[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Befestigungsvorrichtung für ein drehbar
an einem Kranarm gelagertes Werkzeug, umfassend zwei senkrecht aufeinander stehende,
voneinander in vertikaler Richtung beabstandete Gelenkelemente, nämlich eine Gehängelasche
und ein Kreuzgehänge sowie einen von den Gelenkelementen in vertikaler Richtung beabstandeten
um eine vertikale Drehachse frei drehbaren Rotator, wobei das Werkzeug an dem Rotator
festgelegt ist, welche Befestigungsvorrichtung zur Betätigung des Werkzeugs eine Mehrzahl
von Hydraulikleitungen von dem Kranarm zu an einer Oberseite des Rotators vorgesehenen
Anschlussstücken geführt ist und wobei das dem Rotor benachbarte Kreuzgehänge als
offenes Drehgelenk mit zwei voneinander beabstandeten Drehpunkten ausgebildet ist.
[0002] Befestigungsvorrichtungen für drehbar an einem Kranarm gelagerte Werkzeuge sind in
den verschiedensten Ausbildungen bekannt, wobei insbesondere in letzter Zeit neben
der freien Drehbarkeit ebenso wie neben einer Verschwenkbarkeit in eine Mehrzahl von
senkrecht aufeinander stehenden Richtungen versucht wird, die Hydraulikleitungen,
welche für eine Betätigung des Werkzeugs erforderlich sind, durch Vorsehen von speziellen
Führungen vor einer Beschädigung zu schützen. Die Kranarme, an welche derartige Betätigungsvorrichtungen
angelenkt sind, sind üblicherweise teleskopisch ausfahrbar, wie Kranarme, welche beispielsweise
zum Beladen von Lastkraftwagen mit sperrigen Gütern, wie Baumstämmen oder dgl. verwendet
werden. Für das Ergreifen dieser sperrigen Güter müssen die an den Kranarmen und insbesondere
an der Befestigungsvorrichtung angeordneten Werkzeuge präzise und genau betätigbar
sein und überdies eine ausreichende Haltekraft besitzen, um die sperrigen und oft
schweren Ladegüter sicher und zuverlässig verladen zu können. Hierfür wird als Teil
der Betätigungsvorrichtung üblicherweise ein sogenannter Rotator eingesetzt, welcher
hydraulisch betrieben ist, und welcher die freie Drehbarkeit des Werkzeugs um eine
senkrecht durch den Rotator verlaufende Drehachse des Rotators sicherstellt. Mit einer
derartigen freien Drehbarkeit des Rotators kann das Werkzeug, insbesondere Greifwerkzeug
präzise positioniert werden und stufenlos geöffnet und geschlossen werden. Um eine
derartige Betätigung des Werkzeugs sicherzustellen, müssen somit zwischen dem Kranarm
und dem Rotator Hydraulikleitungen geführt werden, welche vor jeder Beschädigung geschützt
werden müssen, wobei insbesondere aufgrund des hohen Drucks des Hydraulikfluids, welches
im Inneren dieser Schlauchleitungen vorliegt, bei einer unbeabsichtigten Beschädigung
der Leitungen schwere Unfälle passieren können. Zur Festlegung, insbesondere zur Position
der Festlegung dieser Hydraulikleitungen an dem Rotator sind nunmehr verschiedenste
Möglichkeiten bekannt. Viele Befestigungsvorrichtungen lenken die Hydraulikleitungen
an dem Außenumfang des Rotators an und führen die Leitungen entweder frei an der Außenseite
des Befestigungswerkzeugs oder sie werden unter Verwendung der Achsen der Drehgelenke
umgelenkt und geführt.
[0003] So beschreibt die
EP 1 448 471 B1 eine Befestigungsvorrichtung für ein Werkzeug an einem Kranarm, bei welchem die Hydraulikleitungen
für die Betätigung des Rotators vollständig im Inneren der Befestigungsvorrichtung
geführt werden und überdies an der Deckfläche des Rotators angelenkt sind. Hierfür
sind sämtliche Gelenkverbindungen zwischen dem Kranarm und dem Rotator als offene
Drehgelenke ausgebildet und sämtliche Hydraulikleitungen werden folglich im Inneren
der Befestigungsvorrichtung geführt. Nachteilig an einer derartigen Ausbildung ist,
dass die Leitungen hierbei relativ kurz gehalten werden müssen und insbesondere eine
Überlänge aufgrund des im Inneren der Befestigungsvorrichtung vorhandenen geringen
Platzes kaum bzw. nur bedingt möglich ist, so dass Reparaturen an den Leitungen bzw.
ihren Befestigungsflanschen an den Anschlussstücken kaum möglich sind, und dass es
beispielsweise nach einem Verdrillen der Leitungen jedenfalls zu Beschädigungen der
Hydraulikleitungen oder einem Abreißen derselben kommt, ohne eine Möglichkeit, eine
Reparatur vor Ort vorzunehmen.
[0004] Weiterhin ist der
EP 1 889 808 B1 eine Befestigungsvorrichtung für Arbeitsgeräte an einem Kranarm beschrieben, bei
welcher die Hydraulikleitungen an dem Außenumfang des Rotators angelenkt sind und
anschließend im Inneren des dem Kranarm benachbarten Drehgelenks, welches als offenes
Drehgelenk ausgebildet ist, geführt sind, um so eine reibungsfreie Anlenkung der Hydraulikleitungen
am Kranarm ohne übermäßige Überlängen der Hydraulikleitungen vorsehen zu müssen, zu
ermöglichen. Nachteilig an dieser Art der Vorrichtung ist die Anlenkung der Hydraulikleitungen
an dem Außenumfang des Rotators, welche im rauen Alltagsbetrieb leicht beschädigt
werden kann, so dass es im Betrieb häufig zu Stillständen aufgrund des Tauschs bzw.
Neuanflanschens von Hydraulikleitungen mit den bekannten Nachteilen des Austretens
von Hydraulikfluid, usw. kommen kann.
[0005] Die vorliegende Erfindung zielt nun darauf ab, eine Befestigungsvorrichtung für ein
drehbar an einem Kranarm gelagertes Werkzeug zur Verfügung zu stellen, bei welcher
die Hydraulikleitungen teilweise im Inneren der Befestigungsvorrichtung geführt sind
und überdies aber eine ausreichende Überlänge aufweisen, um beispielsweise unbeabsichtigte
Beschädigungen unmittelbar beheben zu können und überdies eine Ausbildung der Befestigungsvorrichtung
zur Verfügung zu stellen, in welcher ein Verdrillen bzw. Vertwisten der Hydraulikleitungen
mit Sicherheit hintangehalten ist und überdies keinerlei über den Außenumfang der
Befestigungsvorrichtung vorragende Festlegungselemente vorgesehen sind.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe ist die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung im Wesentlichen
dadurch gekennzeichnet, dass jede durch ein Zentrum der Anschlussstücke für die Mehrzahl
von Hydraulikleitungen verlaufende Längsachse mit der Drehachse des Rotators einen
spitzen Winkel einschließt, und dass das dem Rotator benachbarte Kreuzgehänge im Wesentlichen
U-förmig ausgebildet ist und benachbart einer Basis des U eine Durchtrittsöffnung
für die Hydraulikleitungen aufweist. Indem durch jede durch ein Zentrum der Anschlussstücke
für die Mehrzahl von Hydraulikleitungen verlaufende Längsachse mit der Drehachse des
Rotators einen spitzen Winkel einschließt, sind die Anschlussstücke in Bezug auf die
Senkrechte geneigt ausgebildet, so dass insbesondere nach Anschluss der Hydraulikleitungen
an die Anschlussstücke diese aus dem Inneren des Kreuzgehänges hinausgeführt werden
können und anschließend sicher und zuverlässig an einem Kranarm angelenkt werden können.
Indem weiterhin das dem Rotator benachbarte Kreuzgehänge im Wesentlichen U-förmig
ausgebildet ist, und benachbart einer Basis des U eine Durchtrittsöffnung für Hydraulikleitungen
ausgebildet ist, können die Hydraulikleitungen aus dem Inneren der Befestigungsvorrichtung
sicher und zuverlässig hinausgeleitet werden, ohne dass sie geknickt werden oder durch
Kontakt mit beispielsweise scharfen Seitenkanten des Kreuzgehänges oberflächlich beschädigt
werden. Indem die Anschlussstücke geneigt zur Senkrechten angeordnet sind, weisen
die Hydraulikleitungen selbst eine entsprechende Neigung auf und es wird somit ein
Knicken der im Betrieb unter hohem Druck stehenden Leitungen, beispielsweise während
jeder beliebigen Schwenk- und Drehbewegung der Befestigungsvorrichtung mit Sicherheit
hintangehalten.
[0007] Durch eine derartige Ausbildung gelingt es weiterhin, die Hydraulikleitungen im Wesentlichen
S-förmig von ihren Anschlüssen an dem Kranarm zu den Anschlüssen an dem Rotator zu
führen, wodurch immer eine ausreichende Überlage vorhanden ist und insbesondere ein
Verdrillen, Vertwisten oder sonstiges Beschädigen der Leitung mit Sicherheit hintangehalten
ist. Überdies wird mit einer derartigen Ausbildung ein Knicken der Leitungen auch
während der Arbeit jedenfalls hintangehalten. Insbesondere gelingt es durch die benachbart
einer Basis des U ausgebildete Durchtrittsöffnung Hydraulikleitungen so aus dem Inneren
der Befestigungsvorrichtungen bzw. des Kreuzgehänges zu führen, dass sie einerseits
ausreichend lang ausgebildet werden können, um jeglichen Bewegungen der gesamten Befestigungsvorrichtung
sicher und zuverlässig zu folgen und sie andererseits auch beispielsweise durch Bündeln
zusammengefasst werden können, so dass der Platzbedarf minimiert ist und eine Beschädigung
von einzelnen Leitungen mit Sicherheit hintangehalten ist.
[0008] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist die Befestigungsvorrichtung so ausgebildet,
dass die durch das Zentrum der Anschlussstücke für die Mehrzahl von Hydraulikleitungen
verlaufenden Längsachsen in Richtung zu der Durchtrittsöffnung für die Hydraulikleitungen
geneigt ausgebildet sind. Durch eine derartige Ausbildung der Anschlussstücke und
insbesondere durch eine derartig gewählte Neigung der Anschlussstücke wird sichergestellt,
dass die Hydraulikleitungen bei jeder beliebigen Bewegung der Befestigungsvorrichtung
nicht geknickt werden und auch nicht beispielsweise an der Durchtrittsöffnung in der
Basis des U scheuern können, so dass eine Beschädigung der im Betrieb unter hohem
Druck stehenden Hydraulikleitungen hintangehalten ist.
[0009] Eine besonders glatte und sichere Führung der Hydraulikleitungen aus dem Inneren
der Befestigungsvorrichtung heraus und somit in der Folge eine Anlenkung der Hydraulikleitungen
an dem Kranarm ohne ein Knicken derselben befürchten zu müssen, gelingt gemäß der
Erfindung dadurch, dass der spitze Winkel zwischen der Drehachse des Rotators und
den durch das Zentrum der Anschlussstücke verlaufenden Längsachsen zwischen 1° und
4° beträgt. Aufgrund der beengten Verhältnisse im Inneren einer Befestigungsvorrichtung
ist die Wahl des Winkels wesentlich und eine Neigung zwischen 1° und 4° ist ausreichend,
um die Hydraulikleitungen sicher aus dem Inneren der Befestigungsvorrichtung herauszuführen
und in der Folge an dem Kranarm anzulenken und gleichzeitig eine Beschädigung der
Leitungen bei dem Herausführen zu vermeiden.
[0010] Indem die Erfindung bevorzugt so weitergebildet ist, dass die durch das Zentrum der
Anschlussstücke verlaufenden Längsachsen der von der Durchtrittsöffnung weiter entfernt
angeordneten Anschlussstücke einen größeren Spitzen Winkel mit der Drehachse des Rotators
einschließen als die näher zur Durchtrittsöffnung für Hydraulikleitungen angeordneten
Anschlussstücke, gelingt es vor allem, die Hydraulikleitungen, insbesondere üblicherweise
vier Hydraulikleitungen so anzulenken, dass sie noch im Inneren der Befestigungsvorrichtung
bzw. im Inneren des Kreuzgehänges gebündelt werden können und als Schlauchbündel durch
die Durchtrittsöffnung in der U-förmigen Basis des Kreuzgehänges hinausgeführt werden
können. Durch eine Bündelung der Schlauchleitungen wird eine Gefahr der Beschädigung
derselben weiter verringert und es wird insbesondere die Gefahr, dass die unter hohem
Druck stehende Hydraulikflüssigkeit durch ein Einschneiden in die Hydraulikleitungen
bzw. ein Ausreißen derselben beschädigt werden, deutlich herabgesetzt.
[0011] Indem, wie dies einer weiter bevorzugten Ausbildung der Erfindung entspricht, die
Befestigungsvorrichtung so ausgebildet ist, dass die Anschlussstücke in einer normal
auf die Richtung zur Durchtrittsöffnung für Hydraulikleitungen stehenden zweiten Richtung
geneigt ausgebildet sind, können beispielsweise die Hydraulikleitungen nicht nur in
Richtung zur Durchtrittsöffnung in dem Kreuzgehänge geneigt sein, sondern auch zueinander
geneigt sein, so dass insbesondere eine enge Bündelung der Hydraulikleitungen möglich
ist und somit einerseits der Platzbedarf weiter herabgesenkt ist, und andererseits
die Gefahr, dass die Leitungen im Betrieb beschädigt werden, weiter verringert ist.
[0012] Um insbesondere eine Beschädigung der Hydraulikleitungen durch ein Scheuern an den
Kanten bzw. ein Einschneiden in die Leitungen durch die Kanten von beispielsweise
der Durchtrittsöffnung in dem, dem Rotator benachbarten Kreuzgehänge mit Sicherheit
hintanzuhalten, ist die Befestigungsvorrichtung so weitergebildet, dass die Durchtrittsöffnung
für Hydraulikleitungen in dem Kreuzgehänge mit abgerundeten Ecken sowie an ihrer dem
Drehpunkt des Kreuzgehänges zugewandten Seite im Wesentlichen als Kreissegment ausgebildet
ist. Indem die Durchtrittsöffnung für die Hydraulikleitung in dem Kreuzgehänge mit
abgerundeten Ecken sowie an ihrer dem Drehpunkt des Kreuzgehänges zugewandten Seite
im Wesentlichen als Kreissegment ausgebildet ist, ist die Form der Durchtrittsöffnung
im Wesentlichen an die Außenkontur eines Bündels von Hydraulikleitungen angepasst,
so dass in sie bzw. es der Durchtrittsöffnung sicher aufgenommen sind bzw. ist, ohne
dass sie geklemmt werden können, wodurch die Lebensdauer der Hydraulikleitungen und
somit der gesamten Befestigungsvorrichtung weiter erhöht ist.
[0013] Um die Gefahr eines unbeabsichtigten Beschädigens der Oberfläche der Hydraulikleitungen
weiter herabzusetzen, ist bevorzugt die Befestigungsvorrichtung so ausgebildet, dass
die Durchtrittsöffnung mit abgerundeten Kanten, insbesondre glatt polierten abgerundeten
Kanten ausgebildet ist. Indem die Durchtrittsöffnung mit abgerundeten Kanten und insbesondere
glatt polierten, abgerundeten Kanten ausgebildet ist, wird eine Beschädigung der Hydraulikleitungen
hintangehalten und überdies eine Art Führung für die Leitungen zur Verfügung gestellt.
[0014] Insgesamt ergibt sich somit mit der Befestigungsvorrichtung gemäß der Erfindung,
dass die unbedingt vor Beschädigungen zu schützenden Hydraulikleitungen, welche für
die Betätigung eines an einem Kranarm gelagerten Werkzeugs erforderlich sind, sicher
und zuverlässig an jeglichen Drehachsen und insbesondere an den Befestigungsachsen
der beiden Gelenkelemente, der starren Gelenklasche und dem Kreuzgehänge vorbeigeführt
werden können und die Vorrichtung ausgebildet ist, dass sie an diesen Drehachsen weder
scheuern noch anliegen können und insbesondere, dass sie im Bereich der Drehachsen
nicht geklemmt oder beschädigt werden können, wodurch insgesamt eine sicher und zuverlässig
funktionierende Befestigungsvorrichtung zur Verfügung gestellt werden kann, welche
eine besonders hohe Standzeit im Vergleich zu herkömmlichen Befestigungsvorrichtungen
gewährleistet.
[0015] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. In diesen zeigen:
Fig. 1 eine Ansicht der Befestigungsvorrichtung in Richtung auf die in dem Kreuzgehänge
ausgebildete Durchtrittsöffnung,
Fig. 2 die Befestigungsvorrichtung von Fig. 1 in Ansicht von der Seite,
Fig. 3 eine Ansicht von der Seite einer anderen Ausbildung der Erfindung,
Fig. 4 die Befestigungsvorrichtung von Fig. 3 in Ansicht von vorne, und
Fig. 5 die Befestigungsvorrichtung von Fig. 3 in perspektivischer Ansicht von oben.
[0016] Im Einzelnen ist in Fig. 1 eine mit 1 bezeichnete Befestigungsvorrichtung zur Festlegung
eines in den Figuren nicht dargestellten Werkzeugs an einem Kranarm 2 dargestellt.
Die Befestigungsvorrichtung 1 besteht hierbei aus einem ersten Gelenkelement, der
starren Gehängelasche 3, einem zweiten Gelenkelement, dem Kreuzgehänge 4 sowie einem
Rotator 5. An der Gehängelasche 3 ist schwenkbar um eine erste horizontale Achse 6
das Kreuzgehänge 4 angelenkt, an welches wiederum über eine horizontale jedoch normal
auf die erste Drehachse 6 stehende Achse 7 der Rotator 5 angelenkt ist. Das Drehgelenk
des Kreuzgehänges 4 ist als offenes Drehgelenk ausgebildet, dessen Achse 7 durch zwei
voneinander beabstandete Drehpunkte 8 verläuft, wie dies insbesondere in Fig. 2 ersichtlich
ist. Schließlich ist der Rotator 5 frei um eine vertikale Drehachse 9 drehbar, so
dass ein an dem Rotator 5 angelenktes Werkzeug beliebig in jede Richtung verschwenkbar
ist. An einer Oberseite 10 des Rotators 5 ist eine Mehrzahl von Anschlussstücken 11,
in der dargestellten Ausbildung vier Anschlussstücke 11, für die Festlegung von Hydraulikleitungen
12 vorgesehen. Die Hydraulikleitungen 12, welche in der in Fig. 1 und Fig. 2 dargestellten
Ausbildung im Inneren des Kreuzgehänges 4 gebündelt werden, werden durch eine benachbart
einer Basis 13 des im Wesentlichen U-förmig ausgebildete Kreuzgehänges 4 vorgesehene
Öffnung 14 aus dem Inneren des Kreuzgehänges 4 hinausgeführt und an entsprechenden
am Kranarm 2 vorgesehenen Anschlussstücken 15 festgelegt, so dass eine geschlossene,
hydraulische Verbindung zwischen dem Kranarm 2 und dem Werkzeug ausgebildet ist.
[0017] Die Durchtrittsöffnung 14 ist hierbei einerseits mit abgerundeten Kanten 16 ausgebildet
und weist andererseits sowohl abgerundete Ecken 17 auf als auch ist sie an ihrer dem
Drehpunkt 8 des Kreuzgehänges 4 zugewandten Seite im Wesentlichen als Kreissegment
18 ausgebildet.
[0018] Die Länge der Hydraulikleitungen 12 ist hierbei insbesondere so ausgewählt, wie dies
in Fig. 2 deutlich ersichtlich ist, dass auch bei einer beliebigen Verschwenkung der
Gelenkelemente 3, 4 zueinander eine übermäßige und unbeabsichtigte Spannung der Hydraulikleitungen
12 mit Sicherheit hintangehalten ist. Ebenso soll ein Scheuern der Hydraulikleitungen
12 sowohl in der Durchtrittsöffnung 14 als auch beispielsweise im Bereich der Drehachse
6 ebenso wie im Bereich der Anlenkung an dem Kranarm 2 mit Sicherheit hintangehalten
werden, um eine Zerstörung und Beschädigung der Hydraulikleitungen 12 im Betrieb zu
verhindern.
[0019] Wie dies insbesondere in Fig. 1 und 2 ersichtlich ist, sind die Anschlussstücke 11
für Hydraulikleitungen 12 hierbei so ausgebildet, dass sie mit der senkrechten Achse
9 des Rotators 5 einen spitzen Winkel α einschließen. In der in Fig. 1 und 2 dargestellten
Ausbildung sind hierbei die Anschlüsse 11 jeweils in Richtung zu einer in der Mitte
durch den Rotator 5 verlaufenden senkrechten Achse 9 geneigt ausgebildet, so dass
insbesondere die Hydraulikleitungen 12 rasch und zuverlässig gebündelt werden können,
um eine Beschädigung derselben im Inneren des Kreuzgehänges 4 mit Sicherheit hintanzuhalten.
In der in Fig. 1 und 2 gezeigten Ausbildung beträgt der Winkel α jeweils etwa 2,5°.
Wie dies insbesondere aus der Zusammenschau der Fig. 1 und 2 erkenntlich ist, sind
die Anschlussstücke 11 hierbei jeweils in zwei Richtungen geneigt ausgebildet und
zwar in Richtung zu einem virtuellen Mittelpunkt des Rotators 5. Sämtliche Winkel
α sind bei den Ausbildungen in Fig. 2 etwa gleich groß gewählt, so dass eine vollständig
symmetrische Anordnung der Anschlussstücke 11 gewählt wurde.
[0020] In Fig. 3, welche lediglich ein Detail der Befestigungsvorrichtung 2 der Fig. 1 und
2 darstellt, nämlich den Bereich, in welchem die Anschlussstücke 11 an dem Rotator
5 festgelegt sind, ist eine andere Ausbildung, insbesondere eine andere Art der Neigung
der Anschlussstücke 11 gewählt. Bei der Darstellung gemäß Fig. 3 ist ersichtlich,
dass sämtliche Anschlussstücke 11 in Richtung zu einer Durchtrittsöffnung 14 in dem
Kreuzgehänge 4 zur Senkrechten geneigt sind. Der Neigungswinkel sämtlicher Anschlussstücke
11 ist hierbei mit etwa 2° gewählt. Wie dies insbesondere aus Fig. 3 ersichtlich ist,
sind hierbei die Hydraulikleitungen 12 so angeordnet, dass sie in Richtung zu einer
Durchtrittsöffnung 14 im Wesentlichen parallel zueinander angeordnet sind.
[0021] Bei der Darstellung gemäß Fig. 4, welche der Darstellung von Fig. 3 entspricht, jedoch
eine um 90° verschwenkte Darstellung ist, ist ersichtlich, dass die Hydraulikleitungen
12 in einer zweiten Richtung geneigt sind, und zwar in Richtung einer virtuell durch
die Mittellinie des Rotators 12 gehende Fläche. Durch eine derartige Anordnung werden
die Hydraulikleitungen 12 nicht nur in Richtung zu der in den Fig. 3 bis 5 nicht dargestellten
Durchtrittsöffnung 14 geneigt, sondern weiterhin zumindest paarweise soweit aneinander
angenähert, dass sie noch vor dem Durchtritt durch die Durchtrittsöffnung 14 miteinander
paarweise gebündelt werden können, wodurch ebenfalls die Beschädigung der Hydraulikleitungen
12 im Betrieb deutlich herabgesetzt werden kann.
[0022] In der Darstellung von Fig. 5, welcher eine perspektivisch Ansicht von oben auf die
Ausbildungen der Fig. 3 und 4 darstellt, ist ersichtlich, dass die Hydraulikleitungen
12 und somit auch die Anschlussstücke 11 sowohl in Richtung zu der in diesen Figuren
nicht dargestellten Durchtrittsöffnung 14 geneigt sind, als auch paarweise zueinander.
[0023] Mit einer derartigen Ausbildung gelingt es, die Hydraulikleitungen 12 sicher und
zuverlässig aus dem Inneren des Kreuzgehänges 4 hinauszuführen und in der Folge nach
einer Umlenkung um die Drehachse 6 an dem Kranarm 2 anzulenken.
[0024] Es erübrigt sich festzuhalten, dass analog zu der Darstellung von Fig. 5 die Hydraulikleitungen
12 beispielsweise nicht nur paarweise geführt sein können, sondern dass beispielsweise
die von der Durchtrittsöffnung 14 weiter beabstandeten Anschlussstücke 11 und somit
die Hydraulikleitungen 12 eine stärkere Neigung von 4° zur vertikalen Drehachse 9
aufweisen können als die Anschlussstücke 11, welche näher zur Durchtrittsöffnung 14
liegend angeordnet sind. Mit einer derartigen Ausbildung gelingt es, die Hydraulikleitungen
12 vor dem Durchtritt durch die Durchtrittsöffnung 14 zu bündeln und überdies sicherzustellen,
dass ein möglichst glatter Durchritt der Hydraulikleitungen durch die Durchtrittsöffnung
14 gewährt wird und insbesondere ein Knicken oder Beschädigen derselben hintangehalten
ist.
1. Befestigungsvorrichtung (1) für ein drehbar an einem Kranarm (2) gelagertes Werkzeug,
umfassend zwei senkrecht aufeinander stehende, voneinander in vertikaler Richtung
beabstandete Gelenkelemente nämlich eine Gehängelasche (3) und ein Kreuzgehänge (4)
sowie einen von der Gehängelasche (3) und dem Kreuzgehänge (4) in vertikaler Richtung
beabstandeten um eine vertikale Drehachse (9) frei drehbaren Rotator (5), wobei das
Werkzeug an dem Rotator (5) festgelegt ist, welche Befestigungsvorrichtung (1) zur
Betätigung des Werkzeugs eine Mehrzahl von Hydraulikleitungen (12) von dem Kranarm
(2) zu an einer Oberseite des Rotators (5) vorgesehenen Anschlussstücken (11) geführt
ist und wobei das dem Rotator (5) benachbarte Kreuzgehänge (4) als offenes Drehgelenk
mit zwei voneinander beabstandeten Drehpunkten (8) ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass jede durch ein Zentrum der Anschlussstücke (11) für die Mehrzahl von Hydraulikleitungen
(12) verlaufende Längsachse mit der Drehachse (9) des Rotators (5) einen spitzen Winkel
(α) einschließt, und dass das dem Rotator (5) benachbarte Kreuzgehänge (4) im wesentlichen
U-förmig ausgebildet ist und benachbart einer Basis (13) des U eine Durchtrittsöffnung
(14) für die Hydraulikleitungen (12) aufweist.
2. Befestigungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die durch das Zentrum der Anschlussstücke (11) für die Mehrzahl von Hydraulikleitungen
(12) verlaufende Längsachse in Richtung zu der Durchtrittsöffnung (14) für die Hydraulikleitungen
(12) geneigt ausgebildet ist.
3. Befestigungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der spitze Winkel (α) zwischen der Drehachse (9) des Rotators (5) und den durch das
Zentrum der Anschlussstücke (11) verlaufenden Längsachsen zwischen 1° und 4 ° beträgt.
4. Befestigungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die durch das Zentrum der Anschlussstücke (11) verlaufenden Längsachsen der von der
Durchtrittsöffnung (14) weiter entfernt angeordneten Anschlussstücke (11) einen größeren
spitzen Winkel (α) mit der Drehachse (9) des Rotators (5) einschließen als die näher
zur Durchtrittsöffnung (14) für Hydraulikleitungen (12) angeordneten Anschlussstücke
(14).
5. Befestigungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlussstücke (11) in einer normal auf die Richtung zur Durchtrittsöffnung
(14) für Hydraulikleitungen (12) stehenden zweiten Richtung geneigt ausgebildet sind.
6. Befestigungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchtrittsöffnung (14) für Hydraulikleitungen (12) in dem dem Rotator (5) benachbarten
Kreuzgehänge (4) mit abgerundeten Ecken (17) sowie an ihrer dem Drehpunkt (8) des
Kreuzgehänge (4) zugewandten Seite im Wesentlichen als Kreissegment (18) ausgebildet
ist.
7. Befestigungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchtrittsöffnung (14) abgerundeten Kanten (16), insbesondre glatt polierten
abgerundeten Kanten (17) ausgebildet ist.