[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Höheneinstellung von Werkzeugen, insbesondere
von Biegewerkzeugen, in Maschinen, insbesondere von Pressen.
[0002] Werden in einer Maschine, beispielsweise einer Abkantpresse, unterschiedlich hohe
Werkzeuge verwendet, kann oftmals kein Stationsbetrieb an zwei Stationen gleichzeitig
durchgeführt werden, da die unterschiedliche Wirkung der beiden Werkzeuge auf zu bearbeitende
Werkstücke aufgrund ihrer unterschiedlichen Länge in der Regel nachteilhaft ist oder
in einer Station eine Werkzeugkollision auftreten könnte, während in einer weiteren
Station ein Werkstück unzureichend bearbeitet würde.
[0003] AT 510721 A4 offenbart eine Fertigungsanlage für das Freibiegen von aus Blech zu fertigenden Werkstücken,
bei der Biegewerkzeuge mit einem Adapter ausgestattet sind, der jeweils individuell
für das betreffende Werkzeug gefertigt wurde.
[0004] Nachteil dieser Fertigungsanlage ist, dass für jedes neue Werkzeug ein neuer, individueller
Adapter hergestellt werden muss.
[0005] US 6018979 A und
DE 10102488 A1 umfassen Adapter, deren Höhe aufgrund glatter oder gestufter keilförmiger Elemente
verstellbar gestaltet ist.
[0006] Nachteil dieser Adapter ist, dass die Einstellung bei gelösten oder lockeren Arretierungselementen
nicht beibehalten wird, sich der Adapter also im Betrieb nach Erschütterungen oder
Vibrationen verstellen kann, was zu Produktionsausfällen oder sogar der Zerstörung
der Maschine führen kann.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Nachteile des Standes der Technik
zu überwinden und eine optimierte Vorrichtung zur Positionierung von Werkzeugen in
Maschinen zur Verfügung zu stellen.
[0008] Diese Aufgabe wird mit einer Vorrichtung nach einer der Ansprüche gelöst.
[0009] Die erfindungsgemäße Vorrichtung, im Folgenden auch als 'Adapter' bezeichnet, umfasst
mindestens einen ersten Adapterkörper, der mindestens ein Halteelement zur Anbringung
in einer Maschine aufweist, mindestens einen zweiten Adapterkörper, der mit mindestens
einem Werkzeugaufnahmeelement ausgestattet ist, wobei der der/die ersten Adapterkörper
mit dem/den zweiten Adapterkörper(n) mittels mindestens eines Abstandselements formschlüssig
verbunden und mit mindestens einem Arretierungselement arretierbar ist.
[0010] Dabei sind Halteelement, erster Adapterkörper, zweiter Adapterkörper und Werkzeugaufnahmeelement
im zusammengesetzten Zustand des Adapters in dieser Reihenfolge auf einer Ebene (der
Adapterebene), bevorzugt jedoch auf einer parallel zu dieser Ebene liegenden Achse
(der Adapterachse) angeordnet. In der Regel entspricht die Adapterachse der Arbeitsrichtung
der betreffenden Maschine, in der das Werkzeug in Richtung des Werkstücks bewegt wird.
Bei sich drehenden Werkzeugen ist die Adapterachse in der Regel parallel zur Drehachse
des betreffenden Werkzeugs ausgerichtet.
[0011] Die Abstandselemente, die in Arbeitsrichtung Kräfte zwischen erstem Adapterkörper
und zweitem Adapterkörper übertragen, sind auf einer Ebene oder auf einer Achse, orthogonal
zur dieser Adapterebene, oder dieser Adapterachse ausgerichtet.
[0012] In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Abstandselemente so ausgestaltet, dass
im nicht arretierten Zustand der erste Adapterkörper relativ zum zweiten Adapterkörper
in einer Ebene, bevorzugt auf einer Achse, orthogonal zur Adapterebene, oder der Adapterachse,
bzw. der Arbeitsrichtung, bewegt werden kann und ansonsten insbesondere jede weitere
Relativbewegung durch den Formschluss ausgeschlossen wird.
[0013] Bevorzugt ist eine solche Vorrichtung für Maschinen geeignet, bei denen während des
Betriebs eine Kraft parallel zur Adapterebene oder der Adapterachse ausgeübt wird,
z.B. Pressen, Stanzen oder Schneidemaschinen.
[0014] Bevorzugte Werkzeuge für einen erfindungsgemäßen Adapter sind Biegewerkzeuge, Presswerkzeuge
und/oder Schneidewerkzeuge.
[0015] Das Halteelement entspricht bevorzugt dem Befestigungsende eines für die jeweilige
Maschine geeignete Werkzeug. Damit kann der Adapter an Stelle des Werkzeuges in die
Maschine eingesetzt werden und mit seinem Werkzeugaufnahmeelement das mit dem Adapter
neu positionierte Werkzeug aufnehmen.
[0016] Bevorzugt ist das Werkzeugaufnahmeelement so geformt, dass es ein Befestigungsende
eines für die jeweilige Maschine geeigneten Werkzeugs aufnehmen und sicher halten
kann. Insbesondere ist es so geformt, wie das Element zur Aufnahme des Befestigungsendes
des jeweiligen Werkzeugs der Maschine.
[0017] In einer bevorzugten Ausführungsform weisen die Adapterkörper mindestens jeweils
eine Fläche auf, die orthogonal zur Adapterebene bzw. der Adapterachse ausgerichtet
ist, wobei sich ein erster Adapterkörper mit dem jeweiligen zweiten Adapterkörper
mit mindestens dieser Fläche berührt.
[0018] In einer bevorzugten Ausführungsform ist in mindestens einem der ersten Adapterkörper
mindestens eine Nut eingebracht und an mindestens einem zweiten Adapterkörper mindestens
eine Feder ausgeformt, so dass die Feder formschlüssig in die Nut passt.
[0019] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist in mindestens einem der zweiten
Adapterkörper mindestens eine Nut eingebracht und an mindestens einem ersten Adapterkörper
mindestens eine Feder ausgeformt, so dass die Feder formschlüssig in die Nut passt.
[0020] Beide der vorgenannten Ausführungsformen können auch miteinander kombiniert werden.
[0021] Bevorzugt sind mindestens einer der vorgenannten ersten Adapterkörper mit dem betreffenden
zweiten Adapterkörper vereint, so dass die jeweilige Feder in die passende Nut eingebracht
wurde.
[0022] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die Abstandselemente Einlegeplatten
und/oder die Abstandselemente stellen eine beidseitige Verzahnung dar, wobei die einzelnen
Zähne und die jeweiligen Ausnehmungen ihrer Gegenzahnung bevorzugt einen dreieckigen,
mehreckigen oder runden Querschnitt aufweisen. Bevorzugt sind Zahnung und Gegenzahnung
als Feinzahnungen ausgebildet.
[0023] Die Zahnung und die jeweiligen Ausnehmungen der Gegenzahnung sind dabei so gestaltet,
dass sie formschlüssig ineinandergreifen.
[0024] In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Zahnung dermaßen ausgestaltet, dass
bei einem Druck parallel zur Arbeitsrichtung in Richtung des Halteelements zur Anbringung
in einer Maschine (hier zum einfacheren Verständnis im Folgenden mit 'oben' bezeichnet,
was jedoch nicht einschränkend zu verstehen ist), die Zähne auf die Nut und die Feder
keine Kräfte ausüben, die nicht parallel zur Arbeitsrichtung gerichtet sind. Dies
hat den Vorteil, dass ein Auseinanderbiegen der Seitenwände der Nute durch Querkräfte
verhindert wird.
[0025] Dazu sind die jeweils unteren Flächen der Zähne in den jeweiligen ersten Adapterkörpern
und die jeweils oberen Flächen der Zähne in den jeweiligen zweiten Adapterkörpern
orthogonal zur Arbeitsrichtung ausgerichtet.
[0026] Bei einer Ausführungsform, die sowohl eine Zahnung als auch Einlegeplatten umfasst,
dienen die Einlegeplatten bevorzugt dazu, den Druck auf die Verzahnung zu entlasten
und/oder ein Spiel der Adapterkörper zueinander zumindest in einer Richtung zu verhindern.
Dazu können die Einlegeplatten insbesondere auch keilförmig gestaltet sein. Bevorzugt
wird nach Einstellen der gewünschten Position mittels der Zahnung der verbleibende
Raum zwischen den jeweiligen Adapterkörpern zumindest in einem Bereich mit Einlegeplatten
aufgefüllt, insbesondere bis zum Formschluss der Einlegeplatten mit den jeweiligen
Adapterkörpern.
[0027] In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Seitenwände des oben genannten Feder-und-Nut-Systems
mit einer solchen Zahnung versehen. Die Seitenwände sind diejenigen Wände, die zumindest
in einer Raumrichtung parallel zur Adapterebene bzw. der Adapterachse verlaufen.
[0028] Durch die Abstandselemente wird selbst bei fehlenden Arretierungselementen beim Wirken
einer Kraft parallel zur Adapterebene bzw. der Adapterachse keine Bewegung des Adapters
hervorgerufen, da diese ersten und zweiten Adapterkörper durch die Abstandselemente
formschlüssig auf Abstand gehalten werden. Einzig eine Bewegung orthogonal zur Adapterebene
bzw. der Adapterachse ist noch möglich.
[0029] Die Arretierungselemente verhindern diese Bewegung orthogonal zur Adapterebene bzw.
der Adapterachse. Bevorzugte Arretierungselemente sind Elemente der Gruppe Schrauben,
Bolzen, Klammern und Riegel.
[0030] Weisen die Adapterkörper Nut und Feder auf, wird bevorzugt die einzig mögliche laterale
Bewegung längs einer einzigen Achse dadurch unterbunden, dass mindestens ein Arretierungeselement
diese Bewegung blockiert. Zum Beispiel mittels mindestens einer Schraube in jeweils
einem Loch in der Nute und mindestens einem Langloch in der Feder oder umgekehrt.
[0031] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform werden Arretierungsbolzen oder Schrauben
in Löchern, welche parallel zur Arbeitsrichtung und/oder der Adapterebene verlaufen,
zur Arretierung verwendet. Dies ist insbesondere von Vorteil, wenn im unarretierten
Zustand eine Relativbewegung der Adapterkörper in Arbeitsrichtung möglich ist, z.B.
wenn die Adapterkörper eine Fläche aufweisen, mit der sie sich (ggf. mittels Abstandshaltern)
berühren.
[0032] Insbesondere ist auch eine Kombination von verschiedenen Orientierungen von Arretierungselementen
bevorzugt.
[0033] Bei derjenigen Ausführungsform, bei der die Adapterkörper mittels Nut und Feder ineinandergreifen,
wirken bevorzugte Arretierungselemente mit einer Kraft von außen auf die jeweiligen
Seiten der Nute. Dies hat den Vorteil, dass ein Auseinanderbiegen der Seiten der Nute
verhindert wird, was beispielsweise bei Vorhandensein einer Zahnung ein zusätzliches
Spiel unterdrückt und die Verzahnung zuverlässig im Eingriff hält. Bevorzugte Arretierungselemente
sind in diesem Falle Schrauben oder Klemmen.
[0034] Die Abstandselemente ermöglichen bevorzugt eine diskrete und keine kontinuierliche
Einstellung des Adapters. Durch geeignete Formung der Zahnung wird bevorzugt eine
minimale Schrittweite von maximal 1 cm, bevorzugt maximal 1 mm, erreicht. Bevorzugte
Einlegeplatten haben eine Mindestdicke von 0,01 mm. Die maximale Höhenverstellung
ist bevorzugt 50 mm, insbesondere 20 mm.
[0035] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren
näher erläutert.
[0036] Es zeigen jeweils in stark schematisch vereinfachter Darstellung:
- Fig. 1
- eine Adapter-Vorrichtung mit zwei erfindungsgemäßen Adapterkörpern;
- Fig. 2
- einen mit Zahnung ausgeführten Adapter;
- Fig. 3
- schematisch einen Schnitt durch einen arretierten Adapter;
- Fig. 4 und 5
- schematisch einen Schnitt durch einen Adapter und
- Fig. 6
- zeigt schematisch einen Schnitt durch einen Adapter.
[0037] Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung, die auch als Adapter 1 bezeichnet werden kann und
zwei Adapterkörper, nämlich ein erster Adapterkörper 2 und eine zweiten Adapterkörper
3 umfasst. Die Vorrichtung 1 kann z.B. für Abkantwerkzeuge verwendet werden, um dessen
Position relativ zu einer Werkzeugaufnahme einer Abkantpresse zu verändern bzw. festzulegen.
Der erste Adapterkörper 2 ist mit einem Halteelement 4 zur Anbringung in einer Maschine
ausgestattet und hält ein Teilstück des zweiten Adapterkörpers 3, der als Feder 5
ausgestattet ist, formschlüssig in einer Nut 6. Der zweite Adapterkörper ist an seiner
unteren Seite mit einem Werkzeugaufnahmeelement 7 in Form einer Nut 8, in die ein
Werkzeug eingesetzt werden kann, versehen.
[0038] An der Seite des ersten Adapterkörpers 3 sind auf Höhe der Nut 6 zwei Bohrungen 9
zu erkennen, in die Arretierungselemente eingebracht werden können, mit denen die
beiden Adapterkörper 2, 3 relativ zueinander arretiert werden können.
[0039] Je nachdem, wie weit die Feder 5 in die Nut 6 eingeschoben wird, ergibt sich eine
unterschiedliche, einstellbare Position eines in die Vorrichtung 1 eingesetzten Werkzeugs
in Richtung einer Adapterachse 10, die häufig mit der Arbeitsrichtung oder Wirkrichtung
des Werkzeugs zusammenfällt.
[0040] Die Kraftübertragung zwischen den beiden Adapterkörpern 2, 3 in Richtung der Adapterachse
10 erfolgt mittels Abstandselementen beispielsweise in Form einer Verzahnung, die
an Feder 5 und Nut 6 ausgebildet ist oder mit Einlegeplatten, die zwischen dem Nutgrund
der Nut 6 und der Feder 5 eingebracht werden, wobei im letzteren Fall eine (nicht
dargestellte) Arretierung in Richtung der Adapterachse 10 von unten her durch Feder
5, Einlegeplatten und Nut 6 hindurch von Vorteil wäre.
[0041] In Figur 2 ist ein erfindungsgemäßer Adapter 1 dargestellt, der basierend auf Figur
1 mit Abstandselementen 11 in Form einer Verzahnung 12, 13 ausgestattet ist. Der erste
Adapterkörper 2 ist innerhalb der Nut 6 auf jeder Seite mit jeweils einer Verzahnung
12 versehen Die Gegenzahnung befindet sich am zweiten Adapterkörper 3, dessen beide
Seitenflächen der Feder 5 ebenfalls mit jeweils einer Verzahnung 13 versehen ist.
Auf diese Weise lässt sich der Abstand der beiden Adapterkörper 2, 3 mittels der Verzahnung
12, 13 formschlüssig verändern und festlegen und die Position der Adapterkörper 2,
3 mittels Arretierungselementen, die durch die seitlich erkennbaren Bohrungen 9 und
durch die in der Feder 5 ausgeführten Langlöcher 14 geschoben wurden, arretieren.
[0042] Die einzelnen Zähne und die jeweiligen Ausnehmungen ihrer Gegenzahnung weisen einen
dreieckigen, mehreckigen oder runden Querschnitt auf, und Zahnung und Gegenzahnung
sind insbesondere als Feinzahnungen ausgebildet.
[0043] Die Adapterkörper 2, 3 können bei gelöstem bzw. entferntem Arretierungselement in
Verzahnungsrichtung der Verzahnungen 12, 13 gegeneinander verschoben und dadurch voneinander
getrennt werden. Die Adapterkörper 2, 3 werden im dargestellten Ausführungsbeispiel
zum Trennen rechtwinkelig zur Adapterachse 10 gegeneinander verschoben und können
zur Veränderung der Höhe mit einem versetztem Eingriff der Verzahnungen 12, 13 wieder
zusammengeschoben und arretiert werden.
[0044] Im Fall, dass Schrauben als Arretierungselemente verwendet werden, ergibt sich der
Vorteil, dass die Seitenflächen der Nut 6 am ersten Adapterkörper 2 sicher an die
Seitenflächen der Feder 5 am zweiten Adapterkörper 3 gepresst werden und ein Verbiegen
dieser Seitenteile nach außen bei einer großen Beanspruchung verhindert wird.
[0045] Eine solche Arretierung mit einer Schraube als Arretierungselement 15 ist in Figur
3 dargestellt.
[0046] In den Figuren 4 und 5 sind Schnitte durch einen erfindungsgemäßen Adapter 1 dargestellt.
Hier ist gut zu erkennen, wie mittels der Verzahnung 12, 13 der Abstand zwischen dem
ersten Adapterkörper 2 und dem zweiten Adapterkörper 3 eingestellt werden kann. Das
Spiel zwischen den Verzahnungen 12, 13 ist hier sehr groß dargestellt und ist in der
Praxis viel kleiner, da die Verzahnungen 12, 13 idealer Weise nahezu spielfrei formschlüssig
ineinandergreifen.
[0047] In Figur 6 ist ein eingestellter Adapter 1 nach Figur 5 dargestellt, in dessen Zwischenraum
zwischen dem Nutgrund am ersten Adapterkörper 2 und der Feder 5 am zweiten Adapterkörper
3 im Bereich der Nut 6 Einlegeplatten 16 eingebracht wurden, um zusätzlich die Stabilität
der Einstellung zu erhöhen. Auch hier ist das Spiel zwischen den Elementen des Adapters
1 in der Praxis kleiner, da diese vorzugsweise möglichst spielfrei formschlüssig aneinanderliegen,
bzw. ineinandergreifen.
[0048] Abschließend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbe-zeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthal-tenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen. Weiters
können auch Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen
unterschiedlichen Ausführungsbeispielen für sich eigenständige, erfinderische oder
erfindungsgemäße Lösungen darstellen.
[0049] Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verstehen,
dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mit umfassen, z.B. ist die Angabe
1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausge-hend von der unteren
Grenze 1 und der oberen Grenze 10 mitumfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereich beginnen
mit einer unteren Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10
oder weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8,1 oder 5,5 bis 10.
Bezugszeichenaufstellung
[0050]
- 1
- Adapter
- 2
- erster Adapterkörper
- 3
- zweiter Adapterkörper
- 4
- Halteelement
- 5
- Feder
- 6
- Nut
- 7
- Werkzeugaufnahmeelement
- 8
- Nut
- 9
- Bohrung
- 10
- Adapterachse
- 11
- Abstandselement
- 12
- Verzahnung
- 13
- Verzahnung
- 14
- Langloch
- 15
- Arretierungselement
- 16
- Einlegeplatte
1. Vorrichtung zur Positionierung von Werkzeugen in Maschinen, umfassend mindestens ein
Halteelement (4) zur Anbringung in einer Maschine, mindestens einen mit dem Halteelement
(4) verbundenen ersten Adapterkörper (2), mindestens einen zweiten Adapterkörper (3),
der mit mindestens einem Werkzeugaufnahmeelement (7) ausgestattet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine erste Adapterkörper (2) mit dem mindestens einen zweiten Adapterkörper
(3) mittels mindestens eines Abstandselements (11) formschlüssig verbunden und mit
mindestens einem Arretierungselement (15) arretierbar ist/sind, wobei das Abstandselement
(11) auf einer Ebene oder auf einer Achse, orthogonal zur Adapterebene (10), oder
der Adapterachse ausgerichtet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in mindestens einem der ersten Adapterkörper (2) mindestens eine Nut (6) eingebracht
und an mindestens einem zweiten Adapterkörper (3) mindestens eine Feder (5) ausgeformt
ist, so dass die Feder (5) formschlüssig in die Nut (6) passt und/oder in mindestens
einem der zweiten Adapterkörper (3) mindestens eine Nut (6) eingebracht und an mindestens
einem ersten Adapterkörper (2) mindestens eine Feder (5) ausgeformt ist, so dass die
Feder (5) formschlüssig in die Nut (6) passt.
3. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandselemente (11) Einlegeplatten (16) sind und/oder die Abstandselemente
(11) eine beidseitige, formschlüssig ineinandergreifende Verzahnung (12, 13) darstellen,
wobei bevorzugt die einzelnen Zähne und die jeweiligen Ausnehmungen ihrer Gegenzahnung
einen dreieckigen, mehreckigen oder runden Querschnitt aufweisen, und Zahnung und
Gegenzahnung insbesondere als Feinzahnungen ausgebildet sind.
4. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verzahnung (12, 13) dermaßen ausgestaltet ist, dass bei einem Druck parallel
zur Arbeitsrichtung (10) in Richtung des Halteelements (4) zur Anbringung in einer
Maschine, die Zähne auf die Nut (6) und die Feder () nur Kräfte ausüben, die parallel
zur Arbeitsrichtung (10) gerichtet sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung sowohl eine Verzahnung (12, 13) als auch Einlegeplatten (16) umfasst,
wobei die Einlegeplatten (16) dazu dienen, den Druck auf die Verzahnung (12, 13) zu
entlasten und/oder ein Spiel der Adapterkörper (2, 3) zueinander zumindest in einer
Richtung zu verhindern, wobei die Einlegeplatten (16) insbesondere auch keilförmig
gestaltet sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Adapterachse (10) parallelen Seitenflächen der Feder 5 und der Nut 6 mit
einer Verzahnung (12, 13) versehen sind.
7. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Abstandselemente (11) selbst bei fehlenden Arretierungselementen beim Wirken
einer Kraft parallel zur Adapterachse (10) keine Bewegung des Adapters (1) hervorgerufen
wird, da die jeweiligen ersten und zweiten Adapterkörper (2, 3) durch die Abstandselemente
(11) formschlüssig auf Abstand gehalten werden.
8. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretierungselemente (11) eine Bewegung der jeweiligen Adapterkörper () orthogonal
zur Adapterachse (10) verhindern, wobei bevorzugte Arretierungselemente (11) Elemente
der Gruppe Schrauben, Bolzen, Klammern und Riegel sind.
9. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Arretierungsbolzen oder Schrauben in Löchern, welche parallel zur Adapterachse (10)
verlaufen, zur Arretierung verwendet werden.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenflächen der Nut (6) am ersten Adapterkörper (2) mittels Arretierungselementen
(11) gegen Seitenflächen der Feder (5) gepresst werden, wobei bevorzugte Arretierungselemente
(11) in diesem Falle Schrauben oder Klemmen sind.