[0001] Die Erfindung betrifft eine Pumpe mit wenigstens einer Seitenkanalpumpstufe, die
einen durch zumindest ein Statorelement begrenzten Seitenkanal umfasst.
[0002] Die Erfindung betrifft allgemein das Gebiet der Pumpen und dabei insbesondere das
Gebiet der Vakuumpumpen. Die Erfindung ist nicht auf Vakuumpumpen beschränkt. Alle
sich allgemein auf Pumpen beziehenden Ausführungen gelten aber auch für Vakuumpumpen.
[0003] Pumpen, insbesondere Vakuumpumpen, werden in unterschiedlichen technischen Verfahren,
beispielsweise bei der Halbleiterherstellung, eingesetzt, um gasförmige Medien aus
einem zu evakuierenden Volumen abzufördern und insbesondere ein für das jeweilige
Verfahren notwendiges Vakuum herzustellen. Neben Hochvakuumpumpstufen wie beispielsweise
Holweck- oder Turbomolekularpumpstufen werden Seitenkanalpumpstufen eingesetzt, die
zum einen zur Erzeugung eines reinen Vakuums mit einem niedrigen Enddruck geeignet
sind und die gleichzeitig in der Lage sind, die geförderten Medien auf einen hohen
Ausgangsdruck und im Einzelfall sogar direkt bis auf Atmosphärendruck zu verdichten.
Eine Vakuumpumpe mit einer Seitenkanalpumpstufe umfasst typischerweise zusätzlich
einen Motor zum drehenden Antreiben eines Rotorelements der Seitenkanalpumpstufe sowie
eine Antriebselektronik zum Ansteuern des Motors.
[0004] Ein Nachteil bei bekannten Vakuumpumpen der eingangs genannten Art ist, dass deren
tatsächliche Leistungsdaten in der Regel deutlich hinter den theoretisch zu erwartenden
Leistungsdaten zurückbleiben und sich das Leistungsverhalten der Vakuumpumpen mit
der Zeit verschlechtert. Die Vakuumpumpen müssen relativ häufig gewartet werden und
weisen insgesamt eine beschränkte Betriebslebensdauer auf, wodurch die Wirtschaftlichkeit
der bekannten Vakuumpumpen herabgesetzt wird. Die Wartungs- und Ausfallanfälligkeit
der Vakuumpumpen kann auf die bei dem Betrieb der Vakuumpumpen auftretenden hohen
Temperaturen zurückgeführt werden, welche aufgrund der damit einhergehenden thermischen
Belastung mittel- und langfristig zu einer Beeinträchtigung der Funktionsfähigkeit
der temperaturempfindlichen Pumpenkomponenten führen.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Pumpe, insbesondere eine Vakuumpumpe, zu
schaffen, die eine hohe Leistung und gleichzeitig eine verringerte Wartungs- und Ausfallanfälligkeit
aufweist, die dauerhaft und zuverlässig ohne Einschränkung ihrer Funktionsfähigkeit
betrieben werden kann und die eine hohe Betriebslebensdauer aufweist.
[0006] Diese Aufgabe wird durch eine Pumpe mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Die Pumpe umfasst wenigstens eine Seitenkanalpumpstufe, die einen durch zumindest
ein Statorelement begrenzten Seitenkanal aufweist. Die Pumpe umfasst ferner einen
Kühlmittelkreislauf zur Kühlung der Pumpe mit einem Kühlmittel, wobei der Kühlmittelkreislauf
wenigstens einen Kühlmittelkanal für die Seitenkanalpumpstufe aufweist, der zumindest
bereichsweise durch das Statorelement begrenzt ist.
[0008] Erfindungsgemäß wurde erkannt, dass die im Bereich der Seitenkanalpumpstufe durch
deren pumpende Wirkung hervorgerufene Wärmeerzeugung bei bekannten Pumpen zu einer
Verschlechterung der Betriebseigenschaften der Pumpe führt, wodurch zum einen die
Leistungseigenschaften der Pumpe beeinträchtigt werden und zum anderen eine erhebliche
Belastung der Pumpenkomponenten bei deren Betrieb auftritt, welche die Wartungs- und
Ausfallanfälligkeit der Pumpe erhöht und deren zu erwartende Betriebslebensdauer verringert.
[0009] Durch den Kühlmittelkreislauf mit dem Kühlmittelkanal, der durch das wenigstens eine
Statorelement der Seitenkanalpumpstufe begrenzt ist, wird die durch den Pumpmechanismus
der Seitenkanalpumpstufe hervorgerufene Wärmeenergie unmittelbar wirksam abgeführt,
so dass eine dadurch hervorgerufene übermäßige Erwärmung und thermische Belastung
der Pumpe, die das Leistungsverhalten verschlechtert und die zu erwartende Lebensdauer
der Pumpe herabsetzt, vermieden wird.
[0010] Somit wird eine Pumpe geschaffen, deren Leistungsverhalten zumindest annähernd dem
theoretisch erwarteten Leistungsvermögen entspricht und die eine hohe Zuverlässigkeit
im Betrieb und eine hohe Betriebslebensdauer erreicht.
[0011] Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen, der Beschreibung und
den Figuren beschrieben.
[0012] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist der Kühlmittelkreislauf zur Kühlung
wenigstens einer weiteren Komponente der Pumpe ausgebildet. Dadurch kann das Leistungsverhalten
der Pumpe noch weiter verbessert und deren Betriebslebensdauer noch weiter erhöht
werden. Insbesondere kann es sich bei der weiteren Komponente um einen Motor handeln,
welcher insbesondere zum drehenden Antreiben eines Rotorelements der Seitenkanalpumpstufe
dient, oder um eine Antriebselektronik, welche insbesondere zum Ansteuern des vorzugsweise
als Elektromotor ausgebildeten Motors ausgebildet ist. Die Antriebselektronik kann
auch zur Auswertung von Signalen dienen, die von Sensoren der Pumpe geliefert werden,
z.B. von einem nachstehend noch erläuterten Temperatursensor. Diese Komponenten erzeugen
bei dem Betrieb der Pumpe ebenfalls erhebliche Wärmemengen, durch deren kontrollierte
Abführung die Betriebseigenschaften der Pumpe verbessert werden können. Ferner kann
es sich bei der weiteren Komponente um eine Hochvakuumpumpstufe wie z.B. eine Holweckpumpstufe,
eine Turbomolekularpumpstufe, eine Gaedepumpstufe, eine Siegbahnpumpstufe oder eine
Kreuzgewindepumpstufe handeln, welche zusätzlich zu der Seitenkanalpumpstufe vorgesehen
sein kann und deren Betriebsverhalten durch die Kühlung ebenfalls verbessert werden
kann. Durch die Verwendung eines gemeinsamen Kühlmittelkreislaufs zur Kühlung der
Seitenkanalpumpstufe und der wenigstens einen weiteren Komponente wird dabei mit geringem
Aufwand eine erhebliche Verbesserung des Betriebsverhaltens der Pumpe insgesamt erzielt.
Bei der weiteren Komponente kann es sich auch um ein Gehäuse der Pumpe handeln.
[0013] Die weitere Komponente kann auch ein Lagerschild der Pumpe umfassen. Ein solches
Lagerschild kann beispielsweise im Bereich eines Wälzlagers der Pumpe angeordnet sein,
mit dem eine Rotorwelle der Pumpe, an dem das Rotorelement der Seitenkanalpumpstufe
angeordnet ist, drehbar an dem Pumpengehäuse gelagert ist. Das Lagerschild kann dazu
ausgebildet sein, einen Außenring des Wälzlagers in Richtung der Rotationsachse verschiebungsfest
an dem Gehäuse der Vakuumpumpe zu fixieren. Das Lagerschild kann dabei insbesondere
fest mit dem Statorelement der Seitenkanalpumpstufe verschraubt sein. Bei dieser Ausgestaltung
ergibt sich eine starke thermische Kopplung des Lagerschildes mit dem Statorelement,
so dass durch die Kühlung des Lagerschildes die Kühlung der Seitenkanalpumpstufe unterstützt
und damit die Kühlung insgesamt verbessert werden kann. Es können auch zwei Lagerschilde
der Pumpe, die z.B. unterschiedlichen Wälzlagern der Pumpe zugeordnet sind, durch
den Kühlmittelkreislauf kühlbar sein.
[0014] Es können auch zwei oder mehr verschiedene und insbesondere alle der vorstehend genannten
verschiedenen weiteren Komponenten durch den Kühlmittelkreislauf kühlbar sein.
[0015] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform umfasst der Kühlmittelkreislauf einen weiteren
Kühlmittelkanal für die weitere Komponente. Durch einen solchen weiteren Kühlmittelkanal
kann eine direkte Kühlung der weiteren Komponente bewirkt werden. Der jeweilige Kühlmittelkanal
kann dazu zumindest bereichsweise durch die jeweilige Komponente begrenzt sein. Unter
"zumindest bereichsweise begrenzt" wird in der vorliegenden Offenbarung prinzipiell
verstanden, dass der Kühlmittelkanal über zumindest einen Teil seines vorzugsweise
geschlossenen Strömungsquerschnitts durch den jeweiligen Bestandteil begrenzt wird.
Prinzipiell kann der jeweilige Kühlmittelkanal auch über seinen gesamten Strömungsquerschnitt
hinweg von dem jeweiligen Bestandteil begrenzt sein.
[0016] Im Falle der Antriebselektronik ist es bevorzugt, wenn der Kühlmittelkanal für die
Antriebselektronik zumindest bereichsweise durch eine insbesondere wärmeleitende und/oder
metallische Platte bzw. Kühlplatte begrenzt ist, auf der die Antriebselektronik durch
eine vorzugsweise wärmeleitfähige Verbindung befestigt ist.
[0017] Der weitere Kühlmittelkanal kann mit dem Kühlmittelkanal für die Seitenkanalpumpstufe
in Reihe oder parallel kühlmittelleitend verbunden sein. Dadurch kann der Kühlmittelfluss
und die damit bewirkte Kühlwirkung gezielt an die Erfordernisse der Seitenkanalpumpstufe
und der jeweiligen weiteren Komponente bzw. Komponenten angepasst werden. Die zu kühlenden
Pumpenkomponenten können dabei so entlang der verschiedenen Kühlmittelkanäle angeordnet
sein, dass insgesamt eine den jeweiligen Anforderungen entsprechende Kühlwirkung erreicht
wird.
[0018] Zur Kühlung eines Lagerschildes kann ein Kühlmittelkanal vorgesehen sein, der zumindest
teilweise von dem Lagerschild begrenzt ist und der vorzugsweise mit einem Kühlmittelkanal
für die Seitenkanalpumpstufe kühlmittelleitend verbunden ist. Durch das Vorsehen eines
von einem Lagerschild begrenzten oder durch dieses hindurch gehenden Kühlmittelkanals,
welcher mit einem Kühlmittelkanal für die Seitenkanalpumpstufe verbunden ist, wird
es ermöglicht, in baulich einfacher Weise einen Kühlmittelkanal für die Seitenkanalpumpstufe
zu realisieren, der sich über im Wesentlichen die gesamte Länge des Seitenkanals der
Pumpstufe erstreckt und in unmittelbarer Nähe zu dem Seitenkanal angeordnet ist und
der gleichzeitig über das Lagerschild von außen zugänglich ist und somit in baulich
einfacher Weise in den Kühlmittelkreislauf eingebunden sein kann.
[0019] Vorzugsweise werden sowohl der Motor als auch die Antriebselektronik jeweils durch
einen Kühlmittelkanal gekühlt, der zumindest bereichsweise durch den Motor bzw. eine
Kühlplatte für die Antriebselektronik begrenzt ist, wobei der Kanal für den Motor
und der Kanal für die Antriebselektronik vorzugsweise kühlmittelleitend in Reihe miteinander
verbunden sind. Gemäß einer Ausführungsform ist eine kühlmittelleitende Reihenschaltung
zwischen einem ersten Kühlmittelkanal für die Seitenkanalpumpstufe und für die Hochvakuumpumpstufe
und einem zweiten Kühlmittelkanal für die Antriebselektronik und für den Motor vorgesehen.
Der zweite Kühlmittelkanal umfasst vorzugsweise einen Kühlmittelkanal, der zumindest
bereichsweise durch eine Kühlplatte für die Antriebselektronik begrenzt ist, und einen
in Kühlmittelflussrichtung darauf folgenden Kühlmittelkanal, der zumindest bereichsweise
durch den Motor begrenzt ist. Der erste Kühlmittelkanal folgt vorzugsweise in Kühlmittelflussrichtung
auf den zweiten Kanal und ist zumindest bereichsweise durch die Seitenkanalpumpstufe
begrenzt. Die Hochvakuumpumpstufe kann entweder einen eigenen Kühlmittelkanal aufweisen
und diesen zumindest bereichsweise begrenzen oder sie kann in der nachstehend beschriebenen
Weise indirekt über den Kühlmittelkanal für die Seitenkanalpumpstufe kühlbar sein.
Eine Abwandlung der vorstehenden Ausführungsform sieht vor, dass der Kühlmittelkanal
für den Motor in Flussrichtung des Kühlmittels vor dem Kühlmittelkanal für die Antriebselektronik
angeordnet ist.
[0020] Eine weitere Ausführungsform sieht vor, dass ein Kühlmittelkanal für den Motor und
für die Antriebselektronik einerseits und ein Kühlmittelkanal für die Seitenkanalpumpstufe
und für die Hochvakuumpumpstufe andererseits parallel miteinander verbunden sind.
[0021] Die weitere Komponente, insbesondere die Hochvakuumpumpstufe, kann auch indirekt
kühlbar sein, indem sie wärmeleitend mit dem wenigstens einen Statorelement der Seitenkanalpumpstufe
oder einer weiteren, dritten Pumpenkomponente verbunden ist, welche ihrerseits von
dem Kühlmittelkreislauf direkt gekühlt wird, d.h. welche einen Kühlmittelkanal des
Kühlmittelkreislaufs zumindest bereichsweise begrenzt, oder welche ebenfalls indirekt
von dem Kühlmittelkreislauf gekühlt wird.
[0022] Insbesondere im Fall einer Reihenschaltung zweier Kühlmittelkanäle sind die Strömungsquerschnitte
der beiden Kanäle und damit deren hydraulische Leitwerte vorzugsweise so angepasst,
dass sich eine gewünschte Aufteilung des Kühlmittels auf die beiden Kanäle ergibt.
[0023] Gemäß einer Ausführungsform ist in dem Kühlmittelkreislauf wenigstens eine, insbesondere
verstellbare, Blende vorgesehen, die einen Strömungsquerschnitt für das Kühlmittel
begrenzt. Die Blende kann dabei insbesondere in einem von zumindest zwei parallel
geschalteten Kühlmittelkanälen angeordnet sein. Der hydraulische Leitwert des jeweiligen
Kanals lässt sich dann flexibel an die jeweiligen Verhältnisse anpassen.
[0024] Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, dass wenigstens ein Temperatursensor zur Messung
der Temperatur der Seitenkanalpumpstufe vorgesehen ist. Dadurch wird es ermöglicht,
die Temperatur der Seitenkanalpumpstufe während des Betriebs zu überwachen und z.B.
den Betrieb der Seitenkanalpumpstufe und/oder den Kühlmittelkreislauf abhängig von
der gemessenen Temperatur der Vakuumpumpe so anzusteuern, dass die Seitenkanalpumpe
stets in einem günstigen Temperaturbereich betrieben wird. Bevorzugt ist der wenigstens
eine Temperatursensor zwischen dem Kühlmittelkanal und dem Seitenkanal der Seitenkanalpumpstufe
angeordnet und/oder in der Nähe eines Gasauslasses der Seitenkanalpumpstufe. Dadurch
wird eine besonders direkte und somit aussagekräftige Messung der Temperatur der Seitenkanalpumpstufe
erreicht. Der Temperatursensor kann auch an einer Lagerfassung oder an einem Lagerschild
eines Drehlagers der Pumpe angeordnet sein und kann die Temperatur der Lagerfassung
bzw. des Lagerschildes messen, wobei die Lagerfassung und/oder das Lagerschild durch
den Kühlmittelkreislauf gekühlt sein können.
[0025] Vorzugsweise erstreckt sich der Kühlmittelkanal über zumindest annähernd die gesamte
Länge des Seitenkanals. Dadurch wird eine besonders wirksame Abfuhr der in dem Seitenkanal
erzeugten Wärme gewährleistet, da die Wärme überall direkt abgeführt wird. Der Kühlmittelkanal
kann zumindest annähernd entlang seiner gesamten Länge zumindest bereichsweise durch
das wenigstens eine Statorelement begrenzt sein.
[0026] Der Kühlmittelkanal kann sich über zumindest 60 %, bevorzugt zumindest 75 % und besonders
bevorzugt zumindest 90 % des in Bezug auf eine Rotationsachse der Seitenkanalpumpstufe
definierten Winkelbereichs erstrecken, der von dem Seitenkanal abgedeckt wird und
der eine volle Umdrehung von 360° umfassen kann. Der Seitenkanal und/oder der Kühlmittelkanal
verlaufen dabei vorzugsweise zumindest bereichsweise kreislinienförmig um die Rotationsachse
herum.
[0027] Eine besonders wirksame Kühlung der Seitenkanalpumpstufe wird erreicht, wenn der
Kühlmittelkanal, bezogen auf die Rotationsachse der Seitenkanalpumpstufe, zumindest
über einen Teil seiner Länge in radialer Richtung nach außen hin von dem Seitenkanal
beabstandet ist.
[0028] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass der Kühlmittelkanal über
zumindest annähernd seine gesamte Länge in unmittelbarer Nähe zu dem Seitenkanal angeordnet
ist. Dadurch wird die Wirksamkeit der Kühlung der Seitenkanalpumpstufe noch weiter
erhöht. Vorzugsweise weist der Kühlmittelkanal dabei über seine Länge hinweg einen
kürzesten Abstand von dem Seitenkanal auf, welcher höchstens 50 %, bevorzugt höchstens
25 % und besonders bevorzugt höchstens 15 % des maximalen Abstands des Seitenkanals
von der Rotationsachse beträgt.
[0029] Ein besonders einfacher Aufbau der Pumpe ergibt sich, wenn der Seitenkanal und/oder
der Kühlmittelkanal zumindest über einen Teil seiner Länge durch wenigstens zwei Statorelemente
begrenzt ist, die vorzugsweise aneinander anliegen und miteinander, insbesondere durch
Verschrauben, verbunden sind. In dem Statorelement kann dann eine Nut vorgesehen sein,
welche dem Seitenkanal entspricht, und/oder eine Nut, welche dem Kühlmittelkanal entspricht,
und welche gemeinsam mit einer weiteren Nut oder einer flachen Oberfläche des jeweils
anderen Statorelements die Begrenzung für den Seitenkanal bzw. für den Kühlmittelkanal
bildet.
[0030] In einem an den jeweiligen Seitenkanal bzw. Kühlmittelkanal angrenzenden Bereich
können die beiden Statorelemente im Wesentlichen flächig aneinander anliegen, wodurch
eine den Kühlmittelkanal abdichtende Verbindung zwischen den beiden Statorelementen
geschaffen werden kann. Ein Statorelement kann jeweils im Wesentlichen scheibenförmig
ausgestaltet sein, wobei die Scheibenebene vorzugsweise im Wesentlichen senkrecht
zu der Rotationsachse der Seitenkanalpumpstufe orientiert ist und wobei die den jeweiligen
Seiten- bzw. Kühlmittelkanal begrenzende Oberfläche der Scheibe vorzugsweise durch
eine Flachseite der Scheibe gebildet ist und die beiden Scheiben insbesondere an ihren
Flachseiten aneinander anliegen und miteinander verbunden sind.
[0031] Zur noch besseren Abdichtung, insbesondere des Kühlmittelkanals, kann ein insbesondere
elastisches Dichtelement zwischen den wenigstens zwei Statorelementen vorgesehen sein,
an dem die beiden Statorelemente dichtend anliegen können. Das Dichtelement kann z.B.
als O-Ring ausgebildet sein, welcher vorzugsweise eine geschlossene ringförmige Oberfläche
des einen Statorelements mit einer geschlossenen ringförmigen Oberfläche des anderen
Statorelements dichtend verbindet, um den Kühlmittelkanal und den Seitenkanal, die
auf unterschiedlichen Seiten der ringförmigen Oberflächen angeordnet sein können,
gegeneinander abzudichten. Der O-Ring kann in der auf die Rotationsachse bezogenenen
radialen Richtung zwischen dem Kühlmittelkanal und dem Seitenkanal angeordnet sein.
Es kann auch wenigstens ein weiterer O-Ring vorhanden sein, der den Kühlmittelkanal
und/oder den Seitenkanal gegenüber dem Bereich außerhalb der die beiden Kanäle begrenzenden
Statorelemente abdichtet.
[0032] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist der Kühlmitteleinlass des Kühlmittelkanals
in der Nähe eines Gasauslasses der Seitenkanalpumpstufe angeordnet und/oder ist der
Kühlmittelauslass des Kühlmittelkanals in der Nähe eines Gaseinlasses der Seitenkanalpumpstufe
angeordnet. Dadurch wird die Kühlwirkung an die Wärmeentwicklung in der Seitenkanalpumpstufe
derart angepasst, dass sich bei dem Betrieb der Pumpe überall eine im Wesentlichen
homogene Temperaturverteilung einstellt und lokal stark erhöhte Temperaturen vermieden
werden.
[0033] In der Nähe des Gasauslasses der Seitenkanalpumpstufe tritt aufgrund des hohen Gasdrucks
und der erhöhten Reibung nämlich eine besonders starke Wärmeentwicklung auf, welche
durch die Anordnung des Kühlmitteleinlasses in diesem Bereich und die damit einhergehende
stärkere Kühlwirkung kompensiert werden kann. Der Bereich des Kühlmittelauslasses,
welcher eine geringere Kühlwirkung bereitstellt, wird dementsprechend zur Kühlung
des Bereichs des Gaseinlasses genutzt, in dem aufgrund der geringeren Gasdrücke eine
geringere Wärmeentwicklung auftritt. Prinzipiell können der Kühlmitteleinlass und/oder
der Kühlmittelauslass aber auch an einer anderen als der vorstehend jeweils angegebenen
Stelle angeordnet sein.
[0034] Die Richtung, in der das Kühlmittel in dem Kühlmittelkanal bei dem Betrieb der Pumpe
um die Rotationsachse der Seitenkanalpumpstufe herum fließt, kann zu der Richtung
entgegen gesetzt sein, in der das Gas durch den Seitenkanal der zugehörigen Seitenkanalpumpstufe
strömt. Dadurch wird eine Kühlwirkung erreicht, welche den durch die stärkere Wärmeerzeugung
im Bereich des Gasauslasses und die geringere Wärmeerzeugung im Bereich des Gaseinlasses
bedingten Gradienten der Wärmeerzeugung entlang des Seitenkanals wirksam kompensiert.
Prinzipiell können das Kühlmittel und das Gas aber auch in derselben Richtung um die
Rotationsachse der Seitenkanalpumpstufe herum strömen.
[0035] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform umfasst die Pumpe mehrere Seitenkanalpumpstufen,
die jeweils einen durch zumindest ein Statorelement begrenzten Seitenkanal umfassen.
Mehrere und insbesondere alle Seitenkanalpumpstufen können dabei gemäß zumindest einer
der vorstehend in Bezug auf die wenigstens eine Seitenkanalpumpstufe beschriebenen
vorteilhaften Ausführungsformen ausgebildet sein. Durch das Vorsehen mehrerer Seitenkanalpumpstufen
lassen sich die erreichbare Pumpleistung und der erreichbare minimale Enddruck des
Vakuums und der maximale Ausgangsdruck der Pumpe verbessern. Die Seitenkanalpumpstufen
können dabei in Reihe und/oder parallel gasleitend miteinander verbunden sein. Eine
leistungsstarke Pumpe kann prinzipiell eine oder zwei oder mehr als zwei miteinander
verbundene Seitenkanalpumpstufen umfassen.
[0036] Der Kühlmittelkreislauf umfasst bevorzugt jeweils wenigstens einen Kühlmittelkanal
für jede Seitenkanalpumpstufe, wobei die Kühlmittelkanäle jeweils durch das Statorelement
begrenzt sind, das den Seitenkanal der jeweiligen Seitenkanalpumpstufe begrenzt. Dadurch
wird eine wirksame Kühlung der Statorelemente aller Seitenkanalpumpstufen sichergestellt.
[0037] Die Seitenkanäle verschiedener Seitenkanalpumpstufen können dabei bezogen auf die
Rotationsachse der wenigstens einen Seitenkanalpumpstufe in radialer Richtung und/oder
axialer Richtung aufeinander folgend angeordnet sein. Ein Seitenkanal kann dabei,
wie vorstehend beschrieben, durch wenigstens zwei insbesondere scheibenförmige Statorelemente
begrenzt sein.
[0038] Ein Statorelement kann auch mehrere verschiedene Seitenkanäle begrenzen und somit
ein gemeinsames Statorelement für mehr als eine Seitenkanalpumpstufe darstellen. Dementsprechend
kann auch ein durch das Statorelement begrenzter Kühlmittelkanal einen gemeinsamen
Kühlmittelkanal für mehr als eine Seitenkanalpumpstufe darstellen. Ein Statorelement
kann auch mehrere verschiedene Kühlmittelkanäle begrenzen, die jeweils einem von mehreren
durch das jeweilige Statorelement begrenzten Seitenkanal zugeordnet sind.
[0039] Beispielsweise kann zumindest ein scheibenförmiges Statorelement auf seinen beiden
einander gegenüberliegenden Flachseiten jeweils eine einen Seitenkanal begrenzende
Nut aufweisen und/oder das Statorelement kann auf beiden Seiten jeweils eine einen
Kühlmittelkanal für eine Seitenkanalpumpstufe begrenzende Nut aufweisen. Dies stellt
eine besonders einfache bauliche Variante dar, mit der insbesondere mehrere in Rotationsachsenrichtung
aufeinander folgende Seitenkanalpumpstufen realisiert werden können. Die beiden durch
das Statorelement begrenzten Seitenkanäle und/oder Kühlmittelkanäle können dabei durch
einen entsprechenden, in dem Statorelement ausgebildeten Verbindungskanal gasleitend
bzw. kühlmittelleitend miteinander verbunden sein.
[0040] Vorzugsweise sind zumindest zwei Kühlmittelkanäle verschiedener Seitenkanalpumpstufen
miteinander kühlmittelleitend verbunden. Die Kühlmittelkanäle können dabei in Reihe
miteinander verbunden sein, so dass sie von dem Kühlmittel der Reihe nach durchflossen
werden. Die Kühlmittelkanäle können auch parallel miteinander verbunden sein und parallel
von dem Kühlmittel durchflossen werden. Bei einer Parallelverbindung der Kühlmittelkanäle
lässt sich der Fluss in den beiden Kühlmittelkanälen jeweils unabhängig regulieren,
beispielsweise durch entsprechende Anpassung des Strömungsquerschnitts und/oder die
Anordnung einer Blende in einem jeweiligen Kühlmittelkanal, so dass die Kühlung der
einzelnen Seitenkanalpumpstufen flexibel an deren thermische Belastung angepasst werden
kann, beispielsweise um die Kühlung an unterschiedliche Lastfälle anzupassen, insbesondere
an den zu erzeugenden Enddruck oder die anfallende Gaslast.
[0041] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform verlaufen zumindest zwei Kühlmittelkanäle
verschiedener, insbesondere in axialer oder radialer Richtung unmittelbar aufeinander
folgender, Seitenkanalpumpstufen von ihrem jeweiligen Kühlmitteleinlass aus in entgegengesetzten
Richtungen um eine Rotationsachse der Seitenkanalpumpstufen herum zu ihrem jeweiligen
Kühlmittelauslass. Dadurch wird es ermöglicht, die verschiedenen Kühlmittelkanäle
so anzuordnen, dass sich diese in Bezug auf die von ihnen abgedeckten, auf die Rotationsachse
der Seitenkanalpumpstufe bezogenen Winkelbereiche überlappen und ein Winkelversatz
zwischen den Einlässen und Auslässen aufeinander folgender Kühlmittelkanäle vermieden
wird. Dadurch wird eine baulich besonders einfache Anordnung erreicht, da die verschiedenen
Kühlmittelkanäle bzw. die diese begrenzenden Statorelemente im Wesentlichen identisch
aufgebaut und deckungsgleich zueinander angeordnet sein können.
[0042] Beispielsweise können die Kühlmittelkanäle jeweils einen um die Rotationsachse der
Seitenkanalpumpstufe herum orientierten Verlauf aufweisen und dabei jeweils annähernd
den gesamten auf die Rotationsachse der Seitenkanalpumpstufe bezogenen Winkelbereich
abdecken, wobei ein relativ kleiner Winkelbereich zwischen dem Kühlmitteleinlass und
dem Kühlmittelauslass nicht durch den Kanal abgedeckt sein und somit frei bleiben
kann. Insbesondere in diesem Fall kann durch die vorstehend beschriebene Ausgestaltung
mit abwechselnden Strömungsrichtungen des Kühlmittels erreicht werden, dass die zwischen
den Einlässen und den Auslässen verschiedener Kühlmittelkanäle frei bleibenden Winkelbereiche
sich zumindest teilweise überlappen. Die sich überlappenden Winkelbereiche können
dann für weitere Bestandteile der Pumpe bzw. des Kühlmittelkreislaufs genutzt werden.
[0043] Beispielsweise kann ein Rückleitungskanal des Kühlmittelkreislaufs vorgesehen sein,
der durch mehrere Statorelemente hindurch verläuft, die die Seitenkanäle der Seitenkanalpumpstufen
begrenzen. Der Rückleitungskanal für das Kühlmittel kann insbesondere in dem vorstehend
beschriebenen überlappenden Winkelbereich angeordnet sein, der zwischen den Einlässen
und den Auslässen der verschiedenen Seitenkanalpumpstufen frei bleibt.
[0044] Unter einem Kühlmittelkreislauf wird im Rahmen der vorliegenden Beschreibung sowohl
ein geschlossener Kreislauf für das Kühlmittel verstanden als auch ein Abschnitt für
das Kühlmittel zwischen einem Kühlmitteleinlass und einem Kühlmittelauslass, der durch
entsprechendes Verbinden des Einlasses und des Auslasses miteinander zu einem geschlossenen
Kreislauf vervollständigt werden kann. Der Kühlmittelkreislauf kann, insbesondere
im Fall eines geschlossenen Kühlmittelkreislaufs, eine Kühlmittelpumpe umfassen, mit
der das Kühlmittel in dem Kreislauf angetrieben werden kann, und/oder ein Kühlaggregat
oder einen Wärmetauscher, mit dem das Kühlmittel kühlbar ist. Die Kühlmittelpumpe
und/oder der Wärmetauscher können als Teil der Pumpe ausgebildet sein oder extern
an einen entsprechenden Kühlmitteleinlass und Kühlmittelauslass der Pumpe anschließbar
sein.
[0045] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist der Kühlmittelkreislauf über wenigstens
ein wärmeleitendes Element mit einem weiteren Kühlmittelkreislauf wärmetauschend gekoppelt.
Die Kühlung des Kühlmittelkreislaufs, welcher den durch das Statorelement der Seitenkanalpumpstufe
begrenzten Kühlmittelkanal umfasst und welcher auch als Primärkreislauf bezeichnet
wird, erfolgt dabei durch den weiteren Kühlmittelkreislauf, welcher auch als Sekundärkreislauf
bezeichnet wird, über das wärmeleitende Element. Der weitere Kühlmittelkreislauf kann
z.B. über einen Kühlmitteleinlass und einen Kühlmittelauslass der Pumpe mit einer
externen Kühlmittelpumpe und/oder einem externen Kühlmittelaggregat oder Wärmetauscher
verbunden sein. Das wärmetauschende Element kann insbesondere durch eine Platte gebildet
sein, auf der die Antriebselektronik angeordnet ist und die die Wärme zwischen den
beiden Kühlmittelkreisläufen austauscht und dazu vorzugsweise jeweils einen Kühlmittelkanal
beider Kreisläufe zumindest bereichsweise begrenzt. Diese Kühlplatte kann eine relativ
große Oberfläche aufweisen und somit einen effektiven Wärmeaustausch gewährleisten.
Prinzipiell kann auch ein Flüssigkeit-Gas-Wärmetauscher, z.B. ein Wasser-Luft-Wärmetauscher,
vorgesehen sein, welcher zur Kühlung eines flüssigen Kühlmittels in dem Primärkreislauf
oder eines flüssigen Kühlmittels in einem vorhandenen Sekundärkreislauf einen Wärmeaustausch
zwischen dem flüssigen Kühlmittel und einem außerhalb des Primärkreislaufs bzw. Sekundärkreislaufs
und insbesondere außerhalb der Pumpe vorhandenen Gas, z.B. der Umgebungsluft, bewirkt.
[0046] Die vorstehende Ausgestaltung hat den Vorteil, dass der Primärkreislauf als geschlossener,
als Teil der Pumpe ausgebildeter Kreislauf, beispielsweise mit einer entsprechenden
Kühlmittelpumpe, ausgestaltet werden kann, ohne dass gleichzeitig ein Kühlmittelaggregat
oder ein übermäßig großer Wärmetauscher in die Pumpe integriert werden muss. In dem
Primärkreislauf kann dabei z.B. ein korrosionsbeständiges Kühlmittel eingesetzt werden,
welches sich besonders gut zur direkten Kühlung der betroffenen Komponenten eignet,
ohne dass z.B. aufgrund einer externen Anbindung des Kühlmittelkreislaufs die Gefahr
von Leckageverlusten oder dem versehentlichen Einsatz eines ungeeigneten Kühlmittels
besteht. Der Sekundärkreislauf kann hingegen mit Wasser als Kühlmittel betrieben werden,
welches von außerhalb der Pumpe zugeführt werden kann, so dass Kühlmittelverluste
im Anschlussbereich dieses Kreislaufs unproblematisch sind.
[0047] Gemäß einer Ausführungsform besteht das wenigstens eine Statorelement zumindest bereichsweise
und insbesondere im Bereich einer den Kühlmittelkanal begrenzenden Oberfläche aus
einem Material, welches ein durch Gießen herstellbares bzw. gegossenes metallisches
Material und/oder ein Aluminium bzw. eine Aluminiumlegierung ist. Dadurch können die
Herstellungskosten für das Statorelement reduziert werden. Alternativ oder zusätzlich
kann ein Lagerschild bzw. eine einen Kühlmittelkanal des Kühlmittelkreislaufs begrenzende
Oberfläche des Lagerschildes aus einem solchen Material gebildet sein.
[0048] Das Kühlmittel des Kühlmittelkreislaufs für die Seitenkanalpumpstufe, welcher durch
einen wie vorstehend beschriebenen Primärkreislauf gebildet sein kann, ist vorzugsweise
flüssig. Das Kühlmittel ist vorzugsweise ein gegenüber dem Material des Statorelements,
welches eines der vorstehend genannten Materialien sein kann, korrosionsbeständiges
Kühlmittel. Beispielsweise kann das Kühlmittel Glykol bzw. ein Glykolgemisch, ein
Öl, insbesondere ein polychloriertes Biphenyl (PCB), ein flüssiges Natrium wie z.B.
NaK-78 oder ein Ethanol enthalten oder daraus bestehen. Abhängig von dem Material
der zu kühlenden Komponenten und insbesondere des Statorelements kann das Kühlmittel
auch Wasser enthalten oder daraus bestehen.
[0049] Falls ein wie vorstehend beschriebener Sekundärkreislauf vorgesehen ist, enthält
dieser vorzugsweise ebenfalls ein flüssiges Kühlmittel, welches insbesondere Wasser
enthält oder daraus besteht. Der Sekundärkreislauf kann prinzipiell aber auch ein
gasförmiges Kühlmittel wie z.B. Luft enthalten.
[0050] Die Pumpe kann eine oder mehrere Hochvakuumpumpstufen umfassen, wobei eine Hochvakuumpumpstufe
z.B. durch eine Holweckpumpstufe, eine Turbomolekularpumpstufe, eine Gaedepumpstufe,
eine Siegbahnpumpstufe oder eine Kreuzgewindepumpstufe gebildet sein kann. Die eine
oder mehreren Hochvakuumpumpstufen sind vorzugsweise in Strömungsrichtung vor der
Seitenkanalpumpstufe angeordnet und dieser vorgeschaltet.
[0051] Weiterer Gegenstand der Erfindung ist eine Pumpe mit wenigstens einer Seitenkanalpumpstufe,
die einen durch zumindest ein Statorelement begrenzten Seitenkanal umfasst, mit einem
Motor, mit einer Antriebselektronik für den Motor und mit einem Kühlmittelkreislauf
zur Kühlung der Vakuumpumpe mit einem Kühlmittel, wobei der Kühlmittelkreislauf wenigstens
einen ersten Kühlmittelkanal für die Seitenkanalpumpstufe und wenigstens einen zweiten
Kühlmittelkanal für den Motor und/oder für die Antriebselektronik umfasst.
[0052] Dadurch lässt sich eine das Pumpverhalten oder die Betriebslebensdauer der Pumpe
verschlechternde übermäßige Erwärmung der Seitenkanalpumpstufe sowie des Motors und/oder
der Antriebselektronik wirksam vermeiden und eine hohe Pumpleistung sowie eine hohe
Betriebslebensdauer der Pumpe sicherstellen. Die Antriebselektronik kann neben der
Ansteuerung des Motors auch zur Auswertung von Signalen eingerichtet sein, die von
Sensoren der Vakuumpumpe wie z.B. einem wie vorstehend beschriebenen Temperatursensor
geliefert werden.
[0053] Der erste Kühlmittelkanal und der zweite Kühlmittelkanal können in Reihe oder parallel
miteinander kühlmittelleitend verbunden sein. Dadurch lässt sich ein zusammenhängender
Kühlmittelkreislauf für die genannten Komponenten erreichen, welcher mit geringem
Aufwand realisierbar ist, wobei die auf die jeweiligen Komponenten ausgeübte Kühlwirkung
durch die entsprechende serielle oder parallele kühlmittelleitende Verbindung gezielt
an die jeweiligen Anforderungen anpassbar ist.
[0054] Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung beispielhaft anhand vorteilhafter Ausführungsformen
unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Vakuumpumpe gemäß einer Ausführungsform der Erfindung in einer schematischen
Darstellung,
- Fig. 2
- eine Vakuumpumpe gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung in einer schematischen
Darstellung,
- Fig. 3
- eine Vakuumpumpe gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung in einer schematischen
Darstellung,
- Fig. 4
- ein Statorelement einer Seitenkanalpumpstufe einer Vakuum-pumpe gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung in Draufsicht, und
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung der Kühlmittelflussrichtung durch mehrere Seitenkanalpumpstufen
in einer Vakuumpumpe gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.
[0055] Fig. 1 zeigt eine Vakuumpumpe 10 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung in einer
schematischen Darstellung. Die Vakuumpumpe 10 umfasst eine Seitenkanalpumpstufe 12,
welche wenigstens ein Statorelement 14 aufweist, einen Elektromotor 22 zum drehenden
Antreiben eines Rotorelements der Seitenkanalpumpstufe 12, eine Kühlplatte mit einer
darauf angeordneten Antriebselektronik 20 für den Motor 22 und eine Hochvakuumpumpstufe
24.
[0056] Die Pumpe 10 umfasst ferner einen Kühlmittelkreislauf 25, welcher einen von außerhalb
der Pumpe 10 zugänglichen Kühlmitteleinlass 44 und einen von außerhalb der Pumpe 10
zugänglichen Kühlmittelauslass 46 der Vakuumpumpe 10 umfasst, wobei Einlass 44 und
Auslass 46 über Kühlmittelkanäle 18, 26 des Kühlmittelkreislaufs 25 kühlmittelleitend
miteinander verbunden sind. Die Pfeilspitzen in Fig. 1 kennzeichnen die Kühlmittelflussrichtung
von dem Einlass 44 zu dem Auslass 46.
[0057] Der Kühlmittelkanal 18 dient zur Kühlung der Seitenkanalpumpstufe 12 und ist zumindest
bereichsweise durch das Statorelement 14 der Seitenkanalpumpstufe 12 begrenzt. Die
Hochvakuumpumpstufe 24 ist indirekt über die Seitenkanalpumpstufe 12 kühlbar, mit
der sie wärmeleitend verbunden ist. Die Kühlung der Hochvakuumpumpstufe 24 kann prinzipiell
auch über ein Lagerschild der Vakuumpumpe und/oder über das Gehäuse der Vakuumpumpe
erfolgen. Der Kühlmittelkanal 26 dient zur Kühlung des Motors 22 und der Kühlplatte
mit der Antriebselektronik 20 und weist dazu zwei kühlmittelleitend in Serie miteinander
verbundene Längsabschnitte auf, von denen einer zumindest bereichsweise durch den
Elektromotor 22 und der andere zumindest bereichsweise durch die Kühlplatte 20 begrenzt
ist. Der Kühlmittelkanal 18 und der Kühlmittelkanal 26 sind jeweils im Bereich des
Einlasses 44 und des Auslasses 46 zusammengeführt und sind somit parallel kühlmittelleitend
miteinander verbunden.
[0058] Fig. 2 zeigt eine Vakuumpumpe 10 gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
in einer schematischen Darstellung. Die in Fig. 2 gezeigte Vakuumpumpe 10 entspricht
der in Fig. 1 gezeigten Vakuumpumpe 10, wobei bei der in Fig. 2 gezeigten Ausgestaltung
der Auslass des Kühlmittelkanals 26 für den Motor 22 und die Kühlplatte mit der Antriebselektronik
20 mit dem Einlass des Kühlmittelkanals 18 für die Seitenkanalpumpstufe 12 kühlmittelleitend
verbunden ist, so dass die Kanäle 26, 18 in Reihe miteinander verbunden sind.
[0059] Fig. 3 zeigt eine Vakuumpumpe 10 gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
in einer schematischen Darstellung. Die in Fig. 3 gezeigte Vakuumpumpe 10 entspricht
im Wesentlichen der in Fig. 2 gezeigten Vakuumpumpe 10, wobei bei der in Fig. 3 gezeigten
Ausgestaltung der Kühlmittelkreislauf 25 nicht zwischen einem Kühlmitteleinlass und
einem Kühlmittelauslass der Pumpe 10 angeordnet ist. Stattdessen ist der Kühlmittelkreislauf
25 als geschlossener Kreislauf ausgebildet und umfasst eine Kühlmittelpumpe 54, mit
der das Kühlmittel in dem in Fig. 3 durch die Pfeilspitzen gekennzeichneten Umlaufsinn
antreibbar ist.
[0060] Die Pumpe 10 umfasst außerdem einen Sekundär-Kühlmittelkreislauf 42, der von außerhalb
der Vakuumpumpe 10 über einen entsprechenden Kühlmitteleinlass 44 und Kühlmittelauslass
46 zugänglich ist. Der Sekundär-Kühlmittelkreislauf 42 umfasst einen durch die Kühlplatte
20 für die Antriebselektronik zumindest bereichsweise begrenzten Kühlmittelkanal 58.
Die Kühlmittelkreisläufe 25 und 42 sind somit über die Kühlplatte 20 wärmeleitend
miteinander verbunden, so dass die Kühlplatte 20 als Wärmetauscher zwischen den beiden
Kühlmittelkreisläufen 25, 42 dient. Wenn an den Einlass 44 und den Auslass 46 eine
Kühlmittelquelle angeschlossen wird, wird das Kühlmittel in dem Kühlmittelkreislauf
25 über die von dem Kühlmittelkreislauf 42 gekühlte Kühlplatte 20 gekühlt, so dass
der Kühlmittelkreislauf 25 seine kühlende Funktion erfüllen kann. Alternativ oder
zusätzlich könnte auch ein Flüssigkeit-Gas-Wärmetauscher, z.B. ein Wasser-Luft-Wärmetauscher,
vorgesehen sein, der zur Kühlung eines in einem der Kühlmittelkreisläufe 25, 42 vorhandenen
flüssigen Kühlmittels einen Wärmeaustausch zwischen dem flüssigen Kühlmittel und einem
außerhalb der Kreisläufe 25, 42 vorhandenen Gas bewirkt oder die Kühlplatte 20 könnte
als ein solcher Wärmetauscher ausgebildet sein.
[0061] Fig. 4 zeigt ein Statorelement 14 einer Seitenkanalpumpstufe einer Vakuumpumpe gemäß
einer Ausführungsform der Erfindung in Draufsicht. Das Statorelement 14 ist scheibenförmig
ausgestaltet, wobei in Fig. 4 die Ansicht auf eine Flachseite des scheibenförmigen
Statorelements 14 gezeigt ist. Das Statorelement 14 umfasst eine kreislinienförmig
um eine senkrecht zu der Scheibenebene orientierte Rotationsachse 38 der Seitenkanalpumpstufe
herum verlaufende, in der Flachseite ausgebildete und in axialer Richtung in die Flachseite
einspringende Nut, deren Umwandung einen Seitenkanal 16 begrenzt. Das eine Längsende
der Nut begrenzt dabei einen Gaseinlass 34 des Seitenkanals 16 und das andere Längsende
begrenzt einen Gasauslass 36 des Seitenkanals 16.
[0062] Das Statorelement 14 umfasst ferner eine ebenfalls in der Flachseite ausgebildete
und in axialer Richtung in die Flachseite einspringende Nut, deren Umwandung einen
Kühlmittelkanal 18 zur Kühlung des Statorelements 14 begrenzt. Der Kühlmittelkanal
18 verläuft parallel zu dem Seitenkanal 16 und verläuft dementsprechend ebenfalls
im Wesentlichen kreislinienförmig um die Rotationsachse 38 herum. Die Nut und damit
der Kühlmittelkanal 18 sind in einem geringen Abstand radial nach außen hin von dem
Seitenkanal 16 beabstandet. Die Nut und der von deren Umwandung begrenzte Kühlmittelkanal
18 erstrecken sich über annähernd den gesamten auf die Rotationsachse 38 bezogenen
Winkelbereich von 360°. Das eine Ende der Nut begrenzt einen Einlass 30 des Kühlmittelkanals
16 für das Kühlmittel und das andere Ende der Nut begrenzt einen Auslass 32 des Kühlmittelkanals
16 für das Kühlmittel. Der Kühlmitteleinlass 30 ist in der Nähe des Gasauslasses 36
angeordnet und der Kühlmittelauslass 32 ist in der Nähe des Gaseinlasses 34 angeordnet.
Das Kühlmittel in dem Kühlmittelkanal 18 einerseits und das Gas in dem Seitenkanal
16 andererseits strömen somit in unterschiedlichen Richtungen bzw. in einem unterschiedlichen
Drehsinn um die Drehachse 38 herum von ihrem jeweiligen Einlass zu ihrem jeweiligen
Auslass. Alternativ könnte das Kühlmittel in dem Kühlmittelkanal 18 auch in derselben
Richtung, d.h. in demselben Drehsinn wie die Gasströmung in dem Seitenkanal 16 um
die Drehachse 38 herum strömen, d.h. das Kühlmittel kann generell entgegen der Gasströmung
oder mit der Gasströmung strömen. Wenn mehrere Kühlmittelkanäle für mehrere aufeinander
folgende Seitenkanalpumpstufen hintereinander geschaltet sind, wie nachfolgend in
Bezug auf Fig. 5 erläutert, kann der Drehsinn der Kühlmittelströmung in den Kühlmittelkanälen
von Kühlmittelkanal zu Kühlmittelkanal bzw. von Seitenkanalpumpstufe zu Seitenkanalpumpstufe
abwechseln.
[0063] In dem nicht von dem Kühlmittelkanal 18 abgedeckten Winkelbereich ϕ zwischen dem
Kühlmitteleinlass 30 und dem Kühlmittelauslass 32 ist ein Rückleitungskanal 40 vorgesehen,
welcher in axialer Richtung durch das Statorelement 14 hindurch verläuft und zur Rückleitung
des Kühlmittels dient.
[0064] Zur Bildung der Seitenkanalpumpstufe ist die in Fig. 4 gezeigte Statorscheibe 14
mit einer weiteren, in Fig. 4 nicht dargestellten Statorscheibe derart verbunden,
dass die Statorscheiben mit ihren Flachseiten aneinander anliegen. Die weitere Statorscheibe
ist dabei derart komplementär zu der in Fig. 4 gezeigten Statorscheibe ausgebildet,
dass die beiden Statorscheiben zusammen einen Kühlmittelkanal 18 mit einem geschlossenen
Querschnitt sowie einen Seitenkanal 16 bilden, der abgesehen von einer umlaufenden
Öffnung, über die das Rotorelement der Seitenkanalpumpstufe in den Seitenkanal 16
eingreift, einen geschlossenen Querschnitt aufweist. Die beiden Statorelemente 14
sind dazu über Schraublöcher 52 fest miteinander verbunden.
[0065] Ein Temperatursensor 28 ist zwischen dem Seitenkanal 16 und dem Kühlmittelkanal 18
angeordnet und dient zur Messung der Temperatur der Seitenkanalpumpstufe. Der Temperatursensor
28 kann prinzipiell an einer beliebigen Stelle zwischen dem Seitenkanal 16 und dem
Kühlmittelkanal 18 angeordnet sein und insbesondere in der Nähe des Gasauslasses 36,
da dort aufgrund des hohen Gasdrucks die höchsten Temperaturen vorliegend und sich
unmittelbar messen lassen.
[0066] Während des Betriebs der Pumpe wird ein in Fig. 4 nicht dargestelltes Rotorelement
der Seitenkanalpumpstufe in Richtung des Pfeils 48 drehend angetrieben. Das Rotorelement
kann dabei an einer Rotorwelle angeordnet sein, welche sich durch die im Bereich der
Rotationsachse 38 vorgesehene Öffnung 60 des Statorelements 14 hindurch erstrecken
kann. Das Rotorelement weist vorzugsweise einen Kranz von Schaufeln auf, die sich
in den Seitenkanal 16 hinein erstrecken. Der Seitenkanal 16 weist dabei in dem Bereich
zwischen dem Gaseinlass 34 und dem Gasauslass 36 vorzugsweise einen gegenüber den
Rotorschaufeln vergrößerten Querschnitt auf und das Gas wird in dem Seitenkanal 16
vorzugsweise um die kreislinienförmige Hauptorientierung des Seitenkanals 16 spirallinienförmig
herum in Richtung des Pfeils 48 angetrieben und dabei verdichtet. Im Bereich des Gasauslasses
36 weist der Seitenkanal 16 vorzugsweise einen gegenüber den Rotorschaufeln nicht
oder allenfalls geringfügig vergrößerten Querschnitt auf, was in Fig. 4 anhand des
nicht vertieften Bereichs 50 des Statorelements 14 ersichtlich ist, so dass das geförderte
Gas im Bereich des Auslasses 36 abgestreift und durch den Auslass 36 aus dem Seitenkanal
16 gefördert wird.
[0067] Die Pumpe mit dem in Fig. 4 gezeigten Statorelement 14 kann mehrere in Richtung der
Rotationsachse 38 hintereinander angeordnete Seitenkanalpumpstufen umfassen, welche
gemäß der vorstehenden Beschreibung ausgebildet sind. Der Kühlmittelkanal 18 kann
mit den Kühlmittelkanälen der weiteren Seitenkanalpumpstufen in Reihe verbunden sein,
d.h. dass der Kühlmitteleinlass 30 kühlmitteleitend mit dem Kühlmittelauslass einer
vorhergehenden, z.B. in axialer Richtung vor der Zeichenebene von Fig. 4 angeordneten,
Pumpstufe verbunden ist und der Kühlmittelauslass 32 kühlmittelleitend mit dem Kühlmitteleinlass
einer nachfolgenden, z.B. in axialer Richtung hinter der Zeichenebene von Fig. 4 angeordneten,
Pumpstufe verbunden ist. Die Verbindungen können dabei durch sich in axialer Richtung
durch die jeweilige Statorscheibe 14 hindurch erstreckende kühlmittelleitende Verbindungskanäle
gebildet sein.
[0068] Der Seitenkanal 16 kann mit den Seitenkanälen der weiteren Seitenkanalpumpstufen
in Reihe verbunden sein, indem der Einlass 34 mit dem Auslass der vorhergehenden Pumpstufe
gasleitend verbunden ist und der Auslass 36 mit dem Einlass der nachfolgenden Pumpstufe
gasleitend verbunden ist. Hierzu kann jeweils ein sich in axialer Richtung durch eine
jeweilige Statorscheibe 14 hindurch erstreckender gasleitender Verbindungskanal vorgesehen
sein.
[0069] Vorzugsweise weisen alle in axialer Richtung hintereinander angeordnete Statorscheiben
14 der Vakuumpumpe jeweils einen wie in Fig. 4 gezeigten Kühlmittelrückleitungskanal
40 auf, wobei die Kühlmittelrückleitungskanäle 40 in axialer Richtung im Wesentlichen
deckungsgleich fluchtend übereinander angeordnet sind und zusammen einen in axialer
Richtung orientierten durch alle Seitenkanalpumpstufen hindurch verlaufenden Kühlmittelrückleitungskanal
bilden.
[0070] Fig. 5 zeigt eine schematische Darstellung der Kühlmittelflussrichtung durch mehrere
Seitenkanalpumpstufen in einer Vakuumpumpe gemäß einer Ausführungsform der Erfindung
in Richtung der Rotationsachse 38 gesehen. Die Vakuumpumpe kann wie vorstehend in
Bezug auf Fig. 4 beschrieben ausgebildet sein.
[0071] Fig. 5 zeigt mehrere in Reihe miteinander verbundene Kühlmittelkanäle 18, die jeweils
einer Seitenkanalpumpstufe zugeordnet und gemäß der vorstehenden Beschreibung zu Fig.
4 ausgebildet sind. Die Kühlmittelkanäle 18 sind in Fig. 5 in radialer Richtung voneinander
beabstandet dargestellt und können dementsprechend in radialer Richtung aufeinander
folgenden Seitenkanalpumpstufen zugeordnet sein. Die Kühlmittelkanäle 18 können aber
auch gemäß der vorstehenden Beschreibung zu Fig. 4 in axialer Richtung aufeinander
folgen und in axialer Richtung aufeinander folgenden Seitenkanalpumpstufen zugeordnet
sein.
[0072] Das Kühlmittel gelangt durch einen Zuleitungskanal 56, welcher beispielsweise durch
ein Lagerschild hindurch führen oder von diesem begrenzt sein kann, in den ersten
Kühlmittelkanal 18. Diesen Kühlmittelkanal 18 durchfließt das Kühlmittel in einer
ersten auf die Drehachse 38 bezogenen Drehrichtung und gelangt dann über einen Verbindungskanal
62 in den nächsten Kühlmittelkanal 18, den das Kühlmittel in der entgegen gesetzten
Drehrichtung durchfließt. In dieser Weise durchfließt das Kühlmittel alle Kühlmittelkanäle
18, wobei die Fließrichtung des Kühlmittels von Kanal 18 zu Kanal 18 abwechselt, bis
das Kühlmittel schließlich aus dem letzten Kühlmittelkanal 18 in den Kühlmittelrückleitungskanal
40 fließt. Der Kühlmittelrückleitungskanal 40 verläuft in dem von den Kühlmittelkanälen
18 nicht abgedeckten Winkelbereich ϕ durch alle Statorscheiben hindurch zurück zu
einem Kühlmittelauslass der Vakuumpumpe. Der Kühlmittelkanal 40 kann dabei ebenfalls
durch ein Lagerschild der Vakuumpumpe hindurch führen oder von dem Lagerschild begrenzt
sein.
Bezugszeichenliste
[0073]
- 10
- Vakuumpumpe
- 12
- Seitenkanalpumpstufe
- 14
- Statorelement
- 16
- Seitenkanal
- 18
- Kühlmittelkanal
- 20
- Kühlplatte mit darauf angebrachter Antriebselektronik
- 22
- Motor
- 24
- Hochvakuumpumpstufe
- 25
- Kühlmittelkreislauf
- 26
- Kühlmittelkanal
- 28
- Temperatursensor
- 30
- Kühlmitteleinlass
- 32
- Kühlmittelauslass
- 34
- Gaseinlass
- 36
- Gasauslass
- 38
- Rotationsachse
- 40
- Kühlmittelrückleitungskanal
- 42
- weiterer Kühlmittelkreislauf
- 44
- Kühlmitteleinlass
- 46
- Kühlmittelauslass
- 48
- Rotationsrichtung
- 50
- Abstreifer-Bereich
- 52
- Schraubloch
- 54
- Kühlmittelpumpe
- 56
- Zuleitungskanal
- 58
- Kühlmittelkanal
- 60
- Öffnung
- 62
- Verbindungskanal
- ϕ
- Winkelbereich
1. Pumpe, insbesondere Vakuumpumpe (10), mit wenigstens einer Seitenkanalpumpstufe (12),
die einen durch zumindest ein Statorelement (14) begrenzten Seitenkanal (16) umfasst,
und mit einem Kühlmittelkreislauf (25) zur Kühlung der Pumpe (10) mit einem Kühlmittel,
wobei der Kühlmittelkreislauf (25) wenigstens einen Kühlmittelkanal (18) für die Seitenkanalpumpstufe
(12) aufweist, der zumindest bereichsweise durch das Statorelement (14) begrenzt ist.
2. Pumpe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlmittelkreislauf (25) zur Kühlung wenigstens einer weiteren Komponente (20,
22, 24) der Pumpe (10) ausgebildet ist, welche insbesondere aus der Gruppe ausgewählt
ist, die eine Antriebselektronik (20), einen Motor (22), eine Pumpstufe, eine Hochvakuumpumpstufe
(24), ein Gehäuse und ein Lagerschild der Pumpe (10) umfasst.
3. Pumpe nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlmittelkreislauf (25) einen weiteren Kühlmittelkanal (26) für die weitere
Komponente (20, 22, 24) umfasst, der mit dem Kühlmittelkanal (18) für die Seitenkanalpumpstufe
(12) vorzugsweise in Reihe oder parallel kühlmittelleitend verbunden ist.
4. Pumpe nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass in dem Kühlmittelkreislauf (25) wenigstens eine, insbesondere verstellbare, Blende
vorgesehen ist, die einen Strömungsquerschnitt für das Kühlmittel begrenzt.
5. Pumpe nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Temperatursensor (28) zur Messung der Temperatur der Seitenkanalpumpstufe (12)
vorgesehen ist, welcher vorzugsweise zwischen dem Kühlmittelkanal (18) und dem Seitenkanal
(16) und/oder in der Nähe eines Gasauslasses (36) der Seitenkanalpumpstufe (12) angeordnet
ist.
6. Pumpe nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass sich der Kühlmittelkanal (18) über zumindest annähernd die gesamte Länge des Seitenkanals
(12) erstreckt.
7. Pumpe nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlmitteleinlass (30) des Kühlmittelkanals in der Nähe eines Gasauslasses (36)
der Seitenkanalpumpstufe (12) angeordnet ist und/oder der Kühlmittelauslass (32) des
Kühlmittelkanals in der Nähe eines Gaseinlasses (34) der Seitenkanalpumpstufe (12)
angeordnet ist.
8. Pumpe nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpe (10) mehrere Seitenkanalpumpstufen (12) umfasst, die jeweils einen durch
zumindest ein Statorelement (14) begrenzten Seitenkanal (16) umfassen, wobei der Kühlmittelkreislauf
(25) für die Seitenkanalpumpstufen (12) jeweils wenigstens einen Kühlmittelkanal (18)
umfasst und wobei die Kühlmittelkanäle (18) jeweils durch das Statorelement (14) begrenzt
sind, das den Seitenkanal (16) der jeweiligen Seitenkanalpumpstufe (12) begrenzt.
9. Pumpe nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei Kühlmittelkanäle (18) verschiedener Seitenkanalpumpstufen (12) in
Reihe oder parallel miteinander kühlmittelleitend verbunden sind.
10. Pumpe nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei Kühlmittelkanäle (18) verschiedener, insbesondere in axialer oder
radialer Richtung unmittelbar aufeinander folgender, Seitenkanalpumpstufen (12) von
ihrem jeweiligen Kühlmitteleinlass (30) aus in entgegengesetzten Richtungen um eine
Rotationsachse (38) der Seitenkanalpumpstufen (12) herum zu ihrem jeweiligen Kühlmittelauslass
(32) verlaufen.
11. Pumpe nach einem der Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Rückleitungskanal (40) des Kühlmittelkreislaufs (25) durch mehrere Statorelemente
(14) hindurch verläuft, die die Seitenkanäle (16) der Seitenkanalpumpstufen (12) begrenzen.
12. Pumpe nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlmittelkreislauf (25) über wenigstens ein wärmeleitendes Element (20) mit
einem weiteren Kühlmittelkreislauf (42) wärmetauschend gekoppelt ist.
13. Pumpe, insbesondere Vakuumpumpe (10), mit wenigstens einer Seitenkanalpumpstufe (12),
die einen durch zumindest ein Statorelement (14) begrenzten Seitenkanal (16) umfasst,
mit einem Motor (22), mit einer Antriebselektronik (20) für den Motor (22) und mit
einem Kühlmittelkreislauf (25) zur Kühlung der Pumpe (10) mit einem Kühlmittel, wobei
der Kühlmittelkreislauf (25) wenigstens einen ersten Kühlmittelkanal (18) für die
Seitenkanalpumpstufe (12) und wenigstens einen zweiten Kühlmittelkanal (26) für den
Motor (22) und/oder für die Antriebselektronik (20) umfasst.
14. Pumpe nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass der erste Kühlmittelkanal (18) und der zweite Kühlmittelkanal (26) in Reihe oder
parallel miteinander kühlmittelleitend verbunden sind.