[0001] Die Erfindung betrifft einen Kartonzuschnitt, insbesondere Faltschachtelzuschnitt.
[0002] Kartonzuschnitte sind aus der Praxis grundsätzlich bekannt. Dabei hat sich gezeigt,
dass sich bei der Verarbeitung von Kartonzuschnitten häufig Schwierigkeiten ergeben.
Nicht plan liegende Kartonzuschnitte oder verklebte, bedruckte Kartonzuschnitte sind
insbesondere bei ihrer Handhabung auf teil- oder vollautomatischen Verpackungsanlagen
vor allem wegen der fehlenden Planlage nicht zuverlässig verarbeitbar. Eine angestrebte
Planlage der aus der Praxis bekannten Kartonzuschnitte verändert sich durch Einflüsse
beim Transport oder der Lagerung, wie beispielsweise durch Kälte, Wärme oder schwankende
Luftfeuchtigkeiten. Dadurch, dass die aus der Praxis bekannten Kartonzuschnitte keine
zuverlässige Planlage aufweisen, verursachen diese Zuschnitte Störungen in den Verarbeitungsanlagen,
was zu erhöhten Kosten, einer Verringerung der Anlageneffizienz und dem Verlust von
Verpackungsmaterial und gegebenenfalls Produkten sowie Anlagenstillstandzeiten führt.
Es hat bereits Versuche gegeben, die Planlage von Kartonzuschnitten durch das Einbringen
von zusätzlichen Rillungen zu verbessern. Diese Rillungen wirken sich allerdings nachteilig
auf das Erscheinungsbild der Verpackungen aus und haben die Planlage der aus der Praxis
bekannten Kartonzuschnitte darüber hinaus nicht stabilisiert.
[0003] Der Erfindung liegt daher das technische Problem zugrunde, einen Kartonzuschnitt
der vorstehend genannten Art anzugeben, der sich durch eine dauerhafte, von äußeren
Einflüssen unabhängige Planlage auszeichnet, der leicht herstellbar ist und der eine
hohe Maschinengängigkeit aufweist. Weiterhin liegt der Erfindung das technische Problem
zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung eines Kartonzuschnittes anzugeben.
[0004] Zur Lösung des technischen Problems lehrt die Erfindung einen Kartonzuschnitt, insbesondere
Faltschachtelzuschnitt, wobei in eine vorzugsweise ebene Oberfläche des Kartonzuschnitts
ein als zumindest einseitig offener Kanal ausgebildeter Verstärkungsspiegel eingebracht
ist, wobei der Verstärkungsspiegel zumindest eine Seitenwand und eine Bodenfläche
aufweist, wobei die Bodenfläche zumindest bereichsweise eben ist, wobei vorzugsweise
ein ebener Bereich der Bodenfläche parallel bzw. ungefähr parallel zur Oberfläche
orientiert ist, wobei sich der Verstärkungsspiegel entlang eines Randes und/oder einer
in der Oberfläche angeordneten Rillung und/oder einer in der Oberfläche angeordneten
Ritzung über einen Großteil der Randlänge und/oder Länge der Rillung und/oder Länge
der Ritzung erstreckt, wobei eine Ausdehnung des Verstärkungsspiegels entlang des
Randes und/oder der Rillung und/oder der Ritzung größer ist als eine Ausdehnung des
Verstärkungsspiegels quer zum Rand bzw. zur Rillung bzw. zur Ritzung. Es empfiehlt
sich, dass der Kartonzuschnitt der Zuschnitt für eine Faltschachtel ist. Gemäß einer
besonders bevorzugten Ausführungsform ist der Verstärkungsspiegel zumindest an einer
Einstecklasche eines Faltschachtelzuschnitts angeordnet. Es ist möglich, dass durch
einen Verstärkungsspiegel und/oder durch zumindest zwei Verstärkungsspiegel bzw. durch
eine Mehrzahl von Verstärkungsspiegeln ein Griffelement vorzugsweise einer von einem
erfindungsgemäßen Kartonzuschnitt gebildeten Kartonverpackung angegeben wird. Die
Kartonverpackung kann eine Getränkeverpackung beispielsweise für Milch oder Saft sein.
Zweckmäßigerweise wirkt der das Griffelement angebende Verstärkungsspiegel bzw. die
das Griffelement angebenden Verstärkungsspiegel rutschhemmend, um insbesondere ein
Ergreifen der Kartonverpackung durch eine Person zu erleichtern.
[0005] Es empfiehlt sich, dass der Kartonzuschnitt eine Grammatur von mindestens 120 g/m
2, vorzugsweise von mindestens 140 g/m
2 und bevorzugt von mindestens 170 g/m
2 aufweist. Gemäß einer Ausführungsform weist der Kartonzuschnitt eine Grammatur von
beispielsweise 170 g/m
2 bis 350 g/m
2 auf. Bewährtermaßen weist der Kartonzuschnitt eine Grammatur von 230 g/m
2 bis 270 g/m
2 auf. Es ist möglich, dass vorzugsweise lediglich die Oberfläche (Oberseite) des Kartonzuschnitts
bedruckt ist. Gemäß einer Ausführungsform ist zweckmäßigerweise lediglich eine der
Oberfläche gegenüberliegende Unterseite (Rückseite) des Kartonzuschnitts bedruckt.
Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Oberfläche und die Unterseite jeweils bedruckt
sind. Gemäß einer Ausführungsform besteht der Kartonzuschnitt aus einem im Wesentlichen
aus jungfräulichem Papiermaterial bzw. aus Erstfasern gebildeten Kartonmaterial. Es
ist möglich, dass der Kartonzuschnitt aus einem von Recycling-Material und/oder aus
einer Kombination aus Recycling-Material und Erstfasern gebildeten Kartonmaterial
gefertigt ist. Der Kartonzuschnitt kann von einem Karton gebildet sein, welcher Karton
einen mehrschichtigen Aufbau aufweist (Kartonlaminat). Der mehrschichtige Karton bzw.
das Kartonlaminat kann eine Trägerschicht aufweisen, welche Trägerschicht zumindest
auf einer Seite und vorzugsweise lediglich auf einer Seite mit einer bevorzugt siegelfähigen
Kunststoffschicht und/oder mit einer Aluminiumschicht beschichtet ist.
[0006] Zweckmäßigerweise ist der Verstärkungsspiegel auf einer der Bodenfläche gegenüberliegenden
Seite offen ausgebildet. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass der Verstärkungsspiegel
als eine in die Oberfläche des Kartonzuschnitts eingebrachte Ausnehmung bzw. Vertiefung
ausgebildet ist. Besonders bevorzugt ist die Bodenfläche des Verstärkungsspiegels
vollständig bzw. im Wesentlichen vollständig eben bzw. plan oder ungewölbt ausgebildet.
Empfohlenermaßen weist der Verstärkungsspiegel eine Ausdehnung entlang des Randes
bzw. der Rillung bzw. der Ritzung auf, welche Ausdehnung beispielsweise zumindest
50 %, vorzugsweise zumindest 75 %, bevorzugt zumindest 85 % und besonders bevorzugt
zumindest 95 % der Randlänge bzw. der Länge der Rillung bzw. der Länge der Ritzung
beträgt. Der Rand der Oberfläche des Kartonzuschnitts kann eine Außenkante des Kartonzuschnitts
sein. Rillung meint im Rahmen der Erfindung insbesondere eine Linie, entlang der der
Kartonzuschnitt biegbar ist. Eine Rillung weist im Rahmen der Erfindung einen runden
bzw. gekrümmten Boden auf, durch welchen runden Boden eine gezielte Faltung des Kartonzuschnitts
sichergestellt ist. Eine Ritzung ist insbesondere ein in die Oberfläche des Kartonzuschnitts
eingebrachter Schnitt.
[0007] Vorzugsweise ist der Verstärkungsspiegel parallel bzw. im Wesentlichen parallel zu
dem Rand bzw. der Rillung bzw. Ritzung des Kartonzuschnitts orientiert. Es ist möglich,
dass der Rand bzw. die Rillung bzw. die Ritzung geradlinig ausgebildet ist. Gemäß
einer weiteren Ausführungsform ist der Rand bzw. die Rillung zumindest bereichsweise
gebogen oder gekrümmt ausgebildet. Die Ausdehnung (Länge) des Verstärkungsspiegels
entspricht ungefähr der Randlänge bzw. der Länge der Rillung bzw. der Länge der Ritzung,
wenn der Rand bzw. die Rillung bzw. die Ritzung geradlinig ausgebildet sind. Empfohlenermaßen
ist eine Länge des Verstärkungsspiegels entlang des Randes bzw. der Rillung bzw. der
Ritzung vorzugsweise zumindest zehnmal, bevorzugt zumindest fünfzehnmal und beispielsweise
zumindest dreißigmal so groß wie eine Breite des Verstärkungsspiegels quer zum Rand
bzw. zur Rillung bzw. zur Ritzung. Ist gemäß einer Ausführungsform der Rand bzw. die
Rillung gekrümmt ausgebildet, ist bevorzugt ein Radius des vorzugsweise gekrümmt ausgebildeten
Verstärkungsspiegels kleiner als ein Radius des Randes bzw. der Rillung. Es empfiehlt
sich, dass die Länge des Verstärkungsspiegels kleiner ist als die Randlänge bzw. die
Länge der Rillung, wenn der Rand bzw. die Rillung gekrümmt ist. Besonders bevorzugt
erstreckt sich der Verstärkungsspiegel vollständig bzw. im Wesentlichen vollständig
entlang des Rands bzw. der Rillung, wobei insbesondere die Länge des Verstärkungsspiegels
der Randlänge bzw. der Rillung vorzugsweise ungefähr entspricht.
[0008] Gemäß einer Ausführungsform ist die Seitenwand bzw. sind die Seitenwände des Kanals
bzw. des Verstärkungsspiegels rechtwinklig bzw. ungefähr rechtwinklig zu der Oberfläche
orientiert. Vorzugsweise weist der Verstärkungsspiegel einen rechteckigen bzw. ungefähr
rechteckigen Querschnitt auf. Grundsätzlich ist es möglich, dass ein kartonzuschnittseitiger
Winkel zwischen einer Seitenwand und der Oberfläche größer als 90° ist. Gemäß einer
Ausführungsform weist der Verstärkungsspiegel einen Querschnitt in Form eines beispielsweise
gleichschenkligen Trapezes auf, wobei die kürzere der beiden parallel zueinander angeordneten
Seiten des vorzugsweise gleichschenkligen Trapezes in der Bodenfläche des Verstärkungsspiegels
liegt. Gemäß einer Ausführungsform ist lediglich eine Seitenwand, vorzugsweise eine
randseitige bzw. rillenseitige Seitenwand des Verstärkungsspiegels rechtwinklig zu
der Oberfläche angeordnet. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass lediglich die dem
Rand bzw. der Rillung abgewandte Seitenwand des Verstärkungsspiegels rechtwinklig
bzw. ungefähr rechtwinklig zu der Oberfläche orientiert ist.
[0009] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Bodenfläche des Verstärkungsspiegels
vollflächig bzw. im Wesentlichen vollflächig plan bzw. ungefähr eben. Infolgedessen
ist der Verstärkungsspiegel als Biegestelle ungeeignet, da aufgrund der ebenen bzw.
ungekrümmten Bodenfläche eine eindeutig bestimmte Faltung des Kartonzuschnitts entlang
des Verstärkungsspiegels nicht möglich ist.
[0010] Zweckmäßigerweise beträgt eine Ausdehnung des Verstärkungsspiegels bzw. eine Breite
der Bodenfläche quer zum Rand bzw. zur Rillung bzw. zur Ritzung des Kartonzuschnitts
zumindest das Zweifache einer Kartondicke, vorzugsweise zumindest 2 mm. Kartondicke
meint insbesondere eine Ausdehnung des Kartons bzw. des Kartonzuschnitts quer zur
Oberfläche (Oberseite) des Kartonzuschnitts. Empfohlenermaßen ist der Verstärkungsspiegel
mindestens doppelt so breit wie eine in die Oberfläche des Kartonzuschnitts eingebrachte
Rillung. Der Verstärkungsspiegel ist vorzugsweise derart in die Oberfläche des Kartons
bzw. des Kartonzuschnitts eingebracht, dass eine Tiefe des Verstärkungsspiegels beispielsweise
zumindest halb so groß wie eine Kartondicke ist. Die Tiefe ist bevorzugt ein vertikaler
Abstand zwischen der Bodenfläche des Verstärkungsspiegels und der Oberfläche des Kartons
bzw. des Kartonzuschnitts. Es ist möglich, dass das Verhältnis der Tiefe des Verstärkungsspiegels
zur Kartondicke bzw. Kartonzuschnittdicke größer ist als 1/2 und bevorzugt größer
als 2/3. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist der Verstärkungsspiegel mit der
Maßgabe in die Oberfläche des Kartonzuschnitts eingebracht, dass die Bodenfläche des
Verstärkungsspiegels beispielsweise mindestens 0,1 mm und bevorzugt mindestens 0,2
mm vertikal unterhalb der Oberfläche des Kartonzuschnitts angeordnet ist.
[0011] Besonders bevorzugt ist ein Quotient aus der Grammatur des Kartonzuschnitts und einer
Breite des Verstärkungsspiegels kleiner als 115. Zur Bestimmung des Quotienten aus
der Grammatur des Kartonzuschnitts und der Breite des Verstärkungsspiegels wird insbesondere
der Zahlenwert der Grammatur des Kartonzuschnitts in g/m
2 durch den Zahlenwert der Breite des Verstärkungsspiegels in mm dividiert. Es ist
möglich, dass der Quotient aus der Grammatur des Kartonzuschnitts und der Breite des
Verstärkungsspiegels kleiner als 100 und vorteilhafterweise kleiner als 85 ist.
[0012] Grundsätzlich ist es möglich, dass der Verstärkungsspiegel unmittelbar an den Rand
der Oberfläche bzw. unmittelbar an die Rillung bzw. unmittelbar an die Ritzung angeformt
ist.
[0013] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist der Verstärkungsspiegel als lediglich
einseitig offener Kanal mit zwei Seitenwänden und einer Bodenfläche ausgebildet. Gemäß
dieser Ausführungsform ist der Verstärkungsspiegel bevorzugt beabstandet von dem Rand
bzw. von der Rillung angeordnet. Empfohlenermaßen ist zwischen der randseitigen bzw.
rillungsseitigen Seitenwand und dem Rand bzw. der Rillung Kartonmaterial angeordnet.
[0014] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist der Verstärkungsspiegel an den Rand bzw.
an die Rillung bzw. an die Ritzung in der Oberfläche des Kartonzuschnitts angeformt.
Zweckmäßigerweise stößt die Bodenfläche des Verstärkungsspiegels unmittelbar an den
Rand bzw. eine Außenkante der Oberfläche des Kartonzuschnitts. Es liegt im Rahmen
der Erfindung, dass der Verstärkungsspiegel als nach zwei Seiten hin offener Kanal
mit lediglich einer Seitenwand und der Bodenfläche ausgebildet ist. Zweckmäßigerweise
stößt die Bodenfläche unmittelbar an den Rand bzw. eine Außenkante der Oberfläche.
Es ist möglich, dass die Bodenfläche unmittelbar an die vorzugsweise gerundete bzw.
gewölbte Rillung oder an die Ritzung anschließt.
[0015] Vorzugweise sind auf der Oberfläche zumindest zwei Verstärkungsspiegel angeordnet,
welche Verstärkungsspiegel beabstandet voneinander angebracht und vorzugsweise parallel
bzw. im Wesentlichen parallel zueinander orientiert sind. Vorzugsweise sind die Verstärkungsspiegel
unterschiedlich weit von dem Rand und/oder der Rillung entfernt an die Oberfläche
gebracht. Besonders bevorzugt sind die Verstärkungsspiegel versetzt zueinander angeordnet.
Versetzt meint insbesondere, dass die Verstärkungsspiegel parallel und nicht miteinander
fluchtend auf einer Oberseite bzw. in der Oberfläche des Kartonzuschnitts ausgebildet
sind. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Verstärkungsspiegel um beispielsweise,
5 bis 10 mm und bevorzugt um 1 bis 2 mm gegeneinander versetzt sind. Zweckmäßigerweise
schließt lediglich ein Verstärkungsspiegel unmittelbar an den Rand oder die Rillung
oder die Ritzung an.
[0016] Empfohlenermaßen ist der Verstärkungsspiegel bzw. sind die Verstärkungsspiegel mit
der Maßgabe in die Oberfläche eingebracht, dass durch den bzw. die Verstärkungsspiegel
auf einer Rückseite (Unterseite) des Kartonzuschnitts eine Erhebung bzw. Erhebungen
ausgebildet sind. Durch den Verstärkungsspiegel bzw. durch die Verstärkungsspiegel
wird ein vereinfachtes Lösen eines auf einem Stapel liegenden Kartonzuschnitts sichergestellt,
wobei insbesondere ein Verkleben von beispielsweise beidseitig bedruckten Kartonzuschnitten
ausgeschlossen wird. Auf diese Weise wird die Maschinengängigkeit der erfindungsgemäßen
Kartonzuschnitte dauerhaft sichergestellt.
[0017] Weiterhin lehrt die Erfindung zur Lösung des technischen Problems ein Verfahren zur
Herstellung eines Kartonzuschnitts, insbesondere eines Kartonzuschnitts nach einem
der Ansprüche 1 bis 12, wobei ein Karton in einem Stanzprozess mit zumindest einem
Schneidmesser und/oder Rillmesser und einem Spiegelstempel derart beaufschlagt wird,
dass der Karton mit dem Schneidmesser zu dem Kartonzuschnitt zugeschnitten wird und/oder
mit dem Rillmesser eine Rillung in den Kartonzuschnitt eingebracht wird und mit dem
Spiegelstempel ein Verstärkungsspiegel in eine Kartonoberfläche bzw. eine Oberfläche
des Kartonzuschnitts gedrückt wird.
[0018] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass das Schneidmesser, das Rillmesser und der
Spiegelstempel jeweils an einem Teilwerkzeug angeordnet sind, welche Teilwerkzeuge
zu einem Bearbeitungswerkzeug kombinierbar sind. Gemäß einer Ausführungsform wird
mit einem ersten, das Schneidmesser tragenden Teilwerkzeug der Karton zu dem Kartonzuschnitt
zugeschnitten. Vorzugsweise wird mit einem zweiten, das Rillmesser tragenden Teilwerkzeug
zumindest eine Rillung in den Karton bzw. den Kartonzuschnitt eingebracht. Gemäß einer
Ausführungsform wird mit einem dritten, den Spiegelstempel tragenden Teilwerkzeug
der Verstärkungsspiegel in die Oberfläche des Kartons bzw. des Kartonzuschnitts eingedrückt.
Vorzugsweise wird der Karton bzw. der Kartonzuschnitt in drei aufeinanderfolgenden
Arbeitsgängen mit dem ersten Teilwerkzeug, dem zweiten Teilwerkzeug und dem dritten
Teilwerkzeug beaufschlagt. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind zumindest
zwei der drei Teilwerkzeuge in einem Bearbeitungswerkzeug kombiniert, so dass in einem
Arbeitsschritt der Karton zu dem Kartonzuschnitt geschnitten und eine Rillung in den
Kartonzuschnitt eingebracht und/oder ein Verstärkungsspiegel in die Oberfläche des
Kartonzuschnitts eingedrückt wird. Gemäß einer alternativen Ausführungsform wird zunächst
mit dem ersten Teilwerkzeug aus dem Karton der Kartonzuschnitt ausgeschnitten, woraufhin
in einem zweiten Arbeitsschritt mit dem zweiten und/oder dritten Teilwerkzeug eine
Rillung in die Kartonoberfläche und/oder ein Verstärkungsspiegel in die Oberfläche
des Kartonzuschnitts eingedrückt wird.
[0019] Besonders bevorzugt wird der Karton mit dem Bearbeitungswerkzeug derart beaufschlagt,
dass in lediglich einem Arbeitsschritt ein Karton zu dem Kartonzuschnitt zugeschnitten
und vorzugsweise zeitgleich mit dem Zuschneiden der Verstärkungsspiegel und/oder die
Rillung in die Oberfläche des Kartons (Kartonoberfläche) gedrückt wird. Das Bearbeitungswerkzeug
weist vorzugsweise eine Patrize auf, welche Patrize insbesondere das Schneidmesser,
vorzugsweise den Spiegelstempel und gemäß einer Ausführungsform das Rillmesser aufweist.
Weiterhin verfügt das Bearbeitungswerkzeug über eine Matrize, die vorteilhafterweise
zu dem Schneidmesser, vorzugsweise dem Spiegelstempel und bevorzugt dem Rillmesser
komplementäre Vertiefungen aufweist. In dem vorzugsweise einzigen Arbeitsschritt wird
die Patrize des Bearbeitungswerkzeugs gegen die Matrize des Bearbeitungswerkzeugs
gepresst, so dass der Karton durch das Schneidmesser zum Kartonzuschnitt zugeschnitten,
der Verstärkungsspiegel durch den Spiegelstempel in die Oberfläche eingedrückt und
gegebenenfalls die Rillung in die Kartonoberfläche eingebracht wird. Es ist möglich,
dass der Spiegelstempel und das Rillmesser als ein Bauteil ausgebildet sind, welches
Bauteil vorzugsweise separat bzw. verschieden von dem Schneidmesser ist.
[0020] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass Kartonzuschnitte, insbesondere
Faltschachtelzuschnitte gleichzeitig in einem Arbeitsschritt zugeschnitten und mit
einem Verstärkungsspiegel versehen werden können. Der Verstärkungsspiegel kann beispielsweise
an Schachtelwänden und/oder Schachtelböden und/oder Schachteldeckeln platziert werden,
welche Schachtelwände, Schachtelböden und/oder Schachteldeckel für eine Weiterverarbeitung
des Kartonzuschnitts in einer Verpackungsanlage für eine Planlage bedeutsam sind.
In vorteilhafter Weise ist der Verstärkungsspiegel durch große Radien zum weiteren
Verlauf des Schachtelbodens, Schachteldeckels und/oder Schachtelwand und die unmittelbare
Nähe an den verbleibenden Wandenden zu einer dort befindlichen Rillung oder zu einem
Rand bzw Außenkante nicht oder kaum sichtbar. Infolgedessen wird das optische Erscheinungsbild
des Kartonzuschnitts und somit auch das Erscheinungsbild einer aus dem Kartonzuschnitt
hergestellten Faltschachtel nicht bzw. nur unwesentlich beeinträchtigt.
[0021] Bei der Einbringung des Verstärkungsspiegels in die Oberfläche des Kartonzuschnitts
hat sich überraschenderweise gezeigt, dass der Verstärkungsspiegel unmittelbar neben
einer Rillung oder einem Rand des Kartonzuschnitts positioniert werden kann. Eine
aus der Praxis bekannte Nut, welche Nut benachbart zu Rillungen, Ritzungen oder Schnitten
angeordnet ist, wird bei dem erfindungsgemäßen Kartonzuschnitt bzw. dem erfindungsgemäßen
Verfahren vermieden. Die erfindungsgemäße Ausbildung des Verstärkungsspiegels erlaubt
darüber hinaus eine von den übrigen, in dem Kartonzuschnitt befindlichen Rillungen
und/oder Ritzungen und/oder Schnitten beabstandete Anordnung des Verstärkungsspiegels.
Fernerhin sind die Radien des Verstärkungsspiegels so auslegbar, dass das Ausbringen
des Kartonzuschnitts bei Rollenstanzungen nicht behindert wird. Die Breite des erfindungsgemäßen
Verstärkungsspiegels ist um ein Vielfaches höher als die Breite der eingesetzten Rillungen
und gewährleistet, dass der Kartonzuschnitt auch bei langen Lagerzeiten keine bzw.
eine deutlich verringerte konvexe oder konkave Durchbiegung aufweist, wodurch die
Maschinengängigkeit der erfindungsgemäßen Kartonzuschnitte wesentlich erhöht ist.
Störungen in Verarbeitungsprozessen von Kartonzuschnitten können mit erfindungsgemäßen
Kartonzuschnitten vermieden bzw. anzahlmäßig deutlich reduziert werden.
[0022] Weiterhin erlaubt die Anordnung erfindungsgemäßer Verstärkungsspiegel in einem Kartonzuschnitt
unter Beibehaltung der für das jeweilige Produkt notwendigen Steifigkeit des Kartons
eine Verminderung der Grammatur des Kartons. Dies verringert die Materialkosten und
den Abfallanteil sowohl bei der Herstellung des Kartonzuschnitts als auch beim Verbraucher.
Im Ergebnis kann mit dem erfindungsgemäßen Kartonzuschnitt und dem erfindungsgemäßen
Verfahren in der Logistik, in der Produktionszeit und beim Material- und Produktverlust
durch Ausschuss, sowie in vielen Fällen durch Reduzierung der Grammatur eine umfassende
Kosteneinsparung erzielt werden.
[0023] Die erfindungsgemäßen Verstärkungsspiegel erlauben die Ausbildung von Hohlräumen
zwischen in einem Magazin eines Kartonierers vorrätig gehaltenen Faltschachteln, wodurch
das Öffnen der Faltschachteln wesentlich erleichtert und Fehler im Verpackungsprozess
nahezu vollständig ausgeschlossen werden können. Weiterhin wird durch die Anordnung
von unterschiedlich großen Verstärkungsspiegeln in der Oberfläche des Kartonzuschnitts
insbesondere bei beidseitig bedruckten Kartonzuschnitten das Aneinanderhaften der
Kartonzuschnitte beispielsweise in einem Magazin vermieden. Bedingt durch die hohe
Stabilität gegenüber konvexen und konkaven Verformungen kann bei den erfindungsgemäßen
Kartonzuschnitten in vielen Fällen auf eine aufwendige Verpackung verzichtet werden,
weswegen sich die erfindungsgemäßen Kartonzuschnitte besonders leicht handhaben und
abfallarm verpacken und verschicken lassen.
[0024] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung detailliert erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines als Faltschachtelzuschnitt ausgebildeten, erfindungsgemäßen
Kartonzuschnitts,
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht eines als Kartonumreifung ausgebildeten, erfindungsgemäßen
Kartonzuschnitts,
- Fig. 3a
- einen schematischen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Kartonzuschnitt in einer
ersten Ausführungsform,
- Fig. 3b
- einen schematischen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Kartonzuschnitt in einer
zweiten Ausführungsform,
- Fig. 3c
- einen schematischen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Kartonzuschnitt in einer
dritten Ausführungsform,
- Fig. 3d
- einen schematischen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Kartonzuschnitt in einer
vierten Ausführungsform und
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens.
[0025] Fig. 1 zeigt einen Kartonzuschnitt 1, der als Faltschachtelzuschnitt 2 ausgebildet
ist. Der Faltschachtelzuschnitt 2 gemäß Fig. 1 weist einen Boden 3, Seitenwände 4
und einen Deckel 5 auf. Fernerhin verfügt der Faltschachtelzuschnitt 2 über eine Stirnseite
6. Zum Verschließen der nicht dargestellten Faltschachtel wird eine an den Deckel
5 angeschlossene Lasche 8 in einen entlang eines Randes bzw. einer Außenkante 7 der
Stirnseite 6 gebildeten und nicht dargestellten Schlitz eingesteckt. Zur Stabilisierung
der Stirnseite 6 ist in die Stirnseite 6 des Faltschachtelzuschnitts 2 ein Verstärkungsspiegel
9 eingebracht. In Fig. 1 ist erkennbar, dass der Verstärkungsspiegel 9 eine Breite
aufweist, die größer ist als die Breite einer Rillung 10. Durch die Rillungen 10 werden
Faltstellen vorgegeben, entlang derer die Seitenwände 4 der Deckel 5 und die Stirnseite
6 zu falten sind, um die nicht dargestellte Faltschachtel auszubilden. Fernerhin ist
erkennbar, dass die Breite des Stabilisierungsspiegels 9 größer ist als eine Breite
einer Ritzung 11, welche Ritzung 11 den Deckel 5 von der Lasche 8 trennt. Eine Länge
des Verstärkungsspiegels 9, der Rillung 10 bzw. Ritzung 11 bezieht sich auf eine Ausdehnung
des Verstärkungsspiegels 9, der Rillung 10 bzw. Ritzung 11 entlang des Pfeils 12.
Breite meint eine Ausdehnung des Verstärkungsspiegels 9, der Rillung 10 bzw. der Ritzung
11 quer zur Längsrichtung bzw. zur Richtung des Pfeils 12.
[0026] Fernerhin ist in Fig. 1 dargestellt, dass in der Lasche 8 ein zweiter Verstärkungsspiegel
9' eingebracht ist. Der (erste) Verstärkungsspiegel 9 ist gemäß dem Ausführungsbeispiel
länger als der (zweite) Verstärkungsspiegel 9' ausgebildet.
[0027] Fig. 2 zeigt einen erfindungsgemäßen Kartonzuschnitt, der als Kartonumreifung 13
ausgebildet ist. Ausgehend von einer ersten Kante 14 der Kartonumreifung 13 erstreckt
sich ein Verstärkungsspiegel 9 bis zu einer zweiten Kante 16 der Kartonumreifung 13.
[0028] In Fig. 3a und 3b ist jeweils ein Querschnitt des Verstärkungsspiegels 9 dargestellt.
Fig. 3a zeigt, dass der Verstärkungsspiegel 9 U-förmig ausgebildet ist, wobei das
U-Profil symmetrisch ausgebildet ist. Vorzugsweise und gemäß Fig. 3a stößt eine erste
Seitenwand 25a und eine zweite Seitenwand 25b jeweils rechtwinklig an eine Oberfläche
15 des Kartonzuschnitts 1. Gemäß Fig. 3b ist der Verstärkungsspiegel 9 U-förmig ausgebildet,
wobei das U-Profil gemäß Fig. 3b asymmetrisch ausgebildet ist. Ein von der plan ausgebildeten
Oberfläche 15 des Kartonzuschnitts 1 und der ersten Seitenwand 25a des Verstärkungsspiegels
9 umschlossener Winkel α ist verschieden von einem von der plan ausgebildeten Oberfläche
15 des Kartonzuschnitts 1 und der zweiten Seitenwand 25b des Verstärkungsspiegels
9 umschlossenen Winkel β. Gemäß Fig. 3b ist der Winkel α größer als der Winkel β.
In den Fig. 3a und 3b ist gezeigt, dass der Verstärkungsspiegel 9 eine Bodenfläche
17 aufweist, welche Bodenfläche 17 eben ausgebildet und parallel zu der Oberfläche
15 orientiert ist.
[0029] In Fig. 3c ist eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Kartonzuschnitts
dargestellt, bei dem der Verstärkungsspiegel 9 unmittelbar an die Rillung 10 anschließt.
Vorzugsweise und gemäß Fig. 3c geht die Bodenfläche 17 der Vertiefung 9 unmittelbar
in die Rillung 10 bzw. den gekrümmten Boden der Rillung 10 über. In Fig. 3c ist fernerhin
erkennbar, dass der Verstärkungsspiegel 9 und die Rillung 10 jeweils in die Oberfläche
15 des Kartonzuschnitts 1 eingebracht sind.
[0030] Gemäß Fig. 3d schließt der Verstärkungsspiegel 9 an eine Außenkante bzw. an einen
Rand 26 des Kartonzuschnitts 1 an. Bevorzugt und gemäß Fig. 3d stößt die Bodenfläche
17 des Verstärkungsspiegels 9 an den Rand 26 unmittelbar. In den Fig. 3c und 3d ist
dargestellt, dass der Verstärkungsspiegel 9 jeweils lediglich eine Seitenwand 25a
aufweist. Gemäß den Fig. 3c und 3d ist der Verstärkungsspiegel 9 als nach zwei Seiten
hin offener Kanal ausgebildet, der lediglich von der Seitenwand 25a und der Bodenfläche
17 beschränkt wird.
[0031] In Fig. 4 ist ein Werkzeug 18 dargestellt, mit dem der erfindungsgemäße Verstärkungsspiegel
9 in einen Karton einbringbar ist. Das Werkzeug (Bearbeitungswerkzeug) 18 verfügt
über eine Patrize 19, die mit Druck beaufschlagbar und gegen eine Matrize 20 pressbar
ist. Die Patrize 19 weist gemäß Fig. 4 einen planar geformten Spiegelstempel 21 auf,
mit dem der Verstärkungsspiegel 9 in den Karton einbringbar ist. Gemäß Fig. 4 ist
ein Rillmesser 22 an die Patrize angeschlossen, mit welchem Rillmesser 22 die Rillung
10 in den Kartonzuschnitt 1 eindrückbar ist. Weiterhin ist in Fig. 4 dargestellt,
dass die Patrize über ein Schneidmesser 23 verfügt, mit dem der Kartonzuschnitt 1
aus dem nicht dargestellten Karton ausschneidbar bzw. stanzbar ist. Fernerhin ist
dargestellt, dass das Werkzeug 18 über eine Vorrichtung 24 verfügt, mit der der Karton
in dem Werkzeug 18 mit einem überhitzten Wasserdampf beaufschlagbar ist. Mit dem in
Fig. 4 dargestellten Werkzeug 18 ist ein simultanes Zuschneiden des Kartons und Einbringen
von dem Verstärkungsspiegel 10, von Rillungen 10 bzw. Ritzungen 11 in den Karton möglich.
1. Kartonzuschnitt, insbesondere Faltschachtelzuschnitt, wobei in eine vorzugsweise ebene
Oberfläche (15) des Kartonzuschnitts (1) ein als zumindest einseitig offener Kanal
ausgebildeter Verstärkungsspiegel (9, 9') eingebracht ist, wobei der Verstärkungsspiegel
(9, 9') zumindest eine Seitenwand (25a, 25b) und eine Bodenfläche (17) aufweist, wobei
die Bodenfläche (17) zumindest bereichsweise eben ist, wobei vorzugsweise ein ebener
Bereich der Bodenfläche (17) parallel bzw. ungefähr parallel zur Oberfläche (15) orientiert
ist, wobei sich der Verstärkungsspiegel (9, 9') entlang eines Randes (14, 16) und/oder
einer in der Oberfläche (15) angeordneten Rillung (10) und/oder einer in der Oberfläche
angeordneten Ritzung (11) über einen Großteil der Randlänge und/oder Länge der Rillung
und/oder Länge der Ritzung erstreckt, wobei eine Ausdehnung des Verstärkungsspiegels
(9,9') entlang des Randes (14, 16) und/oder der Rillung (10) und/oder der Ritzung
(11) größer ist als eine Ausdehnung des Verstärkungsspiegels (9, 9') quer zum Rand
(14, 16) bzw. zur Rillung (10) bzw. zur Ritzung (11).
2. Kartonzuschnitt nach Anspruch 1, wobei der Verstärkungsspiegel (9, 9') parallel bzw.
im Wesentlichen parallel zu dem Rand (14, 16) oder der Rillung (10) und/oder der Ritzung
(11) des Kartonzuschnitts (1) orientiert ist.
3. Kartonzuschnitt nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die Seitenwand (25a) bzw.
die Seitenwände (25a, 25b) des Kanals bzw. des Verstärkungsspiegels (9) rechtwinklig
bzw. ungefähr rechtwinklig zu der Oberfläche (15) orientiert ist bzw. sind.
4. Kartonzuschnitt nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei lediglich eine Seitenwand
(25a, 25b), vorzugsweise eine randseitige bzw. rillungsseitige Seitenwand (25b) des
Verstärkungsspiegels (9, 9') rechtwinklig zu der Oberfläche (15) angeordnet ist.
5. Kartonzuschnitt nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Bodenfläche (17) vollflächig
bzw. im Wesentlichen vollflächig plan ist.
6. Kartonzuschnitt nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei eine Ausdehnung des Verstärkungsspiegels
(9, 9') bzw. eine Breite der Bodenfläche (17) quer zum Rand (14, 16) bzw. zur Rillung
(10) bzw. zur Ritzung (11) des Kartonzuschnitts (1) zumindest das Zweifache der Kartondicke
beträgt.
7. Kartonzuschnitt nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei ein Quotient aus der Grammatur
des Kartonzuschnitts (1) und der Breite des Verstärkungsspiegels (9, 9') kleiner als
115 ist.
8. Kartonzuschnitt nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei der Verstärkungsspiegel (9,
9') lediglich als einseitig offener Kanal mit zwei Seitenwänden (25a, 25b) und der
Bodenfläche (17) ausgebildet ist.
9. Kartonzuschnitt nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei der Verstärkungsspiegel (9,
9') an den Rand (14, 16) bzw. an die Rillung (10) der Oberfläche des Kartonzuschnitts
(1) angeformt ist.
10. Kartonzuschnitt nach einem der Ansprüche 1 bis 7 und 9, wobei der Verstärkungsspiegel
(9, 9') als nach zwei Seiten hin offener Kanal mit lediglich einer Seitenwand (25a)
und der Bodenfläche (17) ausgebildet ist.
11. Kartonzuschnitt nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei auf der Oberfläche (15) zumindest
zwei Verstärkungsspiegel (9, 9') angeordnet sind, welche Verstärkungsspiegel (9, 9')
beabstandet voneinander in die Oberfläche (15) eingebracht und bevorzugt parallel
bzw. im Wesentlichen parallel zueinander orientiert sind.
12. Kartonzuschnitt nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei der Verstärkungsspiegel (9)
bzw. die Verstärkungsspiegel (9, 9') mit der Maßgabe in die Oberfläche (15) eingebracht
ist bzw. sind, dass durch den bzw. die Verstärkungsspiegel (9, 9') auf einer Rückseite
des Kartonzuschnitts (1) eine Erhebung gebildet ist bzw. Erhebungen ausgebildet sind.
13. Verfahren zur Herstellung eines Kartonzuschnitts, insbesondere eines Kartonzuschnitts
nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei ein Karton in einem Stanzprozess mit zumindest
einem Schneidmesser (23) und/oder Rillmesser (22) und einem Spiegelstempel (21) derart
beaufschlagt wird, dass der Karton mit dem Schneidmesser (23) zu dem Kartonzuschnitt
(1) zugeschnitten wird und/oder mit dem Rillmesser (22) eine Rillung (10) in den Karton
eingebracht wird und mit dem Spiegelstempel (21) ein Verstärkungsspiegel (9, 9') in
eine Kartonoberfläche bzw. eine Oberfläche (15) des Kartonzuschnitts (1) gedrückt
wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, wobei das Bearbeitungswerkzeug (18) zumindest ein Rillmesser
(22) aufweist, mit welchem Rillmesser (22) eine Rillung (10) in die Kartonoberfläche
bzw. Oberfläche (15) des Kartonzuschnitts (1) eingebracht wird, wobei der Karton in
einem Arbeitsschritt unter Ausbildung des Kartonzuschnitts (1) geschnitten, mit zumindest
einer Rillung (10) versehen und der Verstärkungsspiegel (9, 9') in die Oberfläche
(15) des Kartonzuschnitts (1) eingebracht wird.