Gebiet der Erfindung
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Aufsteller, der zur Präsentation von Waren
in Verkaufsräumen verwendet werden kann. Man bezeichnet solche Warenaufsteller gelegentlich
auch als Displays. Der Warenaufsteller dient dabei insbesondere zur vorübergehenden
Präsentation von Waren an herausgehobenen Aufstellorten.
Hintergrund der Erfindung
[0002] Das
US-Patent 5,193,466 ("Corrugated board pop up display") offenbart einen solchen Warenaufsteller, der
in eine besonders kompakte Transportposition gebracht werden kann. Der Aufsteller
verfügt in der gezeigten Ausführung über vier Fachböden, eine Rückwand und zwei Seitenwände.
Zum Transport können die Fachböden gegen die Rückwand geklappt werden und die Seitenwände
können eingeklappt werden. Ferner kann die Rückwand um eine mittige Knicklinie umgeklappt
werden. Zum Aufstellen im Verkaufsraum wird dementsprechend die Rückwand aufgeklappt,
danach werden die Seitenwände aufgeklappt und dann werden die Fachböden von der Transportstellung
parallel zur Rückwand heruntergeklappt. Die Fachböden werden durch Kordeln, welche
zwischen den Seitenwänden gespannt sind, gestützt. Dieser Warenaufsteller hat also
eine Nutzstellung und eine davon deutlich verschiedene, nämlich kompaktere Transportstellung.
[0003] Der Warenaufsteller besteht aus verschiedenen Einzelteilen, insbesondere wird offenbart,
dass die Fachböden unabhängig vom Zuschnitt für Rücken-und Seitenteile herzustellen
sind. Die Fachböden weisen an ihrer rückwärtigen Seite eine Lasche auf, welche mit
der Rückwand des Warenaufstellers verklebt werden kann. Dabei ist die Lasche in die
vorgesehene Klebeposition zur Rückwand zu bringen und dann ist eine Klebung anzubringen.
Das Patent offenbart nicht näher, in welcher Weise die Montage erfolgen soll. Mutmaßlich
wird die Montage in Handarbeit erfolgen und möglicherweise muss ein Helfer die Fachböden
in der zur Verklebung richtigen Position halten.
[0004] Das
US-Patent 5,315,936 ("Erectable Display Stand") offenbart einen anderen Typ von Warenaufsteller. Bei
diesem Warenaufsteller lassen sich die Fachböden ebenfalls auf die Rückwand hin hochklappen.
Dabei kann der Warenaufsteller dann eine Transportposition einnehmen. In der Nutzstellung
sind die Böden in die Waagerechte heruntergeklappt. Die Böden verfügen über Laschen,
mit welcher sie in die Ausnehmungen der Seitenwand geführt werden können. Dies erlaubt
es, dass die Böden eine präzise Nutzstellung einnehmen und sich dabei gut an den Seitenwänden
abstützen können. Offenkundig erfordert die richtige Führung der Seitenlaschen in
den entsprechenden Ausnehmungen der Seitenwände einen genau gearbeiteten Warenaufsteller.
Da solche Warenaufsteller häufig keine sehr lange Lebensdauer haben, kann davon ausgegangen
werden, dass der Herstellungsprozess einige Kosten verursacht, da er in so hoher Präzision
ausgeführt werden muss. Wünschenswert wäre also ein Warenaufsteller, welcher sich
leichter und schneller montieren lässt.
[0005] Die deutsche Patentanmeldung
DE 10 2006 043 829 ("Warenständer") offenbart ein weiteres Konzept für einen Warenaufsteller ähnlicher
Art. Dieser verfügt ebenfalls über Seitenwände und einer Rückwand sowie einer Anzahl
von Fachböden. Das besondere Konzept dieser Patentanmeldung ist aber, dass diese sämtlichen
Elemente, einschließlich also der Fachböden, aus einem einzigen Zuschnitt hergestellt
werden können. Weil alle Elemente aus einem einzigen Zuschnitt hergestellt werden,
ist ihr Sitz genau vorbestimmt. Daher wird durch dieses Konzept die Herausforderung
vermieden, beispielsweise Fachböden in eine exakte Position an der Rückwand zu montieren.
Allerdings ist es so, dass ein solcher Zuschnitt nicht für alle nützlichen Formen
von Warenaufstellern geeignet ist.
[0006] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen Warenaufsteller anzubieten,
welcher materialsparend und preiswert hergestellt werden kann. Ein besonderes Augenmerk
gilt dabei der effektiven Montage. Günstig ist eine Montage, welche von nur einem
Arbeiter durchgeführt werden kann.
Nähere Beschreibung der Erfindung
[0007] Diese Aufgabe wird in Bezug auf den Warenaufsteller durch den Gegenstand des Anspruchs
1 gelöst.
[0008] Ein Warenaufsteller nach der vorliegenden Erfindung umfasst also eine Tragestruktur.
Diese Tragestruktur kann jedwede Struktur sein, welche bestimmte Einsatzelemente trägt.
Es kommt dafür beispielsweise eine Rahmenkonstruktion oder Ständerkonstruktion in
Frage. Typischerweise wird die Tragestruktur ein Mantelelement sein. Daher umfasst
die Tragestruktur typischerweise einige Außenwände, beispielsweise eine Rückwand und
eine oder zwei Seitenwände. Ferner kann eine Vorderwand vorgesehen sein, welche dann
aber typischerweise durchbrochen ist, um den Zugriff auf Fachböden zuzulassen.
[0009] Ein weiteres wichtiges Element des erfindungsgemäßen Warenaufstellers ist das mindestens
eine Einsatzelement. Bei einem solchen Einsatzelement kann es sich um einen Fachboden
handeln. Bei einem solchen Einsatzelement kann es sich auch um ein Stützelement handeln.
Gerade bei faltbaren Warenaufstellern sind die Fachböden nicht so fest mit der Tragestruktur
verbunden, dass sich in der Nutzstellung ein ausreichender Halt ergäbe. Beispielsweise
kann ein Fachboden nur mit der Rückwand und einer Seitenwand eines Warenaufstellers
verbunden sein. Dies erlaubt es, den Fachboden in eine günstige Transportstellung
zu bringen. Damit der Fachboden sicheren Halt hat, ist dann ein Stützelement erforderlich.
Ein solches Stützelement kann mit einer weiteren Seitenwand und zusätzlich auch mit
der Vorderwand verbunden sein.
[0010] Der Warenaufsteller kann eine Nutzstellung einnehmen. Bei dieser Nutzstellung handelt
es sich um die Stellung, welche der Warenaufsteller bei der Nutzung auf einer Verkaufsfläche
einnehmen soll. Der Warenaufsteller kann zusätzlich häufig eine Transportstellung
einnehmen. In dieser Stellung kann der Warenaufsteller in der Regel platzsparender
transportiert werden, als es in der Nutzstellung möglich ist. In der Regel kann er
dabei aber keine Waren aufnehmen. Im Sinne der Erfindung kann der Warenaufsteller
ferner eine Montagestellung einnehmen. Diese Montagestellung ist in aller Regel von
der Nutzstellung und ferner in der Regel auch von der Transportstellung verschieden.
Unter der Montagestellung des Warenaufstellers ist eine Montageaufstellung zu verstehen,
die Wesentliche Teile des unfertigen Warenaufstellers einnehmen, beispielsweise das
Mantelelement. In der Montagestellung kann beispielsweise eine Tragestruktur in der
Form eines Mantelelementes flach auf einer Fläche liegen. Die Einsatzelemente können
dann auf dem flach liegenden Mantelelement bequem positioniert und mit diesem verbunden
werden.
[0011] Auch das Einsatzelement kann eine Nutzstellung einnehmen. Diese Nutzstellung ist
durch die Nutzstellung des Warenaufstellers in der Regel zumindest im Wesentlichen
vorgegeben. Das Einsatzelement kann ferner eine Montagestellung einnehmen. Diese Montagestellung
nimmt das Einsatzelement zumindest zeitweise ein, während das Einsatzelement mit der
Tragestruktur verbunden wird. Die Montagestellung ist typischerweise von der Nutzstellung
und ggfs. auch von einer Transportstellung verschieden. In der Montagestellung kann
beispielsweise das Einsatzelement flach auf mindestens einem Element einer Tragestruktur
liegen und insbesondere können in der Montagestellung Anstoßlaschen des Einsatzelementes
flach (vorzugsweise) parallel auf mindestens einem Element einer Tragestruktur liegen.
Ein solches Element einer Tragestruktur kann ein Mantelelement oder eine Wand sein.
[0012] Im Sinne der vorliegenden Erfindung ist eine Arretiervorrichtung vorgesehen, welche
den Verbleib des Einsatzelementes in der Montagestellung unterstützt. In der Regel
ist die Arretiervorrichtung so ausgeführt, dass das Einsatzelement in der Montagestellung
fixiert wird. Es ist auch eine Arretiervorrichtung nützlich, welche die Beweglichkeit
des Einsatzelementes reduziert, so dass beispielsweise durch manuellen Druck auf einen
einzelnen Punkt die Montagestellung vollständig fixiert wird.
[0013] Zweckmäßig ist ein Warenaufsteller, bei dem das mindestens eine Einsatzelement ein
erstes Bauteil und ein zweites Bauteil aufweist. Diese beiden Bauteile können separate
Bauteile sein oder auch einstückig ausgeführt. Jedoch sollten diese beiden Bauteile
im Sinne der Erfindung zueinander beweglich sein. Beispielsweise können die beiden
Bauteile durch eine Biege- oder Knicklinie oder einem Gelenk miteinander verbunden
sein. Daher können die beiden Bauteile in der Montagestellung des mindestens einen
Einsatzelementes eine erste Stellung zueinander einnehmen und in der Nutzstellung
eine zweite Stellung zueinander einnehmen (welche von der ersten verschieden ist).
Die Arretiervorrichtung kann dann dazu benutzt werden, den Verbleib der beiden Bauteile
in der ersten Stellung zu unterstützen. Vorzugsweise wird die Arretiervorrichtung
die beiden Bauteile exakt in der ersten Stellung fixieren.
[0014] Zweckmäßig ist ein Warenaufsteller, bei dem die Arretiervorrichtung mit dem Einsatzelement
verbunden ist. Alternativ denkbar wäre beispielsweise eine lose Klammer oder dergleichen,
welche in geeigneter Weise zum Arretieren der Montagestellung ausgelegt ist. Eine
solche Klammer muss jedoch dann separat aufbewahrt und transportiert werden. Daher
ist es vorteilhaft, wenn die Arretiervorrichtung mit dem Einsatzelement verbunden
ist. Besonders zweckmäßig ist es, wenn die Arretiervorrichtung einstückig mit dem
Einsatzelement ausgeführt ist. Dabei wird die Arretiervorrichtung in der Regel aus
demselben Material wie das Einsatzelement gefertigt. In dieser Weise ist eine schnelle
und preiswerte Fertigung möglich.
[0015] Eine zweckmäßige Arretiervorrichtung besteht aus einer mit dem ersten Bauteil verbundenen
Rastkante und einer mit dem zweiten Bauteil verbundenen Nase. Die Nase kann an der
Rastkante einrasten. Das Rasten wird dadurch befördert, dass die Nase nicht ganz frei
zur Rastkante beweglich ist. Eine Einschränkung der Beweglichkeit ergibt sich aus
der Verbindung des ersten Bauteils mit dem zweiten Bauteil.
[0016] Zweckmäßig ist es ebenfalls, eine mit dem ersten Bauteil verbundene Umlegelasche
vorzunehmen. In dieser Umlegelasche kann die Rastkante vorgesehen werden.
[0017] Das Einsatzelement kann auf vielfältiger Weise mit der Tragestruktur verbunden werden.
Beispielsweise können Stecklaschen verwendet werden. Wenn das Einsatzelement Stecklaschen
aufweist, sollte die Tragestruktur entsprechende Schlitze oder Ausnehmungen zur Aufnahme
solcher Stecklaschen aufweisen. Zweckmäßig und im Sinne der vorliegenden Erfindung
besonders zweckmäßig sind jedoch Anstoßlaschen. Solche Anstoßlaschen können flächig
an ein Element der Tragestruktur, beispielsweise an die Rückwand anstoßen. Zweckmäßig
ist es, wenn die Anstoßlaschen mit der Tragestruktur durch eine Klebeverbindung verbunden
werden. Alternativ wäre auch eine mechanische Verbindung, beispielsweise eine Heftung
denkbar.
[0018] Die Aufgabe der Erfindung wird auch durch ein Verfahren nach Anspruch 11 gelöst.
Dabei handelt es sich um ein Verfahren, welches folgende Schritte umfasst:
- Zurverfügungstellen eines Mantelelementes (20) in einer Montagestellung
- Zurverfügungstellen von Einsatzelementen (22, 64)
- Positionieren der noch unverbundenen Einsatzelemente auf dem Mantelelement
- Arretieren der Einsatzelemente in einer Montagestellung
- Verkleben der Einsatzelemente mit dem Mantelelement in der Montagestellung
[0019] Es ist möglich, bei diesem Verfahren die Einsatzelemente bereits arretiert in der
Montagestellung zur Verfügung zu stellen.
[0020] Ein sehr zweckmäßiges Verfahren ergibt sich, wenn zunächst die Fachböden mit dem
Mantelelement verbunden werden, und in einem nachfolgenden Schritt Einsatzelemente
in der Form von Stützelementen positioniert werden, welche die spätere Stützung der
Fachelemente sicher stellen. Die Stützelemente können dann nach den Fachelementen
mit dem Mantelelement verklebt werden. Bei den Stützelementen ist es besonders wichtig,
dass sie in die richtige Position gebracht werden. Insbesondere kommt es in der Nutzstellung
auf die richtige Höhe der Stützelemente bezogen auf die Höhe (über der Aufstellfläche)
im Verhältnis zu den Fachelementen an. In der Regel müssen die Stützelemente einige
Millimeter unter den Fachelementen montiert werden.
[0021] Ein typischer Warenaufsteller umfasst mehr als ein Einsatzelement. Beispielsweise
kann ein Warenaufsteller vier Fachelemente und vier korrespondierende Stützelemente
umfassen. Die Montage von acht Elementen pro Warenaufsteller ist relativ aufwendig.
Es stellt dann eine große Hilfe dar, wenn die Elemente leicht und zuverlässig positioniert
werden können, so dass durch eine einzelne Fachkraft die Verklebung durchgeführt werden
kann.
[0022] Die dort aufgeführten Schritte können in verschiedenen zweckmäßigen Reihenfolgen
ausgeführt werden, vorzugsweise aber in der Reihenfolge der Auflistung.
[0023] Weitere Merkmale, aber auch Vorteile der Erfindung, ergeben sich aus den nachfolgend
aufgeführten Zeichnungen und der zugehörigen Beschreibung. In den Abbildungen und
in den dazugehörigen Beschreibungen sind Merkmale der Erfindung in Kombination beschrieben.
Diese Merkmale können allerdings auch in anderen Kombinationen von einem erfindungsgemäßen
Gegenstand umfasst werden. Jedes offenbarte Merkmal ist also auch als in technisch
sinnvollen Kombinationen mit anderen Merkmalen offenbart zu betrachten. Bei den (teilweise
leicht vereinfachten, schematischen) Abbildungen zeigen:
- Fig. 1
- zeigt in perspektivischer Ansicht einen Warenaufsteller im Sinne der vorliegenden
Erfindung;
- Fig. 2
- zeigt in perspektivischer Ansicht ein flach ausgebreitetes Mantelelement für einen
solchen Warenaufsteller;
- Fig.3
- zeigt einen Zuschnitt für einen Fachboden für einen solchen Warenaufsteller;
- Fig. 4
- zeigt einen Warenaufsteller in einem Zustand bei der Montage;
- Fig. 5
- zeigt einen Zuschnitt für ein Stützelement;
- Fig. 6
- zeigt ein unfertiges Stützelement;
- Fig. 7
- zeigt in einem weiteren Fertigungsschritt ein unfertiges Stützelement;
- Fig. 8
- zeigt ein fertiges Stützelement;
- Fig. 9
- zeigt in perspektivischer Ansicht einen Warenaufsteller in einer Montageposition;
- Fig. 10
- zeigt ein Mantelelement nach dem Stande der Technik.
[0024] Fig. 1 zeigt einen Warenaufsteller im Sinne der vorliegenden Erfindung. Zu beachten
ist in diesem Zusammenhang allerdings, dass die vorliegende Erfindung ihrer Natur
nach für eine Vielzahl von unterschiedlichen ausgeführten Warenaufstellern geeignet
ist. Ein sehr typischer Warenaufsteller hat, so wie gezeigt, eine Rückwand 12, eine
erste Seitenwand 14, eine Vorderwand 16 und eine zweite Seitenwand 18. Diese Wände
können umlaufend als Mantelelement 20 ausgeführt sein. Die durch das Mantelelement
20 zur Verfügung gestellten Wände tragen die Fachböden 22. Damit die Fachböden 22A,
22B, 22C und 22D gut erreichbar sind, sind in das Mantelelement 20, typischerweise
im Bereich der Vorderwand 16, Durchgriffsöffnungen 24 vorgesehen. Zwischen den Durchgriffsöffnungen
24 verbleiben Stege 26A, 26B und 26C. Der untere Steg kann dabei als Sockelsteg 28
breiter ausgeführt sein als die übrigen Stege.
[0025] Der Aufsteller 10 ist in seiner Nutzstellung gezeigt, also in der Stellung, welche
er in einem Verkaufsraum einnehmen würde. In der Regel ist es möglich, einen solchen
Aufsteller 10 in eine Transportstellung zu überführen. Beispielsweise wäre es bei
dem gezeigten Modell gut denkbar, dass die Fachböden 22 nach oben geklappt werden
können und dann die Seitenwände aufeinandergelegt werden können. Dies könnte ausgelöst
werden durch ein Verdrehen der zweiten Seitenwand 18 um die Achse A auf die Rückwand
12 hin.
[0026] Die Elemente des Warenaufstellers, insbesondere seine Wände und Einsatzelementen,
wie auch (ganz oder zum Teil) die Arretiervorrichtung können gut aus Karton oder Wellpappe
gefertigt werden. Wenn eine Wellpappe gewählt wird, bietet sich eine dreilagige oder
fünflagige Wellpappe. Zweckmäßig sind beispielsweise eine dreilagige insgesamt etwa
2 Millimeter dicke Wellpappe (in der Fachsprache eine sogenannte "e-Welle") oder eine
dreilagige insgesamt etwa 3 Millimeter dicke Wellpappe (in der Fachsprache eine sogenannte
"b-Welle"). Wo mehr Stabilität gefordert wird kann auch z.B. eine fünflagige Wellpappe
verwendet werden, beispielsweise eine fünflagige insgesamt etwa 3 Millimeter dicke
Wellpappe (bestehend, in dieser Reihenfolge, aus einer glatten, einer gewellten, einer
glatten, einer gewellten und einer glatten Lage; in der Fachsprache eine sogenannte
"ee-Welle"). Karton wird hierin als Oberbegriff auch für Graupappe, Wellpappe, Schwerwellpappe
und Wabenplatten verwendet.
[0027] Fig. 2 zeigt ein Mantelelement 20, durch welches Wände zur Verfügung gestellt werden
können. Die entsprechenden Wandbereiche sind mit den Referenzzeichen wie für Fig.
1 gekennzeichnet, die Mantelfläche 20 weist in dieser Reihenfolge einen Abschnitt
für die Rückwand 12, einen Abschnitt für die zweite Seitenwand 18, einen Abschnitt
für die Vorderwand 16 und einen Abschnitt für die erste Seitenwand 14 auf. Im Abschnitt
für die erste Seitenwand 14 sind Duchgriffsöffnungen 24A, 24B und 24C vorgesehen.
[0028] Fig. 3 zeigt einen Zuschnitt 30 für einen Fachboden 22. Es ist zweckmäßig, wenn der
Fachboden 22 zusammen mit dem Warenaufsteller von einer Nutzstellung in eine Transportstellung
überführt werden kann. Daher sind bei diesem Zuschnitt 30 und bei dem entsprechenden
Fachboden eine Biegelinie 32 vorgesehen. Die Biegelinie 32 schafft in der Stellfläche
des Fachbodens ein erstes Segment 34 und ein zweites Segment 36. Am Ende der Biegelinie
32 ist eine Ausnehmung 38 vorgesehen. Diese erleichtert das Hochklappen des Fachbodens.
Angrenzend an diese beiden Segmente 34 und 36 sind Klebelaschen vorgesehen, eine erste
Klebelasche 40 und eine zweite Klebelasche 42. Mit diesen Klebelaschen 40 und 42 kann
der Fachboden mit angrenzenden Wänden verklebt werden. Beispielsweise könnte die erste
Klebelasche 40 mit der ersten Seitenwand 14 verklebt werden und die zweite Klebelasche
42 könnte dann mit der Vorderwand 16 verklebt werden.
[0029] Fig. 4 zeigt einen teilweise montierten Warenaufsteller. Bei diesem Warenaufsteller
ist eine Mantelfläche 20 mit vier Fachböden verbunden. Die Fachböden sind mit Hilfe
der beschriebenen Klebelaschen 40 und 42 mit den Wänden verbunden. Sie sind genauer
mit der ersten Seitenwand 14 und der Vorderwand 16 verbunden. In dieser Darstellung
ist die erste Seitenwand 14 eingeklappt, so dass sie die Vorderwand 16 teilweise bedeckt.
Daher befinden sich die Fachböden ebenfalls in einer geknickten Stellung, welche ungefähr
ihrer Transportstellung entspricht. Für den untersten Fachboden sind der Verlauf der
Biegelinie 32 und die Lage des ersten Segmentes 34 und des zweiten Segmentes 36 exemplarisch
eingezeichnet.
[0030] Man kann an Fig. 4 erkennen, dass es nützlich wäre, für die Fachböden eine zusätzliche
Unterstützung vorzusehen, beispielsweise in der Form von Stützelementen. Durch solche
Stützelemente könnte dann eine Abstützung der Fachböden auch an mindestens einer anderen
Seitenwand erreicht werden.
[0031] Fig. 5 zeigt einen Zuschnitt 44 für ein solches Stützelement. Der Zuschnitt weist
eine zentrale Biegelinie 46 auf. Durch diese Biegelinie 46 wird ein erstes Segment
48 von einem zweiten Segment 50 abgeteilt. Die beiden Segmente 48 und 50 können also
zueinander bewegt werden. Angrenzend an das erste Segment 48 ist eine erste Klebelasche
52 vorgesehen und angrenzend an das zweite Segment 50 ist eine zweite Klebelasche
54 vorgesehen. Zwischen den Klebelaschen 52 und 54 und in Verlängerung der Biegelinie
46 ist eine Ausnehmung 56 vorgesehen. Diese Ausnehmung erleichtert das Aufeinanderreiben
von Elementen des Stützelementes.
[0032] Angrenzend an das erste Segment 48 ist eine Umlegelasche 58 vorgesehen. In dieser
Umlegelasche 58 ist eine Rastkante 60 vorgesehen. Die Rastkante 60 kann beispielsweise
erzeugt werden, indem ein Materialabschnitt entnommen wird. Es genügt auch, eine austellbare
Lasche in der Umlegelasche vorzusehen. Sobald diese Lasche aus der Ebene der Umlegelasche
gedrückt wird, entsteht eine geeignete Rastkante 60. Die Kontur der Biegelinie 46
verläuft so, dass dort eine Nase 62 ausgebildet wird.
[0033] Aus dem in Fig. 5 gezeigten Zuschnitt für ein Stützelement wird durch entsprechendes
Falten und Verkleben ein zweckmäßiges Stützelement erst erzeugt. Ein erster Schritt
dazu ist in Fig. 6 gezeigt. Hier wurde eine Faltung entlang der Biegelinie 46 vorgenommen,
so dass das erste Segment 48 über dem zweiten Segment 50 liegt.
[0034] Fig. 7 zeigt einen weiteren Schritt. Hier wurde nun die Umlegelasche 58 eingefaltet,
so dass sie im Wesentlichen über dem ersten Segment 48 liegt. In dieser Stellung sollte
die Umlegelasche 58 fixiert werden, beispielsweise durch eine Verklebung.
[0035] Fig. 8 zeigt das fertige Stützelement, jedoch aus einer anderen Perspektive als Fig.
7. In der Ansicht der Fig. 8 liegt das zweite Segment 50 über dem ersten Segment 48.
In dieser Ansicht kann man gut erkennen, dass die Nase 62 in Richtung der Rastkante
60 weist. Besonders bei dickeren Materialien, wie zum Beispiel Wellpappe, besteht
eine Tendenz zum (Wieder-)Entfalten entlang der Biegelinie. Sobald sich das Stützelement
entfalten will, indem also sich das zweite Segment 50 vom ersten Segment 48 wegbewegt,
drückt die Nase 62 gegen die Rastkante 60. Die Entfaltung wird daher vermieden.
[0036] Fig. 9 zeigt nun in einer der Fig. 4 entsprechenden Ansicht einen weiteren Montageschritt
des Warenaufstellers. In dieser Ansicht sind zusätzlich zu den vier Fachböden vier
Stützelemente auf dem Mantelelement positioniert. Die Stützelemente sind in der durch
Nase 62 und Rastkante 60 gesicherten geknickten Stellung auf das Mantelelement gebracht.
In dieser Stellung können sie leicht mit dem Mantelelement verbunden werden, beispielsweise
durch Verklebung. Es ist sehr wichtig, dass die Positionierung der Stützelemente derjenigen
der Fachböden genau entspricht. Ein Entfalten der Stützelemente würde die genaue Positionierung
erschweren und auch das bequeme Anbringen geeigneter Verklebungen. Wenn sich die Stützelemente
von selbst entfalten, nachdem sie auf das Mantelelement aufgebracht worden sind, dort
aber noch nicht verklebt wurden, so können sie leicht ihre Position verändern.
[0037] Fig. 10 zeigt einen Warenaufsteller nach dem Stande der Technik wie er bislang für
ähnliche Zwecke wie der erfindungsgemäße Aufsteller zum Einsatz kommt. Bei diesem
Warenaufsteller ist ebenfalls ein Mantelelement 100 vorgesehen. Dieses Mantelelement
100 umfasst verschiedene Einsteckausnehmungen 102. Es umfasst als wesentliche Teile
eine Rückwand 112, eine erste Seitenwand 114, eine Vorderwand 116 und eine zweite
Seitenwand 118. Wie erkennbar, sind in der Vorderwand 116 Ausnehmungen vorgesehen.
Ferner sind Stützelemente 120 erkennbar. Diese Stützelemente 120 umfassen ein langes
erstes Segment 122 und ein kleineres zweites Segment 124. Zwischen dem ersten Segment
122 und dem zweiten Segment 124 ist eine Faltlinie 126 vorgesehen. Durch Knicken entlang
der Faltlinie 126 könnten die langen ersten Segmente 122 in eine Position quer zur
Vorderwand 116 gebracht werden. Die Vorderwand 116 weist Durchgriffsöffnungen 224
und Stege 226 auf. Die ersten Segmente 122 der Stützelemente 120 gelangen beim Knicken
entlang der Faltlinie 126 in eine Position parallel zu den Stegen 226. An diesen Segmenten
der Stützelemente können sich Fachböden abstützen (welche in der Zeichnung nicht wiedergegeben
sind).
[0038] Es ist erkennbar, dass die Montage dieser Stützelemente 120 nicht einfach ist. Da
sich die Stützelemente 120 teilweise gegenseitig bedecken, können sie nur schwer verklebt
werden. Außerdem müssen sie sehr exakt ausgerichtet werden. Im Übrigen erfordert diese
Konstruktion der Stützelemente 120 Stecklaschen 128, damit sie auf kleiner Fläche
sicher mit dem Mantelelement verbunden werden können. Diese Stecklaschen können in
Einsteckaufnehmungen ähnlich den Einsteckausnehmungen 102 in der Nachbarwand eingeführt
werden. Auch im Übrigen weist dieses Mantelelement aus dem Stand der Technik eine
Reihe von Einsteckausnehmungen 102 auf, da die verschiedenen Einsatzelemente für das
Mantelelement nicht für klebende Verbindungen ausgelegt sind.
[0039] Man erkennt, dass sich durch klebende Verbindungen in einfacherer Weise ein Warenaufsteller
erzeugen lässt. Ein solcher Warenaufsteller hat eine glatte Außenhaut, während bei
Einsteckausnehmungen in der Regel eine zusätzliche Außenhaut aufgebracht werden muss,
wenn eine glatte bedruckbare Außenhaut erzeugt werden soll. Im Stand der Technik ist
man jedoch diesen Weg gegangen, da das exakte Positionieren von verklebenden Verbindungen
sehr schwierig ist. Dies lässt die Vorzüge der vorliegenden Erfindung besonders deutlich
erkennen.
Bezugszeichenliste
[0040]
| 10 |
Aufsteller |
| 12 |
Rückwand |
| 14 |
erste Seitenwand |
| 16 |
Vorderwand (durchbrochen) |
| 18 |
zweite Seitenwand |
| 20 |
Mantelfläche |
| 22 |
Fachböden |
| 24 |
Durchgrifföffnung |
| 26 |
Stege |
| 28 |
Sockelsteg |
| A |
Faltachse |
| 30 |
Zuschnitt Fachboden |
| 32 |
Biegelinie |
| 34 |
erstes Segment |
| 36 |
zweites Segment |
| 38 |
Ausnehmung im Fachboden |
| 40 |
erste Klebelasche |
| 42 |
zweite Klebelasche |
| 44 |
Zuschnitt Stützelement |
| 46 |
Biegelinie |
| 48 |
erstes Segment |
| 50 |
zweites Segment |
| 52 |
erste Klebelasche |
| 54 |
zweite Klebelasche |
| 56 |
Ausnehmung im Stützelement |
| 58 |
Umlegelasche |
| 60 |
Rastkante |
| 62 |
Nase |
| 64 |
Stützelemente |
| 100 |
Mantelelement aus dem Stand der Technik |
| 102 |
Einsteckausnehmung |
| 112 |
Rückwand |
| 114 |
erste Seitenwand |
| 116 |
Vorderwand |
| 118 |
zweite Seitenwand |
| 120 |
Stützelement |
| 122 |
erstes Segment |
| 124 |
zweites Segment |
| 126 |
Faltlinie |
| 128 |
Stecklasche |
1. Warenaufsteller (10) mit einer Tragestruktur (20), welche mindestens ein Einsatzelement
(22, 64) trägt, wobei der Warenaufsteller (10) eine Nutzstellung und eine Montagestellung
einnehmen kann und das Einsatzelement (22, 64) eine Nutzstellung und eine Montagestellung
einnehmen kann, dadurch gekennzeichnet, dass für das Einsatzelement (22, 64) eine Arretiervorrichtung (60, 62) vorgesehen ist,
welche den Verbleib des Einsatzelementes (22, 64) in der Montagestellung unterstützt.
2. Warenaufsteller (10) nach dem Anspruch 1, bei dem das Einsatzelement (22, 64) ein
erstes Bauteil (34; 48) und ein zweites Bauteil (36; 50) aufweist und bei dem diese
zueinander beweglich sind und sie in der Montagestellung des Einsatzelementes (22,
64) eine erste Stellung zueinander einnehmen und in der Nutzstellung eine zweite Stellung
zueinander einnehmen und wobei die Arretiervorrichtung (60, 62) den Verbleib der beiden
Bauteile in der ersten Stellung unterstützt.
3. Warenaufsteller (10) nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die Arretiervorrichtung (60,
62) mit dem mindestens einen Einsatzelement (22, 64) verbunden ist.
4. Warenaufsteller (10) nach dem vorhergehenden Anspruch, bei dem die Arretiervorrichtung
(60, 62) einstückig mit dem mindestens einen Einsatzelement (22, 64) ausgeführt ist.
5. Warenaufsteller (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Arretiervorrichtung
eine mit dem ersten Bauteil (34; 48) verbundene Rastkante (60) und ein mit dem zweiten
Bauteil (36; 50) verbundene Nase (62) umfasst.
6. Warenaufsteller (10) nach Anspruch 5, bei dem die Rastkante (60) in einer mit dem
ersten Bauteil (34; 48) verbundenen Umlegelasche (58) vorgesehen ist.
7. Warenaufsteller (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Einsatzelement
(22, 64) Anstoßlaschen (40, 42; 52, 54) zur Verbindung mit der Tragestruktur (20)
aufweist.
8. Warenaufsteller (10) nach dem vorhergehenden Anspruch, bei dem die Anstoßlaschen (40,
42; 52, 54) mit der Tragestruktur (20) durch eine Klebeverbindung verbunden werden.
9. Warenaufsteller (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Einsatzelement
ein Fachboden (22) ist.
10. Warenaufsteller (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Einsatzelement
ein Stützelement (64) ist, welches in der Nutzstellung des Warenaufstellers (10) einen
Fachboden (22) stützt.
11. Verfahren zur Montage eines Warenaufstellers, welcher folgende Schritte umfasst:
- Zurverfügungstellen eines Mantelelementes (20) in einer Montagestellung
- Zurverfügungstellen von Einsatzelementen (22, 64)
- Positionieren der noch unverbundenen Einsatzelemente (22, 64) auf dem Mantelelement
- Arretieren der Einsatzelemente (22, 64) in einer Montagestellung
- Verkleben der Einsatzelemente (22, 64) mit dem Mantelelement in der Montagestellung
12. Verfahren nach Anspruch 11, bei dem die Einsatzelemente (22, 64) bereits arretiert
in der Montagestellung zur Verfügung gestellt werden.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem zunächst Fachböden (22)
mit dem Mantelelement (20) verbunden werden und in einem nachfolgenden Schritt Einsatzelement
in Form von Stützelementen (64) in eine Position gebracht werden, welche die spätere
Stützung der Fachböden (22) sicherstellt, und bei der danach die Stützelemente mit
dem Mantelelement verklebt werden.