[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Rauch-Wärme-Abzugsanlage
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, sowie eine Rauch-Wärme-Abzugsanlage nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 7. Rauch-Wärme-Abzugsanlagen werden dazu eingesetzt, in
einem Brandfall Wärme und Rauchgase aus Gebäuden, Gebäudeteilen oder Räumen abzuleiten.
Dadurch sollen beispielsweise Fluchtwege von gefährlichen Rauchgasen freigehalten
werden und ggf. die Beanspruchung oder Beschädigung von Gebäudeteilen durch Wärme
minimiert werden. Die Rauch-Wärme-Abzugsanlage wird hierzu in einem Brandfall in einen
sogenannten Entrauchungsbetriebszustand versetzt.
Außerdem kann eine Rauch-Wärme-Abzugsanlage in einem Gebäude auch dazu eingesetzt
werden, das Gebäude, die Gebäudeteile oder Räume zu belüften (sogenannter Lüftungsbetriebszustand
der Rauch-Wärme-Abzugsanlage). Bekannte Rauch-Wärme-Abzugsanlagen umfassen in der
Regel eine Mehrzahl von Luftabzugseinrichtungen und/oder Luftzufuhreinrichtungen.
Im Lüftungsbetriebszustand ist es in der Regel erwünscht, die einzelnen Luftabzugseinrichtungen
und/oder Luftzufuhreinrichtungen bedarfsgerecht und individuell einstellen zu können.
In dem Entrauchungsbetriebszustand hingegen müssen sämtliche Luftabzugseinrichtungen
und/oder Luftzufuhreinrichtungen in einem definierten Betriebsmodus arbeiten (z.B.
bezüglich Leistung, Volumenstrom an abgeführter oder zugeführter Luft, ...), welcher
den örtlichen Gegebenheiten entsprechend festgelegt ist. Der dem Entrauchungsbetriebszustand
zugeordnete Betriebsmodus ist oftmals sicherheitstechnisch bedingt vorgegeben.
[0002] Bei den bekannten Rauch-Wärme-Abzugsanlagen sind meist an verschiedenen Stellen eines
Gebäudes Auslöseeinrichtungen (Melder, Alarmschalter, Rauchmelder) und Aktuatoren
zur Ansteuerung von Luftabzugseinrichtungen und/oder Luftzufuhreinrichtungen (Abzüge,
Fenster, Ventilatoren) vorgesehen. Die verschiedenen Auslöseinrichtungen und Aktuatoren
sind sämtlich mit einer zentralen Steuereinrichtung verbunden und werden von dieser
angesteuert. Es ist daher erforderlich, bei derartigen Rauch-Wärme-Abzugsanlagen ausgehend
von der zentralen Steuereinrichtung eine Vielzahl von leistungstragenden Leitungen
vorzusehen. In größeren Gebäuden mit langen Leitungswegen entstehen so vergleichsweise
aufwändige Verkabelungen. Ferner führen lange Leitungswege und große Kabelquerschnitte
für die leistungstragenden Leitungen zu hohen Kosten. Derartige Rauch-Wärme-Abzugsanlagen
sind außerdem nur unter vergleichsweise großem Aufwand an verschiedene Einbausituationen
anpassbar und erweiterbar.
[0003] Im Stand der Technik sind außerdem modular aufgebaute Rauch-Wärme-Abzugsanlagen bekannt.
Sie umfassen eine Mehrzahl von Rauch-Wärme-Abzugs-Subanlagen (im Folgenden RWA-Subanlagen),
welche jeweils eine eigene Steuereinrichtung sowie wenigstens einen von dieser ansteuerbaren
Aktuator zur Einstellung einer Luftabzugseinrichtung und/oder Luftzufuhreinrichtung
aufweisen. Um bei derartigen Anlagen in einem Brandfall sämtliche der RWA-Subanlagen
in ihren dem Entrauchungsbetriebszustand zugeordneten Betriebsmodus zu versetzen,
sind die verschiedenen RWA-Subanlagen untereinander mittels einer Steuersignalverbindung
verbunden. Über die Steuersignalverbindung können Steuersignale zu den jeweiligen
Steuereinrichtungen übertragen werden. Aufgrund des modularen Aufbaus sind solche
Anlagen flexibel an verschiedene Einbausituationen anpassbar. Leistungsführende Verkabelungen
sind nur innerhalb einer jeweiligen RWA-Subanlage erforderlich. In einem größeren
Gebäude mit mehreren beabstandeten Gebäudeteilen kann beispielsweise für jeden Gebäudeteil
eine eigene RWA-Subanlage vorgesehen sein. Dabei ist es lediglich erforderlich, zwischen
den verschiedenen RWA-Subanlagen die Steuersignalverbindung zu verlegen.
[0004] Bei derartigen Anlagen muss sichergestellt sein, dass in einem Brandfall sämtliche
RWA-Subanlagen den vorgegebenen, dem Entrauchungsbetriebszustand zugeordneten Betriebsmodus
einnehmen. Problematisch ist insbesondere, dass die Steuersignalverbindung über lange
ungenutzte Zeitabschnitte ohne Alarmfall beeinträchtigt werden kann. Dann ist die
Herbeiführung des Entrauchungsbetriebszustandes in einem Alarmfall nicht zuverlässig
möglich (beispielsweise aufgrund von Kurzschlüssen in den Steuersignalleitungen).
[0005] Aus der
DE 195 07 407 A1 sind ein Verfahren zum Betreiben einer Rauch-Wärme-Abzugsanlage mit Merkmalen des
Oberbegriffs des Anspruchs 1 sowie eine Rauch-Wärme-Abzugsanlage mit Merkmalen des
Oberbegriffs des nebengeordneten Anspruchs bekannt.
GB 2 491 903 A und
DE 195 07 407 A1 zeigen ebenfalls ein Verfahren zum Betreiben einer Rauch-Wärme-Abzugsanlage sowie
eine Rauch-Wärme-Abzugsanlage mit Merkmalen des Oberbegriffs der Hauptansprüche.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine flexibel einsetzbare und an bauliche
Gegebenheiten anpassbare Rauch-Wärme-Abzugsanlage mit hoher Betriebssicherheit bereitzustellen.
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren zum Betreiben einer Rauch-Wärme-Abzugsanlage
(RWA-Anlage) gemäß Anspruch 1 sowie durch eine Rauch-Wärme-Abzugsanlage gemäß Anspruch
7 gelöst.
Die Erfindung bezieht sich auf Rauch-Wärme-Abzugsanlagen, welche modular aus Rauch-Wärme-Abzugs-Subanlagen
(RWA-Subanlagen) aufgebaut sind. Ein grundlegender Gedanke besteht darin, die Steuersignalverbindung
zwischen den einzelnen RWA-Subanlagen auch im Lüftungsbetriebszustand zu überwachen.
Dadurch wird sichergestellt, dass im Alarmfall die Rauch-Wärme-Abzugsanlage in den
erforderlichen Entrauchungsbetriebszustand versetzt werden kann.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kann die Rauch-Wärme-Abzugsanlage einen Lüftungsbetriebszustand
und einen Entrauchungsbetriebszustand einnehmen. In dem Lüftungsbetriebszustand kann
jede der Mehrzahl der (d.h. wenigstens zwei) RWA-Subanlagen in einen individuell wählbaren
Betriebsmodus versetzt werden, welcher insbesondere unabhängig von dem Betriebsmodus
der jeweils anderen RWA-Subanlagen vorgebbar ist. In dem Entrauchungsbetriebszustand
hingegen arbeitet jede der RWA-Subanlagen in einem festgelegten Betriebsmodus. Beispielsweise
werden in dem Entrauchungsbetriebszustand sämtliche RWA-Subanlagen in den jeweils
gleichen Betriebsmodus versetzt. Bei dem Verfahren wird durch eine Auslöseeinrichtung
(z.B. Melder und/oder Rauchsensor) ein Alarmfall ausgelöst. Dabei wird ein Alarmschaltsignal
über eine Steuersignalverbindung zu allen RWA-Subanlagen übertragen. Durch das Alarmschaltsignal
werden sämtliche RWA-Subanlagen in den dem Entrauchungsbetriebszustand zugeordneten,
festgelegten Betriebsmodus versetzt.
[0006] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass zumindest während des Vorliegens des Lüftungsbetriebszustandes
der Rauch-Wärme-Abzugsanlage die Steuersignalverbindung auf ihre Funktionsfähigkeit
zur Übertragung von Alarmschaltsignalen überwacht wird.
[0007] Insofern ist vorgesehen, dass während des Vorliegens des Lüftungsbetriebszustands
festgestellt wird, ob die Steuersignalverbindung zur Übertragung eines Alarmschaltsignals
funktionsfähig oder funktionsunfähig, d.h. gestört ist. Dies kann beispielweise dadurch
geschehen, dass bei Vorliegen des Lüftungsbetriebszustandes eine Kenngröße der Steuersignalverbindung
ermittelt wird (z.B. elektrischer Widerstand, Ruhestrom bei Anliegen eines Kontrollpotentials,
...) und mit einem Sollwert für die jeweilige Kenngröße verglichen wird. Die Überwachung
muss nicht auf den Lüftungsbetriebszustand eingeschränkt sein. Vielmehr kann die Überwachung
auch andauernd erfolgen.
[0008] Im Lüftungsbetriebszustand ist eine individuelle Ansteuerung der einzelnen RWA-Subanlagen
möglich. Denkbar ist beispielsweise, dass im Lüftungsbetriebszustand einzelne der
RWA-Subanlagen einen von anderen RWA-Subanlagen unterschiedlichen Betriebsmodus aufweisen
oder auch unabhängig von den anderen RWA-Subanlagen abgeschaltet sind. Der Lüftungsbetriebszustand
umfasst z.B. auch denjenigen Zustand der gesamten Rauch-Wärme-Abzugsanlage, in dem
sämtliche RWA-Subanlagen individuell deaktiviert sind und keinen Luftabzug bereitstellen.
[0009] Der Entrauchungsbetriebszustand dient dazu, die überwachten Gebäude oder Gebäudeteile
oder Räume den sicherheitstechnischen Vorgaben entsprechend zu belüften. Hierbei nehmen
die RWA-Subanlagen einen festgelegten Betriebsmodus ein.
[0010] Grundsätzlich umfassen die möglichen Betriebsmodi der RWA-Subanlagen beispielsweise
einen Abzugsbetrieb, in welchem eine Luftabführung durch einen Luftschacht, ein Fenster,
eine Ventilationseinrichtung oder Ähnliches erfolgt, sowie einen deaktivierten Zustand,
in dem keine Luftabfuhr erfolgt. Der Betriebsmodus einer RWA-Subanlage ist im Entrauchungsbetriebszustand
z.B. nach sicherheitstechnischen Vorgaben bestimmt und kann an die jeweilige Einbausituation
der Rauch-Wärme-Abzugsanlage in einem Gebäude angepasst festgelegt sein. Der Betriebsmodus
einer RWA-Subanlage kann mittels Betriebsparametern festgelegt sein, welche beispielsweise
in einer Steuereinrichtung der jeweiligen RWA-Subanlage hinterlegt sind.
[0011] Die Überwachung der Steuersignalverbindung auf ihre Funktionsfähigkeit erfolgt insbesondere
derart, dass festgestellt wird, ob eine Übertragung von Alarmschaltsignalen zu sämtlichen
der RWA-Subanlagen möglich ist.
[0012] Wird bei der Überwachung festgestellt, dass die Funktionsfähigkeit der Steuersignalverbindung
im Lüftungsbetriebszustand gestört ist, d.h. dass Alarmschaltsignale nicht fehlerfrei
übertragen werden können, so wird vorzugsweise das Vorliegen eines Störfalls festgestellt.
[0013] Bei Feststellung eines Störfalls ist vorzugsweise vorgesehen, dass ein Störfallsignal
zu einer Zentraleinrichtung der Rauch-Wärme-Abzugsanlage übertragen wird. Insbesondere
erfolgt die Übertragung über einen (beispielsweise seriellen) Signalbus, an welchem
sämtliche RWA-Subanlagen angeschlossen sind. Der Signalbus ist im Gegensatz zu der
Steuersignalverbindung nicht notwendigerweise als sicherheitsrelevantes Bauteil. Die
an den Signalbus angeschlossenen RWA-Subanlagen (insbesondere eine Steuereinrichtung
der jeweiligen RWA-Subanlage) ist vorzugsweise derart ausgebildet, dass eine RWA-Subanlage
einen Ausfall oder Störfall einer oder aller anderen angeschlossenen RWA-Subanlage
erkennen kann. Insbesondere meldet die erkennende RWA-Subanlage das Vorliegen eines
Ausfalls oder Störfall über den Signalbus weiter. Der Ausfall oder Störfall kann z.B.
durch das Ausbleiben von Datensignalen bzw. Datenpaketen auf dem Signalbus erkannt
werden. Eine Anzeige und/oder Weitermeldung eines Ausfalls oder Störfalls kann durch
Übertragung einer Störfallinformation über den Signalbus erfolgen. Denkbar ist auch
eine Aktivierung einer Anzeige-LED oder ein Schalten eines Störkontakts (z.B. eines
Störmeldungsstromkreises) in allen RWA-Subanlagen.
[0014] Die Überwachung kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass zu vorgegebenen Prüfzeitpunkten
im Lüftungsbetriebszustand, insbesondere in regelmäßigen oder sich periodisch wiederholenden
Prüfzeitpunkten, ein Prüfschritt zur Feststellung durchgeführt wird, ob die Steuersignalverbindung
zur Übertragung von Alarmschaltsignalen funktionsfähig oder funktionsunfähig ist.
[0015] Zur Feststellung der Funktionsfähigkeit der Steuersignalverbindung kann beispielsweise
ein Widerstandswert einer elektrischen Verbindung, welche z.B. ein Bestandteil der
Steuersignalverbindung ist, und/oder ein Strom durch eine Verbindungsleitung der Steuersignalverbindung
bei Anliegen eines Kontrollpotentials gemessen werden. Der gemessene Wert kann dann
mit einem Sollwert verglichen werden, welcher beispielsweise in einer Steuereinrichtung
jeder RWA-Subanlage oder in einer Zentraleinrichtung hinterlegt ist.
[0016] Zur weiteren Ausgestaltung ist im Lüftungsbetriebszustand für mehrere oder jede der
RWA-Subanlagen ein individueller Betriebsmodus über eine Lüftungsbetätigungseinrichtung,
wie beispielsweise einen Lüftungsregler, einen Taster oder eine Raumklimasteuereinrichtung
vorgebbar.
[0017] Weiter erfindungsgemäß ist aus sicherheitstechnischen Gründen dann, wenn die Rauch-Wärme-Abzugsanlage
(z.B. in einem Alarmfall) den Entrauchungsbetriebszustand einnimmt, für sämtliche
RWA-Subanlagen eine individuelle Vorgabe des Betriebsmodus unterbunden. Stattdessen
nehmen im Entrauchungsbetriebszustand sämtliche RWA-Subanlagen vorzugsweise den sicherheitstechnisch
vorgegebenen Betriebsmodus ein. Insbesondere erfolgt eine Unterbindung einer individuellen
Vorgabe des Betriebsmodus einer RWA-Subanlage dann, wenn die jeweilige RWA-Subanlage
über die Steuersignalverbindung ein Alarmschaltsignal empfängt.
[0018] Zur Lösung der eingangs genannten Aufgabe wird auch eine Rauch-Wärme-Abzugsanlage
vorgeschlagen, welche zur Durchführung des vorstehend beschriebenen Verfahrens ausgebildet
ist. Diese Anlage umfasst insbesondere eine Mehrzahl von RWA-Subanlagen, wobei jede
RWA-Subanlage zumindest eine Steuereinrichtung und wenigstens einen von dieser ansteuerbaren
Aktuator zur Einstellung eines Funktionszustandes einer Luftabzugseinrichtung und/oder
einer Luftzufuhreinrichtung aufweist. Dabei sind die Steuereinrichtungen verschiedener
RWA-Subanlagen mittels einer Steuersignalverbindung derart miteinander verbunden,
dass Schaltsignale zu den Steuereinrichtungen zur Ansteuerung der zugeordneten Aktuatoren
übertragen werden können.
[0019] Erfindungsgemäß ist eine Überwachungseinrichtung vorgesehen, welche dazu eingerichtet
ist, die Steuersignalverbindung auf ihre Funktionsfähigkeit zur Übertragung von Schaltsignalen
zu den Steuereinrichtungen zu überwachen.
[0020] Die Rauch-Wärme-Abzugsanlage weist meist außerdem zumindest eine Auslöseeinrichtung
(beispielsweise Alarm-Melder und/oder Rauchsensor) auf, mittels welcher ein Alarmfall
auslösbar ist, um die Rauch-Wärme-Abzugsanlage in den Entrauchungsbetriebszustand
zu versetzen. Wie erläutert, nimmt in dem Entrauchungsbetriebszustand jede der RWA-Subanlagen
einen festgelegten Betriebsmodus ein, d. h. die Steuereinrichtung der jeweiligen RWA-Subanlage
steuert die Aktuatoren derart an, dass der vorgegebene Zustand der zugeordneten Luftabzugseinrichtung
und/oder Luftzufuhreinrichtung hergestellt wird. Die wenigstens eine Auslöseeinrichtung
ist beispielsweise an die Steuereinrichtung einer RWA-Subanlage angeschlossen. Die
Steuereinrichtung, an welche die Auslöseeinrichtung angeschlossen ist, ist vorzugsweise
derart ausgebildet, dass bei Auslösung eines Alarmfalls ein Alarmschaltsignal über
die Steuersignalverbindung zu den anderen Steuereinrichtungen übertragen wird. Die
Steuereinrichtung ist insbesondere derart ausgebildet, dass im Alarmfall (beispielsweise
wenn über die Steuersignalverbindung ein Alarmschaltsignal empfangen wird), die jeweilige
RWA-Subanlage in ihren den Entrauchungsbetriebszustand zugeordneten Betriebsmodus
übergeht. Selbstverständlich können bei den beschriebenen Anlagen auch mehrere Auslöseeinrichtungen
vorgesehen sein.
[0021] Durch die Überwachung der Steuersignalverbindung ist gewährleistet, dass im Alarmfall
die Rauch-Wärme-Abzugsanlage auch nach langem alarmlosen Betrieb in den Entrauchungsbetriebszustand
versetzt werden kann.
[0022] In der Regel weist eine RWA-Subanlage auch einen Energieversorgungszugang (Netzzugang)
auf. Über diesen können die RWA-Subanlagen an eine Netzversorgung angeschlossen sein.
Vorzugsweise ist für jede RWA-Subanlage auch eine Notstromversorgung vorgesehen. Diese
kann als autarke Energieversorgung ausgebildet sein, beispielsweise als Akku, so dass
auch bei Stromausfall die Schutzfunktion durch die Rauch-Wärme-Abzugsanlage bereitgestellt
werden kann. Meist ist zusätzlich auch ein Lüftungsschalter vorgesehen, mittels welchem
die RWA-Subanlage bei Vorliegen des Lüftungsbetriebszustandes individuell eingestellt
werden kann. Dabei ist die Steuereinrichtung der RWA-Subanlage vorzugsweise derart
ausgebildet, dass bei Vorliegen eines Alarmfalls (insbesondere, wenn über die Steuersignalverbindung)
ein Alarmschaltsignal empfangen wird) eine individuelle Einstellung des Betriebsmodus
unterbunden wird und die RWA-Subanlage den dem Entrauchungsbetriebszustand zugeordneten
Betriebsmodus einnimmt.
[0023] Jede RWA-Subanlage kann außerdem eine eigene Zustandsanzeige aufweisen, mittels welcher
beispielsweise der Betriebsmodus der RWA-Subanlage darstellbar ist (Luftabzug, ggf.
Leistung des Luftabzugs, Aktivierung oder Deaktivierung).
[0024] Die Überwachungseinrichtung kann beispielsweise für jede RWA-Subanlage eine Prüfvorrichtung
umfassen, mittels welcher feststellbar ist, ob Schaltsignale über die Steuersignalverbindung
zu der jeweiligen Steuereinrichtung übertragbar sind, d.h. ob die Steuersignalverbindung
funktionsfähig ist. Die Prüfvorrichtung kann beispielsweise derart ausgebildet sein,
dass elektrische Eigenschaften einer an die Steuereinrichtung angeschlossenen elektrischen
Steuersignalleitung messbar sind. Denkbar ist beispielsweise die Messung eines Stromes
bei Anliegen eines Kontrollpotentials oder die Messung eines Widerstands.
[0025] Die Prüfvorrichtung wirkt vorzugsweise mit der Steuereinrichtung zusammen. Diese
ist insbesondere derart ausgebildet, dass ein Störfallsignal erzeugt wird, wenn die
Prüfvorrichtung einen Störfall (siehe oben) der Steuersignalverbindung feststellt.
[0026] Die Rauch-Wärme-Abzugsanlage umfasst vorzugsweise einen Signalbus, an welchen sämtliche
RWA-Subanlagen angeschlossen sind und über welchen das genannte Störfallsignal übertragen
werden kann, beispielsweise zu einer Zentraleinrichtung der Rauch-Wärme-Abzugsanlage.
[0027] Weiter erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Steuersignalverbindung als Signalleitungsstrang
ausgebildet ist, welcher nacheinander zur Kontaktierung der einzelnen RWA-Subanlagen
an diese herangeführt ist. Hierbei ist dann jede RWA-Subanlage mit maximal zwei anderen
RWA-Subanlagen über eine Signaldatenleitung des Signalleitungsstrangs verbunden. Die
Signaldatenleitung bzw. der Signalleitungsstrang kann mehradrig ausgebildet sein.
[0028] Denkbar ist beispielsweise, dass jede Steuereinrichtung gerade einen Signalleitungseingang
und einen Signalleitungsausgang aufweist, wobei jeweils der Signalleitungseingang
einer Steuereinrichtung mit dem Signalleitungsausgang einer weiteren Steuereinrichtung
über einen Signalleitungsabschnitt der Steuersignalverbindung verbunden ist.
[0029] Bei solchen Ausgestaltungen sind die Steuereinrichtungen nacheinander mittels der
Steuersignalverbindung miteinander verbunden. Dies erlaubt es, die Steuereinrichtungen
mit einer einheitlichen Schnittstelle für die Steuersignalverbindung (z.B. einen Eingang
und einen Ausgang) zu versehen und dennoch einen flexiblen Aufbau der Rauch-Wärme-Abzugsanlage
zu ermöglichen. Insbesondere können auf einfache Weise weitere RWA-Subanlagen hinzugefügt
werden.
[0030] Weitere Einzelheiten und Ausgestaltungen der Erfindung werden im Folgenden anhand
einer in der Figur 1 dargestellten Rauch-Wärme-Abzugsanlage 10 näher beschrieben und
erläutert.
[0031] Die Rauch-Wärme-Abzugsanlage 10 umfasst eine Mehrzahl von Rauch-Wärme-Abzugs-Subanlagen
(im Folgenden RWA-Subanlagen), von welchen in Figur 1 drei RWA-Subanlagen 12a, 12b
und 12c skizziert sind.
[0032] Jede RWA-Subanlage 12a, 12b, 12c weist eine Steuereinrichtung 14 auf, mittels welcher
jeweils ein Aktuator 16 ansteuerbar ist. Der Aktuator 16 dient dazu, eine nicht näher
dargestellte Luftabzugseinrichtung und/oder eine nicht näher dargestellte Luftzufuhreinrichtung
entsprechend anzusteuern.
[0033] Jede der RWA-Subanlagen 12a, 12b, 12c dient zur Belüftung bzw. zum Rauch-Wärme-Schutz
eines jeweiligen Gebäudeteils, wobei die Gebäudeteile in der Figur 1 durch vertikal
verlaufende, strichpunktierte Linien angedeutet sind.
[0034] Die Steuereinrichtung 14 einer jeden RWA-Subanlage 12a, 12b, 12c stellt im dargestellten
Beispiel auch die Leistungsversorgung für den jeweils zugeordneten Aktuator 16 bereit.
Hierzu ist die Steuereinrichtung 14 über eine Leistungsleitung 18 mit dem Aktuator
16 verbunden.
[0035] Jede Steuereinrichtung 14 ist dazu ausgebildet, ein Steuerschaltsignal zu empfangen,
aufgrund dessen die Steuereinrichtung 14 den jeweils zugeordneten Aktuator 16 zu einem
vorgegebenen Zustand ansteuert.
[0036] Insbesondere ist ein Entrauchungsbetriebszustand der Rauch-Wärme-Abzugsanlage definiert,
in welchem die mittels der Aktuatoren 16 angesteuerten Luftabzugseinrichtungen und/oder
Luftzufuhreinrichtungen einen vorgegebenen Betriebsmodus einnehmen. Der Betriebsmodus
im Entrauchungszustand kann auf die jeweiligen räumlichen Gegebenheiten des mittels
der Rauch-Wärme-Abzugsanlage 10 gesicherten Gebäudes abgestimmt sein. In den jeweiligen
Steuereinrichtungen 14 können Steuerparameter hinterlegt sein, welche den Betriebsmodus
definieren, welcher dem Entrauchungsbetriebszustand zugeordnet ist.
[0037] Um sämtlichen RWA-Subanlagen 12a, 12b, 12c, ... in einem Alarmfall eine Alarmschaltsignal
zuzuführen und die RWA-Subanlagen 12a, 12b, 12c zur Einnahme des Entrauchungsbetriebszustandes
zu veranlassen, sind die verschiedenen Steuereinrichtungen 14 über eine Steuersignalverbindung
20 miteinander verbunden. Hierzu weisen die Steuereinrichtungen 14 je einen Signalleitungseingang
22 und einen Signalleitungsausgang 24 auf. Dabei ist jeweils der Signalleitungseingang
22 über einen Abschnitt der Steuersignalverbindung 20 mit dem Signalleitungsausgang
24 einer benachbarten RWA-Subanlage verbunden. Insgesamt ist daher die Signalleitungsverbindung
20 nacheinander zu den RWA-Subanlagen 12a, 12b, 12c hingeführt und verbindet diese.
[0038] Die Rauch-Wärme-Abzugsanlage 10 weist ferner eine Überwachungseinrichtung 26 auf,
welche dazu ausgebildet ist, die Steuersignalverbindung 20 der verschiedenen RWA-Subanlagen
12a, 12b, 12c auf ihre Funktionsfähigkeit zur Übertragung von Schaltsignalen (insbesondere
den genannten Alarmschaltsignalen) zu überwachen. Die Überwachungseinrichtung 26 umfasst
jeweils den RWA-Subanlagen 12a, 12b, 12c zugeordnete Prüfvorrichtungen 28. Diese sind
dazu ausgebildet, die elektrischen Verbindungen zwischen den RWA-Subanlagen 12a, 12b,
12c auf ihre Funktionsfähigkeit zu überprüfen, insbesondere einen Kurzschluss, eine
Leitungsunterbrechung oder eine unerwünscht große Widerstandsänderung (z.B. durch
Alterung von Kontakten) zu erkennen. Die Prüfvorrichtung 28 kann beispielsweise in
der Art einer an sich bekannten Stromerhöhungslinie mit Leitungsabschluss ausgeführt
sein, wie sie in der Rauchmeldertechnik bekannt ist. Beispielsweise kann dabei die
Steuersignalverbindung 20 als zweiadrige Signalleitung ausgebildet sein, wobei jeweils
im Bereich des Anschlusses 22 einer Steuereinrichtung 14 die beiden Adern der Signalleitung
über einen definierten Abschlusswiderstand miteinander verbunden sind. Eine Störung
der Funktionsfähigkeit der Signalleitungsverbindung 20 kann dann über eine Änderung
des Stromes durch den Abschlusswiderstand mittels der Prüfvorrichtung 28 beispielsweise
bei Anliegen eines definierten Kontrollpotentials festgestellt werden.
[0039] Die Steuereinrichtungen 14 sind derart ausgebildet, dass dann, wenn die Überwachungseinrichtung
26 eine beeinträchtigte Funktionsfähigkeit der Steuersignalverbindung 20 erkennt,
ein Störfallsignal erzeugt wird.
[0040] Das Störfallsignal wird vorzugsweise zu einer nicht näher dargestellten Zentraleinrichtung
der Rauch-Wärme-Abzugsanlage übertragen. Hierzu sind im dargestellten Beispiel sämtliche
Steuereinrichtungen 14 der verschiedenen RWA-Subanlagen an einem gemeinsamen Signalbus
30 angeschlossen, welcher mit der genannten Zentraleinrichtung kommuniziert.
[0041] Denkbar ist beispielsweise, dass bei Feststellung eines Störfalls jeweils ein Störsignal
erzeugt wird, welches der jeweiligen RWA-Subanlage 12a, 12b, 12c zugeordnet ist, deren
Prüfvorrichtung 28 eine Beeinträchtigung des Funktionszustandes der Steuersignalverbindung
20 feststellt. Dadurch kann anhand des über den Signalbus 30 übertragenen Störfallsignals
erkannt werden, an welcher Stelle die Steuersignalverbindung 20 beeinträchtigt ist.
[0042] Die Rauch-Wärme-Abzugsanlage 10 weist außerdem eine Mehrzahl von Auslöseeinrichtungen
32 (Melder) auf, welche im Brandfall betätigt werden, um die Rauch-Wärme-Abzugsanlage
10 in ihren Entrauchungsbetriebszustand zu versetzen. Im dargestellten Beispiel sind
sämtliche Auslöseeinrichtungen 32 mit einer der Steuereinrichtungen 14 verbunden.
Beispielsweise kann je eine Auslöseeinrichtungen 32 in einem entsprechenden Gebäudeteil
vorgesehen sein, so dass überall die Meldung eines Brandfalls möglich ist.
[0043] Zusätzlich kann jede RWA-Subanlage 12a, 12b, 12c jeweils einen Lüftungsregler aufweisen.
Dieser dient dazu, in einem Lüftungsbetriebszustand der Rauch-Wärme-Abzugsanlage den
Betriebsmodus jeder einzelnen RWA-Subanlage 12a, 12b, 12c bedarfsgerecht individuell
zu steuern.
[0044] Wird in einem Brandfall beispielsweise einer der Melder 32 betätigt, so erzeugt die
dem Melder 32 zugeordnete Steuereinrichtung ein Alarmschaltsignal. Dieses wird über
die Steuersignalverbindung 20 zu den weiteren RWA-Subanlagen 12a, 12b, 12c, ... und
zu deren Steuereinrichtungen 14 übertragen.
[0045] Die Steuereinrichtungen 14 sind vorzugsweise derart ausgebildet, dass dann, wenn
ein solches Alarmschaltsignal empfangen wird, eine individuelle Einstellung der RWA-Subanlage
über Lüftungsschalter unterbunden ist. Vielmehr ist die Steuereinrichtung 14 derart
ausgebildet, dass bei Empfangen eines Alarmschaltsignals der Aktuator 16 derart angesteuert
wird, dass die RWA-Subanlage in einem dem Entrauchungsbetriebszustand zugeordneten
Betriebsmodus überführt wird. Denkbar ist beispielweise, dass im Alarmfall aufgrund
der Übertragung des Alarmschaltsignals sämtliche RWA-Subanlagen zur Erzeugung einer
maximalen Belüftungsleistung angesteuert werden.
[0046] Die zuverlässige Herbeiführung des Entrauchungsbetriebszustands setzt daher voraus,
dass die Steuersignalverbindung 20 funktionsfähig ist. Mittels der Überwachungseinrichtung
26 kann auch im normalen Lüftungsbetriebszustand (d.h. ohne Vorliegen eines Alarmfalls)
festgestellt werden, ob über die Steuersignalverbindung 20 ein Alarmschaltsignal zuverlässig
übertragen werden kann.
[0047] Ergibt beispielsweise die Messung der Prüfvorrichtung 28 der RWA-Subanlage 12b eine
ungenügende Funktionsfähigkeit der Steuersignalverbindung 20, beispielsweise im Bereich
des der RWA-Subanlage 12b zugeordneten Signaleingangs 22, so erzeugt die Steuereinrichtung
40 der RWA-Subanlage 12b ein Störfallsignal, welches über den Signalbus 30 zu einer
Zentraleinrichtung übertragen werden kann oder welches eine Meldeeinrichtung, wie
beispielsweise Alarmlampe, zur Abgabe eines Warnsignals aktiviert. Dies ermöglicht
es, eine geeignete Wartungsmaßnahme einzuleiten.
1. Verfahren zum Betreiben einer Rauch-Wärme-Abzugsanlage (10) umfassend eine Mehrzahl
RWA-Subanlagen (12a, 12b, 12c), wobei die Rauch-Wärme-Abzugsanlage (10) wenigstens
einen Lüftungsbetriebszustand und einen Entrauchungsbetriebszustand einnehmen kann,
wobei in dem Lüftungsbetriebszustand jede der RWA-Subanlagen (12a, 12b, 12c) einen
individuell vorgebbaren Betriebsmodus einnehmen kann und in dem Entrauchungsbetriebszustand
jede der RWA-Subanlagen (12a, 12b, 12c) in einem festgelegten Betriebsmodus arbeitet,
wobei in einem Alarmfall ausgelöst durch eine Auslöseeinrichtung (32) ein Alarmschaltsignal
über eine Steuersignalverbindung (20) zu allen RWA-Subanlagen (12a, 12b, 12c) übertragen
wird, und wobei durch das Alarmschaltsignal sämtliche RWA-Subanlagen (12a, 12b, 12c)
in den dem Entrauchungsbetriebszustand zugeordneten, festgelegten Betriebsmodus versetzt
werden, wobei während die Rauch-Wärme-Abzugsanlage (10) den Lüftungsbetriebszustand
einnimmt, die Steuersignalverbindung (20) auf ihre Funktionsfähigkeit zur Übertragung
von Alarmschaltsignalen überwacht wird, dadurch gekennzeichnet, dass dann, wenn die Rauch-Wärme-Abzugsanlage (10) den Entrauchungsbetriebszustands einnimmt,
für sämtliche RWA-Subanlagen (12a, 12b, 12c) eine individuelle Vorgabe des Betriebsmodus
unterbunden ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von einer Steuereinrichtung (14) das Vorliegen eines Störfalls festgestellt wird,
wenn die Funktionsfähigkeit der Steuersignalverbindung (20) zur Übertragung von Alarmschaltsignalen
gestört ist.
3. Verfahren nach dem vorherigen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei Feststellung eines Störfalls ein Störfallsignal zu einer Zentraleinrichtung der
Rauch-Wärme-Abzugsanlage (10) übertragen wird.
4. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur vorgegebenen Prüfzeitpunkten ein Prüfschritt zur Feststellung durchgeführt wird,
ob die Steuersignalverbindung (20) zur Übertragung von Alarmschaltsignalen funktionsfähig
oder funktionsunfähig ist.
5. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Feststellung der Funktionsfähigkeit der Steuersignalverbindung (20) ein Widerstandswert
einer elektrischen Verbindung der Steuersignalverbindung und/oder ein Strom durch
eine Verbindungsleitung der Steuersignalverbindung bei Anliegen eines Kontrollpotentials
gemessen wird, und mit einem Sollwert verglichen wird.
6. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Lüftungsbetriebszustand für mehrere oder jede RWA-Subanlage ein individueller
Betriebsmodus über eine Lüftungsbetätigungseinrichtung vorgebbar ist.
7. Rauch-Wärme-Abzugsanlage (10) zur Durchführung eines Verfahrens nach den Ansprüchen
1 bis 6, umfassend eine Mehrzahl von RWA-Subanlagen (12a, 12b, 12c), wobei jede RWA-Subanlage
(12a, 12b, 12c) eine Steuereinrichtung (14) und wenigstens einen von dieser ansteuerbaren
Aktuator (16) zur Einstellung einer Luftabzugseinrichtung aufweist, wobei die Steuereinrichtungen
(14) verschiedener RWA-Subanlagen (12a, 12b, 12c) mittels einer Steuersignalverbindung
(20) derart verbunden sind, dass Schaltsignale zu den Steuereinrichtungen (14) zur
Ansteuerung der zugeordneten Aktuatoren (16) übertragbar sind, wobei eine Überwachungseinrichtung
(26) vorgesehen ist, mittels welcher die Steuersignalverbindung (20) auf ihre Funktionsfähigkeit
zur Übertragung von Schaltsignalen überwachbar ist dadurch gekennzeichnet, dass die Steuersignalverbindung (20) derart ausgebildet ist, dass jede RWA-Subanlage (12a,
12b, 12c) mit maximal zwei anderen RWA-Subanlagen (12a, 12b, 12c) über eine Signaldatenleitung
(20) verbunden ist.
8. Anlage (10) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Überwachungseinrichtung (26) für jede RWA-Subanlage (12a, 12b, 12c) eine zugeordnete
Prüfvorrichtung (28) umfasst, mittels welcher feststellbar ist, ob Schaltsignale über
die Steuersignalverbindung (20) zu der jeweiligen Steuereinrichtung (14) übertragbar
sind.
1. A method for operating a smoke-heat extraction system (10) including a plurality of
smoke-heat extraction subsystems (12a, 12b, 12c), wherein the smoke-heat extraction
system (10) can at least enter into an operative ventilation status and an operative
smoke removal status, wherein in the operative ventilation status, each of the smoke-heat
extraction subsystems (12a, 12b, 12c) can enter an individually specifiable operating
mode, and in the operative smoke removal status each of the smoke-heat extraction
subsystems (12a, 12b, 12c) operates in a fixed operating mode, wherein in the event
of an alarm tripped by a tripping device (32), an alarm-switching signal is transmitted
via a control signal connection (20) to all the smoke-heat extraction subsystems (12a,
12b, 12c), and wherein by means of the alarm-switching signal, all the smoke-heat
extraction subsystems (12a, 12b, 12c) are shifted into the fixed operating mode associated
with the operative smoke removal status, and wherein while the smoke-heat extraction
system (10) is in the operative ventilation status, the control signal connection
(20) is monitored for its functionality for transmitting alarm-switching signals,
characterized in that whenever the smoke-heat extraction system (10) is in the operative smoke removal
status, an individual specification of the operating mode is prohibited for all of
the smoke-heat extraction subsystems (12a, 12b, 12c).
2. The method of claim 1, characterized in that the presence of a fault is ascertained by a control device (14) if the functionality
of the control signal connection (20) for transmitting alarm-switching signals is
faulty.
3. The method of the foregoing claim, characterized in that if a fault is ascertained, a fault signal is transmitted to a central device of the
smoke-heat extraction system (10) .
4. The method of one of the foregoing claims, characterized in that at predetermined test times, a test step is performed for ascertaining whether the
control signal connection (20) for transmitting alarm-switching signals is functional
or nonfunctional.
5. The method of one of the foregoing claims, characterized in that for ascertaining the functionality of the control signal connection (20), when a
control potential is applied, a resistance value of an electrical connection of the
control signal connection and/or a current through a connecting line of the control
system connection is measured and compared with a set-point value.
6. The method of one of the foregoing claims, characterized in that in the operative ventilation status for a plurality of or each of the smoke-heat
extraction subsystems, an individual operating mode can be specified via a ventilation
actuating device.
7. A smoke-heat extraction system (10) for performing a method of claims 1 through 6,
including a plurality of smoke-heat extraction subsystems (12a, 12b, 12c), wherein
each smoke-heat extraction subsystem (12a, 12b, 12c) has a control device (14) and
at least one actuator (16), triggerable by the control device, for adjusting an air
extraction device, wherein the control devices (14) of various smoke-heat extraction
subsystems (12a, 12b, 12c) are connected by means of a control signal connection (20)
such that switching signals can be transmitted to the control devices (14) for triggering
the associated actuators (16), wherein a monitoring device (26) is provided, by means
of which the control signal connection (20) can be monitored for its functionality
for transmitting switching signals, characterized in that the control signal connection (20) is embodied such that each smoke-heat extraction
subsystem (12a, 12b, 12c) is connected to a maximum of two other smoke-heat extraction
subsystems (12a, 12b, 12c) via a signal data line (20).
8. The system (10) of claim 7, characterized in that the monitoring device (26) includes an associated testing device (28) for each smoke-heat
extraction subsystem (12a, 12b, 12c), by means of which testing device can be ascertained
whether switching signals can be transmitted via the control signal connection (20)
to the respective control device (14).
1. Procédé de fonctionnement d'une installation d'extraction de fumée et de chaleur (10),
comprenant une pluralité de sous-installations d'extraction de fumée et de chaleur
(12a, 12b, 12c), l'installation d'extraction de fumée et de chaleur (10) pouvant occuper
au moins un état de fonctionnement de ventilation et un état de fonctionnement de
désenfumage, dans lequel, dans l'état de fonctionnement de ventilation, chacune des
sous-installations d'extraction de fumée et de chaleur (12a, 12b, 12c) peut occuper
un mode de fonctionnement pouvant être prédéfini individuellement, et, dans l'état
de fonctionnement de désenfumage, chacune des sous-installations d'extraction de fumée
et de chaleur (12a, 12b, 12c) fonctionne dans un mode de fonctionnement défini, et
au cas où une alarme serait déclenchée par un dispositif de déclenchement (32), un
signal de commutation d'alarme est transmis par une liaison de signaux de commande
(20) à toutes les sous-installations d'extraction de fumée et de chaleur (12a, 12b,
12c), et toutes les sous-installations d'extraction de fumée et de chaleur (12a, 12b,
12c) étant amenées par le signal de commutation d'alarme dans le mode de fonctionnement
défini associé à l'état de fonctionnement de désenfumage, dans lequel, pendant que
l'installation d'extraction de fumée et de chaleur (10) occupe l'état de fonctionnement
de ventilation, le bon fonctionnement de la liaison de signaux de commande (20) destinée
à transmettre les signaux de commutation d'alarme est surveillé, caractérisé en ce que, lorsque l'installation d'extraction de fumée et de chaleur (10) occupe l'état de
fonctionnement de désenfumage, une spécification individuelle du mode de fonctionnement
pour toutes les sous-installations d'extraction de fumée et de chaleur (12a, 12b,
12c) est empêchée.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la présence d'une panne est établie par un dispositif de commande (14), lorsque le
bon fonctionnement de la liaison de signaux de commande (20) destinée à transmettre
les signaux de commutation d'alarme est perturbé.
3. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que, lorsqu'une panne est établie, un signal de panne est transmis à un dispositif central
de l'installation d'extraction de fumée et de chaleur (10).
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une étape de contrôle est réalisée à des moments de contrôle prédéfinis pour établir
si la liaison de signaux de commande (20) destinée à transmettre les signaux de commutation
d'alarme est opérationnelle ou inopérante.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que, pour établir le bon fonctionnement de la liaison de signaux de commande (20), une
valeur de résistance d'une liaison électrique de la liaison de signaux de commande
et/ou un courant sont mesurés par une ligne de liaison de la liaison de signaux de
commande lorsqu'un potentiel de contrôle est appliqué, et comparés à une valeur théorique.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que, dans l'état de fonctionnement de ventilation, un mode de fonctionnement individuel
peut être prédéfini par l'intermédiaire d'un dispositif d'actionnement de ventilation
pour plusieurs ou chaque sous-installation(s) d'extraction de fumée et de chaleur.
7. Installation d'extraction de chaleur et de fumée (10) pour la mise en oeuvre d'un
procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, comprenant une pluralité
de sous-installations d'extraction de fumée et de chaleur (12a, 12b, 12c), chaque
sous-installation d'extraction de fumée et de chaleur (12a, 12b, 12c) comprenant un
dispositif de commande (14) et au moins un actionneur (16) pouvant être commandé par
ledit dispositif de commande et étant destiné à régler un dispositif d'extraction
d'air, les dispositifs de commande (14) étant reliés à différentes sous-installations
d'extraction de fumée et de chaleur (12a, 12b, 12c) au moyen d'une liaison de signaux
de commande (20), de telle manière que les signaux de commutation peuvent être transmis
aux dispositifs de commande (14) pour la commande des actionneurs (16) associés, un
dispositif de surveillance (26) étant prévu, au moyen duquel le bon fonctionnement
de la liaison de signaux de commande (20) destinée à la transmission des signaux de
commutation peut être surveillé, caractérisé en ce que la liaison de signaux de commande (20) est conçue de telle manière que chaque sous-installation
d'extraction de fumée et de chaleur (12a, 12b, 12c) est reliée à maximum deux autres
sous-installations d'extraction de fumée et de chaleur (12a, 12b, 12c) par une ligne
de données de signaux (20).
8. Installation (10) selon la revendication 7, caractérisée en ce que le dispositif de surveillance (26) comprend pour chaque sous-installation d'extraction
de fumée et de chaleur (12a, 12b, 12c) un dispositif de contrôle (28) associé, au
moyen duquel il est possible d'établir si des signaux de commutation peuvent être
transmis au dispositif de commande (14) respectif par la liaison de signaux de commande
(20).