[0001] Die Erfindung betrifft eine Sichttüre einer Heizeinrichtung zur Verbrennung eines
Energieträgers, insbesondere von Biomasse, sowie eine mit dieser Sichttüre ausgestattete
Heizeinrichtung, wie dies in den Ansprüchen 1 und 15 angegeben ist.
[0002] Bei Brennraumtüren für Biomasseöfen, insbesondere für Kaminöfen oder Pelletsöfen,
sind Verklebungen bekannt, bei denen eine Glasscheibe mittels eines elastischen, temperaturbeständigen
Klebers mit einem Rahmen verbunden ist. Hierbei wird ein ausreichend temperaturbeständiger
Klebstoff eingesetzt, welcher geeignet ist, der Wärmeentwicklung aus dem Inneren des
Ofens standzuhalten.
[0003] Es sind auch Varianten bekannt, bei denen Klemmleisten zur Befestigung von Glasscheiben
in Ofentüren benutzt werden, mit welchen Klemmleisten eine formschlüssige oder kraftschlüssige
Verbindung zwischen Ofentüre und Glasscheibe aufgebaut wird.
[0004] Ein Nachteil der bekannten, geklebten Ausführungen liegt darin, dass aufgrund der
Wärmedehnungen und der dadurch bedingten Relativbewegung zwischen den einzelnen Elementen
aus denen eine Ofentür aufgebaut ist, der Kleber allmählich seine Haftfestigkeit bzw.
Klebebeständigkeit verlieren kann, wodurch die miteinander verklebten Komponenten
locker werden können bzw. sich sogar lösen könnten.
[0005] Auch bei der Variante, bei der das Glas durch eine Klemmleiste gehalten wird, sind
die unterschiedlichen Wärmedehnungen der verschiedenen Materialien problematisch,
da hier hohe mechanische Spannungen in der Glasscheibe auftreten können, welche zu
einem Bruch der Glasscheibe führen können.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diesen potentiellen Qualitäts-
und Sicherheitsnachteil bei einer Sichttüre für eine Heizeinrichtung bzw. bei einer
damit ausgestatteten Heizeinrichtung zu kompensieren bzw. zu eliminieren und sicherzustellen,
dass auch nach vielen Gebrauchsjahren eine zuverlässige Verbindung zwischen dem ein-
bzw. aufgeklebten Element und dem tragenden Rahmen bzw. Trägerelement gewährleistet
ist. Eine weitere Aufgabe der Erfindung liegt darin, eine entsprechende Heizeinrichtung
anzugeben.
[0007] Diese Aufgabe der Erfindung wird durch die Maßnahmen gemäß Anspruch 1, insbesondere
durch eine zur Scheibenverklebung redundante, mechanische Scheibensicherungseinrichtung
umfassend das in Anspruch 1 angegebene Kopplungselement, sowie durch eine Heizeinrichtung
gemäß Anspruch 15 gelöst.
[0008] Erfindungsgemäß ist bei der gattungsgemäßen Sichttüre für eine Heizeinrichtung eine
Scheibensicherungseinrichtung ausgebildet, welche zumindest ein mechanisches Kopplungselement
zwischen dem Trägerelement und der Sichtscheibe aufweist, welches Kopplungselement
sich brückenartig zwischen dem Trägerelement und der Sichtscheibe erstreckt, wobei
das Kopplungselement am Trägerelement oder an der Sichtscheibe starr befestigt ist
und am jeweils anderen Ende mit dem Trägerelement bzw. mit der Sichtscheibe relativbeweglich
verbunden ist. Alternativ ist vorgesehen, dass das Kopplungselement jeweils starr
am Trägerelement und an der Sichtscheibe befestigt ist und in sich elastisch oder
längenveränderlich ausgebildet ist.
[0009] Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Ausbildung liegt darin, dass durch die Ausgleichsmöglichkeit
von Relativverschiebungen im Bereich des Kopplungselementes die Voraussetzungen dafür
geschaffen sind, dass das Kopplungselement vorzugsweise mittels eines relativ unnachgiebigen
bzw. hochfesten, temperaturbeständigen Klebers, welcher problemlos für punktuelle
Verklebungen gegenüber Sichtscheiben aus Glas eingesetzt werden kann und dessen hohe
Haltekraft besonders zweckmäßig ist, direkt mit der Sichtscheibe verklebt werden kann.
Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Ausbildung liegt auch darin, dass die
Klebestellen in den Überlappungszonen, in denen die Sichtscheibe mit dem Trägerelement
verklebt ist, nicht auf mögliche Alterungserscheinungen bzw. Beschädigung hin überprüft
werden müssen, da durch das Kopplungselement gewährleistet ist, dass sich die Sichtscheibe
nicht vom Trägerelement lösen kann, und daher keine sicherheitstechnischen Mängel,
oder Mängel in der Funktionsfähigkeit zu erwarten sind.
[0010] Weiters kann es zweckmäßig sein, wenn das die Sichtscheibe aufnehmende oder halternde
Trägerelement aus einem anderen Material, beispielsweise Aluminium, Eisen oder einer
metallischen Legierung, gefertigt ist, als die Sichtscheibe. Vorteilhaft ist dabei,
dass die verschiedenen Materialien, die kombiniert werden können, nicht die gleichen
Stoffeigenschaften, insbesondere den gleichen Wärmedehnungskoeffizienten aufweisen
müssen, und daher eine vielfältige und wahlfreie Kombination von verschiedenen Materialien
ermöglicht ist. Diese variantenreiche Kombination stellt sicher, dass eine optimale
Funktionserfüllung und ein optisch ansprechendes Erscheinungsbild erzielt werden kann.
Neben der Ausführung des Rahmens in Eisen oder Aluminium, sind als weitere Werkstoffe
etwa Kunststoffe und Verbundwerkstoffe denkbar.
[0011] Ferner kann es zweckmäßig sein, wenn das Zwischenmaterial zur Verbindung und auch
zur Abdichtung in der Überlappungszone zwischen dem Trägerelement und der Sichtscheibe
ausgebildet ist. Dabei ist von Vorteil, dass durch die zusätzliche abdichtende Wirkung
des Zwischenmaterials gewährleistet werden kann, dass keine Rauchgase zwischen der
Sichtscheibe und dem Trägerelement der Sichttüre hindurchströmen können.
[0012] Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass das Zwischenmaterial durch einen elastischen
Kleber und/oder ein elastisches Silikon gebildet ist. Hierbei ist vorteilhaft, dass
durch die Ausführung des Zwischenmateriales als elastischer Kleber oder als Silikon
gewährleistet ist, dass Relativbewegungen zwischen den zu verbindenden Materialien
aufgenommen bzw. ausgeglichen werden können und es somit zu keinen kritischen Verspannungen
aufgrund der unterschiedlichen Wärmedehnungen der Glasscheibe oder des Trägerelementes
kommen kann.
[0013] In einer alternativen Ausprägung kann vorgesehen sein, dass das Zwischenmaterial
als doppelseitiger Klebestreifen ausgeführt ist. Vorteilhaft ist hierbei, dass der
genannte doppelseitige Klebestreifen einfach auf den Rahmen aufgebracht werden kann
und die zu befestigende Glas- bzw. Sichtscheibe problemlos in den Rahmen eingelegt
werden kann. Außerdem bietet sich hier der Vorteil, dass für das Herstellungsverfahren
keine Aushärtungszeit eingerechnet werden muss, sodass die mit dem Rahmen verbundene
Scheibe umgehend bzw. relativ verzögerungsfrei weiterverarbeitet werden kann.
[0014] Vorteilhaft ist auch eine Ausprägung gemäß welcher die Sichtscheibe als durchsichtige
oder halbdurchsichtige Glasscheibe aus mineralischem Glas ausgeführt ist. Besonders
vorteilhaft ist dabei, dass aufgrund der Durchsichtigkeit des Glases gewährleistet
ist, dass freie Sicht auf hinter der Scheibe liegende Elemente bzw. Abläufe, insbesondere
betreffend den Verbrennungsvorgang in einer Heizeinrichtung, vorliegt.
[0015] Entsprechend einer vorteilhaften Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass die Sichtscheibe
zumindest einen ersten, zentralen Abschnitt hoher Transparenz aufweist und wenigstens
einen opaken oder halbtransparenten Abschnitt aufweist, welcher vorzugsweise im Umfangsbereich
der Sichtscheibe vorgesehen ist. Vorteilhaft ist hierbei, dass durch das Einsetzen
eines abschnittsweise opaken bzw. schwach lichtdurchlässigen Glases, beziehungsweise
durch das teilweise Bedrucken eines Glases, erreicht werden kann, dass optisch nachteilige
Funktionselemente der Heizeinrichtung verborgen bleiben, wobei die angegebene optische
Verblendung ein ansprechendes Designelement darstellt und ein optimales Kosten-/Nutzenverhältnis
bietet.
[0016] Gemäß einer besonderen Ausprägung ist es möglich, dass die Sichtscheibe aus zumindest
zwei Scheibenteilen aus unterschiedlichen Materialien und/oder unterschiedlichen Transparenzeigenschaften
zusammengesetzt ist. Dabei ist von Vorteil, dass durch die Kombination von verschiedenen
Materialien mit verschiedenen Eigenschaften ein ansprechender optischer Effekt erzeugt
werden kann. Besonders vorteilhaft ist dabei, dass dieser optische Effekt nicht durch
aufwändige Bearbeitung des Materials erzeugt werden muss, was hohe Bearbeitungskosten
hervorrufen würde. Vielmehr kann ein relativ kostengünstiges, großflächiges Glaselement,
welches als Rahmen- bzw. Trägerelement fungiert, mit einem hochwertigeren bzw. höherpreisigen
Glaselement, welches als Sichtfenster fungiert, baulich kombiniert bzw. zusammengesetzt
werden.
[0017] Ferner kann vorgesehen sein, dass das Kopplungselement einteilig ausgebildet und
mittels eines Umformverfahrens, eines Urformverfahrens, oder durch spanende Formgebung
erzeugt ist. Vorteilhaft wird das Kopplungselement durch ein Umformverfahren, oder
durch ein spanabhebendes Verfahren aus einem Werkstück erzeugt, um so eine optimierte
Kleinserienfertigung zu ermöglichen und die Produktionskosten zu reduzieren.
[0018] Alternativ ist es möglich, dass das Kopplungselement aus mehreren Teilen gebildet
ist, welche durch formschlüssige, kraftschlüssige oder stoffliche Verbindung miteinander
verbunden sind. Der Vorteil dieser Ausprägung besteht darin, verschiedene Materialien
zu kombinieren und dadurch die Vorteile der verschiedenen Materialeigenschaften zu
nutzen. Die Kombination von verschiedenen Werkstoffen kann auch vorteilhaft sein,
um eine Kostenersparnis bei einer Prototypen- oder Kleinserienfertigung zu erzielen
und nicht auf Umformverfahren oder spanabhebende Verfahren zurückgreifen zu müssen.
[0019] Weiters kann vorgesehen sein, dass die starre Verbindung des Kopplungselementes mit
der Sichtscheibe oder mit dem Trägerelement als stoffliche oder als form- oder kraftschlüssige
Verbindung ausgeführt ist. Eine stoffliche Verbindung bietet den Vorteil, dass keine
aufwändige Vorbehandlung des jeweils zur Verklebung vorgesehenen Materials notwendig
ist. Eine formschlüssige oder kraftschlüssige Verbindung kann jedoch unter bestimmten
Umständen gewisse Vorteile in Bezug auf eine höhere Wärmebeständigkeit oder höhere
Belastbarkeit der Verbindung mit sich bringen.
[0020] Ferner kann vorgesehen sein, dass die starre Verbindung des Kopplungselementes mit
der Sichtscheibe oder mit dem Trägerelement als Klebeverbindung ausgebildet ist, wobei
diese Klebeverbindung mit einem im Vergleich zum klebenden, elastischen Zwischenmaterial
in der Überlappungszone zwischen der Sichtscheibe und dem Trägerelement relativ starren,
unnachgiebigen Kleber mit erhöhter Dauerfestigkeit oder langfristiger Klebebeständigkeit
ausgeführt ist. Vorteilhaft ist dabei, dass der starre Kleber zwischen der Sichtscheibe
und dem bevorzugt metallischen Kopplungselement eine hohe Langzeitbeständigkeit aufweist
und die Haltbarkeit und Haftkraft eines solchen Glas- und Metallklebstoffes erprobt
ist, wodurch eine zuverlässige Halterung der Sichtscheibe gewährleistet ist.
[0021] Ferner ist es zweckmäßig, wenn die relativverschiebliche bzw. flexible Verbindung
des Kopplungselementes mit der Sichtscheibe oder mit dem Trägerelement als formschlüssige
Verbindung ausgeführt ist. Vorteilhaft ist hierbei, dass die geforderte Flexibilität
bzw. das gewünschte Ausgleichsvermögen dieser mechanischen Verbindung durch einfaches
Hintergreifen eines Bauteiles der Sichttüre, insbesondere des rahmenartigen Trägerelementes
der Sichttüre, realisiert werden kann, und somit eine kostengünstige und praktikable
Lösung geschaffen werden kann.
[0022] Schließlich kann vorgesehen sein, dass die Sichttüre als frontseitiges Verkleidungselement
einer Heizeinrichtung ausgebildet ist und einer Brennraumtüre der Heizeinrichtung
baulich vorgelagert ist. Bei dieser Ausführung ist von Vorteil, dass die Sichttüre
auch als Designelement fungieren kann und somit neben den zugrunde liegenden technischen
Funktionalitäten auch optischen Ansprüchen optimal gerecht werden kann. Dieser Mehrfacheffekt
wird dabei mit einem optimierten Kosten-/Nutzenverhältnis erzielt.
[0023] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren
näher erläutert.
[0024] Es zeigen jeweils in stark vereinfachter, schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- eine Heizeinrichtung mit Merkmalen der Erfindung, insbesondere mit einer der Brennraumtüre
vorgelagerten Schiebetüre, in perspektivischer Darstellung;
- Fig. 2
- eine Detailansicht der Schiebetüre gemäß Fig. 1 in Ansicht von hinten mitsamt der
erfindungsgemäß vorgesehenen Scheibensicherungseinrichtung;
- Fig. 3
- eine vergrößerte Darstellung der Scheibensicherungseinrichtung, geschnitten gemäß
den Linien III-III in Fig. 2.
[0025] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind diese Lageangaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
Weiters können auch Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und
beschriebenen unterschiedlichen Ausführungsbeispielen für sich eigenständige, erfinderische
oder erfindungsgemäße Lösungen darstellen.
[0026] In den Fig. 1 bis 3 ist ein Ausführungsbeispiel einer Heizeinrichtung 1 mit einer
der Brennraumtüre 11 der Heizeinrichtung 1 vorgestellten bzw. baulich vorgelagerten
Sichttüre 2 veranschaulicht. Die Sichttüre 2 kann dabei eine Sichtscheibe 3 umfassen,
welche aus mehreren Einzelteilen bzw. aus verschiedenen Glas-Einlageelementen zusammengesetzt
ist. Die wenigstens eine Sichtscheibe 3, welche vorzugsweise aus mineralischem Glas
gebildet ist, ist mit wenigstens einem metallischen Trägerelement 6 verklebt. Zudem
ist die Sichtscheibe 3 mittels einer mechanischen Scheibensicherungseinrichtung 14
gegen Herausfallen aus dem rahmenartigen Trägerelement 6 geschützt bzw. vor einer
unerwünschten, allmählichen Lockerung oder Delaminierung gegenüber einem leistenartigen
Trägerelement 6 gesichert.
[0027] Die Heizeinrichtung 1 umfasst ein im Wesentlichen quaderförmiges Gehäuse 17, in welchem
ein Brennraum 18 zur Verbrennung von Brennmaterial auf Basis von Biomasse ausgebildet
ist. Zum bedarfsweisen öffnen und verschließen des Brennraumes 18 ist eine Brennraumtüre
11 vorgesehen. Diese kann wärmeisolierend ausgeführt sein. Aus funktionalen, designtechnischen
und sicherheitstechnischen Aspekten kann der Brennraumtüre 11 die genannte Sichttüre
2 vorgesetzt sein, welche unabhängig von der Brennraumtüre 11 zu öffnen bzw. zu bedienen
ist und verschiedene Designelemente enthalten kann. Die Funktionen der Sichttüre 2
können insbesondere in einem Hitzeschild bzw. Verbrennungssschutz, in der Schaffung
eines zusätzlichen Konvektionskanals gegenüber dem Ofenkorpus, in einem Sicherheitselement
und/oder in einem Designelement begründet sein.
[0028] Die der Brennraumtüre 11 vorgesetzte Sichttüre 2 enthält eine Sichtscheibe 3, wobei
bezüglich des mechanischen Grundaufbaus der Sichttüre 2 verschiedene Ausführungen
möglich sind.
[0029] Zum einen ist ein Trägerelement 6 vorgesehen, beispielsweise ein Rahmen aus Aluminium,
oder ein Trägerblech, welches ein wesentliches Funktions- und Designelement der Sichttüre
2 darstellt. Dieser Rahmen kann in Bezug auf die Sichtscheibe 3 aus Glas umlaufend
ausgeführt sein, oder beispielsweise nur an der Ober- und Unterkante der der Sichtscheibe
3 vorgesehen sein. Es ist auch denkbar, der Sichtscheibe 3 keinen umlaufenden Rahmen
zuzuordnen, sondern wenigstens ein leistenförmiges Trägerelement 6 vorzusehen, welches
sich über einen Teilabschnitt der Rückseite der Sichtscheibe 3 erstreckt.
[0030] Das bezüglich des äußeren Erscheinungsbildes relevante, flächige Element der Sichttüre
2 kann in verschiedenen Ausführungsformen gestaltet werden. Eine zweckmäßige Variante,
wie sie in Fig. 2 dargestellt ist, umfasst eine Sichtscheibe 3, zum Beispiel aus Einscheibensicherheitsglas
oder aus Glaskeramik, welche in das Trägerelement 6 eingesetzt ist. Diese gläserne
Sichtscheibe 3 kann abschnittsweise bedruckt sein oder durch sonstige Oberflächenbehandlungen,
beispielsweise durch Ätzverfahren, derart bearbeitet worden sein, dass ein Sichtfenster
4 oder mehrere Sichtfenster 4 frei bleiben. Dieses zumindest eine Sichtfenster bzw.
der transparente Abschnitt 4 in der Sichttüre 2 bietet freie Sicht auf dahinter liegende
Abschnitte des Ofens. Demgegenüber verhindern oder erschweren jene Abschnitte 5 der
Sichttüre 2, welche opak oder schwach lichtdurchlässig sind, einen Einblick auf jene
Abschnitte des Ofenkorpus der Heizeinrichtung 1, welche nicht eingesehen werden sollen.
Insbesondere kann dadurch die Sicht auf optisch gegebenenfalls unattraktive Funktionsteile
der Heizeinrichtung 1 optimal unterdrückt bzw. mit hoher Kosten-/Nutzeneffizienz verwehrt
werden.
[0031] Entsprechend einer weiteren Ausführungsform ist es auch denkbar, anstatt eines einteiligen
Glaselementes, welches abschnittsweise getönt bzw. undurchsichtig ist, zwei oder mehrere
transparente und opake Glaselemente miteinander zu kombinieren, um eine abschnittsweise
freie Sicht auf die entsprechenden Abschnitte des Ofens zu gewähren. Gemäß einer alternativen
Ausführung ist es auch möglich, dass beispielsweise ein Blechformteil, oder auch ein
getöntes bzw. geschwärztes Glaselement, oder ein Kunststoff- bzw. Kunststoffverbundelement
verwendet wird, welches den Sichtbereich bzw. den Abschnitt 4 ausspart und so eine
freie Sicht auf die entsprechend freigestellten Ofenelemente bzw. in den Brennraum
der Heizeinrichtung 1 ermöglicht.
[0032] Ein adhäsives Zwischenmaterial 12 zur klebenden Verbindung des Trägerelementes 6
mit der Sichtscheibe 3 ist vorzugsweise als elastischer Kleber, oder als elastisches
Silikon, welches vorzugsweise temperaturbeständig ist, ausgeführt, um Wärmedehnungen
zwischen dem Trägerelement 6 und der Sichtscheibe 3 auszugleichen. In einer anderen
Ausführung ist es auch denkbar, dass das die verschiedenen Elemente verbindende Zwischenmaterial
12 ein doppelseitiges Klebeband ist, welches ebenso die temperaturbedingten Relativbewegungen
zwischen den verschiedenen Materialien der Sichttüre 2 ausgleichen kann, ohne dass
kritische mechanische Verspannungen zwischen der Sichtscheibe 3 und dem Trägerelement
6 auftreten.
[0033] Die Sichttüre 2 umfasst weiters die zuvor genannte, mechanische Scheibensicherungseinrichtung
14, welche einen langfristig zuverlässigen bzw. sicheren Halt zwischen der Sichtscheibe
3 und dem Trägerelement 6 gewährleistet. Diese Scheibensicherungseinrichtung 14 ist
besonders zweckmäßig, da es aufgrund der häufigen, temperaturbedingten Relativbewegungen
zwischen dem Trägerelement 6 und der Sichtscheibe 3, welche aufgrund der unterschiedlichen
Wärmedehnungen der Materialien und aufgrund einer oftmaligen Erhitzung und Abkühlung
hervorgerufen werden, zu Ermüdungserscheinungen bei den Klebestellen in den Überlappungszonen
13 zwischen der Sichtscheibe 3 und dem Trägerelement 6 kommen kann. Diese Ermüdungserscheinungen
könnten allmählich dazu führen, dass die Sichtscheibe 3 nicht mehr sicher bzw. nicht
mehr mit der gewünschten Haltekraft im bzw. am Trägerelement 6 gehalten werden kann.
Allmähliche Delaminierungen bzw. Auflösungserscheinungen der Sichttüre 2 wären die
Folge. Ein plötzliches Herausfallen der Sichtscheibe 3 würde im schlimmsten Fall ein
Sicherheitsrisiko für den Benutzer bedeuten. Diese Nachteile werden mit der angegebenen
Scheibensicherungseinrichtung 14 vermieden bzw. umfassend hintan gehalten.
[0034] Insbesondere umfasst die Sichttüre 2 die Scheibensicherungseinrichtung 14 um zu gewährleisten,
dass auch dann, wenn die Sichttüre 2 einer üblicherweise hohe Wärmestrahlungen abgebenden
Brennraumtüre vorgelagert und dadurch erhöhten Temperaturen ausgesetzt ist, die auf
bzw. in das Trägerelement 6 aufgeklebte Sichtscheibe 3 für lange Zeit sicher mit dem
Trägerelement 6 verbunden bleibt.
[0035] Ein zur Scheibensicherungseinrichtung 14 zählendes Kopplungselement 8 kann in mehreren
Ausführungsformen hergestellt werden. Insbesondere ist es möglich, dass das wenigstens
eine Kopplungselement 8 der Scheibensicherungseinrichtung 14 aus verschiedenen, miteinander
verbundenen Teilen zu bilden, wobei sich hier formschlüssige Verbindungen, beispielsweise
Schraubverbindungen, Nietverbindungen oder ineinander verschiebbare bzw. teleskopierbare
Formelemente eignen. Ebenso sind kraftschlüssige Verbindungen, wie Klemmelemente,
oder auch stoffliche Verbindungen, wie Verklebungen und Verschweißungen oder Lötverbindungen
realisierbar. Eine andere Ausbildungsvariante besteht darin, das Kopplungselement
8 als Tiefziehteil oder als Umformteil herzustellen, um eine gute Basis für eine Serienfertigung
zu definieren. Wieder eine andere Variante besteht darin, das Kopplungselement 8 durch
spanende Formgebung zu schaffen, insbesondere aus einem Block zu fräsen. In einer
weiteren denkbaren Variante wird das Kopplungselement 8 mittels Urformen, zum Beispiel
als Aluminium-Gussteil, hergestellt.
[0036] Entsprechend einer zweckmäßigen Ausführungsform ist die Verbindung zwischen der Sichtscheibe
3 und dem Kopplungselement 8 dadurch aufgebaut, dass das Kopplungselement 8 auf die
Sichtscheibe 3 aufgeklebt oder über eine sonstige stoffschlüssige Verbindung befestigt
ist. Dieses hochfeste und relativ starre Aufkleben erfolgt dabei mittels eines Klebers,
dessen Langzeithaltbarkeit bereits getestet bzw. attestiert ist, und welcher Kleber
ausreichend temperaturstabil ist. Der relativ starre bzw. unnachgiebige Kleber für
die Klebeverbindung 15 zwischen der Sichtscheibe 3 und dem Kopplungselement 8 bietet
den Vorteil, dass derartige Kleber bereits mehrere Jahre erfolgreich in der Industrie
eingesetzt werden, und daher die Langzeitbeständigkeit eines solchen Klebemittels
zwischen der Sichtscheibe 3 aus mineralischem Glas und dem vorzugsweise metallischen
Kopplungselement 8 als erprobt angesehen werden kann.
[0037] Alternativ zur bevorzugten Klebeverbindung 15 wäre es denkbar, das Kopplungselement
8 mittels einer Schraubverbindung oder einer Nietverbindung und dergleichen mit der
Sichtscheibe 3 zu verbinden. Hier würde sich jedoch der Nachteil ergeben, dass die
Sichtscheibe 3 für eine Befestigung des Kopplungselementes 8 aufwändig bearbeitet
werden müsste. In wieder einer anderen Ausführung ist es denkbar, dass das Kopplungselement
8 über Formschluss oder über Kraftschluss mit der Sichtscheibe 3 verbunden ist. Derartige
Befestigungsmaßnahmen würden jedoch eine in gestalterischer Hinsicht unter Umständen
störende Befestigungsart zwischen der Sichtscheibe 3 und dem Trägerelement 6 darstellen,
sodass diese Befestigungsmaßnahmen wenig zufriedenstellend sind.
[0038] Die Verbindung zwischen dem Kopplungselement 8 und dem Trägerelement 6 wird vorzugsweise
über einen relativverschieblichen Formschluss derart hergestellt, dass das Kopplungselement
8 in das Trägerelement 6 eingreift bzw. dieses hintergreift, sodass eine Relativbewegung
zwischen dem Kopplungselement 8 und dem Trägerelement 6 ermöglicht wird. In einer
anderen Ausführung ist es auch denkbar, dass das Kopplungselement 8 leichten Druck
auf das Trägerelement 6 ausübt, wobei darauf geachtet werden muss, dass wärmedehnungsbedingte
Relativbewegungen zwischen dem Kopplungselement 8 und Trägerelement 6 ermöglicht sind.
[0039] In einer anderen Variante ist es auch möglich, dass das Kopplungselement 8 fix mit
dem Trägerelement 6 verbunden ist und über Formschluss in die Sichtscheibe 3 oder
in ein an der Sichtscheibe 3 befestigtes Element eingreift. Bei dieser Ausführungsvariante
ist dann die starre Verbindung zwischen dem Kopplungselement 8 und dem Trägerelement
6 vorgesehen, während die relativverschiebliche Kopplung zwischen dem weiteren Endabschnitt
des Kopplungselementes 8 und der Sichtscheibe 3 vorliegt.
[0040] In einer weiteren Ausführungsvariante ist es auch denkbar, dass das Kopplungselement
8 sowohl mit dem Trägerelement 6 als auch mit der Sichtscheibe 3 fest bzw. starr verbunden
ist, und dass die wärmebedingten Relativbewegungen zwischen der Sichtscheibe 3 und
dem Trägerelement 6 vom Kopplungselement 8 selbst ausgeglichen werden. Hierzu ist
es erforderlich, das Kopplungselement 8 ausreichend biegeelastisch oder ausreichend
dehn- und stauchbar auszuführen. Insbesondere kann das Kopplungselement 8 aus einem
elastischen Element oder Werkstoff, beispielsweise als Feder oder als Kunststoffelement,
gebildet sein.
[0041] Die erfindungsgemäße Scheibensicherungseinrichtung 14 dient vor allem dazu, dass
bei einer der Brennraumtüre 11 vorgestellten Sichttüre 2 eine mit dem Trägerelement
6 verklebte Sichtscheibe 3 langfristig sicher mit dem Trägerelement 6 verbunden bleibt.
Die Sichttüre 2 kann dabei als optisch ansprechende Verblendung der Brennraumtüre
11 einer Heizeinrichtung 1, zum Beispiel eines Pelletsofens, eingesetzt sein. Die
Sichtscheibe 3 ist zweckmäßigerweise mittels eines elastischen, temperaturbeständigen
Klebers bzw. Zwischenmaterials 12 mit dem Trägerelement 6 verklebt, um die Relativbewegungen
aufgrund der verschiedenen Wärmedehnungskoeffizienten des Trägerelementes 6 und der
Sichtscheibe 3 in ausreichendem Maß ausgleichen zu können. Um die Verklebung via das
adhäsive Zwischenmaterial 12 zusätzlich abzusichern, und damit auszuschließen, dass
sich die Sichtscheibe 3 aufgrund von Ermüdungserscheinungen des relativ elastischen
Klebers 12 vom Trägerelement 6 löst, ist die Scheibensicherungseinrichtung 14 vorgesehen.
Dabei ist wenigstens ein brückenartiges Kopplungselement 8 mittels eines starren bzw.
hochfesten, temperaturbeständigen Klebers zur Schaffung einer relativ starren Klebeverbindung
15 auf die Sichtscheibe 3 aufgeklebt. Der gegenüberliegende Endabschnitt des Kopplungselementes
8 ist mit dem Trägerelement 6 gleitbeweglich gekoppelt, sodass ein sicherer Halt der
Sichtscheibe 3 gegenüber dem Trägerelement 6 auch über längere Zeitspannen gewährleistet
ist.
[0042] Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten der Sichttüre 2 bzw.
der Heizeinrichtung 1, wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung nicht
auf die speziell dargestellten Ausführungsvarianten derselben eingeschränkt ist, sondern
vielmehr auch diverse Kombinationen der einzelnen Ausführungsvarianten untereinander
möglich sind und diese Variationsmöglichkeit aufgrund der Lehre zum technischen Handeln
durch gegenständliche Erfindung im Können des auf diesem technischen Gebiet tätigen
Fachmannes liegt. Es sind also auch sämtliche denkbaren Ausführungsvarianten, die
durch Kombinationen einzelner Details der dargestellten und beschriebenen Ausführungsvariante
möglich sind, vom Schutzumfang mit umfasst.
[0043] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis
des Aufbaus der Sichttüre 2 bzw. der Heizeinrichtung 1 diese bzw. deren Bestandteile
teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
[0044] Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrundeliegende Aufgabe kann der
Beschreibung entnommen werden.
[0045] Vor allem können die einzelnen in den Fig. 1-3 gezeigten Ausführungen den Gegenstand
von eigenständigen, erfindungsgemäßen Lösungen bilden. Die diesbezüglichen, erfindungsgemäßen
Aufgaben und Lösungen sind den Detailbeschreibungen dieser Figuren zu entnehmen.
Bezugszeichenaufstellung
[0046]
- 1
- Heizeinrichtung
- 2
- Sichttüre
- 3
- Sichtscheibe
- 4
- transparenter Abschnitt
- 5
- opaker Abschnitt
- 6
- Trägerelement
- 7
- Umfangsbereich
- 8
- Kopplungselement
- 9
- Scheibenteil
- 10
- Scheibenteil
- 11
- Brennraumtüre
- 12
- Zwischenmaterial
- 13
- Überlappungszone
- 14
- Scheibensicherungseinrichtung
- 15
- Klebeverbindung
- 16
- Verkleidungselement
- 17
- Gehäuse
- 18
- Brennraum
1. Sichttüre (2) einer Heizeinrichtung (1) zur Verbrennung eines Energieträgers, insbesondere
von Biomasse, umfassend ein Trägerelement (6) das mindestens eine Sichtscheibe (3)
aufnimmt, wobei Überlappungszonen zwischen der Sichtscheibe (3) und dem Trägerelement
(6) über ein Zwischenmaterial (12) miteinander verklebt sind, welches Zwischenmaterial
(12) temperaturbedingte Relativverschiebungen zwischen der Sichtscheibe (3) und dem
Trägerelement (6) aufgrund von unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten ausgleicht,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Scheibensicherungseinrichtung (14) ausgebildet ist, welche zumindest ein mechanisches
Kopplungselement (8) zwischen dem Trägerelement (6) und der Sichtscheibe (3) aufweist,
und welches Kopplungselement (8) sich brückenartig zwischen dem Trägerelement (6)
und der Sichtscheibe (3) erstreckt, wobei das Kopplungselement (8) am Trägerelement
(6) oder an der Sichtscheibe (3) starr befestigt ist und im jeweils anderen Endabschnitt
mit dem Trägerelement (6) bzw. mit der Sichtscheibe (3) relativbeweglich verbunden
ist, oder dass das Kopplungselement (8) jeweils starr am Trägerelement (6) und an
der Sichtscheibe (3) befestigt ist und in sich elastisch oder längenveränderlich ausgebildet
ist.
2. Sichttüre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das die Sichtscheibe (3) aufnehmende oder halternde Trägerelement (6) aus einem anderen
Material, beispielsweise Aluminium, Eisen oder einer metallischen Legierung, gefertigt
ist, als die Sichtscheibe (3).
3. Sichttüre nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenmaterial (12) zur Verbindung und zur Abdichtung in der Überlappungszone
(13) zwischen dem Trägerelement (6) und der Sichtscheibe (3) ausgebildet ist.
4. Sichttüre nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenmaterial (12) durch einen elastischen Kleber und/oder ein elastisches
Silikon gebildet ist.
5. Sichttüre nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenmaterial (12) als doppelseitiger Klebestreifen ausgeführt ist.
6. Sichttüre nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sichtscheibe (3) als durchsichtige oder halbdurchsichtige Glasscheibe aus mineralischem
Glas ausgeführt ist.
7. Sichttüre nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sichtscheibe (3) zumindest einen ersten, zentralen Abschnitt (4) hoher Transparenz
aufweist und wenigstens einen opaken oder halbtransparenten Abschnitt (5) aufweist,
welcher vorzugsweise im Umfangsbereich (7) der Sichtscheibe (3) vorgesehen ist.
8. Sichttüre nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sichtscheibe (3) aus zumindest zwei Scheibenteilen (9, 10) aus unterschiedlichen
Materialien und/oder mit unterschiedlichen Transparenzeigenschaften zusammengesetzt
ist.
9. Sichttüre nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kopplungselement (8) einteilig ausgebildet und mittels eines Umformverfahrens,
eines Urformverfahrens, oder durch spanende Formgebung, erzeugt ist.
10. Sichttüre nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Kopplungselement (8) aus mehreren Teilen gebildet ist, welche durch formschlüssige,
kraftschlüssige oder stoffliche Verbindung miteinander verbunden sind.
11. Sichttüre nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die starre Verbindung des Kopplungselementes (8) mit der Sichtscheibe (3) oder mit
dem Trägerelement (6) als stoffliche oder als form- oder kraftschlüssige Verbindung
ausgeführt ist.
12. Sichttüre nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die starre Verbindung des Kopplungselementes (8) mit der Sichtscheibe (3) oder mit
dem Trägerelement (6) als Klebeverbindung (15) ausgebildet ist, wobei diese Klebeverbindung
(15) mit einem im Vergleich zum klebenden, elastischen Zwischenmaterial (12) in der
Überlappungszone zwischen der Sichtscheibe (3) und dem Trägerelement (6) relativ starren,
unnachgiebigen Kleber mit erhöhter Dauerfestigkeit oder langfristiger Klebebeständigkeit
ausgeführt ist.
13. Sichttüre nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die relativverschiebliche Verbindung des Kopplungselementes (8) mit der Sichtscheibe
(3) oder mit dem Trägerelement (6) als formschlüssige Verbindung ausgeführt ist.
14. Sichttüre nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie als frontseitiges Verkleidungselement (16) der Heizeinrichtung ausgebildet ist
und einer Brennraumtüre (11) der Heizeinrichtung vorgelagert ist.
15. Heizeinrichtung (1) zur Verbrennung eines Energieträgers, insbesondere von Biomasse,
mit einer Sichttüre (2) umfassend ein Trägerelement (6) das mindestens eine Sichtscheibe
(3) aufnimmt, wobei Überlappungszonen zwischen der Sichtscheibe (3) und dem Trägerelement
(6) über ein Zwischenmaterial (12) miteinander verklebt sind, welches Zwischenmaterial
(12) temperaturbedingte Relativverschiebungen zwischen der Sichtscheibe (3) und dem
Trägerelement (6) aufgrund von unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten ausgleicht,
dadurch gekennzeichnet, dass die Heizeinrichtung (1) eine Sichttüre (2) umfasst, welche nach einem oder mehreren
der vorhergehenden Ansprüche ausgebildet ist.