[0001] Die Erfindung betrifft einen geschirmten Steckverbinder sowie ein Verfahren zur Herstellung
eines geschirmten Steckverbinders gemäß den Merkmalen der jeweiligen Oberbegriffe
der beiden unabhängigen Patentansprüche.
[0002] Aus der
DE 10 2006 012 194 A1 ist ein geschirmter Steckverbinder, hier in Winkelausführung, bekannt, der eine Baugruppe
aufweist, die einen von einer Schirmhülse umgebenen Kontaktträger, in dem am Ende
von elektrischen Leitern eines ein Abschirmgeflecht aufweisendes Kabels angeordnete
Kontaktpartner angeordnet sind, umfasst, wobei sich ein von der Schirmhülse und einem
von einem Ende des Kabel aus erstreckendes Schirmgehäuse gebildetes Abschirmgehäuse
von dem Ende des Kabels bis zu dem Kontaktträger erstreckt. Mit einem solchen geschirmten
Steckverbinder wird es ermöglicht, dass über die elektrischen Leiter des Kabels und
die an deren Ende angeordneten Kontaktpartner Signale, insbesondere hochfrequente
Signale übertragen werden können. Wenn der Steckverbinder mit einem Gegensteckverbinder
zusammengesteckt wird, ist es erforderlich, nicht nur die Kontaktpartner des Steckverbinders
und des korrespondierenden Gegensteckverbinders zusammenzustecken, sondern es muss
auch gewährleistet sein, dass durchgängig eine Abschirmung der übertragenen Signale
vor Störeinstrahlungen gegeben ist. Gleichzeitig muss mittels einer durchgehenden
Abschirmung längs des Kabels und auch im Bereich der Steckverbindung sichergestellt
werden, dass verhindert wird, dass von den elektrischen Leitern hochfrequente Signale
nach außen abgestrahlt werden. Zu diesem Zweck ist in dem gattungsbildenden Stand
der Technik am Ende eines Kabels, welches in an sich bekannter Weise ein Abschirmgeflecht
oder dergleichen aufweist, ein Steckverbinder angeordnet. Dieser Steckverbinder weist
einen Kontaktträger auf, der seinerseits Kontaktkammern mit daran angeordneten Kontaktpartnern
aufweist. Der Kontaktträger besteht aus elektrisch nicht leitendem Material (wie zum
Beispiel einem Kunststoff), sodass dieser von einer Abschirmung umgeben werden muss.
Dieses Abschirmgehäuse, welches sich von dem Ende des Kabels aus bis zu dem Kontaktträger
und ggf. zu einer Rändelmutter oder dergleichen erstreckt, besteht hier aus mehreren
Teilen. So ist in axialer Richtung koaxial über den Kontaktträger eine Schirmhülse
aus einem elektrisch leitfähigen Material angeordnet. Diese Schirmhülse steht in elektrisch
leitender Verbindung mit einem Verbindungselement, zum Beispiel einer Überwurfschraube,
einer Rändelmutter oder dergleichen. Mittels dieses Verbindungselementes wird es gewährleistet,
dass der Steckverbinder dann, wenn er mit einem Gegensteckverbinder zusammengesteckt
worden ist, über dieses Verbindungselement mit einem korrespondierenden Verbindungselement
des Gegensteckverbinders mechanisch fixiert (zur Vermeidung des Auseinandersteckens)
und gleichzeitig elektrisch kontaktier wird. In Folge dieser elektrischen Kontaktierung
wird sichergestellt, dass auch die Abschirmung über die Steckverbindung hinweg gegeben
ist.
[0003] Weiterhin umfasst in diesem Stand der Technik das Abschirmgehäuse nicht nur die Schirmhülse,
sondern auch ein weiteres Schirmgehäuse, wobei dieses in Form von zwei Schirmgehäusehälften
gebildet ist. Die Schirmhülse hat eine Zylinderwandung, einen Flansch, mit dem die
Schirmhülse an dem Steckereinsatz mittels der Überwurfschraube gehalten wird. Des
Weiteren weist die Schirmhülse eine Nut auf, in die Schirmgehäusehälften der Abschirmung
mit entsprechenden Falzen eingreifen. Um die korrekte Ausrichtung der Schirmgehäusehälften
zu gewährleisten, sind weiterhin Anschläge vorgesehen. Die Schirmgehäusehälften weisen
jeweils eine Öffnung zum Einspritzen von Schmelzkleber auf. Weiterhin weisen die Schirmgehäusehälften
Zapfen auf, die in entsprechende Bohrungen in der zugehörigen Gehäusehälfte eingreifen.
Die Abmessungen sind derart, dass eine Presspassung beim Zusammenbau der Schirmgehäusehälften
erfolgt.
[0004] Diese Ausgestaltung des Schirmgehäuses in Form von zwei Teilen ist äußerst aufwändig
herzustellen, da die beiden miteinander in Verbindung zu bringende Abschirmgehäusehälften
eine filigrane Geometrie aufweisen. Außerdem sind die Öffnungen, durch die der Schmelzkleber
in das Innere des Schirmgehäuses eingeführt werden muss, aus hochfrequenter Sicht
von Nachteil, da diese Öffnungen keine Abschirmung bilden. In Folge dessen können
Störsignale über diese Öffnungen in das Innere des Steckverbinders eindringen oder
auch nach außen verlassen. Damit ist die geforderte hochfrequente Abdichtung (Abschirmung)
nicht zufriedenstellend gewährleistet.
[0005] Die
DE 20 2006 000 336 U1 betrifft einen Steckverbinder mit vereinfachter Kabelführung in einem isolierenden
Gehäuse, wobei die Enden der elektrischen Leiter bereits mit Stiftkontakten oder Buchsenkontakten
fest verbunden sind. Eine derartige Ausführung wird benötigt, um mit geringem Aufwand
vorkonfektionierte Kabel mittels entsprechend geformter Trägerteile zu einem Steckverbinder
auszubilden, der spritztechnisch ummantelt oder mit einer separaten Steckerhülse umgeben
werden kann. Hierzu ist vorgesehen, dass die elektrischen Leiter in halboffene Kammern
längs eines zylinderförmigen Grundkörpers eingelegt sind, dass der Grundkörper von
einer Fixierhülse umgeben ist, und dass die Stift- und Buchsenkontakte an den Enden
der elektrischen Leiter in Kontaktöffnungen eines an die Fixierhülse anfügbaren Kontaktträgers
gehalten sind.
[0006] Die
DE 10 2009 010 492 B3 betrifft einen Steckverbinder mit einem kabelordnenden Einsatz für eine vereinfachte
Anordnung von elektrischen Adern innerhalb eines Steckverbindergehäuses und zur Gewährleistung
einer ausreichenden Kabellänge der elektrischen Adern mit daran anzufügenden elektrischen
Kontakten. Ein derartiger Kabelmanager wird verwendet, um in einen Steckverbinder
einzulegende elektrische Adern mit daran angefügten elektrischen Kontakten passgenau
in dazu vorgesehenen Kammern zu ordnen und zu fixieren. Hierbei ist die Montage von
elektrischen Adern und deren zugehörigen elektrischen Kontakte zum Einsatz in einem
Steckverbindergehäuse möglichst einfach und effektiv, insbesondere unter Einbeziehung
einer vor Ort oder Feldmontage zu gestalten. Dies wird dadurch ermöglicht, dass innerhalb
des Steckverbindergehäuses ein kabelordnender Einsatz in Form eines Kabelmanagers
zur ordnenden Aufnahme der elektrischen Adern vorgesehen ist, dass an dem Kabelmanager
ein axial ausgerichteter Längenstift, angeformt ist, und dass innerhalb des Steckverbindergehäuses
ein Kontaktträger für die elektrischen Adern mit daran angefügten elektrischen Kontakten
vorgesehen ist, wobei mindestens eine elektrische Ader im Zentrum des aus zwei Halbschalen
gebildeten Kontaktträgers angeordnet ist.
[0007] Die
WO 2008/117132 A1 betrifft einen Verbinder mit einem Gehäuse und einem Anschlussträger, der in dem
Gehäuse untergebracht ist, wobei das Gehäuse ein Umgehäuse für das Gehäuse definiert,
mit einem Terminalträger und einem Durchgang zur Aufnahme eines abgeschirmten Kabels
zur Verbindung mit dem Terminalträger, wobei das Gehäuse eine abgeschirmte einheitliche
Konstruktion mit zwei Gehäuseteilen bildet, die relativ zueinander bewegbar sind,
um so das Gehäuse in einen geschlossenen Zustand zu bringen, um einen Kabelkanal zu
bilden.
[0008] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen geschirmten Steckverbinder
und ein Verfahren zur Herstellung eines solchen geschirmten Steckverbinders bereitzustellen,
mit dem die eingangs geschilderten Nachteile vermieden werden. Insbesondere soll sichergestellt
werden, dass eine gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Abschirmwirkung gegeben
ist, wobei gleichzeitig auch die Herstellung des Steckverbinders vereinfacht und die
Teilevielfalt reduziert werden soll.
[0009] Hinsichtlich der Konstruktion des geschirmten Steckverbinders ist zur Lösung der
Aufgabe die Merkmalskombination des Patentanspruches 1 vorgesehen. Nach der Erfindung
ist unter anderem das Abschirmgehäuse einstückig ausgebildet. Es ist insbesondere
in einem Presssitz an dem Kabel festgelegt. Somit wird das Abschirmgehäuse, welches
in dem Stand der Technik von der Schirmhülse und den beiden Abschirmgehäusehälften
gebildet wird, ersetzt durch die Schirmhülse zusammen mit dem einstückig ausgebildeten
Abschirmgehäuse. Dies hat den Vorteil, dass die Teilevielfalt reduziert wird. Außerdem
weist das einstückig ausgebildete Abschirmgehäuse vorzugsweise keine Öffnungen zwecks
Zufuhr von Schmelzkleber oder dergleichen auf, sodass nur diejenigen Öffnungen vorhanden
sind, die zum Einsetzen der Baugruppe (Schirmhülse, Kontaktträger, Verbindungselement
und dergleichen) erforderlich sind. Weitere Öffnungen weist das Abschirmgehäuse nicht
auf, sodass es den Innenbereich, in dem der Endbereich des Kabels und der Kontaktträger
angeordnet sind, hochfrequenzmäßig vollständig abdichtet. Sollte eine weitere Öffnung
zwecks Zufuhr von Füllmaterial (wie Schmelzkleber) vorhanden sein, ist diese so klein
gewählt, dass dadurch eine hochfrequente Abschirmung sichergestellt ist. Damit wird
in vorteilhafter Weise gewährleistet, dass in dem Steckverbinder keine Störstrahlungen
von außen eindringen können und auch verhindert wird, dass hochfrequente Signale aus
dem Steckverbinder nach außen abgestrahlt werden. Weiterhin ist insbesondere das einstückig
ausgebildete Abschirmgehäuse in einem Presssitz an dem Kabel festgelegt, sodass dadurch
die Montage wesentlich vereinfacht wird. Denn mit Festlegung des Abschirmgehäuses
an dem Kabel wird auch gleichzeitig das Abschirmgeflecht des Kabels kontaktiert und
gleichzeitig eine Zugentlastung realisiert.
[0010] Weiterhin weist das Abschirmgehäuse einen Schlitz auf. Mittels dieses Schlitzes ist
es möglich, die Baugruppe einschließlich des Kabels in das Abschirmgehäuse einzusetzen
und den Bereich des Abschirmgehäuses um den Schlitz herum zusammenzudrücken, um damit
den Presssitz zu realisieren, wobei dann in dem Bereich des zusammengedrückten Schlitzes
ein Ende des Kabels oder auch ein vorbereiteter Endbereich des Abschirmgeflechtes
des Kabels angeordnet ist.
[0011] Nach der Erfindung ist im Bereich des Schlitzes des Abschirmgehäuses koaxial umgebend
eine Crimphülse angeordnet. Mit dieser Crimphülse kann der Bereich des Abschirmgehäuses,
in dem der Schlitz vorhanden ist, mit dem Abschirmgeflecht kontaktiert werden. Außerdem
hat die Crimphülse dann, wenn sie aus einem elektrisch leitfähigen Material besteht,
den Vorteil, dass der unverändert verbleibende Schlitz des Abschirmgehäuses hochfrequent
verschlossen wird. Das gilt auch für den Fall, dass er nach dem Zusammendrücken noch
geringfügig vorhanden sein sollte, den verbleibenden Spalt verschließt und die hochfrequente
Abschirmung nochmals verbessert wird. Außerdem kann mit der Anordnung und dem Zusammendrücken
der Crimphülse auch eine weitere Montagevereinfachung einhergehen. Denn wenn die Baugruppe
in das Abschirmgehäuse eingesetzt worden ist und der Schlitz noch nicht zusammengedrückt
wurde, kann die Crimphülse über den noch nicht zusammengedrückten Schlitz geschoben
und beides gleichzeitig zusammengedrückt werden.
[0012] In Weiterbildung der Erfindung liegt das Abschirmgeflecht innen an dem Schirmgehäuse
und/oder außen an dem Abschirmgehäuse an. Dadurch stehen mehrere Möglichkeiten zur
Verfügung, das Abschirmgeflecht elektrisch und mechanisch an das Abschirmgehäuse anzubinden.
So liegt es in vorteilhafter Weise außen an, wenn zusätzlich die Crimphülse verwendet
wird. Durch das Zusammendrücken der Crimphülse wird damit das Abschirmgeflecht außen
anliegend an das Abschirmgehäuse gedrückt und in seiner Lage mechanisch fixiert sowie
gleichzeitig bei diesem Vorgang elektrisch kontaktiert. Alternativ oder ergänzend
dazu kann das Abschirmgeflecht auch innen an dem Abschirmgehäuse anliegen. In diesem
Fall wird zum Beispiel das Ende des Kabels so präpariert, dass das Abschirmgeflecht
freigelegt und in Richtung des verbleibenden Endes des Kabelmantels umgelegt, sodass
der eine Endbereich des Abschirmgehäuses, insbesondere der Bereich mit dem Schlitz,
dort angeordnet und zusammengedrückt wird. Auch hier kann, muss aber nicht, die Crimphülse
zum Einsatz kommen. In diesen beiden genannten Fällen stehen montagetechnisch sehr
einfache Varianten zur Anbindung des Abschirmgeflechtes an das Abschirmgehäuse zur
Verfügung. Wenn auch weniger praxisrelevant, so aber auch denkbar, kann das Abschirmgeflecht
so präpariert und der Montagevorgang so ausgeführt werden, dass das Abschirmgeflecht
sowohl innen als auch außen an dem Abschirmgehäuse anliegt. In diesem Zusammenhang
ist darauf hinzuweisen, dass unter dem Begriff "Abschirmgeflecht" alle Varianten einer
Abschirmung eines Kabels, insbesondere eines Koaxialkabels, zu verstehen sind. Das
heißt, dass die Abschirmung, die den zumindest einen, oftmals auch mehrere Innenleiter
des Kabels umgibt und die unterhalb des Kabelmantels koaxial angeordnet ist, nicht
zwangsweise als ein Geflecht, sondern auch in anderer Form ausgebildet sein kann.
[0013] In Weiterbildung der Erfindung weist das Abschirmgehäuse in dem Bereich, in dem das
Abschirmgehäuse die Schirmhülse umgibt, wenigstens einen Vorsprung auf. In besonders
vorteilhafter Weise sind mehrere über den Umfang des Schirmgehäuses verteilte Vorsprünge
vorgesehen. Durch diese Vorsprünge, die vorzugsweise als Rippen rausgebildet sind,
entstehen beim Einpressen der Schirmhülse definierte Kontaktstellen zwischen der Schirmhülse
(genauer dessen Oberfläche) und dem einstückigen Schirmgehäuse (genauer dessen innerer
Oberfläche).
[0014] In Weiterbildung der Erfindung ist zumindest auf seiner äußeren Oberfläche und/oder
in seinem Inneren des Schirmgehäuses ein Schmelzkleber angeordnet. Dadurch wird eine
mechanisch stabile Verbindung zwischen dem Ende des Kabels, dem Kontaktträger und
dem Abschirmgehäuse (gebildet von dem Schirmgehäuse und der Schirmhülse) erzielt.
Das Ausfüllen des Hohlraumes innerhalb des Abschirmgehäuses mit einem Schmelzkleber
erzeugt einen mediendichten Verbund, welcher das Eintreten von Wasser und dergleichen
zwischen den metallischen Teilen des Abschirmgehäuses in den inneren Bereich des geschirmten
Steckverbinders verhindert. Hier ist insbesondere eine Längswasserdichtheit des Steckverbinders
durch das Ausfüllen mit Schmelzkleber gegeben.
[0015] In Weiterbildung der Erfindung ist zumindest das Schirmgehäuse zumindest auf seiner
äußeren Oberfläche von einer Umspritzung umgeben. Durch die Umspritzung des Steckverbinders
wird ein Gehäuse erzielt, welches sich von dem Ende des Kabels (auch ggf. ein Stück
des Kabels übergreifend) bis in Richtung des Verbindungselementes für den Gegensteckverbinder
(Rändelmutter, Überwurfmutter oder dergleichen) erstreckt. Dies kann in einfacher
Art und Weise automatisiert in einem Kunststoff-Spritzgussvorgang erfolgen, wobei
der vormontierte Steckverbinder in eine Spritzgussform eingelegt und anschließend
das Gehäuse aus Kunststoff gespritzt wird. Dabei ist sicherzustellen, dass das Verbindungselement
sich nach wie vor noch um die Schirmhülse herum frei bewegbar drehen kann.
[0016] Hinsichtlich des Verfahrens zur Herstellung eines geschirmten Steckverbinders ist
die Merkmalskombination des Patentanspruches 7 vorgesehen. Unter anderem ist vorgesehen,
dass zwischen einem Endbereich der Schirmhülse und einem Endbereich des Kabels ein
einstückig ausgebildetes Schirmgehäuse angeordnet und in einem Presssitz an dem innen
an dem Abschirmgehäuse anliegenden Abschirmgeflecht des Kabels festgelegt wird. Durch
das einstückig ausgebildete Schirmgehäuse lässt sich, wie schon ausgeführt, die Teilevielfalt
reduzieren und die Montage vereinfachen, da nur noch ein Teil bei der Montage gehandhabt
werden muss. Dieses eine Teil hat den Vorteil, dass die vorbereitete Baugruppe, die
am Ende des Kabels angeordnet ist, in das einstückig ausgebildete Schirmgehäuse eingesetzt
und dieses zur Erzielung des Presssitzes zusammengedrückt werden muss. Durch das Zusammendrücken
wird das Schirmgehäuse an dem Ende des Kabels festgelegt und gleichzeitig elektrisch
mit dem Abschirmgeflecht des Kabels kontaktiert.
[0017] Weiterhin ist verfahrensgemäß vorgesehen, dass ein Schlitz in dem Schirmgehäuse zusammengepresst
wird, sodass sich dieser Bereich des Schirmgehäuses lagefixierend um das Ende des
Kabels legt. Damit kann der Bereich des Schirmgehäuses, in dem der Schlitz angeordnet
ist, auf dem Außenmantel des Kabels festgelegt werden, wobei weitere Maßnahmen erforderlich
sind, um das Abschirmgeflecht an dem Abschirmgehäuse, insbesondere dessen Schirmhülse
oder dem Schirmgehäuse, elektrisch zu kontaktieren. Alternativ oder ergänzend dazu
ist vorgesehen, dass sich der Bereich des Schirmgehäuses, in dem sich der Schlitz
befindet, auch elektrisch kontaktierend um das Abschirmgeflecht legt. Damit sind entweder
zwei Schritte erforderlich, um einerseits das Schirmgehäuse mechanisch an dem Kabel
in seiner Lage zu fixieren und das Abschirmgehäuse mit dem Abschirmgeflecht elektrisch
zu kontaktieren. Bevorzugt wird dies jedoch in einem Schritt ausgeführt. Ebenfalls
alternativ oder ergänzend ist vorgesehen, dass nach dem Zusammenpressen des Schlitzes
das Abschirmgeflecht außen um das Schirmgehäuse gelegt und anschließend von einer
Crimphülse koaxial lagefixierend und elektrisch kontaktierend umgeben wird. Mittels
der Crimphülse ist es also zusätzlich möglich, den Schlitz (sollte er nach dem Zusammenpressen
noch einen kleinen Spalt aufweisen) hochfrequenzmäßig abzudichten, wobei auch mittels
der Crimphülse das Abschirmgeflecht an dem Schirmgehäuse lagefixierend und elektrisch
kontaktierend festgelegt wird. Zu diesem Zweck befindet sich dann das Abschirmgeflecht
koaxial zwischen dem Inneren der Crimphülse und dem Äußeren des Schirmgehäuses im
Bereich des Schlitzes, ggf. auch übergreifend.
[0018] Ein Ausführungsbeispiel eines geschirmten Steckverbinders sowie sein Verfahren zur
Herstellung ist im Folgenden beschrieben und anhand der Figuren erläutert.
Figur 1 zeigt als Prinzipskizze einen beispielhaften Aufbau eines Steckverbinders
1, der hier als Winkelsteckverbinder ausgeführt ist. Daneben sind auch gerade Ausführungen
denkbar. Der Steckverbinder 1 ist am Ende eines Kabels 2 angeordnet, wobei er einen
Kontaktträger 3 sowie ein Verbindungselement zu einem hier nicht dargestellten Gegensteckverbinder
aufweist. Das Verbindungselement ist als Rändelmutter 4, Überwurfschraube oder dergleichen
ausgebildet. Bevorzugt ist der Steckverbinder 1 in Rundbauweise ausgeführt, wobei
jedoch auch andere Bauweisen nicht ausgeschlossen sind. Zur Erzielung einer durchgehenden
Abschirmung weist der Steckverbinder 1 ein Abschirmgehäuse 5, auf das im Folgenden
noch eingegangen wird, auf. Das Kabel 2 ist in diesem Fall ein Datenkabel mit einem
oder mehreren elektrischen Leitern, über die Datensignale übertragen werden. Zur Vermeidung
von Störeinstrahlungen in das Kabel 2 oder Störabstrahlungen aus dem Kabel 2 weist
es eine Abschirmung auf, wobei es grundsätzlich wichtig ist, dass diese Abschirmung
mit dem Abschirmgehäuse 5 elektrisch kontaktiert wird. Über das Abschirmgehäuse 5
und das ebenfalls elektrisch damit kontaktierte Verbindungselement, welches auch aus
einem elektrisch leitfähigen Material bestehen muss, wird sichergestellt, dass die
Abschirmung durchgehend realisiert ist, wenn der Steckverbinder 1 mit einem nicht
dargestellten Gegensteckverbinder zusammengebracht wird. Hierbei versteht es sich
von selbst, dass der Gegensteckverbinder ebenfalls ein entsprechendes Abschirmgehäuse
und ein Datenkabel aufweist, welches seinerseits wieder ein Abschirmgeflecht aufweist.
Anstelle des Gegensteckverbinders kann der Steckverbinder 1 auch mit einem zum Beispiel
auf einer Platine oder einem nach außen aus einem Gehäuse eines Steuergerätes oder
dergleichen herausragenden Gegensteckverbinder in Verbindung gebracht werden.
In Figur 2 sind einmal in Draufsicht (links) und einmal in Schnittdarstellung (rechts)
die Elemente der Baugruppe, die am Ende des Kabels 2 angeordnet sind, gezeigt. Es
handelt sich hierbei um die elektrischen Leiter 6, die im Inneren des Kabels 2 angeordnet
sind. Mit 7 ist ein Abschirmgeflecht des Kabels 2 bezeichnet. Weiterhin sind ein oder
mehrere Kontaktpartner 8 in entsprechenden Kontaktkammern in dem Kontaktträger 3,
der aus elektrisch nicht leitfähigem Material (zum Beispiel Kunststoff) besteht, angeordnet.
Weiterhin ist eine Schirmhülse, die koaxial den Kontaktträger 3 zumindest teilweise
umgibt vorhanden, wobei diese Schirmhülse 9 (analog zum Stand der Technik) Bestandteil
des Abschirmgehäuses 5 ist. Für die weitere Herstellung des Steckverbinders 1 wird
also die Baugruppe, wie sie in Figur 2 dargestellt ist, vorbereitet. Das bedeutet,
dass am Ende der elektrischen Leiter 6 die Kontaktpartner 8 angeordnet, zum Beispiel
verlötet, vercrimpt oder dergleichen, werden und die Kontaktpartner 8 in die zugehörigen
Kontaktkammern des Kontaktträgers 3 eingesetzt werden. Außerdem wird die Rändelmutter
4 in Wirkverbindung mit der Schirmhülse 9 gebracht, wobei gewährleistet sein muss,
dass sich die Rändelmutter 4 noch um die Schirmhülse 9 drehen lässt. Außerdem wird
das Kabel 2 endseitig so vorbereitet, dass ein Teil des Abschirmgeflechtes 7 freigelegt
und damit für die weitere Kontaktierung zugänglich ist. Bezüglich der Verbindung zwischen
den elektrischen Leitern 6 und den Kontaktpartnern 8 ist noch folgendes zu erwähnen.
Es ist eine Ausführung denkbar, bei der die elektrischen Leiter 6 des Kabels 2 direkt
bis in den Bereich des Kontaktträgers 3 geführt sind, wo sie mit dem zugehörigen Kontaktpartner
8 verbunden sind. Alternativ dazu ist es denkbar, dass die elektrischen Leiter 6 kurz
hinter dem Ende des Kabels 2 enden und dort weitere elektrische Leiter angeordnet
sind, die ihrerseits zu den Kontaktpartnern 8 führen. In dieser Variante ist es auch
denkbar, dass die Kontaktpartner 8 so ausgeführt sind, dass sie einerseits die Kontaktierung
in Richtung der Stirnseite des Kontaktträgers 3 ermöglichen und in die andere Richtung
einstückig bis zu dem Ende des elektrischen Leiters 6 des Kabels 2 führen und dort
kontaktiert werden.
In Figur 3 ist der nächste Montageschritt gezeigt, wobei die gemäß Figur 2 vorbereitete
Baugruppe in ein einstückig ausgebildetes Schirmgehäuse 10 eingesetzt wird. Dabei
ist erkennbar, dass das Abschirmgeflecht 7 so vorbereitet wurde, dass es mit dem (bei
Betrachtung der Figur 3) nach unten weisenden Ende des Schirmgehäuses 10 in Wirkverbindung,
vor allen Dingen elektrisch kontaktierend, gebracht werden kann. Gleichzeitig wird
das Schirmgehäuse 10 mit dem einen Ende der Schirmhülse 9 in Verbindung gebracht,
wobei die beiden Teile, nämlich die Schirmhülse 9 und das Schirmgehäuse 10, das komplette
Abschirmgehäuse 5 (siehe Figur 1) bilden. Durch das Zusammenspiel von Schirmhülse
9 und einstückig ausgebildetem Schirmgehäuse 10, in deren Inneren die vorbereitete
Baugruppe sitzt, wird eine weitestgehend vollständige Abschirmung erzielt. Diese Abschirmung
wird vor allen Dingen deshalb erzielt, weil das eine Ende des einstückig ausgebildeten
Schirmgehäuses 10 mit dem Abschirmgeflecht 7 verbunden wird, wobei das andere Ende
des einstückig ausgebildeten Schirmgehäuses 10 mit dem einen Ende der Schirmhülse
9 verbunden ist. Das andere Ende der Schirmhülse 9 weist in Richtung des stirnseitigen
Endes des Kontaktträgers 3, reicht aber nicht bis an die Stirnseite heran. Um auch
den Bereich des Kontaktträgers 3, der nicht von der Schirmhülse 9 umgeben ist, hochfrequenzmäßig
abzuschirmen, ist das Verbindungselement, hier insbesondere die Rändelmutter 4, vorhanden,
das den Kontaktträger 3 koaxial unter Bildung eines Spaltes umgibt. Der Spalt ist
dazu geeignet und ausgebildet, ein in Verbindung mit dem Verbindungselement (insbesondere
der Rändelmutter 4) in Wirkverbindung zu bringendes korrespondierendes Verbindungselement
des Gegensteckverbinders zu bringen. Dadurch ist die vollständige Abschirmung einer
solchen zusammengesetzten Steckverbindung, bestehend aus Steckverbinder 1 und Gegensteckverbinder,
realisiert. Weiterhin ist in Figur 3 noch eine das Kabel 2 koaxial umgebende Crimphülse
11 gezeigt, die vorhanden sein kann, aber nicht muss. Die Crimphülse 11 ist in Figur
3 in ihrer Vormontageposition gezeigt. Auf ihre Montage und Endlage wird noch einzugehen
sein.
In Figur 4 ist das einstückig ausgebildete Schirmgehäuse 10 noch einmal in seiner
Gesamtheit und im Detail (Einzelheit D) gezeigt. Hierbei ist erkennbar, dass das Schirmgehäuse
10 eine Öffnung 12 aufweist, die dazu geeignet und ausgebildet ist, die gemäß Figur
2 vorbereitete Baugruppe, insbesondere das eine Ende der Schirmhülse 9, aufzunehmen.
Weiterhin ist ein Schlitz 13 vorhanden, wobei dieser in dem der Öffnung 12 abgewandtem
Teil des Schirmgehäuses 10 angeordnet ist. Die Breite des Schlitzes 13 ist dabei so
gewählt, dass die gemäß Figur 2 vorbereitete Baugruppe, insbesondere der Endbereich
des Kabels 2 (oder alternativ der von dem Endbereich des Kabels 2 ausgehende Bereich
mit den elektrischen Leitern 6) durch den Schlitz 13 eingeführt werden kann. Weiterhin
ist in Figur 4 erkennbar, dass derjenige Innenbereich des Schirmgehäuses 10, der in
Wirkverbindung mit dem Endbereich der Schirmhülse 9 gebracht werden soll, zumindest
einen Vorsprung 14, vorzugsweise mehrere über den Umfang verteilte Vorsprünge 14,
aufweist. Durch diese Vorsprünge 14, insbesondere als Rippen ausgebildet, entstehen
beim Einpressen der Schirmhülse 9 in den zugehörigen Endbereich des Schirmgehäuses
10 auf der Seite, wo sich die Öffnung 12 befindet, definierte Kontaktstellen zwischen
der Oberfläche der Schirmhülse 9 und dem Innenbereich des Schirmgehäuses 10. Dadurch
ist eine hohe Kontaktsicherheit zur Realisierung der durchgehenden Abschirmung gewährleistet.
Figur 5 zeigt eine Ausführung des Steckverbinders 1 im Schnitt, bei dem die gemäß
Figur 2 vorbereitete Baugruppe in das Schirmgehäuse 10 eingesetzt worden ist, wobei
die Schirmhülse 9 in das Schirmgehäuse 10 lagefixiert angeordnet, zum Beispiel verpresst,
wurde. In dem bei Betrachtung der Figur 5 unteren Teil ist das Schirmgehäuse 10 in
einem Presssitz an dem Kabel 2, genauer an dem Abschirmgeflecht 7, das ein Bestandteil
des Kabels 2 ist, festgelegt. In dieser Variante befindet sich das Abschirmgeflecht
7 auf der äußeren Oberfläche des Schirmgehäuses 10 und dem Innenbereich der Crimphülse
11. Das bedeutet, dass hier die Crimphülse 11 dafür eingesetzt wird, einerseits den
Schlitz 13 nach seinem Verpressen (sofern noch ein Spalt verblieben ist) zusätzlich
abzudichten und andererseits das Abschirmgeflecht 7 auf der Oberfläche des Schirmgehäuses
10 in seiner Lage zu fixieren und gleichzeitig elektrisch zu kontaktieren. Eine alternative
Variante wäre es, das Ende des Kabels 2 bis in Richtung des unteren Endes des Schirmgehäuses
10 in dieses hineinzuführen, sodass dann auch ein Endbereich des Kabelmantels des
Kabels 2 bis in das Schirmgehäuse 10 hineinragt. Diese Variante hat den Vorteil, dass
dadurch gleichzeitig auch eine Zugentlastung gegeben ist.
[0019] Bei der Variante, die in Figur 5 gezeigt ist, bei dem nicht das Kabel 2 direkt, sondern
dessen Abschirmgeflecht 7 in einem Presssitz an dem Schirmgehäuse 10 festgelegt ist,
ist es noch erforderlich, zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen, um eine mechanische
Stabilität des späteren Steckverbinders 1 zu erzielen. Diese mechanische Stabilität
kann auf verschiedene Art und Weise erzielt werden. So ist in Figur 6 gezeigt, dass
der Innenbereich des Schirmgehäuses 10, übergreifend bis in Richtung eines Stückes
des Endbereiches des Kabels 2, mit einem Schmelzkleber 15 versehen wird. Ein solcher
Schmelzkleber 15 hat den Vorteil, dass er einerseits die in dem Schirmgehäuse 10 verbleibenden
Hohlräume füllt und damit einen mediendichten Verbund erzielt, welcher das Eintreten
von Wasser, Schmutzpartikeln und dergleichen zwischen den metallischen Teilen in den
inneren Bereich des Steckverbinders 1 verhindert. Außerdem wird durch den Schmelzkleber
15, der auch im Bereich des Abschirmgeflechtes 7 und des Endbereiches des Kabels 2
(genauer dessen Kabelmantel) vorhanden ist, nicht nur die Längswasserdichtheit erzielt,
sondern auch eine mechanische, vorzugsweise erste Stabilität erzeugt. Denn im Regelfall
wird das Abschirmgeflecht 7 in der Form, wie es in Figur 5 dargestellt ist, noch nicht
die für den Betrieb des Steckverbinders 1 erforderliche mechanische Stabilität aufweisen.
Diese Stabilität wird erst durch den Schmelzkleber 5, wie in Figur 6 dargestellt,
erzielt. Für den Falls, dass die mit dem Schmelzkleber 15 gemäß Figur 6 erzielte mechanische
Stabilität noch nicht ausreichend ist oder der Schmelzkleber 15 nicht über den Endbereich
des Kabels 2 hinüberreicht, kann alternativ oder ergänzend gemäß Figur 7 eine Umspritzung
16 vorgesehen werden. Entweder wird diese Umspritzung 16 so ausgeführt, dass sie auch
bis in den Innenraum des Schirmgehäuses 10 reicht und diesen ausfüllt und gleichzeitig
ein Außergehäuse des Steckverbinders 1 bildet. In einem solchen Fall kann der Schmelzkleber
15 entbehrlich sein. Ist jedoch der Schmelzkleber 15 zu Realisierung des Längswasserdichtheit
eingebracht worden, kann dieser zusätzlich mit der Umspritzung 16 deshalb in besonders
vorteilhafter Weise umgeben werden, weil mit dem Schmelzkleber 15 (oder einem vergleichbaren
Material, welches einen mediendichten Verbund zwischen den beteiligten Materialien
erzielt) die Längswasserdichtheit erreicht wird und die mechanische Stabilität erst
durch die Umspritzung 16 erzielt wird oder im Zusammenspiel mit dem Schmelzkleber
15 gesteigert wird.
[0020] In den Figuren 8 bis 13 ist eine weitere erfindungswesentliche Ausgestaltung des
erfindungsgemäßen Steckverbinders 1 gezeigt, dessen wesentlichen Elemente, seine Funktion
und seine Herstellung auf dem Steckverbinder 1 beruht, der in den Figuren 1 bis 7
dargestellt ist.
[0021] In Figur 8 ist erkennbar, dass das Schirmgehäuse in seinem oberen zylinderförmigen
Bererich an seiner einen Stirnseite, die der Öffnung in Richtung des Steckgesichtes
abgewandt ist, eine Öffnung 17 aufweist. Diese Öffnung 17 ist in einer leicht nach
außen gewölbten Erhebung in dem Schirmgehäuse 10 angeordnet. Durch diese Öffnung 17
kann in das Innere des Schirmgehäuses 10 (und auch ggf. in das Innere der Schirmhülse
9) Füllmaterial, wie ein Schmelzkleber oder dergleichen, eingefüllt werden. Der Durchmesser
der Öffnung 17 ist dabei so gewählt, dass er einerseits groß genug ist, um die gewünschte
Menge an Füllmaterial in einem vertretbaren Zeitraum in das Innere zu befördern und
gleichzeitig sicherzustellen, dass eine hochfrequente Abdichtung gewährleistet ist.
Der Durchmesser der Öffnung 17 richtet sich nach dem Gesamtdurchmesser des zylinderförmigen
Teiles des Schirmgehäuses 10 und ist deutlich kleiner als dieser. Weiterhin weist
das Schirmgehäuse 10 zwei gegenüberliegende Absätze 18 auf, die unterhalb der Längsachse
des zylinderförmigen Teiles des Schirmgehäuses 10 vorhanden sind. Weiterhin ist in
dem Schirmgehäuse 10 noch eine Rastnase 19 vorhanden, die im Bereich einer Öffnung
20 angeordnet ist. Die Rastnase 19 bewirkt, dass das Schirmgehäuse 10 rastend mit
der Schirmhülse 9 (siehe hierzu Figur 9) verbunden werden kann. Hierzu weist die Schirmhülse
9 eine Aussparung 21 auf, wobei die Kanten der Aussparung 21 auf den Absätzen 18 des
Schirmgehäuses 10 zur Anlage kommen, wenn die Schirmhülse 9 koaxial in das Schirmgehäuse
10 eingesetzt wird. Dabei kommen auch die Rastnase 19 und eine Öffnung 22 in der Schirmhülse
9 in Wirkverbindung, wodurch die Schirmhülse 9 rastend an dem Schirmgehäuse 10 festgelegt
wird. Dieser Montagezustand ist in den Figuren 10 und 11 dargestellt. Während in der
Figur 10 dargestellt ist, dass das Innere der Schirmhülse 9 und des Schirmgehäuses
10 noch nicht mit Füllmaterial aufgefüllt sind (aber ausgefüllt sein können), ist
in der Figur 11, linke Darstellung, gezeigt, dass das Innere und/oder das Äußere von
Schirmhülse 9 und Schirmgehäuse 10 mit der Umspritzung 16 ausgefüllt und/oder umgeben
sind. In Figur 11 ist in der rechten Darstellung ein Ring 23 gezeigt, der vorhanden
sein kann, aber nicht muss. Dieser Ring 23 kann ebenfalls durch einen Schmelzkleber,
eine Umspritzung oder dergleichen gebildet sein und umgibt die in ihm liegenden Elemente
wie z.B. den Kontaktträger 3, die Kontaktpartner 8 und dergleichen, um eine Längswasserdichtheit
zu realisieren. In Figur 12 ist schließlich der fertige Steckverbinder 1 im Schnitt
dargestellt, wobei die Umspritzung 16 mit einer weiteren, ein Gehäuse bildende Umspritzung
24 umgeben ist. Der Schmelzkleber 15, die Umspritzung 16 und die Umspritzung 24 können
in nacheinander folgenden Verfahrensschritten hergestellt werden und aus gleichen
oder unterschiedlichen Materialien bestehen. Hierbei ist zu erwähnen, dass nicht alle
drei Materialien verwendet werden müssen, sondern dass es ggf. auch ausreichend ist,
nur die das Gehäuse bildende Umspritzung 16 oder die Umspritzung 24 (z.B. dann ohne
den Schmelzkleber 15) vorzusehen.
[0022] Figur 13 zeigt noch einmal im Detail die Ausgestaltung des Schirmgehäuses 10 gemäß
Figur 4 oder gemäß Figur 8. In diesem Fall hat das Schirmgehäuse 10 entweder keine
Öffnung oder eben die Öffnung 17. In beiden Varianten ist zur Lagefixierung der Schirmhülse
9 in dem Schirmgehäuse 10 jeweils ein Absatz 18 vorhanden, wobei sich zwei Absätze
18 gegenüber liegend in dem Schirmgehäuse 10 befinden. Die Ebene, in denen sich die
beiden Absätze 18 befinden, befindet sich außerhalb einer Ebene, die durch die Längsachse
des zylinderförmigen Oberteiles des Schirmgehäuses 10 bzw. der Schirmhülse 9 läuft.
Dadurch ist sichergestellt, dass die Schirmhülse 9 mit ihren Längskanten der Aussparung
21 an den beiden Absätzen 18 zur Anlage kommt, um verdrehsicher in dem Schirmgehäuse
angeordnet zu werden. Darüber hinaus sind andere Formgebungen denkbar, mit denen die
Schirmhülse verdrehsicher in dem Schirmgehäuse 10 gelagert wird. Schließlich ist in
Figur 13 noch das Detail zu erkennen, dass das Schirmgehäuse 10 eine Oberflächenerhebung
in seinem nach unten weisenden Endbereich, d.h. im Bereich des Schlitzes 13, aufweist.
Durch diese Oberflächengestaltung, vorzugsweise in nach unten weisender axialer Richtung
Erhebungen und Vertiefungen (wechselweise) wird sichergestellt, dass für das Abschirmgeflecht
7 eine größere Oberfläche und damit einhergehend eine größere Kontaktsicherheit realisiert
wird.
[0023] Figur 14 zeigt im oberen Teil einen fertigen Steckverbinder 1 in einer dreidimensionalen
Ansicht. In der unteren linken Darstellung ist der Steckverbinder 1 mit Blick auf
sein Steckgesicht gezeigt und in der unteren rechten Darstellung ist er noch einmal
in einer Schnittdarstellung zu erkennen.
[0024] Bezüglich der Anbindung des Schirmgeflechtes 7 an den bei Betrachtung der Figuren
nach unten weisenden zylinderförmigen Teil des Schirmgehäuses ist noch Folgendes auszuführen.
Zum einen kann das Abschirmgeflecht 7 innerhalb des zylinderförmigen Teiles des Schirmgehäuses
10 angeordnet werden. In diesem Fall ist es denkbar, dass die elektrischen Leiter
6 von einem gemeinsamen Mantel umgeben sind, der wiederum von dem Abschirmgeflecht
7 umgeben ist. In diesem Fall kann sich das Abschirmgeflecht 7 entweder auf den elektrischen
Leitern 6 (nachdem der Mantel entfernt worden ist) und/oder auf dem Mantel des Kabels
2 abstützen, wenn der zylinderförmige Teil des Schirmgehäuses 10 darüber angeordnet
und dann im Presssitz festgelegt wird. Dies setzt voraus, dass das Schirmgehäuse 10
so gestaltet ist und aus einem solchen Material besteht, dass es zusammengedrückt
werden kann, wodurch sich der Schlitz 13 verkleinert. Ergänzend oder alternativ dazu
ist es denkbar, das gesamte Abschirmgeflecht 7 auf der äußeren Oberfläche des nach
unten weisenden zylinderförmigen Endbereiches des Schirmgehäuses 10 oder teilweise
innerhalb und teilweise außerhalb dort anzuordnen. Besonders bevorzugt ist die Anordnung
des Abschirmgeflechtes 7, genauer dessen Ende, auf der äußeren Oberfläche des unteren
Endbereiches des Schirmgehäuses 10. Dabei ist das Schirmgehäuse 10 so gestaltet und
besteht aus einem solchen Material, dass dann, wenn das Abschirmgeflecht in einem
Presssitz auf dem Schirmgehäuse 10 festlegt wird, sich dieses beim Andrücken des Abschirmgeflechtes
bzw. beim Aufschieben und Zusammencrimpen der Crimphülse 11, nicht verformt (bzw.
nur unwesentlich verformt), sodass das Schirmgehäuse 10 zur Realisierung des Presssitzes
eine stabile Gegenkraft bietet. Alternativ oder ergänzend zu dem Presssitz ist es
denkbar, das Abschirmgeflecht 7 auch mit anderen Methoden und/oder Mitteln innerhalb
und/oder außerhalb des Schirmgehäuses 10 dort festzulegen und elektrisch zu kontaktieren.
[0025] Hier kommt z.B. Verschweißen, Verstemmen, Verkleben (mit einem elektrisch leitfähigen
Kleber) oder dergleichen in Betracht.
Bezugszeichenliste:
[0026]
- 1. Steckverbinder
- 2. Kabel
- 3. Kontaktträger
- 4. Rändelmutter
- 5. Abschirmgehäuse
- 6. Elektrische Leiter
- 7. Abschirmgeflecht
- 8. Kontaktpartner
- 9. Schirmhülse
- 10. Schirmgehäuse
- 11. Crimphülse
- 12. Öffnung
- 13. Schlitz
- 14. Vorsprung
- 15. Schmelzkleber
- 16. Umspritzung
- 17. Öffnung
- 18. Absatz
- 19. Rastnase
- 20. Öffnung
- 21. Aussparung
- 22. Öffnung
- 23. Ring
- 24. Umspritzung
- 25. Dichtung
1. Geschirmter Steckverbinder (1), aufweisend eine Baugruppe, die einen von einer Schirmhülse
(9) umgebenen Kontaktträger (3), in dem am Ende von elektrischen Leitern (6) eines
ein Abschirmgeflecht (7) aufweisendes Kabels (2) angeordnete Kontaktpartner (8) angeordnet
sind, umfasst, wobei sich ein von der Schirmhülse (9) und einem von einem Ende des
Kabels (2) aus erstreckendes Schirmgehäuse (10) gebildetes Abschirmgehäuse (5) von
dem Ende des Kabels (2) bis zu dem Kontaktträger (3) erstreckt, wobei das Schirmgehäuse
(10) einstückig ausgebildet ist und einen Schlitz (13) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des Schlitzes (13) des Schirmgehäuses (10) koaxial umgebend eine Crimphülse
(11) angeordnet ist.
2. Geschirmter Steckverbinder (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Abschirmgeflecht (7) innen an dem Schirmgehäuse (10) und/oder außen an dem Abschirmgehäuse
(5) anliegt.
3. Geschirmter Steckverbinder (1) nach Anspruch 1, oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich, in dem das Schirmgehäuse (10) die Schirmhülse (9) umgibt, das Schirmgehäuse
(10) wenigstens einen Vorsprung (14) aufweist.
4. Geschirmter Steckverbinder (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere über den Umfang des Schirmgehäuses (10) verteilte Vorsprünge (14) vorgesehen
sind.
5. Geschirmter Steckverbinder (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest auf seiner äußeren Oberfläche und/oder in seinem Inneren das Schirmgehäuse
(10) ein Schmelzkleber (15) angeordnet ist.
6. Geschirmter Steckverbinder (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest das Schirmgehäuse (10) zumindest auf seiner äußeren Oberfläche von einer
Umspritzung (16) umgeben ist.
7. Verfahren zur Herstellung eines geschirmten Steckverbinders (1), aufweisend eine Baugruppe,
die einen von einer Schirmhülse (9) umgebenen Kontaktträger (3), in dem am Ende von
elektrischen Leitern (6) eines ein Abschirmgeflecht (7) aufweisendes Kabels (2) angeordnete
Kontaktpartner (8) angeordnet sind, umfasst, wobei sich ein von der Schirmhülse (9)
und einem von einem Ende des Kabels (2) aus erstreckendes Schirmgehäuse (10) gebildetes
Abschirmgehäuse (5) von dem Ende des Kabels (2) bis zu dem Kontaktträger (3) erstreckt,
wobei zwischen einem Endbereich der Schirmhülse (9) und einem Endbereich des Kabels
(2) ein einstückig ausgebildetes Schirmgehäuse (10) angeordnet und an dem innen und/oder
außen an dem Schirmgehäuse (10) anliegenden Abschirmgeflecht (7) des Kabels (2) festgelegt
wird, wobei ein Schlitz (13) in dem Schirmgehäuse (10) zusammengepresst wird, so dass
sich dieser Bereich des Schirmgehäuses (10) lagefixierend um das Ende des Kabels (2)
und/oder elektrisch kontaktierend um das Abschirmgeflecht (7) legt dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Zusammenpressen des Schlitzes (13) das Abschirmgeflecht (7) außen um das
Schirmgehäuse (10) gelegt und anschließend von einer Crimphülse (11) koaxial lagefixierend
und elektrisch kontaktierend umgeben wird.
1. Shielded plug connector (1) comprising an assembly that comprises a contact carrier
(3) that is encompassed by a shielding sleeve (9) and receives a contact partner (8)
that is arranged at the end of electrical conductors (6) of a cable (2) that comprises
a shield braid (7), wherein a shield casing (5), which is formed by the shielding
sleeve (9) and a shielding housing (10) that extends out of one end of the cable,
extends from the end of the cable (2) as far as the contact carrier (3), wherein the shielding housing (10) is embodied in one piece and comprises a slit (13), characterized in that a crimping sleeve (11) is arranged in the region of the slit (13) of the shielding
housing (10) in a coaxially encompassing manner.
2. Shielded plug connector (1) according to Claim 1, characterized in that the shield braid (7) lies inside against the shielding housing (10) and/or outside
against the shield casing (15).
3. Shielded plug connector (1) according to Claim 1 or 2, characterized in that the shielding housing (10) comprises at last one protrusion (14) in the region in
which the shielding housing (10) encompasses the shielding sleeve (9).
4. Shielded plug connector (1) according to Claim 3, characterized in that multiple protrusions (14) that are distributed over the periphery of the shielding
housing (10) are provided.
5. Shielded plug connector (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that a hot melt adhesive (15) is arranged at least on the outer surface of the shielding
housing (10) and/or in the inside of said shielding housing.
6. Shielded plug connector (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that at least the shielding housing (10) is encompassed at least on its outer surface
by an injection molding (16).
7. Method for producing a shielded plug connector (1) comprising an assembly that comprises
a contact carrier (3) that is encompassed by a shielding sleeve (9) and receives a
contact partner (8) that is arranged at the end of electrical conductors (6) of a
cable (2) that comprises a shield braid (7), wherein a shield casing (5), which is
formed by the shielding sleeve (9) and a shielding housing (10) that extends out of
one end of the cable (2), extends from the end of the cable (2) as far as the contact
carrier (3), wherein a one-piece shielding housing (10) is arranged between an end region of the shielding
sleeve (9) and an end region of the cable (2) and is fixed on the shield braid (7)
of the cable (2), said shield braid lying against the inside and/or the outside on
the shielding housing (10), wherein a slit (13) in the shielding housing (10) is compressed
so that this region of the shielding housing (10) is fixed in position around the
end of the cable (2) and/or lies in an electrically contacting manner around the shield
braid (7), characterized in that following the compression of the slit (13) the shield braid (7) lies externally around
the shielding housing (10) and subsequently is coaxially fixed in position and encompassed
in an electrically contacting manner by a crimping sleeve (11).
1. Connecteur blindé (1), comportant un module comprenant un porte-contact (3) entouré
par une douille de blindage (9) dans lequel sont disposés des partenaires de contact
(8) disposés au niveau de l'extrémité de conducteurs électriques (6) d'un câble (2)
comportant une tresse de blindage (7), un boîtier de protection (5) formé par la douille
de blindage (9) et par un boîtier de blindage (10) s'étendant hors d'une extrémité
du câble (2) s'étendant hors d'une extrémité du câble (2) jusqu'au porte-contact (3),
le boîtier de blindage (10) étant réalisé en une seule pièce et comportant une fente
(13), caractérisé en ce qu'une douille de sertissage (11) est disposée alentour dans le plan coaxial dans la
zone de la fente (13) du boîtier de blindage (10).
2. Connecteur blindé (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la tresse de blindage (7) bute à l'intérieur contre le boîtier de blindage (10) et/ou
à l'extérieur contre le boîtier de protection (5).
3. Connecteur blindé (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le boîtier de blindage (10) comporte au moins une saillie (14) dans la zone dans
laquelle le boîtier de blindage (10) entoure la douille de blindage (9).
4. Connecteur blindé (1) selon la revendication 3, caractérisé en ce que plusieurs saillies (14) réparties sur toute la périphérie du boîtier de blindage
(10) sont prévues.
5. Connecteur blindé (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une colle thermofusible (15) est disposée au moins sur la surface extérieure du boîtier
de blindage (10) et/ou à l'intérieur de celui-ci.
6. Connecteur blindé (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins le boîtier de blindage (10) est entouré au moins sur sa surface extérieure
par un surmoulage (16).
7. Procédé de fabrication d'un connecteur blindé (1), comportant un module comprenant
un porte-contact (3) entouré par une douille de blindage (9) dans lequel sont disposés
des partenaires de contact (8) disposés au niveau de l'extrémité des conducteurs électriques
(6) d'un câble (2) comportant une tresse de blindage (7), un boîtier de protection
(5) formé par la douille de blindage (9) et par un boîtier de blindage (10) s'étendant
hors d'une extrémité du câble (2) s'étendant hors de l'extrémité du câble (2) jusqu'au
porte-contact (3), un boîtier de blindage (10) réalisé en une seule pièce étant disposé
entre une région d'extrémité de la douille de blindage (9) et une région d'extrémité
du câble (2) et étant fixé au niveau de la tresse de blindage (7) du câble (2) butant
à l'intérieur et/ou à l'extérieur contre le boîtier de blindage (10), une fente (13)
étant comprimée dans le boîtier de blindage (10), de sorte que cette région du boîtier
de blindage (10) repose fixement sur place autour de l'extrémité du câble (2) et/ou
de façon à établir le contact électrique autour de la tresse de blindage (7), caractérisé en ce qu'après la compression de la fente (13), la tresse de blindage (7) est placée à l'extérieur
autour du boîtier de blindage (10) et est ensuite entourée par une douille de sertissage
(11) fixement sur place dans le plan coaxial et de façon à établir un contact électrique.