[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein doppelflutiges Radialgebläse für eine Dunstabzugshaube.
[0002] Beispielsweise ist aus der
DE 90 16 767 U1 ein doppelflutiges Radialgebläse für eine Dunstabzugshaube bekannt. Das Radialgebläse
umfasst ein spiralförmiges Gehäuse, ein Lüfterrad, einen Gebläsemotor und eine Motoraufhängung.
Das Lüfterrad ist in dem Gehäuse aufgenommen. Der Gebläsemotor treibt das Lüfterrad
an. Der Gebläsemotor ist innerhalb des Lüfterrads mittels der Motoraufhängung gehaltert.
[0003] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine möglichst einfache Montage
eines doppelflutigen Radialgebläses für eine Dunstabzugshaube zu ermöglichen.
[0004] Demgemäß wird ein doppelflutiges Radialgebläse für eine Dunstabzugshaube mit einem
spiralförmigen Gehäuse, einem Lüfterrad, einem Gebläsemotor und einer Motoraufhängung
bereitgestellt. Das spiralförmige Gehäuse weist zwei lösbar miteinander verbundene
Gehäusehälften auf, die jeweils einen Luftauslass umfassen. Das Lüfterrad ist in dem
Gehäuse aufgenommen. Der Gebläsemotor treibt das Lüfterrad an. Die Motoraufhängung
haltert den Gebläsemotor innerhalb des Lüfterrads. Die Motoraufhängung haltert den
Gebläsemotor ausschließlich an einer Gehäusehälfte, wobei die Motoraufhängung an einem
einen Lufteinlass derselben begrenzenden Rand angeflanscht ist.
[0005] Das so ausgebildete Radialgebläse lässt sich einfach montieren: Zunächst wird der
Gebläsemotor mit der Motoraufhängung verbunden. Hiernach wird die Motoraufhängung
samt Gebläsemotor an einer ersten Gehäusehälfte befestigt, wobei die Motoraufhängung
an dem Rand angeflanscht wird. Hiernach wird das Lüfterrad drehfest mit dem Gebläsemotor
verbunden. Anschließend wird eine zweite Gehäusehälfte des Gehäuses mit der ersten
Gehäusehälfte lösbar verbunden.
[0006] Das spiralförmige Gehäuse weist einen tangentialen Luftauslass auf. Das Lüfterrad
fördert Luft von den beiden axialen Lufteinlässen zu dem tangentialen Luftauslass.
Die axialen Lufteinlässe liegen sich gegenüber. Die Lufteinlässe können kreisrund
ausgebildet sein, wobei eine Mittelachse derselben mit der Drehachse des Gebläsemotors
zusammenfällt. "Axial", "radial", "tangential" und "in Umfangsrichtung" bezieht sich
vorliegend auf eine Drehachse des Gebläsemotors.
[0007] Der Gebläsemotor kann als elektronisch kommutierter Elektromotor ausgebildet sein,
welcher auch als bürstenloser Gleichstrommotor (BLDC) oder EC-Motor bezeichnet wird.
Der Gebläsemotor umfasst einen Stator und einen Rotor. Der Rotor kann als Innenläufer
ausgebildet sein. Der Rotor umfasst vorzugsweise eine Welle, welche das Lüfterrad
antreibt.
[0008] "Ausschließlich an einer Gehäusehälfte" meint, dass die Motoraufhängung an keinem
anderen Teil, insbesondere nicht an der anderen Gehäusehälfte gehaltert ist.
[0009] Gemäß einer Ausführungsform ist für das Anflanschen der Motoraufhängung an dem Rand
zumindest eine Schraube vorgesehen. Die zumindest eine Schraube kann einen Tragarm
der Motoraufhängung mit dem Rand verbinden. Gemäß einer Ausführungsform können genau
drei Schrauben vorgesehen sein, wobei eine jeweilige Schraube einen jeweiligen Tragarm
mit dem Rand verbindet. Die zumindest eine Schraube kann direkt in das Material der
Gehäusehälfte eingeschraubt sein. "Direkt" meint, dass kein anderes Material, insbesondere
keine Buchse, zwischen dem Gewinde der Schraube und der Gehäusehälfte vorgesehen ist.
[0010] Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind Befestigungsstellen für das Anflanschen
der Motoraufhängung an dem Rand asymmetrisch angeordnet. Die Motoraufhängung kann
somit in nur einer vorbestimmten Orientierung an den Befestigungsstellen angeflanscht
werden. Somit kann diese nicht versehentlich in falscher Orientierung montiert werden.
Mit "asymmetrisch" ist gemeint, dass sich keine Symmetrieachse durch die Drehachse
des Gebläsemotors finden lässt, bezüglich derer die Befestigungsstellen zueinander
symmetrisch sind.
[0011] Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind die Befestigungsstellen in Umfangsrichtung
unterschiedlich weit voneinander beabstandet. Die Befestigungsstellen sind also auf
einer Kreislinie angeordnet. Dadurch ergibt sich die asymmetrische Anordnung der Befestigungsstellen
auf einfache Weise. Entsprechend können dann auch Tragarme der Motoraufhängung asymmetrisch
ausgebildet sein.
[0012] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist der Rand für das Anflanschen der Motoraufhängung
zumindest eine Montagehilfe auf. Dadurch kann die Motoraufhängung einfach an dem Rand
montiert werden. Beispielsweise kann die Montagehilfe in Form von mit der Motoraufhängung
korrespondierenden Geometrien ausgebildet sein.
[0013] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die Montagehilfe in Form eines halbkreisförmigen
Stegs vorgesehen, welcher dazu ausgebildet ist, ein Ende eines Tragarms der Motoraufhängung
aufzunehmen. Entsprechend bilden der Steg und das Ende des Tragarms korrespondierende
Geometrien, welche miteinander in Eingriff gebracht werden, um so die Positionierung
bzw. die Montage der Motoraufhängung zu erleichtern. Beispielsweise kann durch das
Zusammenwirken des Endes des Tragarms und des Stegs ein ungewolltes Verdrehen der
Motoraufhängung um die Drehachse verhindert werden. Beispielsweise kann der Steg als
eine den Rand versteifende Versteifungsrippe ausgebildet sein.
[0014] Gemäß einer weiteren Ausführungsform umgibt der Steg ein Schraubenloch für die zumindest
eine Schraube. Beispielsweise kann das Schraubenloch auf der Sehne des Halbkreises
angeordnet sein, welchen der Steg beschreibt.
[0015] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist eine Welle des Gebläsemotors mittels eines
Gewindeabschnitts derselben mit dem Lüfterrad verschraubt. Insbesondere kann das Lüfterrad
mit der Welle gegensinnig zur Drehrichtung der Welle zum Antreiben des Lüfterrads
im Betrieb des Radialgebläses verschraubt sein. Somit zieht sich das Gewinde im Betrieb
des Radialgebläses zunehmend fest bzw. ein Lösen kann so sicher vermieden werden.
In das Lüfterrad kann eine Gewindebuchse eingesetzt sein, in welche der Gewindeabschnitt
eingeschraubt ist. Die Gewindebuchse kann beispielsweise mit dem das Lüfterrad bildenden
Material umspritzt oder form- oder kraftschlüssig verbunden sein.
[0016] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist eine Welle des Gebläsemotors einen Zentrierabschnitt
auf, welcher in einen korrespondierenden Zentrierabschnitt des Lüftermotors eingreift.
Somit zentriert sich das Lüfterrad automatisch mit dem Aufschieben desselben auf die
Welle.
[0017] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist der Gewindeabschnitt an einem Ende der Welle
angeordnet. Der Zentrierabschnitt schließt sich bevorzugt direkt an den Gewindeabschnitt
an. Dadurch kann das Zentrieren und Aufschrauben in einem Schritt stattfinden.
[0018] Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind die zwei Gehäusehälften entlang einer Drehachse
des Gebläsemotors miteinander lösbar verbunden. Dadurch, dass zwei separate Gehäusehälften
vorgesehen sind, können diese jeweils in einem einfachen Werkzeug beispielsweise durch
Spritzgießen hergestellt werden. Aufgrund der lösbaren Verbindung der Gehäusehälften
können diese zu Wartungszwecken voneinander getrennt werden, um so einen Zugriff auf
das Lüfterrad freizugeben. Auch das Lüfterrad lässt sich einfach zwischen zwei Gehäusehälften
einbringen.
[0019] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist für das lösbare Verbinden der zwei Gehäusehälften
zumindest eine Klammer vorgesehen. Allerdings ist auch anstelle der Klammer eine Verbindung
mittels eines Schnappmechanismusses möglich. Als Schnappmechanismus kann beispielsweise
ein elastischer Haken vorgesehen sein, welcher beim Verbinden der Gehäusehälften zunächst
elastisch verformt wird und hiernach hinter eine Rast schnappt, wobei der Haken an
der einen Gehäusehälfte und die Rast an der anderen Gehäusehälfte angeordnet ist.
[0020] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weisen die Gehäusehälften zumindest ein Paar
miteinander korrespondierender Zentriergeometrien auf. Beispielsweise kann die eine
Gehäusehälfte einen Zapfen und die andere Gehäusehälfte ein mit dem Zapfen korrespondierendes
Loch aufweisen. Durch Ineinanderschieben von Zapfen und Loch werden die Gehäusehälften
zueinander zentriert. Der Zapfen kann auch konisch und/oder mit einer Fase ausgebildet
sein, um ein Einführen in das Loch zu erleichtern. Weiterhin kann das Paar korrespondierender
Zentriergeometrien Nut und Feder aufweisen. So kann beispielsweise ein Rand der einen
Gehäusehälfte eine umlaufende Nut umfassen, während die andere Gehäusehälfte eine
umlaufende Feder umfasst. Durch axiales Ineinanderschieben werden Nut und Feder miteinander
in Eingriff gebracht.
[0021] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die Motoraufhängung in Form eines Lagerschilds
ausgebildet, welcher eine erste Halterung für ein Lager einer Welle eines Rotors des
Gebläsemotors, eine zweite Halterung für einen Stator des Gebläsemotors und mehrere
Tragarme aufweist, welche jeweils an ihren Enden an dem Rand angeflanscht sind. Beispielsweise
können genau drei Tragarme vorgesehen sein. Die Motoraufhängung weist somit eine Doppelfunktion
auf: Einerseits haltert sie den Motor innerhalb des Lüfterrads und andererseits bildet
sie die Halterung von Stator und Rotor zueinander aus. Die Tragarme, die erste Halterung
und die zweite Halterung können einstückig miteinander gebildet sein. Beispielsweise
kann die Motoraufhängung als Druckgussteil insbesondere aus Aluminium hergestellt
sein.
[0022] Weiterhin wird eine Dunstabzugshaube mit dem vorstehend beschriebenen doppelflutigen
Radialgebläse bereitgestellt.
[0023] Ferner wird ein Verfahren zur Montage eines doppelflutigen Radialgebläses, insbesondere
des vorstehend beschriebenen Radialgebläses, bereitgestellt. Dieses umfasst folgende
Schritte: Verbinden eines Gebläsemotors mit einer Motoraufhängung, Befestigen der
Motoraufhängung an einer ersten Gehäusehälfte eines Gehäuses, wobei die Motoraufhängung
an einem einen Lufteinlass der ersten Gehäusehälfte begrenzenden Rand angeflanscht
wird, drehfestes Verbinden eines Lüfterrads mit dem Gebläsemotor und Verbinden einer
zweiten Gehäusehälfte des Gehäuses mit der ersten Gehäusehälfte.
[0024] Somit ergibt sich ein einfaches Montageverfahren. Die Reihenfolge der vorstehenden
bezeichneten Schritte kann variiert werden.
[0025] Weitere mögliche Implementierungen der Erfindung umfassen auch nicht explizit genannte
Kombinationen von zuvor oder im Folgenden bezüglich der Ausführungsbeispiele schriebenen
Merkmale oder Ausführungsformen des doppelflutigen Radialgebläses, der Dunstabzugshaube
oder des Verfahrens. Dabei wird der Fachmann auch Einzelaspekte als Verbesserungen
oder Ergänzungen zu der jeweiligen Grundform der Erfindung hinzufügen oder abändern.
[0026] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Aspekte der Erfindung sind Gegenstand der
Unteransprüche sowie der im Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispiele der Erfindung.
Im Weiteren wird die Erfindung anhand von bevorzugten Ausführungsformen unter Bezugnahme
auf die beigelegten Figuren näher erläutert.
[0027] Es zeigt dabei:
Fig. 1: in einer perspektivischen Ansicht ausschnittsweise eine Dunstabzugshaube gemäß
einer Ausführungsform;
Fig. 2: in einer perspektivischen Ansicht ein Gehäuse der Dunstabzugshaube aus Fig.
1;
Fig. 3: eine vergrößerte Ansicht aus Fig. 1;
Fig. 4: in einem Schnitt die Befestigung einer Welle an einem Lüfterrad aus Fig. 1;
Fig. 5: das Radialgebläse aus Fig. 1 bei der Montage;
Fig. 6: ausschnittsweise die Gehäusehälften aus Fig. 5 in einem miteinander verbundenen
Zustand; und
Fig. 7: ein Ablaufdiagramm einer Montage des Radialgebläses aus Fig. 1.
[0028] In den Figuren bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche oder funktionsgleiche Komponenten,
soweit nichts anderes angegeben ist.
[0029] Figur 1 zeigt in einer perspektivischen Ansicht ausschnittsweise eine Dunstabzugshaube
1 mit einem doppelflutigen Radialgebläse 2.
[0030] Das Radialgebläse 2 umfasst ein spiralförmiges Gehäuse 3, welches sich aus einer
ersten und einer zweiten Gehäusehälfte 4, 5 zusammensetzt.
[0031] Figur 2 zeigt in einer perspektivischen Ansicht das Gehäuse 3 aus Figur 1 ohne die
weiteren in Figur 1 gezeigten Komponenten.
[0032] In Figur 2 ist weiter zu erkennen, dass die erste Gehäusehälfte 4 einen Lufteinlass
6 und die zweite Gehäusehälfte 5 einen Lufteinlass 7 aufweist. Die Lufteinlässe 6,
7 liegen sich direkt gegenüber. Die Lufteinlässe 6, 7 sind jeweils kreisrund ausgebildet
und weisen dieselbe Mittelachse 11 auf. Die Mittelachse 11 ist koaxial mit einer Drehachse
12 eines in Figur 1 gezeigten Lüfterrads 13 angeordnet. Mithin sind die Lufteinlässe
6, 7 axial orientiert. Die Lufteinlässe 6, 7 werden jeweils von einem radialen Rand
14 begrenzt. In Figur 2 ist lediglich ein Rand 14 gezeigt. Der andere Rand ist in
Figur 2 verdeckt. Der Rand 14 bildet eine Stirnseite eines Zylinders mit spiralförmiger
Grundfläche, auf welchem die Form des Gehäuses 3 basiert. Die Ränder 14 sind über
eine axiale Mantelfläche 15 miteinander verbunden. Die Mantelfläche 15 setzt sich
aus einem ersten Mantelabschnitt 16, welcher der ersten Gehäusehälfte 4 zugeordnet
ist, und einem zweiten Mantelabschnitt 17 zusammen, welcher der zweiten Gehäusehälfte
5 zugeordnet ist. Die Mantelabschnitte 16, 17 und damit die beiden Gehäusehälften
4, 5 können mittels einer Nut- und Federverbindung 21 in axialer Richtung (bezogen
auf die Mittelachse 11 bzw. die Drehachse 12) miteinander in Eingriff stehen. Die
Nut-Feder-Verbindung 21 kann durch Klammern gesichert sein. Eine solche Klammer 22
ist beispielhaft in Fig. 6 gezeigt. Die Klammer 22 greift an ihren gegenüberliegenden
Enden 40 in die erste und zweite Gehäusehälfte 4, 5. Die Klammern 22 können auch wieder
gelöst werden, so dass eine lösbare Verbindung der beiden Gehäusehälften 4, 5 miteinander
erzielt wird.
[0033] Nun zurückkehrend zu Figur 2 ist dort weiter gezeigt, dass das Gehäuse 3 einen radialen
Luftauslass 23 aufweist. Das in Figur 1 gezeigte Lüfterrad 13 fördert Luft von den
axialen Lufteinlässen 6, 7 zu dem Luftauslass 23, wobei die Luft umgelenkt und mit
einer Druckdifferenz beaufschlagt wird.
[0034] Der Rand 14 ist mit Befestigungsstellen 24 in Form von Schraubenlöchern gebildet.
Diese sind direkt angrenzend an den Lufteinlass 6 angeordnet. Der Lufteinlass 7 weist
die Befestigungsstellen 24 nicht auf, da keine Befestigung an diesem stattfindet.
Die Befestigungsstellen 24 sind in Umfangsrichtung 25 (bezogen auf die Mittelachse
11 bzw. die Drehachse 12) unterschiedlich weit voneinander beabstandet, so dass sie
bezüglich keiner Radialen 26 symmetrisch sind.
[0035] Jede der Befestigungsstellen 24 ist von einer halbkreisförmigen Versteifungsrippe
27 umgeben, welche zu dem Lufteinlass 6 hin offen ausgebildet ist. Die Versteifungsrippe
27 dient als Montagehilfe für eine in Figur 1 gezeigte Motoraufhängung 31.
[0036] Die Motoraufhängung 31 umfasst eine erste Halterung 32 in Form eines Lagertopfes
zur Halterung eines verdeckten und daher mit gestrichelter Bezugszeichenlinie versehenen
[0037] Lagers 33. In dem Lager 33 ist eine Welle 34 eines Rotors 35 gelagert. Der Rotor
35 ist Bestandteil eines Gebläsemotors 36 in Form eines elektronisch kommutierten
Motors.
[0038] Die Motoraufhängung 31 umfasst ferner eine zweite Halterung 37, welche einen Stator
41 des Gebläsemotors 36 drehfest hält. Der Rotor 35 ist als Innenläufer ausgebildet.
[0039] Die Motoraufhängung 31 umfasst ferner genau drei Tragarme 42, welche jeweils über
ein Loch und eine entsprechende Schraube 43 an den Befestigungsstellen 24 (siehe Figur
2) angeflanscht sind. Die Motoraufhängung 31 ist somit ausschließlich an der Gehäusehälfte
4 befestigt. Die Tragarme 42 krümmen sich nach innen in das Lüfterrad 13 hinein, so
dass der Gebläsemotor 36, insbesondere der Rotor 35 und der Stator 41, in axialer
Richtung, also entlang der Drehachse 12 innerhalb des Lüfterrads 13 angeordnet ist.
Außerdem ist der Gebläsemotor 36 konzentrisch innerhalb des Lufteinlasses 6 angeordnet.
Die Motoraufhängung 31, insbesondere die erste Halterung 32, die zweite Halterung
37 und die Tragarme 42, ist einstückig beispielsweise in Form eines Aluminiumdruckgussteils
gebildet.
[0040] Ein Ende 40 eines jeweiligen Tragearms 42 greift bei einer Montage der Motoraufhängung
31 axial in eine jeweilige Montagehilfe 27 axial ein. Ein versehentliches Drehen der
Motoraufhängung in Umfangsrichtung 25 ist damit verhindert. Außerdem bewirkt die asymmetrische
Anordnung der Befestigungsstellen 24, dass die Motoraufhängung 31 in nur genau einer
Orientierung bezüglich des Gehäuses 3 montiert werden kann. Denn nur in der gewünschten
Positionierung decken sich Schraubenlöcher 44 (gestrichelt in Figur 1, weil verdeckt)
der Tragearme 42 mit den Schraubenlöchern 24 in dem Rand 14. Sodann können die Schrauben
43 durch die beiden Schraubenlöcher 44 und 24 geschraubt werden. Dies ist auch in
Figur 3 zu erkennen, welche eine vergrößerte Ansicht aus Figur 1 zeigt.
[0041] Figur 4 zeigt in einem Schnitt die Befestigung der Welle 34 des Gebläsemotors 36
an einer Glocke 45 des Lüfterrads 13. Die Welle 34 weist an ihrem Ende 46 einen Gewindeabschnitt
47 auf, an welchen sich direkt ein Zentrierabschnitt 51 anschließt. Der Zentrierabschnitt
51 korrespondiert mit einem Zentrierabschnitt 52 des Lüfterrads 13. In das Lüfterrad
13 kann eine Buchse 53 eingesetzt sein, in welche der Gewindeabschnitt 47 der Welle
34 eingeschraubt ist. Der Zentrierabschnitt 52 kann ebenfalls an der Buchse 53 ausgebildet
sein. Somit ergibt sich automatisch eine Zentrierung des Lüfterrads 13 bezüglich der
Welle 34 beim Aufschieben des Zentrierabschnitts 52 auf den Zentrierabschnitt 51 beim
Einschrauben des Gewindeabschnitts 47. Das Aufschrauben des Lüfterrads 13 findet in
einer Richtung entgegen der Drehrichtung 57 des Lüfterrads 13 (s. Fig. 1) im Betrieb
des Radialgebläses 2 statt. Die Verbindung zwischen der Buchse 53 und der Glocke 45
des Lüfterrads 13 kann durch Umspritzen der Buchse 53 oder eine kraft- und/oder formschlüssige
Verbindung erzielt werden.
[0042] Zu Beginn einer Montage des Radialgebläses 2 wird der Gebläsemotor 36 an der Motoraufhängung
31 in einem Schritt 701 (s. Fig. 7) montiert, wobei insbesondere der Rotor 35 in dem
Lager 33 gelagert und der Stator 41 an der zweiten Halterung 37 befestigt wird. Hiernach
wird die Motoraufhängung 31 in einem Schritt 702 an dem Rand 14 der Gehäusehälfte
4 mittels der Schrauben 43 angeflanscht. Die Welle 34 des Gebläsemotors 36 wird in
einem Schritt 703 mit dem Lüfterrad 13 auf die im Zusammenhang mit Figur 4 beschriebene
Weise verbunden. Figur 5 zeigt in einer perspektivischen Ansicht ein Zusammenfügen
der beiden Gehäusehälften 4 und 5 gemäß einem Schritt 704.
[0043] In Figur 5 ist insbesondere gezeigt, dass neben der Nut-Feder-Verbindung 21 ein weiteres
Paar korrespondierender Zentriergeometrien in Form eines Zapfens 55, welcher mit einem
Loch 56 zusammenwirkt, vorgesehen sein können. Dabei ist beispielsweise das Loch 56
an der Gehäusehälfte 4 und der Zapfen 55 an der Gehäusehälfte 5 angeordnet und können
axial miteinander in Eingriff gebracht werden. Das Loch 56 ist gestrichelt dargestellt,
das in Figur 5 verdeckt ist. Der Zapfen 55 kann zur Gehäusehälfte 4 hin angefast oder
gerundet ausgebildet sein, um ein Einführen in das Loch 56 zu erleichtern.
[0044] Durch axiales Verbinden der beiden Gehäusehälften 4, 5 durch ein axiales in Eingriffbringen
der Nut-Feder-Verbindung 21 sowie der Zapfen-Loch-Verbindung 55, 56 und abschließendes
Verklammern der beiden Gehäusehälften 4, 5 mittels der Klammern 22 miteinander, wird
das Lüfterrad 13 sowie der Gebläsemotor 36 im Inneren des Gehäuses 3 positioniert.
[0045] Obwohl die Erfindung vorliegend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele beschrieben
wurde, ist sie hierauf nicht beschränkt, sondern vielfältig modifizierbar.
Verwendete Bezugszeichen:
[0046]
- 1
- Dunstabzugshaube
- 2
- Radialgebläse
- 3
- Gehäuse
- 4
- Gehäusehälfte
- 5
- Gehäusehälfte
- 6
- Lufteinlass
- 7
- Lufteinlass
- 11
- Mittelachse
- 12
- Drehachse
- 13
- Lüfterrad
- 14
- Rand
- 15
- Mantelfläche
- 16
- Mantelabschnitt
- 17
- Mantelabschnitt
- 21
- Nut-Feder-Verbindung
- 22
- Klammer
- 23
- Luftauslass
- 24
- Befestigungsstelle
- 25
- Umfangsrichtung
- 26
- Radiale
- 27
- Rippe
- 31
- Motoraufhängung
- 32
- erste Halterung
- 33
- Lager
- 34
- Welle
- 35
- Rotor
- 36
- Gebläsemotor
- 37
- zweite Halterung
- 40
- Ende
- 41
- Stator
- 42
- Tragarm
- 43
- Schraube
- 44
- Schraubenloch
- 45
- Glocke
- 46
- Ende
- 47
- Gewindeabschnitt
- 51
- Zentrierabschnitt
- 52
- Zentrierabschnitt
- 53
- Buchse
- 55
- Zapfen
- 56
- Loch
- 57
- Drehrichtung
1. Doppelflutiges Radialgebläse (2) für eine Dunstabzugshaube (1), mit einem spiralförmigen
Gehäuse (3), welches zwei lösbar miteinander verbundene Gehäusehälften (4, 5) aufweist,
die jeweils einen Lufteinlass (6, 7) umfassen, einem Lüfterrad (13), welches in dem
Gehäuse (3) aufgenommen ist, einem Gebläsemotor (36), welcher das Lüfterrad (13) antreibt,
und einer Motoraufhängung (31), welche den Gebläsemotor (36) innerhalb des Lüfterrads
(13) haltert, wobei die Motoraufhängung (31) den Gebläsemotor (36) ausschließlich
an einer Gehäusehälfte (4) haltert und an einem einen Lufteinlass (6) derselben begrenzenden
Rand (14) angeflanscht ist.
2. Doppelflutiges Radialgebläse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für das Anflanschen der Motoraufhängung (31) an dem Rand (14) zumindest eine Schraube
(43) vorgesehen ist.
3. Doppelflutiges Radialgebläse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Befestigungsstellen (24) für das Anflanschen der Motoraufhängung (31) an dem Rand
(14) asymmetrisch angeordnet sind.
4. Doppelflutiges Radialgebläse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsstellen (24) in Umfangsrichtung (25) unterschiedlich weit voneinander
beabstandet sind.
5. Doppelflutiges Radialgebläse nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Rand (14) für das Anflanschen der Motoraufhängung (31) zumindest eine Montagehilfe
(27) aufweist.
6. Doppelflutiges Radialgebläse nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Montagehilfe (27) in Form eines halbkreisförmigen Stegs vorgesehen ist, welcher
dazu ausgebildet ist, ein Ende (40) eines Tragarms (42) der Motoraufhängung (31) aufzunehmen.
7. Doppelflutiges Radialgebläse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Steg (27) ein Schraubenloch (24) für die zumindest eine Schraube (43) umgibt.
8. Doppelflutiges Radialgebläse nach einem der Ansprüche 1 - 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Welle (34) des Gebläsemotors (36) mittels eines Gewindeabschnitts (47) derselben
mit dem Lüfterrad (13) verschraubt ist.
9. Doppelflutiges Radialgebläse nach einem der Ansprüche 1 - 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Welle (34) des Gebläsemotors (36) einen Zentrierabschnitt (51) aufweist, welcher
in einen korrespondierenden Zentrierabschnitt (52) des Lüfterrads (13) eingreift.
10. Doppelflutiges Radialgebläse nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Gewindeabschnitt (47) an einem Ende (46) der Welle (34) angeordnet ist und sich
der Zentrierabschnitt (51) an diesen anschließt.
11. Doppelflutiges Radialgebläse nach einem der Ansprüche 1 - 10, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Gehäusehälften (4, 5) entlang einer Drehachse (12) des Gebläsemotors (36)
miteinander lösbar verbunden sind.
12. Doppelflutiges Radialgebläse nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass für das lösbare Verbinden der zwei Gehäusehälften (4, 5) zumindest eine Klammer (22)
vorgesehen ist.
13. Doppelflutiges Radialgebläse nach einem der Ansprüche 1 - 12, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Gehäusehälften (4, 5) zumindest ein Paar miteinander korrespondierender
Zentriergeometrien (21, 55, 56) aufweisen.
14. Dunstabzugshaube (1) mit einem doppelflutigen Radialgebläse nach einem der Ansprüche
1 - 13.
15. Verfahren zur Montage eines doppelflutigen Radialgebläses (2), insbesondere eines
Radialgebläses (2) nach einem der Ansprüche 1 - 13, mit den Schritten:
Verbinden (701) eines Gebläsemotors (36) mit einer Motoraufhängung (31),
Befestigen (702) der Motoraufhängung (31) an einer ersten Gehäusehälfte (4) eines
Gehäuses (3), wobei die Motoraufhängung (31) an einem einen Lufteinlass (6) der ersten
Gehäusehälfte (4) begrenzenden Rand (14) angeflanscht wird.
Drehfestes Verbinden (703) eines Lüfterrads (13) mit dem Gebläsemotor (36), und
Verbinden (704) einer zweiten Gehäusehälfte (5) des Gehäuses (3) mit der ersten Gehäusehälfte
(4).