[0001] Die Erfindung betrifft eine Kabelzange für einen Kabelansetzautomaten. Weiterhin
betrifft die Erfindung einen Ansetzautomaten mit einer erfindungsgemäßen Kabelzange
und ein Verfahren zum Verdrahten von beweglichen elektrischen Bauteilen.
[0002] Kabelansetzautomaten arbeiten überwiegend nach dem Prinzip, zunächst ein Kabel auf
Länge vorzubereiten, um dann mittels Zangen durch den Ansetzautomaten zu takten. In
den Kontaktierstationen werden die Leitungen dann mit einem beweglichen elektrischen
Bauteil, beispielsweise einem Stecker, konfektioniert. Dabei können auch mehrere Kabel
einseitig mit einem Stecker oder beidseitig mit einem oder zwei Steckern konfektioniert
werden, so dass ein Kabelbaum entsteht. Solche Kabelbäume finden beispielsweise in
der Automobilindustrie, der Elektroindustrie und im Maschinenbau eine breite Verwendung
für die Herstellung beispielsweise von Autos, elektrischen Haushaltsgeräten, elektrischen
Büromaschinen oder elektrischer beziehungsweise elektronischer Steuerung von Maschinen.
[0003] Aus dem deutschen Patent
DE 10 2007 018 555 B4 ist eine Kabelbearbeitungseinrichtung mit Konfektionierstationen zur Konfektionierung
eines Kabels mit einem Maschinenständer bekannt, der zumindest einen Schwenkarm mit
einer Kabelzuführung trägt und der es gestattet, das Kabel aufeinanderfolgend zumindest
zwei Konfektionierstationen zuzuführen, die dem Maschinenständer seitlich benachbart
zugeordnet sind, wobei jedem Schwenkarm zumindest zwei Maschinengruppen zugeordnet
sind und wobei von jedem Schwenkarm alternativ nur die Konfektionierstationen der
einen oder der anderen Maschinengruppe beschickbar sind.
[0004] Aus der
DE 38 22 146 C2 ist eine Kabelkonfektionier- und Übergabeeinheit zum Konfektionieren, Kontaktieren,
Speichern und Übergeben von Kabeln an ein Verlegewerkzeug bekannt, bei dem mindestens
zwei Aufnahmevorrichtungen auf einer nur linear bewegbaren Verfahreinheit angeordnet
und die Konfektionierstationen jeweils nur einmal vorhanden sind.
[0005] Der Nachteil der Vorrichtungen und zugehörigen Verfahren ist eine aufwändige Konstruktion
der Vorrichtungen. Die Leitungen können in den Zangen verrutschen oder ein Nullschnitt
nach der Übergabe erforderlich sein, um reproduzierbare Kabellängen zu erhalten. Darüber
hinaus sind die erzielbaren Taktzeiten solcher Konstruktionen durch die Massenbewegungen
der Zangen relativ hoch. Wegen der Massenträgheit der bewegten Massen verlangen die
Vorrichtungen einen stabilen Aufbau.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung anzugeben, mit der ein elektrischer
Leiter kostengünstig und schneller einem beweglichen elektrischen Bauteil zugeführt
und mit diesem kontaktiert werden kann, als dies mit den bekannten Vorrichtungen möglich
ist. Ebenfalls sollte die Möglichkeit gegeben sein, einseitig angeschlagene Leitungen
zu kontaktieren, sowie optional die Möglichkeit bestehen, ein Leitungsende abzuisolieren
und einer Crimppresse zuzuführen.
[0007] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Kabeldrehzange mit den Merkmalen des
unabhängigen Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Kabeldrehzange
ergeben sich aus den Unteransprüchen 2-5.
[0008] Eine weitere Aufgabe der Erfindung liegt in der Angabe eines Ansetzautomaten, der
Kabel auf Länge vorbereitet und mit einem Stecker konfektioniert, wobei der Prozess
kostengünstiger und schneller als mit den im Stand der Technik bekannten Ansetzautomaten
realisiert werden soll.
[0009] Diese Aufgabe wird durch einen Ansetzautomaten nach Anspruch 6 gelöst. Vorteilhafte
Ausführungsformen des Ansetzautomaten ergeben sich aus den Unteransprüchen 7-9.
[0010] Weiterhin ist es eine Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren für die kostengünstige
und schnelle Zuführung und Kontaktierung eines elektrischen Leiters zu beziehungsweise
mit einem beweglichen elektrischen Bauteil anzugeben.
[0011] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren nach Anspruch 10 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen
des Verfahrens ergeben sich aus den Unteransprüchen 11-13.
[0012] Erfindungsgemäß weist die Kabeldrehzange zum Takten eines elektrischen Leiters durch
einen Ansetzautomaten eine um ca. 180° um eine Achse im Wesentlichen senkrecht zur
Zuführungsrichtung des elektrischen Leiters (300) drehbar gelagerte Kabeldrehzange
auf, die an ihren beiden in Zuführungsrichtung des elektrischen Leiters gesehenen
Enden jeweils eine Kabelzange aufweist. Der elektrische Leiter wird in dem Ansetzautomaten
der Kabeldrehzange zugeführt. Der Ansetzautomat weist eine Positionierungseinrichtung
für ein bewegliches elektrisches Bauteil und eine Kabelschneidstation auf, wobei die
Kabeldrehzange in Zuführungsrichtung des elektrischen Leiters gesehen zwischen der
Positionierungseinrichtung und der Kabelschneidstation angeordnet ist. Durch die Drehung
um ca. 180° der Kabeldrehzange können die beiden Enden des abgelängten elektrischen
Leiters in ein in der Positionierungseinrichtung positioniertes bewegliches elektrisches
Bauteil eingeführt und in diesem kontaktiert werden, ohne dass eine Übergabe des elektrischen
Leiters in eine andere Transportvorrichtung oder Kontaktiervorrichtung erforderlich
ist. Dadurch kann der elektrische Leiter nicht verrutschen und es ist kein Nullschnitt
erforderlich. Die Kabeldrehzange kann sehr schnell bewegt werden, da keine großen
Massen translatorisch bewegt werden. Der Konfektionierprozess ist mit der erfindungsgemäßen
Kabeldrehzange deutlich kostengünstiger durchführbar, als dies mit den bisher bekannten
Vorrichtungen möglich war.
[0013] Die beiden Kabelzangen an den beiden Enden der Kabeldrehzange sind im Wesentlichen
identisch ausgeführt, so dass die Kabeldrehzange nach der Abarbeitung eines Prozesses
nicht leer wieder in die Anfangsstellung zurückdrehen muss, sondern unabhängig von
der gerade vorliegenden Stellung der Kabeldrehzange von neuem beginnen kann.
[0014] Jede der beiden Kabelzangen weist eine Kabelführungszange, eine Kabelklemmbacke und
eine Kabelablenkrolle auf. Die Kabeldrehzange selbst weist ein Drehmodul auf, mit
dessen Hilfe die Kabeldrehzange um mindestens 180° um die eigene Achse drehbar ist.
Durch die Verwendung eines solchen Drehmoduls kann die Drehbewegung sehr schnell ausgeführt
werden.
[0015] In einer vorteilhaften Ausführungsform weist die Kabeldrehzange ein Füllstück auf,
das zwischen den Kabelzangen angeordnet ist und einen öffnenbaren Führungskanal aufweist.
Bei geschlossenem Führungskanal ergibt sich damit eine Führung von der Kabelführungsschnute
bis zu dem in der Positionierungseinrichtung positionierten beweglichen elektrischen
Bauteil, so dass ein elektrischer Leiter durch diesen Führungskanal geführt werden
kann, ohne dass er ausknicken kann. Dadurch, dass sich der Führungskanal öffnen lässt,
kann auch ein elektrischer Leiter konfektioniert werden, der länger als das Füllstück
ist.
[0016] Ein erfindungsgemäßer Ansetzautomat zeichnet sich dadurch aus, dass er eine erfindungsgemäße
Kabeldrehzange aufweist.
[0017] In einer vorteilhaften Ausführungsform weist der Ansetzautomat weiterhin eine Kabelführungsschnute,
eine Drehmodulbefestigung, eine Positionierungseinrichtung für ein bewegliches elektrisches
Bauteil sowie einen in zu der Zuführungsrichtung des elektrischen Leiters gesehenen
im Wesentlichen vertikalen Richtung zwischen einer oberen und einer unteren Position
bewegbaren Kontaktierungsstempel auf. In einem solchen Ansetzautomaten wird der elektrische
Leiter durch die Kabelführungsschnute der Kabeldrehzange zugeführt und mit der Kabeldrehzange
mit einem oder mehreren in der Positionierungseinrichtung positionierten beweglichen
elektrischen Bauteilen, beispielsweise einem Stecker, zugeführt. Mit dem Kontaktierungsstempel
wird die Kontaktierung des elektrischen Leiters in dem beweglichen elektrischen Bauteil
fixiert. Dazu kann der Kontaktierungsstempel in zu der Zuführungsrichtung des elektrischen
Leiters gesehenen im Wesentlichen vertikalen Richtung auf und ab bewegt werden. Die
Kabeldrehzange selbst kann über ein Drehmodul um die eigene Achse rotiert werden,
wobei das Drehmodul über einer Drehmodulbefestigung mit dem Ansetzautomaten verbunden
ist.
[0018] Es hat sich weiterhin als vorteilhaft herausgestellt, wenn der Ansetzautomat über
ein in zu der Zuführungsrichtung des elektrischen Leiters gesehenen im Wesentlichen
vertikalen Richtung zwischen einer oberen und einer unteren Position bewegbares Abbiegeblech
aufweist. Nach dem Nachschieben des elektrischen Leiters und dem Öffnen des Führungskanals
wird durch das Verfahren des Abbiegeblechs in die untere Position sichergestellt,
dass der elektrische Leiter aus dem Führungskanal heraus gefallen ist und bei der
anschließenden Drehung der Kabeldrehzange nicht abreißt.
[0019] Weiterhin weist der Ansetzautomat vorteilhafterweise eine Kabelschneidstation auf,
in der der elektrische Leiter während des Prozesses auf Länge abgeschnitten werden
kann.
[0020] Das erfindungsgemäße Verfahren für Zuführung eines elektrischen Leiters zu einem
in einer Positioniereinrichtung positionierten beweglichen elektrischen Bauteil mittels
des Ansetzautomaten lässt sich in folgende Steps unterteilen:
Während des ersten Steps wird zunächst sichergestellt, dass sich der Kontaktierungsstempel
und das Abbiegeblech in der oberen Position befinden. Dies kann beispielsweise durch
die Aktivierung der Verfahrbewegung und/oder eine Abfrage über einen Tastschalter
oder einen induktiven Näherungsschalter geschehen. Anschließend wird die Kabelführungszange,
die sich an dem positionierungseinrichtungsseitigen Ende der Kabeldrehzange befindet,
bis gegen das in der Positionierungseinrichtung positionierte bewegliche elektrische
Bauteil, beispielsweise einen Stecker, verfahren. Danach wird die Kabelklemmbacke,
die sich an dem positionierungseinrichtungsseitigen Ende der Kabeldrehzange befindet,
bis gegen die Kabelführungszange, die sich an dem positionierungseinrichtungsseitigen
Ende der Kabeldrehzange befindet, verfahren; und die Kabelführungsschnute bis gegen
die Kabelführungszange, die sich an dem kabelschneidstationsseitigen Ende der Kabeldrehzange
(200) befindet, gefahren. Der Führungskanal des Füllstücks wird geschlossen der elektrische
Leiter bis in eine Endposition in dem in der Positionierungseinrichtung positionierten
beweglichen elektrischen Bauteil vorgeschoben. Ein Ende des elektrischen Leiters befindet
sich nun in dem vorgesehenen Kontaktraum des beweglichen elektrischen Bauteils und
ist bereit, hier fixiert zu werden.
[0021] Im zweiten Step wird der Kontaktierungsstempels entgegen der y-Richtung, das heißt
zu dem elektrischen Leiter hin, bis in eine Endposition bewegt, wobei der elektrische
Kontakt zwischen dem elektrischen Leiter und dem beweglichen elektrischen Bauteil
hergestellt und fixiert wird. Dies kann beispielsweise über die im Stand der Technik
bekannte Schneidklemmtechnik durchgeführt werden. Eine andere Möglichkeit besteht
darin, dass der Ansetzautomat beispielsweise hinter der Kabelschneidstation eine Abisolierstation
aufweist, in der ein Ende des elektrischen Leiters abisoliert wird. Für die Fixierung
des elektrischen Leiters in dem Kontakt des beweglichen elektrischen Bauteils kann
beispielsweise eine metallische Klemme durch den Druck des Kontaktierungstempels um
das Ende des elektrischen Leiters zusammengebogen werden. Zum Ende des zweiten Steps
liegt damit eine fixierte elektrische Verbindung zwischen einem Ende des elektrischen
Leiters und dem beweglichen elektrischen Bauteil vor.
[0022] In Step drei erfolgt das Zurückfahren des Kontaktierungsstempels in y-Richtung; die
Kabelführungsschnute fährt zurück bis in eine mittlere Position und die Kabelführungszange,
die sich an dem positionierungseinrichtungsseitigen Ende der Kabeldrehzange befindet,
öffnet. Die kabelschneidstationsseitige Kabelablenkrolle verfährt entgegen der y-Richtung
und der Führungskanal des Füllstücks öffnet sich, so dass der nun nachgeschobene restliche
elektrische Leiter nach unten entgegen der y-Richtung ausweichen kann. Dabei wird
so viel elektrischer Leiter nachgeschoben, bis eine definierte Länge des elektrischen
Leiters die Kabelführungsschnute passiert hat. Das Abbiegeblech verfährt entgegen
der y-Richtung bis in eine Endstellung, womit sichergestellt ist, dass sich der elektrische
Leiter aus dem Führungskanal und der positionierungseinheitsseitigen Kabelführungszange
gelöst hat. Die Kabeldrehzange selbst verfährt in Richtung der Kabelschneidstation
bis zu ihrer kabelschneidstationsseitigen Endposition.
[0023] Step vier beinhaltet das Verfahren des Abbiegeblechs in y-Richtung bis in eine Endstellung,
das Schließen der kabelschneidstationsseitigen Kabelklemmbacke, das Verfahren der
kabelschneidstationsseitigen Kabelablenkrolle in y-Richtung und das anschließende
Verfahren der Kabelführungsschnute entgegen der x-Richtung in eine Endposition.
[0024] In Step fünf wird der elektrische Leiter in der Kabelschneidstation auf Länge abgeschnitten.
Anschließend fährt die positioniereinrichtungsseitige Kabelführungszange zurück in
Richtung der Drehachse der Kabeldrehzange. Nun ist das Drehen der Kabeldrehzange um
ca. 180° um die Drehachse möglich. Die Kabeldrehzange dreht um ca. 180° um die Drehachse
und nimmt dabei den elektrischen Leiter, der in der vor der Drehung kabelschneidstationsseitigen
Kabelführungszange und Kabelklemmbacke gehalten ist, mit. Durch die Drehung wird aus
der kabelschneidstationsseitigen Kabelzange die positionierungseinrichtungsseitige
Kabelzange und umgekehrt.
[0025] Nun kann in Step sechs die Positionierungseinheit horizontal in einer im Wesentlichen
senkrechten Richtung zu der Zuführungsrichtung des elektrischen Leiters verfahren,
wodurch beispielsweise ein weiteres bewegliches elektrisches Bauteil vor die positionierungseinrichtungsseitige
Kabelzange verfahren wird. Das zweite Ende des abgeschnittenen elektrischen Leiters,
dessen erstes Ende bereits in einem ersten beweglichen elektrischen Bauteil kontaktiert
und fixiert ist, kann so in einem zweiten beweglichen elektrischen Bauteil kontaktiert
und fixiert werden. Auf diese Art kann beispielsweise ein Kabel einer bestimmten Länge
mit Steckern an seinen beiden Enden vollautomatisch konfektioniert werden. Dazu fährt
nun die positionierungseinrichtungsseitige Kabelführungszange in x-Richtung bis gegen
das in der Positionierungseinrichtung positionierte, beispielsweise zweite bewegliche
elektrische Bauteil.
[0026] Im nun folgenden Step 7 fährt zunächst die positionierungseinrichtungsseitige Klemmbacke
mit dem in dieser Klemmbacke geklemmten elektrischen Leiter in das in der Positionierungseinrichtung
positionierte, beispielsweise zweite bewegliche elektrische Bauteil ein. Durch das
erneute Verfahren des Kontaktierungsstempels entgegen der y-Richtung bis in eine Endposition
wird der elektrische Kontakt zwischen dem elektrischen Leiter und dem beweglichen
elektrischen Bauteil hergestellt und fixiert. Analog zu Step zwei wird dazu beispielsweise
die Schneidklemmtechnik angewendet oder eine metallische Klemme durch den Druck des
Kontaktierungstempels um das abisolierte Ende des elektrischen Leiters zusammengebogen.
Zum Ende des siebten Steps liegt damit eine fixierte elektrische Verbindung zwischen
beiden Enden des elektrischen Leiters und einem oder zwei beweglichen elektrischen
Bauteil oder Bauteilen vor.
[0027] Im letzten Step acht öffnet die positionierungseinrichtungsseitige Kabelführungszange
und die positionierungseinrichtungsseitige Klemmbacke, die positionierungseinrichtungsseitige
Kabelführungszange und die positionierungseinrichtungsseitige Klemmbacke fahren entgegen
der x-Richtung zurück, das Abbiegeblech fährt erneut entgegen der y-Richtung bis in
eine Endstellung und der Kontaktierungsstempels fährt in y-Richtung zurück in seine
Endstellung. Der elektrische Leiter ist damit von der Kabeldrehzange gelöst und mit
dem oder den beweglichen elektrischen Bauelementen verbunden. Das bewegliche elektrische
Bauelement oder die beweglichen elektrischen Bauelemente befinden sich noch in der
Positionierungseinheit und können in einem neuen Zyklus von Step eins bis Step acht
mit einem weiteren elektrischen Leiter konfektioniert werden oder beispielsweise durch
eine weitere horizontale Verfahrbewegung in einer im Wesentlichen senkrechten Richtung
zur Zuführungsrichtung des elektrischen Leiters die Ansetzvorrichtung verlassen. Anschließend
können durch Wiederholung der Steps eins bis acht weitere Kabel oder Kabelbäume konfektioniert
werden.
[0028] In einer vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens erfolgt das
Zurückfahren des Kontaktierungsstempels in y-Richtung und das Verfahren der Kabelführungsschnute
bis in eine mittlere Position innerhalb des Steps drei gleichzeitig. Auf diese Weise
kann die Zykluszeit verkürzt werden.
[0029] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
erfolgt das Verfahren der kabelschneidstationsseitigen Kabelablenkrolle in y-Richtung
und das Verfahren der Kabelführungsschnute entgegen der x-Richtung in eine Endposition
innerhalb des Steps vier gleichzeitig, wodurch weitere Zykluszeit eingespart werden
kann.
[0030] Nochmals kann Zykluszeit eingespart werden, indem innerhalb des Steps fünf das Zurückfahren
der Kabelführungszange in Richtung der Drehachse und das Drehen der Kabeldrehzange
mit dem elektrischen Leiter um ca. 180° um die Drehachse gleichzeitig durchgeführt
wird.
[0031] Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung lassen sich auch einseitig angeschlagene Leitungen
kontaktieren. Ebenso ist es beispielsweise möglich, ein Leitungsende ab zu isolieren
und einer Crimppresse zuzuführen. Dazu weist der Ansetzautomat eine Abisolierstation
auf, die beispielsweise hinter der Kabelschneidstation installiert ist. Ist der Ansetzautomat
mit einer solchen Station ausgestattet, können auch bewegliche elektrische Bauteile,
wie beispielsweise Stecker, kontaktiert werden, die nicht über Schneidkontakte verfügen.
Statt oder zusätzlich zu der Positionierungseinheit weist der Ansatzautomat in diesem
Falle eine Crimppresse auf.
[0032] Weitere Vorteile, Besonderheiten und zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Darstellung bevorzugter Ausführungsbeispiele
anhand der Abbildungen.
[0033] Von den Abbildungen zeigt:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Kabeldrehzange in perspektivischer Ansicht
- Fig. 2
- eine erfindungsgemäße Kabeldrehzange in einer anderen perspektivischen Ansicht
- Fig. 3
- Prinzipdarstellung eines erfindungsgemäßen Ansetzautomaten in der Stellung nach Step
eins
- Fig. 4
- Prinzipdarstellung eines erfindungsgemäßen Ansetzautomaten in der Stellung nach Step
zwei
- Fig. 5
- Prinzipdarstellung eines erfindungsgemäßen Ansetzautomaten in der Stellung nach Step
drei
- Fig. 6
- Prinzipdarstellung eines erfindungsgemäßen Ansetzautomaten in der Stellung nach Step
vier
- Fig. 7
- Prinzipdarstellung eines erfindungsgemäßen Ansetzautomaten in der Stellung nach Step
fünf
- Fig. 8
- Prinzipdarstellung eines erfindungsgemäßen Ansetzautomaten in der Stellung nach Step
sechs
- Fig. 9
- Prinzipdarstellung eines erfindungsgemäßen Ansetzautomaten in der Stellung nach Step
sieben
- Fig. 10
- Prinzipdarstellung eines erfindungsgemäßen Ansetzautomaten in der Stellung nach Step
acht
[0034] Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße Kabeldrehzange 200 in perspektivischer Ansicht.
Die Kabeldrehzange 200 weist ein Drehmodul 210 auf. Mit Hilfe des Drehmoduls 210 kann
die Kabeldrehzange 200 um die Drehachse R um ca. 180° gedreht werden. Die Kabeldrehzange
weist ferner Pneumatikzylinder und -anschlüsse auf. Für das erfindungsgemäße Verfahren
ist es unerheblich, ob die Kabeldrehzange jeweils um ca. 180° vor und zurück dreht
oder jeweils um ca. 180° im gleichen Sinn, das heißt sich ständig komplett um sich
selbst dreht. Für die Verlegung der für die Versorgung der Pneumatikzylinder erforderlichen
Schläuche ist es aber vorteilhaft, wenn die Kabeldrehzange jeweils um ca. 180° vor
und zurück dreht. Die erfinderische Kabeldrehzange kann auch mit elektrischen Servoantrieben
anstatt der Pneumatikzylinder betrieben werden. Hierfür sind aber Elektrokabel erforderlich,
so dass auch für diese Ausführungsform das bezüglich der Drehrichtung Gesagte analog
gilt.
[0035] Die Kabeldrehzange 200 weist an ihren beiden horizontalen Enden jeweils eine Kabelzange
250a, 250b auf. Diese Kabelzangen sind identisch aufgebaut und beinhalten jeweils
eine Kabelführungszange (251 a, 251 b), eine Kabelklemmbacke (252a, 252b) und eine
Kabelablenkrolle (253a, 253b).
[0036] Fig. 2 zeigt eine erfindungsgemäße Kabeldrehzange in einer anderen perspektivischen Ansicht.
Ein Kabel 300 führt von einer horizontalen Seite über die Kabelführungszange 251 b
in die Kabeldrehzange 200. Der elektrische Leiter 300 wird in der Kabeldrehzange 200
weiterhin durch die Kabelklemmbacke 252a, einen sich in einem Füllstück 220 befindlichen
Führungskanal 221, die zweite Kabelklemmbacke 252a und die zweite Kabelführungszange
251 a geführt. Die Kabeldrehzange weist neben den Verfahrelementen wie Pneumatikzylindern
oder Servomotoren auch Führungsachsen auf, wodurch die Verfahrbewegungen und Hübe
geführt mit geringen Toleranzen durchgeführt werden können.
[0037] Das erfindungsgemäße Verfahren wird im Folgenden anhand von Prinzipdarstellungen
eines erfindungsgemäßen Ansetzautomaten in den Stellungen nach den Steps eins bis
acht beschrieben:
[0038] Fig. 3 stellt die Stellung eines erfindungsgemäßen Ansetzautomaten 100 nach Step eins in
einer prinzipiellen Darstellung dar. Zunächst wird sichergestellt, dass sich der Kontaktierungsstempel
151 und das Abbiegeblech 160 in der oberen Position befinden. Dies kann beispielsweise
durch die Aktivierung der Verfahrbewegung und/oder eine Abfrage über einen Tastschalter
oder einen induktiven Näherungsschalter geschehen. Anschließend wird die Kabelführungszange
251 a, die sich an dem positionierungseinrichtungsseitigen Ende der Kabeldrehzange
200 befindet, bis gegen einen in der Positionierungseinrichtung 150 positionierten
Stecker 310, verfahren. Danach wird die Kabelklemmbacke 252a, die sich an dem positionierungseinrichtungsseitigen
Ende der Kabeldrehzange 200 befindet, bis gegen die Kabelführungszange 251 a, die
sich an dem positionierungseinrichtungsseitigen Ende der Kabeldrehzange 200 befindet,
mittels eines ersten Hubs H1 verfahren und die Kabelführungsschnute 120 bis gegen
die Kabelführungszange 251 b, die sich an dem kabelschneidstationsseitigen Ende der
Kabeldrehzange (200) befindet, gefahren. Der Führungskanal 221 des Füllstücks 220
wird geschlossen, so dass sich eine Führung für das Kabel 300 von der Kabelführungsschnute
120 bis zum Stecker 310 ergibt, und das Kabel 300 bis in eine Endposition in dem in
der Positionierungseinrichtung positionierten Stecker 310 vorgeschoben wird. Dieser
Vorschub kann über einen bekannten Servoantrieb geschehen. Ein Ende des Kabels 310
befindet sich nun in dem vorgesehenen Kontaktraum des Steckers 310 und ist bereit,
hier fixiert zu werden.
[0039] In
Fig. 4 ist die Stellung des erfindungsgemäßen Ansetzautomaten 100 in der Stellung nach Step
zwei dargestellt. Im zweiten Step wird durch das Verfahren des Kontaktierungsstempels
151 entgegen der y-Richtung, das heißt zu dem Kabel 300 hin, bis in eine Endposition
bewegt, wobei der elektrischen Kontakt zwischen dem Kabel 300 und dem Stecker 310
hergestellt und fixiert wird. Dazu wird beispielsweise eine metallische Klemme durch
den Druck des Kontaktierungstempels 151 um das Ende des Kabels 300 zusammen gebogen.
Zum Ende des zweiten Steps liegt damit eine fixierte elektrische Verbindung zwischen
einem Ende des Kabels 300 und dem Stecker 310 vor.
[0040] In
Fig. 5 ist die Stellung des erfindungsgemäßen Ansetzautomaten 100 in der Stellung nach Step
drei dargestellt. In diesem Step erfolgt das Zurückfahren des Kontaktierungsstempels
151 in y-Richtung; die Kabelführungsschnute 120 fährt zurück bis in eine mittlere
Position und die Kabelführungszange 251 a, die sich an dem positionierungseinrichtungsseitigen
Ende der Kabeldrehzange 200 befindet, öffnet sich. Dabei können die Verfahrbewegungen
des Kontaktierungsstempels 151 in y-Richtung und der Kabelführungsschnute 120 bis
in eine mittlere Position gleichzeitig erfolgen, wodurch Zykluszeit eingespart wird.
Die kabelschneidstationsseitige Kabelablenkrolle 253b verfährt entgegen der y-Richtung
und der Führungskanal 221 des Füllstücks 220 öffnet sich, so dass das nun nachgeschobene
restliche Kabel 300 nach unten entgegen der y-Richtung ausweichen kann. Dabei wird
so viel Kabel 300 nachgeschoben, bis eine definierte Länge des Kabels 300 die Kabelführungsschnute
120 passiert hat. Das Abbiegeblech 160 verfährt entgegen der y-Richtung bis in eine
Endstellung, womit sichergestellt ist, dass sich das Kabel 300 aus dem Führungskanal
221 und der positionierungseinheitsseitigen Kabelführungszange 251 a gelöst hat. Die
Kabeldrehzange 200 selbst verfährt über einen zweiten Hub H2in Richtung der Kabelschneidstation
130 bis zu ihrer kabelschneidstationsseitigen Endposition.
[0041] In
Fig. 6 ist die Stellung des erfindungsgemäßen Ansetzautomaten 100 in der Stellung nach Step
vier dargestellt. Step vier beinhaltet das Verfahren des Abbiegeblechs 160 in y-Richtung
bis in eine Endstellung, das Schließen der kabelschneidstationsseitigen Kabelklemmbacke
252b, das Verfahren der kabelschneidstationsseitigen Kabelablenkrolle 253b in y-Richtung
und das anschließende Verfahren der Kabelführungsschnute 120 entgegen der x-Richtung
in eine Endposition. Dabei kann auch in diesem Step Zykluszeit dadurch eingespart
werden, indem4 das Verfahren der kabelschneidstationsseitigen Kabelablenkrolle 253b
in y-Richtung und das Verfahren der Kabelführungsschnute 120 entgegen der x-Richtung
in eine Endposition gleichzeitig erfolgen.
[0042] In
Fig 7 ist die Stellung des erfindungsgemäßen Ansetzautomaten 100 in der Stellung nach Step
fünf dargestellt. In Step fünf wird das Kabel 300 in der Kabelschneidstation 130 auf
Länge abgeschnitten. Anschließend fährt die positioniereinrichtungsseitige Kabelführungszange
251 a zurück in Richtung der Drehachse R der Kabeldrehzange 200. Nun ist das Drehen
der Kabeldrehzange um ca. 180° um die Drehachse möglich. Dabei können das Zurückfahren
der Kabelführungszange 251 a in Richtung der Drehachse R und das Drehen der Kabeldrehzange
200 mit dem elektrischen Leiter 300 um 180° um die Drehachse R gleichzeitig durchgeführt
werden, wodurch erneut Zykluszeit eingespart wird. Bei dem Drehen nimmt die Kabeldrehzange
200 das Kabel, das in der vor der Drehung kabelschneidstationsseitigen Kabelführungszange
251 b und Kabelklemmbacke 252b gehalten ist, mit. Durch die Drehung wird aus der kabelschneidstationsseitigen
Kabelzange 250b die positionierungseinrichtungsseitige Kabelzange 250a und umgekehrt.
[0043] In
Fig. 8 ist die Stellung des erfindungsgemäßen Ansetzautomaten 100 in der Stellung nach Step
sechs dargestellt. Die Positionierungseinheit 150 kann nun horizontal in einer im
Wesentlichen senkrechten Richtung zu der Zuführungsrichtung des Kabels 300 verfahren,
wodurch beispielsweise ein weiterer Stecker 300 vor die positionierungseinrichtungsseitige
Kabelzange 250b verfahren wird. Das zweite Ende des Kabels 300, dessen erstes Ende
bereits in einem ersten Stecker 310 kontaktiert und fixiert ist, kann so in einen
zweiten Stecker 310 kontaktiert und fixiert werden. Auf diese Art kann beispielsweise
ein Kabel 300 einer bestimmten Länge mit Steckern 310 an seinen beiden Enden vollautomatisch
konfektioniert werden. Dazu fährt nun die positionierungseinrichtungsseitige Kabelführungszange
251 b mit einem dritten Hub H3 in x-Richtung bis gegen den in der Positionierungseinrichtung
150 positionierten, beispielsweise zweiten Stecker 300.
[0044] In
Fig. 9 ist die Stellung des erfindungsgemäßen Ansetzautomaten 100 in der Stellung nach Step
sieben dargestellt. Im Step 7 fährt zunächst die positionierungseinrichtungsseitige
Klemmbacke 252b mit dem in dieser Klemmbacke 252b geklemmten Kabel 300 in das in der
Positionierungseinrichtung 150 positionierte bewegliche elektrische Bauteil, beispielsweise
einen zweiten Stecker 300 ein und durch das erneute Verfahren des Kontaktierungsstempels
151 entgegen der y-Richtung bis in eine Endposition wird der elektrischen Kontakt
zwischen dem Kabel 300 und dem Stecker 310 hergestellt und fixiert. Analog zu Step
zwei wird dazu beispielsweise eine metallische Klemme durch den Druck des Kontaktierungstempels
151 um das Ende des Kabels 300 zusammengebogen. Zum Ende des siebten Steps liegt damit
eine fixierte elektrische Verbindung zwischen beiden Enden des Kabels 300 und einem
Stecker oder zwei Steckern vor.
[0045] In
Fig. 10 ist die Stellung des erfindungsgemäßen Ansetzautomaten 100 in der Stellung nach Step
acht dargestellt. Im letzten Step acht öffnet die positionierungseinrichtungsseitige
Kabelführungszange 251 b und die positionierungseinrichtungsseitigen Klemmbacke 252b,
die positionierungseinrichtungsseitige Kabelführungszange 251 b und die positionierungseinrichtungsseitige
Klemmbacke 252b fahren entgegen der x-Richtung den Weg des zweiten Hubs H2 zurück,
das Abbiegeblech 160 fährt erneut entgegen der y-Richtung bis in eine Endstellung
und der Kontaktierungsstempel 151 fährt in y-Richtung zurück in seine Endstellung.
Das Kabel 300 ist damit von der Kabeldrehzange 200 gelöst und mit dem Stecker oder
den Steckern verbunden. Der oder die Stecker 300 befinden sich noch in der Positionierungseinheit
150 und können in einem neuen Zyklus von Step eins bis Step acht mit einem weiteren
Kabel 300 konfektioniert werden oder beispielsweise durch eine weitere horizontale
Verfahrbewegung in einer im Wesentlichen senkrechten Richtung zur Zuführungsrichtung
des Kabels 300 die Ansetzvorrichtung 100 verlassen. Anschließend können durch Wiederholung
der Steps eins bis acht weitere Kabel 300 oder Kabelbäume konfektioniert werden.
[0046] Die hier gezeigten Ausführungsformen stellen nur Beispiele für die vorliegende Erfindung
dar und dürfen daher nicht einschränkend verstanden werden. Alternative durch den
Fachmann in Erwägung gezogene Ausführungsformen sind gleichermaßen vom Schutzbereich
der vorliegenden Erfindung umfasst.
Bezugszeichenliste:
[0047]
| 100 |
Ansetzautomat |
| 110 |
Drehmodulbefestigung |
| 120 |
Kabelführungsschnute |
| 130 |
Kabelschneidstation |
| 150 |
Positionierungseinrichtung |
| 151 |
Kontaktierungsstempel |
| 160 |
Abbiegeblech |
| 200 |
Kabeldrehzange |
| 210 |
Drehmodul |
| 220 |
Füllstück |
| 221 |
Führungskanal |
| 250a, 250b |
Kabelzange |
| 251a, 251b |
Kabelführungszange |
| 252a, 252b |
Kabelklemmbacke |
| 253a, 253b |
Kabelablenkrolle |
| 300 |
elektrischer Leiter, Kabel |
| 310 |
bewegliches elektrisches Bauteil, Stecker |
| H1 |
Hub 1 |
| H2 |
Hub 2 |
| H3 |
Hub 3 |
| R |
Drehachse |
1. Kabeldrehzange (200) zum Takten eines elektrischen Leiters (300) durch einen Ansetzautomaten
(100), wobei der elektrische Leiter (300) in dem Ansetzautomaten (100) der Kabeldrehzange
(200) zugeführt wird, der Ansetzautomat (100) eine Positionierungseinrichtung (150)
für ein bewegliches elektrisches Bauteil (310) und eine Kabelschneidstation (130)
aufweist, wobei die Kabeldrehzange (200) in Zuführungsrichtung des elektrischen Leiters
(300) gesehen zwischen der Positionierungseinrichtung (150) und der Kabelschneidstation
(130) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kabeldrehzange (200) um ca. 180° um eine Achse im Wesentlichen senkrecht zur
Zuführungsrichtung des elektrischen Leiters (300) drehbar gelagert ist und an ihren
beiden in Zuführungsrichtung des elektrischen Leiters (300) gesehenen Enden jeweils
eine Kabelzange (250) aufweist.
2. Kabeldrehzange (200) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Kabelzangen (250) an den beiden Enden der Kabeldrehzange (200) im Wesentlichen
identisch ausgeführt sind.
3. Kabeldrehzange (200) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass jede der beiden Kabelzangen (250a, 250b) eine Kabelführungszange (251 a, 251 b),
eine Kabelklemmbacke (252a, 252b) und eine Kabelablenkrolle (253a, 253b) aufweist.
4. Kabeldrehzange (200) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kabeldrehzange (200) ein Drehmodul (210) aufweist, mit dessen Hilfe die Kabeldrehzange
(200) um mindestens 180° um die eigene Achse (R) drehbar ist.
5. Kabeldrehzange (200) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kabeldrehzange (200) ein Füllstück (220) aufweist, wobei das Füllstück (220)
zwischen den Kabelzangen (250a, 250b) angeordnet ist und einen öffnenbaren Führungskanal
(221) aufweist.
6. Ansetzautomat (100),
dadurch gekennzeichnet,
dass der Ansetzautomat (100) eine Kabeldrehzange (200) nach einem der vorherigen Ansprüche
aufweist.
7. Ansetzautomat (100) nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Ansetzautomat (100) weiterhin eine Kabelführungsschnute (120), eine Drehmodulbefestigung
(110), eine Positionierungseinrichtung (150) für ein bewegliches elektrisches Bauteil
(310), einen in zu der Zuführungsrichtung des elektrischen Leiters (300) gesehenen
im Wesentlichen vertikalen Richtung zwischen einer oberen und einer unteren Position
bewegbaren Kontaktierungsstempel (151) aufweist.
8. Ansetzautomat (100) nach einem der Ansprüche 6-7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Ansetzautomat (100) ein in zu der Zuführungsrichtung des elektrischen Leiters
(300) gesehenen im Wesentlichen vertikalen Richtung zwischen einer oberen und einer
unteren Position bewegbares Abbiegeblech (160) aufweist.
9. Ansetzautomat (100) nach einem der Ansprüche 6-8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Ansetzautomat (100) eine Kabelschneidstation (130) aufweist.
10. Verfahren für Zuführung eines elektrischen Leiters (300 )zu einem in einer Positioniereinrichtung
(150) positionierten beweglichen elektrischen Bauteil (310) mittels des Ansetzautomaten
(100) nach Anspruch 9,
gekennzeichnet durch die Schritte
1. Step 1:
● Sicherstellung, dass sich der Kontaktierungsstempel (151) und das Abbiegeblech (160)
in der oberen Position befindet;
● Verfahren der Kabelführungszange (251 a, 251 b), die sich an dem positionierungseinrichtungsseitigen
Ende der Kabeldrehzange (200) befindet, bis gegen das in der Positionierungseinrichtung
(150) positionierte bewegliche elektrische Bauteil (300);
● Verfahren der Kabelklemmbacke (252a, 252b), die sich an dem positionierungseinrichtungsseitigen
Ende der Kabeldrehzange (200) befindet, bis gegen die Kabelführungszange (251 a, 251
b), die sich an dem positionierungseinrichtungsseitigen Ende der Kabeldrehzange (200)
befindet;
● Verfahren der Kabelführungsschnute (120) bis gegen die Kabelführungszange (251 a,
251 b), die sich an dem kabelschneidstationsseitigen Ende der Kabeldrehzange (200)
befindet;
● Schließen des Führungskanals (221) des Füllstücks (220);
● Vorschieben des elektrischen Leiters (300) bis in eine Endposition in dem in der
Positionierungseinrichtung (150) positionierten beweglichen elektrischen Bauteil (310);
2. Step 2:
● Verfahren des Kontaktierungsstempels (151) entgegen der y-Richtung bis in eine Endposition,
dabei Fixierung des elektrischen Kontakts zwischen dem elektrischen Leiter (300) und
dem beweglichen elektrischen Bauteil (310);
3. Step 3:
● Zurückfahren des Kontaktierungsstempels (151) in y-Richtung;
● Verfahren der Kabelführungsschnute (120) bis in eine mittlere Position;
● Öffnen der Kabelführungszange (251 a, 251 b), die sich an dem positionierungseinrichtungsseitigen
Ende der Kabeldrehzange (200) befindet;
● Verfahren der kabelschneidstationsseitigen Kabelablenkrolle (253a, 253b) entgegen
der y-Richtung;
● Öffnen des Führungskanals (221) des Füllstücks (220);
● Nachschieben des restlichen elektrischen Leiters (300), bis eine definierte Länge
des elektrischen Leiters (300) die Kabelführungsschnute (120) passiert hat;
● Verfahren des Abbiegeblechs (160) entgegen der y-Richtung bis in eine Endstellung;
● Verfahren der Kabeldrehzange (200) in Richtung der Kabelschneidstation (130) bis
zu ihrer kabelschneidstationsseitigen Endposition;
4. Step 4:
● Verfahren des Abbiegeblechs (160) in y-Richtung bis in eine Endstellung,
● Schließen der kabelschneidstationsseitigen Kabelklemmbacke (252a, 252b);
● Verfahren der kabelschneidstationsseitigen Kabelablenkrolle (253a, 253b) in y-Richtung;
● Verfahren der Kabelführungsschnute (120) entgegen der x-Richtung in eine Endposition;
5. Step 5:
● Abschneiden des elektrischen Leiters (300) in der Kabelschneidstation (130);
● Zurückfahren der positionierungseinrichtungsseitigen Kabelführungszange (251 a,
251 b) in Richtung der Drehachse (R);
● Drehen der Kabeldrehzange (200) mit dem elektrischen Leiter (300) um ca. 180° um
die Drehachse (R);
6. Step 6:
● Verfahren der positionierungseinrichtungsseitigen Kabelführungszange (251 a, 251
b) in x-Richtung bis gegen das in der Positionierungseinrichtung (150) positionierte
bewegliche elektrische Bauteil (310);
7. Step 7:
● Einfahren der positionierungseinrichtungsseitigen Klemmbacke (252a, 252b) und des
in dieser Klemmbacke (252a, 252b) geklemmten elektrischen Leiters (300) in das in
der Positionierungseinrichtung (150) positionierte bewegliche elektrische Bauteil
(310);
● Verfahren des Kontaktierungsstempels (151) entgegen der y-Richtung bis in eine Endposition,
dabei Herstellung und Fixierung des elektrischen Kontakts zwischen dem elektrischen
Leiter (300) und dem beweglichen elektrischen Bauteil (310);
8. Step 8:
● Öffnen der positionierungseinrichtungsseitigen Kabelführungszange (251 a, 251 b)
und der positionierungseinrichtungsseitigen Klemmbacke (252a, 252b);
● Zurückfahren der positionierungseinrichtungsseitigen Kabelführungszange (251 a,
251 b) und der positionierungseinrichtungsseitigen Klemmbacke (252a, 252b) entgegen
der x-Richtung;
● Verfahren des Abbiegeblechs (160) entgegen der y-Richtung bis in eine Endstellung;
● Zurückfahren des Kontaktierungsstempels (151) in y-Richtung
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Step 3 das Zurückfahren des Kontaktierungsstempels (151) in y-Richtung und das
Verfahren der Kabelführungsschnute (120) bis in eine mittlere Position gleichzeitig
erfolgt.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Step 4 das Verfahren der kabelschneidstationsseitigen Kabelablenkrolle (253a,
253b) in y-Richtung und das Verfahren der Kabelführungsschnute (120) entgegen der
x-Richtung in eine Endposition gleichzeitig erfolgt.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10-12,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Step 5 das Zurückfahren der Kabelführungszange (251 a, 251 b) in Richtung der
Drehachse (R) und das Drehen der Kabeldrehzange (200) mit dem elektrischen Leiter
(300) um 180° um die Drehachse (R) gleichzeitig durchgeführt wird.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Kabeldrehzange (200) zum Takten eines elektrischen Leiters (300) durch einen Ansetzautomaten,
wobei der elektrische Leiter (300) in dem Ansetzautomaten der Kabeldrehzange (200)
zugeführt wird, der Ansetzautomat eine Positionierungseinrichtung für ein bewegliches
elektrisches Bauteil (310) und eine Kabelschneidstation aufweist, wobei die Kabeldrehzange
(200) in Zuführungsrichtung des elektrischen Leiters (300) gesehen zwischen der Positionierungseinrichtung
und der Kabelschneidstation angeordnet ist, wobei die Kabeldrehzange (200) um ca.
180° um eine Achse im Wesentlichen senkrecht zur Zuführungsrichtung des elektrischen
Leiters (300) drehbar gelagert ist und an ihren beiden in Zuführungsrichtung des elektrischen
Leiters (300) gesehenen Enden jeweils eine Kabelzange (250a, 250b) aufweist dadurch gekennzeichnet,
dass jede der beiden Kabelzangen (250a, 250b) eine Kabelführungszange (251 a, 251 b),
eine Kabelklemmbacke (252a, 252b) und eine Kabelablenkrolle (253a, 253b) aufweist.
2. Kabeldrehzange (200) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Kabelzangen (250a, 250b) an den beiden Enden der Kabeldrehzange (200)
im Wesentlichen identisch ausgeführt sind.
3. Kabeldrehzange (200) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kabeldrehzange (200) ein Drehmodul (210) aufweist, mit dessen Hilfe die Kabeldrehzange
(200) um mindestens 180° um die eigene Achse (R) drehbar ist.
4. Kabeldrehzange (200) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kabeldrehzange (200) ein Füllstück (220) aufweist, wobei das Füllstück (220)
zwischen den Kabelzangen (250a, 250b) angeordnet ist und einen öffnenbaren Führungskanal
(221) aufweist.
5. Ansetzautomat,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Ansetzautomat eine Kabeldrehzange (200) nach einem der vorherigen Ansprüche aufweist.
6. Ansetzautomat nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Ansetzautomat weiterhin eine Kabelführungsschnute (120), eine Drehmodulbefestigung,
eine Positionierungseinrichtung für ein bewegliches elektrisches Bauteil (310), einen
in zu der Zuführungsrichtung des elektrischen Leiters (300) gesehenen im Wesentlichen
vertikalen Richtung zwischen einer oberen und einer unteren Position bewegbaren Kontaktierungsstempel
(151) aufweist.
7. Ansetzautomat nach einem der Ansprüche 5-6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Ansetzautomat ein in zu der Zuführungsrichtung des elektrischen Leiters (300)
gesehenen im Wesentlichen vertikalen Richtung zwischen einer oberen und einer unteren
Position bewegbares Abbiegeblech (160) aufweist.
8. Ansetzautomat nach einem der Ansprüche 5-7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Ansetzautomat eine Kabelschneidstation aufweist.
9. Verfahren für Zuführung eines elektrischen Leiters (300)zu einem in einer Positioniereinrichtung
positionierten beweglichen elektrischen Bauteil (310) mittels des Ansetzautomaten
nach Anspruch 9,
gekennzeichnet durch die Schritte
1. Step 1:
• Sicherstellung, dass sich der Kontaktierungsstempel (151) und das Abbiegeblech (160)
in der oberen Position befindet;
• Verfahren der Kabelführungszange (251 a, 251 b), die sich an dem positionierungseinrichtungsseitigen
Ende der Kabeldrehzange (200) befindet, bis gegen das in der Positionierungseinrichtung
positionierte bewegliche elektrische Bauteil (300);
• Verfahren der Kabelklemmbacke (252a, 252b), die sich an dem positionierungseinrichtungsseitigen
Ende der Kabeldrehzange (200) befindet, bis gegen die Kabelführungszange (251 a, 251
b), die sich an dem positionierungseinrichtungsseitigen Ende der Kabeldrehzange (200)
befindet;
• Verfahren der Kabelführungsschnute (120) bis gegen die Kabelführungszange (251 a,
251b), die sich an dem kabelschneidstationsseitigen Ende der Kabeldrehzange (200)
befindet;
• Schließen des Führungskanals (221) des Füllstücks (220);
• Vorschieben des elektrischen Leiters (300) bis in eine Endposition in dem in der
Positionierungseinrichtung positionierten beweglichen elektrischen Bauteil (310);
2. Step 2:
• Verfahren des Kontaktierungsstempels (151) entgegen der y-Richtung bis in eine Endposition,
dabei Fixierung des elektrischen Kontakts zwischen dem elektrischen Leiter (300) und
dem beweglichen elektrischen Bauteil (310);
3. Step 3:
• Zurückfahren des Kontaktierungsstempels (151) in y-Richtung;
• Verfahren der Kabelführungsschnute (120) bis in eine mittlere Position;
• Öffnen der Kabelführungszange (251 a, 251 b), die sich an dem positionierungseinrichtungsseitigen
Ende der Kabeldrehzange (200) befindet;
• Verfahren der kabelschneidstationsseitigen Kabelablenkrolle (253a, 253b) entgegen
der y-Richtung;
• Öffnen des Führungskanals (221) des Füllstücks (220);
• Nachschieben des restlichen elektrischen Leiters (300), bis eine definierte Länge
des elektrischen Leiters (300) die Kabelführungsschnute (120) passiert hat;
• Verfahren des Abbiegeblechs (160) entgegen der y-Richtung bis in eine Endstellung;
• Verfahren der Kabeldrehzange (200) in Richtung der Kabelschneidstation bis zu ihrer
kabelschneidstationsseitigen Endposition;
4. Step 4:
• Verfahren des Abbiegeblechs (160) in y-Richtung bis in eine Endstellung,
• Schließen der kabelschneidstationsseitigen Kabelklemmbacke (252a, 252b);
• Verfahren der kabelschneidstationsseitigen Kabelablenkrolle (253a, 253b) in y-Richtung;
• Verfahren der Kabelführungsschnute (120) entgegen der x-Richtung in eine Endposition;
5. Step 5:
• Abschneiden des elektrischen Leiters (300) in der Kabelschneidstation;
• Zurückfahren der positionierungseinrichtungsseitigen Kabelführungszange (251 a,
251 b) in Richtung der Drehachse (R);
• Drehen der Kabeldrehzange (200) mit dem elektrischen Leiter (300) um ca. 180° um
die Drehachse (R);
6. Step 6:
• Verfahren der positionierungseinrichtungsseitigen Kabelführungszange (251 a, 251
b) in x-Richtung bis gegen das in der Positionierungseinrichtung positionierte bewegliche
elektrische Bauteil (310);
7. Step 7:
• Einfahren der positionierungseinrichtungsseitigen Klemmbacke (252a, 252b) und des
in dieser Klemmbacke (252a, 252b) geklemmten elektrischen Leiters (300) in das in
der Positionierungseinrichtung positionierte bewegliche elektrische Bauteil (310);
• Verfahren des Kontaktierungsstempels (151) entgegen der y-Richtung bis in eine Endposition,
dabei Herstellung und Fixierung des elektrischen Kontakts zwischen dem elektrischen
Leiter (300) und dem beweglichen elektrischen Bauteil (310);
8. Step 8:
• Öffnen der positionierungseinrichtungsseitigen Kabelführungszange (251 a, 251 b)
und der positionierungseinrichtungsseitigen Klemmbacke (252a, 252b);
• Zurückfahren der positionierungseinrichtungsseitigen Kabelführungszange (251 a,
251b) und der positionierungseinrichtungsseitigen Klemmbacke (252a, 252b) entgegen
der x-Richtung;
• Verfahren des Abbiegeblechs (160) entgegen der y-Richtung bis in eine Endstellung;
• Zurückfahren des Kontaktierungsstempels (151) in y-Richtung
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Step 3 das Zurückfahren des Kontaktierungsstempels (151) in y-Richtung und das
Verfahren der Kabelführungsschnute (120) bis in eine mittlere Position gleichzeitig
erfolgt.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Step 4 das Verfahren der kabelschneidstationsseitigen Kabelablenkrolle (253a,
253b) in y-Richtung und das Verfahren der Kabelführungsschnute (120) entgegen der
x-Richtung in eine Endposition gleichzeitig erfolgt.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9-11,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Step 5 das Zurückfahren der Kabelführungszange (251 a, 251 b) in Richtung der
Drehachse (R) und das Drehen der Kabeldrehzange (200) mit dem elektrischen Leiter
(300) um 180° um die Drehachse (R) gleichzeitig durchgeführt wird.