[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verriegelungseinrichtung für eine Ausziehsperrvorrichtung
für zumindest zwei, in einen Möbelkorpus einschiebbare und aus dem Möbelkorpus ausziehbare
Möbelteile, insbesondere Schubladen, wobei die Verriegelungseinrichtung einen, um
eine Schwenkachse schwenkbaren Riegelkörper aufweist, welcher zwischen zumindest einer
Blockierstellung zum Blockieren der Möbelteile in ihrer eingeschobenen Stellung und
zumindest einer Freigabestellung zum Herausziehen zumindest eines der Möbelteile aus
dem Möbelkorpus schwenkbar ist.
[0002] Ausziehsperrvorrichtungen sind in einer Vielzahl von Ausgestaltungsformen beim Stand
der Technik bekannt. Sie dienen dazu, zu verhindern, dass zusätzliche ausziehbare
Möbelteile wie z. B. Schubladen aus einem Möbelkorpus herausgezogen werden können,
wenn bereits andere entsprechend ausziehbare Möbelteile bzw. Schubladen aus diesem
Möbelkorpus herausgezogen sind. Es geht meist darum, zu verhindern, dass der Möbelkorpus
versehentlich aus dem Gleichgewicht gerät bzw. umfällt, wenn gleichzeitig zu viele
ausziehbare Möbelteile bzw. Schubladen aus ihm herausgezogen sind. Üblicherweise blockieren
solche Ausziehsperrvorrichtungen bereits dann das Herausziehen weiterer ausziehbarer
Möbelteile bzw. Schubladen, wenn nur ein einziges ausziehbares Möbelteil aus dem Möbelkorpus
herausgezogen ist. Eine solche Ausziehsperrvorrichtung ist z. B. in der
EP 2 497 883 A2 gezeigt. In dieser Schrift ist, um eine absperrbare Ausziehsperrvorrichtung zu schaffen,
eine gattungsgemäße Verriegelungseinrichtung vorgesehen, welche in dieser Schrift
als Schloss bezeichnet wird. Befindet sich der um die Schwenkachse schwenkbare Riegelkörper
dieser Verriegelungseinrichtung in seiner Blockierstellung, so kann keines der ausziehbaren
Möbelteile aus dem Möbelkorpus herausgezogen werden. In der Freigabestellung des Riegelkörpers
lässt sich zumindest ein ausziehbares Möbelteil bzw. eine solche Schublade aus dem
Möbelkorpus herausziehen, womit dann wiederum die anderen Möbelteile blockiert sind
und nicht aus dem Möbelkorpus herausgezogen werden können.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Verriegelungseinrichtung der oben genannten Art
dahingehend zu verbessern, dass sie möglichst flexibel einsetzbar ist.
[0005] Hierzu ist gemäß der Erfindung vorgesehen, dass der Riegelkörper in zwei einander
entgegengesetzten Schwenkrichtungen aus der Blockierstellung in die Freigabestellung
um die Schwenkachse schwenkbar ist.
[0006] Im Unterschied zum genannten Stand der Technik, bei dem der Riegelkörper nur in einer
einzigen Schwenkrichtung aus der Blockierstellung in die Freigabestellung geschwenkt
werden kann, ist durch die nun erfindungsgemäß vorgesehenen beiden, einander entgegengesetzten
Schwenkrichtungen, in denen der Riegelkörper aus der Blockierstellung heraus geschwenkt
werden kann, eine größere Flexibilität in den Einsatzmöglichkeiten erfindungsgemäßer
Verriegelungseinrichtungen geschaffen. Die erfindungsgemäßen Verriegelungseinrichtungen
können nun von unterschiedlichsten Schlössern, seien es nun Schlüsselschlösser oder
elektronische Schlösser oder anderweitige Schlösser, angesteuert werden. Durch die
beiden einander entgegengesetzten Schwenkrichtungen der erfindungsgemäßen Verriegelungseinrichtungen
kommt es dabei nicht mehr darauf an, in welche Richtung der in Kombination mit der
Verriegelungseinrichtung eingesetzte Schlosstyp öffnet und/oder schließt. Erfindungsgemäße
Verriegelungseinrichtungen können sowohl mit in Uhrzeigersinn öffnenden Schlössern
als auch mit entgegen dem Uhrzeigersinn öffnenden Schlössern kombiniert werden.
[0007] Wenn die erfindungsgemäße Verriegelungseinrichtung mehrere Blockierstellungen und/oder
mehrere Freigabestellungen aufweist, ist erfindungsgemäß entsprechend vorgesehen,
dass der Riegelkörper in zwei einander entgegengesetzten Schwenkrichtungen aus der
Blockierstellung oder zumindest einer der Blockierstellungen in die Freigabestellung
oder zumindest eine der Freigabestellungen um die Schwenkachse schwenkbar ist.
[0008] Günstig ist es, wenn die Verriegelungseinrichtung ein Anschlussstück zum Anschluss
an ein Schloss aufweist. Dieses Anschlussstück sollte dann in direkter oder zumindest
indirekter Wirkverbindung mit dem Riegelkörper stehen. Günstig ist es dabei, wenn
eine Zwangskopplung zwischen Anschlussstück und Riegelkörper vorgesehen ist, welche
dafür sorgt, dass der Riegelkörper gedreht wird, wenn das Anschlussstück gedreht wird.
In besonders bevorzugten Varianten ist das Anschlussstück einstückig mit dem Riegelkörper
ausgebildet.
[0009] Günstig ist es in diesem Zusammenhang auch, wenn der Riegelkörper in zwei einander
entgegengesetzten Schwenkrichtungen aus der Freigabestellung oder zumindest einer
der Freigabestellungen, vorzugsweise aus allen Freigabestellungen, in die Blockierstellung
oder eine der Blockierstellungen, vorzugsweise in alle Blockierstellungen, um die
Schwenkachse schwenkbar ist. Bevorzugt ist, dass der Riegelkörper sowohl im Uhrzeigersinn
als auch entgegen des Uhrzeigersinns um die Schwenkachse schwenkbar ist.
[0010] Im Sinne einer flexiblen Einsetzbarkeit der erfindungsgemäßen Verriegelungseinrichtung
sehen besonders bevorzugte Ausgestaltungsformen vor, dass der Riegelkörper in zumindest
einer der Schwenkrichtungen, vorzugsweise in beiden einander entgegengesetzten Schwenkrichtungen,
um mehr als 360°, vorzugsweise endlos, um die Schwenkachse schwenkbar ist. Um definierte
Endlagen sicherzustellen, kann vorgesehen sein, dass der Riegelkörper um die Schwenkachse
schwenkbar in einem Lagerkörper gelagert ist und der Riegelkörper und/oder der Lagerkörper
zumindest ein Rastelement zum lösbaren Einrasten in zumindest einer Blockierstellung
und/oder in zumindest einer Freigabestellung aufweist bzw. aufweisen. Dabei kann das
Rastelement sowohl am Lagerkörper als auch am Riegelkörper angeordnet sein. Es ist
auch möglich, dass sowohl Lagerkörper als auch Riegelkörper miteinander zusammenwirkende
Rastelemente aufweisen. Es können auch mehr als ein Rastelement vorgesehen sein, z.
B. um ein Einrasten in einer vorgegebenen Freigabestellung und in einer vorgegebenen
Blockierstellung sicherzustellen. Als Rastelemente können flexible Nasen, reibschlüssig
miteinander zusammenwirkende Bereiche oder dergleichen eingesetzt werden.
[0011] Um die Verriegelungseinrichtung an Ausziehsperrvorrichtungen, insbesondere an deren
Schienen befestigen zu können, sehen bevorzugte Ausgestaltungsformen der Erfindung
vor, dass die Verriegelungseinrichtung eine Befestigungseinrichtung zur Befestigung
der Verriegelungseinrichtung an einer Schiene einer Ausziehsperrvorrichtung aufweist.
Bei den Befestigungseinrichtungen kann es sich z. B. um Schrauben, Nieten, Klemmverbindungen
oder auch nur um Löcher für Befestigungsschrauben handeln.
[0012] Um den Riegelkörper möglichst gut abzustützen, damit er auch bei größeren, auf ihn
einwirkenden Kräften z. B. durch Fehlbedienung ausreichend stabil ist, sehen besonders
bevorzugte Ausgestaltungsformen der Erfindung vor, dass der Riegelkörper um die Schwenkachse
schwenkbar in einem Lagerkörper an zumindest zwei, in Längsrichtung der Schwenkachse
voneinander distanzierten Lagerstellen gelagert ist. Zwischen den Lagerstellen muss
der Riegelkörper dabei nicht unbedingt abgestützt sein. In diesem Sinne kann vorgesehen
sein, dass der Riegelkörper zwischen den voneinander distanzierten Lagerstellen frei
von einer Lagerung ist.
[0013] Bevorzugte Ausgestaltungsformen der Erfindung sehen vor, dass der Riegelkörper zumindest
zwei in Längsrichtung der Schwenkachse voneinander distanzierte und in radialer Richtung
von der Schwenkachse abstehende Riegelarme aufweist. Dabei ist bevorzugt vorgesehen,
dass er mit einem Riegelarm oder den, in diesen Ausführungsbeispielen vorgesehenen,
beiden Riegelarmen in der Blockierstellung mit einem Anschlagstück der Ausziehsperrvorrichtung
zusammenwirkt. Besonders bevorzugte Ausgestaltungsformen der Erfindung sehen bei Varianten
mit zumindest zwei Riegelarmen vor, dass der Lagerkörper eine Federkörperaufnahme
zur Abstützung eines Federkörpers aufweist und die Riegelarme beim Verschwenken des
Riegelkörpers um die Schwenkachse auf einander entgegengesetzten Seiten der Federkörperaufnahme
an dieser vorbeischwenkbar sind.
[0014] Im Sinne einer besonders hohen Stabilität der Verriegelungseinrichtung bzw. des Riegelkörpers,
insbesondere auch für den Fall von Fehlbedienungen kann vorgesehen sein, dass der
Riegelkörper, vorzugsweise ein Riegelarm oder die Riegelarme, bezogen auf die Schwenkachse
zumindest eine schräg zur radialen Richtung angeordnete Anlagefläche zur Anlage an
einer Gegenanlagefläche der Ausziehsperrvorrichtung aufweist. Hierdurch kann verhindert
werden, dass der Riegelarm oder die Riegelarme seitlich weggedrückt werden. Es reichen
hierzu in bevorzugten Ausgestaltungsformen schon relativ geringe Winkel aus. So kann
z. B. vorgesehen sein, dass die schräg zur radialen Richtung angeordnete Anlagefläche
ein Winkel zwischen 3° und 10° gegen eine normal auf der radialen Richtung stehende
Ebene, vorzugsweise einen Winkel von 4° bis 7° gegen eine normal auf der radialen
Richtung stehende Ebene, aufweist.
[0015] Neben der Verriegelungseinrichtung selbst betrifft die Erfindung auch eine Ausziehsperrvorrichtung,
welche zumindest eine erfindungsgemäße Verriegelungseinrichtung zum Blockieren der
Möbelteile in ihrer eingeschobenen Stellung aufweist. Befindet sich die Verriegelungseinrichtung
bzw. deren Riegelkörper in der Freigabestellung, so kann zumindest ein, vorzugsweise
genau ein, Möbelteil aus dem Möbelkorpus herausgezogen werden. Die Ausziehsperrvorrichtungen
weisen günstigerweise ein Anschlagstück auf, mit dem der Riegelkörper vorzugsweise
dessen Riegelarm bzw. dessen Riegelarme in der Blockierstellung zusammenwirken. Dieses
Anschlagstück kann für die Anlagefläche bzw. die Anlageflächen des Riegelkörpers bzw.
der Riegelarme eine entsprechende Anzahl von Gegenanlageflächen aufweisen. Auch diese
Gegenanlageflächen können entsprechend schräg zur genannten radialen Richtung ausgebildet
sein, um mit den Anlageflächen des Riegelkörpers bzw. des Riegelarms bzw. der Riegelarme
optimal zusammenwirken zu können.
[0016] Weitere Merkmale und Einzelheiten bevorzugter Ausgestaltungsformen der Erfindung
werden im Nachfolgenden anhand der Figurenbeschreibung erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1 und 2
- eine gattungsgemäße Verriegelungseinrichtung gemäß dem Stand der Technik;
- Fig. 3 bis 6
- verschiedene Ansichten und Stellungen von erfindungsgemäßen Verriegelungseinrichtungen;
- Fig. 7
- eine Explosionsdarstellung zur erfindungsgemäßen Verriegelungseinrichtung gemäß den
Fig. 3 bis 6;
- Fig. 8 und 9
- eine Ausziehsperrvorrichtung mit einer erfindungsgemäßen Verriegelungseinrichtung
gemäß den Fig. 3 bis 7;
- Fig. 10 und 11
- vergrößert weitere Freigabestellungen des in der Fig. 8 gezeigten Ausführungsbeispiels
der Verriegelungseinrichtung bzw. Ausziehsperrvorrichtung;
- Fig. 12 und 13
- eine andere Ausziehsperrvorrichtung mit einer erfindungsgemäßen Verriegelungseinrichtung.
[0017] Die Fig. 1 und 2 zeigen eine gattungsgemäße Verriegelungseinrichtung 1', wie sie
aus der
EP 2 497 883 A2 bekannt ist.
[0018] Bei dieser gattungsgemäßen Verriegelungseinrichtung 1' ist vorgesehen, dass ein Riegelkörper
4' um seine Schwenkachse 3' schwenkbar im Lagerkörper 7' gelagert ist. Mit den Befestigungseinrichtungen
21' hier in Form von Schraublöchern kann die Verriegelungseinrichtung 1' an einer
entsprechenden Ausziehsperrvorrichtung 2 bzw. an deren Führungsschiene 32 befestigt
werden.
[0019] Fig. 1 zeigt den Riegelkörper 4' der gattungsgemäßen Verriegelungseinrichtung 1'
gemäß dem Stand der Technik in der Blockierstellung. Fig. 2 zeigt die Freigabestellung.
Ein Verschwenken des Riegelkörpers 4' von der Blockierstellung gemäß Fig. 1 in die
Freigabestellung gemäß Fig. 2 ist ausschließlich in Schwenkrichtung 5' also im Uhrzeigersinn
möglich. Für den Schließvorgang, also das Schwenken von der Freigabestellung gemäß
Fig. 2 in die Blockierstellung gemäß
[0020] Fig. 1 muss die Schwenkrichtung 6' bei diesem Stand der Technik entgegen des Uhrzeigersinns
realisiert werden. Dies bedeutet, dass bei gattungsgemäßen Verriegelungseinrichtungen
1' die Öffnungs- und Schließrichtungen fix vorgegeben sind, was zur Folge hat, dass
solche Verriegelungseinrichtungen 1' gemäß dem Stand der Technik auch nur zusammen
mit Schlössern bzw. Schließvorrichtungen eingesetzt werden können, die dieselbe Öffnungs-
und Schließrichtung aufweisen.
[0021] Um nun eine flexible, mit verschiedenen Schlosstypen bzw. Schließeinrichtungen kombinierbare
Verriegelungseinrichtung 1 zu schaffen, sieht die Erfindung vor, dass der Riegelköper
4 in zwei einander entgegengesetzten Schwenkrichtungen 5 und 6 aus der Blockierstellung
in zumindest eine der Freigabestellungen um die Schwenkachse 3 schwenkbar ist, wie
dies nun anhand eines Ausführungsbeispiels zunächst anhand der Fig. 3 bis 6 erläutert
wird. Die Fig. 3, 5 und 6 zeigen perspektivische Ansichten auf die erfindungsgemäße
Verriegelungseinrichtung 1, wobei sich der Riegelkörper 4 in verschiedenen Freigabestellungen
befindet. Fig. 4 zeigt eine Seitenansicht zu Fig. 3. Die Blockierstellung dieser Verriegelungseinrichtung
1 bzw. ihres Riegelkörpers 4 ist gut in Fig. 9 zu sehen.
[0022] Bei der Verriegelungseinrichtung 1 gemäß der Erfindung, wie sie hier in den Fig.
dargestellt ist, ist der Riegelkörper 4 um die Schwenkachse 3 schwenkbar im Lagerkörper
7 gelagert. Der Lagerkörper 7 weist auch Befestigungseinrichtungen 21 in Form von
Löchern auf, durch die hindurch er mittels Schrauben an einer Ausziehsperrvorrichtung
2 bzw. ihrer Führungsschiene 32 befestigt werden kann.
[0023] Erfindungsgemäß ist nun vorgesehen, dass der Riegelkörper 4 aus der in Fig. 9 gezeigten
Blockierstellung sowohl in Schwenkrichtung 5, also im Uhrzeigersinn als auch in der
dazu entgegengesetzten Schwenkrichtung 6, also entgegen des Uhrzeigersinns aus der
Blockierstellung in zumindest eine Freigabestellung um die Schwenkachse 3 schwenkbar
ist. In diesem Ausführungsbeispiel ist auch realisiert, dass der Riegelkörper 4 beim
Verschwenken in Schwenkrichtungen 5 und 6 weder in der einen noch in der anderen Richtung
anschlägt, sodass er um mehr als 360°, quasi endlos, um die Schwenkachse 3 geschwenkt
werden kann. Im gezeigten Ausführungsbeispiel weist der Riegelkörper 4 zwei in Längsrichtung
9 entlang der Schwenkachse 3 voneinander distanzierte Riegelarme 13 und 14 auf. Diese
stehen in radialer Richtung 12 bzgl. der Schwenkachse 3 vom restlichen Riegelkörper
4 ab. Mit ihren Anlageflächen 17 und 18 liegen die Riegelkörper 4 in der Blockierstellung
gemäß Fig. 9 an entsprechenden Gegenanlageflächen 19 und 20 des Anschlagstücks 33
an und verhindern so, dass dieses Anschlagstück 33 nach oben bzw. in Richtung hin
zur Verriegelungseinrichtung 1 bewegt werden kann.
[0024] In Fig. 4 ist gut zu sehen, dass die Anlageflächen 17 und 18 bei diesem Ausführungsbeispiel
schräg zur radialen Richtung 12 angeordnet sind. Dies gilt in diesem Ausführungsbeispiel
auch für die Gegenanlageflächen 19 und 20. Hierdurch wird ein Auseinanderdrücken der
Riegelarme 13 und 14 auch bei hohen Kräften verhindert. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
weisen die Anlageflächen 17 und 18 und auch die Gegenanlageflächen 19 und 20 einen
Winkel von 5° gegen eine auf der radialen Richtung 12 normal stehende Ebene 36, wie
sie in Fig. 4 schematisiert eingezeichnet ist, auf.
[0025] Zwischen den beiden Riegelarmen 13 und 14 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel ein
Platz geschaffen, der zumindest der Breite der Federkörperaufnahme 15 des Lagerkörpers
7 entspricht. Hierdurch wird erreicht, dass die Riegelarme 13 und 14 beim Verschwenken
des Riegelkörpers 4 um die Schwenkachse 3 auf einander entgegengesetzten Seiten der
Federkörperaufnahme 15 an dieser vorbei schwenkbar sind, siehe z. B. Fig. 4 und 6.
[0026] Um den Riegelkörper 4 möglichst stabil abzustützen, ist er an zwei, in Längsrichtung
9 der Schwenkachse 3 voneinander distanzierten Lagerstellen 10 und 11 des Lagerkörpers
7 abgestützt bzw. gelagert. Hierdurch kann der Riegelkörper 4 besonders gut gegen
in radialer Richtung 12 wirkende Kräfte abgestützt werden. Zwischen den voneinander
distanzierten Lagerstellen 10 und 11 ist der Riegelkörper 4 frei von einer Lagerung,
also nicht gelagert. Im gezeigten Ausführungsbeispiel weist der Riegelkörper 4 zwei
tonnen- bzw. walzenförmige Abschnitte 37 und 38 auf, mit denen er an den Lagerstellen
10 und 11 des Lagerkörpers 7 gelagert ist.
[0027] Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind am Riegelkörper 4 bzw. dessen tonnen- bzw.
walzenförmigen Abschnitten 37 und 38 Rastelemente 8 in Form von vorstehenden Nasen
vorgesehen. Mit diesen Rastelementen 8 erfolgt ein gewisses Einrasten zwischen Lagerkörper
7 und Riegelkörper 4 wenn der Riegelkörper 4 sich in einer gewissen Stellung befindet.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind dies die Freigabestellungen gemäß Fig. 3 und
4 sowie die Blockierstellungen gemäß Fig. 9. Natürlich können solche Rastelemente
8 auch anders ausgestaltet sein, genauso wie andere definierte Positionen zum Einrasten
vorgesehen sein können. In der Anordnung und Ausgestaltungsform von solchen Rastelementen
8 gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten. Der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen,
dass eine solche Raststellung durch Weiterdrehen des Riegelkörpers in einer der Schwenkrichtungen
5 oder 6 auch wieder verlassen werden kann.
[0028] Zur Kopplung des Riegelkörper 4 mit einem entsprechenden Schloss, also z. B. Zahlenschloss
oder Schlüsselschloss, weist die erfindungsgemäße Verriegelungseinrichtung 1 das Anschlussstück
24 auf. Über dieses kann ein entsprechendes Schloss auf die Verriegelungseinrichtung
1 einwirken und den Riegelkörper 4 in die Schwenkrichtung 5 bzw. 6 zu schwenken. Fig.
7 zeigt eine Explosionsdarstellung der erfindungsgemäßen Verriegelungseinrichtung
1 des hier gezeigten Ausführungsbeispiels. Hier ist gut zu sehen, dass in diesem Ausführungsbeispiel
das Anschlussstück 24 einstückig mit dem restlichen Riegelkörper 4 ausgebildet ist.
Zwischen dem Anschlussstück 24 und den Riegelarmen 13 und 14 weist der Riegelkörper
4 dieses Ausführungsbeispiels den Hals 26 auf, mit dem er um die Schwenkachse 3 schwenk-
bzw. drehbar im Drehlager 25 des Lagerkörpers 7 gelagert ist. Auf der zum Anschlussstück
24 weisenden Seite des Halses 26 befindet sich der Kragen 27, welcher zur axialen
Abstützung des Riegelkörpers 4 in Längsrichtung 9 der Schwenkachse 3 dient, indem
der Kragen 27 zwischen dem Lagerkörper 7 und dem Seitenteil 22 geführt ist. Das Seitenteil
22 wird mittels der Schraube 23 am Lagerkörper 7 befestigt.
[0029] In den Fig. 8 und 9 ist eine erfindungsgemäße Ausziehsperrvorrichtung 2 als Beispiel
gezeigt, bei der eine erfindungsgemäße Verriegelungseinrichtung 1 zum Einsatz kommt.
Abgesehen von der erfindungsgemäßen Verriegelungseinrichtung 1 entspricht die Ausziehsperrvorrichtung
2 im Wesentlichen der in der
EP 2 497 883 A2 offenbarten Variante solcher Ausziehsperrvorrichtungen, sodass zur Erläuterung der
Funktion der Ausziehsperrvorrichtung grundsätzlich auf diese Schrift, also auf die
EP 2 497 883 A2 verwiesen werden kann.
[0030] In Fig. 8 befindet sich der Riegelkörper 4 in derjenigen Freigabestellung, in der
seine Riegelarme 13 und 14 vertikal nach oben weisen. Fig. 9 zeigt, wie bereits gesagt,
die Blockierstellung, bei der die Riegelarme 13 und 14 des Riegelkörpers 4 nach unten
geschwenkt sind und mit ihren Anlageflächen 17 und 18 an den Gegenanlageflächen 19
und 20 des Anschlagstücks 33 anliegen und somit verhindern, dass das Anschlagstück
33 nach oben, also in Richtung hin zur Verriegelungseinrichtung 1 gedrückt werden
kann.
[0031] Wie im genannten Stand der Technik ausführlich beschrieben, sind die Stützelemente
31 und auch die Zwischenelemente 34 entlang der Führungsschiene 32 der Ausziehsperrvorrichtung
2 verschiebbar gelagert. Dies gilt auch für das Anschlagstück 33. Diese Verschiebbarkeit
all dieser Elemente entlang der Führungsschiene ist aber nur solange gegeben, solange
sich der Riegelkörper 4 in einer der Freigabestellungen und nicht in der Blockierstellung
gemäß Fig. 9 oder einer anderen Blockierstellung befindet, in der die Anlageflächen
17 und 18 noch im Eingriff mit den Gegenanlageflächen 19 und 20 sind.
[0032] In den Darstellungen der Fig. 8 und 9 befindet sich am auf der Verriegelungseinrichtung
1 entgegengesetzten Ende der Führungsschiene 32 ein fixer Anschlag 41. Dieser ist
in Längsrichtung der Führungsschiene 32 nicht verschiebbar. An ihm liegt das unterste
Stützelement 31 bzw. Zwischenelement 34 an. Im gezeigten Ausführungsbeispiel gemäß
der Fig. 8 und 9 handelt es sich um eine relativ kurze Ausziehsperrvorrichtung 2 für
nur zwei ausziehbare Möbelteile. In gleicher Art und Weise können aber auch längere
Ausziehsperrvorrichtungen 2 für mehr als zwei ausziehbare Möbelteile, insbesondere
Schubladen, realisiert werden.
[0033] Um nun eine hier nicht dargestellte, an dem Auslöseelementträger 28 befestigte Schublade
oder ein sonstiges, aus einem hier auch nicht dargestellten Möbelkorpus ausziehbares
Möbelteil in der Ausziehrichtung 29 aus der Ausziehsperrvorrichtung 2 herausziehen
zu können, muss sich der Riegelkörper 4 in einer der Freigabestellungen befinden.
Dann kann das diesen Auslöseelementträger 28 bisher verriegelnde Stützelement 31 um
seine Schwenkachse so weit geschwenkt werden, dass ein hier eigentlich nicht sichtbarer,
in Fig. 8 nur gestrichelt eingezeichneter Zapfen 39 aus der hakenförmigen Aufnahme
40 des Stützelementes 31 herausgezogen werden kann. In Fig. 8 handelt es sich dabei
um das oberste Stützelement 31. Damit dieses Stützelement die Schwenkbewegung durchführen
kann, muss es entlang der Führungsschiene 32 nach oben in Richtung hin zur Verriegelungseinrichtung
1 verschoben werden. Dies bedeutet aber auch, dass das auf ihm abgestützte Anschlagstück
33 mit in Richtung hin zur Verriegelungseinrichtung 1 verschoben werden muss. Dies
ist nur möglich, wenn sich der Riegelkörper 4 in einer der Freigabestellungen befindet.
Befindet er sich in der Blockierstellung gemäß Fig. 9, so kann das Anschlagstück 33
nicht in Richtung Verriegelungseinrichtung 1 verschoben werden, was zur Folge hat,
dass keines der Stützelemente 31 so verschwenkt werden kann, dass das in ihm gehaltene
Auslöseelement 28 in Ausziehrichtung 29 herausgezogen werden kann. Die in Fig. 9 dargestellte
Blockierstellung sorgt also dafür, dass kein einziges bewegbares Möbelteil aus dem
Möbelkorpus herausgezogen werden kann. In der Situation gemäß Fig. 8 ist die hier
gezeigte Ausziehsperrvorrichtung 2 so ausgebildet, dass nur ein einziges Auslöseelement
28 und damit ein einziges bewegbares Möbelteil aus dem Möbelkorpus herausgezogen werden
kann. Ist dies, wie in Fig. 8 gezeigt, bereits der Fall, so sind alle anderen Stützelemente
31 ebenfalls derart blockiert, dass kein weiteres Auslöseelement 28 und damit auch
kein weiteres Möbelteil mehr herausgezogen werden kann.
[0034] Das Wiedereinschieben der bewegbaren Möbelteile und damit der Auslöseelemente 28
erfolgt in Einschubrichtung 30. Sobald der Zapfen 39 dann entsprechend in die hakenförmige
Aufnahme 40 eingeschoben wird, kommt es zum Zurückschwenken des Stützelementes 31,
sodass dann entweder ein anderes Auslöseelement 28 bzw. ein anderes bewegbares Möbelteil
in Ausziehrichtung 29 herausgezogen werden kann oder durch Schwenken des Riegelkörpers
4 in die Blockierstellung gemäß Fig. 9 eine Verriegelung der gesamten Ausziehsperrvorrichtung
2 vorgenommen wird.
[0035] Der in Fig. 9 gut sichtbare Federkörper 16, hier in Form einer Spiralfeder, ist in
der Federkörperaufnahme 15 gelagert und sorgt für eine Federbelastung des Anschlagstücks
33 in Richtung hin zu den Stützelementen 31 bzw. den Zwischenelementen 34 und damit
für eine Spielfreistellung, um ein Klappern der Ausziehsperrvorrichtung 2 in der Freigabestellung
der Verriegelungseinrichtung 1 zu verhindern.
[0036] In den Fig. 10 und 11 sind weitere Freigabestellungen der erfindungsgemäßen Verriegelungseinrichtung
1 gezeigt. In Fig. 10 zeigen die Riegelarme 13 und 14 nach hinten, in Fig. 11 nach
vorne. In allen gezeigten Freigabestellungen kann das Anschlagstück 33 unter Komprimierung
des Federkörpers 16 hin zur Verriegelungseinrichtung 1 geschoben werden.
[0037] Grundsätzlich können erfindungsgemäße Verriegelungseinrichtungen 1 in einer Vielzahl
von verschiedenen Ausziehsperrvorrichtungen 2 eingesetzt werden. In den Fig. 12 und
13 ist beispielhaft hierfür eine andere Ausziehsperrvorrichtung 2, wie sie beim Stand
der Technik ebenfalls bekannt ist, gezeigt, bei der dieselbe erfindungsgemäße Verriegelungseinrichtung
1 eingesetzt ist, um in der Blockierstellung des Riegelkörpers 4 alle hier nicht dargestellten
Möbelteile in ihrer eingeschobenen Stellung zu blockieren. Fig. 12 und 13 zeigen eine
Freigabestellung des Riegelkörpers 4, in der das Anschlagstück 33 ein Stück weit nach
oben in Richtung hin zur Verriegelungseinrichtung 1 geschoben werden kann.
[0038] Im Unterschied zur Ausziehsperrvorrichtung 2 gemäß der Fig. 8 und 9 sind die Stützelemente
in der Variante gemäß Fig. 12 bis 13 nicht einstückig, sondern in Form von zwei aufeinander
aufliegenden Stützelementen 31' realisiert, wobei an dem jeweils oberen Stützelement
31' ein verschwenkbarer Haken 35 angeordnet ist. Die hier nicht dargestellten Zapfen
39 der ebenfalls nicht dargestellten Auslöseelementträger 28 müssen beim Herausziehen
in Ausziehrichtung 29 zwischen jeweils zwei miteinander zusammenwirkenden, unmittelbar
aufeinander folgenden Stützelementen 31 hindurchgezogen werden, wobei dann der Haken
35 geschwenkt wird und so durch Anlage am unteren Stützelement 31 die oberhalb liegenden
Stützelemente 31' und Zwischenelemente 34 nach oben schiebt. Die Stellung, bei der
ein Auslöseelementträger 28 und damit ein verschiebbares bzw. ausziehbares Möbelteil
aus dem Möbelkorpus herausgezogen ist, ist in Fig. 13 gezeigt. Die Stelle an der der
nicht dargestellte Auslöseelementträger 28 in Ausziehrichtung 29 herausgezogen wurde,
ist mit dem Pfeil 42 gekennzeichnet. In dieser Stellung sind die Stützelemente 31'
und die Zwischenelemente 34 so zwischen dem unteren Anschlag 41 und der Verriegelungseinrichtung
1 eingeklemmt, dass kein weiterer Haken 35 verschwenkt werden kann, womit auch kein
weiteres Möbelteil aus dem Möbelkorpus hinausgezogen werden kann. Dies ist soweit
alles an sich bekannt und muss hier nicht weiter erläutert werden.
[0039] Festzuhalten ist jedenfalls, dass, wenn man in der Stellung gemäß Fig. 12 den Riegel
4 mit seinen Riegelarmen 13 bzw. 14 in die hier nicht dargestellte Blockierstellung
nach unten schwenkt, auch bei diesem Ausführungsbeispiel das Anschlagstück 33 so abgestützt
wird, dass es nicht mehr nach oben in Richtung hin zur Verriegelungseinrichtung 1
verschoben werden kann. Dadurch sind dann auch die Stützelemente 31' und Zwischenelemente
34 so zwischen dem Riegelkörper 4 und dem unteren Anschlag 41 eingeklemmt, dass alle
Möbelteile blockiert sind und nicht in Ausziehrichtung 29 herausgezogen werden können.
Legende zu den Hinweisziffern:
1,1' |
Verriegelungseinrichtung |
22 |
Seitenteil |
2 |
Ausziehsperrvorrichtung |
23 |
Schraube |
3,3' |
Schwenkachse |
24 |
Anschlussstück |
4,4' |
Riegelkörper |
25 |
Drehlager |
5,5' |
Schwenkrichtung |
26 |
Hals |
6,6' |
Schwenkrichtung |
27 |
Kragen |
7,7' |
Lagerkörper |
28 |
Auslöseelementträger |
8 |
Rastelement |
29 |
Ausziehrichtung |
9 |
Längsrichtung |
30 |
Einschubrichtung |
10 |
Lagerstelle |
31,31' |
Stützelement |
11 |
Lagerstelle |
32 |
Führungsschiene |
12 |
radiale Richtung |
33 |
Anschlagstück |
13 |
Riegelarm |
34 |
Zwischenelement |
14 |
Riegelarm |
35 |
Haken |
15 |
Federkörperaufnahme |
36 |
Ebene |
16 |
Federkörper |
37 |
Abschnitt |
17 |
Anlagefläche |
38 |
Abschnitt |
18 |
Anlagefläche |
39 |
Zapfen |
19 |
Gegenanlagefläche |
40 |
hakenförmige Aufnahme |
20 |
Gegenanlagefläche |
41 |
Anschlag |
21,21' |
Befestigungseinrichtung |
42 |
Pfeil |
1. Verriegelungseinrichtung (1) für eine Ausziehsperrvorrichtung (2) für zumindest zwei,
in einen Möbelkorpus einschiebbare und aus dem Möbelkorpus ausziehbare Möbelteile,
insbesondere Schubladen, wobei die Verriegelungseinrichtung (1) einen, um eine Schwenkachse
(3) schwenkbaren Riegelkörper (4) aufweist, welcher zwischen zumindest einer Blockierstellung
zum Blockieren der Möbelteile in ihrer eingeschobenen Stellung und zumindest einer
Freigabestellung zum Herausziehen zumindest eines der Möbelteile aus dem Möbelkorpus
schwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegelkörper (4) in zwei einander entgegengesetzten Schwenkrichtungen (5, 6)
aus der Blockierstellung in die Freigabestellung um die Schwenkachse (3) schwenkbar
ist.
2. Verriegelungseinrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegelkörper (4) sowohl im Uhrzeigersinn als auch entgegen des Uhrzeigersinns
um die Schwenkachse (3) aus der Blockierstellung heraus schwenkbar ist.
3. Verriegelungseinrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegelkörper (4) in zumindest einer der Schwenkrichtungen (5, 6), vorzugsweise
in beiden einander entgegengesetzten Schwenkrichtungen (5, 6), um mehr als 360°, vorzugsweise
endlos, um die Schwenkachse (3) schwenkbar ist.
4. Verriegelungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegelkörper (4) um die Schwenkachse (3) schwenkbar in einem Lagerkörper (7)
gelagert ist und der Riegelkörper (4) und/oder der Lagerkörper (7) zumindest ein Rastelement
(8) zum lösbaren
Einrasten des Riegelkörpers (4) am Lagerkörper (7), vorzugsweise in der oder zumindest
einer der Blockierstellungen und/oder in der oder zumindest einer der Freigabestellungen
aufweist bzw. aufweisen.
5. Verriegelungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegelkörper (4) um die Schwenkachse (3) schwenkbar in einem oder in dem Lagerkörper
(7) an zumindest zwei, in Längsrichtung (9) der Schwenkachse (3) voneinander distanzierten
Lagerstellen (10,11) gelagert ist.
6. Verriegelungseinrichtung (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegelkörper (4) zwischen den voneinander distanzierten Lagerstellen (10, 11)
frei von einer Lagerung ist.
7. Verriegelungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegelkörper (4) zumindest einen, vorzugsweise zumindest zwei in Längsrichtung
(9) der Schwenkachse (3) voneinander distanzierte, in radialer Richtung (12) von der
Schwenkachse (3) abstehende(n) Riegelarm(e) (13, 14) aufweist.
8. Verriegelungseinrichtung (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Lagerkörper (7) eine Federkörperaufnahme (15) zur Aufnahme und/oder Abstützung
eines Federkörpers (16) aufweist und die Riegelarme (13, 14) beim Verschwenken des
Riegelkörpers (4) um die Schwenkachse (3) auf einander entgegengesetzten Seiten der
Federkörperaufnahme (15) an dieser vorbeischwenkbar sind.
9. Verriegelungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegelkörper (4), vorzugsweise ein Riegelarm (13, 14) oder die Riegelarme (13,
14), bezogen auf die Schwenkachse (3), zumindest eine schräg zur radialen Richtung
(12) angeordnete Anlagefläche (17, 18) zur Anlage an einer Gegenanlagefläche (19,
20) der Ausziehsperrvorrichtung (2) aufweist.
10. Ausziehsperrvorrichtung (2) für zumindest zwei, in einen Möbelkorpus einschiebbare
und aus dem Möbelkorpus ausziehbare Möbelteile, insbesondere Schubladen, dadurch gekennzeichnet, dass sie zumindest eine Verriegelungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9
zum Blockieren der Möbelteile in ihrer eingeschobenen Stellung aufweist.