[0001] Die Erfindung betrifft ein Trainingsgerät zum Trainieren der unteren Extremitäten.
[0002] Bei der Rehabilitation von Verletzungen der unteren Extremitäten, insbesondere im
Kniebereich werden herkömmliche Therapieeinrichtungen eingesetzt, die sich hauptsächlich
auf ein Training der verletzten Extremität konzentrieren. Unbeachtet bleibt dabei
der Trainingszustand des nicht verletzten Beines. Während der Heilung kommt es somit
zum intensiven Training der verletzten Gliedmaße nicht jedoch zum Erhalt des Trainingsstatus
des gesunden Beines. Dies erweist sich insbesondere bei langwierigen Verletzungen
als nachteilig, da es im gesunden Bein zum Muskelabbau und zum Verlust des Zustandes
vor der Verletzung des jeweils anderen Beines kommt. Aufgrund der Verletzung bieten
jedoch herkömmliche Trainingsgeräte oder Therapiegeräte nicht die Möglichkeit, auch
ein Training des gesunden Beines zum Statuserhalt durchzuführen.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Trainingsgerät zur Verfügung
zu stellen, das eine Rehabilitation einer verletzten Extremität und das gleichzeitige
Training zum Statuserhalt der gesunden Extremität erlaubt.
[0004] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein wie eingangs beschriebenes Trainingsgerät.
[0005] Das erfindungsgemäße Trainingsgerät, das sich insbesondere zum Trainieren der unteren
Extremitäten eignet, weist wenigstens eine erste feststehend angeordnete Auflage für
eine erste Extremität und wenigstens eine zweite relativ zu der ersten bewegbaren
Auflage für eine zweite Extremität auf. Bei den Extremitäten im Zusammenhang mit der
vorliegenden Erfindung handelt es sich bevorzugt um die Beine eines Patienten. Umfasst
hiervon sind die von Verletzung betroffenen Gelenke in Fuß, Knie und Hüfte sowie Sehne,
Band, Muskel und Knochen.
[0006] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass auf der ersten, feststehend angeordneten Auflage
das verletzte Bein aufgestellt und beispielsweise durch bzw. bei Beugung statisch
belastet wird. Mit dem zweiten, gesunden Bein wird dann die relativ zu der ersten
bewegbare Auflage bewegt.
[0007] Vorteil des erfindungsgemäßen Trainingsgerätes ist es, dass gleichermaßen sowohl
die betroffene, d. h. verletzte als auch die nichtbetroffene, d.h. gesunde Beinseite
in einer Einheit, funktionell trainiert wird. D.h. es findet jeweils eine statische-,
bzw. eine dynamische Muskelaktivität bzw. Aktivierung der jeweiligen, unteren Extremität
statt.
[0008] Daraus resultiert ein vorteilhafter, mit den aus dem Stand der Technik bekannten
Geräten nicht erreichbarer Statuserhalt der gesamten Beinmuskulatur beider Extremitäten
nach Verletzungen/Störungen.
[0009] Das erfindungsgemäße Trainingsgerät verbessert somit wesentlich die Rehabilitation
von Verletzungen/Störungen der gesamten unteren Extremität speziell der Gelenke, Knochen,
Muskeln, Sehnen, Kapseln und Bändern (z. B. nach Riss der Kreuzbänder, Sprunggelenksfrakturen,
Arthrosen in Fuß-, Knie-, Hüftgelenk etc.). Ebenfalls eingesetzt werden kann das Trainingsgerät
bzw. die damit durchführbaren Übungen bei der Rehabilitation von Verletzungen/Störungen
des peripheren Nervensystems z. B. nach Rückenmarksverletzungen (z.B. kompletter-,
inkompletter Querschnitt) mit daraus resultierenden Lähmungszeichen der unteren Extremität
und bei der Rehabilitation von Verletzungen / Störungen des zentralen Nervensystem
(z. B. nach Schlaganfall, Schädelhirntraumen, Gehirntumoren) mit daraus resultierenden
Lähmungszeichen der unteren Extremität.
[0010] Bei Verletzungen des Nervensystems beschrieben aktivieren die mit dem Trainingsgerät
durchführbaren Übungen in vorteilhafter Weise Nervenbahnen über sogenannte Reflexbögen
und es können gelähmte Muskelstörungen (Lähmungen) therapiert werden.
[0011] Das Gerät eignet sich darüber hinaus auch als allgemeines Fitness-, und Trainingsgerät
der gesamten unteren Extremität zur Verbesserung der allgemeinen Beinkraft und Mobilisierung
einzelner Gelenke.
[0012] Die Vorteile des Gerätes sowie des damit durchführbaren Trainings liegen auf der
Hand: Es kommt zur Verbesserung der statischen und dynamischen Kraft der einzelnen
unteren Extremität, zu einer Verbesserung der muskulären Stabilisierung der betroffenen
unteren Extremität, bzw. des betroffenen Gelenkes (Fuß, Knie, Hüfte), zur Verbesserung
der Durchblutung, zur Verbesserung des Lymphflusses, zur Verbesserung des Gangbildes,
zur Stabilisierung des Herz-Kreislaufsystems und zur Erhaltung der allgemeinen Ausdauer
auch nach Verletzungen.
[0013] Das beide Gliedmaßen beanspruchende Trainingsgerät verhindert Muskelatrophie, da
sofort nach Verletzung bzw. Operation eine Trainingsaufnahme erfolgen kann. Dies führt
insgesamt zur Verkürzung von Ausfallzeit nach Verletzung bzw. Operation.
[0014] Die intramuskuläre Koordination ebenso wie die stabilisierende Funktion der A-, bzw.
Antagonisten wird wesentlich verbessert. Dies führt im Nebeneffekt zu einer Stabilisierung
des mentalen Zustandes.
[0015] Das gesunde Bein kann in diesem Fall dazu verwendet werden, beispielsweise ein Laufband
oder dergleichen anzutreiben. Dabei führt das Laufband eine Bewegung aus, die der
Bewegung ähnelt, die beim Betreiben eines Tretrollers oder dergleichen durchgeführt
wird. Als vorteilhaft erweist es sich, wenn die erste Auflage lösbar fest angeordnet
ist. Durch Verstellen der Auflage kann dann eine Einstellung des Trainingsgerätes
auf das rechte bzw. linke Bein erfolgen. Es wird somit die Möglichkeit gegeben, eine
Einstellung auf die Verletzungssituation des Trainierenden bzw. Patienten durchzuführen.
[0016] Die Auflagen sind bevorzugt höhenverstellbar, insbesondere relativ zueinander höhenverstellbar
ausgebildet. Dies erlaubt es, eine Einstellung auf die Körpergröße des Patienten durchzuführen
und stellt eine verbesserte Anpassbarkeit des Trainingsgerätes an den jeweiligen Patienten
zur Verfügung.
[0017] Als günstig wird angesehen, wenn die feststehende Auflage oberhalb, auf gleicher
Höhe, oder unterhalb der bewegbaren Auflage angeordnet und relativ zur bewegbaren
Auflage verschiebbar bzw. positionierbar ist. Auch hierdurch kann auf die Körpergröße
bzw. körperliche Situation des Patienten eingegangen werden und die feststehende Auflage
in einer optimalen Position relativ zur bewegbaren Auflage angeordnet werden.
[0018] Die bewegbare Auflage ist bevorzugt als umlaufendes Endlosband ausgebildet. Diese
Ausgestaltung des Trainingsgerätes erlaubt einen relativ einfachen Aufbau. So besteht
beispielsweise die Möglichkeit, dass die feststehend angeordnete Auflage als Gerüst
oder Gestell zur Verfügung gestellt wird, die mit einem herkömmlichen, beispielsweise
motorisch angetriebenen oder nur durch Muskelkraft antreibbaren Laufband kombiniert
werden kann. Die feststehende Auflage, die wie erfindungsgemäß vorgesehen ist, relativ
zur bewegbaren Auflage verschiebbar oder positionierbar ist, kann dann innerhalb des
Gestells derart verschoben werden, dass eine optimale Position der feststehenden Auflage
relativ zum Laufband bzw. Endlosband gefunden wird, um den Trainingserfolg zu garantieren.
Das umlaufende Endlosband ist bevorzugt durch eine Bewegung der ersten bzw. zweiten
Extremität antreibbar. Die gesunde Extremität treibt im Falle des erfindungsgemäßen
Trainingsgerätes das Endlosband an, wodurch ein Trainingserfolg gewährleistet ist.
Neben dem Muskelaufbautraining, das durch die Bewegung der Extremität erreicht wird,
hat die Verwendung eines umlaufenden Endlosbandes auch den Vorteil, dass es zur Aktivierung
des Herz-Kreislauf-Systems und hiermit zu einem Konditionstraining kommt. Insgesamt
wird somit der gesamte Körper des Patienten trainiert, Muskelatrophie durch sofortige
Trainingsaufnahme nach Verletzung bzw. Operation wirksam entgegengewirkt und gleichzeitig
die Kondition bezüglich des Herz-Kreislauf-Systems aufrechterhalten bzw. verbessert.
Das Trainingsgerät eignet sich zudem als allgemeines Fitness-, und Trainingsgerät
der gesamten unteren Extremität zur Verbesserung der allgemeinen Beinkraft und Mobilisierung
einzelner Gelenke.
[0019] Das umlaufende Endlosband ist bevorzugt durch die Muskelkraft des Patienten antreibbar
und weist daher keinen Motor auf. Als Endlosband eignet sich ein herkömmliches Laufband,
das sowohl nur durch Muskelkraft als auch durch einen unterstützenden Motor antreibbar
ist. Die Trainingsintensität kann über das Endlosband eingestellt werden. So besteht
beispielsweise die Möglichkeit, dass das Endlosband eine Bremse aufweist, die insbesondere
durch einen Elektromagneten zur Verfügung gestellt werden kann, und über die ein Laufwiderstand
einstellbar ist.
[0020] Die bewegbare Auflage kann wie in einer Variante vorgesehen, auch nach Art eines
bewegbaren Segmentbandes ausgebildet werden oder aus beweglichen Segmenten bestehen.
[0021] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die wenigstens eine bewegbare Auflage
als umlaufend bewegbare Fläche ausgebildet ist. Die Auflage ist dabei nicht an ein
Endlosband gekoppelt oder als Endlosband ausgebildet, sondern weist bevorzugt einen
der bewegbaren Auflage zugeordneten Schwungkörper auf, der mit der Auflage verbunden
oder unterhalb der Auflage angeordnet vorgesehen ist.
[0022] Als vorteilhaft wird angesehen, wenn ein durch die bewegbare Auflage oder das umlaufende
Endlosband antreibbarer Stromerzeuger, insbesondere ein Dynamo vorgesehen ist. Der
erzeugte Strom kann dazu verwendet werden, um beispielsweise Anzeigegeräte oder dergleichen
mit Strom zu versorgen.
[0023] Der bewegbaren Auflage, die wie bereits ausgeführt auch als Endlosband ausgeführt
sein kann, ist bevorzugt ein Antriebsmotor zugeordnet. Die Geschwindigkeit des Antriebsmotors
ist dabei bevorzugt einstellbar. Ist die Zuordnung eines Antriebsmotors vorgesehen,
so dient dieser bevorzugt der Unterstützung der Lauf- bzw. Antriebsbewegung der bewegbaren
Auflage.
[0024] Als vorteilhaft erweist es sich, wenn die bewegbare Auflage vorwärts und/oder rückwärts
bewegbar ist. Hierdurch ergeben sich weitere Trainingsmöglichkeiten bzw. Einstellmöglichkeiten
und es wird eine Variation in den Bewegungsabläufen möglich.
[0025] Die bewegbare Auflage weist bevorzugt eine Steuerungseinheit für die Geschwindigkeit
auf. Auch dies erweist sich im Zusammenhang mit Rehabilitationsmaßnahmen als vorteilhaft,
da eine Anpassung an den jeweiligen Trainingsstatus bzw. Trainingsfortschritt des
Patienten erfolgen kann.
[0026] Die feststehende Auflage ist bevorzugt relativ zu der bewegbaren Auflage erhöht,
auf gleicher Höhe oder vertieft angeordnet. Insbesondere im Zusammenhang mit einer
Ausführungsform des Trainingsgerätes mit abnehmbarem Gerüst oder Gestell, das die
feststehende Auflage aufweist, erweist sich diese Ausführungsform als vorteilhaft.
Das umlaufende Endlosband, das die bewegbare Auflage zur Verfügung stellt, kann somit
unterhalb dieses Gestells angeordnet werden. Das Gestell selbst wird beispielsweise
auf dem Boden oder einer Bodenoberfläche aufgesetzt und über dem Endlosband positioniert.
[0027] Auf der feststehenden Auflage können bevorzugt verschiedene Adapter montiert werden,
um die Trainingsmöglichkeiten zu verbessern bzw. um zusätzliche Übungen durchführen
zu können. So sieht eine Ausführungsform vor, dass auf der feststehenden Auflage ein
Adapter in Form einer in drei Ebene verschwenkbaren Aufnahme montiert wird. Ebenfalls
möglich ist der Aufbau einer nur in der Ebene der Auflage verschwenkbaren Aufnahme.
Diese Adapter zielen darauf ab, gleichzeitig mit der statischen Belastung der verletzten
Extremität eine Stimulation der Stabilisierungs- und Koordinationsfähigkeit durchzuführen.
Der Erhöhte Trainingsreiz verbessert die intramuskuläre Koordination und die stabilisierende
Funktion der A-, bzw. Antagonisten. Der Trainingserfolg und damit die Rehabilitation
nach Verletzung werden hierdurch weiter verbessert. Eine Weiterbildung der Erfindung
sieht vor, dass nur der untere Bereich des Beines, das heißt der Fuß an der Auflage
fixiert ist, während das übrige Bein mit einem definierten Winkel in einer beispielsweise
vom Arzt verordneten Stabilisierungsschiene gestützt ist.
[0028] In der feststehenden Auflage ist bevorzugt eine Waage integriert, um das Gewicht
festzustellen, mit dem das jeweilige Bein belastet wird. Über ein dem Trainingsgerät
zugeordnetes Geländer oder eine sonstige Unterstützungsvorrichtung kann durch Abstützen
eine Reduzierung des auf dem Standbein auflastenden Gewicht durchgeführt werden. In
Abhängigkeit von dem festgestellten Gewicht kann auch eine Entlastung des Beines über
eine Aufhängevorrichtung erfolgen, so dass optimale Trainingsbedingungen geschaffen
werden.
[0029] Eine als vorteilhaft angesehene Weiterbildung des Trainingsgerätes sieht vor, dass
die Auflagen aus rutschhemmendem Material, insbesondere aus Gummi, Latex oder Kautschuk
gebildet sind oder eine Beschichtung mit diesem Material aufweisen. Ebenfalls als
vorteilhaft erweist es sich, wenn sämtliche Bestandteile des Trainingsgerätes wasserdicht
ausgebildet sind, so dass ein Betrieb des Trainingsgerätes auch unter Wasser erfolgen
kann. Die hierdurch erreichbare Entlastung wirkt sich positiv auf den Patienten aus
und verbessert somit den Trainingserfolg.
[0030] Um ein Ausgleiten des Patienten zu verhindern, wird es als vorteilhaft angesehen,
wenn die Auflagen eine reibungserhöhte Oberflächenstrukturierung aufweisen.
[0031] Während die Erfindung gleichermaßen eine getrennte Anordnung von bewegbarer Auflage
und feststehender Auflage umfasst, so sieht eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Trainingsgerätes vor, dass ein die Auflagen aufnehmendes Gehäuse vorgesehen ist, das
aus insbesondere Kunststoff, Metall, einer metallischen Legierung oder einer Kombination
daraus gefertigt ist. Das Trainingsgerät kann somit als eigenständige Einheit zur
Verfügung gestellt werden.
[0032] Um den Trainingsverlauf und den Trainingsfortschritt kontrollieren zu können, und
um mit dem Trainingsgerät verschiedene Patienten ohne einen erheblichen Aufwand für
die Einstellung des Gerätes trainieren zu können, wird es als vorteilhaft angesehen,
wenn eine Speichereinheit, insbesondere für Trainingspläne im Trainingsgerät vorgesehen
ist. Diese Trainingspläne umfassen beispielsweise Informationen über die Zyklusanzahl,
über die Bewegung der bewegbaren Auflage, beispielsweise deren Antrieb durch Muskelkraft
oder Motorunterstützung. Über eine Patientenkennung können dann die entsprechenden
Trainingspläne abgerufen und im Gerät zur Verfügung gestellt und beispielsweise einem
Display angezeigt werden.
[0033] Das Trainingsgerät weist bevorzugt eine Halte- oder Stützvorrichtung auf. Diese dient
dazu, den Patienten während des Trainings zu unterstützen bzw. um die Belastung des
zu rehabilitierenden Beines zu verringern. Die Halte- oder Stützvorrichtung, die bevorzugt
als Strebe oder Geländer_oder Geländer ausgebildet ist, ist dabei bevorzugt höhenverstellbar
ausgebildet, um eine Anpassung an die Körpergröße des Patienten durchführen zu können.
Die Halte- oder Stützvorrichtung ist in einer als vorteilhaft angesehenen Ausführungsform
relativ zu den Auflagen verschiebbar, insbesondere in oder quer zur Bewegungsrichtung
der bewegbaren Auflage verschiebbar ausgebildet. Hierdurch kann eine optimale Anpassung
an den jeweils zu trainierenden Patienten durchgeführt werden. Das Trainingsgerät
weist bevorzugt eine Führung für die Halte- oder Stützvorrichtung auf. Diese Führung
kann sich hierbei parallel zur Bewegungsrichtung im Trainingsgerät erstrecken. Gleichzeitig
oder alternativ besteht die Möglichkeit, dass eine quer zur Bewegungsrichtung der
bewegbaren Auflage angeordnete Führung vorgesehen ist, die eine Verschiebung der Halte-
oder Stützvorrichtung bzw. der damit verbundenen feststehenden Auflage erlaubt. Hierdurch
kann eine Anpassung an das rechte bzw. linke Bein des Trainierenden durchgeführt werden,
indem die Halte- oder Stützvorrichtung und der dieser zugeordneten feststehenden Auflage
verschoben wird. Die Halte- oder Stützvorrichtung ist bevorzugt als seitliches, insbesondere
parallel zu den bewegbaren Auflagen angeordnetes Geländer ausgebildet. Hierbei besteht
die Möglichkeit einer beidseitigen Anordnung eines Geländers. Eine Variante der Erfindung
sieht vor, dass lediglich ein einziges Geländer zur Verfügung gestellt wird, das im
Bereich der feststehenden Auflage am Trainingsgerät angeordnet ist. Das Geländer selbst
bzw. die Halte- oder Stützvorrichtung ist dabei bevorzugt verschiebbar oder verschwenkbar
ausgebildet. Werden zwei Geländer, beidseitig des Trainingsgerätes angeordnet, so
erweist es sich als günstig, wenn diese variabel beabstandbar ausgebildet, das heißt
aufeinander zu bzw. voneinander weg bewegbar angeordnet sind und zusätzlich unterschiedliche
Möglichkeiten zur Höhenverstellung anbieten, so dass eine stufige Anordnung der Geländer
erreicht werden kann.
[0034] Die Halte- oder Stützvorrichtung weist bevorzugt einen quer zur Bewegungsrichtung
der bewegbaren Auflage im Bereich eines Endes des Trainingsgerätes angeordneten Stützholm
auf. Die Halte- oder Stützvorrichtung ist in diesem Fall als Querstange, Strebe oder
Holm ausgebildet, die ähnlich dem Lenker eines Fahrrades die Balance des Patienten
verbessert. Dieser Stützholm dient in erster Line der Balance des Patienten, eine
Abstützung zur Entlastung, sofern nötig wird hauptsächlich über seitliche Geländer
durchgeführt.
[0035] Eine Variante des erfindungsgemäßen Trainingsgerätes sieht vor, dass die Halte- oder
Stützvorrichtung als Aufhängevorrichtung für den Trainierenden ausgebildet ist oder
eine solche aufweist. Diese Aufhängevorrichtung ist bevorzugt parallel zu den Auflagen
verschiebbar angeordnet und im Trainingsgerät insbesondere eine Führung für die Aufhängevorrichtung
vorgesehen. Die Aufhängevorrichtung weist in einer als günstig angesehenen Ausführungsform
einen Gurt auf, der zur Sicherung des Trainierenden dient und eine den Trainierenden
tragende Schlaufe aufweist bzw. als Schlaufe ausgebildet ist. Über eine derartige
Aufhängevorrichtung kann eine wesentliche Entlastung der zu trainierenden Gliedmaßen
erfolgen, da ein Teil des Gewichts des Trainierenden durch die Aufhängevorrichtung
aufgefangen und von den Gliedmaßen abgehoben wird. Mit fortschreitendem Trainingserfolg
kann die Belastung auf die zu trainierenden Gliedmaßen dadurch erhöht werden, dass
die Entlastung über die Aufhängevorrichtung reduziert wird. Hieraus ergibt sich ein
weiterer vorteilhafter Trainingseffekt, der über das Trainingsgerät erreichbar ist.
[0036] Als vorteilhaft wird angesehen, wenn die Halte- oder Stützvorrichtung als gesondertes
von der bewegbaren Auflage trennbares Gerüst oder Gestell ausgebildet ist. Die feststehend
angeordnete Auflage ist dabei in dem Gerüst oder Gestell bevorzugt verschiebbar angeordnet.
Das Gerüst oder Gestell ist günstigerweise am Boden oder einer sonstigen Fläche fixiert
und das die bewegbare Auflage zur Verfügung stellende Element des Trainingsgerätes
dann bedarfsweise mit dem Gestell oder Gerüst verbunden bzw. unterhalb von diesem
angeordnet. Diese Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Trainingsgerätes ermöglicht
die Verwendung eines standardisierten Endlosbandes, beispielsweise eines herkömmlichen
Laufbandes, das dann in einfacher Art und Weise mit der Halte- oder Stützvorrichtung
kombiniert werden kann, um das erfindungsgemäße Trainingsgerät zu bilden, bei dem
eine Auflage, die feststehend ausgebildet ist und eine Auflage, die bewegbar ausgebildet
ist, vorgesehen ist.
[0037] In den Figuren sind bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung schematisch dargestellt.
Es zeigt:
- Fig. 1
- das erfindungsgemäße Trainingsgerät in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 2
- eine bevorzugte Ausführungsform des Trainingsgerätes in der Draufsicht,
- Fig. 3
- eine weitere bevorzugte Ausführungsform des Trainingsge rätes in der Vorderansicht,
- Fig. 4 und Fig. 5
- bevorzugte Ausführungsformen des Trainingsgerätes in Seitenansicht, und
- Fig. 6
- eine weitere bevorzugte Ausführungsform des erfindungs gemäßen Trainingsgerätes, ebenfalls
in perspektivischer Darstellung.
[0038] In den Figuren sind gleiche oder einander entsprechende Elemente jeweils mit den
gleichen Bezugszeichen bezeichnet und werden daher, sofern nicht zweckmäßig, nicht
erneut beschrieben.
[0039] Fig. 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Trainingsgerät 10 in perspektivischer Darstellung.
Der Trainierende 1 bzw. Patient weist eine Verletzung im Kniegelenk auf. Um den Trainingsstatus
der zweiten, gesunden Extremität 2b, das heißt, seines gesunden Beines aufrechtzuerhalten,
wird das Trainingsgerät 10 zur Verfügung gestellt. Dieses verfügt über eine feststehende
Auflage 3, auf der das verletzte Bein mit definierter Beugung aufgesetzt wird. Der
feststehenden Auflage 3 zugeordnet ist eine bewegbare Auflage 4 auf. Diese kann durch
tretende bzw. kickende Bewegungen des gesunden Beines oder einen Motor angetrieben
werden. Die Bewegungsrichtung der bewegbaren Auflage 4 ist durch den Pfeil A eingezeichnet.
Die bewegbare Auflage 4 ist im Ausführungsbeispiel als Endlosband 5 ausgebildet. Je
nach Trainingsstatus und Ausführungsform des Trainingsgerätes 10 kann dieses Endlosband
5 angetrieben, das heißt mit einem gesonderten Antriebsmotor ausgestattet oder aber
nur durch die Muskelkraft des Trainierenden 1 bewegt werden. Das Trainingsgerät 10
der Fig. 1 weist ein Gehäuse 7 auf, in dem das Endlosband 5 aufgenommen bzw. geführt
ist. Im Gehäuse 7 kann ein Antriebsmotor für das Endlosband 5 untergebracht sein.
Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, dass eine Bremse für das Endlosband 5 vorgesehen
ist. Hierüber kann die für die Bewegung des Endlosbandes 5 notwendige Kraft, die durch
den Patienten 1 eingetragen werden muss, eingestellt werden. Eine Adaption an den
Trainingsstatus kann somit durchgeführt werden. Das dargestellte Trainingsgerät 10
hat den Vorteil, dass bei gleichzeitiger statischer Beanspruchung der verletzten Extremität
2a eine dynamische Beanspruchung der gesunden Extremität 2b erfolgen kann. Während
durch die statische Belastung der ersten Extremität 2a dort der Muskelaufbau bei gleichzeitigem
Fortschritt des Heilungsvorganges gefördert wird, trainiert die Bewegung die zweite
Extremität 2b und verhindert dort beispielsweise einen Muskelabbau. Durch die Bewegung
des Beines wird gleichzeitig ein Training des Herz-Kreislauf-Systems des Trainierenden
1 durchgeführt, so dass dieser den Konditionsstatus wie vor der Verletzung aufrechterhalten
kann. Das erfindungsgemäße Trainingsgerät 10 übernimmt somit eine Doppelfunktion.
[0040] Der Fuß 20 des Trainierenden 1, der auf der feststehenden Auflage 3 aufgesetzt ist,
verbleibt in dieser Position und kann hier wahlweise fixiert werden. Gleichzeitig
besteht die Möglichkeit, dass auf der feststehenden Auflage 3 diverse Adapter angeordnet
werden (nicht dargestellt) die zusätzlich die Koordinationsfähigkeit und Balance des
Trainierenden 1 trainieren. Der zweite Fuß 20 dient dazu, das Endlosband 5 anzutreiben.
Dies erfolgt dabei in einer kickenden bzw. in Pfeilrichtung A schiebenden Bewegung,
über die das Endlosband 5 entsprechend bewegt wird. Das gesamte Trainingsgerät 10
weist zusätzlich eine Halte- oder Stützvorrichtung 8 auf, die im Ausführungsbeispiel
nach Art eines höhenverstellbaren Geländers 12 ausgeführt ist. Die Höhenverstellung
6 wird durch teleskopartiges Ineinanderschieben der Geländerteile erreicht. Um eine
Stützung des Trainierenden 1 durchführen zu können, weist das Trainingsgerät 10 zusätzlich
eine mit der feststehenden Auflage 3 verbundene Strebe 15 auf, an deren Ende ein Querholm
14 angeordnet ist, an dem sich der Trainierende 1 festhält.
[0041] Die Halte- oder Stützvorrichtung 8 bzw. das Geländer 12 ist über weitere Querholme
14 verbunden, die gleichzeitig eine Führung 11 für die feststehende Auflage 3 zur
Verfügung stellen, so dass diese quer zum Endlosband 5 verschiebbar ist. Hierdurch
wird eine Verwendbarkeit für rechtes und linkes Bein sichergestellt. Je nach statisch
zu belastendem Bein kann die feststehende Auflage 3 im Trainingsgerät 10 verschoben
werden.
[0042] Fig. 2 zeigt das im Zusammenhang mit Fig. 1 beschriebene Trainingsgerät 10 in der
Draufsicht. Die feststehende Auflage 3 ist an den Enden 9 des Gehäuses 7 festgelegt
bzw. in der dort zur Verfügung gestellten Führung 11 verschiebbar. Die feststehende
Auflage 3 ist als Teil eines sich über die gesamte Länge des Endlosbandes 5 erstreckenden
Schiene ausgebildet. Wie in Fig. 1 erkennbar, weist die feststehende Auflage 3 im
Auflagepunkt 21 des Fußes 20 eine Waage auf. Selbstverständlich besteht hier auch
die Möglichkeit einer Längsverschiebung der Auflage 3 bzw. des Auflagebereichs 21
relativ zum Endlosband 5. Hierdurch ist eine Einstellbarkeit des gesamten Trainingsgerätes
10 auf das Körpermaß des Trainierenden 1 möglich. Das in den Fig. 1 und 2 dargestellte
Trainingsgerät 10 wird als Einheit zur Verfügung gestellt. Selbstverständlich besteht
auch die Möglichkeit, dass die feststehende Auflage 3 mit oder ohne Halte- oder Stützvorrichtung
8 bzw. Geländer 12 als gesondertes Element zur Verfügung gestellt wird, mit dem ein
herkömmliches Endlosband 5, das für Trainingszwecke in verschiedenen Ausführungsformen
mit oder ohne Antrieb bekannt ist, versehen wird, um so in einfacher Art und Weise
das erfindungsgemäße Trainingsgerät 10 zu bilden.
[0043] Eine weitere mögliche Ausführungsform zeigt Fig. 3. Dort ist die Halte- oder Stützvorrichtung
8 als entnehmbares oder abnehmbares Geländer 12 bzw. als Einheit bestehend aus Geländer
12, Querholmen 14 und verschiebbar angeordneter feststehender Auflage 3 ausgebildet.
Dieser gesamte Aufsatz wird mit einem herkömmlichen Endlosband 5 kombiniert, beispielsweise
durch Anordnung der Einheit über dem Endlosband 5. Die aus Geländer 12 und feststehender
Auflage 3 sowie Strebe 15 und Querholmen 14 bestehende Einheit kann somit als gesondertes
Element zur Verfügung gestellt werden. Selbstverständlich ist auch hier eine Höhenverstellung
6 vorgesehen, um die Größe des Trainierenden 1 zu berücksichtigen.
[0044] Fig. 4 stellt eine weitere vereinfachte Ausführungsform vor, die in perspektivischer
Ansicht in Fig. 6 nochmals dargestellt ist. Hier ist ein umlaufendes Endlosband 5
vorgesehen, über das ein Gestell 22 angebracht wird. Die feststehende Auflage 3 ist
hierbei mittig über dem Endlosband 5 angeordnet, so dass ein Wechsel zwischen linkem
und rechtem Bein erfolgen kann, ohne dass eine Verschiebung oder Veränderung der feststehenden
Auflage 3 notwendig ist. Das Endlosband 5 ist unterhalb der feststehenden Auflage
3 angeordnet und von beiden Seiten her zugänglich. Das heißt, das zu fixierende Bein
bzw. die Extremität 2a steht auf der feststehenden Auflage 3 auf und die bewegbare,
das heißt gesunde Extremität 2b kann entweder rechts oder links der feststehenden
Auflage je nach Position der verletzten Extremität 2a,b das Endlosband 5 antreiben.
Das Endlosband 5 stellt in diesem Fall die bewegbare Auflage 4 zur Verfügung. Im Ausführungsbeispiel
der Fig. 4 weist das gesonderte Gestell 22 lediglich eine Strebe 15 auf, in die die
Höhenverstellung 6 integriert ist. Die Höhenverstellung wird hier durch eine Teleskopierbarkeit
der Strebe 15 zur Verfügung gestellt. Am oberen Ende befindet sich ein Querholm 14,
der als Handgriff oder Griff für den Trainierenden 1 dient. Über den Standfuß 17 und
die Stütze 19 wird das gesamte Gestell 22 auf dem Boden 16 angeordnet. Das Endlosband
5 wird lediglich unter das Gestell geschoben, um das erfindungsgemäße Trainingsgerät
10 zu bilden.
[0045] Fig. 5 zeigt eine ähnliche Ausführungsform wie im Zusammenhang mit Fig. 4 beschrieben.
Hierbei weist das Gestell 22 lediglich zusätzlich ein umlaufendes Geländer 12 auf.
Das Gestell 22 stellt somit die feststehende Auflage 3 mit Auflagefläche 21, die Strebe
15, den Querholm 14 sowie das Geländer zur Verfügung. Dieses wird über einem umlaufenden
Endlosband 5, das die zweite, bewegbare Auflage 4 zur Verfügung stellt, angeordnet.
Verwendet werden kann hier ein herkömmliches Endloslaufband, das kombiniert mit dem
Gestell 22 zum erfindungsgemäßen Trainingsgerät komplettiert wird.
[0046] Fig. 6 zeigt das im Zusammenhang mit Fig. 4 bereits beschriebene Trainingsgerät 10
in perspektivischer Darstellung. Gut erkennbar ist hier die Auflage 3, die zentral
oberhalb der bewegbaren Auflage 4 angeordnet ist. Je nachdem, welche Extremität 2a,
2b zu trainieren ist, wird der jeweilige Fuß 20 auf der feststehenden Auflage 3 aufgestellt,
dort optional fixiert und das zweite, gesunde Bein dann zum Antreiben der bewegbaren
Auflage 4, die im Ausführungsbeispiel als Endlosband 5, das aus Lamellen 19 zusammengesetzt
ist, zur Verfügung gestellt wird, verwendet. Das in Fig. 6 dargestellte System kann
in einfacher Art und Weise auch durch andere Ausführungsformen, beispielsweise des
Endlosbandes 5 zur Verfügung gestellt werden. Es erlaubt eine platzsparende Aufstellung
sowie einen bedarfsweisen Aufbau des Gerätes. Das Endlosband 5 kann auch für andere
Trainingszwecke Verwendung finden. Das Gestell 22 wird nur bedarfsweise mit dem Endlosband
5 oder einem sonstigen geeigneten Trainingselement verbunden, um das Trainingsgerät
10 gemäß der Erfindung zu bilden.
[0047] Die Erfindung betrifft die folgenden Gegenstände:
Ein Trainingsgerät 10 zum Trainieren der unteren Extremitäten 2, mit wenigstens einer
ersten feststehend angeordneten Auflage 3 für eine erste Extremität 2a und wenigstens
einer zweiten relativ zu der ersten bewegbaren Auflage 4 für eine zweite Extremität
2b.
Ein wie zuvor ausgeführtes Trainingsgerät 10 nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die Auflagen 3, 4 höhenverstellbar, insbesondere relativ zueinander höhenverstellbar
ausgebildet sind.
Ein wie zuvor ausgeführtes Trainingsgerät 10 nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die feststehende Auflage 3 oberhalb, auf gleicher Höhe oder unterhalb der bewegbaren
Auflage 4 angeordnet und relativ zur bewegbaren Auflage 4 verschiebbar bzw. positionierbar
ist.
Ein wie zuvor ausgeführtes Trainingsgerät 10, wobei die eine bewegbare Auflage 3,
4 als umlaufendes Endlosband 5 ausgebildet ist.
Ein wie zuvor ausgeführtes Trainingsgerät 10, wobei das umlaufende Endlosband 5 durch
eine Bewegung der ersten und/oder der zweiten Extremität 2a,b antreibbar ist.
Ein wie zuvor ausgeführtes Trainingsgerät 10 nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die bewegbare Auflage 4 nach Art eines bewegbaren Segmentbandes ausgebildet
ist.
Ein wie zuvor ausgeführtes Trainingsgerät 10 nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die wenigstens eine bewegbare Auflage 4 als umlaufend bewegbare Fläche ausgebildet
ist.
Ein wie zuvor ausgeführtes Trainingsgerät 10, wobei ein der bewegbaren Auflage zugeordneter
Schwungkörper vorgesehen ist, insbesondere wobei der Schwungkörper mit wenigstens
einer der Auflagen 3, 4 verbunden oder unterhalb der Auflage(n) 3, 4 angeordnet ist.
Ein wie zuvor ausgeführtes Trainingsgerät 10 wobei ein durch die bewegbare Auflage
4 oder das umlaufende Endlosband 5 antreibbarer Stromerzeuger, insbesondere ein Dynamo
vorgesehen ist.
Ein wie zuvor ausgeführtes Trainingsgerät 10, wobei der bewegbaren Auflage 4 ein Antriebsmotor
zugeordnet ist.
Ein wie zuvor ausgeführtes Trainingsgerät 10, wobei die Geschwindigkeit des Antriebsmotors
einstellbar ist.
Ein wie zuvor ausgeführtes Trainingsgerät 10, wobei die bewegbare Auflage 4 in zwei
Richtungen, insbesondere vorwärts und rückwärts bewegbar ist.
Ein wie zuvor ausgeführtes Trainingsgerät 10, wobei eine Steuerungseinheit für eine
Geschwindigkeit der bewegbaren Auflage 4 vorgesehen ist.
Ein wie zuvor ausgeführtes Trainingsgerät 10, wobei die feststehende Auflage 3 relativ
zu der bewegbaren Auflage 4 erhöht, auf gleicher Höhe oder vertieft angeordnet ist.
Ein wie zuvor ausgeführtes Trainingsgerät 10, wobei auf der feststehende Auflage 3
ein oder mehrere Adapter montierbar ist/sind.
Ein wie zuvor ausgeführtes Trainingsgerät 10, wobei der/die Adapter als in wenigstens
einer Ebene, bevorzugt in zwei oder drei Ebenen verschwenkbare Aufnahme(n) ausgebildet
ist/sind.
Ein wie zuvor ausgeführtes Trainingsgerät 10, wobei wenigstens eine Überwachungseinrichtung
für die Vitalfunktionen eines Trainierenden 1 vorgesehen ist.
Ein wie zuvor ausgeführtes Trainingsgerät 10, wobei die Auflage(n) 3, 4 aus rutschhemmendem
Material, insbesondere aus Gummi, Latex, oder Kautschuk gebildet sind oder eine Beschichtung
mit einem rutschhemmenden Material aufweisen.
Ein wie zuvor ausgeführtes Trainingsgerät 10, wobei die Auflage(n) 3, 4 eine reibungserhöhende
Oberflächenstrukturierung aufweisen.
Ein wie zuvor ausgeführtes Trainingsgerät 10, wobei ein die Auflagen 3, 4 aufnehmendes
Gehäuse 7 vorgesehen ist, insbesondere wobei das Gehäuse 7 aus Kunststoff, Metall,
einer Metalllegierung oder einer Kombination daraus gefertigt ist.
Ein wie zuvor ausgeführtes Trainingsgerät 10, wobei das Trainingsgerät 10 über eine
Speichereinheit, insbesondere für Trainingspläne verfügt.
Ein wie zuvor ausgeführtes Trainingsgerät 10, wobei das Trainingsgerät 10 eine Halte-
oder Stützvorrichtung 8 aufweist.
Ein wie zuvor ausgeführtes Trainingsgerät 10, wobei die Halte- oder Stützvorrichtung
8 höhenverstellbar ausgebildet ist.
Ein wie zuvor ausgeführtes Trainingsgerät 10, wobei die Halte- oder Stützvorrichtung
8 relativ zu den Auflagen verschiebbar, insbesondere in oder quer zur Bewegungsrichtung
A der bewegbaren Auflage 4 verschiebbar ausgebildet ist. Ein wie zuvor ausgeführtes
Trainingsgerät 10, wobei eine Führung 11 für die Halte- oder Stützvorrichtung 8 vorgesehen
ist.
Ein wie zuvor ausgeführtes Trainingsgerät 10, wobei die Halte- oder Stützvorrichtung
8, als seitliches, insbesondere parallel zu den bewegbaren Auflagen 3, 4 angeordnetes
Geländer 12 ausgebildet ist.
Ein wie zuvor ausgeführtes Trainingsgerät 10, wobei das Geländer 12 verschiebbar oder
verschwenkbar ausgebildet ist.
Ein wie zuvor ausgeführtes Trainingsgerät 10, wobei die Halte- oder Stützvorrichtung
8 quer zur Bewegungsrichtung A der bewegbaren Auflage 4 im Bereich eines vorderen
Endes 9 des Trainingsgerätes 10 angeordnet ist.
Ein wie zuvor ausgeführtes Trainingsgerät 10, wobei die Halte- oder Stützvorrichtung
8 als Aufhängevorrichtung für den Trainierenden 1 ausgebildet ist.
Ein wie zuvor ausgeführtes Trainingsgerät 10, wobei die Aufhängevorrichtung parallel
zu den Auflagen 3, 4 verschiebbar angeordnet ist, insbesondere wobei eine Führung
11 für die Aufhängevorrichtung vorgesehen ist.
Ein wie zuvor ausgeführtes Trainingsgerät 10, wobei die Aufhängevorrichtung einen
Gurt zur Sicherung des Trainierenden 1 aufweist, insbesondere wobei der Gurt als den
Trainierende 1 tragende Schlaufe ausgeformt ist.
Ein wie zuvor ausgeführtes Trainingsgerät 10, wobei die Halte- oder Stützvorrichtung
8 als gesondertes, von der bewegbaren Auflage trennbares Gerüst oder Gestell 22 ausgebildet
ist.
Ein wie zuvor ausgeführtes Trainingsgerät 10, wobei die feststehende Auflage 3 in
das Gerüst oder Gestell 22 integriert vorgesehen ist.
Ein wie zuvor ausgeführtes Trainingsgerät 10, wobei die feststehende Auflage 3 in
dem Gerüst oder Gestell 22 verschiebbar oder verschwenkbar angeordnet ist.
Ein wie zuvor ausgeführtes Trainingsgerät 10, wobei in die Halte- oder Stützvorrichtung
8 und/oder die feststehende Auflage 3 eine Waage oder sonstige Messvorrichtung integriert
ist.
Bezugszeichenliste
[0048]
- 1
- Trainierender/Patient
- 2a, b
- Extremität/Bein
- 3
- feststehende Auflage
- 4
- bewegbare Auflage
- 5
- Endlosband
- 6
- Höhenverstellung
- 7
- Gehäuse
- 8
- Halte- oder Stützvorrichtung
- 9
- Ende
- 10
- Trainingsgerät
- 11
- Führung
- 12
- Geländer
- 13
- Oberfläche
- 14
- Querholm
- 15
- Strebe
- 16
- Boden
- 17
- Standfuß
- 18
- Stütze
- 19
- Lamelle
- 20
- Fuß
- 21
- Auflagefläche
- 22
- Gestell
1. Trainingsgerät (10) zum Trainieren der unteren Extremitäten (2), mit wenigstens einer
ersten feststehend angeordneten Auflage (3) für eine erste Extremität (2a) und wenigstens
einer zweiten relativ zu der ersten bewegbaren Auflage (4) für eine zweite Extremität
(2b).
2. Trainingsgerät (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflagen (3,4) höhenverstellbar, insbesondere relativ zueinander höhenverstellbar
ausgebildet sind und/oder die feststehende Auflage (3) oberhalb, auf gleicher Höhe
oder unterhalb der bewegbaren Auflage (4) angeordnet und relativ zur bewegbaren Auflage
(4) verschiebbar bzw. positionierbar ist
3. Trainingsgerät (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die bewegbare Auflage (3,4) als umlaufendes Endlosband (5) ausgebildet ist, insbesondere
wobei das umlaufende Endlosband (5) durch eine Bewegung der ersten und/oder der zweiten
Extremität (2a,b) antreibbar ist und/oder dadurch, dass die bewegbare Auflage (4)
nach Art eines bewegbaren Segmentbandes ausgebildet ist.
4. Trainingsgerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine bewegbare Auflage (4) als umlaufend bewegbare Fläche ausgebildet
ist und/oder ein der bewegbaren Auflage zugeordneter Schwungkörper vorgesehen ist,
insbesondere wobei der Schwungkörper mit wenigstens einer der Auflagen (3,4) verbunden
oder unterhalb der Auflage(n) (3,4) angeordnet ist und/oder ein durch die bewegbare
Auflage (4) oder das umlaufende Endlosband (5) antreibbarer Stromerzeuger, insbesondere
ein Dynamo vorgesehen ist oder der bewegbaren Auflage (4) ein Antriebsmotor zugeordnet
ist, insbesondere wobei die Geschwindigkeit des Antriebsmotors einstellbar ist.
5. Trainingsgerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die bewegbare Auflage (4) in zwei Richtungen, vorwärts- oder rückwärts laufend bewegbar
ist und/oder eine Steuerungseinheit für eine Geschwindigkeit der bewegbaren Auflage
(4) vorgesehen ist.
6. Trainingsgerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die feststehende Auflage (3) relativ zu der bewegbaren Auflage (4) erhöht, auf gleicher
Höhe oder vertieft angeordnet ist.
7. Trainingsgerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der feststehende Auflage (3) wenigstens ein Adapter montierbar ist, insbesondere
wobei der Adapter als in wenigstens einer Ebene, bevorzugt in zwei oder drei Ebenen
verschwenkbare Aufnahme ausgebildet ist.
8. Trainingsgerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Überwachungseinrichtung für die Vitalfunktionen eines Trainierenden
(1) vorgesehen ist, und/oder das Trainingsgerät (10) über eine Speichereinheit, insbesondere
für Trainingspläne verfügt.
9. Trainingsgerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Auflage(n) (3,4) aus rutschhemmendem Material, insbesondere aus Gummi, Latex,
oder Kautschuk gebildet sind oder eine Beschichtung mit einem rutschhemmenden Material
aufweisen und/oder die Auflage(n) (3,4) eine reibungserhöhende Oberflächenstrukturierung
aufweisen und/oder ein die Auflagen (3,4) aufnehmendes Gehäuse (7), insbesondere wobei
das Gehäuse (7) aus Kunststoff, Metall, einer Metalllegierung oder einer Kombination
daraus gefertigt ist.
10. Trainingsgerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Trainingsgerät (10) eine Halte- oder Stützvorrichtung (8) aufweist, insbesondere
wobei die Halte- oder Stützvorrichtung (8) höhenverstellbar ausgebildet ist.
11. Trainingsgerät (10) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Halte- oder Stützvorrichtung (8) relativ zu den Auflagen verschiebbar, insbesondere
in oder quer zur Bewegungsrichtung (A) der bewegbaren Auflage (4) verschiebbar ausgebildet
ist und/oder eine Führung (11) für die Halte- oder Stützvorrichtung (8) vorgesehen
ist.
12. Trainingsgerät (10) nach einem der Ansprüche 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet, dass und/oder die Halte- oder Stützvorrichtung (8), als seitliches, insbesondere parallel
zu den bewegbaren Auflagen (3, 4) angeordnetes Geländer (12) ausgebildet ist, insbesondere
wobei das Geländer (12) verschiebbar oder verschwenkbar ausgebildet ist.
13. Trainingsgerät (10) nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Halte- oder Stützvorrichtung (8) quer zur Bewegungsrichtung (A) der bewegbaren
Auflage (4) im Bereich eines vorderen Endes (9) des Trainingsgerätes (10) angeordnet
ist.
14. Trainingsgerät (10) nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Halte- oder Stützvorrichtung (8) als Aufhängevorrichtung für den Trainierenden
(1) ausgebildet ist und/oder die Aufhängevorrichtung parallel zu den Auflagen (3,4)
verschiebbar angeordnet ist, insbesondere wobei eine Führung (11) für die Aufhängevorrichtung
vorgesehen ist, bevorzugt wobei die Aufhängevorrichtung einen Gurt zur Sicherung des
Trainierenden (1) aufweist, insbesondere wobei der Gurt als den Trainierende (1) tragende
Schlaufe ausgeformt ist.
15. Trainingsgerät (10) nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Halte- oder Stützvorrichtung (8) als gesondertes, von der bewegbaren Auflage
trennbares Gerüst oder Gestell (22) ausgebildet ist und/oder die feststehende Auflage
(3) in das Gerüst oder Gestell (22) integriert vorgesehen ist und/oder die feststehende
Auflage (3) in dem Gerüst oder Gestell (22) verschiebbar oder verschwenkbar angeordnet
ist und/oder in die Halte- oder Stützvorrichtung (8) und/oder die feststehende Auflage
(3) eine Waage integriert ist.