[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Filtereinrichtung, insbesondere einen Öloder
Kraftstofffilter, mit einem einen Filtergehäusetopf und einen Filtergehäusedeckel
aufweisenden Filtergehäuse gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] In gattungsgemäßen Filtereinrichtungen ist zur Sicherstellung der Verwendung eines
autorisierten Ringfilterelements an diesem oftmals ein axial von einer unteren Endscheibe
abstehender Pin angeordnet. Mittels dieses Pins greift das Ringfilterelement bei montierter
Filtereinrichtung in einen filtergehäusetopfseitigen Kanal ein und ermöglicht somit
eine Inbetriebnahme der Filtereinrichtung ausschließlich dann, wenn das verwendete
Ringfilterelement den erforderlichen Pin an der richtigen Stelle aufweist. Pin und
Kanal wirken also im Sinne eines Schlüssel-Schloss-Prinzips zusammen.
[0003] Auf diese Weise können insbesondere die Verwendung von nicht-autorisierten Ringfilterelementen
vermieden und dadurch Schäden an einem die Filtereinrichtung verwendenden Verbrennungsmotor
verhindert werden. Als schwierig hat sich bei derartigen Filtereinrichtungen jedoch
oftmals deren Montage erwiesen, insbesondere, wenn das Ringfilterelement im Filtergehäuse
montiert werden soll.
[0004] Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich daher mit dem Problem, für eine Filtereinrichtung
der gattungsgemäßen Art eine verbesserte oder zumindest eine alternative Ausführungsform
anzugeben, welche konstruktiv einfach aufnehmbar und somit kostengünstig herzustellen
ist und andererseits eine Montage der Filtereinrichtung erleichtert.
[0005] Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand des unabhängigen Patentanspruchs
1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0006] Die vorliegende Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, bei einer an sich
bekannten Filtereinrichtung mit einem einen Filtergehäusetopf und einen Filtergehäusedeckel
aufweisenden Filtergehäuse am Filtergehäusetopf einen rohrförmigen Dom vorzusehen,
der bei montierten Filtereinrichtung in einen Innenraum des Ringfilterelements eingreift.
Dabei ist an einem freien Ende des rohrförmigen Doms ein Führungselement vorgesehen,
das mit einer am Ringfilterelement angeordneten Führungskontur in Wirkverbindung steht.
Das Führungselement und die dazu komplementäre Führungskontur bewirken im Zusammenspiel
eine gezielte Führung beim Einbau des Ringfilterelements in den Filtergehäusetopf
des Filtergehäuses. Die Führungskontur des Ringfilterelements wirkt dabei mit dem
Führungselement derart zusammen, dass dieses bei der Montage entlang der Führungskontur
geführt wird und dadurch ein einfaches und passgenaues Einführen des am Ringfilterelement
an einer unteren Endscheibe axial abstehenden Pins in einen filtergehäusetopfseitigen
Kanal sicherstellt, so dass dieser fluiddicht verschlossen werden kann. Das Vorsehen
eines solchen Führungselements am freien Ende des rohrförmigen Doms, bietet dabei
nicht nur eine konstruktiv sehr einfache Möglichkeit, das die zum Führungselement
komplementäre Führungskontur aufweisende Ringfilterelement zu führen, sondern es kann
auf diese Weise auch auf andere, oftmals technisch aufwändige und somit kostenintensive
Führungskonturen verzichtet werden. Trotz der konstruktiv relativ einfachen Ausführung
der Führungskontur am Ringfilterelement bewirkt diese bei der Montage der Filtereinrichtung
eine sehr zielgerichtete und zuverlässige Führung des Ringfilterelements. Beim Entlanggleiten
des filtergehäusetopfseitigen Führungselements entlang der Führungskontur kann der
am Ringfilterelement vorgesehene Pin zuverlässig in den filtergehäusetopfseitigen
Kanal eingeführt werden. Mit dem erfindungsgemäß vorgesehenen und am freien Ende des
rohrförmigen Doms von diesem abstehenden Führungselement sowie der dazu komplementären,
am Ringfilterelement vorgesehenen Führungskontur kann somit die Montage der Filtereinrichtung
deutlich vereinfacht werden.
[0007] In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lösung kann die am Ringfilterelement
vorgesehene Führungskontur eine sich in axialer Richtung des Ringfilterelements erstreckende
Ausnehmung, insbesondere eine Axialnut, aufweisen, zu welcher das Führungselement
bei der Montage der Filtereinrichtung hingeführt wird. Die Ausnehmung ist dabei relativ
zum Pin so angeordnet, dass dieser nur in den filtergehäusetopfseitigen Kanal einführbar
ist, sofern das Führungselement in die Ausnehmung eingreift. Diese genaue Ausrichtung
des Pins relativ zum Führungselement und das Zusammenwirken des Führungselements der
ringfilterelementseitigen Führungskontur bewirken, dass ausschließlich autorisierte
Ringfilterelemente in die Filtereinrichtung eingesetzt werden können. Dies gilt hingegen
nicht für Ringfilterelemente, die beispielsweise keinen oder einen andersartige ausgebildeten
Pin aufweisen. Bei diesen wird der filtergehäusetopf-seitige Kanal nicht verschlossen
und eine das Ringfilterelement umgehende Bypassströmung ermöglicht, die die Filterwirkung
der Filterrichtung stark reduziert.
[0008] Vorteilhafterweise kann das Führungselement mit der als Axialnut ausgebildeten Ausnehmung
nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip zusammenwirken. Ein solches Schlüssel-Schloss-Prinzip
ist insbesondere dadurch gegeben, dass das jeweilige Führungselement lediglich in
eine bestimmte, komplementär zum Führungselement ausgebildete Axialnut eingreifen
kann. Hierzu können das jeweilige Führungselement und/oder die jeweilige Axialnut
derart ausgebildet und/oder angeordnet sein, das jeweilige Führungselement weder bei
der Montage bzw. Demontage noch im montierten Zustand beschädigungs- oder zerstörungsfrei
in eine nicht-zugehörige Axialnut eingreifen kann.
[0009] Das Schlüssel-Schloss-Prinzip kann auch dadurch realisiert sein, dass die Axialnut
jeweils eine spezifische Form und/oder Größe und/oder Geometrie aufweist. Dementsprechend
weisen auch die komplementär ausgebildeten zugehörigen Führungselemente jeweils eine
unterschiedliche Form und/oder Größe und/oder Geometrie auf, die zu den Axialnuten
komplementär ist.
[0010] In einer vorteilhaften Weiterbildung kann auch daran gedacht sein, dass nicht nur
ein einziges Führungselement und eine dazu komplementäre Ausnehmung am Dom bzw. Ringfilterelement
vorgesehen ist, sondern zwei oder mehr solcher Führungselemente bzw. Ausnehmungen,
welche dann alle wie vorangehend erläutert nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip aufgebaut
sind. Die auf diese Weise erzeugte spezifische Codierung des Ringfilterelements lässt
sich durch Bereitstellung mehrerer nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip zusammenwirkender
Führungselemente/Ausnehmungen stark verbessern.
[0011] Bei der Verwendung von Ringfilterelementen mit Pin muss sowohl das Führungselement
als auch ein Abstand zwischen diesem und dem Pin genau vordefinierten Maßen entsprechen,
so dass beim Zusammenwirken des Führungselements mit der Führungskontur der Pin auch
in den filtergehäusetopfseitigen Kanal eingeführt wird, sofern das Führungselement
in die Ausnehmung, insbesondere die Axialnut, der Führungskontur eingeschoben wird.
Generell wird auf diese Weise die Verwendung von nicht-autorisierten Ringfilterelementen
zumindest stark erschwert.
In einer vorteilhaften Weiterbildung ist das Führungselement als sich im Wesentlichen
in der axialen Richtung des Filtergehäuses erstreckender Führungspin ausgebildet.
Dies ermöglicht ein sehr präzises Anordnen des Ringfilterelements relativ zum Filtergehäuse
bei der Montage der Filtereinrichtung, wenn der Führungspin über eine größere Distanz
hinweg in eine entsprechende Ausnehmung mit entsprechender Ausnehmungstiefe eingeführt
werden soll.
[0012] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform kann am Ringfilterelement ein Ventilelement
vorgesehen sein, welches durch den Führungspin in einem in die am Ringfilterelement
vorgesehene Ausnehmung eingeschobenen Zustand geöffnet wird. Entsprechend kann das
Ventilelement derart ausgebildet sein, dass es beim Entfernen des Führungspins aus
der Ausnehmung wieder selbsttätig verschlossen wird. Das Ventilelement kann dabei
bevorzugt in einem Reinkanal des Ringfilterelements vorgesehen sein, so dass sichergestellt
wird, dass der Reinkanal in einem nicht-montierten Zustand des Ringfilterelements
automatisch verschlossen wird.
[0013] In einer vorteilhaften Weiterbildung kann das Führungselement von einer Stirnfläche
des rohrförmigen Doms entlang der axialen Richtung des Filtergehäuses abstehen. Auf
diese Weise lässt sich das Führungselement konstruktiv sehr einfach herstellen, was
die Herstellungskosten der Filtereinrichtung reduziert.
[0014] In einer ebenfalls besonders einfach herzustellenden und kostengünstigen Ausführungsform
kann die Führungskontur an einer stützstrukturartigen Innenzarge des Ringfilterelements
angeordnet sein.
[0015] Besonders zweckmäßig kann die Führungskontur in der Art einer kreisförmigen Rampe
ausgebildet sein. Beim Aufsetzen des Ringfilterelements kann somit das Führungselement,
insbesondere, wenn es als Führungspin ausgebildet ist, auf der Führungskontur entlang
der kreisförmigen Rampe gleiten, bis es die Ausnehmung, die vorzugsweise in der Art
einer Axialnut ausgebildet sein kann, erreicht und in diese eingeschoben werden kann
oder in diese hineingleitet. Ein solcher Einschiebe- bzw. Gleitvorgang kann dabei
beispielsweise im Zusammenhang mit einem Aufschraubvorgangs des Filtergehäusedeckels
auf den Filtergehäusetopf durchgeführt werden.
[0016] Besonders bevorzugt ist die Axialnut an einer bezüglich der unteren Endscheibe der
Filtereinrichtung tiefsten Stelle angeordnet. Dies stellt einen möglichst langen Gleitweg
des Führungselements auf der Führungskontur sicher, bevor dieses in die Ausnehmung
auf der Führungskontur eingreift bzw. in diese hineinrutscht oder eingeschoben werden
kann.
[0017] In einer besonders materialsparenden Ausführungsform ist die axiale Ausnehmung im
Wesentlichen U-förmig ausgebildet. Dies bedeutet, dass die Ausnehmung eine im Wesentlichen
zum als Pin ausgebildeten Führungselement komplementäre Kontur aufweist.
[0018] Um die Betriebssicherheit der Filtereinrichtung zu erhöhen und insbesondere ein unerwünschtes
Auslaufen von einem Fluid, beispielsweise Öl o.ä., in einem am Filtergehäuse montierten
Zustand des Ringfilterelements zu verhindern, kann zumindest an der dem Führungselement
benachbarten Endscheibe des Ringfilterelements eine Dichtlippe angeordnet sein, die
sich bei eingebautem Ringfilterelement dicht an eine Außenfläche des rohrförmigen
Doms anschmiegt.
[0019] Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
[0020] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0021] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen
auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Komponenten beziehen.
[0022] Es zeigen, jeweils schematisch
- Fig. 1
- eine teilweise geschnittene Ansicht eines Filtergehäuses einer Filtereinrichtung,
- Fig. 2
- eine perspektivische Teilansicht einer Innenzarge eines Ringfilterelement mit einer
Führungskontur,
- Fig. 3
- eine Teildarstellung der Filtereinrichtung in einem Längsschnitt,
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht eines Ringfilterelements,
- Fig. 5
- eine Teildarstellung eines Längsschnitts der Filtereinrichtung im Bereich der unteren
Endscheibe.
[0023] In der Fig. 1 ist ein Filtergehäuse einer Filtereinrichtung 1 in einer perspektivischen
Teilansicht gezeigt und mit dem Bezugszeichen 2 bezeichnet. Die Filtereinrichtung
1 kann beispielsweise ein Öl- oder Kraftstofffilter einer Brennkraftmaschine eines
Kraftfahrzeugs sein. Das Filtergehäuse 2 umfasst einen in der Teilansicht der Fig.
1 gezeigten Filtergehäusetopf 3 und einen in den Figuren der Übersichtlichkeit halber
nicht dargestellten Filtergehäusedeckel. Im Filtergehäuse 2 ist ein Ringfilterelement
4 angeordnet, was in der Längsschnittdarstellung der Fig. 3 gezeigt ist. In der im
Folgenden noch zu erläuternden Fig. 4 ist ein solches Ringfilterelement 4 jeweils
als separates Bauteil in einer perspektivischen Ansicht dargestellt.
[0024] Zur Montage der Filtereinrichtung 1 kann das Ringfilterelement 4 in das Filtergehäuse
2 eingesetzt und anschließend der Filtergehäusedeckel am Filtergehäusetopf 3 befestigt
werden. Hierzu kann der Filtergehäusedeckel mit dem Filtergehäusetopf 3 verschraubbar
ausgebildet sein. Das Ringfilterelement 5 ist in bekannter Weise von einer oberen
Endscheibe 6 und einer unteren Endscheibe 7 in einer axialen Richtung A begrenzt.
[0025] Aus der Darstellung der Fig. 4 lässt sich entnehmen, dass von der unteren Endscheibe
7 in der Axialrichtung A ein Pin 8 absteht. Bei komplett montierter Filtereinrichtung
1 kann mittels des Pins 8 ein filtergehäusetopfseitiger Kanal 9 fluiddicht verschlossen
werden. Dies ist in der Längsschnittdarstellung der Fig. 5 gezeigt. Der Kanal 9 kann
dabei ein Leerlaufkanal o.ä. sein. Am Pin 8 kann in bekannter Weise ein Dichtungselement,
beispielsweise eine O-Ring-Dichtung 10, vorgesehen sein, mittels welcher der Pin 8
den Kanal 9 fluiddicht verschließt. Der Übersichtlichkeit halber sind weder Pin 8
noch der Kanal 9 in der Längsschnittdarstellung der Fig. 3 gezeigt.
[0026] Betrachtet man nun wieder die Darstellung der Fig. 1, so erkennt man, dass am Filtergehäusetopf
3 ein rohrförmiger Dom 11 vorgesehen ist, welcher bei montierter Filtereinrichtung
1 in einen Innenraum des Ringfilterelements 4 (vgl. Fig. 3) eingreift. An einem freien
Ende des rohrförmigen Doms 11 ist ein Führungselement 12 vorgesehen, das mit einer
am Ringfilterelement 4 angeordneten Führungskontur 13 (vgl. Fig. 2, 3) zusammenwirkt.
Das Führungselement 12 kann dabei als sich im Wesentlichen in der axialen Richtung
A erstreckender Führungspin ausgebildet sein. Die am Ringfilterelement 4 vorgesehene
Führungskontur 13 kann eine sich in axialer Richtung A des Filtergehäuses 2 erstreckende
Ausnehmung 14 aufweisen. Die Ausnehmung 14 kann dabei in der Art einer Axialnut ausgebildet
sein. Vorzugsweise ist die Ausnehmung 14 wie in den Fig. 2 und 3 gezeigt U-förmig
ausgebildet. Bei der Montage der Filtereinrichtung 1 wird das Führungselement 12 zur
Ausnehmung 14 hingeführt. Die Ausnehmung 14 ist relativ zum Pin 8 so angeordnet, dass
dieser in den Kanal 9 einführbar ist, sofern das Führungselement 12 in die Ausnehmung
14 der Führungskontur 13 eingreift.
[0027] Am Ringfilterelement 4 kann ein der Übersichtlichkeit halber in den Figuren nicht
dargestelltes Ventilelement vorgesehen sein, welches durch den Führungspin in die
am Ringfilterelement 4 vorgesehene Ausnehmung 14 eingeschobene Zustand geöffnet wird.
Entsprechend kann das Ventilelement derart ausgebildet sein, dass es beim Entfernen
des Führungspins aus der Ausnehmung 14 wieder verschlossen wird.
[0028] Betrachtet man nun wieder die Darstellung der Fig. 1, so erkennt man, dass das Führungselement
12 von einer Stirnfläche 15 des rohrförmigen Doms 11 in der axialen Richtung A des
Filtergehäuses 2 absteht. Aus der Fig. 2 lässt sich entnehmen, dass die Führungskontur
13 an der stützstrukturartigen Innenzarge 5 des Ringfilterelements 4 angeordnet sein
kann. Die Führungskontur 13 kann, wie in den Fig. 2 und 3 gezeigt, in der Art einer
kreisförmigen Rampe 16 ausgebildet sein. Die beispielsweise als Axialnut ausgebildete
Ausnehmung 14 kann an einer bezüglich der unteren Endscheibe 7 des Ringfilterelements
4 tiefsten Stelle angeordnet sein, was in der Darstellung der Fig. 2 gezeigt ist.
[0029] Das Führungselement 12 kann mit der als Axialnut ausgebildeten Ausnehmung 14 nach
dem Schlüssel-Schloss-Prinzip zusammenwirken. Ein solches Schlüssel-Schloss-Prinzip
ist insbesondere dadurch gegeben, dass das jeweilige Führungselement 12 lediglich
in eine bestimmte, komplementär zum Führungselement 12 ausgebildete Axialnut eingreifen
kann. Hierzu können das jeweilige Führungselement 12 und/oder die jeweilige Axialnut
derart ausgebildet und/oder angeordnet sein, das jeweilige Führungselement 12 weder
bei der Montage bzw. Demontage noch im montierten Zustand beschädigungs- oder zerstörungsfrei
in eine nicht-zugehörige Axialnut eingreifen kann.
[0030] Das Schlüssel-Schloss-Prinzip kann auch dadurch realisiert sein, dass die als Axialnut
ausgebildete Ausnehmung 14 jeweils eine spezifische Form und/oder Größe und/oder Geometrie
aufweisen kann. Dementsprechend können auch die komplementär ausgebildeten zugehörigen
Führungselemente 12 jeweils eine unterschiedliche Form und/oder Größe und/oder Geometrie
aufweisen, die zu den Axialnuten komplementär ist.
[0031] In einer Variante des in den Figuren erläuterten Ausführungsbeispiels kann auch daran
gedacht sein, dass nicht nur ein einziges Führungselement 12 und eine dazu komplementäre
Ausnehmung 14 am Dom 11 bzw. Ringfilterelement 4 vorgesehen ist, sondern zwei oder
mehr solcher Führungselemente 12 bzw. Ausnehmungen 14 , welche dann alle wie vorangehend
erläutert nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip aufgebaut sind. Die auf diese Weise erzeugte
spezifische Codierung des Ringfilterelements 4 lässt sich durch Bereitstellung mehrerer
nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip zusammenwirkender Führungselemente/Ausnehmungen
12, 14 stark verbessern.
[0032] Zumindest an der dem Führungselement 12 benachbarten Endscheibe, also im Falle des
Ausführungsbeispiels an der unteren Endscheibe 7, kann eine Dichtlippe 17 (vgl. Fig.
4, 5) angeordnet sein, die sich bei eingebautem Ringfilterelement 4 an eine Außenfläche
des rohrförmigen Doms 11 anschmiegt. Die Dichtlippe 17 kann in einer Variante auch
einstückig mit der unteren Endscheibe 7 ausgebildet sein. Für die Dichtfunktion ist
es dabei unerheblich, ob die Dichtlippe 17 bei eingebautem Ringfilterelement 4 nach
oben weist oder nach unten. Die Dichtlippe 17 kann beispielsweise aus Silikon oder
einem Vlies hergestellt sein.
[0033] Zur Montage der Filtereinrichtung 1 wird zunächst das Ringfilterelement 4 in einem
ersten Montageschritt in den Filtergehäusetopf 3 eingesetzt, und zwar so weit, bis
das Führungselement 12 auf der Führungskontur 13 aufliegt. Anschließend wird das Ringfilterelement
4, beispielsweise durch Aufschrauben des Filtergehäusedeckels, verdreht, so dass das
Führungselement 12 entlang der Führungskontur 13 gleitet, bis es die als Axialnut
ausgebildete Ausnehmung 14 erreicht. Nach Erreichen der Ausnehmung 14 ist der Pin
8 koaxial fluchtend zum Kanal 9 ausgerichtet, so dass das Ringfilterelement 4 direkt
entlang der axialen Richtung A mit dem Führungselement 12 in die Ausnehmung 14 eingeschoben
werden kann, wobei auf diese Weise gleichzeitig der Pin 8 in den Kanal 9 eingeschoben
wird.
[0034] Von besonderem Vorteil bei der erfindungsgemäßen Filtereinrichtung 1 ist, dass nicht
wie bisher aus dem Stand der Technik bekannt, der Pin 8 an der Rampe 16 entlang gleitet
und dadurch als Gleitelement ausgebildet sein muss, sondern vielmehr elastisch, bzw.
aus Gummi hergestellt sein kann, da er keinerlei Gleiteigenschaften mehr aufweisen
muss. In der in den Figuren nicht gezeigten Variante kann der Pin 8 auch rohrförmig
ausgebildet sein oder eine kreuzartige Querschnittsstruktur aufweisen.
[0035] Die Innenzarge 5 kann käfigartig ausgebildet sein, wobei die kreisförmige Rampe 16
mit der Führungskontur 13 innerhalb einer solchen käfigartigen Struktur angeordnet
sein kann. Die Rampe 16 kann Teil der Innenzarge 5 sein oder sich als zur Innenzarge
5 separates Bauteil an der Innenzarge 5 abstützen. Grundsätzlich kann ist also vorstellbar,
dass die Führungskontur 13 separat zur Innenzarge 5 ausgebildet ist und an dieser
befestigbar bzw. befestigt ist oder integral an der Innenzarge 5 ausgeformt ist.
1. Filtereinrichtung (1), insbesondere ein Öl- oder Kraftstofffilter, mit einem, einen
Filtergehäusetopf (3) und einen Filtergehäusedeckel aufweisenden Filtergehäuse (2),
in welchem ein Ringfilterelement (4) angeordnet ist, das an einer unteren Endscheibe
(7) einen axial abstehenden Pin (8) aufweist, mittels welchem es bei montierter Filtereinrichtung
(1) in einen filtergehäusetopfseitigen Kanal (9) eingreift,
dadurch gekennzeichnet, dass
- am Filtergehäusetopf (3) ein rohrförmiger Dom (11) vorgesehen ist, der bei montierter
Filtereinrichtung (1) in einen Innenraum des Ringfilterelements (4) eingreift,
- an einem freien Ende des rohrförmigen Doms (11) ein Führungselement (12) vorgesehen
ist, das mit einer am Ringfilterelement (4) angeordneten Führungskontur (13) zusammenwirkt.
2. Filtereinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die am Ringfilterelement (4) vorgesehen Führungskontur (13) eine sich in axialer
Richtung (A) des Filtergehäuses (2) erstreckende Ausnehmung (14), insbesondere eine
Axialnut, aufweist, zu welcher das Führungselement (12) bei der Montage der Filtereinrichtung
(1) hingeführt wird, und die relativ zum Pin (8) so angeordnet ist, dass dieser in
den filtergehäusetopfseitigen Kanal (9) einführbar ist, sofern das Führungselement
(12) in die Ausnehmung (14) eingreift.
3. Filtereinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Führungselement (12) als sich im Wesentlichen in der axialen Richtung (A) erstreckender
Führungspin ausgebildet ist.
4. Filtereinrichtung nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
am Ringfilterelement (4) ein Ventilelement vorgesehen wird, welches durch den Führungspin
in einem in die am Ringfilterelement (4) vorgesehene Ausnehmung (14) eingeschobenen
Zustand geöffnet wird.
5. Filtereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Führungselement (12) von einer Stirnfläche (15) des rohrförmigen Doms (11) entlang
der axialen Richtung (A) des Filtergehäuses (2) absteht.
6. Filtereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Führungskontur (13) an einer stützstrukturartigen Innenzarge (5) des Ringfilterelements
(4) angeordnet ist.
7. Filtereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Führungskontur (13) in der Art einer kreisförmigen Rampe (16) ausgebildet ist.
8. Filtereinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Axialnut an einer bezüglich der unteren Endscheibe (7) tiefsten Stelle angeordnet
ist.
9. Filtereinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Ausnehmung (14) im Wesentlichen U-förmig ausgebildet ist.
10. Filtereinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest an der dem Führungselement (12) benachbarten Endscheibe (7) eine Dichtlippe
(17) angeordnet ist, die sich bei eingebautem Ringfilterelement (4) dicht an eine
Außenfläche des rohrförmigen Doms (11) anschmiegt.