[0001] Die Erfindung geht aus von einem stapelbaren Becher aus Kunststoff mit einem einen
Behälter bildenden, nach oben offenen Becherkörper, der einen Boden und eine Becherwand
aufweist.
[0002] Derartige Becher bestehen aus einem Stück und werden beispielweise in einem Spritzgießverfahren
oder einem Extrudierverfahren hergestellt. Die Becher können als Einwegbecher oder
Mehrwegbecher dienen. Um das Stapeln zu ermöglichen, verjüngt sich der Becherkörper
nach unten. Der Becherkörper weist eine Becherwand, eine Becheröffnung und einen Boden
auf. Die Becherwand spannt einen Kegelstumpf auf. Dabei ist die Grundfläche des Kegelstumpfes
offen. Sie fällt mit der Becheröffnung zusammen. Der Boden befindet sich im Bereich
der Deckfläche des Kegelstumpfes, den die Becherwand aufspannt. Der Becher ist ferner
mit einem Henkel ausgestattet. Der Henkel ist ausgestaltet, um ein Stapeln mehrerer
Becher zu ermöglichen.
[0003] Derartige Becher werden zum Getränkeausschank bei Großveranstaltungen, wie beispielsweise
Fußballspielen oder Konzerten, eingesetzt. Dabei kann es nicht verhindert werden,
dass mit Flüssigkeit gefüllte Becher unabsichtlich oder absichtlich nach unten fallen
oder aktiv geworfen werden. Wird eine Person von einem derartigen Becher getroffen,
so kann dies zu Verletzungen führen. Befindet sich in einem Becher keine Flüssigkeit,
so ist die Gefahr von Verletzungen aufgrund des relativ geringen Eigengewichts des
Bechers gering. Ist ein Becher dagegen mit Flüssigkeit gefüllt, so ist die Verletzungsgefahr
aufgrund der größeren Gewichtskraft des mit Flüssigkeit gefüllten Bechers wesentlich
höher.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Becher zur Verfügung zu stellen,
bei dem die Gefahr von Verletzungen im Falle des Werfens oder freien Falls des mit
Flüssigkeit gefüllten Bechers reduziert ist.
[0005] Diese Aufgabe wird durch einen Becher mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Der
Becher zeichnet sich dadurch aus, dass er mit einem Henkel ausgestattet ist, der beim
freien Flug oder Fall einen großen Luftwiderstand darstellt, und dass er einen speziell
geformten Boden aufweist, der für eine Verlagerung des Schwerpunktes beim Füllen des
Bechers in die dem Henkel diametral gegenüberliegende Richtung sorgt. Der Henkel weist
ein Griffteil und ein das Griffteil mit dem Becherkörper verbindendes Henkel-Verbindungsteil
auf, welches vom Becherkörper nach außen absteht. Dieses Henkel-Verbindungsteil weist
eine im wesentlichen geschlossene Fläche auf, die luftundurchlässig ist. In bevorzugter
Weise ist die geschlossene Fläche im wesentlichen parallel zu der Grundfläche des
Kegelstumpfs, den die Becherwand aufspannt, ausgerichtet. In bevorzugter Weise verläuft
bei einem auf einer im wesentlichen horizontalen Unterlage aufgestellten Becher das
Henkel-Verbindungsteil ebenfalls horizontal.
[0006] Das Profil des Henkel-Verbindungsteils sorgt dafür, dass beim Anströmen von Luft
im freien Flug oder freien Fall auf das Henkel-Verbindungsteil ein hoher Luftwiderstand
wirkt. Dieser Luftwiderstand ist höher als der an der diametral gegenüber liegenden
Seite des Bechers wirkende Luftwiderstand. Dadurch wird ein Drehmoment auf den Becher
erzeugt. Dieses Drehmoment begünstigt eine Drehung des Bechers in der Luft, welche
zu einer Ausrichtung der Becheröffnung zur Seite und des Henkels nach oben führt.
Vorteilhafterweise stabilisiert sich der Becher im Flug in dieser Ausrichtung. Diese
Ausrichtung wiederum ermöglicht die Entleerung des Bechers im freien Flug oder freien
Fall. Ferner wird der Becher im Flug durch den auf das Henkel-Verbindungselement wirkenden
Luftwiderstand stärker abgebremst als eine in dem Becher enthaltene Flüssigkeit. Auch
dieser Effekt ermöglicht das Entleeren des Bechers in der Luft. Dadurch werden die
Masse und die kinetische Energie deutlich reduziert. Dieser Effekt tritt zusätzlich
zu einem Drehmoment auf, das durch den speziell geformten Boden bewirkt wird. Beide
Effekte addieren sich.
[0007] Vorteilhafterweise ist die geschlossene Fläche Teil der Oberfläche eines Stegs des
Henkel-Verbindungselements.
[0008] Die Stabilisierung der Ausrichtung des Bechers mit der Becheröffnung zur Seite und
dem Henkel nach oben weisend bewirkt ferner, dass der Becher mit dem dem Henkel abgewandten
Abschnitt der Becherwand auf einen Gegenstand oder eine Person auftrifft. Dieser Abschnitt
ist in der Regel abgerundet, weist aufgrund der runden Form des Becherkörpers einen
großen Radius auf und ist aufgrund des Materials des Bechers nachgiebig. Dadurch können
zusätzlich Verletzungen vermieden werden.
[0009] Der Boden weist ein erstes Bodenteil und ein zweites Bodenteil auf. Mit dem ersten
Bodenteil wird der Becher auf eine Unterlage aufgestellt. Das zweite Bodenteil ist
so geformt, dass es beim Füllen des Bechers eine Verlagerung des Schwerpunkts des
zumindest teilweise gefüllten Bechers in eine dem Griffteil abgewandte Richtung bewirkt.
Hierzu weist das zweite Bodenteil ein Niveau oder mehrere verschiedene Niveaus auf,
die bei auf einer im wesentlichen horizontal ausgerichteten Unterlage stehendem Becher
oberhalb des oder der Niveaus des ersten Bodenteils sind. Aufgrund der verschiedenen
Niveaus des ersten und zweiten Bodenteils ist der Schwerpunkt des zumindest teilweise
gefüllten Bechers abseits der Längsachse und in die dem Griffteil diametral gegenüberliege
Richtung versetzt. Die Längsachse des Bechers ist dabei eine Gerade, die durch den
Schwerpunkt des leeren Bechers in vertikaler Richtung verläuft, wenn der Becher auf
einer im wesentlichen horizontalen Unterlage steht.
[0010] Der Boden ist mit seinen beiden Bodenteilen so geformt, dass er bei einem auf einer
im wesentlichen horizontal ausgerichteten Unterlage aufgestellten Becher mindestens
zwei unterschiedliche Niveaus aufweist. Diese führen dazu, dass der Schwerpunkt des
zumindest teilweise gefüllten Bechers einen größeren Abstand zum Griffteil des Henkels
aufweist als bei einem anderen Becher, der in allen Merkmalen übereinstimmt, außer
dass der Boden eben und zu der Deckfläche des Kegelstumpfes, den die Becherwand aufspannt,
parallel ist. Der Abstand zwischen dem Schwerpunkt und dem Griffteil ist dabei die
kürzeste Verbindung zwischen dem Schwerpunkt und dem Griffteil.
[0011] Damit das zweite Bodenteil eines oder mehrere Niveaus aufweist, die von dem Niveau
des ersten Bodenteils verschieden sind, kann es beispielsweise als schiefe Ebene ausgebildet
sein oder eine Krümmung oder mindestens eine Stufe ausweisen.
[0012] Die unterschiedlichen Niveaus des Bodens sorgen dafür, dass bei dem mit Flüssigkeit
gefüllten Becher die Gewichtskraft aufgrund der über dem Boden angeordneten Flüssigkeitssäule
an einer Seite des Bechers größer ist als an der diametral gegenüber liegenden Seite.
Ist der Becher bis zu einem bestimmten Niveau gefüllt, so ist die Flüssigkeitssäule
über dem am tiefsten gelegenen Niveau des Bodens höher als über dem am höchsten gelegenen
Niveau des Bodens. Je höher die Flüssigkeitssäule an einer bestimmten Stelle ist,
um so größer ist die zugehörige Gewichtskraft. Ist der Becherkörper symmetrisch, so
befindet sich das tiefste Niveau des Bodens und das höchste Niveau des Bodens außerhalb
oder abseits der durch die Symmetrie vorgegebenen Mitte des Becherkörpers.
[0013] Die unterschiedliche Gewichtskraft, die bei einem mit der Becheröffnung nach oben
ausgerichteten Becher auf die verschiedenen Seiten des Bechers wirkt, führt dazu,
dass dieser sich im freien Fall oder freien Flug derart dreht oder kippt, dass sich
die Öffnung des Becherkörpers zur Seite oder nach unten ausrichtet. Da der Becher
aufgrund des Luftwiderstandes insbesondere im Bereich des Henkel-Verbindungsteils
stärker abgebremst wird als die in dem Becher enthaltene Flüssigkeit, fließt die Flüssigkeit
aus dem Becher während der Flugphase aus. Dabei wird der Becher vollständig entleert.
Der leere Becher weist ein wesentlich geringeres Gewicht auf als ein mit Flüssigkeit
gefüllter Becher. Durch die Reduktion der Masse wird auch die kinetische Energie beim
Flug oder Fall deutlich reduziert. Dies führt dazu, dass bei dem erfindungsgemäßen
Becher die Gefahr von Verletzungen bei einem Werfen oder freien Fall des Bechers erheblich
reduziert ist.
[0014] Die Effekte, die die Form des Bodens und der Henkel auf einen zumindest teilweise
gefüllten Becher im freien Fall oder Flug wirken, addieren sich.
[0015] Da das zweite Bodenteil mindestens zwei verschiedene Niveaus aufweist, ist es als
Standfläche für den Becher nicht geeignet. Um den Becher zuverlässig und ohne die
Gefahr des Kippens abstellen zu können, ist der Becher mit dem ersten Bodenteil ausgestattet,
welches zumindest abschnittsweise nach unten über das zweite Bodenteil übersteht.
Das erste Bodenteil bildet eine Standfläche oder einzelne Standsegmente aus, mit denen
der Becher auf eine Unterlage, beispielsweise einen Tisch oder eine Theke, stellbar
ist. Die Standfläche oder die Standsegmente haben ein einheitliches Niveau. Sie definieren
eine Ebene, die parallel zur Deckfläche des Kegelstumpfes ist, den die Becherwand
aufspannt. Die Deckfläche kann auch in dieser Ebene verlaufen. Sind die Grundfläche
und die Deckfläche des Kegelstumpfes parallel, so ist der Abstand zwischen der Oberkante
des Becherkörpers und der Standfläche oder den Standsegmenten des Erstes Bodenteils
überall gleich, so dass bei einem auf eine im wesentlichen horizontalen Unterlage
abgestellten Becher die Becheröffnung des Becherkörpers senkrecht nach oben ausgerichtet
ist.
[0016] Je größer die Höhendifferenz zwischen einem höchsten Niveau und einem tiefsten Niveau
des Bodens ist, umso größer sind die Unterschiede der Gewichtskraft der über dem tiefsten
Niveau des Bodens befindlichen Flüssigkeitssäule und der über dem höchsten Niveau
des Bodens befindlichen Flüssigkeitssäule bei einem gefüllten Becher. Je größer dieser
Unterschied ist, umso schneller dreht sich ein mit Flüssigkeit gefüllter Becher im
freien Flug oder freien Fall. Zu beachten ist, dass aufgrund der Verlagerung des Schwerpunktes
die Gefahr erhöht ist, dass der auf einer Unterlage abgestellte Becher umkippt.
[0017] Die Angaben bezüglich des tiefsten und höchsten Niveaus des Bodens beziehen sich
dabei auf die Ausrichtung eines Bechers, der auf einer im wesentlichen horizontal
verlaufenden Unterlage steht.
[0018] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Kegelstumpf, den die
Becherwand aufspannt, zu zwei zueinander senkrechten Ebenen symmetrisch. In diesem
Fall kann die Grundfläche des Kegelstumpfes beispielsweise eine Ellipse sein. In bevorzugter
Weise sind die beiden Ebenen bei einem auf einer im wesentlichen horizontalen Unterlage
stehenden Becher vertikal ausgerichtet. Vorteilhafterweise verläuft eine der beiden
Ebenen durch den Henkel.
[0019] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung liegt der Schwerpunkt
des zumindest teilweise gefüllten Bechers abseits der Geraden, entlang der sich die
beiden Ebenen senkrecht schneiden.
[0020] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Kegelstumpf,
den die Becherwand aufspannt, um eine Symmetrieachse rotationssymmetrisch. Dies ist
ein Spezialfall eines zu zwei zueinander senkrechten Ebenen symmetrischen Kegelstumpfes.
Der Schwerpunkt des zumindest teilweise mit einer Flüssigkeit gefüllten Bechers ist
versetzt zur Längsachse des Becherkörpers in die dem Griffteil diametral gegenüberliegende
Richtung und versetzt zur Symmetrieachse in die dem Griffteil diametral gegenüberliegende
Richtung. Das höchste Niveau des zweiten Bodenteils befindet sich näher an dem Griffteil
als ein eventuelles tiefstes Niveau des zweiten Bodenteils. Das tiefste und höchste
Niveau des zweiten Bodenteils befinden sich abseits der Symmetrieachse des Becherkörpers.
Weist das zweite Bodenteil nur ein Niveau auf, so ist der Abstand des zweiten Bodenteils
zu dem dem Griffteil zugewandten Abschnitt der Becherwand kleiner als zu dem dem Griffteil
abgewandten Abschnitt der Becherwand. Die Längsachse des Bechers, welche durch den
Schwerpunkt des leeren Bechers verläuft, ist parallel zur Symmetrieachse des rotationssymmetrischen
Becherkörpers. Die Symmetrieachse gibt die Mitte des Becherkörpers vor. Das zweite
Bodenteil ist nicht symmetrisch zu dieser Symmetrieachse.
[0021] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das zweite Bodenteil
zumindest abschnittsweise als schiefe Ebene ausgebildet. Dabei ist die Ebene schief
bezogen auf die Deckfläche des Kegelstumpfes, welchen die Becherwand aufspannt. Darüber
hinaus ist die Ebene schief um Bezug auf eine horizontale Unterlage, auf die der Becher
gestellt ist. Somit ist das zweite Bodenteil bei einem auf eine Unterlage gestellten
Becher gegen die Horizontale geneigt. Dies bedeutet, dass der Winkel zwischen dem
schräg verlaufenden zweiten Bodenteil oder schräg verlaufenden Abschnitt des zweiten
Bodenteils und der Horizontalen größer als 0° und kleiner als 90° ist. Besonders bevorzugt
ist der Winkel 5° bis 45°.
[0022] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das zweite Bodenteil
nach innen oder außen gekrümmt. Ist der Becherkörper symmetrisch, so befindet sich
der Krümmungsmittelpunkt bevorzugt abseits der Schnittgeraden der sich schneidenden
Symmetrieebenen oder abseits der Symmetrieachsen des Becherköpers.
[0023] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das zweite Bodenteil
eben ausgebildet und weist nur ein Niveau auf. Es definiert damit eine zu der Deckfläche
des Kegelstumpfes, den die Becherwand aufspannt, parallele Ebene. Der Abstand des
zweiten Bodenteils zu einem dem Griffteil zugewandten Abschnitt der Becherwand ist
kleiner als der Abstand zu einem dem Griffteil abgewandten Abschnitt der Becherwand.
[0024] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist das zweite Bodenteil
bei einem auf einer im wesentlichen horizontal ausgerichteten Unterlage stehenden
Becher ein höchstes Niveau und ein tiefstes Niveau auf. Ferner weist der Boden zwischen
dem ersten Niveau und dem zweiten Niveau mindestens eine Stufe auf.
[0025] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung befindet sich das tiefste Niveau
des zweiten Bodenteils benachbart zur Becherwand nahe dem Griffteil. Das höchste Niveau
des Bodens befindet sich diametral gegenüber liegend ebenfalls benachbart zur Becherwand
auf der dem Griffteil abgewandten Seite des Becherkörpers. Damit weisen das tiefste
und höchste Niveau des Bodens den größtmöglichen Abstand voneinander auf. Dies begünstigt
die Verteilung der Gewichtskraft bei einem gefüllten Becher und damit das Drehen des
gefüllten Bechers im freien Flug oder freien Fall.
[0026] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das erste Bodenteil
abgerundet. Es hat damit den Vorteil, dass die Verletzungsgefahr gegenüber scharfkantigen
Stegen erheblich reduziert ist.
[0027] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung bildet das erste Bodenteil
an der Unterseite des Becherkörpers einen umlaufenden Ring oder mehrere Ringsegmente.
Ist der Becherkörper rotationssymmetrisch bezogen auf eine Symmetrieachse, so sind
der umlaufende Ring oder die Ringsegmente der oder die koaxial zu der Längsachse des
Becherkörpers angeordnet.
[0028] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung geht die Becherwand
in der Verlängerung nach unten in das erste Bodenteil über.
[0029] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das erste Bodenteil
ausgekehlt und zum Inneren des Becherkörpers hin offen. Das erste Bodenteil ist innen
hohl und der Hohlraum ist zum Inneren des Becherkörpers geöffnet. Dadurch wird insbesondere
die abgerundete Form des ersten Bodenteils begünstigt, das Gewicht gegenüber einem
massiven ersten Bodenteil reduziert und die Möglichkeit gegeben, dass das erste Bodenteil
zur Aufnahme der in den Becher eingefüllten Flüssigkeit zur Verfügung steht.
[0030] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist das erste Bodenteil
einen Einschnitt auf, durch den bei einem mit der Öffnung nach unten ausgerichteten
Becher Flüssigkeit ablaufen kann. Dies ist insbesondere beim Spülen der Becher von
Vorteil. Hierzu werden die Becher üblicherweise mit ihrer Becheröffnung nach unten
ausgerichtet. Da das erste Bodenteil in Verlängerung der Becherwand über das zweite
Bodenteil übersteht, bilden erstes Bodenteil und zweites Bodenteil eine Mulde, in
der sich bei einem mit der Öffnung nach unten ausgerichteten Becher Flüssigkeit sammeln
kann. Durch den Einschnitt wird dies verhindert.
[0031] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist das ersten Bodenteil
mehrere nach unter vorstehende Vorsprünge auf. Dabei kann es sich beispielsweise um
Noppen handeln. Mit den Vorsprüngen berührt der Becher eine Unterlage, auf der er
steht.
[0032] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das Henkel-Verbindungsteil
nahe der Oberkante an dem Becherkörper angeordnet. Das Henkel-Verbindungsteil erstreckt
sich nach außen. An dem dem Becherkörper abgewandten Ende erstreckt sich das Griffteil
von dem Henkel-Verbindungsteil ausgehend nach unten und ist von dem Becherkörper beabstandet.
[0033] Das Henkel-Verbindungsteil kann flach oder gewölbt sein.
[0034] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung umfasst das Henkel-Verbindungsteil
einen im wesentlichen parallel zur Grundfläche des Kegelstumpfes, welchen die Becherwand
aufspannt, horizontal verlaufenden Steg und zwei sich ausgehend von dem Steg nach
unten erstreckende Versteifungselemente, die das Griffteil mit der Außenseite der
Becherwand des Becherkörpers verbinden. Dabei ist der Steg mit der geschlossenen Fläche
ausgestattet. Vorteilhafterweise sind an dem Steg und/ oder an den Versteifungselementen
Durchgangsöffnungen vorgesehen, durch die bei einem mit der Becheröffnung nach unten
ausgerichteten Becher Flüssigkeit abfließen kann.
[0035] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist das Henkel-Verbindungsteil
Durchgangsöffnungen auf, durch die Flüssigkeit beim Spülen abfließen kann. Der Querschnitt
jeder Durchgangsöffnung für sich ist klein gegenüber der Oberfläche des Henkel-Verbindungsteils.
Darüber ist die Summe der Querschnitte aller Durchgangsöffnungen eines Henkel-Verbindungsteils
klein gegenüber der Oberfläche des Henkel-Verbindungsteils. Die Durchgangsöffnungen
reduzieren daher den Luftwiderstand, den das Henkel-Verbindungsteil im freien Fall
oder Flug erfährt, nicht oder allenfalls nur geringfügig. Im freien Fall oder Flug
entstehen an den Durchgangsöffnungen Verwirbelungen.
[0036] Die Durchgangsöffnungen können im Querschnitt beispielsweise dreieckig, viereckig,
eine sonstige eckige Form aufweisen oder rund sein. Die Form kann symmetrisch sein.
Dies ist jedoch nicht zwingend notwendig.
[0037] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das Griffteil an
seiner dem Becherkörper abgewandten Seite abgerundet oder abgeschrägt.
[0038] Dadurch werden Kanten oder Ecken vermieden, die beim Aufprall des Bechers auf eine
Person zu Verletzungen führen können.
[0039] Die durch die Geometrie des Bechers erreichte Drehung des Bechers im freien Flug
oder freien Fall führt dazu, dass sich der Becher mit seiner nachgiebigen Becherwand
nach unten ausrichtet. Trifft er mit dieser Wand auf eine Person, so ist die Verletzungsgefahr
erheblich reduziert.
[0040] Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind der nachfolgenden
Beschreibung der Zeichnung und den Ansprüchen entnehmbar.
Zeichnung
[0041] In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
- Figur 1
- erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel eines stapelbaren Bechers in perspektivischer
Ansicht von oben,
- Figur 2
- Becher gemäß Figur 1 in einer Ansicht von der Seite,
- Figur 3
- Becher gemäß Figur 1 in perspektivischer Ansicht von oben,
- Figur 4
- Becher gemäß Figur 1 in perspektivischer Ansicht von unten,
- Figur 5
- Becher in der Ausrichtung gemäß Figur 2 in Schnittdarstellung
- Figur 6
- Becher gemäß Figur 1 in Schnittdarstellung,
- Figur 7
- nicht erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel eines Bechers in perspektivischer Ansicht
von oben,
- Figur 8
- Becher gemäß Figur 1 in einer Ansicht von der Seite,
- Figur 9
- Becher in der Ausrichtung gemäß Figur 8 in Schnittdarstellung.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0042] In den Figuren 1 bis 6 ist ein erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel eines stapelbaren
Bechers mit einem Becherkörper 1 und einem Henkel 2 dargestellt. Der Becherkörper
1 weist eine Becherwand 4 und einen Boden mit einem ersten Bodenteil 5 und einem zweiten
Bodenteil 3 auf. Der Henkel 2 weist ein Henkel-Verbindungsteil 6 und ein Griffteil
7 auf. Die Becherwand 4 verläuft von oben nach unten konusförmig. Sie spannt einen
um eine Symmetrieachse 8 rotationssymmetrischen Kegelstumpf auf. Die Grundfläche des
Kegelstumpfes fällt mit der Becheröffnung 19 zusammen. Ausgehend von der Becheröffnung
verjüngt sich die Becherwand 4 nach unten. Die Symmetrieachse 8 ist in Figur 5 markiert.
In Figur 5 sind ferner die Längsachse 8a und der Schwerpunkt 8b des leeren Bechers
eingezeichnet. Die Längsachse 8a ist dabei die vertikale Achse, die durch den Schwerpunkt
8b des leeren Bechers verläuft. Die Längsachse 8a ist parallel zur Symmetrieachse
8.
[0043] Das zweite Bodenteil 3 des Becherkörpers 1 ist als schiefe Ebene ausgebildet. Dies
ist insbesondere in den Figuren 5 und 6 erkennbar.
[0044] In Verlängerung der Becherwand 4 befindet sich an der Unterseite des Becherkörpers
1 das erste Bodenteil 5. Es steht nach unten über das erste Bodenteil 3 über und bildet
an der Unterseite des Becherkörpers einen Abschluss, der parallel zur Oberkante 18
der Becherwand 4 verläuft. Die Oberkante 18 begrenzt die Becheröffnung. Die Oberkante
18 verläuft ferner in der gleichen Ebene wie die Grundfläche des Kegelstumpfes, den
die Becherwand 4 aufspannt. Die Deckfläche dieses Kegelstumpfes ist parallel zur Grundfläche.
Das erste Bodenteil 5 verläuft zumindest teilweise in der Ebene, welche durch die
Deckfläche des Kegelstumpfes vorgegeben ist. Das erste Bodenteil 5 ist ausgebildet,
um den Becher auf einer Unterlage abzustellen. An der nach unten weisenden Seite ist
das erste Bodenteil 5 abgerundet. Es bildet einen das zweite Bodenteil 3 umschließenden
Ring, der sowohl benachbart zur Becherwand 4 als auch benachbart zum zweiten Bodenteil
3 angeordnet ist.
[0045] Das erste Bodenteil 5 ist wie in den Figuren 3, 5 und 6 erkennbar, innen hohl ausgebildet
und zum Inneren des Becherkörpers hin offen. An seiner Unterseite ist das erste Bodenteil
5 mit Vorsprüngen 9 in Form von Noppen ausgestattet, mit denen der Becher beim Aufstellen
auf eine Unterlage deren Oberfläche berührt.
[0046] Das zweite Bodenteil 3 weist ein tiefstes Niveau 11 und ein höchstes Niveau 12 auf.
Diese sind in Figur 5 dargestellt. Das tiefste Niveau 11 und das höchste Niveau 12
befinden sich abseits des durch die Symmetrieachse 8 definierten Zentrums des Becherkörpers
1. Das tiefste Niveau 11 und das höchste Niveau 12 sind benachbart zur Becherwand
4. Sie sind von dieser nur durch das erste Bodenteil 5 getrennt. Damit weisen das
tiefste Niveau 11 und das höchste Niveau 12 den größtmöglichen Abstand zu einander
auf.
[0047] Ein Einschnitt 10 des ersten Bodenteils 5 befindet sich nahe des höchsten Niveaus
12 des zweiten Bodenteils. Er ist benachbart zu dem höchsten Niveau 12 angeordnet
und verhindert, dass sich die bei einem mit der Öffnung nach unten ausgerichteten
Becher in der durch das zweite Bodenteil 3 und das erste Bodenteil 5 gebildeten Mulde
Flüssigkeit ansammeln kann. An dem Einschnitt 10 ist die das ersten Bodenteil bildende
Wand abschnittsweise nach oben gezogen. Die Tiefe des Einschnitts entspricht dem höchsten
Niveau 12 des zweiten Bodenteils.
[0048] An der Innenseite der Becherwand 4 sind in Figur 5 und 6 erkennbare Stapelnasen 13
vorgesehen. Diese begünstigen das Vereinzeln von in einem Stapel angeordneten Bechern.
[0049] Das Griffteil 7 des Henkels 2 ist nach unten offen und verjüngt sich von unten nach
oben. Er ist an seinem oberen und unteren Ende abgeschrägt, um Verletzungen zu vermeiden.
[0050] Das Henkel-Verbindungsteil 6 weist einen flachen im wesentlichen horizontal verlaufenden
Steg 14 und davon ausgehend nach unten erstreckende Versteifungselemente 15 und 16
auf. Der Steg 14 ist nahe der Becherwand 4 und nahe dem Griffteil 7 mit Durchgangsöffnungen
17 versehen. Die nach oben weisende Oberfläche 18 des Henkel-Verbindungsteiles bildet
die geschlossene Fläche, welche luftundurchlässig ist. Sie sorgt bei einem freien
Fall oder freien Flug des Bechers für einen erhöhten Luftwiderstand in diesem Bereich.
Der Luftwiderstand ist im Bereich des Henkels 2 größer, als an der diametral gegenüber
liegenden Seite des Becherkörpers 1, da an dieser Seite kein Henkel und keine sonstigen
Komponenten angeordnet sind. Dadurch wird eine Drehung des Bechers unterstützt.
[0051] Die Versteifungselemente 15 und 16 verbinden die Außenseite der Becherwand 4 mit
dem Griffteil 7. Sie erhöhen die Biegesteifigkeit des Henkel-Verbindungsteiles 6.
[0052] Die Durchgangsöffnungen 17 sind im Querschnitt dreieckig. Von den insgesamt vier
Durchgangsöffnungen sind zwei der Durchgangsöffnungen benachbart zum Becherkörper
1. Die beiden anderen Durchgangsöffnungen sind benachbart zum Griffteil 7. Die Summe
aller Querschnitte der Durchgangsöffnungen 17 ist klein gegenüber der Oberfläche des
Henkel-Verbindungsteils 6. Der Luftwiderstand, den der Becher im Bereich des Henkel-Verbindungsteils
im freien Flug oder Fall erfährt, reduziert sich daher durch die Durchgangsöffnungen
nicht signifikant.
[0053] Durch den schräg verlaufenden zweiten Bodenteil 3 wird bei einem mit Flüssigkeit
gefüllten Becher im freien Fall oder freien Flug eine Drehung des Becherkörpers um
eine zur Symmetrieachse 8 senkrechte Achse erreicht. Der Becher dreht sich dabei in
die Richtung des tiefsten Niveaus 11 des zweiten Bodenteils. Die Drehbewegung wird
zusätzlich dadurch bewirkt, dass der Becher im freien Fall oder freien Flug an dem
Henkel-Verbindungsteil 6 einen größeren Luftwiderstand erfährt als an der diametral
gegenüber liegenden Seite. Dies führt dazu, dass der Becher im freien Fall oder freien
Flug an dem Henkel stärker abgebremst wird als an der diametral gegenüber liegenden
Seite. Dies unterstützt die Drehbewegung des Bechers in Richtung des tiefsten Niveaus
11 des Bodens. Aus diesem Grund ist das höchste Niveau 12 des zweiten Bodenteils an
dem Becherkörper unterhalb des Henkel-Verbindungsteils 6 vorgesehen und das tiefste
Niveau 11 des zweiten Bodenteils an der diametral gegenüber liegenden Seite. Da der
Becher aufgrund des Luftwiderstandes im Bereich des Henkel-Verbindungsteiles stärker
abgebremst wird als die in ihm enthaltene Flüssigkeit, entleert sich der Becher im
Flug.
[0054] In Versuchen hat sich gezeigt, dass sich der Becher im freien Flug oder freien Fall
mit dem dem Henkel 2 diametral gegenüber liegenden Abschnitt der Becherwand nach unten
ausrichtet. Aufgrund des Radius der Becherwand und der Nachgiebigkeit der Becherwand
ist beim Auftreffen des Bechers auf eine Person nahezu keine Verletzungsgefahr gegeben.
Sämtliche Kanten des Bechers insbesondere an der Oberkante 18 der Becherwand 4, an
dem Henkel-Verbindungsteil 6 und an dem oberen sowie an dem unteren Ende des Griffteils
7 sind abgerundet. Das Erstes Bodenteil 5 ist ebenfalls abgerundet. Dadurch wird die
Verletzungsgefahr weiter reduziert.
[0055] In den Figuren 7 bis 9 ist ein nicht erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel eines
stapelbaren Bechers dargestellt. Im Unterschied zu dem ersten Ausführungsbeispiel
weist der Becher gemäß diesem Ausführungsbeispiel nur einen Becherkörper 21 und keinen
Henkel auf. Der Becherkörper 21 entspricht dem Becherkörper 1 des ersten Ausführungsbeispiels.
Er weist eine Becherwand 24 und einen Boden mit einem ersten Bodenteil 25 und einen
zweiten Bodenteil 23 auf. Die Becherwand verläuft von oben nach unten konusförmig.
Sie begrenzt an der oberen Seite die Becheröffnung des Bechers. Ausgehend von der
Öffnung verjüngt sich die Becherwand nach unten. Die Becherwand ist rotationssymmetrisch
zu ihrer Symmetrieachse 28.
[0056] Das zweite Bodenteil 23 des Becherkörpers 21 hat einen schrägen Verlauf. Dies ist
insbesondere in Figur 9 erkennbar. Das zweite Bodenteil 23 ist als schiefe Ebene ausgebildet.
[0057] In Verlängerung der Becherwand 24 befindet sich an der Unterseite des Becherkörpers
21 das erste Bodenteil 25. Es steht nach unten über das zweite Bodenteil 23 über und
bildet an der Unterseite des Becherkörpers einen Abschluss, der parallel zur Oberkante
34 der Becherwand 24 verläuft. Das Erstes Bodenteil 25 ist ausgebildet, um den Becher
auf einer Unterlage abzustellen. An der nach unten weisenden Seite ist das erste Bodenteil
abgerundet. Es bildet einen den Boden 23 umschließenden Ring, der sowohl benachbart
zur Becherwand 24 als auch benachbart zum zweiten Bodenteil angeordnet ist.
[0058] Das erste Bodenteil 25 ist wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel innen hohl ausgebildet
und zum Inneren des Becherkörpers 21 hin offen. An seiner Unterseite ist das erste
Bodenteil 25 mit Vorsprüngen 29 in Form von Noppen ausgestattet, mit denen der Becher
beim Aufstellen auf eine Unterlage deren Oberfläche berührt.
[0059] Das zweite Bodenteil 23 weist ein tiefstes Niveau 31 und ein höchstes Niveau 32 auf.
Diese sind in Figur 9 dargestellt. Das tiefste Niveau 31 und das höchste Niveau 32
befinden sich Abseits des durch die Symmetrieachse 28 definierten Zentrums des Becherkörpers
21. Das tiefste Niveau 31 und das höchste Niveau 32 sind benachbart zur Becherwand
24. Sie sind von dieser nur durch das erste Bodenteil 25 getrennt. Damit weisen das
tiefste Niveau 31 und das höchste Niveau 32 den größtmöglichen Abstand zu einander
auf.
[0060] Ein Einschnitt 30 des ersten Bodenteils 25 ist benachbart zu dem höchsten Niveau
32 des Bodens vorgesehen. Er verhindert, dass sich die bei einem mit der Öffnung nach
unten ausgerichteten Becher in der durch das zweite Bodenteil 23 und das erste Bodenteil
25 gebildeten Mulde Flüssigkeit ansammeln kann. An dem Einschnitt 30 ist die das erste
Bodenteil bildende Wand abschnittsweise nach oben gezogen. Die Tiefe des Einschnitts
entspricht dem höchsten Niveau 32 des zweiten Bodenteils.
[0061] Die Becherwand 24 ist an ihrer Innenseite mit Stapelnasen 33 ausgestattet. Dies ist
in Figur 9 dargestellt. Die Stapelnasen begünstigen das Vereinzeln von in einem Stapel
angeordneten Bechern.
[0062] Der schräge Verlauf des zweiten Bodenteils 23 sorgt dafür, dass sich ein mit Flüssigkeit
gefüllter Becher im freien Flug oder Fall derart dreht, dass die Öffnung des Becherkörpers
zur Seite ausgerichtet ist, und die Flüssigkeit ausfließen kann. Der Becher wird dadurch
im Fall oder Flug entleert. Die Gefahr von Verletzungen ist daher reduziert.
[0063] Sämtliche Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination
miteinander erfindungswesentlich sein.
Bezugszahlenliste
[0064]
- 1
- Becherkörper
- 2
- Henkel
- 3
- Zweites Bodenteil
- 4
- Becherwand
- 5
- Erstes Bodenteil
- 6
- Henkel-Verbindungsteil
- 7
- Griffteil
- 8
- Symmetrieachse
- 8a
- Längsachse
- 8b
- Schwerpunkt des leeren Bechers
- 9
- Vorsprung
- 10
- Einschnitt
- 11
- tiefstes Niveau des Bodens
- 12
- höchstes Niveau des Bodens
- 13
- Stapelnase
- 14
- Steg
- 15
- Versteifungselement
- 16
- Versteifungselement
- 17
- Durchgangsöffnung
- 18
- Oberkante der Becherwand
- 19
- Becheröffnung
- 20
-
- 21
- Becherkörper
- 22
-
- 23
- Zweites Bodenteil
- 24
- Becherwand
- 25
- Erstes Bodenteil
- 26
-
- 27
-
- 28
- Symmetrieachse
- 29
- Vorsprung
- 30
- Einschnitt
- 31
- tiefstes Niveau des Bodens
- 32
- höchstes Niveau des Bodens
- 33
- Stapelnase
- 34
- Oberkante der Becherwand
1. Stapelbarer Becher aus Kunststoff
mit einem einen Behälter bildenden, nach oben offenen Becherkörper (1), mit einem
Boden (3, 5) des Becherkörpers (1),
mit einer Becheröffnung (19) des Becherkörpers (1),
mit einer Becherwand (4) des Becherkörpers (1), welche einen Kegelstumpf mit einer
Deckfläche und einer Grundfläche aufspannt, wobei die Becheröffnung (19) mit der Grundfläche
zusammenfällt,
mit einem Henkel, welcher ein Griffteil (7) und ein das Griffteil (7) mit dem Becherkörper
(1) verbindendes, vom Becherkörper nach außen abstehendes Henkel-Verbindungsteil (6)
aufweist,
wobei das Henkel-Verbindungsteil (6) eine im wesentlichen geschlossene Fläche aufweist,
die luftundurchlässig ist,
mit einem Schwerpunkt (8b) des leeren Bechers und mit einer Längsachse (8a) des Bechers,
die durch den Schwerpunkt (8b) des leeren Bechers in vertikaler Richtung bei dem auf
einer horizontal ausgerichteten Unterlage stehenden Becher verläuft,
wobei der Boden ein erstes Bodenteil (5) aufweist, mit dem der Becher mit der Becheröffnung
(19) nach oben weisend auf eine Unterlage stellbar ist, wobei der Boden ein zweites
Bodenteil (3) mit einem Niveau oder mehreren verschiedenen Niveaus aufweist, die bei
auf einer im wesentlichen horizontal ausgerichteten Unterlage stehendem Becher oberhalb
des Niveaus des ersten Bodenteils (5) sind, derart dass der Schwerpunkt des zumindest
teilweise gefüllten Bechers abseits der Längsachse (8a) und in die dem Griffelement
(7) diametral gegenüberliege Richtung versetzt ist.
2. Stapelbarer Becher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kegelstumpf, den die Becherwand (4) aufspannt, zu zwei zueinander senkrechten
Ebenen symmetrisch ist.
3. Stapelbarer Becher nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwerpunkt des zumindest teilweise gefüllten Bechers abseits der Geraden ist,
entlang der sich die beiden Ebenen senkrecht schneiden.
4. Stapelbarer Becher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kegelstumpf, den die Becherwand (4) aufspannt, um eine Symmetrieachse (8) rotationssymmetrisch
ist, und dass der Schwerpunkt des zumindest teilweise mit einer Flüssigkeit gefüllten
Bechers versetzt zur Symmetrieachse (8) des Becherkörpers (1) in die dem Griffteil
(7) diametral gegenüberliegende Richtung ist.
5. Stapelbarer Becher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Bodenteil (3) zumindest abschnittsweise als schiefe Ebene ausgebildet
ist.
6. Stapelbarer Becher nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Bodenteil (3) zumindest abschnittsweise nach innen oder außen gekrümmt
ist.
7. Stapelbarer Becher nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Bodenteil (3) bei dem auf einer im wesentlichen horizontal ausgerichteten
Unterlage stehenden Becher ein höchstes Niveau und ein tiefstes Niveau aufweist, und
dass der Boden zwischen dem höchsten Niveau und dem tiefsten Niveau mindestens eine
Stufe aufweist.
8. Stapelbarer Becher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Bodenteil (5) abgerundet ist.
9. Stapelbarer Becher nach eine der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Bodenteil (5) an der Unterseite des Becherkörpers (1) einen umlaufenden
Ring oder mehrere Ringsegmente bildet.
10. Stapelbarer Becher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Bodenteil (5) innen hohl ist und zum Inneren des Becherkörpers (1) hin
offen ist.
11. Stapelbarer Becher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Bodenteil (5) mindestens einen Einschnitt (10) aufweist, durch den bei
einem mit der Becheröffnung nach unten ausgerichteten Becher Flüssigkeit abläuft,
die sich an der dem Behälterinneren abgewandten Seite des zweiten Bodenteils (3) sammelt.
12. Stapelbarer Becher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Bodenteil (5) mehrere nach unten vorstehende Vorsprünge (9) aufweist.
13. Stapelbarer Becher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Henkel-Verbindungsteil (6) nahe der Oberkante des Becherkörpers (1) an der Becherwand
(4) angeordnet ist, und dass sich das Griffteil (7) ausgehend von dem Henkel-Verbindungsteil
(6) nach unten erstreckt und vom Becherkörper (1) beabstandet ist.
14. Stapelbarer Becher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Henkel-Verbindungsteil (6) mindestens zwei im wesentlichen senkrecht zu der geschlossenen
Fläche verlaufende Versteifungselemente (15, 16) aufweist, die das Griffteil (7) mit
der Außenseite der Becherwand (4) verbinden.
15. Stapelbarer Becher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Griffteil (17) an seiner dem Becherkörper abgewandten Seite abgerundet oder abgeschrägt
ist.