[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Steinelement zur Erstellung von mehrzeiligen
Rinnen, Pflasterstreifen etc. mit einem gemeinsamen Sockel und mindestens zwei vom
Sockel ausgehenden Steinköpfen, die voneinander durch Scheinfugen getrennt sind.
[0002] Solche Steinelemente sind bekannt. Hiermit kann die Pflasterarbeit bzw. Verlegearbeit
vereinfacht werden, da keine Einzelsteine mehr verlegt werden müssen, sondern Steinelemente,
die jeweils einer bestimmten Anzahl von Einzelsteinen entsprechen, wobei die durch
Scheinfugen voneinander getrennten Steinköpfe den Eindruck einer aus Einzelsteinen
bestehenden Rinne bzw. eines entsprechenden Pflasterstreifens verursachen.
[0003] Beispielsweise sind derartige Steinelemente bekannt, die drei Steinköpfe aufweisen
und bei denen der mittlere Steinkopf gegenüber den beiden Randsteinköpfen versetzt
angeordnet ist. Durch diese versetzte Anordnung wird gegenüber einer linearen Anordnung
der drei Steinköpfe ein besserer Verbund der erstellten Rinne bzw. des erstellten
Pflasterstreifens erreicht.
[0004] Je nach Verwendungszweck zur Erstellung einer Rinne oder eines Pflasterstreifens
sind die Oberseiten der Steinelemente entsprechend ausgebildet. Bei einer Rinne ist
die Oberseite der Randsteinköpfe vorzugsweise nach innen abgeschrägt, während zur
Erstellung eines Pflasterstreifens die Oberseiten der Steinköpfe eine ebene Fläche
bilden.
[0005] Mit den bekannten Steinelementen lassen sich nur in beschränktem Umfang gekrümmte
Rinnen bzw. Pflasterstreifen erstellen, da sich hierbei beim Aneinandersetzen sich
nach außen öffnende Fugen ergeben, die einerseits ein unschönes Erscheinungsbild verursachen
und andererseits ein Herausfallen des Fugenmateriales bewirken, was unerwünscht ist.
Diesem Mangel wird durch gesonderte Bogensteine entgegengewirkt.
[0006] Es ist ferner bekannt, solche Steinelemente mit Abstandshaltern bzw. Verbundabschnitten
zu versehen, die mit entsprechenden Abstandshaltern bzw. Verbundabschnitten benachbarter
Steinelemente zusammenwirken, um die Breite der Fugen festzulegen bzw. einen Verbundeffekt
zwischen den Steinelementen zu erzielen.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Steinelement zur Erstellung
von mehrzeiligen Rinnen bzw. Pflasterstreifen der eingangs genannten Art zu schaffen,
mit dem sich solche Rinnen bzw. Streifen besonders einfach und variabel erstellen
lassen.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem Steinelement der angegebenen Art dadurch
gelöst, dass
die mindestens zwei Steinköpfe im Grundriss in Achsrichtung der zu erstellenden Rinne
treppenartig versetzt zueinander angeordnet sind;
die Steinköpfe in Achsrichtung unterschiedlich lang ausgebildet sind; und
in den äußeren Endbereichen der senkrecht zur Achse verlaufenden Seitenflächen der
Randsteinköpfe je ein leistenförmiger Abstandshalter angeordnet ist, wobei die Abstandshalter
auf gegenüberliegenden Seitenflächen so angeordnet sind, dass sie die Abstandshalter
benachbarter Steinelemente im verlegten Zustand kontaktieren und mit diesen in seitlicher
Richtung einen Verschluss für Fugenmaterial bilden.
[0009] Bei der erfindungsgemäßen Lösung sind die Steinköpfe im Grundriss in Achsrichtung
der zu erstellenden Rinne treppenartig versetzt zueinander angeordnet und unterschiedlich
lang ausgebildet, wobei die Länge ausgehend von einem Randstein bis zum anderen Randstein
zunimmt, insbesondere kontinuierlich zunimmt. Durch die unterschiedlichen Längen der
Steinköpfe wird erreicht, dass bei einer gleichsinnigen Aneinanderreihung automatisch
eine gekrümmte Rinne bzw. ein gekrümmter Pflasterstreifen entsteht, und zwar entweder
in der einen Richtung oder in der anderen Richtung. Die entsprechenden Längenunterschiede
legen dabei den jeweiligen Krümmungsradius fest. Andererseits kann durch die erfindungsgemäß
ausgebildeten Steinelemente bei gegensinniger Aneinanderreihung, d.h. ein langer Steinkopf
wird abwechselnd mit einem kurzen Steinkopf kombiniert, eine geradlinige Rinne bzw.
ein geradliniger Pflasterstreifen erstellt werden.
[0010] Eine ununterbrochen gleichsinnige Aneinanderreihung der Elemente führt zu einem engen
Bogen. Wird die gleichsinnige Aneinanderreihung durch Elemente, die im Gegensinn verlegt
sind, unterbrochen, ergeben sich entsprechend weitere Bögen.
[0011] Die Längenunterschiede sind bei dem erfindungsgemäßen Steinelement so bemessen, dass
sich die vorstehend wiedergegebenen Möglichkeiten ergeben. Die Längenunterschiede
sind daher relativ gering.
[0012] Ein weiteres erfindungsgemäßes Merkmal besteht darin, dass entsprechende leistenförmige
Abstandshalter vorgesehen sind, die das Folgende bewirken: Beim Aneinandersetzen der
Steinelemente kommen die Abstandshalter von benachbarten Steinelementen zur Anlage.
Hierdurch wird einerseits eine Verbundwirkung der Steinelemente miteinander senkrecht
zur Rinnenachse erreicht, andererseits ein seitlicher Verschluss der Fugen, so dass
trocken eingefülltes Fugenmaterial nicht mehr seitlich entweichen kann. Dieser Effekt
ist bei einer bogenförmigen bzw. gekrümmten Verlegung und bei einer geradlinigen Verlegung
gegeben.
[0013] Erfindungsgemäß wird daher durch die unterschiedlich langen Steinköpfe erreicht,
dass die vorstehend geschilderten drei Verlegearten mit einer einzigen Form eines
Steinelementes ermöglicht werden. Ferner wird bei allen drei Verlegearten eine Verbundwirkung
senkrecht zur Fugenachse und ein seitlicher Fugenverschluss erzielt.
[0014] Ein spezielles Steinelement ist dadurch gekennzeichnet, dass es drei Steinköpfe besitzt,
die in Achsrichtung von einem Randsteinkopf über den Mittelsteinkopf zum anderen Randsteinkopf
stufenweise länger ausgebildet sind, wobei die Abstandshalter an den Seitenflächen
der beiden Randsteinköpfe vorgesehen sind. Eine derartige Ausgestaltung eines Steinelementes
wird besonders bevorzugt, da sich hiermit auf besonders einfache und praktische Weise
gekrümmte und geradlinige Rinnen oder Pflasterstreifen erstellen lassen.
[0015] Bei einer bevorzugten Lösung stehen die Steinköpfe auf der einen Seite jeweils um
die gleiche Strecke gegenüber dem Nachbarsteinkopf vor. Da die Steinköpfe unterschiedliche
Längen besitzen, stehen sie hierbei auf der gegenüberliegenden Seite um unterschiedlich
große Strecken vor. Da die Längendifferenzen relativ gering sind, wird hierdurch das
Aneinandersetzen der Steinelemente nicht behindert.
[0016] Bei einer anderen Lösung stehen die Steinköpfe gegenüber dem Nachbarsteinkopf auf
beiden Seiten gleich weit vor.
[0017] Was die Abstandshalter oder Verbundabschnitte betrifft, so sind diese vorzugsweise
auf gegenüberliegenden Seitenflächen versetzt zueinander angeordnet. Beim Aneinandersetzen
von Steinelementen tritt somit jeweils ein weiter innen liegender Abstandshalter eines
Steinelementes mit einem weiter außen liegenden Abstandshalter des benachbarten Steinelementes
annähernd in Kontakt. Dabei ist vorzugsweise von einem Steinelement auf der gleichen
Seite der Abstandshalter des einen Randsteines innenliegend und der Abstandshalter
des anderen Randsteines außenliegend angeordnet. Auch bei leichten Keilfugen ist somit
noch ein Verschluss der Fugen gegeben.
[0018] Die Abstandshalter sind vorzugsweise im Horizontalschnitt etwa dreieck- oder halbkreisförmig
ausgebildet. Bei aneinandergesetzten Steinelementen liegen sie mit ihren Flanken annähernd
aneinander an. Durch Variation dieser Anlage (Verschiebung entlang der Flankenfläche
bei Bogenverlegung) können verschiedene Krümmungsradien der Rinnen bzw. Pflasterstreifen
eingestellt werden, wobei eine Verschiebung so weit möglich ist, dass der seitliche
Verschluss noch aufrechterhalten wird.
[0019] In Weiterbildung des erfindungsgemäßen Steinelementes sind die Ränder bzw. Außenflächen
der Übergangsbereiche zwischen den Steinköpfen gekrümmt ausgebildet. Die vertikale
Seitenfläche eines Steinkopfes geht daher über eine gekrümmte Übergangsfläche in die
vertikale vorstehende Seitenfläche des benachbarten Steinkopfes über. An diesen gekrümmten
vertikalen Übergangsflächen können sich vertikale Kanten von benachbarten Steinelementen
abstützen, wobei diese gekrümmten Übergangsflächen auch zur Lagefixierung der Steinelemente
in Verbindung mit den an den Randsteinen vorgesehenen Abstandshaltern dienen können.
Dadurch wird im Sockelbereich der Elemente die Verbindung zwischen den Steinköpfen
verstärkt und die Bruchgefahr am Übergang zwischen den Steinköpfen verringert.
[0020] Ferner können bei dem erfindungsgemäß ausgebildeten Steinelement auf den vorstehenden
achsparallelen Seitenflächen der Steinköpfe weitere Abstandshalter vorgesehen sein.
Diese weiteren Abstandshalter können zusätzlich das Fugenmaß zwischen den vorstehenden
achsparallelen Seitenflächen von benachbarten Steinelementen sichern. Auch hierbei
wirkt vorzugsweise ein Abstandshalter des einen Steinelementes mit einem versetzt
hierzu angeordneten Abstandshalter des benachbarten Steinelementes zusammen.
[0021] Wie erwähnt, wird eine gekrümmte Rinne bzw. ein gekrümmter Pflasterstreifen gebildet,
wenn mehrere Steinelemente gleichsinnig aneinandergesetzt werden, so dass jeweils
die langen Randsteinköpfe im gleichen Randbereich angeordnet sind. Aufgrund der Krümmung
steht dann jeweils eine äußere Ecke der aneinandergesetzten Steinelemente nach außen
vor. Um dies zu verhindern, sind bei einer besonderen Ausführungsform der Erfindung
die achsparallelen äußeren Seitenflächen der Randsteinköpfe in achsparalleler Richtung
gegenüber der Rinnenachsenparallelen geringfügig abgeschrägt oder gekrümmt, so dass
der vorstehend geschilderte Effekt nicht mehr auftritt bzw. abgemildert wird. Es ergibt
sich dann ein gleichmäßigerer Übergang zwischen benachbarten Steinelementen, der einer
echten Krümmung nahekommt.
[0022] Wenn mit den erfindungsgemäßen Steinelementen eine Rinne ausgebildet werden soll,
kommen vorzugsweise solche Steinelemente zur Anwendung, bei denen die Oberseite der
Randsteinköpfe nach innen abgeschrägt ist bzw. pultartig abfällt. Der mittlere Steinkopf
bzw. die mittleren Steinköpfe können hierbei eine waagerecht verlaufende Oberfläche
besitzen, um auf diese Weise einen entsprechenden Rinneneffekt zu erzeugen. Werden
die Steinelemente zur Erstellung von Pflastersteinstreifen verwendet, sind die Oberseiten
aller Steinköpfe vorzugsweise waagerecht (im rechten Winkel zu den Seitenflächen)
ausgebildet.
[0023] Die erfindungsgemäß ausgebildeten Steinelemente sind vorzugsweise als Kunststeine
aus Beton ausgebildet.
[0024] Die Erfindung betrifft ferner eine Rinne bzw. einen Streifen, die bzw. der dadurch
gekennzeichnet ist, dass sie bzw. er aus einer Vielzahl von Steinelementen der vorstehend
beschriebenen Art zusammengesetzt ist. Eine solche Rinne bzw. ein solcher Streifen
wird durch Aneinandersetzen von erfindungsgemäßen Steinelementen gebildet, wobei das
Fugenmaß durch die vorgesehenen Abstandshalter bzw. Verbundabschnitte gesichert wird.
Ein seitliches Entweichen des in die Fugen eingefüllten trockenen Fugenmateriales
wird durch die Abstandshalter an den Randsteinköpfen verhindert, die sich leistenförmig
nahezu über die gesamte Höhe der Steinelemente erstrecken.
[0025] Durch gleichsinniges Aneinandersetzen von Steinelementen beschreibt eine solche Rinne
bzw. ein solcher Streifen einen Rechts- oder Linksbogen, und durch abwechselnd gegensinniges
Aneinandersetzen von benachbarten Steinelementen (abwechselnd kurzer und langer Steinkopf)
eine geradlinig verlaufende Rinne bzw. einen entsprechenden Streifen.
[0026] Bei dem erfindungsgemäß ausgebildeten Steinelement ist bei einer besonders bevorzugten
Lösung die geringere Länge von Steinkopf zu Steinkopf so bemessen, dass die Steinköpfe
auf beiden Seiten jeweils um die gleiche Strecke gegenüber den Nachbarsteinköpfen
vorstehen. Mit anderen Worten, die Steinköpfe springen auf der einen Seite um einen
gleichen Betrag vor und springen auf der anderen Seite um einen gleichen Betrag vor,
wobei die Beträge zwischen den beiden Seiten unterschiedlich groß sein können. Hierdurch
wird sichergestellt, dass ein Anlegen der Steinelemente sowohl gleichsinnig als auch
gegensinnig (abwechselnd um 180° gedreht) auf unproblematische Weise verwirklicht
werden kann.
[0027] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit
der Zeichnung im Einzelnen erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Draufsicht auf zwei gleichsinnig aneinandergesetzte Steinelemente;
- Figur 2
- eine Draufsicht wie Figur 1 mit einem kleineren Verlegeradius und einer größeren Außenfuge;
- Figur 3
- eine Draufsicht auf zwei aneinandergesetzte Steinelemente einer anderen Ausführungsform,
wobei hier die Steinelemente gegensinnig aneinandergesetzt sind; und
- Figur 4
- verschiedene aus den Steinelementen zusammengesetzte Streifen mit geradliniger und
gekrümmter Ausführungsform.
[0028] Das in Figur 1 in der Draufsicht dargestellte Steinelement 1 besitzt einen gemeinsamen
Sockel (nicht gezeigt) sowie drei sich vom Sockel nach oben erstreckende Steinköpfe
2, 3 und 4 in Rechteckform, die voneinander durch Scheinfugen 13 getrennt sind. Bei
Betrachtung von oben entsteht daher der Eindruck, dass es sich um drei Einzelsteine
handelt.
[0029] Die drei Steinköpfe 2, 3 und 4 sind treppenartig versetzt zueinander angeordnet,
wobei jeweils ein Steinkopf gegenüber dem Nachbarsteinkopf vorsteht bzw. zurückspringt.
Ein wesentliches Merkmal besteht darin, dass die Steinköpfe in Achsrichtung einer
zu verlegenden Rinne bzw. eines zu verlegenden Streifens, d.h. parallel zur Richtung
der Scheinfugen, eine unterschiedliche Länge besitzen. Der Steinkopf 2 ist hierbei
am längsten ausgebildet, der mittlere Steinkopf 3 besitzt eine mittlere Länge, und
der in Figur 1 untere Steinkopf 4 ist am kürzesten ausgebildet. Dabei sind die Längenunterschiede
so groß, dass die Steinköpfe jeweils auf einer Seite um das gleiche Maß gegenüber
dem Nachbarsteinkopf vorstehen. Mit anderen Worten, in Figur 1 nach rechts steht der
Steinkopf 3 gegenüber dem Steinkopf 1 um die gleiche Strecke vor wie der Steinkopf
4 gegenüber dem Steinkopf 3. Dies ist linksseitig ebenso der Fall, wobei sich hier
allerdings das Maß, um das die Steine vorstehen, von dem auf der rechten Seite unterscheidet.
[0030] Die Übergänge bzw. Brücken zwischen den einzelnen Steinköpfen am Sockel sind abgerundet
ausgebildet, wie bei 9 gezeigt.
[0031] Des Weiteren weist der Steinkopf in den Endbereichen der senkrecht zur Achse verlaufenden
Seitenflächen der Randsteinköpfe 2 und 4 je einen leistenförmigen Abstandshalter 5,
6 und 10, 11 auf, wobei die Abstandshalter auf gegenüberliegenden Seitenflächen so
angeordnet sind, dass sie die Abstandshalter benachbarter Steinelemente im verlegten
Zustand kontaktieren und mit diesen in seitlicher Richtung einen Verschluss für Fugenmaterial
bilden. Figur 1 zeigt, wie die Abstandshalter 5 und 11 zu den Abstandshaltern 6 und
10 versetzt angeordnet sind, so dass im aneinandergesetzten Zustand der gewünschte
seitliche Verschluss erreicht wird, wie in Figur 1 gezeigt.
[0032] Ferner weist das Steinelement an den vorstehenden Seitenflächen je einen weiteren
Abstandshalter 7, 8 auf, die einen entsprechenden Fugenabstand sicherstellen, und
zwar für die Achsrichtung verlaufenden Fugen.
[0033] Wenn die Steinelemente in der in Figur 1 dargestellten Art und Weise aneinandergesetzt
werden, ergibt sich aufgrund der unterschiedlichen Längen der Steinköpfe automatisch
eine gekrümmte Verlegung mit einem Radius von beispielsweise 4,0 m, wie in Figur 1
gezeigt. In diesem Zustand liegen de Abstandshalter 10, 11 satt aneinander an und
kontaktieren den benachbarten Steinkopf. Auf diese Weise wird ein Verschluss gebildet,
der verhindert, dass eingefülltes Fugenmaterial seitlich aus der Fuge heraustreten
kann.
[0034] Gemäß Figur 2 sind die Steinelemente so aneinandergelegt, dass sich ein kleinerer
Verlegeradius (R = 3,4 m) mit einer größeren Außenfuge von 12 mm ergibt. Hierbei kontaktieren
sich die Abstandshalter 10, 11 in den Außenbereichen nur noch geringfügig, halten
aber noch den gewünschten Verschluss aufrecht. Es sind daher unterschiedliche Verlegeradien
möglich, ohne dass der gewünschte Verschluss aufgehoben wird.
[0035] Da die Steinköpfe auf beiden Seiten jeweils um das gleiche Maß vorstehen, können
sie gleichsinnig verlegt werden, wie in Figur 1 und 2 gezeigt, aber auch gegensinnig,
wie in Figur 3 gezeigt. Hierbei wird der längste Steinkopf 2 (A) eines Steinelementes
mit dem kürzesten Steinkopf 4 (C) des benachbarten Steinelementes aneinandergesetzt,
so dass sich insgesamt ein geradlinig verlegter Streifen bzw. eine Rinne ergibt. Gemäß
Figur 3 sind die beiden gezeigten Steinelemente in einer Grenzstellung dargestellt,
in der der Verschluss zwischen den Abstandshaltern 5, 6 gerade noch aufrechterhalten
wird.
[0036] Figur 4 zeigt einen geradlinig verlegten Streifen 20 und zwei mit Krümmung verlegte
Streifen 21, 22 mit unterschiedlichen Verlegeradien. Es können somit mit Steinelementen
identischer Form die unterschiedlichsten Streifen bzw. Rinnen verlegt werden. Wie
erwähnt, kann dabei die Oberseite sämtlicher Steinköpfe eines Steinelementes eben
ausgebildet sein und mit den vertikalen Seitenflächen einen rechten Winkel bilden,
so dass Streifen verlegt werden können. Die Oberseiten der Randsteinköpfe können aber
auch beispielsweise nach innen abgeschrägt sein, so dass sich Rinnen verlegen lassen.
1. Steinelement zur Erstellung von mehrzeiligen Rinnen, Pflasterstreifen etc. mit einem
gemeinsamen Sockel und mindestens zwei vom Sockel ausgehenden Steinköpfen, die voneinander
durch Scheinfugen getrennt sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
die mindestens zwei Steinköpfe (2, 3, 4) im Grundriss in Achsrichtung der zu erstellenden
Rinne treppenartig versetzt zueinander angeordnet sind;
die Steinköpfe (2, 3, 4) in Achsrichtung unterschiedlich lang ausgebildet sind; und
in den äußeren Endbereichen der senkrecht zur Achse verlaufenden Seitenflächen der
Randsteinköpfe (2, 4) je ein leistenförmiger Abstandshalter (5, 6; 10, 11) angeordnet
ist, wobei die Abstandshalter (5, 10; 6, 11) auf gegenüberliegenden Seitenflächen
so angeordnet sind, dass sie die Abstandshalter benachbarter Steinelemente im verlegten
Zustand kontaktieren und mit diesen in seitlicher Richtung einen Verschluss für Fugenmaterial
bilden.
2. Steinelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es drei Steinköpfe (2, 3, 4) besitzt, dass die Steinköpfe (2, 3, 4) in Achsrichtung
von einem Randsteinkopf (4) über den Mittelsteinkopf (3) zum anderen Randsteinkopf
(5) stufenweise länger ausgebildet sind und dass die Abstandshalter (5, 6; 10, 11)
an den Seitenflächen der beiden Randsteinköpfe (2, 4) vorgesehen sind.
3. Steinelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Steinköpfe (2, 3, 4) auf der einen Seite jeweils um die gleiche Strecke gegenüber
dem Nachbarsteinkopf vorstehen.
4. Steinelement nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Steinköpfe (2, 3, 4) gegenüber dem Nachbarsteinkopf auf beiden Seiten jeweils
gleich weit vorstehen.
5. Steinelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandshalter (5, 10; 6, 11) auf gegenüberliegenden Seitenflächen versetzt zueinander
angeordnet sind.
6. Steinelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandshalter (5, 6; 10, 11) im Horizontalschnitt etwa dreieck- oder halbkreisförmig
ausgebildet sind.
7. Steinelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ränder (9) bzw. Außenflächen der Übergangsbereiche zwischen den Steinköpfen (2,
3, 4) gekrümmt ausgebildet sind.
8. Steinelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf den vorstehenden achsparallelen Seitenflächen der Steinköpfe (2, 3, 4) weitere
Abstandshalter (7, 8) vorgesehen sind.
9. Steinelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die achsparallelen äußeren Seitenflächen der Randsteinköpfe in achsparalleler Richtung
gegenüber der Rinnenachsenparallelen geringfügig abgeschrägt oder gekrümmt sind.
10. Steinelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Längen der verschiedenen Steinköpfe kontinuierlich vergrößern.
11. Steinelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite der Randsteinköpfe nach innen abgeschrägt ist bzw. pultartig abfällt.
12. Rinne bzw. Streifen, dadurch gekennzeichnet, dass sie bzw. er aus einer Vielzahl von Steinelementen (2, 3, 4) nach einem der vorangehenden
Ansprüche zusammengesetzt ist.
13. Rinne bzw. Streifen nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass sie bzw. er durch gleichsinniges Aneinandersetzen von Steinelementen (2, 3, 4) einen
Rechts- oder Linksbogen beschreibt.
14. Rinne bzw. Streifen nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass sie bzw. er durch abwechselnd gegensinniges Aneinandersetzen von benachbarten Steinelementen
(2, 3, 4) eine geradlinig verlaufende Rinne bzw. einen entsprechenden Streifen beschreibt.