[0001] Die Erfindung betrifft ein Sichtelement für die Abdeckung von Funktionsteilen einer
Heizeinrichtung zur Verbrennung eines Energieträgers, insbesondere von Biomasse, sowie
eine mit diesem Sichtelement ausgestattete Heizeinrichtung, wie dies in Ansprüchen
1 und 12 angegeben ist.
[0002] Bei Sichtelementen bzw. Verkleidungsteilen für Biomasseöfen, insbesondere für Kaminöfen
oder Pelletöfen, sind Verklebungen bekannt, bei denen ein Verkleidungselement mittels
eines elastischen, temperaturbeständigen Klebers mit einem rahmen- oder leistenförmigen
Trägerelement verbunden ist. Hierbei wird meist ein ausreichend temperaturbeständiger
Kleber eingesetzt, welcher geeignet ist, der Wärmeentwicklung aus dem Inneren des
Ofens standzuhalten.
[0003] Es sind auch Varianten bekannt, bei denen Klemmleisten zur Befestigung von Sichtelementen
benutzt werden, wodurch eine formschlüssige oder kraftschlüssige Verbindung zwischen
Trägerelement und Sichtelement hergestellt wird.
[0004] Auch eine Befestigung von Sichtelementen mittels Schraub- oder Nietverbindungen ist
bekannt, wobei hierzu das Sichtelement im Vorfeld mechanisch bearbeitet werden muss.
Dabei können die entsprechenden Befestigungsmittel einen störenden optischen Gesamteindruck
verursachen.
[0005] Ein Nachteil der bekannten, geklebten, Ausführungen liegt darin, dass aufgrund der
Wärmeausdehnungen und der dadurch bedingten Relativbewegungen zwischen den einzelnen
Elementen aus denen ein solches Verkleidungs- bzw. Sichtelement aufgebaut ist, der
Kleber allmählich seine Haftfestigkeit bzw. Klebebeständigkeit verlieren kann, wodurch
die miteinander verklebten Komponenten locker werden können bzw. sich sogar lösen
könnten.
[0006] Auch bei der Ausführungsform bei der das Sichtelement durch zumindest eine Klemmleiste
am Trägerelement befestigt bzw. mit dem Trägerelement verbunden wird, können aufgrund
der temperaturbedingt unterschiedlichen Wärmedehnungen der verschiedenen Materialien
hohe mechanische Spannungen im Sichtelement auftreten, welche zu einer Zerstörung
bzw. zu einem Bruch des Sichtelementes führen könnten.
[0007] Die bekannte Ausführungsform, bei der die Sichtelemente mittels Schraub- oder Nietverbindungen
befestigt werden, birgt den Nachteil, dass das Sichtelement mechanisch bearbeitet
werden muss, wodurch hohe Kosten entstehen und das gewünschte optische Erscheinungsbild
meist nicht erreicht werden kann.
[0008] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diesen potentiellen Qualitäts-
und Sicherheitsnachteil bei einem Verkleidungs- bzw. Sichtelement für eine Heizeinrichtung
bzw. bei einer damit ausgestatteten Heizeinrichtung zu kompensieren bzw. zu eliminieren
und sicherzustellen, dass auch nach vielen Gebrauchsjahren eine zuverlässige Verbindung
zwischen dem ein- bzw. aufgeklebten Element und dem tragenden Rahmen bzw. Trägerelement
gewährleistet ist. Eine weitere Aufgabe der Erfindung liegt darin, eine entsprechende
Heizeinrichtung anzugeben.
[0009] Diese Aufgabe der Erfindung wird durch die Maßnahmen gemäß Anspruch 1, insbesondere
durch eine zur Sichtelementverklebung redundante, mechanische Sicherungseinrichtung
umfassend das in Anspruch 1 angegebene Kopplungselement, sowie durch eine Heizeinrichtung
gemäß Anspruch 12 gelöst.
[0010] Erfindungsgemäß ist bei dem gattungsgemäßen Sichtelement für eine Heizungseinrichtung
eine Sicherungseinrichtung ausgebildet, welche ein Kopplungselement zwischen dem Trägerelement
und dem Flächenelement aufweist, welches Kopplungselement sich brückenartig zwischen
dem Trägerelement und dem Flächenelement erstreckt, wobei das Kopplungselement am
Trägerelement oder am Flächenelement starr befestigt ist und am jeweils anderen Endabschnitt
mit dem Trägerelement bzw. dem Flächenelement relativbeweglich verbunden ist, oder
dass das Kopplungselement jeweils starr am Trägerelement und am Flächenelement befestigt
ist und in sich elastisch oder längenveränderlich ausgebildet ist.
[0011] Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Ausbildung liegt darin, dass durch die Ausgleichsmöglichkeit
von Relativverschiebungen im Bereich des Kopplungselementes die Voraussetzungen dafür
geschaffen sind, dass das Kopplungselement vorzugsweise mittels eines relativ unnachgiebigen
bzw. hochfesten, temperaturbeständigen Klebers, welcher problemlos für punktuelle
Verklebungen gegenüber Flächenelementen aus Steinzeug eingesetzt werden kann und dessen
hohe Haltekraft besonders zweckmäßig ist, direkt mit dem Flächenelement verklebt werden
kann. Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Ausbildung liegt auch darin, dass
die Klebestellen in den Überlappungszonen, an denen das Flächenelement auf das Trägerelement
geklebt ist, nicht auf deren mögliche Alterserscheinungen bzw. Beschädigung hin überprüft
werden müssen, da durch das Kopplungselement gewährleistet ist, dass das Flächenelement
sich nicht vom Trägerelement lösen kann, und daher keine sicherheitstechnischen Mängel,
oder Mängel in der Funktionsfähigkeit zu erwarten sind.
[0012] Weiters kann es zweckmäßig sein, wenn das das Flächenelement aufnehmende Trägerelement
aus einem anderen Material, beispielsweise Aluminium, Eisen oder einer metallischen
Legierung, gefertigt ist, als das Flächenelement. Vorteilhaft ist hierbei, dass die
verschiedenen Materialien, die kombiniert werden können, nicht die gleichen Stoffeigenschaften,
insbesondere den gleichen Wärmedehnungskoeffizienten aufweisen müssen, und daher eine
vielfältige und wahlfreie Kombination von verschiedenen Materialien möglich ist. Diese
variantenreiche Kombination stellt sicher, dass eine optimale Funktionserfüllung und
ein optisch ansprechendes Erscheinungsbild gestaltet werden kann. Neben der Ausführung
des Trägerelementes in Eisen oder Aluminium, sind als weitere Werkstoffe etwa Kunststoffe
und Verbundwerkstoffe denkbar. Insbesondere bietet ein metallisches Trägerelement
den Vorteil einer hohen Festigkeit und guten Montierbarkeit, während ein relativ poröses
bzw. bruchgefährdetes Flächenelement, insbesondere aus Steinzeug, den Vorteil einer
ansprechenden Oberfläche, einer angenehmen Haptik und zugleich eines guten Wärmespeichervermögens
bietet.
[0013] Ferner kann es zweckmäßig sein, wenn das Zwischenmaterial durch einen elastischen
Kleber und/oder ein elastisches Silikon gebildet ist. Hierbei ist vorteilhaft, dass
die Ausführung des Zwischenmateriales als elastischer Kleber, oder als Silikon gewährleistet,
dass temperaturbedingte Relativbewegungen zwischen den zu verbindenden Materialien
aufgenommen bzw. ausgeglichen werden können und es somit zu keinen kritischen Verspannungen
aufgrund der unterschiedlichen Wärmedehnungen des Flächenelementes oder des Trägerelementes
kommen kann. Das benötigte Ausgleichsvermögen von wärmebedingten Relativbewegungen
ist dabei auch dann erzielbar, wenn das Trägerelement und auch das Flächenelement
relativ großflächig ausgebildet sind und über das elastische Zwischenmaterial punktuell
oder auch großflächig, insbesondere vollflächig, miteinander verklebt sind. Insbesondere
ist es dadurch möglich, Flächenelemente aus Steinzeug bzw. Keramik und metallische
Trägerelemente bzw. Trägerbleche mit jeweils mehr als 0,5 m
2, insbesondere mit bis zu 1,5 m
2, miteinander zu verkleben, ohne dass kritische Wärmespannungen auftreten.
[0014] In einer alternativen Ausprägung kann vorgesehen sein, dass das Zwischenmaterial
als doppelseitiger Klebestreifen ausgeführt ist. Vorteilhaft ist hierbei, dass der
genannte doppelseitige Klebestreifen einfach auf das Trägerelement aufgebracht werden
kann und das zu befestigende Flächenelement auf das Trägerelement aufgelegt werden
kann. Außerdem bietet sich hier der Vorteil, dass für das Herstellungsverfahren keine
Aushärtungszeit eingerechnet werden muss, sodass das mit dem Trägerelement verbundene
Flächenelement möglichst umgehend weiterverarbeitet werden kann.
[0015] Vorzugsweise ist das Flächenelement aus Steinzeug, einem sonstigem Sinterwerkstoff,
oder als mineralischer Werkstoff wie Glas oder Naturstein ausgeführt. Durch diese
Ausführung ist gewährleistet, dass sicherheitsrelevante Aspekte im Hinblick auf niedrige
bzw. gemäßigte Oberflächentemperaturen besser erfüllt werden können, und dass damit
auch hohen Designansprüchen von Endanwendern Rechnung getragen werden kann. Darüber
hinaus kann dadurch das Wärmeabgabeverhalten bzw. das Wärmespeichervermögen des Sichtelementes
bzw. der Heizeinrichtung verbessert werden.
[0016] Wahlweise kann in einer anderen Ausführung des Flächenelementes dieses aus zumindest
zwei Flächenelementteilen aus unterschiedlichen Materialien mit unterschiedlichem
Wärmeausdehnungsverhalten zusammengesetzt sein. Hierbei wird mit Vorteil erreicht,
dass durch die Kombination von verschiedenen Materialien eine kostengünstige und sicherheitstechnisch
sowie gestalterisch vorteilhafte Konstruktion erzeugt werden kann.
[0017] Ferner kann vorgesehen sein, dass das Kopplungselement einteilig ausgebildet und
mittels eines Umformverfahrens, eines Urformverfahrens, oder durch spanende Formgebung,
erzeugt ist. Vorteilhaft wird das Kopplungselement durch ein Umformverfahren, oder
durch ein spanabhebendes Verfahren aus einem Werkstück erzeugt, um so eine optimierte
Kleinserienfertigung zu ermöglichen und den Kostenaufwand zu reduzieren.
[0018] Alternativ ist es möglich, dass das Kopplungselement aus mehreren Teilen gebildet
ist, welche durch formschlüssige, kraftschlüssige oder stoffliche Verbindung miteinander
verbunden sind. Ein Vorteil dieser Ausprägung besteht darin, verschiedene Materialien
zu kombinieren und dadurch die Vorteile der verschiedenen Materialeigenschaften auszunutzen.
Die Kombination von verschiedenen Werkstoffen kann auch vorteilhaft sein im Hinblick
auf eine Kostenersparnis bei einer Prototypen- oder Kleinserienfertigung. Insbesondere
muss dabei nicht auf Umformverfahren oder auf spanabhebende Verfahren zurückgegriffen
werden.
[0019] Weiters kann vorgesehen sein, dass die starre Verbindung des Kopplungselementes mit
dem Flächenelement oder mit dem Trägerelement, als stoffliche oder als form- oder
kraftschlüssige Verbindung ausgeführt ist. Eine stoffliche Verbindung bietet den Vorteil,
dass keine mechanische Vorbehandlung des jeweils zur Verklebung vorgesehenen Materials
notwendig ist. Eine formschlüssige oder kraftschlüssige Verbindung kann unter bestimmten
Umständen gewisse Vorteile in Bezug auf eine höhere Wärmebeständigkeit oder höhere
Belastbarkeit der Verbindung mit sich bringen.
[0020] Entsprechend einer besonders zweckmäßigen Maßnahme kann vorgesehen sein, dass die
starre Verbindung des Kopplungselementes mit dem Flächenelement oder mit dem Trägerelement
als Klebeverbindung ausgebildet ist, wobei diese Klebeverbindung mit einem im Vergleich
zum klebenden, elastischen Zwischenmaterial in der Überlappungszone zwischen dem Flächenelement
und dem Trägerelement relativ starren, unnachgiebigen Kleber mit erhöhter Dauerfestigkeit
oder langfristiger Klebebeständigkeit ausgeführt ist. Vorteilhaft ist dabei, dass
der starre Kleber eine hohe Langzeitbeständigkeit aufweist und die Haltbarkeit sowie
die Haftkraft eines solchen Glas- bzw. Mineralwerkstoff- und Metallklebstoffes erprobt
ist, wodurch eine zuverlässige Halterung des Flächenelementes gewährleistet ist.
[0021] Ferner ist es zweckmäßig, wenn die relativverschiebliche bzw. flexible Verbindung
des Kopplungselementes mit dem Flächenelement oder mit dem Trägerelement als formschlüssige
Verbindung ausgeführt ist. Vorteilhaft ist hierbei, dass die geforderte Flexibilität
bzw. das gewünschte Ausgleichsvermögen dieser mechanischen Verbindung durch einfaches
Hintergreifen eines Bauteiles des Sichtelementes, insbesondere des flächigen bzw.
platinenartigen Trägerelementes des Sichtelementes, realisiert werden kann, und somit
eine kostengünstige und praktikable Lösung geschaffen werden kann.
[0022] Schließlich kann vorgesehen sein, dass das Sichtelement als Verkleidungselement einer
Heizeinrichtung ausgebildet ist und Funktionsteilen der Heizeinrichtung baulich vorgelagert
ist. Bei dieser Ausführung ist von Vorteil, dass das Sichtelement auch als Designelement
fungieren kann und somit neben den zugrunde liegenden technischen Funktionalitäten
auch optischen Ansprüchen optimal gerecht werden kann. Dieser Mehrfacheffekt wird
dabei mit einem optimierten Kosten-/Nutzenverhältnis erzielt.
[0023] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren
näher erläutert.
[0024] Es zeigen jeweils in stark vereinfachter, schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- eine Heizeinrichtung mit Merkmalen der Erfindung, insbesondere mit seitlich angebrachten
Sichtelementen, in perspektivischer Darstellung;
- Fig. 2
- eine andere perspektivische Darstellung der Heizeinrichtung gemäß Fig. 1, wobei das
Sichtelement zur besseren Veranschaulichung in Explosionsansicht gegenüber dem Ofenkörper
dargestellt ist;
- Fig. 3
- eine Detailansicht des Sichtelementes gemäß Fig. 2 in Ansicht von hinten mitsamt der
erfindungsgemäß vorgesehenen Sicherungseinrichtung;
- Fig. 4
- eine vergrößerte Darstellung der Sicherungseinrichtung, geschnitten gemäß den Linien
IV-IV in Fig. 3.
[0025] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind diese Lageangaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
Weiters können auch Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und
beschriebenen unterschiedlichen Ausführungsbeispielen für sich eigenständige, erfinderische
oder erfindungsgemäße Lösungen darstellen.
[0026] In den Fig. 1 bis 4 ist ein Ausführungsbeispiel einer Heizeinrichtung 1 mit der Heizeinrichtung
1 seitlich vorgestellten bzw. baulich vorgelagerten Verkleidungs- bzw. Sichtelementen
2 veranschaulicht. Die Sichtelemente 2 können dabei ein Flächenelement 3 umfassen,
welches einteilig ausgebildet sein kann oder aus mehreren Einzelteilen bzw. Flächenelementteilen
4, 5 zusammengesetzt sein kann. Das wenigstens eine Flächenelement 3, welches vorzugsweise
aus mineralischem Steinzeug oder aus Glas, oder aus einer Kombination von Glas- und
Steinzeugelementen gebildet ist, ist mit wenigstens einem metallischen Trägerelement
6 verklebt. Das Trägerelement 6 ist bevorzugt durch ein flächiges Element, insbesondere
durch eine Blechplatine gebildet, kann jedoch auch durch zumindest ein leistenförmiges,
insbesondere metallisches Trägerelement gebildet sein.
[0027] Das zumindest eine Flächenelement 3 aus Steinzeug und/oder Glas ist mittels zumindest
einer mechanischen Sicherungseinrichtung 9 gegen Ablösen vom platten- bzw. rahmenartigen
Trägerelement 6 geschützt bzw. vor einer unerwünschten, allmählichen Lockerung oder
Delaminierung gegenüber dem Trägerelement 6 gesichert.
[0028] Die Heizeinrichtung 1 umfasst ein im Wesentlichen quaderförmiges Gehäuse 7, in welchem
ein Brennraum 14 zur Verbrennung von Brennmaterial auf Basis von Biomasse ausgebildet
ist. Zum bedarfsweisen Öffnen und Verschließen des Brennraumes 14 ist eine Brennraumtüre
15 vorgesehen. Diese kann wärmeisolierend ausgeführt sein. Aus funktionalen, designtechnischen
und sicherheitstechnischen Aspekten können dem Ofenkorpus die genannten Sichtelemente
2 vorgesetzt sein. Diese Sichtelemente 2 können dabei verschiedene Designelemente
enthalten. Die Funktionen der Sichtelemente 2 können insbesondere in einem Hitzeschild
bzw. Verbrennungsschutz, in der Schaffung eines zusätzlichen Konvektionskanals gegenüber
dem Ofenkorpus, in einem Sicherheitselement und/oder in einem Designelement begründet
sein.
[0029] Das dem Ofenkorpus vorgesetzte Sichtelement 2 umfasst also wenigstens ein Flächenelement
3, welches Teilabschnitte der äußere Oberfläche der Heizeinrichtung 1 definiert, wobei
bezüglich des mechanischen Grundaufbaus des Sichtelementes 2 verschiedene Ausführungen
möglich sind.
[0030] Zum einen ist ein Trägerelement 6 vorgesehen, beispielsweise ein Trägerblech aus
Aluminium oder Eisen, welches ein wesentliches Funktionselement des Sichtelementes
2 darstellt. Insbesondere ist dadurch eine möglichst einfache Montage des Sichtelementes
2 gewährleistet und wird durch das metallische Trägerelement 6 auch die Bruchgefahr
des aufgeklebten Flächenelementes 3 aus Glas oder Steinzeug reduziert. Das Trägerelement
6 kann in Bezug auf das Flächenelement 3 umlaufend ausgeführt sein, oder beispielsweise
nur an der Ober- und Unterkante und/oder an den beiden Seitenkanten des Flächenelementes
3 vorgesehen sein. Es ist auch denkbar, dem Flächenelement 3 kein vollflächiges bzw.
plattenartiges Trägerelement 6 zuzuordnen, sondern wenigstens ein leistenförmiges
Trägerelement 6 vorzusehen, welches sich über einen Teilabschnitt der Rückseite des
Flächenelementes 3 erstreckt. In Fig. 3 ist eine zweckmäßige Ausführungsform veranschaulicht,
bei welcher das Flächenausmaß des metallischen Trägerelementes 6 in etwa dem Flächenausmaß
des keramischen bzw. mineralischen Flächenelementes 3 entspricht, wodurch eine effektive,
stabilisierende Wirkung für das relativ poröse Flächenelement 3 erzielt wird.
[0031] Das bezüglich des äußeren Erscheinungsbildes relevante, flächige Element des Sichtelementes
2 kann in verschiedenen Ausführungsformen gestaltet werden. Eine zweckmäßige Variante,
wie sie in Fig. 3 dargestellt ist, umfasst ein Flächenelement 3, zum Beispiel aus
Steinzeug, welches auf das Trägerelement 6 aufgesetzt bzw. mittels dem relativ elastischen
Zwischenmaterial 12 aufgeklebt ist. Dieses Flächenelement 3 kann abschnittsweise bedruckt
sein oder durch sonstige Oberflächenbehandlungen, beispielsweise durch Ätzverfahren,
derart bearbeitet worden sein, dass dessen mechanische Beständigkeit und/oder dessen
optische Eigenschaften vorteilhaft verändert sind. In einer anderen Ausführung ist
es auch denkbar, dass zwei oder mehrere verschiedene Flächenelementteile 4, 5, beispielsweise
aus Glas und Keramik, miteinander kombiniert werden. Durch die Kombination von Materialien
mit unterschiedlichen mechanischen Eigenschaften kann ein verbessertes Produkt mit
hoher Kosten-/Nutzeneffizienz erzielt werden.
[0032] Gemäß einer weiteren Ausführung ist es denkbar, dass eine Steinzeugtafel, eine opak
getönte bzw. geschwärzte Glasscheibe und/oder ein Kunststoffelement verwendet wird,
welches einen Sichtbereich ausspart, sodass freie Sicht auf die entsprechend freigestellten
Ofenelemente bzw. auf etwaig angebrachte Anzeigeinstrumente ermöglicht ist.
[0033] Das adhäsive Zwischenmaterial 12 zur klebenden Verbindung des Trägerelementes 6 mit
dem Flächenelement 3 ist vorzugsweise als elastischer Kleber, oder als elastisches
Silikon, welches ausreichend temperaturbeständig ist, ausgeführt, um Wärmedehnungen
zwischen dem Trägerelement 6 und dem Flächenelement 3 in ausreichendem Ausmaß auszugleichen.
In einer anderen Ausführung ist es auch denkbar, dass das die verschiedenen Elemente
verbindende Zwischenmaterial 12 ein doppelseitiges Klebeband ist, welches ebenso die
temperaturbedingten Relativbewegungen zwischen den verschiedenen Materialien des Sichtelementes
2 ausgleichen kann, ohne dass kritische mechanische Verspannungen zwischen dem Flächenelement
3 und dem Trägerelement 6 auftreten.
[0034] Das Sichtelement 2 umfasst weiters die zuvor genannte mechanische Sicherungseinrichtung
9, welche einen langfristig zuverlässigen bzw. sicheren Halt zwischen dem Flächenelement
3 und dem Trägerelement 6 gewährleistet. Diese Sicherungseinrichtung 9 ist besonders
zweckmäßig, da es aufgrund der häufigen, temperaturbedingten Relativbewegungen zwischen
dem Trägerelement 6 und dem Flächenelement 3, welche aufgrund der unterschiedlichen
Wärmedehnungen der verschiedenen Materialien und aufgrund einer oftmaligen Erhitzung
und Abkühlung hervorgerufen werden, zu Ermüdungserscheinungen bei den Klebstellen
in den Überlappungszonen 10 zwischen dem Flächenelement 3 und dem Trägerelement 6
kommen kann. Diese Ermüdungserscheinungen könnten allmählich dazu führen, dass das
Flächenelement 3 nicht mehr sicher bzw. nicht mehr mit der gewünschten Haltekraft
im bzw. am Trägerelement 6 gehalten werden kann. Allmähliche Delaminierungen bzw.
Auflösungserscheinungen des Sichtelementes 2 wären die Folge. Ein plötzliches Herunterfallen
des Flächenelementes 3 würde im schlimmsten Fall ein Sicherheitsrisiko für den Benutzer
bedeuten. Diese Nachteile werden mit der angegebenen Sicherungseinrichtung 9 vermieden
bzw. umfassend hintan gehalten.
[0035] Insbesondere umfasst das Sichtelement 2 wenigstens eine mechanisches Sicherungseinrichtung
9 um zu gewährleisten, dass auch dann, wenn das Sichtelement 2 üblicherweise hohe
Wärmestrahlungen abgebenden Funktionsteilen vorgelagert und dadurch erhöhten Temperaturen
ausgesetzt ist, dass das auf bzw. in das Trägerelement 6 aufgeklebte Flächenelement
3 für lange Zeit sicher mit dem Trägerelement 6 verbunden bleibt.
[0036] Ein zur Sicherungseinrichtung 9 zählendes Kopplungselement 8 kann in mehreren Ausführungsformen
hergestellt werden. Insbesondere ist es möglich, dass das wenigstens eine Kopplungselement
8 der Sicherungseinrichtung 9 aus verschiedenen, miteinander verbundenen Teilen zu
bilden, wobei sich hier formschlüssige Verbindungen, beispielsweise Schraubverbindungen,
Nietverbindungen oder ineinander verschiebbare bzw. teleskopierbare Formelemente eignen.
Ebenso sind kraftschlüssige Verbindungen, wie Klemmelemente, oder auch stoffliche
Verbindungen, wie Verklebungen und Verschweißungen oder Lötverbindungen realisierbar.
Eine andere Ausbildungsvariante besteht darin, das Kopplungselement 8 als Tiefziehteil
oder als Umformteil herzustellen, um eine gute Basis für eine Serienfertigung zu definieren.
Wieder eine andere Variante besteht darin, das Kopplungselement 8 durch spanende Formgebung
zu schaffen, insbesondere aus einem Block zu fräsen. In einer weiteren denkbaren Variante
wird das Kopplungselement 8 mittels Urformen, zum Beispiel als Aluminium-Gussteil,
hergestellt.
[0037] Entsprechend einer zweckmäßigen Ausführungsform ist die Verbindung zwischen dem Flächenelement
3 und dem Kopplungselement 8 dadurch aufgebaut, dass das Kopplungselement 8 auf das
Flächenelement 3 aufgeklebt oder über eine sonstige stoffschlüssige Verbindung befestigt
ist. Dieses hochfeste und relativ starre Aufkleben erfolgt dabei mittels eines Klebers,
dessen Langzeithaltbarkeit bereits getestet bzw. attestiert ist, und welcher Kleber
ausreichend temperaturstabil ist. Der relativ starre bzw. unnachgiebige Kleber für
die Klebeverbindung 13 zwischen dem Flächenelement 3 und dem Kopplungselement 8 bietet
den Vorteil, dass derartige Kleber bereits mehrere Jahre erfolgreich in der Industrie
eingesetzt werden, und daher die Langzeitbeständigkeit eines solchen Klebemittels
zwischen dem Flächenelement 3 aus Steinzeug und dem vorzugsweise metallischen Kopplungselement
8 als erprobt angesehen werden kann.
[0038] Alternativ zur bevorzugten Klebeverbindung 13 wäre es denkbar, das Kopplungselement
8 mittels einer Schraubverbindung oder einer Nietverbindung und dergleichen mit dem
Flächenelement 3 zu verbinden. Hier würde sich jedoch der Nachteil ergeben, dass das
Flächenelement 3 für eine Befestigung des Kopplungselementes 8 aufwändig bearbeitet
werden müsste. In wieder einer anderen Ausführung ist es denkbar, dass das Kopplungselement
8 über Formschluss oder über Kraftschluss mit dem Flächenelement 3 verbunden ist.
Derartige Befestigungsmaßnahmen würden jedoch eine in gestalterischer Hinsicht unter
Umständen störende Befestigungsart zwischen dem Flächenelement 3 und dem Trägerelement
6 darstellen, sodass diese Befestigungsmaßnahmen wenig zufriedenstellend sind.
[0039] Die Verbindung zwischen dem Kopplungselement 8 und dem Trägerelement 6 wird vorzugsweise
über einen relativverschieblichen Formschluss derart hergestellt, dass das Sicherungselement
8 in das Trägerelement 6 eingreift bzw. dieses hintergreift, sodass eine Relativbewegung
zwischen dem Kopplungselement 8 und dem Trägerelement 6 ermöglicht wird. In einer
anderen Ausführung ist es auch denkbar, dass das Kopplungselement 8 leichten Druck
auf das Trägerelement 6 ausübt, wobei darauf geachtet werden muss, dass wärmeausdehnungsbedingte
Relativbewegungen zwischen dem Kopplungselement 8 und Trägerelement 6 ermöglicht sind.
[0040] In einer anderen Variante ist es auch möglich, dass das Kopplungselement 8 fix mit
dem Trägerelement 6 verbunden ist und über Formschluss in das Flächenelement 3 oder
in ein an dem Flächenelement 3 befestigtes Element eingreift. Bei dieser Ausführungsvariante
ist dann die starre Verbindung zwischen dem Kopplungselement 8 und dem Trägerelement
6 vorgesehen, während die relativverschiebliche Kopplung zwischen dem weiteren Endabschnitt
des Kopplungselementes 8 und dem Flächenelement 3 vorliegt.
[0041] In einer weiteren Ausführungsvariante ist es auch denkbar, dass das Kopplungselement
8 sowohl mit dem Trägerelement 6 als auch mit dem Flächenelement 3 fest bzw. starr
verbunden ist, und dass die wärmebedingten Relativbewegungen zwischen dem Flächenelement
3 und dem Trägerelement 6 vom Kopplungselement 8 selbst ausgeglichen werden. Hierzu
ist es erforderlich, das Kopplungselement 8 ausreichend biegeelastisch oder ausreichend
dehn- und stauchbar auszuführen. Insbesondere kann das Kopplungselement 8 aus einem
elastischen Element oder Werkstoff, beispielsweise als Feder oder als Kunststoffelement,
gebildet sein.
[0042] Die erfindungsgemäße Sicherungseinrichtung 9 dient vor allem dazu, dass bei dem Ofenkorpus
vorgestellten Sichtelementen 2 ein mit dem Trägerelement 6 verklebtes Flächenelement
3 langfristig sicher mit dem Trägerelement 6 verbunden bleibt. Das Sichtelement 2
kann dabei als optisch ansprechende Verblendung der Funktionsteile 11 einer Heizeinrichtung
1, zum Beispiel eines Pelletofens, eingesetzt sein. Das Flächenelement 3 ist zweckmäßigerweise
mittels eines elastischen, temperaturbeständigen Klebers bzw. Zwischenmaterials 12
mit dem Trägerelement 6 verklebt, um die Relativbewegungen aufgrund der verschiedenen
Wärmedehnungskoeffizienten des Trägerelementes 6 und des Flächenelementes 3 in ausreichendem
Maß ausgleichen zu können. Um die Verklebung via das adhäsive Zwischenmaterial 12
zusätzlich abzusichern, und damit auszuschließen, dass sich das Flächenelement 3 aufgrund
von Ermüdungserscheinungen des relativ elastischen Zwischenmaterials 12 bzw. Klebers
vom Trägerelement 6 löst, ist die Sicherungseinrichtung 9 vorgesehen. Dabei ist wenigstens
ein brückenartiges Kopplungselement 8 mittels eines starren bzw. hochfesten, temperaturbeständigen
Klebers zur Schaffung einer relativ starren Klebeverbindung 13 auf das Flächenelement
3 aufgeklebt. Der distale Endabschnitt bzw. die gegenüberliegenden Endabschnitte des
Kopplungselementes 8 sind mit dem Trägerelement 6 gleitbeweglich gekoppelt, sodass
ein sicherer Halt des Flächenelementes 3 gegenüber dem Trägerelement 6 auch über längere
Zeitspannen gewährleistet ist.
[0043] Entsprechend einer zweckmäßigen Ausgestaltung, wie sie in Fig. 4 veranschaulicht
ist, ist das Kopplungselement 8 im Längs- bzw. Querschnitt im Wesentlichen hutförmig
ausgebildet. Der zentrale Abschnitt des hutförmigen Kopplungselementes 8 ist dabei
in einem Durchbruch 16 des Trägerelementes 6 positioniert und via die vergleichsweise
starre Klebeverbindung 13 mit dem Flächenelement 3 verklebt. Die distalen, flansch-
bzw. schenkelartigen Endabschnitte des Kopplungselementes 8 hintergreifen die vom
Zwischenmaterial 12 abgewandte Rückseite 17 des Trägerelementes 6 derart, dass eine
Abhebesicherung des Flächenelementes 3 gegenüber dem Trägerelement 6 ausgebildet ist.
Diese Abhebesicherung bzw. Sicherungseinrichtung 9 ist dabei derart ausgeführt, dass
hitzebedingte Relativverschiebungen zwischen dem Trägerelement 6 und dem Flächenelement
3 nicht oder möglichst wenig blockiert sind. Eine gleitbewegliche Relativbewegung
wird insbesondere zwischen wenigstens einem Endabschnitt des Kopplungselementes 8
und dem Trägerelement 6 zugelassen.
[0044] Die Sicherungseinrichtung 9 gewährleistet dabei, dass ein auf das Trägerelement 6
aufgeklebtes Flächenelement 3 auch für lange Zeit sicher mit dem Trägerelement 6 verbunden
bleibt. Derartige Sichtelemente 2 können vor allem für eine optisch ansprechende Abdeckung
von Funktionsteilen 11 einer Heizeinrichtung 1, zum Beispiel eines Pelletofens, eingesetzt
werden. Das Flächenelement 3, welches zum Beispiel aus Steinzeug oder Glas gebildet
ist, ist dabei auf das Trägerelement 6, zum Beispiel auf eine Blechplatine, mittels
des relativ elastischen, temperaturbeständigen Klebers bzw. Zwischenmaterials 12 aufgeklebt,
um die unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten der Blechplatine 6 und des
Steinzeuges 3 ausgleichen zu können. Um diese Verklebung zu sichern und damit auszuschließen,
dass sich das Flächenelement 3 aufgrund von Ermüdungserscheinungen des Klebers bzw.
Zwischenmaterials 12 vom Trägerelement 6 löst, ist wenigstens ein Kopplungselement
8 mittels einer relativ starren, ausreichend temperaturbeständigen Klebeverbindung
13 mit dem Flächenelement 3 fest verklebt und über einen relativbeweglichen Formschluss
mit dem Trägerelement 6 verbunden, sodass ein zuverlässiger Halt des Flächenelementes
3 gegenüber dem Trägermaterial 6 langfristig sichergestellt ist.
[0045] Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten des Sichtelementes
2 bzw. der Heizeinrichtung 1, wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung
nicht auf die speziell dargestellten Ausführungsvarianten derselben eingeschränkt
ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen der einzelnen Ausführungsvarianten
untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit aufgrund der Lehre zum
technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können des auf diesem technischen
Gebiet tätigen Fachmannes liegt. Es sind also auch sämtliche denkbaren Ausführungsvarianten,
die durch Kombinationen einzelner Details der dargestellten und beschriebenen Ausführungsvariante
möglich sind, vom Schutzumfang mit umfasst.
[0046] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis
des Aufbaus des Sichtelementes 2 bzw. der Heizeinrichtung 1 dieses bzw. deren Bestandteile
teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
[0047] Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrundeliegende Aufgabe kann der
Beschreibung entnommen werden.
[0048] Vor allem können die einzelnen in den Fig. 1-4 gezeigten Ausführungen den Gegenstand
von eigenständigen, erfindungsgemäßen Lösungen bilden. Die diesbezüglichen, erfindungsgemäßen
Aufgaben und Lösungen sind den Detailbeschreibungen dieser Figuren zu entnehmen.
Bezugszeichenaufstellung
[0049]
- 1
- Heizeinrichtung
- 2
- Sichtelement
- 3
- Flächenelement
- 4
- Flächenelementteil
- 5
- Flächenelementteil
- 6
- Trägerelement
- 7
- Gehäuse
- 8
- Kopplungselement
- 9
- Sicherungseinrichtung
- 10
- Überlappungszone
- 11
- Funktionsteil
- 12
- Zwischenmaterial
- 13
- Klebeverbindung
- 14
- Brennraum
- 15
- Brennraumtüre
- 16
- Durchbruch
- 17
- Rückseite
1. Sichtelement (2) für die Abdeckung von Funktionsteilen (11) einer Heizeinrichtung
(1) zur Verbrennung eines Energieträgers, insbesondere von Biomasse, umfassend ein
Trägerelement (6), das mindestens ein Flächenelement (3) aufnimmt, wobei Überlappungszonen
(10) zwischen dem Flächenelement (3) und dem Trägerelement (6) über ein adhäsives
Zwischenmaterial (12) miteinander verklebt sind, welches Zwischenmaterial (12) temperaturbedingte
Relativverschiebungen zwischen dem Flächenelement (3) und dem Trägerelement (6) aufgrund
von unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten ausgleicht, dadurch gekennzeichnet, dass eine Sicherungseinrichtung (9) ausgebildet ist, welche zumindest ein mechanisches
Kopplungselement (8) zwischen dem Trägerelement (6) und dem Flächenelement (3) aufweist,
und welches Kopplungselement (8) sich brückenartig zwischen dem Trägerelement (6)
und dem Flächenelement (3) erstreckt, wobei das Kopplungselement (8) am Trägerelement
(6) oder am Flächenelement (3) starr befestigt ist und am jeweils anderen Endabschnitt
mit dem Trägerelement (6) bzw. dem Flächenelement (3) relativbeweglich verbunden ist,
oder dass das Kopplungselement (8) jeweils starr am Trägerelement (6) und am Flächenelement
(3) befestigt ist und in sich elastisch oder längenveränderlich ausgebildet ist.
2. Sichtelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das das Flächenelement (3) aufnehmende oder halternde Trägerelement (6) aus einem
anderen Material, beispielsweise Aluminium, Eisen oder einer metallischen Legierung,
gefertigt ist, als das Flächenelement (3).
3. Sichtelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenmaterial (12) durch einen elastischen Kleber und/oder ein elastisches
Silikon gebildet ist.
4. Sichtelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenmaterial (12) als doppelseitiger Klebestreifen ausgeführt ist.
5. Sichtelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Flächenelement (3) in Steinzeug oder als sonstiger Sinterwerkstoff, oder als
mineralischer Werkstoff, wie zum Beispiel Glas oder Naturstein, ausgeführt ist.
6. Sichtelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Flächenelement (3) aus zumindest zwei Flächenelementteilen (4, 5) zusammengesetzt
ist, welche Flächenelementteile (4, 5) aus unterschiedlichen Materialien mit unterschiedlichem
Wärmeausdehnungsverhalten gefertigt sind.
7. Sichtelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kopplungselement (8) einteilig ausgebildet und mittels eines Umformverfahrens,
eines Urformverfahrens, oder durch spanende Formgebung, erzeugt ist.
8. Sichtelement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Kopplungselement (8) aus mehreren Teilen gebildet ist, welche durch formschlüssige,
kraftschlüssige oder stoffliche Verbindung miteinander verbunden sind.
9. Sichtelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die starre Verbindung des Kopplungselementes (8) mit dem Flächenelement (3) oder
mit dem Trägerelement (6) als stoffliche oder als form- oder kraftschlüssige Verbindung
ausgeführt ist.
10. Sichtelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die starre Verbindung des Kopplungselementes (8) mit dem Flächenelement (3) oder
mit dem Trägerelement (6) als Klebeverbindung (13) ausgebildet ist, wobei diese Klebeverbindung
(13) mit einem im Vergleich zum klebenden, elastischen Zwischenmaterial (12) in der
Überlappungszone (10) zwischen dem Flächenelement (3) und dem Trägerelement (6) relativ
starren, unnachgiebigen Kleber mit erhöhter Dauerfestigkeit oder langfristiger Klebebeständigkeit
ausgeführt ist.
11. Sichtelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die relativverschiebliche Verbindung des Kopplungselementes (8) mit dem Flächenelement
(3) oder mit dem Trägerelement (6), als formschlüssige Verbindung ausgeführt ist.
12. Heizeinrichtung (1) zur Verbrennung eines Energieträgers, insbesondere von Biomasse,
mit einem Sichtelement (2) umfassend ein Trägerelement (6) das mindestens ein Flächenelement
(3) aufnimmt, wobei Überlappungszonen (10) zwischen dem Flächenelement (3) und dem
Trägerelement (6) über ein Zwischenmaterial (12) miteinander verklebt sind, welches
Zwischenmaterial (12) temperaturbedingte Relativverschiebungen zwischen dem Flächenelement
(3) und dem Trägerelement (6) aufgrund von unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten
ausgleicht, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizeinrichtung (1) ein Sichtelement (2) umfasst, welches nach einem oder mehreren
der vorhergehenden Ansprüche ausgebildet ist.