[0001] Die Erfindung betrifft eine Düsennadel für einen Injektor zur Kraftstoffeinspritzung
und einen Injektor mit solch einer Düsennadel, aufweisend wenigstens einen Führungsabschnitt
und einer Ausnehmung mit einer Führungsfläche, wobei die Führungsfläche ausgelegt
ist, an einer Innenfläche eines Düsenkörpers des Injektors anzuliegen, und die Ausnehmung
die Führungsfläche zumindest teilweise begrenzt und ausgelegt ist, einen Kraftstofffluss
entlang des Führungsabschnitts zu ermöglichen.
[0002] Es sind Düsennadeln (wie zum Beispiel offenbart in
JPH10176631) für Injektoren zur Einspritzung von Kraftstoff in Zylinderbrennräume einer Brennkraftmaschine
bekannt, die einen Führungsabschnitt aufweisen. Der Führungsabschnitt weist hierbei
Führungsflächen auf, die durch Ausnehmungen voneinander getrennt sind. Die Führungsflächen
dienen dazu, an einer Innenfläche des Düsenkörpers des Injektors anzuliegen und die
Düsennadel in ihrer Hubbewegung zu führen. Die Ausnehmungen sind dazu vorgesehen,
um Kraftstoff parallel zur Längsachse der Düsennadel entlang der Düsennadel im Düsenkörper
des Injektors vorbeiströmen zu lassen. Die Ausnehmungen sind üblicherweise parallel
zu einer Längsachse der Düsennadel ausgerichtet und werden üblicherweise durch geschliffene
Nuten oder das Abtragen der Umfangsfläche hin zu einem Drei- oder Vierkantprofil mittels
eines spannenden Hartbearbeitungsprozesses in die Düsennadel eingebracht.
[0003] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine verbesserte Stabilisierung der Düsennadel in dem
Düsenkörper des Injektors und eine einfachere Herstellung der Düsennadel zu ermöglichen.
[0004] Diese Aufgabe wird mit einer Düsennadel gemäß Anspruch 1 und einem Injektor mit solch
einer Düsennadel gemäß Anspruch 5 dadurch gelöst, dass die Düsennadel einen Führungsabschnitt
zur Führung der Düsennadel bei einer Hubbewegung parallel zu einer Längsachse in einem
Düsenkörper des Injektors aufweist, wobei der Führungsabschnitt wenigstens eine Führungsfläche
und eine Ausnehmung umfasst. Die Führungsfläche liegt an einer Innenfläche des Düsenkörpers
des Injektors an. Die Führungsfläche ist schraubenförmig um die Längsachse der Düsennadel
geführt, so dass eine verbesserte Abstützung der Düsennadel innerhalb des Düsenkörpers
des Injektors bereitgestellt wird. Die Ausnehmung ist ausgelegt, einen Kraftstofffluss
entlang des Führungsabschnitts der Düsennadel zu ermöglichen. Ferner werden die Desaxialisierung
aufgrund der schraubenförmigen Ausbildung der Führungsfläche und der Versatz gegenüber
möglichen weiteren Führungsabschnitten zueinander minimiert.
[0005] Erfindungsgemäß überlappt sich die wenigstens eine Führungsfläche bei einer Projektion
in eine Projektionsebene, die rechtwinklig zu der Längsachse der Düsennadel angeordnet
ist, mit sich selbst oder einer weiteren Führungsfläche, so dass die Düsennadel besonders
gut stabilisierbar ist.
[0006] Besonders vorteilhaft für die Stabilisierung der Düsennadel ist, wenn die Führungsfläche
und die weitere Führungsfläche in der Projektionsebene einen geschlossenen Kreis bilden.
[0007] Erfindungsgemäß erstreckt sich die Führungsfläche im Wesentlichen über ein Winkelsegment
in der Projektionsebene von 60° bis 90°, insbesondere über 65° bis 75°, so dass eine
zuverlässige Abstützung der Düsennadel bereits über eine geringe Anzahl von Führungsflächen
erfolgen kann.
[0008] Erfindungsgemäß weist der Führungsabschnitt wenigstens einen Führungszahn auf, der
schraubenförmig um die Längsachse der Düsennadel geführt ist, wobei radial außenseitig
an dem Führungszahn die Führungsfläche angeordnet ist. Durch die Ausbildung der Führungsfläche
an dem Führungszahn kann zuverlässig Kraftstoff entlang der Düsennadel auf den Weg
über den Führungsabschnitt entlang des Führungszahns gefördert werden.
[0009] Erfindungsgemäß weist der Führungszahn eine Evolventenverzahnung auf. Auf diese Weise
kann der Führungszahn einfach mittels Kaltumformverfahren in die Düsennadel eingebracht
werden.
[0010] In einer weiteren Ausführungsform ist das Verhältnis der Fläche der Ausnehmung des
Führungsabschnitts zu einer Gesamtfläche der Düsennadel im Profilschnitt bzw. in der
Projektionsebene 0,15 bis 0,30, insbesondere zwischen 0,18 und 0,25, so dass eine
Druckreduzierung bei der Förderung von Kraftstoff entlang der Düsennadel entlang des
Führungsabschnitts durch die Ausnehmung gering gehalten ist.
[0011] In einer weiteren Ausführungsform wird der Führungsabschnitt mittels Kaltumformung,
insbesondere mittels des Herstellungsverfahrens Rollen, in die Düsennadel eingebracht.
Auf diese Weise kann die Düsennadel kostengünstig auch in Großserie hergestellt werden.
[0012] Gelöst wird die Aufgabe auch durch ein Verfahren zur Herstellung einer oben beschriebenen
Düsennadel für einen Injektor gemäß Anspruch 6. Dazu wird ein Grundkörper der Düsennadel
weich bearbeitet, insbesondere gedreht, um der Düsennadel eine vordefinierte Grundform
zu geben. Zur Ausbildung des Führungsabschnittes bzw. zur Einbringung von wenigstens
einer Ausnehmung und wenigstens einer Führungsfläche wird ein Werkzeug mit Negativform
auf dem Grundkörper der Düsennadel abgerollt und so die Form des Führungsabschnitts
bzw. dessen Führungsfläche und Ausnehmung in die Düsennadel eingebracht. Der Grundkörper
der Düsennadel wird vergütet und anschließend werden wenigstens die Führungsflächen
hart bearbeitet, insbesondere hartgedreht oder geschliffen. Auf diese Weise kann die
Düsennadel kostengünstig herstellt werden, da die Führungsfläche bzw. die Ausnehmung
des Führungsabschnittes mittels einer kostengünstigen Weichbearbeitung des Grundkörpers
der Düsennadel hergestellt werden. Dadurch kann die Taktzeit in der Herstellung der
Düsennadel reduziert werden.
[0013] Die oben beschriebenen Eigenschaften, Merkmale und Vorteile dieser Erfindung sowie
die Art und Weise, wie diese erreicht werden, werden klarer und deutlicher verständlich
im Zusammenhang mit der folgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele, die im Zusammenhang
mit den Zeichnungen näher erläutert werden, wobei
Figur 1 eine Seitenansicht einer Düsennadel,
Figur 2 eine Schnittansicht eines Injektors mit der in Figur 1 gezeigten Düsennadel,
Figur 3 einen Teilausschnitt des in Figur 2 gezeigten Injektors mit einem Führungsabschnitt
der Düsennadel, und
Figur 4 einen Querschnitt durch den Injektor und die Düsennadel im Bereich des Führungsabschnittes
zeigen.
[0014] Im Folgenden werden gleiche Bauteile mit gleichem Bezugszeichen benannt.
[0015] Figur 1 zeigt eine Seitenansicht einer Düsennadel 1 und Figur 2 zeigt einen Längsschnitt
durch einen Injektor 2 mit der in Figur 1 gezeigten Düsennadel 1.
[0016] Die Düsennadel 1 weist einen Federabschnitt 5 auf, der in montiertem Zustand in dem
Injektor 2 von einer Feder 40 umfasst wird. Daran anschließend ist ein Verpressungsabschnitt
6 angeordnet, auf den in montiertem Zustand des Injektors 2 ein Ring 50 aufgepresst
ist. Der Ring 50 dient zur Einleitung von Verspannungskräften aus der Feder 40 in
die Düsennadel 1. Vom Verpressungsabschnitt 6 nach unten hin verjüngt sich die Düsennadel
1 über den Verjüngungsabschnitt 7 hin zu einer Einschnürung 8. Daran angrenzend ist
ein erster Führungsabschnitt 11 angeordnet. Unterseitig wird der erste Führungsabschnitt
11 durch eine weitere Einschnürung 8 begrenzt, an die sich ein Schaft 12 anschließt.
Daran schließt sich ein zweiter Führungsabschnitt 13 an, der beidseitig durch weitere
Einschnürungen 8 begrenzt wird. Von der zuunterst angeordneten Einschnürung 8 ist
ein weiterer Schaft 14 angeordnet. Daran anschließend verjüngt sich die Düsennadel
1 über mehrere Kegelabschnitte hin zu einer Spitze 16 der Düsennadel 1. Dabei ist
zwischen dem weiteren Schaft 14 und der Spitze 16 ein Sitzbereich 15 vorgesehen, der
in geschlossener Stellung des Injektors 2 an dem Düsenkörper 3 des Injektors 2 aufliegt.
[0017] Der Injektor ist zur Einspritzung von Kraftstoff in Zylinderbrennräume einer Brennkraftmaschine
ausgelegt. Dabei werden sowohl der Einspritzzeitpunkt als auch die einzuspritzende
Kraftstoffmenge durch eine Position der Düsennadel 1 in dem Injektor 2 bestimmt. Um
den Einspritzvorgang zu steuern, wird die Düsennadel 1 entlang ihrer Längsachse 10
in einem Düsenkörper 3 des Injektors angehoben und gesenkt.
[0018] Der erste Führungsabschnitt 11 und der zweite Führungsabschnitt 13 dienen dazu, die
Düsennadel im Düsenkörper 3 des Injektors in der Hubbewegung zu führen und ein axiales
Ausweichen der Düsennadel 1 bei der Hubbewegung zu verhindern. Ferner wird in einem
Zwischenraum 31 zwischen dem Düsenkörper und der Umfangsfläche der Düsennadel 1 Kraftstoff
hin zur Spitze 16 der Düsennadel 1 gefördert, der dann bei geöffneter Düsennadelstellung
unter hohem Druck über eine Öffnung 32 am unteren Ende des Injektors 2 in den Zylinderbrennraum
eingespritzt wird.
[0019] Figur 3 zeigt einen mit gestrichelter Linie in Figur 2 markierten Ausschnitt des
Injektors 2 und Figur 4 zeigt einen Querschnitt entlang einer in Figur 2 gezeigten
Schnittebene B-B durch den Injektor 2. Der Führungsabschnitt 11 umfasst mehrere Führungszähne
20, die durch einzelne Ausnehmungen 21 voneinander getrennt sind. Die Führungszähne
20 weisen die Kontur einer Evolventenverzahnung auf, so dass die Zahnflanken 32 der
Führungszähne 20 konvex und der Verzahnungsgrund 23 konkav ausgebildet ist. Radial
außen liegend ist an jedem der Führungszähne 20 jeweils eine Führungsfläche 14, 15,
16 angeordnet. Eine erste Führungsfläche 14 bzw. eine zweite Führungsfläche 15 bzw.
eine dritte Führungsfläche 16 weisen jeweils eine vordefinierte, in Umfangsrichtung
der Düsennadel 1 definierte Breite B auf. Bevorzugterweise ist die Breite der Führungsfläche
14, 15, 16 in Umfangsrichtung der Düsennadel 1 bezogen auf ein von der Führungsfläche
14, 15, 16 festgelegtes Winkelsegment 1,5 bis 5° breit. Vorteilhafterweise liegt die
Breite B insbesondere zwischen 2° und 3°, in einer besonders vorteilhaften Ausführungsform
zwischen 2,2° und 2,3°.
[0020] Die Führungszähne 20 bzw. die Führungsflächen 14, 15, 16 und die Ausnehmungen 21
sind schraubenförmig in Bezug auf die Längsachse an der Umfangsfläche der Düsennadel
1 angeordnet. Die Ausnehmungen 21 sind in dem ersten Führungsabschnitt 11 dazu vorgesehen,
einen Kraftstofffluss von in Figur 2 und 3 oben in Richtung der Spitze 16 der Düsennadel
1 am ersten Führungsabschnitt 11 entlang bereitzustellen.
[0021] Die Führungsflächen 14, 15, 16 liegen in montiertem Zustand der Düsennadel 1 an einer
Innenfläche, in der Ausführungsform an einer korrespondierenden inneren Umfangsfläche
30 des Düsenkörpers 3 an. Jede Führungsfläche 14, 15, 16 schließt dabei jeweils ein
korrespondierendes Führungssegment 140, 150, 160 ein. Durch das Anliegen der Führungsflächen
14, 15, 16 wird die Düsennadel 1 in ihrer Hubbewegung, also in der Bewegung in Richtung
der Längsachse 10, die sich mit einer nichtdargestellten Längsachse des Injektors
2 überlappt, stabilisiert. Durch die schraubenförmige Ausbildung der Führungsflächen
14, 15, 16 kann trotz einer geringen Breite B der Führungsflächen 14, 15, 16 die Breite
des zur jeweiligen Führungsfläche 14, 15, 16 korrespondierenden Führungssegments 140,
150, 160 erhöht werden, so dass die Düsennadel 1 in einem breiten Winkel- bzw. Umfangssegment
der Düsennadel 1 anliegt und so zuverlässig in ihrer Hubbewegung geführt ist.
[0022] In Figur 3 ist ferner mit strichlierter Linie eine Projektionsebene A-A gezeigt,
die rechtwinklig zur Längsachse 10 angeordnet ist bzw. deren Ebenenvektor parallel
zur Längsachse 10 verläuft. Werden die Führungsflächen 14, 15, 16 in die Projektionsebene
A-A projiziert (unterhalb des Ausschnitts des Injektors 2 in Figur 3 dargestellt),
so bildet jedes Führungssegment 14, 15, 16 ein korrespondierendes Kreissegment ab.
Besonders vorteilhaft für die Stabilisierung der Düsennadel 1 ist es, wenn sich die
jeweils korrespondierenden Kreissegmente in der Projektionsebene A-A überlappen.
[0023] In jeweils einem Überlappungsbereich 145, 146 zwischen einem ersten Führungssegment
140 und einem zweiten Führungssegment 150 bzw. zwischen dem ersten Führungssegment
140 und einem dritten Führungssegment 160 liegen die erste Führungsfläche 14 und die
zweite bzw. die dritte Führungsfläche 15, 16 liegt axial gleicher Höhe an der inneren
Umfangsfläche 30 des Düsenkörpers 3 des Injektors 2 an. So liegt beispielsweise für
einen ersten Überlappungsbereich 145 zwischen dem ersten Führungssegment 140 und dem
zweiten Führungssegment 150 die erste Führungsfläche 14 in einem oberen Bereich des
ersten Führungsabschnitts 11 und die zweite Führungsfläche 15 in einem unteren Bereich
der Führungsfläche 15 auf axial gleicher Höhe an der inneren Umfangsfläche 30 des
Düsenkörpers 3 des Injektors 2 an. Dies stabilisiert die Düsennadel zusätzlich und
verhindert eine Deaxialisierung der Düsennadel 1.
[0024] Um eine Überlappung zu gewährleisten, weisen die Führungszähne 20 bzw. die radial
außen liegenden jeweiligen Führungsflächen 14, 15, 16 eine Steigung von 17° bis 25°,
insbesondere von 20° bis 22° auf. Durch die in der Ausführungsform gewählte Anzahl
von sechs Führungszähnen 20 in dem ersten Führungsabschnitt 11 überlappen sich die
Führungsflächen 14, 15, 16 in der Projektionsebene A-A durch die projizierten Führungssegmente
140, 150, 160 derart, dass sie in der Projektionsebene A-A einen geschlossener Kreis
zusammen bilden. Auf diese Weise wird eine besonders gute Stabilisierung der Düsennadel
1 durch den ersten Führungsabschnitt 11 ermöglicht.
[0025] Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Ausführungsform ist, wenn die Führungsflächen
14, 15, 16 bzw. die korrespondierenden Führungssegmente 140, 150, 160 ein Winkelsegment
von 60° bis 90° jeweils einschließen, insbesondere von 65° bis 75°, einschließen.
Auch ist denkbar dass die Führungsfläche sich wenigstens einmal vollständig um die
Düsennadel windet und so ein Winkelsegment von wenigstens 360° einschließt. Dies hätte
zur Folge, dass sich die Führungsfläche bei einem Winkelsegment von größer 360° sich
mit sich selbst in der Projektionsebene A-A überlappt.
[0026] Der in den Figuren 1 und 2 gezeigte zweite Führungsabschnitt 13 ist analog zum ersten
Führungsabschnitt 11 ausgebildet. Einzige Abweichung des zweiten Führungsabschnitts
13 zum ersten Führungsabschnitt 11 ist, dass die axiale Erstreckung des zweiten Führungsabschnitts
13 in Richtung der Längsachse 10 kürzer ist als die des ersten Führungsabschnitts
11. Dies hat bei gleicher Steigung der Führungsflächen des zweiten Führungsabschnitts
13 zur Folge, dass diese bzw. deren von ihnen eingeschlossenen Führungssegmente sich
in einer Projektionsebene B-B nicht überlappen.
[0027] Um eine Überlappung der zu den Führungsflächen korrespondierenden Führungssegmente
auch im zweiten Führungsabschnitt 13 zu gewährleisten, wäre denkbar, die Steigung
der Führungsflächen bzw. der Führungszähne zu erhöhen oder die axiale Erstreckung
des zweiten Führungsabschnitts 13 zu erhöhen.
[0028] In der Ausführungsform ist die Steigung der beiden Führungsabschnitte 11, 13 identisch.
Alternativ ist auch denkbar, die Steigung gegenläufig zu wählen, um eine Verwirbelung
des Kraftstoffs im Zwischenraum 31 zwischen Düsenkörper 3 und Düsennadel 1 durch den
ersten Führungsabschnitt 11 zu reduzieren oder an eine gewünschte Zerstäubung des
Kraftstoffs beim Einspritzvorgang anzupassen.
[0029] Auch sind in der Ausführungsform zwei Führungsabschnitte 11, 13 vorgesehen, die durch
den Schaft 12 räumlich voneinander getrennt sind. Dadurch kann die Desaxialisierung
der Düsennadel 1 reduziert werden. Alternativ ist auch denkbar, die beiden Führungsabschnitte
11, 13 zu einem Führungsabschnitt ohne räumliche Trennung zu verschmelzen, um eine
zuverlässige Führung der Düsennadel 1 bereitzustellen.
[0030] Um einen ausreichenden Kraftstofffluss an den Führungsabschnitten 11, 13 zu ermöglichen,
beträgt das Verhältnis aller aufsummierten Flächen A
A der Ausnehmungen 21 zu einer Gesamtfläche A
D der Düsennadel im Profilschnitt B-B (vgl. Figur 4) 0,15 bis 0,30, insbesondere aber
0,18 bis 0,25. Auf diese Weise kann gewährleistet werden, dass durch den Führungsabschnitt
11, 13 der Kraftstofffluss hin zur Spitze 16 des Injektors 2 nicht beeinträchtigt
ist. Ferner dient der Kraftstoff an den Führungsflächen 14, 15, 16 hin zu der inneren
Umfangsfläche 30 des Düsenkörpers 3 des Injektors 2 als Schmierung, um den erhöhten
Verschleiß zwischen der Düsennadel 1 und dem Düsenkörper 3 zu vermeiden.
[0031] Zur Herstellung der Düsennadel 1 wird in einen nichtdargestellten Grundkörper bzw.
einen Rohling der Düsennadel 1 eine Grundform durch Weichbearbeitung, insbesondere
durch Drehen eingebracht. Im Anschluss an das Drehen kann der erste Führungsabschnitt
11 bzw. zweite Führungsabschnitt 13 durch Kaltumformen, insbesondere durch Rollen,
eingebracht werden. Hierbei ist es besonders von Vorteil, wenn nur ein einziges Werkzeug
zum Aufrollen des ersten Führungsabschnitts 11 und des zweiten Führungsabschnitts
13 verwendet wird, so dass in einem Herstellungsschritt beide Führungsabschnitte 11,
13 bzw. deren Ausnehmungen 21 und Führungsflächen 14, 15, 16 in die Düsennadel 1 eingebracht
werden können. Um das bei dem Rollen verdrängte Material ausweichen zu lassen, sind
die Einschnürungen 8 oberseitig und unterseitig des ersten Führungsabschnitts 11 bzw.
zweiten Führungsabschnitt 13 vorgesehen. Beim Rollen wird in diese Einschnürung 8
das Material des Grundkörpers verdrängt, ohne dass der Schaft 12 sich verdickt und
so ein vordefinierter Abstand zwischen der Düsennadel 1 und der inneren Umfangsfläche
30 des Düsenkörpers 3 durch die Wulstbildung unterschritten wird. Hierbei ist die
Wahl einer Evolventenverzahnung für den Führungsabschnitt 11, 13 von besonderem Vorteil,
da hierbei das Werkzeug im Wesentlichen auf der Düsennadel 1 abrollt und ein Gleitvorgang
zwischen Werkzeug und Düsennadel 1 vermieden wird. Dies resultiert in einer hohen
Verarbeitungsgenauigkeit und in einem geringen Verschleiß des Werkzeugs.
[0032] Alternativ ist denkbar, einen korrespondierenden Führungsabschnitt 11, 13 mit jeweils
einem separaten Werkzeug zu rollen, um so auf gegebenenfalls notwendige Geometrieunterschiede,
insbesondere eine geänderte Steigung in der Herstellung eingehen zu können.
[0033] Im Anschluss an das Rollen wird der Grundkörper der Düsennadel 1 vergütet, also einer
Wärmebehandlung unterzogen, um der Oberfläche der Düsennadel 1 die für die Betriebseigenschaften
notwendigen Eigenschaften, insbesondere eine vordefinierte Härte zu verleihen. Daran
anschließend werden der erste Führungsabschnitt 11 und der zweite Führungsabschnitt
13 sowie der Sitzbereich 15 und der Verpressungsabschnitt 6 mittels einer Hartbearbeitung,
insbesondere mittels eines Hartdrehvorgangs oder eines Schleifvorgangs nachbearbeitet,
um eine hohe Maßgenauigkeit und Oberflächengüte der genannten Abschnitte 6, 11, 13,
15 zu gewährleisten.
[0034] Obwohl die Erfindung im Detail durch das bevorzugte Ausführungsbeispiel näher illustriert
und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele
eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden,
ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.
1. Düsennadel (1) für einen Injektor (2) zur Kraftstoffeinspritzung aufweisend wenigstens
einen Führungsabschnitt (11, 13) mit einer Ausnehmung (21) und einer Führungsfläche
(14, 15, 16), wobei die Führungsfläche (14, 15, 16) ausgelegt ist, an einer Innenfläche
(30) eines Düsenkörpers (3) des Injektors (2) anzuliegen, die Ausnehmung (21) die
Führungsfläche (14, 15, 16) zumindest teilweise begrenzt und ausgelegt ist, einen
Kraftstofffluss entlang des Führungsabschnitts (11, 13) zu ermöglichen, und die Führungsfläche
(14, 15, 16) schraubenförmig um die Längsachse (10) der Düsennadel (1) geführt ist,
wobei sich die Führungsfläche (14, 15, 16) im Wesentlichen über ein Winkelsegment
von 60 Grad bis 90 Grad, insbesondere von 65 Grad bis 75 Grad, in der Projektionsebene
erstreckt, wobei die wenigstens eine Führungsfläche (14, 15, 16) sich bei einer Projektion
in eine Projektionsebene (A-A), die rechtwinklig zu der Längsachse (10) der Düsennadel
(1) angeordnet ist, sich mit sich selbst oder einer weiteren Führungsfläche (14, 15,
16) überlappt, und der Führungsabschnitt (11, 13) wenigstens einen Führungszahn (20)
aufweist, der schraubenförmig um die Längsachse (10) geführt ist, wobei radial außenseitig
an dem Führungszahn (20) die Führungsfläche (14, 15, 16) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet dass der Führungszahn (20) eine Evolventenverzahnung aufweist.
2. Düsennadel (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis der Fläche der Ausnehmung (21) zu einer Gesamtfläche der Düsennadel
(1) im Profilschnitt (B-B) 0,15 bis 0,30, insbesondere von 0,18 bis 0,25, ist.
3. Düsennadel (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsfläche (14, 15, 16) eine Breite (B) bezogen auf ein von der Führungsfläche
(14, 15, 16) festgelegtes Winkelsegment in Umfangsrichtung der Düsennadel (1) von
1,5 Grad bis 5 Grad, insbesondere von 2 Grad bis 3 Grad, insbesondere von 2,2 bis
2,3 Grad einschließt.
4. Düsennadel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsabschnitt (11, 13) mittels Kaltumformung, insbesondere mittels Rollen,
in die Düsennadel (1) eingebracht ist.
5. Injektor (2) zur Einspritzung von Kraftstoff in Zylinderbrennräume einer Brennkraftmaschine
aufweisend einen Düsenkörper (3) mit einer Innenfläche (30) und eine Düsennadel (1)
nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Führungsfläche (14, 15, 16) der Düsennadel
(1) an der Innenfläche (30) des Düsenkörpers (3) zumindest teilweise anliegt und die
Düsennadel (1) in ihrer Bewegung führt.
6. Verfahren zur Herstellung einer Düsennadel (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4 für
einen Injektor (2) zur Einspritzung von Kraftstoff in Zylinderbrennräume einer Brennkraftmaschine,
- wobei ein Grundkörper der Düsennadel (1) weichbearbeitet wird, insbesondere gedreht
wird,
- wobei wenigstens eine Ausnehmung (21) und wenigstens eine Führungsfläche (14, 15,
16) mittels Rollen in den Grundkörper der Düsennadel (1) eingebracht werden,
- wobei der Grundkörper vergütet wird,
- und wobei die Führungsfläche (14, 15, 16) des Führungsabschnitts (11, 13) hartbearbeitet,
insbesondere hartgedreht oder geschliffen wird.
1. Nozzle needle (1) for an injector (2) for injecting fuel, having at least one guide
portion (11, 13) with a recess (21) and a guide surface (14, 15, 16), wherein the
guide surface (14, 15, 16) is designed to rest on an inner face (30) of a nozzle body
(3) of the injector (2), the recess (21) at least partly delimits the guide surface
(14, 15, 16) and is configured to allow a fuel flow along the guide portion (11, 13),
and the guide surface (14, 15, 16) is guided in a helical manner about the longitudinal
axis (10) of the nozzle needle (1), wherein the guide surface (14, 15, 16) extends
substantially over an angular segment of 60 degrees to 90 degrees, in particular of
65 degrees to 75 degrees in the projection plane, wherein the at least one guide surface
(14, 15, 16), when projected onto a projection plane (A-A) arranged at right angles
to the longitudinal axis (10) of the nozzle needle (1), overlaps with itself or with
a further guide surface (14, 15, 16), and the guide portion (11, 13) has at least
one guide tooth (20) which is guided in a helical manner about the longitudinal axis
(10), wherein the guide surface (14, 15, 16) is arranged radially at the outside on
the guide tooth (20), characterized in that the guide tooth (20) has an involute toothing.
2. Nozzle needle (1) according to Claim 1, characterized in that the ratio of the area of the recess (21) to a total area of the nozzle needle (1)
in the profile section (B-B) is 0.15 to 0.30, in particular from 0.18 to 0.25.
3. Nozzle needle (1) according to either of Claims 1 and 2, characterized in that the guide surface (14, 15, 16) has a width (B) in relation to an angular segment
established by the guide surface (14, 15, 16), in the peripheral direction of the
nozzle needle (1), of 1.5 degrees to 5 degrees, in particular of 2 degrees to 3 degrees,
in particular of 2.2 degrees to 2.3 degrees.
4. Nozzle needle (1) according to any of Claims 1 to 3, characterized in that the guide portion (11, 13) can be produced in the nozzle needle (1) by means of cold
forming, in particular by means of rolling.
5. Injector (2) for injecting fuel into cylinder combustion chambers of an internal combustion
engine, with a nozzle body (3) with an inner face (30) and a nozzle needle (1) according
to any of Claims 1 to 4, wherein the guide surface (14, 15, 16) of the nozzle needle
(1) lies at least partly on the inner face (30) of the nozzle body (3) and guides
the nozzle needle (1) in its movement.
6. Method for production of a nozzle needle (1) according to any of Claims 1 to 4 for
an injector (2) for injecting fuel into cylinder combustion chambers of an internal
combustion engine,
- wherein a base body of the nozzle needle (1) is soft-machined, in particular turned,
- wherein at least one recess (21) and at least one guide surface (14, 15, 16) are
produced in the base body of the nozzle needle (1) by rolling,
- wherein the base body is annealed,
- and wherein the guide surface (14, 15, 16) of the guide portion (11, 13) is hard-machined,
in particular hard-turned or ground.
1. Aiguille de buse (1) pour un injecteur (2) pour l'injection de carburant, comprenant
au moins une section de guidage (11, 13) avec un évidement (21) et une surface de
guidage (14, 15, 16), la surface de guidage (14, 15, 16) étant conçue pour s'appliquer
contre une surface intérieure (30) d'un corps de buse (3) de l'injecteur (2), l'évidement
(21) délimitant au moins partiellement la surface de guidage (14, 15, 16) et étant
conçu pour permettre un écoulement de carburant le long de la section de guidage (11,
13), et la surface de guidage (14, 15, 16) étant guidée de manière hélicoïdale autour
de l'axe longitudinal (10) de l'aiguille de buse (1), la surface de guidage (14, 15,
16) s'étendant essentiellement sur un segment angulaire de 60 degrés à 90 degrés,
en particulier de 65 degrés à 75 degrés, dans le plan de projection,
l'au moins une surface de guidage (14, 15, 16) se chevauchant elle-même ou chevauchant
une autre surface de guidage (14, 15, 16) lors d'une projection dans un plan de projection
(A-A), qui est agencé à angle droit de l'axe longitudinal (10) de l'aiguille de buse
(1),
et la section de guidage (11, 13) présentant au moins une dent de guidage (20), qui
est guidée de manière hélicoïdale autour de l'axe longitudinal (10), la surface de
guidage (14, 15, 16) étant agencée radialement à l'extérieur sur la dent de guidage
(20), caractérisée en ce que la dent de guidage (20) présente une denture en développante.
2. Aiguille de buse (1) selon la revendication 1, caractérisée en ce que le rapport entre la surface de l'évidement (21) et une surface totale de l'aiguille
de buse (1) dans la coupe de profil (B-B) est de 0,15 à 0,30, en particulier de 0,18
à 0,25.
3. Aiguille de buse (1) selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisée en ce que la surface de guidage (14, 15, 16) comprend une largeur (B) par rapport à un segment
angulaire défini par la surface de guidage (14, 15, 16) dans la direction périphérique
de l'aiguille de buse (1) de 1,5 degré à 5 degrés, en particulier de 2 degrés à 3
degrés, en particulier de 2,2 à 2,3 degrés.
4. Aiguille de buse (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que la section de guidage (11, 13) est ménagée dans l'aiguille de buse (1) au moyen d'un
formage à froid, en particulier au moyen de rouleaux.
5. Injecteur (2) pour l'injection de carburant dans des chambres de combustion de cylindres
d'un moteur à combustion interne, présentant un corps de buse (3) avec une surface
intérieure (30) et une aiguille de buse (1) selon l'une quelconque des revendications
1 à 4, dans lequel la surface de guidage (14, 15, 16) de l'aiguille de buse (1) s'applique
au moins partiellement contre la surface intérieure (30) du corps de buse (3) et guide
l'aiguille de buse (1) dans son mouvement.
6. Procédé de fabrication d'une aiguille de buse (1) selon l'une quelconque des revendications
1 à 4 pour un injecteur (2) pour l'injection de carburant dans des chambres de combustion
de cylindres d'un moteur à combustion interne,
- un corps de base de l'aiguille de buse (1) étant usiné de manière souple, en particulier
étant tourné,
- au moins un évidement (21) et au moins une surface de guidage (14, 15, 16) étant
ménagés dans le corps de base de l'aiguille de buse (1) au moyen de rouleaux,
- le corps de base étant trempé,
- et la surface de guidage (14, 15, 16) de la section de guidage (11, 13) étant usinée
de manière dure, en particulier tournée de manière dure ou meulée.