[0001] Die Erfindung betrifft ein Lüftungs-Luftlenkgitter zur Anordnung in einem Lufteinlass
und/oder in einem Luftauslass einer klima- und raumlufttechnischen Anlage, umfassend
zum einen einen Rahmen, der zumindest zwei Rahmenabschnitte aufweist, die im Abstand
zueinander und gegenüberliegend parallel angeordnet sind und insbesondere gegeneinander
fixiert sind, und zum anderen zumindest zwei parallel zueinander angeordnete Luftlenklamellen,
wobei die Enden der Luftlenklamellen drehbar um ihre jeweilige Drehachse an den beiden
Rahmenabschnitten gelagert sind.
[0002] Bei aus der Praxis bekannten Lüftungs-Luftlenkgittern muss jede einzelne Luftlenklamelle
für sich per Hand verstellt werden. Die Verstellung ist insoweit aufwendig. Auch lässt
sich nicht immer ein optimaler Strömungsverlauf erzielen, was schon in einer geringfügigen
Fehlstellung einer Luftleitlamelle begründet sein kann.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, die vorgenannten Nachteile zu vermeiden und ein Lüftungs-Luftlenkgitter
anzugeben, das eine einfache Verstellung der Luftlenklamellen ermöglicht.
[0004] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass zumindest zwei Luftlenklamellen, vorzugsweise
alle Luftlenklamellen, über ein Koppelelement derart verbunden sind, dass bei Verlagerung
des Koppelelementes die Stellung sämtlicher über dieses Koppelelement miteinander
verbundener Luftlenklamellen gleichermaßen veränderbar ist.
[0005] Unter einem Lüftungsumlenkgitter wird ein Lüftungs-Luftlenkgitter verstanden, dass
ausschließlich der Umlenkung eines Luftstroms und nicht zum Drosseln und auch nicht
zum Absperren eines Luftstroms dient. Insoweit stellt ein erfindungsgemäßes Lüftungsumlenkgitter
ein endständiges Bauteil dar, das beispielsweise in einer raumseitigen Maueröffnung
zum Zwecke der Abfuhr oder der Zufuhr von Raumluft eingebaut ist. Die Frontseite oder
auch Sichtseite ist aus dem Raum her sichtbar. An der Rückseite, die nicht sichtbar
ist, schließt sich üblicherweise ein Luftkanal der klima- und raumlufttechnischen
Anlage an.
[0006] Der Abstand der Drehachsen zweier benachbarter Luftlenklamellen ist vorzugsweise
geringer als die Breite der Luftlenklamellen, so dass in der maximalen Schrägstellung
der Randbereich einer der beiden benachbarten Luftlenklamellen mit dem Randbereich
der anderen benachbarten Luftlenklamelle in Kontakt kommt.
[0007] Die Luftlenklamellen und/oder die Rahmenabschnitte können beispielsweise aus Stahl,
aus Kunststoff, aus Aluminium oder einem anderen geeigneten Material bestehen. Die
Abstände zwischen den Drehachsen benachbarter Luftlenklamellen sind vorzugsweise gleich.
Auch weisen die Luftlenklamellen identische Querschnittsflächen auf.
[0008] Das erfindungsgemäße Lüftungs-Luftlenkgitter weist insoweit symmetrisch angeordnete,
verstellbar gelagerte und gekoppelte Luftlenklamellen auf. Dabei sind wenigstens zwei
Luftlenklamellen durch das Koppelelement miteinander verbunden. Damit ist eine gleichzeitige
Verstellung mehrerer untereinander verbundener Luftlenklamellen durch Bewegen einer
Luftlenklamelle im Einbauzustand ohne Hilfswerkzeug möglich. Selbstverständlich kann
auch ein separates, mit dem Koppelelement verbundenes Betätigungselement vorgesehen
sein, das vorzugsweise im montierten Zustand des Lüftungs-Luftlenkgitters, d.h. aus
dem Raum heraus, betätigbar ist.
[0009] Das erfindungsgemäße Lüftungs-Luftlenkgitter weist ein kleines Spaltmaß zwischen
den Enden der Luftlenklamellen und den angrenzenden Rahmenabschnitten im Sichtbereich,
d.h. in der Frontseite, für hohe optische Ansprüche auf. Eine Pulverbeschichtung im
komplett montierten Zustand ist möglich. Das Koppelelement, das beispielsweise als
Verstellschiene oder Stange ausgebildet ist, ist nicht im Sichtbereich, d.h. im Bereich
der Frontseite, angeordnet.
[0010] Zumindest ein Koppelelement kann direkt oder indirekt auf die Drehachsen der miteinander
gekoppelten Luftlenklamellen wirken.
[0011] Alternativ können zumindest zwei miteinander gekoppelte Luftlenklamellen an wenigstens
einem Ende jeweils einen Betätigungsbereich aufweisen, der mit dem dazugehörigen Koppelelement
zusammenwirkt.
[0012] Die Betätigungsbereiche können beispielsweise als Ausnehmung in der Luftlenklamme
ausgebildet sein. Das Koppelelement weist bei einer solchen Ausgestaltung entsprechende
Vorsprünge auf, wobei jeder Vorsprung mit der korrespondierende Öffnung zusammenwirkt.
Selbstverständlich ist es auch möglich, dass das Koppelelement beispielsweise Schlitze
aufweist, wobei jeder Schlitz eine Kante einer Luftlenklamelle umgreift.
[0013] Jeder Betätigungsbereich kann als ein in Längserstreckung der Luftlenklamelle gesehen
vorstehender stiftartiger, insbesondere auf die Querschnittsfläche der Luftlenklamelle
bezogen außermittig angeordneter, Vorsprung ausgebildet sein, und das dazugehörige
Koppelelement kann eine der Anzahl an Vorsprüngen entsprechende Anzahl an Ausnehmungen
aufweisen. Bei einer Ausnehmung kann es sich um ein Loch handeln, das beispielsweise
in einem als Schiene ausgebildeten Koppelelement eingebracht ist. Eine Ausnehmung
kann auch aus zwei beabstandet zueinander angeordneten Bereichen bestehen, die eine
frontale Einführöffnung aufweisen und den Vorsprung seitlich umgreifen.
[0014] Der Vorsprung kann in Bezug auf die Breite der Querschnittsfläche, in Bezug auf die
Höhe der Querschnittsfläche und/oder in Bezug auf die Breite und die Höhe der Querschnittsfläche
außermittig angeordnet sein. Als Koppelelement bietet sich beispielsweise eine Stange
oder eine Führungsschiene an.
[0015] Der Durchmesser zumindest einer Ausnehmung kann etwas kleiner als der Durchmesser
des korrespondierenden Vorsprungs sein. Hierdurch wird eine gewisse Klemmung erzielt,
so dass sich die Luftlenklamellen nicht ungewollt verstellen können. Für eine solche
Ausgestaltung ist beispielsweise der Vorsprung in einem gewissen Maße elastisch ausgebildet.
[0016] Zumindest eine Ausnehmung kann eine frontale Einführöffnung, insbesondere zur rastenden
Aufnahme des korrespondierenden Vorsprungs, aufweisen, wobei die Breite der Einführöffnung
etwas kleiner als die größte Breite des Vorsprungs ist. Um ein Einführen zu ermöglichen,
ist(sind) bei einer solchen Ausführungsform zumindest die Ausnehmung oder zumindest
der Vorsprung oder sowohl die Ausnehmung als auch der Vorsprung in einem gewissen
Maße leicht federnd ausgebildet.
[0017] Zumindest ein Vorsprung kann einen c-förmigen Querschnitt mit einem Einführschlitz
und einem Innenhohlraum aufweisen, und die korrespondierende Ausnehmung kann einen
inneren Hohlraum und einen darin befindlichen Dorn aufweisen, wobei beim Einführen
des Vorsprungs in die Ausnehmung der Dorn seinerseits durch den Einführschlitz in
den Innenhohlraum des Vorsprungs führbar ist, so dass im eingeführten Zustand der
Dorn in dem Innenhohlraum angeordnet ist.
[0018] Die Ausnehmung kann als Lagerschale für einen Vorsprung mit einem c-förmigen Querschnitt
ausgebildet sein, wobei die Ausnehmung einen inneren Hohlraum und eine frontale Einführöffnung
zum Einführen des Vorsprungs aufweist, wobei die Breite der frontalen Einführöffnung
etwas kleiner als die größte Breite des c-förmigen Querschnitts ist und wobei weiterhin
der Dorn entlang seiner Höhe so breit ausgebildet ist, dass die frontale Einführöffnung
beim Einführen des c-förmigen Querschnitts in die Lagerschale einwärts federn kann
und wobei der Dorn weiterhin so ausgebildet ist, dass der Dorn in einer verkippten
Stellung der Luftlenklamelle den c-förmigen Querschnitt verriegelt. Hierdurch wird
neben dem Formschluss zwischen der Ausnehmung und dem Vorsprung auch eine Verriegelung
in der Schrägstellung der Luftlenklamelle erzielt. Der Dorn verriegelt in der Schrägstellung
der Luftlenklamelle in dem Vorsprung und verhindert so ein Herausspringen des Koppelelementes.
[0019] Zumindest eine Luftlenklamelle, vorzugsweise alle Luftlenklamellen, können als Hohlprofil
ausgebildet sein.
[0020] An wenigstens einem Ende zumindest einer Luftlenklamelle kann ein separates Endstück
vorgesehen sein, an dem die Drehachse und/oder der Vorsprung vorgesehen ist(sind).
Das separate Endstück kann auf die Luftlenklamelle aufgesteckt bzw. in diese eingesteckt
werden. Es besteht vorzugsweise aus einem elektrisch leitfähigen und temperaturbeständigen
Material, wie z.B. Kunststoff. Dies erlaubt auch eine Pulverbeschichtung. Durch die
Endstücke ist beispielsweise die Verwendung von Luftlenklamellen aus Hohlprofilen
möglich, da dann die Enden verschlossen sind und die Luftlenklamellen den hygienischen
Anforderungen genügen.
[0021] Der Rahmen kann vier umlaufende Rahmenabschnitte aufweisen, wobei insbesondere an
der dem Raum zugewandten Kante zumindest eines Rahmenabschnittes ein nach außen weisender
Schenkel vorgesehen ist. Im montierten Zustand ist der nach außen weisende Schenkel
in Kontakt mit der Frontseite des Untergrundes, beispielsweise einer Mauer. Er dient
gleichzeitig auch zur Begrenzung der Einbautiefe des Rahmens.
[0022] An der dem Raum zugewandten Kante zumindest eines Rahmenabschnittes kann ein nach
innen weisender Schenkel vorgesehen sein. Durch einen solchen nach innen weisenden
Schenkel kann das Spaltmaß zwischen dem Ende einer Luftlenklamelle und dem Rahmen
verringert werden. Gleichzeitig verdeckt ein nach innen weisender Schenkel ein eventuell
dahinter angeordnetes Koppelelement und die korrespondierenden Betätigungsbereiche,
so dass dieser Bereich nicht von der Frontseite des Lüftungs-Luftlenkgitters sichtbar
ist.
[0023] Jede Drehachse kann zumindest um einen solchen Betrag gegenüber der generellen Erstreckung
der Frontseite des Lüftungs-Luftlenkgitters nach hinten zurückversetzt angeordnet
sein, der dem Abstand zwischen der Mitte der Drehachse und einer der beiden Längskanten
einer Luftlenklamelle entspricht. Damit stehen die Luftlenklamellen in ihrer Offenstellung
nicht gegenüber der Frontseite des Lüftungs-Luftlenkgitters vor.
[0024] Bei jeder Luftlenklamelle kann wenigstens ein Endbereich mit seinen Querkanten in
zwei Teilbereiche T1, T2 unterteilt sein, die in Längsrichtung gesehen unterschiedlich
weit vorstehen, wobei in dem weniger weit vorstehenden Teilbereich T2 der Betätigungsbereich
und/oder das Koppelelement angeordnet ist(sind), und wobei insbesondere weiterhin
der weniger weit vorstehende Teilbereich T2 in der Offenstellung der Luftlenklamellen
der Frontseite des Lüftungs-Luftlenkgitters abgewandt ist. Sofern ein Endstück vorgesehen
ist, kann auch das Endstück entsprechend ausgebildet sein. Sofern der weniger weit
vorstehende Teilbereich T2 in der Offenstellung der Luftlenklamellen der Frontseite
des Lüftungs-Luftlenkgitters abgewandt ist, ist/sind das Koppelelement und/oder der
Betätigungsbereich in der Offenstellung der Luftlenklamellen nicht mehr von der Frontseite
sichtbar ist. Trotz eines engen Randspaltes zwischen dem Ende einer Luftlenklamelle
und dem angrenzenden Rahmenabschnitt in geöffnetem Zustand der Luftlenklamellen ermöglicht
die konstruktive Ausgestaltung des Lüftungs-Luftlenkgitters auch im komplett montierten
Zustand eine Pulverbeschichtung.
[0025] Auf die Frontseite des Rahmens kann zumindest eine, insbesondere die Lagerung der
Luftlenklamellen verdeckende, Blende reversibel aufsteckbar sein. Dadurch sind beispielsweise
auch verdeckte Schraubbefestigungen des Lüftungs-Luftlenkgitters möglich. Vorzugsweise
ist zumindest eine Blende durch einen Klip reversibel an dem Rahmen befestigbar. Durch
Austausch einer Blende kann nachträglich auch eine Designänderung erfolgen, ohne dass
das Lüftungs-Luftlenkgitter ausgetauscht werden muss.
[0026] Der Abstand der beiden gegenüberliegenden, die Enden der Luftlenklamellen lagernden
Rahmenabschnitte kann im Bereich der Frontseite des Lüftungs-Luftlenkgitters kleiner
als im Bereich des der Frontseite des Lüftungs-Luftlenkgitters abgewandten Bereiches,
d.h. im Bereich der Rückseite, sein, und das Koppelelement und/oder der Betätigungsbereich
kann(können) in dem der Frontseite des Lüftungs-Luftlenkgitters abgewandten Bereich
angeordnet sein. Damit bildet jeder entsprechend ausgebildete Rahmenabschnitt eine
Art Stufe. Das Koppelelement ist im Bereich des der Frontseite des Lüftungs-Luftlenkgitters
abgewandten Bereichs, d.h. im Bereich der Rückseite, angeordnet und ist damit von
der Frontseite nicht sichtbar. Trotz eines engen Randspaltes zwischen dem Ende einer
Luftlenklamelle und dem angrenzenden Rahmenabschnitt ist auch in geöffnetem Zustand
der Luftlenklamellen im komplett montierten Zustand des Lüftungs-Luftlenkgitters eine
Pulverbeschichtung möglich.
[0027] Der Querschnitt zumindest einer Luftlenklamelle, vorzugsweise aller Luftlenklamellen,
kann spiegelsymmetrisch, insbesondere mandelförmig, ausgebildet sein. Entsprechende
Luftlenklamellen sind strömungsgünstig ausgebildet. Auch bestehen gleiche Anströmverhältnisse
im Zu- und Abluftbetrieb.
[0028] Die Drehachse jeder Luftlenklamelle kann mittig bezogen auf die Querschnittsfläche
der Luftlenklamelle angeordnet sein. Die mittige Anordnung kann sich auf die Breite
der Luftlenklamelle, auf die Höhe der Luftlenklamelle oder auf die Breite und die
Höhe der Luftlenklamelle beziehen.
[0029] Zumindest eine Drehachse kann viereckig, insbesondere zu ihrem freien Ende hin sich
konisch verjüngend, ausgebildet sein, und die korrespondierende rahmenseitige Lagerung
kann einen runden Querschnitt aufweisen.
[0030] Im Folgenden werden in den Zeichnungen dargestellte Ausführungsbeispiele der Erfindung
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schräge Draufsicht auf ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Lüftungs-Luftlenkgitters,
- Fig. 2
- eine schräge Draufsicht auf ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Lüftungs-Luftlenkgitters,
- Fig. 3 a+b
- den Gegenstand nach Fig. 2 in der Draufsicht ohne bzw. mit montierten Blenden,
- Fig. 4
- einen Schnitt durch den Gegenstand nach Fig. 2 orthogonal zur Längserstreckung der
Luftlenklamellen,
- Fig. 5
- einen Schnitt durch einen Rahmenabschnitt des Gegenstands nach Fig. 2,
- Fig. 6
- einen Schnitt durch einen Rahmenabschnitt, wobei der Spalt zwischen den Luftlenklamellen
und dem Rahmenabschnitt im Bereich der Frontseite des Lüftungs-Luftlenkgitters kleiner
als im Bereich der Rückseite ist,
- Fig. 7
- einen Schnitt durch den Gegenstand nach Fig. 6 in Längserstreckung der Luftlenklamellen
gesehen,
- Fig. 8
- einen Schnitt durch einen Rahmenabschnitt, wobei die Luftlenklamelle so ausgebildet
ist, dass die Querkante zumindest eines Endes in zwei Teilbereiche T1 und T2 unterteilt
ist, die von der Längsrichtung gesehen unterschiedlich weit vorstehen,
- Fig. 9 a-c
- den Einführvorgang eines Vorsprungs in eine Ausnehmung und
- Fig. 10
- ein Endstück im vergrößerten Maßstab.
[0031] In allen Figuren werden für gleiche bzw. gleichartige Bauteile übereinstimmende Bezugszeichen
verwendet.
[0032] In den Fig. 1 bis 4 sind Lüftungs-Luftlenkgitter dargestellt, die einen Rahmen, der
jeweils vier Rahmenabschnitte 1 umfasst, aufweisen. In dem Rahmen sind bei dem Ausführungsbeispiel
nach Fig. 1 neun und bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 acht parallel angeordnete
Luftlenklamellen 2 drehbar um ihre jeweilige Drehachse 3 an zwei gegenüberliegenden
Rahmenabschnitten 1 gelagert.
[0033] Die Fig. 1 bis 4 zeigen die Frontseite des Lüftungs-Luftlenkgitters, die von einem
Raum her sichtbar ist. An der dem Raum zugewandten Kante jedes Rahmenabschnittes 1
ist ein nach außen weisender Schenkel 4 vorgesehen, der an der nicht dargestellten
Frontseite, beispielsweise einer Mauer, anliegt.
[0034] Wie den Figuren zu entnehmen ist, ist jede Drehachse 3 mindestens um einen solchen
Betrag gegenüber der generellen Erstreckung der Frontseite des Lüftungs-Luftlenkgitters
nach hinten zurückversetzt angeordnet, der dem Abstand zwischen der Mitte der Drehachse
3 und einer der beiden Längskanten einer Luftlenklamelle 2 entspricht. Damit stehen
die Luftlenklamellen 2 in der Offenstellung frontseitig nicht gegenüber dem Rahmen
vor.
[0035] Bei dem in den Fig. 2 bis 5 dargestellten Ausführungsbeispiel sind auf die Frontseite
des Rahmens Blenden 5 aufgeklipst. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind vier
die Rahmenabschnitte 1 und insoweit auch die Lagerung der Luftlenklamellen 2 verdeckende
Blenden 5 sowie eine mittig angeordnete, die Luftlenklamellen 2 in zwei Gruppen aufteilende
Blende 5 vorgesehen. Jede Blende 5 weist rückseitig zumindest einen Klips 6 auf, der
in eine entsprechende Schiene 7, die beispielsweise bei einem Rahmenabschnitt 1 Bestandteil
dieses Rahmenabschnittes 1 sein kann, einklipsbar ist.
[0036] Wie beispielsweise den Fig. 7 zu entnehmen ist, sind die Luftlenklamellen 2 symmetrisch
und mandelförmig und als Hohlprofil ausgebildet. In das freie Ende ist ein Endstück
8 einsteckbar. Das Endstück umfasst in den dargestellten Ausführungsbeispielen die
Drehachse 3, die in dem entsprechenden Rahmenabschnitt 1 gelagert ist, und einen Vorsprung
9. Dieser Vorsprung 9 bildet den Betätigungsbereich, mit dem ein Koppelelement 10
zusammenwirkt.
[0037] Eine Ausgestaltung eines Koppelelements 10 ist beispielsweise in Fig. 7 dargestellt.
Das Koppelelement 10 kann beispielsweise als Stange ausgebildet sein. Durch das Koppelelement
10 werden bei Verstellung einer Luftlenklamelle 2 sämtliche über dieses Koppelelement
10 miteinander verbundene Luftlenklamellen 2 in dem gleichen Maße verstellt.
[0038] Bei Fig. 1 sind alle neun Luftlenklammelen 2 über ein Koppelelement 10 miteinander
verbunden. In Fig. 2 sind zwei durch eine Blende 5 unterteilte Gruppen an Luftlenklamellen
2 vorgesehen, wobei vorzugsweise jeder Gruppe ein separates Koppelelement 10 zugeordnet
ist. Damit können die Luftlenklamellen 2 der einen Gruppe eine andere Ausrichtung
als die Luftlenklamellen 2 der anderen Gruppe aufweisen.
[0039] Es ist beispielsweise möglich, dass jeder Betätigungsbereich einer Luftlenklamelle
2 als Loch ausgebildet ist. In dieses Loch greift ein Vorsprung ein, der dann am Koppelelement
10 befestigt ist.
[0040] Beispielsweise in Fig. 6 ist eine umgekehrte Anordnung dargestellt. Hier ist der
Betätigungsbereich als ein in Längserstreckung der Luftlenklamelle 2 gesehen vorstehender
stiftartiger Vorsprung 9 ausgebildet. Das nicht näher im Detail dargestellte Koppelelement
10 weist eine der Anzahl an Vorsprüngen 9 entsprechende Anzahl an Ausnehmungen 11
auf.
[0041] Jeder Vorsprung 9 ist bezogen auf die Querschnittsfläche der Luftlenklamelle 2 außermittig
angeordnet. Die Drehachse 3 ist in Bezug auf die Luftlenklamelle 2 mittig angeordnet.
Es ist aber auch eine außermittige Anordnung der Drehachse 3 möglich.
[0042] Die genaue Ausgestaltung eines Vorsprungs 9 und einer Ausnehmung 11 sind insbesondere
in den Fig. 9 a-c zu sehen. Jede Ausnehmung 11 wird durch zwei im Abstand zueinander
angeordnete Bereiche 12, 13 ausgebildet, die eine frontale Einführöffnung 14 bilden,
wobei die Breite der Einführöffnung 14 etwas kleiner als die größte Breite des einzuführenden
Vorsprungs 9 ist.
[0043] Jeder Vorsprung 9 weist einen c-förmigen Querschnitt mit einem Einführschlitz 15
und einem Innenhohlraum 16 auf. In der Ausnehmung 11 ist ein Dorn 17 vorgesehen, der
beim Einführen des Vorsprungs 9 durch die Einführöffnung 14 in den Innenhohlraum 16
des Vorsprungs 9 führbar ist. Im eingeführten Zustand befindet sich der Dorn 17 in
dem Innenhohlraum 16.
[0044] Jede Ausnehmung 11 ist insoweit als Lagerschale für einen Vorsprung 9 mit einem c-förmigen
Querschnitt ausgebildet, wobei die Ausnehmung 11 einen inneren Hohlraum 11a und die
frontale Einführöffnung 14 zum Einführen des Vorsprungs 9 aufweist. Die Breite der
frontalen Einführöffnung 14 ist etwas kleiner als die größte Breite des c-förmigen
Querschnitts. Der Dorn 17 ist entlang seiner Höhe so breit ausgebildet, dass die frontale
Einführöffnung 14 beim Einführen des c-förmigen Querschnitts in die Lagerschale einwärts
federn kann. Weiterhin ist der Dorn 17 so ausgebildet, dass der Dorn 17 in einer verkippten
Stellung der Luftlenklamelle 2 den c-förmigen Querschnitt verriegelt. Beispielsweise
bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 ist der Abstand zwischen den beiden gegenüberliegenden,
die Enden der Luftlenklamellen 2 lagernden, Rahmenabschnitte 1 im Bereich der Frontseite
des Lüftungs-Luftlenkgitters kleiner als im Bereich der Rückseite. In dem der Frontseite
des Lüftungs-Luftlenkgitters abgewandten Bereichs, d. h. im Bereich der Rückseite,
sind das Koppelelement 10 und die Betätigungsbereiche angeordnet, so dass auf diese
Weise dieser Bereich von der Frontseite her nicht sichtbar ist.
[0045] Bei dem in Fig. 8 dargestellten Ausführungsbeispiel und in der dargestellten Position
der Luftlenklamellen 2 werden die Betätigungsbereiche durch die besondere Ausgestaltung
der Luftlenklamellen 2, so wie sie in Fig. 8 dargestellt ist, selbst verdeckt. Hierbei
ist das Ende einer Luftlenklamelle 2, an dem ein Koppelelement 10 angeordnet ist,
mit seinen Querkanten in zwei Teilbereiche T1 und T2 unterteilt, die in Längsrichtung
gesehen unterschiedlich weit vorstehen. In dem weniger weit vorstehenden Teilbereich
T2 sind der Betätigungsbereich und das Koppelelement 10 angeordnet, wobei der weniger
weit vorstehende Teilbereich T2 in der Offenstellung der Luftlenklamellen 2 der Frontseite
des Lüftungs-Luftlenkgitters abgewandt ist.
[0046] Eine mögliche Ausgestaltung der Drehachse 3 ist in Fig. 10 dargestellt. Die Drehachse
3 ist viereckig und verjüngt sich zu ihrem freien Ende hin. Die korrespondierende
rahmenseitige Lagerung weist einen runden Querschnitt auf. Damit kommt die Drehachse
3 nur an vier Punkten mit der rahmenseitigen Lagerung in Kontakt.
[0047] Die besondere Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Lüftungs-Luftlenkgitters ermöglicht
eine einfache Verstellung der Luftlenklamellen 2. So muss lediglich eine Luftlenklamelle
2 ergriffen und in dem gewünschten Maße verdreht werden, so dass dann automatisch
sämtliche Luftlenklamellen 2, die über ein Koppelelement 10 mit dieser betreffenden
Luftlenklamelle 2 verbunden sind, mit verdreht werden.
1. Lüftungs-Luftlenkgitter zur Anordnung in einem Lufteinlass und/oder in einem Luftauslass
einer klima- und raumlufttechnischen Anlage, umfassend zum einen einen Rahmen, der
zumindest zwei Rahmenabschnitte (1) aufweist, die im Abstand zueinander und gegenüberliegend
angeordnet sind und insbesondere gegeneinander fixiert sind, und zum anderen zumindest
zwei parallel zueinander angeordnete Luftlenklamellen (2), wobei die Enden der Luftlenklamellen
(2) drehbar um ihre jeweilige Drehachse (3) an den beiden Rahmenabschnitten (1) gelagert
sind, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei Luftlenklamellen (2), vorzugsweise alle Luftlenklamellen (2), über
ein Koppelelement (10) derart verbunden sind, dass bei Verlagerung des Koppelelementes
(10) die Stellung sämtlicher über dieses Koppelelement (10) miteinander verbundener
Luftlenklamellen (2) gleichermaßen veränderbar ist.
2. Lüftungs-Luftlenkgitter nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Koppelelement (10) direkt oder indirekt auf die Drehachsen (3) der
miteinander gekoppelten Luftlenklamellen (2) wirkt.
3. Lüftungs-Luftlenkgitter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei miteinander gekoppelte Luftlenklamellen (2) an wenigstens einem Ende
jeweils einen Betätigungsbereich aufweisen, der mit dem dazugehörigen Koppelelement
(10) zusammenwirkt.
4. Lüftungs-Luftlenkgitter nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Betätigungsbereich als ein in Längserstreckung der Luftlenklamelle (2) gesehen
vorstehender stiftartiger, insbesondere auf die Querschnittsfläche der Luftlenklamelle
(2) bezogen außermittig angeordneter, Vorsprung (9) ausgebildet ist und dass das dazugehörige
Koppelelement (10) eine der Anzahl an Vorsprüngen (9) entsprechende Anzahl an Ausnehmungen
(11) aufweist.
5. Lüftungs-Luftlenkgitter nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser zumindest einer Ausnehmung (11) etwas kleiner als der Durchmesser
des korrespondierenden Vorsprungs (9) ist.
6. Lüftungs-Luftlenkgitter nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Ausnehmung (11) eine frontale Einführöffnung (14), insbesondere zur
rastenden Aufnahme des korrespondierenden Vorsprungs (9), aufweist, wobei die Breite
der Einführöffnung (14) etwas kleiner als die größte Breite des Vorsprungs (9) ist.
7. Lüftungs-Luftlenkgitter nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Vorsprung (9) einen c-förmigen Querschnitt mit einem Einführschlitz
(15) und einem Innenhohlraum (16) aufweist und dass die korrespondierende Ausnehmung
(11) einen inneren Hohlraum (11a) und einen darin befindlichen Dorn (17) aufweist,
wobei beim Einführen des Vorsprungs (9) in die Ausnehmung (11) der Dorn (17) seinerseits
durch den Einführschlitz (15) in den Innenhohlraum (16) des Vorsprungs (9) führbar
ist, so dass im eingeführten Zustand der Dorn (17) in dem Innenhohlraum (16) angeordnet
ist.
8. Lüftungs-Luftlenkgitter nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (11) als Lagerschale für einen Vorsprung (9) mit einem c-förmigen
Querschnitt ausgebildet ist, wobei die Ausnehmung (11) einen inneren Hohlraum (11a)
und eine frontale Einführöffnung (14) zum Einführen des Vorsprungs (9) aufweist, wobei
die Breite der frontalen Einführöffnung (14) etwas kleiner als die größte Breite des
c-förmigen Querschnitts ist und wobei weiterhin der Dorn (17) entlang seiner Höhe
so breit ausgebildet ist, dass die frontale Einführöffnung (14) beim Einführen des
c-förmigen Querschnitts in die Lagerschale einwärts federn kann und wobei der Dorn
(17) weiterhin so ausgebildet ist, dass der Dorn (17) in einer verkippten Stellung
der Luftlenklamelle (2) den c-förmigen Querschnitt verriegelt.
9. Lüftungs-Luftlenkgitter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Luftlenklamelle (2), vorzugsweise alle Luftlenklamellen (2), als Hohlprofil
ausgebildet ist(sind).
10. Lüftungs-Luftlenkgitter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an wenigstens einem Ende zumindest einer Luftlenklamelle (2) ein separates Endstück
(8) vorgesehen ist, an dem die Drehachse (3) und/oder der Vorsprung (9) vorgesehen
ist(sind).
11. Lüftungs-Luftlenkgitter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen vier umlaufende Rahmenabschnitte (1) aufweist, wobei insbesondere an der
dem Raum zugewandten Kante zumindest eines Rahmenabschnittes (1) ein nach außen weisender
Schenkel (4) vorgesehen ist.
12. Lüftungs-Luftlenkgitter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der dem Raum zugewandten Kante zumindest eines Rahmenabschnittes (1) ein nach
innen weisender Schenkel vorgesehen ist.
13. Lüftungs-Luftlenkgitter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jede Drehachse (3) zumindest um einen solchen Betrag gegenüber der generellen Erstreckung der Frontseite des Lüftungs-Luftlenkgitters
nach hinten zurückversetzt angeordnet ist, der dem Abstand zwischen der Mitte der
Drehachse (3) und einer der beiden Längskanten einer Luftlenklamelle (2) entspricht.
14. Lüftungs-Luftlenkgitter nach einem der Ansprüche 3 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass bei jeder Luftlenklamelle (2) wenigstens ein Endbereich mit seinen Querkanten in
zwei Teilbereiche (T1, T2) unterteilt ist, die in Längsrichtung gesehen unterschiedlich
weit vorstehen, wobei in dem weniger weit vorstehenden Teilbereich (T2) der Betätigungsbereich
und/oder das Koppelelement (10) angeordnet ist(sind), und wobei insbesondere weiterhin
der weniger weit vorstehende Teilbereich (T2) in der Offenstellung der Luftlenklamellen
(2) der Frontseite des Lüftungs-Luftlenkgitters abgewandt ist.
15. Lüftungs-Luftlenkgitter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf die Frontseite des Rahmens zumindest eine, insbesondere die Lagerung der Luftlenklamellen
(2) verdeckende, Blende (5) reversibel aufsteckbar ist.
16. Lüftungs-Luftlenkgitter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der beiden gegenüberliegenden, die Enden der Luftlenklamellen (2) lagernden
Rahmenabschnitte (1) im Bereich der Frontseite des Lüftungs-Luftlenkgitters kleiner
als im Bereich der der Frontseite des Lüftungs-Luftlenkgitters abgewandten Bereich
ist und dass das Koppelelement (10) und/oder die Betätigungsbereiche in dem der Frontseite
des Lüftungs-Luftlenkgitters abgewandten Bereich angeordnet ist.
17. Lüftungs-Luftlenkgitter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt zumindest einer Luftlenklamelle (2), vorzugsweise aller Luftlenklamellen
(2), spiegelsymmetrisch, insbesondere mandelförmig, ausgebildet ist.
18. Lüftungs-Luftlenkgitter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse (3) jeder Luftlenklamelle (2) mittig bezogen auf die Querschnittsfläche
der Luftlenklamelle (2) angeordnet ist.
19. Lüftungs-Luftlenkgitter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Drehachse (3) viereckig, insbesondere zu ihrem freien Ende hin sich
konisch verjüngend, ausgebildet ist und dass die korrespondierende rahmenseitige Lagerung
einen runden Querschnitt aufweist.