[0001] Die Erfindung betrifft eine Offenend-Spinnvorrichtung umfassend eine Faserbandauflöseeinrichtung
mit einem Auflösewalzengehäuse und einem Schwenkdeckel, gemäß dem Oberbegriff des
Anspruches 1.
[0002] Faserbandauflöseeinrichtungen für Offenend-Spinnvorrichtungen sind, insbesondere
im Zusammenhang mit Rotorspinnmaschinen, seit langem bekannt und in zahlreichen Literaturstellen
zum Teil ausführlich beschrieben.
[0003] Diese bekannten und in der Praxis vielfach bewährten Faserbandauflöseeinrichtungen
verfügen über eine rotierbar gelagerte Auflösewalze, die während des Spinnvorganges
mit hoher Drehzahl in einem Auflösewalzengehäuse umläuft und dabei ein vorgelegtes
Faserband in Einzelfasem auskämmt, die anschließend in einen so genannten Spinnrotor
eingespeist werden.
[0004] Die Auflösewalze ist über eine Lager- und Antriebswelle in einer Lagerkonsole eines
schwenkbar gelagerten Deckelelements der Faserbandauflöseeinrichtung gelagert, wobei
die Lager- und Antriebswelle in einer Wälzlageranordnung abgestützt ist und endseitig
über einen Wirtel verfügt. Auf der dem Wirtel gegenüberliegenden Seite ist die Lager-
und Antriebswelle mit einem Grundkörper ausgestattet, der beispielsweise von einem
austauschbaren Gamiturring umgeben ist.
[0005] Der Gamiturring ist in der Regel zwischen einer axial verschiebbaren Spannscheibe
und einem Widerlagerflansch des Grundkörpers fixiert, wobei die Spannscheibe über
einen Schraubenbolzen, der auf ein zwischengeschaltetes Federelement wirkt, axial
beaufschlagt wird.
[0006] Während des Spinnprozesses läuft die Auflösewalze, die mit ihrer Lager- und Antriebswelle
eine Durchgangs- und Lageröffnung im Auflösewalzengehäuse durchfasst, in einer Auflösewalzenaufnahme
eines Auflösewalzengehäuses um und löst dabei ein zugeführtes Faserband in Einzelfasern
auf, wobei die vereinzelten Fasern anschließend einem in einem Rotorgehäuse mit sehr
hoher Drehzahl umlaufenden Spinnrotor zugeführt werden.
[0007] Bei den bekannten, beispielsweise in der
DE 10 2010 011 234 A1 beschriebenen Faserbandauflöseeinrichtungen sind sowohl das Auflösewalzengehäuse
als auch das schwenkbar gelagerte Deckelelement, an dem das Auflösewalzengehäuse passgenau
festgelegt ist, als Aluminium-Druckgussteil ausgebildet. Die im Druckgussverfahren
gefertigten Bauteile der Faserbandauflöseeinrichtung werden einer Endbearbeitung unterzogen
und anschließend mittels Passstiften und Schraubenbolzen relativ aufwendig passgenau
und stabil verbunden.
[0008] Wenngleich sich solche Faserbandauflöseeinrichtungen, bei denen sowohl das Auflösewalzengehäuse
als auch das Deckelelement als Aluminium-Druckgussteil ausgebildet und über Passstifte
lagegenau fixiert sind, in der Praxis durchaus bewährt haben, sind auch solche Faserbandauflöseeinrichtungen
noch verbesserungsfähig.
[0009] Aufgrund der verhältnismäßig aufwendigen Druckgusswerkzeuge, die zur maßgerechten
Herstellung von Aluminium-Druckgussteilen benötigt werden und recht kostenintensiv
sind, ist die Verwendung von Aluminium-Druckgussteilen, insbesondere im Zusammenhang
mit relativ kleinen Stückzahlen, oft recht problematisch.
[0010] Auch das anschließende passgenaue Verbinden der Aluminium-Druckgussteile mittels
Passstiften ist relativ arbeitsaufwendig und stellt außerdem gewisse Mindestanforderungen
an das Material der Bauelemente, in die die Passbohrungen für die Passstifte eingebracht
werden.
[0011] Das Material dieser Bauelemente sollte beispielsweise auch auf Dauer verformungsfrei
sein, da sonst die Gefahr besteht, dass die Passbohrungen, in denen die Passstifte
gelagert sind, "auslaufen", was zu einer Lageänderung zwischen der mit hoher Drehzahl
rotierenden Auflösewalze und dem sie umgebenden Auflösewalzengehäuse führen könnte,
was sehr negative Folgen für die betroffene Faserbandauflöseeinrichtung ergeben würde.
[0012] Ausgehend von Faserbandauflöseeinrichtungen, bei denen das Auflösewalzengehäuse und
das schwenkbar gelagerte Deckelelement durch spezielle Passungseinrichtungen lagegenau
und haltbar fixiert sind, liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Faserbandauflöseeinrichtung
zu entwickeln, bei der, auch bei einer Herstellung in kleineren Stückzahlen, nicht
nur sichergestellt ist, dass die Faserbandauflöseeinrichtung auch auf Dauer während
des Spinnbetriebs sicher und zuverlässig arbeitet, sondem die auch kostengünstig herstellbar
ist. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung gelöst, wie sie im
Anspruches 1 beschrieben ist.
[0013] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0014] Die erfindungsgemäße Ausbildung einer Faserbandauflöseeinrichtung, bei der das Auflösewalzengehäuse
über eine Durchgangs- und Lageröffnung verfügt, in der die Lager-und Antriebswelle
der Auflösewalze angeordnet ist, und die Durchgangs- und Lageröffnung einen nach hinten
in Richtung des Schwenkdeckels überstehenden Bund aufweist, der im Montagezustand
der Faserbandauflöseeinrichtung mit einer Aufnahmebohrung in dem aus einem Kunststoff
gefertigten Schwenkdeckel so korrespondiert, dass eine erste Passungseinrichtung zur
lagegenauen Positionierung des Auflösewalzengehäuses auf dem Schwenkdeckel gegeben
ist, hat verschiedene Vorteile.
[0015] Durch den Einsatz eines aus Kunststoff gefertigten Schwenkdeckels sowie die erfindungsgemäße
Ausbildung der ersten Passungseinrichtung können beispielsweise nicht nur die Herstellungskosten
der Faserbandauflöseeinrichtung minimiert werden, sondern es können auf relativ einfache
Weise die Bauteile der Faserbandauflöseeinrichtung kostengünstig auch so gestaltet
bzw. bearbeitet werden, dass Fehlstellungen der Bauteile aufgrund von Materialfluss
auch nach einer langen Betriebsdauer weitestgehend ausgeschlossen sind.
[0016] Das heißt, durch die erfindungsgemäße Ausbildung insbesondere der ersten Passungseinrichtung
kann zuverlässig und mit einem relativ geringen Fertigungsaufwand zuverlässig verhindert
werden, dass es während des Betriebs der Faserbandauflöseeinrichtung mit der Zeit
zu einer Fehlstellung der verbundenen Bauteile und damit zu Schäden an der Faserbandauflöseeinrichtung
kommen kann.
[0017] Auch durch die im Anspruch 2 beschriebene vorteilhafte Ausgestaltung einer zweiten
Passungseinrichtung, die durch einen am Auflösewalzengehäuse angeordneten Zapfen gebildet
wird, der im Montagezustand der Faserbandauflöseeinrichtung mit einem zugehörigen
Widerlager im Schwenkdeckel korrespondiert, ist sichergestellt, dass sich einerseits
der Fertigungssaufwand für eine solche Passungseinrichtung in vertretbaren Grenzen
hält, und dass anderseits stets eine ausreichend genaue Positionierung des Auflösewalzengehäuses
auf dem Schwenkdeckel gewährleistet ist. Das heißt, die zweite Passungseinrichtung
ist lediglich für die winkelgenaue Positionierung des Auflösewalzengehäuses auf dem
Schwenkdeckel zuständig, nicht jedoch für die funktionsgerechte, lagegenaue Ausrichtung
der mit hoher Drehzahl im Auflösewalzengehäuse umlaufenden Auflösewalze.
[0018] Das Auflösewalzengehäuse ist als Aluminium-Druckgussteil gefertigt und die Durchgangs-
und Lageröffnung sowie der im Bereich der Durchgangs- und Lageröffnung angeordnete
Bund sind passgenau durch Fräsen in einem Arbeitsgang erstellt.
[0019] Durch eine solche Ausbildung und Herstellung des Bundes kann kostengünstig ein erster
Teil einer hochgenauen, langlebigen Passungseinrichtung realisiert werden. Das heißt,
in Verbindung mit einer entsprechenden Aufnahmebohrung im Schwenkdeckel ist im Montagezustand
auf relativ einfache Weise eine optimale Lagerung und Positionierung der betreffenden
Faserbandauflöseeinrichtungsteile möglich.
[0020] Gemäß Anspruch 3 ist es des Weiteren vorteilhaft, wenn das Widerlager für den am
Auflösewalzengehäuse befestigten Zapfen durch eine im Schwenkdeckel angeordnete, radiale
Längsausnehmung gebildet ist, deren Maße auf den Durchmesser des Zapfens abgestimmt
sind.
[0021] Eine solche radiale Längsausnehmung als Widerlager hat nicht nur den Vorteil, dass
sie relativ einfach ausreichend passgenau hergestellt werden kann, sondern bildet
in Verbindung mit dem zugehörigen Zapfen des Auflösewalzengehäuses auch eine stets
ausreichend genaue Winkellagefixiereinrichung für das Auflösewalzengehäuse. Das heißt,
die radiale Längsausnehmung im Schwenkdeckel ermöglicht einerseits im Bedarfsfall
ein problemloses Abnehmen des Auflösewalzengehäuses vom Schwenkdeckel, andererseits
stellt diese Längsausnehmung in Verbindung mit dem zugehörigen Zapfen sicher, dass
die betreffenden Teile der Faserbandauflöseeinrichtung stets ordnungsgemäß montiert
sind.
[0022] Weitere Einzelheiten der Erfindung sind einem nachfolgend anhand der Zeichnungen
erläuterten Ausführungsbeispiel entnehmbar.
[0023] Es zeigt:
- Fig. 1
- in Seitenansicht eine Offenend-Spinnvorrichtung mit einer Faserbandauflöseeinrichtung,
deren Auflösewalzengehäuse erfindungsgemäß mittels einer ersten Passungseinrichtung
auf einem aus Kunststoff gefertigten Schwenkdeckel gelagert ist,
- Fig. 2
- eine zwischen Auflösewalzengehäuse und Schwenkdeckel angeordnete erste Passungseinrichtung
im Detail,
- Fig.3
- eine Vorderansicht auf ein Auflösewalzengehäuse einer Faserbandauflöseeinrichtung,
wobei das Auflösewalzengehäuse einen rückseitigen Bund zur Bildung einer ersten Passungseinrichtung
aufweist,
- Fig.4
- das Auflösewalzengehäuse gemäß Fig.3 in Rückansicht sowie eine Ansicht der zweiten
Passungseinrichtung.
[0024] Die Fig. 1 zeigt in Seitenansicht eine insgesamt mit dem Bezugszeichen 1 gekennzeichnete
Offenend-Spinnvorrichtung einer Offenend-Rotorspinnmaschine, mit einer Faserbandauflöseeinrichtung
36, deren im Aluminium-Druckgussverfahnen hergestelltes Auflösewalzengehäuse 17 passgenau
auf einem Schwenkdeckel 8 festgelegt ist, der aus einem Kunststoff gefertigt ist.
[0025] Wie ersichtlich, verfügen derartige Offenend-Spinnvorrichtungen 1 jeweils über ein
Rotorgehäuse 2, in dem ein Spinnrotor 3 mit hoher Drehzahl umläuft. Der Spinnrotor
3 ist im Ausführungsbeispiel mit seinem Rotorschaft 4 im Zwickel einer Stützscheibenlagerung
5 abgestützt und wird durch einen maschinenlangen Tangentialriemen 6, der durch eine
Andrückrolle 7 beaufschlagt ist, angetrieben.
[0026] Das an sich nach vorne hin offene Rotorgehäuse 2 ist während des Spinnbetriebes durch
ein schwenkbar gelagertes Deckelelement, einen so genannten Schwerikdeckel 8 verschlossen,
wobei in den Schwenkdeckel 8 eine (nicht näher dargestellte) Kanalplatte mit einer
Dichtung 9 eingearbeitet oder eingeschraubt ist.
[0027] Das Rotorgehäuse 2 ist außerdem über eine entsprechende Unterdruckleitung 10 an eine
Unterdruckquelle 11 angeschlossen, die den während des Spinnbetriebes im Rotorgehäuse
2 notwendigen Spinnunterdruck erzeugt. In die Kanalplatte des Schwenkdeckels 8 ist
des Weiteren ein vorzugsweise auswechselbarer Kanalplattenfortsatz, ein sogenannter
Kanalplattenadapter 12, eingelassen, der die Fadenabzugsdüse 13 sowie den Mündungsbereich
des Faserleitkanales 14 aufweist, wobei sich an die Fadenabzugsdüse 13 ein Fadenabzugsröhrchen
15 anschließt.
[0028] Am Schwenkdeckel 8, der um die Schwenkachse 16 begrenzt drehbar gelagert ist und
rückseitig einstückig angeformte Lagerkonsolen 19,20 zur Lagerung der Auflösewalze
21 beziehungsweise des Faserbandeinzugszylinders 22 aufweist, ist vorzugsweise über
Schraubenbolzen 18 sowie über Passungseinrichtungen 39 und 43 passgenau ein Auflösewalzengehäuse
17 festgelegt.
In Fig. 1 ist dabei aus Gründen der besseren Übersichtlichkeit nur die zweite Passungseinrichtung
43 dargestellt, deren genauer Aufbau auch aus Fig.4 ersichtlich ist. Der konstruktive
Aufbau der ersten Passungseinrichtung 39 ist der Fig.2 entnehmbar.
[0029] Wie insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich, verfügen derartige Auflösewalzen 21 in der
Regel über eine Lager- und Antriebswelle 45, auf der neben einem endseitig positionierten
Wirtel 23, eine Wälzlageranordnung 46 sowie ein (nicht dargestellter) Grundkörper
zur Befestigung eines so genannten Gamiturringes der Auflösewalze 21 angeordnet ist.
Die Wälzlageranordnung 46 ist dabei mit ihrem Lagergehäuse 47 in der Lagerkonsole
19 des Schwenkdeckels 8 der Faserbandauflöseeinrichtung 36 gelagert und dort durch
ein geeignetes Arretierungsmittel 48 fixiert.
Das heißt, das Lagergehäuse 47 der Wälzlageranordnung 46 der Auflösewalze 21 ist einerseits,
wie aus Fig. 2 ersichtlich, im Bereich seiner linken Endseite direkt in einer entsprechenden
Passbohrung 49 der Lagerkonsole 19 des Schwenkdeckels 8 gelagert und anderseits auf
seiner gegenüberliegenden Vorderseite in einer zentralen Durchgangs- und Lageröffnung
34 des Auflösewalzengehäuses 17 abgestützt. Im Bereich dieser zentralen Durchgangs-
und Lageröffnung 34 weist das Auflösewalzengehäuse 17 außerdem einen Bund 41 auf,
der im Montagezustand der Faserbandauflöseeinrichtung 36 lagegenau in einer Aufnahmebohrung
42 des aus einem Kunststoff gefertigten Schwenkdeckels 8 positioniert ist und dann
in Kombination mit der Aufnahmebohrung 42 eine erste Passungseinrichtung 39 bildet.
[0030] Wie vorstehend bereits angedeutet, wird die Auflösewalze 21 während des Spinnbetriebes
im Bereich ihres Wirtels 23 durch einen umlaufenden, maschinenlangen Tangentialriemen
24 angetrieben, während der (nicht näher dargestellte) Antrieb des Faserbandeinzugszylinders
22 beispielsweise über eine Schneckengetriebeanordnung erfolgt, die zum Beispiel auf
eine maschinenlange Antriebswelle 25 geschaltet ist.
[0031] Wie in Fig. 1 weiter dargestellt, ist das Auflösewalzengehäuse 17, in dem die Auflösewalze
21 während des Spinnbetriebes mit relativ hoher Drehzahl umläuft, während des Spinnprozesses
durch einen Verschlussdeckel 26, der beispielsweise durch einen Riegel 27 gesichert
ist, nach vorne verschlossen. Unterhalb des Auflösewalzengehäuses 17 ist außerdem
eine Schmutzabtransporteinrichtung 30 angeordnet, über die die bei Auflösen des Faserbandes
durch die Auflösewalze 21 anfallenden Schmutzpartikel 29 entsorgt werden.
[0032] Wie insbesondere aus Fig. 3 ersichtlich, verfügt das Auflösewalzengehäuse 17, in
dem die Auflösewalze 21 während des Spinnbetriebes mit relativ hoher Drehzahl umläuft,
über eine kreisrunde Auflösewalzenaufnahme 31, die an ihrer Vorderseite eine Dichtungseinrichtung
in Form einer Doppelabstufung 32 aufweist.
In die Rückseite 33 des Auflösewalzengehäuses 17 ist eine zentrale Durchgangs- und
Lageröffnung 34 eingearbeitet, die im Montagezustand von der Wälzlageranordnung 46
der Lager- und Antriebswelle 45 der Auflösewalze 21 durchfasst wird. Das Auflösewalzengehäuse
17 weist im Bereich seiner Umfangswandung 35 der Auflösewalzenaufnahme 31 außerdem
eine in Drehrichtung der Auflösewalze 21 hinter der Lageröffnung 50 für den Faserbandeinzugszylinder
22 angeordnete, relativ große, erste Öffnung 28 auf, durch die während des Spinnbetriebes
die aus dem Faserband ausgelösten Schmutzpartikel 29 ausgeschieden werden sowie die
während des Spinnprozesses benötigte Spinnluft zugeführt wird.
In die Umfangswandung 35 der Äuflösewalzenaufnahme 31 ist außerdem eine Aufnahmeöffnung
38 eingearbeitet, die zur Positionierung eines auswechselbar festlegbaren (in Fig.3
nicht dargestellten) Faserleitkanalelements dient.
[0033] Das Auflösewalzengehäuse 17 verfügt außerdem über eine Lagerbohrung 40 für den Riegel
27 sowie Gewindebohrungen 51 zur Befestigung des Auflösewalzengehäuses 17 am Schwenkdeckel
8 mittels Schraubenbolzen 18.
[0034] Wie vorstehend bereits erläutert und insbesondere aus Fig.2 leicht ersichtlich, verfügt
das Auflösewalzengehäuse 17 im Bereich der zentralen Durchgangs- und Lageröffnung
34 über einen nach hinten überstehenden Bund 41, der in Verbindung mit einer entsprechenden
Aufnahmebohrung 42 im Schwenkdeckel 8 eine erste Passungseinrichtung 39 bildet.
[0035] Die Passungseinrichtung 39 gewährleitet im Montagezustand der Faserbandauflöseeinrichtung
36 auf einfache Weise eine ordnungsgemäße, sichere, lagegenaue Positionierung des
Auflösewalzengehäuses 17 auf dem aus Kunststoff gefertigten Schwenkdeckel 8 und stellt
somit sicher, dass die in der Lagerkonsole 19 des Schwenkdeckels 8 gelagerte Auflösewalze
21 auch nach langer Betriebszeit noch exakt ausgerichtet im Auflösewalzengehäuse 17
rotieren kann.
[0036] Über eine zweite Passungseinrichtung 43, die, wie beispielsweise in Fig.4 dargestellt,
vorzugsweise einen an der Rückseite des Außösewalzengehäuses 17 angeordneten Zapfen
37 aufweist, der in ein Widerlager, vorzugsweise eine länglichen Ausnehmung 52 im
Schwenkdeckel 8 greift, erfolgt außerdem eine ordnungsgemäße Winkelausrichtung des
Auflösewalzengehäuses 17 auf dem Schwenkdeckel 8.
[0037] Die erfindungsgemäße Ausbildung der zwischen dem Auflösewalzengehäuse 17 und dem
Schwenkdeckel 8 angeordneten Passungseinrichtungen 39 und 43 ermöglicht insgesamt
eine verbesserte und kostengünstige Ausführungsform einer Faserbandauflöseeinrichtung
36 für eine Offenend-Spinnvorrichtung 1.
1. Offenend-Spinnvorrichtung (1) umfassend eine Faserbandauflöseeinrichtung mit einem
Auflösewalzengehäuse (17) und einem Schwenkdeckel (8), wobei das Auflösewalzengehäuse
(17) mittels Passungseinrichtungen lagegenau auf dem Schwenkdeckel (8) der Offenend-Spinnvorrichtung
(1) positionierbar ist und wobei während des Spinnbetriebes in dem Auflösewalzengehäuse
(17) eine Auflösewalze (21) mit hoher Drehzahl umläuft, die ihrerseits über eine Lageranordnung
in einer Lagerkonsole (19) des Schwenkdeckels (8) rotierbar gelagert ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Auflösewalzengehäuse (17) über eine zentrale Durchgangs- und Lageröffnung (34)
verfügt, in der die Lager- und Antriebswelle (45) der Auflösewalze (21) angeordnet
ist, und die Durchgangs- und Lageröffnung (34) einen nach hinten in Richtung des Schwenkdeckels
(8) überstehenden Bund (41) aufweist, der im Montagezustand der Faserbandauflöseeinrichtung
(36) mit einer Aufnahmebohrung (42) in dem aus einem Kunststoff gefertigten Schwenkdeckel
(8) so korrespondiert, dass eine erste Passungseinrichtung (39) zur lagegenauen Positionierung
des Auflösewalzengehäuses (17) auf dem Schwenkdeckel (8) gegeben ist.
2. Offenend-Spinnvorrichtung (1) umfassend eine Faserbandauflöseeinrichtung mit einem
Auflösewalzengehäuse (17) und einem Schwenkdeckel (8) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Auflösewalzengehäuse (17) mit einem Zapfen (37) ausgerüstet ist, der im Montagezustand
der Faserbandauflöseeinrichtung (36) mit einem zugehörigen Widerlager (52) im Schwenkdeckel
(8) eine zweite Passungseinrichtung (43) bildet.
3. Offenend-Spinnvorrichtung (1) umfassend eine Faserbandauflöseeinrichtung mit einem
Auflösewalzengehäuse (17) und einem Schwenkdeckel (8)nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Widerlager (52) für den Zapfen (37) des Auflösewalzengehäuse (17) durch eine
im Schwenkdeckel (8) angeordnete, radiale Längsausnehmung gebildet ist, deren Maße
auf den Durchmesser des Zapfens (37) abgestimmt sind.
1. Métier de filature (1) à fibres libérées, équipé d'un système d'ouverture de rubans
de fibres comprenant un carter (17) de cylindre ouvreur et un couvercle pivotant (8),
ledit carter (17) de cylindre ouvreur pouvant être positionné avec emplacement précis
sur ledit couvercle pivotant (8) dudit métier de filature (1) à fibres libérées, au
moyen de systèmes d'ajustement, sachant qu'un cylindre ouvreur (21), tournant à vitesse
angulaire élevée dans ledit carter (17) au cours de l'opération de filage, est à son
tour monté à rotation dans une console de montage (19) dudit couvercle pivotant (8),
par l'intermédiaire d'un ensemble de montage,
caractérisé par le fait
que le carter (17) du cylindre ouvreur est pourvu d'un orifice central (34) de passage
et de montage, dans lequel l'arbre (45) de montage et d'entraînement dudit cylindre
ouvreur (21) est disposé, ledit orifice (34) de passage et de montage présentant une
collerette (41) qui fait saillie vers l'arrière en direction du couvercle pivotant
(8) et qui concorde, à l'état monté du système (36) d'ouverture de rubans de fibres,
avec un perçage de réception (42) pratiqué dans ledit couvercle pivotant (8) fabriqué
en une matière plastique, procurant ainsi un premier système d'ajustement (39) dévolu
au positionnement, avec emplacement précis, dudit carter (17) du cylindre ouvreur
sur ledit couvercle pivotant (8).
2. Métier de filature (1) à fibres libérées conforme à la revendication 1, équipé d'un
système d'ouverture de rubans de fibres comprenant un carter (17) de cylindre ouvreur
et un couvercle pivotant (8), caractérisé par le fait que le carter (17) du cylindre ouvreur est doté d'un tenon (37) formant, à l'état monté
du système (36) d'ouverture de rubans de fibres, un second système d'ajustement (43)
en coopération avec une contre-butée associée (52), dans le couvercle pivotant (8).
3. Métier de filature (1) à fibres libérées conforme à la revendication 2, équipé d'un
système d'ouverture de rubans de fibres comprenant un carter (17) de cylindre ouvreur
et un couvercle pivotant (8), caractérisé par le fait que la contre-butée (52), affectée au tenon (37) du carter (17) du cylindre ouvreur,
est formée par un évidement longitudinal radial qui est pratiqué dans le couvercle
pivotant (8), et dont les cotes sont coordonnées avec le diamètre dudit tenon (37).