[0001] Die Erfindung betrifft eine Revisionsvorrichtung für eine Schornsteinrohranordnung,
wobei die Revisionsvorrichtung ein inneres Schornsteinrohrelement mit einer inneren
Öffnung, einen Verschlussdeckel zum Verschließen der inneren Öffnung in einer Schließstellung
und ein Außengehäuse mit einer in Flucht mit der inneren Öffnung angeordneten äußeren
Öffnung sowie eine Außentür zum Verschließen der äußeren Öffnung in einer Schließstellung
aufweist, wobei der Verschlussdeckel eine in seiner Schließstellung der äußeren Öffnung
zugewandte Außenseite und einen davon nach außen abstehenden Griff zum Entnehmen des
Verschlussdeckels aus seiner Schließstellung oder zum Einsetzen des Verschlussdeckels
in seine Schließstellung aufweist.
[0002] Derartige Revisionsvorrichtungen sind in verschiedenen Ausgestaltungen bekannt und
im Fachhandel zu beziehen.
[0003] Sie sind in Abgasanlage (Schornsteinen) von Heizungen integriert und ermöglichen
eine Prüfung und Reinigung des Inneren der Abgasanlage, wobei die innere Öffnung und
die äußere Öffnung einen Zugriff auf das Innere der Abgasanlage ermöglichen.
[0004] Es sind auch bereits Revisionsvorrichtungen bekannt, bei denen das Außengehäuse ein
äußeres Schornsteinrohrelement ist, welches das innere Schornsteinrohrelement umgibt
und mit letzterem einen Zwischenraum begrenzt, in dem ein Wärmeisolationsmaterial,
z. B. eine Mineralwolle, aufgenommen ist. Es ist wünschenswert, dem für die Reinigung
der Abgasanlage zuständigen Kaminkehrer vermittels der Revisionsvorichtung einen unkomplizierten
und schnellen Zugriff auf das Innere der Abgasanlage zu ermöglichen. Gleichzeitig
muss aber sichergestellt sein, dass die Revisionsvorrichtung im normal geschlossenen
Zustand kein Abgasleck darstellt. Die innere Öffnung des inneren Schornsteinrohrelements
muss also im Normalbetrieb durch den Verschlussdeckel zuverlässig abgedichtet sein.
[0005] Die vorliegende Erfindung hat die Aufgabe, eine einfach und schnell bedienbare Revisionsvorrichtung
der gattungsgemäßen Art bereitzustellen, die im Normalzustand mit in Schließstellung
befindlichem Verschlussdeckel und auch in Schließstellung befindlicher Außentür eine
zuverlässige Abdichtung der Abgasanlage bietet.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass bei einer Revisionsvorrichtung
der eingangs genannten Art der Griff rückfedernd nachgiebig in Richtung der Außenseite
des Verschlussdeckels verdrängbar und dazu in der Schließstellung des Verschlussdeckels
mittels der Außentür beim Übergang in deren Schließstellung beaufschlagbar ist.
[0007] Mit der erfindungsgemäßen Lösung erhält der Griff eine Doppelfunktion, nämlich die
bereits bekannte Funktion als Handhabungselement und zusätzlich die Sicherungsfunktion
der Vermittlung des Anpressdrucks der Außentür auf den Verschlussdeckel. Der Verschlussdeckel
ist somit in seiner Schließstellung und durch die in ihrer Schließstellung befindliche
Außentür federnd vorbelastet, wodurch die Abdichtsicherheit des Verschlussdeckels
erhöht ist.
[0008] Da die Aufgabe der Erfindung mit möglichst einfachen und preiswerten Mitteln gelöst
werden soll, wird überdies vorgeschlagen, dass der Griff ein von der Außenseite des
Verschlussdeckels abstehender Bügel aus einem federnden Material, vorzugsweise Edelstahl,
ist, der an seinen Bügelendabschnitten mit der Verschlussdeckelaußenseite verbunden
ist. Der Bügel kann ein einfacher Blechstreifen sein, der einen konvexen Bogen bildet.
[0009] Um die Federeigenschaften des Griffes noch besser einstellbar, insbesondere weicher
machen zu können, wird empfohlen, dass der Griff an wenigstens einem seiner Endabschnitte
mittels einer Verschiebebefestigung über eine begrenzte Ausweichstrecke relativ zur
Verschlussdeckelaußenseite verschiebbar am Verschlussdeckel befestigt ist. Ein Teil
des Verdrängungsweges bei der Beaufschlagung des Griffes kann somit durch Verschieben
längs der Ausweichstrecke aufgenommen werden. Bei Wegnahme der äußeren Beaufschlagung
des Griffes durch die Außentür federt der Griff zurück und verschiebt sich auch längs
der Ausweichstrecke in eine entsprechende Startposition zurück.
[0010] Die Verschiebebefestigung ist gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
durch ein Langloch in dem Endabschnitt des Griffes und einen das Langloch durchsetzenden,
am Verschlussdeckel befestigten Sicherungsstift realisiert.
[0011] Vorzugsweise weist der Griff zumindest an seiner in der Schließstellung der Außentür
zugewandten und von letzterer beaufschlagten Seite ein Dämpfungsmaterial, insbesondere
Gewebe auf. Damit wird erreicht, dass eine nennenswerte Geräuschübertragung von innen
über den Verschlussdeckel und dessen Griff sowie über die Außentür nach außen wirksam
vermieden wird. Das Dämpfungsmaterial sollte daher schallisolierend sein, auch um
Geräusche aufgrund von Temperaturspannungen nach außen hin zu unterdrücken.
[0012] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die innere Öffnung
und die äußere Öffnung in einer Dimension länglich im Vergleich der dazu orthogonalen
Dimension ausgebildet und in den Eckbereichen gerundet. Im Einbauzustand ist es die
Vertikaldimension, in der die Öffnungen länglich ausgebildet sind. Dies verschafft
dem Kaminkehrer einen bequemeren Zugang zum Inneren der Abgasanlage, da er in Rohrlängsrichtung
einen größeren Freiheitsgrad bei der Handhabung mit Reinigungsgeräten hat.
[0013] In einer Weiterbildung der Erfindung ist die innere Öffnung von einer nach außen
gestülpten Aushalsung des inneren Schornsteinrohrelementes begrenzt, wobei der Verschlussdeckel
an seiner von der Außenseite abgewandten Innenseite eine Dichtung aufweist, mit der
er in seiner Schließstellung am äußeren Rand der Aushalsung dichtend anliegt.
[0014] Die Aushalsung ist mit einer zumindest näherungsweise stetigen Krümmung ihrer Wand
nach außen gestülpt, um einen scharfkantigen Übergang vom Rohrinneren nach außen zu
vermeiden.
[0015] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der Verschlussdeckel
eine am Konturrand der Innenseite umlaufende Randnut auf, in der die Dichtung aufgenommen
ist. Die Randnut steht mit einer ihrer Nutseitenwände in der Schließstellung des Verschlussdeckels
klemmend mit der Aushalsung in Eingriff. Vorzugsweise ist dies in Bezug auf das Deckelzentrum
des Verschlussdeckels die radial innere Nutseitenwand.
[0016] Vorzugsweise ist das Außengehäuse ein äußeres Schornsteinrohrelement, welches das
innere Schornsteinrohrelement umgibt und mit letzterem einen Zwischenraum begrenzt,
in dem ein Wärmeisolationsmaterial aufgenommen ist. Es handelt sich dabei um eine
doppelwandige, wärmeisolierte Schornsteinrohranordnung mit Revisionsöffnung. Die Schornsteinrohrelemente
und der Verschlussdeckel sind vorzugsweise aus Metall, insbesondere Edelstahl gebildet.
[0017] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft eine Revisionsvorrichtung nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 oder nach einem der Ansprüche 1 - 11, die dadurch gekennzeichnet ist,
dass der Verschlussdeckel an seiner in der Schließstellung dem Inneren des inneren
Schornsteinrohrelementes zugewandten Innenseite ein Schnappsicherungselement mit einem
entgegengesetzt geneigte Flächen aufweisenden Schnappende hat, das sich über eine
Randkontur des Verschlussdeckels hinweg nach außen erstreckt und im Schließzustand
des Verschlussdeckels einen die innere Öffnung begrenzenden Randbereich des inneren
Schornsteinrohrelementes mit einer der geneigten Flächen hintergreift, wobei beim
Einsetzen des Verschlussdeckels in die innere Öffnung und beim Herausziehen des Verschlussdeckels
aus der inneren Öffnung das Schnappende durch Beaufschlagung durch einen die innere
Öffnung begrenzenden Randbereich des inneren Schornsteinrohrelementes federnd nachgiebig
in Richtung der Randkontur verdrängbar ist. Das Schnappsicherungselement ermöglicht
somit eine Sicherung des Verschlussdeckels in der Schließstellung am inneren Schornsteinrohrelement
auch unabhängig von einer äußeren Beaufschlagung des Deckelgriffes, wobei jedoch beide
Sicherungsmechanismen, also auch die äußere Beaufschlagung durch die Außentür vermittels
des federnd nachgiebigen Griffs vorzugsweise verwirklicht werden.
[0018] Ein sehr einfacher Aufbau des Sicherungselementes ergibt sich, wenn das Sicherungselement
ein sich quer über die Innenseite des Verschlussdeckels erstreckender Blechstreifen
aus einem federnden Material, insbesondere federndem Edelstahl ist, wobei der Blechstreifen
in der Nähe des Schnappendes mittels einer Verschiebebefestigung über eine begrenzte
Ausweichstrecke relativ zur Verschlussdeckelinnenseite mit dem Verschlussdeckel verbunden
ist.
[0019] Beim Einsetzen des Verschlussdeckels in die innere Öffnung kommt eine der Schrägflächen
des Schnappendes mit dem Rand der inneren Öffnung in Kontakt, so dass über eine Art
Keilschubwirkung zwischen der geneigten Fläche und dem Öffnungsrand das Schnappende
verdrängt wird und es schließlich den Öffnungsrand hinterschnappen kann. Beim Herausziehen
erfolgt ein Verdrängen des Schnappendes durch Beaufschlagung eines Öffnungsrandabschnittes
mit der anderen geneigten Fläche des Schnappendes des Sicherungselementes, wobei es
ebenfalls durch Keilschubwirkung zur Verdrängung dieses Schnappendes kommt, so dass
das Sicherungselement durch die Öffnung nach außen gelangen kann. Die entgegengesetzt
geneigten Flächen des Schnappendes des Sicherungselementes können durch einen satteldachförmigen
Aufbau des Schnappendes oder durch einen bogenförmigen Verlauf des Schnappendes realisiert
sein. Auch Mischformen zwischen Satteldach und Bogen sind denkbar.
[0020] Vorzugsweise weist die Verschiebebefestigung des Sicherungselementes ein Langloch
in dem Blechstreifen nahe dem Schnappende auf, das von einem an der Innenseite des
Verschlussdeckels befestigten Sicherungsstift durchsetzt ist. Eine solche Verschiebebefestigung
erlaubt eine verfeinerte Einstellung der Rückfederwirkung des Schnappendes des Sicherungselementes.
[0021] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der das Sicherungselement
bildende Blechstreifen in der Nähe seines dem Schnappende entgegengesetzten Endes
ein starr an dem Verschlussdeckel fixiertes Ende in Form einer Blechzunge auf, die
sich über einen Randkonturabschnitt des Verschlussdeckels hinweg erstreckt, um einen
die innere Öffnung des inneren Schornsteinrohrelementes begrenzenden Randbereich des
inneren Schornsteinrohrelementes in der Schließstellung des Verschlussdeckels zu hintergreifen.
[0022] Beim Einsetzen des Verschlussdeckels in die innere Öffnung ist zunächst das starre
Zungenende hinter den Rand der inneren Öffnung zu bringen. Danach kann dann das Schnappende
gegen den Öffnungsrand gedrückt werden, so dass es diesen hinterschnappen kann. Zum
Öffnen der inneren Öffnung wird zunächst wieder die Schnappverbindung durch Herausziehen
des Schnappendes gelöst, wonach dann der gesamte Verschlussdeckel von dem Innenrohr
entfernt werden kann. Als Verliersicherung kann noch eine Kette, ein Band oder ein
Draht zwischen Verschlussdeckel und einem nicht entfernbaren Element der Revisionsvorrichtung
vorgesehen sein.
[0023] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die Figuren
näher erläutert.
- Fig. 1
- zeigt in einer perspektivischen Darstellung eine Revisionsvorrichtung nach der Erfindung
im geschlossenen Zustand.
- Fig. 2
- zeigt die Revisionsvorrichtung aus Fig. 1 in einer perspektivischen Darstellung mit
geöffneter Außentür.
- Fig. 3
- zeigt ein inneres Schornsteinrohrelement der Revisionsvorrichtung in einer perspektivischen
Ansicht.
- Fig 4
- zeigt ein äußeres Schornsteinrohrelement der Revisionsvorrichtung nach der Erfindung
in einer perspektivischen Darstellung.
- Fig. 5
- zeigt einen Verschlussdeckel der Revisionsvorrichtung mit Blick auf dessen Außenseite.
- Fig. 6
- zeigt den Verschlussdeckel aus Fig. 5 mit Blick auf dessen Innenseite.
- Fig. 7
- zeigt einen vergrößerten Abschnitt des Verschlussdeckels aus Fig. 6 in einer perspektivischen
Darstellung mit Blick auf das Schnappende des Sicherungselementes des Verschlussdeckels.
[0024] Die als Ausführungsbeispiel gezeigte Revisionsvorrichtung weist ein in Fig. 3 isoliert
dargestelltes inneres Schornsteinrohrelement 3 und ein das innere Schornsteinrohrelement
aufnehmendes äußeres Schornsteinrohrelement 5 auf, welches in Fig. 4 isoliert dargestellt
ist. Das innere Schornsteinrohrelement 3 ist in dem äußeren Schornsteinrohrelement
5 unter gemeinsamer Begrenzung eines Ringspaltes 7 aufgenommen, in dem ein wärmeisolierendes
Material 9, z. B. Mineralwolle aufgenommen ist. Das innere Schornsteinrohrelement
3 weist eine innere Öffnung 11 auf, die gemäß Fig. 2 mit einem Verschlussdeckel 13
dichtend verschließbar ist. Die innere Öffnung 11 ist in vertikaler Richtung, also
in Längsrichtung des inneren Schornsteinrohrelementes 3 länglicher ausgebildet als
in der dazu orthogonalen horizontalen Richtung. Die Eckbereiche 14 der inneren Öffnung
11 sind abgerundet.
[0025] In Fig. 3 ist gut erkennbar, dass die innere Öffnung 11 von einer nach außen gestülpten
Aushalsung 15 des inneren Schornsteinrohrelementes 3 begrenzt ist.
[0026] Die Aushalsung 15 ist mit einer zumindest näherungsweise stetigen Krümmung ihrer
Wand nach außen gestülpt.
[0027] Auch das äußere Schornsteinrohrelement 5, welches das Außengehäuse der Revisionsvorrichtung
bildet, hat ebenfalls eine längliche Öffnung 19, die in der in Fig. 1 gezeigten Weise
mittels einer Außentür 21 verschließbar ist. Die Öffnung 19 ist ebenfalls von einerAushalsung
20 begrenzt.
[0028] Die äußere Öffnung 19 und die innere Öffnung 11 der Revisionsvorrichtung liegen in
einer Flucht hintereinander und ermöglichen im geöffneten Zustand einen Zugriff für
den Kaminkehrer auf das Innere des inneren Schornsteinrohrelementes 3 und somit auf
das Innere des betreffenden Schornsteins, in dem die Revisionsvorrichtung eingebaut
ist.
[0029] Der Verschlussdeckel 13 weist an seiner Innenseite eine umlaufende Randnut 23 mit
einer darin aufgenommenen Dichtung 25 auf, die sich im Schließzustand des Verschlussdeckels
13 an dem äußeren Rand 27 der Aushalsung 15 abstützt und eine zuverlässige Abdichtung
der Öffnung 11 bietet. Die Dichtung 25 besteht vorzugsweise aus einem elastomer nachgiebigen
Material.
[0030] Der Verschlussdeckel 13 ist so gestaltet und dimensioniert, dass die umlaufende radial
innere Nutseitenwand 29 der Nut 23 leicht klemmend mit der Innenseite 31 der Aushalsung
15 des inneren Schornsteinrohrelementes 3 in Eingriff gebracht werden kann, wenn der
Verschlussdeckel 13 in seine Schließstellung gebracht wird.
[0031] Auf der Innenseite weist der Verschlussdeckel 13 ein Sicherungselement 33 in Form
eines sich quer über die Innenseite des Deckels 13 erstreckenden Metallblechstreifens
auf, der ein Schnappende 35 und ein fixiertes Zungenende 37 aufweist. Beide Enden
35, 37 stehen über die durch die innere Nutseitenwand 29 gebildete Randkontur hinaus
nach außen ab. Das Sicherungselement 33 ist bei 39 starr an dem Verschlussdeckel 13
fixiert.
[0032] In der Nähe des Schnappendes 35 des Sicherungselementes 33 ist dieses mittels einer
Verschiebebefestigung 40 mit dem Verschlussdeckel 13 verbunden. Diese Verschiebebefestigung
40 umfasst ein Langloch 41 in dem Blechstreifen 33 und einen das Langloch 41 durchsetzenden
und an der Deckelinnenseite fixierten Sicherungsstift 43 mit einem verbreiterten Kopf.
Das Langloch 41 erstreckt sich mit seiner längeren Dimension in Längsrichtung des
Blechstreifens 33, so dass das Schnappende 35 um einen entsprechenden Streckenabschnitt
nach radial innen des Verschlussdeckels 13 in Richtung auf die Randkontur 29 verschoben
werden kann, wobei sich der Blechstreifen 33 ein wenig konvex nach außen biegen kann.
Dabei entsteht eine Federrückstellkraft des Blechstreifens 33, die das Schnappende
35 wieder in die radial äußere Stellung zu drängen sucht.
[0033] An dem Schnappende 35 ist der Blechstreifen 33 plastisch nach außen gebogen, wobei
die Bogenform zwei entgegengesetzt geneigte Flächenbereiche 45, 47 bietet.
[0034] Der äußere Flächenbereich 45 tritt beim Einsetzen des Verschlussdeckels 13 in die
innere Öffnung 11 mit dem Außenrand 27 der Aushalsung 15 in Verbindung, wobei es aufgrund
einer Art Keilschubeffekt zur Verdrängung des Schnappendes 35 nach radial innen des
Verschlussdeckels 13 entsprechend dem Langlochspiel des Langlochs 41 kommt. Das Schnappende
kann dann in die innere Öffnung 11 gelangen und das innere Schornsteinrohrelement
3 am Innenrand 28 der Aushalsung 15 hintergreifen.
[0035] Vor dem Eindrücken des Schnappendes 35 wird zunächst das Zungenende 37 des Blechstreifens
33 in die innere Öffnung 11 eingesetzt, so dass es den inneren Rand 28 der Aushalsung
15 hintergreift.
[0036] Zum Öffnen wird der Verschlussdeckel 13 aus der inneren Öffnung 11 herausgezogen,
wobei der innere Rand 28 der Aushalsung 15 nun mit der geneigten (hier gekrümmten)
Fläche 47 des Schnappendes 35 des Blechstreifens 33 wechselwirkt, so dass durch eine
Art Keilschubeffekt das Schnappende 35 nach radial innen des Verschlussdeckels 13
verdrängt wird, so dass das Schnappende den Rand 28 der Aushalsung überwinden kann
und der Verschlussdeckel 13 vollständig von der inneren Öffnung 11 entfernt werden
kann.
[0037] Diese Schnappsicherung bietet bereits einen gut dichtenden Zusammenhalt von Verschlussdeckel
13 und innerem Schornsteinrohrelement 3 in der Schließstellung. Eine zusätzliche Sicherung
des Verschlussdeckels 13 in dessen Schließstellung wird durch ein weiteres interessantes
Merkmal der Erfindung ermöglicht. Dies betrifft den als Blechbügel ausgebildeten Griff
49 des Verschlussdeckels. Dieser Griff ist konvex nach außen gewölbt und besteht im
Ausführungsbeispiel aus einem Edelstahl-Blechbügel. Am einen Ende ist der Griff 49
vermittels einer Verschiebebefestigung 51 über eine begrenzte Ausweichstrecke relativ
zur Verschlussdeckelaußenseite verschiebbar an dem Verschlussdeckel 13 befestigt.
Die Verschiebebefestigung 51 ist ähnlich der Verschiebebefestigung des Sicherungselementes
33 aufgebaut, nämlich aus einem Langloch 53 und einem Sicherungsstift 55. An dem anderen
Ende ist der Griff 49 bei 53 starr mit dem Verschlussdeckel 13 verbunden.
[0038] Im Schließzustand des Verschlussdeckels 13 gemäß Fig. 2 steht der Griff 49 so weit
nach außen vor, dass er beim Schließen der Außentür 21 von deren Innenseite 57 beaufschlagt
wird. Dabei weicht der Griff 49 federnd zurück und kann im Rahmen des Spiels der Verschiebebefestigung
51 eine betreffende Ausgleichsbewegung ausführen. Die Außentür 21 kann dann in ihrer
Schließstellung mittels des Schlosses 59 arretiert werden, so dass sie dann in ihrer
Schließstellung gemäß Fig. 1 permanent auf den federnd nachgiebigen Griff 49 drückt
und somit den Verschlussdeckel 13 sicher in seiner Schließstellung vorspannt.
1. Revisionsvorrichtung für eine Schornsteinrohranordnung, wobei die Revisionsvorrichtung
ein inneres Schornsteinrohrelement (3) mit einer inneren Öffnung (11), einen Verschlussdeckel
(13) zum Verschließen der inneren Öffnung (11) in einer Schließstellung und ein Außengehäuse
(5) mit einer in Flucht mit der inneren Öffnung (11) angeordneten äußeren Öffnung
(19) sowie eine Außentür (21) zum Verschließen der äußeren Öffnung (19) in einer Schließstellung
aufweist, wobei der Verschlussdeckel (13) eine in seiner Schließstellung der äußeren
Öffnung (19) zugewandte Außenseite (16) und einen davon nach außen abstehenden Griff
(49) zum Entnehmen des Verschlussdeckels (13) aus seiner Schließstellung oder zum
Einsetzen des Verschlussdeckels in seine Schließstellung aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Griff (49) rückfedernd nachgiebig in Richtung der Außenseite (16) des Verschlussdeckels
(13) verdrängbar und dazu in der Schließstellung des Verschlussdeckels (13) mittels
der Außentür (21) beim Übergang in deren Schließstellung beaufschlagbar ist.
2. Revisionsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Griff (49) ein von der Außenseite des Verschlussdeckels abstehender Bügel aus
einem federenden Material, vorzugsweise Edelstahl, ist, der an seinen Bügelendabschnitten
mit der Verschlussdeckelaußenseite verbunden ist.
3. Revisionsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Griff (49) an wenigstens einem seiner Endabschnitte mittels einer Verschiebebefestigung
(41) über eine begrenzte Ausweichstrecke relativ zur Verschlussdeckelaußenseite verschiebbar
am Verschlussdeckel befestigt ist.
4. Revisionsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschiebebefestigung (51) ein Langloch (53) in dem Endabschnitt des Griffes
(49) und einen das Langloch (53) durchsetzenden, am Verschlussdeckel (13) befestigten
Sicherungsstift (55) umfasst.
5. Revisionsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Griff (49) zumindest an seiner in der Schließstellung der Außentür (21) zugewandten
Seite ein Dämpfungs-material, insbesondere Gewebe aufweist.
6. Revisionsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die innere Öffnung (11) und die äußere Öffnung (19) in einer Dimension länglich gegenüber
der dazu orthogonalen Dimension ausgebildet sind und in den Eckbereichen gerundet
sind.
7. Revisionsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die innere Öffnung (11) von einer nach außen gestülpten Aushalsung (15) des inneren
Schornsteinrohrelementes (3) begrenzt ist und dass der Verschlussdeckel (13) an seiner
von der Außenseite (16) abgewandten Innenseite eine Dichtung (25) aufweist, mit der
er in seiner Schließstellung am äußeren Rand (27) der Aushalsung (15) dichtend anliegt.
8. Revisionsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Aushalsung (15) mit einer zumindest näherungsweise stetigen Krümmung ihrer Wand
nach außen gestülpt ist.
9. Revisionsvorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung in einer Randnut (23) an der Innenseite des Verschlussdeckels (13) aufgenommen
ist, die mit einer ihrer Nutseitenwände (29) in der Schließstellung des Verschlussdeckels
(13) klemmend mit derAushalsung (15) in Eingriff steht.
10. Revisionsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Außengehäuse (5) ein äußeres Schornsteinrohrelement ist, welches das innere Schornsteinrohrelement
(3) umgibt und mit letzterem einen Zwischenraum (7) begrenzt, in dem ein Wärmeisolationsmaterial
(9) aufgenommen ist.
11. Revisionsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das innere Schornsteinrohrelement (3) und das Außengehäuse (5) aus Metall, vorzugsweise
Edelstahl, gebildet sind.
12. Revisionsvorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 oder nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlussdeckel (13) an seiner in der Schließstellung dem Inneren des inneren
Schornsteinrohrelementes (3) zugewandten Innenseite ein Schnappsicherungselement (33)
mit einem entgegengesetzt geneigte Flächen (45, 47) aufweisenden Schnappende (35)
hat, das sich über eine Randkontur (29) des Verschlussdeckels (13) hinweg nach außen
erstreckt und im Schließzustand des Verschlussdeckels (13) einen die innere Öffnung
(11) begrenzenden Randbereich (28) des inneren Schornsteinrohrelementes (3) mit einer
der geneigten Flächen (47) hintergreift, wobei beim Einsetzen des Verschlussdeckels
(13) in die innere Öffnung (11) und beim Herausziehen des Verschlussdeckels (13) aus
der inneren Öffnung (11) das Schnappende (35) durch Beaufschlagung durch einen die
innere Öffnung begrenzenden Randbereich des inneren Schornsteinrohrelementes (3) federnd
nachgiebig in Richtung der Randkontur (29) verdrängbar ist.
13. Revisionsvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (33) ein sich quer über die Innenseite des Verschlussdeckels
erstreckender Blechstreifen aus einem federnden Material, insbesondere federndem Edelstahl
ist, wobei der Blechstreifen (33) in der Nähe des Schnappendes mittels einer Verschiebebefestigung
(40) über eine begrenzte Ausweichstrecke relativ zur Verschlussdeckelinnenseite mit
dem Verschlussdeckel (13) verbunden ist.
14. Revisionsvorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschiebebefestigung (40) in dem Blechstreifen (33) nahe dem Schnappende ein
Langloch (41) aufweist, das von einem an der Innenseite des Verschlussdeckels (13)
befestigten Sicherungsstift (43) durchsetzt ist.
15. Revisionsvorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Blechstreifen (33) in der Nähe seines dem Schnappende (35) entgegengesetzten
Endes starr an dem Verschlussdeckel (13) fixiert ist und sich über einen Randkonturabschnitt
(29) des Verschlussdeckels hinweg erstreckt, um einen die innere Öffnung (11) des
inneren Schornsteinrohrelementes (3) begrenzenden Randbereich (28) des inneren Schornsteinrohrelementes
(3) in der Schließstellung des Verschlussdeckels (13) zu hintergreifen.