[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung einer Rundschlinge.
[0002] Bei einer Rundschlinge handelt es sich bekanntermaßen um ein Anschlagmittel, um beispielsweise
hohe Lasten praktisch beliebiger Gestalt umschlingen und tragen sowie ggf. ziehen
zu können. Die Rundschlinge greift zu diesem Zweck wesentlich auf ein Fadengelege
aus hochfesten Fadensträngen bzw. Fasersträngen zurück, die typischerweise endlos
gewickelt sind. Dadurch ist die fertige Rundschlinge sehr flexibel und kann mühelos
an Konturen jeder Last angepasst werden. Zum Schutz des Fadengeleges und um dessen
Funktion sicherzustellen ist meistens ein Schutzschlauch vorgesehen, dem jedoch regelmäßig
keine tragende Funktion zukommt.
[0003] Bei einem bekannten Verfahren zur Herstellung einer Rundschlinge entsprechend der
US 2009/0279 252 B1 wird beispielsweise ein Stoff zum Schutz einer Rundschlinge verwendet. Weiter zeigt
die
EP 0 279 252 B1, dass dort ein vorgefertigter Schutzschlauch in seiner Länge gestaucht gehalten wird.
Ein Fadenstrang wird durch den gestauchten Schutzschlauch in dessen Längsrichtung
hindurchgeführt. Der Fadenstrang wird im Anschluss hieran nach Art des Seiles eines
endlosen Seiltriebes mit seinen beidseitig aus dem gestauchten Schutzschlauch hinausstehenden
Bereichen über den Umfang jeweils einer Radscheibe gelegt. Anschließend wird der Fadenstrang
mit dem noch nicht durch den Schutzschlauch gezogenen Fadenstrangbereich derart verbunden,
dass dieser Fadenstrangbereich laufend nachgezogen wird und somit in einer Vielzahl
von Einzelsträngen den gestauchten Schutzschlauch durchsetzt.
[0004] Bei einer Rundschlinge entsprechend der
DE 10 2009 010 680 B3 ist eine als Hohlgeflecht ausgebildete Umhüllung bzw. ein entsprechender Schutzschlauch
realisiert. Die Endabschnitte der Umhüllung sind in einer Verbindungszone ineinander
gesteckt und werden einander überlappend miteinander verbunden. Daraus resultiert
eine relativ komplexe Fertigung des Schutzschlauches.
[0005] Um während des Betriebes das im Innern des Schutzschlauches befindliche Fadengelege
auf beispielsweise Risse und / oder Beschädigungen hin überprüfen zu können, schlägt
die
DE 203 09 528 U1 vor, dass die Mantelfläche des Schutzschlauches an den Längsseiten und / oder Querseiten
voneinander lösbare Verbindungsmittel aufweist. Hierbei kann es sich um Bestandteile
eines Klettverschlusses handeln. Die bekannten Maßnahmen haben sich bewährt, können
jedoch überwiegend nur bei geringen Traglasten angewandt werden, weil ansonsten die
Gefahr besteht, dass der Schutzschlauch unkontrolliert von dem Fadengelege entfernt
wird.
[0006] Die schließlich noch im Rahmen der
EP 0 594 161 A1 vorgestellte Rundschlinge ist mit einem Schutzschlauch aus einem Schlauchgewebe mit
innerer und äußerer Gewebelage ausgerüstet. Die zwei Außenkanten des Schutzschlauches
sind sämtlich miteinander verbunden. Zu diesem Zweck sind der Innenmantel und der
Außenmantel durch zusätzliche sowie zwischen beiden Außenkanten befindliche Bindungselemente
miteinander gekoppelt. Bei diesen zusätzlichen Bindungselementen handelt es sich beispielsweise
um eine Bindekette. Auch in diesem Fall können sich Probleme bei hohen Lasten ergeben.
[0007] Denn grundsätzlich neigen die Fadengelege im Stand der Technik zur sogenannten "Gardinenbildung"
bzw. zeigen einen sogenannten Gardineneffekt oder Gardinendurchhang. Darunter wird
allgemein das Phänomen verstanden, dass einzelne Fadenstränge das Fadengelege verlassen
oder verlassen können und gegenüber dem Fadengelege durchhängen. Folgerichtig können
diese Fadenstränge dann auch nicht (mehr) zur Kraftübertragung beitragen. Als Folge
hiervon werden letztendlich mehr Fadenstränge als notwendig benötigt, um auf jeden
Fall die angegebene Tragfähigkeit sicherzustellen. Das führt zu erhöhten und letztlich
unnötigen Kosten. Hier will die Erfindung insgesamt Abhilfe schaffen.
[0008] Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur Herstellung einer Rundschlinge anzugeben, die besonders für hohe Traglasten bis
über 100 t und mehr geeignet sind und bei denen insbesondere die beschriebene Gardinenbildung
vermieden wird.
[0009] Zur Lösung dieser technischen Problemstellung ist Gegenstand der Erfindung ein Verfahren
zur Herstellung einer Rundschlinge nach Anspruch 1.
[0010] Im Rahmen der Erfindung sind die einzelnen Fadenstränge bzw. Faserstränge des längs
erstreckten Fadengeleges also miteinander verdrillt bzw. miteinander verdreht. Dabei
können die einzelnen Fadenstränge gegeneinander verwunden werden bzw. werden schraubenförmig
bzw. wendelförmig umeinander gewickelt.
[0011] Grundsätzlich können die einzelnen Fadenstränge auch um einen gemeinsamen Kern umeinander
gewickelt werden bzw. werden die Fadenstränge um den fraglichen Kern herumgelegt.
Der betreffende Kern kann aus einem einzelnen oder mehreren Fadensträngen aufgebaut
sein. Grundsätzlich sind natürlich auch andere Auslegungen des Kernes denkbar und
werden von der Erfindung umfasst. Hierzu gehört nicht nur ein Fadenstrang aus beispielsweise
Kunststoff, sondern kann an dieser Stelle auch mit einer Stahlseele oder einer Seele
aus einem anderen Material gearbeitet werden.
[0012] Dabei kann der Kern in Transportrichtung bewegt werden. Die bei dieser Bewegung in
Transportrichtung um den Kern herumgelegten bzw. umeinander gewickelten Fadenstränge
werden bei diesem Vorgang von dem Kern durch Reibung bzw. über Reibungskräfte mitgenommen.
Auf diese Weise besteht die Möglichkeit, die Fadenstränge von zugehörigen Spulen durch
den Transport des Kerns automatisch.
[0013] Es ist möglich, die Spulen zu bewegen und beispielsweise den Kern ortsfest zu halten.
In diesem Fall werden die Spulen um den Kern in der Art eines Revolvers herumgelegt.
Der Kern ist dabei im Mittelpunkt des Revolvers angeordnet. So kann auch bei der erstgenannten
Variante vorgegangen werden. In jedem Fall werden die Fadenstränge üblicherweise axial
und/oder tangential von der betreffenden Spule abgezogen. Dabei besteht darüber hinaus
die Möglichkeit, einzelne oder sämtliche Spulen wahlweise fest oder drehbar auf einem
Spulentisch zu lagern.
[0014] Grundsätzlich können die beschriebenen Vorgehensweisen auch kombiniert werden. D.h.,
es ist möglich, den Kern in der Transportrichtung zu bewegen und zugleich die Spulen
in der Transportrichtung oder auch entgegengesetzt hierzu ebenfalls zu bewegen. Ganz
unabhängig davon vollführen die auf dem drehbaren Spulentisch angeordneten Spulen
eine Drehbewegung um den Mittelpunkt des Spulentisches, in welchem sich typischerweise
der Kern befindet. D.h., die einzelnen Fadenstränge werden von den Spulen des drehbaren
Spulentisch ausgehend zugeführt.
[0015] Entscheidend ist einzig und allein, dass die von den Spulen zugeführten Fadenstränge
gegenüber dem Kern bzw. einer angenommenen Längsachse des längs erstreckten Fadengeleges
die beschriebene schraubenförmige bzw. wendelförmige Bewegung in Längsrichtung des
Kernes respektive des Fadengeleges vollführen und bei diesem Vorgang die einzelnen
Fadenstränge den Kern bzw. sich gegenseitig umeinander wickeln. Denn dieses Verdrehen
miteinander führt dazu, dass einzelne Fadenstränge aus dem solchermaßen hergestellten
längs erstreckten Fadengelege praktisch nicht ausscheren können und es dementsprechend
erfindungsgemäß auch nicht zu dem zuvor beschriebenen Gardineneffekt kommt. D.h.,
jeder einzelne Fadenstrang ist bei dem auf diese Weise hergestellten erfindungsgemäßen
längs erstreckten Fadengelege in der Lage, eine seiner Auslegung entsprechende Last
aufzunehmen.
[0016] Damit das längs erstreckte Fadengelege bzw. die einzelnen umeinander gewickelten
bzw. um den Kern herum gewickelten Fadenstränge ihre verdrillte Lage zueinander und
ggf. im Vergleich zum Kern behalten, wird der Schutzschlauch bzw. dessen Anbringung
unmittelbar in den Herstellungsprozess des Fadengeleges integriert. Das geling der
Gestalt, dass der Schutzschlauch als Gewebeband ausgelegt ist, welches um das hergestellte
Fadengelege unmittelbar herum gelegt und randseitig längs vernäht wird. Dabei kann
grundsätzlich mit umgelegten Kanten gearbeitet werden. Außerdem wird die notwendige
Längsnaht des Schutzschlauches mit Hilfe einer seitlich angeordneten Nähmaschine oder
allgemein einer Näh-/Schließvorrichtung hergestellt, die meistens verfahrbar in Längsrichtung
des Fadengeleges ausgelegt ist.
[0017] Die beschriebene Auslegung der erfindungsgemäß hergestellten Rundschlinge mit dem
längserstreckten Fadengelege sowie dem umgebenden Schutzschlauch eröffnet die Möglichkeit,
die Rundschlinge an die spezifischen Anforderungen anzupassen. So können die einzelnen
Fadenstränge bei ihrer beschriebenen Verdrillung so schraubenförmig bzw. wendelförmig
umeinander gewickelt werden, dass die Vorschubgeschwindigkeit eines Kernes bzw. die
Geschwindigkeit der Schlingenherstellung und die Abwickelgeschwindigkeit der einzelnen
Fadenstränge von den Spulen aufeinander mit Hilfe einer Steuereinheit abgestimmt werden.
Auf diese Weise lässt sich die Anzahl der Windungen der Verdrillung pro Längeneinheit
in Längserstreckung des solchermaßen hergestellten Fadengeleges flexibel einstellen.
Die Anzahl der Windungen hat zwar nicht unbedingt einen Einfluss auf die insgesamt
erreichte Tragfähigkeit, trägt aber der erreichbaren Flexibilität der Rundschlinge
und den Einsatzbedingungen Rechnung.
[0018] So wird man tendenziell mit mehr Windungen arbeiten, je steifer die erfindungsgemäß
hergestellte Rundschlinge ausgelegt werden kann oder soll. Zugleich wird hierdurch
die beschriebene Gardinenbildung besonders wirkungsvoll unterdrückt. Umgekehrt korrespondieren
wenig Windungen zu einer besonders flexiblen Auslegung der Rundschlinge.
[0019] Die einzelnen Fadenstränge des längs erstreckten Fadengeleges können ihrerseits aus
synthetischen Fäden aufgebaut sein, die miteinander zu dem Fadenstrang verdrillt werden.
So wird meistens vorgegangen. Folgerichtig kann der einzelne Fadenstrang auch als
Fadenkardeel bezeichnet werden. Bei den synthetischen Fäden mag es sich um solche
aus Polyester (PES), Polyethylen (PE), Polyamid (PA) oder auch Polypropylen (PP) handeln.
Grundsätzlich können die Fadenstränge aber auch aus einem anderen Material als aus
Kunststoff hergestellt sein, beispielsweise aus Stahl. In diesem Fall handelt es sich
bei den Fadensträngen um Stahlstränge. Im Falle der Fadenstränge aus Kunststoff sind
die einzelnen Fäden beispielsweise aus hochfesten Multifilamentgarnen gefertigt, die
ihrerseits verdrillt sein können.
[0020] Bei dem auf diese Weise hergestellten längs erstreckten Fadengelege handelt es sich
bekanntermaßen um eine spezielle längs erstreckte textile zylindrische Struktur, die
erfindungsgemäß aus den wenigstens teilweise miteinander verdrillten Fadensträngen
aufgebaut ist. D. h., die einzelnen Fadenstränge sind zwar nicht untereinander direkt
verbunden, allerdings in der Art eines Seiles miteinander verdrillt.
[0021] Tatsächlich wird meistens erfindungsgemäß so gearbeitet, dass die einzelnen Fadenstränge
zusammen gedreht werden und auf diese Weise das längliche und biegeschlaffe längs
erstreckte sowie überwiegend zylindrische Fadengelege bilden. Um dies im Detail zu
erreichen, werden die einzelnen Fadenstränge auf Spulen bevorratet. Die Spulen finden
sich ihrerseits auf einem drehbaren Spulentisch. Durch Drehen des Spulentisches werden
die von den einzelnen Spulen zugeführten Fadenstränge miteinander zu dem längs erstreckten
Fadengelege verdrillt. Dabei erfolgt die Verdrillung der einzelnen Fadenstränge in
der Regel in derselben Drehrichtung. D.h., das längs erstreckte Fadengelege ist in
der Art eines Gleichschlagseiles ausgebildet, was das Fadengelege besonders geschmeidig
und biegsam macht.
[0022] Die einzelnen Fadenstränge werden mittels eines Verlegearmes am Anfang des Fadengeleges
zusammengeführt. Der Verlegearm mag auch dafür sorgen, dass die einzelnen Fadenstränge
bei der Herstellung des Fadengeleges geführt werden. D. h., der Verlegearm sorgt im
Allgemeinen für eine Manipulation der einzelnen Fadenstränge untereinander bzw. zueinander
und / oder auch für eine Manipulation des aus den Fadensträngen hergestellten Fadengeleges.
Zu diesem Zweck mag der Verlegearm optional mit einer Spleißvorrichtung ausgerüstet
sein. Da sich die einzelnen Fadenstränge aus synthetischen Fäden zusammensetzen, kann
es sich bei der Spleißvorrichtung im einfachsten Fall um eine Kunststoffschweißvorrichtung
handeln, die dafür sorgt, dass die einzelnen Fäden bzw. Fadenstränge beispielsweise
am Anfang des Fadengeleges miteinander verschweißt und folglich auf diese Weise verspleißt
werden.
[0023] Der drehbare Spulentisch mit dem daran angeschlossenen Verlegearm kann entlang einer
Produktionsrichtung des Fadengeleges verfahren werden. Zu diesem Zweck steht in der
Regel eine Führung für den Spulentisch zur Verfügung. Die Führung für den Spulentisch
erstreckt sich folgerichtig in Produktionsrichtung des Fadengeleges.
[0024] Dabei wird das Fadengelege im Allgemeinen über wenigstens zwei endseitige Umlenkrollen
geführt. Von diesen Umlenkrollen mag zumindest eine endseitige Umlenkrolle zur Variation
der Länge der Rundschlinge verfahren werden bzw. verfahrbar ausgebildet sein. Auf
diese Weise können Rundschlingen praktisch beliebiger Länge problemlos hergestellt
werden.
[0025] Zwischen den beiden zuvor beschriebenen endseitigen Umlenkrollen ist wenigstens eine
weitere Führungsrolle vorgesehen. Die Führungsrolle dient allgemein zur Abstützung
und / oder Führung des Fadengeleges und ist zwischen die beiden endseitigen Umlenkrollen
zwischengeschaltet. Die Führungsrolle stellt also sicher, dass das Fadengelege im
Zuge seiner Herstellung nicht zwischen den beiden Umlenkrollen "durchhängt".
[0026] Gegenstand der Erfindung ist auch eine Vorrichtung, die zur Herstellung einer Rundschlinge
und insbesondere zur Durchführung des zuvor beschriebenen Verfahrens besonders geeignet
ist. Solche Vorrichtungen sind in ihrem grundsätzlichen Aufbau aus der
DE 810 655 C bekannt.
[0027] Die erfindungsgemäße Vorrichtung verfügt über die Merkmale des Anspruchs 10. Mit
Hilfe dieser Näh- /Schließvorrichtung lässt sich das Fadengelege umhüllen, wobei gleichzeitig
ein randseitiges Längsvernähen des zumindest einen Gewebebandes zur Definition des
Schutzschlauches für das Fadengelege stattfindet. Tatsächlich kann dieses wenigstens
eine Gewebeband um das Fadengelege in dessen Längsrichtung herumgeschlungen und an
den aneinander anliegenden jeweiligen Endkanten längs vernäht werden. Es ist aber
auch möglich, mit zwei Gewebebändern zu arbeiten, welche in der Art eines Sandwiches
aufeinander gelegt das dazwischen befindliche Fadengelege aufnehmen. In diesem Fall
müssen die beiden Gewebebänder an den jeweils vorhandenen Längskanten miteinander
vernäht werden, damit der gewünschte Schutzschlauch definiert wird.
[0028] Bei dem Gewebeband zur Realisierung des Schutzschlauches mag es sich um ein Gewebeband
handeln, das aus gewebten Kunststofffäden beispielsweise aus PE, PA oder PP hergestellt
wird. Um die Abriebfestigkeit noch zu steigern, ist auch eine mehrlagige Ausgestaltung
des Gewebebandes möglich. Darüber hinaus kann das Gewebeband problemlos mit einem
Aufdruck, einem Aufnäher etc. ausgerüstet werden, um die insgesamt von der Rundschlinge
erreichten Spezifikationen widerzuspiegeln.
[0029] Im Ergebnis werden ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Verfügung gestellt, die
insbesondere zur Herstellung einer Rundschlinge geeignet sind. Dabei lassen sich mit
Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens insbesondere Rundschlingen realisieren, die
für besonders hohe Lasten ausgelegt und geeignet sind, die bis zu mehreren 100 t betragen
können.
[0030] Die Beherrschung solcher Lasten gelingt im Kern dadurch, dass zunächst einmal die
einzelnen Fadenstränge zur Definition des längs erstreckten Fadengeleges miteinander
verdrillt werden, ähnlich einem Seil, welches durch einen Gleichschlag der einzelnen
Fadenstränge hergestellt wird. Auf diese Weise wird einerseits die erforderliche Elastizität
des den Kern der Rundschlinge definierenden Fadengeleges zur Verfügung gestellt. Andererseits
ist hierdurch sichergestellt, dass sämtliche Fadenstränge an der Lastaufnahme beteiligt
sind.
[0031] Die Anzahl der Fadenstränge kann flexibel an die jeweils aufzunehmende Last angepasst
werden. Das geschieht im Regelfall der Art, dass die Fadenstränge mit ihrer Einzelfestigkeit
summarisch der gesamten aufzunehmenden Last unter gleichzeitiger Berücksichtigung
eines Sicherheitspuffers Rechnung tragen. Dadurch eröffnet sich die Möglichkeit, das
Fadengelege flexibel an die aufzunehmende Last anzupassen. Das gleiche gilt für den
Schutzschlauch, welcher je nach dem Durchmesser des im Innern aufzunehmenden längs
erstreckten Fadengeleges hieran angepasst werden kann. Auf diese Weise wird einerseits
erreicht, dass der Schutzschlauch das im Innern aufgenommene längs erstreckte Fadengelege
mehr oder minder passgenau umhüllt und andererseits dadurch die Fadenstränge ihre
gegenseitige Verdrillung beibehalten. Zugleich wird etwaiger Verschnitt bei der Herstellung
des Schutzschlauches vermieden.
[0032] Außerdem kann man je nach der aufzunehmenden Belastung mit mehreren Lagen der Fadenstränge
arbeiten, die beispielsweise durch einen jeweils zwischengeschalteten Schlauch voneinander
getrennt sind oder werden. Dabei mag insgesamt so vorgegangen werden, dass die Drehrichtung
beim Verdrillen der einzelnen Fadenstränge von Lage zu Lage des solchermaßen hergestellten
längs erstreckten Fadengeleges jeweils wechselt, um ein Aufdrehen des Fadengeleges
zu verhindern. Ein solcher Wechsel der Drehrichtung beim Verdrillen der Fadenstränge
ist auch grundsätzlich bei der Herstellung des längs erstreckten Fadengeleges möglich,
auch ohne zwischengeschalteten Schlauch, um das beschriebene Aufdrehen zu vermeiden.
Zugleich sorgt der Schutzschlauch hierfür, dessen Anbringung und Umhüllung des Fadengeleges
erfindungsgemäß in den Herstellungsprozess integriert ist.
[0033] Aufgrund der Abmessungen des solchermaßen hergestellten längs erstreckten Fadengeleges
lässt sich dieses nicht immer durch einen vorgefertigten Schutzschlauch problemlos
hindurchfädeln. In diesem Fall schlägt die Erfindung vor, dass der Schutzschlauch
nachträglich, d.h. nach Fertigstellung des Fadengeleges, angebracht wird. Dies geschieht
regelmäßig in der Weise, dass wenigstens ein Gewebeband um das hergestellte Fadengelege
in Längsrichtung geschlungen wird und eine randseitige Längsvernähung erfährt. Grundsätzlich
kann auch mit zwei Gewebebändern gearbeitet werden, die das Fadengelege zwischen sich
in der Art eines Sandwiches aufnehmen. Dann sind zwei Längsnähte jeweils beidseitig
des dazwischen orientierten Fadengeleges und ebenfalls in Längserstreckung erforderlich.
Für die Umwicklung des Fadengeleges mit dem Gewebeband und das beschriebene Längsvernähen
sorgt die kombinierte Näh-/Schließvorrichtung bzw. die bereits angesprochene Nähmaschine,
die seitlich des längs erstreckten Fadengeleges angeordnet ist bzw. sich demgegenüber
erstreckt und/oder in der Längsrichtung des Fadengeleges verfahrbar ausgebildet ist.
[0034] Als besonderer weiterer Vorteil kann geltend gemacht werden, dass der das längs erstreckte
Fadengelege aufnehmende und umschließende Schutzschlauch von seinen Abmessungen her
an das im Innern befindliche Fadengelege spezifisch angepasst ist. Dadurch wird Verschnitt
verhindert und wird das Fadengelege in der eingenommenen Konstellation mit den verdrillten
Fadensträngen gehalten. Etwaige nachgeschaltete Fertigungsschritte zur Anoder Aufbringung
des Schlauches entfallen. D.h., das Fadengelege ist hinsichtlich seiner Form und Lage
stabil. Dies wird ergänzend durch den integrierten Nähprozess unterstützt. Hierin
sind die wesentlichen Vorteile zu sehen.
[0035] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert; Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Herstellung einer Rundschlinge in verschiedenen
Ansichten,
- Fig. 2
- den Gegenstand nach Fig. 1 in einer abgewandelten und nicht zur Erfindung gehörigen
Ausführungsform sowie
- Fig. 3
- eine mit Hilfe der Vorrichtung nach den Figuren 1 und 2 hergestellte Rundschlinge
im Schnitt.
[0036] In den Figuren 1 und 2 ist eine Vorrichtung zur Herstellung einer Rundschlinge 1,
2, dargestellt, die im Schnitt in der Fig. 3 gezeigt wird. Die Rundschlinge 1, 2 setzt
sich aus einem zylindrischen sowie längserstreckten Fadengelege 2 als Kern sowie einem
das Fadengelege 2 umhüllenden Schutzschlauch 1 zusammen. Im Rahmen des Ausführungsbeispiels
nach der Fig. 3 ist der Schutzschlauch 1 aus zwei randseitig jeweils längs vernähten
Gewebebändern 1 unter Definition des Schutzschlauches 1 aufgebaut.
[0037] Die Vorrichtung verfügt grundsätzlich über eine Basis 3, die verschiedene und nachfolgend
noch näher zu beschreibende Elemente aufnimmt. Hierzu gehört ein drehbarer Spulentisch
4 mit darauf befindlichen Spulen 5 für einzelne Fadenstränge 6. Die auf den Spulen
5 befindlichen Fadenstränge 6 werden zu dem längs erstreckten Fadengelege 2 miteinander
verdrillt, indem der die einzelnen Spulen 5 aufnehmende Spulentisch 4 um seine Achse
A gedreht wird.
[0038] Der Spulentisch 4 kann geteilt ausgelegt werden bzw. lässt sich aufschwenken, um
den betreffenden Fadenstrang 6 oder auch einen Kern, um den die einzelnen Fadenstränge
6 herumgewickelt werden, ins Zentrum der zugehörigen Spulen 5 zu verbringen, wie dies
in der Fig. 2 dargestellt ist. Tatsächlich sind die Spulen 5 revolverartig um das
Zentrum herum angeordnet, und zwar meistens mit gleichen Winkelabstand zueinander.
Die einzelnen Spulen 5 sind drehbar gegenüber dem Spulentisch 4 gelagert. Grundsätzlich
können die Spulen 5 aber auch fest an den Spulentisch 4 angeschlossen sein. In jedem
Fall wird die zuvor bereits beschriebene Verdrillung dadurch erreicht, dass der die
einzelnen Spulen 5 aufnehmende Spulentisch 4 um seine Achse A gedreht wird. Bei diesem
Vorgang werden die einzelnen Fadenstränge 6 axial und/oder tangential von den zugehörigen
Spulen 5 abgezogen.
[0039] Wie bereits erläutert, können die einzelnen Fadenstränge 6 um einen zentralen Kern
herumgelegt werden. Im Ausführungsbeispiel mag ein zuvor im Zentrum der Spulen 5 angeordneter
einzelner Fadenstrang 6 als Kern fungieren. Entscheidend ist, dass die Fadenstränge
6 gleichsam wendelförmig um den fraglichen Kern bzw. in Längsrichtung L des hergestellten
Fadengeleges 2 verlaufen bzw. eine in der Längsrichtung L orientierte Zentralachse
des auf diese Weise hergestellten Fadengeleges 2 wendelförmig oder auch schraubenlinienartig
umringen. Die Herstellung der Verdrillung bzw. des Fadengeleges 2 insgesamt erfolgt
dabei in der bereits angesprochenen Längsrichtung L, die folglich mit der Produktionsrichtung
L des Fadengeleges 2 zusammenfällt.
[0040] Zum grundsätzlichen Aufbau gehört darüber hinaus eine Führung 7 für den Spulentisch
4. Der Spulentisch 4 ist bei dem Ausführungsbeispiel nach der Fig. 1 entlang der Führung
7 verfahrbar ausgebildet. Beim nicht zur Erfindung gehörigen Beispiel nach der Fig.
2 ist der Spulentisch 4 ortsfest an die Führung 7 angeschlossen. In beiden Fällen
wird der Spulentisch 4 natürlich um seine Achse A gedreht, um die beschriebene Verdrillung
der Fadenstränge 6 bei der Herstellung des Fadengeleges 2 zu erreichen.
[0041] Im Ausführungsbeispiel nach der Fig. 1 lässt sich der Spulentisch 4 entlang der Führung
7 in der Längsrichtung bzw. Produktionsrichtung L des Fadengeleges 2 verfahren. Auf
diese Weise sorgt der entlang der Führung 7 verfahrene und hierbei gleichzeitig gedrehte
Spulentisch 4 dafür, dass bei diesem Vorgang die einzelnen von den Spulen 5 abgewickelten
Fadenstränge 6 miteinander wendelförmig verdrillt werden und das Fadengelege 2 definieren.
Zwei in diesem Zusammenhang zusätzlich vorgesehene Umlenkrollen 11, 12 fungieren in
diesem Kontext als stehende Umlenkpunkte. Der Spulentisch 4 kann über die Umlenkrollen
11, 12 bzw. an die Basis 3 angeschlossenen Umlenkpunkte hinund herfahren.
[0042] Im Rahmen des Ausführungsbeispiels nach der Fig. 1 sind die Achse A des Spulentisches
4 und die Längsrichtung L bzw. die Längserstreckung der Führung 7 senkrecht zueinander
angeordnet. D.h. in diesem Fall sind der Spulentisch 4 und die Basis 3 überwiegend
parallel zueinander orientiert. Ein zusätzlich vorgesehener Verlegearm 10 übernimmt
die Aufgabe, die Fadenstränge 6 um die Umlenkrollen 11, 12 herum abzugeben. Sofern
der Spulentisch um die Umlenkpunkte bzw. Umlenkrollen 11, 12 herumfährt oder herumfahren
kann, ist der Verlegearm 10 entbehrlich.
[0043] Ausweislich der Seitenansicht in der Fig. 1 erstreckt sich der Verlegearm 10 in etwa
parallel zur Achse A des Spulentisches 4. Mit Hilfe des Verlegearmes 10 lassen sich
die einzelnen Fadenstränge 6 manipulieren. Alternativ oder zusätzlich kann mit Hilfe
des Verlegearmes 10 auch das gesamte hergestellte Fadengelege 2 manipuliert werden.
[0044] Tatsächlich wird mit Hilfe des Verlegearmes 10 beispielsweise ein Anfang des Fadengeleges
2 an der endseitigen Umlenkrolle 11 festgelegt. D.h., die einzelnen Fadenstränge 6
werden mittels des Verlegearmes 10 am Anfang des Fadengeleges 2 zusammengeführt, und
zwar im Beispielfall an der einen endseitigen Umlenkrolle 11. Wenn nun der Spulentisch
4 unter gleichzeitiger Drehung entlang der Führung 7 bewegt wird, so entsteht bei
diesem Vorgang das Fadengelege 2 in Längsrichtung L, indem die einzelnen Fadenstränge
6 miteinander verdrillt werden.
[0045] Am Ende des Verfahrweges bzw. der Führung 7 mag dann der Verlegearm 10 das hergestellte
Fadengelege 2 an die weitere endseitige Umlenkrolle 12 übergeben. Im Gegensatz zu
der Umlenkrolle 11 ist die Umlenkrolle 12 in Längsrichtung L verfahrbar ausgeführt,
so dass auf diese Weise insgesamt die Länge der Rundschlinge verändert werden kann.
Das Fadengelege 2 wird nun mit Hilfe des Verlegearmes 10 um die verfahrbare Umlenkrolle
12 geführt und im Anschluss hieran bis zur festen Umlenkrolle 11 zurückgeführt. Dabei
mag der Verlegearm 10 dafür sorgen, dass die beiden Enden des Fadengeleges 2 bzw.
der jeweiligen Fadenstränge 6 miteinander verbunden werden. Auf diese Weise wird insgesamt
das Fadengelege 2 in der Art eines geschlossenen Seiltriebes um die beiden Umlenkrollen
11, 12 herumgeführt.
[0046] Eine zwischen den beiden endseitigen Umlenkrollen 11, 12 befindliche weitere Führungsrolle
13 sorgt bei diesem Vorgang dafür, dass das hergestellte Fadengelege 2 zwischen den
beiden Umlenkrollen 11, 12 abgestützt wird. Tatsächlich verfügt das Fadengelege 2
insgesamt über ein je nach aufzunehmender Last erhebliches Gewicht, wobei die wenigstens
eine Führungsrolle 13 insgesamt ein Durchhängen des Fadengeleges 2 zwischen den beiden
Umlenkrollen 11, 12 verhindert.
[0047] Bei der nicht zur Erfindung gehörigen Ausgestaltung nach der Fig. 2 beobachtet man
eine senkrechte Orientierung von einerseits der Basis 3 und andererseits dem Spulentisch
4. Dadurch sind die Achse A und die Längsrichtung L parallel zueinander ausgerichtet.
Die grundsätzliche Herstellung und das Verdrillen der einzelnen Fadenstränge 6 unter
Definition des Fadengeleges 2 ähnelt derjenigen, wie sie mit Bezug zum Ausführungsbeispiel
nach der Fig. 1 bereits beschrieben worden ist.
[0048] Tatsächlich sind im Unterschied zu dem Beispiel nach der Fig. 1 im Rahmen der Vorrichtung
gemäß der Fig. 2 die beiden Umlenkrollen 11, 12 jedoch drehbar ausgelegt und werden
im Regelfall angetrieben. Außerdem können die Umlenkrollen 11, 12 hinsichtlich ihres
Abstandes zueinander verstellt respektive verfahren werden, um beispielsweise Rundschlingen
unterschiedlicher Gesamtlänge herstellen zu können. Eine solche Verfahrbarkeit ist
auch bei dem Ausführungsbeispiel nach der Fig. 1 möglich und bereits mit Bezug zu
der in Längsrichtung L gegenüber der Basis 3 verschiebbaren Umlenkrolle 12 beschrieben
worden.
[0049] Jedenfalls wird bei der Variante nach der Fig. 2 so gearbeitet, dass die Herstellung
der Rundschlinge 2 durch den Antrieb der Umlenkrollen 11, 12 erfolgt. Zu diesem Zweck
wird zunächst ein Kern bzw. im Ausführungsbeispiel ein Fadenstrang 6 um die beiden
Umlenkrollen 11, 12 geführt und an seinen beiden Enden in der bereits beschriebenen
Weise als gleichsam Seiltrieb verbunden. Eine zusätzlich noch in diesem Fall vorgesehene
Führungsrolle 13 mag erneut eine Stützfunktion wie bereits beschrieben übernehmen.
Die Herstellung des Fadengeleges 2 erfolgt nun derart, dass die Fadenstränge 6 von
den zugehörigen Spulen 5 im Beispielfall an den Kern abgegeben werden, welcher durch
den Mittelpunkt des Spulentisches 4 hindurch verläuft. Die einzelnen Fadenstränge
6 werden hierbei durch die Rotationsbewegung der Umlenkrollen 11, 12 von den Spulen
5 abgezogen.
[0050] Dabei bestimmt das Verhältnis des Vortriebs bzw. der Umlaufgeschwindigkeit um die
Umlenkrollen 11, 12 im Vergleich zur Rotationsgeschwindigkeit des Spulentisches 4
den Winkel der einlaufenden Fadenstränge 6 in der Längsrichtung L des solchermaßen
hergestellten Fadengeleges 2. Außerdem kann hierdurch die Anzahl der Windungen pro
Längeneinheit in dieser Längsrichtung L vorgegeben werden. Die einzelnen Fadenstränge
6 werden durch gegenseitige Reibungskräfte oder durch Reibungskräfte mit dem Kern
gleichsam in der Längsrichtung L mitgenommen.
[0051] Zum weiteren grundsätzlichen Aufbau der dargestellten Vorrichtung gehört schließlich
noch eine kombinierte Näh-/Schließvorrichtung 8. Im Ausführungsbeispiel nach der Fig.
1 sind zwei Näh-/Schließvorrichtungen 8 vorgesehen, die beidseits der Führung 7 angeordnet
sind. Mit Hilfe der einen oder der beiden Näh-/Schließvorrichtungen 8 werden entsprechend
der Darstellung nach Fig. 3 die beiden jeweils rechteckigen und an die Länge des Fadengeleges
2 angepassten Gewebebänder 1 in Längserstreckung bzw. Längsrichtung L über und unter
dem zwischen Ihnen befindlichen Fadengelege 2 positioniert, so dass die jeweiligen
Längsränder der Gewebebänder 1 aufeinanderliegen. An diesen Längsrändern wird nun
jeweils eine randseitige Längsnaht 9 mit Hilfe der jeweiligen Näh-/Schließvorrichtung
8 angebracht.
[0052] D. h., die jeweilige Näh-/Schließvorrichtung 8 dient zum Umhüllen und gleichzeitig
randseitigen Längsvernähen der beiden Gewebebänder 1 unter gleichzeitiger Definition
des auf diese Weise hergestellten Schutzschlauches 1 für das Fadengelege 2. Bei dem
Längsvernähen wird im Rahmen der Variante nach Fig. 3 jeweils eine Längsnaht 9 beidseitig
des Fadengeleges 2 zwischen den beiden miteinander zu verbindenden Gewebebändern 1
an deren Längskante angebracht. Selbstverständlich kann auch nur mit einer Längsnaht
9 und lediglich einer Näh-/Schließvorrichtung gearbeitet werden.
[0053] Bei der Herstellung des Fadengeleges 2 kann grundsätzlich auch so vorgegangen werden,
dass das Fadengelege 2 bzw. eine erste Lage 2' des Fadengeleges 2 durch einen offenen
Schlauch 14 hindurchgeführt wird. Der Schlauch 14 mit der darin befindlichen ersten
Lage 2' des rechteckigen Gewebebandes 1 des Fadengeleges 2 wird dann von weiteren
Fadensträngen 6 umwickelt, so dass eine zweite Lage 2" entsteht. In diesem Fall ist
das Fadengelege 2 aus den beiden konzentrisch um die Längsachse bzw. in Längsrichtung
L angeordneten Lagen 2' und 2" mit dem dazwischen befindlichen offenen Schlauch 14
aufgebaut. Selbstverständlich sind auch noch mehr Lagen möglich.
[0054] In jedem Fall wird das auf diese Weise hergestellte Fadengelege 2 aus den miteinander
verdrillten Fadensträngen 6 anschließend mit Hilfe des Gewebebandes 1 umhüllt, welches
längsvernäht wird, bzw. durch wenigstens eine Längsnaht 9 den Schutzschlauch 1 definiert.
Dabei kann bei Rückgriff auf lediglich ein Gewebeband 1 mit einer die beiden Längskanten
des rechteckigen Gewebebandes 1 miteinander verbindenden Längsnaht 9 gearbeitet werden.
Sofern zwei Gewebebänder 1 zum Einsatz kommen, werden die jeweiligen Längskanten entsprechend
der Darstellung nach Fig. 3 aufeinander gelegt und mit Hilfe zugehöriger und jeweils
beidseitig des Fadengeleges 2 verlaufender Längsnähte 9 miteinander verbunden.
1. Verfahren zur Herstellung einer Rundschlinge mit folgenden Schritten:
1.1) es werden einzelne Fadenstränge (6) von Spulen (5) eines drehbaren Spulentisches
(4) ausgehend zugeführt und zu wenigstens einem längs erstreckten Fadengelege (2)
miteinander verdrillt;
1.2) die einzelnen Fadenstränge (6) werden mittels eines Verlegearmes (10) am Anfang
des Fadengeleges (2) zusammengeführt;
1.3) der drehbare Spulentisch (4) mit dem daran angeschlossenen Verlegearm (10) wird
entlang einer Produktionsrichtung (L) des Fadengeleges (2) unter Herstellung einer
längs erstreckten textilen zylindrischen Struktur verfahren, wobei
1.4) der Verlegearm (10) sich in etwa parallel zur Achse (A) des Spulentisches (4)
erstreckt;
1.5) das hergestellte Fadengelege (2) wird anschließend mit wenigstens einem Gewebeband
(1) umhüllt, welches längs vernäht wird und durch wenigstens eine Längsnaht (9) einen
Schutzschlauch (1) definiert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Fadenstränge (6) mittels des Verlegearmes (10) bei der Herstellung
des Fadengeleges (2) geführt werden.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Fadengelege (2) über wenigstens zwei endseitige Umlenkrollen (11, 12) geführt
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine endseitige Umlenkrolle (12) zur Variation der Länge der Rundschlinge
verfahren wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen die beiden endseitigen Umlenkrollen (11, 12) wenigstens eine weitere Führungsrolle
(13) zur Abstützung und/oder Führung des Fadengeleges (2) zwischengeschaltet wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenstränge (6) axial und/oder tangential von den Spulen (5) abgezogen werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass einzelne oder sämtliche Spulen (5) wahlweise fest oder drehbar auf dem Spulentisch
(4) gelagert sind.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenstränge (6) um einen Kern herum gelegt werden.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern in Längsrichtung (L) bewegt wird und hierbei die Fadenstränge (6) mittels
Reibung mitnimmt.
10. Vorrichtung zur Herstellung einer Rundschlinge, insbesondere zur Durchführung des
Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 9, mit einer Basis (3), ferner mit einem
drehbaren Spulentisch (4) mit darauf befindlichen Spulen (5) für Fadenstränge (6),
wobei
- der Spulentisch (4) zur Verdrillung der Fadenstränge (6) zum Fadengelege ausgebildet
ist,
- der Spulentisch (4) mit einem Verlegearm (10) zur Manipulation der einzelnen Fadenstrenge
(6) und/oder des hergestellten Fadengeleges (2) ausgerüstet ist,
- der Verlegearm (10) sich in etwa parallel zur Achse (A) des Spulentisches (4) erstreckt,
und wobei
- der drehbare Spulentisch (4) mit den daran angeschlossenen Verlegearm (10) entlang
einer Produktionsrichtung (L) des Fadengeleges (2) unter Herstellung einer Längserstreckten
textilen zylindrischen Struktur verfahrbar ist, und mit
- wenigstens einer kombinierten Näh-/Schließvorrichtung (8) zum Umhüllen und gleichzeitig
randseitigen Längsvernähen zumindest eines Gewebebandes (1) zur Definition eines Schutzschlauches
für das Fadengelege (2).
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass angetriebene Umlenkrollen (11, 12) zur Definition der Produktionsrichtung (L) des
Fadengeleges (2) vorgesehen sind, mit deren Hilfe die Fadenstränge (6) von den Spulen
(5) abgezogen werden.
1. A method for producing a round sling, comprising the following steps:
1.1) individual strands of threads (6) are fed from bobbins (5) of a rotatable bobbin
rail (4) and are twisted together to form at least one longitudinally extended scrim
(2);
1.2) the individual strands of threads (6) are brought together at the beginning of
the scrim (2) by means of a laying arm (10);
1.3) the rotatable bobbin rail (4) with the laying arm (10) connected thereto is displaced
along a production direction (L) of the scrim (2) thereby producing a longitudinally
extended textile cylindrical structure, wherein
1.4) the laying arm (10) extends approximately parallel to the axis (A) of the bobbin
rail (4);
1.5) the produced scrim (2) is subsequently enclosed by at least one fabric strip
(1) which is sewn longitudinally and defines a protective tube (1) by at least one
longitudinal seam (9).
2. The method according to claim 1, characterized in that the individual strands of threads (6) are guided by means of the laying arm (10)
during the production of the scrim (2).
3. The method according to any one of claims 1 or 2, characterized in that the scrim (2) is guided over at least two return rollers (11, 12) at the end side.
4. The method according to claim 3, characterized in that at least one return roller (12) at the end side is displaced for varying the length
of the round sling.
5. The method according to claim 3 or 4, characterized in that between the two return rollers (11, 12) at the end side, at least one further return
roller (13) is interpositioned for supporting and/or guiding the scrim (2).
6. The method according to any one of claims 1 to 5, characterized in that the strands of threads (6) are pulled off axially and/or tangentially from the bobbins
(5).
7. The method according to any one of claims 1 to 6, characterized in that individual or all bobbins (5) are selectively mounted in a fixed or rotatable manner
on the bobbin rail (4).
8. The method according to any one of claims 1 to 7, characterized in that the strands of threads (6) are laid around a core.
9. The method according to claim 8, characterized in that the core is moved in the longitudinal direction (L) and thereby carries along the
strands of threads (6) by means of friction.
10. A device for producing a round sling, in particular for carrying out the method according
to any one of claims 1 to 9, comprising a base (3), further comprising a rotatable
bobbin rail (4) with bobbins (5) located thereon for the strands of threads (6), wherein
- the bobbins rail (4) is configured for twisting the strands of threads (6) for forming
scrims (2),
- the bobbins rail (4) is equipped with a laying arm (10) for manipulation of the
individual strands of threads (6) and/or the produced scrim (2),
- the laying arm (10) extends approximately parallel to the axis (A) of the bobbin
rail (4), and wherein
- the rotatable bobbin rail (4) with the laying arm (10) connected thereto is displaceable
along a production direction (L) of the scrim (2), thereby producing a longitudinally
extended textile cylindrical structure, and comprising
- at least one combined sewing/closing device (8) for enclosing and simultaneously
longitudinally sewing at least one fabric strip (1) for defining a protective tube
for the scrim (2).
11. The device according to claim 10, characterized in that driven return rollers (11, 12) for defining the production direction (L) of the scrim
(2) are provided, by means of which the strands of threads (6) are pulled off from
the bobbins (5).
1. Procédé destiné à la fabrication d'une boucle ronde, comportant les étapes suivantes
:
1.1) on alimente à partir de bobines (5) d'une table de râtelier (4) rotative des
échevettes (6) individuelles et on les torsade ensemble en au moins un assemblage
de fils (2) allongé ;
1.2) on réunit les échevettes (6) individuelles au moyen d'un bras de pose (10) au
début de l'assemblage de fils (2) ;
1.3) on déplace la table de râtelier (4) rotative avec le bras de pose (10) qui y
est raccordé le long d'une direction de production (L) de l'assemblage de fils (2)
en fabriquant une structure cylindrique textile allongée,
1.4) le bras de pose (10) s'étendant approximativement à la parallèle de l'axe (A)
de la table de râtelier (4) ;
1.5) on enveloppe ensuite l'assemblage de fils (2) fabriqué avec au moins une bande
en tissu (1) que l'on coud en longueur et on définit par au moins une couture longitudinale
(9) un boyau de protection (1).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les échevettes individuelles (6) sont guidées à l'aide du bras de pose (10) lors
de la fabrication de l'assemblage de fils (2).
3. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que l'assemblage de fils (2) est guidé par l'intermédiaire d'au moins deux rouleaux de
renvoi (11, 12) d'extrémités.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'on déplace au moins un rouleau de renvoi (12) d'extrémité pour faire varier la longueur
de la boucle ronde.
5. Procédé selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce qu'entre les deux rouleaux de renvoi (11, 12) d'extrémités, on interpose au moins un
rouleau de guidage (13) supplémentaire pour soutenir et/ou guider l'assemblage de
fils (2).
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'on retire les échevettes (6) en direction axiale et/ou de manière tangentielle des
bobines (5).
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que des bobines (5) individuelles ou toutes sont logées au choix de manière fixe ou rotative
sur la table de râtelier (4).
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'on pose les échevettes (6) autour d'un noyau.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'on déplace le noyau en direction longitudinale (L) et à cet effet, il entraîne les
échevettes (6) par friction.
10. Dispositif destiné à la fabrication d'une boucle ronde, notamment à la réalisation
du procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, avec une base (3), par
ailleurs avec une table de râtelier (4) rotative, avec des bobines (5) placées dessus
pour des échevettes (6),
- la table de râtelier (4) étant conçue pour torsader les échevettes (6) en l'assemblage
de fils (2),
- la table de râtelier (4) étant équipée d'un bras de pose (10) pour la manipulation
des échevettes (6) individuelles et/ou des assemblages de fils (2) fabriqués,
- le bras de pose (10) s'étendant approximativement à la parallèle de l'axe (A) de
la table de râtelier (4) et
- la table de râtelier (4) rotative avec le bras de pose (10) qui y est raccordé étant
déplaçable le long d'une direction de production (L) de l'assemblage de fils (2) pour
fabriquer une structure textile cylindrique, allongée et avec
- au moins un dispositif (8) mixte de couture/fermeture, pour l'enveloppement et la
couture marginale longitudinale simultanée d'une bande en tissu (1) pour la définition
d'un boyau de protection pour l'assemblage de fils (2).
11. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce que pour la définition de la direction de production (L) de l'assemblage de fils (2),
sont prévus des rouleaux de renvoi (11, 12) entraînés, à l'aide desquels les échevettes
(6) sont retirées des bobines (5).