[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Haushaltsgerätebaureihe gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1, sowie ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
10.
[0002] Aus der
DE 100 54 953 B4 ist ein Grundlayout und seine Verwendung für eine Bedienund Anzeigeeinheit einer
Kochmulde bekannt. Ein Bedien- und Anzeigefeld weist dabei sechs Selektionspositionen
in einer Anordnung von zwei Reihen zu je drei spaltenweise gruppierten Positionen
auf. Diese Selektionspositionen dienen zur Ausbildung von Auswahlelementen zur Selektion
einzelner Kochstellen auf dem Kochfeld der Kochmulde. Das Grundlayout weist ferner
eine Optionsposition zur Ausbildung eines weiteren Auswahlelements oder eines Einstellelements
zur Vornahme von Betriebseinstellungen auf.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den genannten Stand der Technik zu verbessern.
[0004] Diese Aufgabe wird durch eine Haushaltsgerätebaureihe mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst. Des Weiteren wird die Aufgabe durch ein Verfahren zum Herstellen unterschiedlich
zu bedienender Haushaltsgeräte mit den Merkmalen des Patentanspruchs 10 gelöst.
[0005] Gemäß dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 sind zur Werteeinstellung eines
Betriebsparameters der Haushaltsgeräte einer festen Gruppe von Berührsensoren jeweils
unterschiedliche Auswertealgorithmen zuweisbar. Dadurch ist es möglich, trotz eines
identischen Platinenlayouts Bedieneinheiten zu erzeugen, die mittels unterschiedlicher
Bedienmethoden durch den jeweiligen Benutzer der Haushaltsgeräte zu bedienen sind.
Die einzelnen Bedieneinheiten unterscheiden sich in der Art ihrer Bedienung, bzw.
in ihrer Bedienlogik. Das identische Platinenlayout ermöglicht eine preisgünstige
Herstellung der unterschiedlichen Bedieneinheiten, da diese beispielsweise mittels
eines Baukastensystems einfach erstellt werden können und je nach gewünschtem Differnzierungsgrad
neben den unterschiedlichen Auswertealgorithmen zusätzlich eine unterschiedliche Bestückung
aufweisen können. Bevorzugt ist zumindest ein gemeinsamer Betriebsparameter, wie z.
B. eine Leisungsstufe, in den unterschiedlichen Haushaltsgeräten der Haushaltsgerätebaureihe
mittels der unterschiedlichen Bedienmethoden veränderbar. Die Anzahl der zu der festen
Gruppe von Berührsensoren gehörenden Berührsensoren kann je nach Bedienmethode unterschiedlich
sein. Die feste Gruppe von Berührsensoren wird innerhalb eines im Platinenlayout festgelegten,
zusammenhängenden Bestückungsfeldes durch eine der gewünschten Bedienmethode entsprechende
Bestückung mit Berührsensoren erzeugt. Insbesondere umfasst die feste Gruppe von Berührsensoren
mindestens zwei Berührsensoren, die bei allen Bedieneinheiten gleich bestückt sind.
Der festen Gruppe von Berührsensoren wird durch eine Steuereinheit ein Auswertealgorithmus
zugeordnet. Nicht benötigte Berührsensoren innerhalb des Bestückungsfeldes unterliegen
nicht dem Auswertealgorithmus und ihnen kann bei Bedarf eine andere Funktion zugewiesen
werden. Unter unterschiedlichen Auswertealgorithmen wird dabei verstanden, dass für
die Werteeinstellung des Betriebsparameters zumindest die Signale zweier Berührsensoren
durch die Steuereinheit erfasst werden, wobei die Signale je nach Bedieneinheit unterschiedlich
ausgewertet werden. Ein gleicher Bewegungsablauf eines Fingers eines Benutzers der
Haushaltsgeräte über der Gruppe von Berührsensoren bewirkt je nach verwendetem Auswertealgorithmus
in der Regel eine andere Einstellung des Betriebsparameters. Dadurch ergibt sich für
jede der einzelnen Bedieneinheiten eine unterschiedlich zu handhabende Werteeinstellung
eines Betriebsparameters. Die Werteeinstellung der unterschiedlichen Bedieneinheiten
folgt unterschiedlichen Bedienlogiken.
[0006] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung umfasst ein Auswertealgorithmus eine Slide-Bedienung.
Die Werteeinstellung des Betriebsparameters erfolgt dabei durch Überstreichen mehrerer
Berührsensoren mittels eines Fingers des Benutzers des Haushaltsgerätes. Der Auswertealgorithmus
der Slide-Bedienung kann beispielsweise derart ausgebildet sein, dass bei einem Überstreichen
in eine Richtung der Wert des Betriebsparameters schrittweise erhöht und bei einem
Überstreichen in die andere Richtung dieser schrittweise erniedrigt wird. Ein einmaliges
Überstreichen bis zur letzten Sensorposition bewirkt dabei die Maximaleinstellung
für den Betriebsparameter. Der Auswertealgorithmus für die Slide-Bedienung kann beispielsweise
auch die absolute Fingerposition bestimmen und bei Aufsetzen des Fingers einen Betriebsparameterwert
als Startwert vorgeben, der der Position des Fingers relativ zur Anordnung der Gruppe
von Berührsensoren entspricht. Der Auswertealgorithmus kann aber auch derart ausgestaltet
sein, dass bis zum Erreichen eines Endwertes des Betriebsparameters ein mehrfaches
Überstreichen der Berührsensoren erforderlich ist. Der Auswertealgorithmus kann beispielsweise
auch Berührpositionen zwischen den Berührsensoren ermitteln und zur Werteerhöhung
heranziehen.
[0007] Bevorzugt ist es, wenn ein Auswertealgorithmus eine Scroll-Bedienung umfasst. Ein
Überstreichen der Berührsensoren bewirkt dabei eine schrittweise Änderung des Betriebsparameters,
wobei sich die schrittweise Änderung des Betriebsparameters auch nach Überstreichen
der Berührsensoren mit stetig abnehmender Geschwindigkeit in einer Nachlaufzeit fortsetzt.
Dies entspricht einem Drehrad zur Werteverstellung, welches durch kurzes Anschieben
in eine Drehbewegung versetzt wird, und aufgrund seiner Masse weiterläuft, bis es
schließlich nach einiger Zeit zum Stillstand kommt. Die Geschwindigkeit einer Werteänderung
des Betriebsparameters ist bevorzugt von einer Überstreichgeschwindigkeit der Berührsensoren
abhängig. Dies kann auch für die Dauer der Nachlaufzeit zutreffen. Je nach Richtung
der Überstreichbewegung kann ein aktueller Betriebsparameterwert erhöht oder erniedrigt
werden. Beispielsweise bewirkt ein Überstreichen der Sensoren von links nach rechts
eine Erhöhung des Betriebsparameterwertes und im Gegenzug ein Überstreichen von rechts
nach links eine Erniedrigung des Betriebsparameterwertes. Dabei ist es nicht zwingend
erforderlich, dass alle Berührsensoren überstrichen werden. Auch bei Überstreichen
nur eines Teils der Berührsensoren wird unter Auswertung von Überstreichgeschwindigkeit
und Überstreichrichtung eine entsprechende Änderung des Betriebsparameterwertes veranlasst.
[0008] Vorzugsweise umfasst ein Auswertealgorithmus eine Up-/Down-Bedienung. Eine derartige
Up-/Down-Bedienung kann beispielsweise durch zwei Berührsensoren, die die feste Gruppe
von Berührsensoren bilden, umgesetzt werden. Dabei entspricht beispielsweise ein Berührsensor
einem Plus-Berührfeld und der andere Berührsensor einem Minus-Berührfeld auf einem
Bedienfeld des Haushaltsgerätes. Die Berührung des Plus-Berührfeldes bewirkt eine
Erhöhung des Betriebsparameterwertes und entsprechend eine Berührung des Minus-Berührfeldes
eine Erniedrigung des Betriebsparameterwertes. Zur Erhöhung bzw. Erniedrigung des
Betriebsparameterwertes können jeweils auch mehrere Berührsensoren eingesetzt werden,
die dann beispielsweise ein langgestrecktes Plus-Berührfeld, sowie ein langgestrecktes
Minus-Berührfeld bilden. Beispielsweise können dabei zwei Berührsensoren für das Plus-Berührfeld
und zwei Berührsensoren für das Minus-Berührfeld eingesetzt werden. Mittels eines
entsprechenden Auswertealgorithmus ist es auch möglich, eine beliebige Position zwischen
den beiden Berührsensoren als ein kreisförmiges Berührfeld zu definieren, das durch
eine entsprechende Bedruckung auf dem Bedienfeld des Haushaltsgerätes für einen Benutzer
z.B. als Plus-Berührfeld erkennbar ist. Die für den Benutzer sichtbaren Berührfelder
können somit bezüglich Ihres Zentrums seitlich versetzt zu den bestückten Berührsensoren
angeordnet sein. Eine derartige Up-/Down-Bedienung, bzw. Plus-/Minus-Bedienung wird
insbesondere für preisgünstigere Geräte der Haushaltsgerätebaureihe eingesetzt.
[0009] In einer weiteren Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass ein Auswertealgorithmus
eine Direktwahl-Bedienung umfasst. Dabei bilden beispielsweise zehn Berührsensoren
die feste Gruppe von Berührsensoren. Eine Berührung eines Berührsensors, bzw. eines
zugeordneten Berührfeldes wird derart ausgewertet, dass sie einem Einstellwert z.B.
einer Leistungsstufe von Null bis Neun entspricht. Jedem Berührsensor ist dabei eine
diskrete Leistungsstufe zugeordnet. Die Leistungsstufe ist durch Aktivieren bzw. Antippen
der Berührsensoren, bzw. der zugeordneten Berührfelder direkt wählbar. Insbesondere
ist es vorgesehen, dass der Auswertealgorithmus eine Berührpositionen zwischen den
Berührsensoren erkennt und somit mehr Betriebsparameterabstufungen wählbar sind, als
zur festen Gruppe von Berührsensoren gehörende Berührsensoren bestückt sind. Mittels
der 10 Berührsensoren sind somit beispielsweise ohne Null-Position 18 Leistungsstufen
einstellbar, die für den Benutzer des Haushaltsgerätes durch eine entsprechende Bedruckung
auf dem Bedienfeld des Haushaltsgerätes dargestellt werden. Eine derartige Werteeinstellung
des Betriebsparameters ist komfortabel in der Bedienung und wird bevorzugt bei hochpreisigen
Geräten der Haushaltsgerätebaureihe eingesetzt.
[0010] Indem die Gruppe von Berührsensoren in einer gradlinigen Reihe positioniert ist,
wird für die Benutzer der Haushaltsgeräte der Haushaltsgerätebaureihe ein für alle
Auswertealgorithmen ergonomisch günstiger Bewegungsablauf zur Werteeinstellung des
Betriebsparameters ermöglicht.
[0011] Durch eine ringförmige Anordnung der Gruppe von Berührsensoren ist eine platzsparende
Anordnung, sowie die Erzeugung optisch ansprechender Bedieneinheiten ermöglicht. Eine
ringförmige Anordnung ermöglicht zudem eine innerhalb des Rings angeordnete Anzeigeeinheit,
die für den Benutzer des Haushaltsgerätes einen direkten Bezug zu den Berührsensoren
herstellt.
[0012] In einer weiteren Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass die der festen Gruppe zugehörigen
Berührsensoren jeweils gleiche Abstände zueinander aufweisen. Dies ermöglicht die
Ausbildung optisch ansprechender Bedieneinheiten, sowie eine hohe Variabilität bezüglich
der Verwendung unterschiedlicher Auswertealgorithmen. Beispielsweise ist es möglich,
unterschiedlich komfortable Bedieneinheiten bezüglich einer Slide-Bedienung zu erzeugen.
Bei einer preisgünstigeren Bedieneinheit kann dabei nur jede zweite Position des Bestückungsfeldes
mit einem Berührsensor bestückt werden, und somit ein weniger fein auflösendes Slide-Bedienfeld
geschaffen werden.
[0013] Für eine möglichst flexible Ausgestaltung der unterschiedlichen Bedieneinheiten ist
es bevorzugt, dass zur Erstellung der festen Gruppe von Berührsensoren mehr als fünf
bestückbare Positionen im Platinenlayout vorgesehen sind. Besonders bevorzugt ist
dabei, wenn die Gruppe von Berührsensoren mindestens zehn bestückbare Positionen im
Platinenlayout umfasst. Dadurch ergeben sich insbesondere Vorteile für eine Slide-Bedienung,
bzw. für eine Direktwahl-Bedienung bezüglich einer höheren Auflösung.
[0014] Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Herstellen unterschiedlich
zu bedienender Haushaltsgeräte, wobei zur Differenzierung in der Bedienung einer festgelegten
Gruppe von Berührsensoren jeweils unterschiedliche Auswertealgorithmen zugewiesen
werden.
[0015] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren. Es zeigen:
- Fig. 1
- Ein Platinenlayout einer Haushaltsgerätebaureihe zur Ausbildung unterschiedlicher
Bedieneinheiten;
- Fig. 2
- eine für eine Direktwahl-Bedienung bestückte Platine;
- Fig. 3
- eine für Slide-Bedienung bestückte Platine;
- Fig. 4
- eine für Up-/Down-Bedienung bestückte Platine und
- Fig. 5
- eine für Scroll-Bedienung bestückte Platine.
[0016] Das in Fig. 1 gezeigte, vereinfacht dargestellte Platinenlayout 2 einer Kochfeldbaureihe
weist eine Platine 4 mit Bestückungspositionen 6a'- 6f' für Berührsensoren 6a - 6f
(in Fig. 1 nicht gezeigt), sowie Bestückungspositionen 8a'-8e' für Anzeigen 8a - 8e
(in Fig. 1 nicht gezeigt) auf. Ein Bestückungsfeld 9 ist mittig an einem unteren Rand
der Platine 4 angeordnet. Innerhalb des Bestückungsfeldes 9 sind die einer festen
Gruppe von Berührsensoren 10 (in Fig. 1 nicht gezeigt) zuordenbaren 12 Bestückungspositionen
10' angeordnet. Eine Bestückungsposition 10' besteht dabei aus einer kreisförmigen
Fläche, die mit Leiterbahnen durchzogen ist und dadurch als Sensorfläche wirkt. Zur
Erzeugung eines Berührsensors wird ein Leitgummi aufgeklebt, welcher eine leitfähige
Verbindung zwischen der Sensorfläche und der Unterseite einer Kochfeldplatte aus Glaskeramik
(nicht gezeigt) herstellt. Ein Berührfeld des Berührsensors ergibt sich dadurch auf
der für den Benutzer des Kochfeldes zugänglichen Oberseite der Kochfeldplatte. Die
Berührfelder sind durch eine entsprechende Bedruckung an der Oberseite der Kochfeldplatte
gekennzeichnet. Zusätzlich werden für jeden Berührsensor nahe der jeweiligen Bestückungsposition
10' elektronische Bauelemente (nicht gezeigt) aufgelötet. Die Bestückungspositionen
10' und dementsprechend die Berührsensoren 10 weisen jeweils einen gleichen Abstand
a zueinander auf und sind elektrisch mit einer Steuereinheit (nicht gezeigt) verbunden.
Die Steuereinheit weist einen Mikrocontroller auf, welcher der Gruppe von Berührsensoren
10 je nach Bedieneinheit unterschiedliche Auswertealgorithmen zuweist. Das Platinenlayout
2 umfasst zudem weitere Bestückungspositionen für elektronische Bauelemente, sowie
Leiterbahnen, die in der Fig. 1 nicht dargestellt sind. Das Platinenlayout 2 ermöglicht
unterschiedliche Bestückungsvarianten der Platine 4, die in die unterschiedlichen
Bedieneinheiten der Kochfeldbaureihe eingesetzt werden. Die Kochfeldbaureihe umfasst
dadurch Kochfelder, dessen Bedienung unterschiedlichen Bedienkonzepten zugrunde liegt.
Die Berührsensoren arbeiten auf kapazitiver Basis. Optional sind auch andere Sensorarten,
wie z.B. optische Sensoren verwendbar.
[0017] Die Kochfelder der Kochfeldbaureihe weisen jeweils vier Kochzonen auf, von denen
die linke hintere durch den Berührsensor 6a (Fig. 2) aktivierbar ist und eine eingestellte
Leistungsstufe in der Anzeige 8a angezeigt wird. Entsprechend sind Berührsensor 6b
und Anzeige 8b für die hintere rechte Kochzone vorgesehen. Die vordere linke Kochzone
ist verknüpft mit dem Berührsensor 6c und der Anzeige 8c. Für die rechte vordere Kochzone
sind der Berührsensor 6d sowie die Anzeige 8d vorgesehen. Eine Leistungseinstellung
der über die Berührsensoren 6a bis 6d gewählten Kochzone erfolgt über die Gruppe von
Berührsensoren 10. Ein zusätzlicher, auf der Platine 4 angeordneter Berührsensor 6e
ist zur Aktivierung eines Timer-Betriebes ausgebildet, dessen Wert ebenfalls über
die Gruppe von Berührsensoren 10 einstellbar ist. Eine entsprechende Anzeige 8e zeigt
den aktuellen Timer-Wert als Count-Down an. Links neben der Gruppe von Berührsensoren
10 ist ein weiterer Berührsensor 6f angeordnet, der zum Ein- bzw. Ausschalten des
entsprechenden Kochfeldes vorgesehen ist. Das Platinenlayout 2 selbst ist für alle
Bedieneinheiten gleich. Erst durch die Verwendung unterschiedlicher Auswertealgorithmen
und durch unterschiedliche Bestückung der Platine 4 ergeben sich unterschiedliche
Bedieneinheiten. Um eine größere Variantenvielfalt der unterschiedlichen Bedieneinheiten
vorzusehen, sind Alternativpositionen (nicht gezeigt) für die Berührsensoren 6a bis
6f, sowie für die Anzeigen 8a bis 8d auf dem Platinenlayout vorgesehen.
[0018] Eine erste Bestückung der Platine 4 für eine von vier unterschiedlichen Bedieneinheiten,
die über das gemeinsame Platinenlayout 2 erzeugbar sind, zeigt Fig. 2. Diese Bedieneinheit
ermöglicht eine Direktwahl-Bedienung, bei der die einzelnen Werte des Betriebsparameters
direkt anwählbar sind. Innerhalb des Bestückungsfeldes 9, das insgesamt zwölf Bestückungspositionen
10' umfasst, werden zehn Bestückungspositionen 10' mit Berührsensoren bestückt. Diese
zehn Berührsensoren bilden die Gruppe von Berührsensoren 10. Diese sind mittig im
Bestückungsfeld 9 angeordnet, so dass die erste und die letzte Position des Bestückungsfeldes
9 nicht bestückt werden. Den zehn Berührsensoren sind in aufsteigender Folge Ziffern
von Null bis Neun zugeordnet, die als Bedruckung auf der Oberseite der Kochfeldplatte
(nicht gezeigt) des zugehörigen Kochfeldes ausgebildet sind. Diese Ziffern entsprechen
den für die einzelnen Kochzonen wählbaren Leistungsstufen. Der Auswertealgorithmus
ist dabei derart ausgelegt, dass eine Berührung zwischen zwei Ziffern einer Zwischenleistungsstufe
entspricht, die in der zugeordneten Anzeige als nächst niedrigere Leistungsstufe in
Verbindung mit einem Punkt dargestellt wird. Nach Betätigen des Berührsensors 6e kann
für die gerade aktivierte Kochzone über die Gruppe von Berührsensoren 10 eine Zeit
für den Timer eingegeben werden, die als Countdown im Display 8e angezeigt wird. Das
Wählen des Betriebsparameterwertes erfolgt bei der Direktwahl-Bedienung durch Berühren
der jeweiligen, auf der Oberseite der Kochfeldplatte aufgedruckten Ziffer.
[0019] Eine zweite Bestückung der Platine 4 für eine der vier unterschiedlichen Bedieneinheiten
ist in Fig. 3 gezeigt. Das Bestückungsfeld 9 wird mit zwölf Berührsensoren bestückt.
Diese bilden die Gruppe von Berührsensoren 10. Die Werteeinstellung eines Betriebsparameters
wie z. B. einer Leistungsstufe erfolgt bei dieser Bedieneinheit durch Überstreichen
der Gruppe von Berührsensoren 10 (bzw. der darüber angeordneten Kochfeldplatte) mit
einem Finger. Ein Überstreichen der in einer Linie angeordneten Gruppe von Berührsensoren
10 nach rechts bewirkt dabei eine Erhöhung des Betriebsparameterwertes. Eine Erniedrigung
des Betriebsparameterwertes ergibt sich bei einer von rechts nach links ausgeführten
Bewegung. Ein einmaliges Überstreichen aller Berührsensoren der Gruppe von Berührsensoren
10 nach rechts bewirkt dabei eine Einstellung des Maximalwertes des Betriebsparameters.
Alternativ kann auch vorgesehen sein, dass zur Erreichung des Maximalwertes ein mehrfaches
Überstreichen der Gruppe von Berührsensoren 10 erforderlich ist. Über die Gruppe von
Berührsensoren 10 ist ebenfalls der Timer einstellbar.
[0020] Eine dritte Bestückungsvariante der Platine 4 für eine von vier unterschiedlichen
Bedieneinheiten zeigt Fig. 4. Diese Bedieneinheit ist für eine UP-/Down-Bedienung
eingerichtet. Von den zwölf möglichen Sensoren des Bestückungsfeldes 9 sind zur Werteverstellung
mittels der Up-/Down-Bedienung zwei Sensoren bestückt, welche die Gruppe von Berührsensoren
10 bilden. Diese sind beidseitig von zwei nicht bestückten, mittleren Bestückungspositionen
10' des Bestückungsfeldes 9 angeordnet. Die auf der Kochfeldplatte aufgedruckten Symbole
(nicht gezeigt) über den Berührsensoren entsprechen einem "-" für den linken Sensor
und einem "+" für den rechten Sensor und markieren die entsprechenden Berührfelder.
Durch Berühren des rechten Berührfeldes auf der Oberseite der Kochfeldplatte wird
die Leistungsstufe einer vorher angewählten Kochzone schrittweise erhöht. Dementsprechend
findet eine schrittweise Erniedrigung der Leistungsstufe durch Berühren des linken
Berührfeldes statt. Bei anhaltender Berührung einer der Berührfelder wird die Leistungsstufe
fortlaufend erhöht oder erniedrigt. Zusätzlich sind weitere Berührsensoren 11, 12,
13 auf dem Bestückungsfeld 9 bestückt, insbesondere ein Berührsensor 11 für den Timer,
ein Berührsensor 12 zum Schalten einer Verriegelungsfunktion und ein Berührsensor
13 zum aktivieren eines Wischschutzes.
[0021] Eine weitere Bestückungsvariante der Platine 4 für die letzte der vier unterschiedlichen
Bedieneinheiten ist in Fig. 5 gezeigt. Diese ist als Scroll-Bedieneinheit ausgebildet.
Das Bestückungsfeld 9 ist bei dieser Bedieneinheit an sechs unmittelbar aneinandergrenzenden
Positionen mit Berührsensoren bestückt. Diese sechs Berührsensoren bilden die Gruppe
von Berührsensoren 10. Für die Werteeinstellung eines Betriebsparameters verhält sich
die Gruppe von Berührsensoren 10 zunächst ähnlich wie bei der Slide-Bedienung. Einen
wesentlichen Unterschied bildet dabei aber ein Nachlaufeffekt, der beim Überstreichen
der Berührsensoren aktiviert wird. Die Werteverstellung mittels der Gruppe von Berührsensoren
10 verhält sich durch den entsprechenden Auswertealgorithmus wie ein schweres Drehrad,
das nach dem Andrehen aufgrund seiner Massenträgheit weiter läuft und erst nach einiger
Zeit zum Stillstand kommt. Dadurch werden - solange es sich dreht - die Werte des
Betriebsparameters erhöht bzw. erniedrigt. Eine Nachlaufzeit ist dabei durch eine
Überstreichgeschwindigkeit steuerbar. Je schneller die Überstreichbewegung desto länger
ist die sich daraus ergebende Nachlaufzeit.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0022]
- 2
- Platinenlayout
- 4
- Platine
- 6a-6f
- Berührsensor
- 6a'-6f'
- Bestückungsposition Berührsensor
- 8a-8e
- Anzeige
- 8a'-8e'
- Bestückungsposition Anzeige
- 9
- Bestückungsfeld
- 10
- Gruppe von Berührsensoren
- 10'
- Bestückungsposition der Gruppe von Berührsensoren
- 11
- Berührsensor - Timer
- 12
- Berührsensor - Verriegelungsfunktion
- 13
- Berührsensor - Wischschutz
- a
- Abstand
1. Haushaltsgerätebaureihe, aufweisend mindestens zwei Haushaltsgeräte mit unterschiedlichen
Bedieneinheiten, welche Platinen (4) mit einem identischen Platinenlayout (2) aufweisen,
die mit Berührsensoren (6a, 6b, 6c, 6d, 6e, 6f) bestückt sind, welche auf der Platine
(4) an vordefinierten Positionen variabel bestückbar und/oder welchen softwaregesteuert
diskrete Funktionen zuweisbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass zur Werteeinstellung eines Betriebsparameters der Haushaltsgeräte einer festen Gruppe
von Berührsensoren (10) jeweils unterschiedliche Auswertealgorithmen zuweisbar sind.
2. Haushaltsgerätebaureihe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Auswertealgorithmus eine Slide-Bedienung umfasst.
3. Haushaltsgerätebaureihe nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Auswertealgorithmus eine Scroll-Bedienung umfasst.
4. Haushaltsgerätebaureihe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Auswertealgorithmus eine Up-/Down-Bedienung umfasst.
5. Haushaltsgerätebaureihe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Auswertealgorithmus eine Direktwahl-Bedienung umfasst.
6. Haushaltsgerätebaureihe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gruppe von Berührsensoren (10) in einer geradlinigen Reihe positioniert ist.
7. Haushaltsgerätebaureihe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gruppe von Berührsensoren (10) ringförmig angeordnet ist.
8. Haushaltsgerätebaureihe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die der festen Gruppe zugehörigen Berührsensoren (10) jeweils gleiche Abstände (a)
zueinander aufweisen.
9. Haushaltsgerätebaureihe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erstellung der festen Gruppe von Berührsensoren (10) mehr als fünf bestückbare
Positionen im Platinenlayout (2) vorgesehen sind.
10. Verfahren zum Herstellen unterschiedlich zu bedienender Haushaltsgeräte, insbesondere
Kochfelder, dessen Bedieneinheiten Platinen (4) mit einem identischen Platinenlayout
(2) aufweisen und welche Platinen (4) mit Berührsensoren (6a, 6b, 6c, 6d, 6e, 6f)
bestückt werden, die variabel an vordefinierten Positionen bestückbar sind und/oder
welchen softwaregesteuert diskrete Funktionen zuweisbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass zur Differenzierung in der Bedienung einer festgelegten Gruppe von Berührsensoren
(10) jeweils unterschiedliche Auswertealgorithmen zugewiesen werden.