| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 769 016 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
21.09.2016 Patentblatt 2016/38 |
| (22) |
Anmeldetag: 15.10.2012 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP2012/004297 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2013/056804 (25.04.2013 Gazette 2013/17) |
|
| (54) |
ENTWÄSSERUNGSSIEB UND VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EINES ENTWÄSSERUNGSSIEBS
DEWATERING SCREEN AND METHOD FOR MANUFACTURING A DEWATERING SCREEN
TOILE D'ÉGOUTTAGE ET PROCÉDÉ DE FABRICATION D'UNE TOILE D'ÉGOUTTAGE
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
21.10.2011 DE 102011116605
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
27.08.2014 Patentblatt 2014/35 |
| (73) |
Patentinhaber: Giesecke & Devrient GmbH |
|
81677 München (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- GREGAREK, André
81671 München (DE)
- HÄNELT, Andreas
83730 Fischbachau (DE)
- WIEDNER, Bernhard
83714 Miesbach (DE)
- WILD, Günther
83734 Hausham (DE)
- AIGNER, Andreas
83626 Valley (DE)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A2-03/054297
|
DE-A1-102006 058 513
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Entwässerungssieb für die Herstellung von Papier mit zumindest
einem Sicherheitsmerkmal. Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung
eines derartigen Entwässerungssiebs sowie ein Verfahren zur Herstellung von Papier
mit einem Sicherheitsmerkmal unter Verwendung eines solchen Entwässerungssiebs.
[0002] Bei der Papierherstellung auf Rundsiebmaschinen oder Langsiebmaschinen lagert sich
Papiermasse kontinuierlich auf einem bewegten Entwässerungssieb an und wird soweit
verfestigt, dass sie als feuchte Papierbahn zur Weiterbearbeitung vom Entwässerungssieb
abgezogen werden kann. Vor allem Sicherheitspapiere für Banknoten, Ausweisdokumente
und dergleichen werden zur Absicherung oft mit Wasserzeichen oder durchgehenden Löchern
ausgestattet, die eine Überprüfung der Echtheit des Sicherheitspapiers gestatten und
die zugleich als Schutz vor unerlaubter Reproduktion dienen.
[0003] Bei der Papierherstellung eingebrachte Sicherheitsmerkmale weisen dabei typische
Charakteristika auf. So enthalten etwa durchgehende Öffnungen, die bei der Papierherstellung
erzeugen werden, im Randbereich charakteristische Unregelmäßigkeiten, die durch unregelmäßiges
Anlagern von Fasern im Randbereich und durch in die Öffnung ragende Einzelfasern erzeugt
werden, wie beispielsweise in der Druckschrift
WO 03/054297 beschrieben.
[0004] Sollen in einem Papier scharf berandete Löcher erzeugt werden, so ist dazu ein separater
Laserschnitt- oder Stanzschritt erforderlich, der neben einem höheren Aufwand für
den zusätzlichen Arbeitsschritt auch zu Passerschwankungen zwischen den papiermacherisch
erzeugten Sicherheitsmerkmalen und den durch Laserschneiden oder Stanzen erzeugten
Merkmalen führt.
[0005] In der
DE 10 2006 058 513 A1 wird ein Entwässerungssieb für die Herstellung von Papier mit mehrstufigen Wasserzeichen
offenbart, mit einem Trägersieb, das in einem Teilbereich ein mehrstufiges Relief
in Form des zu erzeugenden Wasserzeichens aufweist. Das mehrstufige Relief ist durch
einen spritzgegossenen, perforierten Wasserzeicheneinsatz gebildet.
[0006] Ausgehend davon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Entwässerungssieb der
eingangs genannten Art zu schaffen, das die Nachteile des Stands der Technik vermeidet.
Insbesondere soll das Entwässerungssieb eine einfache Herstellung von Papier mit Sicherheitsmerkmalen
erlauben, und idealerweise eine gepasserte Kombination von Sicherheitsmerkmalen mit
unterschiedlichen visuellen Erscheinungsbildern ermöglichen.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Weiterbildungen
der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0008] Gemäß der Erfindung enthält ein Entwässerungssieb für die Herstellung von Papier
mit zumindest einem Sicherheitsmerkmal
- ein Trägersieb, das ein Siebgewebe mit einem Einlegebereich enthält,
- ein in dem Einlegebereich des Siebgewebes angeordnetes Einlegeelement zur Erzeugung
des zumindest einen Sicherheitsmerkmals in dem Papier, und
- eine Kunststoff-Umspritzung oder Kunststoff-Hinterspritzung des Einlegeelements, die
das Einlegeelement mit dem Trägersieb verbindet.
[0009] Die im Rahmen der Erfindung erzeugten Sicherheitsmerkmale umfassen insbesondere Wasserzeichen,
scharf berandete Löcher im Papier und Löcher mit charakteristischen Unregelmäßigkeiten
im Randbereich. Mit besonderem Vorteil ist das Entwässerungssieb zur Erzeugung mehrerer
Sicherheitsmerkmale im Papier ausgelegt, die jeweils unterschiedliche visuelle Erscheinungsbilder
aufweisen können, aber dennoch wegen der gleichzeitigen Erzeugung bei der Papierherstellung
und der sehr guten Passertoleranzen beim Umspritzen bzw. Hinterspritzen zueinander
im Passer stehen. Mehrere Sicherheitsmerkmale können insbesondere aufeinander bezogen
sein oder einander ergänzen. Beispielsweise kann ein erstes Sicherheitsmerkmal die
Form oder Gestalt eines zweiten Sicherheitsmerkmals wiederholen oder zu einer Gesamtinformation
ergänzen.
[0010] Wie nachfolgend genauer ausgeführt, kann zur Erzeugung solcher Sicherheitsmerkmale
durch die erfindungsgemäße Kunststoff-Umspritzung oder Kunststoff-Hinterspritzung
eine Vielzahl von unterschiedlichen Einlegeelementen in ein Trägersieb integriert
werden, insbesondere auch solche Einlegeelemente, die sich aufgrund ihrer Materialbeschaffenheit
oder ihrer Form mit herkömmlichen Techniken nicht in das gewünschte Trägersieb integrieren
lassen. Besondere Vorteile bietet die Erfindung somit beispielsweise in den Fällen,
in denen das Siebgewebe des Trägersiebs und das Einlegeelement aus unterschiedlichen
Materialien bestehen. Beispielsweise können das Siebgewebe und das Einlegeelement
aus unterschiedlichen Metallen bestehen, wie etwa bei einem Bronze-Siebgewebe und
einem Einlegeelement aus Stahl. In anderen vorteilhaften Gestaltungen kann das Trägersieb
aus Metall und das Einlegeelement aus Kunststoff bestehen, oder umgekehrt das Trägersieb
aus Kunststoff und das Einlegeelement aus Metall bestehen.
[0011] Bei einer vorteilhaften Erfindungsvariante umfasst das Einlegeelement ein Siebelement,
dessen Material und/ oder Maschenweite sich von dem Siebgewebe des Trägersiebs unterscheidet.
Das Siebelement kann dabei insbesondere geprägt sein. In einer besonders vorteilhaften
Ausgestaltung ist das Siebgewebe des Trägersiebs ein reines Kunststoffgewebe, während
das Siebelement ein Bronzesieb, insbesondere ein geprägtes Bronzesieb umfasst. Dadurch
kann in einfacher Weise eine Prägung in ein ansonsten nicht prägbares Kunststoff-Siebgewebe
integriert werden.
[0012] Bei einer weiteren ebenfalls vorteilhaften Erfindungsvariante umfasst das Einlegeelement
eine E-Type oder einen Wasserzeicheneinsatz, insbesondere eine spitz zulaufende E-Type
oder einen mehrstufigen Wasserzeicheneinsatz. Derartige Einlegeelemente können mit
Vorteil aus Stahl gebildet sein. Einlegeelemente, beispielsweise aus Stahl, können
mit herkömmlichen Techniken nicht ohne Weiteres mit einem üblichen Bronze-Siebgewebe
verbunden werden. Die Erfindung schafft hier Abhilfe und erlaubt es, die vorteilhaften
Eigenschaften eines Bronze-Trägersiebs und von E-Typen oder Wasserzeicheneinsätzen
aus Stahl miteinander zu kombinieren.
[0013] Gemäß einer weiteren ebenfalls vorteilhaften Erfindungsvariante umfasst das Einlegeelement
einen spitzen Rahmen, beispielsweise eine spitzen Stahlrahmen, zur Erzeugung eines
scharf berandeten Lochs in dem Papier. Anders als mit herkömmlichen Verfahren erlaubt
ein derartiges Entwässerungssieb bereits bei der Papierherstellung scharf berandete
Löcher zu erzeugen. Dadurch wird nicht nur ein separater Arbeitsschritt, wie etwa
ein Laserschnitt- oder Stanzschritt, gespart, die scharf berandeten Löcher können
wegen der gemeinsamen Herstellung auch passergenau mit anderen papiermacherischen
Sicherheitsmerkmalen kombiniert werden, insbesondere mit Wasserzeichen und/ oder Löchern
mit charakteristischen Unregelmäßigkeiten im Randbereich.
[0014] In vorteilhaften Gestaltungen umfasst das Einlegeelement ein Metallplättchen und/
oder ein Kunststoffplättchen, insbesondere aus wasserabweisendem Kunststoff. Ein Kunststoffplättchen
aus wasserabweisendem Kunststoff kann beispielsweise im Inneren eines oben genannten
spitzen Stahlrahmens angeordnet sein, um die Lochbildung zu unterstützen.
[0015] Je nach dem gewünschten Design kann es sich anbieten, wenn das Metallplättchen oder
das Kunststoffplättchen mit einer Vielzahl von Perforationen versehen ist, deren Abmessungen
vorzugsweise so klein sind, dass in ihnen bei der Papierherstellung keine Fasern anhaften.
Beispielsweise kann durch ein Bronzeplättchen mit einer reduzierten Perforationsdichte
ein verdünnter Papierbereich erzeugt werden. Das Metall- oder Kunststoffplättchen
kann auch unperforiert sein, wenn es etwa die Lochbildung unterstützen soll.
[0016] Das Trägersieb des Entwässerungssiebs kann auch ein Magnetelement enthalten, mit
dem während der Blattbildung magnetische Fasern und/oder magnetische Additive in der
Pulpe beeinflusst werden können. Beispielsweise können magnetische Fasern entlang
der Magnetfeldlinien des Magnetelements ausgerichtet und beim Trocknen in ihrer ausgerichteten
Orientierung fixiert werden, um ein Sicherheitsmerkmal in Form eines magnetischen
Teilbereichs im Papier zu schaffen. Das Magnetelement kann auch zu einer gezielten
Ansammlung bzw. Verarmung magnetischer Additive in bestimmten Papierbereichen führen.
[0017] Das Magnetelement kann dabei mit Vorteil in dem Einlegeelement enthalten sein, beispielsweise
in Form eines perforierten Dauermagneten. Alternativ oder zusätzlich kann das Magnetelement
auch durch magnetische Additive in der Kunststoff-Umspritzung bzw. der Kunststoff-Hinterspritzung
gebildet sein. Das Magnetelement kann auch auf eingeschossenen Fäden angeordnet sein.
Schließlich ist es auch möglich, das Magnetelement nicht in der obersten Sieblage
des Trägersiebs zu integrieren, sondern es beispielsweise innerhalb des Rundsiebs
anzuordnen. Wesentlich ist lediglich, dass das Magnetfeld des Magnetelements im Bereich
der ersten Sieblage eine ausreichende Stärke aufweist um die magnetischen Fasern oder
die magnetischen Additive der Pulpe bei Blattbildung zu beeinflussen.
[0018] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung weist die Kunststoff-Umspritzung oder die
Kunststoff-Hinterspritzung ein Oberflächenrelief zur Erzeugung eines zwei- oder mehrstufigen
Wasserzeichens im Papier auf. Da die Umspritzung oder Hinterspritzung in der Regel
um das Einlegeelement herumläuft, lassen sich die von dem Einlegeelement selbst erzeugten
Sicherheitsmerkmale dadurch mit einem weiteren Sicherheitsmerkmal in Form eines zwei-
oder mehrstufigen Rahmenwasserzeichens kombinieren.
[0019] In allen Gestaltungen kann die Kunststoff-Umspritzung oder die Kunststoff-Hinterspritzung
mit einer Vielzahl von Perforationen versehen sein, deren Abmessungen vorzugsweise
so klein sind, dass in ihnen bei der Papierherstellung keine Fasern anhaften.
[0020] Der Einlegebereich kann insbesondere durch einen ausgeschnittenen Teilbereich des
Siebgewebes gebildet sein.
[0021] Mit Vorteil werden zwei oder mehr der beschriebenen konkreten Ausgestaltungen in
einem Einlegeelement kombiniert, um bei der Papierherstellung gleichzeitig mehrere,
zueinander in sehr gutem oder sogar perfekten Passer stehende Sicherheitsmerkmale
zu erzeugen.
[0022] Die Erfindung enthält auch ein Verfahren zur Herstellung eines Entwässerungssiebs
für die Papierherstellung, bei dem
- ein Trägersieb bereitgestellt wird, das ein Siebgewebe mit einem Einlegebereich enthält,
- in dem Einlegebereich des Siebgewebes ein Einlegeelement zur Erzeugung zumindest eines
Sicherheitsmerkmals in dem Papier angeordnet wird, und
- das Einlegeelement mit Kunststoff umspritzt oder hinterspritzt wird, um das Einlegeelement
mit dem Trägersieb zu verbinden.
[0023] Vorzugsweise wird bei dem Verfahren die Kunststoff-Umspritzung oder die Kunststoff-Hinterspritzung
mit einer Vielzahl von Perforationen versehen, deren Abmessungen so klein sind, dass
in ihnen bei der Papierherstellung keine Fasern anhaften. Die Perforationen können
dabei mittels Laserstrahl erzeugt werden, vorzugsweise mittels Infrarot-Laser.
[0024] Schließlich enthält die Erfindung auch ein Verfahren zur Herstellung eines Papiers
mit zumindest einem Sicherheitsmerkmal, bei dem die Papieranlagerung auf einem Entwässerungssieb
der beschriebenen Art erfolgt.
[0025] In einer vorteilhaften Verfahrensvariante wird als Sicherheitsmerkmal ein scharf
berandetes Loch in dem Papier erzeugt. Nach einer anderen ebenfalls vorteilhaften
Verfahrensvariante wird als Sicherheitsmerkmal ein Loch mit charakteristischen Unregelmäßigkeiten
im Randbereich und/ oder ein Wasserzeichen in dem Papier erzeugt. Besondere Vorteile
bietet eine Verfahrensführung, bei der als erstes Sicherheitsmerkmal ein scharf berandetes
Loch in dem Papier erzeugt wird und bei der als zweites Sicherheitsmerkmal ein Loch
mit charakteristischen Unregelmäßigkeiten im Randbereich und/oder ein Wasserzeichen
in dem Papier erzeugt wird, wobei das erste und zweite Sicherheitsmerkmal zueinander
im Passer stehen. Derartige Gestaltungen sind durch die Kombination unterschiedlicher
Sicherheitsmerkmale visuell attraktiv und bieten eine hohe Fälschungssicherheit.
[0026] Weitere Ausführungsbeispiele sowie Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand
der Figuren erläutert, bei deren Darstellung auf eine maßstabs- und proportionsgetreue
Wiedergabe verzichtet wurde, um die Anschaulichkeit zu erhöhen.
[0027] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Banknote mit einer komplexen Kombination mehrerer
Sicherheitsmerkmale,
- Fig. 2
- in (a) schematisch einen Querschnitt durch eine Grundform eines erfindungsgemäßen
Entwässerungssiebs, und in (b) eine Abwandlung der Grundform von (a),
- Fig. 3
- ein Trägersieb mit einem integrierten Einlegeelement nach einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung,
- Fig. 4
- ein Trägersieb mit einem integrierten Einlegeelement nach einem anderen Ausführungsbeispiel
der Erfindung,
- Fig. 5
- ein Trägersieb mit einem integrierten Einlegeelement nach einem weiteren Ausführungsbeispiel
der Erfindung,
- Fig. 6
- ein komplexes Ausführungsbeispiel, mit einem Einlegeelement zur gleichzeitigen Erzeugung
mehrerer Sicherheitsmerkmale, wobei (a) einen Querschnitt und (b) eine Aufsicht auf
das Entwässerungssieb zeigt, und (c) das visuelle Erscheinungsbild des gebildeten
Papiers illustriert,
- Fig. 7
- ein Entwässerungssieb mit einem integrierten magnetischen Einlegeelement, und
- Fig. 8
- das Erscheinungsbild eines mit dem Entwässerungssieb der Fig. 7 erzeugten Papiers.
[0028] Die Erfindung wird nun am Beispiel von Sicherheitsmerkmalen für Banknoten erläutert.
Fig.1 zeigt dazu eine schematische Darstellung einer Banknote 10 mit einer komplexen
Kombination 12 mehrerer Sicherheitsmerkmale. Die Banknote 10 enthält ein fein strukturiertes
Loch 16 mit scharf begrenztem Rand in Form eines Reiters, das von einem sehr dünnen
Papierbereich 15 und dieser von einem hochauflösenden Rahmenwasserzeichen 14 umgeben
ist. Das fein strukturierte Loch 16, der dünne Papierbereich 15 und das Rahmenwasserzeichen
14 weisen aufgrund der verwendeten Umspritz- bzw. Hinterspritztechnologie sehr geringe
Passertoleranzen auf.
[0029] Solche komplexen Kombinationen von Sicherheitsmerkmalen 14,15,16 können mit herkömmlichen
Verfahren nicht bereits bei der Papierherstellung erzeugt werden. Insbesondere erfordert
die Erzeugung eines Lochs mit scharf begrenztem Rand und feiner Umrissstruktur, wie
etwa das Loch 16 der Fig.1, einen separaten Arbeitsschritt durch Laserschneiden oder
Stanzen. Dabei ergeben sich in der Regel relativ hohe Passertoleranzen zwischen dem
durch Stanzen oder Laserschneiden erzeugten Loch und einem bei der Papierherstellung
erzeugten Wasserzeichen. Diese Passertoleranzen limitieren die praktisch verwendbaren
Wasserzeichen/Loch-Designs erheblich, da der Designer die Passertoleranzen bereits
beim Entwurf der Gestaltung berücksichtigen muss.
[0030] Erfindungsgemäß wird das Sicherheitspapier der Banknote 10 unter Verwendung eines
nachfolgend genauer beschriebenen Entwässerungssiebs hergestellt, wodurch sowohl das
fein strukturierte Loch 16 als auch der dünne Papierbereich 15 und das hochauflösende
Rahmenwasserzeichen 14 bereits bei der Papierherstellung und in nahezu perfektem Passer
zueinander erzeugt werden können.
[0031] Mit Bezug auf Fig. 2(a), die schematisch einen Querschnitt durch eine Grundform eines
erfindungsgemäßen Entwässerungssiebs zeigt, umfasst das Entwässerungssieb 20 ein Trägersieb
22 mit einem Siebgewebe 24, das in einem Teilbereich 30 ausgeschnitten ist. Das Siebgewebe
24 weist zumindest je ein System von miteinander verwobenen, in Längsrichtung verlaufenden
Kettfäden 26 und quer dazu verlaufenden Schussfäden 28 auf. Im Rahmen der vorliegenden
Erfindung kann das Siebgewebe beispielsweise ein Metallgewebe, insbesondere ein Bronzegewebe,
ein Metall-Kunststoff-Mischgewebe, insbesondere ein Bronze- Kunststoff-Mischgewebe
oder auch ein reines Kunststoffgewebe enthalten. Das Trägersieb 22 kann ein einlagiges
oder mehrlagiges Siebgewebe enthalten, wobei der einfacheren Darstellung halber in
den Figuren jeweils nur ein einlagiges Siebgewebe gezeigt ist.
[0032] In dem ausgeschnittenen Teilbereich 30 des Siebgewebes 24 ist ein Einlegeelement
32 zur Erzeugung zumindest eines Sicherheitsmerkmals 14,15,16 in dem Sicherheitspapier
angeordnet, wobei das Einlegeelement 32 durch eine Kunststoff-Umspritzung 34 mit dem
Trägersieb 22 verbunden ist. Fig. 2(b) zeigt eine Abwandlung der Grundform der Fig.
2(a), bei der das Einlegeelement 32 durch eine Kunststoff-Hinterspritzung 36 mit dem
Trägersieb 22 verbunden ist. Durch die erfindungsgemäßen Umspritzungen 34 bzw. Hinterspritzungen
36 kann eine Vielzahl unterschiedlicher Einlegeelemente 32 in das Trägersieb 22 integriert
werden, insbesondere auch solche Einlegeelemente 32, die sich mit herkömmlichen Techniken
aufgrund der Verschiedenheit der Materialien oder aufgrund einer besonderen Form oder
anderer besonderer Eigenschaften des Einlegeelements 32 nicht in das Trägersieb 22
integrieren lassen.
[0033] In manchen Ausgestaltungen bietet es sich an, wenn das Einlegeelement 32, die Kunststoff-Umspritzung
34 bzw. Kunststoff-Hinterspritzung 36, oder auch beide Elemente mit Perforationen
versehen sind, um die Entwässerung bei der Papierherstellung in diesen Bereichen sicherzustellen.
Die Abmessungen der Perforationen werden dabei so klein gewählt, dass in ihnen bei
der Papierherstellung keine Fasern anhaften.
[0034] In weiteren Ausgestaltungen ist das Siebgewebe 24 nicht ausgeschnitten, sondern weist
lediglich einen Einlegebereich auf, in dem das Einlegeelement angeordnet ist. Insbesondere
kann das Siebgewebe beim Umspritzen hinter dem Einlegeelement und beim Hinterspritzen
in oder hinter der Hinterspritzung weiterlaufen.
[0035] Die nachfolgenden Figuren zeigen einige konkrete Ausführungsbeispiele für Einlegeelemente,
die mit herkömmlichen Verfahren nicht ohne Weiteres in das verwendete Trägersieb integrierbar
sind.
[0036] Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 3 weist das Trägersieb 40 ein Bronze-Siebgewebe
42 auf. In dem ausgeschnittenen Teilbereich 30 des Bronze-Siebgewebes 42 ist ein Einlegeelement
44 angeordnet, das ein Stahlplättchen 46 mit einer spitz zulaufenden Stahl-E-Type
48 enthält. Das Einlegeelement 44 ist durch eine Kunststoff-Umspritzung 34 mit dem
Trägersieb 40 verbunden.
[0037] Ein Stahl-Einlegeelement 44 mit einer spitz zulaufenden Stahl-E-Type 48 kann wegen
der Verschiedenheit der Materialien nicht ohne Weiteres auf ein Bronze-Siebgewebe
42 aufgeschweißt werden. Eine Verbindung mittels Elektroschweißen scheitert wegen
der spitz laufenden E-Type 48 an der Unterschiedlichkeit der zu verbindenden Flächen.
Eine Lötverbindung des Stahl-Einlegeelements 44 mit dem Bronze-Siebgewebes 42 wäre
zwar grundsätzlich möglich, doch zersetzen sich feine Lötungen im sauren Milieu der
Papierpulpe, und es besteht zudem die Gefahr, dass die Maschen des Siebgewebes 42
durch die Lötpaste verschlossen werden. Dieselben Probleme treten allgemein bei sich
nach oben verjüngende Stahl-E-Typen, wie etwa mehrstufigen E-Typen, oder auch bei
mehrstufigen Wasserzeicheneinsätzen aus Stahl auf, die mit herkömmlichen Verfahren
nicht ohne Weiteres mit dem Bronze-Siebgewebe 42 verbunden werden können, die aber
durch eine Kunststoff-Umspritzung 34 oder Kunststoff-Hinterspritzung 36 problemlos
in das Trägersieb integriert werden können.
[0038] Fig. 4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, bei dem das Trägersieb 40 ebenfalls
ein Bronze-Siebgewebe 42 aufweist. In einem ausgeschnittenen Teilbereich 30 des Bronze-Siebgewebes
42 ist ein Einlegeelement 50 angeordnet, das einen spitzen Stahlrahmen 52 enthält.
Mit dem spitzen Stahlrahmen 52 wird bereits bei der Papierherstellung ein Loch 16
mit scharfem Rand erzeugt, wie etwa in Fig.1 illustriert. Das Einlegeelement 50 mit
dem Stahlrahmen 52 ist durch eine Kunststoff-Umspritzung 34 mit dem Trägersieb 40
verbunden. Mit herkömmlichen Verfahren kann der Stahlrahmen 52 dagegen aus den oben
genannten Gründen nicht in das Bronze-Trägersieb 40 integriert werden.
[0039] Zur Verstärkung des Effekts kann das Einlegeelement innerhalb des Stahlrahmes zusätzlich
ein Kunststoffplättchen 54 aus einem wasserabweisenden Kunststoff enthalten. Eine
solche Maßnahme bietet sich insbesondere dann an, wenn mit dem Stahlrahmen 52 nur
kleinere Löcher erzeugt werden sollen.
[0040] Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 5 ist das in das Trägersieb 60 integrierte Einlegeelement
durch ein Siebelement 64 gebildet, dessen Material und/ oder Maschenweite sich von
dem Siebgewebe 62 des Trägersiebs 60 unterscheidet. Beispielsweise kann das Trägersieb
60 ein reines Kunststoff-Siebgewebe 62 enthalten und das Siebelement 64 kann durch
ein Bronzesieb mit einer Prägung 66 gebildet sein, das durch die Kunststoff-Umspritzung
34 mit dem Trägersieb 60 verbunden ist. Auf diese Weise kann in ein selbst nicht prägbares
Kunststoff-Siebgewebe 62 dennoch in einfacher Weise eine Prägung 66 integriert werden.
[0041] Fig. 6 zeigt ein komplexes Ausführungsbeispiel, bei dem das Einlegeelement 72 des
Entwässerungssiebs 70 zur gleichzeitigen Erzeugung mehrerer unterschiedlicher Sicherheitsmerkmale
ausgelegt ist. Fig. 6(a) zeigt dabei einen Querschnitt und Fig. 6(b) eine Aufsicht
auf das Entwässerungssieb 70. Das visuelle Erscheinungsbild des gebildeten Papiers
90 ist in Fig. 6(c) dargestellt.
[0042] Mit Bezug zunächst auf die Figuren 6(a) und (b) enthält das Entwässerungssieb 70
wie das Entwässerungssieb 20 der Fig. 2 ein Trägersieb 22 mit einem in einem Teilbereich
30 ausgeschnittenen Siebgewebe 24 aus Bronze. In dem ausgeschnittenen Teilbereich
30 ist ein Einlegeelement 72 angeordnet, das durch eine Kunststoff-Umspritzung 80
mit dem Trägersieb 22 verbunden ist. Die Kunststoff-Umspritzung 80 weist in diesem
Ausführungsbeispiel ein mehrstufiges Oberflächenrelief 82 auf und ist zudem zur Sicherstellung
der Entwässerung bei der Blattbildung mit einer Vielzahl von Perforationen versehen.
Da die Kunststoff-Umspritzung 80 um den Rand des Einlegeelements 72 herumläuft, bildet
sie einen perforierten Spritzgussrahmen, der bei der Papierherstellung wegen seines
mehrstufigen Oberflächenreliefs 82 ein mehrstufiges Rahmenwasserzeichen 94 in dem
Papier 90 erzeugt, das die von dem Einlegeelement 72 erzeugten Sicherheitsmerkmale
einschließt, wie in Fig. 6(c) gezeigt.
[0043] Das Einlegeelement 72 selbst enthält ein nur gering perforiertes Bronzeblech 74,
das aufgrund der geringen Perforationsdichte und seiner glatten Oberfläche bei der
Papierherstellung einen sehr dünnen Papierbereich 96 erzeugt. Im Inneren des Bronzeblechs
74 ist ein spitzer Stahlrahmen 76 zur Erzeugung eines Lochs 98 mit scharfem Rand (Fig.
6(c)) vorgesehen. Der Stahlrahmen 76 kann dabei nach unten abgesetzt sein, so dass
er nicht mit dem Egoutteur oder der Abnahmewalze in Kontakt kommt.
[0044] Innerhalb des Stahlrahmens 76 ist ein Plättchen 78 aus wasserabweisendem Kunststoff
angeordnet, das die Locherzeugung unterstützt. Die Verbindung zwischen dem Bronzeblech
74, dem Stahlrahmen 76 und dem Kunststoffplättchen 78 kann beispielsweise durch Kleben,
Schweißen, Klammern oder ein anderes übliches Verfahren erfolgen.
[0045] Mit Bezug auf die Darstellung Fig. 6(c) zeigt das mit dem Entwässerungssieb 70 erzeugte
Papier 90 außerhalb des Rahmenwasserzeichens 94 einen Velinbereich 92 normaler Papierstärke.
Das Rahmenwasserzeichen 94 weist ein mehrstufiges Design auf, dessen Erscheinungsbild
durch das mehrstufige Oberflächenrelief 82 der Kunststoff-Umspritzung 80 gegeben ist.
Innerhalb des Rahmenwasserzeichen 94 befindet sich ein Velinbereich 96 sehr geringer
Papierdicke, der durch das gering perforierte Bronzeblech 74 erzeugt ist, und innerhalb
dieses dünnen Velinbereichs 96 ist ein fein strukturiertes, scharf berandetes Loch
98 in Gestalt eines Reiters angeordnet. Erfindungsgemäß sind all diese verschiedenen
Sicherheitselemente gleichzeitig bei der Papierherstellung erzeugt. Ihre Herstellung
erfordert keine separaten Arbeitsschritte, wie etwa einen Laserschnitt- oder Stanzschritt.
Zudem stehen die Sicherheitsmerkmale aufgrund der gemeinsamen Erzeugung durch das
Einlegeelement zueinander sehr gut im Passer. Insbesondere bestehen keine Passerschwankungen
zwischen dem Rahmenwasserzeichen 94 und dem scharf berandeten Loch 98, so dass die
beiden Elemente nach Wunsch aufeinander ausgerichtet werden können.
[0046] Durch das erfindungsgemäße Umspritzen oder Hinterspritzen von Einlegeelementen können
auch magnetische Elemente in ein Trägersieb integriert werden. Zur Illustration zeigt
Fig. 7 ein Entwässerungssieb 100 mit einem Trägersieb 22 mit einem ausgeschnittenen
Siebgewebe 24, in dessen ausgeschnittenem Teilbereich als Einlegeelement ein sichelförmiger
Dauermagnet 102 angeordnet ist, der mit einer Vielzahl von Perforationen 104 versehenen
ist. Der perforierte Dauermagnet 102 ist durch eine Kunststoff-Umspritzung 34 mit
dem Trägersieb 22 verbunden.
[0047] Die Vielzahl von Perforationen 104 stellt die Entwässerung im Bereich des Dauermagneten
102 sicher. Durch das Magnetfeld des Dauermagneten 102 werden bei der Blattbildung
magnetische Bestandteile der Pulpe gezielt beeinflusst. Beispielsweise kann die Pulpe
magnetische Fasern enthalten, die bei der Blattbildung entlang der Magnetfeldlinien
des Dauermagneten 102 ausgerichtet werden. Beim Trocknen der Papierbahn werden die
magnetischen Fasern dann in ihrer ausgerichteten Orientierung dauerhaft fixiert.
[0048] Fig. 8 zeigt eine Aufsicht auf ein mit dem Entwässerungssieb 100 der Fig. 7 erzeugtes
Papier 110 mit einem magnetischen Sicherheitsmerkmal. In einem sichelförmigen Teilbereich
112, der sich bei der Papiererzeugung unmittelbar über dem Dauermagneten 102 befand,
wurden in der Pulpe enthaltene magnetische Fasern ausgerichtet, während die magnetischen
Fasern im umgebenden Papierbereich 114 ungeordnet vorliegen. Die unterschiedliche
Ausrichtung der magnetischen Fasern kann am fertigen Papier 110 beispielsweise mit
einem Magnetsensor nachgewiesen werden.
[0049] In anderen Gestaltungen kann sich der Teilbereich 112 sich auch visuell von dem Umgebungsbereich
114 unterscheiden. Beispielsweise kann die Pulpe magnetische, gefärbte oder fluoreszierende
Additive enthalten, die von dem Dauermagneten 102 angezogen oder abgestoßen werden,
so dass sich die Konzentration dieser Additive im Teilbereich 112 von der Konzentration
im Umgebungsbereich 114 unterscheidet.
[0050] Magnetische Elemente müssen nicht in dem Einlegeelement 32 enthalten sein, sie können
auch durch magnetische Additive in der Kunststoff-Umspritzung 34 bzw. der Kunststoff-Hinterspritzung
36 gebildet sein. Sie müssen auch nicht in die oberste Sieblage 24 des Trägersiebs
22 integriert sein, sondern können auch in einer tieferen Sieblage oder im Inneren
des Rundsiebs angeordnet sein. Sie können sich beispielsweise auch auf eingeschossenen
Fäden befinden. Magnetische Elemente können mit allen zuvor beschriebenen Gestaltungen
kombiniert sein.
Bezugszeichenliste
[0051]
- 10
- Banknote
- 12
- komplexes Sicherheitsmerkmal
- 14
- Rahmenwasserzeichen
- 15
- dünner Papierbereich
- 16
- fein strukturiertes Loch
- 20
- Entwässerungssieb
- 22
- Trägersieb
- 24
- Siebgewebe
- 26
- Kettfäden
- 28
- Schussfäden
- 30
- ausgeschnittener Teilbereich
- 32
- Einlegeelement
- 34
- Kunststoff-Umspritzung
- 36
- Kunststoff-Hinterspritzung
- 40
- Trägersieb
- 42
- Bronze-Siebgewebe
- 44
- Einlegeelement
- 46
- Stahlplättchen
- 48
- Stahl-E-Type
- 50
- Einlegeelement
- 52
- spitzer Stahlrahmen
- 54
- Kunststoffplättchen
- 60
- Trägersieb
- 62
- Siebgewebe
- 64
- Siebelement
- 66
- Prägung
- 70
- Entwässerungssieb
- 72
- Einlegeelement
- 74
- Bronzeblech
- 76
- spitzer Stahlrahmen
- 78
- Plättchen
- 80
- Kunststoff-Umspritzung
- 82
- Oberflächenrelief
- 90
- Papier
- 92
- Velinbereich normaler Papierstärke
- 94
- Rahmenwasserzeichen
- 96
- dünner Papierbereich
- 98
- scharf berandetes Loch
- 100
- Entwässerungssieb
- 102
- Dauermagnet
- 104
- Perforationen
- 110
- Papier
- 112
- sichelförmiger Teilbereich
- 114
- umgebender Papierbereich
1. Entwässerungssieb (20) für die Herstellung von Papier mit zumindest einem Sicherheitsmerkmal,
mit
- einem Trägersieb (22), das ein Siebgewebe (24) mit einem Einlegebereich enthält,
- einem in dem Einlegebereich des Siebgewebes angeordneten Einlegeelement (32) zur
Erzeugung des zumindest einen Sicherheitsmerkmals in dem Papier, und
- einer Kunststoff-Umspritzung (34) oder Kunststoff-Hinterspritzungs (36) des Einlegeelements
(32), die das Einlegeelement (32) mit dem Trägersieb (22) verbindet.
2. Entwässerungssieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Siebgewebe (24) des Tragersiebs (22) und das Einlegeelement (32) aus unterschiedlichen
Materialien bestehen, insbesondere dass das Siebgewebe und das Einlegeelement aus
unterschiedlichen Metallen bestehen oder dass eines der Elemente Trägersieb und Einlegeelement
aus Metall und das andere Element aus Kunststoff besteht.
3. Entwässerungssieb nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Einlegeelement (32) ein Siebelement (64) umfasst, dessen Material und/ oder Maschenweite
sich von dem Siebgewebe des Trägersiebs unterscheidet.
4. Entwässerungssieb nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Siebelement (64) geprägt ist.
5. Entwässerungssieb nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Siebgewebe (24) des Trägersiebs (22) ein reines Kunststoffgewebe ist, und das
Siebelement (64) ein Bronzesieb, insbesondere ein geprägtes Bronzesieb umfasst.
6. Entwässerungssieb nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Einlegeelement (32) eine E-Type (48) oder einen Wasserzeicheneinsatz, insbesondere
eine spitz zulaufende E-Type oder einen mehrstufigen Wasserzeicheneinsatz umfasst.
7. Entwässerungssieb nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Einlegeelement (32) einen spitzen Rahmen (52) zur Erzeugung eines scharf berandeten
Lochs (16) in dem Papier umfasst.
8. Entwässerungssieb nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Einlegeelement ein Metallplättchen und/ oder ein Kunststoffplättchen (54), insbesondere
aus wasserabweisendem Kunststoff, umfasst.
9. Entwässerungssieb nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Metallplättchen und/ oder das Kunststoffplättchen (54) mit einer Vielzahl von
Perforationen versehen sind, deren Abmessungen vorzugsweise so klein sind, dass in
ihnen bei der Papierherstellung keine Fasern anhaften.
10. Entwässerungssieb nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägersieb (22) ein Magnetelement enthält, vorzugsweise, dass das Einlegeelement
(32), die Kunststoff-Umspritzung (34) oder die Kunststoff-Hinterspritzung (36) das
Magnetelement enthält oder dass das Magnetelement auf eingeschossenen Fäden angeordnet
ist.
11. Entwässerungssieb nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststoff-Umspritzung (34) oder die Kunststoff-Hinterspritzung (36) ein Oberflächenrelief
(82) zur Erzeugung eines zwei- oder mehrstufigen Wasserzeichens im Papier aufweist.
12. Entwässerungssieb nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststoff-Umspritzung (34) oder die Kunststoff-Hinterspritzung (36) mit einer
Vielzahl von Perforationen versehen ist, deren Abmessungen vorzugsweise so klein sind,
dass in ihnen bei der Papierherstellung keine Fasern anhaften.
13. Entwässerungssieb nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlegebereich ein ausgeschnittener Teilbereich (30) des Siebgewebes (24) ist.
14. Verfahren zur Herstellung eines Entwässerungssiebs (20) für die Papierherstellung,
bei dem
- ein Trägersieb (22) bereitgestellt wird, das ein Siebgewebe (24) mit einem Einlegebereich
enthält,
- in dem Einlegebereich des Siebgewebes ein Einlegeelement (32) zur Erzeugung zumindest
eines Sicherheitsmerkmals in dem Papier angeordnet wird, und
- das Einlegeelement (32) mit Kunststoff umspritzt oder hinterspritzt wird, um das
Einlegeelement mit dem Trägersieb (22) zu verbinden.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststoff-Umspritzung (34) oder die Kunststoff-Hinterspritzung (36) mit einer
Vielzahl von Perforationen versehen wird, deren Abmessungen so klein sind, dass in
ihnen bei der Papierherstellung keine Fasern anhaften.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Perforationen mittels Laserstrahl erzeugt werden, vorzugsweise mittels Infrarot-Laser.
17. Verfahren zur Herstellung eines Papiers mit zumindest einem Sicherheitsmerkmal, bei
dem die Papieranlagerung auf einem Entwässerungssieb nach einem der Ansprüche 1 bis
13 erfolgt.
18. Verfahren nach Anspruch 17, bei dem als Sicherheitsmerkmal ein scharf berandetes Loch
(16) in dem Papier erzeugt wird.
19. Verfahren nach Anspruch 17, bei dem als Sicherheitsmerkmal ein Loch (16) mit charakteristischen
Unregelmäßigkeiten im Randbereich und/ oder ein Wasserzeichen in dem Papier erzeugt
wird.
20. Verfahren nach Anspruch 17, bei dem als erstes Sicherheitsmerkmal ein scharf berandetes
Loch in dem Papier erzeugt wird, und als zweites Sicherheitsmerkmal ein Loch mit charakteristischen
Unregelmäßigkeiten im Randbereich und/ oder ein Wasserzeichen in dem Papier erzeugt
wird, wobei das erste und zweite Sicherheitsmerkmal zueinander im Passer stehen.
1. A dewatering screen (20) for manufacturing paper having at least one security feature,
having
- a carrier mold (22) that includes a wire cloth (24) having an insert region,
- an insert element (32) arranged in the insert region of the wire cloth to produce
the at least one security feature in the paper, and
- a plastic overmolding (34) or plastic back molding (36) of the insert element (32),
which connects the insert element (32) with the carrier mold (22).
2. The dewatering screen according to claim 1, characterized in that the wire cloth (24) of the carrier mold (22) and the insert element (32) consist
of different materials, especially in that the wire cloth and the insert element consist of different metals or in that one of the elements carrier mold and insert element consists of metal and the other
element of plastic.
3. The dewatering screen according to claim 1 or 2, characterized in that the insert element (32) comprises a mold element (64) whose material and/or mesh
size differs from the wire cloth of the carrier mold.
4. The dewatering screen according to claim 3, characterized in that the mold element (64) is embossed.
5. The dewatering screen according to claim 3 or 4, characterized in that the wire cloth (24) of the carrier mold (22) is a pure plastic cloth, and the mold
element (64) comprises a bronze mold, especially an embossed bronze mold.
6. The dewatering screen according to at least one of claims 1 to 5, characterized in that the insert element (32) comprises an E-type (48) or a watermark insert, especially
a tapered E-type or a multi-level watermark insert.
7. The dewatering screen according to at least one of claims 1 to 6, characterized in that the insert element (32) comprises a sharp frame (52) for producing a sharply edged
hole (16) in the paper.
8. The dewatering screen according to at least one of claims 1 to 7, characterized in that the insert element comprises a metal platelet and/or a plastic platelet (54), especially
composed of water-repellant plastic.
9. The dewatering screen according to claim 8, characterized in that the metal platelet and/ or the plastic platelet (54) are provided with a plurality
of perforations whose dimensions are preferably so small that no fibers stick in them
at paper manufacture.
10. The dewatering screen according to at least one of claims 1 to 9, characterized in that the carrier mold (22) includes a magnet element, preferably in that the insert element
(32), the plastic overmolding (34) or the plastic back molding (36) includes the magnet
element, or in that the magnet element is arranged on shot threads.
11. The dewatering screen according to at least one of claims 1 to 10, characterized in that the plastic overmolding (34) or the plastic back molding (36) comprises a surface
relief (82) to produce a bi- or multi-level watermark in the paper.
12. The dewatering screen according to at least one of claims 1 to 11, characterized in that the plastic overmolding (34) or the plastic back molding (36) is provided with a
plurality of perforations whose dimensions are preferably so small that no fibers
stick in them at paper manufacture.
13. The dewatering screen according to at least one of claims 1 to 12, characterized in that the insert region is a cut-out sub-region (30) of the wire cloth (24).
14. A method for manufacturing a dewatering screen (20) for paper manufacture, in which
- a carrier mold (22) is provided that includes a wire cloth (24) having an insert
region,
- in the insert region of the wire cloth is arranged an insert element (32) for producing
at least one security feature in the paper, and
- the insert element (32) is overmolded or back-molded with plastic to connect the
insert element with the carrier mold (22).
15. The method according to claim 14, characterized in that the plastic overmolding (34) or the plastic back molding (36) is provided with a
plurality of perforations whose dimensions are so small that no fibers stick in them
at paper manufacture.
16. The method according to claim 15, characterized in that the perforations are produced by means of laser beam, preferably by means of infrared
laser.
17. A method for manufacturing a paper having at least one security feature, in which
the paper accretion occurs on a dewatering screen according to one of claims 1 to
13.
18. The method according to claim 17, in which, as the security feature, a sharply edged
hole (16) is produced in the paper.
19. The method according to claim 17, in which, as the security feature, a hole (16) having
characteristic irregularities in the edge region and/ or a watermark is produced in
the paper.
20. The method according to claim 17, in which, as the first security feature, a sharply
edged hole is produced in the paper, and as the second security feature, a hole having
characteristic irregularities in the edge region and/or a watermark is produced in
the paper, the first and second security feature being in register with each other.
1. Toile d'égouttage (20) destinée à la fabrication de papier avec au moins un élément
de sécurité, avec
- un tamis support (22), qui contient une gaze métallique (24) avec une zone d'insertion,
- un élément d'insertion (32) disposé dans la zone d'insertion de la gaze métallique
pour produire au moins une caractéristique de sécurité dans le papier, et
- une injection de plastique autour (34) ou derrière (36) l'élément d'insertion (32),
reliant l'élément d'insertion (32) au tamis support (22).
2. Toile d'égouttage selon la revendication 1, caractérisée en ce que la gaze métallique (24) du tamis support (22) et l'élément d'insertion (32) sont
composés de matériaux différents, en particulier en ce que la gaze métallique et l'élément d'insertion sont composés de métaux différents ou
en ce qu'un des éléments tamis support et élément d'insertion est composé de métal et l'autre
élément de matière plastique.
3. Toile d'égouttage selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que l'élément d'insertion (32) comprend un élément de tamisage (64), dont le matériau
et/ou l'ouverture de maille se différencie de la gaze métallique du tamis support.
4. Toile d'égouttage selon la revendication 3, caractérisée en ce que l'élément de tamisage (64) est gaufré.
5. Toile d'égouttage selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que la gaze métallique (24) du tamis support (22) est un pur tissu de plastique et l'élément
de tamisage (64) comprend un tamis en bronze, en particulier un tamis en bronze gaufré.
6. Toile d'égouttage selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que l'élément d'insertion (32) comprend un type E (48) ou une insertion en filigrane,
en particulier un type E conique ou une insertion en filigrane multiétagée.
7. Toile d'égouttage selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que l'élément d'insertion (32) comprend un cadre pointu (52) pour produire un trou à
bord net (16) dans le papier.
8. Toile d'égouttage selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que l'élément d'insertion comprend une plaquette métallique et/ou une plaquette en plastique
(54), en particulier en plastique hydrofuge.
9. Toile d'égouttage selon la revendication 8, caractérisée en ce que la plaquette métallique et/ou la plaquette de plastique (54) sont dotées d'une pluralité
de perforations, dont les dimensions sont de préférence si petites qu'aucune fibre
n'adhère dans celles-ci lors de la fabrication du papier.
10. Toile d'égouttage selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que le tamis support (22) contient un élément magnétique, de préférence, en ce que l'élément d'insertion (32), l'injection de plastique autour (34) ou derrière (36)
contient l'élément magnétique ou en ce que l'élément magnétique est disposé sur des fibres injectées.
11. Toile d'égouttage selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisée en ce que l'injection de plastique autour (34) ou derrière (36) comporte un relief superficiel
(82) pour produire un filigrane à deux ou plusieurs étages dans le papier.
12. Toile d'égouttage selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisée en ce que l'injection de plastique autour (34) ou derrière (36) est dotée d'une pluralité de
perforations dont les dimensions sont de préférence si petites qu'aucune fibre n'adhère
dans celles-ci lors de la fabrication du papier.
13. Toile d'égouttage selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisée en ce que la zone d'insertion est une zone partielle (30) découpée de la gaze métallique (24).
14. Procédé destiné à la fabrication d'une toile d'égouttage (20) pour la fabrication
du papier, pour lequel
- un tamis support (22) est préparé, qui contient une gaze métallique (24) avec une
zone d'insertion,
- un élément d'insertion (32) pour la production d'au moins une caractéristique de
sécurité dans le papier est disposé dans la zone d'insertion de la gaze métallique,
et
- l'élément d'insertion (32) est une injection de plastique autour ou derrière, pour
relier l'élément d'insertion au tamis support (22).
15. Procédé selon la revendication 14, caractérisé en ce que l'injection de plastique autour (34) ou derrière (36) est dotée d'une pluralité de
perforations, dont les dimensions sont si petites qu'aucune fibre n'adhère dans celles-ci
lors de la fabrication du papier.
16. Procédé selon la revendication 15, caractérisé en ce que les perforations sont produites au moyen d'un rayon laser, de préférence au moyen
d'un laser à infrarouge.
17. Procédé destiné à la fabrication d'un papier avec au moins une caractéristique de
sécurité, pour lequel l'accumulation de papier sur une toile d'égouttage a lieu selon
l'une quelconque des revendications 1 à 13.
18. Procédé selon la revendication 17, pour lequel un trou à bord net (16) est produit
dans le papier en tant que caractéristique de sécurité.
19. Procédé selon la revendication 17, pour lequel un trou (16) est produit en tant que
caractéristique de sécurité avec des irrégularités caractéristiques dans la zone du
bord et/ou un filigrane dans le papier.
20. Procédé selon la revendication 17, pour lequel un trou à bord net est produit dans
le papier en tant que première caractéristique de sécurité et en tant que deuxième
caractéristique de sécurité, un trou avec des irrégularités caractéristiques dans
la zone du bord et/ou un filigrane est produit dans le papier, la première et la deuxième
caractéristique de sécurité étant en repérage l'une par rapport à l'autre.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente