verpackung,
ein Display, insbesondere zur Warenpräsentation, oder dergleichen sein.
[0010] Die vorliegende Erfindung betrifft weiterhin eine Faltschachtel zur Aufbewahrung
von Waren, insbesondere eine Faltschachtel aus Karton, Papier oder dergleichen, umfassend
mindestens eine Vorderwand, mindestens eine Rückwand und mindestens jeweils eine erste
und zweite Seitenwand zur Verbindung der Vorder-und Rückwand, eine Bodenkonstruktion
zum bodenseitigen Verschluss der Faltschachtel, und mehrere Faltkanten. Dabei ist
zumindest eine Faltkante als Faltfläche bestehend aus einer Anordnung einer Vielzahl
von durchgehenden Öffnungen ausgebildet, wobei die Öffnungen als voneinander beabstandete
geometrische Formen ausgebildet sind. Unter Faltfläche wird die durch die Geometrie
und Dimension der Öffnungen entstehende flächige Ausgestaltung der jeweiligen Faltkante
verstanden. Durch die Ausgestaltung von mindestens einer Faltkante als Faltfläche
bestehend aus entsprechend angeordneten Öffnungen lässt sich eine Produktansicht von
Außen realisieren. Des Weiteren ergibt sich durch die spezielle Ausgestaltung der
Faltkante als Faltfläche mit einer Vielzahl von Öffnungen die Möglichkeit, dass ein
innerhalb der Faltschachtel angeordnetes Material, insbesondere Verpackungsmaterial
in das Design der Faltschachtel mit einbezogen werden kann. So können beispielsweise
an der Innenseite der Faltschachtel zumindest im Bereich der als Faltfläche ausgebildeten
Faltkante bestehend aus der Anordnung einer Vielzahl von durchgehenden Öffnungen zumindest
teilweise mindestens ein Muster, eine Grafik, eine Abbildung und/oder eine Struktur
aufweisendes Element, ein Farbstreifen oder -band, eine transparente und/oder nicht-transparente
Folie, ein fluoreszierend und/oder reflektierend ausgebildeter Streifen, ein Leuchtstreifen
oder -band oder eine Kombination dieser Elemente derart angeordnet sein, dass wenigstens
ein Teil der Öffnungen überdeckt ist und der mindestens eine grafische Effekt und/oder
Farbeffekt und/oder reflektierende Effekt und/oder Leuchteffekt dieser Elemente durch
die damit überdeckten Öffnungen hindurch nach Außen erkennbar ist. Dabei kann der
Leuchtstreifen oder das Leuchtband mit mindestens einer LED bestückt sein. Des Weiteren
besteht die Möglichkeit, dass das eine Struktur aufweisende Element derart ausgebildet
ist, dass die erhabenen Bereiche der Struktur zumindest teilweise durch die Öffnungen
hindurchragen. Schließlich kann das Muster, die Grafik, das eine Abbildung und/oder
eine Struktur aufweisende Element, der Farbstreifen oder das Farbband, die transparente
und/oder nicht-transparente Folie, der fluoreszierend und/oder reflektierend ausgebildete
Streifen, der Leuchtstreifen oder das Leuchtband oder eine Kombination dieser Elemente
als in die Faltschachtel separat einzuführender Inliner ausgebildet sein. Insgesamt
ergeben sich eine Vielzahl von Designgestaltungsmöglichkeiten für die dreidimensionale
Struktur oder Faltschachtel, die verkaufsfördernde Wirkungen erzielen, welche mit
üblichen Faltschachteln nicht möglich sind. Zum Beispiel kann die erfindungsgemäße
Faltschachtel zur Aufbewahrung von Rauchwaren, insbesondere Zigaretten dienen. Üblicherweise
sind Zigaretten innerhalb der entsprechenden Faltschachtel durch eine weitere Verpackungshülle
umgeben. Die Gestaltung, Oberfläche und/oder Farbe dieser Verpackungshülle kann bei
der Erfindung beispielhaft durch den Verbraucher eingesehen werden und bestimmt somit
das optische Bild der entsprechenden Faltschachtel mit.
[0011] In vorteilhaften Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Faltschachtel ist die Faltfläche
zumindest teilweise streifenförmig, gerade und/oder gekrümmt ausgebildet. Zudem ist
es möglich, dass die Faltfläche aus einer Reihe von hintereinander angeordneten Öffnungen
und/oder aus mindestens zwei parallel zueinander verlaufenden Reihen von Öffnungen
und/oder einer Anzahl von ungeordnet zueinander ausgebildeten Öffnungen besteht. Des
Weiteren besteht die Möglichkeit, dass die Faltfläche aus Öffnungen unterschiedlicher
Größe und/oder Geometrie besteht. Dabei können die die Faltfläche ausbildenden Öffnungen
zum Beispiel als Kreise, Halbkreise, Ovale, Sicheln, Sterne, Buchstaben, Zahlen, Symbole
und/oder Vielecke ausgebildet sein. Auch andere Formen sind denkbar. Zudem können
unterschiedlichste Formen innerhalb einer Faltfläche verwendet werden. Durch diese
Vielzahl an Ausgestaltungsmöglichkeiten der Faltfläche ergeben sich wiederum eine
Vielzahl von Gestaltungs- und Designmöglichkeiten bei der Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Faltschachtel. Die Faltfläche ist dabei immer derart ausgestaltet, dass sie eine übliche
Faltkante in deren Funktion gleich wirkend ersetzt. Zudem kann die Faltfläche derart
dimensioniert sein, dass ein abgerundeter Faltbereich ausgebildet ist. Bei einer entsprechenden
Ausgestaltung der Faltkanten zwischen den Seitenflächen der Faltschachtel ergibt sich
somit vorteilhafterweise eine Faltschachtel mit abgerundeten Ecken, wobei dieses Designmerkmal
wiederum als verkaufsfördernde Neuerung im Verpackungsbereich verwendet werden kann.
[0012] In weiteren vorteilhaften Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Faltschachtel sind
die die Faltfläche ausbildenden Öffnungen mittels Stanzen oder Laserenergie hergestellt.
Dadurch ergeben sich besonders konturtreue Öffnungen, die einerseits die Funktion
der Faltfläche als Faltkante unterstützen und andererseits einen positiven Einfluss
auf das Design der Faltschachtel haben.
[0013] In weiteren vorteilhaften Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Faltschachtel weist
diese eine Verschlusskappe auf. Dabei kann die Verschlusskappe an der Rückwand angelenkt
sein. Die entsprechenden Faltkanten der Verschlusskappe können dabei wiederum als
Faltflächen ausgebildet sein und an eine entsprechende Ausgestaltung der Faltkanten
beziehungsweise Faltflächen eines Aufnahmebehälters der Faltschachtel angepasst sein.
[0014] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung zweier Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnungen. Die vorstehend
in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen sowie die nachfolgend
in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Figuren alleine gezeigten Merkmale
und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern
auch in anderen Kombinationen, oder in Alleinstellung verwendbar, ohne den Rahmen
der Erfindung zu verlassen.
[0015] Es zeigen
- Figur 1
- eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Zuschnitts gemäß einer ersten
Ausführungsform; und
- Figur 2
- eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Zuschnitts gemäß einer zweiten
Ausführungsform.
[0016] Die Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Zuschnitts 10 zur Herstellung
einer dreidimensionalen Struktur aus Karton. Bei der dreidimensionalen Struktur handelt
es sich dabei um eine Verpackung, insbesondere um eine Faltschachtel. Der Zuschnitt
umfasst dabei über Faltkanten 50, 52, 54, 56, 70, 72 verbundene Wand- und Bodenelemente
12, 14, 16, 26, 28, 30, 32 zur Ausbildung von mindestens einem behälterartigen Aufnahmebereich
in gefaltetem Zustand des Zuschnitts 10 (nicht dargestellt). Des Weiteren erkennt
man, dass die Rückwand 16 über eine Biegelinie 74 mit einer ersten Deckelwand 22,
die erste Deckelwand 22 über eine Biegelinie 76 mit einer zweiten Deckelwand 18 und
die zweite Deckelwand 18 über eine dritte Biegelinie 78 mit einer dritten Deckelwand
20 zur Ausbildung einer Verschlusskappe 92 in gefaltetem Zustand des Zuschnitts 10
(nicht dargestellt) verbunden sind. Die erste Deckelwand 22 ist zudem über die Faltkanten
54, 56 mit Deckelseitenwänden 34, 36 verbunden. Die dritte Deckelwand 20 ist über
Faltkanten 58, 60 mit weiteren Deckelseitenwänden 38, 40 verbunden. Zudem sind an
den Deckelseitenwänden 34, 36 über Biegelinien 86, 88 Klebelaschen 46, 48 ausgebildet,
die in gefaltetem Zustand des Zuschnitts 10 an einer Innenseite der zweiten Deckelwand
18 anliegen und damit verklebt sind. An der der zweiten Deckelwand 18 gegenüberliegenden
Seite weist die dritte Deckelwand 20 zudem eine Biegelinie 80 auf, über die diese
mit einer weiteren Klebelasche 24 verbunden ist.
[0017] Man erkennt, dass die die Seitenwände 26, 28, 30, 32 mit der Vorder- und Rückwand
12, 16 verbindenden Faltkanten 50, 52, 54, 56 als Faltflächen ausgebildet sind. Gleiches
gilt für die Deckelseitenwände 34, 36, die ebenfalls über als Faltflächen ausgebildete
Faltkanten 54, 56 mit der ersten Deckelwand 22 verbunden sind. Auch die Faltkanten
58, 60, über die die dritte Deckelwand 20 mit den weiteren Deckelseitenwänden 38,
40 verbunden ist, sind als Faltflächen ausgebildet. Die Faltflächen weisen dabei alle
dasselbe geometrische Muster bestehend aus einer Vielzahl von runden Öffnungen 94
auf. Man erkennt, dass die Öffnungen 94 in ihrem Durchmesser unterschiedlich sind
und eine insgesamt streifenartige Faltfläche ausbilden. Die streifenartige Ausgestaltung
der Faltflächen wird dabei durch eine parallele Anordnung mehrerer Reihen der Öffnungen
94 erzielt. Dabei wechseln sich in dem dargestellten Ausführungsbeispiel Reihen bestehend
aus Öffnungen 94 mit kleinerem Durchmesser mit Reihen bestehend aus Öffnungen 94 mit
größerem Durchmesser alternierend ab. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind
insgesamt sieben Reihen alternierender Öffnungen 94 parallel zueinander angeordnet.
In ihrer Funktion entsprechen die Faltflächen der Funktion üblicher Faltkanten.
[0018] Des Weiteren erkennt man, dass die Faltflächen derart dimensioniert sind, dass in
gefaltetem Zustand des Zuschnitts 10 ein abgerundeter Faltbereich zwischen den jeweiligen
Wand- und Bodenelementen 12, 16, 22, 20 und den anliegenden Seitenwänden 26, 28, 30,
32 sowie den Deckelseitenwänden 34, 36, 38, 40 entsteht. Zudem sind die Ecken des
Bodenelements 14 und der zweiten Deckelwand 18 abgerundet ausgebildet, sodass sich
die Form dieser beiden Elemente an die Form der Faltflächen in gefaltetem Zustand
des Zuschnitts 10 anpasst.
[0019] Des Weiteren erkennt man, dass die Seitenwände 30, 32 über entsprechende Biegelinien
82, 84 angelenkte Klebelaschen 42, 44 aufweisen, wobei die Klebelaschen 42, 44 in
gefaltetem Zustand des Zuschnitts 10 (nicht dargestellt) an einer Innenfläche des
Bodenelements 14 verklebt sind. An den den Klebelaschen 42, 44 gegenüberliegenden
Enden der Seitenwände 30, 32 sind diese über entsprechende Schnittlinien von den Deckelseitenwänden
34, 36 getrennt. Die Schnittlinien verlaufen dabei bis zu dem jeweiligen Anfangspunkt
der Biegelinie 74, die zwischen der Rückwand 16 und der ersten Deckelwand 22 ausgebildet
ist. Die Klebelaschen 42, 44 dienen im Zusammenspiel mit dem Bodenelement 14 zur Ausbildung
einer Bodenkonstruktion 90 im zusammengefalteten Zustand des Zuschnitts 10.
[0020] Figur 2 zeigt eine schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform des Zuschnitts
10. Man erkennt, dass diese zweite Ausgestaltungsform mit der in Figur 1 gezeigten
ersten Ausführungsform nahezu identisch ist, sodass bei der Figurenbeschreibung auf
die Beschreibung der Figur 1 verwiesen wird. Im Unterschied zu dem ersten Ausführungsbeispiel
weist der Zuschnitt 10 gemäß der zweiten Ausführungsform eine andere Ausgestaltung
der als Faltflächen ausgebildeten Faltkanten 50, 52, 54, 56, 58, 60 auf. Man erkennt,
dass die Öffnungen 94 wiederum rund ausgebildet sind, wobei der Durchmesser und der
Abstand zwischen den einzelnen Öffnungen 94 von denen in Figur 1 gezeigten verschieden
ist. Neben den in den Ausführungsbeispielen dargestellten runden Formen der Öffnungen
94 sind auch eine Vielzahl von weiteren geometrischen Formen denkbar und verwendbar.
[0021] Die beschriebenen Zuschnitte 10 zur Herstellung dreidimensionaler Strukturen beziehungsweise
Faltschachteln bestehen üblicherweise aus Karton, Papier oder Kunststoff. Auch andere
geeignete Materialien sind denkbar. Die Faltflächen mit den Öffnungen 94 können durch
Stanzen oder mittels Laserenergie hergestellt werden. Auch andere geeignete Herstellungsverfahren
sind denkbar.
1. Zuschnitt (10) zur Herstellung einer dreidimensionalen Struktur aus Papier, Karton
oder Kunststoff, insbesondere einer Verpackung, eines Displays oder dergleichen, umfassend
mehrere Faltkanten (50, 52, 54, 56, 58, 60, 70, 72, 74, 76, 78),
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eine Faltkante (50, 52, 54, 56, 58, 60) als Faltfläche bestehend aus einer
Anordnung einer Vielzahl von durch den Zuschnitt (10) hindurchgehenden und darin ausgebildeten
Öffnungen (94) ausgebildet ist, wobei die Öffnungen (94) als voneinander beabstandete
geometrische Formen ausgebildet sind.
2. Zuschnitt (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Faltfläche aus einer Reihe von hintereinander angeordneten Öffnungen (94) und/oder
aus mindestens zwei parallel zueinander verlaufenden Reihen von Öffnungen (94) und/oder
einer Anzahl von ungeordnet zueinander ausgebildeten Öffnungen (94) besteht.
3. Zuschnitt (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Faltfläche aus Öffnungen (94) unterschiedlicher Größe und/oder Geometrie besteht.
4. Zuschnitt (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die die Faltfläche ausbildenden Öffnungen (94) als Kreise, Halbkreise, Ovale, Sicheln,
Sterne, Buchstaben, Zahlen, Symbole und/oder Vielecke ausgebildet sind.
5. Zuschnitt (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Faltfläche derart dimensioniert ist, dass in gefaltetem Zustand des Zuschnitts
(10) ein abgerundeter Faltbereich ausgebildet ist.
6. Zuschnitt (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Faltfläche längs zum Faserverlauf des Zuschnitts (10) ausgebildet ist.
7. Dreidimensionale Struktur aus Papier, Karton oder Kunststoff, welche aus wenigstens
einem Zuschnitt (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche hergestellt ist.
8. Faltschachtel zur Aufbewahrung von Waren, insbesondere Faltschachtel aus Karton, Papier
oder dergleichen, umfassend
- mindestens eine Vorderwand (12), mindestens eine Rückwand (16) und mindestens jeweils
eine erste und zweite Seitenwand (26, 30; 28, 32) zur Verbindung der Vorder- und Rückwand
(12, 16),
- eine Bodenkonstruktion (90) zum bodenseitigen Verschluss der Faltschachtel, und
- mehrere Faltkanten (50, 52, 54, 56, 58, 60,70, 72, 74, 76, 78),
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eine Faltkante (50, 52, 54, 56, 58, 60) als Faltfläche bestehend aus einer
Anordnung einer Vielzahl von durchgehenden Öffnungen (94) ausgebildet ist, wobei die
Öffnungen (94) als voneinander beabstandete geometrische Formen ausgebildet sind
9. Faltschachtel nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Faltfläche aus einer Reihe von hintereinander angeordneten Öffnungen (94) und/oder
aus mindestens zwei parallel zueinander verlaufenden Reihen von Öffnungen (94) und/oder
einer Anzahl von ungeordnet zueinander ausgebildeten Öffnungen (94) und/oder die Faltfläche
aus Öffnungen (94) unterschiedlicher Größe und/oder Geometrie besteht.
10. Faltschachtel nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die die Faltfläche ausbildenden Öffnungen (94) als Kreise, Halbkreise, Ovale, Sicheln,
Sterne, Buchstaben, Zahlen, Symbole und/oder Vielecke ausgebildet sind.
11. Faltschachtel nach einem der Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Faltfläche derart dimensioniert ist, dass ein abgerundeter Faltbereich ausgebildet
ist.
12. Faltschachtel nach einem der Ansprüche 8 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass an der Innenseite der Faltschachtel zumindest im Bereich einer als Faltfläche ausgebildeten
Faltkante (50, 52, 54, 56, 58, 60) bestehend aus der Anordnung einer Vielzahl von
durchgehenden Öffnungen (94) zumindest teilweise mindestens ein Muster, eine Grafik,
eine Abbildung und/oder eine Struktur aufweisendes Element, ein Farbstreifen oder
-band, eine transparente und/oder nicht-transparente Folie, ein fluoreszierend und/oder
reflektierend ausgebildeter Streifen, ein Leuchtstreifen oder -band oder eine Kombination
dieser Elemente derart angeordnet ist, dass wenigstens ein Teil der Öffnungen (94)
überdeckt ist und der mindestens eine grafische Effekt und/oder Farbeffekt und/oder
reflektierende Effekt und/oder Leuchteffekt dieser Elemente durch die damit überdeckten
Öffnungen (94) hindurch nach Außen erkennbar ist.
13. Faltschachtel nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Leuchtstreifen oder das Leuchtband mit mindestens einer LED bestückt ist.
14. Faltschachtel nach Anspruch 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass das eine Struktur aufweisende Element derart ausgebildet ist, dass die erhabenen
Bereiche der Struktur zumindest teilweise durch die Öffnungen (94) hindurchragen.
15. Faltschachtel nach einem der Ansprüche 12 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Muster, die Grafik, eine Abbildung und/oder eine Struktur aufweisende Element,
der Farbstreifen oder das Farbband, die transparente und/oder nicht-transparente Folie,
der fluoreszierend und/oder reflektierend ausgebildete Streifen, der Leuchtstreifen
oder das Leuchtband oder eine Kombination dieser Elemente als in die Faltschachtel
separat einzuführender Inliner ausgebildet ist.