[0001] Die Erfindung betrifft eine Tür für ein Haushaltsgerät mit zumindest einer Türscheibe.
Des Weiteren betrifft die Erfindung auch ein Haushaltsgerät mit einer derartigen Tür,
insbesondere ein Gargerät.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Haushaltsgeräte bekannt, die einen Innenraum aufweisen,
der durch eine Tür verschließbar ist. So betrifft dies beispielsweise Gargeräte, die
einen Garraum aufweisen, der durch eine Tür verschließbar ist. Gerade bei Backöfen
weisen diese Türen üblicherweise ein Türscheiben-Paket auf, welches zumindest zwei,
vorzugsweise mehrere parallel zueinander angeordnete plattenartige Türscheiben umfasst.
[0003] In dem Zusammenhang ist es auch bekannt, dass ein Garraum beleuchtet werden kann.
Dazu sind aus dem Stand der Technik Ausgestaltungen bekannt, bei denen Licht von Lichtquellen,
die auch extern zum Garraum und extern zur Tür angeordnet sein können, in die Tür
eingekoppelt wird und durch dort positionierte gegenständliche Reflektorelemente in
den Garraum eingestrahlt wird. So zeigt dies beispielsweise die
WO 03/036176 A1 und die
WO 2004/097304 A1.
[0004] Darüber hinaus ist es bekannt, dass bei einem Haushaltsgerät eine Elektrolumineszenzfolie,
insbesondere eine organische Polymer-Leuchtdiodenfolie, am Gehäuse angeordnet werden
kann, um so einerseits Benutzerinformationen anzuzeigen und/oder eine Umfeldbeleuchtung
bereitzustellen.
[0005] Bei der oben genannten bekannten Ausgestaltung der Haushaltsgeräte ist die Beleuchtung
eines Innenraums eingeschränkt. Darüber hinaus benötigen die in den Türen angeordneten
Reflektorelemente viel Bauraum.
[0006] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Tür für ein Haushaltsgerät sowie
ein Haushaltsgerät zu schaffen, bei welcher bzw. bei welchem eine verbesserte Beleuchtung
eines Innenraums ermöglicht ist und ein kompakter Aufbau der Tür erreicht ist.
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine Tür und ein Haushaltsgerät gemäß den unabhängigen Ansprüchen
gelöst.
[0008] Eine erfindungsgemäße Tür für ein Haushaltsgerät umfasst zumindest eine Türscheibe.
An dieser Türscheibe sind als Lichtquellen OLEDs (Organische Leuchtdioden) aufgebracht.
Durch eine derartige Spezifikation ist ein äußerst kompakter Aufbau der Tür möglich.
Diese OLEDs sind äußerst klein und flach gestaltet. Sie ermöglichen in dem Zusammenhang
auch, dass die Lichtquellen als solche bereits direkt in bzw. an der Tür und dort
an einer Türscheibe angeordnet sind. Neben einer derartigen spezifischen Positionierung
von Lichtquellen und deren besonders kleinen Ausmaßen ist durch diese Spezifikation
der Lichtquellen auch eine besonders energiesparende und umfängliche Beleuchtung eines
Innenraums möglich. In vorteilhafter Weise wird somit eine ohnehin vorhandene Türscheibe
auch als Träger für diese Lichtquellen verwendet. Zusätzliche Bauteile, wie groß zu
dimensionierende Reflektoren und dergleichen können dann hier entfallen.
[0009] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die OLEDs auf die Oberfläche der Türscheibe aufgedruckt
sind. Dies ist im Hinblick auf die Umgebungsbedingungen, denen die Türscheibe ausgesetzt
ist, beispielsweise bei einem Backofen, vorteilhaft. Die thermischen Einflüsse sowie
auch Dampf oder dergleichen wirken somit nicht nachteilig auf eine derartige Aufbringungsart
der OLEDs.
[0010] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die OLEDs als Folie ausgebildet sind und auf die
Oberfläche der Scheibe aufgebracht sind, insbesondere aufgedruckt sind. Durch eine
derartige Ausgestaltung kann eine besonders großflächige und darüber hinaus auch sehr
gleichmäßige Anbringung dieser spezifischen Lichtquellen erfolgen. Die oben genannten
Vorteile insbesondere betreffend eine sehr gleichmäßige Ausleuchtung von spezifischen
Zonen des Innenraums oder sogar des gesamten Innenraums sind dadurch erreicht.
[0011] Durch diese Positionierung der OLEDs auf der Scheibe kann auch eine sehr direkte
Lichteinstrahlung in den Innenraum ermöglicht werden, ohne dass umfängliche Umlenkungen
oder Reflexionen des Lichts erforderlich wären, so dass der Verlust des Lichts auf
dem Weg in den Garraum minimiert werden kann.
[0012] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Tür zumindest zwei parallel und beabstandet
zueinander angeordnete Türscheiben aufweist, wobei jede der Scheiben mit OLEDs bestückt
ist bzw. OLEDs darauf aufgebracht sind. Beleuchtungsszenarien können dadurch variabler
und individueller erfolgen und es können auch unterschiedliche Teilbereiche der Türscheiben
mit jeweils OLEDs versehen werden, so dass auch ein Durchblick durch das Scheibenpaket
nicht behindert ist.
[0013] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die OLEDs zumindest bereichsweise als eckige Geometrie
auf der Scheibe aufgebracht sind. Es kann auch vorgesehen sein, dass die OLEDs zumindest
bereichsweise als eckenfreie Geometrie auf der Scheibe aufgebracht sind. Im Hinblick
auf diese Ausgestaltungen können beispielsweise geradlinige Streifen, wellenartige
Formen, Kreise, ovale Ausgestaltungen etc. vorgesehen sein. Dadurch kann unterschiedlichsten
Anforderungsbedingungen betreffend das gewünschte Ausleuchtungsszenario eines Innenraums
und andererseits nutzerfreundlicher Durchsicht durch die Türscheiben Rechnung getragen
werden.
[0014] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass auch unterschiedliche Lichtfarben erzeugt werden
können, so dass auch hier individuelle Farbausleuchtungen von Zonen und/oder anderweitigen
im Garraum befindlichen Gegenständen möglich ist.
[0015] Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Haushaltsgerät mit einer erfindungsgemäßen
Tür oder einer vorteilhaften Ausgestaltung davon, welche zum Verschließen eines Innenraums
des Haushaltsgeräts angeordnet ist.
[0016] Vorzugsweise sind die OLEDs auf einer dem Innenraum zugewandten Oberfläche einer
Türscheibe ausgebildet. Für die Beleuchtung des Innenraums ist dies vorteilhaft und
die Reduzierung des Lichtanteils, der auf dem Weg von der Lichtquelle in den Innenraum
verloren geht, wird dadurch minimiert. Das Licht einer auf einer Türscheibe aufgebrachten
OLED muss daher zumindest nicht mehr durch diese Türscheibe auf dem Weg zum Innenraum.
[0017] Vorzugsweise ist das Haushaltsgerät ein Gargerät, insbesondere ein Backofen. Der
Innenraum ist dann vorzugsweise ein Garraum.
[0018] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1.
- eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Haushaltsgerätes; und
- Fig. 2.
- eine schematische Schnittdarstellung durch das Haushaltsgerät gemäß Fig. 1 bei geschlossener
Tür, wobei lediglich der Bereich des Haushaltsgerätes bei der Tür gezeigt ist.
[0019] In den Figuren werden gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0020] In Fig. 1 ist in einer perspektivischen Darstellung ein als Gargerät 1, insbesondere
als Backofen, ausgebildetes Haushaltsgerät gezeigt. Das Gargerät 1 umfasst ein Gehäuse
2, in dem eine Muffel 3 angeordnet ist. Durch die Wände der Muffel 3 wird ein Garraum
4 begrenzt, in den Lebensmittel zur Zubereitung eingebracht werden können. Frontseitig
weist die Muffel 3 eine Beschickungsöffnung auf, die durch eine Tür 5 verschließbar
ist. Lediglich beispielhaft ist vorgesehen, dass das Gargerät 1 auch eine Bedienvorrichtung
6 aufweist, die in Position und Anzahl ebenfalls beispielhaft eine Anzeigeeinheit
7 und Bedienelemente 8a und 8b aufweist. Darüber hinaus umfasst das Gargerät 1 ebenfalls
beispielhaft Kochzonen 9, 10, 11 und 12, die in Position und Anzahl ebenfalls beispielhaft
zu verstehen sind.
[0021] In Fig. 2 ist in einer schematischen Schnittdarstellung entlang der Schnittlinie
II-II das Gargerät 1 im Bereich der Tür 5 gezeigt, wobei die Darstellung gemäß Fig.
2 die geschlossene Tür zeigt.
[0022] Wie in Fig. 2 zu erkennen ist, umfasst die Tür 5 ein Scheibenpaket 13, welches im
Ausführungsbeispiel eine Türaußenscheibe 14, eine Türinnenscheibe 15 und zwischen
der Türaußenscheibe 14 und der Türinnenscheibe 15 zwei Türzwischenscheiben 16 und
17 umfasst. Die Türscheiben 14 bis 17 sind beabstandet und parallel zueinander angeordnet.
An einer Außenseite 14 a der Türaußenscheibe 14 ist ein Griff 18 angeordnet. Die Türinnenscheibe
15 ist im geschlossenen Zustand der Tür 5 die dem Garraum 4 nächstgelegene Türscheibe.
[0023] Wie in der Darstellung gemäß Fig. 2 zu erkennen ist, ist an einer Innenseite 14 b
der Türaußenscheibe 14 eine Mehrzahl von als OLEDs ausgebildeten Lichtquellen 19 angeordnet.
Die OLEDs 19 sind als Bedruckung auf der Innenseite 14 b aufgebracht.
[0024] Darüber hinaus sind auf einer Innenseite 16 b und einer Innenseite 17 b der Zwischenscheiben
16 und 17 ebenfalls OLEDs 19 als Bedruckung aufgebracht. Es kann in dem Zusammenhang
vorgesehen sein, dass die Geometrie der flächigen Bedruckung mit den OLEDs 19 eckenfrei
oder eckig ausgebildet ist. Es kann in dem Zusammenhang vorzugsweise vorgesehen sein,
dass beispielsweise vertikale Längsstreifen als entsprechende Bedruckungen mit OLEDs
ausgebildet sind. Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die OLEDs 19 sich jeweils über
eine Höhe an zumindest einer der Innenseiten 14 b, 16 b und 17 b erstrecken, die der
Höhe des Garraums 4 entspricht.
[0025] Insbesondere ist vorgesehen, dass die Bedruckungen so ausgebildet sind, dass in der
Mitte noch ein unbedruckter Bereich zur Durchsicht durch das Scheibenpaket 13 in den
Garraum 4 ermöglicht ist. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass im Hinblick auf
die Ausmaße des Frontflansches der Muffel 3 vorgesehene Begrenzung des Garraums 4
eine entsprechende vollflächige Bedruckung zumindest einer der Innenseiten 14 b, 16
b und 17 b ausgebildet ist. Bei einer derartigen Ausgestaltung kann dann auch die
Bedruckung durchsichtig sein. Nicht nur bei diesem Ausführungsbeispiel kann in dem
Zusammenhang eine Elektrolumineszenzfolie gebildet sein, die die OLEDs als entsprechende
Lichtquellen enthält.
Bezugszeichenliste
[0026]
- 1
- Gargerät
- 2
- Gehäuse
- 3
- Muffel
- 4
- Garraum
- 5
- Tür
- 6
- Bedienvorrichtung
- 7
- Anzeigeeinheit
- 8a
- Bedienelement
- 8b
- Bedienelement
- 9
- Kochzone
- 10
- Kochzone
- 11
- Kochzone
- 12
- Kochzonen
- 13
- Scheibenpaket
- 14
- Türscheibe
- 14a
- Außenseite
- 14b
- Innenseite
- 15
- Türscheibe
- 16
- Türscheibe
- 16b
- Innenseite
- 17
- Türscheibe
- 17b
- Innenseite
- 18
- Griff
- 19
- OLED
1. Tür (5) für ein Haushaltsgerät (1) mit zumindest einer Türscheibe (14 bis 17), dadurch gekennzeichnet, dass an der Türscheibe (14 bis 17) als Lichtquellen OLEDs (19) zur Umfeldbeleuchtung der
Tür (5) aufgebracht sind.
2. Tür (5) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die OLEDs (19) auf die Oberfläche (14a, 14b, 16b, 17b) der Türscheibe (14 bis 17)
aufgedruckt sind.
3. Tür (5) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die OLEDs (19) als Folie ausgebildet sind und auf die Oberfläche (14a, 14b, 16b,
17b) der Türscheibe (14 bis 17) aufgebracht sind, insbesondere aufgedruckt sind.
4. Tür (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tür (5) zumindest zwei parallel und beabstandet zueinander angeordnete Türscheiben
(14 bis 17) aufweist, wobei auf jeder der Türscheiben (14 bis 17) OLEDs (19) aufgebracht
sind.
5. Tür (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die OLEDs (19) in ihrer Anordnung zumindest bereichsweise als eckige Geometrie auf
der Türscheibe (14 bis 17) aufgebracht sind.
6. Tür (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die OLEDs (19) in ihrer Anordnung zumindest bereichsweise als eckenfreie Geometrie
auf der Türscheibe (14 bis 17) aufgebracht ist.
7. Haushaltsgerät (1) mit einer Tür (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, welche
zum Verschließen eines Innenraums (4) des Geräts (1) angeordnet ist.
8. Haushaltsgerät (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die OLEDs (19) auf einer dem Innenraum (4) zugewandten Oberfläche (14b, 16b, 17b)
einer Türscheibe (14 bis 17) ausgebildet sind und zur direkten Einleuchtung in und
Beleuchtung des Innenraums (4) orientiert sind.
9. Haushaltsgerät nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass es ein Gargerät (1), insbesondere ein Backofen, ist.