[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kältegerät, insbesondere ein Haushaltskältegerät
wie zum Beispiel einen Kühlschrank, eine Kühltruhe, eine Kühl-Gefrier-Kombination,
einen Gefrierschrank und dergleichen, in dem zu kühlende Waren, insbesondere Getränke
und Lebensmittel, aufbewahrt werden können.
[0002] Es besteht aus verschiedenen Gründen Bedarf an Kältegeräten, deren Warenbestand automatisch
überwacht werden kann. So beschreibt zum Beispiel die
WO 2005/015510 A1 ein Überwachungssystem für eine Minibar, welches mit Hilfe einer Sensoranordnung
(z.B. optisch, piezo-elektrisch, RFID) das Entfernen von Waren aus der Minibar und
vorzugsweise auch die Art der entfernten Waren erfassen kann, um eine kostenpflichtige
Warenentnahme automatisch registrieren zu können. Die
DE 10 2005 054 333.2 beschreibt eine Minibar mit einem kapazitiven Überwachungssystem, mit welchem die
Belegung der verschiedenen Aufbewahrungsplätze in der Minibar automatisch erfasst
werden kann.
[0003] Mit den bekannten Überwachungssystemen der oben beschriebenen Art lässt sich lediglich
der Bestand von Gegenständen im Kühlraum automatisch erfassen. Will ein Benutzer hingegen
einen Füllstand eines Warenbehälters ermitteln, muss er hingegen nach wie vor die
Gerätetür öffnen und den jeweiligen Warenbehälter zur weiteren Prüfung (öffnen, schütteln,
etc.) aus dem Kältegerät herausnehmen.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Kältegerät mit einer
gegenüber herkömmlichen Kältegeräten verbesserten automatischen Überwachungsfunktion
des Warenbestandes zu schaffen.
[0005] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Kältegerät mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
Besonders bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand
der abhängigen Ansprüche.
[0006] Das Kältegerät der Erfindung weist auf: einen Korpus mit einem Kühlraum in seinem
Innenraum; eine Gerätetür zum Verschließen einer Zugangsöffnung des Kühlraums; wenigstens
einen Aufbewahrungsplatz in dem Kühlraum zum Platzieren eines Warenbehälters; eine
erste Messeinrichtung zum Erfassen eines Vorhandenseins eines Warenbehälters an dem
Aufbewahrungsplatz; eine zweite Messeinrichtung zum Erfassen eines Warenfüllstandes
eines an dem Aufbewahrungsplatz platzierten Warenbehälters; und eine mit der zweiten
Messeinrichtung verbundene Steuereinrichtung.
[0007] Bei dem erfindungsgemäßen Kältegerät können der Füllstand von Warenbehältern und
damit die Kühlgutmenge in einem Kühlraum automatisch erfasst werden. Die gewonnenen
Informationen können für verschiedene Zwecke genutzt werden, so zum Beispiel zur Verbesserung
der Kühlung des Kühlgutes, zur Ausgabe von Informationen über die vorhandene Kühlgutmenge
im Kältegerät an einen Benutzer des Kältegerätes, zur automatischen Bestellung von
Kühlgut bei Unterschreiten von vorbestimmten Mindestmengen und dergleichen. Es sind
hierzu keine Eingriffe durch den Benutzer des Kältegerätes erforderlich, er muss hierzu
lediglich die Warenbehälter an die dafür vorgesehenen Aufbewahrungsplätze im Kühlraum
des Kältegerätes stellen.
[0008] Das Kältegerät der Erfindung zeichnet sich u.a. dadurch aus, dass es im Gegensatz
zu herkömmlichen Systemen nicht nur das bloße Vorhandensein bzw. Nichtvorhandensein
von Kühlgut im Kühlraum erfasst, sondern dass auch die Kühlgutmenge in Warenbehältern
automatisch überwacht werden kann.
[0009] Das erfindungsgemäße Kältegerät ist grundsätzlich für alle Arten von Warenbehältern
und für alle Arten von zu kühlenden Waren geeignet. Das Kältegerät mit seinen ersten
und zweiten Messeinrichtungen ist insbesondere nicht auf transparente Warenbehälter
beschränkt. Je nach der Art der für die Messeinrichtungen verwendeten Sensorik können
diesbezüglich aber gewisse Einschränkungen entstehen.
[0010] Die Erfindung ist grundsätzlich für alle Arten von Kältegeräten in vorteilhafter
Weise einsetzbar, insbesondere für Haushaltskältegeräte. Zu den geeigneten Kältegeräten
zählen insbesondere Kühlschränke, Kühltruhen, Kühl-Gefrier-Kombinationen, Gefrierschränke
und dergleichen.
[0011] Die genannte Verbindung der Steuereinrichtung mit der zweiten Messeinrichtung ist
vorzugsweise drahtlos (bevorzugt per Funk) oder leitungsgebunden ausgeführt. Die erste
Messeinrichtung ist vorzugsweise ebenfalls mit der Steuereinrichtung und/oder mit
der zweiten Messeinrichtung (drahtlos oder leitungsgebunden) verbunden.
[0012] Die erste Messeinrichtung und die zweite Messeinrichtung eines Aufbewahrungsplatzes
sind vorzugsweise als zwei separate Messeinrichtungen oder als eine gemeinsame Messeinrichtung
ausgebildet. Mit anderen Worten können die erste und die zweite Messeinrichtung eines
Aufbewahrungsplatzes jeweils eigene Sensoren oder dergleichen für die jeweiligen Erfassungsaufgaben
oder gemeinsame Sensoren für beide Erfassungsaufgaben aufweisen.
[0013] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist die zweite Messeinrichtung
wenigstens einen Sensor zum Erfassen eines Warenfüllstandes eines an dem Aufbewahrungsplatz
platzierten Warenbehälters auf, der ausgewählt ist aus Ultraschallsensoren und/oder
Gewichtssensoren. Die Verwendung von Ultraschallsensoren ist insbesondere zur Überwachung
des Füllstandes bei Flüssigkeiten, fließfähigen Waren, schüttfähigen Waren, etc. geeignet.
Ultraschallsensoren und auch Gewichtssensoren zeichnen sich zudem durch ihren einfachen
Aufbau, ihren geringen Energiebedarf, ihre Dauerhaftigkeit (z.B. im Hinblick auf die
niedrigen Kühltemperaturen) und dergleichen aus.
[0014] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist die erste Messeinrichtung
wenigstens einen Sensor zum Erfassen eines Vorhandenseins eines Warenbehälters an
dem Aufbewahrungsplatz aufweist, der ausgewählt ist aus Ultraschallsensoren, Gewichtssensoren,
mechanischen Kontaktsensoren, optischen Sensoren und elektronischen Sensoren.
[0015] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist zudem eine Kalibriereinrichtung
zum Kalibrieren der zweiten Messeinrichtung auf einen Warenfüllstand eines an dem
Aufbewahrungsplatz platzierten Warenbehälters vorgesehen. Diese Kalibriereinrichtung
weist vorzugsweise eine Eingabevorrichtung (z.B. Druckschalter, Taster, etc.) auf,
mit dessen Betätigung der Benutzer dem Überwachungssystem des Kältegeräts mitteilen
kann, dass sich auf dem jeweiligen Aufbewahrungsplatz, dem die Eingabevorrichtung
zugeordnet ist, ein voller Warenbehälter, d.h. ein Warenbehälter mit maximalem Füllstand
befindet.
[0016] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist die Steuereinrichtung mit wenigstens
einer Vorrichtung verbunden, welche ausgewählt ist aus einer Anzeigevorrichtung zum
Anzeigen eines Warenfüllstandes eines an dem Aufbewahrungsplatz platzierten Warenbehälters,
einer Steuervorrichtung zum Steuern einer Kühlleistung des Kältegeräts, einer Steuervorrichtung
zum Steuern einer Kühlleistung des Kältegeräts im Bereich des Aufbewahrungsplatzes
und einer zentralen Steuerung zum Überwachen eines zu kühlenden Warenbestandes in
dem Kältegerät.
[0017] Die genannte Verbindung der Steuereinrichtung des Kältegerätes mit der wenigstens
einen anderen Vorrichtung ist vorzugsweise drahtlos oder leitungsgebunden ausgeführt.
[0018] Vorzugsweise ist für jeden Aufbewahrungsplatz eine eigene Anzeigevorrichtung oder
ein eigenes Anzeigeelement in einer gemeinsamen Anzeigevorrichtung vorgesehen. Die
Anzeigevorrichtung ist vorzugsweise ausgebildet, um dem Benutzer wenigstens eine Information
anzuzeigen, die ausgewählt ist aus dem aktuellen Füllstand oder dem aktuellen groben
Füllstand (voll, fast leer, ...) des Warenbehälters auf dem jeweiligen Aufbewahrungsplatz,
der Art der zu kühlenden Ware, der Art des kühlenden Warenbehälters, eines Verfallsdatums
der zu kühlenden Ware und dergleichen. Der Benutzer kann so auf einfache Weise Informationen
über die Notwendigkeit von anstehenden Wareneinkäufen, etc. erlangen. Die Anzeige
der Informationen für den Benutzer erfolgt vorzugsweise optisch und/oder akustisch.
Die Anzeigevorrichtung ist vorzugsweise in (unmittelbarer) Nähe des Aufbewahrungsplatzes,
an einer auch bei geschlossener Gerätetür vom Benutzer einsehbaren Stelle (bevorzugt
an einer Außenseite der Gerätetür oder des Korpus) und/oder an einer bei geöffneter
Gerätetür vom Benutzer sofort einsehbaren Stelle (bevorzugt an einer Innenseite der
Gerätetür) angebracht.
[0019] Die zentrale Steuerung ist vorzugsweise Bestandteil eines Hausautomationssystems,
welches mit mehreren elektronischen Geräten in einem Haus gekoppelt ist. Mit Hilfe
der zentralen Steuerung können vorzugsweise (Nach-)Bestellungen des Kühlgutes automatisch
(bevorzugt online) durchgeführt werden und/oder dem Benutzer an einer geeigneten zentralen
oder dezentralen Stelle (z.B. Mobiltelefon, Haussteuerungszentrale, etc.) entsprechende
Informationen über die Notwendigkeit von Einkäufen/Nachkäufen angezeigt werden.
[0020] Bei der Steuervorrichtung zum Steuern einer Kühlleistung handelt es sich vorzugsweise
um eine Steuervorrichtung zum Steuern der Kühlleistung des gesamten Kältegerätes und/oder
der Kühlleistungen von Teilbereichen des Kältegerätes. Mit dieser Steuervorrichtung
kann vorzugsweise auf das Einstellen von "neuen" Warenbehältern, d.h. von Warenbehältern
mit großen Mengen ungekühlter Waren, reagiert werden, um diese möglichst rasch herunterzukühlen.
Im Vergleich dazu ist eine besondere Kühlung von nur für kurze Zeit dem Kältegerät
entnommenen und dann (ggf. nach einer Warenentnahme) wieder zurückgestellten Warenbehältern
im Allgemeinen nicht erforderlich.
[0021] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist zudem eine Eingabeeinrichtung
zum Eingeben einer Behälterart und/oder einer Warenart eines an dem Aufbewahrungsplatz
platzierten Warenbehälters vorgesehen, welche mit der Steuereinrichtung verbunden
ist. Die Eingabeeinrichtung weist vorzugsweise wenigstens ein Bedienelement zur manuellen
Dateneingabe durch einen Benutzer und/oder eine Sensorik (z.B. RFID-System) zur automatischen
Dateneingabe auf.
[0022] Obige sowie weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter, nicht-einschränkender Ausführungsbeispiele anhand der beiliegenden
Zeichnung besser verständlich. Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Perspektivansicht eines Kühlschrankes mit geöffneter Gerätetür gemäß
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
- Fig. 2
- eine schematische Innenansicht eines Kühlschranks gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Erfindung:
- Fig. 3
- eine schematische Perspektivansicht eines Kühlschrankes mit geschlossener Gerätetür
gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung; und
- Fig. 4
- ein Blockschaltbild zur Erläuterung der Funktionsweise eines Kältegeräts gemäß einem
bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung.
[0023] Die Erfindung wird nachfolgend am Beispiel eines Kühlschranks als einem erfindungsgemäßen
Kältegerät in mehr Einzelheiten erläutert.
[0024] Der Kühlschrank weist einen Korpus 10 auf, in dessen Innenraum ein Kühlraum 12 definiert
bzw. gebildet ist. Dieser Kühlraum 12 ist durch eine frontseitige Zugangsöffnung 14
für einen Benutzer zugänglich. Die Zugangsöffnung 14 ist durch eine Gerätetür 16 verschließbar,
welche wahlweise linksseitig oder rechtsseitig schwenkbar an dem Korpus 10 angeschlagen
ist. Der Korpus 10 und die Gerätetür 16 sind thermisch isolierend ausgebildet.
[0025] In dem Kühlraum 12 sind mehrere (hier zwei) Fachböden 18 angeordnet. Die Fachböden
18 können vorzugsweise durch einen Benutzer an beliebigen Höhen und in beliebiger
Anzahl in dem Kühlraum 12 angeordnet werden. An der Innenseite der Gerätetür 16 -
und damit bei geschlossener Gerätetür 16 ebenfalls im Kühlraum 12 - sind mehrere Ablagefächer
20 angebracht. Die Ablagefächer 20 können ebenfalls vorzugsweise durch einen Benutzer
an beliebigen Höhen und in beliebiger Anzahl an der Gerätetür 16 angeordnet werden.
[0026] Die Fachböden 18 und die Ablagefächer 20 im Kühlraum 12 des Kühlschranks definieren
mehrere Aufbewahrungsplätze im Sinne dieser Anmeldung. Dabei können an einem Fachboden
18 bzw. einem Ablagefach 20 ein oder mehrere Aufbewahrungsplätze im Sinne der Anmeldung
vorgesehen sein. Außerdem müssen dabei nicht an jedem Fachboden 18 und jedem Ablagefach
20 Aufbewahrungsplätze im Sinne der Anmeldung definiert sein.
[0027] An jedem der so gebildeten Aufbewahrungsplätze kann ein Warenbehälter 22 platziert
werden, in dem sich eine zu kühlende Ware befindet. Bei diesen Warenbehältern 22 handelt
es sich beispielsweise um Glasflaschen, Plastikflaschen, Tetrapaks und dergleichen
für Getränke.
[0028] An jedem der so gebildeten Aufbewahrungsplätze sind zudem eine erste Messeinrichtung
24 mit wenigstens einem Ultraschallsensor zum Erkennen des Vorhandenseins eines Warenbehälters
22 an diesem Aufbewahrungsplatz und eine zweite Messeinrichtung 26 mit wenigstens
einem Ultraschallsensor zum Erfassen eines Füllstandes des Warenbehälters 22 an diesem
Aufbewahrungsplatz vorgesehen. Anstelle der genannten Ultraschallsensoren können auch
andere für die jeweilige Messeinrichtung 24, 26 geeignete Sensoren verwendet werden,
wie zum Beispiel Gewichtssensoren, mechanische Kontaktsensoren, optische Sensoren
oder elektronische Sensoren.
[0029] Wie in Fig. 1 veranschaulicht, sind die Sensoren der ersten Messeinrichtungen 24
zum Beispiel unterhalb der Aufbewahrungsplätze positioniert und sind die Sensoren
der zweiten Messeinrichtungen 26 zum Beispiel neben den Aufbewahrungsplätzen positioniert.
[0030] Die Ultraschallsensoren der ersten und zweiten Messeinrichtungen 24, 26 sind drahtlos,
zum Beispiel per Funk, mit einer Steuereinrichtung 28 des Kältegeräts verbunden bzw.
gekoppelt. Die Steuereinrichtung 28 ist beispielsweise in der Gerätetür 16 oder am
Korpus 10 angeordnet. Die ersten und zweiten Messeinrichtungen 24, 26 eines Aufbewahrungsplatzes
können optional zudem miteinander verbunden bzw. gekoppelt sein. Wahlweise kann die
erste Messeinrichtung 24 auch durch den wenigstens einen Ultraschallsensor der zweiten
Messeinrichtung 26 gebildet sein. Es ist ferner möglich, dass die erste und die zweite
Messeinrichtung 24, 26 beide stets aktiviert sind, um ihre Erfassungsaufgaben zu erfüllen,
oder dass die zweite Messeinrichtung 26 (direkt oder über die Steuereinrichtung 28)
durch die erste Messeinrichtung 24 aktiviert wird, wenn das Vorhandensein eines Warenbehälters
22 auf dem Aufbewahrungsplatz erkannt worden ist.
[0031] Die Steuereinrichtung 28 ist ausgebildet, um die Messsignale der ersten und zweiten
Messeinrichtungen 24, 26 auszuwerten, um den Füllstand eines auf dem jeweiligen Aufbewahrungsplatz
platzierten Warenbehälters 22 zu ermitteln. Die Steuereinrichtung 28 weist zu diesem
Zweck beispielsweise einen Mikrocontroller auf. Beispielsweise erkennt die Steuereinrichtung
28 basierend auf einer Veränderung der Messsignale der zweiten Messeinrichtungen 26
eine entsprechende Veränderung des Füllstandes der Warenbehälter 22.
[0032] Wie in Fig. 2 bis 4 veranschaulicht, ist die Steuereinrichtung 28 mit Anzeigevorrichtungen
30 im Innern des Kühlraums 12 und/oder Anzeigevorrichtungen 32 an der Außenseite der
Gerätetür 16 verbunden bzw. gekoppelt. An diesen Anzeigevorrichtungen 30, 32 wird
dem Benutzer der von der Steuereinrichtung 28 ermittelte Füllstand des auf dem jeweiligen
Aufbewahrungsplatz platzierten Warenbehälters 22 optisch angezeigt. Zusätzliche akustische
Signalausgaben, zum Beispiel im Fall eines leeren Warenbehälters 22, sind denkbar.
[0033] Die Anzeigevorrichten 30 im Innern des Kühlraums 12 sind in der Nähe des jeweiligen
Aufbewahrungsplatzes angeordnet, sodass der Benutzer intuitiv erkennt, welchen Warenbehälter
22 die angezeigten Informationen betreffen. Nichtsdestotrotz sind die Anzeigevorrichtungen
30 bzw. deren Anzeigeelemente mit einer den zugeordneten Aufbewahrungsplatz kennzeichnenden
Markierung ("Pos1", "Pos2", ...) versehen. Die Anzeigevorrichtungen 30 können wahlweise
aber auch an einer anderen Stelle im Kühlraum 12, entfernt von den zughörigen Aufbewahrungsplätzen
angeordnet sein.
[0034] Die Anzeigevorrichtungen 32 an der Außenseite der Gerätetür 16 bzw. deren Anzeigeelemente
sind mit einer den zugeordneten Aufbewahrungsplatz kennzeichnenden Markierung ("Pos1",
"Pos2", ...) versehen.
[0035] Wie in Fig. 4 angedeutet, ist die Steuereinrichtung 28 ferner mit einer Steuervorrichtung
34 zum Steuern der Kühlleistung des Kältegeräts und/oder der Kühlleistung des Kältegeräts
in Teilbereichen der Aufbewahrungsplätze verbunden bzw. gekoppelt. Mit dieser Steuervorrichtung
34 kann die Kühlleistung des Kältegeräts im Kühlraum 12 oder (zum Beispiel mittels
Ventilatoren) in Teilbereichen des Kühlraums 12 gezielt beeinflusst werden, wenn dies
erforderlich erscheint.
[0036] So kann zum Beispiel beim Einstellen von "neuen", vollen Warenbehältern die Steuereinrichtung
28 die Steuervorrichtung 34 so ansteuern, dass diese die Kühlleistung des gesamten
Kühlraums 12 oder nur die Kühlleistung in einem Teilbereich des jeweiligen Aufbewahrungsplatzes
mit dem neuen Warenbehälter 22 erhöht. Auf diese Weise kann ein neuer Warenbehälter
mit dem darin enthaltenen Kühlgut rasch heruntergekühlt werden. Im Gegensatz dazu
ist eine besondere Kühlung von nur für kurze Zeit dem Kältegerät entnommenen und dann
(ggf. nach einer Warenentnahme) wieder zurückgestellten Warenbehältern 22 im Allgemeinen
nicht erforderlich, weshalb die Steuereinrichtung 28 zum Beispiel beim Erkennen von
nicht ganz gefüllten Warenbehältern 22 die Steuervorrichtung 34 nicht zum Erhöhen
der Kühlleistung veranlasst.
[0037] Wie in Fig. 4 angedeutet, ist die Steuereinrichtung 28 zudem mit einer zentralen
Steuerung 36 verbunden bzw. gekoppelt. Diese zentrale Steuerung ist beispielsweise
Teil eines Hausautomationssystems, welches mit mehreren elektronischen Geräten (z.B.
weitere Haushaltsgeräte, Heizung, Verdunkelung, Beleuchtung, etc.) in einem Haus gekoppelt
ist.
[0038] Mit Hilfe der zentralen Steuerung 36 können zum Beispiel (Nach-)Bestellungen des
Kühlgutes automatisch (bevorzugt online) durchgeführt werden und/oder dem Benutzer
an einer geeigneten zentralen oder dezentralen Stelle (z.B. Mobiltelefon, Haussteuerungszentrale,
etc.) entsprechende Informationen über die Notwendigkeit von Einkäufen/Nachkäufen
angezeigt werden, wenn die Steuereinrichtung 28 des Kühlschranks einen derartigen
Bedarf ermittelt. So kann zum Beispiel eine Ware bereits automatisch nachbestellt
werden, wenn die im Kühlschrank ermittelte Warenmenge auf eine vorbestimmte Mindestmenge
abfällt. Im Ergebnis können Lieferzeiten kompensiert und ein stets ausreichender Warenbestand
im Kühlschrank gesichert werden.
[0039] Ferner kann die Steuereinrichtung 28 des Kühlschranks auch mit einer Eingabeeinrichtung
40 zum Eingeben einer Behälterart und/oder einer Warenart eines an dem Aufbewahrungsplatz
platzierten Warenbehälters 22 verbunden bzw. gekoppelt sein. Diese Eingabeeinrichtung
40 ist vorzugsweise am Kühlschrank selbst angeordnet.
[0040] Die Eingabeeinrichtung 40 weist beispielsweise ein oder mehrere Bedienelemente zur
manuellen Eingabe von Daten durch einen Benutzer auf. Zusätzlich oder alternativ weist
die Eingabeeinrichtung 40 beispielsweise eine Sensorik, zum Beispiel in Form eines
RFID-Systems zur automatischen Dateneingabe auf.
[0041] Bei einer Verknüpfung der gewonnenen Informationen über das Vorhandensein und den
Füllstand eines Warenbehälters 22 auf einem Aufbewahrungsplatz mit den eingegebenen
Information über die Art des Warenbehälters 22 bzw. seines Inhaltes können die Anzeigevorrichtungen
30, 32 detailliertere Informationen darstellen, die Steuervorrichtung 34 die Kühlleistung
des Kühlschranks optimieren und/oder die zentrale Steuerung 36 konkreter auf den Warenbestand
im Kühlschrank reagieren.
[0042] Wie in Fig. 2 dargestellt, sind an den Anzeigevorrichtungen 30 an der Innenseite
der Gerätetür 16 bzw. an den Ablagefächern 20 zudem Druckschalter, Taster 38 oder
dergleichen vorgesehen. Dabei ist vorzugsweise jedem Aufbewahrungsplatz ein solcher
Taster 38 zugeordnet.
[0043] Diese Taster 38 sind Teil einer Kalibriereinrichtung zum Kalibrieren der zweiten
Messeinrichtungen 26. Bei Betätigung des Tasters 38 durch einen Benutzer wird diese
Betätigung der Steuereinrichtung 28 mitgeteilt, welche dann annehmen kann, dass sich
auf dem jeweiligen Aufbewahrungsplatz, dem der Taster 38 zugeordnet ist, ein (nahezu)
voller Warenbehälter 22, d.h. ein Warenbehälter mit maximalem Füllstand befindet.
BEZUGSZIFFERNLISTE
[0044]
- 10
- Korpus
- 12
- Kühlraum
- 14
- Zugangsöffnung
- 16
- Gerätetür
- 18
- Fachboden
- 20
- Ablagefach
- 22
- Behälter
- 24
- erste Messeinrichtung (Behältererkennung)
- 26
- zweite Messeinrichtung (Füllstandserfassung)
- 28
- Steuereinrichtung
- 30
- Anzeigevorrichtung (innen)
- 32
- Anzeigevorrichtung (außen)
- 34
- Steuervorrichtung (Kühlleistung)
- 36
- zentrale Steuerung
- 38
- Kalibriertaster
- 40
- Eingabeeinrichtung
1. Kältegerät, insbesondere Haushaltskältegerät, aufweisend:
einen Korpus (10) mit einem Kühlraum (12) in seinem Innenraum;
eine Gerätetür (16) zum Verschließen einer Zugangsöffnung (14) des Kühlraums (12);
wenigstens einen Aufbewahrungsplatz in dem Kühlraum (12) zum Platzieren eines Warenbehälters
(22);
eine erste Messeinrichtung (24) zum Erfassen eines Vorhandenseins eines Warenbehälters
(22) an dem Aufbewahrungsplatz;
eine zweite Messeinrichtung (26) zum Erfassen eines Warenfüllstandes eines an dem
Aufbewahrungsplatz platzierten Warenbehälters (22); und
eine mit der zweiten Messeinrichtung (26) verbundene Steuereinrichtung (28).
2. Kältegerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die zweite Messeinrichtung (26) wenigstens einen Sensor zum Erfassen eines Warenfüllstandes
eines an dem Aufbewahrungsplatz platzierten Warenbehälters (22) aufweist, der ausgewählt
ist aus Ultraschallsensoren und/oder Gewichtssensoren.
3. Kältegerät nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Messeinrichtung (24) wenigstens einen Sensor zum Erfassen eines Vorhandenseins
eines Warenbehälters an dem Aufbewahrungsplatz aufweist, der ausgewählt ist aus Ultraschallsensoren,
Gewichtssensoren, mechanischen Kontaktsensoren, optischen Sensoren und elektronischen
Sensoren.
4. Kältegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Kalibriereinrichtung (38) zum Kalibrieren der zweiten Messeinrichtung (26) auf
einen Warenfüllstand eines an dem Aufbewahrungsplatz platzierten Warenbehälters (22)
vorgesehen ist.
5. Kältegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuereinrichtung (28) mit wenigstens einer Vorrichtung verbunden ist, welche
ausgewählt ist aus einer Anzeigevorrichtung (30, 32) zum Anzeigen eines Warenfüllstandes
eines an dem Aufbewahrungsplatz platzierten Warenbehälters, einer Steuervorrichtung
(34) zum Steuern einer Kühlleistung des Kältegeräts, einer Steuervorrichtung (34)
zum Steuern einer Kühlleistung des Kältegeräts im Bereich des Aufbewahrungsplatzes
und einer zentralen Steuerung (36) zum Überwachen eines zu kühlenden Warenbestandes
in dem Kältegerät.
6. Kältegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Eingabeeinrichtung (40) zum Eingeben einer Behälterart und/oder einer Warenart
eines an dem Aufbewahrungsplatz platzierten Warenbehälters (22) vorgesehen ist, welche
mit der Steuereinrichtung (28) verbunden ist.