[0001] Die vorliegende Erdfindung betrifft ein Bett. Die Erfindung betrifft außerdem ein
Baukastensystem zum Herstellen derartiger Betten.
[0002] Ein Bett umfasst üblicherweise einen im Wesentlichen rechteckigen Korpus, der vier
Korpusteile aufweist, die einen Liegebereich zur Aufnahme einer Unterfederung seitlich
umschließen. Dabei bilden die vier Korpusteile ein Kopfteil, ein Fußteil und zwei
Seitenteile, wobei die beiden Seitenteile jeweils das Kopfteil mit dem Fußteil verbinden.
Im Gebrauch des Betts steht der Korpus unmittelbar oder über Füße auf einem Boden
und stützt sämtliche Gewichtskräfte, die üblicherweise über eine Matratze, die auf
die Unterfederung aufgelegt ist, und über die Unterfederung in den Korpus eingeleitet
werden, ab. Hierzu wird der Korpus zweckmäßig insgesamt als selbsttragender Korpus
konzipiert.
[0003] Um den unterschiedlichsten Kundenwünschen entsprechen zu können, werden für einen
derartigen Korpus vielfältige Varianten bereitgestellt, die sich durch unterschiedliche
Materialien, Farben und Dekors voneinander unterscheiden. Der Aufwand, eine derartige
Vielfalt an unterschiedlichen Betten bereitzustellen, ist vergleichsweise groß.
[0004] Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, für ein Bett der eingangs
genannten Art eine verbesserte Ausführungsform anzugeben, die sich insbesondere durch
eine vereinfachte Variantenbildung auszeichnet.
[0005] Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs
gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0006] Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, zumindest eines der Korpusteile,
also zumindest ein Teil aus der Gruppe der beiden Seitenteile, des Kopfteils und des
Fußteils, mit einem Rahmen und zumindest einem Verkleidungselement auszustatten. Der
Rahmen weist hierbei zumindest vier Rahmensegmente auf, die einen zum Korpusinnenraum
bzw. zum Liegebereich offenen Verkleidungsbereich randseitig einfassen. Hierdurch
ist der jeweilige Rahmen selbsttragend konzipiert, derart, dass er auch ohne daran
angeordnetem Verkleidungselement hinreichend stabil ist. Das jeweilige Verkleidungselement
kann am jeweiligen Rahmen so angebracht werden, dass es den jeweiligen Verkleidungsbereich
abdeckt. Der jeweilige Rahmen bildet dadurch eine Art Rohbaustruktur für das jeweilige
Korpusteil, während das Verkleidungselement eine an der Rohbaustruktur, also am Rahmen,
anbringbare Verkleidungsstruktur bildet. Im jeweiligen Korpusteil erfolgt somit eine
funktionale Trennung zwischen einer dem Rahmen zugeordneten Tragfunktion und einer
dem Verkleidungselement zugeordneten Designfunktion. Die Auftrennung dieser beiden
Funktionen und Zuordnungen zu verschiedenen Komponenten kann auch als Chassis-Bauweise
bezeichnet werden, die aus dem Fahrzeugbau bekannt ist und sich dadurch charakterisiert,
dass an einer selbsttragenden Rohbaustruktur Verkleidungselemente angebracht werden,
die eine Außenhaut und somit ein optisches Erscheinungsbild des jeweiligen Fahrzeugs
definieren. Beim hier vorgestellten Bett kann vorgesehen sein, dass nur ein einziges
Korpusteil in dieser Chassis-Bauweise ausgeführt ist. Ebenso ist eine Ausführungsform
denkbar, bei der zwei oder drei Korpusteile in der Chassis-Bauweise ausgeführt sind.
Bevorzugt ist jedoch eine Ausführungsform, bei der alle vier Korpusteile, also der
gesamte Korpus in dieser Chassis-Bauweise ausgeführt sind bzw. ist.
[0007] Der Liegebereich bildet innerhalb des Korpus eine vertikal orientierte Korpusöffnung,
sodass die jeweilige Unterfederung in einer Vertikalrichtung in den Liegebereich einsetzbar
oder darauf aufsetzbar ist. Der jeweilige Verkleidungsbereich bildet dagegen im jeweiligen
Rahmen eine horizontal orientierte Rahmenöffnung, die bei fehlendem Verkleidungselement
einen horizontalen Zugriff zu dem vom Korpus eingefassten Liegebereich ermöglicht.
Bevorzugt bildet der Verkleidungsbereich eine relativ große Öffnung innerhalb des
jeweiligen Rahmens, deren vertikaler Durchmesser größer ist als vertikale Abmessungen
von den Verkleidungsbereich oben und unten begrenzenden horizontalen Abschnitten des
Rahmens und/oder deren horizontaler Durchmesser größer ist als horizontale Abmessungen
von den Verkleidungsbereich seitlich begrenzenden vertikalen Abschnitten des Rahmens.
[0008] Die Korpusteile können zweckmäßig flächig konzipiert sein, sodass sie sich im Wesentlichen
in einer Vertikalebene erstrecken. Insbesondere kann das jeweilige Verkleidungselement
flächig bzw. plattenförmig ausgestaltet sein.
[0009] Entsprechend einer vorteilhaften Ausführungsform kann das jeweilige Verkleidungselement
lösbar am jeweiligen Rahmen befestigt sein. Beispielsweise lassen sich dadurch unterschiedliche
Verkleidungselemente einfach austauschen. Ebenso ist es dadurch möglich, einen seitlichen
Zugriff zum Liegebereich zu ermöglichen, da bei entferntem Verkleidungselement der
jeweilige Verkleidungsbereich und somit die dadurch gebildete Rahmenöffnung freigelegt
ist. Bevorzugt können Schnellbefestigungsmittel, wie zum Beispiel Rastverbindungen
oder Schnappverbindungen, verwendet werden, um das jeweilige Verkleidungselement lösbar
am zugehörigen Rahmen zu befestigen. Insbesondere können Befestigungsmittel verwendet
werden, die eine Montage und Demontage ohne Werkzeug erlauben. Denkbar ist auch hier
der Einsatz von Rast- und/oder Schnappverbindungen. Ferner werden die Befestigungsmittel
bevorzugt so angeordnet, dass sie von außen nicht sichtbar sind.
[0010] Gemäß einer anderen vorteilhaften Ausführungsform können die vier Rahmensegmente
des jeweiligen Rahmens einen unteren Horizontalträger, einen oberen Horizontalträger
und zwei seitliche Vertikalträger bilden, wobei die beiden Vertikalträger jeweils
den unteren Horizontalträger mit dem oberen Horizontalträger verbinden. Derartige
Träger lassen sich besonders preiswert herstellen. Beispielsweise können es geradlinige
Profilkörper sein, die sich durch ein in ihrer Längsrichtung konstantes Querschnittsprofil
auszeichnen. Mit Hilfe geradliniger Träger lässt sich ein rechteckiger Rahmen mit
rechteckigem Verkleidungsbereich realisieren, der sich durch eine besonders hohe Steifigkeit
auszeichnet. Ein derartiger rechteckiger Rahmen kann grundsätzlich auch mit wenigstens
einer Diagonalstrebe, vorzugsweise mit zwei sich kreuzenden Diagonalstreben ausgestattet
sein, die jeweils diametral gegenüber liegende Ecken miteinander verbinden.
[0011] Entsprechend einer anderen vorteilhaften Ausführungsform kann das jeweilige Verkleidungselement
einen Abdeckbereich und einen Haltebereich aufweisen. Der Abdeckbereich ist dabei
so geformt und angeordnet, dass er bei an den Rahmen angebautem Verkleidungselement,
vorzugsweise außen am jeweiligen Rahmen angeordnet ist und dabei über den jeweiligen
Verkleidungsbereich übersteht. Vorzugsweise ist der Abdeckbereich flächig bzw. vollflächig
ausgestaltet, so dass er die Rahmenöffnung, also den Verkleidungsbereich vollständig
verschließt bzw. abdeckt. Im Unterschied dazu kann der jeweilige Haltebereich so geformt
und angeordnet sein, dass er bei am Rahmen angebrachtem Verkleidungselement in den
jeweiligen Verkleidungsbereich eingreift. Diese Maßnahme ermöglicht es, bei einer
flächigen Ausgestaltung des jeweiligen Haltebereichs das Verkleidungselement mit einer
größeren Dicke zu realisieren, ohne dass es dabei signifikant nach außen auf den Rahmen
aufträgt. Durch eine größere Wandstärke des Verkleidungselements lässt sich dieses
stabiler und steifer ausgestalten. Alternativ kann der Haltebereich auch rahmenförmig
oder punktförmig, also mit mehreren punktförmigen Halteelementen ausgestaltet sein.
Der rahmenförmige Haltebereich kann mit einem den Verkleidungsbereich einfassenden
Innenrand des jeweiligen Rahmens zusammenwirken, um das jeweilige Verkleidungselement
am Rahmen zu befestigen. Analog dazu können auch die punktförmigen, entlang des Innenrands
verteilt angeordneten Halteelemente zum Halten des Verkleidungselements am Rahmen
mit dem Innenrand zusammenwirken. Beispielsweise können bei einem rechteckigen Rahmen,
dessen Innenrand einen rechteckigen Verkleidungsbereich einfasst, vier, auf die Ecken
verteilte Halteelemente vorgesehen sein, die den Haltebereich bilden und mit denen
das Verkleidungselement am Rahmen befestigt ist. Ebenso können vier linienförmige
Halteelemente vorgesehen sein, die außerhalb der Ecken angeordnet sind und mit den
Trägern zusammenwirken.
[0012] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung kann der jeweilige Haltebereich den zugehörigen
Verkleidungsbereich vollständig ausfüllen. Hierdurch kann ein Formschluss zwischen
dem Rahmen und dem Verkleidungselement realisiert werden, was eine zuverlässige Positionierung
des Verkleidungselements am Rahmen ermöglicht. Gleichzeitig kann dadurch auch eine
Aussteifung des Rahmens mit Hilfe des in den Verkleidungsbereich eingreifenden Haltebereichs
erreicht werden. Der Rahmen bildet eine Art offenes Fachwerk, dessen Rahmenöffnung
durch den Verkleidungsbereich gebildet ist und die beim Anbringen des Verkleidungselements
durch den jeweiligen Haltebereich ausgefacht bzw. verschlossen wird.
[0013] Bei einer anderen vorteilhaften Weiterbildung kann das jeweilige Verkleidungselement
mit Hilfe des jeweiligen Haltebereichs am zugehörigen Rahmen befestigt sein. In diesem
Fall wird die Fixierung des Verkleidungselements am Rahmen vorzugsweise ausschließlich
über den Haltebereich realisiert. Beispielsweise kann der Haltebereich soweit in den
Verkleidungsbereich eindringen, dass am Haltebereich angeordnete Befestigungselemente
an einer vom Abdeckbereich abgewandten Seite den Rahmen hintergreifen können. Zusätzlich
oder alternativ kann vorgesehen sein, dass Befestigungsmittel, mit denen das jeweilige
Verkleidungselement am jeweiligen Rahmen befestigt ist, ausschließlich mit dem Haltebereich
und dem jeweiligen Rahmen zusammenwirken, so dass der am Haltebereich fixierte Abdeckbereich
nur über den Haltebereich am Rahmen gehalten ist. Insbesondere kann bei einer bevorzugten
Ausführungsform somit vorgesehen sein, dass der Abdeckbereich fest am Haltebereichangeordnet
ist, dass der Haltebereich am jeweiligen Rahmen befestigt ist, und dass der Abdeckbereich
ausschließlich über den Haltebereich, also indirekt am jeweiligen Rahmen gehalten
ist.
[0014] Zweckmäßig sind das jeweilige Verkleidungselement und der zugehörige Rahmen so aufeinander
abgestimmt, dass beim Befestigen des Verkleidungselements am Rahmen Herstellungstoleranzen
ausgeglichen werden können. Beispielsweise kann das jeweilige Verkleidungselement
in einer Ebene, in der sich der Verkleidungsbereich erstreckt, relativ zum Rahmen,
insbesondere horizontal und vertikal, verschiebbar sein, zumindest während der Montage.
[0015] Bei einer anderen vorteilhaften Ausführungsform können zumindest zwei in einem Korpuseckbereich
aneinander grenzende Korpusteile jeweils einen solchen Rahmen und wenigstens ein solches
Verkleidungselement aufweisen. Besonders zweckmäßig ist dann eine Ausführungsform,
bei welcher die beiden Rahmen im Korpuseckbereich ein gemeinsames seitliches, insbesondere
vertikales, Rahmensegment aufweisen. Durch die gemeinsame Nutzung eines im Korpuseckbereich
angeordneten Rahmensegments vereinfacht sich die Herstellung der aneinander angrenzenden
Rahmen.
[0016] Sofern alle vier Korpusteile jeweils einen solchen Rahmen und wenigstens ein solches
Verkleidungselement aufweisen, sind die vier Rahmen zweckmäßig in Korpuseckbereichen
fest miteinander verbunden, derart, dass sie ein selbsttragendes Gestell bilden, an
diesem Gestell lassen sich dann die gewünschten Verkleidungselemente montieren. Das
selbsttragende Gestell zeichnet sich dadurch aus, dass es auch ohne die Verkleidungselemente
ordnungsgemäß als Bett nutzbar ist, sodass also insbesondere die jeweilige Unterfederung
eingesetzt werden kann, eine Matratze auf die Unterfederung aufgelegt werden kann
und auch für den üblichen Gebrauch belastet werden kann.
[0017] Sofern entsprechend einer besonders vorteilhaften Ausführungsform alle vier Korpusteile
jeweils einen derartigen Rahmen und jeweils wenigstens ein derartiges Verkleidungselement
aufweisen, kann optimal vorgesehen sein, dass in vier Korpuseckbereichen jeweils ein
seitliches, insbesondere vertikales, Rahmensegment vorgesehen ist, das den beiden
im jeweiligen Korpuseckbereich aneinander grenzenden Rahmen gemeinsam zugeordnet ist.
Sofern also vier Rahmen vorhanden sind, die jeweils zwei Vertikalträger aufweisen,
werden die Vertikalträger jeweils von zwei benachbarten Rahmen gemeinsam genutzt,
sodass die vier Rahmen insgesamt nur vier Vertikalträger aufweisen.
[0018] Der Korpus kann also grundsätzlich so aufgebaut werden, dass vier obere Horizontalträger
und vier untere Horizontalträger an vier Vertikalträger angebaut werden. Alternativ
ist es ebenso möglich, zunächst die vier oberen Horizontalträger zu einem oberen Horizontalrahmen
und die vier unteren Horizontalträger zu einem unteren Horizontalträger zusammen zu
bauen. Anschließend können die vier Vertikalträger zwischen den beiden Horizontalrahmen
eingesetzt werden, um den Korpus auszubilden. Sofern jedoch die Vertikalträger für
jeden Rahmen separat vorgesehen sind, können aus je einem oberen Horizontalträger,
einem unteren Horizontalträger und zwei Vertikalträgern insgesamt vier Rahmen zusammengebaut
werden, die dann das Fußteil, das Kopfteil und die beiden Seitenteile bilden und die
anschließend zum Korpus zusammengebaut werden können.
[0019] Gemäß einer anderen vorteilhaften Ausführungsform kann der Korpus wenigstens vier
Fußelemente zum Abstellen des Korpus auf einem Boden aufweisen, wobei je ein Fußelement
einem Korpuseckbereich zugeordnet ist, in dem zwei Korpusteile aneinander grenzen.
Zumindest eines der vier Fußelemente kann höhenverstellbar ausgestaltet sein, um Unebenheiten
des Bodens und/oder Herstellungstoleranzen des Korpus auszugleichen.
[0020] Besonders zweckmäßig ist eine Weiterbildung, bei der je ein Fußelement an einem solchen
gemeinsamen Rahmensegment ausgebildet ist, wodurch eine besonders stabile Abstützung
des Korpus an den Fußelementen erzielbar ist. Alternativ ist es ebenso möglich, jedem
Korpusteil genau ein Fußelement zuzuordnen. Ebenso ist es möglich, zwei Korpusteilen
jeweils zwei einander gegenüberliegenden Fußelemente zuzuordnen, während den beiden
anderen Korpusteilen dann keine Fußelemente zugeordnet sind.
[0021] Ein erfindungsgemäßes Baukastensystem, mit dessen Hilfe ein Bett der vorstehend beschriebenen
Art hergestellt werden kann, umfasst verschiedene Verkleidungselemente, die wahlweise
an den jeweiligen Rahmen angebaut werden können. Beispielsweise können sich die unterschiedlichen
Verkleidungselemente durch verschiedene Dekore und/oder Materialien und/oder Farben
voneinander unterscheiden. Ebenso können unterschiedliche Verkleidungselemente verschiedene
haptische Strukturen besitzen. Ferner können Verkleidungselemente mit einem Bezug
aus einem Stoff oder aus Leder versehen sein. Andere Verkleidungselemente können ohne
Bezug konzipiert sein.
[0022] Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
[0023] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0024] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen
auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Komponenten beziehen.
[0025] Es zeigen, jeweils schematisch,
- Fig. 1
- eine isometrische, auseinander gezogene Darstellung eines Betts mit Unterfederung
und Matratze,
- Fig. 2
- eine isometrische Ansicht des Betts aus Figur 1, jedoch ohne Unterfederung und ohne
Matratze.
[0026] Entsprechend den Figuren 1 und 2 umfasst ein Bett 1 einen vorzugsweise rechteckigen
Korpus 2. Der Korpus 2 weist vier Korpusteile 3, 4, 5, 6 auf, die einen Liegebereich
7 seitlich umschließen. Der Liegebereich 7 bildet eine vertikal orientierte Korpusöffnung
und dient zur Aufnahme einer Unterfederung 8, die in Figur 1 als Lattenrost ausgestaltet
ist. Auf die Unterfederung 8 kann anschließend eine Matratze 9 aufgelegt werden. Die
vier Korpusteile 3, 4, 5, 6 bilden im Einzelnen ein Kopfteil 3, ein Fußteil 4 und
zwei Seitenteile 5, 6. Die Seitenteile 5, 6 verbinden jeweils das Kopfteil 3 mit dem
Fußteil 4.
[0027] Bei der in den Figuren 1 und 2 gezeigten bevorzugten Ausführungsform sind alle vier
Korpusteile 3, 4, 5, 6 so ausgestaltet, dass sie jeweils einen Rahmen 10, 11, 12,
13 sowie jeweils zumindest ein Verkleidungselement 14, 15, 16, 17 aufweisen. Dementsprechend
besitzt das Kopfteil 3 einen Rahmen 10 und ein Verkleidungselement 14. Das Fußteil
4 besitzt einen Rahmen 11 und ein Verkleidungselement 15. Das eine Seitenteil 5 besitzt
einen Rahmen 12 und ein Verkleidungselement 16. Das andere Seitenteil 6 besitzt ebenfalls
einen Rahmen 13 und ein Verkleidungselement 17. Jeder Rahmen 10, 11, 12, 13 weist
zumindest vier Rahmensegmente 18, 19, 20 auf, die jeweils einen Verkleidungsbereich
29 randseitig einfassen. Der Verkleidungsbereich 29 ist dabei durch eine horizontal
orientierte Rahmenöffnung definiert und ist dementsprechend zum Liegebereich 7 offen.
Die Rahmensegmente 18, 19, 20 definieren einen oberen Horizontalträger 18, einen unteren
Horizontalträger 19 und zwei seitliche Vertikalträger 20, wobei die beiden Horizontalträger
18, 19 jeweils durch zwei Vertikalträger 20 miteinander verbunden sind. Die als Träger
ausgebildeten Rahmensegmente 18, 19, 20 sind in dem hier vorgestellten Ausführungsbeispiel
geradlinig konzipiert und rechtwinklig miteinander verbunden, wodurch der jeweilige
Rahmen 10, 11, 12, 13 als Rechteckrahmen konzipiert ist. Der jeweilige Rahmen 10,
11, 12, 13 liegt dabei in einer Vertikalebene. Der Korpus 2 ist bezüglich einer vertikalen
Blickrichtung rechteckig konzipiert. Die vier Rahmen 10, 11, 12, 13, die in Korpuseckbereichen
21, 22, 23, 24 aneinander grenzen und fest miteinander verbunden sind, bilden ein
selbsttragendes Gestell 25. Zweckmäßig besitzt auch das Gestell 25 in der Vertikalrichtung
eine Rechteck-Geometrie, sodass die in der Umfangsrichtung benachbarten Rahmen 10,
11, 12, 13 im jeweiligen Korpuseckbereich 21, 22, 23, 24 rechtwinklig aneinander grenzen
und aneinander befestigt sind.
[0028] Das jeweilige Verkleidungselement 14, 15, 16, 17 kann gemäß Figur 2 am jeweiligen
Rahmen 10, 11, 12, 13 so befestigt werden, dass es den jeweiligen Verkleidungsbereich
29 abdeckt. Die Verkleidungselemente 14, 15, 16, 17 sind hier plattenförmig konzipiert,
sodass sie sich in einer Ebene erstrecken können, die ebenfalls vertikal verläuft.
Die Verkleidungselemente 14, 15, 16, 17 können mit Hilfe von hier nicht gezeigten
Schnellbefestigungsmitteln lösbar am jeweiligen Rahmen 10, 11, 12, 13 befestigt werden.
[0029] Die Verkleidungselemente 14, 15, 16, 17 können entsprechend einer vorteilhaften Ausführungsform
jeweils einen Abdeckbereich 26 und einen Haltebereich 27 aufweisen. Bei der hier wiedergegebenen
bevorzugten Montage, bei der die Verkleidungselemente 14, 15, 16, 17 von außen am
jeweiligen Rahmen 10, 11, 12, 13 bzw. am Gestell 25 angebracht werden, sind die Haltebereiche
27 dem Liegebereich 7 zugewandt, während die Abdeckbereiche 26 vom Liegebereich 7
abgewandt sind. Im angebauten Zustand ist der jeweilige Abdeckbereich 26 randseitig
über den jeweiligen Verkleidungsbereich 29 überstehend außen am jeweiligen Rahmen
10, 11, 12, 13 angeordnet. Im Unterschied dazu greift der jeweilige Haltebereich 27
im zugehörigen Rahmen 10, 11, 12, 13 in den jeweiligen Verkleidungsbereich 29 ein.
Bei dem hier gezeigten Beispiel sind die Haltebereiche 27 komplementär zum jeweiligen
Verkleidungsbereich 29 geformt, sodass der jeweilige Haltebereich 27 im angebauten
Zustand den zugehörigen Verkleidungsbereich 29 im Wesentlichen vollständig und somit
formschlüssig ausfüllt. Zweckmäßig erfolgt die Befestigung des jeweiligen Verkleidungselements
14, 15, 16, 17 am jeweiligen Rahmen 10, 11, 12, 13 bzw. am Gestell 25 mit Hilfe des
jeweiligen Haltebereichs 27. Beispielsweise können am Haltebereich 27 die vorstehend
genannten Schnellbefestigungsmittel ausgebildet sein, beispielsweise in Form von Rastnasen,
Federelementen, Riegeln und dergleichen.
[0030] Bei der hier gezeigten Ausführungsform besitzt zwar jeder Rahmen 10, 11, 12, 13 für
sich gesehen zwei Horizontalträger 18, 19 und zwei Vertikalträger 20, jedoch werden
in den Korpuseckbereichen 21, 22, 23, 24 die darin angeordneten Vertikalträger 20
von den beiden daran angrenzenden Tragrahmen 10, 11, 12, 13 gemeinsam genutzt, sodass
das Gestell 25 insgesamt nur vier Vertikalträger 20 aufweist.
[0031] Zumindest einer der Rahmen 10, 11, 12, 13 kann bei einer anderen hier nicht gezeigten
Ausführungsform drei vertikal verlaufende Rahmensegmente 20 aufweisen, nämlich zusätzlich
zu den beiden gezeigten außen liegenden vertikalen Rahmensegmenten 20 ein weiteres,
dazwischen angeordnetes vertikales Rahmensegment, welches den jeweiligen Verkleidungsbereich
29 in zwei Verkleidungsbereiche unterteilt. Zur Verkleidung eines derartigen Rahmens
10, 11, 12, 13 können dann auch zwei separate Verkleidungselemente 14, 15, 16, 17
vorgesehen sein. Es ist klar, dass alternativ auch drei horizontale Rahmensegmente
18, 19 vorgesehen sein können, die den jeweiligen Verkleidungsbereich 29 dann in horizontaler
Richtung teilen. Ferner ist denkbar, sowohl ein drittes vertikales Rahmensegment 20
als auch ein drittes horizontales Rahmensegment 18, 19 vorzusehen, um den jeweiligen
Verkleidungsbereich 29 in insgesamt vier Segmente zu unterteilen, denen dann vier
separate Verkleidungselemente zugeordnet sein können.
[0032] Der Korpus 2 weist zumindest vier Fußelemente 28 auf, mit deren Hilfe der Korpus
2 und somit das gesamte Bett 1 auf einem Boden oder Untergrund abgestellt werden kann.
Zweckmäßig sind die Fußelemente 28 jeweils in einem Korpuseckbereich 21, 22, 23, 24
angeordnet. Bei der hier gezeigten bevorzugten Ausführungsform ist je ein Fußelement
28 an jeweils einem der gemeinsamen vertikalen Rahmensegmente 20 ausgebildet, wodurch
sich innerhalb des Gestells 25 eine besonders günstige Kraftverteilung ergibt.
[0033] In einem Baukastensystem, mit dessen Hilfe unterschiedliche Varianten eines derartigen
Betts 1 hergestellt werden können, finden sich ein Gestell 25 und mehrere unterschiedliche
Varianten für die einzelnen Verkleidungselemente 14, 15, 16, 17. Durch Montieren unterschiedlicher
Verkleidungselemente 14, 15, 16, 17 am Gestell 25 lassen sich unterschiedliche Designvarianten
für das Bett 1 realisieren.
[0034] Es ist klar, dass auch für das Gestell 25 in üblicher Weise verschiedene Varianten
realisierbar sind, um unterschiedliche Bettgrößen, wie zum Beispiel Einzelbett oder
Doppelbett, darstellen zu können.
1. Bett mit einem Korpus (2), der vier Korpusteile (3, 4, 5, 6) aufweist, die einen Liegebereich
(7) zur Aufnahme einer Unterfederung (8) seitlich umschließen und die ein Kopfteil
(3), ein Fußteil (4) und zwei Seitenteile (5, 6) bilden, wobei zumindest eines der
Korpusteile (3, 4, 5, 6) einen Rahmen (10, 11, 12, 13) und wenigstens ein Verkleidungselement
(14, 15, 16, 17) aufweist, wobei der jeweilige Rahmen (10, 11, 12, 13) wenigstens
vier Rahmensegmente (18, 19, 20) aufweist, die einen zum Liegebereich (7) offenen
Verkleidungsbereich (29) randseitig einfassen, wobei das jeweilige Verkleidungselement
(14, 15, 16, 17) den jeweiligen Verkleidungsbereich (29) abdeckend am jeweiligen Rahmen
(10, 11, 12, 13) angebracht ist.
2. Bett nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das jeweilige Verkleidungselement (14, 15, 16, 17) lösbar am jeweiligen Rahmen (10,
11, 12, 13) befestigt ist.
3. Bett nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das jeweilige Verkleidungselement (14, 15, 16, 17) mit Befestigungsmitteln am jeweiligen
Rahmen (10, 11, 12, 13) befestigt ist, die eine werkzeuglose Montage und Demontage
des jeweiligen Verkleidungselements (14, 15, 16, 17) am jeweiligen Rahmen (10, 11,
12, 13) ermöglichen.
4. Bett nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die vier Rahmensegmente (18, 19, 20) des jeweiligen Rahmens (10, 11, 12, 13) einen
oberen Horizontalträger (18), einen unteren Horizontalträger (19) und zwei seitliche
Vertikalträger (20) bilden.
5. Bett nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das jeweilige Verkleidungselement (14, 15, 16, 17) einen randseitig über den jeweiligen
Verkleidungsbereich (29) überstehenden, am jeweiligen Rahmen (10, 11, 12, 13) angeordneten
Abdeckbereich (26) aufweist.
6. Bett nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das jeweilige Verkleidungselement (14, 15, 16, 17) einen in den jeweiligen Verkleidungsbereich
(29) eingreifenden Haltebereich (27) aufweist.
7. Bett nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der jeweilige Haltebereich (27) den jeweiligen Verkleidungsbereich (29) ausfüllt.
8. Bett nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das jeweilige Verkleidungselement (14, 15, 16, 17) mit Hilfe des jeweiligen Haltebereichs
(27) am jeweiligen Rahmen (10, 11, 12, 13) befestigt ist.
9. Bett nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
- dass der Abdeckbereich (26) fest am Haltebereich (27) angeordnet ist,
- dass der Haltebereich (27) am jeweiligen Rahmen (10, 11, 12, 13) befestigt ist,
- dass der Abdeckbereich (26) ausschließlich über den Haltebereich (27) am jeweiligen Rahmen
(10, 11, 12, 13) gehalten ist.
10. Bett nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest zwei in einem Korpuseckbereich (21, 22, 23, 24) aneinander grenzende Korpusteile
(3, 4, 5, 6) jeweils einen solchen Rahmen (10, 11, 12, 13) und wenigstens ein solches
Verkleidungselement (14, 15, 16, 17) aufweisen, wobei die beiden Rahmen (10, 11, 12,
13) im Korpuseckbereich (21, 22, 23, 24) ein gemeinsames seitliches Rahmensegment
(20) aufweisen.
11. Bett nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass alle vier Korpusteile (3, 4, 5, 6) jeweils einen solchen Rahmen (10, 11, 12, 13)
und wenigstens ein solches Verkleidungselement (14, 15, 16, 17) aufweisen, wobei die
vier Rahmen (10, 11, 12, 13) in Korpuseckbereichen (21, 22, 23, 24) fest miteinander
verbunden sind und ein selbsttragendes Gestell (25) bilden.
12. Bett nach den Ansprüchen 10 und 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass in den vier Korpuseckbereichen (21, 22, 23, 24) jeweils ein seitliches Rahmensegment
(20) vorgesehen ist, das den beiden, im jeweiligen Korpuseckbereich (21, 22, 23, 24)
aneinander grenzenden Rahmen (10, 11, 12, 13) gemeinsam zugeordnet ist.
13. Bett nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Korpus (2) wenigstens vier Fußelemente (28) aufweist, wobei je ein Fußelement
(28) einem Korpuseckbereich (21, 22, 23, 24) zugeordnet ist, indem zwei Korpusteile
(3, 4, 5, 6) aneinander grenzen.
14. Bett nach den Ansprüchen 12 und 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass je ein Fußelement (28) an einem solchen gemeinsamen Rahmensegment (20) ausgebildet
ist.
15. Baukastensystem zum Herstellen von Betten (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass verschiedene Verkleidungselemente (14, 15, 16, 17) vorgesehen sind, die wahlweise
an den Rahmen (10, 11, 12, 13) montierbar sind.