[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schießstand, und insbesondere einen elektrisch
gesteuerten Schießstand für druckluftunterstützte Sportgeräte.
[0002] Druckluftunterstützte Sportgeräte, und in diesem Segment insbesondere Softair-Waffen,
erfreuen sich bei einem größer werdenden Benutzerkreis zunehmender Beliebtheit. Spezielle
Softair-Waffen (Bewegungsenergie der Geschosse geringer als 0.5 Joule) sind auch für
Jugendliche geeignet, da der Druck, mit welchem die Geschosse bei diesen speziellen
Softair-Waffen verschossen werden, relativ gering ist. Somit ist auch die kinetische
Energie der Geschosse relativ gering, so dass insbesondere eine Verletzungsgefahr
gegenüber üblichen Luft(druck)waffen vermindert ist.
[0003] Es mangelt jedoch an entsprechend gestalteten Schießständen, mit Hilfe welcher das
Schießen mit Softair-Waffen trainiert werden kann. Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, einen für druckluftunterstützte Sportgeräte, und zwar insbesondere Softair-
und Luft(druck)waffen, geeigneten Schießstand bereitzustellen.
[0004] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe gelöst durch einen elektrisch gesteuerten Schießstand
für druckluftunterstützte Sportgeräte mit einem Schießstand-Träger, einer an dem Schießstand-Träger
befestigten Rückenplatte, die ein Austreten von Geschossen aus dem Schießstand vermeiden
soll, einer Mehrzahl von Zielobjekten, wobei jedes dieser Zielobjekte zumindest eine
bewegliche Prallplatte umfasst, und wobei jedem Zielobjekt eine elektrische Betätigungseinrichtung,
mit welcher die zumindest eine Prallplatte bewegt werden kann, und eine elektrische
Erkennungseinrichtung, mit welcher eine Bewegung bzw. die Stellung der Prallplatte
ermittelt werden kann, zugeordnet ist. Dabei ist es jedoch nicht notwendig, dass jedes
Zielobjekt eine Betätigungseinrichtung und eine Erkennungseinrichtung umfasst, es
ist vielmehr auch denkbar, dass mit einer Betätigungseinrichtung eine Mehrzahl von
Prallplatten mehrerer Zielobjekte bewegt bzw. gesteuert werden kann und das mit einer
Erkennungseinrichtung eine Bewegung bzw. Stellung einer Mehrzahl von Prallplatten
ermittelt werden kann.
[0005] Der erfindungsgemäße Schießstand umfasst ferner eine Auswerte- und Steuerschaltung,
die mit den elektrischen Betätigungseinrichtungen und den elektrischen Erkennungseinrichtungen
gekoppelt ist, und eine mit der Auswerte- und Steuerschaltung gekoppelte mikroprozessor-basierte
Rechnereinheit mit einer Eingabe- und Anzeigeeinrichtung.
[0006] Der erfindungsgemäße Schießstand bzw. der als Basis dienende Schießstand-Träger kann
in seinen Maßen derart ausgebildet sein, dass der erfindungsgemäße Schießstand transportabel
ist und beispielsweise für spezielle Events an speziellen Lokalitäten aufgebaut bzw.
genutzt werden kann.
[0007] Über die Auswerte- und Steuerschaltung, die einteilig (Touchscreen) oder zweiteilig
(z.B. Tastatur, Bildschirm) ausgebildet sein kann, sind die einzelnen Zielobjekte
bzw. die Prallplatten der Zielobjekte, auf welche ein Benutzer mit dem druckluftunterstützten
Sportgerät zielt, steuerbar, d. h. die Prallplatten können nach einem Treffer mit
der zugeordneten Betätigungseinrichtung wieder aufgerichtet werden, oder es kann über
die Erkennungseinrichtung die Stellung der Prallplatte ermittelt werden. Über die
Betätigungseinrichtung können die Prallplatten ferner nach einem vorgegebenen Zeitraum
derart bewegt werden, dass sich dem Benutzer kein Ziel mehr bietet, d.h. es ist möglich,
dem Benutzer ein Ziel nur für eine vorgegebenen Zeitraum anzubieten.
[0008] Die Betätigungseinrichtung und die Erkennungseinrichtung können zwei getrennte Bauteile
sein, es ist jedoch auch möglich, die Erkennungseinrichtung und die Betätigungseinrichtung
in einem Bauteil zu vereinen.
[0009] Die Auswerte- und Steuerschaltung ist über eine übliche Schnittstelle (beispielsweise
USB, FireWire, WLAN) mit der mikroprozessor-basierten Rechnereinheit gekoppelt, bei
welcher es sich beispielsweise um einen üblichen Personalcomputer, ein Tablet oder
ein Smartphone handeln kann.
[0010] Der erfindungsgemäße elektrisch gesteuerte Schießstand hat damit den Vorteil, dass
dieser mit üblichen und weit verbreiteten mikroprozessor-basierten Rechnereinheiten
betrieben werden kann, wobei auf diesen lediglich eine speziell auf den erfindungsgemäßen
Schießstand abgestimmte Software installiert sein muss. Mit dieser Software kann man
verschiedene Szenarien bzw. Spiele auf dem elektrisch gesteuerten Schießstand durchführen,
so dass dieser hochgradig flexibel einsetzbar ist und die Übungs- bzw. Trainingsmotivation
fördert. Bei entsprechender Bemaßung des elektrisch gesteuerten Schießstandes ist
der erfindungsgemäße Schießstand transportabel und so gut für spezielle Events einsetzbar.
[0011] Um spezielle Treffer bei den Zielobjekten bzw. spezielle Trefferabfolgen kenntlich
zu machen, ist es bei bevorzugten Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Schießstandes
vorgesehen, dass dieser einen mit der Auswerte- und Steuerschaltung und/oder der mikroprozessor-basierten
Rechnereinheit gekoppelte(n) Lautsprecher und/oder Beleuchtungseinrichtung umfasst,
wobei der Lautsprecher und die Beleuchtungseinrichtung simultan oder nacheinander
angesteuert werden können.
[0012] Die Zielobjekte können in dem Schießstand ortsfest verbaut sein, wobei die Prallplatten
selber beweglich sind. Zur Erhöhung der Anzahl der auf dem Schießstand ausführbaren
Spiele, ist es bei einer bevorzugten Ausführungsform vorgesehen, dass zumindest einem
Zielobjekt eine Antriebseinrichtung zugeordnet ist, mit welcher das Zielobjekt in
dem Schießstand bewegbar ist. Bei dieser Antriebseinrichtung kann es sich beispielsweise
um einen Riementrieb handeln, durch welchen die Zielobjekte in dem Schießstand bewegt
werden, wobei eine solche Ausgestaltung der Antriebseinrichtung insbesondere dann
sinnvoll ist, wenn eine größere Anzahl an Zielobjekten simultan bewegt werden soll.
[0013] Bei besonderen Spielvarianten kann es notwendig sein, ein besonders kleines bzw.
schwer zu treffendes Zielobjekt an verschiedene Bereiche innerhalb des Schießstandes
zu bewegen. Daher ist es bei einer bevorzugten Ausführungsform vorgesehen, dass zumindest
ein Zielobjekt eine Antriebseinrichtung umfasst, mit welcher es innerhalb des Schießstandes
an verschiedene Positionen bewegt werden kann. Im Unterschied zu der vorgenannten
Alternative / Ausführungsform ist die Antriebseinrichtung fest mit dem Zielobjekt
verbunden, d.h. sie wird mit dem Zielobjekt in dem Schießstand bewegt.
[0014] Bei beiden vorgenannten Alternativen ist es notwendig, dass bei dem Ausgangspunkt
und dem Zielpunkt dem bewegbaren Zielobjekt bzw. den bewegbaren Zielobjekten eine
Betätigungseinrichtung und eine Erkennungseinrichtung zugeordnet ist bzw. sind.
[0015] Die Betätigungseinrichtung und die Erkennungseinrichtung kann dabei ortsfest sein
und mit jeweils an ihre Position bewegten Zielobjekten betrieben werden. Eine entsprechende
Konstruktion ist jedoch aufwendig und es ist daher bevorzugt, dass die eine Antriebseinrichtung
umfassenden Zielobjekte eine elektrische Betätigungseinrichtung und eine elektrische
Erkennungseinrichtung umfassen, die mit dem Zielobjekt bewegt werden.
[0016] Die mit dem druckluftunterstützten Sportgerät verschossenen Geschosse verbleiben
nach dem Verschießen in dem Schießstand, und zwar unabhängig davon, ob es sich um
einen Treffer (bei einem der Zielobjekte) oder nicht handelt. Es ist daher bevorzugt,
dass der Schießstand eine bei den Zielobjekten angeordnete Sammeleinrichtung umfasst,
welche die Geschosse bzw. Geschossteile aus dem Schießstand abführt, wobei dies üblicherweise
dadurch erreicht wird, dass die Sammeleinrichtung einen speziellen Neigungswinkel
aufweist.
[0017] Die oben genannte Aufgabe wird erfindungsgemäß ferner durch ein Verfahren zum Betreiben
eines elektrisch gesteuerten Schießstandes gelöst, wobei in der mikroprozessor-basierten
Rechnereinheit ein Steuerprogramm ausgewählt und gestartet wird, die Zielobjekte in
Abhängigkeit von Steuerprogramm-spezifischen Anweisungen über die Auswerte- und Steuerschaltung
(mit Hilfe von zugeordneten Betätigungseinrichtungen) betätigt werden, durch Treffer
eines Benutzers hervorgerufene Bewegungen der Prallplatten mit zugeordneten Erkennungseinrichtungen
erfasst und über die Auswerte- und Steuerschaltung der mikroprozessor-basierten Rechnereinheit
übermittelt werden, und die Stellung der Prallplatten der Zielobjekte von der mikroprozessor-basierten
Rechnereinheit dem Benutzer auf der Eingabe/Ausgabeeinrichtung angezeigt wird.
[0018] Die mikroprozessor-basierte Rechnereinheit umfasst einen Speicher und dient ferner
zum Speichern von Highscores, Verwalten von Benutzerkonten und Teamlisten sowie zum
Ausführen von sämtlichen anderen Diensten, die bei Teamspielen anfallen können (Versendung
von Highscores an andere Spieler, beispielsweise über soziale Netzwerke, etc.).
[0019] Das auf der mikroprozessor-basierten Rechnereinheit gestartete Steuerprogramm kann
eine Mehrzahl von Steuerszenarien / Spielen umfassen, wobei bei diesen unterschiedlichen
Steuerszenarien die Prallplatten der Zielobjekte in beispielsweise unterschiedlichen
Taktungen bewegt werden. Ferner ist es möglich, über das Steuerprogramm individuelle
Bewegungsmuster für die Zielobjekte bzw. die Prallplatten der Zielobjekte vorzugeben.
Ferner können die Zielobjekte per Zufallsgenerator betätigt werden.
[0020] Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die Geometrie
des Schießstandes, sprich die Anordnung und ggf. Bewegung der Zielobjekte und ggf.
die graphische Gestaltung, auf der Ausgabeeinrichtung wiedergegeben.
[0021] Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens können besondere Treffer oder
Trefferfolgen durch akustische oder optische Signale angezeigt werden. Ferner kann
das Ende bzw. der Start einer Spielrunde bzw. eines Steuerscenarios mit Hilfe optischer
oder akustischer Signale angezeigt werden.
[0022] Die Kommunikation zwischen der Rechnereinheit und der Auswerte- und Steuerschaltung
erfolgt über bekannte Schnittstellen wie USD oder FireWire. Auch eine Kommunikation
über ein WLAN-Netz ist möglich; in diesem Fall ist die Auswerte-und Steuerschaltung
mit einer Sendereinheit verbunden, welche Informationen drahtlos an die Rechnereinheit
übermittelt.
[0023] Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung detaillierter
beschrieben, wobei
Figur 1 zeigt eine isometrische Darstellung einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
elektrisch gesteuerten Schießstandes,
Figur 2 zeigt eine Vorderansicht einer zweiten Ausführungsform des elektrisch gesteuerten
Schießstandes, und
Figur 3 zeigt eine schematische Ansicht einer Ausführungsform eines bei der Erfindung
genutzten Zielobjektes.
[0024] Figur 1 zeigt eine isometrische Darstellung einer ersten Ausführungsform des elektrisch
gesteuerten Schießstandes. Der Schießstand umfasst einen Schießstand-Träger 10, auf
welchem bei der gezeigten Ausführungsform sämtliche weiteren Bauteile des Schießstandes
aufsetzen. Seitlich ist der Schießstand von zwei Seitenwänden 12a, 12b begrenzt. Nach
"hinten" ist der Schießstand durch eine Rückenplatte 11 begrenzt, welche derart ausgelegt
ist, dass ein Durchtritt von Geschossen bzw. Geschossresten vermieden wird, und zwar
in Abhängigkeit von den für den Schießstand zugelassenen druckluftunterstützten Sportgeräten.
Üblicherweise umfasst der Schießstand noch eine Abdeckung (siehe Figur 2), die bei
Figur 1 der Übersicht halber fortgelassen ist.
[0025] Der Schießstand ist bei der in Figur 1 gezeigten ersten Ausführungsform in der Tiefe
durch drei Trennwände 13a, 13b und 13c in vier unterschiedliche Bereiche unterteilt,
wobei in drei dieser Bereiche Zielobjekte 20 angeordnet sind. Die Trennwände sind
vorzugsweise ebenfalls so ausgelegt, dass eine Durchtritt oder eine Beschädigung durch
Geschosse oder Geschosssplitter ausgeschlossen sind.
[0026] Die Zielobjekte 20 sind auf (in Figur 1 nicht gezeigten) horizontalen Trägerebenen
angeordnet. Die Zielobjekte 20 werden unter Bezugnahme auf die Figur 3 detaillierter
beschrieben.
[0027] An der Rückenplatte 11 ist eine Beleuchtungseinrichtung 60 und an der rechten Seitenwand
12b ein Lautsprecher 50 angeordnet. Sowohl die Beleuchtungseinrichtung 60 als auch
der Lautsprecher 50 sind (über nicht gezeigte Leitungen) mit einer Auswerte- und Steuerschaltung
30 verbunden, welche darüber hinaus über Leitungen 31 mit (ebenfalls in Figur 1 nicht
dargestellten) den Zielobjekten 20 zugeordneten elektrischen Betätigungseinrichtungen
und elektrischen Erkennungseinrichtungen verbunden ist. Die Beleuchtungseinrichtung
kann bei anderen Ausführungsformen auch mehrteilig oder an anderen Bauteilen des Schießstandes
angeordnet sein, um so die Simulation von verschiedenen Lichteffekten zu ermöglichen.
Ferner können mehrere Lautsprecher an unterschiedlichen Stellen in bzw. an dem Schießstand
angeordnet sein.
[0028] Wie es in Figur 1 bereits angedeutet ist, ist die Anordnung der Zielobjekte 20 auf
den horizontalen Trägerebenen der Kontur der Trennwände 13a, 13b bzw. 13c angepasst.
Bei anderen Ausführungsformen kann sowohl die Konturierung als auch die Anzahl der
Trennwände unterschiedlich sein. Es ist auch vorstellbar, dass der Schießstand lediglich
über Zielobjekte verfügt, ohne dass diese hinter einer Trennwand zumindest zum Teil
verborgen sind.
[0029] Die in Figur 1 gezeigte Rückenplatte 11 sowie die Trennwände 13a, 13b, 13c können
mit einer druckempfindlichen Beschichtung versehen sein, welche das Auftreffen eines
Geschosses, und damit einen Fehlschuss (ggf. in Kombination mit dem Ausbleiben einer
Bewegung einer Prallplatte um Auswirkungen von Geschosssplittern zu unterdrücken),
erkennt. Die Beschichtung(en) sind mit der Steuer- und Auswerteschaltung gekoppelt.
[0030] Figur 2 zeigt eine Vorderansicht einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
elektrisch gesteuerten Schießstandes. Auch diese Ausführungsform umfasst eine Beleuchtungseinrichtung
60 und einen Lautsprecher 50 sowie zwei Seitenwände 12a und 12b. Die in Figur 2 dargestellte
Ausführungsform umfasst ferner eine obere Abdeckung 15, die den Schießstand nach oben
gegen einen Austritt von Geschossen bzw. Geschosssplittern abschließt. Um den Eintritt
von Licht zu ermöglichen, ist es bevorzugt, dass die obere Abdeckung aus einem lichtdurchlässigen
Material hergestellt ist. Die gezeigte Ausführungsform veranschaulicht die in der
Höhe versetzte Anordnung der Zielobjekte innerhalb der verschiedenen, durch die Trennwände
13a, 13b und 13c definierten Ebenen.
[0031] Figur 3 zeigt eine Seitenansicht eines Zielobjektes 20 mit einer beweglichen Prallplatte
21, wobei der über die Oberkante der Trennwand 13b ragende Abschnitt der Prallplatte
21 den Trefferbereich des gezeigten Zielobjektes darstellt. Bei anderen Ausführungsformen
ist es möglich, dass ein Zielobjekt mehrere Prallplatten umfasst.
[0032] Die Prallplatten sind derart ausgelegt, dass auch bei wiederholten Treffern keine
Beschädigung zu erwarten ist. Vorzugsweise sind die Prallplatten lösbar in bzw. an
dem bzw. den Zielobjekt(en) befestigt, und zwar insbesondere derart, dass sie einfach
gegen andere getauscht werden können, da auf diese Weise ein rasche Anpassung des
Schießstandes an unterschiedliche Spiele bzw. Spielszenarien gewährt ist.
[0033] Bei der in Figur 3 gezeigten Ausführungsform des Zielobjektes 20 umfasst dieses eine
elektrische Betätigungseinrichtung 22, mit welcher die Prallplatte 21 des Zielobjektes
20 bewegt werden kann, d. h. die Prallplatte 21 kann nach einem Treffer wieder aufgerichtet
werden oder nach einer definierten Zeitdauer ohne einen Treffer umgeklappt werden,
so dass für den Benutzer kein Ziel mehr geboten wird.
[0034] Dem Zielobjekt 20 ist ferner eine Erkennungseinrichtung 23 zugeordnet, mit welcher
ein Treffer des Benutzers ermittelt wird, wenn die Prallplatte 21 aus ihrer in Figur
3 gezeigten Ausgangslage bewegt wird. Die genaue Beschaffenheit der elektrischen Erkennungseinrichtung
ist für die vorliegende Erfindung nicht wesentlich. Es ist lediglich sicherzustellen,
dass mit der elektrischen Erkennungseinrichtung erfassbar ist, dass die Prallplatte
aus ihrer senkrechten Stellung (ggf. um ein vorgegebenes Maß) bewegt wird.
[0035] Bei der in Figur 3 gezeigten Ausführungsform eines Zielobjektes umfasst dieses die
Betätigungseinrichtung 22. Die Erkennungseinrichtung 23 ist dem Zielobjekt 20 lediglich
zugeordnet, d. h. die elektrische Erkennungseinrichtung 23 ist nicht Teil des eigentlichen
Zielobjektes 20, sondern wirkt lediglich mit diesem zusammen.
[0036] Dem in Figur 3 gezeigten Zielobjekt 20 ist ferner eine Antriebseinrichtung 70 zugeordnet,
die bei der gezeigten Ausführungsform in die horizontale Trägerebenen 14 eingearbeitet
ist und über welche das Zielobjekt 20 horizontal zwischen den Seitenwänden bewegt
werden kann. Die Antriebseinrichtung kann Teil des Zielobjektes sein, oder die Antriebseinrichtung
kann einem oder mehreren Zielobjekten zugeordnet sein, d. h. sie ist nicht Teil des
Zielobjektes selber, sondern bewirkt eine Bewegung der Zielobjekte in dem erfindungsgemäßen
Schießstand.
[0037] Die genauen technischen Ausführungen der elektrischen Betätigungseinrichtung, der
elektrischen Erkennungseinrichtung sowie der Antriebseinrichtung sind für die vorliegende
Erfindung nicht wesentlich und dem Fachmann ist eine Vielzahl von Einrichtungen bekannt,
die die notwendigen Funktionen ausführen können. Beispielsweise kann die Betätigungseinrichtung
durch einen Servomotor, die Erkennungseinrichtung durch einen Reed-Sensor und die
Antriebseinrichtung durch einen Riementrieb oder Schrittmotor realisiert werden.
[0038] Die Antriebseinrichtung 70, die elektrische Betätigungseinrichtung 22 sowie die elektrische
Erkennungseinrichtung 23 sind über Leitungen 31, 71 mit der Auswerte- und Steuerschaltung
30 gekoppelt, welche wiederum mit der mikroprozessor-basierten Rechnereinheit 40 gekoppelt
ist, und zwar über eine Leitung 42 und über eine entsprechende übliche Schnittstelle
43 (USD, FireWire etc.). Bei alternativen Ausführungsformen kann diese Kopplungen
zwischen der Steuer- und Auswerteschaltung 30 und der mikroprozessor-basierten Rechnereinheit
40 auch drahtlos erfolgen.
[0039] Die mikroprozessor-basierte Rechnereinheit 40 umfasst eine Eingabe- und Anzeigeeinrichtung
41, auf welcher Informationen in Bezug auf den elektrisch gesteuerten Schießstand
angezeigt werden und über welche Anweisung eingegeben werden können. Bei der gezeigten
Ausführungsform ist die mikroprozessor-basierte Rechnereinheit durch ein Tablet bzw.
ein Smartphone realisiert, womit die Eingabe- und Anzeigeeinrichtung durch den Touchscreen
der entsprechenden Geräte realisiert ist. Bei anderen Ausführungsformen können die
Eingabeeinrichtung und die Anzeigeeinrichtung auch baulich getrennt sein (beispielsweise
Tastatur und Bildschirm).
[0040] Zum Betreiben des erfindungsgemäßen Schießstandes wird dieser mit der mikroprozessor-basierten
Rechnereinheit 40 gekoppelt, wobei dies, wie in Figur 3 angedeutet, über Leitungen
oder drahtlos erfolgen kann. Nach dem Start des Schießstandes sowie der mikroprozessor-basierten
Rechnereinheit wird auf der Rechnereinheit ein auf den Schießstand abgestimmtes Steuerprogramm
ausgewählt und gestartet. In Abhängigkeit von dem Steuerprogramm werden die Zielobjekte
in dem Schießstand über die Auswerte- und Steuerschaltung betätigt, wobei dies ein
(gegebenenfalls verzögertes) Wiederaufklappen der Prallplatten von Zielobjekten oder
das Einklappen der Prallplatten nach einer vorgegebenen trefferlosen Zeit umfasst.
[0041] Die durch einen Treffer eines Benutzers hervorgerufenen Bewegungen der Prallplatten
werden mit den den Prallplatten zugeordneten Erkennungseinrichtungen erfasst und über
die Auswerte- und Steuerschaltung der mikroprozessor-basierten Rechnereinheit übermittelt,
welche die aktuelle Stellung der Prallplatten der Zielobjekte dem Benutzer auf der
Anzeigeeinrichtung anzeigt, wobei der Ist-Zustand vorzugsweise mit lediglich geringfügiger
Verzögerung wiedergegeben wird.
[0042] Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht es dem bzw. den Benutzern also, den durch
Treffer (oder Nicht-Treffer) erwirkten aktuellen Zustand des Schießstandes auf der
Anzeigeeinrichtung nachzuvollziehen, was insbesondere dann von Vorteil ist, wenn eine
größere Gruppe von Benutzern den Schießstand nutzt.
[0043] Über das Steuerprogramm können Spiele gespeichert werden, um deren Verlauf später
nachvollziehen zu können. Ferner können Highscores, Bestenlisten usw. bearbeitet und
gespeichert werden. Das Steuerprogramm ermöglicht es ferner, dass in Abhängigkeit
von einem erfassten Treffer oder einer definierten Abfolge von erfassten Treffern
akustische oder optische Signale ausgegeben werden.
[0044] Erfindungsgemäß können die Anweisungen zum Betätigen der Prallplatten direkt von
dem Steuerprogramm über die Auswerte-und Steuerschaltung an die Betätigungsobjekte
übermittelt werden. Es ist aber alternativ auch möglich, dass in der Auswerte- und
Steuerschaltung mehrere vorgegebene Spielszenarien abgelegt sind, die durch Anweisungen
des Steuerprogramms aktiviert werden, so dass keine weiteren Informationen an die
Betätigungseinrichtung von dem Steuerprogramm übermittelt werden müssen, sondern das
Steuerprogramm lediglich Informationen von der Steuer- und Auswerteschaltung entgegen
nimmt, um den Ist-Zustand des Spielgeschehens auf der Anzeigeeinrichtung wiederzugeben.
[0045] Ein Treffer eines Benutzers wird durch eine Bewegung einer Prallplatte ermittelt;
ein Fehlschuss kann beispielsweise durch eine druckempfindliche Beschichtung an der
Rückenplatte und den Trennwänden ermittelt werden. Auf die vorgenannte Weise kann
aber nur ein Fehlschuss ermittelt werden, welcher überhaupt in den Schießstand eintritt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens ist es daher vorgesehen, dass
der Schießstand mit einem Sportgerät eines Benutzers gekoppelt wird und dieses Sportgerät
für jedes abgefeuerte Geschoss ein Signal an die Auswerte- und Steuerschaltung oder
die mikroprozessor-basierte Rechnereinheit übermittelt. Auf diese Weise können u.a.
Fehlschüsse, die nicht in den Schießstand gelangen, erkannt werden. Ferner kann ein
Spielscenario auf eine bestimmte Anzahl von Schüssen begrenzt werden, wobei die aktuelle
Schusszahl automatisch erfasst und ggf. angezeigt wird.
1. Elektrisch gesteuerter Schießstand für druckluftunterstützte Sportgeräte, aufweisend
einen Schießstand-Träger (10),
eine an dem Schießstand-Träger (10) befestigte Rückenplatte (11),
eine Mehrzahl von Zielobjekten (20), wobei jedes Zielobjekt zumindest eine bewegliche
Prallplatte (21) umfasst und wobei jedem Zielobjekt (20) eine elektrische Betätigungseinrichtung
(22), mit welcher die Prallplatte (21) bewegt werden kann, und eine elektrische Erkennungseinrichtung
(23), mit welcher eine Bewegung bzw. die Stellung der Prallplatte (21) ermittelt werden
kann, zugeordnet ist,
eine Auswerte- und Steuerschaltung (30), die mit den elektrischen Betätigungseinrichtungen
(22) und den elektrischen Erkennungseinrichtungen (23) gekoppelt ist, und
eine mit der Auswerte- und Steuerschaltung (30) gekoppelte mikroprozessor-basierte
Rechnereinheit (40) mit einer Eingabe-und Anzeigeeinrichtung (41).
2. Elektrisch gesteuerter Schießstand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schießstand einen mit der Auswerte- und Steuerschaltung (30) und/oder der mikroprozessor-basierte
Rechnereinheit (40) gekoppelten Lautsprecher (50) aufweist.
3. Elektrisch gesteuerter Schießstand nach einem der Ansprüche 1 - 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schießstand zumindest eine mit der Auswert- und Steuerschaltung (30) und/oder
der mikroprozessor-basierte Rechnereinheit (40) gekoppelte Beleuchtungseinrichtung
(60) umfasst.
4. Elektrischer Schießstand nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einem der Zielobjekte (20) eine Antriebseinrichtung (70) zugeordnet ist,
mit welcher das Zielobjekt in dem Schießstand bewegbar ist.
5. Elektrischer Schießstand nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Zielobjekt (20) eine Antriebseinrichtung (70) umfasst.
6. Elektrischer Schießstand nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Antriebseinrichtung (70) umfassenden Zielobjekte (20) eine elektrische Betätigungseinrichtung
(50) und eine elektrische Erkennungseinrichtung umfassen.
7. Elektrischer Schießstand nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schießstand zumindest eine Sammeleinrichtung (16) umfasst, über welche Geschosse
bzw. Geschossteile abgeführt werden.
8. Verfahren zum Betreiben eines elektrisch gesteuerten Schießstandes gemäß einem der
Ansprüche 1 - 7, wobei
a) in der mikroprozessor-basierten Rechnereinheit (40) ein Steuerprogramm ausgewählt
und gestartet wird,
b) die Zielobjekte (20) in Abhängigkeit von Steuerprogramm-spezifischen Anweisungen
über die Auswerte- und Steuerschaltung (30) betätigt werden,
c) durch Treffer eines Benutzers hervorgerufene Bewegungen der Prallplatten (21) mit
zugeordneten Erkennungseinrichtungen (23) erfasst und über die Auswerte- und Steuerschaltung
(30) der mikroprozessor-basierte Rechnereinheit (40) übermittelt werden, und
d) die Stellung der Prallplatten der Zielobjekte (20) von der mikroprozessor-basierten
Rechnereinheit (40) dem Benutzer auf der Anzeigeeinrichtung (41) angezeigt werden.
9. Verfahren zum Betreiben eines elektrisch gesteuerten Schießstandes gemäß Anspruch
8, dadurch gekennzeichnet, dass in Abhängigkeit von einem erfassten Treffer oder einer definierten Abfolge von erfassten
Treffern der Lautsprecher (50) und / oder die Beleuchtungseinrichtung (60) aktiviert
wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Schießstand mit einem Sportgerät eines Benutzers gekoppelt wird und dieses Sportgerät
für jedes abgefeuerte Geschoss ein Signal an die Auswerte- und Steuerschaltung oder
die mikroprozessor-basierte Rechnereinheit übermittelt.