[0001] Die Erfindung geht aus von einer Kochfeldvorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Es ist bekannt, Abschirmelemente in Kochfeldern durch innerhalb eines Kochfeldgehäuses
angeordnete separate Federelemente und/oder Stützelemente zu tragen.
[0003] Die Aufgabe der Erfindung besteht insbesondere darin, eine gattungsgemäße Vorrichtung
mit verbesserten Eigenschaften hinsichtlich einer Bauraumersparnis, einer Kostenreduktion
und/oder einer vereinfachten Montage bereitzustellen. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß
durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst, während vorteilhafte Ausgestaltungen
und Weiterbildungen der Erfindung den Unteransprüchen entnommen werden können.
[0004] Die Erfindung geht aus von einer Kochfeldvorrichtung, insbesondere einer Induktionskochfeldvorrichtung,
mit zumindest einer Kochfeldgehäuseeinheit, zumindest einem Abschirmelement und zumindest
einer Trägereinheit, die dazu vorgesehen ist, das Abschirmelement zumindest in einem
Betriebszustand zu tragen.
[0005] Es wird vorgeschlagen, dass die Trägereinheit einstückig mit der Kochfeldgehäuseeinheit
ausgebildet ist. Unter einer "Kochfeldgehäuseeinheit" soll insbesondere eine Gruppe
von Bauteilen, insbesondere lediglich ein einzelnes Bauteil, verstanden werden, die
gemeinsam mit einer Kochfeldplatte einen Funktionsraum bereitstellt und zumindest
im Wesentlichen vollständig begrenzt. Unter einem "Funktionsraum" soll insbesondere
ein Raum verstanden werden, der zumindest in einem montierten Zustand, insbesondere
einem Betriebszustand, zumindest einen Großteil der Kochfeldfunktionsbauteile, insbesondere
zumindest eine Heizeinheit, eine Steuereinheit, eine Leistungselektronik und/oder
Vergleichbares, aufnimmt. Insbesondere bildet die Kochfeldgehäuseeinheit eine Gehäuseschale
aus, deren offene Oberseite dazu vorgesehen ist, durch die Kochfeldplatte zumindest
überdeckt, insbesondere verschlossen, zu werden. Insbesondere ist die Kochfeldgehäuseeinheit
zumindest im Wesentlichen aus Metall, alternativ und/oder zusätzlich aus Kunststoff
gefertigt. Unter einer Heizeinheit soll insbesondere eine Einheit verstanden werden,
die dazu vorgesehen ist, auf einer Kochfeldplatte aufgestelltes Gargeschirr zu erwärmen.
Insbesondere ist die Heizeinheit in zumindest einem Betriebszustand dazu vorgesehen,
eine Heizleistung von zumindest 100 W, insbesondere zumindest 300 W, vorteilhaft zumindest
1000 W, vorzugsweise zumindest 2000 W, abzugeben. Insbesondere ist die Heizeinheit
als Induktionsheizeinheit ausgebildet, die dazu vorgesehen ist, einen elektrischen
Wechselstrom in ein magnetisches Wechselfeld umzuwandeln, das dazu vorgesehen ist,
in einem metallischen und/oder ferromagnetischen Gargeschirr durch Ummagnetisierungseffekte
und/oder Wirbelstromeffekte in Wärme umgewandelt zu werden. Unter einem "Abschirmelement"
soll insbesondere ein, vorzugsweise metallisches, Element verstanden werden, das dazu
vorgesehen ist, zumindest einen Teil einer von einer Heizeinheit ausgehenden Strahlung,
insbesondere zumindest einen Teil der Wärmestrahlung, vorzugsweise zumindest elektromagnetische
Wechselfelder mit Frequenzen zwischen 10 Hz und 200 kHz, zu absorbieren, bevor diese
zu empfindlicher Kochfeldelektronik, insbesondere einer Steuereinheit und/oder einer
Sensorauswerteeinheit, gelangen kann. Insbesondere ist das Abschirmelement zwischen
der Heizeinheit und der Kochfeldelektronik angeordnet. Insbesondere ist das Abschirmelement
dazu vorgesehen, die Heizeinheit, insbesondere zumindest einen Großteil der Heizeinheiten,
vorteilhaft jede der Heizeinheiten, zu tragen. Insbesondere ist die Heizeinheit als
Induktor ausgebildet, der dazu vorgesehen ist, durch Umwandlung eines elektrischen
Wechselstroms ein elektromagnetisches Wechselfeld zu erzeugen, das dazu vorgesehen
ist, in einem Gargeschirr durch Wirbelstromeffekte und/oder Ummagnetisierungseffekte
in Wärme umgewandelt zu werden. Alternativ sind beispielsweise auch Ausgestaltungen
der Heizeinheit als Strahlungsheizkörper und/oder Widerstandsheizkörper denkbar. Insbesondere
erstreckt sich das Abschirmelement zumindest in einer Richtung, insbesondere in zumindest
zwei zueinander senkrechten Richtungen, zumindest im Wesentlichen über eine gesamte
Erstreckung der Kochfeldgehäuseeinheit. Insbesondere weist die Trägereinheit zumindest
eine Trägerfläche auf, die dazu vorgesehen ist, einen Teil eines Gewichts des Abschirmelements
und/oder auf dem Abschirmelement angeordneter Heizeinheiten aufzunehmen und an andere
Teile der Trägereinheit weiterzuleiten. Insbesondere ist die Trägerfläche zumindest
in einer Betriebsposition zumindest im Wesentlichen horizontal ausgerichtet und weist
insbesondere einen Winkel von maximal 20°, insbesondere maximal 10°, vorteilhaft maximal
5°, vorzugsweise maximal 2°, zum Horizont auf. Insbesondere überdeckt das Abschirmelement
zumindest in einem Betriebszustand, insbesondere in einer Projektion auf eine horizontale
Ebene, die Trägerfläche zumindest teilweise. Unter "vorgesehen" soll insbesondere
speziell ausgeformt, ausgelegt und/oder ausgestattet verstanden werden. Unter "einstückig"
soll insbesondere zumindest stoffschlüssig verbunden verstanden werden, beispielsweise
durch einen Schweißprozess, einen Klebeprozess, einen Anspritzprozess und/oder einen
anderen, dem Fachmann als sinnvoll erscheinenden Prozess, und/oder vorteilhaft in
einem Stück geformt verstanden werden, wie beispielsweise durch eine Herstellung aus
einem Guss und/oder durch eine Herstellung in einem Ein- oder Mehrkomponentenspritzverfahren
und vorteilhaft aus einem einzelnen Rohling. Darunter, dass ein Objekt zu einer Funktion
vorgesehen ist, soll insbesondere verstanden werden, dass das Objekt diese Funktion
zumindest in einem montierten Zustand, insbesondere einem Betriebszustand, erfüllt.
Unter einem "Betriebszustand" soll insbesondere ein Zustand verstanden werden, in
dem ein Gargeschirr unter kochfeldtypischer Anordnung, vorzugsweise mit waagerechter
Kochfeldplattenausrichtung, auf der Kochfeldplatte angeordnet ist und durch die Heizeinheit
beheizt wird.
[0006] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung kann insbesondere eine einfache Montage
und/oder eine Bauteilersparnis erreicht werden, da auf zusätzliche Trageelemente und
deren Montage verzichtet werden kann. Insbesondere kann eine Bauraumersparnis erreicht
werden, da auf Raum für eine Anordnung zusätzlicher Tragelemente verzichtet werden
kann. Insbesondere können durch eine vereinfachte Herstellung und eine Bauteilersparnis
Kosten reduziert werden. Weiterhin kann erreicht werden, dass Heizeinheiten nahe einem
Rand einer Kochfeldplatte angeordnet werden können.
[0007] Weiterhin wird vorgeschlagen, dass die Trägereinheit zumindest teilweise, insbesondere
zumindest großteils, von zumindest einer Ausformung der Kochfeldgehäuseeinheit gebildet
ist. Insbesondere ist zumindest eine Trägerfläche der Trägereinheit von einer Ausformung
eines Bauteils der Kochfeldgehäuseeinheit, insbesondere einer Kochfeldgehäusewandung,
gebildet. Insbesondere ist die Ausformung als abgeknickter und/oder gefalzter Bereich
ausgebildet. Es kann insbesondere eine Bauteilersparnis erreicht werden. Es kann insbesondere
eine einfache Konstruktion erreicht werden.
[0008] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Trägereinheit mittels eines Stanz- und/oder Biegeprozesses,
vorzugsweise aus zumindest einem Teil der Kochfeldgehäuseeinheit, gefertigt ist. Es
kann insbesondere eine einfache und/oder flexibel anpassbare Konstruktion und/oder
Konfiguration erreicht werden. Alternativ ist es denkbar, dass die Trägereinheit in
einem Gussprozess gefertigt ist.
[0009] Weiterhin wird vorgeschlagen, dass die Kochfeldvorrichtung eine Puffereinheit aufweist,
die zwischen der Kochfeldgehäuseeinheit und dem Abschirmelement angeordnet ist. Insbesondere
ist die Puffereinheit dazu vorgesehen, in zumindest einem Betriebszustand eine Relativbewegung
der Trägereinheit gegenüber dem Abschirmelement, insbesondere eine Relativbewegung,
die zumindest teilweise, insbesondere zumindest 10 %, insbesondere zumindest 40 %,
vorteilhaft zumindest 70 %, senkrecht zu einer Trägerfläche ausgerichtet ist, zu beeinflussen,
insbesondere zumindest abzudämpfen und/oder abzufedern. Insbesondere ist die Puffereinheit
zumindest teilweise als Federeinheit ausgebildet. Insbesondere ist die Puffereinheit
in zumindest einem montierten Zustand zumindest durch eine Gewichtskraft des Abschirmelements
und/oder auf diesem angeordnete Heizeinheiten und/oder durch eine Anpresskraft, die
insbesondere durch ein weiteres Element, beispielsweise einer Kochfeldplatte, erzeugt
und über das Abschirmelement und/oder auf diesem angeordnete Heizeinheiten übertragen
wird, vorgespannt. Insbesondere ist die Puffereinheit zumindest teilweise als Dämpfungseinheit
ausgebildet und ist dazu vorgesehen, zumindest 10 %, insbesondere zumindest 30 %,
vorteilhaft zumindest 50 %, einer eingetragenen kinetischen Energie in Wärme umzuwandeln.
Insbesondere erzeugt die Puffereinheit einen effektiven Reibungsbeiwert von zumindest
1, insbesondere zumindest 2, vorteilhaft zumindest 4, vorzugsweise zumindest 8, um
eine Bewegung, die insbesondere in eine Richtung, die zumindest im Wesentlichen parallel
zu der Trägerfläche liegt, zumindest im Wesentlichen zu vermeiden. Es kann insbesondere
eine hohe Transportsicherheit und/oder Betriebssicherheit erreicht werden. Insbesondere
kann ein Verrutschen des Abschirmelements gegen die Trägereinheit und/oder eine Beschädigung
vermieden werden. Insbesondere können Produktionstoleranzen ausgeglichen werden. Insbesondere
kann erreicht werden, dass Heizeinheiten gegen die Kochfeldplatte gepresst werden,
wodurch insbesondere eine hohe Effizienz erreicht werden kann.
[0010] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Puffereinheit mit der Trägereinheit und/oder
dem Abschirmelement einstückig ausgebildet ist. Insbesondere ist die Puffereinheit
stoffschlüssig mit der Trägereinheit und/oder dem Abschirmelement verbunden. Insbesondere
ist die Puffereinheit aus Teilen der Trägereinheiten und/oder aus dem Abschirmelement
ausgeformt. Es kann insbesondere eine einfache Produktion erreicht werden. Insbesondere
kann ein Verrutschen der Puffereinheit vermieden werden. Alternativ ist es denkbar,
dass die Puffereinheit durch einen Formschluss zwischen der Trägereinheit und dem
Abschirmelement fixiert ist.
[0011] Weiterhin wird vorgeschlagen, dass die Puffereinheit als Weichpolymerschicht, insbesondere
als Silikonschicht, vorteilhaft als Zweikomponenten-Silikonschicht, ausgebildet ist.
Insbesondere ist die Weichpolymerschicht in einem unausgehärteten Zustand auf Trägerflächen
der Trägereinheit und/oder auf Teilbereiche des Abschirmelements aufgetragen und/oder
ausgehärtete Weichpolymerschichtabschnitte sind auf die Trägerfläche und/oder das
Abschirmelement aufgeklebt. Insbesondere weist die Weichpolymerschicht eine geringere
Härte auf als die Materialien der Trägereinheit und/oder des Abschirmelements. Insbesondere
ist es denkbar, dass die Weichpolymerschicht von einem Polymerschaum gebildet ist.
Es kann insbesondere eine einfache Produktion erreicht werden. Insbesondere kann eine
gute Feder- und/oder Dämpfungswirkung erreicht werden. Alternativ oder zusätzlich
ist es denkbar, dass die Puffereinheit von zumindest einer Zungenfeder gebildet ist,
die aus dem Abschirmelement und/oder aus einem Teil der Trägereinheit, also der Kochfeldgehäuseeinheit,
ausgeformt ist.
[0012] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Trägereinheit lediglich einen Rand des Abschirmelements
unterstützt. Vorzugsweise ist lediglich ein Rand des Abschirmelements unterstützt.
Unter einem "Rand" des Abschirmelements soll insbesondere ein Bereich des Abschirmelements
verstanden werden, der weniger als 3 cm, insbesondere weniger als 2 cm, vorteilhaft
weniger als 1 cm, vorzugsweise weniger als 0,5 cm von einer äußeren Kante des Abschirmelements
entfernt ist. Unter einer "äußeren Kante" des Abschirmelements soll insbesondere ein
umfänglicher Bereich verstanden werden, der von Oberflächenbereichen des Abschirmelements
gebildet sind, die zumindest in einem Betriebszustand zumindest im Wesentlichen vertikal
ausgerichtet sind. Es kann insbesondere eine hohe Platzersparnis erreicht werden.
[0013] Weiterhin wird vorgeschlagen, dass die Trägereinheit zumindest eine Trägerfläche
aufweist, die von einem Auswärtsknick eines Teils der Kochfeldgehäuseeinheit gebildet
ist. Insbesondere ist eine Unterseite eines Teilbereichs des Teils, der die Trägerfläche
in einem Betriebszustand an seiner Oberseite mittels Auswärtsknick ausbildet, nach
außen gewandt, also von einem, von der Kochfeldgehäuseeinheit umfassten Innenraum
abgewandt. Es kann insbesondere eine einfache Konstruktion erreicht werden. Insbesondere
kann eine große Auflagefläche erreicht werden.
[0014] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Trägereinheit zumindest eine Trägerfläche aufweist,
die von einem Einwärtsknick eines Teils der Kochfeldgehäuseeinheit gebildet ist. Insbesondere
ist eine Unterseite eines Teilbereichs des Teils, der die Trägerfläche in einem Betriebszustand
an seiner Oberseite mittels Einwärtsknick ausbildet, nach innen gewandt, also einem,
von der Kochfeldgehäuseeinheit umfassten Innenraum zugewandt. Es kann insbesondere
eine Bauraumersparnis erreicht werden. Insbesondere kann eine gute Ausnutzung einer
Kochfeldplattenfläche erreicht werden.
[0015] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung
sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung
und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird
die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen zusammenfassen.
[0016] Es zeigen in schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- ein erfindungsgemäßes Kochfeld in einer Ansicht von oben,
- Fig. 2
- einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Kochfeldvorrichtung mit einer ersten Trägerfläche
entlang der Linie II-II und
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht auf eine zweite Trägerfläche.
[0017] Figur 1 zeigt ein als Induktionskochfeld ausgebildetes Kochfeld 10 mit einer als
Induktionskochfeldvorrichtung ausgebildeten Kochfeldvorrichtung 12. Die Kochfeldvorrichtung
12 weist eine Kochfeldplatte 14 und eine Kochfeldgehäuseeinheit 16 auf, die einen
Innenraum 18 umschließen, in dem als Induktionsheizeinheiten ausgebildete Heizeinheiten
20 angeordnet sind.
[0018] Figur 2 zeigt die Kochfeldvorrichtung 12 mit der Kochfeldgehäuseeinheit 16, einem
Abschirmelement 22 und einer Trägereinheit 24, die dazu vorgesehen ist, das Abschirmelement
22 zu tragen. Das Abschirmelement 22 ist in dem Innenraum 18 angeordnet. Das Abschirmelement
22 ist von einem Aluminiumblech gebildet. In dem Innenraum 18 ist weiterhin eine Kochfeldelektronik
26 angeordnet. Das Abschirmelement 22 ist zwischen den Heizeinheiten 20 und der Kochfeldelektronik
26 angeordnet.
[0019] Die Trägereinheit 24 ist einstückig mit der Kochfeldgehäuseeinheit 16 ausgebildet.
Die Trägereinheit 24 ist von Trägerflächen 28, 29 gebildet, die von Teilbereichen
eines Teils 17 der Kochfeldgehäuseeinheit 16 gebildet sind. Die Trägereinheit 24 ist
von Ausformungen der Kochfeldgehäuseeinheit 16 gebildet. Die Trägereinheit 24 ist
mittels eines Stanz- und Biegeprozesses gefertigt. Die Kochfeldgehäuseeinheit 16 ist
von einem einzelnen, als Gehäuseschale ausgebildeten Teil 17 gebildet. Das Teil 17
ist mittels des Stanz- und Biegeprozesses aus einem Aluminiumblech gefertigt. Die
Trägereinheit 24 weist Trägerflächen 28 auf, die von Auswärtsknicken des Teils 17
der Kochfeldgehäuseeinheit 16 an einer rechten linken und hinteren Seitenwand 30 gebildet
sind. Die Trägerflächen 28, die sich jeweils abschnittsweise über mehrere Zentimeter,
teilweise Dezimeter, entlang einer Seitenwand 30 erstrecken, sind jeweils durch weitere
Ausformungen, die insbesondere als Formschluss- und/oder Befestigungsmittel dienen,
unterbrochen. Die Seitenwand 30 weist im Wesentlichen entlang ihrer gesamten Länge
einen Doppelknick auf, der einen Auswärtsknick ausbildet. Die Kochfeldgehäuseeinheit
16 ist mittels an der Kochfeldplatte 14 befestigten Montageleisten 36 mit der Kochfeldplatte
14 verbunden. Die Kochfeldgehäuseeinheit 16 wird nach einer Montage der Einzelkomponenten
im Innenraum 18 mittels Schraubverbindung mit der Kochfeldplatte 14 verbunden.
[0020] Die Kochfeldvorrichtung 12 weist weiterhin eine Puffereinheit 32 auf, die zwischen
der Kochfeldgehäuseeinheit 16 bzw. der Trägereinheit 24 und dem Abschirmelement 22
angeordnet ist. Die Puffereinheit 32 ist mit der Trägereinheit 24 einstückig ausgebildet.
Die Puffereinheit 32 ist von einer Weichpolymerschicht 34 aus Zweikomponentensilikon
gebildet. Die Weichpolymerschicht 34 wird nach dem Stanzbiegeprozess auf die Trägerflächen
28, 29 aufgebracht. Die Weichpolymerschicht 34 wird mittels computergesteuertem Roboterarm
aufgetragen, wodurch Zeit und Kosten gespart werden können.
[0021] Das Abschirmelement 22 ist auf die Puffereinheit 32 aufgelegt. Die Puffereinheit
32 erlaubt eine elastische Deformierung bei einer Montage der Kochfeldplatte 14, bei
der diese gegen die Heizeinheiten 20, die Heizeinheiten 20 wiederrum gegen das Abschirmelement
22 und das Abschirmelement 22 schließlich gegen die Trägereinheit 24 gepresst wird.
Die Heizeinheiten 20 werden durch das Abschirmelement 22 getragen und sind zwischen
dem Abschirmelement 22 und der Kochfeldplatte 14 angeordnet. Die Kochfeldplatte 14
ist beispielsweise aus Glaskeramik gebildet, wobei auch andere Ausgestaltungen, beispielsweis
aus Borosilikatglas oder aus Verbundwerkstoff, denkbar sind. Das Abschirmelement 22
weist als Formschlussmittel ausgebildete Ausformungen auf, die dazu vorgesehen sind,
die Heizeinheiten 20 seitlich zu fixieren.
[0022] Es ist denkbar, dass in alternativen Ausgestaltungen zwischen Heizeinheiten und Abschirmelement
Federelemente angeordnet sind, die eine gleichmäßige Anpressung der Heizeinheiten
an eine Kochfeldplatte erlauben.
[0023] Figur 3 zeigt eine Ausgestaltung der Trägerfläche 29 der Trägereinheit 24. Die Trägerfläche
29 ist von einem Einwärtsknick des Teils 17 der Kochfeldgehäuseeinheit 16 an einer
Frontwand 31 gebildet. Der Einwärtsknick ist von einer etwa 1,5 cm im Quadrat messenden
Biegestanzung gebildet. Der Einwärtsknick weist die Trägerfläche 29 und eine Stabilisierungsknickung
38 auf, die bezüglich der Trägerfläche 29 abgewinkelt ist und deren Seitenkante gegen
die Frontwand 31 gestützt ist, um ein Verbiegen der Trägerfläche 29 zu vermeiden.
Auf der Trägerfläche 29 ist ebenso eine Weichpolymerschicht 35 der Puffereinheit 32
angeordnet.
[0024] Die Trägereinheit 24 unterstützt mit den Trägerflächen 28, 29 lediglich einen Rand
des Abschirmelements 22. Die Trägerflächen 28, 29 sind in einer gleichen Ebene angeordnet.
[0025] In weiteren Ausgestaltungen ist es denkbar, dass eine Trägereinheit lediglich von
Trägerflächen gebildet ist, die an Auswärtsknicken gebildet sind oder die lediglich
von Einwärtsknicken gebildet sind.
Bezugszeichen
[0026]
- 10
- Kochfeld
- 12
- Kochfeldvorrichtung
- 14
- Kochfeldplatte
- 16
- Kochfeldgehäuseeinheit
- 17
- Teil
- 18
- Innenraum
- 20
- Heizeinheiten
- 22
- Abschirmelement
- 24
- Trägereinheit
- 26
- Kochfeldelektronik
- 28
- Trägerfläche
- 29
- Trägerfläche
- 30
- Seitenwand
- 31
- Frontwand
- 32
- Puffereinheit
- 34
- Weichpolymerschicht
- 35
- Weichpolymerschicht
- 36
- Montageleisten
- 38
- Stabilisierungsknickung
1. Kochfeldvorrichtung, insbesondere Induktionskochfeldvorrichtung, mit zumindest einer
Kochfeldgehäuseeinheit (16), zumindest einem Abschirmelement (22) und zumindest einer
Trägereinheit (24), die dazu vorgesehen ist, das Abschirmelement (22) zumindest in
einem Betriebszustand zu tragen, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägereinheit (24) einstückig mit der Kochfeldgehäuseeinheit (16) ausgebildet
ist.
2. Kochfeldvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägereinheit (24) von zumindest einer Ausformung der Kochfeldgehäuseeinheit
(16) gebildet ist.
3. Kochfeldvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägereinheit (24) mittels eines Stanz- und/oder Biegeprozess gefertigt ist.
4. Kochfeldvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Puffereinheit (32), die zwischen der Kochfeldgehäuseeinheit (16) und dem Abschirmelement
(22) angeordnet ist.
5. Kochfeldvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Puffereinheit (32) mit der Trägereinheit (24) und/oder dem Abschirmelement (22)
einstückig ausgebildet ist.
6. Kochfeldvorrichtung zumindest nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Puffereinheit (32) als Weichpolymerschicht (34, 35) ausgebildet ist.
7. Kochfeldvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägereinheit (24) lediglich einen Rand des Abschirmelements (22) unterstützt.
8. Kochfeldvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägereinheit (24) zumindest eine Trägerfläche (28) aufweist, die von einem Auswärtsknick
eines Teils (17) der Kochfeldgehäuseeinheit (16) gebildet ist.
9. Kochfeldvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägereinheit (24) zumindest eine Trägerfläche (29) aufweist, die von einem Einwärtsknick
eines Teils (17) der Kochfeldgehäuseeinheit (16) gebildet ist.
10. Kochfeld, insbesondere Induktionskochfeld, mit einer Kochfeldvorrichtung (12) nach
einem der vorhergehenden Ansprüche.
11. Verfahren zur Herstellung einer Kochfeldvorrichtung (12) nach einem der Ansprüche
1 bis 9.