[0001] Die Erfindung betrifft einen Tank gemäß Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Aus einem Prospekt "Regenwasser-Flachtank Platin", Artikel-Nr. 960370/DE, der Firma
Otto Graf GmbH Kunststofferzeugnisse, D-79331 Teningen (im Internet einsehbar unter:
www.graf.info/flachtank) sind aus Kunststoff gefertigte Tanks unterschiedlicher Fassungsvermögen,
z.B. zum Erdeinbau, bekannt, die in der Außenwand von der Oberseite zur Unterseite
jeweils einen freien, taillierten Durchgang bildende, aufeinander ausgerichtete Vertiefungen
aufweisen. Als Einbauvorrichtungen werden Spaten oder ein Schaufelbagger zum Ausheben
einer Einbauvertiefung und gegebenenfalls ein Hebezeug zum Einsetzen des Tanks in
die Baugrube verwendet. Der Durchgang wird meist nach Einsetzen des Tanks in die Baugrube
mit Erdreich, Kies oder anderem Füllmaterial ausgefüllt, wofür als weitere Einbauvorrichtung
gegebenenfalls ein Stampfer oder Rüttler zum Verdichten des Füllmaterials eingesetzt
wird. Die Vertiefungen erhöhen die Gestaltfestigkeit des Tanks sowohl gegen Innendruck
als auch Außen- oder Bodendruck. Das Füllmaterial im Durchgang verbessert ferner die
Ausbeulfestigkeit in den Vertiefungen. Das Einbringen und Verdichten des Füllmaterials
bedeutet zusätzlichen Arbeitsaufwand und einiges Geschick, birgt außerdem die Gefahr,
dass mangels Einblick Hohlräume verbleiben können oder sich das Füllmaterial nachträglich
setzt und Hohlräume bildet, in denen die Außenwand des Tanks lokal nicht hinterfüllt
ist.
[0003] Bei einem gattungsgemäßen, aus
US 2006/0285927 A bekannten Tank bilden die aufeinander ausgerichteten, von der Unterseite und der
Oberseite ausgehenden Vertiefungen jeweils einen über die ganze Kammer durchgehenden
Durchgang mit einem in etwa in der Höhenmitte liegenden Taillenbereich. Der Durchgang
kann mit zementhaltigem Material oder Kies verfüllt werden. Dabei werden gegebenenfalls
Armierungseisen eingebettet. In der von der Oberseite ausgehenden Vertiefung kann
eine aus Beton gegossene Kappe eingesetzt werden, die die Vertiefung bis zum Taillenbereich
ausfüllt. Die Herstellung der Betonkappe wie der Armierungseisenstrukturen zum Ausfüllen
des Durchgangs ist zeitaufwendig und arbeitsintensiv.
[0004] Bei einem aus
FR 2 470 740 bekannten Erdtank aus Kunststoff sind in der bombierten Oberseite quer- und/oder
längsverlaufende, V-förmige Vertiefungen eingeformt, die beim Installieren des Tanks
und vor dessen Abdeckung mit Beton ausgegossen werden. In den Beton werden gegebenenfalls
Stahlarmierungen eingelegt. Die armierten Betonstrukturen sind Teil einer Betonabdeckung
der Oberseite des Tanks.
[0005] Bei einem aus
WO 2008/135053 A1 bekannten Tank, der aus zwei nebeneinander mit Zwischenabstand liegenden Zylindern
und dazwischen integrierten Querverbindungen aus Kunststoff hergestellt wird, werden
beim Installieren des Tanks in einer Baugrube in der Unterseite vorgesehene Einformungen
mit vorgefertigtem Füllmaterial, insbesondere Styropor, gefüllt, um die Stabilität
bzw. Erdstabilität zu erhöhen.
[0007] Aus
US 2002/0153380 A1 und
US 2004/0011786 A1 sind Kunststoff-Tanks, auch zum Erdeinbau, bekannt, die zur Aussteifung von der Oberseite
zur Unterseite frei durchgehende Durchgänge enthalten, die einstückig mit der Außenwand
eingeformt sind, und beim Einbauen des Tanks in die Baugrube mit Füllmaterial verfüllbar
sind. Der Tank ist ein monolithischer Rotationsformteil.
[0008] Ein aus
WO 2010/031117 A1 bekannter Tank aus Kunststoff, der rotationsgeformt sein kann, enthält die Kammer
durchsetzende Aussteifungsrohrstrukturen, die durchgängige Kanäle begrenzen und jeweils
einen verlorenen Formkern der Herstellungsform, z.B. ein Aluminiumrohr, in umformtem
Zustand enthalten. Die Durchgänge werden im Einbauzustand des Tanks häufig mit Füllmaterial
ausgefüllt.
[0009] Aus
US 4 609 106 A ist ein blasgeformter Kunststoffbehälter in monolithischer Bauweise bekannt, dessen
Außenwand von zwei gegenüberliegend eingeschobenen Formkernen zu lokalen kegelstumpfförmigen
Vertiefungen verformt ist, die mit ihren Bodenwänden aneinanderstoßen, miteinander
verschweißt sind, und in der Außenwand Öffnungen besitzen.
[0010] Die eingangs genannten Tanks können auch nach anderen Produktionsverfahren hergestellt
werden als durch Rotationsformen. Hierfür kommt z.B. Spritzgießen oder Blasformen
in Frage, wobei sowohl eine monolithische Ausbildung (bei kleineren Baugrößen) als
auch eine nachträglich aus Tankteilen gefügte Ausbildung möglich ist. Beim Spritzgießen
oder Blasformen lässt sich jedoch ein von der Oberseite zur Unterseite oder zwischen
beiden Seiten frei durchgehender Durchgang kaum umsetzen, sondern die jeweilige Vertiefung
endet verfahrensbedingt an einer Bodenwand, so dass bei zwei aufeinander ausgerichteten,
jeweils von der Ober- bzw. Unterseite ausgehenden Vertiefungen zwischen diesen die
beiden Bodenwände aneinanderliegen und gegebenenfalls miteinander verschweißt sind.
Diese Bodenwandstruktur könnte zwar nachträglich ausgeschnitten werden, um einen freien
Durchgang zu bilden. Dies bedeutet aber zusätzlichen Arbeitsaufwand und birgt die
Gefahr, durch das Ausschneiden eine Leckstelle oder potentielle Leckstellen freizulegen.
Aufgrund der Bodenwand der Vertiefung und des Fehlens eines durchgehenden Durchgangs
lässt sich beim Einbau eines solchen Tanks bisher die von der Unterseite ausgehende
Vertiefung nicht zuverlässig mit Füllmaterial ausfüllen. Allenfalls die von der Oberseite
ausgehende Vertiefung kann von oben bis zur Bodenwand mit Füllmaterial verfüllt werden.
Die Tatsache, dass zumindest jede von der Unterseite ausgehende Vertiefung nicht ordnungsgemäß
ausgefüllt werden kann, führt dazu, dass die gesamte Erd- und Verkehrslast auf dem
Tank einwirkt und nicht ins Erdreich abgetragen werden kann, sondern durch die Außenwand
selbst, auch in der unteren Vertiefung, aufgenommen werden muss. Auch der Innendruck
im gefüllten oder teilgefüllten Tank wirkt auf die unteren Vertiefungen und tendiert
dazu, diese unerwünscht einzubeulen oder Verformungen zu erzeugen, welche nach einer
gewissen Alterung des Kunststoffes zu Rissbildungen führen können.
[0011] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Tank der eingangs genannten Art zu
schaffen, bei dem verformungsbedingte Spätschäden des Tanks unabhängig von dessen
Bauweise für den Endverbraucher oder Monteur mit gesteigertem Komfort sowie kostengünstig
und mit einfacher Installation ausschließbar sind.
[0012] Die gestellte Aufgabe wird mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0013] Da der Kunststoff-Formteil als Lastaufnahmeelement zumindest die von der Unterseite
des Tanks ausgehende Vertiefung ausfüllt und verformungsstabil ausgebildet ist, werden
in der Vertiefung Spannungsspitzen und Verformungen ausgeschlossen, die zu einer späteren
Rissbildung führen könnten, da die Außenwand auch im Bereich der Vertiefung am Kunststoff-Formteil
abgestützt ist. Der Formteil wird vor dem Einsetzen des Tanks in die Baugrube oder
vor dem Aufsetzen auf ein Fundament (bei freier Aufstellung) eingepasst und sitzt
relativ fest in der Vertiefung, ehe er entweder vom Gewicht oder Erddruck in der Vertiefung
gesichert wird. Er kann sogar schon beim Hersteller eingepasst werden. Der Formteil
kann als Zubehörteil des Tanks hergestellt und in ausreichender oder gewünschter Anzahl
mitgeliefert oder getrennt beschafft werden, und dient bei bestimmungsgemäßem Einsatz,
unabhängig vom Herstellverfahren des Tanks, dessen Sicherheit gegen unerwünschte Verformungen
und Rissbildungen. Das Lastaufnahmeelement ist ein, vorzugsweise hohles, Gieß-, Rotations-,
Spritzgieß- oder Blasformteil aus Kunststoff. Der Formteil ist kostengünstig, einfach
installierbar und erfüllt seinen Zweck dauerhaft. Er ist so in die Vertiefung einpassbar,
dass er die Vertiefung zumindest im Wesentlichen passgenau ausfüllt und abstützt,
oder zumindest einen vorbestimmten Tiefenabschnitt der Vertiefung, in welchem Verformungen
und Rissbildungen zu befürchten sind. Im Falle eines rotationsgeformten Tanks mit
zwei aufeinander ausgerichteten Vertiefungen, die einen freien Durchgang begrenzen,
wird zumindest in die unterseitige Vertiefung ein Formteil eingepasst, der die Anforderungen
hinsichtlich der Lastabtragung gegebenenfalls besser und zuverlässiger erfüllt, als
verdichtetes Füllmaterial, dessen Verdichtung nicht exakt zu kontrollieren ist und/oder
zum Setzen und Bilden von Hohlräumen neigt. Bei spritzgieß- oder blasgeformten Tanks,
die formtechnisch bedingt keine freien Durchgänge, sondern zwischen den aufeinander
ausgerichteten Vertiefungen Bodenwände enthalten, wird in die unterseitige Vertiefung
ein Formteil eingepasst, was nicht ausschließt, auch in die oberseitige Vertiefung
einen Formteil einzupassen, so dass die zusätzliche Arbeit des Einfüllens und Verdichtens
von Füllmaterial entfällt, was den Komfort für den Endverbraucher oder Monteur steigert.
Dabei ist der Formteil mit Presspassung zumindest herausfallsicher in der Vertiefung
positioniert. Diese Presspassung resultiert z. B. aus der Abstimmung der Außenform
des Lastaufnahmeelementes auf die Innenform der Vertiefung oder eines vorbestimmten
Tiefenabschnittes der Vertiefung und stellt sicher, dass bei angehobenem Tank Formteil
nicht mehr herausfällt, während der Tank in die Baugrube oder auf das Fundament abgesenkt
wird. Bei einem Tank mit von der einbauseitigen Oberseite und der Unterseite ausgehenden
Vertiefungen, die sich mit ihren Bodenwänden treffen, ist zumindest in die von der
Unterseite ausgehende Vertiefung ein Formteil eingepasst. Der Formteil kann beim Einbau
des Tanks vor Ort eingepasst werden, oder gegebenenfalls bereits beim Hersteller des
Tanks und dann z.B. sogar dauerhaft gesichert in der Vertiefung festgelegt sein.
[0014] Zweckmäßige Ausführungsformen gehen aus den Unteransprüchen hervor.
[0015] Anhand der Zeichnungen werden Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes in Verbindung
mit Stand der Technik erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen schematischen Vertikalschnitt eines ins Erdreich eingebauten Tanks aus Kunststoff,
z.B. zur Regenwassernutzung (Stand der Technik),
- Fig. 2
- einen Tank entsprechend Fig. 1 in erfindungsgemäßer Ausbildung unter Verwendung wenigstens
einer Einbauvorrichtung in Form eines Lastaufnahmeelementes,
- Fig. 3
- einen Vertikalschnitt einer anderen Ausführungsform eines Tanks als Stand der Technik,
- Fig. 4
- den Tank von Fig. 3 bei herkömmlicher Einbauweise,
- Fig. 5
- den Tank entsprechend Fig. 3 und 4 in erfindungsgemäßer Ausbildung mit wenigstens
einer als Lastaufnahmeelement ausgebildeten, eingepassten Einbauvorrichtung,
- Fig. 6
- eine Perspektivansicht einer Einbauvorrichtung,
- Fig. 7
- eine Perspektivansicht einer anderen Ausführungsform einer Einbauvorrichtung für Kunststoff-Tanks
etwa der Ausführungsformen der Fig. 1 bis Fig. 5, und
- Fig. 8
- perspektivisch einen Lastaufnahmeelementen-Block als Detailvariante für einen Tank
mit ineinander verschnittenen Vertiefungen.
[0016] Fig. 1 verdeutlicht den Stand der Technik eines Tanks T aus Kunststoff in einer Einbausituation
im Erdreich 2 in einer nachträglich verfüllten Baugrube 1. Der Tank T ist beispielsweise
rotationsgeformt und weist eine Außenwand 3 auf, die sich in monolithischer Bauweise
von einer einbauseitigen Oberseite O zu einer Unterseite U erstreckt, und in der mindestens
eine von einer freien Öffnung 13 an der Ober- oder Unterseite ausgehende mit einer
Entformungsschräge sich verjüngende Vertiefung 4a, 4b geformt ist. In der gezeigten
Ausführungsform sind jeweils zwei Vertiefungen 4a, 4b aufeinander ausgerichtet und
in einem Taillenbereich ineinander übergeführt, so dass ein von der Oberseite O zur
Unterseite U durchgehender freier Durchgang 5 gebildet ist, der eine von der Außenwand
3 begrenzte Kammer K zur Gänze durchsetzt. Die Wandstärke in den Vertiefungen 4a,
4b kann ähnlich oder gleich der Wandstärke der Außenwand 3 an der Ober- bzw. Unterseite
O, U gewählt sein. Aus formentechnischen Gründen kann ein umlaufender Flansch 11 vorgesehen
sein (Option).
[0017] In der Oberseite O ist benachbart zu einer Vertiefung 4a eine Öffnung 6 vorgesehen,
in die ein Aufsatzteil 7 eingesetzt ist, dessen Öffnung 8 beispielsweise auf dem Bodenniveau
9 liegt. Der Tank T ist auf die Sohle der Baugrube 1 gesetzt und, wie dies Stand der
Technik ist, allseits vom Erdreich 2 umgeben. Auch die Durchgänge 5 sind mit Erdreich
2a, 2b (oder einem anderen Füllmaterial wie Kies oder dgl.) ausgefüllt, wobei, zweckmäßig,
das Füllmaterial verdichtet ist und die Durchgänge 5 zumindest einigermaßen ausfüllt.
Jede Vertiefung 4a, 4b kann kegelstumpf- oder pyramidenstumpfförmig sein und hat eine
freie Öffnung 13 an der Ober- bzw. Unterseite O, U. Das Bodenniveau 9 ist zumindest
begehbar, oder bei bestimmten Tankarten sogar befahrbar. Als Einbauvorrichtungen zum
Einbauen des Tanks T können Spaten und gegebenenfalls ein Hebezeug und/oder ein Stampfer
oder Rüttler verwendet werden.
[0018] Alternativ könnte der Tank T auch nur zum Teil versenkt oder auf ein Fundament freistehend
installiert sein, wobei, zweckmäßig, die Durchgänge 5 ebenfalls mit verdichtetem Füllmaterial
ausgefüllt sein können.
[0019] In Fig. 2 sind beispielsweise im linken Durchgang 5 eines dem Tank T von Fig. 1 ähnlichen
Kunststoff-Tanks T ein oberes und ein unteres Lastaufnahmeelement A durch die Öffnungen
13 von oben und von unten eingesetzt und eingepasst, die gegebenenfalls in Einsetzrichtung
mit geringem Abstand benachbart sind oder aneinanderstoßen. Jedes Lastaufnahmeelement
A ist, zweckmäßig, allseits geschlossen, so hoch wie die Vertiefung 4a, 4b tief ist,
und stützt die Wand in der Vertiefung 4a, 4b ab. In dem in Fig. 2 rechten Durchgang
ist z.B. nur von der Unterseite U her ein Lastaufnahmeelement A in die Vertiefung
4b eingepasst, während die obere Vertiefung 4a beispielsweise mit Erdreich 2a oder
Füllmaterial ausgefüllt ist. Durch den Taillenbereich zwischen den Vertiefungen 4a,
4b ist nämlich das Ausfüllen und ordnungsgemäße Verdichten von Füllmaterial wie in
Fig. 1 in der unteren Vertiefung 4b mangels Einblick schwierig oder kann verdichtetes
Füllmaterial sich nachträglich setzen und Hohlräume freigeben, in denen in der Vertiefung
4b Verformungen oder Rissbildungen auftreten können.
[0020] Das jeweilige Lastaufnahmeelement A kann allseits geschlossene Außenwände 10 aufweisen,
oder mit Füllmaterial 11 gefüllt sein, und ist ein vom Tank T separat gieß-, rotations-,
spritzgieß- oder blasgeformter Kunststoff-Formteil. Seine Außenform ist der Innenform
und gegebenenfalls -Größe der jeweiligen Vertiefung 4a, 4b des Tanks T angepasst.
[0021] Fig. 3 verdeutlicht eine andere Ausführungsform eines Tanks T aus Kunststoff, der
beispielsweise monolithisch spritzgieß- oder blasgeformt ist, oder aus spritzgieß-
oder blasgeformten Tankteilen 21, 22 im Bereich des Flansches 11 gefügt ist. Herstellungsbedingt
weist jede Vertiefung 4a, 4b eine Bodenwand 12 auf, so dass die zwei aufeinander ausgerichteten
Vertiefungen 4a, 4b mit ihren Bodenwänden 12 gegebenenfalls aneinanderstoßen, die
gegebenenfalls miteinander verschweißt oder verschraubt sind. Demzufolge entsteht
kein freier Durchgang 5, wie in dem Tank T der Fig. 1 und Fig. 2, sondern bilden die
beiden Vertiefungen 4a, 4b durch die Bodenwände 12 voneinander separierte Hohlräume
5a, 5b.
[0022] Es liegt auf der Hand, dass bei Einbau des Tanks T von Fig. 3 ins Erdreich die Hohlräume
5b von unten her nicht zuverlässig mit Füllmaterial oder Erdreich ausgefüllt werden
können, um die Wand im Bereich der Vertiefung 4b zuverlässig abzustützen und Lasten
abtragen zu können (Fig. 4).
[0023] Wie Fig. 4 zeigt, bleiben nach Einbau des Tanks T von Fig. 3 ins Erdreich 2 die unteren
Hohlräume 5b weitestgehend leer, so dass dort, wie bei 15 angedeutet, Verkehrslasten
oder der Innendruck bzw. der Erddruck zu Verformungen führen können, wodurch mit zunehmender
Alterung des Tanks bei 14 Rissbildungen entstehen können. Die oberen Hohlräume 5a
(Stand der Technik) sind gegebenenfalls mit Erdreich 2a oder anderem Füllmaterial
ausgefüllt, das verdichtet sein kann, um zumindest die Vertiefungen 4a zu stabilisieren.
[0024] Um den nachteiligen Verformungen 15 bzw. Rissbildungen 14, wie in Fig. 4 gezeigt,
entgegnen zu können, ist deshalb gemäß Fig. 5 bei dem Tank der Fig. 3 zumindest jeder
an der Unterseite U offene Hohlraum 5b in der Vertiefung 4b mit einer Einbauvorrichtung
V in Form eines Lastaufnahmeelementes A ausgefüllt. Das Lastaufnahmeelement A ist
ähnlich ausgebildet wie anhand Fig. 2 erläutert, d.h. ist separat vom Tank T verformungsstabil
gefertigt und in die Vertiefung 4b eingepasst, derart, dass die Vertiefung 4b zumindest
im Wesentlichen ausgefüllt ist, oder zumindest ein vorbestimmter Tiefenabschnitt der
Vertiefung 4b, ausgehend von der unteren Öffnung 13, ausgefüllt ist. Die Außenform
des Lastaufnahmeelementes A entspricht auch hier der Innenform der Vertiefung 4b.
Das Lastaufnahmeelement A kann mit einer Presspassung positioniert sein, und wird
entweder vor Ort beim Einbau des Tanks eingepasst oder bereits vom Hersteller eingepasst
und gegebenenfalls dauerhaft festgelegt (Verschweißen, Heften, Kleben, Verrasten,
etc.). Dank des eingepassten Lastaufnahmeelementes A widersteht die Wand im Bereich
der Vertiefung 4b besser vom Innendruck und/oder Verkehrslasten ausgeübten Kräften
in Richtung des Pfeiles 16 bzw. wird sie von in Richtung des Pfeiles 17 wirkenden
Kräften, beispielsweise auf dem Erdreich, freigestellt. Zweckmäßig wird vor allem
die Wand der Vertiefung z.B. 4b vom eingesetzten Lastaufnahmeelement stabilisiert.
[0025] Wie erwähnt, wird in Fig. 5 zumindest jede unterseitige Vertiefung 4b mit einem Lastaufnahmeelement
A ausgefüllt. Die oberen Vertiefungen 4a können hingegen mit Erdreich 2a oder Füllmaterial
ausgefüllt sein. Allerdings ist es auch möglich, wie in Fig. 5 links angedeutet, auch
in jede oder zumindest eine obere Vertiefung 4a ein passendes Lastaufnahmeelement
A einzusetzen.
[0026] Die Fig. 6 und Fig. 7 zeigen Perspektivansichten solcher als Einbauvorrichtungen
V verwendbarer Lastaufnahmeelemente A. Abhängig von der Form der jeweiligen Vertiefung
4a, 4b, die üblicherweise mit einer Entformungsschräge sich einwärts verjüngend entweder
kegelstumpf- oder pyramidenstumpfförmig sein kann, ist auch die Außenform des jeweiligen
Lastaufnahmeelementes A in den Fig. 6 und 7 der Innenform der Vertiefung angepasst
als Kegelstumpf oder Pyramidenstumpf ausgebildet. In den Fig. 6 und 7 sind die Lastaufnahmeelemente
A allseits geschlossen (Deckwand 18, Bodenwand 20, Mantelwand 19 beim Kegelstumpf;
Deckwand 18', Mantelwände 19', Bodenwand 20' beim Pyramidenstumpf in Fig. 7), obwohl
durchaus zumindest eine Öffnung eingeformt sein könnte, die den lastabtragenden Eigenschaften
des Lastaufnahmeelementes nicht abträglich ist.
[0027] Es ist denkbar, bei der Herstellung des Tanks unabhängig vom Herstellungsverfahren,
beispielsweise im Bereich der Öffnung 13, eine Art Rastnase anzuformen, an der dann
später das eingesetzte Lastaufnahmeelement verriegelt wird. Alternativ, z.B. für das
Handling und/oder den Transport und/oder den Einbau des Tanks T, kann das Lastaufnahmeelement
A mit dem Tank T verschweißt, daran angeheftet oder verklebt sein.
[0028] Fig. 8 zeigt perspektivisch einen Lastaufnahmeelementen-Block B (einstückig oder
gefügt) als Einbauvorrichtung V, z.B. für einen Tank (nicht gezeigt), der in seiner
Außenwand z.B. ausgehend von der Unterseite mehrere (hier z.B. vier) eng benachbarte
und miteinander verschnittene Vertiefungen 4b, 4a aufweist. Der Block B umfasst sozusagen
vier Lastaufnahmeelemente A, die in Verbindungsbereichen 21 verbunden sind und zwei
unterschiedlich geformte Oberseiten 18, 18' aufweisen können, z.B. entsprechend den
Vertiefungen des Tanks. Zwischen den Bodenwänden 12 der Oberseiten 18, 18' sind aussteifende
rinnenförmige Übergänge 22, gegebenenfalls sogar mit eingeformten Rippen oder Stegen
23 geformt. Wichtig ist, dass der eingesetzte Block B mit seiner Außenseite 10 zumindest
die Wände in den Vertiefungen des Tanks stabil abstützt.
1. Tank (T) aus Kunststoff, insbesondere zur Regenwassernutzung, mit einer wenigstens
eine Kammer (K) begrenzenden Außenwand (3) und in die Außenwand (3) mit einer Entformungsschräge
eingeformten, aufeinander ausgerichteten Aussteifungsvertiefungen (4a, 4b), deren
jede sich ausgehend von einer freien Öffnung (13) in einer einbauseitigen Ober-und
einer Unterseite (O, U) des Tanks (T) zu einem Taillenbereich erstreckt, wobei zumindest
eine Vertiefung (4b, 4a) ein eingepasstes verformungsstabiles Lastaufnahmeelement
(A) enthält, das eine der Innenform der Vertiefung (4a, 4b) angepasste Außenform hat,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefungen (4a, 4b) kegel- oder pyramidenstumpfförmig sind und entweder einen
die Kammer (K) zur Gänze durchsetzenden Durchgang (5) oder im Taillenbereich durch
Bodenwände (12) separierte Hohlräume (5a, 5b) bilden, und dass zumindest in die von
der Unterseite (U) ausgehende Vertiefung (4b) als Lastaufnahmeelement (A) ein aus
Kunststoff durch Gießen, Spritzgießen, Blasformen hergestellter Formteil eingesetzt
ist, der die Vertiefung (4a, 4b) bis zum Taillenbereich oder innerhalb eines vorbestimmten
tiefen Abschnitts der Vertiefung ausfüllt und zumindest herausfallsicher durch Presspassung
oder dauerhaft gesichert durch Verschweißen, Heften, Kleben oder Verrasten festgelegt
ist.
2. Tank nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der das Lastaufnahmeelement (A) bildende Formteil hohl, teilgefüllt oder vollständig
gefüllt ist.
3. Tank nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auch in zumindest eine von der Oberseite (O) ausgehende Vertiefung (4a) ein Kunststoff-Formteil
als Lastaufnahmeelement (A) eingepasst ist.
4. Tank nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Tank (T) in der Außenwand (3) mehrere benachbarte und miteinander verschnittene
Vertiefungen (4a, 4b) aufweist, und dass die in die Vertiefungen (4a, 4b) eingepassten
Lastaufnahmeelemente (A) einen einstückigen oder gefügten Lastaufnahmeelementen-Block
(B) bilden.
1. Tank (T) made of plastic material, in particular for the utilization of rain water,
comprising an outer wall (3) defining at least one chamber (K), and stiffening recesses
(4a, 4b) which are aligned with each other and are formed with a draft angle, each
stiffening recess extending from a free opening (13) in an upper-side (4a) at the
tank installation top side and a lower side (O, U) of the tank (T) to a waist region,
wherein at least one of the stiffening recesses (4b, 4a) is containing a fitted-in
deformation stable load bearing element (A) having an outer form which is fitting
to the inner form of the stiffening recesses (4a, 4b), characterized in that the stiffening recesses (4a, 4b) are frustoconical or frustopyramidal and define
either a passage (5) penetrating the chamber (K) entirely or cavities (5a, 5b) separated
in the waist region by bottom walls (12), and that at least into the stiffening recess
(4b) extending from the lower side (U) as the load bearing element (A) a shaped part
manufactured from plastic material by casting, injection molding, blow forming this
inserted, which fills the stiffening recess (4a, 4b) up to the waist region or within
a section of predetermined depth of the stiffening recess and which is secured at
least by a press fit against falling out or permanently by welding, bonding, gluing
or latching.
2. Tank according to claim 1, characterized in that the shaped part forming the load bearing element (A) is hollow, partly filled or
completely filled.
3. Tank according to claim 1, characterized in that a shaped part made of plastic material also is inserted as a load bearing element
(A) into at least one stiffening recess (4a) extending from the upper side (O).
4. Tank according to at least one of the preceding claims, characterized in that the tank (T) comprises several adjacent blended stiffening recesses (4a, 4b) in the
outer wall (3), and that the load bearing elements (A) fitted into several stiffening
recesses (4a, 4b) form a unitary or combined load bearing element-block (B).
1. Réservoir (T) en matière plastique, en particulier pour l'utilisation d'eau de pluie,
avec au moins une paroi externe (3) qui délimite une chambre (K) et avec des renfoncements
de raidissement (4a, 4b) se faisant face dans la paroi externe (3), formés avec un
angle de démoulage, qui s'étendent chacun depuis une ouverture libre (13) dans une
face supérieure et inférieure (O, U) du réservoir (T) côté assemblage vers une zone
de ceinture, dans lequel au moins un renfoncement (4b, 4a) comporte un élément de
reprise de charge (A) approprié résistant à la déformation qui présente une forme
externe adaptée à la forme interne du renfoncement (4a, 4b), caractérisé en ce que les renfoncements (4a, 4b) sont de forme conique ou pyramidale et constituent soit
un passage (5) qui traverse entièrement la chambre (K), soit des cavités (5a, 5b)
séparées par des parois de fond (12) dans la zone de ceinture, et en ce qu'une préforme fabriquée en matière plastique par moulage, injection ou soufflage est
utilisée au moins dans le renfoncement (4b) sortant de la face inférieure comme élément
de reprise de charge (A), ladite préforme occupant le renfoncement (4a, 4b) jusqu'à
la zone de ceinture ou dans une section du renfoncement de profondeur prédéterminée,
et étant fixée, pour au moins éviter une chute, par serrage ou par une fixation durable
via soudage par cordon, soudage par points, collage ou encastrement.
2. Réservoir selon la revendication 1, caractérisé en ce que la préforme qui constitue l'élément de reprise de charge (A) est creuse, partiellement
pleine ou entièrement pleine.
3. Réservoir selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une préforme en matière plastique est insérée comme élément de reprise de charge (A)
dans au moins un renfoncement (4a) partant de la face supérieure (O).
4. Réservoir selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le réservoir (T) comporte dans la paroi externe (3) une pluralité de renfoncements
(4a, 4b) adjacents et entrecoupés, et en ce que les éléments de reprise de charge (A) insérés dans les renfoncements (4a, 4b) constituent
un bloc d'éléments de reprise de charge (B) d'une seule pièce ou assemblé.