[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Sanitärleitung, wie sie insbesondere als Brausearmleitung
für eine Duschbrause verwendbar ist.
[0002] Ein gängiger Typ von Brausearm ist ein hohler Brausearm aus Messing, dessen Hohlkanal
als wasserführender Kanal zu einem daran montierten Brausekopf fungiert. Derartige
Brausearme aus einem Messinggehäuse haben ein relativ hohes Gewicht. Das durchgeführte
Wasser kommt direkt mit dem Messinggehäusematerial in Kontakt.
[0003] Der Erfindung liegt als technisches Problem die Bereitstellung einer Sanitärleitung
zugrunde, die sich mit vergleichsweise geringem Gewicht realisieren lässt und mit
der sich ein Kontakt von durchgeführtem Wasser zu einem Gehäusemetall vermeiden lässt.
[0004] Die Erfindung löst dieses Problem durch die Bereitstellung einer Sanitärleitung mit
den Merkmalen des Anspruchs 1. Diese Sanitärleitung weist ein starres, hohles Leitungsgehäuse
mit einem Grundkörper und einer an diesem angebrachten Gehäusewand auf. In das hohle
Leitungsgehäuse ist mindestens eine flexible Leitung aus einem biegefähigen Leitungsmaterial
eingelegt.
[0005] Das Einlegen der flexiblen Leitung in das hohle Leitungsgehäuse kann problemlos vor
dem Schließen des Leitungsgehäuses durch Anbringen der Gehäusewand am Grundkörper
erfolgen. Die eingelegte Leitung fungiert als wasserführender Kanal und vermeidet
für das durchgeführte Wasser jeglichen Kontakt mit dem typischerweise metallischen
Material des Leitungsgehäuses. So kann das Leitungsgehäuse beispielsweise als hohles
Zinkdruckgussteil gefertigt sein. Von besonderem Vorteil ist die Verwendung von biegefähigem
Material für die eingelegte Leitung. Denn dadurch kann die Leitung flexibel einem
beliebigen, z.B. gekrümmten bzw. abgewinkelten Verlauf des Leitungsgehäuses folgen,
ohne dass sie dafür vorab in ihrer Form und Länge exakt auf die Form des Leitungsgehäuses
abgestimmt werden muss, wie dies bei einer alternativ denkbaren Verwendung eines starren
Rohrteils aus Metall oder Kunststoff der Fall wäre.
[0006] Vorteilhafte alternative Weiterbildungen der Erfindung beinhalten die Verwendung
einer biegefähigen Kunststoffschlauchleitung oder einer biegefähigen Metallleitung
für die flexible Leitung.
[0007] In einer Weiterbildung der Erfindung besitzt die Sanitärleitung Mittel zum Fixieren
oder seitlichen Führen der jeweiligen flexiblen Leitung. Auf diese Weise kann die
Leitung in definierter Lage im Leitungsgehäuse gehalten werden.
[0008] In einer Weiterbildung der Erfindung weist die Sanitärleitung an wenigstens einem
Ende der flexiblen Leitung einen Anschlussnippel auf, der vorzugsweise aus einem starren
Kunststoff- oder Metallmaterial besteht.
[0009] In einer Weiterbildung der Erfindung sind mehrere flexible Leitungen strömungstechnisch
parallel und nebeneinanderliegend im Leitungsgehäuse angeordnet. Dadurch können beispielsweise
Warmwasser und Kaltwasser getrennt in der Sanitärleitung geführt werden, oder es kann
Duschwasser separat zu getrennten Brausestrahlbereichen einer angekoppelten Duschbrause
geführt werden. In einer weiteren Ausgestaltung ist ein Multianschlussnippel vorgesehen,
der mehrere Anschlussöffnungen aufweist, die mit einem Ende je einer der flexiblen
Leitungen gekoppelt sind. Die Anschlussöffnungen sind strömungstechnisch mit einer
gemeinsamen Austritts- oder Eintrittsöffnung oder alternativ mit getrennten Austritts-
oder Eintrittsöffnungen des Multianschlussnippels verbunden. Im erstgenannten Fall
kann über die Eintrittsöffnung zugeführtes Wasser auf die mehreren angeschlossenen
flexiblen Leitungen aufgeteilt oder über die flexiblen Leitungen getrennt zugeführtes
Wasser im Multianschlussnippel zusammengebracht werden. Im letztgenannten Fall kann
über die Austrittsöffnungen Wasser separat getrennten Brausestrahlbereichen zugeführt
werden.
[0010] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung beinhaltet die Sanitärleitung
eine Brausearmleitung für eine Duschbrause. In einer weiteren Ausgestaltung bildet
bei einer solchen Brausearmleitung der Multianschlussnippel einen Anschluss für die
angekoppelten flexiblen Leitungen an einen Brausekopf der Duschbrause.
[0011] In einer Ausgestaltung der Erfindung ist von den mehreren, strömungstechnisch parallelen
flexiblen Leitungen eine erste an einen ersten Brausestrahlbereich der Duschbrause
und eine zweite an einen vom ersten getrennten zweiten Brausestrahlbereich ankoppelbar.
Dies ermöglicht eine getrennte Führung von Duschwasser in der Sanitärleitung zu den
verschiedenen Brausestrahlbereichen. Wenn austrittsseitig der Multianschlussnippel
vorgesehen ist, können über diesen die flexiblen Leitungen an die getrennten Brausebereiche
angekoppelt werden.
[0012] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist die Sanitärleitung zum Einsatz
bei einer Duschbrause einen duschwandseitigen Abschnitt und einen gegenüber diesem
abgewinkelt verlaufenden Brausearmabschnitt auf. So kann der duschwandseitige Abschnitt
z.B. dafür vorgesehen sein, im Wesentlichen vertikal verlaufend an einer festen Wand
einer Dusche montiert zu werden, während der Brausearmabschnitt davon im Wesentlichen
horizontal verlaufend absteht und den Brausekopf trägt.
[0013] Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden nachfolgend beschrieben. Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Montage-Explosionsansicht eines Duschbrausensystems mit einkanaliger
Kopfbrausen-Wasserzufuhr,
- Fig. 2
- eine perspektivische Montage-Explosionsansicht eines Teils einer Variante des Duschbrausensystems
von Fig. 1 mit zweikanaliger Kopfbrausen-Wasserzufuhr,
- Fig. 3
- eine Perspektivansicht auf einen Brausearm mit montierter Kopfbrause des Duschbrausensystems
von Fig. 2 bei abgenommenem Brausearmdeckel,
- Fig. 4
- eine Perspektivansicht einer Variante des Duschbrausensystems von Fig. 2 in einer
Wandstange-Brausearm-Ausführung bei abgenommenem Brausearmdeckel,
- Fig. 5
- eine Querschnittansicht durch den Brausearm längs einer Linie V-V von Fig. 3,
- Fig. 6
- eine Längsschnittansicht durch einen für eine Brausearmleitung der Duschbrausensysteme
der Fig. 1 bis 4 verwendbaren Anschlussnippel,
- Fig. 7
- eine Längsschnittansicht einer Leitungs-Anschlussnippel-Kopplung,
- Fig. 8
- eine Längsschnittansicht einer für die Systeme der Fig. 1 bis 7 verwendbaren Wandhalterung,
- Fig. 9
- eine Draufsicht von oben auf einen z.B. für die Systeme der Fig. 2 bis 5 mit zweikanaliger
Wasserzufuhr verwendbaren Doppelanschlussnippel,
- Fig. 10
- eine Draufsicht von unten auf den Doppelanschlussnippel von Fig. 9,
- Fig. 11
- eine Längsschnittansicht einer Sanitärleitung, die als direkt wandmontierbarer Brausearm
ausgeführt ist, und
- Fig. 12
- eine Ansicht von unten auf den Brausearm von Fig. 11 bei abgenommenem Gehäusedeckel.
[0014] Das in Fig. 1 perspektivisch in einer Montage-Explosionsansicht dargestellte Duschbrausensystem
beinhaltet eine erfindungsgemäße Sanitärleitung 1, die von einer Mischbatterie 2 zu
einer Kopfbrause 3 führt und sich zweiteilig aus einem wandseitigen Abschnitt 1a und
einem davon im Wesentlichen senkrecht abkragenden Brausearmabschnitt 1b zusammensetzt.
Die beiden Abschnitte 1a, 1b werden über eine Wandhalterung 4 miteinander gekoppelt,
mit der die Sanitärleitung 1 an einer festen Wand eines Duschraums in üblicher Weise
befestigt werden kann, so dass sich der wandseitige Abschnitt 1a im Wesentlichen vertikal
und der Brausearmabschnitt 1 b im Wesentlichen horizontal erstreckt.
[0015] Die hier nur schematisch angedeutete Mischbatterie 2 besitzt in üblicher Weise zwei
getrennte Wasserzuläufe 5, 6 für Kaltwasser bzw. Warmwasser und eine nicht gezeigte
Mengen- und Temperaturregelung, mit welcher der Benutzer die Wassermenge und die Wassertemperatur
einstellen kann. In herkömmlicher Weise ist an die Mischbatterie 2 zusätzlich eine
Handbrause 7 angeschlossen.
[0016] Im Ausführungsbeispiel von Fig. 1 findet die Vermischung von Kaltwasser und Warmwasser
in der Mischbatterie 2 statt, und das entsprechende Mischwasser wird zur Handbrause
7 bzw. zur Kopfbrause 3 geführt. Die Zuführung zur Kopfbrause 3 erfolgt durch die
in diesem Fall entsprechend einkanalig ausgeführte Sanitärleitung 1. Dazu weist ihr
wandseitiger Abschnitt 1a ein zum Beispiel aus Zinkdruckguss gefertigtes, starres,
hohles Wandabschnitt-Leitungsgehäuse 8 auf, in das eine einzelne flexible Leitung
9 aus einem biegefähigen Leitungsmaterial, wie einem biegefähigen Kunststoffschlauchmaterial
oder einem biegefähigen Metallmaterial, eingelegt ist. Das Wandabschnitt-Leitungsgehäuse
8 weist einen im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt auf und ist längs seiner Wandseite
in einer Breite offen, die das Einbringen der flexiblen Leitung 9 in den Gehäusehohlraum
ermöglicht, so dass sie nicht axial von der Gehäusestirnseite her eingeschoben werden
braucht.
[0017] Der Brausearm-Leitungsabschnitt 1b beinhaltet ebenso ein starres, hohles, zum Beispiel
als Zinkdruckgussteil gefertigtes Leitungsgehäuse 10, in das eine nicht gezeigte flexible
Leitung aus einem biegefähigen Leitungsmaterial eingelegt ist. Diese flexible Leitung
mündet austrittsseitig in die Kopfbrause 3 und wird eintrittsseitig mittels einer
üblichen Leitungsverbindung im Bereich der Wandhalterung 4 mit dem austrittsseitigen
Ende der im Wandleitungsabschnitt 1a aufgenommenen Leitung 9 gekoppelt.
[0018] Das Leitungsgehäuse 10 des Brausearmabschnitts 1 b besteht aus einem Grundkörper
10a und einer hier als oberseitiger Gehäusedeckel 10b realisierten Gehäusewand, die
mittels Schraubverbindungen 11 lösbar am Grundkörper 10a angebracht ist. Die flexble
Brausearm-Leitung wird bei abgenommenem Gehäusedeckel 10b in den Brausearm-Grundkörper
10a eingelegt, wobei sie im Abwinklungsbereich des Grundkörpers 10a entsprechend um
ca. 90° umgebogen wird. Durch die Verwendung von biegefähigem Leitungsmaterial kann
die Biegung mit dem Einlegen der flexiblen Leitung in den Gehäusegrundkörper 10a hergestellt
werden, so dass es nicht erforderlich ist, eine Leitung mit dieser Biegung vorzufertigen.
Nach dem Einlegen der flexiblen Leitung wird der Gehäusedeckel 10b auf den Grundkörper
10a aufgesetzt und mittels der Schraubverbindungen 11 an ihm fixiert. Je nach Bedarf
kann die eingelegte Leitung durch entsprechende Fixier- oder Führungsmittel am Gehäusegrundkörper
10a fixiert oder wenigstens seitlich geführt werden. Die Brausearm-Leitung und die
wandseitige Leitung 9 können endseitig jeweils mit geeigneten Anschlussnippeln versehen
sein, um sie miteinander zu verbinden und/oder geeignete Anschlüsse an die Kopfbrause
3 einerseits und die Mischbatterie 2 andererseits bereitzustellen.
[0019] Die Fig. 2 und 3 veranschaulichen eine Variante des Duschsystems von Fig. 1 mit den
hier interessierenden Komponenten. Bei dieser Systemvariante wird Duschwasser von
einer Mischbatterie getrennt zu zwei verschiedenen Brausestrahlbereichen einer Kopfbrause
3' geführt. Das Duschsystem der Fig. 2 und 3 weist dazu eine erfindungsgemäße Sanitärleitung
1' in einer zweikanaligen Ausführung auf. Ähnlich dem System von Fig. 1 besteht die
Sanitärleitung 1' aus einem wandseitigen Abschnitt 1'a und einem kopfbrausenseitigen
Brausearmabschnitt 1'b, die miteinander mechanisch und strömungstechnisch über eine
Wandhalterung 4' gekoppelt sind. Der wandseitige Abschnitt 1'a beinhaltet wiederum
ein starres, hohles Leitungsgehäuse 8', das an seiner Wandseite offen ausgebildet
ist, so dass von dieser Seite her zwei parallele flexible Leitungen 9a, 9b eingelegt
werden können.
[0020] Analog beinhaltet der Brausearmabschnitt 1'b ein starres, hohles Leitungsgehäuse
10', zum Beispiel aus Zinkdruckguss, mit einem Grundkörper 10'a und einem aufgesetzten
und daran fixierten Gehäusedeckel 10'b. Fig. 3 zeigt den Brausearm-Grundkörper 10'a
mit montierter Kopfbrause 3' in einer lediglich gestalterisch gegenüber dem System
von Fig. 2 leicht modifizierten Version. In der Ansicht von Fig. 3 ist der Gehäusedeckel
10'b abgenommen, wodurch zu erkennen ist, dass und wie in den Brausearmgehäuse Grundkörper
10'a zwei getrennte, parallele, flexible Leitungen 12a, 12b eingelegt sind. Dabei
sind sie seitlich durch Stege 13 geführt, die an inneren Seitenwänden des Gehäusegrundkörpers
10'a paarweise gegenüberliegend ausgebildet sind und bei Bedarf auch Schrauböffnungen
bereitstellen, in welche Schrauben z.B. zur Befestigung des Gehäusedeckels 10'b eingeschraubt
werden können. Zusätzlich oder alternativ können die flexiblen Leitungen 12a, 12b
durch entsprechende Fixiermittel am Gehäusegrundkörper 10'a festgelegt werden.
[0021] Da die flexiblen Leitungen 12a, 12b aus biegefähigem Kunststoff- oder Metallmaterial
gefertigt sind, können sie problemlos einer Biegung 14 folgen, mit welcher der Brausearm
10'a von einem im montierten Zustand in einer Dusche etwa vertikalen, eintrittsseitigen
Verlauf in einen schräg nach vorn mit einer horizontalen Hauptkomponente gerichteten
Verlauf übergeht. Am eintrittsseitigen Ende des Brausearms 10'a ist in der in Fig.
3 gezeigten Variante ein Anschlusselement 15 vorgesehen, mit dem der Brausearm 10'a
an einen wandseitigen Leitungsabschnitt angekoppelt oder direkt an einer Wand eines
Duschraums befestigt werden kann. An diesem eintrittsseitigen Ende schließen die flexiblen
Leitungen 12a, 12b mit je einem Anschlussnippel 16a, 16b ab. Am entgegengesetzten,
kopfbrausenseitigen Ende münden die flexiblen Leitungen 12a, 12b in einen Doppelanschlussnippel
17.
[0022] Fig. 4 zeigt eine Variante des Systems der Fig. 2 und 3, bei welcher eine erfindungsgemäße
Sanitärleitung 1" verwendet ist, deren beide flexible Leitungen 12a, 12b aus biegefähigem
Leitungsmaterial einstückig von einer nicht gezeigten Mischbatterie bis zur Kopfbrause
3' geführt sind, wobei zum besseren Verständnis für funktionell äquivalente, nicht
zwingend identische Elemente gleiche Bezugszeichen verwendet sind wie in den Fig.
2 und 3. Mit anderen Worten erstrecken sich die beiden flexiblen Leitungen 12a, 12b
für zwei getrennte Brausestrahlbereiche längs eines wandseitigen Abschnitts 1"a und
eines anschließenden Brausearmabschnitts 1"b. Der wandseitige Abschnitt 1"a beinhaltet
dazu ein wandseitig offenes, starres, hohles Leitungsgehäuse 8", das über ein Verbindungselement
15' mit dem Gehäusegrundkörper 10'a des Brausearmabschnitts 1"b verbunden ist. Das
Verbindungselement 15' dient gleichzeitig als Wandhalter zur Befestigung der Sanitärleitung
1" an der Wand eines Duschraums. Alternativ kann das wandseitige Leitungsgehäuse 8"
einteilig mit dem Gehäusegrundkörper 10'a des Brausearmabschnitts 1"b gebildet sein.
[0023] Am eintrittsseitigen Ende sind die beiden flexiblen Leitungen 12a, 12b wiederum mit
je einem Anschlussnippel 16'a, 16'b versehen, über die sie an die nicht gezeigte Mischbatterie
angeschlossen werden können. Am entsprechenden Endbereich des wandseitigen Leitungsgehäuses
8" sind Mittel 18 zur Führung oder Fixierung der beiden Anschlussnippel 16'a, 16'b
vorgesehen.
[0024] Aus Fig. 5 ist zu erkennen, wie die beiden parallelen flexiblen Leitungen 12a, 12b
eng aneinanderliegend und seitlich durch die Stege 13 geführt im Gehäusegrundkörper
10'a des Brausearmabschnitts aufgenommen sind. Dabei zeigt Fig. 5 einen Querschnitt
auf Höhe kurz vor Einmündung der beiden flexiblen Leitungen 12a, 12b in den Doppelanschlussnippel
17.
[0025] Die zweikanalige Ausführung der Sanitärleitung, wie oben zu den Fig. 2 bis 5 beschreiben,
kann somit dazu genutzt werden, in einer Mischbatterie gemischtes Duschwasser getrennt
zwei separaten Brausestrahlbereichen eines entsprechend konfigurierten Brausekopfes
zuzuführen, der mit diesen separaten Brausestrahlbereichen die Einstdlung unterschiedlicher
Brausestrahlcharakteristiken ermöglicht. Alternativ kann sie dazu verwendet werden,
Kaltwasser oder Warmwasser getrennt zu führen oder in einer Mischbatterie gemischtes
Duschwasser über die beiden Leitungskanäle parallel zu einem gemeinsamen Brausestrahlbereich
der Kopfbrause zu führen. Im letzteren Fall lässt sich das Wasser mit doppelter Mengenkapazität
verglichen mit der Verwendung nur einer Leitung gleichen Durchflussquerschnitts zum
Brausekopf führen.
[0026] Es versteht sich, dass die Erfindung auch mehrkanalige Sanitärleitungen mit drei
oder mehr strömungstechnisch parallelen flexiblen Leitungen aus biegefähigem Leitungsmaterial
umfasst. Diese lassen sich beispielsweise dazu verwenden, jeden von drei oder mehr
separaten Brausestrahlbereichen eines entsprechend konfigurierten Brausekopfes individuell
mit Wasser zu versorgen. Bei Bedarf können entsprechende Multianschlussnippel mit
drei oder mehr Anschlussöffnungen für die drei oder mehr flexiblen Leitungen anstelle
des erwähnten Doppelanschlussnippels vorgesehen sein.
[0027] Fig. 6 zeigt im Längsschnitt einen Anschlussnippel 19, wie er für die erfindungsgemäße
Sanitärleitung verwendbar ist, beispielsweise als die eintrittsseitigen Anschlussnippel
16a, 16b, 16'a, 16'b in den Duschsystemen der Fig. 2 bis 4. Der Anschlussnippel 19
ist in einem in Fig. 6 rechten Bereich mit einem tannenbaumartigen Schlauchhalteprofil
20 versehen und weist anschließend daran einen Anschlagring 21 auf. Der Anschlussnippel
19 wird mit seinem Leitungshalteprofil 20 bis zum Anschlagring 21 in eine zugehörige
flexible Leitung eingesteckt. Auf seiner in Fig. 6 linken Seite weist der Anschlussnippel
19 eine Ringnut 22 für eine einzusetzende Ringdichtung und ein Außenprofil 23 auf,
mit dem er zum Beispiel an einem Gehäusebereich der betreffenden Sanitärleitung geführt
oder fixiert werden kann.
[0028] Fig. 7 zeigt in einem Längsschnitt einen ähnlichen, für eine erfindungsgemäße Sanitärleitung
verwendbaren Anschlussnippel 19' in einer montierten Position. Wie aus Fig. 7 zu erkennen,
ist der Nippel 19' mit einem tannenbaumförmigen Halteprofil bis zu einem Anschlagring
21' in das Ende einer flexiblen Leitung 24 eingesteckt. Ein umgebendes Klemmhülsenelement
25 sichert die Verbindung von flexibler Leitung 24 und Anschlussnippel 19'.
[0029] Fig. 8 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem ein Wandhalterelement 26 mittels Schraubverbindungen
27 an einem hohlen Leitungsgehäuseabschnitt 28 befestigt ist, der Teil einer erfindungsgemäßen
Sanitärleitung ist und in den wiederum mindestens eine zugehörige flexible Leitung
29 aus einem biegefähigen Leitungsmaterial eingelegt ist. Die flexible Leitung 29
ist am gezeigten Ende auf einen Anschlussnippel 30 aufgesteckt. Die Schraubverbindungen
27 dienen hierbei gleichzeitig, wie aus Fig. 8 ersichtlich, dazu, den Anschlussnippel
30 im Leitungsgehäuse 28 zu halten und die Verbindung von flexibler Leitung 29 und
Anschlussnippel 30 zu sichern.
[0030] Die Fig. 9 und 10 veranschaulichen eine vorteilhafte Ausführung für den erwähnten
Doppelanschlussnippel 17, über den die beiden getrennten flexiblen Leitungen 12a,
12b bei der zweikanaligen Brausearmausführung in den Brausekopf 3' münden und der
z.B. aus einem biegesteifen Kunststoffmaterial gefertigt sein kann. Wie daraus ersichtlich,
weist der Doppelanschlussnippel zwei im Wesentlichen parallel verlaufende Anschlussöffnungen
31 a, 31 b und zwei korrespondierende Austrittsöffnungen 32a, 32b auf, in welche je
eine der beiden Anschlussöffnungen 31 a, 31b mündet und die im Wesentlichen senkrecht
zu den Anschlussöffnungen 31a, 31 b aus dem Nippel 17 ausmünden. Dabei bildet die
Austrittsöffnung 32a einen mittigen Kanal und die Austrittsöffnung 32b einen ringförmigen
Kanal. An dem Doppelanschlussnippel 17 ist ein im Wesentlichen ringförmiger Flansch
33 angeformt, durch den der Nippel 17 am zugeordneten Brausekopf festgelegt werden
kann. Die beiden getrennten Austrittsöffnungen 32a, 32b führen dann im eingebauten
Zustand des Nippels 17 zu den verschiedenen zugehörigen Brausestrahlbereichen der
Kopfbrause.
[0031] Die Fig. 11 und 12 veranschaulichen als ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung
eine Sanitärleitung, die als direkt wandmontierbarer Brausearm 1'" ausgebildet ist.
Dazu weist der Brausearm 1'" in einem hinteren Endbereich eine Montageplatte 34 auf,
mit der er direkt an einer Duschraumwand befestigt werden kann, um im montierten Zustand
im Wesentlichen horizontal von dieser Wand vorzustehen. Nach hinten ragt der Brausearm
1'" mit einem Anschlussrohrstück 35 über die Montageplatte 34 hinaus, über das er
an einen in der Wand liegenden Anschluss einer Unterputz-Wasserzuführung anschließbar
ist.
[0032] Der Brausearm 1'" beinhaltet ein hohles, zum Beispiel aus Zinkdruckguss gefertigtes
Leitungsgehäuse 10" mit einem Grundkörper 10"a und einer an diesem lösbar angebrachten
Gehäusewand, die hier einen unterseitigen Gehäusedeckel 10"b bildet. In das hohle
Leitungsgehäuse 10" ist eine flexible Leitung 12' aus biegefähigem Kunststoff- oder
Metallmaterial eingelegt, wobei sie mit ihrem hinteren Ende in das Anschlussrohrstück
35 fluiddicht eingefügt ist. Mit ihrem vorderen Ende mündet sie in einen brausekopfseitigen
Auslass 36 des Brausearms 1"'. Wie insbesondere aus der Unterseitenansicht von Fig.
12 zu erkennen, ist der Brausearm 1'" mit zwei weiteren Auslässen 37a, 37b vorgefertigt,
die im vorliegenden Fall unbenutzt bleiben. In alternativen Anwendungen dieses Brausearms
1'" können diesen weiteren Auslässen 37a, 37b ebenfalls je eine flexible Leitung nach
Art der flexiblen Leitung 12' zugeordnet sein, die dann zusätzlich in das hohle Leitungsgehäuse
10" eingelegt werden. Dadurch können dann z.B. drei verschiedene Brausestrahlbereiche
einer vorne an dem Brausearm 1'" angekoppelten Kopfbrause individuell mit Wasser versorgt
werden.
[0033] Wie die gezeigten und oben erläuterten Ausführungsbeispiele deutlich machen, stellt
die Erfindung eine Sanitärleitung bereit, die sich unter anderem als Brausearmleitung
für Duschbrausensysteme eignet. Zur Wasserführung dienen bei der erfindungsgemäßen
Sanitärleitung eine oder mehrere flexible Leitungen aus einem biegefähigen Leitungsmaterial,
die in ein starres, hohles Leitungsgehäuse eingelegt sind. Verglichen mit herkömmlichen
Sanitärleitungen aus einem Messingkörper mit wasserführendem Hohlkanal lässt sich
die erfindungsgemäße Sanitärleitung mit deutlich geringerem Gewicht fertigen. Zudem
lässt sich mit der erfindungsgemäßen Sanitärleitung jeglicher Kontakt des durchgeführten
Wassers mit Metallmaterial eines Leitungsgehäuses vermeiden. Die Bereitstellung entsprechender
Brausearme für Duschsysteme stellt eine besonders vorteilhafte Einsatzmöglichkeit
der Erfindung dar, es versteht sich jedoch, dass sich die erfindungsgemäße Sanitärleitung
auch für andere Anwendungen in der Sanitärtechnik einsetzen lässt, in denen die genannten
Eigenschaften erwünscht sind. Das Leitungsgehäuse für die erfindungsgemäße Sanitärleitung
lässt sich mit relativ geringem Aufwand zum Beispiel als Zinkdruckgussteil herstellen.
1. Sanitärleitung, insbesondere für eine Duschbrause, mit
- einem starren, hohlen Leitungsgehäuse (10, 10', 10"), das einen Grundkörper (10a,
10'a, 10"a) und eine an diesem lösbar angebrachte Gehäusewand (10b, 10'b, 10"b) aufweist,
und
- mindestens einer in dem hohlen Leitungsgehäuse eingelegten, flexiblen Leitung (9,
9a, 9b, 12') aus einem biegefähigen Leitungsmaterial.
2. Sanitärleitung nach Anspruch 1, weiter dadurch gekennzeichnet, dass die flexble Leitung eine biegefähige Kunststoffschlauchleitung oder eine biegefähige
Metallleitung ist.
3. Sanitärleitung nach Anspruch 1 oder 2, weiter gekennzeichnet durch Mittel (13, 18, 27) zum Fixieren oder seitlichen Führen der mindestens einen Leitung
im Leitungsgehäuse.
4. Sanitärleitung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, weiter gekennzeichnet durch wenigstens einen Anschlussnippel (16a, 16b, 17), der mit einem Ende der wenigstens
einen Leitung gekoppelt ist.
5. Sanitärleitung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, weiter dadurch gekennzeichnet, dass mehrere flexible Leitungen (9a, 9b) strömungstechnisch parallel und im Leitungsgehäuse
nebeneinander angeordnet sind.
6. Sanitärleitung nach Anspruch 5, weiter gekennzeichnet durch einen Multianschlussnippel (17) mit mehreren Anschlussöffnungen (31 a, 31 b), die
mit einem Ende je einer der flexiblen Leitungen gekoppelt sind, und mit einer den
Anschlussöffnungen gemeinsamen Austritts- oder Eintrittsöffnung oder mit getrennten
Austritts- oder Eintrittsöffnungen (21 a, 32b) für die Anschlussöffnungen.
7. Sanitärleitung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, weiter dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Brausearmleitung einer Duschbrause beinhaltet.
8. Sanitärleitung nach Anspruch 7, weiter dadurch gekennzeichnet, dass der Multianschlussnippel einen Anschluss für die angekoppelten flexiblen Leitungen
an einen Brausekopf der Duschbrause bildet.
9. Sanitärleitung nach Anspruch 7 oder 8, weiter dadurch gekennzeichnet, dass von den mehreren flexiblen Leitungen eine erste Leitung an einen ersten Brausestrahlbereich
der Duschbrause und eine zweite Leitung an einen vom ersten getrennten zweiten Brausestrahlbereich
der Duschbrause ankoppelbar ist.
10. Sanitärleitung nach Anspruch 8 oder 9, weiter dadurch gekennzeichnet, dass sie zur Verwendung bei einer Duschbrause einen duschwandseitigen Abschnitt (1a, 1'a,
1 "a) und einen gegenüber diesem abgewinkelt verlaufenden Brausearmabschnitt (1b,
1'b, 1"b) aufweist.