[0001] Die Erfindung betrifft eine Zu- und Überlaufarmatur für eine Badewanne gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Zu- und Überlaufarmaturen für Badewannen, in denen zusätzlich zu der Überlauffunktion
und der Betätigungsfunktion für das Ablaufventil der Badewanne auch eine Wasserzulauffunktion
integriert ist, sind bekannt (siehe z.B.
DE 93 01 156 U1).
[0003] Ferner ist aus der
DE 42 26 685 C2 eine Überlaufarmatur für eine Badewanne bekannt, die eine wahlweise Einstellung des
Überlaufniveaus erlaubt. Die bekannte Überlaufarmatur weist einen an einer Durchgangsöffnung
der Wannenwandung festlegbaren Rohranschluss auf, dessen Mündung in den Wanneninnenraum
ausmündet. Die Mündung ist mit einer Abdeckrosette abgedeckt, die mit einer radial
verlaufenden kanalartigen Verlängerung versehen ist, welche unter der Abdeckrosette
mit einer Durchtrittsöffnung ausmündet, die seitlich zur Achse der Mündung des Rohranschlusses
beabstandet ist. Die Abdeckrosette ist dabei gegenüber der Mündung des Rohranschlusses
abdichtbar ausgebildet und zur Einstellung unterschiedlicher Füllstände bewegbar mit
dem Rohranschluss verbunden. Der Rohranschluss kann auch eine Verstellmechanik aufweisen,
die mit dem Bodenventil der Badewanne in Verbindung steht, wobei die Abdeckrosette
dann zugleich als Betätigungselement für das Bodenventil ausgebildet ist. In diesem
Fall ist die Abdeckrosette in axialer Richtung, nämlich in Richtung der Achse der
Mündung des Rohranschlusses hin- und herbewegbar, um das Überlaufniveau (Füllniveau)
der Badewanne einzustellen. Diese Überlaufarmatur enthält jedoch keinen Wasserzulauf.
Ferner ist bei dieser Überlaufarmatur unbefriedigend, dass sich der nach einer gewissen
Gebrauchsdauer der Armatur verschmutzende Einlaufbereich des Überlaufs im Sichtbereich
der Armatur befindet.
[0004] Aus der auf die Anmelderin zurückgehenden
EP 1 793 052 A2 ist eine Zu- und Überlaufarmatur für eine Badewanne bekannt, in vier Funktionen integriert
sind, nämlich eine Überlauffunktion, eine Betätigungsfunktion für das Ablaufventil,
eine Füllniveau-Einstellfunktion und eine Wasserzulauffunktion. Der Überlaufkörper
dieser bekannten Zu- und Überlaufarmatur weist eine sich durch die Durchgangsöffnung
der Wannenwandung in die Badewanne erstreckende Lagerhülse für eine durch den Drehgriff
betätigbare Mitnehmerwelle auf. Zwischen dem Drehgriff und der Badewannenrückseite
ist ein auf der Lagerhülse festlegbares Zulaufteil angeordnet. Auf dem Zulaufteil
ist ein Stellelement zur Einstellung des Überlaufniveaus der Badewanne drehbar gehalten,
wobei das Stellelement und das Zulaufteil zusammen einen Abschnitt eines innerhalb
der Badewanne angeordneten Überlaufkanals bilden, an den sich ein zweiter, im Zulaufteil
ausgebildeter Überlaufkanalabschnitt anschließt, der dann schließlich an dem Überlaufkanal
des Überlaufkörpers angeschlossen ist. Das Stellelement zur Einstellung des Überlaufniveaus
ist dabei ein separat gefertigtes Bedienelement. Dieses Stellelement verursacht ein
relativ großes Aufbaumaß, d.h. die Zu- und Überlaufarmatur steht relativ weit von
der Wannenwandung vor, um die erforderliche Überlaufleistung sicherzustellen.
[0005] Davon ausgehend lag der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Zu- und
Überlaufarmatur für eine Badewanne zu schaffen, welche die vier genannten Funktionen
der aus der
EP 1 793 052 A2 bekannten Zu- und Überlaufarmatur bietet, den verschmutzenden Einlaufbereich des
Überlaufs verdeckt, aus einer möglichst geringen Anzahl von separat gefertigten Bauteilen
aufgebaut ist und bei Sicherstellung der erforderlichen Überlaufleistung ein vergleichsweise
geringes Aufbaumaß besitzt.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Zu- und Überlaufarmatur mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 vorgeschlagen.
[0007] Bevorzugte und vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Zu- und Überlaufarmatur
sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0008] Die erfindungsgemäße Zu- und Überlaufarmatur umfasst einen an einer Durchgangsöffnung
der Wannenwandung festlegbaren Überlaufkörper, der einen Überlaufkanal und einen Wasseranschluss
aufweist, einen kappenförmigen Drehgriff zur Betätigung eines Ablaufventils der Badewanne,
einen einen Zulaufkanal aufweisenden Klemmkörper, wobei der Zulaufkanal in die Badewanne
mündet, und mindestens ein Befestigungsmittel zur Befestigung von Überlaufkörper und
Klemmkörper, wobei der Drehgriff mit einer sich in den Überlaufkörper erstreckenden
Mitnehmerwelle versehen ist. Des Weiteren ist die erfindungsgemäße Zu- und Überlaufarmatur
dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnehmerwelle oder der Drehgriff axial bewegbar
gelagert ist, so dass der Drehgriff aus einer ersten Position in eine zweite Position,
die gegenüber der ersten Position weiter von dem Überlaufkörper entfernt liegt, und
umgekehrt bewegbar ist, wobei der Drehgriff in der ersten Position mit dem Klemmkörper
einen ein erhöhtes Überlaufniveau definierenden Wassereinlauf bildet, und wobei der
Drehgriff in der zweiten Position mit dem Klemmkörper einen auch nach unten offenen,
ein tieferes Überlaufniveau definierenden Wassereinlauf begrenzt.
[0009] In der erfindungsgemäßen Zu- und Überlaufarmatur sind somit die vier Funktionen:
- Überlauffunktion,
- Betätigungsfunktion für das Ablaufventil,
- Wasserzulauffunktion und
- Wasserstandsanhebung (Füllniveau-Einstellfunktion)
zusammen verwirklicht.
[0010] Im Unterschied zu der aus der
EP 1 793 052 A2 bekannten Zu- und Überlaufarmatur erfordert die erfindungsgemäße Zu- und Überlaufarmatur
aber außer dem Drehgriff kein zusätzliches, separat gefertigtes Bedienelement (Stellelement)
für die Wasserstandsanhebung. Die erfindungsgemäße Zu- und Überlaufarmatur zeichnet
sich somit dadurch aus, dass mehrere Bedienfunktionen in einem einzigen Bedienelement,
nämlich dem Drehgriff integriert sind. Der verschmutzende Einlaufbereich des Überlaufs
befindet sich dabei verdeckt hinter dem kappenförmigen Drehgriff. Der verschmutzende
Einlaufbereich des Überlaufs ist vorzugsweise radial beabstandet zum Umfang des Drehgriffs
angeordnet. Zudem lässt sich die erfindungsgemäße Zu- und Überlaufarmatur aufgrund
des Wegfalls eines zusätzlichen Bedienelements für die Wasserstandsanhebung mit vergleichsweise
geringem Aufbaumaß bei gleichzeitiger Sicherstellung der erforderlichen Überlaufleistung
verwirklichen.
[0011] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäße Zu- und Überlaufarmatur
ist deren Klemmkörper mit einer Dichtung versehen, die in der ersten Position des
Drehgriffs an demselben dichtend anliegt und in der zweiten Position des Drehgriffs
von demselben beabstandet ist. Durch diese Ausgestaltung wird sichergestellt, dass
wenn der Drehgriff in die erste Position bewegt wurde und somit ein erhöhtes Überlaufniveau
eingestellt ist, ein entsprechend erhöhter Wasserstand in der Badewanne ohne Wasserverluste
beibehalten wird. Vorzugsweise besteht die Dichtung aus einem Dichtring, der in einer
am Klemmkörper ausgebildeten Ringnut gehalten ist. Hierdurch lässt sich eine besonders
zuverlässige Dichtwirkung erzielen.
[0012] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Zu- und Überlaufarmatur
ist dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsmittel zur Befestigung des Überlaufkörpers
und des an der Wanneninnenseite anzuordnenden Klemmkörpers als Hohlschraube ausgebildet
und mit einer im Überlaufkörper integrierten Gewindehülse verschraubbar ist. Auch
diese Ausgestaltung trägt bei Sicherstellung der erforderlichen Überlaufleistung zu
einer kompakten Bauweise der Zu- und Überlaufarmatur bei. Die Gewindehülse ist vorzugsweise
als Fortsatz einer Lagerhülse ausgebildet, wobei in der Lagerhülse ein mit einem Bowdenzug
zur Betätigung des Wannenablaufventils koppelbares oder gekoppeltes Ritzel drehbar
gelagert ist.
[0013] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Zu- und Überlaufarmatur
weist das Befestigungsmittel eine Federhülse mit einem innenseitig vorstehenden Rastvorsprung
auf, wobei die durch den Drehgriff betätigbare Mitnehmerwelle dem Rastvorsprung zugeordnete
Ausnehmungen aufweist, die der Arretierung des Drehgriffs in seiner ersten und zweiten
Position dienen. Hierdurch lässt sich sicherstellen, dass sich das mittels des verschiebbaren
Drehgriffs eingestellte Überlaufniveau nicht ungewollt vom erhöhten Überlaufniveau
zum niedrigen Überlaufniveau oder umgekehrt verändert.
[0014] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Zu- und Überlaufarmatur
sieht vor, dass das Befestigungsmittel einen flanschförmigen Kopfabschnitt aufweist.
Der flanschförmige Kopfabschnitt kann dabei insbesondere als Anschlagfläche für den
Drehgriff dienen, wenn letzterer in die erste Position bewegt wird, in welcher das
erhöhte Überlaufniveau eingestellt ist. In dieser Situation liegt der Drehgriff an
dem flanschförmigen Kopfabschnitt des Befestigungsmittels an.
[0015] Hinsichtlich einer kompakten Bauweise bei gleichzeitiger Sicherstellung der erforderlichen
Überlaufleistung ist es ferner vorteilhaft, wenn nach einer weiteren Ausgestaltung
der erfindungsgemäßen Zu- und Überlaufarmatur der flanschförmige Kopfabschnitt des
Befestigungsmittels eine sich in Richtung des Überlaufkörpers verjüngende Mantelfläche
mit konkaver Mantellinie aufweist. Überlaufversuche haben gezeigt, dass der so ausgebildete
flanschförmige Kopfabschnitt des Befestigungsmittels die Überlaufströmung von der
Badewanne in den Überlaufkörper verbessert.
[0016] Hinsichtlich einer zuverlässigen Festlegung des Überlaufkörpers an der Wannenwandung
und der Sicherstellung der erforderlichen Überlaufleistung ist es auch vorteilhaft,
wenn nach einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Zu- und Überlaufarmatur
der (an der Wanneninnenseite anzuordnende) Klemmkörper einen Flansch und einen hülsenförmigen
Innenabschnitt aufweist, wobei der Flansch und der hülsenförmige Innenabschnitt eine
Durchgangsöffnung begrenzen und über mindestens eine radial verlaufende Verstrebung
miteinander verbunden sind. Der Flansch ist dabei vorzugsweise trichterartig ausgebildet.
[0017] Eine weitere Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Zu- und Überlaufarmatur ist dadurch
gekennzeichnet, dass der Klemmkörper einen kreisbogensegmentförmigen Steg aufweist,
der im montierten Zustand des Klemmkörpers in die Badewanne vorsteht, dessen Außenseite
im montierten Zustand der Zu- und Überlaufarmatur nach unten gewandt ist und der mindestens
eine als Überlauföffnung dienende Durchgangsöffnung aufweist. Der Steg versteift den
Klemmkörper und dient vorzugsweise als Führung für den kappenförmigen Drehgriff, wenn
dieser aus seiner ersten Position in seine zweite Position und umgekehrt bewegt wird.
[0018] Nach einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Zu- und Überlaufarmatur kann
der Klemmkörper an der Mündung des Zulaufkanals mit einem Strahlregler versehen sein.
Durch den Strahlregler kann der in die Badewanne eingeleitete Wasserstrahl geformt
werden.
[0019] Hinsichtlich einer kompakten Bauweise und einer verdeckten Anordnung des verschmutzenden
Einlaufbereichs des Überlaufs ist es vorteilhaft, wenn nach einer weiteren Ausgestaltung
der erfindungsgemäßen Zu- und Überlaufarmatur deren Drehgriff einen rückseitig vorstehenden,
im Wesentlichen U-förmigen Steg aufweist, dessen obere Enden durch einen Quersteg,
der ebenfalls von der Rückseite des Drehgriffs vorsteht, verbunden sind.
[0020] Eine weitere Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Zu- und Überlaufarmatur ist dadurch
gekennzeichnet, dass der Klemmkörper in einer ringförmigen oder bogenförmigen Abdeckung
(Sichtblende) aufgenommen ist. Die Abdeckung kann dabei eine nach unten mündende Ausnehmung
aufweisen, in der gegebenenfalls der Strahlregler aufgenommen wird. Durch diese optionale
Abdeckung lässt sich das Design der erfindungsgemäßen Zu- und Überlaufarmatur auf
einfache Weise verändern, indem zum Beispiel Abdeckungen unterschiedlicher Farb- und/oder
Formgebung angeboten bzw. bereitgestellt werden. So kann die Abdeckung beispielsweise
eine chrom-, edelstahlfarbige oder sonstige farbige Beschichtung aufweisen und/oder
eine glattzylindrische oder strukturierte Mantelfläche besitzen.
[0021] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Zu- und Überlaufarmatur
ist dadurch gekennzeichnet, dass an der Rückseite des Drehgriffs und/oder an der dem
Drehgriff zugewandeten Vorderseite des Klemmkörpers mindestens eine schiefe Ebene
oder rampenartige Gleitfläche ausgebildet ist, die bewirkt, dass der Drehgriff beim
Drehen um die Mitnehmerwelle zwangsläufig aus der ersten, ein erhöhtes Überlaufniveau
bewirkenden Position in die zweite Position gebracht wird.
[0022] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Abschnitt einer Badewanne mit einer erfindungsgemäßen Zu- und Überlaufarmatur
in perspektivischer Ansicht;
- Fig. 2
- einen Vertikalschnitt durch die Zu- und Überlaufarmatur der Fig. 1, wiederum in perspektivischer
Ansicht;
- Fig. 3
- einen Abschnitt einer Badewanne mit der Zu- und Überlaufarmatur der Fig. 1 in einer
Explosionsdarstellung;
- Fig. 4
- eine Vertikalschnittansicht der Zu- und Überlaufarmatur der Fig. 1, wobei sich deren
Drehgriff in einer gegenüber dem Überlaufgehäuse (und der Wannenwandung) ausgezogenen
Position befindet; und
- Fig. 5
- eine Vertikalschnittansicht entsprechend Fig. 4, wobei der Drehgriff im Vergleich
zu der Fig. 4 in einer näher am Überlaufgehäuse liegenden, ein erhöhtes Überlaufniveau
bewirkenden Position angeordnet ist.
[0023] Die in der Zeichnung dargestellte Zu- und Überlaufarmatur 1 umfasst einen Überlaufkörper
2, der außerhalb einer Badewanne 3 an einer Durchgangsöffnung 4 der Wannenwandung
unter Zwischenanordnung eines Dichtringes 5 abgedichtet festgelegt wird. Der Überlaufkörper
2 weist einen Überlaufkanal 6, einen Wasseranschluss 7 und eine Halterung 8 für einen
Endabschnitt eines Bowdenzuges (nicht gezeigt) zur Betätigung eines Ablaufventils
(Bodenventils) der Badewanne auf. Der Überlaufkanal 6 umfasst einen stutzenförmigen
Anschlussabschnitt 9, auf den ein mit dem Ablaufventilgehäuse (nicht gezeigt) der
Badewanne 3 verbindbares Überlaufrohr (nicht gezeigt) gesteckt werden kann.
[0024] Der Überlaufkörper 2 umfasst des Weiteren ein mit dem Bowdenzug koppelbares Getriebeteil
zum Öffnen und Schließen des Ablaufventils (nicht gezeigt) der Badewanne 3, das mittels
eines Drehgriffs 10 betätigt werden kann. Der Überlaufkörper 2 enthält eine Lagerhülse
11, in der ein mit dem Bowdenzug koppelbares Ritzel 12 drehbar gelagert ist. Die Drehbewegung
des Drehgriffs 10 wird über eine Mitnehmerwelle 13 auf das Ritzel 12 übertragen. Die
Mitnehmerwelle 13 ist als Keilwelle ausgebildet, wobei das Ritzel 12 eine Ausnehmung
12.1 mit einer der Keilwelle komplementären Innenverzahnung aufweist. Über den mit
dem Ritzel 12 gekoppelten Bowdenzug wird die Drehbewegung des Drehgriffs 10 auf einen
das Ablaufventil betätigenden Hebe- und Absenkmechanismus (nicht gezeigt) übertragen.
Die Mitnehmerwelle 13 ist vorzugsweise mit dem Drehgriff 10 fest verbunden. Es liegt
jedoch auch im Rahmen der Erfindung, die drehstarre Verbindung von Drehgriff 10 und
Mitnehmerwelle 13 als lösbare Steckverbindung auszuführen.
[0025] Zur Festlegung des Überlaufkörpers 2 an der Durchgangsöffnung 4 der Wannenwandung
umfasst die Zu- und Überlaufarmatur 1 eine im Überlaufkörper 2 integrierte Gewindehülse
14, einen an der Wanneninnenseite anzuordnenden Klemmkörper 15 und ein als Hohlschraube
ausgebildetes Befestigungsmittel 16. Die Gewindehülse 14 des Überlaufkörpers 2 besitzt
ein Innengewinde, in welches das als Hohlschraube ausgebildete Befestigungsmittel
16 eingeschraubt wird. Die Gewindehülse 14 ist als axialer Fortsatz der Lagerhülse
11 ausgebildet.
[0026] Der Klemmkörper 15 weist einen Flansch 15.1 und einen hülsenförmigen Innenabschnitt
15.2 auf. Der Flansch 15.1 und der hülsenförmige Innenabschnitt 15.2 begrenzen eine
bzw. mehrere Durchgangsöffnungen 15.3 und sind durch eine radial verlaufende Verstrebung
15.4 miteinander verbunden. Über die Durchgangsöffnung 15.3 kann Wasser aus der Badewanne
3 in den Überlaufkörper 2 und ein daran angeschlossenes Überlaufrohr fließen. Der
Flansch 15.1 ist trichterartig ausgebildet. Der hülsenförmige Innenabschnitt 15.2
ragt im montierten Zustand der Armatur 1 durch die Wannenüberlauföffnung 4 in den
Überlaufkörper 2.
[0027] Des Weiteren ist der Klemmkörper 15 mit einem Zulaufkanal 15.5 versehen, der in die
Badewanne 3 mündet. Der Zulaufkanal 15.5 ist vorzugsweise einstückig mit dem Klemmkörper
15 ausgebildet. Ein Abschnitt 15.6 des Zulaufkanals 15.5 dient dabei zugleich als
radiale Verbindung zwischen dem Flansch 15.1 und dem hülsenförmige Innenabschnitt
15.2 des Klemmkörpers.
[0028] Der Zulaufkanal 15.5 ist aus einem Rohrstutzen 15.7 und einem sich daran anschließenden,
nach unten gerichteten Mündungsabschnitt 15.8 aufgebaut. Der Rohrstutzen 15.7 wird
in einen im Überlaufkörper 2 integrierten Verbindungskanal 2.1 eingesteckt, der mit
dem Wasseranschluss 7 strömungstechnisch verbunden ist. Zur Abdichtung des Ringspalts
zwischen dem Verbindungskanal 2.1 und dem darin eingesteckten Rohrstutzen 15.7 ist
der Rohrstutzen mit einem Dichtring 15.9 versehen, der in einer Ringnut des Rohrstutzens
15.7 gehalten wird. Der Mündungsabschnitt 15.8 des Zulaufkanals 15.5 ist mit einem
Strahlregler 17 versehen. Der Strahlregler 17 ist in dem Mündungsabschnitt form- und/oder
reibschlüssig gehalten.
[0029] Das hohlschraubenartige Befestigungsmittel 16 weist eine umlaufende Schulter 16.1
auf, die an dem hülsenförmigen Innenabschnitt 15.2 des Klemmkörpers 15 angreift. Des
Weiteren ist das Befestigungsmittel 16 mit einem flanschförmigen Kopfabschnitt 16.2
versehen.
[0030] Die Zu- und Überlaufarmatur 1 bietet die Möglichkeit, das Überlaufniveau und damit
den Wasserstand in der Badewanne 3 um ein bestimmtes Maß anzuheben bzw. abzusenken.
Mit den Bezugszeichen W
N und W
H sind in den Figuren 4 und 5 ein niedriger bzw. erhöhter Wasserstand bezeichnet, der
sich in der Badewanne bei ununterbrochenem Wasserzulauf einstellt. Die Höhendifferenz
H zwischen dem erhöhten Wasserstand (Überlaufniveau) W
H und dem tieferen Wasserstand (Überlaufniveau) W
N beträgt beispielsweise ca. 5 cm.
[0031] Zur Einstellung bzw. Änderung des Überlaufniveaus ist die Mitnehmerwelle 13 axial
bewegbar gelagert, so dass der mit der Mitnehmerwelle verbundene kappenförmige Drehgriff
10 aus einer ersten Position in eine zweite Position, die gegenüber der ersten Position
weiter vom Überlaufkörper 2 entfernt liegt, und umgekehrt bewegt werden kann. Die
Mitnehmerwelle 13 ist hierzu, wie bereits erwähnt, als Keilwelle ausgebildet und greift
axial verschiebbar in die innen verzahnte Ausnehmung 12.1 des im Überlaufkörper 2
drehbar gelagerten Ritzels 12 ein. In der ersten Position bildet der kappenförmige
Drehgriff 10 mit dem Klemmkörper 15 einen taschen- oder manschettenförmigen Wassereinlauf,
der ein erhöhtes Überlaufniveau definiert (siehe Fig. 5). In der zweiten Position
begrenzt der Drehgriff 10 mit dem Klemmkörper 15 einen auch nach unten offenen, ein
tieferes Überlaufniveau definierenden Wassereinlauf (siehe Fig. 4).
[0032] Der Klemmkörper 15 ist mit einer Dichtung 18 versehen, die in der ersten Position
des Drehgriffs an demselben, nämlich an der Innenseite des nach hinten vorstehenden
Randsteges 10.1 des Drehgriffs 10 entlang eines unteren Teilabschnitts dichtend anliegt
und in der zweiten Position des Drehgriffs 10 von demselben beabstandet ist (vgl.
Figuren 4 und 5). Die Dichtung 18 besteht aus einem Dichtring, der in einer am Umfang
des Flansches 15.1 des Klemmkörpers 15 ausgebildeten Ringnut 15.10 gehalten ist. Wie
in den Figuren 2 und 5 zu erkennen ist, hat die obere Hälfte der umlaufenden Dichtung
18 keine Dichtfunktion.
[0033] An dem Flansch 15.1 des Klemmkörpers ist ferner ein kreisbogensegmentförmiger Steg
15.11 angeformt, der im montierten Zustand des Klemmkörpers 15 in die Badewanne vorsteht
bzw. der Innenseite des Drehgriffs 10 zugewandt ist. Der Steg 15.11 ist an der unteren
Umfangshälfte des Flansches 15.1 ausgebildet. Die Außenseite des Steges 15.11 ist
im montierten Zustand der Armatur 1 nach unten gewandt. Der Steg 15.11 wird von dem
kappenförmigen Drehgriff 10 umgriffen und weist mehrere radiale Durchgangsöffnungen
15.12 auf. Die als Überlauföffnung dienenden Durchgangsöffnungen 15.12 sind länglich
oder schlitzförmig ausgebildet. Der Steg 15.11 versteift den Klemmkörper 15 und dient
als Gleitführung für den Drehgriff 10, wobei der Steg im Wesentlichen parallel zu
dem nach hinten vorstehenden Randsteg 10.1 des Drehgriffs verläuft. In der in Fig.
4 dargestellten Position des Drehgriffs 10 liegt ein umlaufender Wassereinlauf vor,
so dass Wasser bei Übersteigen des niedrigen Überlaufniveau W
N über die im Steg 15.11 ausgebildeten Durchgangsöffnungen 15.12 in den Überlaufkörper
2 fließen kann.
[0034] Zur Arretierung des Drehgriffs 10 in seiner ersten Position sowie in seiner zweiten
Position weist das hohlschraubenartige Befestigungsmittel 16 eine Federhülse 16.3
auf, die mit einem innenseitig radial vorstehenden Rastvorsprung 16.4 versehen ist,
während die Mitnehmerwelle 13 dem Rastvorsprung 16.4 zugeordnete, axial beanstandete
Ausnehmungen 13.1, 13.2 aufweist. Der Drehgriff 10 kann durch leichtes Drücken aus
der in Fig. 4 gezeigten Position in die in Fig. 5 gezeigte Position bewegt werden,
und umgekehrt durch leichtes Ziehen wieder zurück bewegt werden.
[0035] Optional sind an der Rückseite des Drehgriffs 10 und/oder an der dem Drehgriff zugewandeten
Vorderseite des Klemmkörpers 15 schiefe Ebenen oder rampenartigen Gleitflächen ausgebildet,
die bewirken, dass der Drehgriff 10 beim Drehen um die Mitnehmerwelle 13 zwangsläufig
aus der ersten, ein erhöhtes Überlaufniveau bewirkenden Position in die zweite Position
gebracht wird.
[0036] Die Federhülse 16.3 ist koaxial innerhalb des flanschförmigen Kopfabschnitts 16.2
der Hohlschraube 16 ausgebildet. Sie weist eine als Mehrkant, vorzugsweise Sechskant
ausgebildete Mantelfläche 16.5 auf und ist radial geschlitzt. Zwischen dem flanschförmigen
Kopfabschnitt 16.2 und der Federhülse 16.3 ist eine ringförmige Aussparung 16.6 vorhanden,
so dass die als Mehrkant ausgebildete Mantelfläche 16.5 der Federhülse mit einem entsprechenden
Werkzeug, beispielsweise einem Steckschlüssel, formschlüssig erfasst werden kann.
[0037] Der flanschförmige Kopfabschnitt 16.2 der Hohlschraube 16, der Rastvorsprung 16.4
der Federhülse 16.3 sowie die dem Rastvorsprung zugeordneten Ausnehmungen 13.1, 13.2
der Mitnehmerwelle 13 sind so bemessen und angeordnet, dass der Drehgriff 10 in seiner
den erhöhten Wasserstand W
H hervorrufenden Position an dem flanschförmigen Kopfabschnitt 16.2 anliegt.
[0038] Des Weiteren ist in der Zeichnung zu erkennen, dass der flanschförmige Kopfabschnitt
16.2 des Befestigungsmittels 16 eine sich in Richtung des Überlaufkörpers 2 verjüngende
Mantelfläche 16.7 mit konkaver Mantellinie aufweist. In Kombination mit dem trichterartigen
Flansch 15.1 des Klemmkörpers 15 ergibt sich somit ein im Wesentlichen ringförmiger
Einlaufkanal, dessen lichte Strömungsweite in Richtung des hülsenförmigen Innenabschnitts
15.2 des Klemmkörpers 15 allmählich abnimmt. Der verschmutzende Einlaufbereich des
Überlaufs ist dabei radial beabstandet zum Umfang bzw. Randsteg 10.1 des Drehgriffs
10 angeordnet. Dies gilt insbesondere für den oberen Einlaufbereich des Überlaufs.
Der verschmutzende Einlaufbereich des Überlaufs der Zu- und Überlaufarmatur 1 ist
somit wirksam verdeckt und für den Nutzer der Badewanne nicht sichtbar.
[0039] Der an dem kappenförmigen Drehgriff 10 rückseitig vorstehende Randsteg 10.1 ist im
Wesentlichen U-förmig ausgebildet. Die oberen Enden 10.11 des U-förmigen Stegabschnitts
sind durch einen Quersteg 10.12, der ebenfalls von der Rückseite des Drehgriffs 10
vorsteht, verbunden. Die im Wesentlichen plan oder flach ausgebildete Vorderseite
des Drehgriffs 10 geht oben mit einer abgerundeten oder gebogenen Kante 10.13 in den
Quersteg 10.12 über. Der üblicherweise während des Gebrauchs der Armatur 1 verschmutzende
Einlaufbereich des Überlaufs liegt hinter dem kappenförmigen Drehgriff 10, so dass
dieser Schmutzbereich verdeckt ist.
[0040] Des Weiteren kann die Zu- und Überlaufarmatur 1 eine optionale Abdeckung (Sichtblende)
19 umfassen. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Klemmkörper 15 in einer
ringförmigen oder bogenförmigen Abdeckung (Sichtblende) 19 aufgenommen. Die Abdeckung
19 weist eine nach unten mündende Ausnehmung 19.1 auf, die der Aufnahme des Strahlreglers
17 dient.
[0041] Die Erfindung ist in ihrer Ausführung nicht auf das in der Zeichnung dargestellte
Ausführungsbeispiel beschränkt. Vielmehr sind zahlreiche Varianten denkbar, die auch
bei grundsätzlich abweichender Gestaltung von dem in den Ansprüchen angegebenen Erfindungsgedanken
Gebrauch machen.
1. Zu- und Überlaufarmatur (1) für eine Badewanne, mit einem an einer Durchgangsöffnung
der Wannenwandung festlegbaren Überlaufkörper (2), der einen Überlaufkanal und einen
Wasseranschluss (7) aufweist, einem kappenförmigen Drehgriff (10) zur Betätigung eines
Ablaufventils der Badewanne, einem einen Zulaufkanal (15.5) aufweisenden Klemmkörper
(15), wobei der Zulaufkanal (15.5) in die Badewanne mündet, und mindestens einem Befestigungsmittel
(16) zur Befestigung von Überlaufkörper (2) und Klemmkörper (15), wobei der Drehgriff
(10) mit einer sich in den Überlaufkörper (2) erstreckenden Mitnehmerwelle (13) versehen
ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnehmerwelle (13) oder der Drehgriff (10) axial bewegbar gelagert ist, so dass
der Drehgriff (10) aus einer ersten Position in eine zweite Position, die gegenüber
der ersten Position weiter von dem Überlaufkörper (2) entfernt liegt, und umgekehrt
bewegbar ist, wobei der Drehgriff (10) in der ersten Position mit dem Klemmkörper
(15) einen ein erhöhtes Überlaufniveau definierenden Wassereinlauf bildet, und wobei
der Drehgriff (10) in der zweiten Position mit dem Klemmkörper (15) einen auch nach
unten offenen, ein tieferes Überlaufniveau definierenden Wassereinlauf begrenzt.
2. Zu- und Überlaufarmatur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmkörper (15) mit einer Dichtung (18) versehen ist, die in der ersten Position
des Drehgriffs (10) an demselben dichtend anliegt und in der zweiten Position des
Drehgriffs (10) von demselben beabstandet ist.
3. Zu- und Überlaufarmatur nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (18) aus einem Dichtring besteht, der in einer am Klemmkörper (15) ausgebildeten
Ringnut (15.10) gehalten ist.
4. Zu- und Überlaufarmatur nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsmittel (16) als Hohlschraube ausgebildet und mit einer im Überlaufkörper
(2) integrierten Gewindehülse (14) verschraubbar ist.
5. Zu- und Überlaufarmatur nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsmittel (16) eine Federhülse (16.3) mit einem innenseitig vorstehenden
Rastvorsprung (16.4) aufweist, wobei die Mitnehmerwelle (13) dem Rastvorsprung (16.4)
zugeordnete Ausnehmungen (13.1, 13.2) aufweist, die der Arretierung des Drehgriffs
(10) in seiner ersten und zweiten Position dienen.
6. Zu- und Überlaufarmatur nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsmittel (16) einen flanschförmigen Kopfabschnitt (16.2) aufweist.
7. Zu- und Überlaufarmatur nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehgriff (10) in seiner ersten Position an dem flanschförmigen Kopfabschnitt
(16.2) des Befestigungsmittels (16) anliegt.
8. Zu- und Überlaufarmatur nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der flanschförmige Kopfabschnitt (16.2) des Befestigungsmittels (16) eine sich in
Richtung des Überlaufkörpers (2) verjüngende Mantelfläche (16.7) mit konkaver Mantellinie
aufweist.
9. Zu- und Überlaufarmatur nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmkörper (15) einen Flansch (15.1) und einen hülsenförmigen Innenabschnitt
(15.2) aufweist, wobei der Flansch (15.1) und der hülsenförmige Innenabschnitt (15.2)
eine Durchgangsöffnung (15.3) begrenzen und über mindestens eine radial verlaufende
Verstrebung (15.4) miteinander verbunden sind.
10. Zu- und Überlaufarmatur nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Flansch (15.1) trichterartig ausgebildet ist.
11. Zu- und Überlaufarmatur nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmkörper (15) einen kreisbogensegmentförmigen Steg (15.11) aufweist, der im
montierten Zustand des Klemmkörpers (15) in die Badewanne vorsteht, dessen Außenseite
im montierten Zustand der Zu- und Überlaufarmatur (1) nach unten gewandt ist und der
mindestens eine als Überlauföffnung dienende Durchgangsöffnung (15.12) aufweist.
12. Zu- und Überlaufarmatur nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmkörper (15) an der Mündung des Zulaufkanals (15.5) mit einem Strahlregler
(17) versehen ist.
13. Zu- und Überlaufarmatur nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehgriff (10) einen rückseitig vorstehenden, im Wesentlichen U-förmigen Steg
(10.1) aufweist, dessen obere Enden (10.11) durch einen Quersteg (10.12), der ebenfalls
von der Rückseite des Drehgriffs (10) vorsteht, verbunden sind.
14. Zu- und Überlaufarmatur nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmkörper (15) in einer ringförmigen oder bogenförmigen Abdeckung (19) aufgenommen
ist.
15. Zu- und Überlaufarmatur nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (19) eine nach unten mündende Ausnehmung (19.1) aufweist.
16. Zu- und Überlaufarmatur nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass an der Rückseite des Drehgriffs (10) und/oder an der dem Drehgriff zugewandeten Vorderseite
des Klemmkörpers (15) mindestens eine schiefe Ebene oder rampenartige Gleitfläche
ausgebildet ist, die bewirkt, dass der Drehgriff (10) beim Drehen um die Mitnehmerwelle
(13) zwangsläufig aus der ersten, ein erhöhtes Überlaufniveau bewirkenden Position
in die zweite Position gebracht wird.