[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einstellen der Abstände zwischen den Zylindern
eines Farbwerkes und eines Zentralzylinders einer Flexodruckmaschine sowie eine entsprechende
Flexodruckmaschine.
[0002] Verfahren zum Einstellen der Abstände zwischen Zylindern eines Farbwerkes und Druckmaschinen,
die zur Anwendung dieser Verfahren geeignete Farbwerke enthalten, sind bekannt. So
zeigt zum Beispiel die
EP 1 249 346 B1 ein solches Verfahren und eine solche Druckmaschine. Gemäß der Lehre dieser Druckschrift
untersucht ein optischer Sensor oder eine Kamera Bedruckstoff, der die erwähnte Druckmaschine
durchlaufen hat, während die Anstellung der am Druckprozess beteiligten Zylinder jeweils
eines Farbwerkes vorgenommen wurde. Der Sensor oder die Kamera zeichnet das in einem
bestimmten Spektralbereich remittierte Licht auf und optimiert aufgrund der Messungen
die Relativpositionen von am Druckprozess beteiligten Zylindern, die Zylinderspalte
begrenzen. Zu den Nachteilen dieses Prozesses gehört, dass es während der Anstellung
auch zur Produktion von Makulatur kommen kann, da zunächst bei noch nicht optimierten
Zylinderpositionen gedruckt werden muss, um Messwerte für die Regelung der Relativpositionen
der Zylinder zu erhalten.
[0003] Ein anderes Verfahren zur Einstellung der Relativpositionen der Zylinder ist aus
der Druckschrift
DE 102 11 870 A1 bekannt. Hier wird vorgeschlagen, Zylinder eines Druckwerkes zunächst gegeneinander
abzurollen, um eine Einfärbung der Zylinder zu erreichen und diese dann im Zustand
der gegenseitigen Anstellung in einen länger währenden Stillstand zu versetzen. Während
dieses Stillstandes bildet sich durch die antrocknende Farbe ein Streifen auf der
Umfangsfläche der betroffenen Zylinder aus. Die Breite dieser Streifen - die gleichbedeutend
ist mit ihrer Ausdehnung in Umfangsrichtung - stellt ein Maß für den Anpressdruck
zwischen den beiden beteiligten Zylindern dar. Daher wird diese Breite gemäß der zitierten
Druckschrift gegebenenfalls mit einer Kamera gemessen, und der Messwert dient als
Grundlage der Optimierung des Anpressdrucks. Die Druckschrift
DE 102 11 870 A1 beschäftigt sich mit Offsetdruckmaschinen, bei denen Farbe und Feuchtmittel über
eine Vielzahl verschiedener Zylinder geführt wird, bis diese Rohstoffe des Offsetdruckprozesses
den Druckplattenzylinder und schließlich den Bedruckstoff erreichen. Daher wird in
der Druckschrift
DE 102 11 870 A1 auch vorgeschlagen, eine Kameravorrichtung derart schwenkbar in einem Farbwerk aufzuhängen,
dass nach einer Schwenkung der Kameravorrichtung die Umfangsflächen verschiedener
Druckwerkszylinder untersuchbar sind.
[0004] Das dargestellte Messverfahren hat sich jedoch für verschiedene Druckverfahren, zu
denen unter anderem Hochdruckverfahren gehören, als ungeeignet erwiesen. Bei diesen
Druckverfahren ergeben sich unter anderem aufgrund von relativ dicken flexiblen Schichten
auf den Oberflächen einiger Zylinder große Ungenauigkeiten bei der Einstellung des
Abstandes zwischen den Zylindern.
[0005] Aus der
WO 2010/142405 A2 ist es bekannt, zur Anstellung zweier Druckwerkszylinder die beiden noch abgestellten
Zylinder mit unterschiedlichen Umfangsgeschwindigkeiten zu betreiben und den Berührungspunkt
der Zylinder aufgrund des sich ändernden Drehmoments der Zylinder zu ermitteln.
[0006] Aus der
DE 10 2010 000 907 A1 ist es bekannt, zur Anstellung zweier Druckwerkszylinder die Kontaktfläche der Druckwerkszylinder
mittels eines Lichtstrahls zu detektieren, der mittels Totalreflexion in die Kontaktfläche
eingekoppelt wird.
[0007] Aus der nachveröffentlichten
EP 2 384 892 A1 ist es bekannt, zur Anstellung zweier Druckwerkszylinder die Veränderung des Farbfilms
über einen an dem Farbfilm reflektierten Lichtstrahl auszuwerten.
[0008] Ausgehend von der
DE 102 11 870 A1 besteht die Aufgabe der Erfindung darin, das gattungsgemäße Verfahren und die gattungsgemäße
Flexodruckmaschine hinsichtlich der Einstellung der Abstände der am Druckprozess beteiligten
Zylinder zu verbessern.
[0009] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren gemäß dem Anspruch 1 und eine Flexodruckmaschine
gemäß dem Anspruch 5 gelöst.
[0010] Die erfindungsgemäße Berechnung des Beistellwerts D aus dem bereits bekannten Beistellwert
B kann auf verschiedene Weise geschehen:
In der Regel wird der erste Walzenspalt von einem Einfärbezylinder, der eine Rasterwalze
oder eine Glattwalze sein kann, und einem Druckplattenzylinder gebildet werden. Insbesondere
bei den Druckplattenzylindern, die bei Hochdruckverfahren Verwendung finden, bestehen
Höhenunterschiede auf den Druckplattenzylindern und es sind oft auch Toleranzen zu
beklagen, die über das Gewollte hinausgehen. Es empfiehlt sich daher, diesen ersten
Walzenspalt, der oft auch als Einfärbespalt bezeichnet wird, aufgrund sorgfältiger
Messungen einzustellen.
[0011] Wie genau das geschehen kann, ist unter anderem in der vorgenannten Druckschrift
EP 2 384 892 A1 sowie in der ebenfalls nachveröffentlichten Druckschrift
WO 2011/138466 A1 beschrieben:
Ein optischer Sensor ist auf die Oberfläche einer der Walzen - vorteilhafterweise
der Einfärbewalze - gerichtet. Mit dem Sensor ist das von der Walzenoberfläche emittierte
Licht messbar. Wenn die Zylinder, die den Walzenspalt bilden, gegeneinander eingestellt
werden und beginnen, sich zu berühren, führt dies zu einer Veränderung der Messwerte
des optischen Sensors. Insbesondere Messgrößen wie die spektrale Intensität des remittierten
Lichts verändern sich infolge der Berührung.
[0012] Wenn in der beschriebenen Weise ermittelt worden ist, wie der relative Abstand zwischen
den Zylindern, die den ersten Zylinderspalt begrenzen, zu sein hat, um einen optimierten
Farbübertrag zu gewährleisten, können Rückschlüsse auf die optimierte Relativposition
der Zylinder des zweiten Zylinderspaltes gezogen werden.
[0013] Dies gilt insbesondere, wenn beide Zylinderspalte von demselben Zylinder auf einer
ihrer Seiten begrenzt werden und dieser Zylinder von den beteiligten Zylindern die
größten Toleranzen auf seiner Umfangsfläche aufweist. Dies ist in der Regel der Fall,
wenn der erste Walzenspalt von einer Einfärbungswalze und einem Druckplattenzylinder
gebildet wird und der zweite Walzenspalt von demselben Druckplattenzylinder und einem
Gegendruckzylinder begrenzt wird. In diesem Fall liefert die Einstellung des ersten
Walzenspalts zuverlässige Erkenntnisse über die Toleranzen und die Ausprägung der
Druckform des Druckplattenzylinders.
[0014] Diese Erkenntnisse können bei der Anstellung des Druckplattenzylinders des gegen
den Gegendruckzylinder oder auch gegen einen Gummizylinder genutzt werden. So kann
zumindest eine Voreinstellung analog zu der Anstellsituation im ersten Walzenspalt
vorgenommen werden. Natürlich sind in diesem Zusammenhang unterschiedliche Durchmesser
der Einfärbezylinder und der Gegendruck- oder Gummituchzylinder bei der Einstellung
zu berücksichtigen.
[0015] Die Güte der Einstellung der relativen Zylinderpositionen in Bezug auf den zweiten
Zylinderspalt kann dann wieder durch Messungen überprüft werden. Es ist denkbar, diese
Messungen auf verschiedenen Zylinderoberflächen durchzuführen. Vorteilhaft ist jedoch,
lediglich eine Zylinderoberfläche zu beobachten. Hierbei hat sich gezeigt, dass die
Messung auf einer Oberfläche eines Zylinders erfolgen kann, der entweder den beiden
Zylinderspalten vorgelagert ist oder der in der Transportrichtung der Farbe zum Bedruckstoff
den ersten Zylinderspalt nach vorne begrenzt. Dies ist zum Beispiel bei der vorgenannten
Einfärbungswalze der Fall. Bei Flexodruckmaschinen werden zur Einfärbung von Druckplattenzylindern
Plattwalzen oder Rasterwalzen verwendet.
[0016] Wie bereits erwähnt und wie es ausführlich in den beiden vorgenannten Druckschriften
EP 2 384 892 A1 und
WO 2011/138466 A1 ausgeführt ist, führt bereits eine Berührung zwischen Zylindern zu einer Veränderung
der Farbschicht auf dem Farbe übertragenen Zylinder, auch wenn noch kein Farbübertrag
erfolgt ist. Bei einer weiteren Verstärkung der Anstellung kommt es natürlich zur
Farbübertragung und zu einer erheblichen Schwächung der Farbschicht auf dem Farbe
übertragenden Zylinder. Dies ist gut zu messen.
[0017] Eine Farbübertragung ist natürlich auch auf dem Farbe empfangenden Zylinder - wie
auf einem Druckplattenzylinder - zu messen. Vorteilhaft ist die Messung der Farbschicht
direkt auf der Zylinderoberfläche, d. h. ohne dass Medien wie Bedruckstoff oder zusätzlich
eingefügte Zettel in den Zylinderspalt zum Zwecke der Druckmittelaufnahme eingeführt
werden.
[0018] Allgemein ist vorteilhaft, wenn der erste Zylinderspalt, in dem die Erkenntnisse
gewonnen werden, aufgrund der die Einstellung oder Voreinstellung des zweiten Spaltes
erfolgt, der Zylinderspalt bzw. Walzenspalt ist, der in der Farbtransportrichtung
zuerst kommt. An dieser Stelle sei angemerkt, dass die Begriffe Zylinder und Walze
in der vorliegenden Druckschrift austauschbar sind bzw. äquivalent verwendet werden.
[0019] Insbesondere bei den Rampenfahrten wird es oft so sein, dass sich die Zylinder während
der Messungen drehen. Das heißt, dass einmal die Zylinder miteinander in Kontakt gebracht
werden, während sie sich drehen oder während sich zumindest einer der Zylinder dreht.
Das heißt unter anderem, dass ein etwaiger Farbübertrag zwischen den Zylindern während
der Drehung zustande kommt, was natürlich der Situation im Druckbetrieb entspricht.
[0020] Zusätzlich oder alternativ zu der Drehung bei dem Farbübertrag kann sich auch der
Zylinder, auf dessen Oberfläche gemessen wird, bei der Messung drehen. Hierbei sind
verschiedene Winkelbeträge, um die sich der Zylinder dreht, vorteilhaft. Mit Blick
auf die vorgenannten Zylinderdrehungen ist natürlich anzumerken, dass in der Regel
die Drehung beider Zylinder oder Walzen, die einen Walzenspalt begrenzen, vorteilhaft
ist.
[0021] Oft wird es nötig sein, so genannte Rampenfahrten auszuführen. Während einer Rampenfahrt
drehen sich die Zylinder, die einen Zylinderspalt begrenzen, und die Zylinder werden
einander angenähert. Die Annäherung kann schrittweise erfolgen. Während eines Schrittes
kann der Zylinder mehrere Drehungen ausführen. Dies kann notwendig werden, da sich
auch bei einer Berührung der Zylinder ein messbarer Effekt bzw. eine messbare Veränderung
der Oberfläche des Farbfilms erst nach mehreren Drehungen ausprägt. Oft wird die Anzahl
der Drehungen für unterschiedliche Walzenspalte unterschiedlich sein. So dürfte sich
der Farbverlust schnell messen lassen, wenn der Einfärbezylinder gegen einen Druckplattenzylinder
angestellt wird. Misst man jedoch die Anstellsituation in dem Druckspalt aufgrund
des Farbverlusts auf der Oberfläche einer vorgelagerten Einfärbungswalze, so sind
oft mehrere Umdrehungen der beteiligten Zylinder notwendig, um einen Kontakt zwischen
Druck- und Gegendruckzylinder bzw. zwischen Druckzylinder und Bedruckstoff im Druckspalt
zu verifizieren. Dieser Umstand führt dazu, dass die Anzahl von Drehungen der beteiligten
Zylinder im Einfärbungsspalt kleiner sein sollte als im Druckspalt, wenn auf der Einfärbungswalze
oder einer vorgelagerten Walze gemessen wird.
[0022] So kann eine Rampenfahrt darin bestehen, die Zylinder, die den Einfärbungsspalt begrenzen,
schrittweise gegeneinander anzustellen, wobei bei oder nach jedem Schritt eine Anzahl
von Umdrehungen des Zylinders, auf dem die Messungen durchgeführt werden, abgewartet
wird, bis eine Messung durchgeführt wird. Nachdem der Einfärbungsspalt eingestellt
ist, werden die ihn begrenzenden Walzen gemeinsam gegen den nächsten Zylinder - oft
einen Gegendruckzylinder - angestellt. Während der schrittweisen Annäherung (Rampenfahrt)
drehen sich die beteiligten Zylinder eine zweite Anzahl M von Umdrehungen, bis wieder
eine Messung durchgeführt wird. Die zweite Anzahl M ist hierbei vorteilhafterweise
größer als die erste Anzahl N.
[0023] Bei einer Flexodruckmaschine kann die Einstellung des Druckspaltes zwischen Gegendruckzylinder
und Formatzylinder daher folgendermaßen stattfinden, nachdem der Einfärbungsspalt
im Rahmen einer Rampenfahrt eingestellt wurde und während die Rasterwalze und der
Formatzylinder als Walzenpaket, unter Beibehaltung der optimierten Relativposition,
gegen den Gegendruckszylinder angestellt werden:
Auf der Rasterwalze zeichnet der oben genannte Sensor nach Ablauf einer bekannten
zeitlichen Verzögerung des Messeffekts die Intensität des reflektierten Lichts auf.
Hoch liegende Klischeebereiche, die jetzt zusätzlich zum Rasterwalzenkontakt auch
einen Kontakt zum Gegendruckzylinder aufweisen, führen auf der Rasterwalze zu einer
anderen Lichtintensität als tief liegende Klischeebereiche, die nur einen Kontakt
zur Rasterwalze und keinen Kontakt zum Gegendruckzylinder haben. Aus diesen Lichtintensitäten
ermittelt eine Steuerungsvorrichtung die Bereiche des Klischees, die im zweiten Walzenspalt
(Druckspalt) Kontakt aufweisen, und die Bereiche, die hier keinen Kontakt aufweisen.
Diese so gewonnenen Kontaktinformationen (Kontaktbild) bringt die Steuerungseinrichtung
mit dem zuvor ermittelten Höhenprofil zusammen. Durch Vergleich des Kontaktbildes
mit dem Höhenprofil kann die Steuerungsvorrichtung die zusätzlich erforderliche Annäherung
des Formatzylinders an den Gegendruckzylinder ermitteln, so dass auch dieser Walzenspalt
vollständig Farbe überträgt und nicht überquetscht.
[0024] Beim Vergleich des Kontaktbildes mit dem Höhenprofil überprüft die Steuerungseinrichtung,
welche Bereiche im Höhenprofil des Klischees mit grob eingestelltem Walzenabstand
bereits Kontakt aufweisen, und berechnet die darunter liegenden Profiltiefen im Klischee
als Basis für die zusätzlich erforderliche Annäherung.
[0025] In der Regel wird die Steuervorrichtung die bei der Messung ablaufenden Vorgänge
steuern, das heißt, dass alle vorgenannten Verfahrensschritte computerimplementiert
ablaufen können und die Steuervorrichtung derart eingestellt ist, dass sie sie selbständig
ausführen kann. Dies gilt für alle in dieser Druckschrift beschriebenen und beantragten
Verfahren.
[0026] Weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung gehen aus der gegenständlichen Beschreibung
und den Ansprüchen hervor.
Die einzelnen Figuren zeigen:
- Fig. 1
- Seitenansicht eines Druckwerks
- Fig. 2
- Der Verlauf einer ersten Einstellung eines Druckspalts
- Fig. 3
- Der Verlauf einer ersten Einstellung eines Einfärbespalts
- Fig. 4
- Eine Skizze einer ersten Anstellsituation der am Druckprozess beteiligten Zylinder
eines Flexodruckwerks
- Fig. 5
- Eine Skizze einer zweiten Anstellsituation der am Druckprozess beteiligten Zylinder
eines Flexodruckwerks
- Fig. 6
- Eine Skizze einer dritten Anstellsituation der am Druckprozess beteiligten Zylinder
eines Flexodruckwerks
- Fig. 7
- Der Verlauf einer zweiten Einstellung eines Einfärbespalts
- Fig. 8
- Ein detailliertes Höhenprofil eines Oberflächenabschnitts 25 des Formatzyl inders
- Fig. 9
- Den Höhenverlauf entlang der Linie A-A aus Figur 8
- Fig. 10
- Ein vereinfachtes Höhenprofil des Oberflächenabschnitts 25 des Formatzyl inders
- Fig. 11
- Den Verlauf der Intensität des emittierten Lichts bei einer Messung entlang der Linie
A-A
- Fig. 12
- Das vereinfachte Höhenprofil aus Figur 10, wobei Unterabschnitte 26 des Oberflächenabschnitts
25 eingezeichnet sind
- Fig. 13
- Der Verlauf einer zweiten Einstellung eines Druckspalts
[0027] Fig. 1 zeigt eine Funktionsskizze eines Farbwerks 1. Die Farbe 2, die zum Drucken
benötigt wird, wird dem Farbwerk 1 über die Farbkammerrakel 3 zugeführt. Die Farbkammerrakel
3 ist gegen die Rasterwalze 5 angestellt und überträgt Farbe auf die Oberfläche der
Rasterwalze 5, wie an dem Farbfilm 4 auf der Oberfläche der Rasterwalze 5 erkannt
werden kann. Die Rasterwalze 5 ist ihrerseits an den Formatzylinder 6 angestellt und
dreht sich in Richtung des Pfeils 10. Sie 5 überträgt ebenfalls Farbe von dem Farbfilm
4 auf das Klischee 7 des Formatzylinders 6, während dieser 6 sich in Richtung des
Pfeils 11 dreht.
[0028] Der Formatzylinder 6 weist noch ein zweites Klischee 8 auf. Dieses zweite Klischee
8 rollt gerade mit dem Gegendruckzylinder 9 ab und überträgt Farbe auf den Bedruckstoff,
der auf der Oberfläche des Gegendruckzylinders 9 aufliegt, jedoch nicht dargestellt
ist. Der Gegendruckzylinder dreht sich in Richtung des Pfeils 12. Aus der Figur 1
geht auch hervor, dass das Klischee 8 beim Abrollen mit dem Gegendruckzylinder den
Farbfilm weitgehend an den Bedruckstoff abgibt. Dies gilt auch für die Rasterwalze
5, die nach dem Abrollen mit dem Klischee 7 eine weitgehend farbfilmfreie Oberfläche
13 aufweist. Bei der mit dem Begriff "die weitgehend farbfilmfreie Oberfläche 13"
belegten Teilfläche der Oberfläche der Rasterwalze 5 handelt es sich um einen Oberflächenbereich,
der nach seinem Durchgang durch das Farbreservoir der Farbkammerrakel 3 eine Berührung
mit einem Flächenabschnitt des Formatzylinders 6, also mit einem der beiden Klischees
7 und 8 erfahren hat. Bei dieser Berührung kann bereits ein Farbübertrag zustande
gekommen sein, es kann jedoch auch lediglich zu einer Veränderung der Oberfläche des
Farbfilms 4 gekommen sein. In beiden Fällen ist es möglich, dass eine merkbare Veränderung
des Revisionsverhaltens des Farbfilms bzw. der betreffenden Oberfläche der Rasterwalze
im Rahmen der Messung durch den Sensor 15 zu verzeichnen ist. Insoweit heißt der Begriff
"weitgehend farbfilmfreie Oberfläche 13" also nicht, dass kein Farbfilm mehr auf dem
betreffenden Flächenabschnitt der Rasterwalze vorhanden sein muss.
[0029] Das Farbwerk 1 bewirkt insgesamt einen Transport der Farbe 2 in der Farbtransportrichtung
14. Besonders zu erwähnen sind die beiden optischen Sensoren 15 und 16. Der optische
Sensor 15 kann unmittelbar die farbfilmfreie Oberfläche 13 der Rasterwalze 5 untersuchen,
wenn sich diese 13 entlang der von dem Pfeil 10 angezeigten Richtung in den Arbeitsbereich
des ersten optischen Sensors 15 bewegt hat.
[0030] In dieser Position kann der optische Sensor 15 also direkt die Wirkung der Anstellung
zwischen der Rasterwalze 5 und dem Formatzylinder 6 untersuchen. Wie bereits in der
einleitenden Beschreibung erwähnt, lässt sich anhand der Änderung des Farbfilms 4
durch eine optische Messung die Güte der Anstellung zwischen der Rasterwalze 5 und
dem Formatzylinder 6 ermitteln.
[0031] Nachdem die weitgehend farbfilmlose Oberfläche 13 der Rasterwalze den Arbeitsbereich
des ersten optischen Sensors 15 passiert hat, passiert sie auch das Rakelmesser 17,
woraufhin die weitgehend farbfilmlose Oberfläche 13 im Inneren des Farbkammerrakels
3 wieder eingefärbt wird. Nach dem Verlassen des Bereichs des Farbkammerrakels 3 bewegt
sich der betreffende Oberflächenabschnitt der Rasterwalze 5 in den Arbeitsbereich
des zweiten optischen Sensors 16, der in der dargestellten Situation die Güte der
Einfärbung des betreffenden Oberflächenabschnitts untersuchen kann.
[0032] Die Figuren 4, 5 und 6 zeigen, in welcher Abfolge die Walzen eines Flexodruckwerks
1 in der erfindungsgemäßen Weise gegeneinander angestellt werden können.
[0033] In Figur 4 ist zu sehen, dass der Gegendruckzylinder 9, der Formatzylinder 6 und
die Rasterwalze 5 voneinander abgestellt sind. Die geschweiften Klammern 18 und 19
bezeichnen hierbei den Einfärbespalt 19 zwischen Rasterwalze 5 und Formatzylinder
6 und den Druckspalt 18 zwischen dem Formatzylinder 6 und dem Gegendruckzylinder 9.
[0034] In Figur 5 sind Rasterwalze und Formatzylinder bereits gegeneinander angestellt worden.
Wie bereits mehrfach erwähnt kann eine optimierte Anstellposition dieser beiden Zylinder
5 und 6 durch ein Steuerungs- und/oder Regelverfahren ermittelt werden, bei dem ein
erster optischer Sensor 15 die Veränderung des Farbfilms beobachtet, die sich auf
der Oberfläche einer der beiden beteiligten Zylinder 5, 6 infolge der Anstellung zeigt.
[0035] In Figur 6 befinden sich die drei beteiligten Zylinder 5, 6, 9 des Flexodruckfarbwerks
1 bereits in ihrer Druckposition. Wie ebenfalls bereits erwähnt ist es Gegenstand
der vorliegenden Erfindung, Erkenntnisse, also Daten, die bei der Ermittlung des optimierten
Abstands der Zylinder 5 und 6 gewonnen wurden, bei der Ermittlung des optimierten
Abstands der Zylinder 6 und 9 zu verwenden.
[0036] Hierbei ist natürlich zu berücksichtigen, dass die Zylinder von Anfang an unterschiedliche
Solldurchmesser haben können. So besitzt der zentrale Gegendruckzylinder 9 einer Zentralzylinderflexodruckmaschine
natürlich einen sehr viel größeren Nenndurchmesser als die Rasterwalze, die in einem
Farbwerk 1 montiert wird. Bei der Anstellung der Rasterwalze 5 gegen den Formatzylinder
6 werden jedoch im Rahmen der Untersuchung des Farbfilms 4 mit dem ersten optischen
Sensor 15 Erkenntnisse über die Oberflächenbeschaffenheit und die Toleranzen der Oberfläche
der Rasterwalze 5 gewonnen, die bei der Anstellung des Formatzylinders 6 gegen den
Gegendruckzylinder 9 Verwendung finden können. Es ist in diesem Zusammenhang besonders
vorteilhaft, aufgrund dieser Erkenntnisse zunächst eine Voreinstellung der Relativposition
zwischen dem Formatzylinder 6 und dem Gegendruckzylinder 9 vorzunehmen.
[0037] Es hat sich gezeigt, dass es möglich ist, auch die Relativposition von Formatzylinder
6 und Gegendruckzylinder 9 mit einem Sensor zu untersuchen, der den Farbfilm auf einer
dem Gegendruckzylinder in der Farbtransportrichtung 14 vorgelagerten Walze (wie dem
Formatzylinder 6) untersucht. Überraschenderweise gilt dies auch, wenn die Untersuchung
auf der Oberfläche eines bereits dem Formatzylinder 6 vorgelagerten Zylinders vorgenommen
wird. Vorteilhafterweise kann diese Untersuchung damit auch auf der Oberfläche der
Rasterwalze vorgenommen werden, wie dies ja in Figur 1 skizziert ist. Bei diesem Verfahren
ist es daher zu empfehlen, das Walzenpaket aus Rasterwalze 5 und Formatzylinder 6
gemeinsam gegen den Gegendruckzylinder 9 anzustellen. Hierbei kann, wie erwähnt, zunächst
eine Voreinstellung aufgrund der Erkenntnisse, die bei der Anstellung von Rasterwalze
und Formatzylinder 6 gewonnen wurden, vorgenommen werden.
Dann ist es möglich, alle drei Zylinder 5, 6, 9 weiter gegeneinander abrollen zu lassen
und die Farbveränderung (vor allem Intensität des remittierten Lichts I) auf der Rasterwalzenoberfläche
mit dem ersten optischen Sensor 15 zu beobachten. Nach einiger Zeit stellen sich messbare
Veränderungen ein, die das Auffinden der optimierten Anstellposition C des Walzenpakets
aus Rasterwalze 5 und Formatzylinder 6 zum Gegendruckzylinder 9 ermöglichen.
[0038] In den Figuren 2 und 3 ist die zeitliche Abfolge eines solchen Anstellprozesses für
die Zylinder 5, 6 und 9 eines Flexodruckdruckwerks 1 dargestellt.
Zur Einstellung des Einfärbespalts 19 wird typischerweise eine Rampenfahrt 20 ausgeführt.
Während der Rampenfahrt 20 drehen sich die Zylinder 5, 6, die einen Einfärbespalt
19 begrenzen, und die Zylinder 5, 6 werden einander angenähert. Eine solche Rampenfahrt
20 ist in den Figuren 3 und 7 dargestellt.
Auf der mit der Laufvariablen x bezeichneten vertikalen Achse ist der relative Abstand
der beiden Zylinder 5 und 6 dargestellt.
[0039] Die Annäherung kann schrittweise (wie in Figur 7 dargestellt) oder kontinuierlich
(wie in Figur 3 dargestellt) erfolgen. Zu unterschiedlichen Walzenabständen x zeichnet
ein Sensor das von der Rasterwalze remittierte Licht auf. Abhängig von der Annäherung
und dem dabei auftretenden lokalen Kontakt der Zylinder variiert die Intensität I
des von der Rasterwalze 5 reflektierten Lichts. Bei schrittweiser Annäherung kann
man je Umdrehung des Formatzylinders 6 einen Annäherungsschritt ausführen, so dass
man aus den Sensorsignalen für jeden Walzenabstand ein Kontaktbild generieren kann.
Aus den Kontaktbildern und den zugeordneten Walzenabständen kann der für den Druck
erforderliche Walzenabstand ermittelt werden, bei dem das Druckklischee vollständig
mit der Rasterwalze in Kontakt steht, aber nicht überquetscht wird. Auf diesen Abstand,
der in den Figuren mit B bezeichnet wird, werden die Rasterwalze 5 und der Formatzylinder
6 zueinander eingestellt. Hierbei weicht der Abstand oft vom Sollabstand S ab, der
sich aus den der Steuervorrichtung bekannten Durchmesserangaben der verschiedenen
Zylinder 5, 6, 9 sowie der Klischees 7, 8 und des Bedruckstoffes ergibt.
[0040] Zu beachten ist bei der Betrachtung der Figuren 2, 3 und 7, dass die Laufvariablen
mit - x und - y bezeichnet sind, womit angedeutet wird, dass der relative Abstand
zwischen den jeweiligen Zylindern 9, 6 und 5 in Richtung der vertikalen Achse abnimmt.
[0041] Wie bereits erwähnt zeigt Figur 7 eine schrittweise Rampenfahrt 20, bei der in den
Abschnitten 21 eine Annäherung zwischen den Zylindern 5, 6 vorgenommen wird und bei
der in den Abschnitten 22 keine Annäherung zwischen den Zylindern stattfindet. Vorteilhafterweise
können in den Abschnitten 22 eine oder mehrere Walzendrehungen vorgenommen werden.
Nach oder während der zumindest einen Walzendrehung kann zumindest ein Messwert aufgenommen
werden. Aufgrund der Ergebnisse der Rampenfahrt 20 können die Zylinder 5, 6 gegeneinander
angestellt werden, wobei der optimierte Abstand B, bei dem Farbübertrag stattfindet,
die beiden Walzen jedoch noch nicht zu stark überquetscht sind, eingestellt wird.
Wie bereits erwähnt, zeigen die Druckschriften
EP 2 384 892 A1 und
WO 2011/138466 sehr genau dieses Verfahren.
[0042] Aus den Kontaktbildern und den zugeordneten Walzenabständen kann zusätzlich ein Höhenprofil
23, 24 des Formatzylinders 6 ermittelt werden. Dazu überprüft eine Steuerungsvorrichtung,
an welchen Stellen bei welchem Abstand -x ein Walzenkontakt auftritt. Ein solches
detailliertes Höhenprofil ist in Figur 8 gezeigt. In dieser Figur ist ein erster Teilabschnitt
25 der Oberfläche des Formatzylinders 6 dargestellt. Den verschiedenen Oberflächenbereichen,
die verschiedene Höhen, d. h. Abstände von der Formatzylinderachse, aufweisen, sind
verschiedene Höhen in Mikrometern zugewiesen. Der betreffende "Höhenverlauf" (der
mit der Radialkoordinate r bezeichnet wird) entlang der Linie A-A ist auch in Figur
9 gezeigt.
[0043] Die Benennung der Koordinatenachsen in dieser Druckschrift (r, z und ϕ) entspricht
dem gängigen Gebrauch von Zylinderkoordinaten in Bezug auf den Formatzylinder 6.
[0044] Figur 10 zeigt denselben Teilabschnitt 25 der Oberfläche des Formatzylinders 6, wobei
das Höhenprofil 24 weniger detailliert dargestellt wird. Figur 11 zeigt, welche Messwerte
ein erster optischer Sensor 15 von einem solchen Höhenprofil entlang der Linie A-A
aufzeichnen kann. Entlang der vertikalen Achse des in Figur 11 gezeigten Koordinatensystems
ist die negative Lichtintensität -I des von der Oberfläche der Rasterwalze 5 remittierten
Lichts abgetragen, der sich entlang der axialen Richtung z ergibt. In Folge eines
Kontaktes zwischen der Rasterwalze 5 und den Formatszylinder 6 ändert sich das Reflektionsverhalten
des Farbfilms 4. Dies kann - wie bereits mehrfach erwähnt - durch eine Änderung der
Oberfläche des Farbfilms und/oder durch einen Farbübertrag und damit einen Farbverlust
auf der Oberfläche der Rasterwalze 5 geschehen. Der erste optische Sensor 15 zeichnet
dann eine verminderte Lichtintensität I im Bereich der Berührung auf.
[0045] In Figur 12 ist gezeigt, dass im Bereich eines Teilabschnitts 25 der Oberfläche der
Rasterwalze 5 in der Regel wieder Unterabschnitte 26 des Oberflächenabschnitts 25
untersucht werden. Diesen Unterabschnitten 26 können dann wieder durch Messungen des
ersten optischen Sensors 15 Lichtintensitätswerte I zugeordnet werden. Hierbei kann
die Drehung der Rasterwalze unter anderem mit einem Drehgeber aufgezeichnet werden.
[0046] Erkenntnisse zu dem Höhenprofil des Formatzylinders 6 können für die Einstellung
des zweiten Walzenspalts (Druckspalt) 18 verwendet werden. Dieses Verfahren ist gegenüber
einer Rampenfahrt 20 mit gleicher Auswertung wie im Einfärbespalt 19 von Vorteil,
da sich die Intensität I des von der Rasterwalze 5 reflektierten Lichts als Messeffekt
für einen Kontakt im Druckspalt zeitlich verzögert verändert. Dieses zeitlich verzögerte
Einlaufverhalten tritt im Wesentlichen nur nach einer Kontaktveränderung im Druckspalt
18 auf. Nach einer Kontaktveränderung im Einfärbespalt 19 kommt es zu deutlich schneller
auftretenden messbaren Veränderungen der Lichtintensität I des remittierten Lichtes
bei dem ersten optischen Sensor 15.
[0047] Auf Basis des Höhenprofils des Formatzylinders kann der Walzenabstand zwischen dem
Formatzylinder 6 und dem Gegendruckzylinder 9 zumindest grob so eingestellt werden,
dass Teilbereiche des Klischees 7, 8 in Kontakt mit dem Gegendruckzylinder treten
und andere Teilbereich nicht. Dies kann folgendermaßen geschehen:
Bei einer vorhergegangenen Einstellung des Abstandes der Rasterwalze 5 und des Formatzylinder
6 hat die Steuervorrichtung zumindest Teile der Messergebnisse des ersten optischen
Sensors 15 zusammen mit den Relativpositionen x der betreffenden Walzen 5 und 6 aufgezeichnet
und gespeichert.
[0048] So kann in einer Speichervorrichtung der Steuervorrichtung abgelegt sein, bei welchem
relativen Walzenabstand der Rasterwalze 5 und das Formatzylinders 6 sich in bestimmten
Flächenabschnitten 26 bestimmte Lichtintensitätswerte ergeben haben. Zusammenfassend
kann man sagen, dass Wertepaare aus Daten zu dem Kontaktbild und der relativen Zylinderposition
abgelegt werden.
[0049] Falls die Steuervorrichtung nun bei der Annäherung des Walzenpakets aus Rasterwalze
5 und Formatzylinder 6 ähnliche Werte ermittelt, kann die Steuervorrichtung ermitteln,
welcher zusätzliche Beistellenwert D bei der Einstellung des Einfärbespaltes 19 noch
notwendig war, um den optimierten Abstand B zu erreichen.
[0050] Ein Beispiel für eine solche Vorgehensweise ist in Figur 13 erläutert:
Bis zum Zeitpunkt t1 wird das Walzenpaket aus Rasterwalze und Formatzylinder an den
Gegendruckzylinder angestellt, und es werden jeweils nach einer festen Anzahl von
Umdrehungen der beteiligten Walzen, die natürlich je nach ihrem Durchmesser unterschiedlich
sein können, Messungen mit dem Sensor 15 durchgeführt (Rampenfahrt 20). Zum Zeitpunkt
t1 erfolgt eine Messung, die die Steuervorrichtung nach einem Vergleich mit den Messungen
bei der Einstellung des Einfärbespalts als ähnlich mit einem Messergebnis (bei der
Einstellung des Einfärbespalts) erkennt. Da in der Steuervorrichtung ebenfalls abgelegt
ist, welche Relativposition Rasterwalze und Formatzylinder 5 bei der betreffenden
Messung gehabt haben, kann die Steuervorrichtung durch die Bildung der Differenz mit
der endgültigen optimierten Anstellposition B ermitteln, welcher zusätzliche Beistellwert
D noch zur Einstellung des Einfärbespalts 19 notwendig war. Die Steuervorrichtung
verändert daher die Relativposition des Formatzylinders zu dem Gegendruckzylinder
bis zum Zeitpunkt t2 um diesen zusätzlichen Beistellwert D.
[0051] Zum Zeitpunkt t2 wird eine erneute Messung durchgeführt, die ergibt, dass es einer
weiteren Beistellung bedarf, um den optimierten Abstand C zu erreichen. Dieser C wird
zum Zeitpunkt t3 erreicht.
[0052] Oft wird es so sein, dass die Steuervorrichtung von dem zusätzlichen Beistellwert
D noch einen Korrekturwert E abzieht, bevor sie die Beistellung um den zusätzlichen
Beistellwert D vornimmt. Der Korrekturwert D kann durch Empirik gewonnen werden und
er sollte berücksichtigen, dass die Oberflächeneigenschaften des Gegendruckzylinders
9 natürlich anders sind als die der Rasterwalze 5, was eine der Ursachen für ein unterschiedliches
Farbspaltungsverhalten in dem Einfärbespalt 19 und dem Druckspalt 18 ist.
[0053] Die Steuervorrichtung kann dem Vergleich zwischen den aktuellen Messwerten während
der Einstellung des Druckspalts 18 und den bei der Einstellung des Einfärbespalts
gewonnen Messwerten verschiedene Messgrößen zugrunde legen. So kann sie prüfen, in
welchen Unterabschnitten 26 des Oberflächenabschnitts 25 des Formatszylinders bestimmte
Lichtintensitätswerte über- oder unterschritten werden. Falls sich auf diese Weise
ergibt, dass bei den aktuellen Messungen ein bestimmter Anteil der Unterabschnitte
26 eines Oberflächenabschnitts 25 signifikante Änderungen der Intensität I des remittierten
Lichtes aufweist und dieser Anteil dem betreffenden Anteil einer Messung bei der Einstellung
des Einfärbespaltes entspricht, kann die Steuervorrichtung in der oben beschriebenen
Weise verfahren und den zusätzlichen Beistellwert D ermitteln.
[0054] Zusätzlich oder ergänzend kann die Steuervorrichtung jedoch auch prüfen, in welcher
Art Unterabschnitte 26 eines Oberflächenabschnitts 25 zueinander angeordnet sind und
bei gleichen Anordnungsmustern von einer Messung in einer ähnlichen Relativposition
der Oberflächen zueinander ausgehen.
[0055] Figur 2 verdeutlicht noch mal den zeitlichen Ablauf zwischen der Einstellung des
Einfärbungsballs 19 und des Druckspalts 18, da die Figuren 2 und 3 dieselbe Zeitspanne
zeigen. Die Anstellung des Walzenpakets aus Rasterwalze 5 und Formatzylinder 6 gegen
den Gegendruckzylinder 9 beginnt zum Zeitpunkt t4, zu dem der optimierte Walzenabstand
B zwischen Formatzylinder und Rasterwalze der Steuervorrichtung bereits bekannt ist.
Es wird zunächst ein Abstand eingestellt, bei dem bereits ein teilweiser Kontakt zwischen
Formatzylinder 6 und Gegendruckzylinder 9 erwartet werden kann. Es werden Messungen
durchgeführt, die ein Messergebnis hervorbringen, das Ähnlichkeit mit einem Messergebnis
bei der Einstellung des Einfärbungsballs 19 hat. Der zusätzliche Beistellwert D wird
ermittelt. Unmittelbar nach dem Zeitpunkt t5 wird die zusätzliche Beistellung um D
durchgeführt und der optimierte Abstand C zwischen Formatzylinder und Gegendruckzylinder
ist eingestellt.
1. Verfahren zum Einstellen der Abstände zwischen den Zylindern eines Farbwerkes und
eines Zentralzylinders einer Flexodruckmaschine,
wobei das Farbwerk eine Farbkammerrakel (3), eine Rasterwalze (5) und einen Formatzylinder
(6) mit einem Druckklischee (7, 8) umfasst und wobei die Farbkammerrakel (3) zur Übertragung
von Farbe auf die Oberfläche der Rasterwalze (5) an die Rasterwalze (5) angestellt
ist,
wobei der Abstand zwischen der Rasterwalze (5) und dem Formatzylinder (6) durch einen
ersten Zylinderspalt (19) definiert ist und der Abstand zwischen dem Formatzylinder
(6) und dem Zentralzylinder (9) durch einen zweiten Zylinderspalt (18) definiert ist,
und
wobei ein optischer Sensor (15) zur Aufzeichnung der reflektierten Lichtintensität
derjenigen Oberfläche der Rasterwalze (5) vorgesehen ist, die sich mit Bezug auf die
Drehrichtung der Rasterwalze hinter dem ersten Zylinderspalt (19) und vor der Farbkammerrakel
(3) befindet,
mit den folgenden Schritten:
- Verringerung des ersten Zylinderspalts (19) sowie Erfassung desjenigen Punktes in
Abhängigkeit von der Lichtintensität, bei dem die Rasterwalze (5) und der Formatzylinder
(6) sich beginnen zu berühren,
- Weitere Verringerung des ersten Zylinderspalts (19) in Abhängigkeit der Lichtintensität
bis zu dem Beistellwert B, bei dem das Druckklischee (7, 8) vollständig mit der Rasterwalze
(5) in Kontakt steht, aber nicht überquetscht wird,
Verringerung des zweiten Zylinderspalts (18), wobei das Walzenpaket bestehend aus
Rasterwalze (5) und Formatzylinder (6) unter Beibehaltung der optimierten Relativposition
an den Zentralzylinder (9) angestellt wird, sowie Erfassung desjenigen Punktes in
Abhängigkeit von der Lichtintensität, bei dem der Formatzylinder (6) und der Zentralzylinder
(9) sich beginnen zu berühren,
- Weitere Verringerung des zweiten Zylinderspalts (18), wobei das Walzenpaket bestehend
aus Rasterwalze (5) und Formatzylinder (6) unter Beibehaltung der optimierten Relativposition
an den Zentralzylinder (9) angestellt wird, bis zum dem Beistellwert D, bei dem das
Druckklischee (7, 8) vollständig mit dem Zentralzylinder (9) in Kontakt steht, aber
nicht überquetscht wird, wobei der Beistellwert D aus dem bereits bekannten Beistellwert
B berechnet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Punkt, bei dem der Formatzylinder (6) und der
Zentralzylinder (9) sich beginnen zu berühren, dadurch ermittelt wird, indem die entsprechenden
Lichtintensitäten mit dem Punkt, bei dem die Rasterwalze (5) und der Formatzylinder
(6) sich beginnen zu berühren, als ähnlich erkannt werden.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 2, wobei der berechnete Beistellwert D um einen
Korrekturwert E korrigiert wird, wobei der Korrekturwert E die unterschiedlichen Oberflächenbeschaffenheiten
des Zentralzylinders (9) und der Rasterwalze (5) berücksichtigt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 3, wobei in Abhängigkeit von der Lichtintensität
ein Höhenprofil des Formatzylinders (6) ermittelt wird, indem überprüft wird, an welchen
Stellen bei welchem Abstand ein Kontakt zwischen dem Formatzylinder (6) und der Rasterwalze
(5) auftritt, wobei das Höhenprofil zur Einstellung des zweiten Zylinderspalts (18)
verwendet wird.
5. Flexodruckmaschine mit einer Steuervorrichtung zum Einstellen der Abstände zwischen
den Zylindern eines Farbwerkes und eines Zentralzylinders,
wobei das Farbwerk eine Farbkammerrakel (3), eine Rasterwalze (5) und einen Formatzylinder
(6) mit einem Druckklischee (7, 8) umfasst und wobei die Farbkammerrakel (3) zur Übertragung
von Farbe auf die Oberfläche der Rasterwalze (5) an die Rasterwalze (5) angestellt
ist,
wobei der Abstand zwischen der Rasterwalze (5) und dem Formatzylinder (6) durch einen
ersten Zylinderspalt (19) definiert ist und der Abstand zwischen dem Formatzylinder
(6) und dem Zentralzylinder (9) durch einen zweiten Zylinderspalt (18) definiert ist,
und
wobei ein optischer Sensor (15) zur Aufzeichnung der reflektierten Lichtintensität
derjenigen Oberfläche der Rasterwalze (5) vorgesehen ist, die sich mit Bezug auf die
Drehrichtung der Rasterwalze hinter dem ersten Zylinderspalt (19) und vor der Farbkammerrakel
(3) befindet,
wobei die Steuervorrichtung dazu eingerichtet ist, die folgenden Schritte auszuführen:
- Verringerung des ersten Zylinderspalts (19) sowie Erfassung desjenigen Punktes in
Abhängigkeit von der Lichtintensität, bei dem die Rasterwalze (5) und der Formatzylinder
(6) sich beginnen zu berühren,
- Weitere Verringerung des ersten Zylinderspalts (19) in Abhängigkeit der Lichtintensität
bis zu dem Beistellwert B, bei dem das Druckklischee (7, 8) vollständig mit der Rasterwalze
(5) in Kontakt steht, aber nicht überquetscht wird,
- Verringerung des zweiten Zylinderspalts (18), wobei das Walzenpaket bestehend aus
Rasterwalze (5) und Formatzylinder (6) unter Beibehaltung der optimierten Relativposition
an den Zentralzylinder (9) angestellt wird, sowie Erfassung desjenigen Punktes in
Abhängigkeit von der Lichtintensität, bei dem der Formatzylinder (6) und der Zentralzylinder
(9) sich beginnen zu berühren,
- Weitere Verringerung des zweiten Zylinderspalts (18), wobei das Walzenpaket bestehend
aus Rasterwalze (5) und Formatzylinder (6) unter Beibehaltung der optimierten Relativposition
an den Zentralzylinder (9) angestellt wird, bis zum dem Beistellwert D, bei dem das
Druckklischee (7, 8) vollständig mit dem Zentralzylinder (9) in Kontakt steht, aber
nicht überquetscht wird, wobei der Beistellwert D aus dem bereits bekannten Beistellwert
B berechnet wird.
6. Flexodruckmaschine nach Anspruch 5, wobei der Punkt, bei dem der Formatzylinder (6)
und der Zentralzylinder (9) sich beginnen zu berühren, von der Steuervorrichtung dadurch
ermittelt wird, indem die entsprechenden Lichtintensitäten mit dem Punkt, bei dem
die Rasterwalze (5) und der Formatzylinder (6) sich beginnen zu berühren, als ähnlich
erkannt werden.
7. Flexodruckmaschine nach einem der Ansprüche 5 - 6, wobei die Steuervorrichtung den
berechneten Beistellwert D um einen Korrekturwert E korrigiert, wobei der Korrekturwert
E die unterschiedlichen Oberflächenbeschaffenheiten des Zentralzylinders (9) und der
Rasterwalze (5) berücksichtigt.
8. Flexodruckmaschine nach einem der Ansprüche 5 - 7, wobei die Steuervorrichtung in
Abhängigkeit von der Lichtintensität ein Höhenprofil des Formatzylinders (6) ermittelt,
indem überprüft wird, an welchen Stellen bei welchem Abstand ein Kontakt zwischen
dem Formatzylinder (6) und der Rasterwalze (5) auftritt, wobei das Höhenprofil zur
Einstellung des zweiten Zylinderspalts (18) verwendet wird.
1. A method for setting the spacings between the cylinders of an inking unit and a central
cylinder of a flexographic printing machine, wherein the inking unit comprises an
ink chamber doctor blade (3), an anilox roller (5) and a format cylinder (6) with
a printing plate (7, 8) and wherein the ink chamber doctor blade (3) is positioned
on the anilox roller (5) for the transfer of ink onto the surface of the anilox roller
(5),
wherein the spacing between the anilox roller (5) and the format cylinder (6) is defined
by a first cylinder gap (19) and the spacing between the format cylinder (6) and the
central cylinder (9) is defined by a second cylinder gap (18), and
wherein an optical sensor (15) is provided for recording the reflected luminous intensity
of that surface of the anilox roller (5), which is located in relation to the direction
of rotation of the anilox roller behind the first cylinder gap (19) and in front of
the ink chamber doctor blade (3),
having the following steps:
- Reduction of the first cylinder gap (19) as well as detection of that point in dependence
on the luminous intensity, at which the anilox roller (5) and the format cylinder
(6) begin to come into contact,
- Further reduction of the first cylinder gap (19) in dependence on the luminous intensity
up to the value provided B, in which the printing plate (7, 8) is completely in contact
with the anilox roller (5), but is not pinched together,
- Reduction of the second cylinder gap (18), wherein the roller packet consisting
of anilox roller (5) and format cylinder (6) is positioned on the central cylinder
(9) while maintaining the optimized relative position, as well as detection of that
point in dependence on the luminous intensity, at which the format cylinder (6) and
the central cylinder (9) begin to come into contact,
- Further reduction of the second cylinder gap (18), wherein the roller packet consisting
of anilox roller (5) and format cylinder (6) is positioned on the central cylinder
(9) while maintaining the optimized relative position, up to the value provided D,
at which the printing plate (7, 8) is completely in contact with the central cylinder
(9), but is not pinched together, wherein the value provided D is calculated from
the already known value provided B.
2. A method according to Claim 1, wherein the point, at which the format cylinder (6)
and the central cylinder (9) begin to come into contact, is determined, in that the
corresponding luminous intensities are recognized as similar to the point, at which
the anilox roller (5) and the format cylinder (6) begin to come into contact.
3. A method according to any one of Claims 1 - 2, wherein the calculated value provided
D is corrected by a correction value E, wherein the correction value E takes into
consideration the different surface qualities of the central cylinder (9) and the
anilox roller (5).
4. A method according to any one of Claims 1 - 3, wherein in dependence on the luminous
intensity a height profile of the format cylinder (6) is determined, in that it is
checked, in what areas at what spacing a contact occurs between the format cylinder
(6) and the anilox roller (5), wherein the height profile is used for adjusting the
second cylinder gap (18).
5. A flexographic printing machine having a control device for setting the spacings between
the cylinders of an inking unit and a central cylinder,
wherein the inking unit comprises an ink chamber doctor blade (3), an anilox roller
(5) and a format cylinder (6) with a printing plate (7, 8) and wherein the ink chamber
doctor blade (3) is positioned on the anilox roller (5) for the transfer of ink onto
the surface of the anilox roller (5),
wherein the spacing between the anilox roller (5) and the format cylinder (6) is defined
by a first cylinder gap (19) and the spacing between the format cylinder (6) and the
central cylinder (9) is defined by a second cylinder gap (18), and
wherein an optical sensor (15) is provided for recording the reflected luminous intensity
of that surface of the anilox roller (5), which is located in relation to the direction
of rotation of the anilox roller behind the first cylinder gap (19) and in front of
the ink chamber doctor blade (3),
wherein the control device is arranged to carry out the following steps:
- Reduction of the first cylinder gap (19) as well as detection of that point in dependence
on the luminous intensity, at which the anilox roller (5) and the format cylinder
(6) begin to come into in contact,
- Further reduction of the first cylinder gap (19) in dependence on the luminous intensity
up to the value provided B, in which the printing plate (7, 8) is completely in contact
with the anilox roller (5), but is not pinched together,
- Reduction of the second cylinder gap (18), wherein the roller packet consisting
of anilox roller (5) and format cylinder (6) is positioned on the central cylinder
(9) while maintaining the optimized relative position, as well as detection of that
point in dependence on the luminous intensity, at which the format cylinder (6) and
the central cylinder (9) begin to come into contact,
- Further reduction of the second cylinder gap (18), wherein the roller packet consisting
of anilox roller (5) and format cylinder (6) is positioned on the central cylinder
(9) while maintaining the optimized relative position, up to the value provided D,
at which the printing plate (7, 8) is completely in contact with the central cylinder
(9), but is not pinched together, wherein the value provided D is calculated from
the already known value provided B.
6. A flexographic printing machine according to Claim 5, wherein the point, at which
the format cylinder (6) and the central cylinder (9) begin to come into contact, is
determined by the control device, in that the corresponding luminous intensities are
recognized as similar to the point, at which the anilox roller (5) and the format
cylinder (6) begin to come into contact.
7. A flexographic printing machine according to Claims 5 - 6, wherein the control device
corrects the calculated value provided D by a correction value E, wherein the correction
value E takes into consideration the different surface qualities of the central cylinder
(9) and the anilox roller (5).
8. A flexographic printing machine according to any one of Claims 5 - 7, wherein the
control device in dependence on the luminous intensity determines a height profile
of the format cylinder (6), in that it is checked, in what areas at what spacing a
contact occurs between the format cylinder (6) and the anilox roller (5), wherein
the height profile is used for adjusting the second cylinder gap (18).
1. Procédé de réglage des distances entre les cylindres d'un mécanisme d'encrage et d'un
cylindre central d'une machine d'impression flexographique, le mécanisme d'encrage
comprenant une racle de chambre d'encrage (3), un rouleau tramé (5) et un cylindre
de cliché (6) avec un cliché d'impression (7, 8), la racle de chambre d'encrage (3)
étant approchée du rouleau tramé (5) pour le transfert d'encre sur la surface du rouleau
tramé (5),
la distance entre le rouleau tramé (5) et le cylindre de cliché (6) étant définie
par un premier interstice de cylindre (19), et la distance entre le cylindre de cliché
(6) et le cylindre central (9) étant définie par un deuxième interstice de cylindre
(18), et
un capteur optique (15) étant prévu pour l'enregistrement de l'intensité de lumière
réfléchie de la surface du rouleau tramé (5) qui, rapportée au sens de rotation du
rouleau tramé, se trouve derrière le premier interstice de cylindre (19) et devant
la racle de chambre d'encrage (3),
avec les étapes suivantes :
- réduction du premier interstice de cylindre (19) ainsi que détection, en fonction
de l'intensité de lumière, du point pour lequel le rouleau tramé (5) et le cylindre
de cliché (6) commencent à se toucher,
- réduction supplémentaire du premier interstice de cylindre (19) en fonction de l'intensité
de lumière jusqu'à la valeur de consigne B pour laquelle le cliché d'impression (7,
8) est complètement en contact avec le rouleau tramé (5) mais sans être écrasé,
- réduction du deuxième interstice de cylindre (18), l'ensemble de rouleaux composé
du rouleau tramé (5) et du cylindre de cliché (6) étant approché du cylindre central
(9) avec conservation de la position relative optimisée, ainsi que détection, en fonction
de l'intensité de lumière, du point pour lequel le cylindre de cliché (6) et le cylindre
central (9) commencent à se toucher,
- réduction supplémentaire du deuxième interstice de cylindre (18), l'ensemble de
rouleaux composé du rouleau tramé (5) et du cylindre de cliché (6) étant approché
du cylindre central (9) avec conservation de la position relative optimisée, jusqu'à
la valeur de consigne D pour laquelle le cliché d'impression (7, 8) est complètement
en contact avec le cylindre central (9) mais sans être écrasé, la valeur de consigne
D étant calculée à partir de la valeur de consigne B déjà connue.
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel le point pour lequel le cylindre de
cliché (6) et le cylindre central (9) commencent à se toucher est déterminé par le
fait que les intensités de lumière correspondantes avec le point pour lequel le rouleau
tramé (5) et le cylindre de cliché (6) commencent à se toucher sont reconnues comme
semblables.
3. Procédé selon l'une des revendications 1 à 2, la valeur de consigne D calculée étant
corrigée d'une valeur de correction E, la valeur de correction E prenant en compte
les différents états de surface du cylindre central (9) et du rouleau tramé (5).
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, un profil de hauteur du cylindre de
cliché (6) étant déterminé en fonction de l'intensité de lumière par le fait qu'il
est vérifié à quels endroits et à quelle distance un contact est créé entre le cylindre
de cliché (6) et le rouleau tramé (5), le profil de hauteur étant utilisé pour le
réglage du deuxième interstice de cylindre (18).
5. Machine d'impression flexographique, avec un dispositif de commande destiné au réglage
des distances entre les cylindres d'un mécanisme d'encrage et d'un cylindre central,
le mécanisme d'encrage comprenant une racle de chambre d'encrage (3), un rouleau tramé
(5) et un cylindre de cliché (6) avec un cliché d'impression (7, 8), et la racle de
chambre d'encrage (3) étant approchée du rouleau tramé (5) pour le transfert d'encre
sur la surface du rouleau tramé (5),
la distance entre le rouleau tramé (5) et le cylindre de cliché (6) étant définie
par un premier interstice de cylindre (19), et la distance entre le cylindre de cliché
(6) et le cylindre central (9) étant définie par un deuxième interstice de cylindre
(18), et
un capteur optique (15) étant prévu pour l'enregistrement de l'intensité de lumière
réfléchie de la surface du rouleau tramé (5) qui, rapportée au sens de rotation du
rouleau tramé, se trouve derrière le premier interstice de cylindre (19) et devant
la racle de chambre d'encrage (3),
le dispositif de commande étant agencé pour effectuer les étapes suivantes :
- réduction du premier interstice de cylindre (19) ainsi que détection, en fonction
de l'intensité de lumière, du point pour lequel le rouleau tramé (5) et le cylindre
de cliché (6) commencent à se toucher,
- réduction supplémentaire du premier interstice de cylindre (19) en fonction de l'intensité
de lumière jusqu'à la valeur de consigne B pour laquelle le cliché d'impression (7,
8) est complètement en contact avec le rouleau tramé (5) mais sans être écrasé,
- réduction du deuxième interstice de cylindre (18), l'ensemble de rouleaux composé
du rouleau tramé (5) et du cylindre de cliché (6) étant approché du cylindre central
(9) avec conservation de la position relative optimisée, ainsi que détection, en fonction
de l'intensité de lumière, du point pour lequel le cylindre de cliché (6) et le cylindre
central (9) commencent à se toucher,
- réduction supplémentaire du deuxième interstice de cylindre (18), l'ensemble de
rouleaux composé du rouleau tramé (5) et du cylindre de cliché (6) étant approché
du cylindre central (9) avec conservation de la position relative optimisée, jusqu'à
la valeur de consigne D pour laquelle le cliché d'impression (7, 8) est complètement
en contact avec le cylindre central (9) mais sans être écrasé, la valeur de consigne
D étant calculée à partir de la valeur de consigne B déjà connue.
6. Machine d'impression flexographique selon la revendication 5, le point pour lequel
le cylindre de cliché (6) et le cylindre central (9) commencent à se toucher étant
déterminé par le fait que les intensités de lumière correspondantes avec le point
pour lequel le rouleau tramé (5) et le cylindre de cliché (6) commencent à se toucher
sont reconnues comme semblables.
7. Machine d'impression flexographique selon l'une des revendications 5 à 6, le dispositif
de commande corrigeant la valeur de consigne D calculée d'une valeur de correction
E, la valeur de correction E prenant en compte les différents états de surface du
cylindre central (9) et du rouleau tramé (5).
8. Machine d'impression flexographique selon l'une des revendications 5 à 7, le dispositif
de commande déterminant un profil de hauteur du cylindre de cliché (6) en fonction
de l'intensité de lumière par le fait qu'il est vérifié à quels endroits et à quelle
distance un contact est créé entre le cylindre de cliché (6) et le rouleau tramé (5),
le profil de hauteur étant utilisé pour le réglage du deuxième interstice de cylindre
(18).