[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Überwachen eines Luftstroms
in einem Luftströmungskanal sowie eine entsprechende Luftstromfördervorrichtung.
[0002] Dunstabzugshauben weisen üblicherweise einen Luftfilter auf, in dem insbesondere
Fette und fetthaltige Bestandteile in den beim Kochen entstehenden Wrasen zurückgehalten
werden. Es ist erforderlich, diese Luftfilter auszutauschen oder zu reinigen, wenn
eine Sättigung bzw. ein bestimmter Sättigungsgrad des Luftfilters eintritt. Ein ähnliches
System ist auch bei Staubsaugern bekannt.
[0003] Eine Sättigungsanzeige für Filter einer Dunstabzugshaube ist beispielsweise in der
DE 101 58 851 A1 beschrieben. Hierbei wird zur Standzeiterfassung eines Filters für eine Dunstabzugshaube
eine Zähleinrichtung mit variabler Zählergeschwindigkeit, die eine Funktion des Volumenstroms
der Luftfördereinrichtung der Dunstabzugshaube ist, verwendet. Bei Erreichen eines
vorbestimmten Zählerwertes wird ein optisches oder akustisches Signal ausgegeben,
welches das Ende der Standzeit des Filters angibt.
[0004] Eine weitere Anzeigevorrichtung für den Verschmutzungsgrad eines Fettfilters einer
Dunstabzugshaube ist in der
DE 78 13 240 U1 beschrieben. Auch bei dieser Anzeigevorrichtung wird die Notwendigkeit des Wechsels
oder der Reinigung des Filters angezeigt. Hierzu wird bei Erreichen eines vorbestimmten
Zählerstandes eine Farbmarkierung hinter der Blende der Dunstabzugshaube sichtbar
gemacht.
[0005] In der
DE 28 52 472 A1 sind ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Erfassen des Verschmutzungsgrades eines
Luftfilters beschrieben, bei denen der elektrische Antriebsstrom für das Gebläse in
eine proportionale Wärmemenge umgewandelt und mit dieser Wärmemenge eine Flüssigkeit
in die umgebende Atmosphäre verdampft wird, wobei die Flüssigkeitspegeldifferenz in
Bezug auf einen Anfangspegel als Maß für den Verschmutzungsgrad dient. Mit dieser
Vorrichtung kann der Verschmutzungsgrad des Filters relativ genau erfasst werden.
Nachteilig ist allerdings die relativ aufwändige Konstruktion der Vorrichtung. Zudem
muss bei einem Filterwechsel der Behälter, in dem die Flüssigkeit aufgenommen ist,
ausgetauscht werden, was die Handhabung der Vorrichtung umständlich macht und zu erhöhten
Instandhaltungskosten führt.
[0006] Die
DE 25 09 032 C2 beschreibt eine Vorrichtung zur Anzeige der Sättigung eines Fettfilters von Dunstabzugshauben,
bei welcher auf dem Fettfilter ein den Sättigungszustand anzeigendes Umschlagpapier
angeordnet ist.
[0007] Die
DE 10 2005 020 321 A1 offenbart eine Dunstabzugshaube, bei welcher ein Sättigungsgrad des Luftfilters anhand
der Standzeit ermittelt und einem Benutzer über eine Sättigungsanzeige mit wenigstens
zwei Anzeigeeinheiten angezeigt wird.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Verfahren zum Überwachen
eines Luftstroms in einem Luftströmungskanal zu schaffen, mit welchem eine Störung
im Luftströmungskanal auf einfache Weise erkannt werden kann.
[0009] Diese Aufgabe wird gelöst durch die Lehre der unabhängigen Ansprüche. Besonders bevorzugte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0010] Das erfindungsgemäße Verfahren zum Überwachen eines Luftstroms in einem Luftströmungskanal,
in welchem ein von einem Lüftermotor angetriebenes Lüfterrad und wenigstens ein Luftfilter
angeordnet sind, enthält die folgenden Schritte:
- Erfassen wenigstens eines Betriebsparameters oder einer Veränderung wenigstens eines
Betriebsparameters des Lüftermotors; und
- Erkennen einer Störung im Luftströmungskanal, falls der erfasste Betriebsparameter
oder die erfasste Veränderung des Betriebsparameters einen vorbestimmten Grenzwert
überschreitet.
[0011] Dem Verfahren der Erfindung liegt die Idee zugrunde, aus einem Betriebsparameter
des Lüftermotors auf einen Luftvolumenstrom im Luftströmungskanal zu schließen bzw.
aus einer Veränderung eines Betriebsparameters des Lüftermotors auf eine Veränderung
eines Luftvolumenstroms im Luftströmungskanal zu schließen. Da der Luftvolumenstrom
bzw. seine Veränderung unmittelbar mit einer etwaigen Störung im Luftströmungskanal
zusammenhängen, kann so eine Störung im Luftströmungskanal erkannt werden, wenn der
erfasste Betriebsparameter oder die erfasste Veränderung des Betriebsparameters einen
vorbestimmten Grenzwert überschreitet.
[0012] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren lässt sich eine Störung im Luftströmungskanal
auf einfache Weise detektieren. Zum Erkennen einer Störung im Luftströmungskanal sind
insbesondere keine speziellen Messgeräte erforderlich. Da die Erkennung einer Störung
im Luftströmungskanal auf der Erfassung wenigstens eines Betriebsparameters des Lüftermotors
oder einer Veränderung wenigstens eines Betriebsparameters des Lüftermotors basiert
und derartige Betriebsparameter in der Regel von einer Steuervorrichtung einer entsprechenden
Luftstromfördervorrichtung ohnehin ermittelt bzw. überwacht werden, kann das Verfahren
der Erfindung auf einfache Weise ohne besondere Modifizierung der jeweiligen Luftstromfördervorrichtung
implementiert werden. Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens lässt sich nicht
nur das Vorliegen einer Störung im Luftströmungskanal erkennen, wenn eine Behebung
dieser Störung für die weitere ordnungsgemäße Nutzung der jeweiligen Luftstromfördervorrichtung
zwingend erforderlich ist, sondern es kann vorzugsweise auch bereits zu einem früheren
Zeitpunkt ein Grad der Störung im Luftströmungskanal erkannt oder auf eine in näherer
Zukunft anstehende Störungsbehebung hingewiesen werden. Es ist daher möglich, frühzeitig
auf eine Störung zu reagieren oder sich frühzeitig auf das Beheben einer Störung vorzubereiten
(z.B. durch Beschaffen von entsprechenden Ersatz- oder Reparaturmaterialien).
[0013] Das erfindungsgemäße Verfahren ist besonders bevorzugt bei elektronischen Haushaltsgeräten
wie beispielsweise Dunstabzugshauben, Staubsaugern, Lüftungsanlagen, Klimaanlagen
und dergleichen einsetzbar.
[0014] Unter einer "Störung im Luftströmungskanal" soll in diesem Zusammenhang jede Art
von Beeinträchtigung des Luftvolumenstroms im Luftströmungskanal verstanden werden,
welche die Leistung der jeweiligen Luftstromfördervorrichtung insbesondere negativ
beeinflusst. Hierzu zählen insbesondere, aber nicht ausschließlich eine Verschmutzung
oder Sättigung des Luftfilters, eine Blockade des Abluftkanals (z.B. durch defekte
Jalousien), eine Verschmutzung oder Störung des Lüfterrades und dergleichen. Der "Luftströmungskanal"
weist in diesem Zusammenhang insbesondere eine Ansaugzone stromauf des Lüfterrades
und einen Abluftkanal stromab des Lüfterrades auf.
[0015] Der Begriff "Betriebsparameter" soll in diesem Zusammenhang alle Arten von direkt
oder indirekt erfassbaren Betriebsparametern bzw. Motorvariablen des Lüftermotors
und ggf. auch des von diesem angetriebenen Lüfterrades bezeichnen. Hierzu zählen insbesondere,
aber nicht ausschließlich Motorstrom, Motorspannung, vom Motor aufgenommene Leistung,
Phasenwinkel, Back-EMF, Motorleistung, Drehzahl und Drehmoment. So reduziert sich
zum Beispiel bei gleichbleibender Drehzahl des Lüftermotors bzw. des Lüfterrades das
Drehmoment bei reduziertem Luftvolumenstrom. Zu den Betriebsparametern des Lüftermotors
zählen in diesem Zusammenhang auch beliebige Größen, die aus einem oder mehreren Betriebsparametern
(z.B. durch Quotientenbildung, Produktbildung, digitales Filtern, etc.) bestimmt oder
berechnet werden können.
[0016] Eine Störung im Luftströmungskanal kann mit dem erfindungsgemäßen Verfahren auf Basis
des bestimmten Betriebsparameters oder der bestimmten Veränderung des Betriebsparameters
erkannt werden. Das "Überschreiten des vorbestimmten Grenzwerts" soll in diesem Zusammenhang
ein Überschreiten / Erreichen eines maximalen Grenzwertes bzw. ein Unterschreiten
/ Erreichen eines minimalen Grenzwertes umfassen.
[0017] Das Verfahren der Erfindung ist bei allen Arten von Lüftermotoren einsetzbar, insbesondere
bei Asynchronmotoren, Einphasen-Asynchronmotoren mit Kondensator, Spaltpolmotoren,
DC-Motoren oder bürstenlosen Permanentmagnet-Motoren mit elektronischer Kommutierung.
Letztgenannter ist für das hier vorgeschlagene Verfahren besonders günstig, da er
üblicherweise eine elektronische Kommutierungseinrichtung wie beispielsweise einen
Frequenzumrichter aufweist, mit dessen Hilfe die Erfassung der Motorvariablen bzw.
Betriebsparameter des Lüftermotors ohne Zusatzaufwand an Messtechnik möglich ist,
da ein solcher Frequenzumrichter solche Messeinrichtungen oft bereits impliziert.
[0018] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird beim Erkennen einer Störung
im Luftströmungskanal ein Warnhinweis ausgegeben. Vorzugsweise differenziert dieser
Warnhinweis auch zwischen dem Grad der erkannten Störung im Luftströmungskanal. Bei
dem Warnhinweis handelt es sich vorzugsweise um ein optisches Signal und/oder ein
akustisches Signal.
[0019] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird in einem störungsfreien Zustand
des Luftströmungskanal ein Referenzwert des wenigstens einen Betriebsparameters des
Lüftermotors bestimmt. Anschließend kann eine Störung im Luftströmungskanal erkannt
werden, falls der im weiteren Betrieb der Dunstabzugshaube erfasste Betriebsparameter
um einen vorbestimmten absoluten oder prozentualen Wert von diesem Referenzwert abweicht.
Als störungsfreier Zustand des Luftströmungskanals wird vorzugsweise ein Zustand bei
einer ersten Inbetriebnahme der jeweiligen Luftstromfördervorrichtung, einer Inbetriebnahme
der jeweiligen Luftstromfördervorrichtung nach einem Reinigen oder Austauschen des
Luftfilters, einer Inbetriebnahme der jeweiligen Luftstromfördervorrichtung nach Beheben
einer anderen Störung, einer entsprechenden Eingabe (z.B. Betätigung einer Rücksetztaste)
durch einen Benutzer, und dergleichen bezeichnet. Der Referenzwert des Betriebsparameters
wird dabei vorzugsweise analog zur Erfassung des Betriebsparameters im normalen Betrieb
der jeweiligen Luftstromfördervorrichtung bestimmt.
[0020] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird aus dem wenigstens einen erfassten
Betriebsparameter des Lüftermotors oder der erfassten Veränderung des wenigstens einen
Betriebsparameters zunächst ein vom Lüfterrad erzeugter Luftvolumenstrom oder eine
Veränderung eines vom Lüfterrad erzeugten Luftvolumenstroms bestimmt und dann eine
Störung im Luftströmungskanal erkannt, falls der bestimmte Luftvolumenstrom oder die
bestimmte Veränderung des Luftvolumenstroms einen vorbestimmten Grenzwert überschreitet.
[0021] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird der Betriebsparameter des Lüftermotors
als ein Quotient aus einer Drehzahl des Lüftermotors und einem weiteren Betriebsparameter
des Lüftermotors oder einem zeitlichen Integral oder einer zeitlichen Ableitung dieser
Größen ermittelt.
[0022] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird der Quotient aus Drehmoment
am Lüfterrad und Drehzahl bestimmt, um daraus auf eine Änderung des geförderten Luftvolumenstroms
des Lüfterrades zu schließen. Es kann dann ein Signal an den Benutzer ausgegeben werden,
mit der Aufforderung, den Luftfilter zu reinigen oder eine Störung am Abluftkanal
wie z.B. blockierte Jalousien am Austritt des Abluftkanals zu beheben. Dieser Quotient
kann sowohl bei konstanter Drehzahl des Lüftermotors bzw. des Lüfterrades also auch
bei sich ändernden Drehzahlen ermittelt werden. Es kann auch ein vorbestimmtes Drehmoment
auf das Lüfterrad gegeben werden, um die Zeit für eine bestimmte Drehzahländerung
zu messen oder um die Drehzahländerung über eine bestimmte Zeit zu messen.
[0023] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird der wenigstens eine
Betriebsparameter des Lüftermotors über mehrere Motorumdrehungen hinweg erfasst. Anschließend
wird der erfasste Betriebsparameter vorzugsweise als Mittelwert oder als Integral
des Messwertes weiter verarbeitet. Auf diese Weise kann die Zuverlässigkeit der Störungserkennung
verbessert werden.
[0024] Gegenstand der Erfindung ist auch eine Luftstromfördervorrichtung mit einem Luftströmungskanal,
einem im Luftströmungskanal angeordneten Lüfterrad und einem Lüftermotor zum Antreiben
des Lüfterrades, einer Steuervorrichtung zum Ansteuern und Überwachen des Lüftermotors,
und wenigstens einem im Luftströmungskanal angeordneten Luftfilter. Die Steuervorrichtung
ist derart ausgestaltet, dass sie eine Störung im Luftströmungskanal erkennt, falls
ein Betriebsparameter oder eine erfasste Veränderung eines Betriebsparameters einen
vorbestimmten Grenzwert überschreitet.
[0025] Mit dieser Luftstromfördervorrichtung können die gleichen Vorteile wie mit dem oben
beschriebenen Verfahren der Erfindung erzielt werden. Außerdem gelten die obigen Ausführungen
zu Begriffsdefinitionen und bevorzugten Ausgestaltungen in entsprechender Weise auch
für die erfindungsgemäße Luftstromfördervorrichtung.
[0026] Bei der Luftstromfördervorrichtung handelt es sich bevorzugt um ein elektronisches
Haushaltsgerät wie beispielsweise eine Dunstabzugshaube, einen Staubsauger, eine Lüftungsanlage,
eine Klimaanlage und dergleichen. Gegenstand der Erfindung ist schließlich auch eine
Steuervorrichtung zum Ansteuern und Überwachen eines Lüftermotors in einem Luftströmungskanal
einer Luftstromfördervorrichtung, welche zum Durchführen des oben beschriebenen Verfahrens
der Erfindung ausgestaltet ist.
[0027] Obige sowie weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden aus der nachfolgenden
Beschreibung eines bevorzugten, nicht-einschränkenden Ausführungsbeispiels anhand
der beiliegenden Zeichnung besser verständlich. Darin zeigt die einzige Figur 1 eine
schematische Darstellung des Aufbaus einer Dunstabzugshaube als ein Beispiel einer
Luftstromfördervorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung.
[0028] Die Dunstabzugshaube 1 weist eine haubenförmige Ansaugzone 12, einen Ventilator 2
mit einem Lüfterrad 3 und einen Lüftermotor 5 zum Antreiben des Lüfterrades 3 und
einen Abluftkanal 13 zum Ableiten des Abluftstroms 4 auf. Die Ansaugzone 12, der Bereich
des Ventilators 2 und der Abluftkanal 13 bilden zusammen den Luftströmungskanal der
Dunstabzugshaube 1.
[0029] Im Bereich der Ansaugzone 12, d.h. stromauf des Ventilators 2 bzw. seines Lüfterrades
3 ist wenigstens ein Luftfilter bzw. Fettfilter 9 angeordnet. Am Austritt des Abluftkanals
13 ist beispielsweise eine Jalousie 10 angebracht.
[0030] Der Ventilator 2 bzw. sein Lüftermotor 5 wird von einer Steuervorrichtung 6 vorzugsweise
in der Art eines Frequenzumrichters angesteuert, welche insbesondere einen Controller
7, eine Leistungsstufe 8 und eine Bedien- und Anzeigevorrichtung 11 aufweist.
[0031] Der Frequenzumrichter 6 kann die Drehzahlen des Lüfterrades 3 des Ventilators 2 mittels
des Controllers 7 vorzugsweise kontinuierlich steuern. Er verfügt über die Leistungsstufe
8 mit Motorstrom- und Motorspannungs-Messung und kann so die elektrische Leistungsaufnahme
des Lüftermotors 5 erfassen. Des Weiteren kann er aus den Strom- und Spannungswerten
den Wicklungswiderstand des Lüftermotors 5 und damit die Motortemperatur bestimmen.
Mit dem im Controller 7 des Frequenzumrichters 6 hinterlegten Motormodell und der
Motortemperatur kann mit Hilfe der gesteuerten und gemessenen Motorvariablen wie z.B.
der Motorspannung und des Motorstroms das Motordrehmoment oder die mechanische Leistung
am Lüfterrad 3 oder ein der mechanischen Last äquivalenter Wert bestimmt werden.
[0032] Bei der Inbetriebnahme oder nach jeder Bestätigung des Benutzers, dass der Luftfilter
9 gereinigt und der Abluftkanal mit den Jalousien 10 in Ordnung ist, misst der Controller
7 einen äquivalenten Wert für die mechanische Last am Lüfterrad 3 für eine oder mehrere
Drehzahlen und hinterlegt diesen Messwert als Referenzwert in seinem digitalen Speicher.
Für die Ermittlung des Referenzwertes sind vielfältige digitale Filter einsetzbar,
insbesondere die Mittelung über eine größere Anzahl von ganzzahligen Umdrehungen des
Lüfterrades ist eine bevorzugte Filtermethode.
[0033] Im weiteren Betriebsverlauf ermittelt der Controller 7 des Frequenzumrichters 6 bei
Betrieb fortlaufend den aktuellen äquivalenten Wert für die mechanische Last am Lüfterrad
3 und vergleicht diesen mit dem abgespeicherten Referenzwert. Für die digitale Filterung
dieses äquivalenten Wertes können wieder vorteilhaft dieselben Filter eingesetzt werden
wie zur Bestimmung der Referenzwerte.
[0034] Falls dieser äquivalente Wert für die mechanische Last den Referenzwert um einen
bestimmten Wert unterschreitet, kann ein Signal zur Reinigung des Luftfilters 9 und
Kontrolle des Abluftkanals 13 ausgegeben werden.
[0035] Falls der Controller 7 des Frequenzumrichters 6 kontinuierlich an Versorgungsspannung
liegt, können zudem die Betriebszeiten kontinuierlich aufgezeichnet werden, und die
Motortemperaturmessung kann z.B. immer wieder kalibriert werden, wenn längere Stillstandzeiten
vorlagen und für die Motortemperatur des Lüfters normale Umgebungstemperaturen anzunehmen
sind.
[0036] Der Controller 7 kann auch über einen nicht flüchtigen Speicher verfügen, um bei
einem Ausfall der Versorgungsspannung die Betriebsdaten abzuspeichern. Dadurch kann
das vorliegende Verfahren auch beliebig mit aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren
kombiniert werden. Diese bekannten Verfahren integrieren z.B. die Betriebszeiten oder
die Lüfterleistungen auf, um dem Benutzer so ein Signal zur Reinigung des Luftfilters
9 zu geben.
[0037] Auf dem Frequenzumrichter 6 kann in einer bevorzugten kostengünstigen Ausführungsform
die Bedien- und Anzeigevorrichtung 11 integriert sein, so dass nur eine elektronische
Steuerung zu montieren ist. Diese Anzeigevorrichtung 11 kann z.B. unter anderem auch
ein (optisches und/oder akustisches) Signal zur Aufforderung, den Luftfilter 9 zu
reinigen, ausgeben. Die Bedien- und Anzeigevorrichtung 11 kann alternativ auch separat
von Controller 7 und Leistungsstufe 8 an der Dunstabzugshaube 1 vorgesehen sein.
[0038] Der Fachmann wird anhand der obigen Beschreibung unmittelbar erkennen, dass die Erfindung
auch bei anderen Luftstromfördervorrichtungen wie beispielsweise Staubsaugern, Lüftungsanlagen,
Klimaanlagen und dergleichen einsetzbar ist.
1. Verfahren zum Überwachen eines Luftstroms in einem Luftströmungskanal (12, 13), in
welchem ein von einem Lüftermotor (5) angetriebenes Lüfterrad (3) und wenigstens ein
Luftfilter (9) angeordnet sind, mit den Schritten:
- Erfassen wenigstens eines Betriebsparameters oder einer Veränderung wenigstens eines
Betriebsparameters des Lüftermotors (5); und
- Erkennen einer Störung im Luftströmungskanal (12, 13), falls der erfasste Betriebsparameter
oder die erfasste Veränderung des Betriebsparameters einen vorbestimmten Grenzwert
überschreitet.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
beim Erkennen einer Störung im Luftströmungskanal (12, 13) ein Warnhinweis ausgegeben
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Grad der Störung im Luftströmungskanal (12, 13) erkannt wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein vom Lüfterrad (3) erzeugter Luftvolumenstrom oder eine Veränderung eines vom Lüfterrad
(3) erzeugten Luftvolumenstroms aus dem wenigstens einen erfassten Betriebsparameter
des Lüftermotors (5) oder der erfassten Veränderung des wenigstens einen Betriebsparameters
bestimmt wird und dann eine Störung im Luftströmungskanal (12, 13) erkannt wird, falls
der bestimmte Luftvolumenstrom oder die bestimmte Veränderung des Luftvolumenstroms
einen vorbestimmten Grenzwert überschreitet.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
in einem störungsfreien Zustand des Luftströmungskanal (12, 13) ein Referenzwert des
wenigstens einen Betriebsparameters des Lüftermotors (5) bestimmt wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Betriebsparameter des Lüftermotors (5) als ein Quotient aus einer Drehzahl des
Lüftermotors (5) und einem weiteren Betriebsparameter des Lüftermotors (5) oder einem
zeitlichen Integral oder einer zeitlichen Ableitung dieser Größen bestimmt wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der wenigstens eine Betriebsparameter des Lüftermotors (5) oder seine Veränderung
über mehrere Motorumdrehungen hinweg erfasst wird.
8. Luftstromfördervorrichtung (1), mit
einem Luftströmungskanal (12, 13),
einem im Luftströmungskanal (12, 13) angeordneten Lüfterrad (3) und einem Lüftermotor
(5) zum Antreiben des Lüfterrades,
einer Steuervorrichtung (6) zum Ansteuern und Überwachen des Lüftermotors (5), und
wenigstens einem im Luftströmungskanal (12, 13) angeordneten Luftfilter (9),
dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuervorrichtung (6) ausgestaltet ist, um eine Störung im Luftströmungskanal
(12, 13) zu erkennen, falls ein Betriebsparameter oder eine erfasste Veränderung eines
Betriebsparameters einen vorbestimmten Grenzwert überschreitet.
9. Luftstromfördervorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuervorrichtung (6) eine Anzeigevorrichtung (11) zum Ausgeben eines Warnhinweises
beim Erkennen einer Störung im Luftströmungskanal (12, 13) aufweist.
10. Steuervorrichtung (6) zum Ansteuern und Überwachen eines Lüftermotors (5) in einem
Luftströmungskanal (12, 13) einer Luftstromfördervorrichtung (1), ausgestaltet zum
Durchführen eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 7.