(19)
(11) EP 2 765 566 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
13.08.2014  Patentblatt  2014/33

(21) Anmeldenummer: 14153730.8

(22) Anmeldetag:  04.02.2014
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
G08B 17/107(2006.01)
G08B 29/04(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME

(30) Priorität: 08.02.2013 DE 102013101280
25.07.2013 US 201313950774

(71) Anmelder: SCHAKO Klima Luft Ferdinand Schad KG
78600 Kolbingen (DE)

(72) Erfinder:
  • Müller, Dr., Rainer
    78600 Kolbingen (DE)

(74) Vertreter: Dres Weiss & Arat 
Zeppelinstraße 4
78234 Engen
78234 Engen (DE)

   


(54) Rauchmelder


(57) Bei einem Rauchmelder mit einem Sender (4) für eine Strahlung, die von einem Empfänger (5) erkennbar ist, soll dem Sender (4) und Empfänger (5) ein separat überwachter Bereich (11) zugeordnet sein.




Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Rauchmelder mit einem Sender für eine Strahlung, die von einem Empfänger erkennbar ist.

Stand der Technik



[0002] Rauchmelder sind in vielfältiger Form und Ausführung bekannt und auf dem Markt. Dabei bezieht sich die vorliegende Erfindung vor allem auf deckenbündige Rauchmelder, wie sie insbesondere in der DE 199 51 403 B4 beschrieben sind. Dort wird eine Strahlung von einem Sender in einer Decke durch eine Abdeckung hindurch in den freien Raum ausgesandt, diese zumindest zum Teil von dem Rauch reflektiert und von einem Empfänger hinter der Abdeckung registriert. Durch ein Steuerungsprogramm wird eine Abweichung der Reflektion detektiert und analysiert, ob die Abweichung von Rauch oder von einem Fremdkörper herrührt, wobei innerhalb einer Zeiteinheit eine Mehrzahl von Erkennungsvorgängen durchgeführt und ein Alarm erst dann ausgelöst wird, wenn eine bestimmte Anzahl von Erkennungsvorgängen aufeinanderfolgend positiv ist und zur Unterscheidung von Rauch und Fremdkörpern zwischen einem kontinuierlichen Anstieg der Reflektion, wie bei Rauch, und einem abrupten Anstieg der Reflektion, wie bei einem Fremdkörper, unterschieden wird. Ferner ist zur Eigenkontrolle dieses Rauchmelders dem Sender zum Empfang einer von der Abdeckung reflektierten Strahlung ein eigener Empfänger und dem Empfänger vor der Abdeckung ein eigener Sender zugeordnet.

Aufgabe



[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, derartige Rauchmelder nochmals zu verbessern und vor allem die eigene Umgebung des Rauchmelders besser zu überwachen.

Lösung der Aufgabe



[0004] Zur Lösung der Aufgabe führt, dass dem Sender und Empfänger ein separat überwachter Bereich zugeordnet ist.

[0005] Der eigentliche Sinn der vorliegenden Erfindung liegt in der Eigenüberwachung des Rauchmelders in Form einer weiteren Bewegungsmeldereinrichtung. Aus diesem Grunde ist für den überwachten Bereich ein eigener Überwachungssender mit einer eigenen Strahlung vorgesehen, dem zumindest ein Überwachungsempfänger dieser Strahlung zugeordnet ist. Diese Bauelemente befinden sich bevorzugt in entsprechenden Öffnungen einer Stirnplatte, wobei die Öffnung für den Sender erfindungsgemäss besonders ausgestaltet ist. Diese soll zumindest teilweise trichterförmig ausgebildet sein, so dass die Strahlung nicht in einem Strahl nach unten tief in den Raum eingebracht wird, sondern quasi ballonartig oder blattartig. Damit dient diese

[0006] Überwachung vor allem dazu, den Raum um den Rauchmelder herum zu überwachen. Beispielsweise wird auch festgestellt, ob der Rauchmelder richtig platziert ist, zum Beispiel nicht über einen Schrank. Zum Beispiel wird auch festgestellt, ob ein Schrank oder dergleichen vor den Rauchmelder geschoben wird.

[0007] Besonders bevorzugt wird, wenn der Überwachungssender selbst in einem zylindrischen Teil der Öffnung sitzt, während an diesen zylindrischen Teil ein querschnittlich ellipsenförmiger Trichter anschliesst. Hierdurch kann die Strahlung, wie oben erwähnt, blattartig gebündelt werden, was zu einer erheblichen Verbesserung der Erkennung von Bewegungen beiträgt.

[0008] Die Stirnplatte ist bevorzugt eines der zentralen Teile des erfindungsgemässen Rauchmelders, ein zweiter Teil ist eine der Stirnplatte zugeordnete Steuerplatte, in der sich die entsprechenden elektronischen Schaltungselemente befinden. Die Stirnplatte selbst nimmt neben dem Überwachungssender und dem zumindest einen Überwachungsempfänger auch die oben erwähnte und aus dem Stand der Technik bekannten Sender und Empfänger zur Überwachung von Rauch in einem Raum auf. Durch diese Anordnung kann der gesamte Rauchmelder sehr flach gehalten werden, was einen deckenbündigen Einbau ohne aus der Decke hervorstehenden Detektionskammer und ohne Lichtlabyrinth möglich macht. Sämtliche Sender und Empfänger sind auf einer Seite der Stirnplatte angeordnet. Die Stirnplatte mit den entsprechend ausgerichteten Öffnungen bzw. Bohrungen ermöglicht dann das korrekte Aussenden und Empfangen der entsprechenden Strahlungen.

Figurenbeschreibung



[0009] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt in
Figur 1
eine Draufsicht auf einen erfindungsgemässen Rauchmelder;
Figur 2
einen Querschnitt durch den Rauchmelder gemäss Figur 1 entlang Linie II-II.


[0010] Von einem erfindungsgemässen Rauchmelder R ist gemäss Figur 1 eine Stirnplatte 1 mit einem Seitenrahmen 2 gezeigt. In der Stirnplatte 1 sind verschiedene Bohrungen erkennbar. Eine Bohrung 3, die gemäss Figur 2 schräg verläuft, dient der Aufnahme eines Senders 4 für eine Strahlung, die erfindungsgemäss auf einen entstehenden Rauch, beispielsweise in einem Raum auftreffen soll. Dem Sender 4 ist hierbei ein Empfänger 5 zugeordnet, der ebenfalls in einer weiteren Schrägbohrung 6 sitzt, die so ausgerichtet ist, dass sie an einem vorbestimmten Punkt auf die Strahlung des Senders 4 trifft und diese Strahlung erkennt. In dem Augenblick, in dem sie die Strahlung des Senders 4 nicht erkennt, ist dies ein Zeichen, dass sich Rauch im Raum befindet, der die Strahlung des Senders 4 zerstreut oder verdeckt. In dem Augenblick kann ein Alarm ausgelöst werden.

[0011] Erfindungsgemäss ist nun diesem Rauchmelder R ein weiterer überwachter Bereich 11 zugeordnet, in dem insbesondere jegliche Bewegungen bzw. die Eigenumgebung des Rauchmelders überwacht wird. Dieser überwachte Bereich ist im weitesten Sinn mit einem Bewegungsmelder besetzt. Ein Überwachungssender 7 sitzt zu diesem Zweck in einer weiteren Öffnung 8 in der Stirnplatte 1, die zumindest teilweise trichterförmig ausgebildet ist.

[0012] Im bevorzugten Ausführungsbeispiel weist sie einen zylindrischen Bereich 9 zur Aufnahme des Überwachungssenders 7 und einen daran anschliessenden trichterförmigen Bereich 10 auf, wobei dieser trichterförmige Bereich 10 im Querschnitt einer Ellipse nachempfunden ist. Hierdurch entsteht die Möglichkeit der Aufweitung der vom Überwachungssender 7 ausgesandten Strahlung, so dass ein blattförmiger Überwachungsbereich 11 entsteht. Dieser ist gestrichelt angedeutet. Der Überwachungsbereich 11 wird von einem, bevorzugt von zwei Überwachungsempfängern 12.1 bzw. 12.2 überwacht, welche durch weitere Öffnungen 13.1 bzw. 13.2 in der Stirnplatte 1 diesen Überwachungsbereich 11 sehen können.

[0013] Die Empfänger 12.1, 12.2, der Überwachungssender 7 und auch Empfänger 5 bzw. Sender 4 befinden sich an einer Steuerplatte 14, die mit den entsprechenden elektronischen Steuereinheiten und Bauteilen besetzt ist.

[0014] In diesem überwachten Bereich können beliebige Bewegungen erkannt werden. Dies führt vor allem dazu, dass Falschmeldungen des Rauchmelders durch eine entsprechende Abstimmung von Sender/Empfänger auf Überwachungssender/Überwachungsempfänger vermieden werden. Störungssignale, welche durch Insekten oder Verschmutzungen auf der Oberfläche der Stirnplatte 1 entstehen, können direkt erkannt und ausgewertet und als Störungsmeldung weitergeleitet werden. Bevorzugt sind in der Auswertung Prioritäten gesetzt, was insbesondere in Reinräumen sehr hilfreich ist, in denen häufig eine statische Anziehung von Flusen an die Stirnplatte 1 erfolgt.
Bezugszeichenliste
1 Stirnplatte 34   67  
2 Seitenrahmen 35   68  
3 Bohrung 36   69  
4 Sender 37   70  
5 Empfänger 38   71  
6 Schrägbohrung 39   72  
7 Überwachungssender 40   73  
8 Öffnung 41   74  
9 zylindrischer Bereich 42   75  
10 trichterförmig im Bereich 43   76  
11 Überwachungsbereich 44   77  
12 Überwachungsempfä nger 45   78  
13 Öffnung 46   79  
14 Steuerplatte 47      
15   48      
16   49      
17   50      
18   51      
19   52      
20   53      
21   54   R Rauchmelder
22   55      
23   56      
24   57      
25   58      
26   59      
27   60      
28   61      
29   62      
30   63      
31   64      
32   65      
33   66      



Ansprüche

1. Rauchmelder mit einem Sender (4) für eine Strahlung, die von einem Empfänger (5) erkennbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass dem Sender (4) und Empfänger (5) ein separat überwachter Bereich (11) zugeordnet ist.
 
2. Rauchmelder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für den überwachten Bereich (11) ein eigener Überwachungssender (7) einer Strahlung vorgesehen ist, dem zumindest ein Überwachungsempfänger (12) dieser Strahlung zugeordnet ist.
 
3. Rauchmelder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Strahlung aus einer Öffnung (8) in einer Stirnplatte (1) austritt.
 
4. Rauchmelder nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (8) zumindest teilweise trichterförmig (10) ausgebildet ist.
 
5. Rauchmelder nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Überwachungssender (7) in einem zylindrischen Teil (9) der Öffnung (8) sitzt, an den sich ein querschnittlich ellipsenförmiger Trichter (10) anschliesst.
 
6. Rauchmelder nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für den überwachten Bereich (11) dem Überwachungssender (7) beidseits ein Überwachungsempfänger (12.1, 12.2) von dessen Strahlung zugeordnet ist.
 
7. Rauchmelder nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beidseits des überwachten Bereichs (11) in die Stirnplatte (1) jeweils eine Schrägbohrung (3, 6) eingeformt ist, wobei in einer Schrägbohrung (3) der Sender (4) für die Strahlung und in der anderen Schrägbohrung (6) der Empfänger (5) für die Strahlung angeordnet sind.
 
8. Rauchmelder nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Rauchdichtemessgerät vorgesehen ist.
 
9. Rauchmelder nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Sender (4) und Empfänger (5) in einem Gehäuse angeordnet sind, dass eine Abdeckscheibe zum deckenbündigen Einbau ohne Detektionkammer beziehungsweise ohne Lichtlabyrinth aufweist.
 




Zeichnung








Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente