[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Trennelement aus Kunststoff, welches zur Montage
zwischen einer Konsole und einem Untergrund vorgesehen und plattenförmig ausgebildet
ist, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Aus der
DE 20 2011 100 210 U1 ist ein gattungsgemäßes Trennelement aus einem thermisch dämmenden Material zum Aufbau
einer thermischen Trennung bei der Befestigung von Sonnenschutzanlagen bekannt, wobei
das Trennelement zur Montage zwischen einer Konsole und einem Untergrund vorgesehen
ist. Das Trennelement ist dabei plattenförmig ausgebildet und weist Durchtrittsöffnungen
für Befestigungselemente auf, ebenso wie eine Verliersicherung, die zum Zusammenwirken
mit der Konsole oder den Befestigungselementen vorgesehen ist. Hierdurch soll ein
thermisches Trennelement geschaffen werden, dessen Handhabung vereinfacht ist.
[0003] Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, für ein Trennelement
der gattungsgemäßen Art eine verbesserte Ausführungsform anzugeben, die insbesondere
eine Schallentkopplung zwischen einer Sonnenschutzanlage und einer Fassade ermöglicht.
[0004] Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs
1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0005] Die vorliegende Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, ein an sich bekanntes
Trennelement aus Kunststoff mit einem elastischen Wulst, insbesondere einem Dichtwulst,
zu ergänzen, der bei montiertem Trennelement zumindest teilweise zusammengedrückt
ist und sowohl eine Schallentkopplung als auch eine Dichtfunktion bewirkt. Darüber
hinaus ist auch eine thermische Entkopplung mittels des Trennelements möglich. Das
erfindungsgemäße Trennelement ist dabei aus Kunststoff ausgebildet und besitzt eine
plattenförmige Geometrie, ebenso wie zumindest eine Durchtrittsöffnung für ein Befestigungselement,
beispielsweise für eine Schraube, mittels welcher eine Konsole, an der später die
Sonnenschutzanlage befestigt wird, mit dem Untergrund verschraubt wird. Da das Trennelement
an sich bereits aus Kunststoff und damit aus einem im Vergleich zu Metall elastischen
Werkstoff ausgebildet ist, und zusätzlich auf seiner dem Untergrund zugewandten Seite
den zumindest einen elastischen Wulst aufweist, funktioniert das Trennelement als
Dämpfungselement, welches insbesondere Schwingungen, ausgelöst von der Sonnenschutzanlage,
beispielsweise von einer Antriebseinrichtung derselben, nicht oder nur in stark gedämpftem
Maße an den Untergrund und damit eine Fassade bzw. eine Wand eines Gebäudes überträgt.
Aufgrund der geringeren geometrischen Abmessungen wird der Wulst bei der Montage des
Trennelements komprimiert und stellt dadurch einen sauberen Abschluss zum Untergrund
dar. Der Wulst bewirkt darüber hinaus die Abdichtung des erfindungsgemäßen Trennelements
gegenüber der Umwelt, so dass ein Eindringen von Wasser vermieden werden kann. Durch
die Ausbildung aus Kunststoff wirkt das erfindungsgemäße Trennelement zugleich auch
als thermisches Trennelement.
[0006] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung verläuft der zumindest
eine Wulst entlang eines Umfangrandes des Trennelements. Ein derart vorzugsweise gänzlich
umlaufender Wulst bietet darüber hinaus einen wirkungsvollen Schutz gegen ein unerwünschtes
Eindringen von Wasser und zugleich eine ringförmige Auflagefläche, über welche sich
das Trennelement gegenüber dem Untergrund abstützen kann. Durch die vergleichsweise
elastische Ausbildung des Wulstes ist dieser zudem in der Lage, Unebenheiten des Untergrundes
auszugleichen, wodurch eine Befestigung einer Konsole deutlich stabiler ausgeführt
werden kann. Zusätzlich kann ein weiterer Wulst vorgesehen sein, der die zumindest
eine Durchtrittsöffnung oder vorzugsweise jede Durchtrittsöffnung am Trennelement
umrandet. Hierdurch wird beispielsweise zusammen mit dem Wulst entlang des Umfangrandes
ein weiterer Auflagering geschaffen, über welchen sich das Trennelement optimal, insbesondere
selbst gegen unebene Untergründe, abstützen kann.
[0007] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lösung ist
das Trennelement aus Kunststoff, insbesondere aus Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk
(EPDM), hergestellt. EPDM ist ein terpolymeres Elastomer (Gummi) und besitzt aufgrund
seiner gesättigten Gerüststruktur eine hohe Wetter- und Feuchtigkeitsbeständigkeit,
sowie zudem eine hohe Ozonresistenz. Wegen seiner hohen Elastizität und zudem guten
chemischen Beständigkeit wird es insbesondere auch für Dichtungen verwendet.
[0008] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lösung weist
das Trennelement auf seiner der Konsole zugewandten Seite zumindest ein Positionierelement
auf, welches mit einer an der Konsole angeordneten Positionieröffnung zusammenwirkt.
Ein derartiges Positionierelement, welches beispielsweise in der Art eines Pins oder
eines Stiftes ausgebildet ist, ermöglicht eine einerseits einfache, andererseits jedoch
äußerst exakte Ausrichtung des Trennelements relativ zur Konsole und damit eine optimale
Befestigung bei gleichzeitig deutlich verringertem Aufwand. Selbstverständlich können
dabei auch mehrere Positionierelemente, beispielsweise vier Positionierelemente, vorgesehen
sein, welche in zugehörige an der Konsole ausgebildete Positionieröffnungen einsteckbar
sind und dadurch eine eindeutige Relativlage des Trennelements zur Konsole erzwingen.
Die Positionierelemente können dabei einstückig mit dem Trennelement, das heißt zusammen
mit diesem, hergestellt sein, wobei selbstverständlich auch ein Aufspritzen aus einem
anderen Kunststoff denkbar ist. Zweckmäßig weist das Trennelement an zwei gegenüberliegenden
Seiten Sicken auf. Derartige Sicken erleichtern beim Anschrauben der Konsole über
das Trennelement eine Positionierung zum Untergrund.
[0009] Zweckmäßig ist der zumindest eine Wulst auf das Trennelement aufgespritzt und aus
einem anderen Material hergestellt als das Trennelement selbst. Dies bietet den besonderen
Vorteil, dass besonders geeignete Dicht- bzw. Entkopplungsmaterialien für den Wulst
verwendet und beim Herstellungsprozess einfach auf das bereits fertiggestellte Trennelement
aufgespritzt werden können. Ein derartiges Material kann beispielsweise ein spritzbarer
und leicht komprimierbarer, insbesondere schaumartiger, Kunststoff sein.
[0010] Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
[0011] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0012] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen
auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Bauteile beziehen.
[0013] Dabei zeigen, jeweils schematisch,
- Fig. 1
- ein mögliches Einsatzgebiet eines erfindungsgemäßen Trennelements im Bereich einer
Sonnenschutzanlage,
- Fig. 2
- eine Detaildarstellung des Trennelements,
- Fig. 3
- eine Darstellung wie in Figur 2, jedoch mit einer zusätzlichen Sicke,
- Fig. 4
- eine einer Konsole zugewandte Seite des Trennelements mit Positionierelementen,
- Fig. 5
- eine Konsole mit entsprechenden Positionieröffnungen,
- Fig. 6a - 6d
- unterschiedlichste Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Trennelements, jeweils
in einer Vorder- und einer Rückseite sowie in einer an einem weiteren Bauteil, beispielsweise
einer Konsole, angebrachten Lage.
[0014] Entsprechend der Figur 1, wird ein erfindungsgemäßes Trennelement 1 zur Montage zwischen
einer Konsole 2 und einem Untergrund 3 verwendet, insbesondere zur Montage von Sonnenschutzanlagen
5 an einer Gebäudefassade. Die Konsole 2 kann dabei beispielsweise selbstverständlich
auch als Spannwinkel für eine Seilabspannung ausgebildet sein, wie dies gemäß der
rechten Darstellung in Figur 1 gezeigt ist. Das erfindungsgemäße Trennelement 1 ist
aus Kunststoff plattenförmig ausgebildet und besitzt zumindest eine Durchtrittsöffnung
4 für ein nicht näher bezeichnetes und nicht gezeigtes Befestigungselement, beispielsweise
für eine Schraube. Bei der Montage von Sonnenschutzanlagen 5 ist es aufgrund stetig
steigender Komfortansprüche eines Nutzers zunehmend auch erforderlich, diese schalltechnisch
vom Untergrund 3 zu entkoppeln, um insbesondere eine unerwünschte und auch zum Teil
unangenehme Schallübertragung zu vermeiden. Aus diesem Grund ist das erfindungsgemäße
Trennelement 1 zur schalltechnischen Entkopplung der an der Konsole 2 bzw. dem Spannwinkel
befestigten Sonnenschutzanlage 5 ausgebildet, indem es auf seiner dem Untergrund 3
zugewandten Seite zumindest einen elastischen Wulst 6 (vergleiche insbesondere auch
die Figuren 2, 3 und 6) aufweist, der in montiertem Zustand zumindest teilweise zusammengedrückt
ist. Der Wulst 6 ermöglicht somit eine nicht direkte Auflage des Trennelements 1 auf
dem Untergrund 3, und ist zudem aufgrund seiner elastischen Ausbildung schwingungsdämpfend,
wodurch eine Schallübertragung zumindest deutlich reduziert werden kann. Aufgrund
der geringeren geometrischen Abmessungen wird der Wulst 6,6' bei der Montage des Trennelements
1 komprimiert und stellt dadurch einen sauberen Abschluss zum Untergrund dar. Der
Wulst 6,6' bewirkt darüber hinaus die Abdichtung des erfindungsgemäßen Trennelements
1 gegenüber der Umwelt, so dass ein Eindringen von Wasser vermieden werden kann. Durch
die Ausbildung aus Kunststoff wirkt das erfindungsgemäße Trennelement 1 zugleich auch
als thermisches Trennelement. Der Wulst 6 kann dabei entlang eines Umfangrandes des
Trennelements verlaufen, wie dies beispielsweise gemäß den Figuren 2, 3, und 6 dargestellt
ist, wobei zusätzlich ein weiterer Wulst 6' vorgesehen sein kann, der die zumindest
eine Durchtrittsöffnung 4 umrandet. Durch den Wulst 6 bzw. den Wulst 6' kann eine
besonders stabile Auflage des Trennelements auf dem Untergrund 3 erfolgen. Durch die
elastische Ausbildung des Wulstes 6, 6' ist dieser zudem in der Lage, Unebenheiten
des Untergrunds 3 ausgleichen zu können, wodurch die Montage erleichtert wird.
[0015] Das erfindungsgemäße Trennelement 1 kann beispielsweise aus Kunststoff, insbesondere
aus Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM), also einem Gummi, hergestellt sein.
[0016] Auf seiner der Konsole 2 zugewandten Seite kann das Trennelement 1 zumindest ein
Positionierelement 7 aufweisen, gemäß den Figuren 6a sogar zwei bzw. gemäß den Figuren
6b bis 6d sogar vier Positionierelemente, welche mit einer entsprechenden an der Konsole
2 angeordneten Positionieröffnung 8 zusammenwirkt (vergleiche Figur 5). Durch beispielsweise
das Vorsehen von vier Positionierelementen 7 und vier zugehörigen Positionieröffnungen
8 kann eine eindeutige Relativlage zwischen dem Trennelement 1 und der Konsole 2 bzw.
einem Spannwinkel erzwungen werden. Betrachtet man dabei die Figur 6a, so kann man
erkennen, dass auch unterschiedlich gestaltete Positionierelemente 7 denkbar sind,
beispielsweise in der Art eines Pins 7' bzw. eines Dreiecks 7".
[0017] Die zumindest eine Durchtrittsöffnung 4 ist vorzugsweise als Langloch ausgebildet,
wodurch ein zumindest geringfügiger Toleranzausgleich und insbesondere auch die Kompensation
von Montageungenauigkeiten möglich sind. Darüber hinaus kann das Trennelement 1 an
zwei gegenüberliegenden Seiten Sicken 9 aufweisen, um beim Anschrauben die Position
zum Untergrund 3 leichter aufzufinden.
[0018] Der zumindest eine Wulst 6, 6' kann dabei einstückig mit dem Trennelement 1 ausgebildet
sein, das heißt aus demselben Material bestehen wie das Trennelement 1, oder aber
separat zu diesem, das heißt aus einem anderen Material und erst in einem weiteren
Arbeitsschritt auf das Trennelement 1 aufgespritzt werden.
[0019] Mit dem erfindungsgemäßen Trennelement 1 lässt sich eine optimale schalltechnische,
insbesondere sogar auch thermische Entkopplung der Sonnenschutzanlage 5 vom Untergrund
3, beispielsweise einer Hauswand, erreichen, wodurch ein Öffnen bzw. Schließen der
Sonnenschutzanlage 5 im Gebäude mit deutlich verringerter Geräuschentwicklung verbunden
ist. Zugleich ist das Trennelement 1 aufgrund seines Wulstes 6, 6' gegenüber der Umgebung
abgedichtet und dadurch insbesondere ein Befestigungsmittel vor einem Wasserzutritt
geschützt. Das erfindungsgemäße Trennelement 1 kann dabei als Kunststoffspritzgussteil
ausgebildet sein und dadurch vergleichsweise kostengünstig hergestellt werden. Durch
den erfindungsgemäß vorgesehenen Wulst 6, 6', der bei der Montage der Sonnenschutzanlage
5 am Untergrund 3 zumindest teilweise zusammengedrückt wird, kann eine optimale Schwingungsentkopplung
erreicht werden.
1. Trennelement (1) aus Kunststoff, das zur Montage zwischen einer Konsole (2) und einem
Untergrund (3) vorgesehen und das plattenförmig ausgebildet ist und wenigstens eine
Durchtrittsöffnung (4) für ein Befestigungselement aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
- dass das Trennelement (1) zur schalltechnischen Entkoppelung einer an der Konsole (2)
befestigten Sonnenschutzanlage (5) ausgebildet ist,
- dass das Trennelement (1) auf seiner dem Untergrund (3) zugewandten Seite zumindest einen
elastischen Wulst (6,6'), insbesondere einen Dichtwulst, aufweist, der in montiertem
Zustand zumindest teilweise zusammengedrückt ist.
2. Trennelement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Wulst (6) entlang eines Umfangrandes des Trennelements (1) verläuft.
3. Trennelement nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein weiterer Wulst (6') die zumindest eine Durchtrittöffnung (4) umrandet.
4. Trennelement nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Trennelement (1) aus Kunststoff, insbesondere aus Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk
(EPDM), hergestellt ist.
5. Trennelement nach einem der Ansprüche1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Trennelement (1) auf seiner der Konsole (2) zugewandten Seite zumindest ein Positionierelement
(7) aufweist, welches mit einer an der Konsole (2) angeordneten Positionieröffnung
(8) zusammenwirkt.
6. Trennelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zumindest eine Durchtrittsöffnung (4) als Langloch ausgebildet ist.
7. Trennelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Trennelement (1) an zwei gegenüberliegenden Seiten Sicken (9) aufweist.
8. Trennelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der zumindest eine Wulst (6,6') einstückig mit dem Trennelement (1) ausgebildet ist,
das heißt insbesondere aus demselben Material besteht wie das Trennelement (1).
9. Trennelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der zumindest eine Wulst (6,6') auf das Trennelement (1) aufgespritzt ist und aus
einem anderen Material als das Trennelement (1) besteht.