[0001] Die Erfindung betrifft einen Satz aus mehreren Lampenfassungen und mehreren Haltekörpern
und eine Leuchte mit einem solchen Satz.
[0002] Der Bedarf an flächigen Lampen bzw. flächigen Leuchten, welche aus mehreren flächigen
Lampen zusammengesetzt sind, nimmt zu. Solche Flächenleuchten werden zur Beleuchtung
beispielsweise an Wänden oder Decken montiert und sind wegen ihrer Leuchtcharakteristik
und des optisch ansprechenden Gesamteindrucks einerseits und des geringen Energieverbrauchs
andererseits von Interesse.
[0003] Leuchten aus einem OLED-Leuchtmittel und einer Fassung sind im Stand der Technik
bekannt. Zum Beispiel offenbart die
DE 603 06 720 T2 eine Lampe mit einer auf einem Substrat angeordneten organischen flächigen Leuchtschicht.
Das Substrat ist plattenförmig ausgestaltet und weist an einer Schmalseite eine seitlich/umfangsseitig
abstehende Zunge mit elektrischen Leiterbahnen auf. Mit Hilfe dieser Zunge kann das
Substrat in eine entsprechende Einstecköffnung einer Fassung (dort als Beleuchtungssockel
bezeichnet) eingesteckt und über die Leiterbahnen kontaktiert werden (siehe dort z.B.
die Figuren 2 und 3). Dabei können in einer einzigen einstückig ausgebildeten Fassung
(dort: Beleuchtungssockel) mehrere Öffnungen ausgebildet sein, in welche jeweils eine
Lampe mit ihrem Zungenabschnitt eingesteckt werden kann. Eine flächige Montage an
einer Wand oder Decke mit seitlich nebeneinander liegenden Lampen bzw. Lampen-Leuchtflächen
ist dabei schwierig. Es hat sich auch gezeigt, dass eine exakte Ausrichtung der Substrate
in einer gemeinsamen Ebene nebeneinander bei einer solchen Verbindung zwischen Fassung
und Leuchtmittel nicht immer mit der gewünschten Genauigkeit erfolgen kann.
[0004] In
DE 603 06 721 T2 sind weitere Verbindungsmöglichkeiten zwischen Leuchtmittel und Fassung angegeben.
Beispielsweise können auch bügelförmige Fassungen verwendet werden, die das Substrat
an zwei gegenüberliegenden Stellen umgreifen. Die elektrische Kontaktierung zwischen
der bügelförmigen Fassung und dem Leuchtmittel erfolgt dabei über die auf einer Flachseite
des Substrats vorgesehenen Leiter oder über zwei an gegenüberliegenden Schmalseiten
vorgesehene Substratzungen mit jeweiligen elektrischen Leitern. Auch eine solche Leuchte
erfüllt nicht alle Anforderungen an eine einfache und genaue Montierbarkeit bzw. die
gewünschte ästhetische Wirkung.
[0005] In
US 2011 222 293 A1 ist eine Verbindungsmöglichkeit zwischen einem Flächenlichtmodul und einer Halterung
mittels einer Fassung angegeben. Die Halterung weist für die Befestigung von mehreren
Flächenlichtmodulen nebeneinander Öffnungen zum Aufnehmen der Fassungen auf, wobei
die Halterung aus einem Stück gebildet ist. Auch eine solche Leuchte erfüllt nicht
alle Anforderungen an eine einfache und genaue Montierbarkeit bzw. die gewünschte
ästhetische Wirkung.
[0006] EP 2 280 212 A1 zeigt eine Beleuchtungsvorrichtung, bei der LEDs in Gehäusen untergebracht sind,
wobei die Gehäuse über kreuzförmige oder lineare Haltekörper, die zumindest langgestreckte
Haltekörperabschnitte aufweisen, miteinander mechanisch verbunden sind. Die Haltekörperabschnitte
sind mittelbar miteinander verbunden, und zwar über längliche Klammern, die formschlüssig
mit den Haltekörperabschnitten verbunden sind.
[0007] In verschiedenen Ausführungsbeispielen wird ein einfacher aber dennoch zuverlässiger
modularer Aufbau einer Leuchte ermöglicht, welche mehrere flache Flächenlichtlampen
aufweist.
[0008] Verschiedene Ausführungsformen der Erfindung können einen einfachen/unkomplizierten
aber dennoch zuverlässigen Aufbau einer Leuchte aus mehreren separaten Leuchtmitteln
bzw. Lampen, deren Leuchtflächen eine Gesamtleuchtfläche der Leuchte ausbilden, ermöglichen.
[0009] Verschiedene Ausführungsformen können z.B. ein Anordnen der Fassungen mit definierten
Abständen zueinander ermöglichen. Folglich können auch die an den Fassungen zu montierenden
Flächenlichtlampen umfangsseitig mit definierten Abständen zueinander oder aneinander
anliegend in einer Leuchte montiert werden, so dass aus den Flächenlichtlampen eine
Flächenlichtleuchte gebildet werden kann. Die Flächenlichtleuchte kann z.B. an einer
Wand oder einer Decke angebracht werden. Die Flächenlichtlampen können zum Beispiel
plane Leuchtflächen aufweisen, die in der Leuchte in einer gemeinsamen Ebene liegen/angeordnet
sind.
[0010] Gemäß verschiedenen Ausführungsformen der Erfindung können die Fassungen dabei an
definierten, vorgegebenen Positionen auf den Haltekörpern befestigt werden/sein (wozu
z.B. Löcher, insb. Schraublöcher, zur Aufnahme entsprechender Befestigungselemente
auf den Haltekörpern ausgebildet sein können), wobei die Haltekörper selbst in einer
vorgegebenen Anzahl unterschiedlicher Ausrichtungsmöglichkeiten zueinander miteinander
verbindbar sind. Die Haltekörper können z.B. zunächst über ihre Längsenden zueinander
ausgerichtet und miteinander mechanisch fest verbunden werden, anschließend können
die Fassungen auf den Haltekörpern befestigt werden, und abschließend können die Lampen
mit ihrer Unterseite auf die Fassungen aufgesteckt werden.
[0011] Verschiedene Ausführungsformen schaffen daher die Möglichkeit, mehrere separate flache
Flächenlichtlampen, wie z.B. flache OLED-Lampen bzw. flache OLED-Module (z.B. in Form
von sog. OLED-Fliesen bzw. OLED-Kacheln), in variabler Anordnung aber dennoch mit
definiertem Abstand bzw. definierter Ausrichtung zueinander in Leuchtensysteme zu
integrieren.
[0012] Verschiedene Ausführungsformen schaffen die Möglichkeit, mehrere separate flache
Flächenlichtlampen auf einfache und schnelle aber dennoch zuverlässige Weise zu einer
flachen Flächenleuchtanordnung zu verbinden.
[0013] Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann eine Leuchte aufweisen:
eine Mehrzahl von Fassungen zur mechanischen Halterung und elektrischen Kontaktierung
jeweils einer Flächenlichtlampe,
eine Mehrzahl von flachen Flächenlichtlampen mit einer jeweiligen oberen Flachseite,
welche eine Leuchtfläche aufweist, und einer jeweiligen Unterseite, welche der oberen
Flachseite gegenüber liegt,
wobei jeder Fassung eine Flächenlichtlampe zugeordnet ist und jede Flächenlichtlampe
an ihrer Unterseite zur Herstellung einer mechanischen und elektrischen Verbindung
mit der zugeordneten Fassung ausgebildet ist, so dass die jeweilige Flächenlichtlampe
unter Ausbildung des elektrischen Kontakts mit ihrer Unterseite auf die zugehörige
Fassung aufbringbar ist, und eine Mehrzahl von (separaten) langgestreckten Haltekörpern,
die miteinander über an den Längsenden der Haltekörper komplementär ausgeformte und
formschlüssig miteinander verbundene oder verbindbare Eingriffsabschnitte der langgestreckten
Haltekörper unter Ausbildung einer aus den Haltekörpern zusammengesetzten Haltestruktur,
auf der die Fassungen in regelmäßigen Abständen zueinander auf einer gemeinsamen Haltestruktur-Seite
anbringbar oder angebracht sind, mechanisch fest verbindbar oder fest verbunden sind,
wobei die langgestreckten Haltekörper und deren Längsenden identisch ausgebildet sind.
[0014] Im Betrieb bzw. im eingebauten/montierten Zustand kann die jeweilige obere Flachseite
dabei z.B. nach unten ausgerichtet sein, so dass die Flächenlichtlampe (z.B. eine
OLED) als sog. "Bottom Emitter" bzw "Bodenstrahler" ausgebildet ist. Im montierten
Zustand der Leuchte/Flächenlichtlampe muss die von der oberen Flachseite gebildete
Leuchtseite also nicht nach oben zeigen, sondern kann z.B. nach unten zeigen oder
vertikal angeordnet sein oder gegenüber der Vertikalen geneigt angeordnet sein.
[0015] In verschiedenen Ausführungsbeispielen können an der von den Haltekörpern gebildeten
Haltestruktur mehrere Fassungs-Befestigungsabschnitte ausgeformt sein, an denen die
Fassungen befestigt werden können, z.B. lösbar, z.B. mittels einer Schraubverbindung,
wozu entsprechende Schraublöcher in den Haltekörpern ausgeformt sein können.
[0016] Die Leuchte kann z.B. als Wandflächenleuchte oder Deckenflächenleuchte ausgebildet
sein.
[0017] Die Fassungen können z.B. als Aufsteckfassungen ausgebildet sein, d.h. die Flächenlichtlampen
können auf die zugehörigen Fassungen werkzeuglos aufsteckbar oder aufgesteckt sein.
[0018] Die jeweilige flache Flächenlichtlampe kann eine Dicke haben, welche deutlich geringer
ist als die Erstreckung der Flächenlichtlampe in Längs- und Breitenrichtung (bzw.
in radialer Richtung). Z.B. kann die Erstreckung der Flächenlichtlampe in Längs- und
Breitenrichtung jeweils mindestens um den Faktor 10 größer sein als die Erstreckung
in Dickenrichtung. Die obere Flachseite der jeweiligen Flächenlichtlampe bzw. deren
Leuchtfläche kann z.B. plan oder alternativ leicht gekrümmt ausgebildet sein.
[0019] Die jeweilige Flächenlichtlampe kann z.B. in einem zentralen Bereich ihrer Unterseite
mit der Fassung kontaktierbar sein. Die jeweilige Fassung kann von der Oberseite der
zugehörigen Flächenlichtlampe (und insb. von der Leuchtfläche) in der Draufsicht z.B.
vollständig überdeckt sein, wenn die Flächenlichtlampe an der zugehörigen Fassung
montiert ist. Die Abmessungen der jeweiligen Lampe in Breiten- und Längsrichtung können
also größer als diejenigen der zugehörigen Fassung sein. D.h., die jeweilige Fassung
kann von der zugeordneten Flächenlichtlampe im montierten Zustand der Flächenlichtlampe
mit Blickrichtung auf die Leuchtfläche der Flächenlichtlampe vollständig überdeckt
sein. Die Oberseite der jeweiligen Flächenlichtlampe kann dabei im Wesentlichen parallel
zu der Oberseite der zugehörigen Fassung sein.
[0020] Z.B. kann die jeweilige Flächenlichtlampe eine flache LED-Lampe oder eine flache
OLED-Lampe sein(OLED für organische Leuchtdiode), insb. eine sog. OLED-Kachel bzw.
OLED-Fliese, insb. eine rechteckige oder quadratische OLED-Kachel bzw. OLED-Fliese
(alternativ kann die OLED-Lampe aber auch eine ovale oder kreisrunde Form haben).
Die jeweilige Flächenlichtlampe kann z.B. eine flächige zusammenhängende Leuchtschicht
bzw. Leuchtschichtanordnung aufweisen. Die jeweilige Flächenlichtlampe kann z.B. eine
plattenförmige oder folienförmige OLED oder eine plattenförmige oder folienförmige
LED oder eine EL-Folie sein oder aufweisen. Generell können mehrere oder alle der
Flächenlichtlampen z.B. einen quadratischen Umfang oder einen rechteckförmigen Umfang
oder einen achteckigen, sechseckigen oder dreieckigen Umfang oder einen ovalen Umfang
oder einen kreisförmigen Umfang haben.
[0021] In der obigen Leuchte kann die jeweilige flache Flächenlichtlampe ein Leuchtmittel
sein, welches aufweist:
ein platten- oder folienartiges Trägerelement, das (mindestens) ein insbesondere flächiges
Halbleiterleuchtelement aufweist bzw. trägt oder Bestandteil eines insbesondere flächigen
Halbleiterleuchtelements ist, sowie
ein Leuchtmittelgehäuse, in dem das Trägerelement aufgenommen ist, das auf seiner
Vorderseite eine Lichtaustrittsöffnung zur Abstrahlung von Licht aufweist und das
auf seiner der Vorderseite gegenüberliegenden Rückseite eine Leuchtmittel-Verbindungseinrichtung
zur Herstellung einer mechanischen und elektrischen Verbindung mit einer zugeordneten
Lampenfassung aufweist.
[0022] Als Halbleiterleuchtelement kommen grundsätzlich alle flächigen Halbleiterleuchtelemente
in Betracht. Z.B. kann das Halbleiterleuchtelement eine organische Leuchtschicht aufweisen,
die zwischen zwei Elektroden (Anode und Kathode) angeordnet ist. Z.B. kann es sich
bei dem Halbleiterleuchtelement um eine organische Leuchtdiode handeln, die mehrschichtig
flächig auf eine Trägerfläche des Trägerelements aufgebracht ist. Länge und Breite
des folien- oder plattenförmigen Trägerelements sind z.B. um den Faktor 10 größer
als seine Dicke. Das Trägerelement kann mehrschichtig aufgebaut sein und z.B. zwei
Glasplatten aufweisen, zwischen denen das Halbleiterleuchtelement angeordnet ist.
[0023] Das Leuchtmittelgehäuse kann z.B. aus einem elektrisch isolierenden Material hergestellt
sein. Auf diese Weise ist ein Berührschutz gebildet, so dass das Leuchtmittel sowohl
für Niederspannungsleuchten als auch für Hochvoltleuchten eingesetzt werden kann.
[0024] Die Leuchtmittel-Verbindungseinrichtung kann z.B. in einem zentralen Bereich der
Gehäuse-Rückseite vorgesehen sein.
[0025] Alternativ oder zusätzlich kann in obiger Leuchte das jeweilige Lampen- bzw. Leuchtmittelgehäuse
z.B. auf seiner Rückseite eine Ausnehmung aufweisen, in die die zugeordnete Fassung
bei hergestellter mechanischer Verbindung eingreifen kann bzw. in der die zugeordnete
Fassung bei hergestellter mechanischer Verbindung zumindest teilweise aufgenommen
ist. Dabei kann die Leuchtmittel-Verbindungseinrichtung in der Ausnehmung angeordnet
sein. Auf diese Weise ist es möglich, den Berührschutz an der Verbindungsstelle zwischen
Leuchtmittel und Fassung zu verbessern und zudem eine flache Bauform für eine Flächenleuchte
zu erreichen. Die Ausnehmung kann z.B. mittig in der Rückseite des Gehäuses ausgebildet
sein.
[0026] Alternativ oder zusätzlich kann in obiger Leuchte die Leuchtmittel-Verbindungseinrichtung
z.B. symmetrisch zu einem Symmetriepunkt oder einer Symmetrieachse auf der Rückseite
sein.
[0027] Alternativ oder zusätzlich kann in obiger Leuchte die Leuchtmittel-Verbindungseinrichtung
z.B. ein Rastmittel und/oder ein Steckmittel zur Herstellung einer mechanischen Verbindung
mit der Fassung aufweisen. Das Leuchtmittel kann dabei vorzugsweise rechtwinklig zu
der Ebene seiner vorzugsweise planen Leuchtfläche auf die Fassung aufgerastet oder
aufgesteckt werden. Die Montage sowie der Austausch des Leuchtmittels sind dabei besonders
einfach und können insbesondere werkzeuglos erfolgen. Die Aufsteckkraft und/oder Abzugskraft
beim Herstellen beziehungsweise beim Lösen der Verbindung zwischen dem Leuchtmittel
und der Fassung kann durch die Form und/oder Größe eines Rastvorsprungs des Rastmittels
vorgegeben sein.
[0028] Alternativ oder zusätzlich kann in obiger Leuchte die Leuchtmittel-Verbindungseinrichtung
z.B. eine Kodiereinrichtung mit wenigstens einem Kodierelement aufweisen, um wenigstens
eine zulässige Relativlage des Leuchtmittels gegenüber der Fassung beim Herstellen
der Verbindung vorzugeben.
[0029] Alternativ oder zusätzlich kann in obiger Leuchte das Leuchtmittelgehäuse z.B. einen
die Lichtaustrittsöffnung umschließenden Rahmen und eine die Rückseite aufweisende
Gehäuserückwand aufweisen. Dabei kann der Rahmen z.B. mit einer Anlagefläche an einer
Lichtabstrahlseite des Trägerelements anliegen. Zusätzlich können zwischen dem Trägerelement
und der Gehäuserückwand z.B. elastische Lagerelemente vorhanden sein, die das Trägerelement
gegen die Anlagefläche am Rahmen drücken.
[0030] Alternativ oder zusätzlich kann in obiger Leuchte die Leuchtmittel-Verbindungseinrichtung
z.B. elektrische Leuchtmittelanschlüsse aufweisen, die an der Rückseite des Gehäuses
zugänglich sind und zusätzlich zu den Rastmitteln und/oder Steckmitteln vorgesehen
sein können.
[0031] Alternativ oder zusätzlich können in obiger Leuchte am Trägerelement z.B. Halbleiterkontaktflächen
vorhanden sein, die entweder mit der Anode oder der Kathode des Halbleiterleuchtelements
elektrisch verbunden sind. Die Halbleiterkontaktflächen können dabei z.B. auf der
einer Lichtabstrahlseite des Trägerelements entgegengesetzten Seite vorgesehen sein.
Die Halbleiterkontaktflächen können innerhalb des elektrisch isolierenden Leuchtmittelgehäuses
angeordnet sein, wodurch sie gegen eine Berührung gesichert sind. Dabei kann jeder
Leuchtmittelanschluss z.B. elektrisch mit einem Leuchtmittelkontakt verbunden sein,
der an einer der Halbleiterkontaktflächen anliegt. Ferner kann ein elektrisch leitendes
Leuchtmittelkontaktteil vorgesehen sein, das einen der Leuchtmittelanschlüsse und
einen der Leuchtmittelkontakte aufweist. Die obigen Lagerelemente können z.B. von
Federzonen des Leuchtmittelkontaktteils gebildet sein.
[0032] Das Trägerelement kann z.B. zwei Halbleiterleuchtelemente mit jeweils zwei Halbleiterkontaktflächen
aufweisen.
[0033] Die Lichtaustrittsöffnung kann z.B. eine plane Leuchtfläche des Leuchtmittels begrenzen.
[0034] Die z.B. plan ausgebildeten Leuchtflächen der an den Fassungen angeordneten Leuchtmittel
bzw. Lampen können in einer gemeinsamen Ebene liegen bzw. angeordnet sein. Dabei können
die Flächenlichtlampen im montierten Zustand z.B. umfangsseitig/seitlich aneinander
liegen, so dass sie eine zusammenhängende plane Gesamtleuchtfläche erzeugen.
[0035] Erfindungsgemäß ist ein Satz aus einer Mehrzahl von Fassungen und einer Mehrzahl
von langgestreckten Haltekörpern vorgesehen. Die Fassungen dienen dabei der mechanischen
Halterung und elektrischen Kontaktierung jeweils einer flachen Flächenlichtlampe.
Die langgestreckten Haltekörper sind miteinander über an den Längsenden der Haltekörper
komplementär ausgeformte und formschlüssig miteinander verbundene oder verbindbare
Eingriffsabschnitte der langgestreckten Haltekörper unter Ausbildung einer aus den
Haltekörpern zusammengesetzten Haltestruktur, auf der die Fassungen in regelmäßigen
Abständen auf einer gemeinsamen Haltestruktur-Seite anbringbar oder angebracht sind
(insb. über an den Haltekörpern ausgeformte Fassungs-Befestigungsabschnitte), mechanisch
fest verbindbar oder fest verbunden sind, insb. in vorgegebenen Ausrichtungen zueinander,
wobei die langgestreckten Haltekörper und deren Längsenden identisch ausgebildet sind.
[0036] Die Eingriffsabschnitte können auch als Haltekörper-Verbindungsabschnitte bezeichnet
werden. Die Haltekörper-Verbindungsabschnitte können z.B. an den Längsenden ausgeformte
zusammenpassende Verbindungselemente zur Ausbildung einer form- und kraftschlüssigen
Verbindung, wie z.B. fluchtende Durchgangslöcher zur Aufnahme eines Befestigungselements,
aufweisen. Dies gilt analog für die erste Ausführungsform.
[0037] Die von den Haltekörpern ausgebildete Haltestruktur kann z.B. flach ausgebildet sein,
mit einer planen oberen Flachseite und/oder einer planen unteren Flachseite. Insbesondere
kann die gemeinsame Haltestruktur-Seite, auf der die Fassungen anbringbar/angebracht
sind, eben ausgebildet sein, so dass die Fassungen im montierten Zustand (und folglich
auch die daran zu befestigenden Lampen) in einer gemeinsamen Ebene liegen.
[0038] Die mechanisch feste Verbindung der langgestreckten Haltekörper über deren Längsenden
kann unter Verwendung mechanischer Befestigungsmittel erfolgen (z.B. Schrauben). Die
mechanischen Befestigungsmittel können dabei z.B. eine form- und/oder kraftschlüssige
Verbindung erzeugen, z.B. eine Schraub- oder Stift- oder Nietverbindung. Die Verbindung
kann eine lösbare Verbindung sein, z.B. eine Steckverbindung und/oder eine Rastverbindung
und/oder eine Schraubverbindung und/oder einer Klammerverbindung.
[0039] Sowohl in der ersten als auch in der zweiten Ausführungsform können die Fassungen
z.B. einstückig mit den Haltekörpern oder alternativ als gegenüber den Haltekörpern
separate Bauteile ausgebildet sein.
[0040] Sind die Fassungen als separate Bauteile ausgebildet, so können sie jeweils ein Fassungsgehäuse
aufweisen, wobei das jeweilige Fassungsgehäuse auf seiner dem Leuchtmittel bzw. der
Lampe zugewandten Seite eine Verbindungsseite aufweist, an der eine Fassungsanschlusseinrichtung
vorgesehen ist, die zur Herstellung einer mechanischen und elektrischen Verbindung
mit einer zugeordneten Flächenlichtlampe dient, und wobei das jeweilige Fassungsgehäuse
ferner eine der Verbindungsseite gegenüberliegende Montageseite zur Befestigung der
Fassung an der Haltestruktur aufweist. Die jeweilige Fassung kann dabei z.B. als flaches
Bauteil ausgebildet sein, von dessen beiden Flachseiten die Verbindungsseite und die
Montageseite gebildet sind.
[0041] Zwischen der Verbindungseite und der Montageseite des Fassungsgehäuses können sich
z.B. stirnseitige Fassungsgehäuseseiten erstrecken, wobei zumindest an einer der stirnseitigen
Fassungsgehäuseseiten Versorgungsanschlüsse zur elektrischen Verbindung der Fassung
mit einer Versorgungsleitung vorhanden sind. Z.B. können an mehreren Fassungsgehäuseseiten
jeweils mehrere Versorgungsanschlüsse vorhanden sein. Für jeden Versorgungsanschluss
kann z.B. ein Zugentlastungsmittel vorhanden sein. Das Zugentlastungsmittel kann z.B.
lösbar am Fassungsgehäuse befestigt sein. Die Versorgungsanschlüsse können entweder
eine positive Polarität (+) oder negative Polarität (-) aufweisen, und alle dieselbe
Polarität (+ oder -) aufweisenden Versorgungsanschlüsse können miteinander elektrisch
kurzgeschlossen sein. An einer Fassungsgehäuseseite mit Versorgungsanschlüssen kann
jeweils zumindest ein Versorgungsanschluss dem Pluspol und zumindest ein Versorgungsanschluss
dem Minuspol zugeordnet sein. Im Fassungsgehäuse können Kurzschlussverbinder angeordnet
sein, die mehrere Anschlussflächen aufweisen, wobei jedem kurzzuschließenden Versorgungsanschluss
eine der Anschlussflächen desselben Kurzschlussverbinders zugeordnet ist.
[0042] Die Fassungsanschlusseinrichtung kann z.B. elektrische Fassungsanschlüsse aufweisen,
die zur elektrischen Verbindung mit dem Leuchtmittel dienen. Es können jeweils mehrere
Fassungsanschlüsse gleicher Polarität (+ oder -) vorhanden sein, und die Fassungsanschlüsse
gleicher Polarität (+ oder -) können miteinander elektrisch kurzgeschlossen sein.
Der elektrische Kurzschluss zwischen Fassungsanschlüssen gleicher Polarität (+ oder
-) kann durch jeweils einen einzigen Kurzschlussverbinder erfolgen. Es können ein
dem Minuspol (-) und ein dem Pluspol (+) zugeordneter Kurzschlussverbinder vorhanden
sein, die eine identische Form aufweisen. Jeder Kurzschlussverbinder kann einen Basisabschnitt
und vom Basisabschnitt abgewinkelte Anschlussteile mit jeweils einer Anschlussfläche
aufweisen. Die den beiden unterschiedlichen Polen (+ oder -) zugeordneten Kurzschlussverbinder
können mit Isolationsabstand im Fassungsgehäuse angeordnet sein. Die Basisabschnitte
der beiden Kurzschlussverbinder können sich an einer Kreuzungsstelle unter Einhaltung
des Isolationsabstands kreuzen.
[0043] Im Sinne dieser Beschreibung und in den obigen Ausführungsformen kann unter einer
Fassung z.B. eine Vorrichtung bzw. ein Bauteil verstanden werden, an dem eine auswechselbare
Lampe schnell und unkompliziert mechanisch befestigt (bzw. davon gelöst) werden kann,
um die Lampe gleichzeitig elektrisch zu kontaktieren und somit mit elektrischem Strom
versorgen zu können. D.h., mit der mechanischen Befestigung der Lampe an der Fassung
kann zugleich die elektrische Kontaktierung der Lampe erfolgen, d.h., die Verbindung
der Stromleitungen bzw. derer elektrischer Kontakte. Die Fassung und die Lampe können
derart ausgebildet sein, dass die Lampe werkzeuglos und lösbar an der Fassung befestigt
werden kann, z.B. durch Aufstecken der Lampe auf die Fassung. Mit anderen Worten kann
die Fassung eine Steckfassung sein, auf die die Lampe aufsteckbar ist.
[0044] In den obigen Ausführungsformen können die langgestreckten Haltekörper z.B. aus Metall
oder alternativ aus einem geeigneten Kunststoffmaterial hergestellt sein.
[0045] In den obigen Ausführungsformen dienen die langgestreckten Haltekörper insbesondere
als Abstandshalter, welche die Fassungen in definierten bzw. regelmäßigen Abständen
zueinander halten. D.h., die Haltekörper ermöglichen eine Anordnung der Fassungen
(und somit der Lampen bzw. Leuchtmittel) mit definierten Abständen zueinander.
[0046] Alternativ oder zusätzlich können in den obigen Ausführungsformen die Fassungen daher
an vorgegebenen Fassungs-Befestigungsabschnitten, welche an mehreren oder allen Haltekörpern
ausgeformt sind, angebracht oder anbringbar sein, z.B. lösbar, z.B. mittels einer
Steckverbindung und/oder einer Rastverbindung und/oder einer Schraubverbindung. Z.B.
können alle oder mehrere der Haltekörper auf einer gemeinsamen Haltekörperseite an
ihrem jeweiligen Längsende einen ausgeformten Fassungs-Befestigungsabschnitt aufweisen,
so dass an einem jeweiligen Haltekörper insgesamt zwei Fassungen anbringbar sind.
Der jeweilige Fassungs-Befestigungsabschnitt kann z.B. ein oder mehrere an dem jeweiligen
Längsende ausgeformte Löcher zur Aufnahme eines Befestigungselements aufweisen.
[0047] Da erfindungsgemäß die langgestreckten Haltekörper z.B. vollständig identisch ausgebildet
sind, kann beispielsweise bedeuten, dass sie die gleiche Form und die gleichen Abmessungen
aufweisen.
[0048] Alternativ oder zusätzlich können in den obigen Ausführungsformen die langgestreckten
Haltekörper an ihren Längsenden z.B. lösbar mechanisch fest miteinander verbunden
(z.B. verschraubt) oder verbindbar sein. Die lösbare Verbindung kann z.B. eine Schraubverbindung
sein. D.h., die Haltekörper können unter Verwendung eines lösbaren Verbindungselements
fest miteinander verbunden sein. Alternativ können die Haltekörper aber z.B. auch
vernietet sein. Ferner alternativ können die langgestreckten Haltekörper z.B. auch
stoffschlüssig miteinander verbunden sein, z.B. verklebt sein.
[0049] Da erfindungsgemäß die langgestreckten Haltekörper an ihren Längsenden über die komplementär
geformten Eingriffsabschnitte formschlüssig miteinander verbunden oder verbindbar
sind, können die Eingriffsabschnitte einander ergänzen bzw. zusammenwirken, wodurch
eine begrenzte Anzahl unterschiedlicher Anordnungsmöglichkeiten relativ zueinander
vorgegeben werden kann. Die Eingriffsabschnitte können z.B. von an den beiden Längsenden
eines Haltekörpers ausgeformten Vertiefungen bzw. Aussparungen gebildet sein. Die
beiden ausgesparten Eingriffsabschnitte können identisch ausgebildet sein. Z.B. kann
die jeweilige Aussparung in der Draufsicht rechteckig, insbesondere quadratisch ausgebildet
sein. Die Aussparungen können auf einer gemeinsamen oder auf gegenüberliegenden Seiten
des Haltekörpers ausgebildet sein. Mit anderen Worten können die beiden Längsenden
eines jeden Haltekörpers Laschen oder Verbindungszungen aufweisen, wobei zur Verbindung
zweier Haltekörper die Laschen der benachbarten Längsenden übereinander gelegt werden,
so dass sie sich insbesondere vollständig überlappen. Werden zwei benachbarte Haltekörper
mit ihren Aussparungen oder Laschen übereinander gelegt, so kann der Formschluss z.B.
von drei Flächenpaaren gebildet sein, z.B. von einem horizontalen Flächenpaar und
zwei vertikalen Flächenpaaren (wobei die beiden vertikalen Flächenpaare parallel oder
senkrecht zueinander angeordnet sein können, je nachdem, ob die Haltekörper linear
oder rechtwinklig zueinander ausgerichtet sind).
[0050] Beispielsweise können die langgestreckten Haltekörper an ihren Längsenden sowohl
durch eine lösbare Verbindung (unter Verwendung eines lösbaren Befestigungselements
wie z.B. einer Schraube) als auch durch eine (rein) formschlüssige Verbindung, welche
durch die komplementären Eingriffsabschnitte erreicht ist, verbunden sein.
[0051] Alternativ oder zusätzlich können in den obigen Ausführungsformen zwei benachbarte
Haltekörper in entweder linearer oder rechtwinkliger Anordnung zueinander verbunden
oder verbindbar sein. Z.B. sind die Haltekörper über ihre Längsenden ausschließlich
in diesen beiden Ausrichtungen miteinander verbunden. Mit anderen Worten können die
Haltekörper über ihre Längsenden in einer vorgegebenen Anzahl unterschiedlicher Ausrichtungen
miteinander verbindbar sein. Die beschriebene, definierte/vorgegebene Ausrichtung
der Haltekörper kann insbesondere durch den oben beschriebenen Formschluss erreicht/erleichtert
werden. Durch Anordnen mehrerer Haltekörper in Reihe lassen sich dabei z.B. die folgenden
Haltestrukturen erzielen: lineare Haltestruktur, rechtwinklige bzw. L-förmige Haltestruktur,
U-förmige Haltestruktur, rechteckige oder quadratische Haltestruktur, mäanderförmige
Haltestruktur, Zick-zack-förmige Haltestruktur oder schlangenförmige Haltestruktur.
[0052] Alternativ oder zusätzlich können in den obigen Ausführungsformen die langgestreckten
Haltekörper als flache Plattenkörper mit einer Plattenunterseite und einer Plattenoberseite
ausgebildet sein. Die Plattenkörper können dabei z.B. eine Streifenform haben. Z.B.
haben die Plattenkörper eine rechteckige Form (in der Draufsicht). Der in Längsrichtung
zentral gelegene Streifenabschnitt kann aber z.B. auch verjüngt sein.
[0053] Die jeweilige Plattenunterseite kann z.B. plan ausgebildet sein.
[0054] Bei einem oder mehreren oder allen der Plattenkörper können auf der Plattenunterseite
an den beiden Längsenden jeweils ein oder mehrere Löcher mit Innengewinde vorgesehen
sein. Die Fassungen können dann unter Verwendung von Schrauben auf den Plattenunterseiten
angebracht werden bzw. sein. Die Schrauben können sich dabei durch entsprechende Löcher
der Fassungen hindurch erstrecken und in das jeweilige Innengewinde eingreifen. Das
jeweilige Loch kann z.B. ein Sack- oder Durchgangsloch sein. Z.B. kann jeweils eine
Gruppe von mehreren Durchgangsbohrungen vorgesehen sein, z.B. eine Gruppe aus vier
Durchgangslöchern.
[0055] Alternativ können die Fassungen aber auch mittels anderer Verbindungstechniken mit
der Plattenunterseite verbunden sein. Z.B. können die Fassungen mit ihrer Montageseite
auf die Plattenunterseite aufgeklebt oder aufgerastet oder aufgesteckt sein.
[0056] Zusätzlich oder alternativ kann der jeweilige Plattenkörper an seinen beiden Längsenden
jeweils eine Aussparung aufweisen. Die Aussparungen können z.B. beide auf der Plattenoberseite
ausgebildet sein. Die jeweilige Aussparung kann sich über die gesamte Plattenbreite
hinweg von dem jeweiligen Längsende aus in Richtung zu der Plattenmitte hin erstrecken
(jedoch nicht bis zur Plattenmitte hin, d.h. mit Abstand zu der in Plattenlängsrichtung
gelegenen Plattenmitte). Die jeweilige Aussparung bildet einen Eingriffsabschnitt
zum Eingriff mit der Aussparung eines anderen Plattenkörpers. Die jeweilige Aussparung
kann z.B. in Draufsicht rechteckig geformt sein, insb. quadratisch. Die jeweilige
Aussparung kann sich in Tiefenrichtung bzw. Dickenrichtung z.B. bis zur Plattenmitte
hin erstrecken. Zwei benachbarte Haltekörper können dann mit ihren von den Aussparungen
gebildeten abgesenkten Bereichen derart übereinander gelegt werden, dass die obere
Plattenseite des einen Haltekörpers mit der unteren Plattenseite des anderen Haltekörpers
fluchtet bzw. in einer gemeinsamen Ebene liegt. Zwischen den Aussparungen kann eine
Erhebung mit planer Oberfläche ausgebildet sein. Die Aussparungen sind insb. identisch
ausgebildet.
[0057] In dem Boden der jeweiligen Aussparung bzw. in der von der Aussparung gebildeten
Lasche kann zumindest ein Durchgangsloch angeordnet sein. Z.B. ist in dem Boden der
jeweiligen Aussparung ein mittig angeordnetes Durchgangsloch vorgesehen. Z.B. ist
das zumindest eine Durchgangsloch bzw. dessen Wandung mit einem Innengewinde versehen.
Zwei benachbarte Haltekörper können mit ihren Aussparungen/Laschen übereinander gelegt
und unter Verwendung eines Befestigungsmittels, welches sich durch die beiden fluchtenden
Durchgangslöcher hindurch erstreckt, fest miteinander verbunden werden. Das Befestigungsmittel
kann z.B. eine Schraube (oder alternativ z.B. ein Niet) sein. Zumindest in einer der
beiden Aussparungen eines jeden Haltekörpers kann das zumindest eine Durchgangsloch
an der Plattenunterseite in eine Senkung münden, so dass das Befestigungsmittel (bzw.
dessen Schraubenkopf oder Nietkopf) in der Senkung bündig mit der Plattenunterseite
aufliegen kann. Z.B. können an der Plattenunterseite mehrere Löcher mit Innengewinde
zur Befestigung einer Fassung um das Durchgangsloch zur Verbindung zweier Haltekörper
herum angeordnet sein (z.B. symmetrisch um das Durchgangsloch herum).
[0058] Optional kann in den obigen Ausführungsformen in einem in Plattenlängsrichtung zentralen
Bereich von zumindest einem Plattenkörper (insbesondere von mehreren oder allen Plattenkörpern)
ein Durchgangsloch vorgesehen sein, so dass der zumindest eine Plattenkörper unter
Verwendung eines mechanischen Befestigungselements (z.B. einer Schraube), welches
sich durch das Durchgangsloch hindurch erstreckt, an einer Befestigungsfläche (z.B.
an einer Decke oder einer Wand) montiert werden kann.
[0059] Ferner kann in den obigen Ausführungsformen jeweils ein plattenförmiges Abschlussstück
vorgesehen sein. Dieses kann insbesondere bei einer geraden Anzahl von Haltekörpern
hilfreich sein. Das Abschlussstück kann dabei komplementär zu einer der oben beschriebenen
Aussparungen an den Längsenden des jeweiligen Haltekörpers geformt sein. D.h., die
Aussparung kann von dem Abschlussstück vollständig ausgefüllt sein, so dass eine plane
Oberfläche entsteht, wenn das Abschlussstück an dem Längsende montiert ist. Das Abschlussstück
kann dabei Löcher zur Befestigung der Fassung und ein Durchgangsloch aufweisen, das
mit dem in der Lasche/Aussparung ausgebildeten Durchgangsloch zur Verbindung der Haltekörper
fluchtet.
[0060] Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann ein Halterungselement zum Halten mindestens
einer flachen Flächenlichtlampe aufweisen:
einen langgestreckten, flachen Plattenkörper mit einer oberen Plattenseite und einer
der oberen Plattenseite gegenüber liegenden unteren Plattenseite sowie
mindestens eine, auf der Plattenunterseite oder Plattenoberseite anbringbare oder
angebrachte Fassung zur mechanischen Halterung und elektrischen Kontaktierung einer
flachen Flächenlichtlampe,
wobei an den beiden Längsenden des Plattenkörpers jeweils ein Eingriffsabschnitt ausgeformt
ist, der von einer Aussparung gebildet ist, die sich in der Draufsicht von dem jeweiligen
Längsende des Plattenkörpers aus über die gesamte Breite des Plattenkörpers hinweg
in Richtung zu der Längsmitte hin erstreckt,
so dass der Plattenkörper an jedem seiner beiden Längsenden mit einem anderen, identisch
ausgebildeten Plattenkörper unter Ausbildung einer von den Eingriffsabschnitten der
benachbarten Plattenkörper gebildeten formschlüssigen Verbindung verbunden werden
kann.
[0061] Der langgestreckte Haltekörper und/oder die Fassung können dabei wie für die oben
beschriebenen Ausführungsformen beschrieben ausgebildet sein.
[0062] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Figuren dargestellt und werden im
Folgenden näher erläutert.
[0063] Es zeigen
- Figur 1
- eine schematische Darstellung einer Leuchte mit mehreren Lampen bzw. Leuchtmitteln
und mehreren Fassungen;
- Figur 2
- ein Ausführungsbeispiel eines Leuchtmittels in perspektivischer Explosionsdarstellung;
- Figur 2a
- eine perspektivische Darstellung eines Leuchtmittelkontaktteils des Leuchtmittels
nach Figur 2;
- Figur 3
- eine perspektivische Darstellung des Leuchtmittels gemäß Figur 2 mit Blick auf die
Rückseite sowie eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer
Fassung;
- Figur 4
- das Leuchtmittel und die Fassung nach Figur 3 bei hergestellter Verbindung;
- Figur 5
- die perspektivische Darstellung des Leuchtmittels und der Fassung gemäß Figur 4, wobei
die Gehäuserückwand des Leuchtmittels sowie die Montagefläche der Fassung entfernt
wurden, um die elektrische Verbindung zu veranschaulichen;
- Figur 6
- eine perspektivische Explosionsdarstellung der Fassung gemäß der Figuren 3 bis 5;
- Figur 7
- die Fassung aus Figur 6 in teilmontiertem Zustand;
- Figur 8
- eine Draufsicht auf das geöffnete Fassungsgehäuse mit Blickrichtung von der Montageseite
her;
- Figur 9
- eine perspektivische Ansicht auf das Leuchtmittel und die Fassung nach Figur 3 mit
Blickrichtung auf die Vorderseite des Leuchtmittels und die Verbindungsseite der Fassung;
- Figur 10
- eine Seitenansicht auf das Leuchtmittel und die Fassung bei hergestellter Verbindung;
- Figur 11a
- einen Haltekörper gemäß einer Ausführungsform der Erfindung in der Draufsicht;
- Figur 11b
- eine Unteransicht des Haltekörpers aus Figur 11a;
- Figur 12
- ein Abschlussstück zur Verwendung mit dem Haltekörper nach den Figuren 11a und 11b
in der Draufsicht;
- Figur 13
- eine Fassung zur Verwendung mit dem Haltekörper nach den Figuren 11a und 11b in der
Draufsicht;
- Figur 14
- die Unterseite einer Flächenlichtlampe, an deren Gehäuse-Rückseite eine Aussparung
ausgebildet ist, in der eine Fassung nach Figur 13 zumindest teilweise aufgenommen
ist, um die Fassung mit der Lampe zu kontaktieren;
- Figuren 15a und 15b
- in der Draufsicht bzw. Unteransicht eine Haltestruktur, welche aus zwei Haltekörpern
nach den Figuren 11a und 11b sowie einem Abschlussstück nach Figur 12 gebildet ist;
- Figuren 16a und 16b
- in der Draufsicht bzw. Unteransicht eine andere/alternative Haltestruktur, welche
aus zwei Haltekörpern nach den Figuren 11a und 11b sowie einem Abschlussstück nach
Figur 12 gebildet ist;
- Figuren 17a und 17b
- in der Draufsicht bzw. Unteransicht eine erfindungsgemäße Leuchte, welche eine noch
andere Haltestruktur aufweist, die aus acht Haltekörpern nach den Figuren 11a und
11b sowie einem Abschlussstück nach Figur 12 gebildet ist;
- Figuren 18a und 18b
- in der Draufsicht bzw. Unteransicht eine andere/alternative erfindungsgemäße Leuchte,
welche eine noch andere Haltestruktur aufweist, die aus vier Haltekörpern nach den
Figuren 11a und 11b sowie einem Abschlussstück nach Figur 12 gebildet ist;
- Figuren 19a und 19b
- in der Unteransicht bzw. Draufsicht eine noch andere erfindungsgemäße Leuchte, welche
eine noch andere Haltestruktur aufweist, die aus fünf Haltekörpern nach den Figuren
11a und 11b gebildet ist; und
- Figuren 20a und 20b
- in der Draufsicht bzw. Unteransicht eine weitere erfindungsgemäße Leuchte, welche
eine weitere Haltestruktur aufweist, die aus sieben Haltekörpern nach den Figuren
11a und 11b gebildet ist.
[0064] In der folgenden ausführlichen Beschreibung wird auf die beigefügten Zeichnungen
Bezug genommen, die Teil dieser bilden und in denen zur Veranschaulichung spezifische
Ausführungsformen gezeigt sind, in denen die Erfindung ausgeübt werden kann. In dieser
Hinsicht wird Richtungsterminologie wie etwa "oben", "unten", "vorne", "hinten", "vorderes",
"hinteres", usw. mit Bezug auf die Orientierung der beschriebenen Figur(en) verwendet.
Da Komponenten von Ausführungsformen in einer Anzahl verschiedener Orientierungen
positioniert werden können, dient die Richtungsterminologie zur Veranschaulichung
und ist auf keinerlei Weise einschränkend. Es versteht sich, dass andere Ausführungsformen
benutzt und strukturelle oder logische Änderungen vorgenommen werden können, ohne
von dem Schutzumfang der vorliegenden Erfindung abzuweichen. Es versteht sich, dass
die Merkmale der hierin beschriebenen verschiedenen beispielhaften Ausführungsformen
miteinander kombiniert werden können, sofern nicht spezifisch anders angegeben. Die
folgende ausführliche Beschreibung ist deshalb nicht in einschränkendem Sinne aufzufassen,
und der Schutzumfang der vorliegenden Erfindung wird durch die angefügten Ansprüche
definiert.
[0065] Im Rahmen dieser Beschreibung werden die Begriffe "verbunden", "angeschlossen" sowie
"gekoppelt" verwendet zum Beschreiben sowohl einer direkten als auch einer indirekten
Verbindung, eines direkten oder indirekten Anschlusses sowie einer direkten oder indirekten
Kopplung. In den Figuren werden identische oder ähnliche Elemente mit identischen
Bezugszeichen versehen, soweit dies zweckmäßig ist.
[0066] In den
Figuren 1 bis 10 sind eine Fassung und eine Lampe/Leuchtmittel sowie eine daraus zusammengesetzte
Leuchte gezeigt, welche dazu geeignet sind, mit/in der vorliegenden Erfindung verwendet
zu werden. Jedoch kann die Erfindung auch mit anderen Fassungs-Lampen-Systemen realisiert
werden. Mit anderen Worten kann ein Haltekörper wie er unten mit Bezug auf die Figuren
11a und 11b beschrieben ist z.B. auch zusammen mit anderen Lampen und/oder anderen
Fassungen verwendet werden.
[0067] Figur 1 zeigt eine blockschaltbildähnliche Prinzipdarstellung einer Leuchte 15, die
über eine Versorgungsleitung 16 an eine Spannungsquelle 17 angeschlossen ist. Die
Spannungsquelle 17 stellt eine Gleichspannung zur Versorgung der Leuchte 15 bereit.
Als Spannungsquelle 17 kann beispielsweise ein Vorschaltgerät dienen. Lediglich symbolisch
ist hier ein Schalter 18 in der Versorgungsleitung 16 vorhanden, der zum Ein- bzw.
Ausschalten der Leuchte 15 dient. Anstelle einer Spannungsquelle 17 könnte auch eine
Stromquelle 17' verwendet werden, wie dies strichpunktiert schematisch veranschaulicht
ist. Die Stromquelle 17' kann Bestandteil eines Vorschaltgerätes sein. Die Stromquelle
17' kann auch als Stromtreiber innerhalb der Fassung 20 angeordnet und mit dem herkömmlichen
Spannungsnetz verbindbar sein. An die Stromquelle 17' sind die Fassungen 20 vorzugsweise
in Reihe geschaltet.
[0068] Die Leuchte 15 weist wenigstens eine Fassung 20 auf. Beim Ausführungsbeispiel nach
Figur 1 sind mehrere Fassungen 20 vorgesehen, die regelmäßig beabstandet in mehreren
Reihen 21 und mehreren Spalten 22 matrixartig angeordnet sind. Jede Fassung 20 ist
mit einem Leuchtmittel 23 sowohl mechanisch als auch elektrisch verbunden. Beim Ausführungsbeispiel
sind die Leuchtmittel 23 rechteckförmig gestaltet. Die Leuchtflächen 24 der Leuchtmittel
23 bilden eine gemeinsame Gesamtleuchtfläche der Leuchte 15. Sie liegen dabei vorzugsweise
an den Längskante oder den Querkanten aneinander an. Der Abstand der Fassungen 20
ist entsprechend festgelegt. Zur Verbindung eines Leuchtmittels 23 mit einer Fassung
20 wird dieses in Aufsteckrichtung rechtwinklig zu seiner Leuchtfläche 24 auf die
zugeordnete Fassung 20 werkzeuglos aufgesteckt bzw. aufgerastet. In entgegengesetzter
Abzugsrichtung kann das Leuchtmittel 23 auch von der Fassung 20 vorzugsweise werkzeuglos
abgezogen werden.
[0069] Die Figuren 1 bis 10 befassen sich zum einen mit der Ausgestaltung des Leuchtmittels
23 und zum anderen mit der Ausgestaltung der Fassung 20. Die Fassung 20 und das Leuchtmittel
23 können zu einer Leuchte 15 kombiniert werden.
[0070] Figur 2 zeigt eine perspektivische Explosionsdarstellung eines Ausführungsbeispiels
des Leuchtmittels 23. Das Leuchtmittel 23 weist ein Trägerelement 25 auf, das platten-
oder folienartig ausgestaltet ist. Das Trägerelement 25 weist das Halbleiterleuchtelement
auf oder ist Bestandteil des Halbleiterleuchtelements. Beim Ausführungsbeispiel ist
das Trägerelement 25 sandwichartig in mehreren Schichten aufgebaut. Das Halbleiterleuchtelement
ist dabei zwischen einer vorderen transparenten Platte oder Folie 26 und einer hinteren
Platte oder Folie 27 angeordnet. Beim Ausführungsbeispiel sind die Platten 26, 27
als Glasplatten ausgeführt. Die vordere Platte oder Folie 26 ist größer als die hinter
Platte oder Folie 27 und ragt beim Ausführungsbeispiel an zwei gegenüberliegenden
Seiten über die hintere Platte oder Folie 27 hinaus. Die dem Halbleiterleuchtelement
abgewandte vordere Fläche der vorderen Platte oder Folie 26 bildet die Leuchtfläche
24 des Leuchtmittels 23. An der der Leuchtfläche 24 abgewandeten Kontaktseite der
vorderen Platte 26 sind elektrische Kontaktflächen 28 angeordnet. Es können ein oder
mehrere Paare von Kontaktflächen 28 vorgesehen sein. Beim Ausführungsbeispiel sind
zwei Paare von Kontaktflächen 28 an den beiden Überständen der vorderen Platte 26
vorhanden. Das Halbleiterleuchtelement kann daher an verschiedenen Stellen kontaktiert
werden, um ein gleichmäßigeres Leuchtbild zu erreichen, auch wenn große Leuchtflächen
24 vorgesehen werden. Eine Kontaktfläche 28 eines Paares ist mit der Anode und die
andere Kontaktfläche 28 desselben Paares mit der Kathode des Halbleiterleuchtelements
verbunden. Die Kontaktflächen 28 sind in Figur 5 dargestellt. Die Kontaktflächen 28
sind beim Ausführungsbeispiel an zwei gegenüberliegenden Seiten des Halbleiterleuchtelements
angeordnet.
[0071] Beim bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die Leuchtfläche 24 als plane Fläche ausgestaltet.
Bei der in Figur 1 dargestellten Leuchte 15 befinden sich die planen Leuchtflächen
24 der Leuchtelemente 23 in einer gemeinsamen Ebene. Es können auf diese Weise große
Gesamtleuchtflächen an Decken oder Wänden aus den einzelnen Leuchtflächen 24 der Leuchtmittel
23 modular zusammengesetzt werden.
[0072] Das Leuchtmittel 23 weist ferner ein Leuchtmittelgehäuse 30 auf, das aus elektrisch
isolierendem Material besteht. Dabei ist der Begriff elektrisch isolierend hier so
zu verstehen, dass die üblicherweise an Leuchten 15 angelegten Gleichspannungen bis
zu etwa 200 V und Gleichströme bis zu etwa 2 bis 3 A isoliert werden. Das Leuchtmittelgehäuse
30 besteht aus einem Rahmen 31 und einer Gehäuserückwand 32, zwischen denen das Trägerelement
25 gelagert ist. Der Rahmen 31 weist eine Lichtaustrittsöffnung 33 auf, die beim Ausführungsbeispiel
rechteckig konturiert ist. Durch die Lichtaustrittsöffnung 33 wird das Licht von der
Leuchtfläche 24 abgestrahlt. Die Leuchtfläche 24 stellt damit die Lichtabstrahlseite
des Trägerelements 25 dar. Das Leuchtmittelgehäuse 30 besteht vorzugsweise aus Kunststoff,
beispielsweise Polycarbonat. Es kann dann sehr einfach und kostengünstig durch Spritzgießen
hergestellt werden. Polycarbonat ist amorph und hat einen geringen Verzug.
[0073] Das Leuchtmittelgehäuse 30 weist beispielsweise eine quadratische oder rechteckige
Kontur auf. In verschiedenen Ausführungsbeispielen hat es eine Größe von 150 mal 150
Millimetern. Es werden Seitenlängen bevorzugt, die einem ganzzahligen Teiler von 600
Millimetern entsprechen, da Decken in Büro- oder Fabrikgebäuden häufig ein Raster
von 600 mal 600 Millimetern aufweisen. Dadurch ergeben sich beispielsweise Gehäuseabmessungen
(Länge mal Breite oder Breite mal Länge) von 300 mal 300 Millimetern, 150 mal 300
Millimetern, 200 mal 150 Millimetern, 100 mal 100 Millimetern, 100 mal 200 Millimetern,
usw.
[0074] Die Dicke oder Tiefe des Leuchtmittelgehäuses 30 zwischen der Leuchtfläche 24 und
einer Rückseite 66 der Gehäuserückwand 32 nimmt von einem mittleren Bereich zu allen
Seiten nach außen hin ab. Durch diese sich verjüngende Gehäuseform entsteht ein vorteilhafter
ästhetischer Eindruck. Die Flachheit des Leuchtmittelgehäuses 30 wird betont. Zugleich
ist im mittleren Bereich ausreichend Raum für die Aufnahme der Fassung 20.
[0075] Ein ringsumlaufender Steg 34 umgibt die Lichtaustrittsöffnung 33. An der der Leuchtfläche
24 zugewandten Seite weist der Steg 34 eine Anlagefläche 35 auf, an der der äußere
Rand der Lichtabstrahlseite des Trägerelement 25 anliegt. Die Anlagefläche 35 ist
als plane Fläche ausgeführt. In Abwandlung zum Ausführungsbeispiel könnte die Anlagefläche
35 auch lediglich an den beiden Stegabschnitten 36 vorgesehen sein, die auf gegenüberliegenden
Seiten der Lichtaustrittsöffnung 33 vorgesehen sind. Insbesondere sind die Stegabschnitte
36 an der Stelle vorgesehen, an der die Kontaktflächen 28 am Trägerelement 25 bzw.
an der vorderen Platte 26 angeordnet sind, um gleichzeitig einen ausreichenden Berührschutz
zu gewährleisten. Bei allen Ausgestaltungen der Anlagefläche 35 ist diese so auszuführen,
dass eine gewünschte Ausrichtung der Leuchtfläche 24 gegenüber dem Leuchtmittelgehäuse
30 hergestellt ist. Dies kann im Prinzip bereits durch drei beabstandete Anlagestellen
erreicht werden.
[0076] Zwischen der Gehäuserückwand 32 und dem Trägerelement 25 sind Leuchtmittelkontaktteile
39 zur elektrischen Kontaktierung des Halbleiterleuchtelements vorgesehen. Eine vergrößerte
Darstellung des Leuchtmittelkontaktteils 39 ist in Figur 2a veranschaulicht. Das Leuchmittelkontaktteil
39 ist als einstückiger Körper hergestellt und verfügt über keine Verbindungs- oder
Nahtstellen und besteht aus einem einheitlichen Material. Es ist vorzugsweise als
Stanz-Biegeteil ausgeführt und wird zur Herstellung aus einem Blech ausgestanzt und
anschließend in die gewünschte Form gebogen.
[0077] Das Leuchtmittelkontaktteil 39 weist einen Leuchtmittelkontakt 40 auf, mit dem das
Leuchtmittelkontaktteil 39 an der zugeordneten Kontaktfläche 28 am Trägerelement 25
anliegt. Der Leuchtmittelkontakt 40 kann mehrere Kontaktstellen 41 aufweisen, mit
denen der Leuchtmittelkontakt 40 an der zugeordneten Kontaktfläche 28 anliegt. In
verschiedenen Ausführungsbeispielen sind mehrere und vorzugsweise drei Kontaktzungen
42 vorgesehen, die jeweils gleich ausgestaltet sind. Jede Kontaktzunge 42 weist einen
ebenen Abschnitt 42a auf, an den sich der die Kontaktstelle 41 aufweisende freie Endabschnitt
42b anschließt. Der Endabschnitt 42b ist vom ebenen Abschnitt 42a abgewinkelt und
weist einen gebogenen Verlauf auf. Die Kontaktzungen 42 sind gegeneinander beweglich
und durch Schlitze 43 voneinander getrennt. In Gebrauchslage entsteht dadurch eine
Federwirkung der Kontaktzungen 42, so dass die Kontaktstellen 41 mit einer gewissen
Federvorspannung an der Kontaktfläche 28 anliegen.
[0078] In verschiedenen Ausführungsbeispielen nach Figur 2 weist das Leuchtmittel 23 jeweils
zwei Kontaktflächen 28 für die Anode und die Kathode auf. Jeder Kontaktfläche 28 ist
ein Leuchtmittelkontaktteil 39 zugeordnet. Dementsprechend weist das Leuchtmittel
23 vier Leuchtmittelkontaktteile 39 auf.
[0079] Der Leuchtmittelkontakt 40 bildet das erste Ende 44 des Leuchtmittelkontaktteils
39. Am entgegengesetzten zweiten Ende 45 weist das Leuchtmittelkontaktteil 39 einen
Leuchtmittelanschluss 46 auf, der zur elektrischen Verbindung mit der Fassung 20 dient.
Der Leuchtmittelanschluss 46 ist als Rast-Steckanschluss ausgestaltet. Er weist zwei
über ein Querstück 47 miteinander verbundene Kontaktflügel 48 auf, die identisch ausgestaltet
sind. Die Kontaktflügel 48 ragen quer vom Querstück 47 weg, wobei sie sich zunächst
bis zu einer Biegestelle 49 aneinander annähern und sich ab der Biegestellte 49 zu
ihrem jeweiligen freien Ende 50 hin voneinander entfernen. Die beiden Kontaktflügel
48 haben an den einander gegenüberliegenden Biegestellen 49 den geringsten Abstand.
Die Kontaktflügel 48 ragen vom Querstück in eine Richtung entgegen der abgebogenen
Enden 42b des Kontaktteils 40 weg. Das Querstück 47 liegt in etwa in derselben Ebene
wie der ebene Abschnitt 42a der Kontaktzungen 42.
[0080] Das erste Ende 45 des Leuchtmittelkontaktteils 39 geht in einen Halteabschnitt 51
über, an dem eine Halteklemme 52 vorgesehen ist. Beispielsgemäß weist der Halteabschnitt
51 eine Abkröpfung 53 auf, innerhalb der sich die Halteklemme 52 befindet. Die Halteklemme
ist durch zwei gegenüberliegende Klemmzungen 54 gebildet, die auf gegenüberliegenden
Seiten einer Halteausnehmung 25 am Halteabschnitt 51 federnd gelagert sind. Die beiden
Federzungen 54 erstrecken sich schräg aufeinander zu oberhalb der Halteöffnung 55
in der Abkröpfung 53, so dass ihre freien Enden in der Abkröpfung 43 nebeneinander
liegend angeordnet sind. In Gebrauchslage wird das Leuchtmittelkontaktteil 39 auf
einen Haltevorsprung 56 an der Gehäuserückwand 32 aufgesteckt, der durch die Halteöffnung
55 hindurch greift und dabei auf beiden Seiten durch die Klemmzungen 54, klemmend
beaufschlagt wird.
[0081] Zwischen dem Halteabschnitt 51 und dem ersten Ende 44 weist das Leuchtmittelkontaktteil
39 eine Federzone 57 auf. Die Federzone 57 weist eine elastisch federnd an einem Zungenhalteteil
58 der Federzone 57 angeordnete Federzunge 59 auf. Diese ist insbesondere aus dem
Zungenhalteteil 58 ausgestanzt und am Rand der ausgestanzten Öffnung abgewinkelt.
Die Federzunge 59 ragt schräg vom Zungenhalteteil 58 weg. In verschiedenen Ausführungsbeispielen
befindet sich das Zungenhalteteil 58 in ebener Verlängerung des ebenen Abschnitts
42a der Kontaktzungen 42. In Gebrauchslage dient die Federzunge 59 der Federzone 57
als elastisches Lagerelement 60. Zwischen der Gehäuserückwand 32 und dem Trägerelement
25 sind ein oder mehrere elastische Lagerelemente 60 vorgesehen, um das Trägerelement
25 gegen die Anlagefläche 35 am Rahmen 31 zu drücken, so dass dieses die gewünschte
Position einnimmt. Wie in Figur 2 veranschaulicht sind hier vier Lagerelemente 60
vorhanden. Beim bevorzugten Ausführungsbeispiel sind diese durch die Federzone 57
und beispielsweise durch die Federzunge 59 gebildet. Die Federzunge 59 liegt in Gebrauchslage
an dem Trägerelement 25 unter Federvorspannung an.
[0082] In montierten Zustand sitzen die Leuchtmittelkontaktteile 39 in jeweils einem Aufnahmebereich
63 an der dem Trägerelement zugeordneten Seite 64 der Gehäuserückwand 32. Jeder Aufnahmebereich
63 weist für den Leuchtmittelanschluss 46 eine Leuchtmittelanschlussöffnung 65 auf,
die die Gehäuserückwand 32 vollständig durchsetzt. Dadurch ist der Leuchtmittelanschluss
46 bzw. sind die Kontaktflügel 48 von der der Innenseite 64 entgegengesetzten Rückseite
66 der Gehäuserückwand 32 zugänglich.
[0083] Bei hergestelltem Gebrauchszustand des Leuchtmittels 23 umschließt der Rahmen 31
die Gehäuserückwand 32 an deren Außenumfang vollständig. Dabei wird zwischen dem Rahmen
31 und der Gehäuserückwand 32 vorzugsweise eine Rastverbindung hergestellt. In verschiedenen
Ausführungsbeispielen sind hierfür an der Gehäuserückwand 32 an zumindest zwei gegenüberliegenden
Seitenkanten Rastnasen 67 vorgesehen, die in Vertiefungen an der Innenseite an der
ringsumlaufenden Rahmenwange 68 eingreifen.
[0084] An der Rückseite 66 des Leuchtmittels 23 bzw. des Leuchtmittelgehäuses 30 ist eine
Leuchtmittel-Verbindungseinrichtung 70 vorhanden, die zur Herstellung sowohl der elektrischen,
als auch der mechanischen Verbindung mit der Fassung 20 dient. Zu der Leuchtmittel-Verbindungseinrichtung
70 gehören zumindest zwei und beispielgemäß vier Leuchtmittelanschlüsse 46. Diese
Leuchtmittelanschlüsse 46 sind jeweils mit einem Leuchtmittelkontakt 40 über das Leuchtmittelkontaktteil
39 elektrisch leitend verbunden und stellen somit die elektrische Verbindung zur jeweiligen
Anode bzw. Katode des Halbleiterleuchtelements bereit.
[0085] Zu der Leuchtmittel-Verbindungseinrichtung 70 gehören ferner Rastmittel 71, die ausschließlich
zur Herstellung oder Unterstützung der mechanischen Verbindung zwischen dem Leuchtmittel
23 und der Fassung 20 dienen. Die Rastmittel 71 sind in verschiedenen Ausführungsbeispielen
durch mehrere Rastvorsprünge 72 gebildet. Die Rastvorsprünge 72 ragen von der Rückseite
66 des Leuchtmittelgehäuses 30 weg. An ihrem freien Ende ist seitlich eine Rastauswölbung
73 vorgesehen. Bei hergestellter Rastverbindung durchgreifen die Rastvorsprünge 72
eine Rastausnehmung 74 an der Fassung und die Rastauswölbungen 73 hintergreifen jeweils
eine zugeordnete Rastkante an der Fassung 20. In verschiedenen Ausführungsbeispielen
sind die Rastvorsprünge 72 paarweise mit Abstand nebeneinander angeordnet. Die Rastauswölbungen
73 ragen in entgegengesetzte Richtungen vom jeweils benachbarten Rastvorsprung 72
weg.
[0086] Die Form und/oder die Größe der Rastvorsprünge 72 und insbesondere der Rastauswölbungen
73 kann so gewählt werden, dass zum einen ein ausreichender Halt der Rastverbindung
gewährleistet wird und zum anderen die Kräfte beim Herstellen und/oder Trennen der
Rastverbindung nicht zu groß werden. Zum Beispiel kann die Neigung und/oder die Größe
einer sich an das freie Ende des Rastvorsprungs 72 anschließenden Schrägfläche 74a
der Rastauswölbung 73 zur Einstellung der gewünschten Aufsteckkraft beim Herstellen
der Rastverbindung vorgegeben werden. Analog kann die Neigung und/oder die Größe einer
Rastanlagefläche74b, mit der die Rastauswölbung 73 bei hergestellter Rastverbindung
an der zugeordneten Rastkante der Fassung 20 anliegt, zur Einstellung der gewünschten
Abzugskraft beim Trennen der Rastverbindung vorgegeben werden. Die Größe und Neigung
der Flächen 74a, 74b bezieht sich auf die Erstreckungsrichtung der Rastauswölbung
73 quer zur Aufsteck- bzw. Abzugsrichtung des Leuchtmittels 23. Die Aufsteck- und/oder
die Abzugskraft werden angepasst an die Stabilität des Leuchtmittels 23, um dieses
beim Aufstecken uns Abziehen nicht zu beschädigen.
[0087] Die Leuchtmittel-Verbindungseinrichtung 70 ist in einer Ausnehmung 75 der Gehäuserückwand
32 angeordnet. Die Leuchtmittelanschlüsse 46 und die Rastvorsprünge 72 sind punktsymmetrisch
zu einem Mittelpunkt M der Aussparung 75 bzw. der Rückseite 66 angeordnet. Die Rastvorsprünge
72 sind fluchtend entlang einer radialen Geraden durch den Mittelpunkt M an der Gehäuserückwand
32 angeordnet. In verschiedenen Ausführungsbeispielen kann das Leuchtmittel 23 somit
um 180 Grad gedreht werden und in beiden Drehlagen mit der Fassung 20 verbunden werden.
[0088] Bei einer abgewandelten Ausführungsform kann eine Kodiereinrichtung vorgesehen sein.
Die Leuchtmittel-Verbindungseinrichtung 70 weisen ein Kodierelement 80 auf, das mit
einem Kodiergegenelement der Fassung 20 zusammenarbeitet und die Herstellung der Verbindung
zwischen Leuchtmittel 23 und Fassung lediglich in den zulässigen Relativlagen ermöglicht.
Auf diese Weise können elektrisch falsche Verbindungen zwischen Fassung 20 und Leuchtmittel
23 verhindert werden. Es können auch mehrere Kodierelemente 80 vorgesehen sein. Jedem
Kodierelement 80 ist ein Kodiergegenelement des Fassung 20 zugeordnet. Das Kodierelement
80 und das zugeordnete komplementäre Kodiergegenelement können beliebige Formen aufweisen.
Das Kodierelement 80 kann zum Beispiel auch durch einen Rastvorsprung 72 gebildet
sein oder am Rastvorsprung 72 angeordnet sein. In verschiedenen Ausführungsbeispielen
dienen die Rastvorsprünge 72 als Kodierelemente 80, die aufgrund ihrer Position lediglich
die beiden oben beschriebenen Orientierungen des Leuchtmittels 23 beim Herstellen
der Verbindung mit der Fassung 20 zulassen. Die Kodiereinrichtung kann alternativ
auch lediglich eine oder mehr als zwei mögliche Relativlagen zwischen dem Leuchtmittel
23 und der Fassung 20 beim Herstellen der Verbindung zuzulassen.
[0089] Die Aussparung 75 weist hier eine rechteckförmige und beispielsweise quadratische
Kontur auf. Die Aussparung 75 ist mittig in der Gehäuserückwand 32 vorgesehen. An
allen vier Seiten setzt sich die Aussparung 75 in jeweils einem Versorgungskanal 76
fort. Die Kanäle 76 und die Aussparung 75 haben einen gemeinsamen, vorzugsweise planen
Boden 77, der innerhalb der Aussparung 75 und der Versorgungskanäle die Rückseite
66 der Gehäuserückwand 32 bildet. Bei hergestellter Verbindung zwischen der Fassung
20 und dem Leuchtmittel 23 dienen die Versorgungskanäle 76 zur Aufnahme der mit der
Fassung 20 verbundenen Kabel 78 der Versorgungsleitung 16 (Figur 4). Im Bereich der
Verbindungskanäle 76 und der Aussparung 75 ist die Gehäuserückwand 32 an ihrer Innenseite
im Wesentlichen eben ausgebildet. Neben diesem im Wesentlichen ebenen Bereich weist
die Gehäuserückwand 32 in ihrem jeweiligen Eckbereich eine Anordnung von Versteifungsrippen
79 auf. In einem jeweiligen Eckbereich mit Versteifungsrippen 79 ist der Aufnahmebereich
63 für ein jeweiliges Leuchtmittelkontaktteil 39 vorgesehen. Die Versteifungsrippen
79 weisen zur Aufnahme des Leuchtmittelkontaktteils 39 im Aufnahmebereich 63 Aussparungen
auf.
[0090] Das Leuchtmittel 23 besteht In verschiedenen Ausführungsbeispielen aus lediglich
wenigen Einzelteilen: dem Leuchtmittelgehäuse 30, dem Trägerelement 25 mit einem oder
mehreren Halbleiterleuchtelementen und jeweils zwei Leuchtmittelkontaktteilen 39 für
jedes vorhandene Halbleiterleuchtelement. Die Leuchtmittelkontaktteile 39 sind identisch.
Somit lässt sich das Leuchtmittel 23 kostengünstig herstellen. Mehrere Leuchtmittel
23 lassen sich auf einfache Weise gruppieren, wobei die Leuchtflächen 24 problemlos
in einer Ebene ausgerichtet werden können. Es lassen sich Leuchten 15 mit einer großen
Gesamtleuchtfläche aufbauen. Das Leuchtmittel 23 eignet sich wegen der Kapselung der
elektrischen Anschlüsse im Leuchtmittelgehäuse 30 auch für höhere Gleichspannungen
im Bereich von 200 V.
[0091] In Figur 6 ist eine Fassung 20 zur Verwendung mit/in der vorliegenden Erfindung in
Explosionsdarstellung gezeigt. Die Fassung 20 weist ein Fassungsgehäuse 90 auf, das
In verschiedenen Ausführungsbeispielen aus zwei verbindbaren Gehäuseschalen 91 besteht.
Das Fassungsgehäuse 90 weist vier rechtwinklige Ecken 92 auf, an denen zwei benachbarte
Fassungsgehäuseseiten 93 aneinander angrenzen. An zumindest einer, vorzugsweise mehreren
und In verschiedenen Ausführungsbeispielen ist an allen Fassungsgehäuseseiten 93 ein
Anschlussbereich 94 mit zumindest einem elektrischen Versorgungsanschluss 95 vorhanden.
[0092] Der Versorgungsanschlussbereich 94 ist durch eine Anschlussaussparung 96 im Fassungsgehäuse
90 gebildet. Die Anschlussaussparung ist in Draufsicht auf das Fassungsgehäuse 90
trapezförmig ausgeführt und stellt einen Einschnitt in die jeweilige Fassungsgehäuseseite
93 dar. Ausgehend von den an die Ecken 92 anschließenden Seitenabschnitten verjüngt
sich die Anschlussaussparung 96 durch zwei gegenüberliegende Klemmseiten 97 nach innen.
Die Klemmseiten 97 sind über einen mittleren Seitenabschnitt 98 miteinander verbunden.
In diesem mittleren Seitenabschnitt 98 ist für jeden Versorgungsanschluss 95 eine
Anschlussöffnung 99 vorgesehen. In verschiedenen Ausführungsbeispielen ist jeweils
eine Hälfte der Anschlussöffnung 99 an einer der beiden Gehäuseschalen 91 vorgesehen.
An den Klemmseiten 97 sind in verschiedenen Ausführungsbeispielen einer oder mehrere
vorspringe Klemmstege 100 vorhanden.
[0093] Die Fassung 20 weist Versorgungsanschlüsse 95 unterschiedlicher Polarität auf. Ein
Teil der Versorgungsanschlüsse 95 ist dem Minuspol und ein anderer Teil dem Pluspol
der Versorgungsgleichspannung zugeordnet. An jeder Fassungsgehäuseseite 93 ist zumindest
ein dem Pluspol zugeordneter Versorgungsanschluss 95 sowie ein dem Minuspol zugeordneter
Versorgungsanschluss 95 vorhanden. Bei dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel
der Fassung 20 ist in jedem Versorgungsanschlussbereich 94 ein dem Pluspol und ein
dem Minuspol zugeordneter Versorgungsanschluss 95 vorgesehen. Bei hergestellter Verbindung
mit dem Leuchtmittel 23 befindet sich der Versorgungsanschlussbereich 94 an der Stelle
innerhalb der Aussparung 75, an der die Versorgungskanäle 76 in die Aussparung 75
übergehen. Die maximale Breite der Anschlussaussparung 96 entspricht dabei in etwa
der Breite des Versorgungskanals 76.
[0094] Jedem Versorgungsanschlussbereich 94 ist ein Zugentlastungsmittel 103 zugeordnet,
das lösbar am Fassungsgehäuse 20 befestigt werden kann, beispielsgemäß mit Hilfe einer
zentralen Schraube 104. Ein Innengewinde 105 ist am Fassungsgehäuse 90 vorgesehen
und zum mittleren Seitenabschnitt 98 hin offen. Das Zugentlastungsmittel 103 ist von
einem Klemmkörper 106 gebildet, der eine an die Anschlussaussparung 96 angepasste
Kontur aufweist. In Draufsicht ist er daher ebenfalls trapezförmig konturiert. Auf
seiner dem mittleren Seitenabschnitt 98 zugeordneten Innenseite weist er zwei flache
Einsteckzungen 107 auf, die in zugeordnete Einsteckschlitze 108 am Fassungsgehäuse
90 eingesteckt werden können. Die Einsteckschlitze 108 befinden sich jeweils zwischen
dem Innengewinde 105 und einer Anschlussöffnung 99.
[0095] An seinen den Klemmseiten 97 zugeordneten Seiten weist der Klemmkörper 106 eine Klemmkante
109 auf, die bei am Fassungsgehäuse 90 befestigtem Klemmkörper 106 den beiden Klemmstegen
100 der zugeordneten Klemmseite 97 mit Abstand gegenüberliegt. Ein zwischen der Klemmkante
109 und den Klemmstegen 100 vorhandenes Kabel 78 wird kraftschlüssig eingeklemmt und
dadurch zugentlastet. Durch die Schraubverbindung 104, 105 kann die Zugentlastung
ausreichende Zugkräfte am Kabel 78 aufnehmen. Die Anzahl der Klemmkanten 109 und der
Klemmstege 100 zur Kabelklemmung kann variieren.
[0096] Die mechanische Verbindung zwischen den beiden Gehäuseschalen 91 kann durch eine
Rastverbindung hergestellt werden, wobei hierfür an der einen Gehäuseschale 91 mehrere
Rasthaken 110 vorgesehen sind, die mit nicht näher dargestellten Rastgegenmitteln
an der anderen Gehäuseschale 91 beim Zusammenstecken der beiden Gehäuseschalen 91
in Rastverbindung gebracht werden können.
[0097] Die Versorgungsanschlüsse 95 sind in Form von elektrischen Klemmanschlüssen ausgestaltet.
Jeder Versorgungsanschluss 95 weist eine elektrisch leitende Anschlussfläche 114 auf.
Jeder Anschlussfläche 114 ist eine federnde Anschlussklemme 115 zugeordnet, deren
freies Ende in Ruhelage an der Anschlussfläche 114 anliegt oder zumindest mit geringem
Abstand gegenüberliegt. Die Anschlussfläche 114 ist parallel zu einer Einsteckrichtung
E neben der Einstecköffnung 99 angeordnet. Auf der gegenüberliegenden Seite der Einstecköffnung
99 ist die Anschlussklemme 115 federnd schwenkbar angelenkt. In Ausgangslage verläuft
die Anschlussklemme 115 somit hinter der zugeordneten Anschlussöffnung 99 schräg zur
Anschlussfläche 114 hin. Beim Einstecken eines Adernendes eines Kabels 78 wird die
Anschlussklemme 115 durch das in Einsteckrichtung E eingesteckte Adernende von der
zugeordneten Anschlussfläche 114 weggeschwenkt und drückt das nicht isolierte Adernende
federn gegen die Anschlussfläche 114, so dass ein sicherer elektrischer Kontakt zwischen
der Ader des Kabels 78 und der Anschlussfläche 114 hergestellt ist. Auf diese Weise
kann bei der Montage einer Leuchte 15 eine sehr einfache Verkabelung der Fassungen
20 erfolgen. Da die Fassung 20 auf mehreren und beispielsgemäß allen Fassungsgehäuseseiten
93 Versorgungsanschlüsse 95 aufweist kann die Versorgungsleitung 16 von allen Seiten
her an die Fassung 20 angeschlossen werden.
[0098] Im Fassungsgehäuse 90 sind alle Versorgungsanschlüsse 95 derselben Polarität miteinander
kurzgeschlossen und liegen somit auf demselben Potenzial. Dadurch ist eine sehr einfache
Reihen- oder Parallelschaltung von mehreren Fassungen 20 bzw. der zugeordneten Leuchtmittel
23 ermöglicht, weil das Fassungsgehäuse 90 wahlweise an einem der Versorgungsanschlüsse
95 elektrisch mit einem Versorgungsanschluss 95 eines anderen Fassungsgehäuses 90
verbunden werden kann. Bei dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel der Leuchte
15 sind die Fassungen 20 miteinander in Reihe geschaltet (Versorgungsleitung 16 mit
durchgezogenen und gestrichelten Linien). Die Versorgungsleitung 16 wird vom Pluspol
der Spannungsquelle 17 der Reihe nach durch alle Fassungen 20 geführt und ausgehend
von der letzten Fassung 20 vorzugsweise auf direktem Weg zurück bis zum Minuspol der
Spannungsquelle 17 geführt. Ebenso einfach wäre auch eine Parallelschaltung der Fassungen
20 möglich, was in Figur 1 alternativ durch die gepunktete Versorgungsleitung 16 angedeutet
ist. Dadurch, dass die Fassungen 20 von allen Seiten her Versorgungsanschlüsse 95
aufweisen ist der Verkabelungsaufwand bei einer Leuchte 15 mit mehreren Fassungen
20 sehr gering.
[0099] Die Fassungen 20 können auch gruppenweise an jeweils eine zugeordnete Spannungsquelle
17 oder Stromquelle 17' angeschlossen und vorzugsweise in Reihe oder auch parallel
zueinander geschaltet werden.
[0100] Der Kurzschluss der Versorgungsanschlüsse 95 gleicher Polarität wird dadurch erreicht,
dass die Anschlussflächen 114 der Versorgungsanschlüsse 95 gleicher Polarität an einem
gemeinsamen Kurzschlussverbinder 116 vorgesehen sind. Der Kurzschlussverbinder 116
ist als elektrisch leitendes Bauteil ausgestaltet. In verschiedenen Ausführungsbeispielen
ist er einstückig ohne Verbindungs- und Fügestellen aus einem einheitlichen Material
hergestellt und insbesondere als Stanz-Biegeteil ausgestaltet. Der Kurzschlussverbinder
116 kann beispielsweise aus einem elektrisch leitenden Blech ausgestanzt und in die
gewünschte Form gebogen werden und lässt sich dadurch kostengünstig und einfach herstellen.
Alle Kurzschlussverbinder 116 sind identisch. Für die Fassung 20 muss daher nur ein
einziger Typ und eine einzige Form des Kurzschlussverbinders 116 hergestellt werden.
[0101] Der Kurzschlussverbinder 116 weist zudem einen oder mehrere Fassungsanschlüsse 117
auf, die zur elektrischen Verbindung mit einem zugeordneten Leuchtmittel 23 dienen.
In verschiedenen Ausführungsbeispielen sind an jedem Kurzschlussverbinder 116 zwei
Fassungsanschlüsse 117 vorgesehen, die mithin über den Kurzschlussverbinder 116 elektrisch
kurzgeschlossen sind. Dadurch sind nicht nur die Versorgungsanschlüsse 95 gleicher
Polarität, sondern auch die Fassungsanschlüsse 117 gleicher Polarität elektrisch kurzgeschlossen,
beispielsgemäß über einen gemeinsamen Kurzschlussverbinder 116. In verschiedenen Ausführungsbeispielen
dient die Fassung 20 zum Anschließen eines Leuchtmittels mit zwei Halbleiterleuchtelementen,
die jeweils einen Anoden- und einen Kathodenanschluss aufweisen. Deswegen sind zwei
Fassungsanschlüsse 117 mit positiver Polarität und zwei Fassungsanschlüsse 117 mit
negativer Polarität vorgesehen. Die Anzahl der Paare von Fassungsanschlüssen 117 unterschiedlicher
Polarität kann somit von der Anzahl der im Leuchtmittel 23 vorhandenen Halbleiterleuchtelemente
abhängen.
[0102] Jeder Kurzschlussverbinder 116 weist einen sich im Wesentlichen in einer Ebene erstreckenden
Basisabschnit 118 auf. In diesem Basisabschnitt 118 können mehrere Durchbrechungen
119 vorhanden sein. Durch die Durchbrechungen 119 können verschiedne Positionier-
oder Verbindungsmittel, die im Fassungsgehäuse 90 vorgesehen sein, hindurchgreifen,
wie dies beispielsweise in Figur 7 dargestellt ist.
[0103] An den beiden entgegengesetzten Enden des Basisabschnitts 118 ist jeweils ein Fassungsanschluss
117 vorgesehen. Der Fassungsanschluss 117 weist zwei sich quer vom Basisabschnitt
118 weg erstreckende, gegenüberliegende Anschlusszungen 120 auf. Ausgehend vom Basisabschnitt
118 verlaufen die beiden Anschlusszungen 120 zunächst voneinander weg bis zu einer
Knickstelle 121 und ab der Knickstelle bis zu ihrem jeweiligen freien Ende wieder
aufeinander zu, wobei die freien Enden voneinander beabstandet sind. Die beiden Anschlusszungen
121 sind identisch ausgestaltet. Der Fassungsanschluss ist symmetrisch zu einer Mittelebene.
Die jeweiligen Mittelebenen durch die Fassungsanschlüsse 117 eines Kurzschlussverbinders
116 verlaufen mit Abstand zueinander parallel. Gegenüber einer Längsmittelachse durch
den Basisabschnitt 118 sind die Mittelebenen der Fassungsanschlüsse 117 um etwa 45
Grand abgewinkelt.
[0104] Die am Kurzschlussverbinder 116 vorgesehenen Anschlussflächen 114 sind an im Wesentlichen
planen Anschlussteilen 122 vorgesehen. Die Anschlussflächen 114 sind gegenüber der
Längsmittelachse durch den Basisabschnitt 118 um etwa 45 Grad geneigt. Sie verlaufen
entweder parallel zu den Mittelebenen der Fassungsanschlüsse 117 oder rechtwinklig
dazu. Vom Basisabschnitt 118 ragen die Anschlussteile 122 mit den Anschlussflächen
114 im Wesentlichen rechtwinklig weg. Die freien Enden der Anschlusszungen 120 und
die freien Endkanten der Anschlussteile 122 sind mit Abstand zum Basisabschnitt 118
auf derselben Seite angeordnet und können vorzugsweise in etwa in einer Ebene liegen.
Abgesehen von den Fassungsanschlüssen 117 ist der Kurzschlussverbinder 116 symmetrisch
zu seiner Längsmittelebene ausgestaltet.
[0105] Jede Anschlussfläche 114 eines Kurzschlussverbinders 116 ist einem anderen Versorgungsanschlussbereich
94 zugeordnet. Einer der Kurzschlussverbinder 114 enthält die Anschlussflächen 114
der Versorgungsanschlüsse 95 positiver Polarität, während der andere Kurzschlussverbinder
116 die Anschlussflächen 114 der Versorgungsanschlüsse 95 negativer Polarität aufweist.
[0106] Die Versorgungsanschlüsse 95 gleicher Polarität unmittelbar benachbarter Versorgungsanschlussbereiche
94 sind in Umfangsrichtung um das Fassungsgehäuse 90 gesehen nebeneinander angeordnet,
das heißt ausgehend von einer Ecke 92 folgt an beiden Fassungsgehäuseseiten 93 ein
Versorgungsanschluss 95 mit derselben Priorität. Diesen beiden Versorgungsanschlüssen
95 ist ein gemeinsamer Klemmkörper 125 zugeordnet, dessen Endabschnitte jeweils eine
Anschlussklemme 115 für unterschiedliche Versorgungsanschlüsse 95 bilden. Die beiden
Anschlussklemmen 115 sind über ein Mittelstück 126 miteinander verbunden. Die Anschlussklemmen
115 ragen quer vom Mittelstück 126 weg, wobei sich ihr Abstand vergrößert. Zwischen
dem Mittelstück 126 und der Anschlussklemme 115 ist etwa ein Winkel im Bereich von
100 bis 110 Grad eingeschlossen. Der Übergang zwischen der Anschlussklemme 115 und
dem Mittelstück 126 ist In verschiedenen Ausführungsbeispielen zweifach abgewinkelt
ausgeführt. An einer Längskante des Mittelstücks 126 ist rechtwinklig ein Abstützteil
127 abgebogen, das in Gebrauchslage an der Grundfläche eines der beiden Gehäusehälften
91 aufliegt. Im Übergangsbereich zwischen dem Mittelstück 126 und dem Klemmelement
115 stützt sich der Anschlussklemmkörper 125 an jeweils einem Stützvorsprung 128 des
Fassungsgehäuses 90 ab. Der Stützvorsprung 128 ist gegenüber der Anschlussfläche 114
neben der Anschlussöffnung 99 in einer der beiden Gehäusehälften 91 angeordnet. Das
Abstützteil 127 ist zwischen den beiden Stützvorsprüngen 128 angeordnet.
[0107] Für die vier Versorgungsanschlüsse 95 positiver Polarität und die vier Versorgungsanschlüsse
negativer Polarität sind beispielsgemäß jeweils zwei und insgesamt vier Anschlussklemmkörper
125 vorgesehen. Die vier Anschlussklemmkörper 125 sind identisch.
[0108] In Gebrauchslage kreuzen sich die beiden Kurzschlussverbinder 116 im Fassungsgehäuse
90, wobei sie an der Kreuzungsstelle mit Isolationsabstand A zueinander verlaufen.
An der Kreuzungsstelle sind zwischen den beiden Kurzschlussverbindern 116 keine isolierenden
Materialien vorgesehen. Der Bereich zwischen den beiden Kurzschlussverbindern 116
an der Kreuzungsstelle ist als Freiraum ausgestaltet. Um den Isolationsabstand A an
der Kreuzungsstelle zu erreichen, ist einer der beiden Kurzschlusskörper 116 in Rückenlage
und um beispielsgemäß 90 Grad gegen den jeweils anderen Kurzschlusskörper 116 gedreht
im Fassungsgehäuse 90 angeordnet. Die freien Enden der Anschlussteile 122 und/oder
der Anschlusszungen 120 des einen Kurzschlusskörpers 116 liegen vorzugsweise in einer
Ebene, in der der Basisabschnitt 118 des jeweils anderen Kurzschlusskörpers 116 liegt.
Zumindest ist der Abstand der Ebene, in der die freien Enden der Anschlussteile 122
und/oder der Anschlusszungen 120 des einen Kurzschlusskörpers 116 liegen zum Basisabschnitt
118 des anderen Kurzschlusskörpers 116 kleiner als der Abstand zwischen den beiden
Kurzschlusskörpern 116. Der Basisabschnitt 118 des einen Kurzschlussverbinders liegt
an der Innenseite einer Gehäusehälfte 91 an, während der Basisabschnitt 118 des jeweils
anderen Kurzschlussverbinders 116 an der Innenseite der jeweils anderen Gehäuseschale
91 anliegt. Mit anderen Worten befinden sich die Basisabschnitte 118 der beiden Kurzschlussverbinder
116 in mit Isolationsabstand A angeordneten im Wesentlichen parallel Ebenen im Fassungsgehäuse
90.
[0109] Die Fassung 20 weist eine Fassungsanschlusseinrichtung 130 auf, die zur mechanischen
und zur elektrischen Verbindung der Fassung 20 mit einem zugeordneten Leuchtmittel
23 dient. Zu der Fassungsanschlusseinrichtung 130 gehören die Fassungsanschlüsse 117,
die beispielsgemäß an den Kurzschlussverbindern 116 vorgesehen sind. Die Fassungsanschlusseinrichtung
130 weist ferner mechanische Verbindungsmittel auf, die die mechanische Verbindung
mit dem Leuchtmittel 23 alleine oder gemeinsam mit den Fassungsanschlüssen 117 sicherstellen.
Die Fassungsanschlusseinrichtung 130 ist an einer Verbindungsseite 131 des Fassungsgehäuses
90 vorgesehen und von dieser Verbindungsseite 131 her zugänglich. Die der Verbindungsseite
131 entgegengesetzte Montageseite 132 dient zum Befestigen des Fassungsgehäuses an
einer Befestigungsfläche, beispielsweise der Wand oder der Decke eines Raumes oder
einer sonstigen Fläche.
[0110] Die mechanischen Verbindungsmittel der Fassungsanschlusseinrichtung 130 sind bei
dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel von Rastkanten 133 gebildet, die im Fassungsgehäuse
90 im Anschluss an eine Fassungsgehäuseöffnung 134 angeordnet sind. An zwei gegenüberliegenden
Seiten der Fassungsgehäuseöffnung 134 sind federnd gelagert Haltelemente 135 angeformt,
die angrenzend an die Fassungsgehäuseöffnung 134 elastisch schwenkbar angelenkt sind.
An ihrem jeweiligen freien Ende tragen sie die zum jeweils gegenüberliegenden Halteelement
135 vorspringende Rastkante 133. Rastvorsprünge 72 mit Rastwölbungen 73 können durch
die Fassungsgehäuseöffnung 134 hindurch in das Fassungsgehäuse 90 eingreifen und zur
Herstellung der mechanischen Verbindung zwischen Fassung 20 und Leuchtmittel 23 die
Rastkanten 133 umgreifen.
[0111] An der Verbindungsseite 131 des Fassungsgehäuses 90 sind ferner Fassungsanschlussöffnungen
135 vorgesehen, über die die Fassungsanschlüsse 117 zugänglich sind. In verschiedenen
Ausführungsbeispielen sind jedem Fassungsanschluss 117 zwei Fassungsanschlussöffnungen
135 zugeordnet, so dass beide Anschlusszungen 120 eines Fassungsanschlusses 117 über
jeweils eine Fassungsanschlussöffnung 135 zugänglich sind. Die Fassunsganschlussöffnungen
135 sind aus Gründen des Berührschutzes schlitzförmig ausgestaltet, so dass ein Berühren
des Fassungsanschlusses 117 mit einem Finger unmöglich ist.
[0112] Vorzugsweise wird der elektrische Kontakt zwischen dem Leuchtmittel 23 und der Fassung
20 dadurch hergestellt, dass die Leuchtmittelanschlüsse 46 mit den Fassungsanschlüssen
117 zur Anlage gelangen. Bei den hier beschriebenen Ausführungsformen umgreifen die
Leuchtmittelanschlüsse 46 die Fassungsanschlüsse 117. Dabei liegen die beiden Anschusszungen
120 eines Fassungsanschlusses 117 zwischen den beiden Kontaktflügeln 48 des zugeordneten
Leuchtmittelanschlusses 46. Jeweils eine Kontaktfahne 48 steht dabei in Anlage mit
einer Anschlusszunge 120. Durch die federnde Lagerung der Kontaktfahnen 48 sowie auch
der Anschlusszungen 120 wird auch bei Herstellung der elektrischen Verbindung zwischen
Leuchtmittel 23 und Fassung 20 eine mechanische Klemmkraft erzeugt. Sollte diese mechanische
Klemmkraft ausreichen, kann auf weitere mechanische Verbindungsmittel zwischen Leuchtmittel
23 und Fassung 20 verzichtet werden.
[0113] Die Fassungsanschlusseinrichtung 130 ist punktsymmetrisch zu einem Mittelpunkt P
auf der Verbindungsseite 131 vorgesehen. Die beiden Fassungsgehäuseöffnungen 134 sind
auf einer radialen Geraden durch den Mittelpunkt P gleichmäßig beabstandet zum Mittelpunkt
P in der Verbindungsseite 131 des Fassungsgehäuses 20 vorgesehen. Das Fassungsgehäuse
20 kann dabei um 180 Grad um eine Drehachse durch den Mittelpunkt P gedreht werden
und in diesen beiden Drehlagen mit dem Leuchtmittel 23 verbunden werden.
[0114] Beschrieben wurden ein Leuchtmittel 23 und eine Fassung 20 für eine Leuchte 15. Die
Merkmale der Fassung 20 können auch unabhängig von den Merkmalen des Leuchtmittels
23 realisiert werden. Das Leuchtmittel 23 weist eine vorzugsweise plane Leuchtfläche
24 auf. Ein oder mehrere Halbleiterleuchtelemente sind in einem Leuchtmittelgehäuse
30 angeordnet. Die zur mechanischen und elektrischen Verbindung mit der Fassung 20
notwendige Leuchtmittel-Verbindungseinrichtung 70 ist auf der der Leuchtfläche 24
entgegengesetzten Rückseite 66 des Leuchtmittels 23 vorgesehen. Die Abmessungen des
Leuchtmittels 23 sind vorzugsweise größer als die der Fassung 20, so dass das Leuchtmittel
23 mit Blickrichtung auf die Leuchtfläche 24 die Fassung 20 vollständig verdeckt.
Dadurch lässt sich ein besonders ästhetischer Eindruck erreichen. Die Fassung weist
an mehreren Fassungsgehäuseseiten 93 einen Versorgungsanschlussbereich auf, so dass
die elektrischer Versorgung und Verkabelung der Fassung 20 wahlweise von verschiedenen
Seiten oder auch gleichzeitig von mehreren Seiten erfolgen kann. Unabhängig von der
Anzahl und der Anordnung der Versorgungsanschlussbereiche 94 sind an der Fassung 20
mehrere elektrische Versorgungsanschlüsse 95 gleicher Polarität vorhanden. Diese Versorgungsanschlüsse
95 gleicher Polarität sind elektrisch kurzgeschlossen. Zum Kurzschließen der Versorgungsanschlüsse
gleicher Polarität dient jeweils ein Kurzschlussverbinder 116, wobei insbesondere
zwei identische Kurzschlussverbinder 116 im Fassungsgehäuse 90 angeordnet sind. An
die Fassung 20 wird eine Gleichspannung angelegt, die bis zu etwa 200 V betragen kann.
Mit dieser Fassung 20 und dem Leuchtmittel 23 lassen sich modular sehr einfach große
Gesamtleuchtflächen einer Leuchte 15 mit einem ästhetischen Gesamtbild erreichen.
[0115] Im Folgenden wird mit Bezug auf die
Figuren 11a und 11b ein Haltekörper gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung im Detail beschrieben.
Mehrere solcher Haltekörper können zu einer erfindungsgemäßen Haltestruktur bzw. einem
Haltegerüst zusammengesetzt werden. Ein oder mehrere solcher Haltekörper können zum
Beispiel zusammen mit mehreren der oben beschriebenen Fassungen und Leuchtmittel verwendet
werden. Der gezeigte Haltekörper kann allerdings auch mit anders ausgebildeten Fassungen
bzw. Leuchtmitteln verwendet werden. In diesem Zusammenhang ist in
Figur 13 in vereinfachter und schematischer Darstellung beispielhaft eine Lampenfassung 20
wiedergegeben, die mit dem Haltekörper 1 nach den Figuren 11a und 11b verwendbar bzw.
an diesem montierbar ist.
Figur 14 zeigt - ebenfalls in vereinfachter, schematischer Darstellung - eine Flächenlichtlampe
23, die zusammen mit dem Haltekörper 1 nach den Figuren 11a und 11b und der Fassung
nach Figur 13 verwendbar ist, um eine Leuchte auszubilden.
[0116] Wie in den Figuren 11a und 11b gezeigt ist, ist der Haltekörper 1 als flacher Plattenkörper
ausgebildet. Der Plattenkörper hat hier eine Streifen- bzw. Leistenform, insbesondere
eine rechteckige Streifenform. D.h., der Haltekörper 1 ist langgestreckt und flach,
d.h. die Erstreckung in Längsrichtung L ist am größten und die Erstreckung in Dickenrichtung
t ist am geringsten. Der Haltekörper 1 kann z.B. aus Metall oder einem geeigneten
Kunststoffmaterial hergestellt sein. Der Haltekörper 1 ist insbesondere starr ausgebildet.
[0117] Die untere Plattenseite 1b ist plan, d.h. eben ausgebildet (siehe Figur 11b).
[0118] Die obere Plattenseite 1a hingegen hat einen mittleren, erhabenen Flächenabschnitt
3, der in Platten-Längsrichtung zentral/mittig angeordnet ist. Der erhabene Flächenabschnitt
3 ist eben ausgebildet und hat in der Draufsicht eine rechteckige Form. In dem erhabenen
Flächenabschnitt 3 ist mittig ein Durchgangsloch 13 ausgebildet, welches zur Aufnahme
eines Befestigungselements dient, so dass der Plattenkörper 1 an einer Befestigungsfläche
(z.B. einer Wand oder einer Decke) befestigt werden kann.
[0119] Die obere Plattenseite 1a weist an den Längsenden ferner zwei abgesenkte Randbereiche
auf, welche in Längsrichtung L jeweils unmittelbar an den mittleren Flächenabschnitt
3 angrenzen. Mit anderen Worten sind in der oberen Plattenseite 1a zwei Stufen ausgebildet.
Zu diesem Zweck ist auf der Plattenoberseite 1a an den beiden Platten-Längsenden jeweils
eine Aussparung ausgebildet. Gemäß dieser Ausführungsform ist die Aussparung in der
Draufsicht quadratisch geformt. Von den Aussparungen werden Verbindungslaschen bzw.
Verbindungszungen gebildet, die stirnseitig von dem erhabenen Flächenabschnitt 3 vorstehen.
Die jeweilige Aussparung hat einen eben ausgebildeten Boden 5a bzw. 5b. Zwischen dem
jeweiligen Boden 5a, 5b und dem erhabenen Flächenabschnitt 3 ist ein ebener Vertikalflächenabschnitt
ausgebildet, von dem die Stufe ausgebildet wird. Der erhabene Flächenabschnitt 3 und
der Boden 5a, 5b der jeweiligen Aussparung sind jeweils als ebene Horizontalflächen
ausgebildet.
[0120] In dem Bereich des erhabenen Flächenabschnitts 3 hat der Plattenkörper eine Dicke
t
2, und in dem Bereich der Aussparungen hat der Plattenkörper eine Dicke t
1, wobei die Dicke t
2 in etwa zweimal so groß ist wie die Dicke t
1. Mit anderen Worten erstreckt sich die Aussparung in Tiefenrichtung/Dickenrichtung
(t-Achse in Figur 11a) der Platte in etwa bis zur Mitte der Platte. In Breitenrichtung
(B-Achse in Figur 11a) erstreckt sich die jeweilige Aussparung über die gesamte Breite
der Platte hinweg. In Längsrichtung (L-Achse in Figur 11a) erstreckt sich die jeweilige
Aussparung ausgehend von dem jeweiligen Platten-Längsende um einen gewissen Betrag
in Richtung zur Plattenmitte hin. Die beiden Aussparungen/Laschen sind identisch ausgebildet.
[0121] In dem Boden 5, 5b der jeweiligen Aussparung ist ein Durchgangsloch 9a, 9b ausgebildet,
welches zur Aufnahme eines Befestigungselements dient, mit dem zwei benachbarte Haltekörper
1 verbunden werden können. Das jeweilige Durchgangsloch 9a, 9b kann ein Innengewinde
aufweisen. Gemäß dem gezeigten Ausführungsbeispiel weist zumindest eines der Durchgangslöcher
ein Innengewinde auf, hier das Durchgangsloch 9b. Z.B. weisen beide Durchgangslöcher
9a, 9b ein Innengewinde auf. Das jeweilige Durchgangsloch 9a, 9b ist hier mittig in
dem Boden 5a, 5b der jeweiligen Aussparung angeordnet. Wie in Figur 11b zu erkennen
ist, mündet das Durchgangsloch 9a auf der Plattenunterseite 1b in eine Senkung 10.
[0122] Ferner sind auf der Plattenunterseite 1b an den beiden Längsenden jeweils mehrere
Löcher 11a, 11b zur Aufnahme eines Befestigungsmittels bzw. zur Befestigung einer
Fassung 20 ausgebildet/ausgeformt. Die Löcher 11a, 11b können als Sack- oder Durchgangslöcher
ausgebildet sein. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Löcher 11a, 11b als
Durchgangslöcher ausgebildet, welche in dem Boden 5, 5b der jeweiligen Aussparung
münden. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel weisen die Löcher 11a, 11b jeweils ein
Innengewinde auf. Gemäß dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind vier Durchgangslöcher
11a, 11b je Aussparung vorgesehen. Die Durchgangslöcher 11a, 11b sind dabei gleichmäßig
um das jeweilige mittig angeordnete Durchgangsloch 9a, 9b herum angeordnet (hier in
einem äußeren Randbereich der Aussparung).
[0123] Die Aussparung bzw. Lasche 5a bildet zusammen mit dem Durchgangsloch 9a auf der Plattenoberseite
1a einen ersten Haltekörper-Verbindungsabschnitt 7a aus, der an einem ersten Längsende
(in Figur 11a links) des Haltekörpers 1 angeordnet ist. Analog bildet die Aussparung
bzw. Lasche 5b zusammen mit dem Durchgangsloch 9b auf der Plattenoberseite 1a einen
zweiten Haltekörper-Verbindungsabschnitt 7b aus, der an dem zweiten Längsende (in
Figur 11a rechts) des Haltekörpers 1 angeordnet ist. D.h., an dem jeweiligen Längsende
des Plattenkörpers 1 ist ein Haltekörper-Verbindungsabschnitt in Form der Aussparung
und des zentralen Durchgangslochs ausgeformt. Von der Aussparung ist dabei ein Eingriffsabschnitt
gebildet, der mit dem Eingriffsabschnitt eines anderen, gleichartigen Haltekörpers
formschlüssig (siehe z.B. die Figuren 15a und 15b) in Eingriff gebracht werden kann,
wobei die beiden mittigen Durchgangslöcher 9a, 9b der benachbarten Haltekörper dann
miteinander fluchten.
[0124] Die vier weiteren, um das mittig angeordnete Durchgangsloch 9a, 9b herum angeordneten
Durchgangslöcher 11a, 11b bilden auf der Plattenunterseite 1b einen jeweiligen Fassungs-Befestigungsabschnitt
8a, 8b aus, an dem eine Lampenfassung 20 befestigbar ist (siehe Figur 11b).
[0125] Wie in
Figur 13 gezeigt, sind in der Fassung 20 vier Durchgangslöcher 20a ausgebildet (entsprechend
der Anzahl von Löchern je Fassungs-Befestigungsabschnitt 8a, 8b), die sich zwischen
der oberen Flachseite 131 und der unteren Flachseite 132 der flach ausgebildeten Fassung
20 erstrecken. Die Fassung 20 kann mit ihrer unteren Flachseite 132 auf die eben ausgebildete
Plattenunterseite 1b aufgelegt werden, so dass die Durchgangslöcher 20a der Fassung
20 mit den Durchgangslöchern 11a bzw. 11b eines zugeordneten Fassungs-Befestigungsabschnitts
8a, 8b fluchten. Anschließend können in die Durchgangslöcher 20a der Fassung 20 Befestigungsmittel,
hier Schrauben, eingebracht und in den Durchgangslöchern 11a, 11b der Platte befestigt,
z.B. eingeschraubt, werden. Somit können an dem Haltekörper 1 auf dessen Plattenunterseite
1b insgesamt zwei Fassungen 20 mit definiertem/vorgegebenen Abstand zueinander befestigt
werden. Auf die jeweilige Fassung 20 kann wie in
Figur 14 angedeutet eine Flächenlichtlampe 23 aufgesteckt werden, wozu auf der Rückseite der
Flächenlichtlampe 23 eine entsprechende Aussparung zur Aufnahme der Fassung 20 ausgebildet
sein kann.
[0126] Es wird angemerkt, dass die Anzahl und jeweilige Position der Durchgangslöcher 9a,
9b, 11a, 11b variabel und nicht auf die gezeigte/beschriebene Anzahl bzw. jeweilige
Position eingeschränkt ist.
[0127] Im Folgenden wird mit Bezug auf die
Figuren 15a und 15b sowie auf die Figuren 16a und 16b die Verbindung zweier Haltekörper 1, 1' zu einer
linearen bzw. rechtwinkligen Haltestruktur erläutert. Die Haltekörper 1 und 1' sind
dabei vollkommen identisch und jeweils wie in den Figuren 11a und 11b gezeigt ausgebildet.
Die Bezugszeichen des einen Haltekörpers wurden lediglich zum besseren Verständnis
mit einem "'" versehen.
[0128] Die
Figuren 15a und 15b zeigen die Oberseite 14a bzw. die Unterseite 14b einer aus zwei identischen Haltekörpern
1, 1' gebildeten linearen Haltestruktur 14. Die Haltestruktur 14 weist ferner ein
Abschlussstück 200 auf. Das Abschlussstück 200 ist in Figur 12 gezeigt und unten im
Detail beschrieben.
[0129] Die Haltestruktur 14 ist flach ausgebildet. Die Oberseite 14a der Haltestruktur 14
ist von der Plattenunterseite 1b des einen Haltekörpers 1 und der Plattenoberseite
1a' (insb. von dem erhabenen Flächenabschnitt 3') des anderen Haltekörpers 1' gebildet
(sowie von einer Flachseite des unten beschriebenen Abschlussstücks 200). Die Plattenunterseite
1b des einen Haltekörpers 1 und die Plattenoberseite 1a' des anderen Haltekörpers
1' liegen in einer gemeinsamen Ebene, so dass die Oberseite 14a der Haltestruktur
eben ausgebildet ist. Über die Durchgangslöcher 13, 13' kann die Haltestruktur mit
ihrer Unterseite 14b an einer Wand oder Decke befestigt werden. Auf der Haltestruktur-Oberseite
14a können insgesamt drei Fassungen 20 angebracht werden, nämlich an den beiden Fassungs-Befestigungsabschnitten
8a, 8b des einen Haltekörpers 1 und an dem Abschlussstück 200.
[0130] Die beiden Haltekörper 1, 1' sind an ihren benachbarten Längsenden in linearer Ausrichtung
zueinander miteinander mechanisch fest verbunden. Hierzu ist der Haltekörper 1 mit
dem Boden 5a der an dem ersten Verbindungsabschnitt 7a ausgebildeten Aussparung auf
den Boden 5b' der an dem zweiten Verbindungsabschnitt 7b' ausgebildeten Aussparung
des Haltekörpers 1' aufgelegt, so dass sich die beiden von den Aussparungen gebildeten
Laschen vollständig überlappen und das Durchgangsloch 9a des einen Haltekörpers 1
mit dem Durchgangsloch 9b' des anderen Haltekörpers 1' fluchtet (siehe auch die Figuren
16a und 16b, die zwar eine rechtwinklige anstelle einer linearen Verbindung der Haltekörper
zeigen, in denen die Böden 5a, 5b' aber ebenfalls vollständig überlappend angeordnet
jedoch besser erkennbar sind). Die Stirnseite des Haltekörpers 1 (bzw. die Stirnseite
der Lasche 5a) liegt an der Stufe bzw. an dem vertikalen Flächenabschnitt des Haltekörpers
1' an. In analoger Weise liegt die Stirnseite des Haltekörpers 1' (bzw. die Stirnseite
der Lasche 4b') an der Stufe bzw. an dem vertikalen Flächenabschnitt des Haltekörpers
1 an. Insgesamt wird somit ein Formschluss an drei Flächenpaaren erreicht, d.h. an
zwei vertikalen Flächenpaaren und an einem horizontalen Flächenpaar.
[0131] Eine nicht gezeigte Schraube kann in die fluchtenden Durchgangslöcher 9a, 9b' eingeschraubt
werden, um die beiden Laschen form- und kraftschlüssig fest zu verbinden. Der Kopf
der Schraube ist im eingeschraubten Zustand in der Senkung 10 des Durchgangsloches
9a aufgenommen. Wie bereits erwähnt fluchten die Plattenunterseite 1b des Haltekörpers
1 und die Plattenoberseite 1a' des Haltekörpers 1' miteinander bzw. liegen in einer
gemeinsamen Ebene und bilden zusammen mit dem Abschlussstück 200 eine plane Oberseite
14a der Haltestruktur 14 aus, auf der insgesamt drei Fassungen mit definiertem Abstand
zueinander anbringbar sind.
[0132] Das Abschlussstück 200 füllt die an dem ersten Haltekörper-Verbindungsabschnitt 7a'
des Haltekörpers 1' ausgebildete Aussparung vollständig aus, d.h. ist komplementär
zu der Aussparung ausgebildet. Wie in
Figur 12 gezeigt ist, ist das Abschlussstück in der Draufsicht quadratisch ausgebildet, entsprechend
der Form der Aussparungen. Das Abschlussstück ist als flaches Plättchen mit ebener
Unterseite und ebener Oberseite ausgebildet. Wie der Haltekörper 1 kann das Abschlussstück
200 z.B. aus Metall oder einem geeigneten Kunststoffmaterial hergestellt sein. Das
Abschlussstück 200 weist ein zentrales Durchgangsloch 205 auf, das mit dem Durchgangsloch
9a' des Haltekörpers 1' fluchtet, wenn das Abschlussstück 200 in die Aussparung eingesetzt
ist. Das Durchgangsloch 205 weist ein Innengewinde auf. Eine nicht gezeigte Schraube
kann in die fluchtenden Durchgangslöcher 9a', 205 eingeschraubt werden, um das Abschlussstück
200 form- und kraftschlüssig fest mit dem Haltekörper 1' zu verbinden. Der Kopf der
Schraube kann in der Senkung 10' aufgenommen werden. Das Abschlussstück 200 weist
ferner vier Durchgangslöcher 207 mit Innengewinde zur Befestigung einer Fassung 20
auf, entsprechend den vier Durchgangslöchern 20a der Fassung 20. Die Dicke des Abschlussstücks
200 ist halb so groß wie die Dicke des Plattenkörpers an dem erhabenen Abschnitt 3
und gleich der Dicke des Plattenkörpers an den Laschen.
[0133] Die
Figuren 16a und 16b zeigen die Oberseite 14a bzw. Unterseite 14b einer aus zwei identischen Haltekörpern
1, 1' und einem Abschlussstück 200 gebildeten rechtwinkligen Haltestruktur 14. Die
Verbindung der Haltekörper 1, 1' erfolgt wie für die Figuren 15a und 15b erläutert,
mit der Ausnahme, dass die beiden Haltekörper rechtwinklig anstatt linear zueinander
ausgerichtet sind. Die Laschen 5a, 5b' überlappen sich erneut vollständig. Der Haltekörper
1 liegt dabei mit einer Seitenfläche (insb. mit einer Seitenfläche der Lasche 5a)
an der Stufe bzw. an dem vertikalen Flächenabschnitt des Haltekörpers 1' an. In analoger
Weise liegt der Haltekörper 1' mit einer Seitenfläche (insb. mit einer Seitenfläche
der Lasche 5b') an der Stufe bzw. an dem vertikalen Flächenabschnitt des Haltekörpers
1 an, so dass insgesamt erneut ein Formschluss an drei Flächenpaaren erreicht ist,
d.h. an zwei vertikalen Flächenpaaren und an einem horizontalen Flächenpaar. Über
die fluchtenden Durchgangslöcher 9a, 9b' können die beiden Haltekörper miteinander
verschraubt werden.
[0134] In der oben mit Bezug auf die Figuren 15a bis 16b beschriebenen Weise können auch
drei oder noch mehr Haltekörper in Reihe hintereinander angeordnet, ausgerichtet und
fest miteinander verbunden werden, wobei zwei benachbarte Haltekörper stets entweder
linear oder rechtwinklig zueinander ausgerichtet sind.
[0135] Figur 17b zeigt eine aus acht identischen Haltekörpern 1 und einem Abschlussstück 200 gebildete
S-förmige bzw. mäanderförmige Haltestruktur 14 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.
Das Abschlussstück 200 ist in Figur 17b nicht zu erkennen, da es zwischen dem rechten
äußeren Haltekörper 1' und der rechten äußeren Fassung 20' angeordnet ist, d.h. das
Abschlussstück 200 ist in Figur 17b von der Plattenunterseite 1b' des Haltekörpers
1' verdeckt. Die Haltekörper 1 sind über ihre Längsenden in entweder linearer oder
rechtwinkliger Ausrichtung zueinander fest miteinander verbunden, wie oben mit Bezug
auf die Figuren 15a bis 16b beschrieben.
[0136] Auf der oberen Flachseite der Haltestruktur 14 sind insgesamt neun Fassungen 20 mit
regelmäßigem Abstand zueinander in mehreren Reihen und Spalten matrixartig angebracht.
Der Abstand der Fassungen 20 zueinander wird von den langegestreckten Haltekörpern
1 festgelegt, d.h. von den an den Haltekörpern 1 ausgeformten Fassungs-Verbindungsabschnitten
8a, 8b zusammen mit den vorgegebenen Ausrichtmöglichkeiten der Haltekörper zueinander.
In Figur 17b sind dabei auf der Plattenunterseite eines jeden zweiten Haltekörpers
1 an dessen Fassungs-Verbindungsabschnitten 8a, 8b zwei Fassungen 20 angebracht (beginnend
mit dem linken äußeren Haltekörper 1 und dessen Fassungs-Verbindungsabschnitten 8a,
8b). Die anderen Haltekörper dienen hier lediglich zur Verbindung der die Fassungen
20 tragenden Haltekörper 1 mit definiertem Abstand und definierter Ausrichtung, was
durch die an den Haltekörpern ausgeformten Haltekörper-Verbindungsabschnitte 7a, 7b
erreicht wird. Die Fassung 20' ist an dem Abschlussstück 200 befestigt.
[0137] Um die in Figur 17b gezeigte Leuchte 15 zu erhalten, wird auf jede Fassung 20 eine
Lampe 23, hier eine quadratische OLED-Fliese 23, aufgesteckt, so dass die jeweilige
Fassung 20 mit der zugeordneten OLED-Fliese 23 elektrisch und mechanisch verbunden
ist (z.B. wie mit Bezug auf die Figuren 1 bis 10 beschrieben).
[0138] Wie in
Figur 17a zu erkennen ist, bilden die Leuchtflächen 24 der OLED-Fliesen 23 eine gemeinsame
Gesamtleuchtfläche der Leuchte 15 aus. Die Gesamtleuchtfläche ist hier quadratisch
ausgebildet. Die Gesamtleuchtfläche wird lediglich von dem Rahmen 31 des jeweiligen
Lampengehäuses unterbrochen sowie ggf. von zwischen den Fliesen bzw. Lampen 23 ausgebildeten
Spalten. Vorzugsweise liegen die Fliesen bzw. Lampen 23 umfangsseitig unmittelbar
oder nahezu aneinander an, d.h. sie weisen gar keinen oder nur einen sehr geringen
Abstand zueinander auf. Z.B. kann der jeweilige Rahmen 31 aus einem transparenten
Material hergestellt sein. Für den Betrachter kann daher eine zusammenhängende Gesamtleuchtfläche
geschaffen werden. Die jeweilige Leuchtfläche 24 kann plan sein, und die Leuchtflächen
24 können in einer gemeinsamen Ebene liegen, so dass die Gesamtleuchtfläche ebenfalls
plan ist.
[0139] Wie ferner aus Figur 17a zu erkennen ist, sind die Fassungen 20 von den Leuchtflächen
24 im aufgesteckten/montierten Zustand der OLED-Lampen 23 vollständig überdeckt und
in der Draufsicht nicht sichtbar. In Figur 17a sind die Löcher bzw. darin aufgenommene
Schrauben zu Zwecken der Erläuterung und des besseren Verständnisses der Erfindung
durch Kreise angedeutet. Tatsächlich sind die Löcher bzw. Schrauben in der Draufsicht
auf die Gesamtleuchtfläche jedoch nicht zu sehen, z.B. infolge einer entsprechenden
Ausbildung der Rückseite des Lampengehäuses.
[0140] Figur 18b zeigt eine aus vier identischen Haltekörpern 1 und einem Abschlussstück 200 gebildete
lineare Haltestruktur 14. Das Abschlussstück 200 ist in Figur 18b nicht zu erkennen,
da es zwischen dem linken äußeren Haltekörper 1' und der linken äußeren Fassung 20'
angeordnet und daher von dem Haltekörper 1' verdeckt ist.
Figur 18a zeigt die resultierende Gesamtleuchtfläche der Leuchte 15, d.h. die Haltestruktur
14 zusammen mit den darauf aufgebrachten Fassungen 20, welche jeweils eine Lampe 23
halten.
[0141] Figur 19a zeigt eine aus fünf identischen Haltekörpern 1 gebildete Zick-zack-förmige Haltestruktur
14. Da die Anzahl an Haltekörpern 1 hier ungerade ist, wird kein Abschlussstück 200
benötigt, um eine plane obere Flachseite der Haltestruktur 14 zu erzeugen. Es sind
insgesamt sechs Fassungen 20 an der oberen Flachseite der Haltestruktur 14 befestigt.
Figur 19b zeigt die resultierende Gesamtleuchtfläche der Leuchte 15, welche sechs Lampen 23
aufweist.
[0142] Figur 20b zeigt eine aus sieben identischen Haltekörpern 1 gebildete schlangenförmige Haltestruktur
14, an deren oberer Flachseite insgesamt acht Fassungen 20 mit konstantem Abstand
zueinander hintereinander befestigt sind. Da die Anzahl an Haltekörpern 1 hier ungerade
bzw. die Anzahl an Fassungen 20 gerade ist, wird erneut kein Abschlussstück 200 benötigt.
Figur 20b zeigt die resultierende Gesamtleuchtfläche der Leuchte 15, welche acht Lampen 23
aufweist.
[0143] Wie in den Figuren gezeigt, können mit einer Mehrzahl von Haltekörpern 1, welche
jeweils wie in Figur 11a und 11b gezeigt ausgebildet sind, unterschiedliche Haltestrukturen
14 erzeugt werden, auf denen die Fassungen 20 dennoch zuverlässig mit dem erforderlichen
bzw. angestrebten Abstand zueinander anbringbar sind. Folglich können problemlos unterschiedliche
Leuchten-Strukturen erzielt werden, in denen die Lampen 23 zweckmäßig zueinander ausgerichtet
sind. Dies kann zudem mit geringen Herstellungskosten erreicht werden, da die Haltekörper,
Fassungen und Leuchtmittel jeweils identisch ausgebildet sein können.
[0144] Wie bereits erwähnt, können mit dem Haltekörper 1 aus den Figuren 11a und 11b auch
andere Fassungen und/oder andere Lampen verwendet werden, z.B. in der Draufsicht kreisrunde
Lampen. Der in Längsrichtung mittlere Plattenabschnitt kann dann z.B. verjüngt sein.
[0145] Auch müssen nicht alle Haltekörper vollständig identisch ausgebildet sein. Es können
dann aber zumindest mehrere der Haltekörper identisch ausgebildet sein. Ferner können
zumindest die Endabschnitte der Haltekörper identisch ausgebildet sein. Ein Satz aus
unterschiedlichen Haltekörpern kann z.B. für eine Leuchte 15 erforderlich sein, wie
sie in Figur 1 gezeigt ist. Diese Leuchte 15 weist neun Fassungen 20 auf, an denen
neun rechteckige OLED-Fliesen 23 befestigt sind. Dabei können sechs identische Haltekörper
von einer ersten Länge und zwei identische Haltekörper von einer zweiten Länge verwendet
werden können. Die Längsenden aller Haltekörper können identisch ausgebildet sein,
d.h. die an den Haltekörpern ausgeformten Haltekörper-Verbindungsabschnitte und Fassungs-Verbindungsabschnitte
können identisch sein.
Bezugszeichenliste
[0146]
- 1
- Halterkörper
- 1a
- Halterkörper-Oberseite
- 1b
- Halterkörper-Unterseite
- 3
- erhabener Abschnitt
- 5a
- Boden der Aussparung
- 5b
- Boden der Aussparung
- 7a
- Haltekörper-Verbindungsabschnitt
- 7b
- Haltekörper-Verbindungsabschnitt
- 8a
- Fassungs-Befestigungsabschnitt
- 8b
- Fassungs- Befestigungsabschnitt
- 9a
- Durchgangsloch des Haltekörper-Verbindungsabschnitt
- 9b
- Durchgangsloch des Haltekörper-Verbindungsabschnitt
- 10
- Senkung
- 11a
- Durchgangsloch des Fassungs-Verbindungsabschnitt
- 11b
- Durchgangsloch des Fassungs-Verbindungsabschnitt
- 13
- Durchgangsloch
- 14
- Haltestruktur
- 14a
- Haltestruktur-Oberseite
- 14
- Haltestruktur-Unterseite
- 15
- Leuchte
- 16
- Versorgungsleitung
- 17
- Spannungsquelle
- 18
- Schalter
- 20
- Fassung
- 20a
- Durchgangslöcher in Fassung
- 21
- Reihe
- 22
- Spalte
- 23
- Leuchtmittel
- 24
- Leuchtfläche v. 23
- 25
- Trägerelement
- 26
- vordere Platte oder Folie
- 27
- hintere Platte oder Folie
- 30
- Leuchtmittelgehäuse
- 31
- Rahmen
- 32
- Gehäuserückwand
- 33
- Lichtaustrittsöffnung
- 34
- Steg
- 35
- Anlagefläche
- 36
- Stegabschnitt
- 39
- Leuchtmittelkontaktteil
- 40
- Leuchtmittelkontakt
- 41
- Kontaktstelle
- 42
- Kontaktzunge
- 42a
- ebener Abschnitt v. 42
- 42b
- freies Ende v. 42
- 43
- Schlitz
- 44
- erstes Ende v. 39
- 45
- zweites Ende v. 39
- 46
- Leuchtmittelanschluss
- 47
- Querstück
- 48
- Kontaktflügel
- 49
- Biegestelle
- 51
- Halteabschnitt v. 39
- 52
- Halteklemme
- 53
- Abkröpfung
- 54
- Klemmzunge
- 55
- Halteöffnung
- 56
- Haltevorsprung
- 57
- Federzone
- 58
- Zungenhalteteil
- 59
- Federzunge
- 60
- Lagerelement
- 63
- Aufnahmebereich
- 64
- Innenseite v. 32
- 65
- Leuchtmittelanschlussöffnung
- 66
- Rückseite
- 67
- Rastnase
- 68
- Rahmenwange
- 70
- Leuchtmittel-Verbindungseinrichtung
- 71
- Rastmittel
- 72
- Rastvorsprung
- 73
- Rastauswölbung
- 74a
- Schrägfläche v. 73
- 74b
- Rastanlagefläche v. 73
- 75
- Ausnehmung
- 76
- Versorgungskanal
- 77
- Boden
- 78
- Kabel v. 16
- 79
- Versteifungsrippe
- 80
- Kodierelement
- 90
- Fassungsgehäuse
- 91
- Gehäuseschalen
- 92
- Ecke v. 90
- 93
- Fassungsgehäuseseite
- 94
- Versorgungsanschlussbereich
- 95
- Versorgungsanschluss
- 96
- Anschlussaussparung
- 97
- Klemmseiten
- 98
- mittlerer Seitenabschnitt
- 99
- Anschlussöffnung
- 100
- Klemmsteg
- 103
- Zugentlastungsmittel
- 104
- Schraube
- 105
- Innengewinde
- 106
- Klemmkörper
- 107
- Einsteckvorsprung
- 108
- Einsteckschlitz
- 109
- Klemmkante
- 110
- Rasthaken
- 114
- Anschlussfläche
- 115
- Anschlussklemme
- 116
- Kurzschlussverbinder
- 117
- Fassungsanschluss
- 118
- Basisabschnitt
- 119
- Durchbrechung
- 120
- Anschlusszunge
- 121
- Knickstelle
- 122
- Anschlussteil
- 125
- Anschlussklemmkörper
- 126
- Mittelstück
- 127
- Abstützteil
- 128
- Stützvorsprung
- 130
- Fassungsanschlusseinrichtung
- 131
- Verbindungsseite
- 132
- Montageseite
- 133
- Rastkante
- 134
- Fassungsgehäuseöffnung
- 135
- Fassungsanschlussöffnung
- 200
- Abschlussstück
- 201
- Abschlussstück-Oberseite
- 203
- Abschlussstück-Unterseite
- 205
- Durchgangsloch zur Befestigung des Abschlussstücks am Haltekörper
- 207
- Durchgangsloch zur Befestigung der Fassung an dem Abschlussstück
- E
- Einsteckrichtung
- M
- Mittelpunkt v. 23
- P
- Mittelpunkt v. 20