[0001] Die Erfindung betrifft eine Quecksilberdampfentladungslampe, aufweisend ein abgeschlossenes
Strahlerrohr aus Quarzglas mit einem Strahlerrohr-Ende, einer gasdichten Abdichtung
im Bereich des Strahlerrohr-Endes, und zwei innerhalb des Strahlerrohrs angeordneten
Elektroden zur Erzeugung einer Entladung in einer Entladungszone zwischen den Elektroden,
sowie ein Amalgamdepot.
[0002] Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer Quecksilberdampfentladungslampe,
umfassend die Verfahrensschritte:
- (a) Bereitstellen eines Strahlerrohrs aus Quarzglas mit einem Strahlerrohr-Ende,
- (b) Installieren von Elektroden zur Erzeugung einer Entladung in einer Entladungszone
zwischen den Elektroden, und
- (c) Verschließen des Strahlerrohr-Endes.
Stand der Technik
[0003] Übliche Quecksilberdampfentladungslampen weisen ein zylinderförmiges Strahlerrohr
aus Quarzglas mit zwei darin angeordneten Elektroden auf. Das Strahlerrohr ist an
beiden Strahlerrohr-Enden über Quetschungen gasdicht verschlossen, durch die eine
Stromversorgung zur elektrischen Kontaktierung der Elektroden geführt ist. Das Strahlerrohr
ist mit einem Füllgas gefüllt, beispielsweise einem Edelgas. Darüber hinaus ist in
das Strahlerrohr ein Amalgamdepot eingebracht.
[0004] Quecksilberdampfentladungslampen mit einem Amalgamdepot zeigen ein Emissionsspektrum
mit charakteristischen Linien bei 185 nm (VUV-Strahlung) und/oder 254 nm (UV-C-Strahlung).
Sie werden beispielsweise für die Desinfektion von Flüssigkeiten, Luft und Oberflächen
verwendet. Bevorzugte Einsatzgebiete von UV-C-Strahlung emittierenden Quecksilberdampfentladungslampen
sind beispielsweise die Trinkwasserentkeimung oder die Verpackungsentkeimung. VUV-Strahlung
emittierende Quecksilberdampfentladungslampen werden vorteilhaft in der Halbleiterindustrie
bei der Herstellung von ultrareinen Prozesswassern oder zum Fettabbau in industriellen
Dunstabzugshauben eingesetzt.
[0005] Die Strahlungsleistung der Quecksilberdampfentladungslampen ist von dem Quecksilberdampfdruck
im Entladungsraum und damit von der Betriebstemperatur der Lampe abhängig. Eine hohe
Strahlungseffizienz wird erzielt, wenn ein möglichst optimaler und konstanter Quecksilberdampfdruck
im Entladungsraum erzeugt wird. So beträgt beispielsweise der optimale Quecksilberdampfdruck
für die Erzeugung von UV-C-Strahlung (254 nm) etwa 0,8 Pa.
[0006] Bei Quecksilberdampfentladungslampen mit einem Amalgamdepot stellt sich zwischen
dem im Amalgamvorrat legiert vorliegenden Quecksilber und dem im Strahlerrohr "freien"
Quecksilber ein Gleichgewicht ein, das den Quecksilberdampfdruck innerhalb des Strahlerrohrs
begrenzt und bestimmt.
[0007] Allerdings hängt auch bei Einsatz eines Amalgamdepots der Quecksilberdampfdruck innerhalb
des Strahlerrohrs von der Temperatur, insbesondere von der Temperatur des Amalgamdepots,
ab. Strahler, die mit unterschiedlichen Leistungen betrieben werden, zeigen je nach
Betriebszustand eine unterschiedliche Temperatur der Strahlerrohr-Innenwand. Ein zwischen
den Elektroden auf der Innenwand des Strahlerrohrs angeordnetes Amalgamdepot weist
daher je nach Betriebszustand eine unterschiedliche Temperatur auf, einhergehend mit
einem variierenden Quecksilberdampfdruck im Strahlerrohr. Dies führt dazu, dass bei
einem Betrieb der Lampe mit variablen Leistungen oder Umgebungsbedingungen die Strahlungserzeugung
nicht mit optimaler Effizienz stattfinden kann.
[0008] Um dennoch einen Betrieb von Quecksilberdampfentladungslampen mit einem optimierten
Quecksilberdampfdruck zu ermöglichen, wurde vorgeschlagen, das Amalgamdepot anstatt
in der Entladungszone im oder in der Nähe des Elektrodentotraumes anzuordnen. Bei
einem derart angeordneten Amalgamvorrat kann beispielsweise durch eine Zusatzheizung
über die Elektrode oder durch ein zusätzliches Heizelement eine optimierte Temperatur
des Amalgamdepots und damit ein konstanter Quecksilberdampfdruck im Entladungsraum
eingestellt werden. So ist beispielsweise aus der
EP 1 984 935 B1 eine Niederdruck-Quecksilberdampfentladungslampe mit einem Amalgamdepot bekannt,
bei der das Amalgamdepot außerhalb der Entladungszone angeordnet ist. Um das Amalgamdepot
auf eine optimale Temperatur zu erwärmen, ist ein über eine elektronische Schaltung
betriebenes Heizelement vorgesehen. Dabei erfolgt die elektrische Heizung des Heizelements
mit einem Heizstrom, der in Abhängigkeit von der Dimmungsstufe der Quecksilberdampfentladungslampe
erzeugt wird.
[0009] Häufig sind allerdings die Elektroden von Quecksilberdampfentladungslampen aus Wolfram
gefertigt. Elektroden aus Wolfram weisen eine hohe Austrittsarbeit für Elektronen
auf; sie beträgt bei reinem Wolfram etwa 6,5 eV. Um die Austrittsarbeit zu senken,
werden Wolframelektroden daher häufig während der Herstellung mit einer Emitterpaste
aus Carbonaten, in der Regel aus SrCO
3, BaCO
3 und CaCO
3, beschichtet, die anschließend thermisch in Erdalkali-Oxide umgesetzt werden. Bei
einer so beschichteten Wolframelektrode reduziert sich die Austrittsarbeit auf etwa
1,2 eV. Hierdurch wird die Zündung der Quecksilberdampfentladungslampe erleichtert
und die Elektrodenverlustleistung im Betrieb verringert. Allerdings neigen sowohl
unbeschichtete als auch insbesondere beschichtete Elektroden während des Betriebs
der Quecksilberdampfentladungslampe dazu, Elektrodenpartikel durch Abdampfung oder
Sputterprozesse zu verlieren. Diese Partikel kondensieren im Elektrodentotraum. Elektrodenpartikel,
die sich auf einem im Elektrodentotraum angeordneten Amalgamdepot absetzen, beeinträchtigen
die Funktion des Amalgamdepots und tragen zu einer Verringerung der Lebensdauer der
Quecksilberdampfentladungslampe bei.
[0010] Auch die
US 7,816,849 B2 lehrt eine Niederdruck-Quecksilberdampfentladungslampe mit einem dem Elektrodentotraum
zugeordneten Amalgamdepot. Bei der daraus bekannten Quecksilberdampfentladungslampe
ist außerhalb der Entladungszone ein externer Amalgambehälter in Form eines Rohrstutzens
mit dem Zylindermantel des Strahlerrohres verbunden. Zur Regulation der Temperatur
des Amalgams ist der Amalgambehälter mit einem Heiz-und Kühlelement versehen, wodurch
einen Betrieb der Entladungslampe mit unterschiedlichen Beleuchtungsstärken und Dimmzuständen
ermöglicht wird.
[0011] Eine Quecksilberdampfentladungslampe mit einem mit dem Strahlerrohr-Außenmantel verschweißten
externen Amalgambehälter in Form eines Rohrstutzens ist grundsätzlich mechanisch fragil.
Insbesondere kann der Amalgambehälter bereits bei Einwirkung geringer mechanischer
Kräfte vom Strahlerrohr abbrechen und so zu einer Zerstörung der Quecksilberdampfentladungslampe
führen. Darüber hinaus weist ein in einem externen Amalgambehälter angeordnetes Amalgamdepot
einen vergleichsweise großen Abstand zur Stromversorgung der Elektroden auf, so dass
zur Erwärmung des Amalgamdepots ein zusätzliches Heizelement notwendig ist. Darüber
hinaus ist das Amalgamdepot innerhalb des Stutzens nicht fixiert, sondern frei beweglich,
so dass es je nach seiner Lage unterschiedlichen Temperaturen ausgesetzt ist. Die
Temperatur des Amalgamdepots beeinflusst aber entscheidend den Quecksilberdampfdruck
innerhalb des Leuchtrohres und damit die Effizienz der Strahlungserzeugung.
Technische Aufgabenstellung
[0012] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Quecksilberdampfentladungslampe
mit einem Amalgamdepot anzugeben, die mit variabler Bestrahlungsleistung und einer
hohen Effizienz betrieben werden kann und dabei eine hohe mechanische Stabilität aufweist
und die darüber hinaus einfach und kostengünstig zu fertigen ist.
[0013] Weiterhin liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein einfaches und kostengünstiges
Verfahren zur Herstellung der Quecksilberdampfentladungslampe anzugeben.
Allgemeine Beschreibung der Erfindung
[0014] Hinsichtlich der Quecksilberdampfentladungslampe wird diese Aufgabe ausgehend von
einer Quecksilberdampfentladungslampe mit den eingangs genannten Merkmalen erfindungsgemäß
dadurch gelöst, dass im Bereich des StrahlerrohrEndes zwischen einem Quarzglasrohrstück
und dem Strahlerrohr ein Ringspalt ausgebildet ist, und dass das Amalgamdepot innerhalb
des Ringspalts angeordnet ist.
[0015] Die erfindungsgemäße Quecksilberdampfentladungslampe weist gegenüber dem gattungsgemäßen
Stand der Technik zwei Modifikationen auf, von denen eine die Ausbildung eines Ringspalts
im Bereich des Strahlerrohr-Endes und die andere die Anordnung des Amalgamdepots innerhalb
des Ringspalts betrifft.
[0016] Im Bereich des Strahlerrohr-Endes ist gemäß der Erfindung zunächst eine Doppelrohranordnung
eines Quarzglasrohrstücks mit dem Strahlerrohr vorgesehen, wobei sich zwischen Quarzglasrohrstück
und Strahlerrohr ein Ringspalt ausbildet. Der Ringspalt ist umlaufend oder unterbrochen.
Strahlerrohr und Quarzglasrohrstück weisen eine zylinderförmige Bauform auf oder weichen
davon ab; sie können beispielsweise eine konische Form aufweisen. Vorzugsweise weisen
Quarzglasrohrstück und Strahlerrohr in einer Querschnittsebene einen konzentrischen
Verlauf auf.
[0017] Der Ringspalt wird von Ringspaltwänden begrenzt; er erstreckt sich beispielsweise
zwischen der Außenwand des Quarzglasrohrstücks und der Innenwand des Strahlerrohrs
oder zwischen der Innenwand des Quarzglasrohrstücks und der Außenwand des Strahlerrohrs.
Der Ringspalt ist einseitig oder zweitseitig, vollständig oder teilweise geöffnet.
Das Quarzglasrohrstück kann dabei an Punkten oder flächenhaft mit dem Strahlerrohr
verbunden sein. Vorzugsweise ist das Quarzglasrohrstück außerhalb der Entladungszone
angeordnet; es kann aber auch in die Entladungszone hineinragen. Bei einem in die
Entladungszone hineinragenden Quarzglasrohrstück weist dieses einen der Entladungszone
zugeordneten, ersten Abschnitt und einen einem Bereich außerhalb Entladungszone zugeordneten
zweiten Abschnitt auf. Das Amalgamdepot kann im ersten oder im zweiten Abschnitt angeordnet
sein. Vorzugsweise ist das Amalgamdepot in der Nähe der Elektrode angeordnet. Ein
im ersten Abschnitt angeordnetes Amalgamdepot weist während des Betriebs der Quecksilberdampfentladungslampe
eine hohe Temperatur auf und kann daher schnell auf eine optimale Temperatur eingestellt
werden. Vorzugsweise ist das Amalgam im zweiten Abschnitt, außerhalb der Entladungszone
angeordnet. Ein solches Amalgamdepot weist während des Betriebs der Quecksilberdampfentladungslampe
eine niedrigere Temperatur auf, so dass eine Einstellung einer optimierten Amalgamdepot-Temperatur
in einem großen Temperaturbereich ermöglicht wird.
[0018] Die Öffnung des Ringspalts ist außerhalb der Entladungszone angeordnet oder ragt
in diese hinein. Die Entladungszone weist verglichen mit den außerhalb der Entladungszone
angeordneten Endabschnitten des Strahlerrohrs eine höhere Temperatur auf. Eine innerhalb
der Entladungszone angeordnete Ringspaltöffnung trägt zu einem verstärkten Wärmetransport
in das Quarzglasrohrstück bei. Da in diesem Fall der Wärmetransport auch vom Betriebs-
und Dimmzustand der Quecksilberdampfentladungslampe abhängt, hat es sich bewährt,
wenn die Öffnung des Ringspalts außerhalb der Entladungszone angeordnet ist.
[0019] Innerhalb des Ringspalts ist das Amalgamdepot positioniert. Das sich im Betrieb der
Entladungslampe verflüssigende Amalgam wird vorzugsweise durch Kapillarkräfte innerhalb
des Ringspalts gehalten. Durch die Anordnung des Amalgamdepots innerhalb des Ringspaltes
steht dieses nur über die Öffnungen des Ringspaltes fluidisch mit dem Inneren des
Strahlerrohrs in Verbindung. Hierdurch weist das Amalgamdepot nur eine vergleichsweise
geringe direkte Kontaktfläche mit dem Strahlerrohr-Inneren auf. Es ist vielmehr durch
die beidseitig angeordneten Ringspaltwände vor einer möglichen Ablagerung von im Elektrodentotraum
kondensierenden Partikeln geschützt. Durch die geschützte Anordnung des Amalgamdepots
in einem Ringspalt kann dieses in unmittelbarer Nähe der Elektrode angeordnet werden,
ohne dass die Lebensdauer der Lampe durch auf der Elektrode stattfindende Sputterprozesse
wesentlich beeinträchtigt wird. Die Anordnung des Amalgamdepots in der Nähe der Elektroden
ermöglicht es, auf eine separate Heiz- und Kühleinrichtung zu verzichten. Durch die
Nähe zum Elektrodentotraum kann eine thermische Beeinflussung des Amalgamdepots durch
einen zusätzlichen Heizstrom durch die Elektrode gewährleistet werden.
[0020] Im Gegensatz zu einer Quecksilberdampfentladungslampe mit einem externen mit dem
Strahlerrohr verbundenen Amalgambehälter weist die erfindungsgemäße Quecksilberdampfentladungslampe
ein innerhalb des Strahlerrohrs angeordnetes Amalgamdepot auf, das vor der äußeren
Einwirkung mechanischer Kräfte geschützt ist. Ein externer Amalgambehälter kann während
der Herstellung, des Transports oder des Betriebs mechanischen Beanspruchungen ausgesetzt
sein, die beispielsweise zu einem Bruch des externen Amalgambehälters und folglich
zur Zerstörung der Quecksilberdampfentladungslampe führen können. Die erfindungsgemäße
Quecksilberdampfentladungslampe verzichtet auf einen externen Amalgambehälter. Stattdessen
ist das Amalgamdepot - besser vor äußeren mechanischen Einwirkungen geschützt - innerhalb
des Entladungsraums angeordnet. Eine solche Quecksilberdampfentladungslampe zeichnet
sich daher durch eine hohe mechanische Stabilität und Lebensdauer aus.
[0021] Bei einer ersten bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Quecksilberdampfentladungslampe
ist das Quarzglasrohrstück mit dem Strahlerrohr verbunden, vorzugsweise verschmolzen.
[0022] Durch die Verschmelzung von Quarzglasrohrstück und Strahlerrohr kann der Ringspalt
reproduzierbar eingestellt werden. Das Verschmelzen gewährleistet eine Verbindung
von Quarzglasrohrstück und Strahlerrohr mit einer hohen mechanischen Stabilität und
trägt dazu bei, dass sich der Ringspalt während des Betriebs der Quecksilberdampfentladungslampe
nicht wesentlich verändert.
[0023] Es hat sich bewährt, wenn der Ringspalt einseitig geschlossen ist.
[0024] Der Abstand zwischen Ringspaltöffnung und Amalgamdepot hat Einfluss auf die Fixierung
des Amalgamdepots innerhalb des Ringspalts. Bei einem beidseitig geöffneten Ringspalt
kann das Amalgamdepot grundsätzlich an beiden Ringspaltöffnungen aus dem Ringspalt
austreten. Ein einseitig geschlossener Ringspalt hat den Vorteil, dass das Amalgamdepot
bevorzugt im Bereich der geschlossenen Ringspaltöffnung positioniert werden kann,
so dass das Amalgamdepot verglichen mit einem gleich großen, beidseitig geöffneten
Ringspalt einen größeren Abstand zur Ringspaltöffnung aufweist. Hierdurch wird das
Amalgamdepot besser im Ringspalt zurückgehalten. Darüber hinaus wird bei einem einseitig
geschlossenen Ringspalt eine Fixierung des Amalgamdepots bei einer gleichzeitig geringen
Längserstreckung des Ringspalts ermöglicht. Ein einseitig geschlossener Ringspalt
trägt daher zu einer kompakten Bauform der Quecksilberdampfentladungslampe bei.
[0025] In einer anderen bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Quecksilberdampfentladungslampe
ist vorgesehen, dass der Ringspalt von einer Außenwandung des Quarzglasrohrstücks
und einer Innenwandung des Strahlerrohrs gebildet wird.
[0026] Der Ringspalt kann sowohl von der Außenwandung des Quarzglasrohrstücks und der Innenwandung
des Strahlerrohrs als auch von der Außenwandung des Strahlerrohrs und der Innenwandung
des Quarzglasrohrstücks gebildet werden. Die erstgenannte Variante hat den Vorteil,
dass sie zu keiner wesentlichen Vergrößerung des Außendurchmessers des Strahlerrohrs
führt. Hierdurch wird insbesondere die Herstellung eines Flächenstrahlers mit hoher
Strahlungsleistung ermöglicht, bei dem mehrere Strahler mit ihren Strahlerrohren unmittelbar
nebeneinander angeordnet sind.
[0027] In einer weiteren bevorzugten Modifikation der erfindungsgemäßen Quecksilberdampfentladungslampe
ist vorgesehen, dass das Quarzglasrohrstück mit der Stirnseite des Strahlerrohrs unter
Belassung eines Ringspalts verschmolzen ist, und dass das Quarzglasrohrstück an dem
der Entladungszone abgewandten Ende geschlossen ist.
[0028] Durch die Verschmelzung der Stirnseite des Strahlerrohrs mit dem Quarzglasrohrstück
trägt das Quarzglasrohrstück zur gasdichten Abdichtung des Strahlerrohrs bei. An dem
dem Strahlerrohr abgewandten Ende des Quarzglasrohrstücks ist vorzugsweise eine gasdichte
Abdichtung, beispielsweise in Form einer Quetschung, vorgesehen, durch die eine Stromversorgung
zur Kontaktierung einer Elektrode geführt sein kann.
[0029] Es hat sich bewährt, wenn das Quarzglasrohrstück eine Rohrstück-Längsachse und das
Strahlerrohr eine Strahlerrohr-Längsachse aufweist, und wenn Rohrstück-Längsachse
und Strahlerrohr-Längsachse koaxial verlaufen.
[0030] Durch eine Koaxialität von Quarzglasrohrstück und Strahlerrohr wird - im Querschnitt
gesehen - ein gleichmäßiger Ringspalt mit gleichen Spaltbreiten ermöglicht. Hierdurch
weisen Quarzglasrohrstück und Strahlerrohr weisen in der Querschnittsebene konzentrischen
Verlauf auf. Die Größe des Ringspalts hat Einfluss auf die Position des Amalgamdepots
und dessen räumliche Lage beziehungsweise isotherme Position innerhalb des Ringspalts.
Insbesondere ein in Querschnittsdarstellung gleichmäßiger Ringspalt ist für eine effektive
Fixierung des Amalgamdepots innerhalb des Ringspalts geeignet.
[0031] Es hat sich als günstig erwiesen, wenn der Ringspalt eine Spaltbreite im Bereich
von 0,5 bis 5 mm, vorzugsweise im Bereich von 1 mm bis 4 mm aufweist.
[0032] Die Spaltbreite des Ringspalts beeinflusst die auf ein innerhalb des Ringspalts angeordnetes
Amalgamdepot wirkenden Kapillarkräfte. Eine Spaltbreite im oben genannten Bereich
ist dazu geeignet, das Amalgamdepot innerhalb des Spaltes zurückzuhalten. In einem
Ringspalt mit einer Spaltbreite von weniger als 0,5 mm lässt sich das Amalgamdepot
nur aufwendig platzieren. Bei einem Ringspalt mit einer Spaltbreite von mehr als 5
mm verringert sich der Effekt der Kapillarkräfte auf das Amalgamdepot.
[0033] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Quecksilberdampfentladungslampe
weist der Ringspalt eine Längserstreckung im Bereich von 5 mm bis 30 mm auf.
[0034] Ein Ringspalt mit einer Längserstreckung in oben genanntem Bereich ist geeignet,
ein sich während des Betriebs der Quecksilberdampfentladungslampe verflüssigendes
Amalgam im Spalt zu halten. Ein solcher Ringspalt ist darüber hinaus einfach und kostengünstig
zu fertigen. Bei einem Ringspalt mit einer Länge von weniger als 5 mm weist das Amalgamdepot
einen geringen Abstand zur Ringspaltöffnung auf, so dass insbesondere eine Ablagerung
von Elektrodenpartikeln auf dem Amalgamdepot erleichtert wird. Ein Ringspalt mit einer
Längserstreckung von mehr als 30 mm trägt zu einem vergleichsweise großen unbeleuchteten
Bereich an den Strahlerrohr-Enden bei und beeinträchtigt eine kompakte Bauform der
Quecksilberdampfentladungslampe.
[0035] Es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn das Quarzglasrohrstück und das Strahlerrohr
jeweils eine Ringspaltwand bilden, und wenn eine der Ringspaltwände eine umlaufende
Nut aufweist.
[0036] Das Amalgamdepot kann aufgrund des Kapillareffekts in einem Ringspalt zurückgehalten
werden. Dieser Effekt hängt von der Oberflächenspannung des Amalgams und der Grenzflächenspannung
zwischen Amalgam und Quarzglas ab. Hierbei spielt auch die Größe und Struktur der
Oberfläche eine Rolle. Eine mit einer Nut versehene Ringspaltwand weist im Vergleich
mit einer Ringspaltwand ohne Nut eine größere Oberfläche auf. Sie verhindert das Ausfließen
von Amalgam in flüssigem Zustand und trägt zu einer guten Fixierung des Amalgams innerhalb
des Ringspalts bei.
[0037] In diesem Zusammenhang hat es sich bewährt, wenn die Nut eine Nut-Tiefe im Bereich
von 0,5 mm bis 1 mm und eine Nut-Querschnittsfläche im Bereich von 0,5 mm
2 bis 2 mm
2 aufweist.
[0038] Bei einer Nut-Tiefe von weniger als 0,5 mm verliert sich der Effekt einer Nut auf
die Fixierung des Amalgamdepots innerhalb des Ringspalts. Eine Nut-Tiefe von mehr
als 1 mm kann zur Ausbildung einer möglichen Bruchstelle beitragen, wodurch die mechanische
Stabilität der Quecksilberdampfentladungslampe beeinträchtigt wird.
[0039] Die Nut ist kann im Querschnitt unterschiedliche Geometrien aufweisen. Beispielsweise
ist die Nut V-förmig, rechteckig oder trapezförmig ausgebildet. Vorzugsweise ist die
Nut trapezförmig ausgeführt, da insbesondere diese Geometrie ein gutes Rückhaltevermögen
für das Amalgamdepot gewährleistet. Eine NutQuerschnittsfläche von weniger als 0,5
mm
2 trägt nur geringfügig zu einer Fixierung des Amalgamdepots bei. Eine Nut-Querschnittsfläche
von mehr als 2 mm
2 ist aufwendig zu fertigen und führt zu hohen Herstellungskosten.
[0040] In einer anderen, ebenso bevorzugten Modifikation ist vorgesehen, dass das Quarzglasrohrstück
und das Strahlerrohr jeweils eine Ringspaltwand bilden, und dass auf einer der Ringspaltwände
eine Goldbeschichtung aufgebracht ist.
[0041] Eine Goldbeschichtung ist zur Fixierung des Amalgamdepots geeignet, da Amalgam die
Goldoberfläche benetzt. Eine auf eine der Ringspaltwände aufgebrachte Goldbeschichtung
ermöglicht eine Fixierung des Amalgamdepots innerhalb des Ringspalts. Darüber hinaus
kann durch die Goldbeschichtung die Position des Amalgamdepots innerhalb des Ringspalts
festgelegt werden. Eine Fixierung des Amalgamdepots auf der Goldbeschichtung wird
erreicht, indem das Amalgamdepot in die Nähe der Goldbeschichtung gebracht und durch
kurzzeitiges Erwärmen aufgeschmolzen wird.
[0042] Eine bevorzugte Ausführungsform der Quecksilberdampfentladungslampe sieht vor, dass
dem Ringspalt eine Heizeinrichtung zur Temperierung des Amalgamdepots zugeordnet ist.
[0043] Die Heizeinrichtung ist zur Einstellung einer optimierten Amalgamtemperatur vorgesehen;
sie kann der Außenoberfläche der Quecksilberdampfentladungslampe zugeordnet sein.
In diesem Fall umgibt die Heizeinrichtung die Außenoberfläche ringförmig oder ist
einer bestimmten, in Wirkverbindung mit dem Amalgamdepot stehenden Teilfläche der
Außenoberfläche zugeordnet.
[0044] Hinsichtlich des Verfahrens zur Herstellung einer Quecksilberdampfentladungslampe
wird die oben genannte technische Aufgabe ausgehend von einem Verfahren mit den eingangs
genannten Merkmalen erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass vor dem Verschließen des
Strahlerrohrs-Endes gemäß Verfahrensschritt (c) das Strahlerrohr und das Quarzglasrohrstück
ineinandergeschoben und das Quarzglasrohrstück mit der Stirnseite des Strahlerrohrs
unter Ausbildung eines Ringspalts verschmolzen wird.
[0045] Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird zur Herstellung der Quecksilberdampfentladungslampe
von einem Strahlerrohr und Quarzglasrohrstück ausgegangen. Zunächst werden Quarzglasrohrstück
und Strahlerrohr ineinander geschoben, wobei eine Doppelrohranordnung entsteht. Vorzugsweise
ist der Außendurchmesser des Quarzglasrohrstücks kleiner als der Innendurchmesser
des Strahlerrohrs. Quarzglasrohrstück und eine Stirnseite des Strahlerrohrs werden
anschließend miteinander verschmolzen. Dabei sind das Quarzglasrohrstück und Strahlerrohr
mit ihren Längsachsen vorzugsweise koaxial zueinander angeordnet, so dass sich ein
möglichst gleichmäßiger Ringspalt ausbildet. Anschließend wird das Strahlerrohr-Ende
verschlossen.
[0046] Durch die Doppelrohranordnung des Quarzglasrohrstücks mit dem Strahlerrohr wird ein
von Ringspaltwänden begrenzter Ringspalt erhalten, der sich beispielsweise zwischen
der Außenwand des Quarzglasrohrstücks und der Innenwand des Strahlerrohrs oder zwischen
der Innenwand des Quarzglasrohrstücks und der Außenwand des Strahlerrohrs erstreckt.
Der Ringspalt kann einseitig verschlossen sein, beispielsweise indem das Quarzglasrohrstück
an Punkten oder flächenhaft mit dem Strahlerrohr verbunden wird. Die Öffnung des Ringspalts
ist außerhalb der Entladungszone angeordnet oder ragt in diese hinein.
[0047] Schließlich wird innerhalb des Ringspalts das Amalgamdepot positioniert. Das sich
im Betrieb der Entladungslampe verflüssigende Amalgam wird vorzugsweise durch Kapillarkräfte
oder durch Goldpunkt innerhalb des Ringspalts gehalten. Durch die Anordnung des Amalgamdepots
innerhalb des Ringspaltes steht dieses nur über die Öffnungen des Ringspaltes fluidisch
mit dem Inneren des Strahlerrohrs in Verbindung. Hierdurch weist das Amalgamdepot
nur eine vergleichsweise geringe direkte Kontaktfläche mit dem Inneren des Strahlerrohrs
auf. Es ist daher durch die beidseitig angeordneten Ringspaltwände vor einer möglichen
Ablagerung von im Elektrodentotraum kondensierenden Partikeln geschützt. Weiterhin
kann das Amalgamdepot durch den Ringspalt in unmittelbarer Nähe der Elektroden positioniert
werden, ohne dass die Lebensdauer der Lampe durch einen auf den Elektroden stattfindenden
Sputterprozess wesentlich beeinträchtigt wird. Im einfachsten Fall kann aufgrund der
räumlichen Nähe des Amalgamdepots zu den Elektroden auf eine separate Heiz- und Kühleinrichtung
zu verzichtet werden, da eine thermische Beeinflussung des Amalgamdepots durch einen
zusätzlichen Heizstrom durch die Elektrode gewährleistet werden kann.
Ausführungsbeispiel
[0048] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen und einer Zeichnung
näher erläutert. Dabei zeigt in schematischer Darstellung
- Figur 1
- eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Quecksilberdampfentladungslampe mit einem
in einem Ringspalt angeordneten Amalgamdepot.
[0049] Figur 1 zeigt schematisch eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Quecksilberdampfentladungslampe,
der insgesamt die Bezugsziffer 1 zugeordnet ist. Zur Vereinfachung zeigt Figur 1 nur
einen Endabschnitt der Quecksilberdampfentladungslampe 1. Der andere Endabschnitt
ist genauso ausgebildet. Er kann in einer anderen Ausführungsform auch von dem dargestellten
Endabschnitt abweichen. Die Quecksilberdampfentladungslampe 1 ist zum Einsatz bei
der Trinkwasserentkeimung geeignet. Sie zeichnet sich durch eine spezielle Leistung
von 4 W/cm bezogen auf die Strahlerrohrlänge aus.
[0050] Die Niederdruck-Quecksilberdampfentladungslampe 1 umfasst ein Strahlerrohr 2 aus
Quarzglas mit einer Strahlerrohr-Längsachse 12, sowie zwei innerhalb des Strahlerrohrs
2 angeordnete Elektroden 7 und ein Amalgamdepot 6. Das Strahlerrohr 2 ist an beiden
Strahlerrohr-Enden über eine Abdichtung gasdicht verschlossen und mit einem Edelgas
-Gemisch (Argon/Neon) gefüllt. In einer alternativen Ausführungsform ist das Strahlerrohr
mit Argon oder Neon gefüllt. Es weist einem Außendurchmesser von 38 mm und einen Innendurchmesser
von 35 mm auf. Die Länge des Strahlerrohrs 2 beträgt 100 cm. Im Bereich der Strahlerrohr-Enden
ist das Strahlerrohr 2 stirnseitig mit einem in das Strahlerrohr 2 eingeführten Quarzglasrohrstück
3 verschmolzen. Der Außendurchmesser des Quarzglasrohrstücks 3 beträgt 32 mm und der
Innendurchmesser 29 mm. Das Quarzglasrohrstück weist eine Rohrstück-Längsachse 13
auf. Strahlerrohr 2 und Quarzglasrohrstück 3 sind derart angeordnet, dass die Strahlerrohr-Längsachse
12 und die Rohrstück-Längsachse 13 koaxial verlaufen. Durch diese Doppelrohranordnung
von Strahlerrohr 2 und Quarzglasrohrstück 3 bildet sich zwischen der Außenwand des
Quarzglasrohrstücks 3 und der Innenwand des Strahlerrohrs 2 ein Ringspalt 5 aus. Da
die Außenwand des Quarzglasrohrstücks 3 mit der Stirnseite des Strahlerrohrs 2 umlaufend
verschmolzen ist, ist der Ringspalt 5 einseitig geschlossen.
[0051] Der Ringspalt 5 weist eine Spaltbreite 14 von 1,5 mm und eine Längserstreckung 15
von 18 mm auf. Innerhalb des Ringspalts ist das Amalgamdepot 6 angeordnet. Das Amalgamdepot
6 wird durch Adhäsionskräfte und Kapillarkräfte innerhalb des Ringspalts 5 gehalten.
Zu diesem Effekt trägt weiterhin eine im Bereich des Ringspalts 5 auf die Außenwandung
des Quarzglasrohrstücks 3 aufgebrachte umlaufende Nut 4 bei. Die Nut 4 weist einen
trapezförmigen Querschnitt mit einer Querschnittsfläche von 0,5 mm
2 bei einer Nut-Tiefe von 0,5 mm auf. In einer alternativen Ausführungsform (nicht
dargestellt) ist die Nut 4 auf der Innenfläche des Strahlerrohrs 2 aufgebracht. In
einer anderen alternativen Ausführungsform (nicht dargestellt) ist auf die Außenwand
des Quarzglasrohrstücks 3 oder auf der Innenwand des Strahlerrohres 2 punktförmig
eine Goldbeschichtung zur Fixierung des Amalgamdepots aufgebracht.
[0052] Die Anordnung des Amalgamdepots 6 innerhalb des Strahlerrohrs 2 beeinflusst die Effizienz
der Strahlungsausbeute. Diese hängt insbesondere vom Quecksilberdampfdruck innerhalb
des Strahlerrohrs 2 ab. Der Quecksilberdampfdruck wird durch die Temperatur des Amalgamdepots
6 beeinflusst. Um einen optimierten Quecksilberdampfdruck auch bei veränderlichen
Betriebsleistungen und Umgebungsbedingungen gewährleisten zu können, ist das Amalgamdepot
6 außerhalb der durch die Elektroden 7 festgelegten Entladungszone 16 angeordnet.
Die Elektrode 7 umfasst eine Wendel 7a aus Wolfram, die mit einer Beschichtung 7b
von Erdalkalioxiden versehen ist. Die Beschichtung 7b bewirkt eine Verringerung der
Austrittsarbeit für Elektronen, so dass die Zündung der Quecksilberdampfentladungslampe
1 und ihr Betrieb erleichtert wird.
[0053] Um die Temperatur des Amalgamdepots 6 durch einen zusätzlichen Heizstrom durch die
Elektrode 7 einstellen zu können, ist das Amalgam in der Nähe der Elektrode 7 angeordnet.
Die Anordnung des Amalgamdepots 6 innerhalb des Ringspalts 5 trägt dazu bei, dass
das Amalgamdepot 6 von dem Quarzglasrohrstück 3 abgeschirmt wird, so dass sich Beschichtungsmaterial
oder Wolframpartikel, die sich von der Elektrode 7 durch Abdampfung oder Sputterprozesse
lösen können, nicht auf dem Amalgamdepot niederschlagen können. Das Quarzglasrohrstück
3 trägt daher auch zu einer hohen Lebensdauer der Quecksilberdampfentladungslampe
1 bei.
[0054] Schließlich weist das Quarzglasrohrstück 3 eine dem Strahlerrohr 2 zugewandte, erste
Stirnseite 8 und eine dem Strahlerrohr 2 abgewandte, zweite Stirnseite 9 auf, wobei
der ersten Stirnseite 8 die Ringspaltöffnung zugeordnet ist, über die der Ringspalt
5 mit dem Inneren des Strahlerrohrs 2 fluidisch in Verbindung steht. Die zweite Stirnseite
9 des Quarzglasrohrstücks 3 ist gasdicht verschlossen. In diesem Bereich ist eine
gasdichte Abdichtung 10 in Form einer Quetschung angeordnet, durch die eine Stromversorgung
11 zur elektrischen Kontaktierung der Elektrode 7 geführt ist.
[0055] Nachfolgend wird anhand von Figur 1 das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung
einer Quecksilberdampfentladungslampe beispielhaft erläutert. Zur Vereinfachung ist
nur das Verschließen eines der Strahlerrohr-Enden beschrieben. Das Verschließen des
zweiten Strahlerrohr-Endes erfolgt analog.
[0056] Zunächst werden ein zylinderförmiges Strahlerrohr 2 aus Quarzglas mit einem ersten
und einem zweiten Strahlerrohr-Ende und ein Quarzglasrohrstück 3 bereitgestellt. Das
Strahlerrohr 2 weist einen Innendurchmesser von 35 mm und eine Strahlerrohrlänge von
100 cm auf. Der Außendurchmesser des Quarzglasrohrstücks 3 ist kleiner als der Innendurchmesser
des Strahlerrohrs 2 und beträgt 32 mm. Die Länge des Quarzglasrohrstücks 3 beträgt
55 mm. Zunächst wird auf der Außenwand des Quarzglasrohrstücks 3 eine ringförmig umlaufende
Nut 4 mit einer Nut-Tiefe von 0,5 mm und einer trapezförmigen Nut-Querschnittsfläche
von 0,5 mm
2 erzeugt.
[0057] Anschließend werden das Strahlerrohr 2 und der Quarzglasrohrstück 3 derart koaxial
ineinander geschoben, dass sich Quarzglasrohrstück 3 und Strahlerrohr 2 in einem Längenbereich
von 20 mm überlappen. Durch die koaxiale Doppelrohranordnung von Strahlerrohr 2 und
Quarzglasrohrstück 3 entsteht zwischen diesen ein Ringspalt 5 mit einer Spaltweite
von etwa 1,5 mm. Anschließend werden die Stirnseite des Strahlerrohrs und das Quarzglasrohrstück
3 unter Belassung des Ringspalts 5 einseitig verschmolzen, so dass der Ringspalt 5
ist in Richtung zum Strahlerrohr-Inneren gesehen einseitig geöffnet ist.
[0058] Anschließend werden die Bestandteile der Stromversorgung, nämlich Kontaktdrähte und
Metallfolie miteinander verschweißt. Die verschweißte Stromversorgung wird mit der
Elektrode 7 verbunden und in durch die dem Strahlerrohr abgewandte Stirnseite des
Quarzglasrohstücks in das Strahlerrohr 2 eingebracht.
[0059] Das Ende des Quarzglasrohrstücks 3 wird zur Erzeugung einer gasdichten Abdichtung
durch Quetschung bei hoher Temperatur (2.000° C) verschlossen. Dabei werden gleichzeitig
die Metallfolie und Teile der Kontaktdrähte in die Quetschung gasdicht eingebettet.
[0060] Schließlich wird das Strahlerrohr 2 ausgeheizt und über ein mit dem Strahlerrohr
2 verbundenen Quarzglasstutzen (nicht dargestellt) werden das Amalgamdepot 6 und Argon
als Füllgas in das Strahlerrohr 2 eingebracht. Der Stutzen wird anschließend abgeschmolzen.
1. Quecksilberdampfentladungslampe, aufweisend ein abgeschlossenes Strahlerrohr aus Quarzglas
mit einem Strahlerrohr-Ende, einer gasdichten Abdichtung im Bereich des Strahlerrohr-Endes,
und zwei innerhalb des Strahlerrohrs angeordneten Elektroden zur Erzeugung einer Entladung
in einer Entladungszone zwischen den Elektroden, sowie ein Amalgamdepot, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des Strahlerrohr-Endes zwischen einem Quarzglasrohrstück und dem Strahlerrohr
ein Ringspalt ausbildet ist, und dass das Amalgamdepot innerhalb des Ringspalts angeordnet
ist.
2. Quecksilberdampfentladungslampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Quarzglasrohrstück mit dem Strahlerrohr verbunden, vorzugsweise verschmolzen,
ist.
3. Quecksilberdampfentladungslampen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ringspalt einseitig geschlossen ist.
4. Quecksilberdampfentladungslampe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ringspalt von einer Außenwandung des Quarzglasrohrstücks und einer Innenwandung
des Strahlerrohrs gebildet wird.
5. Quecksilberdampfentladungslampe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Quarzglasrohrstück mit der Stirnseite des Strahlerrohrs unter Belassung eines
Ringspalts verschmolzen ist, und dass das Quarzglasrohrstück an dem der Entladungszone
abgewandten Ende geschlossen ist.
6. Quecksilberdampfentladungslampe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Quarzglasrohrstück eine Rohrstück-Längsachse und das Strahlerrohr eine Strahlerrohr-Längsachse
aufweist, und dass Rohrstück-Längsachse und Strahlerrohr-Längsachse koaxial verlaufen.
7. Quecksilberdampfentladungslampe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ringspalt eine Spaltbreite im Bereich von 0,5 mm bis 5 mm, vorzugsweise im Bereich
von 1 mm bis 4 mm, aufweist.
8. Quecksilberdampfentladungslampe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ringspalt eine Längserstreckung im Bereich von 5 bis 30 mm aufweist.
9. Quecksilberdampfentladungslampe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Quarzglasrohrstück und das Strahlerrohr jeweils eine Ringspaltwand bilden, und
dass eine der Ringspaltwände eine umlaufende Nut aufweist.
10. Quecksilberdampfentladungslampe nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut einen eine Nut-Tiefe im Bereich von 0,5 bis 1 mm und eine Nut-Querschnittsfläche
im Bereich von 0,25 mm2 bis 2 mm2 aufweist.
11. Quecksilberdampfentladungslampe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Quarzglasrohrstück und das Strahlerrohr jeweils eine Ringspaltwand bilden, und
dass auf einer der Ringspaltwände eine Goldbeschichtung aufgebracht ist.
12. Quecksilberdampfentladungslampe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Ringspalt eine Heizeinrichtung zur Temperierung des Amalgamdepots zugeordnet
ist.
13. Quecksilberdampfentladungslampe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Amalgamdepot außerhalb der Entladungszone angeordnet ist.
14. Verfahren zur Herstellung einer Quecksilberdampfentladungslampe, umfassend die Verfahrensschritte:
(a) Bereitstellen eines Strahlerrohrs aus Quarzglas mit einem Strahlerrohr-Ende,
(b) Installieren von Elektroden zur Erzeugung einer Entladung in einer Entladungszone
zwischen den Elektroden, und
(c) Verschließen des Strahlerrohr-Endes,
dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Verschließen des Strahlerrohrs-Endes gemäß Verfahrensschritt (c) das Strahlerrohr
und das Quarzglasrohrstück ineinandergeschoben und das Quarzglasrohrstück mit der
Stirnseite des Strahlerrohrs unter Ausbildung eines Ringspalts verschmolzen wird.