[0001] Die Erfindung betrifft eine Beleuchtungsvorrichtung mit einem Gehäuse zur Montage
an einer Wandung und mit mehreren in dem Gehäuse angeordneten, parallel zueinander
sowie parallel zur für die Montage vorgesehenen Wandung verlaufenden stabförmigen
Leuchtmittel-Trägereinrichtungen zur Aufnahme von Leuchtmitteln, wobei entlang jeder
einzelnen stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtung auf dieser mehrere Leuchtmittel
nebeneinander derart montiert sind, daß sie alle in die gleiche Richtung weisen und
quer zur Längsrichtung der stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtung abstrahlen.
[0002] Derartige Beleuchtungsvorrichtungen sind aus dem Stand der Technik bekannt. Eine
solche Beleuchtungsvorrichtung wird meistens als Deckenleuchte in einem Raum montiert
und gewöhnlich so eingerichtet, daß alle in ihr vorhandenen Leuchtmittel senkrecht
in Richtung Fußboden des Raumes gerichtet sind. Dementsprechend ergibt sich eine symmetrische
Verteilung des von einer solchen bekannten Beleuchtungsvorrichtung abgestrahlten Lichtes.
Der Bereich unmittelbar unter der Beleuchtungsvorrichtung wird dabei im wesentlichen
gleichmäßig ausgeleuchtet, während Flächen seitlich davon weniger Licht erhalten.
[0003] Da eine derartige Beleuchtungsvorrichtung aus dem Stand der Technik manchmal nicht
auf den genau senkrecht unter ihr liegenden Raumbereich zielen, sondern eher einen
seitlich versetzten Raumbereich ausleuchten soll, sind manche dieser aus dem Stand
der Technik bekannten Beleuchtungsvorrichtungen auch so eingerichtet, daß die Abstrahlrichtungen
der stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtungen nicht senkrecht nach unten weisen,
sondern nach links oder rechts um einen bestimmten Winkel verkippt sind. Bei derartigen
Beleuchtungsvorrichtungen aus dem Stand der Technik sind jedoch die Abstrahlrichtungen
der stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtungen alle um den gleichen Winkel angekippt,
so daß sich wiederum eine insgesamt symmetrisch abstrahlende Beleuchtungsvorrichtung
ergibt, wobei die Symmetrieachse der Lichtverteilung diesmal gegenüber der Mittelsenkrechten
der Beleuchtungsvorrichtung nach links oder nach rechts angekippt ist.
[0004] Beide vorstehend beschriebenen Arten von Beleuchtungsvorrichtungen aus dem Stand
der Technik haben jedoch den Nachteil, daß bei längeren zu beleuchtenden Objekten
die Lichtverteilung über das Objekt hinweg ungleichmäßig bleibt.
[0005] Soll z.B. ein langer Tisch in einem Besprechungsraum, einem TV-Nachrichtenstudio,
einem TV-Studio für Talkshows oder einem Übertragungsstudio für Internet-Videokonferenzen
beleuchtet werden, so kann man zwar an einer beliebigen Stelle an der Decke über diesem
Tisch eine der vorstehend beschriebenen, senkrecht nach unten abstrahlenden Beleuchtungsvorrichtungen
anbringen, jedoch wird dann nur der unmittelbar unter der Beleuchtungsvorrichtung
befindliche Teil des Tisches im wesentlichen gleichmäßig ausgeleuchtet, während der
Rest des Tisches dunkler bleibt. Dies könnte man nur dadurch beheben, daß eine Beleuchtungsvorrichtung
zum Einsatz kommt, die ebenso lang wie der Tisch ist. Das ist jedoch aufgrund anderer
technischer Randbedingungen oft nicht möglich.
[0006] Verwendet man stattdessen eine der anderen vorstehend beschriebenen Beleuchtungsvorrichtungen
mit nach rechts oder links angekippter Abstrahlrichtung und befestigt diese an der
Raumdecke links oder rechts versetzt zu dem langen Tisch, so wird auch auf diese Weise
keine gleichmäßige Ausleuchtung des langen Tisches erreicht. Zwar ist die Lichtstärkeverteilung
des von der Beleuchtungsvorrichtung abgestrahlten Lichtes symmetrisch zu einer gegenüber
der Mittelsenkrechten der Beleuchtungsvorrichtung nach links oder nach rechts angekippten
Achse, jedoch weist diese Achse wiederum in jedem Fall einen gewissen Winkel zur Tischfläche
auf. Dies führt wegen der Auffächerung des Lichtes auf seinem von der Beleuchtungsvorrichtung
ausgehenden Weg dazu, daß auf dem Tisch pro Flächeneinheit um so weniger Licht eintrifft,
je weiter die Flächeneinheit von der Beleuchtungsvorrichtung entfernt ist.
[0007] Zwar könnte man dann über dem jeweils anderen Ende des Tisches eine entsprechende
nach links oder rechts abstrahlende Beleuchtungsvorrichtung anbringen, jedoch ist
dies mit zusätzlichem Aufwand verbunden und aufgrund anderer technischer Randbedingungen
oft gar nicht möglich. Bei sehr langen Tischen würde zudem die Ausleuchtung trotzdem
- wenn nun auch symmetrisch - ungleichmäßig bleiben. Es würden sich hellere Bereiche
an beiden Enden des langen Tisches und ein dunklerer Bereich in der Mitte des langen
Tisches ergeben.
[0008] Ein ähnliches Problem stellt sich, wenn man mit Hilfe einer wie vorstehend beschriebenen
Beleuchtungsvorrichtung aus dem Stand der Technik, welche an einer Raumdecke befestigt
ist, beispielsweise ein an einer Seitenwand des Raumes hängendes größeres Gemälde
beleuchtet. Der obere Teil des Gemäldes wird bei dieser Beleuchtungssituation mit
mehr Licht pro Flächeneinheit versehen, als der untere Teil des Gemäldes, so daß sich
insgesamt eine ungleichmäßige Ausleuchtung des Gemäldes ergibt. Der Grund dafür ist
die Auffächerung des Lichtes auf seinem Weg von der Beleuchtungsvorrichtung weg. Je
größer der Abstand von der Beleuchtungsvorrichtung, um so weniger Licht ist pro Flächeneinheit
vorhanden. Da das Licht, welches auf den oberen Teil des Gemäldes trifft, einen kürzeren
Weg zurücklegen mußte als das Licht, welches auf den unteren Teil des Gemäldes trifft,
ist dementsprechend die pro Flächeneinheit zur Verfügung stehende Lichtmenge unterschiedlich,
und dies um so mehr, je größer die Länge des Bildes in vertikaler Richtung ist.
[0009] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die vorstehend beschriebenen Beleuchtungsvorrichtungen
so weiterzubilden, daß eine Beleuchtungsvorrichtung bereitgestellt wird, die in der
Lage ist, auch ein längeres oder größeres Objekt, das sich in einem bestimmten Abstand
zu der Beleuchtungsvorrichtung befindet und parallel oder ggf. unter einem bestimmten
Winkel zur Beleuchtungsvorrichtung angeordnet ist, gleichmäßig zu beleuchten. Ferner
liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Set bereitzustellen, welches aus einer
derartigen neuen Beleuchtungsvorrichtung und einer für diese bestimmten Justierhilfe
besteht.
[0010] Die vorstehend genannten Aufgaben werden erfindungsgemäß gelöst durch eine Beleuchtungsvorrichtung
nach Anspruch 1, durch eine Beleuchtungsvorrichtung nach Anspruch 2 und durch ein
Set nach Anspruch 10.
[0011] Vorteilhafte und bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung
nach Anspruch 1 sind Gegenstand der Ansprüche 3 bis 9. Vorteilhafte und bevorzugte
Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung nach Anspruch 2 sind
Gegenstand der Ansprüche 3 bis 9. Vorteilhafte und bevorzugte Ausführungsformen des
erfindungsgemäßen Sets nach Anspruch 10 sind Gegenstand der Ansprüche 11 und 12.
[0012] Vorteilhafte und bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend
anhand von Figuren erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- schematisch eine Draufsicht auf eine lichtabstrahlende Seite eines ersten Ausführungsbeispiels
einer stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtung zur Verwendung in einer erfindungsgemäßen
Beleuchtungsvorrichtung,
- Fig. 2
- schematisch eine Seitenansicht der stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtung von
Fig. 1,
- Fig. 3
- schematisch eine Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung,
- Fig. 4
- schematisch eine Seitenansicht eines als Deckenpaneelelement an eine Raumdecke montierten
Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung samt schematischer
Lichtverteilungskurve der Lichtabstrahlung der erfindungsgemä-βen Beleuchtungsvorrichtung
und schematischer Lichtverteilungskurve in einem seitlich zu der Beleuchtungsvorrichtung
versetzten Bereich in einer zur Raumdecke parallelen, von der Beleuchtungsvorrichtung
beabstandeten Ebene,
- Fig. 5
- schematisch eine Seitenansicht eines als Deckenpaneelelement an eine Raumdecke montierten
Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung samt schematischer
Lichtverteilungskurve der Lichtabstrahlung der erfindungsgemä-βen Beleuchtungsvorrichtung
und schematischer Lichtverteilungskurve in einem Bereich an einer zur Raumdecke senkrechten
Seitenwand des Raumes und
- Fig. 6
- schematisch eine Draufsicht auf eine lichtabstrahlende Seite eines zweiten Ausführungsbeispiels
einer stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtung zur Verwendung in der erfindungsgemäßen
Beleuchtungsvorrichtung.
[0013] Fig. 1 zeigt schematisch eine Draufsicht auf ein erstes Ausführungsbeispiel einer
stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtung 1 zur Verwendung in einer erfindungsgemäßen
Beleuchtungsvorrichtung. Auf diesem hier dargestellten Ausführungsbeispiel der stabförmigen
Leuchtmittel-Trägereinrichtung 1 sind nebeneinander in einer Reihe mehrere Leuchtmittel
2 angeordnet. Die Leuchtmittel 2 sind derart montiert, daß sie alle in die gleiche
Richtung weisen und quer zur Längsrichtung der stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtung
1 abstrahlen. Dies ist in Fig. 2 ersichtlich, welche eine schematische Seitenansicht
der stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtung 1 von Fig. 1 darstellt.
[0014] Die auf die jeweilige Ortsachse bezogene Verteilung der von jedem einzelnen Leuchtmittel
2 abgestrahlten Lichtintensität I ist auf jeder die optische Hauptachse des Leuchtmittels
2 orthogonal schneidenden Linie symmetrisch. Dementsprechend ergibt sich auch eine
symmetrische Lichtabstrahlung jeder einzelnen der stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtungen
1. Die vorliegende Erfindung verzichtet also auf den Einsatz asymmetrischer Reflektoren,
wie sie bei manchen Beleuchtungsvorrichtungen im Stand der Technik zur Schaffung einer
asymmetrischen Lichtabstrahlung verwendet werden.
[0015] Jedes einzelne Leuchtmittel 2 kann beispielsweise aus einer oder mehreren LEDs bestehen.
Auch andere Leuchtmittel sind geeignet, sofern sie alle in die gleiche Richtung weisen
und quer zur Längsrichtung der stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtung 1 abstrahlen.
[0016] Bei dem in den Figuren 1 und 2 dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiel werden
als Leuchtmittel LEDs mit vorgesetzter Linse verwendet. Der Abstrahlwinkel α jeder
einzelnen dieser mit jeweils einer Linse versehenen LEDs beträgt 15° (vgl. Fig. 2),
und die von jedem einzelnen dieser Leuchtmittel 2 in dem dargestellten bevorzugten
Ausführungsbeispiel auf der stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtung 1 belegte
Fläche beträgt 4 cm x 4 cm.
[0017] Das Ausführungsbeispiel von Fig. 1 und Fig. 2 weist vierzehn Leuchtmittel 2 auf.
Bei anderen Ausführungsbeispielen sind auf der stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtung
1 weniger als vierzehn oder auch mehr als vierzehn Leuchtmittel 2 angebracht.
[0018] Fig. 3 zeigt schematisch ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung
3. Stellt man sich diese erfindungsgemäße Beleuchtungsvorrichtung 3 an eine Decke
eines Raumes montiert vor, so zeigt Fig. 3 eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße
Beleuchtungsvorrichtung 3 vom Fußboden des Raumes aus gesehen.
[0019] Das in Fig. 3 dargestellte Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung
3 weist fünf parallel zueinander sowie parallel zur Raumdecke verlaufende stabförmige
Leuchtmittel-Trägereinrichtungen 1 mit den zugehörigen Leuchtmitteln 2, wie in den
Figuren 1 und 2 dargestellt und wie oben erläutert, auf. Die stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtungen
1 mit den darauf befindlichen Leuchtmitteln 2 sind in einem Gehäuse 4 angeordnet.
Der Abstand zwischen je zwei benachbarten stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtungen
1 beträgt bei dem vorliegend beschriebenen Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Beleuchtungsvorrichtung 3 jeweils 7 cm. Bei anderen Ausführungsbeispielen der erfindungsgemäßen
Beleuchtungsvorrichtung 3 ist dieser Abstand zwischen je zwei benachbarten stabförmigen
Leuchtmittel-Trägereinrichtungen 1 kleiner oder auch größer als 7 cm. Auch können
bei anderen Ausführungsbeispielen der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung 3
mehr oder auch weniger als fünf stabförmige Leuchtmittel-Trägereinrichtungen 1 vorhanden
sein. Da sich die erfindungsgemäß notwendige Asymmetrie der von der erfindungsgemäßen
Beleuchtungsvorrichtung 3 abgestrahlten Lichtintensität besser mit mehr als mit weniger
stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtungen 1 erreichen läßt, ist es besonders bevorzugt,
mindestens vier, besser sogar noch - wie in dem Ausführungsbeispiel von Fig. 3 gezeigt
- mindestens fünf stabförmige Leuchtmittel-Trägereinrichtungen 1 vorzusehen.
[0020] Das Gehäuse 4 dient zur Montage an einer Wandung, bevorzugterweise an der Decke eines
Raumes. Eine solche Befestigungsweise der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung
3 an der Decke 7 eines Raumes ist in den weiter unten noch ausführlich erläuterten
Figuren 4 und 5 schematisch dargestellt. Erfindungsgemäße Beleuchtungsvorrichtungen
3 können aber bei anderen Einsatzbedingungen auch an beliebigen anderen Wandungen
montiert werden, solange sich nur die Wandung überhaupt zur Befestigung des Gehäuses
4 der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung 3 eignet. Die Wandung muß also nicht
unbedingt eine Wand oder Decke eines festen Raumes sein. Geeignet als Wandung zur
Aufnahme des Gehäuses 4 der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung 3 sind daher
beispielsweise auch Holztafeln oder Metallständer bzw. Metallrahmen in beliebiger
Neigungsrichtung. Die weitaus gebräuchlichste und mit Abstand bevorzugte Einsatzart
der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung 3 ist jedoch ihre Montage an der Decke
7 eines Raumes, und zwar insbesondere als integrales Paneelelement in einer mit Deckenpaneelen
versehenen Raumdecke, so wie es in den nachfolgend erläuterten Figuren 4 und 5 schematisch
gezeigt wird.
[0021] Die einzelnen stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtungen 1 sind in dem Gehäuse
4 so angeordnet, daß ihre Abstrahlrichtungen derart gegeneinander verkippt sind, daß
die Beleuchtungsvorrichtung 3 insgesamt mit einer asymmetrischen Lichtverteilung I1
abstrahlt und diese Asymmetrie der von der Beleuchtungsvorrichtung 3 abgestrahlten
Lichtverteilung I1 so angelegt ist, daß sich in einer Ebene, die zu der für die Montage
vorgesehenen Wandung 7 parallel verläuft, von der montierten Beleuchtungsvorrichtung
3 aber einen bestimmten ersten Abstand 5 entfernt ist, ein Bereich mit gleichförmiger
Lichtverteilung I2 ergibt. Dies ist schematisch in Fig. 4 dargestellt. Fig. 4 zeigt
eine schematische Seitenansicht der an der Decke 7 eines Raumes montierten erfindungsgemäßen
Beleuchtungsvorrichtung 3 mit den in unterschiedlicher Weise angekippten stabförmigen
Leuchtmittel-Trägereinrichtungen 1 und den daraus resultierenden Lichtstärkeverteilungskurven
I1 (asymmetrisch) unmittelbar vor der Beleuchtungsvorrichtung 3 und 12 (in einem weiten
Bereich im wesentlichen gleichförmig) in der zur Raumdecke 7 parallelen Ebene mit
dem bestimmten Abstand 5 von der Beleuchtungsvorrichtung 3.
[0022] Das in Fig. 4 dargestellte Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung
3 ist anstelle eines gewöhnlichen Deckenpaneels in die Raumdecke 7 eingeklinkt.
[0023] Jedes einzelne der Leuchtmittel 2 in dem Ausführungsbeispiel von Fig. 3 und Fig.
4 strahlt gerichtet mit einem Winkel α von 15° ab (vgl. Fig. 2). Das kann, wie bereits
oben mit Bezug auf die Figuren 1 und 2 erläutert, realisiert werden z.B. durch die
Verwendung von LEDs mit vorgesetzter Linse als Leuchtmittel 2. Bei anderen Ausführungsbeispielen
der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung 3 können aber auch andere Leuchtmittel
2 mit anderen Abstrahlwinkeln α verwendet werden.
[0024] Bei dem Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung 3 von Fig.
3 und Fig. 4 sind alle in dieser Beleuchtungsvorrichtung 3 verwendeten Leuchtmittel
2 gleich. Es gibt daneben auch andere Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung
3, in denen innerhalb ein und derselben Beleuchtungsvorrichtung 3 auch unterschiedliche
Leuchtmittel 2 zum Einsatz gelangen.
[0025] Anders als aus dem Stand der Technik bekannt, ist die erfindungsgemäße Beleuchtungsvorrichtung
3 nicht so eingerichtet, daß die Leuchtmittel 2 alle genau entlang der Lotsenkrechten
vertikal nach unten weisen. Stattdessen sind bei dem in der Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung 3 die stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtungen
1 gegenüber der Lotsenkrechten verkippt, so daß alle Leuchtmittel 2 bei diesem Ausführungsbeispiel
nach links weisen. Der entscheidende Unterschied der Erfindung gegenüber weiteren
aus dem Stand der Technik bekannten Beleuchtungsvorrichtungen, bei denen beispielsweise
auch alle Leuchtmittel nach links weisen können, besteht hierbei darin, daß die stabförmigen
Leuchtmittel-Trägereinrichtungen 1 nicht alle um den gleichen Winkel gegenüber der
Lotsenkrechten verkippt sind. Stattdessen ist jede der fünf stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtungen
1 bei dem Ausführungsbeispiel von Fig. 4 um einen anderen Winkel gegenüber der Lotsenkrechten
verkippt, so daß dementsprechend auch die Abstrahlrichtungen der stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtungen
1 gegeneinander verkippt sind. Die ganz rechte stabförmige Leuchtmittel-Trägereinrichtung
1 bei dem Ausführungsbeispiel von Fig. 4 ist um 45° gegenüber der Lotsenkrechten verkippt,
die links daneben befindliche um 48,5°, die mittlere stabförmige Leuchtmittel-Trägereinrichtung
1 ist um 52,5° gegenüber der Lotsenkrechten verkippt, die links neben der mittleren
befindliche um 58°, und die ganz linke stabförmige Leuchtmittel-Trägereinrichtung
1 ist um 64° gegenüber der Lotsenkrechten verkippt. Auf diese Weise wird erreicht,
daß die Beleuchtungsvorrichtung 3 insgesamt mit einer asymmetrischen Lichtverteilung
I1 abstrahlt, so wie in Fig. 4 rein schematisch dargestellt.
[0026] Insgesamt ergibt sich also bei dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel eine
nach links unten gerichtete Lichtabstrahlung der Beleuchtungsvorrichtung 3 mit einem
Abstrahlwinkel von 45°. Die örtliche Intensitätsverteilung des von der Beleuchtungsvorrichtung
3 abgestrahlten Lichts ist in der Horizontalen zwar asymmetrisch (vgl. Kurve I1 in
Fig. 4), jedoch verflacht diese örtliche Asymmetrie der Lichtintensitätsverteilung
in der Horizontalen auf dem Weg des Lichtes von der Beleuchtungsvorrichtung 3 weg,
da sich die durch die mehr links verlaufenden Lichtstrahlen abzudeckende Fläche schneller
vergrößert, als die durch die mehr rechts verlaufenden Lichtstrahlen, je weiter man
die beleuchtete Horizontalebene auf der Lotsenkrechten nach unten zieht. In einem
bestimmten ersten Abstand 5 (vgl. Fig. 4) tritt dann der Fall ein, daß ein gewisser
Flächenbereich mit einer über diesen Flächenbereich gleichförmig verteilten Lichtintensitätsverteilung
12 beleuchtet ist. Auf diese Weise kann also beispielsweise eine gleichförmige Ausleuchtung
eines langen Tisches in einem TV-Studio erreicht werden, ohne daß unmittelbar über
diesem Tisch eine riesige Menge von Lampen angebracht werden muß.
[0027] Der bestimmte erste Abstand 5, in dem die gleichförmige Ausleuchtung I2 eines gewissen
Flächenbereiches erzielt wird, hängt natürlich von der Form der Asymmetrie der von
der Beleuchtungsvorrichtung 3 abgestrahlten Lichtverteilung I1 ab. Mit anderen Worten:
Die gewünschte gleichförmige Lichtverteilung 12 ergibt sich bei festgelegter asymmetrischer
Abstrahlung der Beleuchtungsvorrichtung 3 natürlich nur in einem ganz bestimmten Bereich
in einer Horizontalebene mit einem bestimmten ersten Abstand 5 von der Raumdecke 7
bzw. von der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung 3, je nachdem, welchen festen
Bezugspunkt man wählen möchte.
[0028] Die genaue Form der asymmetrischen Lichtabstrahlung I1 der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung
3 wird bestimmt durch die Abstrahlcharakteristik der einzelnen Leuchtmittel 2 und
durch die Verkippungswinkel der stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtungen 1. Für
unterschiedliche Beleuchtungsaufgaben ist dies jeweils separat in geeigneter Form
auszuwählen oder anzupassen. Sobald die Deckenhöhe des Raumes sowie die Höhe und Lage
des gleichmäßig auszuleuchtenden Objekts in Bezug auf den Montagebereich der erfindungsgemäßen
Beleuchtungsvorrichtung 3 bekannt sind, ergibt sich daraus unmittelbar die zu verwendende
genaue Form der asymmetrischen Lichtabstrahlungskurve I1 der erfindungsgemä-βen Beleuchtungsvorrichtung
3. Aus einem Vorrat mehrerer verschiedener, vorab auf unterschiedliche Anwendungsfälle
fest eingestellter Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung
3 kann dann für den jeweiligen Anwendungsfall die entsprechend geeignete erfindungsgemäße
Beleuchtungsvorrichtung 3 ausgewählt werden. So gibt es z.B. vorab justierte und fest
eingestellte Ausführungsbeispiele erfindungsgemäßer Beleuchtungsvorrichtungen 3 für
folgende Anwendungsfälle: Raumhöhe: 2,80 m, Höhe des auszuleuchtenden Tisches: 0,90
m, horizontaler Abstand der Zentren von Beleuchtungsvorrichtung und Tisch zueinander:
3,00 m oder Raumhöhe: 3,50 m, Höhe des auszuleuchtenden Tisches: 1,00 m, horizontaler
Abstand der Zentren von Beleuchtungsvorrichtung und Tisch zueinander: 4,00 m oder
Raumhöhe: 2,50 m, Höhe des auszuleuchtenden Tisches: 0,80 m, horizontaler Abstand
der Zentren von Beleuchtungsvorrichtung und Tisch zueinander: 2,50 m usw. Bei jedem
dieser vorab justierten Ausführungsbeispiele erfindungsgemäßer Beleuchtungsvorrichtungen
3 ist die Verkippung der einzelnen stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtungen 1
gegeneinander in jeweils unterschiedlicher Weise so eingestellt, daß sich die für
den jeweiligen Anwendungsfall geeignete Intensitätsasymmetrie der Lichtabstrahlungskurve
I1 der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung 3 ergibt.
[0029] Das vorstehend mit Bezug auf die Figuren 3 und 4 näher erläuterte Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung 3 eignet sich beispielsweise gut für
die gleichförmige Ausleuchtung eines langen Tisches von ungefähr 90 cm Höhe in einem
ungefähr 2,80 m hohen Raum, wobei die Zentren der Beleuchtungsvorrichtung und des
auszuleuchtenden Tisches in horizontaler Richtung ungefähr 3,00 m zueinander versetzt
sind.
[0030] Eine andere Beleuchtungssituation ergibt sich, wenn man mittels einer erfindungsgemäßen
Beleuchtungsvorrichtung 3, wie sie schematisch in Fig. 3 gezeigt ist, ein an einer
Seitenwand des Raumes hängendes größeres Gemälde gleichmäßig ausleuchten will. Ein
Ausführungsbeispiel für eine auf eine solche Beleuchtungssituation angepaßte erfindungsgemäße
Beleuchtungsvorrichtung 3 ist in Fig. 5 dargestellt. Um zu erreichen, daß ein unterer
Bereich der Seitenwand 8 des Raumes, an welcher das gleichmäßig zu beleuchtende Gemälde
hängen soll und welche zu der an der Raumdecke 7 befestigten erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung
3 einen bestimmten zweiten Abstand 9 hat, nicht schwächer beleuchtet wird als ein
oberer Bereich, müssen die Leuchtmittel-Trägereinrichtungen 1 der erfindungsgemäßen
Beleuchtungsvorrichtung 3 so gegeneinander verkippt sein, daß die örtliche Verteilung
der von der Beleuchtungsvorrichtung 3 abgestrahlten Lichtintensität 13 asymmetrisch
ist. Dabei entspricht die Lichtintensitätsverteilung I3 des von der Beleuchtungsvorrichtung
3 abgestrahlten Lichts für die in Fig. 5 dargestellte Beleuchtungssituation im wesentlichen
der Lichtintensitätsverteilung I1 des von der Beleuchtungsvorrichtung 3 abgestrahlten
Lichts für die in Fig. 4 dargestellte Beleuchtungssituation mit dem Unterschied, daß
die asymmetrischen Lichtintensitätsverteilungen I1 und I3 zueinander gespiegelt und
um 90° gedreht sind.
[0031] Insgesamt ergibt sich also bei dem in Fig. 5 dargestellten Ausführungsbeispiel eine
nach links unten gerichtete Lichtabstrahlung der Beleuchtungsvorrichtung 3 mit einem
Abstrahlwinkel von 45°. Die örtliche Intensitätsverteilung des von der Beleuchtungsvorrichtung
3 abgestrahlten Lichts ist in der Vertikalen zwar asymmetrisch (vgl. Kurve I3 in Fig.
5), jedoch verflacht diese örtliche Asymmetrie der Lichtintensitätsverteilung in der
Vertikalen auf dem Weg des Lichtes von der Beleuchtungsvorrichtung 3 weg, da sich
die durch die mehr unten verlaufenden Lichtstrahlen abzudeckende Fläche schneller
vergrößert, als die durch die mehr oben verlaufenden Lichtstrahlen, je weiter man
die beleuchtete Vertikalebene auf der Horizontalen nach links zieht. In einem bestimmten
zweiten Abstand 9 (vgl. Fig. 5) tritt dann der Fall ein, daß ein gewisser Flächenbereich
mit einer über diesen Flächenbereich gleichförmig verteilten Lichtintensitätsverteilung
14 beleuchtet ist. Auf diese Weise kann also beispielsweise eine gleichförmige Ausleuchtung
eines an der Seitenwand 8 des Raumes hängenden Gemäldes erreicht werden.
[0032] In den Figuren 4 bzw. 5 sind die für praktische Einsatzfälle besonders häufig vorkommenden
und daher besonders relevanten Fälle der gleichmäßigen Ausleuchtung in horizontaler
(vgl. Fig. 4) bzw. vertikaler (vgl. Fig. 5) Ebene dargestellt. Die Begriffe "horizontal"
bzw. "vertikal" beziehen sich dabei auf die Ebene der Wandung 7, an welcher die erfindungsgemäße
Beleuchtungsvorrichtung 3 montiert werden soll.
[0033] Bei dem Ausführungsbeispiel von Fig. 5 schneidet die Seitenwandebene 8 mit dem auszuleuchtenden
Gemälde die Raumdeckenebene 7 mit der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung 3
wie in Räumen allgemein üblich unter einem Winkel β von genau 90°. Gelegentlich gibt
es jedoch auch solche Beleuchtungssituationen, bei denen sich der gleichmäßig auszuleuchtende
Flächenbereich auf einer Ebene befindet, welche die Wandung 7, an der die erfindungsgemäße
Beleuchtungsvorrichtung 3 zu montieren ist, unter einem von 90° verschiedenen Winkel
β schneidet. Es gibt auch auf solche Beleuchtungssituationen angepaßte Ausführungsbeispiele
der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung 3. Erfindungsgemäß entscheidend ist
dabei lediglich, daß die stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtungen 1 derart abgestimmt
gegeneinander verkippt eingestellt sind, daß sich eine solche asymmetrische Lichtverteilung
des von der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung 3 abgestrahlten Lichtes ergibt,
die auf dem Weg bis hin zu genau dem Bereich, für den die Ausleuchtung gewünscht ist,
zu einer gleichmäßigen Lichtverteilung verflacht.
[0034] Bei einem ganz besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Beleuchtungsvorrichtung 3 sind alle stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtungen
1 in dem Gehäuse 4 derart gelagert, daß sie in Bezug auf das Gehäuse 4 als Einheit
um eine Achse, die senkrecht zur für die Montage der Beleuchtungsvorrichtung 3 vorgesehenen
Wandung 7 verläuft, gedreht werden können. Das ist in Fig. 3 durch den eine Rotationsbewegung
andeutenden Doppelpfeil symbolisiert. Der Bereich der gleichförmigen Ausleuchtung
12,14 (vgl. Fig. 4 bzw. Fig. 5) kann auf diese Weise zumindest innerhalb einer bestimmten
Ebene und zumindest innerhalb eines bestimmten Drehwinkelbereiches ringförmig versetzt
werden. Der bestimmte erste Abstand 5 (vgl. Fig. 4) bzw. der bestimmte zweite Abstand
9 (vgl. Fig. 5) und der bestimmte Winkel β (vgl. Fig. 5) bleiben dabei aber konstant.
Bevorzugterweise wird eine solche drehbare Einheit der stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtungen
1 so ausgelegt, daß sie um 360° drehbar ist. Es gibt jedoch auch andere Ausführungsbeispiele
erfindungsgemäßer Beleuchtungsvorrichtungen 3, bei denen die drehbare Einheit der
stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtungen 1 z.B. nur um 180° oder nur um 90° oder
nur um 60° drehbar ist. Bei wiederum anderen Ausführungsbeispielen der erfindungsgemäßen
Beleuchtungsvorrichtung 3 sind die stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtungen 1
in dieser Art überhaupt nicht drehbar.
[0035] Ganz besonders bevorzugterweise werden Ausführungsbeispiele erfindungsgemäßer Beleuchtungsvorrichtungen
3 so ausgeführt, daß die stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtungen 1 in dem Gehäuse
4 derart gelagert sind, daß, zumindest in einem Zustand, in dem die Beleuchtungsvorrichtung
3 nicht an der Wandung 7 montiert ist, die Verkippung der Abstrahlrichtung jeder einzelnen
der stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtungen 1 veränderlich einstellbar ist.
So ist es möglich, bei Ortsänderung des Einsatzes der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung
3 oder bei Ortsänderung des Bereiches, der mit der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung
3 gleichmäßig ausgeleuchtet werden soll, eine entsprechende Anpassung des asymmetrischen
Verlaufs der Gesamtlichtabstrahlung der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung
3 vorzunehmen. Insbesondere können der bestimmte erste Abstand 5 (vgl. Fig. 4) bzw.
der bestimmte zweite Abstand 9 (vgl. Fig. 5) und der bestimmte Winkel β (vgl. Fig.
5) auf diese Weise verändert werden.
[0036] Bei bevorzugten Ausführungsbeispielen der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung
3 ist in diesem Zusammenhang jede einzelne der stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtungen
1 mit einem Stift 6 versehen, der starr mit der stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtung
1 verbunden ist und der Einstellung der Verkippung der Abstrahlrichtung dient. Dies
ist in Fig. 6 schematisch für eine der stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtungen
1 dargestellt. Das in Fig. 6 gezeigte zweite Ausführungsbeispiel der stabförmigen
Leuchtmittel-Trägereinrichtung 1 mit den auf ihr angeordneten Leuchtmitteln 2 entspricht
weitgehend dem ersten Ausführungsbeispiel der stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtung
1 von Fig. 1, wobei die stabförmige Leuchtmittel-Trägereinrichtung 1 in dem Ausführungsbeispiel
von Fig. 6 jedoch zusätzlich mit dem vorstehend bereits erläuterten Stift 6 versehen
ist, welcher der Einstellung der Verkippung der Abstrahlrichtung dient.
[0037] Die bei dem vorstehend beschriebenen bevorzugten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Beleuchtungsvorrichtung 3 an den stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtungen 1 jeweils
vorgesehenen Stifte 6 erfüllen ihre Funktion insbesondere im Zusammenhang mit einer
Lochschablone oder mehreren Lochschablonen, die zusammen mit dem letztgenannten Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung 3 ein Set bilden kann bzw. können. Eine
solche Lochschablone dient zusammen mit den Stiften 6 zur besonders einfachen und
schnellen Einstellung der Beleuchtungsvorrichtung 3 auf den genannten bestimmten ersten
Abstand 5 (vgl. Fig. 4) bzw. auf den genannten bestimmten zweiten Abstand 9 (vgl.
Fig. 5) und den genannten bestimmten Winkel β (vgl. Fig. 5). Die Löcher in der Lochschablone
sind nämlich so angeordnet, daß bei einem Eingreifen der Stifte 6 in diese Löcher
die Beleuchtungsvorrichtung 3 auf den bestimmten ersten Abstand 5 (vgl. Fig. 4) bzw.
auf den bestimmten zweiten Abstand 9 (vgl. Fig. 5) und den bestimmten Winkel β (vgl.
Fig. 5) eingestellt ist. Muß die Beleuchtungsvorrichtung 3 auf einen geänderten bestimmten
ersten Abstand 5 (vgl. Fig. 4) bzw. auf einen geänderten bestimmten zweiten Abstand
9 (vgl. Fig. 5) und/oder einen geänderten bestimmten Winkel β (vgl. Fig. 5) eingerichtet
werden, so wird sie von der Raumdecke 7 abmontiert, eine für diesen anderen bestimmten
ersten Abstand 5 (vgl. Fig. 4) bzw. diesen anderen bestimmten zweiten Abstand 9 (vgl.
Fig. 5) und/oder diesen anderen bestimmten Winkel β (vgl. Fig. 5) vorgesehene Lochschablone
wird über die Stifte 6 gelegt, und die stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtungen
1 werden jeweils so verkippt, bis ihre jeweiligen Stifte 6 in die Löcher dieser nun
verwendeten Lochschablone eingreifen. Auf diese Weise ist eine rasche Justierung der
erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung 3 möglich. Ganz entsprechend kann natürlich
auch vor einer erstmaligen Montage der Beleuchtungsvorrichtung 3 an der Raumdecke
7 verfahren werden.
[0038] Es gibt derartige Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung
3, bei denen eine wie vorstehend beschriebene Justierung nur im von der Wandung 7
abgenommenen Zustand möglich ist. Andere Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen
Beleuchtungsvorrichtung 3 sind sogar so ausgelegt, daß die Justierung auch dann vorgenommen
werden kann, wenn die erfindungsgemäße Beleuchtungsvorrichtung 3 an der Wandung 7
montiert ist.
[0039] In jedem Falle sind natürlich die zu verwendenden Lochschablonen vorab geeicht.
[0040] Hinsichtlich der Lochschablonen gibt es verschiedene Ausführungsvarianten. So kann
z.B. vorgesehen sein, daß jede einzelne Lochschablone zur Einstellung der erfindungsgemäßen
Beleuchtungsvorrichtung 3 auf jeweils einen anderen bestimmten ersten Abstand 5 (vgl.
Fig. 4) bzw. auf jeweils einen anderen bestimmten zweiten Abstand 9 (vgl. Fig. 5)
und/oder einen anderen bestimmten Winkel β (vgl. Fig. 5) ausgelegt ist. Es kann aber
auch eine Lochschablone vorgesehen sein, die mindestens zwei verschiedene Lochsysteme
aufweist, von denen jedes einzelne zur Einstellung der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung
3 auf jeweils einen anderen bestimmten ersten Abstand 5 (vgl. Fig. 4) bzw. auf jeweils
einen anderen bestimmten zweiten Abstand 9 (vgl. Fig. 5) und/oder einen anderen bestimmten
Winkel β (vgl. Fig. 5) ausgelegt ist.
[0041] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung 3 mit
den Stiften 6 sind so ausgeführt, daß die einzelnen Stifte 6 in der erfindungsgemäßen
Beleuchtungsvorrichtung 3 unterschiedliche Längen haben. Auf diese Weise wird das
Einstellen der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung 3 auf unterschiedliche Beleuchtungssituationen
mittels der Lochschablone und den Stiften 6 noch weiter erleichtert.
[0042] Bei den in den Figuren dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispielen der erfindungsgemäßen
Beleuchtungsvorrichtung 3 ist das Gehäuse 4 so ausgelegt, daß es als integrales Paneelelement
in eine mit Deckenpaneelen versehene Raumdecke 7 montiert werden kann, so wie es die
Figuren 4 und 5 schematisch zeigen. Es gibt daneben allerdings auch vielfältige andere
Ausführungsbeispiele erfindungsgemäßer Beleuchtungsvorrichtungen 3, bei denen das
Gehäuse 4 so an der für die Montage der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung
3 vorgesehenen Wandung 7 zu montieren ist, daß die erfindungsgemäße Beleuchtungsvorrichtung
3 im montierten Zustand einfach auf der Wandung 7 aufliegt. Bei wieder anderen Ausführungsbeispielen
der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung 3 weist das Gehäuse 4 sogar gewisse
Abstandshalter zwecks Montage an der Wandung 7 auf, so daß sich im montierten Zustand
zwischen der Wandung 7 einerseits und einer dazu parallelen Grundfläche des Gehäuses
4 andererseits ein Luftkanal ergibt.
[0043] Zwar wurden in den oben näher beschriebenen Ausführungsbeispielen der erfindungsgemä-βen
Beleuchtungsvorrichtung 3 nur solche Beispiele dargestellt, bei denen die stabförmigen
Leuchtmittel-Trägereinrichtungen 1 alle in ein und derselben Ebene liegen, jedoch
gibt es auch andere Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung
3, bei denen die Leuchtmittel-Trägereinrichtungen 1 unterschiedliche Ebenen besetzen,
also verschiedene Leuchtmittel-Trägereinrichtungen 1 im montierten Zustand der erfindungsgemäßen
Beleuchtungsvorrichtung 3 unterschiedlich weit von der Wandung 7 entfernt sind.
[0044] Hinsichtlich einer Dimmbarkeit der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung 3 gibt
es sowohl dimmbare als auch nicht dimmbare Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen
Beleuchtungsvorrichtung 3, wobei dimmbare Ausführungsbeispiele besonders bevorzugt
sind.
1. Beleuchtungsvorrichtung (3) mit einem Gehäuse (4) zur Montage an einer Wandung (7)
und mit mehreren in dem Gehäuse (4) angeordneten, parallel zueinander sowie parallel
zur für die Montage vorgesehenen Wandung (7) verlaufenden stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtungen
(1) zur Aufnahme von Leuchtmitteln (2), wobei entlang jeder einzelnen stabförmigen
Leuchtmittel-Trägereinrichtung (1) auf dieser mehrere Leuchtmittel (2) nebeneinander
derart montiert sind, daß sie alle in die gleiche Richtung weisen und quer zur Längsrichtung
der stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtung (1) abstrahlen,
dadurch gekennzeichnet, daß
die einzelnen stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtungen (1) in dem Gehäuse (4)
so angeordnet sind, daß ihre Abstrahlrichtungen derart gegeneinander verkippt sind,
daß die Beleuchtungsvorrichtung (3) insgesamt mit einer asymmetrischen Lichtverteilung
(I1) abstrahlt und diese Asymmetrie der von der Beleuchtungsvorrichtung (3) abgestrahlten
Lichtverteilung (I1) so angelegt ist, daß sich in einer Ebene, die zu der für die
Montage vorgesehenen Wandung (7) parallel verläuft, von der montierten Beleuchtungsvorrichtung
(3) aber einen bestimmten ersten Abstand (5) entfernt ist, ein Bereich mit gleichförmiger
Lichtverteilung (I2) ergibt.
2. Beleuchtungsvorrichtung (3) mit einem Gehäuse (4) zur Montage an einer Wandung (7)
und mit mehreren in dem Gehäuse (4) angeordneten, parallel zueinander sowie parallel
zur für die Montage vorgesehenen Wandung (7) verlaufenden stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtungen
(1) zur Aufnahme von Leuchtmitteln (2), wobei entlang jeder einzelnen stabförmigen
Leuchtmittel-Trägereinrichtung (1) auf dieser mehrere Leuchtmittel (2) nebeneinander
derart montiert sind, daß sie alle in die gleiche Richtung weisen und quer zur Längsrichtung
der stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtung (1) abstrahlen,
dadurch gekennzeichnet, daß
die einzelnen stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtungen (1) in dem Gehäuse (4)
so angeordnet sind, daß ihre Abstrahlrichtungen derart gegeneinander verkippt sind,
daß die Beleuchtungsvorrichtung (3) insgesamt mit einer asymmetrischen Lichtverteilung
(I3) abstrahlt und diese Asymmetrie der von der Beleuchtungsvorrichtung (3) abgestrahlten
Lichtverteilung (I3) so angelegt ist, daß sich in einer Ebene, welche die zu der für
die Montage vorgesehenen Wandung (7) unter einem bestimmten Winkel (β) schneidet,
von der montierten Beleuchtungsvorrichtung (3) aber einen bestimmten zweiten Abstand
(9) entfernt ist, ein Bereich mit gleichförmiger Lichtverteilung (I4) ergibt.
3. Beleuchtungsvorrichtung (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß alle stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtungen (1) in dem Gehäuse (4) derart
gelagert sind, daß sie in Bezug auf das Gehäuse (4) als Einheit um eine Achse, die
senkrecht zur für die Montage der Beleuchtungsvorrichtung (3) vorgesehenen Wandung
(7) verläuft, gedreht werden können.
4. Beleuchtungsvorrichtung (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Leuchtmittel (2) LEDs aufweisen.
5. Beleuchtungsvorrichtung (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (4) so ausgelegt ist, daß es als integrales Paneelelement in eine mit
Deckenpaneelen versehene Raumdecke (7) montiert werden kann.
6. Beleuchtungsvorrichtung (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie dimmbar ist.
7. Beleuchtungsvorrichtung (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtungen (1) in dem Gehäuse (4) derart gelagert
sind, daß, zumindest in einem Zustand, in dem die Beleuchtungsvorrichtung (3) nicht
an der Wandung (7) montiert ist, die Verkippung der Abstrahlrichtung jeder einzelnen
der stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtungen (1) veränderlich einstellbar ist.
8. Beleuchtungsvorrichtung (3) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß jede einzelne der stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtungen (1) mit einem Stift
(6) versehen ist, der starr mit der stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtung (1)
verbunden ist und der Einstellung der Verkippung der Abstrahlrichtung dient.
9. Beleuchtungsvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Stifte (6) der einzelnen stabförmigen Leuchtmittel-Trägereinrichtungen (1) unterschiedlich
lang sind.
10. Set, bestehend aus einer Beleuchtungsvorrichtung (3) nach Anspruch 8 oder nach Anspruch
9 und mindestens einer Lochschablone zwecks Einstellung der Beleuchtungsvorrichtung
(3) auf den genannten bestimmten ersten Abstand (5) oder auf den genannten bestimmten
zweiten Abstand (9) und den genannten bestimmten Winkel (β), wobei Löcher in der Lochschablone
so angeordnet sind, daß bei einem Eingreifen der Stifte (6) in diese Löcher die Beleuchtungsvorrichtung
(3) auf den genannten bestimmten ersten Abstand (5) oder auf den genannten bestimmten
zweiten Abstand (9) und den genannten bestimmten Winkel (β) eingestellt ist.
11. Set nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch mehrere Lochschablonen, wobei jede einzelne Lochschablone zur Einstellung der Beleuchtungsvorrichtung
(3) auf jeweils einen anderen bestimmten ersten Abstand (5) oder auf jeweils einen
anderen bestimmten zweiten Abstand (9) und/oder jeweils einen anderen bestimmten Winkel
(β) ausgelegt ist.
12. Set nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch mindestens eine Lochschablone, die mindestens zwei verschiedene Lochsysteme aufweist,
von denen jedes einzelne zur Einstellung der Beleuchtungsvorrichtung (3) auf jeweils
einen anderen bestimmten ersten Abstand (5) oder auf jeweils einen anderen bestimmten
zweiten Abstand (9) und/oder jeweils einen anderen bestimmten Winkel (β) ausgelegt
ist.