Gebiet der Erfindung
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Dunstabzug mit einem Fettfilter,
einem Saugsystem zur Beaufschlagung dieses Fettfilters mit Unterdruck, um zu reinigende
Gase, insbesondere durch Kochdünste verunreinigte Luft, durch diesen Fettfilter zu
fördern, und mit einer Abdeckung, welche die Saugwirkung des Saugsystems auf spaltförmige
Öffnungen am Rand des Abzugs beschränkt.
Hintergrund
[0002] Dunstabzugshauben mit Randabsaugung sind bekannte Produkte für private Kücheneinrichtungen
und kommerziell erhältlich. Dunstabzugshauben dieser Art werden typischerweise an
einer Wand oberhalb der Kochstelle montiert oder an der Decke über der Kochstelle
befestigt.
[0003] Weitere Dunstabzugsvorrichtungen für Haushaltsküchen, welche neben der Kochstelle
angeordnet sind, sind bekannt, bei denen ebenfalls im Normalbetrieb die Luft zunächst
durch einen Luftspalt in den Dunstabzug gesaugt wird und nach dem Einzug in den Dunstabzug
eine Umlenkung erfährt, um in Richtung des Orts des Fettfilters transportiert zu werden.
Beispiele dieser Vorrichtungen werden im Handel unter den Namen "Tischhaube" oder
"Downdraft-Haube" angeboten.
[0004] Bei dieser Art von Dunstabzügen mit Randabsaugung kann es im Betrieb vorkommen, dass
sich Rückstände, welche von der angesaugten Luft transportiert werden, im Luftkanal
zwischen dem Ansaugspalt und dem Fettfilter im Abzugsschacht bzw. Luftkanal absetzen.
Solche Ablagerungen sind unerwünscht und führen zu Verunreinigungen, welche schwer
zu entfernen sind.
[0005] Im Gegensatz zu grösseren, kommerziellen Dunstabzugsvorrichtungen sind Dunstabzüge
für private Kücheneinrichtungen normalerweise nicht ausgelegt, um beispielsweise durch
Abspritzen und/oder durch den Einsatz von Scheuermitteln regelmässig (täglich) gereinigt
zu werden.
[0006] Es besteht daher die Aufgabe, Dunstabzugsvorrichtungen mit Randabsaugung für private
Kücheneinrichtungen so zu gestalten, dass unerwünschte Ablagerungen, insbesondere
Fettrückstände, einfach zu entfernen sind.
Darstellung der Erfindung
[0007] Gemäss der vorliegenden Erfindung wird eine Dunstabzugsvorrichtung mit Randabsaugung
bereitgestellt, welche mindestens eine spaltförmige Einzugsöffnung für angesaugte
Luft aufweist, welche entlang eines äusseren Rands einer zentralen luftundurchlässigen
Abdeckplatte verläuft, einen Haubenschirm mit mindestens einem zentralen luftdurchlässigen
Fettfilter, welcher einen Abzugsschacht oder Kamin abschliesst, wobei zumindest ein
zentraler Bereich des Fettfilters (und des Haubenschirms) im Betrieb durch die Abdeckplatte
von einer Kochstelle abgeschirmt ist und mit der spaltförmigen Einzugsöffnung durch
einen Luftkanal verbunden ist, dessen innere Begrenzungsflächen luftundurchlässigen
Flächen des Haubenschirms und der luftundurchlässigen Abdeckplatte sind, wobei die
Begrenzungsflächen so geformt sind, dass die der spaltförmige Einzugsöffnung gegenüberliegenden
Begrenzungsflächen einen in die spaltförmige Einzugsöffnung eintretenden Luftstrom
um mindestens 45 Grad umlenken, wobei die umlenkenden Teile der der spaltförmige Einzugsöffnung
gegenüberliegenden Begrenzungsflächen des Luftkanals zumindest teilweise von einem
vom Rest des Haubenschirms und/oder der Abdeckplatte trenn- und wiedereinsetzbaren
Einsatzteil bilden.
[0008] Ein Element hat eine abschirmende bzw. abdeckende Wirkung im Sinne der Erfindung,
wenn es die gradlinige Bewegung der Kochdünste vom Ort ihrer Entstehung, d.h. der
Kochstelle, zum abgeschirmten Element unterbricht und somit die angesaugte Luft zwingt,
einen Umweg durch die spaltförmige Einzugsöffnung zu machen.
[0009] Die Dunstabzugsvorrichtung ist bevorzugterweise eine Dunstabzugshaube ohne beweglichen
Auszug, also eine Dunstabzugshaube, bei der die Abdeckplatte und der Rest des Haubenschirms
im Betrieb nicht relativ zueinander bewegt werden, bzw. bei der die spaltförmige Einzugsöffnung
eine konstante Entfernung zum Fettfilter aufweist. Dennoch kann die Abdeckplatte an
der Dunstabzugsvorrichtung beweglich gelagert oder trenn- und wieder einsetzbar befestigt
sein, insbesondere in Ausführungsformen, bei welchen im betriebsbereiten Zustand das
Einsatzteil teilweise von der Abdeckplatte abgedeckt wird, und die Trennung bzw. das
Wiedereinsetzen des Einsatzteils durch die Abdeckplatte in ihrem geschlossenen betriebsbereiten
Zustand blockiert wird. Bei einer solchen erfindungsgemässen Ausgestaltung von Abdeckplatte
und Einsatzteil kann das Einsatzteil bei geschlossener, betriebsbereiter Stellung
nicht von dem Rest der Dunstabzugsvorrichtung getrennt werden. Daher wird zur Reinigung
zunächst die Abdeckplatte von einer Betriebslage in eine Wartungslage bewegt oder
von der Dunstabzugsvorrichtung getrennt.
[0010] Durch die Verwendung eines Einsatzteils können die Flächen, welche den Luftspalt
begrenzen und an denen sich somit verstärkt Fettrückstände ablagern, mit dem Einsatzteil
getrennt vom Rest des Dunstabzugs gereinigt werden. Dazu ist das Material des Einsatzteils
bevorzugt spülmaschinenfest, z.B. aus Edelstahl oder einem widerstandsfähigen Kunststoff.
[0011] Das Einsatzteil weist bevorzugterweise magnetische Befestigungsmittel auf, welche
das Einsatzteil auflösbare Weise mit dem Rest der Dunstabzugsvorrichtung verbinden.
Die Befestigungsmittel sind bevorzugt so geformt, dass sie ein Verrutschen des Einsatzteils
entlang des Haubenschirms verhindern. Das Einsatzteil weist dazu bevorzugterweise
noch Positioniermittel auf, welche mit Positioniermitteln am Rest des Dunstabzugs
zusammenwirken und die Position des Einsatzteil beim Einsetzen definieren und bevorzugterweise
ein Verrutschen des Einsatzteils im eingesetzten Zustand verhindern. Diese Positioniermittel
können beispielsweise einander angepasste positive und negative Profile oder Konturflächen
auf dem Einsatzteil und den entsprechenden Kontaktflächen des Haubenschirms sein.
In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Befestigungsmittel und die Positioniermittel
an einem Ort kombiniert.
[0012] Ist beispielsweise die Abdeckung in ihrer Wartungsposition oder vom Rest des Dunstabzugs
getrennt, wird das Einsatzteil zugänglich und kann vom Benutzer durch einfachen Zug
an der magnetischen Befestigung zur Reinigung von der Dunstabzugsvorrichtung getrennt
werden. Zu diesem Zweck weist das Einsatzteil bevorzugterweise noch einen oder mehrere
Griffe auf.
[0013] In Ausführungsformen, bei denen die spaltförmige Einzugsöffnung länger ist und beispielsweise
rund um die Abdeckplatte verläuft oder aus mehreren Teilstücken besteht, können anstelle
eines Einsatzteils auch mehrere Einsatzteile verwendet werden. Bevorzugterweise sind
die Einsatzteile baugleich und untereinander austauschbar. Ein längerer Abschnitt
der Einzugsöffnung, beispielsweise ein rundumlaufender Einzugsspalt einer über der
Kochstelle aufgehängten Dunstabzugshaube, kann somit zwei oder mehr identische Einsatzteile
aufweisen.
[0014] Das Einsatzteil oder die Einsatzteile und der Fettfilter oder die Fettfilter der
Dunstabzugsvorrichtung sind bevorzugterweise als separate Bauteile der Dunstabzugsvorrichtung
ausgebildet. Es kann jedoch für manche Dunstabzugsvorrichtungen von Vorteil sein,
wenn der Fettfilter und das Einsatzteil ein einziges Bauteil bilden, so dass das Einsatzteil
eine vorzugsweise luftundurchlässige Verlängerung des Fettfilters bildet und mit diesem
zum Reinigen vom Rest der Dunstabzugsvorrichtung getrennt wird.
[0015] Aufgrund seiner Funktion ist das Einsatzteil am Eingang des Luftkanals zum zentralen
Fettfilter angeordnet. Es kann daher auch Fettabscheider, zum Beispiel in Form von
Gittern aus Streckmetall, aufweisen, welche in den Luftkanal hineinreichen bzw. quer
zum Luftkanal angeordnet sind.
[0016] Besonders bevorzugt ist die Dunstabzugsvorrichtung gemäss dieser Erfindung eine Dunstabzugshaube
mit umlaufender Randabsaugung und so ausgestaltet, dass sie im Betriebszustand oberhalb
der Kochstelle angebracht wird. In dieser Ausführungsform ist die Abdeckplatte bevorzugterweise
mittels Scharnieren mit dem Rest der Dunstabzugsvorrichtung verbunden und wird zur
Reinigung der Einsatzteile vom Benutzer nach unten geklappt. Die erfindungsgemässe
Vorrichtung lässt sich allerdings auch auf andere Arten von Dunstabzugsvorrichtungen
anwenden, so zum Beispiel auf Tischhauben oder Downdrafthauben.
[0017] Bei grösseren Dunstabzugsvorrichtungen kann die Abdeckplatte auch aus mehreren Teilstücken
bestehen.
[0018] Die Dunstabzugsvorrichtung weist noch in bekannter Weise im Abzugsschacht oder Kamin
ein Gebläse zum Erzeugen eines Unterdrucks auf. Sie kann ferner auch besonders im
Umluftbetrieb noch weitere im Abzugsschacht gelagerte Filter aufweisen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0019] Weitere Ausgestaltungen, Vorteile und Anwendungen der Erfindung ergeben sich aus
den abhängigen Ansprüchen und aus der nun folgenden Beschreibung anhand der Figuren.
Dabei zeigen:
FIG. 1A und 1B eine perspektivische Ansicht einer bekannten Dunstabzugshaube mit Randabsaugung
und beweglich aufgehängter Abdeckplatte im geschlossenen, betriebsbereiten Zustand
(FIG. 1A) bzw. im geöffneten, reinigungsbereiten Zustand (FIG. 1B);
FIG. 2A eine perspektivische Ansicht einer Dunstabzugshaube gemäss eines Beispiels
der Erfindung im geöffneten, reinigungsbereiten Zustand;
FIG. 2B ein Detail der Dunstabzugshaube in FIG. 2A;
FIG. 2C einen vertikalen Schnitt der Dunstabzugshaube in FIG. 2A;
FIG. 3A - 3C weitere Illustrationen der prinzipiellen Wirkungsweise der Erfindung;
FIG. 4 die perspektivische Darstellung eines Einsatzteils gemäss eines Beispiels der
Erfindung in drei verschiedenen Orientierungen;
FIG. 5A - 5C verschiedene Stufen bei der Entnahme eines Einsatzteil zum Reinigen in
schematischen Querschnitten bzw. einer perspektivischen Ansicht; und
FIG. 6 und 7 schematische Ansichten weiterer Beispiele gemäss der Erfindung.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0020] Eine schematische perspektivische Vollansicht einer bekannten Dunstabzugshaube 10
wird in den Figuren 1A und 1B gezeigt. Die Haube besteht aus einem Abzugsschacht oder
Kaminteil 11, und einem unteren, fest mit dem Abzugsschacht 11 verbundenen Haubenschirm
12, an welchem mittels Scharnieren eine klappbare Abdeckplatte 13 befestigt ist. Dabei
zeigt FIG. 1A die Dunstabzugshaube im geschlossenen Zustand und FIG. 1B die Dunstabzugshaube
im geöffneten Zustand. Eine Dunstabzugshaube dieser Art wird beispielsweise über einem
Kochherd installiert und kann typischerweise in einem Abzugsmodus oder in einem Umluftmodus
konfiguriert sein. Im Umluftmodus wird die angesaugte Luft durch eine Öffnung 111
mit zusätzlichen geruchsbindenden Filter im Kamin 11 zurück in den Raum gefördert.
[0021] Der Haubenschirm 12 weist einen äusseren Rahmen 120 auf, welche auf einer Seite (in
dem gezeigten Beispiel die Unterseite) über die zentrale innere Fläche hinausragt
und so auf dieser Seite einen umlaufenden Rand bildet. Die Abdeckplatte 13 dient als
eine luftundurchlässige Prallfläche, so dass im geschlossenen Zustand (FIG. 1A) die
Luft lediglich durch den umlaufenden Spalt 121 zwischen dem Aussenrand der Abdeckplatte
13 und dem umlaufenden Rand des Rahmens 120 des Haubenschirms 12 angesaugt wird. Die
Abdeckplatte 13 kann beispielsweise aus Glas, Plastik oder Metall bestehen. Im gezeigten
Beispiel weist die Abdeckplatte 13 noch nach innen gerichtete Abstandshalter 131 auf.
Die Dimensionen der Abstandshalter 131 definieren die Höhe des Luftkanals zwischen
dem Einzugsspalt 121 und der zentral angeordneten Einzugsöffnung in den Kamin 11.
Der Luftkanal wird im Wesentlichen von der inneren Unterseite des Haubenschirms 12
und der im geschlossenen Zustand nach oben orientierten Innenfläche der Abdeckplatte
13 begrenzt. Der Luftkanal ermöglicht, dass Luft welche durch den Einzugsspalt 121
angesaugt wird, zur Mitte des Haubenschirms 12 strömen und durch den Fettfilter 123
in den Kamin 11 gesaugt werden kann. Die äussere Fläche der Abdeckplatte 13 ist im
Betriebszustand direkt den Dämpfen der Kochstelle ausgesetzt und schirmt den zentralen
Bereich der Dunstabzugshaube mit dem Fettfilter 123 gegen diese Dünste ab.
[0022] Zur Reinigung bzw. Wartung wird die Abdeckplatte 13 wie in FIG. 1B gezeigt nach unten
geklappt. In diesem Zustand sind sowohl die Lampen 122 als auch der zentrale Fettfilter
123 zugänglich. Bedarf der Fettfilter 123 einer Reinigung, so kann er wie in FIG.
1B angedeutet, bei geöffneter Abdeckplatte 13 der Dunstabzugshaube 10 entnommen werden
und in diesem separaten Zustand beispielsweise in einer Geschirrspülmaschine gereinigt
werden.
[0023] Die in FIG. 1A und 1B dargestellten und oben beschriebenen Elemente bzw. Funktionsweisen
einer Dunstabzugshaube sind bekannt. Im Folgenden wird ein erfindungsgemässes Beispiel
ausgehend von der in FIG. 1A und 1B dargestellten Dunstabzugshaube 10 beschrieben,
wobei Elemente, welchen den Beispielen gemeinsam sind oder in ihrer Funktion übereinstimmen,
mit den gleichen Bezugszeichen wie FIG. 1A und 1B gekennzeichnet sind.
[0024] Die in FIG. 2A und 2B dargestellte Dunstabzugshaube 10 weist ebenfalls ein Kamin
11, einen festen Haubenschirm 12 und eine klappbare Abdeckplatte 13 auf. Der Fettfilter
123 besteht aus 3 Teilen, wobei jedes Teil für sich zum Reinigen von dem Haubenschirm
12 gelöst werden kann. Die dargestellte Dunstabzugshaube 10 weist weiter drei Lampen
122 im Haubenschirm 12 auf.
[0025] Auf der inneren Fläche des Haubenschirms 12 sind fünf baugleiche Einsatzteile 124
angebracht. Diese sind auf der Fläche bzw. den Flächen des Haubenschirms 12 zwischen
den Fettfilter 123 und inneren Rand des umlaufenden Rahmens 120 angebracht. Zwei dieser
Einsatzteile 124 in einer Ecke des Haubenschirms 12 sind in dem vergrösserten Ausschnitt
von FIG. 2B dargestellt. Die Einsatzteile 124 sind so angeordnet, dass sie beim betriebsbereiten
Zustand der Dunstabzugshaube 10, d.h. wenn die Abdeckhaube 13 geschlossen ist, zumindest
weitgehend die dem Luftspalt 121 gegenüberliegende innere Fläche(n) zu Beginn des
Luftkanals 125 bilden.
[0026] Dieser Aspekt der Einsatzteile 124 ist ebenfalls in FIG. 2C sichtbar, welche einen
senkrechten Schnitt durch die Mitte der Dunstabzugshaube 10 zeigt. Die Dunstabzugshaube
10 ist in diesem Beispiel für eine Wandmontage ausgelegt. Der Haubenschirm 12 formt
in dieser Variante einen im Wesentlichen U-förmigen Schirm um den zentralen Kamin
11, welcher direkt an der Wand montiert ist. In FIG. 2C ist das Gebläse 112 im Kamin
11 dargestellt, mit welchem die Küchendünste oder Wrasen durch den Einzugsspalt 121
in die Dunstabzugshaube gesaugt werden. Der Einzug zum Kamin 11 wird vom Fettfilter
123 abgedeckt. Der Fettfilter 123 ist dabei so ausgelegt, dass er sich bis über einem
Teil des umlaufenden Einzugsspalts 121 erstreckt. Bei einer typischen Wandmontage
der Dunstabzugshaube 10 ist dieser Teil des umlaufenden Einzugsspalts 121 derjenige
Teil, welcher entlang der Wand verläuft.
[0027] Die übrigen Abschnitte oder Teile des umlaufenden Einzugsspalts 121 werden jedoch
wie dargestellt von den Einsatzteilen 124 abgegrenzt, welche die Seitenflächen bzw.
Begrenzungsflächen des Haubenschirms 12 in der unmittelbaren Umgebung dieser Abschnitte
des Einzugsspalts 121 bilden.
[0028] Die Luftströme bei eingeschaltetem Gebläse 112 sind in FIG. 2C durch Pfeile gekennzeichnet.
Wie gezeigt, tritt die Luft im wandnahen Bereich des Einzugsspalts 121 ohne Umlenkung
direkt durch den Fettfilter 123 in den Kaminraum.
[0029] Entlang der übrigen Abschnitte des Einzugsspalts 121 wird die angesaugten Luft nach
dem Passieren des Einzugsspalts 121 zunächst in dem Luftkanal 125 zwischen der inneren
Begrenzungsfläche des Haubenschirms 12 und der Abdeckplatte 13 in Richtung des Kamins
11 befördert und passiert dort den Fettfilter 123. Es ist zu beobachten, dass die
Luft, welche durch die übrigen Abschnitte des Einzugsspalts 121 tritt, unmittelbar
nach dem Einzugsspalt eine Umlenkung erfährt.
[0030] In den schematischen FIG. 3A - 3C wird dargestellt, welche Folge die Umlenkung der
Luft in diesem Bereich hat und welches die Vorteile der vorliegenden Erfindung ausmachen.
Im Betrieb der Dunstabzugshaube 10 verläuft der Strom der angesaugten Luft wie durch
die Pfeile dargestellt. Der Luftstrom wird durch den Einzugsspalt 121 zwischen dem
Haubenrand 120 und der Abdeckplatte 13 in den Luftkanal 125 gesaugt, welcher zwischen
der Unterseite des Haubenschirms 12 und der Oberseite der Abdeckplatte 13 verläuft.
Im Zentrum der Haube 10 passiert die angesaugte Luft den zentralen Fettfilter 123
und steigt im Kamin 11 nach oben.
[0031] Dabei zeigt FIG. 3A die Grundelemente einer bekannten Dunstabzugshaube, wie sie beispielsweise
in FIG. 1 dargestellt ist, d.h. ohne Einsatzteile gemäss der vorliegenden Erfindung.
Durch die Umlenkung der angesaugten Luft kommt es gerade an den Wandteilen, welcher
dem Einzugsspalt 121 gegenüberliegen, zur vermehrten Ablagerungen von Rückständen
30. Bei der Dunstabzugshaube nach FIG. 3B hingegen, sind die exponierten Flächen,
an denen eine solche Ablagerung 30 stattfindet, Teile der Einsatzteile 124 und können
auf einfache Weise und ohne Werkzeug vom Benutzer vom Rest der Abzugshaube getrennt,
gereinigt und wieder eingesetzt werden.
[0032] Das Einsatzteil 124 von FIG. 3B bildet im Wesentlichen eine an der Unterseite des
Haubenschirms 10 anliegende Fläche in dem Eingangsbereich des Luftkanals 125, indem
die angesaugte Luft umgelenkt wird. Das Einsatzteil 124 von FIG. 3C weist dagegen
zusätzlich noch ein quer zum Luftkanal 125 gespanntes gitterförmiges Streckmetall
auf, an dem sich ebenfalls Rückstände 30 ablagern können. Es ist jedoch zu beachten,
dass ein solcher quer zum Luftkanal 125 angeordneter zusätzlicher Fettabscheider zwar
auf der einen Seite die Effizienz der Fettabscheidung erhöhen kann, auf der anderen
Seite jedoch die Saugleistung der Dunstabzugshaube 10 bei gegebener Motorleistung
verringert. Daher kann es vorteilhafter sein, das Einsatzteil 124 so zu gestalten,
dass der Luftkanal 125 möglichst frei von Strömungshindernissen bleibt und (wie in
dem Beispiel von FIG. 3B gezeigt) auf zusätzliche Fettabscheider an dieser Stelle
zu verzichten.
[0033] In FIG. 4 wird das Beispiel eines Einsatzteils 124 in drei verschiedenen perspektivischen
Ansichten gezeigt. Ein Einsatzteil 124 besteht im Wesentlichen aus zwei Seitenblechen
124-3, die an ihren jeweils gegenüberliegenden Kanten durch ein erstes Querblech 124-1
und ein zweites Querblech 124-2 verbunden sind. Das erste Querblech 124-1 bildet im
eingesetzten Zustand des Einsatzteils 124 die dem Einzugsspalt 121 gegenüberliegende
Wandfläche des Haubenschirms 12. Das zweite Querblech 124-2 bildet eine Fläche, welche
der Kontur der Abdeckplatte 13 im geschlossenen Zustand folgt oder diese berührt,
so dass im betriebsbereiten Zustand die angesaugte Luft im Wesentlichen durch die
Öffnung zwischen den beiden Querblechen 124-1, 124-2 und den zwei Seitenblechen 124-3
fliesst und dann in den Luftkanal 125 eintritt. Die Abscheidung von Fettrückständen
aus der Luft geschieht dabei in erster Linie am ersten Querbleche 124-1.
[0034] Wie bereits im Zusammenhang mit FIG. 3 erwähnt, ist es ebenfalls möglich, zwischen
den beiden Querblechen 124-1, 124-2 zusätzliche Fettabscheider anzubringen, beispielsweise
in Form eines gitterförmigen Streckmetalls 124-5.
[0035] An dem ersten Querblech 124-1, welches im eingesetzten Zustand des Einsatzteils zumindest
teilweise an dem Haubenschirm 12 anliegt, sind ebenfalls Teile einer magnetischen
Halterung 124-4 in Form eines positiv geformten Profils montiert, mit denen das Einsatzteil
124 am Haubenschirm 12 (in einem entsprechend geformten negativen Profil) verankert
wird.
[0036] Im Folgenden wird mit Hinweis auf die FIG.5 der Vorgang des Entfernens bzw. des (Wieder-)Einsetzens
eines Einsatzteil 124 beschrieben, wie es in FIG. 4 dargestellt ist.
[0037] Die Querschnittsansicht von FIG. 5A zeigt das Einsatzteil 124 im eingesetzten und
betriebsbereiten Zustand und die Abdeckplatte 13 ebenfalls im geschlossenen und betriebsbereiten
Zustand. Die Magnethalterung 124-4 ist innerhalb einer Vertiefung 126, welche dem
positiven Profil 124-4 angepasst ist, im Haubenschirm 12 verankert. Somit kann das
Einsatzteil 124 nicht in seitliche Richtung, d.h. entlang des Haubenschirms 12, verrutschen.
[0038] Die Querschnittsansicht von FIG. 5B zeigt das Einsatzteil 124 in einem vom Haubenschirm
12 gelösten Zustand, wobei sich die Abdeckplatte 13 zur Entnahme des Einsatzteils
124 bereits im geöffneten Zustand befindet, d.h im vorliegenden Beispiel nach unten
geklappt. Das Einsatzteil 124 kann durch einfachen Zug in Richtung senkrecht zur Hauptebene
des Haubenschirms 12 aus seiner dauermagnetischen Verankerung 126, 124-4 gelöst werden.
In FIG. 5C sind die in der Querschnittsansicht von FIG. 5B dargestellten Elemente
nochmals in perspektivischer Ansicht wiedergegeben. Ein Einsatzteil 124 ist im getrennten
Zustand dargestellt, während weitere Einsatzteile 124 noch im Haubenschirm 12 verankert
dargestellt sind.
[0039] In FIG. 6 ist ein Beispiel einer Variante der vorliegenden Erfindung dargestellt.
Gleiche oder in ihrer Funktionsweise ähnlichem Elemente sind wieder mit den gleichen
Bezugszeichen markiert wie in den vorangehenden Beispielen. Das Beispiel zeigt eine
Dunstabzugshaube 10 mit einem Kamin 11 und einem festen Haubenschirm 12. Wie in den
oben beschriebenen Beispielen ist der zentrale innere Bereich des Haubenschirms 12
mit dem Kamin 11 von der Kochstelle durch eine Abdeckplatte 13 abgeschirmt, so dass
die Kochdämpfe bzw. Wrasen lediglich durch einen umlaufenden Spalt 121 in die Dunstabzugshaube
10 gesaugt werden.
[0040] Im Gegensatz zu den oben beschriebenen Beispielen weist das Beispiel nach FIG. 6
jedoch kein von dem zentralen Fettfilter oder von den zentralen Fettfiltern 123 separates
Einsatzteil 124 im Bereich der Haube auf, welche dem Einzugsspalt 121 gegenüberliegt.
In dem Beispiel von FIG. 6A ist dagegen der zentrale Fettfilter 123 so weit verlängert,
dass sich seine Randbereiche bis zu den Teilen des Haubenschirms 12 erstrecken, welche
dem Einzugsspalt 121 gegenüberliegen. In dieser Anordnung kann der im Betrieb angesaugte
Luftstrom noch vor der Umlenkung in die Richtung des zentralen Kamins 11 durch den
Fettfilter 123 gereinigt werden.
[0041] In dem Beispiel nach FIG. 6B hingegen bleibt der zentrale Fettfilter 123 auf einen
inneren Bereich beschränkt, welcher im Wesentlichen durch den Umfang des Kamins 11
bestimmt ist. Der zentrale Fettfilter 123 nach Figur 6 B weist jedoch luftundurchlässige
Randbereiche 123-1 auf, welche sich bis zu den Teilen des Haubenschirms 12 erstrecken,
die dem Einzugsspalt 121 gegenüberliegen. D.h. die Umlenkung der im Betrieb angesaugten
Luft vom Luftspalt 120 in den Luftkanal 125 geschieht bevor die Luft durch den Fettfilter
123 strömt. Ablagerungen, welche beim umlenken des Luftstroms anfallen, lagern sich
bevorzugt auf den luftundurchlässigen Randbereichen 123-1 des Fettfilters 123 ab.
[0042] In den beiden Beispielen nach FIG. 6 werden Fettrückstände, welche sich im Betrieb
in der Nähe des Randbereichs 120 des Haubenschirms 12 ablagern, bei der Reinigung
des Fettfilters 123 ebenfalls entfernt. Daher stellen auch diese Beispiele im Vergleich
mit dem bekannten Stand der Technik eine Verbesserung dar. Der Fettfilter 123 kann
dabei auf bekannte Weise oder ebenfalls mit Hilfe einer Magnethalterung wie in den
vorangehenden Beispielen beschrieben lösbar und wieder einsetzbar an dem Haubenschirm
12 befestigt sein.
[0043] In FIG. 7 wird dargestellt, dass sich die vorliegende Erfindung auch auf andere Dunstabzugsvorrichtungen
mit spaltförmiger Einzugsöffnung und sich daran anschliessender Umlenkung der angesaugten
Luft, welche nicht Decken- oder Wandmontiert sind, anwenden lässt. Das Beispiel von
FIG. 7 stellt eine (in der Nähe der Kochstelleversenkbare) Tischabzugshaube oder Downdrafthaube
10 dar, welche als solche bekannt sind. Gleiche oder in ihrer Funktionsweise ähnlichem
Elemente sind mit den gleichen Bezugszeichen markiert wie in den vorangehenden Beispielen.
Das Beispiel zeigt eine Tischabzugshaube 10 mit einem Kamin 11, einem Gebläse 112
und einem Haubenschirm 12. Wie in den oben beschriebenen Beispielen ist der innere
Bereich des Haubenschirms 12 mit dem Fettfilter 123 von der Kochstelle durch eine
Abdeckplatte 13 abgeschirmt, so dass die Kochdämpfe bzw. Wrasen lediglich durch einen
am oberen Rand der Tischhaube verlaufenden horizontalen Spalt 121 in die Haube 10
gesaugt werden. Von dort wird die angesaugte Luft in dem in diesem Beispiel vertikal
verlaufenden Luftkanal 125 zwischen der Abdeckplatte 13 und dem Haubenschirm 12 umgelenkt.
Wie durch die Pfeile angedeutet, passiert die angesaugte Luft dann den Fettfilter
123.
[0044] Der Wandbereich des Haubenschirms 12, welcher dem Einzugsspalt 121 gegenüberliegt,
weist ein Einsatzteil 124 auf, in dem sich die Fettrückstände der angesaugten Luft,
ablagern können. Das Einsatzteil 124 ist mittels einer magnetischen Verankerung 126
mit dem Rest des Haubenschirms 12 verbunden und kann durch Zug leicht vom Haubenschirm
getrennt werden.
[0045] Es ist also klar darauf hinzuweisen, dass die Erfindung nicht auf die gezeigten Beispiele
beschränkt ist und auch in anderer Weise innerhalb des Umfangs der folgenden Ansprüche
ausgeführt werden kann.
1. Dunstabzugsvorrichtung (10) mit Randabsaugung, aufweisend mindestens eine spaltförmige
Einzugsöffnung (121) für angesaugte Luft, welche entlang eines Randes einer zentralen
luftundurchlässigen Abdeckplatte (13) verläuft, einen Haubenschirm (12) mit mindestens
einem zentralen luftdurchlässigen Fettfilter (123), welcher einen Abzugsschacht oder
Kamin (11) abschliesst, wobei zumindest ein zentraler Bereich des Fettfilters (123)
(und des Haubenschirms (12)) im Betrieb durch die Abdeckplatte (13) von einer Kochstelle
abgeschirmt ist, und mit der spaltförmigen Einzugsöffnung (121) durch einen Luftkanal
(125) verbunden ist, dessen innere Begrenzungsflächen luftundurchlässige Flächen des
Haubenschirms und der Abdeckplatte sind und wobei die inneren Begrenzungsflächen so
geformt sind, dass die der spaltförmige Einzugsöffnung (121) gegenüberliegenden Begrenzungsflächen
einen durch die spaltförmige Einzugsöffnung (121) eintretenden Luftstrom um mindestens
45 Grad umlenken, wobei die umlenkenden Teile der der spaltförmige Einzugsöffnung
(121) gegenüberliegenden Begrenzungsflächen des Luftkanals (125) zumindest teilweise
einen vom Rest des Haubenschirms (12) und/oder der Abdeckplatte (13) trenn- und wieder
einsetzbaren Einsatzteil (124) bilden.
2. Dunstabzugsvorrichtung (10) nach Anspruch 1, wobei der Rand der zentralen luftundurchlässigen
Abdeckplatte (13) auch einen Rand der spaltförmigen Einzugsöffnung (121) bildet.
3. Dunstabzugsvorrichtung (10) nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Einsatzteil (124) im
Bereich des Luftkanals (125) frei von Filterelementen oder Gittern gehalten ist, welche
quer zum Luftkanals (125) orientiert sind.
4. Dunstabzugsvorrichtung (10) nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Einsatzteil (124) noch
einen quer zum Luftkanal (125) orientierten Fettabscheider (124-5) aufweist.
5. Dunstabzugsvorrichtung (10) nach einem der vorhergehendenden Ansprüche, wobei das
Einsatzteil (124) und der Haubenschirm (12) eine gegenseitige Befestigung (124-4,
126) aufweist, welche durch Zug lösbar ist und durch Andrücken arretierbar ist.
6. Dunstabzugsvorrichtung (10) nach Anspruch 5, wobei die Befestigung ein negatives Profil
(126) in einer Wand des Haubenschirms (12) aufweist, welches einem positiven Profil
(124-4) des Einsatzteils (124) angepasst ist.
7. Dunstabzugsvorrichtung (10) nach Anspruch 5 oder 6, wobei die Befestigung (124-4,
126) mindestens ein (dauer)magnetisches Element aufweist.
8. Dunstabzugsvorrichtung (10) nach einem der vorhergehendenden Ansprüche, wobei die
Abdeckplatte (13) einen Teil des Einsatzteils (124) im Betrieb abdeckt und beweglich
oder ohne Hilfsmittel trennbar an dem Haubenschirm (12) befestigt ist.
9. Dunstabzugsvorrichtung (10) nach einem der vorhergehendenden Ansprüche, wobei die
Dunstabzugsvorrichtung (10) eine zur Wandmontage oder zu Deckenmontage konfigurierte
Dunstabzugshaube mit einem zentralen Kamin (11) ist, welcher an mindestens drei Seiten
von dem Haubenschirm (12) umgegeben ist.
10. Dunstabzugshaube (10) nach einem der vorhergehendenden Ansprüche, wobei der zum Reinigen
von der Dunstabzugsvorrichtung (10) trenn- und wieder einsetzbare Einsatzteil (124)
aus spülmaschinenfestem Material besteht.
11. Dunstabzugshaube (10) nach einem der vorhergehendenden Ansprüche, mehrere baugleiche
Einsatzteile (124) aufweisend, welche im eingesetzten betriebsbereiten Zustand entlang
der spaltförmigen Einzugsöffnung (121) verteilt angebracht sind.
12. Einsatzteil (124) zum Einsetzen in eine Dunstabzugsvorrichtung (10) nach einem der
vorhergehenden Ansprüche.