Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Fernauslesung von Daten eines Fahrzeugs
zur Unterstützung der Wartung und/oder der Reparatur des Fahrzeugs, wobei das Fahrzeug
eine Diagnoseschnittstelle aufweist und wobei eine den Fahrzeugzustand betreffende
Information mittels der Diagnoseschnittstelle abrufbar ist.
[0002] Die Erfindung betrifft ferner ein System zur Fernauslesung von Daten eines Fahrzeugs
zur Unterstützung der Wartung und/oder der Reparatur des Fahrzeugs. Darüber hinaus
sind Gegenstände der vorliegenden Erfindung eine Ausleseeinrichtung zur Fernauslesung
von Daten eines Fahrzeugs zur Unterstützung der Wartung und/oder der Reparatur des
Fahrzeugs, wobei die Ausleseeinrichtung zur Verwendung in einem erfindungsgemäßen
System vorgesehen ist, und ein Telekommunikationsendgerät zur Fernauslesung von Daten
eines Fahrzeugs zur Unterstützung der Wartung und/oder der Reparatur des Fahrzeugs,
wobei das Telekommunikationsendgerät zur Verwendung in einem erfindungsgemäßen System
vorgesehen ist.
[0003] Aktuell ist es zum Auslesen von Fehlermeldungen bzw. von Fehlercodes aus Steuergeräten
von Fahrzeugen vorgesehen, dass - typischerweise in Kraftfahrzeug-Werkstätten - Diagnose-Geräte
verwendet werden, die eine Schnittstelle für die Durchführung einer elektronischen
Fahrzeugdiagnose aufweisen.
[0004] Hierzu wird beispielsweise für eine solche elektronische Fahrzeugdiagnose auf verschiedene
Begriffe bzw. verschiedene Standards Bezug genommen, beispielsweise auf den Begriff
bzw. den Standard "On-Board-Diagnose" (OBD), oder auf den Begriff bzw. den Standard
"European-On-Board-Diagnose" (EOBD), oder auf den Begriff bzw. den Standard "World
Wide Harmonized On-Board-Diagnostic" (WWH-OBD), oder auf den Begriff Unified Diagnostic
Services (UDS), und Key-Word-Protokoll 2000 (KWP 2000).
[0005] Die Fehlermeldungen bzw. sogenannte Fehlercodes (error codes) sind beispielsweise
herstellerspezifisch vorgesehen, d.h. sie unterscheiden sich in Abhängigkeit vom Hersteller
des Fahrzeugs. Im Fall eines Fehlers oder im Fall einer notwendigen Wartung des Fahrzeugs
oder auch im Fall einer Reparatur des Fahrzeugs zeigen die Fehlermeldungen bzw. die
Fehlercodes einer die Wartung bzw. die Reparatur durchführenden Person, etwa einem
Mechaniker, mögliche Ursachen von Fehlerzuständen auf. Hierbei ist es zumindest in
einem Teil der Fälle auch möglich, dass basierend auf den erhaltenen Fehlermeldungen
entweder auf notwendige Ersatzteile geschlossen wird oder aber zumindest angeregt
wird, zu überprüfen, ob womöglich bestimmte notwendige Ersatzteile bei der Wartung
bzw. der Reparatur des Fahrzeugs benötigt werden könnten.
[0006] Für den Fall einer Panne des Fahrzeugs, d.h. beispielsweise im Falle des Liegenbleibens
während einer Fahrt, wird häufig ein Pannendienst, ein Pannenservice-Dienstleister
oder ein Mobilitätsdienstleister benachrichtigt, der veranlasst, dass ein Pannenhilfsfahrzeug
bzw. ein Pannendienst-Fahrzeug zum pannenbetroffenen, liegengebliebenen Fahrzeug und
damit zur Hilfestellung geschickt wird. Beispiele hierfür umfassen etwa nationale
oder regionale Automobilclubs oder herstellerspezifische Mobilitätsdienstleister.
Typischerweise werden bei der Meldung einer Panne an die Einsatzzentrale des Pannendienstes
bzw. des Pannenservice-Dienstleisters, beispielsweise per Telefon oder per Datenverbindung,
der Standort des Fahrzeugs und ggf. eine Identifikationsnummer des Fahrers oder des
Fahrzeughalters, beispielsweise eine Mitgliedsnummer eines Automobilclubs, übertragen
bzw. aufgenommen. Die Pannendienst-Fahrzeuge verfügen typischerweise über Diagnosegeräte
- beispielsweise tragbare bzw. mobile Diagnosegeräte, sogenannte Diagnose-Handhelds
- zum Auslesen von Fehlermeldungen (Diagnostic Trouble Codes, DTC) aus einem oder
mehreren elektronischen Steuergeräten des pannenbetroffenen Fahrzeugs. Hierbei findet
die Auslesung der Fehlermeldungen, d.h. ein Hinweis zur möglichen Ursache der Fahrzeugpanne
erst dann statt, wenn das Pannenhilfsfahrzeug vor Ort beim pannenbetroffenen, liegengebliebenen
Fahrzeug angekommen ist und das Diagnosegerät an der Diagnoseschnittstelle des Fahrzeugs
angeschlossen wurde, d.h. es findet keine Voranalyse oder lediglich eine Voranalyse
in sehr rudimentärer Form und basierend auf einer wenig belastbaren Faktenlage - etwa
die laienhafte Analyse des Hilfesuchenden - statt. Daher sind auch häufig fehlerspezifische
und/oder fahrzeugspezifische Ersatzteile nicht am Ort der Panne bzw. des havarierten
Fahrzeugs, obwohl das Vorhandensein solcher Ersatzteile in vielen Fällen bereits eine
Behebung der Panne bzw. des Fehlerzustands ermöglichen würde.
Offenbarung der Erfindung
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und ein System zur Fernauslesung
von Daten eines Fahrzeugs zur Unterstützung der Wartung und/oder der Reparatur von
Fahrzeugen anzugeben sowie eine Ausleseeinrichtung bzw. ein Telekommunikationsendgerät
zur Benutzung mit dem erfindungsgemäßen System anzugeben, welche eine möglichst flexible,
einfache und kostengünstige Auslesung der Fehlercodeinformation bzw. der Informationscodeinformation
zu einem möglichst frühzeitigen Zeitpunkt nach Auftreten des Fehlerzustandes bzw.
der Panne ermöglicht, so dass eine Behebung des Fehlerzustandes möglichst einfach,
schnell und kostengünstig - möglichst insbesondere unter Vermeidung oder Reduzierung
von Wartezeiten bzw. Ausfallzeiten des Fahrzeugs - möglich ist.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren zur Fernauslesung von
Daten eines Fahrzeugs) zur Unterstützung der Wartung und/oder der Reparatur des Fahrzeugs),
wobei das Fahrzeug) eine Diagnoseschnittstelle) aufweist, wobei eine den Fahrzeugzustand
betreffende Information) mittels der Diagnoseschnittstelle) abrufbar ist, wobei mittels
einer mit der Diagnoseschnittstelle) verbundenen Ausleseeinrichtung) über die Diagnoseschnittstelle)
die den Fahrzeugzustand betreffende Information) ausgelesen wird, wobei die Ausleseeinrichtung)
eine Drahtlosschnittstelle) zur Aussendung und Übertragung der den Fahrzeugzustand
betreffenden Information) aufweist und wobei das Verfahren die folgenden Verfahrensschritte
aufweist:
- - in einem ersten Verfahrensschritt wird
- - mittels einer Betätigungseinrichtung der Ausleseeinrichtung) und/oder
- - mittels des Empfangs - durch die Ausleseeinrichtung - eines Betätigungssignals das
Auslesen der den Fahrzeugzustand betreffenden Information) durch die Ausleseeinrichtung)
bewirkt,
- - in einem zweiten Verfahrensschritt wird mittels der Drahtlosschnittstelle) die den
Fahrzeugzustand betreffende Information) von der Ausleseeinrichtung) ausgesendet.
[0009] Es ist dadurch gemäß der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter Weise möglich, dass
in einfacher und sicherer Weise über sowohl die Diagnoseschnittstelle des Fahrzeugs
als auch die Ausleseeinrichtung wenigstens eine den Fahrzeugzustand betreffende Information,
insbesondere ein Fehlercode bzw. eine Fehlerinformation (bzw. eine Zustandsinformation
des Fahrzeugs), ausgesendet bzw. übertragen werden kann. Die Aussendung erfolgt erfindungsgemäß
letztendlich zu einer Servereinrichtung eines Pannenservice-Dienstleisters, so dass
möglichst frühzeitig eine fundierte Information über den Fehlerzustand, der zu der
Pannensituation des Fahrzeugs geführt hat, beim Pannenservice-Dienstleister vorliegt
und folglich auch möglichst frühzeitig auf den Fehlerzustand des Fahrzeugs reagiert
werden kann, sei es dadurch, dass möglichst frühzeitig beispielsweise entschieden
werden kann, ob ein Reparatur des Fahrzeugs bzw. Wiederherstellung zumindest einer
Basisfunktionalität des Fahrzeugs in Frage kommt (und damit ein Abschleppvorgang vermieden
werden kann) oder ob das Fahrzeug mit hoher Wahrscheinlichkeit abgeschleppt werden
muss. Die Aussendung der den Fahrzeugzustand betreffenden Information kann erfindungsgemäß
gemäß einer ersten Alternative der vorliegenden Erfindung dadurch geschehen, dass
über eine vergleichsweise kurzreichweitige Funkverbindung unter Nutzung der Drahtlosschnittstelle
der Ausleseeinrichtung eine Funkverbindung mit einem eine Mobilfunkschnittstelle aufweisendes
Telekommunikationsendgerät - insbesondere ein tragbares Telekommunikationsendgerät,
etwa in Form eines programmierbaren Telekommunikationsendgeräts, beispielsweise ein
tragbarer Computer, ein persönlicher digitaler Assistent, ein intelligentes Telefon
(smartphone) - hergestellt wird, insbesondere eine Funkverbindung gemäß dem Bluetooth-Standard
und/oder eine Funkverbindung gemäß einem der WLAN-Standards (Wireless Local Area Network),
und dass die den Fahrzeugzustand betreffende Information über die Mobilfunkschnittstelle
des Telekommunikationsendgeräts zur Servereinrichtung des Pannenservice-Dienstleisters
übertragen wird. Es handelt sich bei dem die Mobilfunkschnittstelle aufweisenden Telekommunikationsendgerät
erfindungsgemäß insbesondere nicht im ein im Fahrzeug fest eingebautes Telekommunikationsendgerät,
sondern bevorzugt um ein Telekommunikationsendgerät, welches typischerweise seitens
eines Benutzers des Fahrzeugs, etwa dem Fahrer oder dem Halter des Fahrzeugs, benutzt
wird und mobil bzw. als tragbares Gerät bei Benutzung des Fahrzeugs ins Fahrzeug bzw.
in dessen Nähe gebracht wird. Entsprechend ist es gemäß der ersten alternativen Ausführungsvariante
der vorliegenden Erfindung bevorzugt vorgesehen, dass die Drahtlosschnittstelle eine
kurzreichweitige (lokale) Funkschnittstelle, insbesondere gemäß dem Bluetooth-Standard
und/oder gemäß einem der WLAN-Standards (Wireless Local Area Network), ist, wobei
wenigstens die den Fahrzeugzustand betreffende Information über die Drahtlosschnittstelle
und ein eine Mobilfunkschnittstelle aufweisendes Telekommunikationsendgerät und unter
Nutzung der Mobilfunkschnittstelle und einer über ein Telekommunikationsnetz bereitgestellten
Datenverbindung zu einer Servereinrichtung übertragen wird. Alternativ zur ersten
Alternative kann die Aussendung der den Fahrzeugzustand betreffenden Information erfindungsgemäß
auch gemäß einer zweiten Alternative der vorliegenden Erfindung dadurch geschehen,
dass die Ausleseeinrichtung eine Weitverkehrsverbindungsschnittstelle bzw. eine Mobilfunkschnittstelle
aufweist, so dass die den Fahrzeugzustand betreffende Information über die Weitverkehrsverbindungsschnittstelle
der Ausleseeinrichtung bzw. über die Mobilfunkschnittstelle der Ausleseeinrichtung
zur Servereinrichtung des Pannenservice-Dienstleisters übertragen wird. Entsprechend
ist es gemäß der zweiten alternativen Ausführungsvariante der vorliegenden Erfindung
bevorzugt vorgesehen, dass die Drahtlosschnittstelle eine Weitverkehrsverbindungsschnittstelle
ist, insbesondere eine Mobilfunkschnittstelle, wobei wenigstens die den Fahrzeugzustand
betreffende Information über die Drahtlosschnittstelle und eine über ein Telekommunikationsnetz
bereitgestellte Datenverbindung zu einer Servereinrichtung übertragen wird.
[0010] Erfindungsgemäß ist es - gemäß beider alternativer Ausführungsvarianten der Erfindung
- insbesondere bevorzugt vorgesehen, dass die Ausleseeinrichtung seitens des Pannenservice-Dienstleisters
bereitgestellt wird; etwa an Mitglieder eines Automobilclubs oder dergleichen. Hierdurch
ist es vorteilhaft möglich, dass eine Schnittstellenanpassung derart erfolgen kann,
dass die den Fahrzeugzustand betreffende Information auch vom Pannenservice-Dienstleister
bzw. von dessen Servereinrichtung im Falle einer Übertragung im Pannenfall sinnvoll
verarbeitet und interpretiert werden kann.
[0011] Ferner ist es erfindungsgemäß weiterhin auch bevorzugt vorgesehen, dass die Ausleseeinrichtung
dauerhaft an der Diagnoseschnittstelle des Fahrzeugs angeschlossen ist bzw. bleibt,
insbesondere über eine drahtgebundene Verbindung. Hierdurch ist es erfindungsgemäß
besonders vorteilhaft möglich, dass in einer Pannensituation des Fahrzeugs jedenfalls
die Voraussetzungen dafür bestehen, schnell und ohne unnötige Zeitverzögerung eine
Übertragung der den Fahrzeugzustand betreffenden Information zur Servereinrichtung
einzuleiten; insbesondere ohne eine aufwändige Suche der Ausleseeinrichtung im Fahrzeug
durchzuführen und/oder ohne erst in der Pannensituation einen Anschluss an die Diagnoseschnittstelle
des Fahrzeugs - insbesondere womöglich unter ungünstigen Bedingungen wie etwa Dunkelheit
und/oder extreme Temperatur- und/oder Witterungsverhältnisse - herbeiführen zu müssen.
[0012] Erfindungsgemäß ist es besonders bevorzugt vorgesehen, dass das Fahrzeug eine Speichereinrichtung
aufweist, wobei die den Fahrzeugzustand betreffende Information in der Speichereinrichtung
abgespeichert ist. Ferner ist es erfindungsgemäß bevorzugt, dass dem Fahrzeug eine
Fahrzeugidentifikationsinformation zugeordnet und in der Speichereinrichtung abgespeichert
ist.
[0013] Insbesondere ist es erfindungsgemäß bevorzugt, dass die Fahrzeugidentifikationsinformation
entweder zusammen mit der den Fahrzeugzustand betreffenden Information oder aber getrennt
von der den Fahrzeugzustand betreffenden Information zur Servereinrichtung übertragen
wird. Durch die Speicherung der den Fahrzeugzustand betreffenden Information und/oder
der Fahrzeugidentifikationsinformation in der Speichereinrichtung ist es erfindungsgemäß
möglich, auch im Nachhinein, d.h. nach dem Auftreten eines Fehlerfalls bzw. Pannenfalls,
noch die den Fahrzeugzustand betreffende Information und/oder die Fahrzeugidentifikationsinformation
abzurufen und von der Ausleseeinrichtung auszusenden. Durch die Übertragung der Fahrzeugidentifikationsinformation
ist es erfindungsgemäß in vorteilhafter Weise möglich, dass eine genaue Zuordnung
der den Fahrzeugzustand betreffenden Information zu einem bestimmten (innerhalb der
Servereinrichtung normalerweise bekannten) Fahrzeugtyp möglich ist und damit eine
schnelle, fokussierte und effiziente Hilfestellung in die Wege geleitet werden kann,
weil beispielsweise.
[0014] Alternativ zu einer Auslesung der Fahrzeugidentifikationsinformation durch die Ausleseeinrichtung
und eine Übertragung der Fahrzeugidentifikationsinformation über die Drahtlosschnittstelle
der Ausleseeinrichtung (zur Servereinrichtung des Pannenservice-Dienstleisters entweder
unter Einbeziehung eines Telekommunikationsendgeräts oder ohne Einbeziehung eines
Telekommunikationsendgeräts) kann es erfindungsgemäß auch vorgesehen sein, dass die
Fahrzeugidentifikationsinformation auf andere Weise zur Servereinrichtung übertragen
wird bzw. die Initiierung der Übertragung der Fahrzeugidentifikationsinformation zur
Servereinrichtung nicht unter Verwendung der Ausleseeinrichtung erfolgt. Beispielsweise
ist es erfindungsgemäß vorteilhaft möglich, dass die Fahrzeugidentifikationsinformation
bereits zeitlich vor einem Pannenereignis beim Pannenservice-Dienstleister, insbesondere
in der Servereinrichtung, hinterlegt wird, beispielsweise - etwa für den Fall der
Versendung der Ausleseeinrichtung durch den Pannenservice-Dienstleister an den Fahrzeughalter
bzw. Fahrer - bereits zur Aktivierung oder zur Registrierung der Ausleseeinrichtung
zur Benutzung mit dem Fahrzeug beim Pannenservice-Dienstleister. Alternativ zu einer
solchen Hinterlegung bzw. Übertragung der Fahrzeugidentifikationsinformation bei der
Servereinrichtung zeitlich vor dem Pannenereignis ist es erfindungsgemäß auch möglich
und bevorzugt, dass die Fahrzeugidentifikationsinformation beispielsweise unter Benutzung
des Telekommunikationsendgeräts des Fahrers bzw. Halters des Fahrzeugs zur Servereinrichtung
übertragen wird, insbesondere durch Eingabe in einer Eingabemaske einer entsprechenden
Anwendung eines programmierbaren Telekommunikationsendgeräts.
[0015] Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, dass - während des ersten Verfahrensschritts -
das Auslesen der den Fahrzeugzustand betreffenden Information durch die Ausleseeinrichtung
bewirkt wird, indem entweder eine Betätigungseinrichtung der Ausleseeinrichtung betätigt
bzw. aktuiert wird, etwa ein Taster oder ein Schalter, und/oder indem die Ausleseeinrichtung
ein Betätigungssignal empfängt. Der Empfang des Betätigungssignals (entweder alternativ
zur Betätigung oder Aktuierung der Betätigungseinrichtung der Ausleseeinrichtung oder
kumulativ zur Betätigung oder Aktuierung der Betätigungseinrichtung) kann erfindungsgemäß
entweder über die Drahtlosschnittstelle empfangen werden (über die auch die Verbindung
zum Telekommunikationsendgerät oder zur Servereinrichtung zur Übertragung der den
Fahrzeugzustand betreffenden Information aufgebaut wird) oder aber über eine weitere
Drahtlosschnittstelle (oder auch sowohl über die Drahtlosschnittstelle (d.h. ein Teil
des Betätigungssignals) als auch über die weitere Drahtlosschnittstelle (d.h. ein
weiterer Teil des Betätigungssignals)) empfangen werden. Dies hat insbesondere den
Vorteil, dass das Sicherheitsniveau bei der Betätigung der Ausleseeinrichtung dadurch
erhöht werden kann und eine ungerechtfertigte Betätigung der Ausleseeinrichtung (mit
womöglich der Folge einer vom Benutzer nicht gewollten Übertragung von fahrzeugbezogenen
Daten oder Informationen) vermieden werden kann. Hierbei ist es insbesondere bevorzugt,
dass das Betätigungssignal von der Ausleseeinrichtung mittels der Drahtlosschnittstelle
und/oder mittels einer weiteren Drahtlosschnittstelle empfangen wird, wobei die Drahtlosschnittstelle
und die weitere Drahtlosschnittstelle insbesondere gemäß einer oder mehreren der folgenden
Kombinationen von Schnittstellentypen vorgesehen sind:
- - eine kurzreichweitige (lokale) Funkschnittstelle und eine Infrarotschnittstelle,
- - eine kurzreichweitige (lokale) Funkschnittstelle und eine NFC-Schnittstelle (Near
Field Communication),
- - eine kurzreichweitige (lokale) Funkschnittstelle und eine Weitverkehrsverbindungsschnittstelle,
insbesondere eine Mobilfunkschnittstelle,
- - eine Weitverkehrsverbindungsschnittstelle und eine kurzreichweitige (lokale) Funkschnittstelle,
- - eine Weitverkehrsverbindungsschnittstelle und eine Infrarotschnittstelle,
- - eine Weitverkehrsverbindungsschnittstelle und eine NFC-Schnittstelle (Near Field
Communication).
[0016] Hierbei gewährleistet insbesondere die Benutzung einer Infrarotschnittstelle und/oder
einer NFC-Schnittstelle einen erhöhten Grad an Sicherheit, weil die Infrarotschnittstelle
in der Regel eine direkte Sichtverbindung und die NFC-Schnittstelle eine große räumliche
Nähe zwischen sendender Einheit und empfangender Einheit erfordert. Falls das Telekommunikationsendgerät
mit einer Infrarotschnittstelle und/oder mit einer NFC-Schnittstelle ausgerüstet ist,
ist es somit erfindungsgemäß in besonders einfacher Weise möglich, in sicherer Weise
eine Auslesung und Übertragung der den Fahrzeugzustand betreffenden Information zu
bewerkstelligen. Falls die weitere Drahtlosschnittstelle als eine Weitverkehrsverbindungsschnittstelle
ausgebildet ist, ist es erfindungsgemäß in vorteilhafter Weise möglich, dass eine
Betätigung der Ausleseeinrichtung von der Servereinrichtung (insbesondere nach einer
Aktivierung durch die Absetzung einer Panneninformation vom Telekommunikationsendgerät
zur Servereinrichtung) aus erfolgen kann.
[0017] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein System zur Fernauslesung
von Daten eines Fahrzeugs zur Unterstützung der Wartung und/oder der Reparatur des
Fahrzeugs, wobei das Fahrzeug eine Diagnoseschnittstelle aufweist, wobei eine den
Fahrzeugzustand betreffende Information mittels der Diagnoseschnittstelle abrufbar
ist, wobei das System eine mit der Diagnoseschnittstelle verbundene Ausleseeinrichtung
umfasst, wobei das System derart konfiguriert ist, dass über die Diagnoseschnittstelle
die den Fahrzeugzustand betreffende Information ausgelesen wird, wobei die Ausleseeinrichtung
eine Drahtlosschnittstelle zur Aussendung und Übertragung der den Fahrzeugzustand
betreffenden Information aufweist, wobei das System derart konfiguriert ist, dass
mittels einer Betätigungseinrichtung der Ausleseeinrichtung und/oder mittels des Empfangs
eines Betätigungssignals das Auslesen der den Fahrzeugzustand betreffenden Information
durch die Ausleseeinrichtung bewirkt wird, wobei das System ferner derart konfiguriert
ist, dass mittels der Drahtlosschnittstelle die den Fahrzeugzustand betreffende Information
von der Ausleseeinrichtung ausgesendet wird.
[0018] Es ist hierdurch erfindungsgemäß - auch mit Bezug auf das System - vorteilhaft möglich,
dass in einfacher und sicherer Weise wenigstens eine den Fahrzeugzustand betreffende
Information, insbesondere ein Fehlercode bzw. eine Fehlerinformation (bzw. eine Zustandsinformation
des Fahrzeugs), zu einem Pannenservice-Dienstleister ausgesendet bzw. übertragen werden
kann, so dass möglichst frühzeitig eine fundierte Information über den Fehlerzustand,
der zu der Pannensituation des Fahrzeugs geführt hat, beim Pannenservice-Dienstleister
vorliegt und folglich auch möglichst frühzeitig auf den Fehlerzustand des Fahrzeugs
reagiert werden kann.
[0019] Bevorzugt ist es erfindungsgemäß - auch mit Bezug auf das System - vorgesehen, dass
die Ausleseeinrichtung neben der Drahtlosschnittstelle eine weitere Drahtlosschnittstelle
aufweist und die Ausleseeinrichtung derart konfiguriert ist, dass das Betätigungssignal
von der Ausleseeinrichtung mittels der Drahtlosschnittstelle oder mittels einer weiteren
Drahtlosschnittstelle empfangen wird, wobei die Drahtlosschnittstelle und die weitere
Drahtlosschnittstelle insbesondere gemäß einer oder mehrerer der folgenden Kombinationen
von Schnittstellentypen vorgesehen sind:
- - eine kurzreichweitige (lokale) Funkschnittstelle und eine Infrarotschnittstelle,
- - eine kurzreichweitige (lokale) Funkschnittstelle und eine NFC-Schnittstelle (Near
Field Communication),
- - eine kurzreichweitige (lokale) Funkschnittstelle und eine Weitverkehrsverbindungsschnittstelle,
insbesondere eine Mobilfunkschnittstelle,
- - eine Weitverkehrsverbindungsschnittstelle und eine kurzreichweitige (lokale) Funkschnittstelle,
- - eine Weitverkehrsverbindungsschnittstelle und eine Infrarotschnittstelle,
- - eine Weitverkehrsverbindungsschnittstelle und eine NFC-Schnittstelle (Near Field
Communication).
[0020] Hierbei gewährleistet wiederum insbesondere die Benutzung einer Infrarotschnittstelle
und/oder einer NFC-Schnittstelle einen erhöhten Grad an Sicherheit. Durch die Ausbildung
der weiteren Drahtlosschnittstelle als eine Weitverkehrsverbindungsschnittstelle ist
es erfindungsgemäß in vorteilhafter Weise möglich, dass eine Betätigung der Ausleseeinrichtung
von der Servereinrichtung aus erfolgen kann.
[0021] Weiterhin ist es erfindungsgemäß - auch mit Bezug auf das System - bevorzugt vorgesehen,
- - dass die Drahtlosschnittstelle eine kurzreichweitige (lokale) Funkschnittstelle,
insbesondere gemäß dem Bluetooth-Standard und/oder gemäß einem der WLAN-Standards
(Wireless Local Area Network), ist, wobei das System ein eine Mobilfunkschnittstelle
aufweisendes Telekommunikationsendgerät aufweist, wobei das System derart konfiguriert
ist, dass wenigstens die den Fahrzeugzustand betreffende Information über
- - die Drahtlosschnittstelle und
- - die Mobilfunkschnittstelle des Telekommunikationsendgeräts und unter Nutzung der
Mobilfunkschnittstelle und einer über ein Telekommunikationsnetz bereitgestellten
Datenverbindung zu einer Servereinrichtung übertragen wird bzw.
- - dass die Drahtlosschnittstelle eine Weitverkehrsverbindungsschnittstelle ist, insbesondere
eine Mobilfunkschnittstelle, wobei wenigstens die den Fahrzeugzustand betreffende
Information über die Drahtlosschnittstelle und eine über ein Telekommunikationsnetz
bereitgestellte Datenverbindung zu einer Servereinrichtung übertragen wird.
[0022] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Ausleseeinrichtung zur
Fernauslesung von Daten eines Fahrzeugs zur Unterstützung der Wartung und/oder der
Reparatur des Fahrzeugs, wobei die Ausleseeinrichtung zur Verwendung in einem erfindungsgemäßen
System vorgesehen ist.
[0023] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Telekommunikationsendgerät
zur Fernauslesung von Daten eines Fahrzeugs zur Unterstützung der Wartung und/oder
der Reparatur des Fahrzeugs, wobei das Telekommunikationsendgerät zur Verwendung in
einem erfindungsgemäßen System vorgesehen ist.
[0024] Ferner bezieht sich die vorliegende Erfindung auch auf ein Computerprogramm mit Programmcodemitteln,
mit deren Hilfe alle Schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens durchführbar sind,
wenn das Computerprogramm auf einer programmierbaren Einrichtung und/oder einem programmierbaren
Telekommunikationsendgerät und/oder einer Ausleseeinrichtung und/oder einer Servereinrichtung,
insbesondere in Teilen auf einem programmierbaren Telekommunikationsendgerät und in
Teilen auf einer Ausleseeinrichtung und in Teilen auf einer Servereinrichtung oder
in Teilen auf einer Ausleseeinrichtung und in Teilen auf einer Servereinrichtung ausgeführt
wird.
[0025] Weiterhin ist Gegenstand der vorliegenden Erfindung ein Computerprogrammprodukt mit
einem computerlesbaren Medium und einem auf dem computerlesbaren Medium gespeicherten
Computerprogramm mit Programmcodemitteln, die dazu geeignet sind, dass alle Schritte
des erfindungsgemäßen Verfahrens durchführbar sind, wenn das Computerprogramm auf
einer programmierbaren Einrichtung und/oder einem programmierbaren Telekommunikationsendgerät
und/oder einer Ausleseeinrichtung und/oder einer Servereinrichtung, insbesondere in
Teilen auf einem programmierbaren Telekommunikationsendgerät und in Teilen auf einer
Ausleseeinrichtung und in Teilen auf einer Servereinrichtung oder in Teilen auf einer
Ausleseeinrichtung und in Teilen auf einer Servereinrichtung ausgeführt wird.
[0026] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Zeichnungen,
sowie aus der nachfolgenden Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen anhand
der Zeichnungen. Die Zeichnungen illustrieren dabei lediglich beispielhafte Ausführungsformen
der Erfindung, welche den wesentlichen Erfindungsgedanken nicht einschränken.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0027]
- Figur 1
- zeigt eine schematische Ansicht eines erfindungsgemäßen Systems gemäß einer ersten
Ausführungsvariante der Erfindung mit einem eine Diagnoseschnittstelle aufweisenden
Fahrzeug, einer Ausleseeinrichtung, einem Telekommunikationsendgerät und einer Servereinrichtung.
- Figur 2
- zeigt eine schematische Ansicht eines erfindungsgemäßen Systems gemäß einer zweiten
Ausführungsvariante der Erfindung mit einem eine Diagnoseschnittstelle aufweisenden
Fahrzeug, einer Ausleseeinrichtung und einer Servereinrichtung.
Ausführungsformen der Erfindung
[0028] In den verschiedenen Figuren sind gleiche Teile stets mit den gleichen Bezugszeichen
versehen und werden daher in der Regel auch jeweils nur einmal benannt bzw. erwähnt.
[0029] In Figur 1 ist schematisch eine Ansicht eines erfindungsgemäßen Systems 10 mit einem
Fahrzeug 20, einer Ausleseeinrichtung 30, einem Telekommunikationsendgerät 40 und
einer Servereinrichtung 102 gemäß einer ersten Ausführungsvariante der Erfindung dargestellt.
In Figur 2 ist schematisch eine Ansicht eines erfindungsgemäßen Systems 10 mit einem
Fahrzeug 20, einer Ausleseeinrichtung 30 und einer Servereinrichtung 102 gemäß einer
zweiten Ausführungsvariante der Erfindung dargestellt.
[0030] Das Fahrzeug 20 umfasst bei beiden Ausführungsvarianten eine Diagnoseschnittstelle
21, die typischerweise als eine drahtgebundene Schnittstelle ausgeführt ist und mit
der die Ausleseeinrichtung 30 - welche eine der drahtgebundenen Schnittstelle der
Diagnoseschnittstelle 21 entsprechende bzw. komplementäre drahtgebundene Schnittstelle
aufweist - verbunden ist. In der typischerweise vorliegenden Situation, dass die Diagnoseschnittstelle
21 als drahtgebundene Schnittstelle ausgeführt ist, weist die Ausleseeinrichtung 30
über die zur Diagnoseschnittstelle 21 komplementäre drahtgebundene Schnittstelle hinaus
auch eine Drahtlosschnittstelle 35 auf, mittels der eine Verbindung zum Datenaustausch
hergestellt wird. Ferner weist das Fahrzeug 20 typischerweise eine Speichereinrichtung
22 auf, in welcher den Fahrzeugzustand betreffende Informationen 23 bzw. eine Fahrzeugidentifikationsinformation
24 (oder mehrere Fahrzeugidentifikationsinformationen 24) abgespeichert sein können.
Die Speichereinrichtung 22 kann auch als Fehlerspeicher aufgefasst werden, wobei die
Fahrzeugidentifikationsinformation 24 nicht zwingend in der Speichereinrichtung 22
abgelegt sein muss bzw. jedenfalls nicht zwingend über die Ausleseeinrichtung 30 auslesbar
sein muss, bevorzugt jedoch auslesbar ist. Ebenfalls bei beiden Ausführungsvarianten
der Erfindung wird eine den Fahrzeugzustand betreffende Information 23 jedenfalls
mittels der Drahtlosschnittstelle 35 zu einer Servereinrichtung 102, insbesondere
unter Nutzung eines Telekommunikationsnetzes 100, übertragen. Ferner kann es bei beiden
Ausführungsvarianten vorgesehen sein, dass zusätzlich zur den Fahrzeugzustand betreffenden
Information 23 auch eine Fahrzeugidentifikationsinformation 24 übertragen wird.
[0031] Gemäß der ersten Ausführungsvariante wird für die Übertragung der den Fahrzeugzustand
betreffenden Information 23 und die etwaige Übertragung der Fahrzeugidentifikationsinformation
24 das Telekommunikationsendgerät 40 - insbesondere ein programmierbares Telekommunikationsendgerät,
etwa in Form eines "smart phone", unter Zuhilfenahme einer Anwendung (bzw. einer "App"),
insbesondere einer Anwendung, die vom Pannenservice-Dienstleister dem Nutzer zur Verfügung
gestellt wird - verwendet, welches die Weitverkehrsverbindungsschnittstelle bzw. Mobilfunkschnittstelle
bereitstellt. Gemäß der zweiten Ausführungsvariante ist bereits die Drahtlosschnittstelle
35 der Ausleseeinrichtung 30 als Weitverkehrsverbindungsschnittstelle ausgebildet,
so dass für die Übertragung der den Fahrzeugzustand betreffenden Information 23 und
die etwaige Übertragung der Fahrzeugidentifikationsinformation 24 zur Servereinrichtung
102 das Telekommunikationsendgerät 40 nicht benutzt werden muss. Gemäß beider Ausführungsvarianten
kann es jedoch auch vorgesehen sein, dass die Fahrzeugidentifikationsinformation 24
nicht unter Verwendung der Drahtlosschnittstelle 35 übertragen wird (insofern weichen
solche Ausführungsformen von den in den Figuren 1 und 2 dargstellten Prinzipskizzen
ab), sondern beispielsweise unter Verwendung des Telekommunikationsendgeräts 40 bzw.
durch Hinterlegung der Fahrzeugidentifikationsinformation 24 bei dem Pannendienst-Dienstleister
bzw. bei der Servereinrichtung 102.
[0032] Gemäß der in Figur 1 dargestellten ersten Ausführungsform ist die Drahtlosschnittstelle
35 als eine kurzreichweitige Funkschnittstelle ausgebildet - beispielsweise gemäß
dem Bluetooth-Protokoll oder auch gemäß dem WLAN (Wireless Local Area Network) Standard
oder auch über einen anderen Funkübertragungsstandard - und es wird sowohl eine kurzreichweitige
Verbindung zwischen der Drahtlosschnittstelle 35 der Ausleseeinrichtung 30 und dem
Telekommunikationsendgerät 40, insbesondere einer Funkschnittstelle 45 des Telekommunikationsendgeräts
40, hergestellt und es wird ferner die Mobilfunkschnittstelle 46 des Telekommunikationsendgeräts
40 als Weitverkehrsverbindungsschnittstelle zur Herstellung der Verbindung zur Servereinrichtung
102 bzw. zur Datenübertragung der den Fahrzeugzustand betreffenden Information verwendet.
[0033] Gemäß der in Figur 2 dargestellten zweiten Ausführungsform ist die Drahtlosschnittstelle
35 der Ausleseeinrichtung 30 als Weitverkehrsverbindungsschnittstelle ausgebildet
und ist in der Lage eine direkte Mobilfunkverbindung zur Servereinrichtung 102 herzustellen,
über die die den Fahrzeugzustand betreffende Information übertragen wird.
[0034] Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, dass eine Informationsübertragung von den Fahrzeugzustand
betreffenden Informationen 23 in die Richtung von der Diagnoseschnittstelle 21 des
Fahrzeugs 20 zur Servereinrichtung 102 eines Pannenservice-Dienstleisters erfolgt,
die es in einer Pannensituation des Fahrzeugs 20 ermöglicht, dem Pannenservice-Dienstleister
frühzeitig und gezielt Informationen zur Pannensituation bzw. zum Zustand des Fahrzeugs
20 zur Verfügung zu stellen, so dass eine Hilfestellung effizient und schnell erfolgen
kann.
[0035] Diese Informationsübertragung von den Fahrzeugzustand betreffenden Informationen
23 in die Richtung von der Diagnoseschnittstelle 21 des Fahrzeugs 20 zur Servereinrichtung
102 muss ausgelöst werden. Dies erfolgt erfindungsgemäß - gemäß beider Ausführungsvarianten
der Erfindung -
- - entweder mittels einer (nicht dargestellten) Betätigungseinrichtung an der Ausleseeinrichtung
30
- - oder aber mittels eines Betätigungssignals, welches die Ausleseeinrichtung 30 empfängt
- - oder aber sowohl mittels der Betätigungseinrichtung als auch mittels des Betätigungssignals.
[0036] Zum Empfang des Betätigungssignals weist die Ausleseeinrichtung 30 gemäß einer bevorzugten
Ausführungsform entweder lediglich die Drahtlosschnittstelle 35 auf, d.h. die Drahtlosschnittstelle
35 wird sowohl zur Aussendung der den Fahrzeugzustand betreffenden Information 23
als auch zum Empfang des Betätigungssignals verwendet. Alternativ hierzu weist die
Ausleseeinrichtung 30 gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform jedoch zusätzlich
zu der Drahtlosschnittstelle 35 eine (nicht dargestellte) weitere Drahtlosschnittstelle
auf. Hierdurch ist es erfindungsgemäß vorteilhaft möglich, dass die den Fahrzeugzustand
betreffenden Information 23 auf einem anderen Wege übertragen werden als das Betätigungssignal,
was insgesamt das Sicherheitsniveau des erfindungsgemäßen Verfahrens bzw. des erfindungsgemäßen
Systems 10 erhöht.
[0037] Es kann erfindungsgemäß auch vorgesehen sein, dass eine Informationsübertragung von
den Fahrzeugzustand betreffenden Informationen 23 in die Richtung von der Servereinrichtung
102 zur Diagnoseschnittstelle 21 realisiert wird. Dies ist beispielsweise für den
Fall denkbar und vorteilhaft, dass ein Fehlercode bezüglich einer behobenen Störung
gelöscht wird (beispielsweise nach dem Auswechseln eines Leuchtmittels wird der damit
in Zusammenhang stehende Fehlercode gelöscht).
[0038] Gemäß der ersten Ausführungsform der Erfindung (Figur 1) weist das Telekommunikationsendgerät
die Mobilfunkschnittstelle 46 auf, mittels der das Telekommunikationsendgerät 40 über
eine Datenverbindung 101 mit einem mobilen Telekommunikationsnetz 100 (d.h. beispielsweise
ein öffentliches Mobilfunknetz) verbunden ist. Über die Datenverbindung 101 und das
Telekommunikationsnetz 100 ist das Telekommunikationsendgerät 40 mit der Servereinrichtung
102 verbunden bzw. verbindbar. Hierdurch ist es erfindungsgemäß in vorteilhafter Weise
möglich, dass eine Softwareanwendung, welche auf dem Telekommunikationsendgerät 40
ausgeführt wird, über die Datenverbindung 101, das Telekommunikationsnetz 100 und
die Servereinrichtung 102 an der Servereinrichtung 102, welche insbesondere eine Datenbankfunktionalität
und/oder eine Verarbeitungsfunktionalität aufweist, Daten abruft oder an die Servereinrichtung
102 Anfragen schickt. Erfindungsgemäß ist es vorteilhaft möglich, dass die den Fahrzeugzustand
betreffende Information 23, d.h. insbesondere Fehlercodes oder Informationen, die
einen bezüglich des Abfragezeitpunkts zurückliegenden Zeitraum betreffen, über die
Diagnoseschnittstelle 21 zum Telekommunikationsendgerät 40 übertragen werden.
1. Verfahren zur Fernauslesung von Daten eines Fahrzeugs (20) zur Unterstützung der Wartung
und/oder der Reparatur des Fahrzeugs (20), wobei das Fahrzeug (20) eine Diagnoseschnittstelle
(21) aufweist, wobei eine den Fahrzeugzustand betreffende Information (23) mittels
der Diagnoseschnittstelle (21) abrufbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass mittels einer mit der Diagnoseschnittstelle (21) verbundenen Ausleseeinrichtung (30)
über die Diagnoseschnittstelle (21) die den Fahrzeugzustand betreffende Information
(23) ausgelesen wird, wobei die Ausleseeinrichtung (30) eine Drahtlosschnittstelle
(35) zur Aussendung und Übertragung der den Fahrzeugzustand betreffenden Information
(23) aufweist und wobei das Verfahren die folgenden Verfahrensschritte aufweist:
- - in einem ersten Verfahrensschritt wird
- - mittels einer Betätigungseinrichtung der Ausleseeinrichtung (30) und/oder
- - mittels des Empfangs - durch die Ausleseeinrichtung - eines Betätigungssignals
das Auslesen der den Fahrzeugzustand betreffenden Information (23) durch die Ausleseeinrichtung
(30) bewirkt,
- - in einem zweiten Verfahrensschritt wird mittels der Drahtlosschnittstelle (35)
die den Fahrzeugzustand betreffende Information (23) von der Ausleseeinrichtung (30)
ausgesendet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrzeug (20) eine Speichereinrichtung (22) aufweist, wobei die den Fahrzeugzustand
betreffende Information (23) in der Speichereinrichtung (22) abgespeichert ist.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Fahrzeug (20) eine Fahrzeugidentifikationsinformation (24) zugeordnet und in
der Speichereinrichtung (22) abgespeichert ist.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungssignal von der Ausleseeinrichtung (30) mittels der Drahtlosschnittstelle
(35) und/oder mittels einer weiteren Drahtlosschnittstelle empfangen wird, wobei die
Drahtlosschnittstelle (35) und die weitere Drahtlosschnittstelle insbesondere gemäß
einer oder mehrerer der folgenden Kombinationen von Schnittstellentypen vorgesehen
sind:
- - eine kurzreichweitige (lokale) Funkschnittstelle und eine Infrarotschnittstelle,
- - eine kurzreichweitige (lokale) Funkschnittstelle und eine NFC-Schnittstelle (Near
Field Communication),
- - eine kurzreichweitige (lokale) Funkschnittstelle und eine Weitverkehrsverbindungsschnittstelle,
insbesondere eine Mobilfunkschnittstelle,
- - eine Weitverkehrsverbindungsschnittstelle und eine kurzreichweitige (lokale) Funkschnittstelle,
- - eine Weitverkehrsverbindungsschnittstelle und eine Infrarotschnittstelle,
- - eine Weitverkehrsverbindungsschnittstelle und eine NFC-Schnittstelle (Near Field
Communication).
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Drahtlosschnittstelle (35) eine kurzreichweitige (lokale) Funkschnittstelle,
insbesondere gemäß dem Bluetooth-Standard und/oder gemäß einem der WLAN-Standards
(Wireless Local Area Network), ist, wobei wenigstens die den Fahrzeugzustand betreffende
Information (23) über
- - die Drahtlosschnittstelle (35) und
- - ein eine Mobilfunkschnittstelle (46) aufweisendes Telekommunikationsendgerät (40)
und unter Nutzung der Mobilfunkschnittstelle (46) und einer über ein Telekommunikationsnetz
(100) bereitgestellten Datenverbindung (101) zu einer Servereinrichtung (102) übertragen
wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Drahtlosschnittstelle (35) eine Weitverkehrsverbindungsschnittstelle ist, insbesondere
eine Mobilfunkschnittstelle, wobei wenigstens die den Fahrzeugzustand betreffende
Information (23) über die Drahtlosschnittstelle (35) und eine über ein Telekommunikationsnetz
(100) bereitgestellte Datenverbindung (101) zu einer Servereinrichtung (102) übertragen
wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungssignal über die weitere Drahtlosschnittstelle in Form eines Infrarotsignals
und/oder in Form eines NFC-Signals (Near Field Communication) und/oder in Form eines
über eine kurzreichweitige (lokale) Funkschnittstelle übertragenen Signals übertragen
wird.
8. System (10) zur Fernauslesung von Daten eines Fahrzeugs (20) zur Unterstützung der
Wartung und/oder der Reparatur des Fahrzeugs (20), wobei das Fahrzeug (20) eine Diagnoseschnittstelle
(21) aufweist, wobei eine den Fahrzeugzustand betreffende Information (23) mittels
der Diagnoseschnittstelle (21) abrufbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das System (10) eine mit der Diagnoseschnittstelle (21) verbundene Ausleseeinrichtung
(30) umfasst, wobei das System (10) derart konfiguriert ist, dass über die Diagnoseschnittstelle
(21) die den Fahrzeugzustand betreffende Information (23) ausgelesen wird, wobei die
Ausleseeinrichtung (30) eine Drahtlosschnittstelle (35) zur Aussendung und Übertragung
der den Fahrzeugzustand betreffenden Information (23) aufweist, wobei das System (10)
derart konfiguriert ist, dass mittels einer Betätigungseinrichtung der Ausleseeinrichtung
(30) und/oder mittels des Empfangs eines Betätigungssignals das Auslesen der den Fahrzeugzustand
betreffenden Information (23) durch die Ausleseeinrichtung (30) bewirkt wird, wobei
das System (10) ferner derart konfiguriert ist, dass mittels der Drahtlosschnittstelle
(35) die den Fahrzeugzustand betreffende Information (23) von der Ausleseeinrichtung
(30) ausgesendet wird.
9. System (10) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Ausleseeinrichtung (30) neben der Drahtlosschnittstelle (35) eine weitere Drahtlosschnittstelle
aufweist und die Ausleseeinrichtung (30) derart konfiguriert ist, dass das Betätigungssignal
von der Ausleseeinrichtung (30) mittels der Drahtlosschnittstelle (35) oder mittels
einer weiteren Drahtlosschnittstelle empfangen wird, wobei die Drahtlosschnittstelle
(35) und die weitere Drahtlosschnittstelle insbesondere gemäß den folgenden Kombinationen
von Schnittstellentypen vorgesehen sind:
- - eine kurzreichweitige (lokale) Funkschnittstelle und eine Infrarotschnittstelle,
- - eine kurzreichweitige (lokale) Funkschnittstelle und eine NFC-Schnittstelle (Near
Field Communication),
- - eine kurzreichweitige (lokale) Funkschnittstelle und eine
Weitverkehrsverbindungsschnittstelle, insbesondere eine Mobilfunkschnittstelle,
- - eine Weitverkehrsverbindungsschnittstelle und eine kurzreichweitige (lokale) Funkschnittstelle,
- - eine Weitverkehrsverbindungsschnittstelle und eine Infrarotschnittstelle,
- - eine Weitverkehrsverbindungsschnittstelle und eine NFC-Schnittstelle (Near Field
Communication).
10. System (10) nach einem der Ansprüche 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die Drahtlosschnittstelle (35) eine kurzreichweitige (lokale) Funkschnittstelle,
insbesondere gemäß dem Bluetooth-Standard und/oder gemäß einem der WLAN-Standards
(Wireless Local Area Network), ist, wobei das System (10) ein eine Mobilfunkschnittstelle
(46) aufweisendes Telekommunikationsendgerät (40) aufweist, wobei das System (10)
derart konfiguriert ist, dass wenigstens die den Fahrzeugzustand betreffende Information
(23) über
- - die Drahtlosschnittstelle (35) und
- - die Mobilfunkschnittstelle (46) des Telekommunikationsendgeräts (40) und unter
Nutzung der Mobilfunkschnittstelle (46) und einer über ein Telekommunikationsnetz
(100) bereitgestellten Datenverbindung (101) zu einer Servereinrichtung (102) übertragen
wird.
11. Ausleseeinrichtung (30) zur Fernauslesung von Daten eines Fahrzeugs (20) zur Unterstützung
der Wartung und/oder der Reparatur des Fahrzeugs (20), wobei die Ausleseeinrichtung
(30) zur Verwendung in einem System (10) nach einem der Ansprüche 8 bis 10 vorgesehen
ist.
12. Telekommunikationsendgerät (40) zur Fernauslesung von Daten eines Fahrzeugs (20) zur
Unterstützung der Wartung und/oder der Reparatur des Fahrzeugs (20), wobei das Telekommunikationsendgerät
(40) zur Verwendung in einem System (10) nach einem der Ansprüche 8 bis 10 vorgesehen
ist.
13. Computerprogramm mit Programmcodemitteln, mit deren Hilfe alle Schritte eines Verfahrens
nach einem der Ansprüche 1 bis 7 durchführbar sind, wenn das Computerprogramm auf
einer programmierbaren Einrichtung und/oder einem programmierbaren Telekommunikationsendgerät
(40) und/oder einer Ausleseeinrichtung (30) und/oder einer Servereinrichtung (102),
insbesondere in Teilen auf einem programmierbaren Telekommunikationsendgerät (40)
und in Teilen auf einer Ausleseeinrichtung (30) und in Teilen auf einer Servereinrichtung
(102) oder in Teilen auf einer Ausleseeinrichtung (30) und in Teilen auf einer Servereinrichtung
(102) ausgeführt wird.
14. Computerprogrammprodukt mit einem computerlesbaren Medium und einem auf dem computerlesbaren
Medium gespeicherten Computerprogramm mit Programmcodemitteln, die dazu geeignet sind,
dass alle Schritte eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 7 durchführbar
sind, wenn das Computerprogramm auf einer programmierbaren Einrichtung und/oder einem
programmierbaren Telekommunikationsendgerät (40) und/oder einer Ausleseeinrichtung
(30) und/oder einer Servereinrichtung (102), insbesondere in Teilen auf einem programmierbaren
Telekommunikationsendgerät (40) und in Teilen auf einer Ausleseeinrichtung (30) und
in Teilen auf einer Servereinrichtung (102) oder in Teilen auf einer Ausleseeinrichtung
(30) und in Teilen auf einer Servereinrichtung (102) ausgeführt wird.