(19)
(11) EP 2 783 591 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
02.09.2015  Patentblatt  2015/36

(21) Anmeldenummer: 14159011.7

(22) Anmeldetag:  12.03.2014
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A41H 3/00(2006.01)
B43L 13/20(2006.01)
A41H 33/00(2006.01)

(54)

Vorrichtung zum Säumen und Umbucken von Stoffen und textilen Materialien

Device for hemming and turning up materials and textiles materials

Dispositif de réalisation d'ourlets et de rebords sur des tissus et des matériaux textiles


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 28.03.2013 DE 102013103213

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
01.10.2014  Patentblatt  2014/40

(73) Patentinhaber: William Prym GmbH & Co. KG
52224 Stolberg (DE)

(72) Erfinder:
  • Papenfuss, Andreas
    99423 Weimar (DE)

(74) Vertreter: Buse, Mentzel, Ludewig Patentanwaltskanzlei 
Kleiner Werth 34
42275 Wuppertal
42275 Wuppertal (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-U1-202007 010 251
US-A- 2 986 817
GB-A- 2 275 413
US-B1- 7 854 073
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Säumen und Umbucken von Stoffen und textilen Materialien der im Oberbegriff von Anspruch 1 angegebenen Art, siehe z.B. GB 2275413.

    [0002] Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE 84 33 274 U 1 bekannt. Hier wird eine magnetische Unterlage beschrieben, auf welche der zu bearbeitende Stoff gelegt und dann mit einer aus paramagnetischem Material bestehenden Schablone fixiert wird. Die Stoffränder können dann einfach mit einem Bügeleisen einmalig oder mehrmals umgebuckt werden, so dass ein Saum entsteht. Nachteilig hierbei ist jedoch, dass man über keinerlei Anhaltspunkte verfügt, wie weit der Saum umgebuckt werden muss oder gerade umgebuckt wurde. Dies muss vorher ausgemessen und mit Schneiderkreide oder einem Markierstift markiert werden. Ansonsten läuft man Gefahr, dass der Saum nicht gerade oder zu breit oder zu schmal ausgeführt wird. Darüber hinaus ist die Vorrichtung mit der magnetischen Unterlage und der Schablone aus paramagnetischem Material aufwendig und teuer in der Herstellung.

    [0003] Die DE 10 2007 018 256 B 3 beschreibt ein Bügelhandmaß. Dieses weist an einer Außenkante Kerben auf, die mit Maßeinheiten beschriftet sind sowie einige Linien mit Hilfe derer Stoffe in exakte Linien legbar bzw. bügelbar sind. Es ist jedoch nicht möglich, einen Stoff in einem vorbestimmten Abstand, beispielsweise im Abstand von einem Zentimeter von seiner Kante aus, zu markieren, beispielsweise mit einem Markierstift, ohne das Handmaß mehrfach zum Messen zu verwenden bzw. noch ein zusätzliches Schneiderlineal oder Ähnliches zum Einsatz zu bringen.

    [0004] Die DE 20 2007 010 251 U 1 schließlich beschreibt ein Werkzeug zum Herstellen von Säumen und Kanten in der Hobbyschneiderei. Das Werkzeug ist flach und aus einem hitzebeständigen Material. Darüber hinaus weist das Werkzeug Abstandsmarkierungen parallel zu einer Außenkante auf, die dazu genutzt werden können, ein Stoffstück umzulegen und dann zu bügeln. Ein Markieren des Stoffes mit Schneiderkreide oder einem Markierungsstift ist hier nicht vorgesehen. Die entsprechenden Markierungen auf dem Werkzeug sind daher auch nicht als Durchbrüche gestaltet. Auch Maße bzw. eine Skala weist der hier beschriebene Gegenstand nicht auf, so dass immer noch ein zusätzliches Schneiderlineal, ein Maßband o.ä. zu Anwendung kommen müssen, um die korrekten Saumzugaben zu einem Saum umzuarbeiten.

    [0005] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung zum Säumen und Umbucken von Stoffen und textilen Materialien zu schaffen, die die vorerwähnten Nachteile vermeidet und die sowohl ein Umlegen und Fixieren durch Bügeln an auf der Vorrichtung vormarkierten Abständen zulässt als auch ein Markieren des Stoffes an sich. Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst, denen folgende besondere Bedeutung zukommt.

    [0006] Die Vorrichtung weist parallele Reihen von Durchbrüchen auf und zwar sowohl parallel zu wenigstens einer der langen Kanten als auch parallel zu wenigstens einer der kurzen Kanten. Diese Durchbrüche können beim Säumen als Orientierung dienen, indem der Stoff über die Kante der Vorrichtung umgelegt und an den Durchbrüchen angelegt werden kann, um dann gebügelt zu werden. Andererseits können die Durchbrüche aber auch mit einem Markierungsstift durchgriffen werden, um den Stoff in einem definierten Abstand zu markieren und so einen Saum herzustellen. Weiterhin ist wenigstens ein Längenmaßstab an wenigstens einer Außenkante der Vorrichtung angeordnet, um Abmessungen an dem Stoff vorzunehmen, insbesondere Abmessungen, die sich auf die Breite des Saumes beziehen. Des Weiteren sind auf wenigstens einer Seite der Vorrichtung linienförmige Markierungen vorgesehen. Diese verbinden eine Reihe von Durchbrüchen optisch und/oder verlängern definierte Stellen des Längenmaßstabes in optischer Art und Weise. Somit ist es für eine Bedienperson einfacher, den Stoff beim Umlegen bzw. beim Umbügeln gerade an der Vorrichtung auszurichten. Dies ist insbesondere auch bei längeren Säumen wichtig, um keine Längendifferenz in dem Kleidungsstück oder der anderen Textilware zu erhalten.

    [0007] Bevorzugterweise ist der Längenmaßstab an beiden langen Kanten der Vorrichtung zu einem Ende der Vorrichtung hin angebracht. Dies ist besonders dann vorteilhaft, wenn kurze Säume, wie sie beispielsweise bei Ärmeln oder Hosenbeinen vorkommen, hergestellt werden sollen. Gerade bei diesen Teilen ist es wichtig, dass beide an einem Kleidungsstück befindlichen Ärmel bzw. Hosenbeine die gleiche Länge aufweisen. Ist der Längenmaßstab an beiden langen Kanten an einem Ende der Vorrichtung angeordnet, so kann die an diesem Ende befindliche kurze Seite dazu verwendet werden, die vorher bestimmte Saumzugabe abzumessen bzw. beide Säume der Ärmel bzw. Hosenbeine gleich abzumessen und entsprechend zu bügeln oder zu markieren.

    [0008] Dadurch, dass sowohl Reihen von Durchbrüchen vorgesehen sind, die parallel zu einer langen Kante der Vorrichtung ausgerichtet sind als auch Reihen von Durchbrüchen, die parallel zu einer kurzen Kante der Vorrichtung ausgerichtet sind, kann die Vorrichtung genauso zum Vorbereiten und Herstellen langer Säume, wie beispielsweise unterer Säume von Hemden, Kleidern, Röcken, Jacken, Mänteln oder Ähnlichem als auch zum Vorbereiten und Herstellen von kurzen Säumen, beispielsweise an Ärmeln oder Hosenbeinen verwendet werden. Dies ist sehr vorteilhaft, da nur eine Vorrichtung verwendet werden kann, um unterschiedlich lange Säume herzustellen. Dies ist besonders praktisch und preisgünstig.

    [0009] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die Maßeinheit des Längenmaßstabes Zentimeter. Selbstverständlich sind auch andere Maßeinheiten, wie z.B. Zoll, möglich. Besonders vorteilhaft ist es dann, die linienförmigen Markierungen an den ganzzahligen Vielfachen von einem Zentimeter am Längenmaßstab vorzusehen. So kann eine Bedienperson auf einen Blick abmessen, wie viel Zentimeter Saumzugabe umzusäumen sind. Besonders vorteilhaft ist es, wenn dann die linienförmigen Markierungen sich nicht nur am Längenmaßstab orientieren, sondern auch gleichzeitig noch eine Reihe von Durchbrüchen miteinander verbinden. So kann gleichzeitig gemessen und auch markiert werden.

    [0010] Ein noch genaueres Säumen ist möglich, wenn die Vorrichtung auf wenigstens einer ihrer Seiten Gitternetzlinien aufweist, die eine definierte Kantenlänge eines Gitterkästchens definieren. So ist ein noch gezielteres Säumen bzw. Umbucken möglich, insbesondere kann die Länge des Saumes noch genauer bestimmt werden. Besonders bevorzugt ist eine Kantenlänge eines Gitterkästchens von 5 mm anzusehen, insbesondere, wenn die Maßeinheit des Längenmaßstabes Zentimeter beträgt. So können auch halbe Zentimeter von einer Bedienperson problemlos und exakt abgemessen werden, um auch genaue schmale Säume zu erhalten.

    [0011] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel besteht die Vorrichtung aus einem beschichteten Papier, auf welchem sich keine Feuchtigkeit niederschlagen kann. Hierzu gibt es beschichtete Spezialpapiere, die beidseitig gestrichen und somit sehr glatt ausgeführt sind. Diese weisen eine ausreichende Festigkeit auf, um einen Stoff zu säumen oder umzubucken. Ein Vorteil besteht darin, dass der aus einem beim Umbügeln verwendeten Dampfbügeleisen austretende Dampf sich nicht auf der Vorrichtung niederschlagen kann. Wenn Vorrichtungen aus Metall oder Kunststoff Verwendung finden, schlägt sich der Dampf häufig an der Vorrichtung nieder und bei mehreren oder länger dauernden Säumungsprozessen muss die Vorrichtung zwischendurch abgewischt bzw. getrocknet werden. Dies kann durch die Verwendung von beschichtetem Spezialpapier verhindert werden.

    [0012] Ein weiterer Erfindungsgedanke der Vorrichtung liegt darin, eine oder mehrere Bedienungsanleitungen direkt auf die Vorrichtung aufzudrucken. Dies ist für eine Bedienperson besonders vorteilhaft, da nicht eine extra Bedienungsanleitung, beispielsweise auf der Umverpackung oder einem Beipackzettel aufbewahrt werden und im Anwendungsfall hervorgeholt werden muss. Vielmehr ist die Bedienungsanleitung direkt auf der Vorrichtung angeordnet und somit immer zur Hand, sobald die Vorrichtung zur Anwendung kommt.

    [0013] In einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel sind der Längenmaßstab und/oder die Markierungen auf jeder der beiden Seiten der Vorrichtung unterschiedlich ausgestaltet, um für unterschiedliche Anwendungsfälle zu dienen. In diesem Fall ist auch auf jeder der beiden Seiten wenigstens eine Bedienungsanleitung angeordnet, die den jeweiligen für diese Seite passenden Anwendungsfall beschreibt, so dass eine Bedienperson die Vorrichtung nicht ständig wenden muss, um den betreffenden Anwendungsfall erklärt zu bekommen. Dies macht die Vorrichtung noch vielseitiger in der Anwendung.

    [0014] Bevorzugterweise sind die Aufdrucke der Bedienungsanleitung und/oder des Längenmaßstabes und/oder der Markierung oder/oder des Gitternetzes feuchtigkeitsresistent und verwischen nicht bei Kontakt mit Feuchtigkeit oder Wasserdampf. So bleibt die Vorrichtung auch bei Verwendung eines Dampfbügeleisens oder im Falle dass sie mit Feuchtigkeit in Berührung kommt noch voll einsatzfähig. Die Vorrichtung kann somit auch gut mit herkömmlichen Dampfbügeleisen verwendet werden -und die Markierungen bzw. Gitternetzlinien, der Längenmaßstab oder auch die Bedienungsanleitung sind auch nach mehrmaligem Gebrauch noch lesbar und die Vorrichtung ist voll einsatzfähig.

    [0015] Weitere Vorteile und Ausführungsbeispiele der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, den Unteransprüchen und den Zeichnungen. In den Zeichnungen ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Es zeigen:
    Fig. 1:
    eine erfindungsgemäße Vorrichtung von der einen Seite,
    Fig. 2:
    die Ausführungsform aus Fig. 1 von der anderen Seite.


    [0016] In Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße Vorrichtung 10 von ihrer einen Seite 15 gezeigt. Man erkennt Durchbrüche 20, die in Reihen 22 von Durchbrüchen 20 angeordnet sind und zwar sowohl parallel zu den langen Kanten 12 der Vorrichtung 10 als auch parallel zu den kurzen Kanten 13 der Vorrichtung 10. Die Reihen 22 von Durchbrüchen 20, die parallel zu den beiden langen Kanten 12 der Vorrichtung 10 angeordnet sind, sind jeweils mit linienförmigen Markierungen 40 verbunden. Diese Seite 15 der Vorrichtung 10 dient vor allem dem Säumen und Umbucken von längeren Textilstücken bzw. der Herstellung längerer Säume. Weiterhin erkennt man Gitternetzlinien 42, welche Gitterkästchen 43 bilden. So ist es möglich, einen Saum zu bilden, der sich nicht nur bis zu einer Markierung 40 erstreckt, sondern auch zwischen zwei Markierungen 40 angeordnet ist. Die länglichen Durchbrüche 20 liegen mit ihrer Längserstreckung 21 genau auf der Markierung 40. Sie können erfindungsgemäß auch mit einem Markierungsstift durchgriffen werden, um eine Markierung auf dem darunter befindlichen Stoff oder sonstigem textilen Material vorzunehmen.

    [0017] Weiterhin sind auch mehrere Schritte einer Bedienungsanleitung 41 oder mehrere Bedienungsanleitungen 41 vorgesehen, um dem Benutzer die Verwendung der Vorrichtung 10, beispielsweise beim Säumen eines längeren Stoffes, zu erklären.

    [0018] In Fig. 2 ist die andere Seite 16 der gleichen Vorrichtung 10 dargestellt. Man erkennt hier einen Längenmaßstab 30, der als Einheit Zentimeter besitzt. Dieser Längenmaßstab 30 ist an beiden langen Kanten 12 der Vorrichtung 10 an einem Ende 14 angeordnet. Die linienförmigen Markierungen 40 sind an den ganzzahligen Vielfachen von einem Zentimeter des Längenmaßstabes 30 angeordnet. Zusätzlich verbinden sie noch Durchbrüche 20 von Reihen 22 von Durchbrüchen 20, die parallel zu der kurzen Kante 13 der Vorrichtung 10 verlaufen. Somit kann eine Bedienperson kürzere Teile einfach säumen oder umbucken. Gerade bei kürzeren Teilen wie Ärmeln oder Hosenbeinen, ist es jedoch wichtig, dass beide Ärmel bzw. Hosenbeine eines Kleidungsstückes die gleiche Länge aufweisen. Hierzu ist die Verwendung des Längenmaßstabes 30 von Vorteil, wo in definierten gemessenen Abständen Markierungen z.B. mit einem Markierungsstift durch die Durchbrüche 20 gemacht werden können oder auch der Stoff direkt gesäumt bzw. umgebuckt werden kann. Auch auf dieser Seite 16 der Vorrichtung 10 sind Gitternetzlinien 42 vorgesehen, wobei die Kantenlänge 44 eines Gitterkästchens 43 hier ebenfalls 5 mm beträgt. Dadurch, dass die Gitternetzlinien 42 als punktierte Linien dargestellt sind, können bei diesem Ausführungsbeispiel die Säume millimetergenau hergestellt werden. Die Punkte, die die Gitternetzlinien 42 bilden, sind nämlich hier jeweils im Abstand von einem mm aufgebracht. Dies gilt selbstverständlich auch für die in Fig. 1 gezeigte erste Seite 15 der Vorrichtung 10.

    [0019] Des Weiteren erkennt man auch hier eine Bedienungsanleitung 41. Diese beschreibt jedoch einen anderen Anwendungsfall, beispielsweise das Herstellen von kurzen Säumen für Hosenbeine und Ärmel. So kann die gleiche Vorrichtung 10 für verschiedene Anwendungsfälle genutzt werden.

    [0020] Abschließend sei noch drauf hingewiesen, dass die hier dargestellten Ausführungsformen lediglich beispielhafte Verwirklichungen der Erfindung sind. Diese ist nicht darauf beschränkt. Es sind vielmehr noch Abänderungen und Abwandlungen möglich. So können auch mehr oder weniger Reihen von Durchbrüchen vorgesehen sein. Auch können die Größe der Durchbrüche und/oder die Abstände zwischen den Durchbrüchen bzw. die Kantenlängen der Gitterkästchen variieren. Es ist auch möglich, mehr oder andere Bedienungseinleitungen auf der Vorrichtung vorzusehen, um andere Anwendungsfälle darzustellen. Die in diesem Ausführungsbeispiel dargestellte Vorrichtung kann selbstverständlich auch andere Abmessungen haben. Wichtig ist jedoch der rechteckige Aufbau, um die verschiedenen Arten von Säumen sicher und exakt darzustellen.

    Bezugszeichenliste:



    [0021] 

    10 Vorrichtung

    11 Außenkante von 10

    12 lange Kante

    13 kurze Kante

    14 eines Ende von 10

    15 eine Seite von 10

    16 andere Seite von 10

    20 Durchbruch

    21 Längserstreckung von 20

    22 Reihe von Durchbrüchen

    30 Längenmaßstab

    31 definierte Stelle an 30

    40 Markierung

    41 Bedienungsanleitung

    42 Gitternetzlinie

    43 Gitterkästchen

    44 Kantenlänge




    Ansprüche

    1. Vorrichtung (10) zum Säumen und Umbucken von Stoffen und textilen Materialien,
    wobei die Vorrichtung (10) aus einem flachen und hitzebeständigen Material besteht und mit einem normalen oder einem Dampfbügeleisen bearbeitet werden kann
    und wobei parallel zu wenigstens einer ihrer Außenkanten (11) wenigstens eine Reihe (22) von Durchbrüchen (20) aufweist, die länglich ausgeführt sind, wobei die Mittellinie der Reihe (22) von Durchbrüchen (20) entlang der Längserstreckung (21) jedes der Durchbrüche (20) verläuft,
    und wobei die Vorrichtung (10) rechteckig ausgebildet ist,
    wobei sowohl parallel zu einer langen Kante (12) als auch zu einer kurzen Kante (13) parallele Reihen (22) von Durchbrüchen (20) vorgesehen sind, wobei die Durchbrüche (20) als Orientierung beim Säumen durch Umbügeln dienen aber auch mit einem Markierungsstift durchgriffen werden können, um den Stoff zu markieren und so das Säumen zu erleichtern, dadurch gekennzeichnet,
    dass weiterhin wenigstens ein Längenmaßstab (30) an wenigstens einer Außenkante (11) der Vorrichtung (10) angeordnet ist
    und dass zwischen den Durchbrüchen (20) einer Reihe (22) von Durchbrüchen (20) und/oder an definierten Stellen (31) des Längenmaßstabes (30) auf wenigstens einer Seite (15, 16) der Vorrichtung (10) in etwa linienförmige Markierungen (40) vorgesehen sind, die die Reihe (22) von Durchbrüchen (20) optisch verbinden bzw. die definierten Stellen (31) des Längenmaßstabs (30) optisch verlängern.
     
    2. Vorrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Längenmaßstab (30) an beiden langen Kanten (12) der Vorrichtung (10) zu einem Ende (14) der Vorrichtung (10) hin aufgebracht ist.
     
    3. Vorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (10) so ausgestaltet ist, dass sie sowohl zum Säumen von langen Stücken, wie eines unteren Abschlusses eines Hemdes, Kleides, Rockes etc. als auch zum Säumen von kurzen Stücken wie eines Ärmels oder Hosenbeins, verwendbar ist.
     
    4. Vorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Maßeinheit des Längenmaßstabs (30) Zentimeter ist und dass die linienförmigen Markierungen (40) an den ganzzahligen Vielfachen von einem Zentimeter am Längenmaßstab (30) vorgesehen sind.
     
    5. Vorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung auf wenigstens einer ihrer Seiten (15, 16) Gitternetzlinien (42) aufweist, vorzugsweise mit einer Kantenlänge (44) eines Gitterkästchens (43) von fünf Millimetern.
     
    6. Vorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (10) aus einem beschichteten Papier besteht, welches Feuchtigkeit absorbieren kann.
     
    7. Vorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder mehrere Bedienungsanleitungen (41) auf die Vorrichtung (10) aufgedruckt sind.
     
    8. Vorrichtung (10) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Längenmaßstab (30) und/oder die Markierungen (40) auf jeder der beiden Seiten (15, 16) der Vorrichtung (10) unterschiedlich ausgestaltet ist, um unterschiedliche Anwendungsfälle zu ermöglichen und dass auf jeder der beiden Seiten (15,16) wenigstens eine Bedienungsanleitung (41) für den jeweiligen Anwendungsfall aufgedruckt ist.
     
    9. Vorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufdruck der Bedienungsanleitung (41) und/oder des Längenmaßstabs (30) und/oder der Markierung (40) und/oder der Gitternetzlinien (42) feuchtigkeitsresistent ist und bei Kontakt mit Feuchtigkeit oder Wasserdampf nicht verwischt oder unleserlich wird.
     


    Claims

    1. A device (10) for hemming and turning up materials and textile materials,
    whereby, the device (10) comprises of a flat and heat-resistant material and can be processed using a normal or steam iron
    and, whereby, features a minimum of one row (22) of penetrations (20), carried out longitudinally on one of its outer edges (11), whereby, the centre line of the row (22) of penetrations (20) runs along the longitudinal length (21) of each penetration (20),
    and, whereby, the device (10) is formed rectangular,
    whereby, parallel rows (22) of penetrations (20) are provided parallel to one long edge (12) and also to a short edge (13), whereby, the penetrations (20) are used for orientation when hemming through turning, but can also be accessed using a marking pen, in order to mark the material and, thus, make hemming easier,
    characterized in that,
    furthermore, a minimum of one scale of length (30) is arranged at a minimum of one outer edge (11) of the device (10)
    and that, between the penetrations (20), a row (22) of penetrations (20) and/or approximate linear marks (40) are provided at defined positions (31) on the scale of length (30) on a minimum of one side (15, 16) of the device (10) that optically connect the row (22) of penetrations (20), or optically extend the defined positions (31) of the scale of length (30).
     
    2. A device (10) in accordance with claim 1, characterized in that the scale of length (30) on both long edges (12) of the device (10) is affixed to one end (14) of the device (10).
     
    3. A device (10) in accordance with one of the claims 1 or 2, characterized in that the device (10) is so designed that it can be used for hemming longer items, such as a bottom end of a shirt, dress, skirt etc., as well as for hemming shorter items, such as an arm or trouser leg.
     
    4. A device (10) in accordance with one of the claims 1 to 3, characterized in that the dimensional unit provided for the scale of length (30) is centimeters and the linear marks (40) on the integer multiplicate of one centimeter on the scale of length (30).
     
    5. A device (10) in accordance with one of the claims 1 to 4, characterized in that the device features grid lines (42) on a minimum of one of its sides (15, 16) preferably with an edge length (44) of a grid square (43) of five millimetres.
     
    6. A device (10) in accordance with one of the claims 1 to 5, characterized in that the device (10) is made from coated paper that can absorb moisture.
     
    7. A device (10) in accordance with one of the claims 1 to 6, characterized in that one or more operating instructions (41) are printed on the device (10).
     
    8. A device (10) in accordance with claim 7, characterized in that the scale of length (30) and/or the marks (40) on both sides (15, 16) of the device (10) is designed differently, in order to enable different applications and that a minimum of one the operating instructions (41) is printed on both sides (15, 16) for the respective application.
     
    9. A device (10) in accordance with one of the claims 7 or 8, characterized in that the imprint of the operating instructions (41) and/or the scale of length (30) and/or the mark (40) and/or the grid lines (42) are resistant to moisture and, when contacting moisture or steam, does not wipe off or become illegible.
     


    Revendications

    1. Dispositif (10) de réalisation d'ourlets et de rebords sur des tissus et des matériaux textiles,
    sachant que le dispositif (10) se compose d'un matériau plat et résistant à la chaleur et qu'il est possible de s'en servir avec un fer à repasser normal ou avec un fer à repasser à vapeur
    et sachant qu'il présente parallèlement à au moins l'un de ses bords extérieurs (11) au moins une série (22) de perforations (20) réalisées longitudinalement, sachant que la ligne médiane de la rangée (22) de trous oblongs (20) présente un tracé le long de l'étendue longitudinale (21) de chacun des trous oblongs (20),
    et sachant que le dispositif (10) est configuré rectangulaire,
    sachant qu'aussi bien parallèlement à une arête longue (12) qu'à une arête courte (13) sont prévues des rangées (22) parallèles de trous oblongs (20), sachant que ces trous oblongs (20) servent de moyen d'orientation au repassage pour réaliser des ourlets, mais qu'il est également possible de les traverser avec un crayon pour marquer le tissu et faciliter ainsi la réalisation de l'ourlet, caractérisé en ce que
    en outre au moins une règle longitudinale (30) est agencée contre au moins un bord extérieur (11) du dispositif (10)
    et en ce qu'entre les trous oblongs (20) d'une rangée (22) de trous oblongs (20) et/ou en des endroits définis (31) de la règle longitudinale (30) sur au moins un côté (15, 16) du dispositif (10), des marquages (40) approximativement linéiformes sont prévus, qui relient visuellement la rangée (22) de trous oblongs (20) et qui prolongent visuellement les endroits (31) définis de la règle longitudinale (30).
     
    2. Dispositif (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la règle longitudinale (30) est fixée contre les deux bords longs (12) du dispositif (10) en direction d'une extrémité (14) du dispositif (10).
     
    3. Dispositif (10) selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que le dispositif (10) est configuré de sorte à être utilisable pour ourler aussi bien les pièces longues, telles que le bas d'une chemise, d'une robe, d'une jupe, etc., que les pièces courtes tels qu'une manche ou une jambe de pantalon.
     
    4. Dispositif (10) selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'unité de mesure de la règle longitudinale (30) est le centimètre, et que les marquages (40) linéiformes sont prévus, le long de la règle longitudinale (30), près de multiples entiers d'un centimètre.
     
    5. Dispositif (10) selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le dispositif présente sur au moins l'un de ses côtés (15, 16) des lignes de quadrillage (42) formant des cases (43) dont les côtés (44) mesurent de préférence cinq millimètres.
     
    6. Dispositif (10) selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le dispositif (10) se compose d'un papier doté d'un revêtement capable d'absorber l'humidité.
     
    7. Dispositif (10) selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en qu'une ou plusieurs notices d'utilisation (41) sont imprimées sur le dispositif (10).
     
    8. Dispositif (10) selon la revendication 7, caractérisé en ce que la règle longitudinale (30) et/ou les marquages (40) sur chacun des deux côtés (15, 16) du dispositif (10) sont configurés différemment pour permettre différents cas d'application, et en ce que sur chacun des deux côtés (15, 16) est imprimée au moins une notice d'utilisation (41) pour le cas d'utilisation respectif.
     
    9. Dispositif (10) selon l'une des revendications 7 ou 8, caractérisé en ce que l'impression de la notice d'utilisation (41) et/ou de la règle longitudinale (30) et/ou du marquage (40) et/ou des lignes de quadrillage (42) est résistante à l'humidité, qu'elle ne se floute pas et qu'elle ne devient pas invisible en cas de contact avec l'humidité ou avec la vapeur d'eau.
     




    Zeichnung











    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente