[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Glaskeramik-Kochfeld, die eine Glaskeramikplatte
mit einer ebenen Oberseite und mit einer eine Noppenstruktur aufweisenden Unterseite
sowie Strahlungsheizkörper oder Induktionsbeheizung umfasst, die unterhalb der Glaskeramikplatte
angeordnet sind und Teilflächen um die Beheizung herum freilassen.
[0002] Aus der
DE 196 33 706 C2 sind Glaskeramikplatten für Kochfelder bekannt, die auf ihrer Unterseite mit einer
Noppenstruktur versehen sind, außer einem noppenlosen Streifen. Im Bereich dieses
noppenlosen Streifens verlaufen die Oberseite und die Unterseite der Glaskeramikplatte
genau parallel, so dass dort kapazitive Sensoren angebracht werden können.
[0003] Die Noppenstruktur auf der Unterseite der Glaskeramikplatte macht diese weniger empfindlich
gegenüber Kratzer während der Herstellung und in der Montage. Die Höhen der Noppen
bewegen sich zwischen 40 und 200 µm und sind von der glatten Oberseite her durch die
Glaskeramikplatte hindurch gut sichtbar. Dies gilt auch dann, wenn sich unterhalb
der Glaskeramikplatte ein Displaybereich befindet. Deshalb möchte man dort die Noppen
gern entfernt haben. Die Glaskeramikplatten für Kochfelder sind jedoch sehr empfindlich,
so dass Wegschleifen der Noppen bedenklich erscheint. Da die Höhen der Noppen schwanken,
ist es nämlich kaum möglich, nur die Noppen wegzuschleifen, man muss schon etwas in
die Oberfläche der Unterseite des Kochfeldes hineinschleifen. Dadurch entsteht aber
eine Stufe in dem Kochfeld, was die Gefahr des Bruches entlang dieser Stufe nach sich
zieht, Belastungsfall: Last von oben während Nutzung. Der Erfindung liegt die Aufgabe
zugrunde, ein Glaskeramik-Kochfeld mit einer Glaskeramikplatte zu schaffen, das in
wenigsten einem Displaybereich noppenfrei ist.
[0004] Die gestellte Aufgabe wird dadurch gelöst, dass der noppenfreie Displaybereich in
den Randbereich der Glaskeramikplatte verlegt wird und als geschliffene und polierte
Flachfacette ausgeprägt wird, die stufenlos in die mit Noppen versehene Unterseite
des Kochfeldes übergeht.
[0005] Als Facette hat der geschliffene und polierte Displaybereich einen, wenn auch geringen,
Neigungswinkel gegenüber der Plattenebene, so dass es einen stufenlosen Übergang zwischen
der glatten Displaybereichseite und der Noppenfläche gibt. Der Winkel kann als ein
flacher Winkel bezeichnet werden, man kann aber auch einen stumpfen Winkel am Körper
der Glaskeramikplatte feststellen, nämlich zwischen Noppenfeld und Facette. Es hat
sich gezeigt, dass die empfindliche Glaskeramikplatte ohne Gefährdung der Beschädigung
oder des Zerbrechens so für die Verwendung bei einem verbesserten Glaskeramik-Kochfeld
eingesetzt werden kann.
[0006] Der Neigungswinkel der Flachfacette gegenüber der Plattenebene der Glaskeramikplatte
liegt vorzugsweise im Bereich von 2° bis 6°. Die Breite der Flachfacette kann je nach
Kochfeld zwischen 10 bis 60 mm betragen. Zur Verhüllung von Strukturen unterhalb des
Kochfeldes kann außerhalb des Displaybereichs die Glaskeramikplatte mit einer Unterseitenbeschichtung
versehen werden.
[0007] Ein Ausführungsbeispiel wird anhand der Zeichnung beschrieben. Dabei zeigt Fig. 1
eine Glaskeramikplatte von der Unterseite in leicht perspektivischer Ansicht, und
Fig. 2 die Oberseite der Glaskeramikplatte.
[0008] Die dargestellte Glaskeramikplatte weist eine Oberseite 1 und eine mit Noppen 20
versehene Unterseite 2 auf. Die Oberseite 1 ist glatt und zur Auflage von Kochgeschirr
geeignet. Die genoppte Unterseite 2 schützt die Glaskeramikplatte bei der Verarbeitung
gegen Kratzer. Die Höhe der Noppen liegt im Bereich von 40 bis 200 µm. Ein Randstreifen
der Glaskeramikplatte ist als noppenfreie Flachfacette 3 mit glatter, ebener, schräg
geneigter Oberfläche gestaltet. Die Flachfacette 3 wird durch Schleifen und Polieren
des Randbereichs der Glaskeramikplatte hergestellt, die ursprünglich bis zum Rande
mit Noppen versehen sein konnte. Der Facettenanschliff erfolgt in einem Winkelbereich
zwischen 2° bis 6° gegenüber der Plattenebene. Bei einem Kochfeld im Haushaltsbereich
betrug der Facettenanschliffwinkel 3° und die Facettenbreite 35 mm. Größere Platten
können einen breiteren Facettenstreifen aufweisen.
[0009] Die Unterseite 2 der Glaskeramikplatte ist mit einer Unterseitenbeschichtung 4 versehen,
außer an Sichtfenster 5, die sich an Stellen des Flachfacetten-Randbereichs 3 und
auch im Noppenbereich befinden können. Die Unterseitenbeschichtung 4 deckt Strukturen
unterhalb des Kochfeldes ab.
[0010] In dem Sichtfenstern 5 können Symbole oder Schrift erscheinen, wie sie zum Beispiel
von LED-Displayeinheiten 6 von unten auf das zugeordnete Sichtfenster 5 projeziert
werden.
[0011] Es versteht sich, dass zu dem Glaskeramik-Kochfeld noch Heizkörper gehören, die unterhalb
der Glaskeramikplatte angeordnet sind, jedoch nicht dargestellt werden brauchen.
1. Glaskeramik-Kochfeld umfassend
- eine Glaskeramikplatte mit einer glatten Oberseite (1) und mit einer eine Noppenstruktur
(20) aufweisenden Unterseite (2), sowie
- Heizkörper, die unterhalb der Glaskeramikplatte angeordnet sind,
- wobei mindestens ein Displaybereich (5) im Randbereich der Glaskeramikplatte angeordnet
ist, der als geschliffene und polierte Flachfacette (3) in einem flachen Winkel zur
Unterseite (2) geneigt ausgebildet ist.
2. Glaskeramik-Kochfeld nach Anspruch 1
wobei ein Facettenwinkel im Bereich von 180° minus 2° bis 6° gegenüber der Unterseite
(2) der Glaskeramikplatte eingehalten ist.
3. Glaskeramik-Kochfeld nach Anspruch 1 oder 2,
wobei die Flachfacette (3) im Bereich von 10 bis 60 mm breit ist.
4. Glaskeramik-Kochfeld nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
wobei der oder die Displaybereiche (5) als Aussparung in einer Unterseitenbeschichtung
(4) der Glaskeramikplatte ausgebildet sind.
5. Glaskeramik-Kochfeld nach Anspruch 4, wobei zu wenigstens einigen der Displaybereiche
(5) jeweils eine LED-Displayeinheit (6) gehört.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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