(19)
(11) EP 2 775 225 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
10.09.2014  Patentblatt  2014/37

(21) Anmeldenummer: 13157627.4

(22) Anmeldetag:  04.03.2013
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
F24F 13/20(2006.01)
F24F 13/28(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME

(71) Anmelder: TROX GmbH
47506 Neukirchen-Vluyn (DE)

(72) Erfinder:
  • Ripkens, Stefan
    47574 Goch (DE)
  • Leitner, Daniel
    47918 Tönisvorst (DE)

(74) Vertreter: DR. STARK & PARTNER 
Patentanwälte Moerser Straße 140
47803 Krefeld
47803 Krefeld (DE)

   


(54) System, umfassend einen Halterahmen, ein darin fixierbares Filterelement sowie zumindest zwei Fixiereinrichtungen


(57) Die Erfindung betrifft ein System, umfassend einen Halterahmen (1), der aus untereinander verbundenen Rahmenteilen (2) besteht, ein darin fixierbares Filterelement (6) sowie zumindest zwei Fixiereinrichtungen (8), wobei jedes Rahmenteil (2) zumindest partiell einen L-förmigen Querschnitt mit einem Anlageschenkel (3) und mit einem daran außenseitig angeformten Seitenschenkel (4) aufweist, wobei der Halterahmen (1) insbesondere umlaufend ausgebildet ist und wobei die äußere Kontur des Filterelementes (6) so ausgebildet ist, dass das Filterelement (6) in den Halterahmen (1) reversibel einsetzbar ist und mittels der zumindest zwei über den Umfang des Filterelementes (6) verteilt angeordneten Fixiereinrichtungen (8) gegenüber dem Halterahmen (1) fixierbar ist, wobei zumindest eine Fixiereinrichtung (8) ein elastisch ausgebildetes und/oder federnd gelagertes Fixierelement (15) mit einem Kontaktbereich (16) umfasst, wobei das Fixierelement (15) aus seiner Fixierposition, in der es das Filterelement (6) in dem Halterahmen (1) fixiert, zum Einsetzen des Filterelementes (6) in den Halterahmen (1) bzw. zum Entfernen des Filterelementes (6) aus dem Halterahmen (1) gegen seine Rückstellkraft in Richtung (Pfeil 17) des angrenzenden Seitenschenkels (4) vorübergehend verlagerbar ist und aufgrund seiner Rückstellkraft eine anschließende automatische Zurückverlagerung wieder in seine Fixierposition gegeben ist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein System, umfassend einen Halterahmen, der aus untereinander verbundenen Rahmenteilen besteht, ein darin fixierbares Filterelement sowie zumindest zwei Fixiereinrichtungen, wobei jedes Rahmenteil zumindest partiell einen L-förmigen Querschnitt mit einem Anlageschenkel und mit einem daran außenseitig angeformten Seitenschenkel aufweist, wobei der Halterahmen insbesondere umlaufend ausgebildet ist und wobei die äußere Kontur des Filterelementes so ausgebildet ist, dass das Filterelement in den Halterahmen reversibel einsetzbar ist und mittels der zumindest zwei über den Umfang des Filterelementes verteilt angeordneten Fixiereinrichtungen gegenüber dem Halterahmen fixierbar ist.

[0002] Unter der Formulierung untereinander verbundenen Rahmenteilen wird beispielsweise eine Ausführung verstanden, bei der der Halterahmen aus zumindest zwei separaten Rahmenteilen bestehen, die beispielsweise in den Ecken beispielsweise durch Verschrauben untereinander verbunden sind. Der Halterahmen kann aber auch einteilig ausgebildet sein. Bei einem solchen Ausführungsbeispiel ist der Halterahmen in den Ecken entsprechenden abgewinkelt und die beiden freien Enden sind untereinander verbunden.

[0003] Bei bekannten Systemen sind die Fixiereinrichtungen als Drahtbügel ausgebildet, wobei jeder Drahtbügel schwenkbar an einem Rahmenteil befestigt ist und das freie Ende zum Fixieren unter eine Lasche, die an dem benachbarten Rahmenteil angeordnet ist, geführt wird. Das Lösen erfordert damit einerseits ein Herunterdrücken des Drahtbügels und andererseits ein seitliches Verschieben, so dass insoweit die Montage und auch die Demontage aufwendig sind. Auch müssen alle Drahtbügel für das Lösen des Filterelementes aus dem Halterahmen gelöst werden.

[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, die vorgenannten Nachteile zu vermeiden und ein System anzugeben, bei dem der Einbau und auch der Ausbau eines Filterelementes einfacher ist.

[0005] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass zumindest eine Fixiereinrichtung ein elastisch ausgebildetes und/oder federnd gelagertes Fixierelement mit einem Kontaktbereich umfasst, wobei das Fixierelement aus seiner Fixierposition, in der es das Filterelement in dem Halterahmen fixiert, zum Einsetzen des Filterelementes in den Halterahmen bzw. zum Entfernen des Filterelementes aus dem Halterahmen gegen seine Rückstellkraft in Richtung des angrenzenden Seitenschenkels vorübergehend verlagerbar ist und aufgrund seiner Rückstellkraft eine anschließende automatische Zurückverlagerung wieder in seine Fixierposition gegeben ist.

[0006] Das Filterelement kann beliebig ausgebildet sein. So weist das Filterelement üblicherweise einen Rahmen auf, in den ein geeignetes Filtermaterial eingesetzt ist. Das Filterelement kann beispielsweise auch Taschenfilter umfassen, die nebeneinander angeordnet sind.

[0007] Der Halterahmen weist üblicherweise im Bereich seiner Seitenschenkel Bohrungen auf, durch welche Schrauben oder Nieten zur Fixierung des Halterahmens an der Innenseite eines Kanals geführt sind. Die Fixiereinrichtungen sind zumindest in etwa gleichmäßig über den Umfang verteilt. Sofern es sich beispielsweise um einen viereckigen Halterahmen handelt, kann beispielsweise in den vier Ecken jeweils eine Fixiereinrichtung angeordnet sein.

[0008] Beim Einbau des Filterelementes muss das Filterelement lediglich in den Halterahmen hineingedrückt werden. Dabei werden die Fixierelemente gegen ihre Rückstellkraft nach auswärts, d. h. in Richtung des angrenzenden Seitenschenkels verlagert. Hat das Filterelement die Fixierelemente passiert, erfolgt eine automatische Zurückverlagerung der Fixierelemente, so dass das Filterelement durch die auf ihn wirkenden Kontaktbereiche der Fixierelemente sicher gehalten wird und eine Anpressung in den Halterahmen erfolgt.

[0009] Soll das Filterelement wieder entfernt werden, müssen lediglich ein oder mehrere Fixierelemente gegen ihre Rückstellkraft nach außen verlagert werden, so dass dann das Filterelement herausgenommen werden kann. Die Abmessungen der Fixierelemente sind so gewählt, dass das Filterelement in seine Fixierposition bringbar ist. Der Kontaktbereich kann als Linie oder als Fläche ausgebildet sein.

[0010] Der Abstand zwischen dem Anlageschenkel einerseits und dem Kontaktbereich andererseits kann zumindest in etwa der Dicke, insbesondere genau der Dicke, des Filterelementes in dem fixierten Bereich des Filterelementes entsprechen. Dies bewirkt eine sichere Fixierung des Filterelementes in dem Halterahmen.

[0011] Zumindest eine Fixiereinrichtung kann Teil des Seitenschenkels selbst sein. In diesem Fall ist die Fixiereinrichtung einteilig mit dem Seitenschenkel ausgebildet.

[0012] Zumindest ein Fixierelement kann als ein gegenüber der generellen Erstreckung dieses Seitenschenkels einwärts vorstehender Teilbereich des Seitenschenkels ausgebildet sein. Unter einwärts vorstehend wird eine Ausrichtung verstanden, bei der der Teilbereich in den Halterahmen hineinragt und insoweit das Fixierelement das Filterelement in der Fixierposition fixiert. Der Kontaktbereich ist beispielsweise an dem freien Ende des Fixierelementes angeordnet.

[0013] Alternativ kann zumindest eine Fixiereinrichtung als ein separates Bauteil ausgebildet sein, das an dem Halterahmen, insbesondere an der Innenseite zumindest eines Seitenschenkels, befestigbar ist. Der Halterahmen kann beispielsweise aus Blech oder aus einem anderen geeigneten Material bestehen. Die Fixiereinrichtung kann beispielsweise aus einem Kunststoff oder aus einem anderen geeigneten Material bestehen. Die Fixiereinrichtung kann beispielsweise durch Kleben mit dem Halterahmen verbunden sein. Selbstverständlich sind auch andere Verbindungen, wie Schraub- oder Nietverbindung, möglich.

[0014] Es bietet sich an, wenn der Halterahmen innenseitig zumindest eine Lasche, vorzugsweise zwei, im Abstand zueinander angeordnete, aufeinander zuweisende und einwärts gerichtete Laschen, aufweist, wobei jede Lasche mit dem angrenzenden Bereich des Seitenschenkels einen, insbesondere schlitzförmigen, Einführbereich bildet, und dass die Fixiereinrichtung eine der Anzahl an Laschen entsprechende Anzahl an Haltebereichen aufweist. Die Lasche kann in Einführrichtung gesehen einseitig geöffnet oder beidseitig geschlossen ausgebildet sein. Die Fixiereinrichtung muss mit jedem Haltebereich nur in den entsprechenden schlitzförmigen Einführbereich geführt werden. Diese Ausgestaltung ermöglicht einen einfachen Austausch einer Fixiereinrichtung, sofern diese beispielsweise beschädigt ist.

[0015] Vorzugsweise sind sämtliche Laschen zumindest einer Fixiereinrichtung an einem gemeinsamen Rahmenteil des Halterahmens angeordnet.

[0016] Bei wenigstens einer Fixiereinrichtung kann zumindest ein Haltebereich in Einführrichtung gesehen seitlich über die Seitenkante der Fixiereinrichtung vorstehend ausgebildet sein.

[0017] Bei wenigstens einer Fixiereinrichtung können zwei Haltebereiche vorgesehen sein, wobei an jeder der beiden parallel zur Einführrichtung ausgerichteten Seitenkanten der Fixiereinrichtung jeweils ein Haltebereich angeordnet ist. Bei einer solchen Ausgestaltung ist die Fixiereinrichtung beidseitig fixiert, was eine sichere Fixierung gewährleistet.

[0018] Bei zumindest einer Fixiereinrichtung können beide Haltebereiche seitlich über die jeweilige Seitenkante vorstehend ausgebildet sein.

[0019] Alternativ können die Laschen zumindest einer Fixiereinrichtung über Eck an jeweils einem Rahmenteil zweier in dieser Ecke angrenzender Rahmenteile des Halterahmens, d. h. an getrennten, sich berührenden Rahmenteilen, angeordnet sein, wobei der eine Haltebereich der entsprechenden Fixiereinrichtung in Einführrichtung gesehen seitlich über die Seitenkante der Fixiereinrichtung vorstehend ausgebildet ist und der andere Haltebereich nach vorne weisend ausgebildet ist, so dass beide Laschen winklig, insbesondere in einem rechten Winkel, zueinander angeordnet sind. Unter nach vorne weisend wird verstanden, dass der betreffende Haltebereich in der Montageposition der Fixiereinrichtung in Richtung des gegenüberliegenden Rahmenteils weist.

[0020] Zumindest eine Lasche kann an der Innenseite des Seitenschenkels angeordnet sein.

[0021] Es bietet sich an, wenn zumindest eine Lasche als ein aus dem Seitenschenkel vorstehender, insbesondere durch einen Biegeprozess bearbeiteter, Teilbereich ausgebildet ist. Eine solche Lasche kann beispielsweise durch Stanzen und anschließendes Biegen erzeugt werden.

[0022] Um ein unbeabsichtigtes Lösen der Fixiereinrichtung aus der Montageposition zu vermeiden, kann die Fixiereinrichtung in ihrer Montageposition in eine rastende Verbindung mit dem Halterahmen bringbar sein.

[0023] Zum einen kann die Fixiereinrichtung auf der dem Seitenschenkel zugewandten Seite einen elastisch ausgebildeten und/oder federnd gelagerten Vorsprung aufweisen, und zum anderen kann entweder in dem Seitenschenkel eine in der Montageposition mit dem Vorsprung korrespondierende Ausnehmung vorgesehen sein oder der Seitenschenkel kann einen einwärts gerichteten Rastvorsprung, hinter den der Vorsprung in der Montageposition der Fixiereinrichtung rastet, aufweisen. Eine solche Ausgestaltung erlaubt zum einen eine einfache Montage und zum anderen eine einfache Demontage einer Fixiereinrichtung, sofern diese beispielsweise beschädigt ist. Selbstverständlich ist auch eine umgekehrte Anordnung von Vorsprung einerseits und Ausnehmung bzw. Rastvorsprung andererseits möglich.

[0024] Zumindest eine Fixiereinrichtung kann auf ihrer dem Filterelement in der Fixierposition zugewandten Seite zumindest einen Zentriervorsprung aufweisen. Dieser Zentriervorsprung nimmt vorzugsweise in Einführrichtung gesehen in seiner Tiefe zu, so dass das Filterelement beim Einsetzen in die gewünschte Fixierposition verlagert wird.

[0025] Es bietet sich an, wenn das Filterelement durch eine Dichtung, insbesondere durch eine auf dem Anlageschenkel angeordnete umlaufende Dichtung, gegenüber dem Filterelement abgedichtet ist. Durch die Anpressung des Filterelementes auf eine in dem Halterahmen aufgebrachte Dichtung ist ein gasdichte Verbindung sichergestellt. Selbstverständlich kann die Dichtung auch an dem Filterelement vorgesehen sein.

[0026] Im Folgenden werden in den Zeichnungen dargestellte Ausführungsbeispiele der Erfindung erläutert. Es zeigen:
Fig. 1
eine schräge Draufsicht auf einen Halterahmen,
Fig. 2
den Gegenstand nach Fig. 1 mit eingesetztem Filterelement,
Fig. 3
das Detail "X" aus Fig. 2,
Fig. 4
das Detail "Y" aus Fig. 1 und
Fig. 5
einen Bereich des Halterahmens einer alternativen Ausführungsform.


[0027] In allen Figuren werden für gleiche bzw. gleichartige Bauteile übereinstimmende Bezugszeichen verwendet.

[0028] In den Figuren 1 bis 5 sind zwei unterschiedliche Ausgestaltungen eines erfindungsgemäßen Systems dargestellt.

[0029] Das erfindungsgemäße System umfasst einen Halterahmen 1, der in dem dargestellten Ausführungsbeispiel viereckig ausgebildet ist. Der Halterahmen 1 ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel einteilig ausgebildet. In den vier Ecken ist der Halterahmen 1 abgewinkelt, so das der Halterahmen 1 insgesamt vier Rahmenteile 2 aufweist. Die beiden freien Enden sind miteinander verbunden. Jedes Rahmenteil 2 weist einen L-förmigen Querschnitt mit einem Anlageschenkel 3 und mit einem daran außenseitig angeformten Seitenschenkel 4 auf. Im Bereich des Seitenschenkels 4 ist eine umlaufende Dichtung 5 vorgesehen.

[0030] In den Halterahmen 1, der beispielsweise in einen nicht näher dargestellten Kanal einer Lüftungsanlage und/oder in ein RLT-Gerät eingebaut wird, kann ein Filterelement 6 eingesetzt werden. Zur Montage des Halterahmens 1 in einem Kanal oder zur Verbindung untereinander zu einer Kanalwandung sind in den Seitenschenkeln 4 Bohrungen 7 vorgesehen. Bei dem in Figur 2 dargestellten Ausführungsbeispiel umfasst das Filterelement 6 einen Filtereinsatz. Selbstverständlich sind auch andere Ausführungsformen eines Filterelementes 6 möglich.

[0031] Die äußere Kontur des Filterelementes 6 ist so ausgebildet, dass das Filterelement 6 reversibel in den Halterahmen 1 einsetzbar ist. Zur Fixierung des Filterelementes 6 in dem Halterahmen 1 sind bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 bis 4 insgesamt vier in den vier Ecken angeordnete Fixiereinrichtungen 8 vorgesehen, so wie sie insbesondere in Figur 4 im Detail dargestellt sind.

[0032] Bei dem in den Figuren 1 bis 4 dargestellten Ausführungsbeispiel ist jede Fixiereinrichtung 8 als separates Bauteil ausgebildet, das reversibel an dem Halterahmen 1 befestigbar ist. Hierzu sind für jede Fixiereinrichtung 8 insgesamt zwei Laschen 9 auf der Innenseite des Seitenschenkels 4 des Halterahmens 1 vorgesehen. Jede Lasche bildet mit dem angrenzenden Bereich des Seitenschenkels 4 einen schlitzförmigen Einführbereich 19.

[0033] Die zwei korrespondierenden Laschen 9 jeder Fixiereinrichtung 8 sind in einem Abstand zueinander angeordnet, aufeinander zuweisend und einwärts ausgerichtet. Unter einwärts gerichtet wird eine solche Ausrichtung verstanden, bei der die Laschen 9 in den durch den Halterahmen 1 aufgespannten Bereich weisen.

[0034] Die zwei korrespondierenden Laschen 9 sind über Eck angeordnet. So ist die eine Lasche 9 an dem einen Rahmenteil 2 und die andere Lasche 9 an dem angrenzenden anderen Rahmenteil 2 des Halterahmens 1 vorgesehen.

[0035] An jedem der beiden parallel zur Einführrichtung (Pfeil 10) ausgerichteten Seitenkanten 11 ist ein über die jeweilige Seitenkante 11 vorstehend ausgebildeter Haltebereich 12 vorgesehen. Der Haltebereich 12 an der einen Seitenkante 11 steht seitlich über die Fixiereinrichtung 8 vor und liegt damit in der generellen Erstreckung der Fixiereinrichtung 8, während der Haltebereich 12 der anderen Seitenkante 11 nach vorne über diese Seitenkante 11 hervorsteht, so dass die Fixiereinrichtung 8 eine winklige Ausgestaltung erhält und damit mit den über Eck angeordneten Laschen 9 zusammenwirken kann.

[0036] Bei der Montage der Fixiereinrichtung 8 wird jeder der beiden Haltebereiche 12 in Einführrichtung 10 gesehen in seine korrespondierende Lasche 5 eingeführt, bis die Fixiereinrichtung 8 ihre Montageposition erreicht hat. Bei den in den Fig. 1 bis 4 dargestellten Ausführungsbeispielen ist jede Lasche 9 in Einführrichtung 10 gesehen einseitig geöffnet ausgebildet.

[0037] Auf der dem Seitenschenkel 4 zugewandten Seite weist die Fixiereinrichtung 8 einen elastisch ausgebildeten Vorsprung 13 auf. Jedem Vorsprung 13 ist eine in dem Seitenschenkel 4 vorgesehene Ausnehmung 14 zugeordnet, die in der Montageposition der Fixiereinrichtung 8 mit dem zugehörigen Vorsprung 13 korrespondiert. Die parallel zum Anschlagschenkel 3 ausgerichtete und näher zum Anschlagschenkel 3 angeordnete Kante jeder Ausnehmung 14 ist als einwärts gebogener Rastvorsprung 14a ausgebildet. Bei Erreichen der Montageposition rastet der Vorsprung 13 hinter den Rastvorsprung 14a ein.

[0038] Auf der dem Seitenschenkel 4 gegenüberliegenden Seite weist jede Fixiereinrichtung 8 ein Fixierelement 15 auf, das elastisch ausgebildet und/oder federnd gelagert ist. Das Fixierelement 15 weist einen Kontaktbereich 16 auf. Das Fixierelement 15 kann aus seiner in Fig. 4 dargestellten Fixierposition zum Einsetzen des Filterelementes 6 in den Halterahmen 1 bzw. zum Entfernen des Filterelementes 6 aus dem Halterahmen 1 gegen seine Rückstellkraft in Richtung (Pfeil 17) des angrenzenden Seitenschenkels 4 vorrübergehend verlagert werden, so dass das Filterelement 6 eingesetzt oder entnommen werden kann. Aufgrund seiner Rückstellkraft wird das Fixierelement 15 anschließend wieder automatisch zurückverlagert.

[0039] Wie Figur 4 zu entnehmen ist, ist das freie Ende jedes Fixierelementes 15 als Kontaktbereich 16 ausgebildet. In der Fixierposition wirkt der Kontaktbereich 16 jeder Fixiereinrichtung 8 mit der Oberseite des Filterelementes 6 zusammen. Zusätzlich ist an jedem Haltebereich 12 auf der dem Filterelement 6 zugewandten Seite jeder Fixiereinrichtung 8 ein Zentriervorsprung 18 vorgesehen. Damit weist der Halterahmen 1 insgesamt acht Zentriervorsprünge 18 auf, die das Filterelement 6 beim Einsetzen automatisch zentrieren und in einer zentrierten Stellung halten.

[0040] In Fig. 5 ist eine alternative Ausführungsform einer Fixiereinrichtung 8 dargestellt. Hier ist die Fixiereinrichtung 8 Teil des Seitenschenkels 4 selbst. Das Fixierelement 15 ist dabei als ein gegenüber der generellen Erstreckung des Seitenschenkels 4 einwärts vorstehender Teilbereich des Seitenschenkels 4 ausgebildet. Dieser Teilbereich kann beispielsweise durch Ausstanzen und anschlie-βendes Biegen erzeugt werden. Bei einem solchen Ausführungsbeispiel ist das Rahmenteil 2 beispielsweise aus Blech, so dass das als Teilbereich ausgebildete Fixierelement 15 elastisch federnd ausgebildet ist. Die Wirkweise ist identisch wie bei der Fixiereinrichtung 8 nach den Figuren 1 bis 4.


Ansprüche

1. System, umfassend einen Halterahmen (1), der aus untereinander verbundenen Rahmenteilen (2) besteht, ein darin fixierbares Filterelement (6) sowie zumindest zwei Fixiereinrichtungen (8), wobei jedes Rahmenteil (2) zumindest partiell einen L-förmigen Querschnitt mit einem Anlageschenkel (3) und mit einem daran außenseitig angeformten Seitenschenkel (4) aufweist, wobei der Halterahmen (1) insbesondere umlaufend ausgebildet ist und wobei die äu-βere Kontur des Filterelementes (6) so ausgebildet ist, dass das Filterelement (6) in den Halterahmen (1) reversibel einsetzbar ist und mittels der zumindest zwei über den Umfang des Filterelementes (6) verteilt angeordneten Fixiereinrichtungen (8) gegenüber dem Halterahmen (1) fixierbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Fixiereinrichtung (8) ein elastisch ausgebildetes und/oder federnd gelagertes Fixierelement (15) mit einem Kontaktbereich (16) umfasst, wobei das Fixierelement (15) aus seiner Fixierposition, in der es das Filterelement (6) in dem Halterahmen (1) fixiert, zum Einsetzen des Filterelementes (6) in den Halterahmen (1) bzw. zum Entfernen des Filterelementes (6) aus dem Halterahmen (1) gegen seine Rückstellkraft in Richtung (Pfeil 17) des angrenzenden Seitenschenkels (4) vorübergehend verlagerbar ist und aufgrund seiner Rückstellkraft eine anschließende automatische Zurückverlagerung wieder in seine Fixierposition gegeben ist.
 
2. System nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen dem Anlageschenkel (3) einerseits und dem Kontaktbereich (16) andererseits zumindest in etwa der Dicke, insbesondere genau der Dicke, des Filterelementes (6) in dem fixierten Bereich des Filterelementes (6) entspricht.
 
3. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Fixiereinrichtung (8) Teil des Seitenschenkels (4) selbst ist.
 
4. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Fixierelement (15) als ein gegenüber der generellen Erstreckung dieses Seitenschenkels (4) einwärts vorstehender Teilbereich des Seitenschenkels (4) ausgebildet ist.
 
5. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Fixiereinrichtung (8) als ein separates Bauteil ausgebildet ist, das an dem Halterahmen (1), insbesondere an der Innenseite zumindest eines Seitenschenkels (4), befestigbar ist.
 
6. System nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Halterahmen (1) innenseitig zumindest eine Lasche (9), vorzugsweise zwei, im Abstand zueinander angeordnete, aufeinander zuweisende und einwärts gerichtete Laschen (9), aufweist, wobei jede Lasche (9) mit dem angrenzenden Bereich des Seitenschenkels (4) einen, insbesondere schlitzförmigen, Einführbereich (19) bildet, und dass die Fixiereinrichtung (8) eine der Anzahl an Laschen (9) entsprechende Anzahl an Haltebereichen (12) aufweist.
 
7. System nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Laschen () zumindest einer Fixiereinrichtung (8) an einem Rahmenteil (2) des Halterahmens (1) angeordnet sind.
 
8. System nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass bei wenigstens einer Fixiereinrichtung (8) zumindest ein Haltebereich (12) in Einführrichtung (10) gesehen seitlich über die Seitenkante (11) der Fixiereinrichtung (8) vorstehend ausgebildet ist.
 
9. System nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass bei wenigstens einer Fixiereinrichtung (8) zwei Haltebereiche (12) vorgesehen sind, wobei an jeder der beiden parallel zur Einführrichtung (10) ausgerichteten Seitenkanten (11) der Fixiereinrichtung (8) jeweils ein Haltebereich (12) angeordnet ist.
 
10. System nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei zumindest einer Fixiereinrichtung (8) beide Haltebereiche (12) seitlich über die jeweilige Seitenkante (11) vorstehend ausgebildet sind.
 
11. System nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Laschen (9) zumindest einer Fixiereinrichtung (8) über Eck an jeweils einem Rahmenteil (2) zweier in dieser Ecke angrenzender Rahmenteile (2) des Halterahmens (1) angeordnet sind, wobei der eine Haltebereich (12) der entsprechenden Fixiereinrichtung (8) in Einführrichtung (10) gesehen seitlich über die Seitenkante (11) der Fixiereinrichtung (8) vorstehend ausgebildet ist und der andere Haltebereich (12) nach vorne weisend ausgebildet ist, so dass beide Laschen (9) winklig, insbesondere in einem rechten Winkel, zueinander angeordnet sind.
 
12. System nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Lasche (9) an der Innenseite des Seitenschenkels (4) angeordnet ist.
 
13. System nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Lasche (9) als ein aus dem Seitenschenkel (4) vorstehender, insbesondere durch einen Biegeprozess bearbeiteter, Teilbereich ausgebildet ist.
 
14. System nach einem der Ansprüche 5 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Fixiereinrichtung (8) in ihrer Montageposition in eine rastende Verbindung mit dem Halterahmen (1) bringbar ist.
 
15. System nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zum einen die Fixiereinrichtung (8) auf der dem Seitenschenkel (4) zugewandten Seite einen elastisch ausgebildeten und/oder federnd gelagerten Vorsprung (13) aufweist und zum anderen entweder in dem Seitenschenkel (4) eine in der Montageposition mit dem Vorsprung (13) korrespondierende Ausnehmung (14) vorgesehen ist oder der Seitenschenkel (4) einen einwärts gerichteten Rastvorsprung (14a), hinter den der Vorsprung (13) in der Montageposition der Fixiereinrichtung (8) rastet, aufweist.
 
16. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Fixiereinrichtung (8) auf ihrer dem Filterelement (6) in der Fixierposition zugewandten Seite zumindest einen Zentriervorsprung (18) aufweist.
 
17. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Filterelement (6) durch eine Dichtung (5), insbesondere durch eine auf dem Anlageschenkel (3) angeordnete umlaufende Dichtung (5), gegenüber dem Filterelement (6) abgedichtet ist.
 




Zeichnung



















Recherchenbericht









Recherchenbericht