[0001] Die Erfindung betrifft eine Zigarettenpackung in der Ausführung als Klappschachtel
mit den weiteren Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
[0002] Zigarettenpackungen des vorgenannten Typs aus dünnem Karton sind üblicherweise mit
durchgehenden, im Querschnitt rechtwinkligen Kanten ausgebildet. Bei einer aus Kunststoff
bestehenden Packung gemäß
WO 2010/014489 A1, Ausführungsbeispiel der Fig. 12, sind aufrechte und quergerichtete, bodenseitige
Kanten eines als gesondertes Teil der Gesamtpackung ausgebildeten Schachtelteils mit
linsenförmigen Ausschnitten versehen. Diese haben den Zweck, die Faltbarkeit des Packstoffs
(Kunststoff oder andere formstabile Werkstoffe) zu verbessern, um die winkelförmigen
Kanten herzustellen.
[0003] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin, die Handhabung von standardmäßig
ausgebildeten Klappschachteln aus dünnem Karton zu verbessern.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe ist die erfindungsgemäße Packung mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 1 ausgebildet.
[0005] Durch die gemäß Anspruch 1 ausgebildeten Packungskanten kann die Packung leichter
von Hand erfasst werden. Weiterhin ist durch die gezielte Anordnung von Ausnehmungen
bzw. Löchern im Bereich des Deckels das Öffnen und Schließen der Packung erleichtert.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der erfindungsgemäßen Packung werden nachfolgend
anhand der Zeichnungen näher erläutert, wobei die erfindungsgemäße Packung in Fig.
1 bis Fig. 4 gezeigt ist, und die übrigen Abbildungen zur Darstellung des technischen
Hintergrunds dienen, d.h. die in den Figuren 5-19 dargestellten Packungen sind nicht
Teil der beanspruchten Erfindung. Im Einzelnen zeigt:
- Fig. 1
- einen ausgebreiteten Zuschnitt für eine Packung des Typs Klappschachtel,
- Fig. 2
- eine aus einem Zuschnitt gemäß Fig. 1 gefertigte erfindungsgemäße Klappschachtel in
perspektivischer Frontansicht,
- Fig. 3
- die Packung gemäß Fig. 2 in perspektivischer Rückansicht,
- Fig. 4
- die Packung gemäß Fig. 2, Fig. 3 bei geöffnetem Deckel, ebenfalls in perspektivischer
Darstellung,
- Fig.5
- einen ausgebreiteten Zuschnitt für eine Klappschachtel einer anderen Ausführung,
- Fig. 6
- eine Packung aus einem Zuschnitt gemäß Fig. 5 in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 7
- einen Zuschnitt für eine andere Ausführung einer Klappschachtel,
- Fig. 8
- eine Packung aus einem Zuschnitt der Fig. 7 in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 9
- einen Teilschnitt in vertikaler Schnittebene IX-IX der Fig. 8 in vergrößertem Maßstab,
- Fig. 10
- einen weiteren Zuschnitt für eine Klappschachtel,
- Fig. 11
- eine Packung aus einem Zuschnitt gemäß Fig. 10 in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 12
- einen vertikalen Teilschnitt XII-XII der Packung gemäß Fig. 11 in vergrößertem Maßstab,
- Fig. 13
- einen Zuschnitt für eine weitere Ausführung einer Klappschachtel,
- Fig. 14
- eine fertige Packung aus einem Zuschnitt gemäß Fig. 13 in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 15
- einen vertikalen Teilschnitt XV-XV der Packung gemäß Fig. 14 in vergrößertem Maßstab,
- Fig. 16
- eine Darstellung analog Fig. 15 für ein weiteres Ausführungsbeispiel,
- Fig. 17
- einen Zuschnitt für eine Rundkanten-Packung,
- Fig. 18
- eine Packung aus einem Zuschnitt gemäß Fig. 17 in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 19
- einen horizontalen Teil-Querschnitt XIX-XIV der Fig. 18 in vergrößertem Maßstab.
[0006] Die besonderen Ausführungsbeispiele von (Zigaretten-)Packungen in den Zeichnungen
beziehen sich auf Klappschachteln aus (dünnem) Karton mit einem im Wesentlichen standardmäßigen
Aufbau.
[0007] Packungen dieses Typs bestehen aus einem Schachtelteil 10 und einem Deckel 11. Diese
Hauptteile der Packung sind aus einem einstückigen Zuschnitt (Fig. 1) gebildet. Weiterhin
weist die Klappschachtel einen vorliegend aus einem gesonderten Zuschnitt gebildeten
Kragen 12 auf. Zu der Gesamtheit derartiger Packungen gehört ein vorzugsweise blockförmiger
Packungsinhalt, nämlich eine von einem Innenzuschnitt 48 aus Stanniol, Papier oder
dergleichen umhüllte Zigarettengruppe. Diese Einheit bildet einen quaderförmigen Zigarettenblock
49. Weiterhin kann die fertige Packung von einem Außenzuschnitt aus Folie (nicht gezeigt)
umgeben sein.
[0008] Der Zuschnitt umfasst standardmäßig durch Längsfaltlinien 13 und Querfaltlinien 14
begrenzte Faltlappen bzw. Packungswände. Dem Schachtelteil 10 sind Bereiche des Zuschnitts
für eine Schachtel-Vorderwand 15, eine an diese anschließende Bodenwand 16, eine Schachtel-Rückwand
17 und an der Schachtel-Vorderwand 15 angebrachte (äußere) Schachtel-Seitenlappen
18 sowie mit der Schachtel-Rückwand 17 verbundene innere Schachtel-Seitenlappen 19
zugeordnet. Letztere sind benachbart zur Bodenwand 16 mit Boden-Ecklappen 20 versehen.
Bei der fertigen Packung bilden die Seitenlappen 18, 19 jeweils gemeinsam Schachtel-Seitenwände
21. Die Boden-Ecklappen 20 sind so gefaltet, dass sie an der Innenseite der Bodenwand
16 anliegen.
[0009] In analoger Weise ist der Deckel 11 ausgebildet, besteht nämlich aus Deckel-Vorderwand
22, Stirnwand 23 und Deckel-Rückwand 24. Letztere ist über ein quergerichtetes Liniengelenk
25 mit der Schachtel-Rückwand 17 verbunden. Seitlich an der Deckel-Vorderwand 22 sind
(äußere) Deckel-Seitenlappen 26 angebracht. Hierzu gehören innere Deckel-Seitenlappen
27 im Bereich der Deckel-Rückwand 24. An den - trapezförmigen - Deckel-Seitenlappen
27 der Deckel-Rückwand 24 sind Stirn-Ecklappen 28 angeordnet. Des Weiteren gehört
zum Deckel 11 ein Deckel-Innenlappen 29. Dieser ist bei der fertigen Packung gegen
die Innenseite der Deckel-Vorderwand 22 gefaltet und mit dieser verbunden. Die Deckel-Seitenlappen
26, 27 liegen bei der fertigen Packung aneinander und sind durch Klebung verbunden.
Es entstehen so die Deckel-Seitenwände 30.
[0010] Die im Aufbau typischen Packungen, vorliegend Klappschachteln, sind im Bereich von
aufrechten bzw. quergerichteten Packungskanten und/oder im Bereich ausgewählter Flächen
der Packungswände mit besonderen funktionalen Strukturen versehen, die dem Verbraucher
beim Halten und/oder Bedienen der Packung positive Empfindungen vermitteln. Erfindungsgemäß
sind bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 bis Fig. 4 im Bereich ausgewählter Längsfaltlinien
13 und/oder Querfaltlinien 14 Löcher 31 angebracht, die gleichzeitig mit der Herstellung
des Zuschnitts (Fig. 1) durch Stanzen erzeugt werden. Die Löcher 31 haben hier eine
besondere Form, sind nämlich im Wesentlichen ellipsenförmig ausgebildet mit spitz
zulaufenden, abgerundeten Endbereichen, so dass insgesamt etwa linsenförmige Löcher
31 entstehen, die mittig zu den Faltlinien 13, 14 angeordnet sind. Im Bereich einer
Faltlinie 13, 14 ist eine Folge von mehreren Löchern 31 angeordnet, vorzugsweise mit
gleichen Abständen voneinander. Vorteilhaft ist eine Ausführung, bei der die den frontseitigen
Packungskanten des Schachtelteils 10 zugeordneten Abschnitte der Längsfaltlinien 13
beispielsweise vier Löcher 31 aufweisen. Die Faltkanten der Schachtel-Rückwand 17
zugeordneten Bereiche der Faltlinien 13 weisen aufgrund größerer Länge beispielsweise
fünf Löcher 31 auf. Weiterhin ist die Querfaltlinie 14 an der Vorderseite der Bodenwand
16 mit mehreren, zum Beispiel drei Löchern 31 versehen. Im Bereich des Deckels 11
befinden sich Löcher 31 in den frontseitigen Faltlinien 13, vorliegend ein Loch 31.
Entlang den Querfaltlinien 14 sind zum Beispiel drei Löcher 31 vorgesehen. Rückseitige
Querfaltlinien 14 der Bodenwand 16 und der Stirnwand 23 sowie die Längsfaltlinie 13
der Deckel-Rückwand 24 bleiben ohne Löcher.
[0011] Bei der fertiggefalteten Packung bilden die Löcher 31 entsprechende Vertiefungen
bzw. eine wellenförmige Kontur im Bereich der aufrechten (im Querschnitt rechtwinkligen)
Packungskanten. Die doppellagige Ausbildung der Schachtel-Seitenwände 21 und der Deckel-Seitenwände
30 wird dadurch berücksichtigt, dass die Faltlappen 18, 19, 27, 28 Vertiefungen bzw.
Randausnehmungen 32 aufweisen, die in Faltstellung einander ergänzen bzw. mit Löchern
31 im Bereich zugeordneter (rückseitiger) Faltkanten korrespondieren, so dass auch
rückseitig die Struktur mit Vertiefungen der Packungskanten entsteht. Die muldenförmigen
Vertiefungen aufgrund der Löcher 31 sind innenseitig zum Teil durch den Zigarettenblock
49, zum Teil durch den Kragen 12 abgedeckt.
[0012] Im Bereich der Frontseite der Packung sind lediglich die vorderen Querfaltlinien
14 bzw. die daraus gebildeten Faltkanten mit einer durch die Löcher 31 geschaffenen
Struktur versehen. Es können die rückseitigen Querkanten in gleicher Weise ausgebildet
sein.
[0013] Eine Besonderheit ist die Gestaltung des Deckels 11 im Bereich der Frontseite. Die
Querkante 14 zwischen Deckel-Vorderwand 22 und Stirnwand 23 ist mit vorzugsweise drei,
zur Längsmittelebene verteilt angeordneten Ausnehmungen versehen aufgrund entsprechender
Löcher 31. Im Bereich der aufrechten, frontseitigen Packungskanten 13 des Deckels
11 ist jeweils eine, vorzugsweise etwa mittig angeordnete Ausnehmung aufgrund eines
Lochs 31 vorgesehen. Dadurch kann der Deckel 11 beim Öffnen in diesem Bereich wirksam
erfasst werden.
[0014] Die Querkante 14 zwischen Deckel-Vorderwand 22 und Deckel-Innenlappen 29 - vorliegend
mit drei gleichmäßig verteilten Löchern 31 versehen - bildet aufgrund der Faltstellung
des Deckel-Innenlappens 29 eine Deckel-Schließkante 33, die bei geschlossenem Deckel
11 einer Schachtel-Schließkante 34 als obere Begrenzung der Schachtel-Vorderwand 15
gegenüberliegt. Deckel-Schließkante 33 und Schachtel-Schließkante 34 bilden durch
Zusammenwirken von Löchern 31 und Randausnehmungen 32 eine besondere Struktur. Die
Löcher 31 des Deckels 11 im Bereich der Deckel-Schließkante 33 führen aufgrund der
Faltstellung zur Bildung von gerundeten, randseitigen Ausstanzungen. Die Schachtel-Schließkante
34 ist vorliegend ebenfalls mit drei Randausnehmungen 32 versehen, die auf die Löcher
31 der Deckel-Schließkante 33 ausgerichtet sind. In Schließstellung des Deckels 11
entstehen freie Ausnehmungen bzw. Löcher, die durch die Deckel-Schließkante 33 einerseits
und die Schachtel-Schließkante 34 andererseits begrenzt sind. Innenseitig sind diese
Ausnehmungen bzw. Löcher durch den Kragen 12, nämlich durch eine in üblicher Weise
ausgebildete Kragen-Vorderwand begrenzt bzw. verdeckt. Dieser Effekt ergibt sich auch
im Bereich der frontseitigen, aufrechten Packungskanten 13 durch vom Kragen gebildeten
aufrechten Kragen-Kanten. Weitere, jedoch nicht erfindungsgemäße Packungsstrukturen
werden nachfolgend anhand der Figuren 5-19 beschrieben. So zeigt das Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 5, Fig. 6 eine andere wirksame Packungsstruktur, ebenfalls anhand einer
Klappschachtel als bevorzugtem Anwendungsbeispiel. Die Packung (Fig. 6) bzw. deren
Zuschnitt (Fig. 5) ist in klassischer Weise aufgebaut, einschließlich Kragen 12. Die
besondere Gestaltung bezieht sich hier auf Öffnungen 35, 36 im Bereich der Schachtel-Vorderwand
15. Benachbart zur Schachtel-Schließkante 34 ist eine Mehrzahl von vorliegend runden
bzw. kreisförmigen Öffnungen 35, 36 angebracht, die vorzugsweise ebenfalls durch Stanzen
bei der Fertigung des Zuschnitts angebracht sind.
[0015] Die Öffnungen 35 sind in einer besonderen Formation angeordnet, nämlich sternartig.
Eine mittlere, zentrale Öffnung 35 ist vorzugsweise mit größerem Durchmesser (3 mm
bis 8 mm, insbesondere 5 mm oder 6 mm) ausgebildet als eine Mehrzahl von entlang radialer
(gedachter) Linien angeordneter vorzugsweise kleinerer Öffnungen 36 (2 mm bis 5 mm,
insbesondere 3 mm). Die Öffnungen 35, 36 in der besonderen Formation bilden eine dekorative
Aufwertung der Packung, insbesondere, wenn, wie gezeigt, die Öffnungen 35, 36 innenseitig
durch den im Bereich einer Vorderwand vergrößerten Kragen 12 abgedeckt sind, wobei
der Kragen 12 bzw. dessen Vorderwand farblich besonders gestaltet sein kann. Die Löcher
35, 36 bilden aufgrund ihrer Anordnung und Größe ein Strukturfeld 50, das das Erfassen
und Halten der Packung erleichtert, insbesondere beim Öffnen und Schließen des Deckels
11.
[0016] Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 7 bis Fig. 9 befasst sich mit einer dreidimensionalen
Struktur von Packungswandungen, vorliegend der Deckel-Vorderwand 22. Diese ist mit
einer Anzahl von vorzugsweise formierten kleineren Löchern versehen, nämlich Nadellöchern
37. Diese sind in der Packungswandung so angeordnet, dass im Bereich der Löcher 37
eine nach außen gerichtete Materialverformung entsteht, nämlich eine Auswölbung bzw.
ein das Nadelloch 37 umgebender, vorspringender Rand 38. Die Nadellöcher 37 sind hier
in parallelen Querreihen angeordnet mit einer insgesamt trapezförmigen Gestalt der
Formation, die ebenfalls als funktionales Strukturfeld 50 dient. Dieses Strukturfeld
50 befindet sich vorzugsweise etwa in der Mitte der Deckel-Vorderwand 22 als Grifffeld
mit deutlich erhöhter Reibung zum manuellen Erfassen des Deckels 11 im Bereich der
Deckel-Vorderwand 22. Der Deckel-Innenlappen 29 kann die Nadellöcher 37 innenseitig
(teilweise) abdecken.
[0017] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 10 bis Fig. 12 sind ausgewählte Wandungen
der Packung (außenseitig) vollflächig mit einer durch Materialverformung, nämlich
durch flächiges Prägen des Zuschnitts mit einer Struktur versehen. Diese ist vorliegend
wellenförmig bzw. schuppenartig strukturiert. Es werden verhältnismäßig kleine, nach
außen gerichtete Materialwölbungen 39 geschaffen, die von (schuppenartig geformten)
nach innen gerichteten Formrändern 40 umgeben sind. Die durch Prägung geschaffene
Struktur des Verpackungsmaterials (dünner Karton) ergibt eine höhere Stabilität der
Packung bzw. des Verpackungsmaterials und eine für den Verbraucher angenehme Wirkung
beim Halten der Packung. Die gleichmäßigen, rasterartigen Verformungen 39, 40 sind
signifikant, beispielsweise mit einer Verformungstiefe (im Bereich der Formränder
40) von etwa 1/10 mm bis 5/10 mm, vorzugsweise in der Größenordnung von 2/10 mm bis
3/10 mm. Auch die Größe der Felder (Schuppen) ist aus funktionalen Gründen vorzugsweise
begrenzt auf Abmessungen (Kantenlängen) von 2 mm bis 5 mm in jeder Richtung.
[0018] Bei diesem Ausführungsbeispiel sind alle Wandungen bzw. Flächen der Packung mit der
kleingerasterten Struktur (Schuppenprägung) versehen, mit Ausnahme von innenliegenden
Schachtel-Seitenlappen 19 und innenliegenden Deckel-Seitenlappen 27. Diese sind jeweils
mit Kleber versehen zur Verbindung mit den äußeren Seitenlappen 18, 26. Weiterhin
sind die Boden-Ecklappen 20 und die Deckel-Ecklappen 28 frei von Prägungen. Hingegen
ist der Deckel-Innenlappen 29 mit einer (Schuppen-)Prägung versehen, die bei gefaltetem
Deckel-Innenlappen 29 mit der Formgebung der Deckel-Vorderwand 22 korrespondiert.
[0019] Vorliegend ist auch der Kragen 12 mit einer zu der Packung im Übrigen passenden flächigen
(Schuppen-)Prägung ausgebildet.
[0020] Eine Besonderheit hinsichtlich der applizierten Struktur zeigt das Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 13 bis Fig. 15. Ausgewählte Flächen bzw. Wandungen der Klappschachtel,
vorliegend die Deckel-Vorderwand 22, ist mit Vorsprüngen bzw. Erhöhungen versehen,
vorliegend in der Form von einzelnen, verhältnismäßig kleinen Noppen 41, die aus einem
gesonderten Material bestehen und auf die betreffende Fläche der Packung aufgetragen
sowie mit dieser verbunden sind. Die Noppen 41 bilden ein Strukturfeld 50, das sich
vorliegend über die gesamte Deckel-Vorderwand 22 erstreckt.
[0021] Die Noppen 41 können aus Kunststoff bestehen, wobei das Material in fließfähigem
bzw. formbarem Zustand aufgebracht wird, vorzugsweise bei der Fertigung des Zuschnitts
(Fig. 13). Durch Aushärten des Materials entstehen die formstabilen, mit der Packungswand
verbundenen Noppen 41. Diese können vorzugsweise aus einem Hotmelt-Leim bestehen,
also einer Substanz, die bei höheren Temperaturen formbar ist und bei der üblichen
Umgebungstemperatur während der Benutzung der Packung fest ist. Die Noppen 41 haben
eine runde bzw. kuppenartige Struktur und sind vorzugsweise in quergerichteten Reihen,
jedenfalls in enger Struktur auf der Fläche der Deckel-Vorderwand 22 (oder einer anderen
Packungswand) angeordnet.
[0022] Fig. 16 zeigt eine Alternative zu dem vorstehenden Ausführungsbeispiel. Eine Packungswandung
- vorliegend ein der Stirnwand 23 des Deckels 11 zugekehrter (oberer) Bereich der
Deckel-Vorderwand 22, hier außerhalb des Deckel-Innenlappens 29 - weist als Strukturfeld
50 durch Prägen des Materials des Zuschnitts gebildete, vorzugsweise gerundete Vertiefungen
42 auf. In diese so geschaffenen Mulden ist eine ursprünglich formbare Substanz eingefüllt,
die vorzugsweise mit der Außenseite der Deckel-Vorderwand 22 bündig abschließt und
so eine Füllung 43 der Vertiefungen 42 bildet. Das Material der Füllungen 43 hat einen
erhöhten Reibungsbeiwert, besteht insbesondere aus Kunststoff oder aus Hotmelt-Substanz.
Die Prägungen bzw. Vertiefungen 42 und deren Füllung 43 werden vorzugsweise bei der
Fertigung des Zuschnitts (Fig. 13) hergestellt.
[0023] In Fig. 17 bis Fig. 19 ist ein Gestaltungsbeispiel für eine Klappschachtel mit besonders
ausgebildeten Packungskanten gezeigt. Es handelt sich dabei um eine sogenannte Rundkanten-Packung,
bei der aufrechte Packungskanten als Rundkanten 44 ausgebildet sind, vorzugsweise
mit der Querschnittsform eines Viertelkreises. Der Zuschnitt (Fig. 17) enthält im
Bereich der Rundkanten 44 keine durch Prägung hergestellten einzelnen Faltlinien,
sondern eine Gruppe von punktförmigen Prägungen, die zu einem der Abmessung der Rundkante
44 entsprechenden Prägestreifen 45 formiert sind. Jeder Prägestreifen 45 besteht aus
einer Vielzahl von kleinen, punktförmigen Erhöhungen, die - analog zum Ausführungsbeispiel
der Fig. 9 - als Stachellöcher 46 ausgebildet sind. Entsprechende nadelförmige Werkzeuge
werden - vorzugsweise bei der Fertigung des Zuschnitts gemäß Fig. 17 - an der Innenseite
des Zuschnitts wirksam, so dass durchgehende Löcher 46 entstehen mit spitz zulaufenden
Erhöhungen 47 an der Außenseite der Packung. Vorzugsweise sind so ausgebildete Prägestreifen
45 im Bereich aller gerundeten Packungskanten 44 angeordnet, hier auch im Bereich
des Deckels 11. Diese Struktur, vorzugsweise ausschließlich im Bereich der Rundungen,
vermittelt dem Verbraucher ein sicheres Gefühl beim Halten der Packung. Auch bei glatten
Oberflächen der Packung im Übrigen kann diese ohne erhöhte Druckaufwendung gehalten
werden.
[0024] Die vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele können, soweit sinnvoll, bei Packungen
gemeinsam verwendet werden. Die Gestaltung der Deckel-Vorderwand 22 in der Ausführung
gemäß Fig. 7 bis Fig. 9 oder in der Ausführung gemäß Fig. 13 bis Fig. 16 kann vorteilhaft
bei Packungen gemäß Fig. 5, Fig. 6 oder gemäß Fig. 17 bis Fig. 19 eingesetzt werden.
Vollflächige Strukturen entsprechend Fig. 10 bis Fig. 12 können für einzelne ausgewählte
Packungswandungen eingesetzt werden. Die besondere Ausbildung der Rundkanten 44 in
Fig. 17 bis 19 kann analog auch für Achteck- bzw. Schrägkanten-Packungen angewendet
werden. Weiterhin können alle gezeigten und beschriebenen Strukturen für andere (Zigaretten-)Packungen
Anwendung finden, insbesondere bei Packungen des Typs Shell and Slide, Becherpackungen
oder sogenannten Kappenschachteln.
Bezugszeichenliste
| 10 |
Schachtelteil |
37 |
Nadelloch |
| 11 |
Deckel |
38 |
Rand |
| 12 |
Kragen |
39 |
Wölbung |
| 13 |
Längsfaltlinie |
40 |
Formrand |
| 14 |
Querfaltlinie |
41 |
Noppe |
| 15 |
Schachtel-Vorderwand |
42 |
Vertiefung |
| 16 |
Bodenwand |
43 |
Füllung |
| 17 |
Schachtel-Rückwand |
44 |
Rundkante |
| 18 |
(äußerer) Schachtel- |
45 |
Prägestreifen |
| |
Seitenlappen |
46 |
Stachelloch |
| 19 |
(innerer) Schachtel- |
47 |
Erhöhung |
| |
Seitenlappen |
48 |
Innenumhüllung |
| 20 |
Boden-Ecklappen |
49 |
Zigarettenblock |
| 21 |
Schachtel-Seitenwand |
50 |
Strukturfeld |
| 22 |
Deckel-Vorderwand |
|
|
| 23 |
Stirnwand |
|
|
| 24 |
Deckel-Rückwand |
|
|
| 25 |
Liniengelenk |
|
|
| 26 |
Deckel-Seitenlappen |
|
|
| 27 |
Deckel-Seitenlappen |
|
|
| 28 |
Stirn-Ecklappen |
|
|
| 29 |
Deckel-Innenlappen |
|
|
| 30 |
Deckel-Seitenwand. |
|
|
| 31 |
Loch |
|
|
| 32 |
Randausnehmung |
|
|
| 33 |
Deckel-Schließkante |
|
|
| 34 |
Schachtel-Schließkante |
|
|
| 35 |
Öffnung |
|
|
| 36 |
Öffnung |
|
|
1. Zigarettenpackung in der Ausführung als Klappschachtel aus dünnem Karton oder gleichartigem
Packstoff mit einem Schachtelteil (10), einem mit diesem schwenkbar verbundenen Deckel
(11) und mit einem im Schachtelteil angeordneten Kragen (12), wobei Wandungen des
Schachtelteils (10) und des Deckels (11) durch Stanzungen gebildete Vertiefungen aufweisen,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) die Zigarettenpackung ist aus einem gemeinsamen Zuschnitt für Schachtelteil (10)
und Deckel (11) gebildet, wobei der Zuschnitt durch Stanzen angebrachte Löcher (31)
im Bereich von ausgewählten Längsfaltlinien (13) und/oder Querfaltlinien (14) aufweist,
derart, dass im Bereich der Faltlinien (13, 14) gebildete aufrechte oder quergerichtete
Packungskanten aufgrund rechtwinkliger Faltung entsprechend der Form der Löcher (31)
muldenförmige Vertiefungen gebildet sind,
b) einander überdeckende Faltlappen (18, 19; 27, 28) zur Bildung doppellagiger Seitenwände,
nämlich von Schachtel-Seitenwänden (21) und Deckel-Seitenwänden (30) weisen randseitige
Vertiefungen auf, nämlich Randausnehmungen (32), die mit Löchern im Bereich von zugeordneten
Faltkanten korrespondieren,
c) eine Deckel-Vorderwand (22) bildet mit einem gegen die Innenseite der Deckel-Vorderwand
(22) gefalteten Deckel-Innenlappen (29) eine Deckel-Schließkante (33),
d) im Bereich der Deckel-Schließkante (33) sind mehrere durch Stanzung gebildete Löcher
(31) angeordnet, die bei gefaltetem Deckel-Innenlappen (29) im Bereich der Deckel-Schließkante
(33) Ausnehmungen bilden,
e) eine der Deckel-Schließkante (33) bei geschlossenem Deckel (11) gegenüberliegende
Schachtel-Schließkante (34) einer Schachtel-Vorderwand (15) ist mit durch Stanzungen
gebildeten, offenen Randausnehmungen (32) versehen,
f) bei geschlossenem Deckel (11) bilden die Ausnehmungen der Deckel-Schließkante (33)
und die Randausnehmungen (32) der gegenüberliegenden Schachtel-Schließkante (34) gemeinsame
Öffnungen.
2. Packung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass alle frontseitigen Längsfaltlinien (13) und Querfaltlinien (14) sowie rückseitige
Längsfaltlinien (13) im Bereich des Schachtelteils (10) mit Löchern (31) versehen
sind.
1. A cigarette packet in the embodiment of a hinge-lid pack type made of thin cardboard
or similar packaging material, having a pack part (10), a lid (11) pivotably connected
thereto, and a collar (12) arranged in the pack part, wherein walls of the pack part
(10) and of the lid (11) have indentations formed by punchings,
characterized by the following features:
a) the cigarette packet is formed from a common blank for pack part (10) and lid (11),
wherein the blank has holes (31) which are applied by means of punching in the region
of selected longitudinal fold lines (13) and/or of cross fold lines (14), such that
trough-shaped indentations corresponding to the form of the holes (31) are formed
in the region of the fold lines (13, 14) of upright or transversely-directed pack
edges formed as a result of right-angled folding,
b) mutually overlapping fold tabs (18, 19; 27, 28) for the formation of double-layer
side walls, that is to say pack side walls (21) and lid side walls (30), have marginal
indentations, namely edge recesses (32), which correspond to holes in the region of
associated fold lines,
c) a lid front wall (22) forms a lid closing edge (33) by means of a lid inner tab
(29) being folded against the inner side of the lid front wall (22),
d) arranged in the region of the lid closing edge (33) is a plurality of holes (31)
formed by punching which form recesses in the region of the lid closing edge (33)
when the lid inner tab (29) is folded,
e) a pack closing edge (34) of a pack front wall (15), which lies opposite the lid
closing edge (33) when the lid (11) is closed, is provided with open edge recesses
(32) formed by punchings,
f) the recesses of the lid closing edge (33) and the edge recesses (32) of the pack
closing edge (34) opposite thereto form common openings when the lid (11) is closed.
2. The packet as claimed in Claim 1, characterized in that all front-side longitudinal fold lines (13) and cross fold lines (14) as well as
rear-side longitudinal fold lines (13) are provided with holes (31) in the region
of the pack part (10).
1. Paquet de cigarettes réalisé sous forme de boîte pliante constituée de carton mince
ou d'un matériau d'emballage de type similaire avec une partie de boîte (10), un couvercle
(11) relié à celle-ci de manière pivotante, et un rebord (12) disposé dans la partie
de boîte, des parois de la partie de boîte (10) et du couvercle (11) présentant des
renfoncements formés par estampages,
caractérisé par les caractéristiques suivantes :
a) le paquet de cigarettes est formé à partir d'une pièce découpée commune pour la
partie de boîte (10) et pour le couvercle (11), la pièce découpée présentant des trous
(31) réalisés par estampage dans la région de lignes de pliure longitudinales sélectionnées
(13) et/ou de lignes de pliure transversales (14) sélectionnées, de telle sorte qu'il
se forme dans la région des arêtes d'emballage dressées ou orientées transversalement
formées des lignes de pliure (13, 14), du fait d'un pliage à angle droit, des renfoncements
en forme de creux de manière correspondant à la forme des trous (31),
b) des rabats de pliage se recouvrant mutuellement (18, 19 ; 27, 28) pour la formation
de parois latérales à deux couches, à savoir des parois latérales de boîte (21) et
des parois latérales de couvercle (30), présentent des renfoncements du côté des bords,
à savoir des évidements marginaux (32), qui correspondent à des trous dans la région
d'arêtes de pliage associées,
c) une paroi avant de couvercle (22) forme, avec un rabat intérieur de couvercle (29)
plié vers le côté intérieur de la paroi avant de couvercle (22), une arête de fermeture
de couvercle (33),
d) dans la région de l'arête de fermeture de couvercle (33) sont disposés plusieurs
trous (31) formés par estampage, qui, lorsque les rabats intérieurs de couvercle (29)
sont pliés, forment des évidements dans la région de l'arête de fermeture de couvercle
(33),
e) une arête de fermeture de boîte (34) d'une paroi avant de boîte (15), opposée à
l'arête de fermeture de couvercle (33) lorsque le couvercle (11) est fermé, est pourvue
d'évidements marginaux (32) ouverts, formés par estampages,
f) lorsque le couvercle (11) est fermé, les évidements de l'arête de fermeture de
couvercle (33) et les évidements marginaux (32) de l'arête de fermeture de boîte opposée
(34) forment des ouvertures communes.
2. Paquet selon la revendication 1, caractérisé en ce que toutes les lignes de pliure longitudinales (13) du côté frontal et toutes les lignes
de pliure transversales (14) du côté frontal ainsi que les lignes de pliure longitudinales
du côté arrière (13) sont pourvues de trous (31) dans la région de la partie de boîte
(10).