[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Rauchmelder mit einem Sender für eine Strahlung,
die von einem Empfänger erkennbar ist.
Stand der Technik
[0002] Rauchmelder sind in vielfältiger Form und Ausführung bekannt und auf dem Markt. Dabei
bezieht sich die vorliegende Erfindung vor allem auf deckenbündige Rauchmelder, wie
sie insbesondere in der
DE 199 51 403 B4 beschrieben sind. Dort wird eine Strahlung von einem Sender in einer Decke durch
eine Abdeckung hindurch in den freien Raum ausgesandt, diese zumindest zum Teil von
dem Rauch reflektiert und von einem Empfänger hinter der Abdeckung registriert. Durch
ein Steuerungsprogramm wird eine Abweichung der Reflektion detektiert und analysiert,
ob die Abweichung von Rauch oder von einem Fremdkörper herrührt, wobei innerhalb einer
Zeiteinheit eine Mehrzahl von Erkennungsvorgängen durchgeführt und ein Alarm erst
dann ausgelöst wird, wenn eine bestimmte Anzahl von Erkennungsvorgängen aufeinanderfolgend
positiv ist und zur Unterscheidung von Rauch und Fremdkörpern zwischen einem kontinuierlichen
Anstieg der Reflektion, wie bei Rauch, und einem abrupten Anstieg der Reflektion,
wie bei einem Fremdkörper, unterschieden wird. Ferner ist zur Eigenkontrolle dieses
Rauchmelders dem Sender zum Empfang einer von der Abdeckung reflektierten Strahlung
ein eigener Empfänger und dem Empfänger vor der Abdeckung ein eigener Sender zugeordnet.
Aufgabe
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, derartige Rauchmelder nochmals zu verbessern
und vor allem die eigene Umgebung des Rauchmelders besser zu überwachen.
Lösung der Aufgabe
[0004] Zur Lösung der Aufgabe führt, dass dem Sender und Empfänger ein separat überwachter
Bereich zugeordnet ist.
[0005] Der eigentliche Sinn der vorliegenden Erfindung liegt in der Eigenüberwachung des
Rauchmelders in Form einer weiteren Bewegungsmeldereinrichtung. Aus diesem Grunde
ist für den überwachten Bereich ein eigener Überwachungssender mit einer eigenen Strahlung
vorgesehen, dem zumindest ein Überwachungsempfänger dieser Strahlung zugeordnet ist.
Diese Bauelemente befinden sich bevorzugt in entsprechenden Öffnungen einer Stirnplatte,
wobei die Öffnung für den Sender erfindungsgemäss besonders ausgestaltet ist. Diese
soll zumindest teilweise trichterförmig ausgebildet sein, so dass die Strahlung nicht
in einem Strahl nach unten tief in den Raum eingebracht wird, sondern quasi ballonartig
oder blattartig. Damit dient diese
[0006] Überwachung vor allem dazu, den Raum um den Rauchmelder herum zu überwachen. Beispielsweise
wird auch festgestellt, ob der Rauchmelder richtig platziert ist, zum Beispiel nicht
über einen Schrank. Zum Beispiel wird auch festgestellt, ob ein Schrank oder dergleichen
vor den Rauchmelder geschoben wird.
[0007] Besonders bevorzugt wird, wenn der Überwachungssender selbst in einem zylindrischen
Teil der Öffnung sitzt, während an diesen zylindrischen Teil ein querschnittlich ellipsenförmiger
Trichter anschliesst. Hierdurch kann die Strahlung, wie oben erwähnt, blattartig gebündelt
werden, was zu einer erheblichen Verbesserung der Erkennung von Bewegungen beiträgt.
[0008] Die Stirnplatte ist bevorzugt eines der zentralen Teile des erfindungsgemässen Rauchmelders,
ein zweiter Teil ist eine der Stirnplatte zugeordnete Steuerplatte, in der sich die
entsprechenden elektronischen Schaltungselemente befinden. Die Stirnplatte selbst
nimmt neben dem Überwachungssender und dem zumindest einen Überwachungsempfänger auch
die oben erwähnte und aus dem Stand der Technik bekannten Sender und Empfänger zur
Überwachung von Rauch in einem Raum auf. Durch diese Anordnung kann der gesamte Rauchmelder
sehr flach gehalten werden, was einen deckenbündigen Einbau ohne aus der Decke hervorstehenden
Detektionskammer und ohne Lichtlabyrinth möglich macht. Sämtliche Sender und Empfänger
sind auf einer Seite der Stirnplatte angeordnet. Die Stirnplatte mit den entsprechend
ausgerichteten Öffnungen bzw. Bohrungen ermöglicht dann das korrekte Aussenden und
Empfangen der entsprechenden Strahlungen.
Figurenbeschreibung
[0009] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt
in
- Figur 1
- eine Draufsicht auf einen erfindungsgemässen Rauchmelder;
- Figur 2
- einen Querschnitt durch den Rauchmelder gemäss Figur 1 entlang Linie II-II.
[0010] Von einem erfindungsgemässen Rauchmelder R ist gemäss Figur 1 eine Stirnplatte 1
mit einem Seitenrahmen 2 gezeigt. In der Stirnplatte 1 sind verschiedene Bohrungen
erkennbar. Eine Bohrung 3, die gemäss Figur 2 schräg verläuft, dient der Aufnahme
eines Senders 4 für eine Strahlung, die erfindungsgemäss auf einen entstehenden Rauch,
beispielsweise in einem Raum auftreffen soll. Dem Sender 4 ist hierbei ein Empfänger
5 zugeordnet, der ebenfalls in einer weiteren Schrägbohrung 6 sitzt, die so ausgerichtet
ist, dass sie an einem vorbestimmten Punkt auf die Strahlung des Senders 4 trifft
und diese Strahlung erkennt. In dem Augenblick, in dem sie die Strahlung des Senders
4 nicht erkennt, ist dies ein Zeichen, dass sich Rauch im Raum befindet, der die Strahlung
des Senders 4 zerstreut oder verdeckt. In dem Augenblick kann ein Alarm ausgelöst
werden.
[0011] Erfindungsgemäss ist nun diesem Rauchmelder R ein weiterer überwachter Bereich 11
zugeordnet, in dem insbesondere jegliche Bewegungen bzw. die Eigenumgebung des Rauchmelders
überwacht wird. Dieser überwachte Bereich ist im weitesten Sinn mit einem Bewegungsmelder
besetzt. Ein Überwachungssender 7 sitzt zu diesem Zweck in einer weiteren Öffnung
8 in der Stirnplatte 1, die zumindest teilweise trichterförmig ausgebildet ist.
[0012] Im bevorzugten Ausführungsbeispiel weist sie einen zylindrischen Bereich 9 zur Aufnahme
des Überwachungssenders 7 und einen daran anschliessenden trichterförmigen Bereich
10 auf, wobei dieser trichterförmige Bereich 10 im Querschnitt einer Ellipse nachempfunden
ist. Hierdurch entsteht die Möglichkeit der Aufweitung der vom Überwachungssender
7 ausgesandten Strahlung, so dass ein blattförmiger Überwachungsbereich 11 entsteht.
Dieser ist gestrichelt angedeutet. Der Überwachungsbereich 11 wird von einem, bevorzugt
von zwei Überwachungsempfängern 12.1 bzw. 12.2 überwacht, welche durch weitere Öffnungen
13.1 bzw. 13.2 in der Stirnplatte 1 diesen Überwachungsbereich 11 sehen können.
[0013] Die Empfänger 12.1, 12.2, der Überwachungssender 7 und auch Empfänger 5 bzw. Sender
4 befinden sich an einer Steuerplatte 14, die mit den entsprechenden elektronischen
Steuereinheiten und Bauteilen besetzt ist.
[0014] In diesem überwachten Bereich können beliebige Bewegungen erkannt werden. Dies führt
vor allem dazu, dass Falschmeldungen des Rauchmelders durch eine entsprechende Abstimmung
von Sender/Empfänger auf Überwachungssender/Überwachungsempfänger vermieden werden.
Störungssignale, welche durch Insekten oder Verschmutzungen auf der Oberfläche der
Stirnplatte 1 entstehen, können direkt erkannt und ausgewertet und als Störungsmeldung
weitergeleitet werden. Bevorzugt sind in der Auswertung Prioritäten gesetzt, was insbesondere
in Reinräumen sehr hilfreich ist, in denen häufig eine statische Anziehung von Flusen
an die Stirnplatte 1 erfolgt.
Bezugszeichenliste
1 |
Stirnplatte |
34 |
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67 |
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2 |
Seitenrahmen |
35 |
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68 |
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3 |
Bohrung |
36 |
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69 |
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4 |
Sender |
37 |
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70 |
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5 |
Empfänger |
38 |
|
71 |
|
6 |
Schrägbohrung |
39 |
|
72 |
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7 |
Überwachungssender |
40 |
|
73 |
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8 |
Öffnung |
41 |
|
74 |
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9 |
zylindrischer Bereich |
42 |
|
75 |
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10 |
trichterförmig im Bereich |
43 |
|
76 |
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11 |
Überwachungsbereich |
44 |
|
77 |
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12 |
Überwachungsempfä nger |
45 |
|
78 |
|
13 |
Öffnung |
46 |
|
79 |
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14 |
Steuerplatte |
47 |
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15 |
|
48 |
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16 |
|
49 |
|
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|
17 |
|
50 |
|
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|
18 |
|
51 |
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|
|
19 |
|
52 |
|
|
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20 |
|
53 |
|
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|
21 |
|
54 |
|
R |
Rauchmelder |
22 |
|
55 |
|
|
|
23 |
|
56 |
|
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|
24 |
|
57 |
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25 |
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58 |
|
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|
26 |
|
59 |
|
|
|
27 |
|
60 |
|
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28 |
|
61 |
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|
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29 |
|
62 |
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30 |
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63 |
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31 |
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64 |
|
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32 |
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65 |
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33 |
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66 |
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|
|
1. Rauchmelder mit einem Sender (4) für eine Strahlung, die von einem Empfänger (5) erkennbar
ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass dem Sender (4) und Empfänger (5) ein separat überwachter Bereich (11) zugeordnet
ist.
2. Rauchmelder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für den überwachten Bereich (11) ein eigener Überwachungssender (7) einer Strahlung
vorgesehen ist, dem zumindest ein Überwachungsempfänger (12) dieser Strahlung zugeordnet
ist.
3. Rauchmelder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Strahlung aus einer Öffnung (8) in einer Stirnplatte (1) austritt.
4. Rauchmelder nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (8) zumindest teilweise trichterförmig (10) ausgebildet ist.
5. Rauchmelder nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Überwachungssender (7) in einem zylindrischen Teil (9) der Öffnung (8) sitzt,
an den sich ein querschnittlich ellipsenförmiger Trichter (10) anschliesst.
6. Rauchmelder nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für den überwachten Bereich (11) dem Überwachungssender (7) beidseits ein Überwachungsempfänger
(12.1, 12.2) von dessen Strahlung zugeordnet ist.
7. Rauchmelder nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beidseits des überwachten Bereichs (11) in die Stirnplatte (1) jeweils eine Schrägbohrung
(3, 6) eingeformt ist, wobei in einer Schrägbohrung (3) der Sender (4) für die Strahlung
und in der anderen Schrägbohrung (6) der Empfänger (5) für die Strahlung angeordnet
sind.
8. Rauchmelder nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Rauchdichtemessgerät vorgesehen ist.
9. Rauchmelder nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Sender (4) und Empfänger (5) in einem Gehäuse angeordnet sind, dass eine Abdeckscheibe
zum deckenbündigen Einbau ohne Detektionkammer beziehungsweise ohne Lichtlabyrinth
aufweist.
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