[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Verbrennung von rieselfähigem,
festem Brennstoff wie beispielsweise Holzpellets oder Hackgut, wobei der Brennstoff
im Brennraum in einem Trocknungsbereich einen Trocknungsprozess, in einem Ausgasungsbereich
einen Ausgasungsprozess und in einem Ausbrandbereich einen Ausbrandprozess durchläuft.
[0002] Vorrichtungen und Verfahren zur Verbrennung von rieselfähigem, festem Brennstoff
wie beispielsweise Holzpellets, Hackgut, insbesondere aus biologischem Material sind
seit geraumer Zeit bekannt und in unterschiedlichen Ausführungsformen publiziert.
[0003] Beispielsweise sind Vorrichtungen zur Verbrennung von Holzpellets bekannt. Die Holzpellets
befinden sich in einem Vorratsbehälter und werden mit Hilfe einer Förderschnecke in
einen Brennraum gefördert. Dort werden sie von einem Zündmittel, beispielsweise durch
heiße Luft, entzündet und verbrannt. Die bei der Reaktion entstehende Abwärme wird
in weiterer Folge als Nutzwärme z.B. zur Erhitzung von Brauchwasser oder zur Heizung
von Gebäuden verwendet. Der zur Verbrennung notwendige Sauerstoff wird über Öffnungen
in Form von Luft in den Brennraum eingebracht. Bei der Verbrennung entsteht einerseits
heißes Verbrennungsgas, das über eine Ausbrandöffnung aus dem Brennraum abgeführt
wird und andererseits unbrennbarer Rückstand, der meist in Form von Asche aus dem
Brennraum entfernt wird. Zur Verbesserung des Verbrennungswirkungsgrades kann durch
Zuleitung von Sekundärluft in eine Sekundärbrennkammer das heiße Verbrennungsgas nachverbrannt
werden.
[0004] Ferner sind Vorrichtungen und Verfahren zur Verbrennung von rieselfähigem, festem
Brennstoff wie beispielsweise Holzpellets bekannt, bei dem eine Förderschnecke in
den Brennraum ragt, um die Pellets einem Rost zuzuführen. Dort werden die Pellets
in ruhendem Zustand verbrannt und in weiterer Folge von einer weiteren Schnecke in
Form von Asche abgeführt.
[0005] Um einen flexiblen Einsatz von Brennern für unterschiedliche Brennstoffe zu ermöglichen,
ist eine Anpassung des Brennverlaufs notwendig. Unterschiedliche Brennstoffe weisen
unterschiedliche Aschegehalte, unterschiedliche Ascheerweichungstemperaturen sowie
unterschiedliche Brennwerte auf. Bei Holzpellets beispielsweise kann der Aschegehalt
von etwa 0,3% bis 5%wf und die Ascheerweichungstemperatur von 800°C bis etwa 1400°C
schwanken. Insbesondere die geringen Ascheerweichungstemperaturen und die unterschiedlichen
Aschegehalte können zu Verschlackungen an den Fördermitteln und an anderen Brennerkomponenten
führen. Diese beeinträchtigen einerseits die optimale Verbrennung und andererseits
die mechanische Funktionalität der Vorrichtung.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es nun, eine Vorrichtung und ein Verfahren
zur Verbrennung von rieselfähigem, festem Brennstoff zu schaffen, welches die Nachteile
des Standes der Technik überwindet, flexibel an unterschiedliche Brennstoffe angepasst
werden kann, eine saubere Verbrennung ermöglicht, insbesondere die Emission von Stickoxiden
und Feinstaub gegenüber herkömmlichen Verbrennungsmethoden verringert und darüber
hinaus eine kompakte Bauweise und eine günstige Herstellung erlaubt.
[0007] Die erfindungsgemäßen Aufgaben werden insbesondere dadurch gelöst, dass Fördermittel
zur kontinuierlichen Förderung des Brennstoffs durch den Trocknungsbereich, den Ausgasungsbereich
und den Ausbrandbereich vorgesehen sind und/oder, dass der Brennstoff über Fördermittel
kontinuierlich zuerst durch den Trocknungsbereich, dann durch den Ausgasungsbereich
und anschließend durch den Ausbrandbereich gefördert wird.
[0008] Weitere Erfindungsgemäße Merkmale sind, dass der Trocknungsbereich, der Ausgasungsbereich
und der Ausbrandbereich im Brennraum in Förderrichtung nacheinander und/oder einander
überschneidend angeordnet sind, dass der Ausgasungsbereich mit einer Primärbrennkammer
verbunden ist und/oder dass der Ausgasungsbereich die Primärbrennkammer zumindest
teilweise umfasst, dass die Primärbrennkammer mit einer Sekundärbrennkammer verbunden
ist und/oder, dass im Ausgasungsbereich und/oder im Ausbrandbereich Primärluftöffnungen
zur Zuführung von Primärluft vorgesehen sind.
[0009] Ferner kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass vor und/oder in der Sekundärbrennkammer
Sekundärluftöffnungen zur Zuführung von Sekundärluft vorgesehen sind, dass der Sekundärbrennkammer
ein Gasabzug zum Abzug der Verbrennungsgase nachgeordnet ist, dass in Förderrichtung
nach dem Ausbrandbereich ein Brennrückstandsaustragsbereich zum Austrag des Brennrückstandes
vorgesehen ist, wobei der Austrag in bevorzugter Weise über die Fördermittel geschieht,
dass in Förderrichtung vor dem Trocknungsbereich eine Brennstoffzuführung zur Einbringung
des Brennstoffes vorgesehen ist, wobei die Einbringung in bevorzugter Weise über die
Fördermittel geschieht und/oder, dass die Fördermittel als entlang einer Förderwelle
angeordnete Schaufelelemente ausgeführt sind, wobei die Förderwelle über einen Antrieb
zumindest rotatorisch antreibbar ist.
[0010] Vorteilhafte Merkmale der Erfindung sind weiters, dass die Fördermittel als Schneckenförderer
ausgeführt sind, wobei sich die Schaufelelemente schraubenförmig durch den Brennraum
erstrecken und über einen Antrieb zumindest rotatorisch antreibbar sind, und wobei
die Schaufelelemente bevorzugt schraubenförmig und bandförmig um die Förderwelle angeordnet
sind, dass die schraubenförmig verlaufenden Schaufelelemente im Ausbrandbereich zumindest
teilweise eine geringere Steigung aufweisen als im Ausgasungsbereich, dass der Abstand
zwischen zwei aufeinanderfolgenden Schaufelelementen im Ausbrandbereich geringer ist
als im Ausgasungsbereich und/oder dass die Fördergeschwindigkeit des Brennstoffs in
Förderrichtung im Ausbrandbereich geringer ist als im Ausgasungsbereich.
[0011] Weitere Merkmale sind, dass die Förderung in eine Förderrichtung erfolgt die im Wesentlichen
waagrecht, schräg oder in eine von der Senkrechten abweichenden Richtung verläuft,
dass der Brennraummantel und/oder die Förderwelle mit Primärluft und/oder Sekundärluft
kühlbar ist, dass durch den Wellenhohlraum der Förderwelle und/oder den Mantelhohlraum
Primärluft und/oder Sekundärluft geleitet oder leitbar ist und/oder, dass Primärluft
und/oder Sekundärluft durch Durchleitung durch den Wellenhohlraum und/oder den Mantelhohlraum
vorwärmbar ist.
[0012] Ferner ist zur Lösung der erfindungsgemäßen Aufgaben ein Verfahren vorgesehen das
dadurch gekennzeichnet ist, dass der Brennstoff über Fördermittel kontinuierlich und/oder
stetig zuerst durch den Trocknungsbereich, dann durch den Ausgasungsbereich und anschließend
durch den Ausbrandbereich gefördert wird, dass im Ausgasungsbereich und/oder im Ausbrandbereich
Sauerstoff, insbesondere Primärluft zugeführt wird, dass die beim Ausgasungsprozess
aus dem Brennstoff entweichenden flüchtigen Bestandteile des Brennstoffs in einen
Brennraum geleitet werden und dort mit Primärluft und/oder Sekundärluft oxidiert werden,
dass der Brennstoff mit einer Fördergeschwindigkeit durch den Brennraum gefördert
wird, wobei die Fördergeschwindigkeit im Ausbrandbereich geringer ist als im Ausgasungsbereich
und/oder im Trocknungsbereich und/oder, dass der Brennstoff im Trocknungsbereich,
im Ausgasungsbereich und im Ausbrandbereich jeweils eine Verweilzeit aufweist, wobei
die Verweilzeit im Ausbrandbereich höher ist als im Ausgasungsbereich und/oder im
Trocknungsbereich.
[0013] Weiter Merkmale des erfindungsgemäßen Verfahrens sind, dass die festen Bestandteile
des Brennstoffs bei stetiger Förderung durch die Brennkammer verbrannt werden, dass
die flüchtigen Bestandteile des Brennstoffs in der Primärbrennkammer und in der Sekundärbrennkammer
verbrannt werden, dass die unbrennbaren Bestandteile des Brennstoffs als Brennrückstand
von den Fördermitteln aus dem Brennraum abtransportiert werden, dass der Brennraummantel
und/oder die Förderwelle mit Primärluft und/oder Sekundärluft gekühlt wird, dass der
Wellenhohlraum der Förderwelle mit Primärluft und/oder Sekundärluft durchströmt wird
und/oder dass Primärluft und/oder Sekundärluft bei Durchströmung des Wellenhohlraums
und/oder den Mantelhohlraum vorgewärmt wird.
[0014] Ferner kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass der Brennstoff von einer rotatorisch
angetriebenen Förderschnecke von einer Brennstoffzuführung in einen Trocknungsbereich,
danach in einen Ausgasungsbereich, anschließend in einen Ausbrandbereich und dann
in einen Brennrückstandsaustragsbereich gefördert wird, und dass die Förderschnecke
zur Erhöhung der Verweilzeit im Ausbrandbereich eine kleinere Steigung aufweist als
in zumindest einem weiteren Bereich.
[0015] Zur optimalen Umsetzung der im Brennstoff enthaltenen Energie ist eine gewisse Verweilzeit
des Brennstoffs im Brennraum vorzusehen. Diese ist insbesondere durch mehrere Phasen
des Verbrennungsprozesses bestimmt. Die Phasen umfassen eine Trocknungsphase, eine
Pyrolysephase, eine Ausgasungsphase und eine Abbrandphase. Bei herkömmlichen Pellets
kann die Trocknungsphase im Wesentlichen vernachlässigt werden. Die Pyrolysephase
und die Entgasungsphase sind eng miteinander verbunden und werden somit in weiterer
Folge als Ausgasungsphase zusammengefasst. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die
vom Brennstoff zu durchlaufenden Verbrennungsphasen in unterschiedlichen Bereichen
des Brennraums erfolgen. Nach Einbringung des Brennstoffs über eine Brennstoffzuführung
in den Brennraum wird der Brennstoff durch Fördermittel in eine Förderrichtung gefördert.
Zuerst durchläuft der Brennstoff den Trocknungsbereich, anschließend den Ausgasungsbereich
und in weitere Folge den Ausbrandbereich. Nach dem Ausbrandbereich besteht das Fördergut
im Wesentlichen aus Brennrückständen wie Asche, die über den Brennrückstandsaustragsbereich
in einen Sammelbehälter abgeführt werden. Die Abbrandphasen des Brennstoffs, insbesondere
die Bereiche der Abbrandphasen, sind nacheinander entlang der Förderrichtung des Brennstoffs
angeordnet. Es entspricht jedoch dem Erfindungsgedanken, dass die Bereiche einander
überschneiden. Ein Vorteil der Trennung und/oder Aneinanderreihung der unterschiedlichen
Abbrandphasen ist, dass pro Bereich Parameter wie die Zufuhr der Primärluft, die Temperatur
und die Verweildauer des Brennstoffs in dem jeweiligen Bereich getrennt beeinflusst
und/oder gesteuert werden können.
[0016] Im Trocknungsbereich wird Wärme über den Brennraummantel, das Fördermittel oder andere
Einrichtungen an den Brennstoff abgegeben. Der Wärmetransport geschieht dabei entgegen
der Förderrichtung des Brennstoffs bevorzugt über Wärmeleitung. Die Wärme selbst stammt
von der Verbrennung, welche in den darauffolgenden Bereichen geschieht. Die maximalen
Temperaturen im Trocknungsbereich betragen etwa 120°C bis 180°C.
[0017] In Förderrichtung nachfolgend ist der Ausgasungsbereich vorgesehen, in welchem die
Entgasung und Pyrolyse des Brennstoffs geschieht. Dieser Bereich kann auch als Hauptprimärverbrennungsbereich
bezeichnet werden. Der Bereich befindet sich in unmittelbarer Nähe der Brennkammeröffnung.
Im Ausgasungsbereich werden in dem Ausgasungsprozess in einem endothermen Prozess
die flüchtigen Bestandteile des Brennstoffs freigesetzt und mit dem über die Primärluftöffnungen
im Brennraum zugeführten Luftsauerstoff zumindest partiell oxidiert. Wie angemerkt
wird ein Teil der dabei frei werdenden Wärme über Wärmeleitung im Fördermittel, im
Brennraummantel oder über sonstige Einrichtungen in den Trocknungsbereich geleitet.
Die Einbring von Primärluft in den Ausgasungsbereich bewirkt auch ein Kühlung des
Brennraums und/oder der Brennkammer.
[0018] Bei der Entgasung und Pyrolyse des Brennstoffs wird selbiger zumindest teilweise,
bevorzugt vollständig in Koks oder Kohle umgewandelt. Die Maximaltemperaturen im Ausgasungsbereich
betragen etwa zwischen 600°C und 800°C und bis zu 1000°C. Bevorzugt liegen die Temperaturen
im Ausgasungsbereich unterhalb der Ascheerweichungstemperatur des Brennstoffs.
[0019] Im Ausbrandbereich findet der Ausbrand des Koks oder der Kohle zu Asche statt. Der
für die Oxidation benötigte Sauerstoff wird über Primärluftöffnungen des Bereichs
zugeführt. Die Asche oder der Brennrückstand werden in weiterer Folge von den Fördermitteln
durch einen Brennrückstandsausgabebereich abgeführt. Die Temperatur im Ausbrandbereich
beträgt etwa 200°C bis 400°C. Bevorzugt liegen auch die Temperaturen im Ausbrandbereich
unterhalb der Ascheerweichungstemperatur des Brennstoffs.
[0020] Insbesondere im Ausbrandbereich bzw. beim Ausbrandprozess kommt es zu einer starken
Volumenreduktion des Brennstoffs. Zur zumindest teilweisen Kompensation der Volumenreduktion
ist eine Veränderung der Geometrie des Fördermittels vorgesehen. Diese Änderung der
Geometrie ist vorteilhaft, um einerseits das geringe verbleibende Volumen weiterzufördern
und andererseits um eine ausreichend gute Einbringung der Primärluft durch die Primärluftöffnung
in diesem Bereich zu erreichen.
[0021] Ein weiterer Effekt, der durch die Veränderung der Geometrie des Fördermittels erzielt
werden kann, ist eine Veränderung der Verweildauer des Brennstoffs im betreffenden
Bereich. Diese Verlängerung der Verweildauer ist vorteilhaft, da die Verbrennung des
Kohlenstoffs länger dauert, als die Ausgasung der flüchtigen Bestandteile des Brennstoffs.
[0022] Sowohl im Ausgasungsbereich als auch im Ausbrandbereich sind Primärluftöffnungen
zur Zuführung der Primärluft vorgesehen. Über diese kann die beispielsweise die Oxidation
des Brennstoffes und die Kühlung des Brennraums beeinfilusst und/oder gesteuert werden.
[0023] Die flüchtigen Bestandteile des Brennstoffs werden, wie angemerkt, im Ausgasungsbereich
mit der Primärluft zumindest teilweise oxidiert. Diese Reaktion geschieht insbesondere
in der Primärbrennkammer, die sich vom Glutbett des Ausgasungsbereichs durch die Brennkammeröffnung
in die Brennkammer erstreckt. Der Primärbrennkammer in Strömungsrichtung der aufsteigenden
Verbrennungsgase nachfolgend liegt die Sekundärbrennkammer. Im Bereich der Sekundärbrennkammer
sind Sekundärluftöffnungen zur Zuführung der Sekundärluft vorgesehen. Erfindungsgemäß
können diese entlang eines Sekundärluft-Brennerrings angeordnet sein. In der Sekundärbrennkammer
erfolgt die Oxidation aller brennbaren Gase zu Kohlendioxid, Wasser und gegebenenfalls
zu weiteren Abgasen.
[0024] Gemäß der vorliegenden Erfindung werden im Ausgasungsbereich die flüchtigen Bestandteile
des Brennstoffs aus dem Brennstoffmassenstrom des Brennraums entnommen und in Form
eines gasförmigen Teilmassenstroms durch die Brennkammer geleitet. Die Brennkammer
und der Brennraum sind im Wesentlichen durch miteinander kommunizierende Hohlräume
gebildet. Der Brennstoff wird kontinuierlich durch den Brennraum gefördert und durchläuft
dabei die unterschiedlichen Abbrandphasen, in denen dem Brennstoff vorzugsweise alle
brennbaren Bestandteile entnommen werden, sodass schlussendlich nur noch Brennrückstand
in Form von Asche überbleibt. Die flüchtigen Bestandteile des Brennstoffs werden zusammen
mit den Verbrennungsgasen der getrennten Brennkammer zugeführt und dort gegebenenfalls
durch Einbringung von Sekundärluft nachverbrannt. Somit sind die einzelnen Phasen
der Umwandlung des Brennstoffs im Trocknungsbereich und im Ausbrandbereich getrennt
von der Verbrennung der flüchtigen Bestandteile des Brennstoffs, welche im Ausgasungsbereich,
in der Brennkammer, insbesondere in der Primärbrennkammer und der Sekundärbrennkammer
geschieht. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Bereiche einander überschneiden
können. Die Trennung der Bereiche und der Brennkammern bietet den Vorteil, dass in
jedem Bereich die Luftzufuhr sowie der Massendurchsatz, die Verweildauer und Strömungsverhältnisse
getrennt betrachtet und beeinflusst werden können. Erst durch diese Trennung wird
die erfindungsgemäße Erhöhung des Wirkungsgrades und Verbesserung der Verbrennung
erreicht.
[0025] Insbesondere wird durch Vermeidung der Überschreitung der Ascheerweichungstemperatur
die Verschlackung verhindert oder minimiert.
[0026] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Anordnung ist, dass insbesondere durch
die getrennte Zuführung von Primär und Sekundärluft, sowie durch die Möglichkeit der
kontrollierten Temperatur im Brennraum, die Freisetzung von Feinstaubpartikeln aus
dem Glutbett vermindert wird.
[0027] Erfindungsgemäß kann die Sekundärluft sowie die Primärluft vor der Einleitung in
den Brennraum oder die Brennkammer vorgewärmt werden. Diese Vorwärmung kann durch
einen Wärmeaustausch mit einer oder mehrerer Komponenten der erfindungsgemäßen Vorrichtung
erfolgen. Beispielsweise kann die Primärluft oder die Sekundärluft entlang der Außenseite
des, durch die Verbrennung erwärmten, Brennraummantels geführt sein. Ferner kann die
Primärluft oder die Sekundärluft durch Hohlkörper im Brennraum oder in der Brennkammer
geführt sein. Bei der Vorwärmung der Primär- und/oder Sekundärluft können Komponenten
der Vorrichtung gekühlt werden, um somit die Lebensdauer zu erhöhen und/oder die Verbrennung
und den Wirkungsgrad zu verbessern.
[0028] Die Verbrennungsregelung erfolgt beispielsweise leistungsabhängig durch Steuerung
des Brennstoffmassenstroms, durch Steuerung der Fördermittel, bzw. durch Steuerung
der Taktgeschwindigkeit oder der Rotationsgeschwindigkeit des Antriebs der Förderwelle.
Synchron dazu kann beispielsweise über die Drehzahlregelung eines Saugzuggebläses
die Verbrennungsluftmenge, insbesondere der Primärluftmassenstrom und der Sekundärluftmassenstrom
gesteuert sein. Auch eine Anpassung an unterschiedliche Brennstoffe zur Optimierung
des Wirkungsgrades, zur Unterschreitung der Ascheerweichungstemperatur und zu Verbesserung
der Verbrennung kann durch Wahl der Antriebstaktung und/oder Drehzahl und Wahl des
Verbrennungsluftmassenstroms vorgenommen werden.
[0029] In weiterer Folge wird die Erfindung anhand konkreter Ausführungsbeispiele weiter
erörtert:
Fig. 1 zeigt eine schematische Schnittdarstellung einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung. Diese umfasst einen Brennraum 1, der zumindest teilweise von einem Brennraummantel
2 umgeben und bevorzugt ortsfest angeordnet ist. Der Brennraum ist im Wesentlichen
länglich, rohrförmig ausgebildet und verläuft in bevorzugter Weise in einer Richtung,
die von der Senkrechten abweicht. Im Brennraum 1 sind Fördermittel 3 vorgesehen, die
in der dargestellten Ausführungsform als Förderschnecke ausgebildet sind. Dies Fördermittel
3 umfassen Schaufelelemente 21, die an einer Förderwelle 22 vorgesehen sind, welche
von einem Antrieb 23 angetrieben und/oder antreibbar ist. In der vorliegenden Ausführung
sind die Schaufelelemente 21 schraubenförmig an der im Wesentlichen durchgehenden
Förderwelle 22 vorgesehen. Als Schaufelelemente 21 sind demnach die einzelnen Windungen
oder Abschnitte der Förderschnecke bezeichnet. Die Förderschnecke ist in dem feststehenden
Brennraum vom Antrieb gedreht und fördert dadurch den Brennstoff in Förderrichtung.
Ferner ist die Förderschnecke im Wesentlichen der Innenseite des Brennraums folgend
ausgestaltet. Der Brennraum, insbesondere der Brennraummantel umschließt abschnittsweise
die Förderschnecke um deren gesamten Umfang. Im Bereich der Brennstoffzuführung 5
wird der Brennstoff 4 von einem Vorratsbehälter 25 gegebenenfalls über eine Brennstoffdosierungsvorrichtung
24 in den Brennraum 1 eingebracht. Wie beschrieben, wird durch Drehung der Förderwelle
22 vom Antrieb 23 der Brennstoff 4 durch die schraubenförmig angeordneten Schaufeleiemente
21 in Förderrichtung 26 bewegt. Bei Inbetriebnahme der Vorrichtung wird der Brennstoff
4 weiter zu einem Zündmittel 18 gefördert. Dieses Zündmittel ist eingerichtet, um
den Brennstoff zumindest auf Pyrolysetemperatur zu bringen. Ist die Reaktion gestartet,
so stellt sich im Brennraum eine kontinuierliche Verbrennung ein, die durch Einbringung
weiteren Brennstoffs aufrechterhalten wird. Gegebenenfalls kann auch bei kontinuierlichem
Betrieb das Zündmittel 18 zur Erhöhung der Temperatur eingesetzt werden. Das Zündmittel
18 ist bevorzugt im Ausgasungsbereich oder im unteren Bereich der Primärbrennkammer
angeordnet. Es kann grundsätzlich aber auch an anderen Stellen im Brennraum vorgesehen
sein.
[0030] Zugeführter Brennstoff 4 wird über Fördermittel 3 vom Bereich der Brennstoffzuführung
5 in den Trocknungsbereich 14 gefördert. In diesem herrscht eine erhöhte Temperatur,
bei der Restfeuchtigkeit aus dem Brennstoff entweicht. Dem Trocknungsbereich 14 nachgeordnet
befindet sich in Förderrichtung 26 der Ausgasungsbereich 15. In diesem finden die
Entgasung und die Pyrolyse des Brennstoffs statt. Die flüchtigen Bestandteile werden
dabei durch die Brennkammeröffnung in die Brennkammer, insbesondere in die Primärbrennkammer
12 und die Sekundärbrennkammer 13 geleitet. Der für die Oxidation notwendige Sauerstoff
wird in Form von Primärluft 6 durch eine oder mehrere Primärluftöffnungen 7 zugeführt.
Die Zuführung der Primärluft kann dabei einerseits von Gebläsen oder pumpenähnlichen
Vorrichtungen unterstützt sein. Andererseits entsteht durch Abzug der heißen Verbrennungsgase
ein Sog, der gegebenenfalls durch pumpenähnliche Vorrichtungen unterstützt werden
kann. Die bei der Entgasung und Pyrolyse des Brennstoffs 4 entstehenden gasförmigen
Brennstoffbestandteile werden in der Primärbrennkammer zumindest teilweise oxidiert
bzw. verbrannt. Der Primärbrennkammer 12 ist in Gasabzugsrichtung 36 eine Sekundärbrennkammer
13 nachgeordnet. Im Bereich der Sekundärbrennkammer 13 oder der Sekundärbrennkammer
13 vorgeordnet, sind eine, bevorzugt mehrere Sekundärluftöffnungen 9 vorgesehen. Durch
diese wird Sekundärluft 8 in die Brennkammer 20 eingebracht. In der Brennkammer 20,
insbesondere in der Sekundärbrennkammer 13 wird nun in bevorzugter Weise der gesamte
brennbare Bestandteil der gasförmigen Brennstoffbestandteile oxidiert und in nutzbare
Wärmeenergie umgesetzt. Der Brennstoff 4 wird dabei von den Fördermitteln 3 kontinuierlich
zum Ausbrandbereich 16 weitergefördert. Im Ausbrandbereich 16 sind weitere Primärluftöffnungen
7 zur vollständigen Verkokung, Verkohlung und/oder Verbrennung der Feststoffanteile
des Brennstoffs vorgesehen. Insbesondere im Ausbrandbereich 16 wird das Volumen des
Brennstoffs 4 stark reduziert. Ferner ist es für eine Optimierung des Wirkungsgrades
und der Verbrennung vorteilhaft, die Verweilzeit des Brennstoffs im Ausbrandbereich
16 größer zu wählen, als beispielsweise im Ausgasungsbereich 15. Zur Erhöhung der
Verweilzeit ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Steigung der Schraubkontur der
Schaufelelemente 21 im Ausbrandbereich 16 zumindest teilweise geringer ist als im
Ausgasungsbereich 15. Durch die geringere Steigung der Spiralkontur sind die Schaufelelemente
21 zwei aufeinanderfolgender Windungen näher aneinander gerückt. Durch diese Anordnung
wird einerseits der Füllstand im Brennraum 1 im Ausbrandbereich 16 erhöht und andererseits
die Fördergeschwindigkeit in Förderrichtung 26 bei konstanter Winkelgeschwindigkeit
der Drehung der Förderwelle 22 verringert. Durch die Verringerung der Fördergeschwindigkeit
in Förderrichtung 26 wird die Verweilzeit des Brennstoffs 4 im Ausbrandbereich 16
erhöht. Durch Veränderung der Antriebsdrehzahl kann der Brennstoffmassenstrom gesteuert
werden, wobei die Fördergeschwindigkeit durch die Ausgestaltung der Fördermittel,
insbesondere durch die Steigung der Fördersachnecke bestimmt ist.
[0031] Die Primärluftöffnungen 7 sind in bevorzugter Weise im unteren Bereich des Ausgasungsbereichs
15 und des Ausbrandbereichs 16 des Brennraums 1 im Brennraummantel 2 angeordnet. Der
durch Drehung der Fördermittel 3 erzeugte Vorschub des Brennstoffs 4 resultiert in
einer Anhäufung des Brennstoffs 4 in einem, vom tiefstliegenden Bereich abweichenden
seitlichen Bereich des Brennraums 1. Insbesondere wird der Brennstoff 4 um ein gewisses
Maß von der Drehung der Fördermittel 3 mitgenommen und gegen die Schwerkraft am Brennraummantel
2 hinaufbewegt. Aus diesem Grund sind die Primärluftöffnungen 7 in der vorliegenden
Ausführungsform bevorzugt asymmetrisch, von der tiefsten Stelle des Brennraumes 1
entfernt, angeordnet. Beispiele sind eine seitliche Versetzung von 20° bis 40° von
der Lotrechten in Drehrichtung der Förderschnecke. Weitere Primärluftöffnungen können
auch im oberen Bereich des Brennraums angeordnet sein.
[0032] In weiterer Folge wird der Brennstoff im Ausbrandbereich 16 von einem koks- oder
kohleförmigen Stadium in Asche umgewandelt. Der Brennrückstand 10 wird in weiterer
Folge von Fördermitteln 3 in den Brennrückstandsaustragsbereich 11 weitergefördert,
von welchem er in einen Brennrückstandsbehälter 27 gelangt.
[0033] Zur weiteren Verbesserung des Wirkungsgrades kann sowohl die Primärluft als auch
die Sekundärluft vor der Einbringung in den jeweiligen Brennbereich vorgewärmt werden.
Eine Möglichkeit der Vorwärmung ist die Führung der angesaugten Luft entlang der Außenseite
des Brennraummantels oder entlang weiterer Komponenten, die durch Kontakt mit der
thermischen Reaktion eine erhöhte Temperatur aufweisen. Erfindungsgemäß kann vorgesehen
sein, dass die Förderwelle 22 als Hohlwelle ausgeführt ist und somit einen Wellenhohlraum
28 aufweist. Über eine erste Wellenöffnung 29 kann Luft in die Welle, insbesondere
in den Wellenhohlraum 28 eingebracht werden und in diesem, beispielsweise in Förderrichtung,
durch den Brennraum transportiert werden, wobei kein Gasaustausch zwischen dem Brennraum
und dem Wellenhohlraum stattfindet. Am entgegengesetzten Endbereich der Förderwelle
ist eine zweite Wellenöffnung 30 vorgesehen, durch welche die vorgewärmte Luft in
den Brennraum oder die Brennkammer geleitet werden kann. In der vorliegenden Ausführung
wird die vorgewärmte Luft, insbesondere die Sekundärluft weiter in einen Mantelhohlraum
31 geleitet, der den Brennraum 1 zumindest teilweise umgibt. Die Luft wird in weiterer
Folge weiter erwärmt und über eine Sekundärluftzuleitung 32 und weiter über die Sekundärluftöffnungen
9 in die Brennkammer 20 eingebracht. Die Primärluft kann gemäß der vorliegenden Ausführung
über eine Primärluftansaugung 33 und durch einen zweiten Mantelhohlraum 34 vorgewärmt
und durch die Primärluftöffnungen 7 in dem Brennraum eingebracht werden.
[0034] Die gasförmigen Bestandteile des Verbrennungsprozesses sowie Restluft werden über
den Gasabzug 35 abgeführt. Dieser ist bevorzugt der Brennkammer 20 nachgeordnet. Im
Bereich des Gasabzugs und/oder der Brennkammer können ein oder mehrere Wärmetauscher
zur Abführung der Brauchwärme angeordnet sein.
[0035] In der vorliegenden Ausführungsform ist die Förderrichtung 26 des Brennstoffs 4 im
Wesentlichen waagrecht angeordnet. Der Teilmassenstrom der gasförmigen Bestandteile
durch die Brennkammer 20 verläuft im Wesentlichen senkrecht nach oben. Wie angemerkt
sind die Massenströme durch den Brennraum 1 und/oder die Brennkammer 20 geführt, welche
im Wesentlichen aus miteinander kommunizierenden Hohlkörpern, insbesondere rohrförmigen
Bauteilen gebildet sind.
[0036] Gemäß einer weiteren, nicht dargestellten Ausführungsform sind die Förderrichtung
26 und/oder die Längsmittelachse der Förderwelle 22 schräg nach unten verlaufend angeordnet.
Somit wird der Brennstoff von einer höheren Position bei der Brennstoffzuführung 5
in eine tiefere Position in den Ausbrandbereich 16 gefördert. Diese Schrägstellung
begünstigt den Brennstofftransport durch die Wirkung der Schwerkraft. Die Brennkammer
20, insbesondere der gasförmige Teilmassenstrom ist wiederum bevorzugt senkrecht nach
oben verlaufend angeordnet, um den aufsteigenden heißen gasförmigen Bestandteilen
möglichst wenig Widerstand zu bieten.
[0037] Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind die Förderrichtung 26 und/oder die Verlaufrichtung
der Förderwelle schräg nach oben ausgerichtet.
[0038] Die Fördermittel 3 der unterschiedlichen Ausführungsformen können erfindungsgemäß
unterschiedlich ausgeformt sein:
Eine Möglichkeit ist das Vorsehen eines schraubenförmig um die Förderwelle 22 verlaufenden
bandförmigen Körpers. Dieser ist an der Innenseite im Wesentlichen an der Förderwelle
22 anliegend und an seiner Außenseite dem Brennraum 1 folgend ausgebildet. Somit schließt
das Band an seiner Außenseite mit dem Brennraummantel 2 ab. Bevorzugt ist der Brennraum
1 bei dieser Ausführung zylinderförmig ausgebildet. Vom Aufbau und vom Förderprinzip
entspricht diese Ausgestaltung einem Schneckenförderer.
[0039] Gemäß einer weiteren Ausführung der Fördermittel 3 weist die Förderschnecke, insbesondere
das schraubenförmig verlaufende Band radiale Einschnitte auf, um beispielsweise einen
Luftstrom parallel zur Förderrichtung zu erlauben. Diese Ausgestaltung erlaubt besseren
Gastransport entgegen der Förderrichtung 26.
[0040] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Fördermittel 3 sind Leitelemente an der
Förderwelle 22 vorgesehen, die gegenüber der jeweiligen Drehebene in Förderrichtung
26 schräggestellt sind. Diese plattenförmigen Elemente können propellerähnlich oder
schaufelähnlich am Umfang und entlang der Längserstreckung der Förderwelle vorgesehen
sein.
[0041] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Fördermittel 3 sind beweglich angeordnete
Leitelemente an der Förderwelle 22 vorgesehen, die je nach gewünschtem Förderdurchsatz
schräggestellt oder flachgestellt werden können.
[0042] Nach einer weiteren Ausführungsform sind die Fördermittel 3 durch eine wellenfreie
Schnecke gebildet, die zumindest an einem Endbereich vom Antrieb angetrieben ist.
[0043] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Fördermittel 3 je nach Bereich unterschiedliche
Steigungen und/oder unterschiedliche Abstände zueinander aufweisen. Im Falle einer
Förderschnecke weist die Schnecke im Bereich des Ausbrandbereichs und/oder des Brennrückstandsaustragsbereich
eine geringere Steigung und/oder einen geringeren Abstand der Schaufelelemente 21
zueinander auf. Bei konstanter Drehung der Förderwelle 22 durch den Antrieb 23 wird
somit in diesem Bereich die Fördergeschwindigkeit verringert. Ein weiterer Effekt
ist, dass durch das nähere Aneinanderrücken der einzelnen Schaufelelemente 21 das
Volumen zwischen zwei Windung geringer ist als im Bereich mit größerem Abstand der
Schaufelelemente 21. Dadurch wird der Füllstand im Bereich der näher zusammengerückten
Schaufelelemente 21 mit geringerer Steigung erhöht. Ferner wird durch die Verringerung
der Fördergeschwindigkeit die Verweilzeit in diesem Bereich erhöht.
[0044] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist insbesondere zum Einsatz als Pelletsbrenner
oder Premium-Hackgutbrenner für Kleinfeuerungen und Hausbrand geeignet. Beispiele
dafür sind Pellets-Heizkessel für Heizleistungen von etwa 10kW bis etwa 30kW mit Automatikbetrieb
für die Brennstoffzündung, Brennstoffzuführung, Verbrennungsregelung und Entsorgung
der Verbrennungsrückstände aus dem Brennbereich. Die Wirkungsgrade liegen bevorzugt
über 90%, insbesondere bei 94%-95%. Die Abmessung der erfindungsgemäßen Vorrichtungen
muss in einem gewissen Rahmen liegen, um eine Unterbringung in Wohnhäusern zu ermöglichen.
Die erfindungsgemäße kompakte Anordnung der Vorrichtung erlaubt Abmessungen, die eine
Höhe von 1800mm bevorzugt 1500mm, eine Breite von 1000mm bevorzugt 600mm und eine
Einbautiefe von 1000mm bevorzugt 750mm nicht übersteigen. Durch weitere Optimierung
können diese Abmaße weiter verringert werden. Anzumerken ist, dass diese Abmessungen
die Abmessungen die Primär-und Sekundärbrennkammern sowie die Zuführung der Pellets
und gegebenenfalls einen Pelletstank beinhalten.
[0045] Die Pellets können beispielsweise über Saugsysteme oder Schneckenfördersysteme der
erfindungsgemäßen Vorrichtung zugeführt werden.
[0046] Als Hilfsenergie für den Zündvorgang können 1000-2000W ausreichend sein. Der Stromverbrauch
im Dauerbetrieb einschließlich der Brennstoffzuführung beträgt beispielsweise maximal
150W. Ferner kann in der erfindungsgemäßen Vorrichtung ein Pelletsvorratsbehälter
von etwa 120I Inhalt vorgesehen sein.
[0047] Als Brennstoffe eignen sich unterschiedliche Holzpelletsarten, Premium-Hackgut, Rapspressrückstände,
Olivenschrot, Obsttrester, gepresste Gräser und weiteres gepresstes biologisches Material.
[0048] Ferner müssen bei der Verbrennung die jeweiligen national geltenden Emissionsgrenzwerte
für Hausbrand eingehalten werden. Insbesondere betrifft dies Grenzwerte für Gesamtstaub,
NOx und CO-Emissionen. Weiters muss die erfindungsgemäße Vorrichtung den nationalen
Sicherheitsregularien für Brenner bzw. Heizkessel entsprechen.
[0049] Erfindungsgemäß kann beispielsweise folgendes Verbrennungsprinzip zur Anwendung kommen:
Aus einem Vorratsbehälter werden die Pellets mit einem herkömmlichen Fördersystem
durch eine Zellradschleuse in den Fördersatz der Brennschnecke eingebracht, wo sie
beim Brennstart durch ein Zündmittel mittels elektrischer Widerstandsheizung gezündet
und mit zugeführter Luft in einer Vorverbrennungsstufe in den gasförmigen Zustand
überführt werden. Nach dem Brennerstart erfolgt die Zündung des zugeführten Brennstoffs
durch Wärmerückstrahlung und Wärmerückleitung aus dieser Vorverbrennung. Bevorzugt
findet die Feststoffverbrennung des Brennstoffes im Brennraum, in der Förderschnecke,
zwischen den Fördermitteln und/oder vom Brennraummantel eingeschlossen statt. Ferner
findet die Feststoffverbrennung des Brennstoffes bei stetiger Förderung, bevorzugt
in einem Schneckenförderer statt. Die Verbrennung der flüchtigen Bestandteile des
Brennstoffs findet bevorzugt in einer, mit dem Brennraum verbundenen Brennkammer statt.
[0050] Die Steuerung der Fördergeschwindigkeit der Brennerschnecke erfolgt taktend und abhängig
von der gewünschten Heizleistung.
[0051] Aus dem mittleren Abschnitt der Brennerschneckenführung - dem Ausgasungsbereich -
wird der gasförmig ausbreitende Brennstoff aus der ersten Verbrennungsstufe unter
Zuführung von Luft zur Nachverbrennung und Erzeugung des Verbrennungsgases in den
darüber angeordneten Brennerring geführt.
[0052] Im Endabschnitt der Brennerschneckenführung wird die zurückbleibende Asche und Schlackenreste
von der Schnecke in einen Behälter transportiert. Die Schnecke bewirkt den restlosen
Austrag dieser Rückstände aus dem Führungsrohr, sodass im Verbrennungsbereich die
Primärluftzuführung und der Verbrennungsprozess nicht behindert werden.
[0053] Weitere konstruktive Merkmale einer möglichen Ausführung der erfindungsgemäßen Vorrichtung:
Die Brennkammer wird beispielsweise aus feuerfesten Formsteinen in zylindrischer Bauweise
ausgeführt und wird über dem Sekundärluft-Brennerring oder der Sekundärluftöffnung
angeordnet.
[0054] Der Wärmetauscher wird in einer Stahlkonstruktion zur Erwärmung des Wärmeträgers
für Heizzwecke ausgeführt. Der Wärmeabgabe des Verbrennungsgases an den Wärmeträger
erfolgt beispielsweise über zylindrische Rohre. Zur Erhöhung des Wärmeüberganges und
zur Erzielung einer kompakten Bauweise können in den Wärmetauscherrohren Einsätze
vorgesehen sein. Diese Einsätze werden beweglicher Form, um die Wärmetauscherrohre
mechanisch zu reinigen. Eine weitere Aufgabe besteht darin, einen Mechanismus zur
Steuerung der Einsätze für einen teilweisen Verschluss von Wärmetauscherrohren zur
Angleichung der verbrennungsseitigen Wärmetauscherflächen an die Heizleistung bei
Teillastbetrieb zu erzielen. Dabei kann die Abgastemperatur so gesteuert sein, dass
sie über 140° beträgt, wodurch herkömmliche Schornsteine verwendet werden können.
[0055] Die Verbrennungsgasführung und die Verbrennungsluftzuführung können mittels Drehzahlgeregelten
Saugzuggebläsen erfolgen.
[0056] Die Verbrennungsregelung erfolgt leistungsabhängig durch Steuerung der Taktgeschwindigkeit
des Antriebs der Brennerschnecke und synchron dazu durch Steuerung der Verbrennungsluftmenge
über die Drehzahlregelung des Saugzuggebläses. Regelungskriterien sind beispielsweise
die Leistungsanforderung und die gewünschte/nötige Verweilzeit des Brennstoffs im
Brennraum. Die Steuerung zur Aufteilung der Verbrennungsluftmenge in die Primärluftmenge
und die Sekundärluftmenge kann beispielsweise zur Minimierung der NOx-Emissionen auf
unter 100mg/MJ Brennstoffleistung und der Staubemissionen unter 35mg/MJ Brennstoffleistung
im Leistungsbereich von 10kW bis etwa 30kW bei Holzbrennstoffen in Pelletsform gewählt
werden.
[0057] Ferner ist bei der Verkleidung und Isolierung eine Dimensionierung vorzusehen, sodass
das Wirkungsgradziel von etwa 95% erreicht wird. Die Trocknung des Brennstoffs erfolgt
bei einer Temperatur von bis zu 150°C. Bei höheren Temperaturen werden Bestandteile
des Brennstoffs wie beispielsweise Lignin oder Zellulose vergast. Dieses Gas entzündet
sich sobald Sekundärluft zugeführt wird, wobei der Flamm bei etwa 230-280°C liegt.
Das Ausdampfen der gasförmigen Bestandteile des Brennstoffs geschieht bei etwa 500-900°C.
[0058] Die Temperaturen in der primären Brennkammer können beispielsweise 700-900°C betragen.
Die Temperaturen in der sekundären Brennkammer können beispielsweise betragen 900-1200°C.
[0059] Ferner können zur Verbesserung der Förderleistung und der Förderqualität zwei parallel
oder gegenlaufende Fördermittel insbesondere Förderschnecken eingesetzt werden.
[0060] In weiterer Folge werden beispielhafte Merkmale der Erfindung weiter ausgeführt:
Beispiel 1: Vorrichtung zur Verbrennung von rieselfähigem, festem Brennstoff 4 wie
beispielsweise Holzpellets oder Hackgut,
wobei der Brennstoff 4 im Brennraum 1 in einem Trocknungsbereich 14 einen Trocknungsprozess,
in einem Ausgasungshereich 15 einen Ausgasungsprozess und in einem Ausbrandbereich
16 einen Ausbrandprozess durchläuft,
dadurch gekennzeichnet, dass
Fördermittel 3 zur kontinuierlichen Förderung des Brennstoffs 4 durch den Trocknungsbereich
14, den Ausgasungsbereich 15 und den Ausbrandbereich 16 vorgesehen sind.
Beispiel 2: Vorrichtung nach Beispiel 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Trocknungsbereich
14, der Ausgasungsbereich 15 und der Ausbrandbereich 16 im Brennraum in Förderrichtung
26 nacheinander und/oder einander überschneidend angeordnet sind.
Beispiel 3: Vorrichtung nach einem der Beispiele 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass der Ausgasungsbereich 15 mit einer Primärbrennkammer 12 verbunden ist und/oder
dass der Ausgasungsbereich 15 die Primärbrennkammer 12 zumindest teilweise umfasst.
Beispiel 4: Vorrichtung nach einem der Beispiele 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die Primärbrennkammer 12 mit einer Sekundärbrennkammer 13 verbunden ist.
Beispiel 5: Vorrichtung nach einem der Beispiele 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass im Ausgasungsbereich 15 und/oder im Ausbrandbereich 16 Primärluftöffnungen 7
zur Zuführung von Primärluft 6 vorgesehen sind.
Beispiel 6: Vorrichtung nach einem der Beispiele 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass vor und/oder in der Sekundärbrennkammer 13 Sekundärluftöffnungen 9 zur Zuführung
von Sekundärluft 8 vorgesehen sind.
Beispiel 7: Vorrichtung nach einem der Beispiele 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
dass der Sekundärbrennkammer 13 ein Gasabzug 35 zum Abzug der Verbrennungsgase nachgeordnet
ist.
Beispiel 8: Vorrichtung nach einem der Beispiele 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
dass in Förderrichtung 26 nach dem Ausbrandbereich 16 ein Brennrückstandsaustragsbereich
11 zum Austrag des Brennrückstandes vorgesehen ist, wobei der Austrag in bevorzugter
Weise über die Fördermittel 3 geschieht.
Beispiel 9: Vorrichtung nach Beispiel 1 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass in Förderrichtung
26 vor dem Trocknungsbereich 14 eine Brennstoffzuführung 5 zur Einbringung des Brennstoffes
vorgesehen ist, wobei die Einbringung in bevorzugter Weise über die Fördermittel 3
geschieht.
Beispiel 10: Vorrichtung nach einem der Beispiele 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
dass die Fördermittel 3 als entlang einer Förderwelle 22 angeordnete Schaufelelemente
21 ausgeführt sind, wobei die Förderwelle 22 über einen Antrieb 19,23 zumindest rotatorisch
antreibbar ist.
Beispiel 11: Vorrichtung nach einem der Beispiele 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
dass die Fördermittel 3 als Schneckenförderer ausgeführt sind, wobei sich die Schaufelelemente
21 schraubenförmig durch den Brennraum erstrecken und über einen Antrieb 19,23 zumindest
rotatorisch antreibbar sind, und wobei die Schaufelelemente 21 bevorzugt schraubenförmig
und bandförmig um die Förderwelle 22 angeordnet sind. Beispiel 12: Vorrichtung nach
einem der Beispiele 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die schraubenförmig verlaufenden
Schaufelelemente 21 im Ausbrandbereich 16 zumindest teilweise eine geringere Steigung
aufweisen als im Ausgasungsbereich 15.
Beispiel 13: Vorrichtung nach einem der Beispiele 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
dass der Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Schaufelelementen 21 im Ausbrandbereich
16 geringer ist als im Ausgasungsbereich 16 .
Beispiel 14: Vorrichtung nach einem der Beispiele 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
dass die Fördergeschwindigkeit des Brennstoffs 4 in Förderrichtung 26 im Ausbrandbereich
16 geringer ist als im Ausgasungsbereich 15 .
Beispiel 15: Vorrichtung nach einem der Beispiele 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet,
dass die Förderung in eine Förderrichtung 26 erfolgt die im Wesentlichen waagrecht,
schräg oder in eine von der Senkrechten abweichenden Richtung verläuft.
Beispiel 16: Vorrichtung nach einem der Beispiele 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet,
dass der Brennraummantel 2 und/oder die Förderwelle 22 mit Primärluft und/oder Sekundärluft
kühlbar ist.
Beispiel 17: Vorrichtung nach einem der Beispiele 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet,
dass durch den Wellenhohlraum 28 der Förderwelle 22 und/oder den Mantelhohlraum 31
Primärluft und/oder Sekundärluft geleitet ist.
Beispiel 18: Vorrichtung nach einem der Beispiele 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet,
dass Primärluft und/oder Sekundärluft durch Durchleitung durch den Wellenhohlraum
28 und/oder den Mantelhohlraum 31 vorwärmbar ist.
Beispiel 19: Verfahren zur Verbrennung von rieselfähigem, festem Brennstoff wie beispielsweise
Holzpellets oder Hackgut in einem Brennraum, wobei der Brennstoff im Brennraum in
einem Trocknungsbereich einen Trocknungsprozess, in einem Ausgasungsbereich einen
Ausgasungsprozess und in einem Ausbrandbereich einen Ausbrandprozess durchläuft,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Brennstoff über Fördermittel kontinuierlich zuerst durch den Trocknungsbereich,
dann durch den Ausgasungsbereich und anschließend durch den Ausbrandbereich gefördert
wird.
Beispiel 20: Verfahren nach Beispiel 19, dadurch gekennzeichnet, dass im Ausgasungsbereich
und/oder im Ausbrandbereich Sauerstoff, insbesondere Primärluft zugeführt wird.
Beispiel 21: Verfahren nach einem der Beispiele 19 bis 20, dadurch gekennzeichnet,
dass die beim Ausgasungsprozess aus dem Brennstoff entweichenden flüchtigen Bestandteile
des Brennstoffs in einen Brennraum geleitet werden und dort mit Primärluft und/oder
Sekundärluft oxidiert werden.
Beispiel 22: Verfahren nach einem der Beispiele 19 bis 21, dadurch gekennzeichnet,
dass der Brennstoff mit einer Fördergeschwindigkeit durch den Brennraum gefördert
wird, wobei die Fördergeschwindigkeit im Ausbrandbereich geringer ist als im Ausgasungsbereich
und/oder im Trocknungsbereich.
Beispiel 23: Verfahren nach einem der Beispiele 19 bis 22, dadurch gekennzeichnet,
dass der Brennstoff im Trocknungsbereich, im Ausgasungsbereich und im Ausbrandbereich
jeweils eine Verweilzeit aufweist, wobei die Verweilzeit im Ausbrandbereich höher
ist als im Ausgasungsbereich und/oder im Trocknungsbereich.
Beispiel 24: Verfahren nach einem der Beispiele 19 bis 23, dadurch gekennzeichnet,
dass die festen Bestandteile des Brennstoffs bei stetiger Förderung durch die Brennkammer
verbrannt werden.
Beispiel 25: Verfahren nach einem der Beispiele 19 bis 24, dadurch gekennzeichnet,
dass die flüchtigen Bestandteile des Brennstoffs in der Primärbrennkammer und in der
Sekundärbrennkammer verbrannt werden.
Beispiel 26: Verfahren nach einem der Beispiele 19 bis 25, dadurch gekennzeichnet,
dass die unbrennbaren Bestandteile des Brennstoffs als Brennrückstand von den Fördermitteln
aus dem Brennraum abtransportiert werden.
Beispiel 27: Verfahren nach einem der Beispiele 19 bis 26, dadurch gekennzeichnet,
dass der Brennraummantel 2 und/oder die Förderwelle 22 mit Primärluft und/oder Sekundärluft
gekühlt wird.
Beispiel 28: Verfahren nach einem der Beispiele 19 bis 27, dadurch gekennzeichnet,
dass der Wellenhohlraum 28 der Förderwelle 22 mit Primärluft und/oder Sekundärluft
durchströmt wird.
Beispiel 29: Verfahren nach einem der Beispiele 19 bis 28, dadurch gekennzeichnet,
dass Primärluft und/oder Sekundärluft bei Durchströmung des Wellenhohlraums 28 und/oder
den Mantelhohlraum 31 vorgewärmt wird.
Beispiel 30: Verfahren nach einem der vorangegangenen Beispiele, dadurch gekennzeichnet,
dass der Brennstoff von einer rotatorisch angetriebenen Förderschnecke von einer Brennstoffzuführung
in einen Trocknungsbereich, danach in einen Ausgasungsbereich, anschließend in einen
Ausbrandbereich und dann in einen Brennrückstandsaustragsbereich gefördert wird, und
dass die Förderschnecke zur Erhöhung der Verweilzeit im Ausbrandbereich eine kleinere
Steigung aufweist als in zumindest einem weiteren Bereich.
Bezugszeichen:
| 1. |
Brennraum |
| 2. |
Brennraummantel |
| 3. |
Fördermittel |
| 4. |
Brennstoff |
| 5. |
Brennstoffzuführung |
| 6. |
Primärluft |
| 7. |
Primärluftöffnung |
| 8. |
Sekundärluft |
| 9. |
Sekundärluftöffnung |
| 10. |
Brennrückstand (Asche) |
| 11. |
Brennrückstandsaustragsbereich (Ascheöffnung) |
| 12. |
Primärbrennkammer |
| 13. |
Sekundärbrennkammer |
| 14. |
Trocknungsbereich |
| 15. |
Ausgasungsbereich (Entgasungs- und Pyrolysebereich) |
| 16. |
Ausbrandbereich |
| 17. |
Brennkammeröffnung |
| 18. |
Zündmittel |
| 19. |
Antrieb |
| 20. |
Brennkammer |
| 21. |
Schaufelelement |
| 22. |
Förderwelle |
| 23. |
Antrieb |
| 24. |
Brennstoffdosierungsvorrichtung |
| 25. |
Vorratsbehälter (Brennstoff) |
| 26. |
Förderrichtung |
| 27. |
Brennrückstandsbehälter |
| 28. |
Wellenhohlraum |
| 29. |
Erste Wellenöffnung |
| 30. |
Zweite Wellenöffnung |
| 31. |
Mantelhohfraum |
| 32. |
Sekundärluftzuleitung |
| 33. |
Primärluftzuleitung |
| 34. |
Zweiter Mantelhohlraum |
| 35. |
Gasabzug |
1. Vorrichtung zur Verbrennung von rieselfähigem, festem Brennstoff(4) wie beispielsweise
Holzpellets oder Hackgut,
wobei der Brennstoff (4) im Brennraum (1) in einem Trocknungsbereich (14) einen Trocknungsprozess,
in einem Ausgasungsbereich (15) einen Ausgasungsprozess und in einem Ausbrandbereich
(16) einen Ausbrandprozess durchläuft,
dadurch gekennzeichnet, dass
Fördermittel (3) zur kontinuierlichen Förderung des Brennstoffs (4) durch den Trocknungsbereich
(14), den Ausgasungsbereich (15) und den Ausbrandbereich (16) vorgesehen sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Trocknungsbereich (14), der Ausgasungsbereich (15) und der Ausbrandbereich (16)
im Brennraum in Förderrichtung (26) nacheinander und/oder einander überschneidend
angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgasungsbereich (15) mit einer Primärbrennkammer (12) verbunden ist, dass der
Ausgasungsbereich (15) die Primärbrennkammer (12) zumindest teilweise umfasst und/oder
dass die Primärbrennkammer (12) mit einer Sekundärbrennkammer (13) verbunden ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Ausgasungsbereich (15) und/oder im Ausbrandbereich (16) Primärluftöffnungen (7)
zur Zuführung von Primärluft(6) vorgesehen sind und dass gegebenenfalls vor und/oder
in der Sekundärbrennkammer (13) Sekundärluftöffnungen (9) zur Zuführung von Sekundärluft
(8) vorgesehen sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in Förderrichtung (26) nach dem Ausbrandbereich (16) ein Brennrückstandsaustragsbereich
(11) zum Austrag des Brennrückstandes vorgesehen ist, wobei der Austrag in bevorzugter
Weise über die Fördermittel (3) geschieht.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in Förderrichtung (26) vor dem Trocknungsbereich (14) eine Brennstoffzuführung (5)
zur Einbringung des Brennstoffes vorgesehen ist, wobei die Einbringung in bevorzugter
Weise über die Fördermittel (3) geschieht.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördermittel (3) als entlang einer Förderwelle (22) angeordnete Schaufelelemente
(21) ausgeführt sind, wobei die Förderwelle (22) über einen Antrieb (19,23) zumindest
rotatorisch antreibbar ist und/oder dass die Fördermittel (3) als Schneckenförderer
ausgeführt sind, wobei sich die Schaufelelemente (21) schraubenförmig durch den Brennraum
erstrecken und über einen Antrieb (19,23) zumindest rotatorisch antreibbar sind, wobei
die Schaufelelemente (21) bevorzugt schraubenförmig und bandförmig um die Förderwelle
(22) angeordnet sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die schraubenförmig verlaufenden Schaufelelemente (21) im Ausbrandbereich (16) zumindest
teilweise eine geringere Steigung aufweisen als im Ausgasungsbereich (15), dass der
Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Schaufelelementen (21) im Ausbrandbereich
(16) geringer ist als im Ausgasungsbereich (16) und/oder dass die Fördergeschwindigkeit
des Brennstoffs (4) in Förderrichtung (26) im Ausbrandbereich(16) geringer ist als
im Ausgasungsbereich (15).
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderung in eine Förderrichtung (26) erfolgt die im Wesentlichen waagrecht,
schräg oder in eine von der Senkrechten abweichenden Richtung verläuft.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Brennraummantel (2) und/oder die Förderwelle (22) mit Primärluft und/oder Sekundärluft
kühlbar ist, dass durch den Wellenhohlraum (28) der Förderwelle (22) und/oder den
Mantelhohlraum (31) Primärluft und/oder Sekundärluft geleitet ist und/oder dass Primärluft
und/oder Sekundärluft durch Durchleitung durch den Wellenhohlraum (28) und/oder den
Mantelhohlraum (31) vorwärmbar ist.
11. Verfahren zur Verbrennung von rieselfähigem, festem Brennstoff wie beispielsweise
Holzpellets oder Hackgut in einem Brennraum,
wobei der Brennstoff im Brennraum in einem Trocknungsbereich einen Trocknungsprozess,
in einem Ausgasungsbereich einen Ausgasungsprozess und in einem Ausbrandbereich einen
Ausbrandprozess durchläuft,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Brennstoff über Fördermittel kontinuierlich zuerst durch den Trocknungsbereich,
dann durch den Ausgasungsbereich und anschließend durch den Ausbrandbereich gefördert
wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass im Ausgasungsbereich und/oder im Ausbrandbereich Sauerstoff, insbesondere Primärluft
zugeführt wird und dass die beim Ausgasungsprozess aus dem Brennstoff entweichenden
flüchtigen Bestandteile des Brennstoffs in einen Brennraum geleitet werden und dort
mit Primärluft und/oder Sekundärluft oxidiert werden.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass
der Brennstoff mit einer Fördergeschwindigkeit durch den Brennraum gefördert wird,
wobei die Fördergeschwindigkeit im Ausbrandbereich geringer ist als im Ausgasungsbereich
und/oder im Trocknungsbereich und dass bevorzugt der Brennstoff im Trocknungsbereich,
im Ausgasungsbereich und im Ausbrandbereich jeweils eine Verweilzeit aufweist, wobei
bevorzugt die Verweilzeit im Ausbrandbereich höher ist als im Ausgasungsbereich und/oder
im Trocknungsbereich.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die festen Bestandteile des Brennstoffs bei stetiger Förderung durch die Brennkammer
verbrannt werden.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die flüchtigen Bestandteile des Brennstoffs in der Primärbrennkammer und in der Sekundärbrennkammer
verbrannt werden.
16. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Brennstoff von einer rotatorisch angetriebenen Förderschnecke von einer Brennstoffzuführung
in einen Trocknungsbereich, danach in einen Ausgasungsbereich, anschließend in einen
Ausbrandbereich und dann in einen Brennrückstandsaustragsbereich gefördert wird, und
dass die Förderschnecke zur Erhöhung der Verweilzeit im Ausbrandbereich eine kleinere
Steigung aufweist als in zumindest einem weiteren Bereich.