[0001] Die Erfindung betrifft ein Kreiselpumpenaggregot, insbesondere ein Heizungsumwälzpumpenaggregat
mit den im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen.
[0002] Kreiselpumpenaggregate dieser Art bestehen typischerweise aus einer Kreiselpumpe
und einem diese antreibenden Elektromotor, einem elektronischen Drehzahlsteller, z.
B. einen Frequenzumrichter für den Motor und einer internen elektronischen Regelung,
bei welcher die Stellgröße die Drehzahl des Motors ist, wobei Drehzahlsteller und
Regelung Teil des Aggregates bilden und typischerweise in einem Klemmen- bzw. Elektronikkasten
neben dem Pumpen- und Motorgehäuse angeordnet sind. Die Regelgröße einer solchen Regelung
ist z. B. der Differenzdruck zwischen Eingang und Ausgang der Pumpe, der Volumenstrom
oder davon abgeleitete Größen.
[0003] Bei modernen Heizungsumwälzpumpen der vorgenannten Art zählt es zum Stand der Technik,
dass die interne elektronische Regelung nicht nur eine Vielzahl von Regelkurven, z.B.
Konstantdruckkurven, Proportionaldruckkurven oder dergleichen bereitstellt, die angewählt
werden können, sondern dass das Aggregat über einen internen Mikroprozessor mit entsprechender
Software verfügt, der in der Lage ist, anhand der Gegebenheiten in der Heizungsanlage,
insbesondere der sich einstellenden Druckverläufe, der sich ändernden Temperatur des
Fördermediums, des Förderstroms und dergleichen, die Sollwertgrößen der Regelung selbsttätig
an die Heizungsanlage anzupassen. Diese selbstlernende Sollwertanpassung der internen
Regelung hat den Vorteil, dass sich die Pumpe in nahezu idealer Weise an die Anforderungen
der Heizungsanlage anpasst und somit situationsangepasst mit vergleichsweise geringer
elektrischer Energie betrieben werden kann.
[0004] Andererseits zählen frequenzumrichtergesteuerte Heizungsumwälzpumpenaggregate zum
Stand der Technik, bei denen eine externe Steuerung zur Drehzahlsteuerung der Pumpe
vorgesehen ist. Diese externe Steuerung ist typischerweise Teil der zentralen Steuerung
der Heizungsanlage. Die Schnittstelle zur Drehzahlsteuerung ist ein Steuereingang
an der Pumpe, über die ein pulsweitenmoduliertes Signal übermittelt wird, wobei die
Pulsweite die effektive Spannung bzw. Frequenz und damit die Drehzahl der Pumpe bestimmt.
Derartige Pumpen sind beispielsweise in Gasthermen zu finden, wie sie als Kompaktheizgeräte
in Wohnungen anzutreffen sind, aber auch in kleineren Häusern Verwendung finden.
[0005] So haben sich unterschiedliche Pumpenbaureihen etabliert, einerseits diese selbstlernenden
Heizungsumwälzpumpen, die in Heizungsanlagen vor Ort verbaut werden und andererseits
fremdgesteuerte Heizungsumwälzpumpen, die typischerweise in Heizthermen herstellerseitig
verbaut werden.
[0006] Da die hydraulischen Anforderungen in beiden Fällen häufig die gleichen sind, unterscheiden
sich die Kreiselpumpenaggregote in ihrem mechanischen Aufbau praktisch nicht. Es sind
jedoch herstellungsseitig bei gleichen Anschlussdaten des Pumpengehäuses stets zwei
Baureihen zu produzieren. Auch müssen hinsichtlich des Ersatzes stets für jede der
vorgenannten Anwendungen unterschiedlich Kreiselpumpenaggregate bevorratet werden,
was aufwändig und teuer ist.
[0007] Bei Heizungsumwälzpumpen größerer Bauart, wie sie beispielsweise in Gruppen von zwei
bis acht Pumpen parallel verbaut werden, zählt es zum Stand der Technik (Grundfos-Pumpe
Typ Magna UPE) diese einzelnen Heizungsumwälzpumpen, die jeweils eine interne elektronische
Regelung aufweisen, von außen anzusteuern, wobei hierbei nicht die interne Regelung
als solche beeinflusst wird, sondern lediglich die Sollwertvorgaben.
[0008] Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes
Kreiselpumpenaggregot so auszubilden, dass es sowohl in einer Heizungsanlage mit Betrieb
der internen elektronischen Regelung als auch in einer Heiztherme mit externer Ansteuerung
oder kombiniert Verwendung finden kann.
[0009] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch ein Kreiselpumpenaggregat mit den in
Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
sind in den Unteransprüchen, der nachfolgenden Beschreibung und der Zeichnung angegeben.
Hierbei können gemäß der Erfindung die in den Unteransprüchen, der Beschreibung und
der Zeichnung angegebenen Merkmale jeweils für sich aber auch in geeigneter Kombination
die erfindungsgemäße Lösung gemäß Anspruch 1 weiter ausgestalten.
[0010] Das erfindungsgemäße Kreiselpumpenaggregat, insbesondere Heizungsumwälzpumpenaggregat,
weist eine Kreiselpumpe auf, die von einem Elektromotor angetrieben wird. Das Aggregat
weist ferner einen elektronischen Drehzahlsteller für den Motor und eine interne elektronische
Regelung auf, bei welcher die Stellgröße die Drehzahl des Motors ist, wobei der Drehzahlsteller
und die Regelung Teil des Aggregates bilden. Gemäß der Erfindung sind ein Signaleingang
zur externen Ansteuerung des Motors vorgesehen und Mittel zum Umschalten von der internen
elektronischen Regelung auf eine externe Drehzahlsteuerung oder zum Zuschalten einer
externen Drehzahlsteuerung.
[0011] Grundgedanke der vorliegenden Erfindung ist es somit die vorbeschriebenen, aus dem
Stand der Technik bekannten Pumpentypen zu vereinen, jedoch darüber hinaus auch Kombinationen
hinsichtlich der Steuerung/Regelung vorzusehen, die in dieser Form bisher nicht möglich
waren. Das erfindungsgemäße Kreiselpumpenaggregat kann in vorteilhafter Weise sowohl
mit seiner internen elektronischen Regelung als auch mit einer externen Drehzahlsteuerung
arbeiten sowie Kombinationen davon, beispielsweise indem das Aggregat mit der internen
Regelung arbeitet und lediglich im Falle des Zuschaltens durch eine externe Drehzahlsteuerung
gesteuert wird. Es ist also nicht zwingend erforderlich nur in dem einen oder dem
anderen Modus zu fahren sondern es sind auch in vorteilhafter Weise Kombinationen
möglich.
[0012] Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Signaleingang am Kreiselpumpenaggregat durch
einen am Aggregatgehäuse angeordneten elektrischen Anschlussstecker gebildet ist.
Anschlussstecker im Sinne der Erfindung kann sowohl ein männliches als auch ein weibliches
Steckerteil sein. Ein solcher Signaleingang zählt derzeitig bei Heizungsumwälzpumpen
zum Stand der Technik, wie sie in Heizthermen eingesetzt werden und mittels eines
pulsweiten modulierten Signals drehzahlgesteuert sind. Gemäß der Erfindung kann ein
solcher Signaleingang auch in anderer Form gebildet sein, beispielsweise durch einen
elektrischen Filter, wenn das Signal über das Netzkabel aufmoduliert übertragen wird
oder durch einen Infrarot, Bluetooth oder sonstigen Empfänger, wenn das Signal drahtlos
übertragen werden soll.
[0013] Dabei können die Mittel zum Umschalten der internen elektronischen Regelung auf eine
externe Drehzahlsteuerung oder zum Zuschalten einer externen Drehzahlsteuerung so
ausgebildet sein, dass diese vorzugsweise selbsttätig ermitteln, ob eine externe Steuerung
angeschlossen ist oder nicht und bei Ermittlung einer angeschlossenen externen Steuerung
auf die externe Steuerung ständig oder ggf. bedarfsweise umschalten. So kann beispielsweise
durch eine geeignete elektronische Schaltung in Abständen ermittelt werden, ob der
Signaleingang mit einer externen Steuerung verbunden ist oder nicht. Da auch die externe
Steuerung typischerweise elektronisch arbeitet, kann entweder durch ein entsprechendes
"hand shaking" oder aber durch geeignete Einmesszyklen dies ermittelt werden.
[0014] Auch kann gemäß der Erfindung eine einfache Umschaltung mittels eines Schalters am
Pumpenaggregat erfolgen, der beispielsweise durch einen Kontakt innerhalb des elektrischen
Anschlusssteckers für den Signaleingang gebildet wird, der beim Einstecken des Gegensteckers
geschlossen wird, durch einen Mikroschalter in diesem Bereich, durch einen Hallsensor
oder dergleichen. Ein solcher Schalter ist insbesondere dann zweckmäßig, wenn eine
Umschaltung von der internen elektronischen Regelung auf eine externe Drehzahlsteuerung
erfolgen soll, also beispielsweise ein und dasselbe Pumpenaggregat als Ersatz für
ein hinsichtlich der Drehzahl extern angesteuertes Kreiselpumpenaggregat in einer
Heiztherme oder eine mit interner elektronischen Regelung arbeitende Heizungsumwälzpumpe
in einer Heizungsanlage eingesetzt werden soll.
[0015] Vorzugsweise weist das Kreiselpumpenaggregat eine Regelung auf, die eine selbstlernende
Sollwertanpassung hat, welche die Betriebspunkte der Pumpe selbsttätig an die Anforderungen
der Anlage anpasst. Diese selbstlernende Sollwertanpassung kann vorteilhaft nicht
nur beim Einbau der Pumpe als stand-alone-Lösung in einer Heizungsanlage Verwendung
finden, sondern ggf. auch bei Verwendung in einer Heiztherme, bei der eine externe
Drehzahlsteuerung vorgesehen ist. Es ist dann zweckmäßig, diese externe Drehzahlsteuerung
nur zum Zuschalten vorzusehen, d. h. für vorbestimmte Betriebssituationen, bei denen
beispielsweise eine große Wärmemenge schnell abgeführt werden soll oder aber in Notsituationen,
die nur von der Kesselsteuerung aus erkennbar sind. Es kann dann also in besonders
vorteilhafter Weise das erfindungsgemäße Kreiselpumpenaggregat auch bei Belegung des
Signaleingangs zur externen Ansteuerung des Motors mit der internen Regelung mit der
selbstlernenden Sollwertanpassung eingesetzt werden, wobei nur in diesen besonderen
Notsituationen von der externen Steuerung ein vorrangiges Drehzahlsignal abgegeben
wird.
[0016] Bevorzugt ist das erfindungsgemäße Kreiselpumpenaggregot dabei so ausgebildet, dass
über die externe Steuerung nicht nur eine Drehzahlsteuerung erfolgen kann sondern,
dass auch die selbstlernende Sollwertanpassung über die externe Steuerung aktivierbar
und deaktivierbar ist. Auf diese Weise kann die vorteilhafte selbstlernende Sollwertanpassung,
die in der internen Steuerelektronik des Kreiselpumpenaggregates vorgesehen ist, gezielt
auch in Heizungsanlagen eingesetzt werden, die sonst nur über ihre eigene Steuerung
ein Drehzahlsignal für das Kreiselpumpenaggregot abgeben. Es versteht sich, dass in
diesem Falle die externe Steuerung entsprechend ausgebildet sein muss.
[0017] Weiter vorgesehen ist, dass externe Schaltmittel vorgesehen sind, mit denen die selbstlernende
Sollwertanpassung der internen Regelung zurücksetzbar ist und/oder eine oder mehrere
Regelkurven der internen Regelung wählbar oder veränderbar sind. Das Kreiselpumpenaggregot
ist also steuerungstechnisch so angepasst, dass es nicht nur wie bei bekannten Heizungsumwälzpumpenaggregaten
nach dem Stand der Technik, die eine selbstlernende Sollwertanpassung haben und zahlreiche
Regelkurven bieten, nur durch manuelle Eingriffe von außen am Bedienpaneel des Pumpenaggregats
steuerbar ist, sondern nunmehr auch durch externe Schaltmittel, also durch elektrische/elektronische
Signale von außen steuerbar. Es kann also gemäß dieser Weiterbildung ein Reset der
selbstlernenden Steuerung durch einen entsprechenden externen Befehl, beispielsweise
von der elektronischen Steuerung der Heiztherme aus erfolgen, über welche auch die
externe Steuerung erfolgt. Sehr vorteilhaft ist der Zugriff auf die in der internen
Regelung vorgesehenen Regelkurven, damit kann über eine externe Steuerung ein Zugriff
auf alle wesentlichen Steuer- und Regelfunktionen des Kreiselpumpenaggregats erfolgen.
[0018] Bevorzugt ist dabei insbesondere ein externer Schalter vorgesehen, mit dem die Sollwertanpassung
der internen Steuerelektronik des Kreiselpumpenaggregates zurücksetzbar ist und/oder
eine oder mehrere Regelkurven der internen Regelung veränderbar sind. Dieser Schalter
ist mit räumlichem Abstand zum Pumpenaggregat angeordnet und zumindest signal-, vorzugsweise
leitungsverbunden. Er kann vorzugsweise im Bedienpaneel der Heizungsanlage angeordnet
sein, in welcher das Kreiselpumpenaggregat eingebaut ist.
[0019] Um die insbesondere vorerwähnten Steuermöglichkeiten ausnutzen zu können, ist gemäß
einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, die elektrischen Leitungen,
über welche die Drehzahl Steuersignale, typischerweise PWM-Signale (Pulsweitenmodulationssignale)
übertragen werden, weitere Steuersignale zu übertragen, vorzugsweise durch Aufmodulation.
Aggregatseitig sind dann Trennmittel vorgesehen, welche die Drehzahlsteuersignale
von den übrigen Steuersignalen trennen und entsprechend weiter verarbeiten.
[0020] Vorzugsweise ist das erfindungsgemäße Kreiselpumpenaggregat zur Versorgung eines
Mehrheizkreissystems vorgesehen, wie dies bei Heizungsumwälzpumpen für Thermen typischerweise
der Fall ist, bei denen ein Heizkreis für die Raumheizung und ein Heizkreis für die
Brauchwassererwärmung vorgesehen ist. Für diesen Anwendungszweck ist es vorteilhaft,
wenn das Kreiselpumpenaggregat Mittel zum Erkennen des umzuwälzenden Heizkreises aufweist,
um vorzugsweise selbsttätig zu erkennen, welche der Heizkreise bedient werden muss
und entsprechend umzusteuern. Diese Erkennung kann beispielsweise über den Druckverlauf
an der Pumpe erfolgen, wenn nämlich während des Umschaltvorgangs von einem zum anderen
Heizkreis kurzzeitig beide Heizkreise geöffnet sind und somit ein Druckabfall detektierbar
ist.
[0021] Vorteilhaft sind im Kreiselpumpenaggregot gemäß einer Weiterbildung der Erfindung
in der internen Regelung mehrere Profile/Regelkurven abgespeichert, die entweder über
Schalter an der Außenseite des Aggregates manuell oder ggf. auch über eine Fernbedienung,
ein Smartphone oder dergleichen drahtlos angesteuert werden können oder aber über
Steuermittel wählbar sind, die typischerweise kesselsteuerseitig vorgesehen sind.
[0022] Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Heizungsumwälzpumpenaggregat in Explosionsdarstellung und
- Fig. 2
- ein Blockdiagramm des Aggregats nach Fig. 1.
[0023] Bei dem anhand von Fig. 1 dargestellten Pumpenaggregat handelt es sich um ein solches,
welches sowohl als stand-alone-Aggregat in einer Heizungsanlage eingesetzt werden
kann als auch als drehzahlgesteuertes Aggregat in einer Heiztherme, bei welcher die
Drehzahlsteuerung mittels der thermeneigenen Steuerung, also extern erfolgt.
[0024] Das Aggregat besteht aus einer Kreiselpumpe 1, deren Pumpengehäuse 2 hier beispielhaft
als Inlinegehäuse ausgebildet ist und einen Sauganschluss 3 und einen Druckanschluss
4 aufweist. Es versteht sich, dass hier grundsätzlich auch jede andere geeignete Gehäuseform
Verwendung finden kann. Innerhalb des Pumpengehäuses 2 ist ein Kreiselrad 5 drehbar
angeordnet, welches auf einer Welle 6 sitzt, die von einem Elektromotor 7 angetrieben
wird, der in einem Motorgehäuse 8 sitzt, welches mit dem Pumpengehäuse 2 verschraubt
ist.
[0025] An der vom Pumpengehäuse 2 abgewandten Seite des Motorgehäuses 8 ist ein Klemmenkasten
9 angebracht, der das Motorgehäuse 8 übergreift und gleichzeitig auch ein Elektronikgehäuse
für die dort angeordnete Elektronik bildet. Die Forderseite des Klemmenkastens 9 bildet
ein Bedienpaneel 10 des Pumpenaggregats. Innerhalb des Klemmenkastens 9 erfolgt nicht
nur die Konnektierung zu den Motorwicklungen, dort ist auch ein elektronischer Drehzahlsteller
in Form eines Frequenzumrichters 11 vorgesehen sowie Steuer- und Regelelektronik 12.
[0026] Am Klemmenkasten 9 ist ein Stecker 13 angeordnet, der zur Verbindung mit einem Netzkabel
dient, mit dem das Pumpenaggregat an einem örtlichen Wechselstromnetz anschließbar
ist, worüber die elektrische Versorgung des Motors sowie der gesamten Elektronik erfolgt.
Oberhalb des Netzsteckers 13 ist ein weiterer Stecker 14 angeordnet, der zum Anschluss
einer externen Steuerung, z. B. einer Kesselsteuerung einer Heiztherme dient und mit
dem zumindest ein PWM-Signal zur unmittelbaren Drehzahlsteuerung über die externe
Steuerung übermittelbar ist.
[0027] Wenn die Heizungsumwälzpumpe als stand-alone-Pumpe in einer Heizungsanlage eingebaut
ist, wird dieser Stecker 18 für eine externe Steuerung nicht benötigt, er ist dann
durch einen Blindstopfen 15 verschließbar. Das Aggregat ist dann als Heizungsumwälzpumpenaggregat
einsetzbar, wobei es eine interne elektronische Regelung 16 aufweist, über welche
eine Vielzahl von Regelkurven vorgebbar sind. Darüber hinaus ist in der internen Steuerung
eine selbstlernende Sollwertanpassung vorgesehen. Über einen Taster 17 können verschiedene
Betriebmodi/Regelkurven/Profile von außen an dem Bedienpaneel des Klemmenkastens 9
eingestellt werden. Über eine Anzeige 18, die hier in Form von fünf Leuchtdioden ausgebildet
ist, kann die jeweilige Einstellung abgelesen werden. Alternativ kann hier auch ein
Display vorgesehen sein, welches alphanumerisch darstellt. Die Ausbildung des Aggregates
entspricht insoweit der vom Grundfos-Konzern unter der Typenbezeichnung Alpha II vertriebenen
Hocheffizienzpumpe.
[0028] Zum Betrieb in einer Anlage mit externer Drehzahlsteuerung ist der Stecker 14 zu
kontaktieren. Dabei ist die Steuer- und Regelelektronik so ausgelegt, dass sie selbsttätig
erfasst, ob
- a) der Stecker 14 durch einen Gegenstecker 19 kontaktiert ist, hierzu ist ein Mikroschalter
innerhalb des Steckers 14 vorgesehen, der dies erfasst - und
- b) ob über den Gegenstecker 19 eine externe Steuerung angeschlossen ist, dies wird
elektronisch ermittelt.
[0029] Sobald dies erfasst ist, wird die Steuer- und Regelelektronik 12 mittels eines elektronischen
Schalters 20 so geschaltet, dass dann, wenn ein PWM-Signal an dem durch den Stecker
14 gebildeten Eingang anliegt, über den Frequenzumrichter 11 ein entsprechendes Drehzahlsignal
für den Motor 7 erzeugt wird. Die Steuer- und Regelelektronik 12 schaltet also dann
auf den externen Eingang um, die interne Regelung kann dann ganz oder teilweise abgeschaltet
sein.
Bezugszeichenliste
| 1 |
Kreiselpumpe |
| 2 |
Pumpengehäuse |
| 3 |
Sauganschluss |
| 4 |
Druckanschluss |
| 5 |
Kreiselrad |
| 6 |
Welle |
| 7 |
Motor |
| 8 |
Motorgehäuse |
| 9 |
Klemmenkasten |
| 10 |
Bedienpaneel |
| 11 |
Fequenzumrichter |
| 12 |
Steuer- und Regelelektronik |
| 13 |
Netzstecker |
| 14 |
Stecker |
| 15 |
Blindstopfen |
| 16 |
Interne Regelung |
| 17 |
Taster |
| 18 |
Anzeige |
| 19 |
Gegenstecker |
| 20 |
Schalter |
1. Kreiselpumpenaggregat, insbesondere Heizungsumwälzpumpenaggregat, mit einer Kreiselpumpe
(1), mit einem die Pumpe (1) antreibenden Elektromotor (7), mit einem elektronischen
Drehzahlsteller (11) für den Motor (7) und mit einer internen elektronischen Regelung
(16), bei welcher die Stellgröße die Drehzahl des Motors ist, wobei der Drehzahlsteller
(11) und die Regelung (16) Teil des Aggregates bilden, dadurch gekennzeichnet, dass ein Signaleingang zur externen Ansteuerung des Motors (7) vorgesehen ist und dass
Mittel (20) zum Um- schalten von der internen elektronischen Regelung (16) auf eine
externe Drehzahlsteuerung oder zum Zuschalten einer externen Drehzahlsteuerung vorgesehen
sind.
2. Kreiselpumpenaggregat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Signaleingang durch einen am Aggregatgehäuse (2, 8, 9) angeordneten elektrischen
Anschlussstecker (14) gebildet ist.
3. Kreiselpumpenaggregat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (20) zum Umschalten elektronische Mittel sind, welche ermitteln, ob eine
externe Steuerung angeschlossen ist oder nicht und bei Ermittlung einer angeschlossenen
externen Steuerung auf die externe Steuerung umschalten.
4. Kreiselpumpenaggregat nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Umschalten einen Schalter am Pumpenaggregat aufweisen.
5. Kreiselpumpenaggregot nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Umschalten einen Sensor oder Mikroschalter aufweisen, der eine Konnektierung
des elektrischen Anschlusssteckers (14) des Signaleingangs erfasst.
6. Kreiselpumpenaggregot nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Regelung (16) eine selbstlernende Sollwertanpassung aufweist, welche die Betriebspunkte
der Pumpe selbsttätig an die Anlage anpasst.
7. Kreiselpumpenaggregat nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass über die externe Steuerung die selbstlernende Sollwertanpassung aktivierbar und deaktivierbar
ist.
8. Kreiselpumpenaggregat nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass externe Schaltmittel vorgesehen sind, mit denen die selbstlernende Sollwertanpassung
der internen Regelung (16) zurücksetzbar ist und/oder eine oder mehrere Regelkurven
der internen Regelung (16) veränderbar sind.
9. Kreiselpumpenaggregat nach Anspruch8, dadurch gekennzeichnet, dass ein externer Schalter vorgesehen ist, der mit räumlichem Abstand zum Pumpenaggregat
angeordnet ist, vorzugsweise in einem Bedienpanel einer Heizungsanlage, in welcher
das Kreiselpumpenaggregat eingebaut ist.
10. Kreiselpumpenaggregat nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass über die elektrische Leitung, welche die Drehzahlsteuersignale, vorzugsweise PWM-Signale
überträgt weitere Steuersignale übertragen vorzugsweise moduliert werden, wobei aggregatseitig
Trennmittel vorgesehen sind, welche die Drehzahlsteuersignale von den übrigen Steuersignalen
trennen.
11. Kreiselpumpenaggregat nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Pumpenaggregat zur Versorgung eines Mehrheizkreissystems vorgesehen ist und dass
Mittel zur Erkennung des umzuwälzenden Heizkreises vorgesehen sind.
12. Kreiselpumpenaggregat nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der internen Regelung (16) mehre Profile/Regelkurven abgespeichert sind, die über
Schalter/Steuermittel wählbar sind.