| (19) |
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(11) |
EP 2 783 115 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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27.06.2018 Patentblatt 2018/26 |
| (22) |
Anmeldetag: 22.11.2012 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2012/073294 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2013/076176 (30.05.2013 Gazette 2013/22) |
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| (54) |
FLÜSSIGKEITSRING-VAKUUMPUMPE
LIQUID RING VACUUM PUMP
POMPE À VIDE À ANNEAU LIQUIDE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
24.11.2011 EP 11190556
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.10.2014 Patentblatt 2014/40 |
| (73) |
Patentinhaber: Sterling Industry Consult GmbH |
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25524 Itzehoe (DE) |
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Erfinder: |
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- KÖSTERS, Heiner
25524 Itzehoe (DE)
- TAMM, Matthias
25524 Itzehoe (DE)
- SCHÜTZE, Daniel
25524 Itzehoe (DE)
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| (74) |
Vertreter: Glawe, Delfs, Moll |
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Partnerschaft mbB
von Patent- und Rechtsanwälten
Postfach 13 03 91 20103 Hamburg 20103 Hamburg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A1-97/08808 DE-B- 1 293 942 US-A- 2 145 644
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DE-A1- 3 809 929 GB-A- 1 355 193
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Flüssigkeitsring-Vakuumpumpe mit einer Welle, die exzentrisch
in einem Pumpengehäuse gelagert ist. Mit der Welle sind ein Flügelrad und ein Rotor
eines Antriebsmotors verbunden. Parallel zu dem Flügelrad ist eine Steuerscheibe angeordnet.
[0002] Solche Pumpen können zum Evakuieren von Behältern oder sonstigen abgeschlossenen
Räumen verwendet werden. Eine Eingangsöffnung der Pumpe wird an den zu evakuierenden
Raum angeschlossen, das in dem Raum enthaltene Gas wird durch die Eingangsöffnung
angesaugt, in der Pumpe komprimiert und durch eine Ausgangsöffnung wieder abgegeben.
[0003] In Flüssigkeitsring-Vakuumpumpen wird durch das Flügelrad ein Flüssigkeitsring in
Bewegung gehalten, so dass die Kammern zwischen den Flügeln des Flügelrads durch den
Flüssigkeitsring abgeschlossen werden. Da das Flügelrad exzentrisch in dem Pumpengehäuse
gelagert ist, dringt der Flüssigkeitsring je nach Winkelstellung des Flügelrads unterschiedlich
weit in die Kammer ein und wirkt dadurch als Kolben, der das Volumen der Kammer verändert.
Die gesamte dafür erforderliche Kraft wird durch die Welle und das Flügelrad übertragen.
[0004] Flüssigkeitsringvakuumpumpen in Monoblockbauweise bestehen klassischerweise aus einem
Standardelektromotor und der daran fest angeflanschten Pumpe. Pumpe und Motor werden
hydraulisch mit Hilfe einer Gleitringdichtung getrennt. Die Pumpe besitzt keine eigenen
Lager, so dass für die Aufnahme der Prozesskräfte die Lager des Elektromotors benutzt
werden. Diese sind normalerweise verstärkt. Die Prozesskräfte greifen in radialer
und axialer Richtung am überkragenden Flügelrad an und belasten die Welle auf Druck
und vor allem auf Biegung. Dieses Durchbiegen muss bei der Auslegung der Pumpe berücksichtigt
werden, indem ausreichende Toleranzen vorgesehen werden. Insbesondere zwischen dem
Flügelrad und der Steuerscheibe muss ein Abstand eingehalten werden, weil ein Durchbiegen
der Welle sonst dazu führt, dass das Flügelrad sonst an der Steuerscheibe anstößt.
Toleranzen zwischen dem Flügelrad und der Steuerscheibe sind aber mit Leckverlusten
verbunden, die den Wirkungsgrad der Pumpe vermindern.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Flüssigkeitsring-Vakuumpumpe vorzustellen,
bei der die Leckverluste vermindert sind. Ausgehend vom eingangs genannten Stand der
Technik wird die Aufgabe gelöst mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Erfindungsgemäß
sind ein erstes und ein zweites Hauptlager für die Welle vorgesehen. Das erste Hauptlager
ist zwischen dem Flügelrad und dem Rotor in der Ebene der Steuerscheibe angeordnet.
Das Flügelrad ist zwischen dem ersten Hauptlager und dem zweiten Hauptlager angeordnet.
Vorteilhafte Ausführungsformen finden sich in den Unteransprüchen.
[0006] Zunächst werden einige Begriffe erläutert. Das Flügelrad und der Rotor des Antriebsmotors
liegen auf einer gemeinsamen Welle. Damit handelt es sich um eine Pumpe in Monoblockbauweise,
bei der es keinen Wellenflansch zwischen dem Rotor und dem Flügelrad gibt. Der Begriff
Hauptlager bezeichnet ein Drehlager, in dem die Welle statisch geführt ist. Auch wenn
die Welle sich nicht dreht, wird sie durch die Hauptlager in einer definierten Position
gehalten. Ein hydrodynamisches Lager, das nur dann Lagerkräfte aufnehmen kann, wenn
die Welle sich dreht, ist kein Hauptlager in diesem Sinne. Als Hauptlager kommen beispielsweise
Gleitlager oder Wälzlager in Frage. Die Hauptlager werden vorzugsweise durch die Betriebsflüssigkeit
der Pumpe geschmiert.
[0007] Das Pumpengehäuse bezeichnet den Teil der Pumpe, in dem das Flügelrad aufgenommen
ist. Die exzentrische Lagerung der Welle betrifft also das Flügelrad in dem Pumpengehäuse.
In anderen Abschnitten der Pumpe kann die Welle zentral angeordnet sein. In der benachbart
zu dem Flügelrad angeordneten Steuerscheibe sind die Öffnungen ausgebildet, durch
die das zu fördernde Gas in die Kammern des Flügelrads eintritt und wieder austritt.
Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Steuerscheibe direkt in das Gehäuse eingearbeitet
ist. In aller Regel ist die Steuerscheibe aber ein separates Bauteil, das mit dem
Gehäuse verbunden wird.
[0008] Die Erfindung hat erkannt, dass es von Nachteil ist, wenn die Welle sich im zentralen
Bereich zwischen dem Antriebsmotor und dem Flügelrad durchbiegt. Es muss dann eine
größere Toleranz zwischen dem Flügelrad und der Steuerscheibe eingehalten werden,
was sich unmittelbar in erhöhten Leckverlusten niederschlägt. Erfindungsgemäß wird
deswegen vorgeschlagen, das erste Hauptlager und das zweite Hauptlager benachbart
zu dem Flügelrad anzuordnen. Die Welle ist dann in dem Bereich gelagert, in dem ein
großer Teil der auf die Welle wirkenden Kräfte entsteht, und es wird möglich, das
Flügelrad in geringerem Abstand zu der Steuerscheibe anzuordnen, so dass die Leckverluste
vermindert werden.
[0009] Es ist sinnvoll, die Prozesskräfte möglichst nahe beim Flügelrad aufzunehmen. Das
erste Hauptlager ist deswegen in der Ebene der Steuerscheibe angeordnet. Bei klassischen
Lagerkonzepten (vgl. etwa
GB 1 355 193,
DE 1 293 942) sind in der Ebene der Steuerscheibe allenfalls Dichtungen vorgesehen.
[0010] Die Ausdehnung des Hauptlagers in axialer Richtung ist regelmäßig größer als die
Dicke der Steuerscheibe, so dass das Hauptlager in einer oder in beiden Richtungen
über die Steuerscheibe hinausragt. Vorzugsweise ist das erste Hauptlager so ausgelegt,
dass es außer radialen Kräfte auch axiale Kräfte von der Welle aufnehmen kann. Die
Aufnahme der axialen Kräfte kann über die in Richtung des Flügelrads weisende Stirnfläche
des ersten Hauptlagers erfolgen. Zu diesem Zweck kann das Hauptlager so angeordnet
werden, dass es in axialer Richtung über die Steuerscheibe hinausragt. Das zweite
Hauptlager kann so ausgelegt sein, dass es nur radiale Kräfte und keine axialen Kräfte
von der Welle aufnimmt.
[0011] Die Steuerscheibe selbst ist im Allgemeinen ein Bauteil, das für die Aufnahme großer
Lasten nicht geeignet ist. Um die Steuerscheibe von Belastungen durch das Hauptlager
freizuhalten, kann das Hauptlager in einem Gehäuseteil gehalten sein, das benachbart
zu der Steuerscheibe angeordnet ist. Die Steuerscheibe befindet sich zwischen diesem
Gehäuseteil und dem Flügelrad. Der Rotor des Antriebsmotors ist vorzugsweise jenseits
des Gehäuseteils angeordnet. Die Welle erstreckt sich also durch das Gehäuseteil hindurch,
so dass der Rotor auf der einen Seite und das Flügelrad auf der anderen Seite des
Gehäuseteils angeordnet ist.
[0012] Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Pumpe mehr als zwei Hauptlager aufweisen kann.
Wenn weitere Lager vorgesehen sind, handelt es sich regelmäßig um Hilfslager, die
kleiner dimensioniert sind als die Hauptlager. Die Hauptlager sind in diesem Fall
die beiden größten Lager der Welle.
[0013] In einer vorteilhaften Ausführungsform sind genau zwei Hauptlager vorgesehen. Zwar
gibt es mit dem Rotor des Antriebsmotors dann eine vergleichsweise große Masse auf
der Welle, die nicht zwischen den beiden Hauptlagern angeordnet ist. Der Rotor ist
aber normalerweise frei von Unwuchten, so dass dort keine großen Kräfte auf die Welle
wirken. Außerdem kann der Motor selbst in gewissem Umfang Lagerkräfte aufnehmen. Es
bildet sich nämlich durch die Betriebsflüssigkeit, in der der Rotor sich dreht, ein
hydrodynamisches Lager, wenn der Spalt zwischen dem Rotor und dem Stator des Antriebsmotors
hinreichend klein ist.
[0014] Ist die Welle jenseits (vom Flügelrad aus betrachtet) des Rotors nicht mehr gelagert,
kann es zu Schäden an dem Rotor und dem Stator des Antriebsmotors kommen, wenn die
Hauptlager verschleißen. Um das Risiko solcher Schäden zu vermindern, kann jenseits
des Rotors ein Anlaufring vorgesehen sein. Im normalen Betrieb treten in dem Anlaufring
keine Lagerkräfte auf. Der Anlaufring kann so gestaltet sein, dass die Welle Spiel
in dem Anlaufring hat. Die Funktion des Anlaufrings zeigt sich erst dann, wenn eines
der Hauptlager verschlissen ist. Der Anlaufring verhindert in diesem Fall, dass der
Rotor und der Stator des Antriebsmotors sich berühren. Der Anlaufring kann darüber
hinaus als Verschleißanzeige genutzt werden, in dem auf einen Verschleiß eines der
übrigen Lager geschlossen wird, wenn die Lagerkräfte in dem Anlaufring eine vorgegebene
Schwelle überschreiten.
[0015] Um den Leckverlust gering zu halten, muss der Abstand zwischen dem Flügelrad und
der Steuerscheibe klein sein. Dazu ist es erforderlich, die axiale Position der Welle
präzise einzustellen. In einer vorteilhaften Ausführungsform wird die axiale Position
der Welle dadurch definiert, dass das Flügelrad an einer Stirnfläche des ersten Hauptlagers
anliegt. Das erste Hauptlager ragt zu diesem Zweck leicht über die Ebene der Steuerscheibe
hinaus. Beim Zusammenbauen der Pumpe muss dann zwar die axiale Position des ersten
Hauptlagers exakt eingestellt werden. Darüber hinaus sind aber keine Einstellarbeiten
erforderlich.
[0016] Das Flügelrad ist vorzugsweise so gestaltet, dass durch die Rotation, die im Betrieb
der Pumpe stattfindet, eine Kraft in Richtung des ersten Hauptlagers erzeugt wird.
Wenn die Welle ein leichtes Spiel in Axialrichtung hat, wird das Flügelrad durch diese
Kraft automatisch gegen die Stirnfläche des Hauptlagers gedrückt.
[0017] An dem der Steuerscheibe gegenüberliegenden Ende sind die Kammern des Flügelrads
vorzugsweise durch eine Bordscheibe abgeschlossen, die im Betrieb der Pumpe bis in
den Flüssigkeitsring hineinragt. Der Leckspalt zwischen dem Flügelrad und der Steuerscheibe
ist dann der einzige Leckspalt der Pumpe. Jenseits der Bordscheibe kann der Arbeitsraum
der Pumpe durch einen Gehäusedeckel abgeschlossen sein.
[0018] Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung anhand
einer vorteilhaften Ausführungsform beispielhaft beschrieben. Es zeigt:
- Fig. 1:
- eine schematische Querschnittsansicht einer erfindungsgemäßen Pumpe.
[0019] Eine Flüssigkeitsring-Vakuumpumpe in Fig. 1 umfasst ein Gehäuse 14 mit einem Fuß
15. In dem Gehäuse 14 ist eine Welle 19 gelagert, die sich quer durch das Gehäuse
14 vom linken Ende bis zum rechten Ende erstreckt. Die Welle 19 trägt auf der einen
Seite einen Rotor 20 eines Antriebsmotors der Pumpe und auf der anderen Seite ein
Flügelrad 21, mit dem das zu fördernde Gas transportiert wird.
[0020] Das Gehäuse 14 ist in axialer Richtung aus drei Gehäuseteilen 16, 17, 18 zusammengesetzt,
wobei in dem in Fig. 1 links dargestellten Gehäuseteil 18 das Flügelrad 21 und in
dem rechts dargestellten Gehäuseteil 16 der Antriebsmotor aufgenommen ist. Der Antriebsmotor
umfasst den mit der Welle 19 verbundenen Rotor 20 und einen mit dem Gehäuseteil 16
verbundenen Stator 24. Über ein Netzteil 25 wird dem Antriebsmotor elektrische Energie
zugeführt, so dass die Welle 19 zusammen mit dem Flügelrad 21 in Rotation versetzt
wird. Durch die Rotation des Flügelrads 21 wird das zu transportierende Medium gefördert,
wie unten näher erläutert wird.
[0021] Die Welle 19 ist mit einem ersten Hauptlager 23 und einem zweiten Hauptlager 26 gelagert,
die beidseits des Flügelrads 21 in einem geringen Abstand zu dem Flügelrad 21 angeordnet
sind. Das erste Hauptlager 23 ist in dem zentralen Gehäuseteil 17 gehalten und erstreckt
sich von dort knapp über die Ebene der Steuerscheibe 22 hinaus. Das zweite Hauptlager
26 befindet sich in der Stirnseite des Gehäuseteils 18 und erstreckt sich vom Ende
der Welle 19 bis zum Flügelrad 21. Die beiden Hauptlager 23, 26 sind in dem Bereich
angeordnet, in dem durch das Flügelrad 21 die stärksten Kräfte auf die Welle 19 übertragen
werden.
[0022] Zwischen dem ersten Hauptlager 23 und dem anderen Ende der Welle 19 wirken nur noch
geringe Kräfte auf die Welle 19. Der Antriebsmotor 19 bildet durch den dünnen Spalt
zwischen dem Rotor 20 und dem Stator 24, der im Betrieb der Pumpe mit Betriebsflüssigkeit
gefüllt ist, sein eigenes hydrodynamisches Lager. In dem am anderen Ende der Welle
vorgesehene Anlaufring 27 hat die Welle 19 Spiel. Der Anlaufring 27 nimmt also im
normalen Betrieb keine Lagerkräfte auf, sondern dient der zusätzlichen Sicherheit,
falls die Hauptlager 23, 26 verschleißen. Durch einen geeigneten Sensor an dem Anlaufring
27 kann festgestellt werden, wenn Lagerkräfte in dem Anlaufring 27 auftreten. Das
Auftreten von Lagerkräften kann als Hinweis auf beginnenden Verschleiß der Pumpe verstanden
werden.
[0023] Das Flügelrad 21 ist in dem Gehäuseteil 18, das das eigentliche Pumpengehäuse bildet,
exzentrisch gelagert. Wenn das Flügelrad sich dreht, wird eine Betriebsflüssigkeit
in Bewegung versetzt, so dass in dem Pumpengehäuse ein Flüssigkeitsring entsteht,
der sich mit dem Flügelrad bewegt. Je nach Winkelstellung des Flügelrads dringt der
Flüssigkeitsring mehr oder weniger tief in die Kammern des Flügelrads ein. Der Flüssigkeitsring
wirkt dadurch wie ein Kolben, der sich in den Kammern auf- und abbewegt. Das zu fördernde
Gas wird in dem Bereich angesaugt, in dem das Volumen der Kammer sich vergrößert,
und in dem Bereich wieder abgegeben, in dem das Volumen der Kammer sich verkleinert.
[0024] Für die Zufuhr und Abfuhr des Gases sind in dem zentralen Gehäuseteil 17 Kanäle vorgesehen,
die in Fig. 1 nicht dargestellt sind. Die Kanäle münden in einer Steuerscheibe 22,
die mit in Fig. 1 nicht sichtbaren Öffnungen versehen ist. Die Öffnungen sind so angeordnet,
dass das Gas im richtigen Bereich in die Kammer eintreten bzw. aus der Kammer austreten
kann.
[0025] Zwischen der Steuerscheibe 22 und dem Flügelrad 21 muss notwendigerweise ein Spalt
bestehen, damit das Flügelrad 21 sich frei drehen kann. Dieser Spalt bildet zugleich
einen Leckspalt der Pumpe, durch den das zu fördernde Gas von einer Kammer in die
nächste Kammer entweichen kann. Auf der gegenüberliegenden Seite des Flügelrads 21
sind die Kammern mit einer Wand abgeschlossen, die im Betrieb der Pumpe bis in den
Flüssigkeitsring hineinragt.
[0026] Um den Leckspalt zwischen dem Flügelrad 21 und der Steuerscheibe 22 klein zu halten,
muss das Flügelrad 21 in Längsrichtung exakt positioniert sein. Bei der erfindungsgemäßen
Pumpe ist die Position des Flügelrads 21 dadurch definiert, dass das Flügelrad an
einer Stirnfläche des ersten Hauptlagers 23 anliegt. Das erste Hauptlager 23 ist in
dem zentralen Gehäuseteil 17 gehalten, so dass die Lagerkräfte dorthin und nicht auf
die Steuerscheibe 22 übergeleitet werden. Ausgehend von dem zentralen Gehäuseteil
17 ragt das erste Hauptlager 23 in Richtung des Flügelrads 21 etwas über die Steuerscheibe
22 hinaus. Wenn das Flügelrad 21 an der Stirnfläche des ersten Hauptlagers 23 anliegt,
hält das Flügelrad also einen definierten Abstand zu der Steuerscheibe 22 ein. Das
Flügelrad 21 ist so gestaltet, dass im Betrieb der Pumpe eine in Richtung der Steuerscheibe
22 wirkende Kraft entsteht. Das Flügelrad 21 nimmt dadurch automatisch die gewünschte
Position in der Pumpe ein.
1. Flüssigkeitsring-Vakuumpumpe mit einem Pumpengehäuse (18), mit einer exzentrisch in
dem Pumpengehäuse (18) gelagerten Welle (19), wobei ein Flügelrad (21) und ein Rotor
(20) eines Antriebsmotors (20, 24) mit der Welle (19) verbunden sind, und mit einer
parallel zu dem Flügelrad (21) angeordneten Steuerscheibe (22), wobei ein erstes Hauptlager
(23) und ein zweites Hauptlager (26) für die Welle (19) vorgesehen sind, wobei das
erste Hauptlager (26) zwischen dem Flügelrad (21) und dem Rotor (20) angeordnet ist
und wobei das Flügelrad (21) zwischen dem ersten Hauptlager (23) und dem zweiten Hauptlager
(26) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Hauptlager (23) in der Ebene der Steuerscheibe (22) angeordnet ist.
2. Flüssigkeitsring-Vakuumpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Hauptlager (23) in einem Gehäuseteil (17) gehalten ist, das benachbart
zu der Steuerscheibe (21) angeordnet ist.
3. Flüssigkeitsring-Vakuumpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Hauptlager (23) dazu ausgelegt ist, radiale Kräfte und axiale Kräfte von
der Welle (19) aufzunehmen.
4. Flüssigkeitsring-Vakuumpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Hauptlager (26) dazu ausgelegt ist, radiale Kräfte von der Welle aufzunehmen.
5. Flüssigkeitsring-Vakuumpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (20) und der Stator (24) des Antriebsmotors ein hydrodynamisches Lager
für die Welle (19) bilden.
6. Flüssigkeitsring-Vakuumpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass jenseits des Rotors (20) des Antriebsmotors (20, 24) ein Anlaufring (27) vorgesehen
ist.
7. Flüssigkeitsring-Vakuumpumpe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Anlaufring (27) zugleich als Verschleißanzeige dient.
8. Flüssigkeitsring-Vakuumpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die axiale Position der Welle (19) dadurch definiert wird, dass das Flügelrad (21)
an einer Stirnfläche des ersten Hauptlagers (23) anliegt.
9. Flüssigkeitsring-Vakuumpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Flügelrad (21) so gestaltet ist, dass durch die Rotation im Betrieb der Pumpe
eine Kraft in Richtung des ersten Hauptlagers (23) erzeugt wird.
1. Liquid-ring vacuum pump having a pump housing (18), having a shaft (19) which is mounted
eccentrically in the pump housing (18), an impeller (21) and a rotor (20) of a drive
motor (20, 24) being connected to the shaft (19), and having a control disk (22) which
is arranged parallel to the impeller (21), a first main bearing (23) and a second
main bearing (26) being provided for the shaft (19), the first main bearing (26) being
arranged between the impeller (21) and the rotor (20), and the impeller (21) being
arranged between the first main bearing (23) and the second main bearing (26), characterized in that the first main bearing (23) is arranged in the plane of the control disk (22).
2. Liquid-ring vacuum pump according to Claim 1, characterized in that the first main bearing (23) is held in a housing part (17) which is arranged adjacently
with respect to the control disk (21).
3. Liquid-ring vacuum pump according to either of Claims 1 and 2, characterized in that the first main bearing (23) is designed to absorb radial forces and axial forces
from the shaft (19).
4. Liquid-ring vacuum pump according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the second main bearing (26) is designed to absorb radial forces from the shaft.
5. Liquid-ring vacuum pump according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the rotor (20) and the stator (24) of the drive motor form a hydrodynamic bearing
for the shaft (19).
6. Liquid-ring vacuum pump according to one of Claims 1 to 5, characterized in that a run-on ring (27) is provided on the other side of the rotor (20) of the drive motor
(20, 24).
7. Liquid-ring vacuum pump according to Claim 6, characterized in that the run-on ring (27) serves at the same time as a wear indicator.
8. Liquid-ring vacuum pump according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the axial position of the shaft (19) is defined by virtue of the fact that the impeller
(21) bears against an end face of the first main bearing (23).
9. Liquid-ring vacuum pump according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the impeller (21) is designed in such a way that a force is generated in the direction
of the first main bearing (23) as a result of the rotation during operation of the
pump.
1. Pompe à vide à anneau de liquide comprenant un carter de pompe (18), un arbre (19)
supporté de manière excentrique dans le carter de pompe (18), une turbine (21) et
un rotor (20) d'un moteur d'entraînement (20, 24) étant connectés à l'arbre (19),
et un disque de commande (22) disposé parallèlement à la turbine (21), un premier
palier principal (23) et un deuxième palier principal (26) étant prévus pour l'arbre
(19), le premier palier principal (26) étant disposé entre la turbine (21) et le rotor
(20) et la turbine (21) étant disposée entre le premier palier principal (23) et le
deuxième palier principal (26), caractérisée en ce que le premier palier principal (23) est disposé dans le plan du disque de commande (22).
2. Pompe à vide à anneau de liquide selon la revendication 1, caractérisée en ce que le premier palier principal (23) est retenu dans une partie de carter (17) qui est
disposée à côté du disque de commande (21).
3. Pompe à vide à anneau de liquide selon l'une quelconque des revendications 1 à 2,
caractérisée en ce que le premier palier principal (23) est conçu de manière à recevoir des forces radiales
et des forces axiales provenant de l'arbre (19).
4. Pompe à vide à anneau de liquide selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisée en ce que le deuxième palier principal (26) est conçu de manière à recevoir des forces radiales
provenant de l'arbre.
5. Pompe à vide à anneau de liquide selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisée en ce que le rotor (20) et le stator (24) du moteur d'entraînement forment un palier hydrodynamique
pour l'arbre (19).
6. Pompe à vide à anneau de liquide selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisée en ce qu'au-delà du rotor (20) du moteur d'entraînement (20, 24) est prévu un anneau de guidage
(27).
7. Pompe à vide à anneau de liquide selon la revendication 6, caractérisée en ce que l'anneau de guidage (27) sert également de témoin d'usure.
8. Pompe à vide à anneau de liquide selon l'une quelconque des revendications 1 à 7,
caractérisée en ce que la position axiale de l'arbre (19) est définie par le fait que la turbine (21) s'applique
contre une surface frontale du premier palier principal (23).
9. Pompe à vide à anneau de liquide selon l'une quelconque des revendications 1 à 8,
caractérisée en ce que la turbine (21) est configurée de telle sorte que sous l'effet de la rotation pendant
le fonctionnement de la pompe, une force soit générée dans la direction du premier
palier principal (23).

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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