[0001] Die Erfindung betrifft einen Behälter nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Im Stand der Technik sind zahlreiche unterschiedliche Behälter zur Aufnahme von Gegenständen
allgemeiner Art bekannt, bei denen durch eine besondere Ausgestaltung ein bestimmter
Einsatzzweck erreicht oder zumindest unterstützt, beispielsweise die Lagerung und
Entnahmemöglichkeit der Gegenstände verbessert werden soll.
[0003] In der
DE 34 36 250 A1 ist ein Behälter offenbart, der aus einer Bodenplatte, einer Rückwand, zwei Seitenwänden
und einer halbhohen Vorderwand besteht, wobei diese Wände fest mit der Bodenplatte
verbunden sind. Der Behälter weist somit eine vordere und eine obere Öffnung auf.
Die Vorderwand ist von der Bodenplatte ausgehend schräg nach außen gerichtet und mündet
in einer waagrechten Deckleiste. Zu beiden Seiten der Vorderwand erstreckt sich je
ein Seitenteil. Die Seitenteile fluchten mit der Außenseite der Seitenwände und haben
jeweils eine verbreiterte Frontseite, die entgegen der Schräglage der Vorderwand schräg
nach aufwärts verläuft. Die Vorderwand weist an ihrem unteren Ende eine Rundung auf,
die in die Bodenplatte übergeht. Durch die Schräglage der Vorderwand ist der Zugriff
in den Behälter generell vereinfacht und durch die Rundung im Übergangsbereich von
der Vorderwand zur Bodenplatte ist die Entnahme von Teile zusätzlich erleichtert.
[0004] Zum Verschließen der vorderen Öffnung des Behälters dient eine als Staubklappe bezeichnete
Platte. Diese ist mit Hilfe von vier nach abwärts gerichteten Stiften, die in entsprechende
Öffnungen am oberen Ende der Seitenteile und in der Deckleiste passen, an dem Behälter
in einfacher Weise anbringbar und wieder lösbar. Zum vollständigen Verschließen des
Behälters ist eine als Staub- und Transportklappe bezeichnete Winkelplatte vorgesehen,
die von einem die obere Öffnung des Behälters abdeckenden ersten Plattenteil und einem
die vordere Öffnung des Behälters verschließenden zweiten Plattenteil gebildet ist.
Im Bereich der vorderen Kante des ersten Plattenteils sind an dessen Seitenrändern
Einschnitte vorgesehen, die bei in Funktionslage befindlicher Winkelplatte mit aufwärts
gerichteten Anschlagnocken am oberen Ende der schräg verlaufenden Seitenteile korrespondieren.
Die Anschlagnocken bewirken eine verschiebungsfreie Lage der Winkelplatte und verhindern
bei übereinander gestapelten Behältern ein Verrutschen des jeweils oberen Behälters
bzw. der oberen Behälter.
[0005] Dieser bekannte Behälter lässt sich zwar durch die beiden verschieden großen Platten
in unterschiedlicher Weise verschließen, jedoch ist dies im Hinblick darauf, dass
hierbei verschiedenartige abnehmbare Platten verwendet werden, doch ziemlich umständlich.
Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die vordere Öffnung zur Entnahme von im
Behälter enthaltenen Teilen des öfteren freigelegt und danach wieder verschlossen
werden soll. Des Weiteren ist der bekannte Behälter durch die schräg verlaufende Vorderwand
und die entgegengesetzt schräg gerichteten Seitenteile vergleichsweise sperrig und
daher für eine blockweise Stapelung einer größeren Anzahl von Behältern auf Paletten
ungeeignet.
[0006] Durch die
DE 20 2007 001 796 U1 ist ein Behälter bekannt, der eine Bodenplatte, eine feste Rückwand und zwei feststehende
Seitenwände aufweist. Bei einem der beiden Ausführungsbeispiele ist die Vorderseite
des Behälters als eine um eine im Bereich des vorderen Endes der Bodenplatte gelegene
Achse schwenkbare Klappe ausgebildet, die geringfügig niedriger ist als die anderen
Wände des Behälters. Durch Verschwenken der Klappe in ihre Offenstellung wird von
der Vorderseite aus ein erleichterter Zugriff auf die im Behälter aufgenommenen Teile
ermöglicht. Bei in Schließstellung befindlicher Klappe hat der Behälter eine raumsparende
quaderförmige Form und weist nur noch eine obere Öffnung auf. In ihrer Schließstellung
ist die Klappe von zwei in ihrem oberen Bereich seitlich angebrachten federnden Rasthaken
gehalten, die in entsprechende Öffnungen in den Seitenwänden eingreifen.
[0007] Zum Verschließen der oberen Öffnung dient ein Deckel, der um eine im Bereich des
oberen Endes der Rückwand gelegene Achse schwenkbar ist. Der Deckel hat an dem seiner
Gelenkachse gegenüberliegenden Ende eine nach abwärts gerichtete Abwinklung. Die untere
Kante der Abwinklung liegt gemäß der Zeichnung bei geschlossener Klappe dicht oberhalb
der Oberkante der Klappe. Auf diese Weise ist die Vorderseite des Behälters einerseits
durch die Klappe und andererseits durch die Abwinklung des Deckels geschlossen und
damit der Behälter gegen Eindringen von Staub geschützt. Allerdings ist der Behälter
aufgrund der im Wesentlichen kraftschlüssigen Funktion der Rastsicherung nicht gegen
ein durch unkontrollierte Krafteinwirkung verursachtes unbeabsichtigtes Öffnen der
Klappe gesichert.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Behälter zur Aufnahme von Kleinteilen
zu schaffen, der einerseits durch das Vorsehen einer zwischen einer Schließstellung
und einer Offenstellung schwenkbaren Klappe einen leichten Zugriff auf die in dem
Behälter befindlichen Kleinteile ermöglicht und der andererseits ein vollständiges
Verschließen des Behälters gewährleistet, wobei ein unbeabsichtigtes Öffnen der Klappe
sicher verhindert werden soll.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
[0009] Durch die formschlüssige Sicherung der Klappe bei geschlossenem Behälter ist gewährleistet,
dass sich die Klappe nicht infolge von Erschütterungen oder beim Auftreten von Stoßkräften
öffnen kann. Hierdurch kann der Behälter vielseitig eingesetzt werden, beispielsweise
für Transportzwecke von Kleinteilen, für die Lagerung und für die Bereitstellung von
Teilen an einem Montageplatz mit der Möglichkeit des leichten Entnehmens dieser Teile.
Somit können beim Hersteller der Kleinteile diese bereits in einen solchen Behälter
eingefüllt werden, sodann zum Kunden transportiert, dort in ein Lager gestellt und
anschließend zum Montageplatz gebracht werden, wo der Behälter sodann durch Abnehmen
der Abdeckplatte und Verschwenken der Klappe in die Offenstellung zur Entnahme der
Teile geöffnet werden kann. Während bisher auf dem Weg vom Hersteller der Kleinteile
bis zur Bereitstellung am Montageplatz in der Regel ein oder mehrere Umfüllvorgänge
stattfanden, können jetzt die Kleinteile nach dem Einfüllen beim Hersteller bis zu
ihrer Entnahme im selben Behälter verbleiben.
[0010] Durch die Ausbildung der Vorderwand der Behälter als schwenkbare Klappe , besteht
überdies die Möglichkeit, die Behälter so zu gestalten, dass sie in geschlossenem
Zustand eine quaderförmige Form aufweisen. Dadurch lassen sich derartige Behälter
dicht aneinander - bzw. hintereinander liegend und aufeinander stehend anordnen und
somit zu platz sparenden Lager- bzw. Versandeinheiten stapeln. Gemäß einer vorteilhaften
Weiterbildung weist die Klappe an ihren Seitenflächen je eine rechtwinklig abstehende
Lasche auf, wodurch eine seitlich geschlossene Griffmulde gebildet wird. Durch diese
Ausgestaltung wird verhindert, dass bei geöffneter Klappe die aus dem Innern des Behälters
herausrutschenden Kleinteile seitlich der Klappe herabfallen können. Dies gilt insbesondere
für rieselfähige Kleinteile wie z. B. Schrauben oder Gewindemuttern.
[0011] Nach einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung sind die Laschen der Klappe in flachen
Aussparungen an der Innenseite der Seitenwände aufgenommen. Die schmalen quer zu den
Seitenwänden verlaufenden Begrenzungsflächen der Aussparungen korrespondieren bei
in Schließstellung befindlicher Klappe mit deren schmalen quer verlaufenden Begrenzungsflächen
und dienen somit als Anschlag für die Klappe.
[0012] Nach einem weitergehenden Vorschlag ist die Klappe in ihrer Schließstellung bei abgenommener
Abdeckplatte durch an den Laschen und an den Seitenwänden angeordnete miteinander
korrespondierende federnde Rastmittel kraftschlüssig sicherbar. Diese Art der Klappensicherung
ist dann völlig ausreichend wenn sich ein Behälter in der Entnahmestellung befindet,
weil hier weder Erschütterungen noch stoßartige Kräfte auf den Behälter zu erwarten
sind, die ein ungewolltes Öffnen der Klappe bewirken könnten.
[0013] Nach einem anderen Vorschlag ist die Schwenklage der Klappe in ihrer Offenstellung
durch eine an der Bodenplatte ausgebildete Anschlagleiste festgelegt, die mit der
Unterkante der Klappe korrespondiert.
[0014] Nach einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung weisen die Seitenwände und die Rückwand
dicht unterhalb ihrer Oberkante für die Aufnahme der Abdeckplatte und für die Aufnahme
der Bodenplatte eines aufgesetzten anderen Behälters eine Schulter auf. Ferner ist
an der Innenseite der Seitenwände im Bereich der jeweiligen Schulter wenigstens eine
flache, längliche, senkrecht verlaufende Leiste angeordnet, die mit einer entsprechenden
Aussparung in der Abdeckplatte sowie mit einer entsprechenden Aussparung am Rand der
Bodenplatte eines aufgesetzten Behälters korrespondiert. Die Schultern und Leisten
bewirken eine gegen Verrutschen in Längs- und Querrichtung gesicherte Lage der Abdeckplatte,
wodurch die formschlüssige Sicherung der Klappe in ihrer Schließstellung zusätzlich
unterstützt wird. Ferner bewirkt diese konstruktive Ausbildung eine Hilfe beim Stapeln
solcher Behälter und dient als Sicherung gegen Verrutschen aufeinander gestapelter
Behälter.
[0015] Gemäß einer anderen Weiterbildung ist in den Behälter wenigstens eine Trennplatte
einsetzbar. Durch solch eine Trennplatte lässt sich der für die Aufnahme der Kleinteile
bestimmte Innenraum des Behälters verkleinern und dadurch an die Menge bzw. das Gesamtvolumen
dieser Teile so anpassen, dass sich beim Einfüllen ein für das spätere Entnehmen bzw.
für das selbsttätige Herausrutschen der Kleinteile auf die muldenförmige Klappe ein
ausreichend hoher Staudruck der Kleinteile ergibt.
[0016] Wenn die Trennplatte in Führungsnuten der Seitenwände aufgenommen und höhenverschiebbar
ist, kann beim Befüllen der beiden durch die Trennplatte voneinander getrennten Innenraumabschnitte
durch unterschiedliche Höhenpositionen der Trennplatte der Staudruck der Kleinteile
dosiert werden. In weitergehenden Vorschlägen sind konstruktive Ausgestaltungen der
Trennplatte angegeben.
[0017] Durch die Möglichkeit, die Klappe und die Rückwand beschriftbar zu gestalten oder
an ihnen Aufnahmemittel für Informationsträger vorzusehen, lässt sich der erfindungsgemäße
Behälter auch sehr vorteilhaft für die als "Kanban" bezeichnete Methode der Produktionsablauf-
und Montagesteuerung verwenden.
[0018] Durch weitere konstruktive Maßnahmen lässt sich der erfindungsgemäße Behälter so
gestalten, dass er für die Verwendung auf Rollleisten eines Gestells oder Regals geeignet
ist oder auch stationär verwendet bzw. zwischengelagert werden kann, indem er an einem
hierfür geeigneten Träger aufgehängt wird.
[0019] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles.
[0020] Es zeigen:
Fig. 1 eine schaubildliche Darstellung des geschlossenen Behälters;
Fig. 2 eine schaubildliche Darstellung des geöffneten Behälters;
Fig. 3 eine schaubildliche teilweise geschnittene Darstellung des geöffneten Behälters;
Fig. 4 eine schaubildliche Darstellung der geöffneten Klappe;
Fig. 5 eine schaubildliche Darstellung eines Teils der geöffneten Klappe im demontierten
Zustand vor der teilweise dargestellten Bodenplatte und einer der Seitenwände;
Fig. 6 einen Teilschnitt der Klappe und des abgewinkelten Plattenteils der Abdeckplatte;
Fig. 7 eine schaubildliche Darstellung einer Trennplatte.
[0021] Der in den Figuren 1 und 2 dargestellte Behälter besteht im Wesentlichen aus einer
Bodenplatte 1, einer Rückwand 2, zwei Seitenwänden 3, 4 und einer Klappe 5. Die Behälterwände
2, 3 und 4 sind mit der Bodenplatte 1 und an ihren Berührungsstellen fest miteinander
verbunden. Die Klappe 5 ist um eine im Bereich der Bodenplatte 1 gelegene Achse 6
schwenkbar.
[0022] Zum Verschließen der offenen Oberseite des Behälters dient eine abnehmbare Abdeckplatte
7. Diese weist an dem der Klappe 5 zugewandten Ende ein im Wesentlichen rechtwinkelig
nach abwärts abgewinkeltes Plattenteil 8 auf.
[0023] Die Klappe 5 weist an ihren beiden schmalen Seitenflächen je eine im Wesentlichen
dreieckförmige Lasche 9 auf. Im Bereich des unteren Endes der Klappe 5 sind an den
äußeren Seitenflächen der Laschen 9 ringförmige Lagerzapfen 10 ausgebildet. Die Lagerzapfen
10 sind in entsprechenden Lagerbohrungen 11 in den Seitenwänden 3, 4 eingesetzt und
bilden somit gemeinsam für die Klappe 5 zwei Schwenklager mit der bereits genannten
Achse 6.
[0024] Bei der in den Figuren 1 und 2 gezeigten Schließstellung der Klappe 5 sind die Laschen
9 vollständig in flachen Aussparungen 12 an der Innenseite der Seitenwände 3, 4 aufgenommen.
In der Schließstellung der Klappe 5 liegen die schmalen quer verlaufenden Begrenzungsflächen
13 der Laschen 5 an den schmalen quer zu den Seitenwänden 3, 4 verlaufenden Begrenzungsflächen
14 der Aussparungen 12 an, so dass diese für die Klappe 5 als Anschlag dienen.
[0025] Der untere Teil der Klappe 5 ist bogenförmig gestaltet und bildet eine Krümmung 15,
die mit der Unterkante 16 der Klappe 5 endet. Bei der in Figur 4 dargestellten Offenstellung
der Klappe 5 liegt deren Unterkante 16 an einer an der Bodenplatte 1 ausgebildeten
Anschlagleiste 17 an, die somit die Schwenklage der Klappe 5 in der Offenstellung
bestimmt. Der obere Teil der Klappe 5 ist einwärts abgewinkelt und bildet gemeinsam
mit gerundeten Teilbereichen einen mit den Laschen 9 verbundenen Randabschnitt 18.
In der Offenstellung bildet die aus der Krümmung heraus schräg nach aufwärts verlaufende
Klappe 5 mit den seitlichen Laschen 9 und dem jetzt aufwärts gerichteten Randabschnitt
18 eine ringsum begrenzte, nach oben offene Griffmulde.
[0026] Im Bereich der vorderen Kante der Bodenplatte 1 ist eine Abschlussleiste 19 vorgesehen,
die den in der Schließstellung der Klappe 5 durch die Krümmung 15 verursachten flach
auslaufenden Spalt zwischen der Krümmung 15 und der Bodenplatte 1 weitestgehend verschließt.
[0027] Der obere Teil der Seitenwände 3, 4 und der Rückwand 2 ist nach außen hin abgekröpft,
wodurch an diesen Wänden 2, 3, 4 je ein nach außen vorspringender Flansch 20 gebildet
ist. Die 3 zusammenhängenden Flansche 20 bilden den oberen Abschluss des Behälters.
Durch die Flansche 20 ist an der Innenseite der Seitenwände 3, 4 je eine innenliegende
Schulter 21 und an der Rückwand 2 eine innenliegende Schulter 22 gebildet. An den
senkrechten Wandteilen der Schultern 21 und somit an der Innenseite der beiden Seitenwände
3, 4 sind je zwei flache, längliche und senkrecht gerichtete Leisten 23 angeordnet,
deren Querschnittflächen halbkreisförmig ausgebildet sind.
[0028] Die vorzugsweise aus einem lichtdurchlässigen Material bestehende Abdeckplatte 7
wird von ihrem griffmuldenseitigen Ende eingeschoben. Die Leisten 23 verhindern dabei
ein Abheben der Abdeckplatte nach oben und gleichzeitig ein Verschieben der darüber
befindlichen Box in Längsrichtung.
[0029] Beim Einschieben der Abdeckplatte 7 unter die Schultern 21, 22 übergreift das abgewinkelte
Plattenteil 8 den oberen Bereich der in ihrer Schließstellung stehenden Klappe 5 (Fig.
6), so dass diese gegen ein unbeabsichtigtes Verschwenken in die Offenstellung formschlüssig
gesichert ist.
[0030] Die Stirnseite der Box weist im vorderen Bereich der Schulter eine Erhebung auf,
die eine formschlüssige Sicherung der Abdeckplatte 7 gegen Verrutschen in ihrer Längsrichtung
bildet. In der Schulter bilden eine Aussparung und ein korrespondierender Nocken ebenfalls
eine zusätzliche, formschlüssige Verbindung. Diese formschlüssige Verbindung soll
sichern, dass die elastische Verformung, die zum Schließen und Öffnen der Klappe erforderlich
ist, auch bei eingelegter Abdeckplatte 7 und ggf. darüber gestapelten Boxen auftreten
kann.
[0031] In einer weiteren Ausführungsform der Abdeckplatte 7 kann diese im Bereich ihres
griffmuldenseitigen freien Endes mit einer Ausnehmung zur Aufnahme einer elastischen
Stütze für die Abdeckplatte 7 versehen sein.
[0032] Gemäß Figur 4 ist am oberen Ende der Laschen 9 im Bereich des Randabschnittes 18
je eine nach außen abstehende Nase 30 angeordnet, die bei in Schließstellung befindlicher
Klappe 5 mit einer dementsprechend ausgebildeten Aussparung 31 in den Seitenwänden
3, 4 korrespondiert. Beim Erreichen der Schließstellung der Klappe 5 treten die Nasen
30 unter ausweichender Verformung der Seitenwände 3, 4 und der Klappe 5 in die zugeordnete
Aussparung 31 ein. Auf die gleiche Weise werden beim Öffnen der Klappe 5 die Nasen
30 wieder aus den Aussparungen 31 herausgezogen. Da in beiden Fällen elastische Verformungskräfte
aufzubringen sind, handelt es sich bei der gegenseitigen Zuordnung der Nasen 30 und
der Aussparungen 31 um kraftschlüssig wirkende Rastmittel für die Halterung der Klappe
5.
[0033] Im Bereich der Unterseite der Seitenwände 3, 4 ist je ein schmaler nach außen vorspringender
Flansch 35 ausgebildet. In den Flanschen 35 sind je zwei Aussparungen 36 vorgesehen,
die in Größe, Form und gegenseitigem Abstand mit der Größe, Form und dem gegenseitigen
Abstand der Leisten 23 korrespondieren. Die von der Außenseite des einen Flansches
35 zur Außenseite des anderen Flansches 35 zu messende Breite des Behälters ist geringfügig
schmäler als der gegenseitige Abstand der senkrechten Wandteile der Schultern 21.
Daher kann ein zweiter Behälter von oben auf einen ersten Behälter aufgesetzt werden
und zwar sowohl auf einen durch die Abdeckplatte 7 verschlossenen, als auch auf einen
offenen Behälter.
Sofern der erste Behälter geschlossen ist, wird der zweite Behälter mit seinem unteren
Teil zwischen den senkrechten Wandteilen der Schultern 21 auf die Abdeckplatte 7 aufgesetzt,
wobei die Leisten 23 in die entsprechenden Aussparungen 36 der Flansche 35 eingreifen.
Sofern dagegen der erste Behälter offen ist, wird der zweite Behälter mit seinem unteren
Teil zwischen den senkrechten Wandteilen der Schultern 21 direkt auf die Schultern
21 sowie die Schulter 22 aufgesetzt, wobei auch in diesem Fall die Leisten 23 in entsprechende
Aussparungen 36 der Flansche 35 eingreifen.
Hierbei wird sowohl bei einem geschlossenen als auch bei einem offenen ersten bzw.
unteren Behälter der aufgesetzte zweite bzw. obere Behälter durch die Schultern 21
und durch die Leisten 23 in Längs- und Querrichtung formschlüssig gegen Verrutschen
gesichert, wodurch ermöglicht ist, dass eine Vielzahl von Behältern sicher gestapelt
werden kann.
[0034] In den Seitenwänden 3, 4 sind je zwei gegenseitig beabstandete senkrecht verlaufende
Führungsnuten 40 ausgebildet, die zur Aufnahme einer den Innenraum des Behälters unterteilenden
Trennplatte 41 dienen. Die Trennplatte 41 ist in den Führungsnuten 40 höhenverschiebbar
angeordnet. Sie weist zu diesem Zweck mehrere in die Führungsnuten 40 eingreifende
und an deren Breite angepasste Führungselemente 42 sowie mehrere an einer Begrenzungswand
der Führungsnuten 40 reibschlüssig anliegende Federelemente 43 auf. Gemäß Fig. 7 ist
die Trennplatte 41 durch eine horizontal verlaufende Nut 44 in zwei höhenmäßig getrennte
Abschnitte 45, 46 unterteilt, wobei die Führungselemente 42 und Federelemente 43 nur
an dem oberen Abschnitt 45 angeordnet sind. Am oberen Abschnitt 45 ist ferner ein
Handhabungselement 47 angeordnet.
[0035] Die Klappe 5 ist mit einem Beschriftungsfeld 50 versehen. Ebenso ist auch an der
Außenseite der Rückwand 2 ein in der Zeichnung nicht dargestelltes Beschriftungsfeld
vorgesehen. An der Außenseite des abgewinkelten Plattenteils 8 der Abdeckplatte 7
ist eine schlitzförmige Aufnahmetasche 51 für einen nicht dargestellten kartenförmigen
Informationsträger vorgesehen.
[0036] Gemäß Figur 3 ist an der Rückwand 2 eine L-förmige Halteleiste 52 ausgebildet. Mit
Hilfe dieser Halteleiste 52 lässt sich der Behälter an einem hierfür geeignet ausgebildeten
Träger oder Gestell anhängen.
Ferner weist der Behälter an der Unterseite der Bodenplatte 1 in der Zeichnung nicht
dargestellte gleitfähige Streifen auf, die für das Entlangbewegen des Behälters auf
Rollleisten eines Gestells oder Regals dienen.
Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Behälters können nacheinander mehrere Verrichtungen
durchgeführt werden, für die bisher in der Regel unterschiedliche Behälter und damit
Umfüllvorgänge notwendig sind. Der Behälter ist nämlich sowohl für den Transport von
ggf. später zu montierenden Kleinteilen, als auch für deren Lagerung und schließlich
auch für die Bereitstellung und Entnahme der Kleinteile z. B. an einem Montageplatz
geeignet.
So können die Kleinteile, bei denen es sich beispielsweise um Schrauben oder Gewindemuttern
handelt, beim Hersteller in einen Behälter eingefüllt werden. Die Befüllung geschieht
hierbei vorzugsweise bei abgenommener Abdeckplatte 7 und bei in Schließstellung befindlicher
Klappe 5 von oben. Sofern nur eine Bauteilsorte in die Box eingefüllt und transportiert
wird, kann ein Trenner lose beigelegt werden.
Nach dem Befüllen der Box wird die Abdeckplatte 7 auf die Schultern 21, 22 des Behälters
aufgesetzt, wobei die Leisten 23 in die Aussparungen 24 eingreifen
[0037] Die Abdeckplatte 7 ist vollflächig ausgebildet und wird vom griffmuldenseitigen Ende
des Behälters in diesen eingeführt, wobei die Leisten ein Abheben der Abdeckplatte
nach oben und gleichzeitig ein Verschieben der darüber befindlichen Box in Längsrichtung
verhindern.
Hierbei übergreift das abgewinkelte Plattenteil 8 der Abdeckplatte 7 den oberen Randabschnitt
18 der Klappe 5 und befindet sich, wie in Fig. 6 dargestellt, dicht vor dem oberen
Teil des senkrecht verlaufenden Teils der Klappe 5.
Die Seitenwand der Box weist im vorderen Bereich der Schulter eine Erhebung auf. Diese
Erhebung bildet eine formschlüssige Lagesicherung der Abdeckplatte 7 gegen Verrutschen.
Da die Leisten 23 ein Verrutschen der Abdeckplatte 7 sicher verhindern, bildet die
Abdeckplatte 7 mit ihrem Plattenteil 8 eine formschlüssige Sperre, die ein unbeabsichtigtes
Öffnen der Klappe 5 sicher verhindert. Somit ist gewährleistet, dass der Behälter
beim Transport vom Hersteller zum Kunden auch dann sicher verschlossen bleibt, wenn
hierbei auf den Behälter Erschütterungen oder stoßartige Kräfte einwirken.
Zur Sicherung der Lage der Abdeckplatte auf der Auflagefläche können in diese - vorzugsweise
im Bereich ihres stirnseitigen Endes- eine oder mehrere Vertiefungen eingearbeitet
sein, die zur Aufnahme je eines elastischen Stützkörpers für die Abdeckplatte dienen.
[0038] Beim Kunden kann der verschlossene Behälter sodann in ein Lager gestellt werden.
Da der Behälter im geschlossenen Zustand eine quaderförmige Form aufweist und keine
raumgreifend abstehende Bestandteile enthält, können die Behälter dicht aneinander-
bzw. hintereinander liegend oder aufeinanderstehend angeordnet und somit als platzsparende
Lagereinheiten gestapelt werden. Diese vorteilhafte Eigenschaft kann auch schon für
den Transport der Teile genutzt werden, indem aus einer Mehrzahl von aufeinander gestapelten
Behältern raumsparende Versandeinheiten gebildet werden. Da beim Aufeinandersetzen
zweier oder mehrerer Behälter auf die Abdeckplatte und die darunter befindlichen Schultern
21, 22 eines darunter stehenden Behälters der Randbereich der Aussparungen 36 eines
aufgesetzten Behälters die Leisten 23 des jeweils unteren Behälters umgreift, ist
gewährleistet, dass der jeweils obere Behälter einerseits durch die Schultern 21,
22 und andererseits durch die Leisten 23 gegen ein Verrutschen in Längs- und Querrichtung
gesichert ist.
[0039] Wenn die bisher im Lager befindlichen Kleinteile für Montagezwecke benötigt werden,
wird der entsprechende Behälter aus dem Lager entnommen und dem Montageplatz zugeführt,
indem er z. B. auf schräg verlaufende Rollleisten eines Gestells gesetzt wird, auf
denen er durch Schwerkraftwirkung zum eigentlichen Montageplatz gleitet. Sofern im
Montagebetrieb das Kanban-System praktiziert wird, wird der dem Lager entnommene Behälter
auf wenigstens einen bereits am Montageplatz vorhandenen Behälter treffen und an dessen
Rückseite anstoßen. Auf diese Weise kann unterbrechungslos ausreichend Montagematerial
zur Verfügung gehalten werden.
[0040] Für die Entnahme der Kleinteile wird die Klappe 5 nach abwärts in ihre Offenstellung
geschwenkt, wobei die Nasen 30 unter Überwindung einer elastischen Verformungskraft
der Seitenwände 3, 4 und der Klappe 5 aus den Aussparungen 31 herausgezogen werden.
In der in Fig. 4 gezeigten Offenstellung bildet die Klappe 5 eine vorne und seitlich
geschlossene Griffmulde, in die die im Behälter befindlichen Kleinteile hineinrutschen
und sodann leicht von Hand entnehmbar sind.
[0041] Sofern der gesamte Innenraum des Behälters befüllbar ist, ist es vorteilhaft die
Ausflussgeschwindigkeit der Kleinteile regulieren zu können. Dies lässt sich in einfacher
Weise durch eine Trennplatte 41 erreichen, die in eines der beiden Paare der Führungsnuten
40 einsetzbar ist und mit ihrer Unterkante unterschiedliche Höhenpositionen einnehmen
kann, um hierdurch den Durchflussquerschnitt und damit den Staudruck zu dosieren.
Sofern der Behälter ausreichend gefüllt ist, kann durch die Trennplatte 41, die in
eines der beiden Paare der Führungsnuten 40 einsetzbar ist und mit ihrer Unterkante
unterschiedliche Höhenpositionen einnimmt, ebenfalls der Staudruck dosiert werden.
Hierbei gilt, je höher die die Trennplatte angeordnet ist, desto schneller rutschen
die Kleinteile durch den Staudruck von hinten nach vorne.
Die unterschiedlichen Höhenpositionen der Unterkante der Trennplatte 41 lassen sich
durch entsprechendes Hochziehen der Trennplatte 41 innerhalb der Führungsnuten 40
realisieren. Eine weitere Dosiermöglichkeit besteht darin, von vornherein eine Trennplatte
41 mit geringerer Höhe zu verwenden.
1. Behälter zur Aufnahme von Kleinteilen, aufweisend eine Bodenplatte (1), eine mit dieser
verbundene Rückwand (2) und zwei Seitenwände (3, 4), wobei die Bodenplatte (1) und
die Behälterwände (3, 4) fest miteinander verbunden sind, ferner aufweisend eine um
eine horizontale, im Bereich der Bodenplatte (1) gelegenen Achse (6) schwenkbare Klappe
(5) und eine zum Verschließen der Oberseite des Behälters dienende Abdeckplatte (7),
dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckplatte (7) zum formschlüssigen Sichern der Klappe (5) ein nach abwärts
abgewinkeltes Plattenteil (8) aufweist, das den oberen Bereich der in ihrer Schließstellung
befindlichen Klappe (5) überdeckt.
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klappe (5) an ihren Seitenflächen zur Bildung einer seitlich geschlossenen Griffmulde
je eine rechtwinklig abstehende Lasche (9) aufweist.
3. Behälter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Laschen (9) der Klappe (5) in flachen Aussparungen (12) an der Innenseite der
Seitenwände (3, 4) aufgenommen sind und dass die schmalen quer zu den Seitenwänden
(3, 4) verlaufenden Begrenzungsflächen (14) der Aussparungen (12) bei in Schließstellung
befindlicher Klappe (5) mit den schmalen quer verlaufenden Begrenzungsflächen (13)
der Laschen (9) korrespondieren und somit als Anschlag für die Klappe (5) dienen.
4. Behälter nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schließstellung der Klappe (5) bei abgenommener Abdeckplatte (7) durch an den
Laschen (9) und an den Seitenwänden (3, 4) angeordnete federnde Rastmittel (30, 31)
kraftschlüssig sicherbar ist.
5. Behälter nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenklage der Klappe (5) in ihrer Offenstellung durch eine an der Bodenplatte
(1) ausgebildete mit der Unterkante (16) der Klappe (5) korrespondierende Anschlagleiste
(17) festgelegt ist.
6. Behälter nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (3, 4) und die Rückwand (2) dicht unterhalb ihrer Oberkante für die
Aufnahme der Abdeckplatte (7) und für die Aufnahme der Bodenplatte (1) eines aufgesetzten
anderen Behälters eine Schulter (21; 22) aufweisen und dass an der Innenseite der
Seitenwände (3, 4) im Bereich der Schulter (21) wenigstens eine flache, längliche,
senkrecht verlaufende Leiste (23) angeordnet ist, die mit einer entsprechenden Aussparung
(24) in der Abdeckplatte (7) sowie mit einer entsprechenden Aussparung (36) am Rand
der Bodenplatte (1) eines aufgesetzten Behälters korrespondiert.
7. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in den Behälter wenigstens eine Trennplatte (41) einsetzbar ist.
8. Behälter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennplatte (41) in Führungsnuten (40) der Seitenwände (3, 4) aufgenommen und
höhenverschiebbar ist.
9. Behälter nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennplatte (41) eine geringere Höhe als die Seitenwände (3, 4) aufweist.
10. Behälter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennplatte (41) in wenigstens zwei höhenmäßig getrennte Abschnitte (45, 46)
unterteilt ist und in diesem Trennbereich eine als Sollbruchstelle wirkende Nut (44)
aufweist.
11. Behälter nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennplatte (41) durch Federmittel (43) gegen die Seitenwände (3, 4) abgestützt
ist.
12. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Klappe (5), die Abdeckplatte (7) und / oder die Trennplatte (41) aus einem transparenten
Werkstoff bestehen.
13. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Klappe (5) und die Rückwand (2) beschriftbar sind oder Aufnahmemittel (51) für
Informationsträger aufweist.
14. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterseite der Bodenplatte flächige Streifen angeordnet sind, die für das
Entlangbewegen des Behälters auf Rollleisten eines Gestells oder Regals dienen.
15. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter an der Außenseite der Rückwand (2) Mittel (52) zum Aufhängen des Behälters
aufweist.